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Test: Teufel CEM PE vs. Logitech Z-5450 Digital

von Jirko Alex

Einleitung

Mit dem Einzug des DVD-Laufwerks in den PC begann, was damals wohl wenige gedacht hätten: Das ursprüngliche Arbeitsgerät mutierte vom Tippwerkzeug zur Multimediazentrale; was einst nur Computerspiele zu akustischem Leben verhelfen sollte, ist heute weithin Zentrum einer digitalen Heimkinowelt. Der technische Wandel veränderte aus diesem Grunde nicht nur das Aussehen eines PCs als solchen und machte ihn wohnzimmertauglich, er brachte auch an den Schreibtisch, was vormals nur im Wohnzimmer zu finden war: So stellen nicht selten großformatige Flachbildschirme die visuelle Schnittstelle zum Betriebssystem dar, auch immer zahlreicher werdende Lautsprecher wollen in steigender Perfektion eine klangliche Welt um den PC-Nutzer erschaffen, die der eines ausgewachsenen Heimkinos nur wenig nachsteht. Es verwundert also nicht, dass neben den alten Platzhirschen am einst kleinen Himmel der Multimedia-Lautsprecher auch mehr und mehr alteingesessene Hersteller durchaus hochwertiger Sound-Hardware ihren Weg zum PC finden und somit der kostengünstige Einstieg in ansprechende Sphären des Klangs möglich ist.

Teufel CEM PE vs. Logitech Z-5450 Digital
Teufel CEM PE vs. Logitech Z-5450 Digital

Um sich aus der neu entstandenen Masse an Angeboten hervorzuheben, müssen die Hersteller immer bessere Produkte auf den Markt bringen, die in jedem Fall die ältere Generation übertreffen. Doch zeigten bereits unsere letzten Tests multimedialer Audio-Hardware, dass die kompakten Systeme durchaus achtenswerte Leistungen entfalten und eine Steigerung nur schwer möglich ist. Die Weiterentwicklung des Bewährten zeigt sich, wohl auch aus diesem Grunde, bei den getesteten Probanden auf ganz unterschiedliche Weise: Während Teufel mit einer Neuauflage des bewährten Kassenschlagers Concept E Magnum gemachte Schönheitsfehler ausbessert und dem geneigten Kunden noch mehr Leistung zur Verfügung stellt, setzt Logitech beim Z-5450 Digital zusätzlich auf ausgefeilte Technik, wie sie selten zu finden ist: So werden die hinteren Lautsprecher des 5.1-Systems per Funk angesprochen und sind daher „kabellos“. Zudem verfügt das Logitech-System über ein Control-Center, das nicht nur den Anschluss mehrerer Quellen auf unterschiedliche Arten erlaubt, sondern auch dts- und Dolby-Digital-Signale in Hardware dekodieren kann.

Nichtsdestotrotz entscheidet über die Güte eines Lautsprechersystems immer noch das Ohr und auch der Geschmack des Hörers, weshalb diese Art des Tests zwangsläufig von subjektiven Eindrücken gepflastert ist, die trotz aller Bemühungen nicht verhindert werden können. Zudem fehlt es an professioneller Test-Hardware für akustische Untersuchungen, weshalb das Ohr des Redakteurs und weiterer geladener Probehörer als Bewertungskriterium reichen muss. Alle beschriebenen Eindrücke sind daher mit einem gewissen Abstand zu bewerten. Für geneigte Käufer, die den Ausbau des eigenen, oder den Einstieg in ein eigenes Heimkino anstreben, sollen die folgenden Seiten dennoch Ratgeber genug sein, um gezieltere Entscheidungen treffen zu können.

Lesezeichen

Testsystem

Getestet wurden die Lautsprecher mit folgendem System:

Testumgebung

Bei dem Hörraum handelt es sich um einen etwa 25 m² großen und 3 Meter hohen Raum im Dachgeschoss eines Zweifamilienhauses. Die Aufstellung der Boxen wurde entsprechend der üblichen Ausrichtung einer 5.1-Lautsprecherkombination vorgenommen, der Raum schränkte also in keinster Weise die Positionierung (speziell der Rear-Speaker) ein.

Die Soundsysteme wurden mit einer Creative X-Fi Platinum verbunden. Da das Logitech Z-5450 Digital über mehrere Anschlussmöglichkeiten verfügt, wurde es sowohl per Klinke, als auch per optischem und koaxialem SPDIF-Ausgang angesteuert. Das Teufel Concept E Magnum Power Edition kann hingegen an eine Soundkarte nur per Klinke-auf-Chinch-Kabel angeschlossen werden.

Um die Klangqualität möglichst umfangreich beurteilen zu können, kamen auch in diesem Test mehrere Stereo- und Surround-Medien zum Einsatz:

Film-DVDs
Film-DVDs


Spiele-DVDs
Spiele-DVDs


Audio DVDs
Audio DVDs


Vorbetrachtung

Wichtig für einen guten Gesamteindruck des Soundsystems ist nicht nur der Klangcharakter, auch die Materialwertigkeit sowie die Güte der Verarbeitung spielen eine gewichtige (optische) Rolle. Wenn dazu noch das Design stimmt, fügt der geneigte Käufer sein Surround-System gerne in die heimischen vier Wände ein. Bei der Betrachtung der zwei getesteten 5.1-Lautsprechersysteme wollen wir uns also auch den äußerlichen Reizen hingeben. Verarbeitungsfehler sollten beide Systeme nicht aufweisen, pfiffige Features sind hingegen gerne gesehen.

Logitech Z-5450 Digital

Pfiffige Features bietet das Logitech Z-5450 Digital schon auf den ersten Blick: Ein Control-Panel zur Ansteuerung aller Boxen kommt dem Bedienkomfort in der Tat sehr entgegen. Zwar kann man bei diesem System alle Einstellungen auch über die handliche Fernbedienung vornehmen, da man hierzu aber das Control-Panel anvisiert und nicht wie beim Teufel-System den Subwoofer, ist es auch nicht mehr so wichtig, wo der Tieftöner denn steht. Nicht selten will man diesen nämlich verstecken, was die Ansteuerung per Fernbedienung jedoch erschwert. Zudem erlaubt das Display auf der Vorderseite des Control-Panels das Ablesen einiger wichtiger Informationen wie die des gewählten Sound-Eingangs und des hinzu geschalteten Effekts. Das Logitech Z-5450 erlaubt nämlich den Upmix jeder Quelle per Dolby-ProLogic-II-Modus, welcher sich wiederum in einen Music- und einen Movie-Modus unterscheiden lässt. Während das Stereosignal im Music-Modus sehr ausgeglichen auf die Front- und Rear-Speaker verteilt wird, betont der Movie-Modus den Center-Kanal und schafft dadurch, dass Stimmen wie bei einer korrekt abgemischten Mehrkanalfilm-DVD verständlich aus dem Zentrum des Heimkinos erschallen.

ControlPanel
ControlPanel
ControlPanel Display
ControlPanel Display
Rückseite ControlPanel
Rückseite ControlPanel

Weitere Features sind bei den Satelliten des Systems zu suchen: So verfügt das Logitech-System als Besonderheit über Funk-Rear-Speaker. Diese werden nicht wie ihre Front- und Center-Kollegen per Lautsprecherkabel mit dem Subwoofer verbunden und sind dadurch vermeintlich frei im Raum positionierbar. Das weggelassene Lautsprecherkabel wird jedoch durch einen Stromstecker ersetzt, der im Umkreis von zwei Metern nach einer Steckdose giert. Die Rear-Speaker verfügen nicht über einen integrierten Akku und sind deshalb an ein Stromnetz gebunden. Es ergibt sich hieraus ein Vorteil für die Positionierung im Raum, sofern Steckdosen in der Nähe der optimalen Position für die hinteren Lautsprecher liegen; andernfalls ersetzt ein Verlängerungskabel für die Stromversorgung die Kabelei der zwei Lautsprecherkabel.

Rear Speaker
Rear Speaker
Rear Speaker (3)
Rear Speaker (3)
Rear-Speaker LED
Rear-Speaker LED
2-Wege-Lautsprecher Seitenansicht
2-Wege-Lautsprecher Seitenansicht
Front Speaker Rückansicht
Front Speaker Rückansicht
Center-Spreaker
Center-Spreaker
Vergleich der Front- und Rear-Speaker
Vergleich der Front- und Rear-Speaker
Vergleich der Front- und Rear-Speaker (2)
Vergleich der Front- und Rear-Speaker (2)

Die Ansteuerung der Rear-Speaker übernimmt das Control-Panel, das hierfür mit einer dezenten Antenne ausgestattet wurde und so an einen WLAN-Router erinnert. Den Status der Verbindung geben LEDs, die in die beiden hinteren Lautsprecher eingearbeitet sind, sowie zwei weitere Lichtdioden, die sich auf der Rückseite des Steuergerätes befinden, wieder. Bei blauer Beleuchtung der Rear-Speaker sowie durchgehend grüner Beleuchtung der Dioden auf dem Control-Panel sind auch die hinteren Lautsprecher korrekt verbunden. Die Einrichtung erfolgt vollautomatisch beim ersten Start des Systems, wobei der Suchprozess laut Handbuch bis zu zwei Minuten dauern kann. In unserem Fall fanden sich die Logitech-Funker jedoch bereits nach wenigen Sekunden. Wird das System nicht vom Stromnetz getrennt, ist kein weiterer Suchlauf nötig.

Ein Vorteil aller Satelliten des Logitech Z-5450 Digital gegenüber jenen des Teufel Concept E Magnum Power Edition sind ihre Standfüße. Diese bieten nicht nur einen festen Stand, sie lassen sich auch so drehen, dass die Lautsprecher problemlos an der Wand montiert werden können. Bei den Front- wie auch bei den Rear-Speakern muss hierzu eine Schraube gelöst werden, um den Standfuß um 90 Grad zu drehen und wieder festzuschrauben. Der Center-Speaker besitzt hierfür ein Gelenk, über das der Fuß in wenigen Stufen ebenfalls um bis zu 90 Grad angewinkelt werden kann. Das Gelenk ermöglicht es zudem (sollte der zentrale Lautsprecher beispielsweise auf dem Monitor oder einem Fernseher positioniert werden), den Lautsprecher leicht nach unten hin zu kippen, so dass die Lautsprechermembran wieder auf den Hörer ausgerichtet ist. Die Positionierung aller Satelliten sollte auf diese Art leicht und nahezu ideal möglich sein.

Rear Speaker Rückansicht
Rear Speaker Rückansicht
Rear Speaker Rückansicht gedrehter Fuß
Rear Speaker Rückansicht gedrehter Fuß

Der Subwoofer des Logitech Z-5450 Digital ist ein gutes Stück kleiner als das Pendant des Teufel-Systems und fast würfelförmig. Bis auf eine Bass-Reflex-Öffnung an der Seite und das THX-Logo auf der Front finden sich nur die unterschiedlichen Anschlüsse sowie das Kühlsystem auf der Rückseite des Tieftöners wieder. Eine Membran vermisst man. Sie befindet sich – unsichtbar – im Inneren des kompakten, schwarzen Quaders. Ein Umstand, der im Vergleich mit anderen Systemen sehr unüblich ist, bewerten doch viele die Bass-Performance auch an der Ausrichtung des Tiefton-Chassis, das üblicherweise nach vorne (Frontfire-Prinzip) oder nach unten (Downfire-Prinzip) gerichtet ist und jeweils andere Charakteristika aufweist. Nichtsdestotrotz lässt der groß dimensionierte Kühlkörper auf der Rückseite vermuten, dass im Inneren kräftige Endstufen werkeln.

Subwoofer
Subwoofer
Bass-Reflex-Kanal
Bass-Reflex-Kanal

Subwoofer Rückansicht
Subwoofer Rückansicht
Subwoofer von unten
Subwoofer von unten

Bei der Verkabelung stellt der Logitech-Subwoofer auch Anfänger nicht vor Herausforderungen. Es sind derer nämlich nur fünf: Drei für die vorderen und den mittleren Lautsprecher, eines für das Control-Panel und ein weiteres für das Netzteil. Alle Audioquellen werden an dem Control-Panel angeschlossen und auch die Einstellungen für die zugeschalteten Effekte oder die Lautstärke der einzelnen Kanäle wird über dieses vorgenommen, weshalb im Vergleich zum Subwoofer des Teufel Concept E Magnum in der Power Edition weitere Drehregler auf der Rückseite des Tieftöners fehlen.

Teufel Concept E Magnum PE

Das Concept E Magnum in der Power Edition kommt bereits rein äußerlich gänzlich anders als das Logitech Z-5450 Digital daher. Vermittelte letzteres noch einen Flair von gediegenem High-Tech, kontert Teufel mit einem ausschließlich zurückhaltenden Design. Sowohl die Satelliten als auch der Subwoofer scheinen nur auf ihre Funktion ausgelegt zu sein, großartige Optikfinessen muss man im Detail suchen. Zwar sind die oberen Kanten des Subwoofers abgerundet, das mit LEDs geschmückte Frontpanel am Subwoofer ist in gebürsteter Alu-Optik gehalten und auch der Bass-Reflex-Kanal wurde ein paar Millimeter nach Innen versetzt, um der Front ein gefälligeres Äußeres zu geben, verglichen mit dem optischen Auftritt des Logitech-Systems will das Teufel-5.1-System aber nicht recht konkurrieren. Auf diese Weise ist es zwar vielleicht nicht jedermanns Geschmack, aber sicherlich auch kein sauer aufstoßender Design-Fehlgriff im Wohn- oder Arbeitszimmer und schwer zu verstecken ist es auch nicht. Ohnehin dürfte der Erfolg der kleinen Teufel-PC-Lautsprechersysteme weniger durch optische Raffinessen denn durch innere Werte errungen worden sein.

Satellit des CEM PE
Satellit des CEM PE
Rückansicht Satellit
Rückansicht Satellit
Detailansicht Satellit (2)
Detailansicht Satellit (2)
Detailansicht Satellit
Detailansicht Satellit
Frontansicht Center-Speaker
Frontansicht Center-Speaker
Center und Satellit
Center und Satellit
Rückansicht Center-Speaker
Rückansicht Center-Speaker
Größe der Klemmanschlüsse
Größe der Klemmanschlüsse

Anders als beim Logitech Z-5450 Digital handelt es sich bei dem Center-Speaker des Teufel-Systems nicht nur um einen um 90-Grad gedrehten Satellit. Teufel spendierte seiner zentralen Box zwei statt nur einen Mitteltöner und will so für eine bessere Stimmenverständlichkeit und mehr Volumen bei der Filmtonwiedergabe sorgen. Nachteilig könnte diese Konstruktion auf den Klangcharakter der vorderen Boxen wirken. Eine unterschiedliche Bestückung mit Lautsprecherchassis sowie ein abweichendes Volumen können nämlich dazu führen, dass sich die Satelliten anders anhören als der Center-Speaker. Bei Szenen, in den der Ton von links nach rechts über den Center-Speaker wandert, fällt dies für gewöhnlich besonders auf. Hier ist eine gute Abstimmung nötig, um dennoch über alle Boxen ein einheitliches und harmonisches Klangbild zu produzieren.

Größenvergleich Satellit-Center
Größenvergleich Satellit-Center
Center-Speaker von unten
Center-Speaker von unten
Unterseite CEM-PE-Satellit
Unterseite CEM-PE-Satellit

Alle Lautsprecher des Teufel Concept E Magnum Power Edition besitzen ab Werk kleine Gummifüße, die einen rutschfesten Stand ermöglichen und ein Mitschwingen der Schränke, Schreibtische oder Regale, auf denen die Satelliten abgestellt werden, verhindern sollen. Diese Eigenschaften erfüllen die Gumminoppen auch, mehr bieten sie jedoch nicht. Im Vergleich zum Logitech Z-5450 Digital wirken vor allem die Standfüße der Konkurrenz gefälliger. Auch das drehbare Gelenk der Satellitenlautsprecher des Logitech-Systems erscheint innovativer, kann man die kleinen Boxen so doch nicht nur sicher auf jeden Untergrund stellen, sondern auch elegant an die Wand montieren. Teufel bietet hingegen die Möglichkeit, die Satelliten über eine Bohrung in der Wand aufzuhängen oder an den hauseigenen Lautsprecherständern zu befestigen. Beide Möglichkeiten entfallen jedoch für den Center-Speaker, der stets nur aufgestellt werden kann, da ihm jede Befestigungsmöglichkeit an der Rückseite fehlt.

Der Subwoofer des Concept E Magnum Power Edition besticht durch seine sehr saubere Verarbeitung und die – im Vergleich zum Logitech-Tieftöner – umfangreichere Einstellungsmöglichkeiten. So lässt sich beispielsweise die Phase des Subwoofers umkehren, womit die Basswiedergabe besser an den Standort des Tieftöners angepasst werden kann. Auch kann die Crossover-Frequenz, also die Übergangsfrequenz, die festlegt, bei welcher Frequenz die Satelliten vom Subwoofer abgelöst werden sollen, konfiguriert werden. Zudem lassen bereits das hohe Gewicht sowie die 25 Zentimeter im Durchmesser messende Membran ein ausgeprägtes Bassfundament erwarten. Da das Concept E Magnum PE über kein Controlpanel, wohl aber über eine Fernbedienung verfügt, befindet sich die Steuereinheit für das gesamte System in der Vorderseite des Tieftöners. Neben dem Infrarotempfänger geben dort LEDs Auskunft über die angewählte Funktion; eine manuelle Steuerung ist ebenfalls möglich, da sich kleine Knöpfe unterhalb der LEDs befinden. Verglichen mit der Logitech-Lösung in Form einer externen Kontrolleinheit kann die Steuerung des Concept E Magnums aber leicht an ihre Grenzen stoßen. So werden Subwoofer gerne versteckt oder stehen ungünstig/außerhalb der Reichweite der Fernbedienung, womit die Steuerung des Surround-Systems von Teufel ausgesetzt wird.

Gesamtansicht Subwoofer
Gesamtansicht Subwoofer
CEM-Sub Steuereinheit
CEM-Sub Steuereinheit
Subwoofer von unten (Teufel)
Subwoofer von unten (Teufel)
Fernbedienung vergrößert
Fernbedienung vergrößert
Größe des CEM-Kühlkörpers
Größe des CEM-Kühlkörpers
Anschlüsse Teufel-Subwoofer
Anschlüsse Teufel-Subwoofer

Zudem wirkt die Fernbedienung des Logitech Z-5450 Digital fraglos hochwertiger. Zwar setzen beide Infrarotsender auf eine lackierte Plastikschale mit weichen Kunststoffknöpfen. Teufels Umsetzung beschränkt sich jedoch auf die nötigsten Funktionen – wie die Kanalwahl für die Lautstärkeregelung sowie einen Knopf für die Mute-Funktion – und setzt diese zudem optisch wenig ansprechend um. Selbst das frühere Concept E Magnum – nicht in der Power Edition – wurde mit einer anderen, hochwertiger anmutenden (weil ebenfalls auf silber lackierte Plastikknöpfe setzenden) Fernbedienung ausgeliefert.

Technische Daten

Die folgende Auflistung der nackten technischen Daten offenbart, dass die Systeme rein von der technischen Leistung her quasi ebenbürtig sind. Von tolerierbaren Abweichungen bei den Satelliten abgesehen, fällt im Detail vor allem der Subwoofer des Logitech-Systems auf, der auf dem Papier mehr Leistung für sich in Anspruch nehmen kann als sein Teufel-Pendant. Ein klanglicher Vorteil für den Tieftöner muss sich hieraus jedoch nicht ergeben; die Einflüsse des eingesetzten Subwoofer-Prinzips, der Gehäusegröße sowie der Form des Bass-Reflex-Kanals sind bei der Tieftonwiedergabe wohl entscheidender. Die technischen Daten sollen daher nur der Vollständigkeit halber aufgeführt werden; für den Klangeindruck sind sie jedenfalls weitgehend irrelevant.

Technische Daten
Logitech Z-5450 Digital Teufel Concept E Magnum
Power Edition
logitech 1
logitech 1
teufel2
teufel2
Ausgangsleistung 315 Watt Sinus 300 Watt Sinus
Kanäle 5.1 5.1
Satelliten 38 Watt Sinus pro Kanal (Front)
40,5 Watt Sinus pro Kanal (Rear)
40 Watt Sinus pro Kanal
Center 42 Watt Sinus 40 Watt Sinus
Subwoofer 116 Watt Sinus 100 Watt Sinus
Frequenzumfang 35 Hz – 20 kHz 35 Hz – 20 kHz
Eingänge 6-Kanal analog (Klinke)
2x optischer SPDIF-Eingang
1x koaxialer SPDIF-Eingang
6-Kanal analog (Klinke)
Pegelsteuerung Software
Fernbedienung
Control-Panel
Software
Fernbedienung
Besonderheiten Control-Panel
Fernbedienung
Fernbedienung
Listenpreis ab rund 199,- Euro [6] 159,- Euro [7]

Lieferumfang

Die beiden Boxensysteme von Logitech und Teufel werden mit allem ausgeliefert, was man für die Inbetriebnahme benötigt. Hierzu zählen neben dem Netzkabel für die Stromversorgung auch die Lautsprecherkabel sowie die Verbindungskabel zwischen Soundkarte und Lautsprechersystem. Logitech bietet hierfür drei Klinkenstecker, die – farblich codiert – besonders leicht anzuschließen sind. Teufel setzt hingegen auf drei Chinchkabel plus drei Klinke-auf-Chinch-Adapter. Dies hat den Vorteil, dass dass Concept E Magnum in der Power Edition sowohl an Quellen mit Chinch-Audio-Ausgängen, als auch an den analogen Ausgängen der Soundkarte angeschlossen werden kann.

Lieferumfang Logitech
Lieferumfang Logitech
Lieferumfang Teufel
Lieferumfang Teufel

Obwohl das Logitech Z-5450 Digital auch noch auf optischem und koaxialem Wege angeschlossen werden kann, werden die entsprechenden Kabel nicht mitgeliefert. Wer das System auch digital anschließen will, muss also selbst für die entsprechenden Kabel sorgen.

Zudem werden mit dem Logitech-System vorgeschnittene Kabel für die Verbindung der vorderen drei Lautsprecher mit dem Subwoofer mitgeliefert – Teufel setzt hier auf ein einziges, 30 Meter langes Lautsprecherkabel, das noch zugeschnitten werden muss. Die Installation des Logitech-Systems geht folglich schneller, sie ist im Vergleich zum Teufel-Set aber auch weniger flexibel, da die drei Kabel für die Frontlautsprecher nur etwa 3,5 Meter lang sind. Im Fall eines Falles können hier jedoch auch alternative Kabel gekauft werden, da auch die Logitech-Satelliten nicht mehr fest mit diesen verbunden sind.

In beiden Fällen werden ausreichend bebilderte Handbücher mitgeliefert, die das ohnehin meist selbsterklärende Anschließen gut beschreiben.

Klangeindrücke

Die Vermittlung von Klangeindrücken in Worten ist wohl eine der größten Herausforderungen dieses Tests. Kritik und Lob wird im Folgenden beiden Systemen ausgesprochen, die Ummünzung des eigenen Klangeindrucks in Worte, die korrekte Gewichtung der Worte für eine Deutung durch den Leser sowie der Vergleich des hier Geschriebenen mit den Eindrücken, die jeder Leser selbst gesammelt haben mag, ist jedoch ein Prozess, der subjektiver nicht sein könnte. Es sei daher auch an dieser Stelle noch einmal daran erinnert, dass jede Bewertung nur eine persönliche Empfehlung sein kann und es stets empfehlenswert ist, jeden potenziellen Kandidaten vor einem Kauf Probe zu hören. Gefallen finden muss letztendlich das Ohr des Käufers an dem Produkt, nicht das des Testers.

Musik

Doch wir für unseren Fall haben nur das Sinnesorgan des Testers zur Verfügung und dieses hat teils deutliche Unterschiede zwischen den beiden Systemen festgestellt, über die nun Auskunft gegeben werden soll. Die Reihenfolge der Beschreibung der Klangeindrücke orientiert sich dabei an dem Vorgehen beim Probehören, um Charakteristika – so gut es geht – sortiert wiedergeben zu können. Aus diesem Grunde fängt der Exkurs in die klanglichen Welten von Teufel und Logitech auch bei der Betrachtung der reinen Daten beider Systeme an.

Der Blick über die Leistungsaufnahme der Satelliten zeigt, dass diese relativ ebenbürtig sein sollten, obgleich, und das sei hier auch erwähnt, die Watt-Zahlen von Lautsprechern weder etwas über deren Wirkungsgrad, noch etwas über Klangtreue oder -charakteristika aussagen. Dennoch könnte man anfangs ein kleines Basswunder hinter dem recht zierlichen Äußeren des Logitech-Subwoofers vermuten. Auf dem Papier beanspruchte er nämlich bis zu 116 Watt für sich, während Teufels Pendant, wenngleich deutlich größer, nur maximal 100 Watt umwandelte.

Der Einstieg in die qualitativ hochwertige Welt der Musik, der mit dem Hören des Liedes „Hotel California“ der Eagles-Live-DVD genommen wurde, offenbarte jedoch anderes: Der Logitech-Subwoofer verhielt sich erstaunlich zurückhalten, als die Perkussionsinstrumente mit eigentlich tiefem, druckvollen Bass das anfängliche Gitarrenspiel ergänzten. Während andere Systeme an dieser Stelle den Tieftonbereich leicht übersteuern und dumpfes Wummern produzieren, das die zahlreichen Gitarren und den Gesang überstimmt, könnte man beim Logitech Z-5450 Digital von einem dezenten, fast zuückhaltenden Bass reden. Das freut auf der einen Seite, weil der Bass relativ klar und exakt produziert wurde, auf der anderen Seite ist ein gewisses Maß an Druck zu vermissen, der beim Teufel-System idealer umgesetzt wird. Der Tieftöner des Concept E Magnum PE nämlich langt an dieser Stelle kräftig zu. Exakt so, wie es sich gehört. Man sollte hierbei jedoch darauf achten, dass der Tieftöner korrekt eingestellt ist. Dutzende Lautstärkestufen für den Subwoofer, eine variable Crossover-Frequenz sowie die Konstruktion als Downfire-Subwoofer können hier leicht zu einem Bassgewitter führen, dass dem Eagles-Klassiker nicht gerecht wird. Die korrekte Einstellung ergibt hier jedoch den gewünschten Effekt: Einen klaren, tiefen Bass, der bei Bedarf das Mark erschüttert. Logitech vermag dies bei diesem Lied nicht, unabhängig davon, ob die Subwooferlautstärke am Control-Panel erhöht wird oder nicht.

Da „Hotel California“ jedoch vor allem durch den Einsatz mehrerer unterschiedlicher Gitarren lebt, die die markante Stimme von Don Henley unterstreichen, sei hier auch noch deren Umsetzung durch beide Lautsprechersysteme erwähnt: So fällt die gute Differenzierbarkeit der unterschiedlichen Gitarren auf, die bei beiden Boxensystemen gegeben ist. Lediglich die Bass-Gitarre hinterlässt einen verschwommenen Eindruck, da man deren Wiedergabe irgendwo zwischen den Satelliten und dem Subwoofer suchen muss. Der unhörbare Übergang zwischen beidem gelingt hier keinem der Systeme, wobei insgesamt das Teufel-Set gefälliger aufspielt, da der Tiefgang des Saiteninstrumentes besser abgebildet wird, wohingegen das Logitech Z-5450 Digital den Tiefton nur ansatzweise heraushören lässt.

Die Stimme von Don Henley klingt auf beiden Systemen nicht so, wie man es sich wünscht. Es kommt leider nie der Eindruck auf, dass es nicht der Center-Speaker ist, der hier singt, sondern die markante Stimme des Eagles-Sängers. Woran dies genau liegt, ist allerdings schwer auszumachen. Es ist aber wohl das Zusammenspiel eines leicht unterpräsenten, voluminösen Mitteltonbereiches und der damit einhergehenden Verschiebung der Stimmenwiedergabe in den Mittel-bis Hochtonbereich. Es klingt schlicht nicht kernig genug. Beim Logitech Z-5450 Digital kommt zudem hinzu, dass sich der Ton nicht recht von den Satelliten lösen will und somit der Bühnencharakter der DVD nur ungenügend transportiert wird. Vor allem beim Umschalten zwischen den Boxensystemen fällt auf, dass Teufels Concept E Magnum in der Power Edition den Klang viel gelöster transportiert und hierdurch die Live-Atmosphäre deutlich besser vermittelt wird.

Ein ähnliches Bild ergibt sich beim Hineinhören in die exzellent in 5.1 abgemischten Queen-DVDs. Während das Teufel-System in dem Titel „Another One Bites the Dust“ die Bass-Drum martialisch in Szene setzt, hinkt das Logitech-System gefühlt immer hinterher, wenngleich der Bass mitunter sauberer klingt. Diese Erkenntnis beim Bass fällt vor allem dann ins Gewicht, wenn der Teufel-Subwoofer bei hohen Lautstärken (nahe dem Pegel-Maximum des Systems) nicht nur die 25 Zentimeter im Durchmesser messende Membran des Subwoofer zum Schwingen anregt, sondern auch umliegende Möbel oder Gegenstände. Das Klangvergnügen wird durch die Downfire-Bauweise bereits bei deutlich geringeren Pegeln durch mitschwingende Dinge beeinträchtigt, als dies beim Logitech-Subwoofer der Fall ist. Hier hört man den Bass länger ungestört. Eine gescheite Entkopplung des Teufel-Subwoofers vom Fußboden hilft hier aber bereits viel, zumal man dem Tieftöner nicht negativ anrechnen kann, dass er genug Kraft mitbringt, CD-Ständer oder Wasserflaschen zur Bewegung anzuregen. Freddy Mercury und Co. jedenfalls profitieren aufgrund der oft saftigen Drum-Einsätze in ihren Stücken vom Tieftonpotenzial des Teufel-Systems. Außerdem fiel abermals auf, dass sich der Ton beim Logitech-System nicht recht von den Satelliten trennen wollte und somit bestimmbar im Raum hängen blieb. Vor allem bei der sehr gelungenen Abmischung im 5.1-dts-Raumklang fällt dies negativ auf, da oftmals Übergänge der Musik von den vorderen Satelliten zu den hinteren oder vom linken in den rechten Kanal zu vernehmen sind, die beim Z-5450 Digital teils sprunghaft wirken, bei Teufel jedoch fließend wiedergegeben werden. Insgesamt klingt das Logitech-System bei der Queen-Wiedergabe zudem nasaler; die gesamte Akustik wirkt bedeckt. Teufels Concept E Magnum PE hingegen schien es manchmal mit dem Hochtonbereich zu übertreiben. Dieser wird zwar exzellent abgebildet, wirkt aber allzu oft überbetont, bei höheren Pegeln mitunter – wenngleich selten – gar schrill.

Den Abschluss des musikalischen Hörvergnügens bildete die ABBA-DVD „16 Hits“ (Stereo), auf der einige der bekanntesten Songs der vierköpfigen Band vereint sind. Aufgrund des Bekanntheitsgrades der Titel besitzt man bei dieser Musik bereits einen festen Eindruck im Hinterkopf; besondere Klangcharakteristika der Systeme können also schnell festgestellt werden. Und so dauerte es bei der Wiedergabe der DVD auch nicht lang, bis sich das Logitech-System mit leichtem Vorsprung an die Spitze spielen konnte. So gefiel der harmonischere Gesamteindruck des Systems, der vor allem daran festzumachen ist, dass nahezu niemals der Übergang zwischen der Hoch- und Mitteltonwiedergabe der Satelliten sowie der Tieftonwiedergabe des Subwoofers auszumachen war. Das Teufel-Set hingegen lieferte die druckvolleren Bässe, wobei der Subwoofer hierbei als solcher in Erscheinung trat. Da ABBA, beispielsweise in dem Song „The Winner takes it All“, jedoch nicht von den tiefen Tönen lebte, sondern von dem Zusammenspiel von Gesang, Schlagzeug, Klavier und Saiteninstrumenten, kann das Z-5450 Digital diesen Vergleich für sich verbuchen. Abermals wirkte die Wiedergabe auf dem Teufel-System jedoch freier. Da dies bei der Stereo-Wiedergabe jedoch nicht ganz so stark auffiel, überwog das harmonischere Gesamtbild des Logitech-Sets.

Filme und Spiele

Filme und Spiele sind das Metier, in dem beide Boxensets für gewöhnlich glänzen wollen und können. Während bei der Musikwiedergabe vor allem auf die korrekte Abbildung von Instrumenten, die natürliche Wiedergabe der Stimmanteile und die Exaktheit der Bühnenabbildung geachtet wird, kommen beim Filmton andere Aspekte zum Tragen, die über die Güte des Lauschvergnügens entscheiden. So werden in diesem Testparcours vor allem Filme herangezogen, die einen sensationellen Soundtrack bieten oder auf exzellente 5.1-Abmischung setzen, um das ideale Mittendringefühl zu vermitteln. Ein knackiger Bass wird von Filmen oft gefordert, weshalb so manche Szene einen Brüllwürfel vom magengrubenverwöhnenden Tiefschläger trennt. Die zusätzlich ausgesuchten Spiele sollen dabei als letzte Vertreter des Alltagstests aufzeigen, ob sich die kleinen Heimkinosysteme letztendlich für den eigentlichen Einsatz am (Spiele-)PC eignen. Denn was nützt eine markante Stimme von Freddy Mercury, wenn es in Battlefield an der Ortbarkeit der Gegner hapert, die nur unzureichend durch die Lautsprecher im Raum verteilt werden? Wie viel Spaß und Realismus käme wohl auf, wenn ein System den eher unspektakulären Tiefgang einer Maschinengewehrsalve ebenso tieftonal betonen würde wie einen vobeifliegenden Kampfjet? Die Ansprüche jedenfalls, die diese beiden – zumeist mehrkanaligen – Vergnügen an die Lautsprecher von Teufel und Creative stellen, sind nicht minder hoch als die der Musikwiedergabe – aber deutlich anders.

Unterschiedlich sind daher auch die ersten Eindrücke, die die beiden Lautsprechersets offenbaren. So hat das Logitech Z-5450 Digital auch bei der Filmtonwiedergabe – mal mehr, mal weniger – mit der ungenügenden Trennung des Tons von der Position der Boxen zu kämpfen. Während dies bei eher mittelmäßig in Dolby Digital abgemischten Filmen weniger auffallen mag, wird spätestens in „House of the Flying Daggers“ klar, wer in diesem Vergleich das bessere Klangumfeld erzeugen kann. So demonstriert das Teufel Concept E Magnum in der Power Edition in einer Szene besonders eindrucksvoll, wie einnehmend Surroundsound sein kann: Dem Hörer kommt es im dritten Kapitel (der Szene, in der „Dem Unsterblichen folgen“ gespielt wird) tatsächlich so vor, als würden die unzähligen Trommeln um ihn herum stehen und das Ziel des Spiels, blind auf die Trommel zu schlagen, die vorher von dem Samen getroffen wurde, wäre tatsächlich auch für einen selbst machbar.

Dieses Bild setzt sich auch in „Master and Commander“ fort. So fühlt sich der Hörer bereits ab der ersten Filmminute in das hölzerne Schiff hinein versetzt, da um einen herum glaubhaft Planken knarren, die Wellen an die Bordwand schlagen und man beinahe jede Bewegung des Schiffes nachfühlen kann. Allerdings nur, wenn man auch auf Teufel setzt. Die Surround-Abbildung erscheint hier bereits deutlich runder. Logitechs System vermag eher, fünf Klangpunkte (Satelliten) im Raum zu setzen, die man stets als solche identifizieren kann. Dass da auch eines der Kernelemente in der ersten Seeschlacht des Films versagt, macht die Vorzüge des Concept E Magnums nur um so deutlicher: Der Subwoofer nämlich, der beim Einschlagen der schweren Kanonenkugeln in den Schiffsrumpf durchaus laut und tief aufspielen darf, tut dies beim Logitech Z-5450 Digital weniger als beim Concept E Magnum. Berstendes Holz knackt nur mit Teufel glaubhaft. Dieser Eindruck setzt sich auch und gerade bei höheren Pegeln fort, bei denen dem Logitech schnell die Puste auszugehen droht. Zwar verzerrt das gesamte System auch bei voller Lautstärke nicht. Dafür liegt der Maximalpegel auch deutlich unter dem des Teufel-Systems. Immerhin muss man dem Logitech-Subwoofer aber zu Gute halten, dass der Tiefton das ein oder andere Mal mehr zu gefallen weiß, da er sauberer klingt als bei Teufels Bassmonster. Dieses versetzt allzu leicht Schläge in die Magengrube, der hörbare Bass kommt dabei aber mitunter zu kurz. Auch weil die Downfire-Bauweise des Tieftöners leicht zu mitschwingendem und -klapperndem Zimmerinventar führt.

Ähnliche Eindrücke ergeben sich auch in den Filmen „Krieg der Welten“ sowie dem ebenfalls probegehörten dritten Teil der „Herr der Ringe“-Saga. Der Durchbruch des ersten Tripods durch die Straßendecke in ersterem sowie die Ankunft der Olifanten bei der letzten Belagerungsschlacht der Orks in letzterem Kinospektakel werden vom Teufel-Subwoofer fühlbar – im wortwörtlichen Sinne – besser umgesetzt. Das Concept E Magnum ist jedoch nicht nur für Explosionen und Bass-gestützte Szenen gut, auch Dialoge bleiben stets klar verständlich und werden glaubhaft wiedergegeben. Ab und an fehlt es jedoch, speziell bei tieferen männlichen Stimmen, an dem nötigen Nachdruck. Es fehlt einmal mehr der wichtige Mitteltonbereich, der von den Satelliten kaum abgebildet und von dem Subwoofer nur unsachgerecht übernommen werden kann. Im Vergleich zum Z-5450 Digital von Logitech schneidet das Teufel-Pendant jedoch noch gut ab. Dieses nämlich klingt oft blechern. Zwar fällt hier ein Loch im Mitteltonbereich weniger stark auf, weil die Satelliten und der Subwoofer gut aufeinander abgestimmt sind. Im Vergleich zum Teufel-System fehlt es aber auch bei er Dialogwiedergabe an einer gewissen Luftigkeit – Stimmen wirken oft wie hinter einer Wand, oder sind zu zurückhaltend in die Umgebungsgeräusche eingebettet.

Bei der Wiedergabe von Spielen fühlen sich beide Boxensysteme sehr wohl. Ob in den von Surroundsound profitierenden Egoshootern oder dem alternativen Bösewichtespiel Overlord: Was vor, neben oder hinter einem ist, hört man sowohl bei Teufel als auch bei Logitech sofort. Wahrhaft bombig wirken auch Explosionen oder Einschläge größerer Kaliber, was sehr zu Atmosphäre der Spiele beiträgt. Wer sich seinen Gehörgang frei- oder wegblasen lassen will, kann dies abermals eher mit dem Teufel-System tun. Der enorme Pegel und Bassdruck sorgen für eine markerschütternde 5.1-Wiedergabe der Spiele; Logitechs Z-5450 Digital ist vergleichsweise schwächer, für sich genommen aber durchaus ebenfalls im Stande, ordentlich Dampf zu machen.

Auffallend ist bei beiden Boxensystemen, dass manchmal allzu sehr Tiefgang erzeugt wird: Dass eine Maschinengewehrsalve wie das Rasseln der Ketten eines Panzers klingt, mag vielen gefallen, trifft aber nicht immer einen realistischen Grad der Wiedergabe. Auch Artilleriefeuer in Battlefield wird von beiden Systemen unterschiedlich druckvoll wiedergegeben, wobei das Logitech-System hierbei eher zum Überbetonen neigt als das Teufel-System.

Fazit

Wer die Entwicklung der Soundperipherie für den PC in den letzten Jahren beobachtet hat, der weiß, dass aus den vor Jahren noch zum Standard gehörenden Plastikboxen aus dem nächsten Elektrofachmarkt ernstzunehmende Mehrkanalsysteme geworden sind. Nicht nur Logitech und Creative beherrschen den Markt. Hierzulande konkurrieren immer mehr Boxenhersteller miteinander und buhlen um die Gunst des Kunden. Herauskristallisiert hat sich aus der Masse auch der Heimkinospezialist Teufel, dessen ehemalige Einsteigersysteme für den Mehrkanalmarkt heute die Basis eines halben Dutzend an PC-Systemen markieren. So mauserte sich unsere Geheimtipps von vor über vier Jahren, das Concept E Magnum sowie das kleinere Concept E, zu wahren Rennern auf dem PC-Markt – und das trotz Einstiegspreisen von etwa 250 bis 380 Euro! Mittlerweile hat sich die Welt jedoch ein paar Mal weiter gedreht und der geneigte Käufer bekommt bereits für gut die Hälfte des damaligen Preises Systeme wie das Concept E Magnum in der Power Edition oder Logitechs Z-5450 Digital.

Teufel CEM PE vs. Logitech Z-5450 Digital
Teufel CEM PE vs. Logitech Z-5450 Digital

Trotz des geringeren Preises (das heutige Concept E Magnum PE kostet immerhin über 200 Euro weniger als die Ursprungsversion) kann das Teufel-System mit hervorragenden Klangwerten, einer sehr guten Verarbeitung und enormer Pegelfestigkeit punkten. Logitechs System gefällt hingegen vor allem durch die umfangreichen Anschlussmöglichkeiten, die ebenfalls durchweg gute Verarbeitung sowie einige pfiffige Ideen, die das System für so manchen Einsatz eher prädestinieren als Teufels Machwerk. So sind die Standfüße des Z-5450 Digital – auch weil drehbar – den Gumminoppen des Concept E Magnums in der Power Edition in jedem Fall überlegen. Der sichere Stand sowie die einfache Montage an der Wand sind so ohne Weiteres möglich. Zudem überzeugte die teilweise kabellose Ausstattung der hinteren Lautsprecher. Diese setzen nur noch auf einen Netzstecker und müssen folglich nur mit einer Steckdose verbunden werden. Leicht zu befürchtendes Rauschen, Signalabbrüche oder eine von den Frontspeakern abweichende Klangcharakteristik konnte nicht festgestellt werden! Dass da die Steuerung des Logitech-Systems via Controlpanel, übersichtlicher und dabei auch multifunktionaler Fernbedienung auch noch exzellent klappt, rundet den Gesamteindruck nur noch ab und sorgt für ein zufriedenes Lächeln über die Verarbeitung, Steuerung und Einsatzvielfalt des Logitech-Systems.

Im direkten Vergleich mit Teufel muss es sich akustisch jedoch deutlich geschlagen geben. So fehlt es an Pegelreserven, einer freien Wiedergabe von Surround-Inhalten und dem nötigen brachialen Tiefgang in so manchen Szenen. Das Concept E Magnum hingegen bietet manches Mal eine geringere Homogenität über das gesamte Klangspektrum – die Abstimmung der Logitech-Boxen auf den Subwoofer ist besser gelungen –, bietet aber knackigere Bässe und klarere Höhen. Die Surround-Wiedergabe ist exzellent; speziell bei Musik fällt aber ein Loch im Mitteltonbereich auf. Das ist aber, ebenso wie beim Logitech-System, den kleinen Satelliten geschuldet, die nicht immer den nötigen Druck aufbringen können um der Wiedergabe den letzten Schliff zu verpassen.

ComputerBase Hardwarehammer

teufel2
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Die Entscheidung für oder gegen eines der getesteten Systeme fällt daher unter zwei Gesichtspunkten unterschiedlich aus: Will man die maximale Klangqualität für einen vergleichsweise moderaten Preis, so ist das Concept E Magnum in der Power Edition der Tipp schlechthin. Die überarbeitete Ausgabe des Beinahe-Klassikers räumte mit vielen Schwächen des Ursprungs-CEMs wie etwa der Notabschaltung bei zu heißen Endstufen auf und fügte an vielen Ecken sogar Detailverbesserungen hinzu. Für 159 Euro – so der Festpreis beim Direktversender Teufel – kann man kaum mehr Lautsprecher fürs Geld bekommen. Umfangreiche Garantiezeiten sowie ein ausgedehnter Probehörzeitraum tun ihr Übriges um den soliden Gesamteindruck des Systems zu stärken. Für so ein Rundum-Sorglos-Paket gibt es daher auch den Hardwarehammer von ComputerBase!

Leider bietet der Direktversand jedoch auch Nachteile, wie an dieser Stelle ebenfalls erwähnt werden muss. So ist, da nur Lautsprecher Teufel selbst die eigenen Boxensysteme vertreibt, die Zeit zwischen Bestellung und Erhalt des Systems abhängig vom Lagerstatus. Wochenlange Wartezeiten sollten mittlerweile zwar eigentlich passé sein, auf unser Testsystem mussten wir jedoch über zehn Wochen warten. Ein Fauxpas, möchte man meinen, der sich glücklicherweise bei weiteren Bestellungen nicht wiederholte.

logitech 1
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Logitechs Z-5450 Digital hingegen bietet zwar weniger Klang, dafür aber die bessere Ausstattung für's Geld. Mit Preisen ab etwa 199 Euro (Stand 26. Juli 2007) [5] ist es zudem etwas teurer als das Teufel-Pendant. Wer jedoch mehrere Audio-Eingänge, beispielsweise für den parallelen Anschluss von DVD-Player, Konsole und PC, benötigt, ist hier ungleich wohliger aufgehoben. Eine ähnlich gute Klang-Performance wie das Concept E Magnum vermag jedoch nur Logitechs Z-5500 zu bieten. [8] Der Gesamteindruck stimmt aber auch beim Logitech Z-5450 Digital, weshalb es vor allem dank der umfangreichen Ausstattung zu diesem Preis durchaus empfehlenswert ist.

Schlussbemerkung

Wir sind uns völlig darüber im Klaren, dass ohne hochwertige Messtechnik und schalloptimierte Räumlichkeiten, wie die großen Audio-Zeitschriften-Labore sie besitzen, keine absolut objektiven, messtechnisch optimierten Tests durchgeführt werden können, bilden uns aber ein, ein halbwegs geschultes Gehör zu besitzen, um ebenfalls aussagekräftige testen zu können. Unser Soundcheck soll dem geneigten PC-Audio-Freak dabei helfen, ein für Ihn geeignetes Lautsprecher-System zu finden und in dazu einladen, eine kleine Reise in die große Welt der audiophilen Genüsse zu unternehmen. Nicht mehr und nicht weniger.

URL-Liste:

  1. http://www.computerbase.de/artikel/hardware/multimedia/2006/test_creative_sound_blaster_x-fi/
  2. http://www.computerbase.de/artikel/hardware/multimedia/2005/test_12_gamer-headsets_alltagstest/
  3. http://www.computerbase.de/artikel/hardware/multimedia/2005/test_sieben_soundsysteme_21_71/
  4. http://www.computerbase.de/artikel/hardware/multimedia/2004/test_kopfhoerer_soundcheck/
  5. http://www.computerbase.de/artikel/hardware/multimedia/2004/test_speaker_soundcheck_bass_ende/
  6. http://www.computerbase.de/preisvergleich/a161230.html
  7. http://teufel.de/de/Multimedia/s_1322.cfm?lcom=8
  8. http://www.computerbase.de/artikel/hardware/multimedia/2005/test_sieben_soundsysteme_21_71/7/#abschnitt_fazit
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