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Test: Teufel Motiv 2

von Jirko Alex

Einleitung

Immer neue Mehrkanalsysteme überfluten den Markt der PC-Lautsprecher, da wirkt die Präsentation eines Stereosystems mit Subwoofer-Unterstützung fast wie ein Rückschritt. Teufel geht jedoch genau diesen Schritt und verlangt für das 2.1-System Motiv 2 auch gleich noch mindestens 279 Euro (299 Euro mit optionalem iPod-Dock) – also beinahe doppelt so viel wie für das hauseigene, von uns mit Bestnoten bedachte Concept E Magnum. Weniger Boxen und doch teurer? Woher stammt der Mehrpreis? Besserer Surroundsound kann es jedenfalls nicht sein und auch brachiale Pegel traut man dem Motiv 2 nicht recht zu – eine Täuschung durch das unscheinbare Äußere?

Nun, in erster Linie will und muss das Motiv 2 dort ansetzen, wo bisher Makel die von uns getesteten Einsteigersysteme des Berliner Herstellers behafteten: Am Klang. Denn auch das gelobte Concept E Magnum in der Power Edition leistete sich ein deutlich vernehmbares Loch im Mitteltonbereich, das von uns – entsprechend der Preisklasse – allerdings nur als minderschwerer Nachteil gewertet wurde. Und auch Logitechs Surroundsystem fehlte es am nötigen Bassdruck, um mit dem Kontrahenten mitzuhalten; dafür bot es jedoch die bessere Homogenität über das gesamte Frequenzspektrum hinweg. Wetzt Teufel mit einem 300 Euro teuren 2.1-System die bekannten Makel der günstigeren Systeme aus? Der Kaufpreis lässt jedenfalls die Erwartungen steigen; erst recht, wenn der Hersteller mit den Satelliten laut eigenen Worten die besten Micro-Lautsprecher des Marktes geschaffen haben will.

Motiv 2 Gesamtansicht
Motiv 2 Gesamtansicht

Um die Antwort auf unsere Frage zu finden, bekommt jedenfalls auch das Motiv 2 den bekannten Parcours an Audioquellen auferlegt, der an der ein oder anderen Stelle sogar noch erweitert wurde. Das bedeutet allerdings auch, dass sich das Motiv 2 ebenfalls in Filmen und Spielen mit Surround-Kulisse beweisen muss. Immerhin will auch das Zweikanalsystem für den PC-Einsatz prädestiniert sein und seine Tendenz hin zur Multimediazentrale ist nicht zu leugnen. Darüber hinaus steigen ob des gehobenen Preises unsere Erwartungen bei der Musikwiedergabe gegenüber den günstigeren Systemen von Teufel und anderen Herstellern. Ein höherer Preis, vollmundige Versprechen und interessante Eckdaten des Systems lassen das Motiv 2 hier neue Sphären im PC-Segment erklimmen – zumindest auf dem Papier. Ob dem auch in der Realität so ist, soll der ausführliche Musiktest zeigen.

Lesezeichen

Testsystem

Getestet wurden die Lautsprecher an dem folgenden Computersystem:

Testumgebung

Beim Raum, in dem alle Tests stattgefunden haben, handelt es sich um einen etwa 25 m² großen und drei Meter hohen Raum im Dachgeschoss eines Zweifamilienhauses. Die Aufstellung der Boxen wurde entsprechend der üblichen Ausrichtung einer 2.1-Lautsprecherkombination vorgenommen. Der Subwoofer fand dabei rechts vom Hörer seinen Platz und besaß zu jeder Wand mindestens einen Meter Abstand. Die Satelliten wurden auf den Hörer ausgerichtet.

Das gesamte Soundsystem wurde an eine Creative X-Fi Platinum angeschlossen. Da das Motiv 2 über insgesamt drei Eingänge verfügt (2 x 3,5mm Klinke, 1 x Stereo-Chinch), haben wir alle Anschlüsse durchgetestet. Ein klanglicher Unterschied je nach Anschlussart war jedoch nicht festzustellen.

Um die Klangqualität umfangreich und nicht nur anhand einer eingeschränkten Anzahl von Quellen beurteilen zu können, kamen auch in diesem Test mehrere Stereo- und Surround-Medien aus den Bereichen Musik, Filme und PC-Spiele zum Einsatz:

Film-DVDs
Film-DVDs


Spiele-DVDs
Spiele-DVDs


Musik-DVDs
Musik-DVDs


Vorbetrachtung

Wichtig für einen guten Gesamteindruck des Soundsystems ist nicht nur der Klangcharakter, auch die Materialwertigkeit sowie die Güte der Verarbeitung spielen eine gewichtige (optische) Rolle. Während das Design des Motiv 2 jedoch der ideale Kandidat dafür ist die Geister zu scheiden und eine objektive Beurteilung somit kaum möglich erscheint, sollten die Verarbeitungsqualität und die Ausstattung auf einem hohen Level rangieren und über jeden Zweifel erhaben sein. Der hohe Preis lässt hier zweifelsohne keine Schönheitsfehler zu.

Teufel Motiv 2

Ohne Frage: Schönheit ist es, die das Motiv 2 – im Gegensatz zu anderen Boxensystemen des Herstellers Teufel – für sich verbuchen will. So haftet besonders den beliebten Systemen der Concept-Serie der Ruf an, überaus bieder daher zu kommen und keine optischen Glanzpunkte setzen zu können. Doch dies kann man von der Motiv-Serie, quasi seit jeher Teufels Design-Linie, nicht behaupten. Ob der Geschmack jedes Käufers getroffen wird, steht allerdings auf einem anderen Blatt.

Wie dem auch sei, Unauffälligkeit ist keine Tugend, die das Motiv 2 beherrscht und beherrschen will. Ein Beweis dafür ist allein die Farbwahl. So kommt das Teufel Motiv 2 in weißem Klavierlack daher, der nicht nur optische Akzente setzt, sondern auch in entsprechender Umgebung platziert werden will. In Zeiten größtenteils silberner oder schwarzer Gehäuse mag dieses glänzende Weiß allerdings schnell unpassend wirken – wohl auch deshalb lichtet der Hersteller das Motiv 2 auf offiziellen Fotos mit einem Apple'schen Vertreter der ebenfalls auf Design bedachten, weißen iMac-Serie ab.

Unpassend – oder, je nach Geschmack, erfrischend anders – wirkt auch die Form der Satelliten auf dem Schreibtisch. Die Satelliten sind von einem Schwung gezeichnet, der auch einem Hühnerei die Form gibt. Vereint werden mit diesen runden Formen ein 10-cm-Tiefmitteltöner und eine 25-mm-Gewebekalotte als Hochtöner. Die Rückseite der Satelliten fällt nach unten hin ab und es ragen nur zwei Schraubklemmen heraus, die auch dicke Audiokabel aufnehmen können. Eine kleine Bohrung ermöglicht es zudem, die kleinen Lautsprecher an der Wand oder an Ständern zu befestigen.

Motiv-2-Satellit
Motiv-2-Satellit
Frontalsicht Satellit
Frontalsicht Satellit
Detailansicht Satellit
Detailansicht Satellit
Schraubklemmen der Satelliten
Schraubklemmen der Satelliten
Motiv-2-Satelliten
Motiv-2-Satelliten

Größenvergleich Satelliten
Größenvergleich Satelliten
Vergleich der Satelliten (hinten)
Vergleich der Satelliten (hinten)

Die Satelliten fallen vor allem durch die verwendeten Lautsprecherchassis deutlich größer aus als die vergleichbaren Lautsprecher konkurrierender Satelliten-Subwoofer-Systeme von Teufel und Co. Der Vergleich mit einem Lautsprecher des Teufel-Concept-E-Magnum-Systems verdeutlicht dies sehr gut. Die Größe des Chassis der Satelliten soll allerdings klanglich den größten Vorteil gegenüber der Concept-Serie ausmachen. So will Teufel mit dem Motiv 2 ein Boxensystem geschaffen haben, das trotz der Kombination zweier Satelliten mit einem Subwoofer weder an Homogenität noch an einer entsprechenden Präsenz des Mitteltonbereiches vermissen lassen soll. Im audiophilen Bereich ist Membranfläche schließlich oft nur durch mehr Membranfläche zu ersetzen und obgleich der Unterschied der Tiefmitteltöner eines Motiv 2 zu denen eines Concept E Magnum nur marginal erscheinen mag (der Durchmesser unterscheidet sich um zwei Zentimeter), divergieren die Flächen doch sehr deutlich, da der Flächeninhalt quadratisch mit dem Radius wächst. Ob ein 10-cm-Zellulosechassis und eine 25-mm-Gewebekalotte – im Übrigen sind das 5 mm mehr als bei einem Teufel-CEM-Satelliten – ausreichen, um ein natürlicheres Klangbild zu zaubern, muss sich zeigen.

Anteil hieran dürfte nicht zuletzt auch der Subwoofer haben. Dieser ist ebenfalls in weißem Klavierlack ausgeführt und besitzt eine annähernd (die kleinen Füße unbeachtet) kubische Form. Alle Kanten wurden stark abgerundet und in der Vorderseite sitzt eine von einem Neodym-Magnet angetriebene, beschichtete Zellulosemembran mit 25 Zentimetern Durchmesser. Obwohl der eigentliche Subwoofer also verglichen mit dem eines Concept E Magnum geringere Abmaße besitzt, fallen die Chassis gleich groß aus. Zudem handelt es sich um einen Tieftöner, der gemäß des Frontfire-Prinzips konstruiert wurde. Dies hat den Vorteil, dass Bässe mitunter exakter klingen. Markerschütternde Basssalven sind jedoch leichter mit einem Downfire-Subwoofer zu erreichen, weshalb dieses Prinzip bei günstigeren Tieftönern gerne angewendet wird. Entsprechend große und teure Basspakete bringen die Hosen der Zuhörer aber auch bei frontaler Beschallung zum Flattern.

Subwoofer Front
Subwoofer Front
Subwoofer von unten
Subwoofer von unten

Rückansicht Subwoofer
Rückansicht Subwoofer
Detailansicht Rückseite Subwoofer
Detailansicht Rückseite Subwoofer

Den Subwoofer des Motiv 2 zieren noch weitere Merkmale: Auf der Unterseite befindet sich, diesmal ganz in Schwarz, der Ausgang eines ovalen Bassreflexkanals. Dieser sorgt wie bei anderen Tieftönern auch für die Erweiterung des Frequenzspektrums des Subwoofers nach unten, sorgt also dafür, dass tiefe Töne mit einem höheren Wirkungsgrad wiedergegeben werden können, als es das Tieftonchassis allein eigentlich vermag (verantwortlich dafür ist das Prinzip des Helmholtz-Resonators [8]). Auf der Oberseite des Subwoofers befindet sich eine Kontroll- und Steuerleiste aus gebürstetem, schwarzen Aluminium. Auf ihr befinden sich LEDs, die Auskunft darüber geben, welcher Audio-Eingang gerade ausgewählt ist, ob das System in den Mute-Zustand versetzt wurde und für welchen Kanal mit Hilfe der Fernbedienung oder zweier Bedienungstaste auf dem Subwoofer aktuell die Lautstärke geändert werden kann.

Auf der Rückseite des Subwoofers finden sich neben einem großen Kühlkörper die Anschlüsse für die Satelliten (wie beim Subwoofer als Schraubklemmen ausgeführt) sowie zwei Eingänge für Klinkenstecker und ein Chinch-Eingang. Die Eingänge sind mit PC, MP3 (für Klinkenstecker) sowie AUX (für Stereo-Chinch-Stecker) markiert, aber natürlich nicht darauf festgelegt. Wer seinen PC per Klinke-auf-Chinch-Adapter anschließen will, kann dies ebenfalls tun. Zudem verfügt das Motiv 2 über einen Kopfhörerausgang, der sich ebenfalls auf der Rückseite des Subwoofers befindet. Steckt man Kopfhörer in diesen Ausgang, so schaltet sich das System automatisch stumm. Die Position ist jedoch unglücklich gewählt, da der Anschluss auf diese Weise nur selten komfortabel zu erreichen sein dürfte. Passender wäre es, den Kopfhörerausgang beispielsweise auf dem Kontrollfeld auf der Oberseite des Tieftöners unterzubringen.

Steuer-Panel Teufel-Subwoofer
Steuer-Panel Teufel-Subwoofer
Fernbedienung des Motiv 2
Fernbedienung des Motiv 2

Das Motiv 2 wird von Haus aus mit einer Fernbedienung aus weißem Plastik geliefert. Diese bietet nur fünf Tasten und gleicht so mit ihrem minimalistischen Design den Fernbedienungen der Concept-Serie. Über die Fernbedienung kann das Stereosystem lediglich stumm geschaltet und die Audio-Eingänge sowie der Kanal (Gesamtlautstärke, Satelliten, Subwoofer) durchgeschaltet werden. Mit den übrigen beiden Tasten erhöht oder verringert man die Lautstärke der jeweils eingestellten Lautsprecher oder eben des gesamten Systems. Die Fernbedienung wäre sicherlich noch komfortabler, könnte man beispielsweise die Audioquellen direkt auswählen oder die Satelliten beziehungsweise den Subwoofer über zusätzliche Tasten direkt regeln. Zudem gestaltet sich das „Zielen“ auf den Infrarotempfänger am Subwoofer etwas umständlich. Da sich dieser auf der Aluminiumplatte des Subwoofers befindet, ist es mit zunehmendem Abstand schwieriger ihn genau anzuvisieren.

Technische Daten

Nachfolgend haben wir die nackten technischen Daten des Motiv 2 denen der bereits getesteten 5.1-Systeme gegenüber gestellt, auch wenn der Vergleich aufgrund der unterschiedlichen Einsatzgebiete hinkt. Letztendlich handelt es sich um Eckdaten; den Klang jedoch kann keine Zahl adäquat beschreiben.

Technische Daten
Teufel Motiv 2 Logitech Z-5450 Digital Teufel Concept E Magnum
Power Edition
Motiv 2 Gesamtansicht
Motiv 2 Gesamtansicht
Logitech Z5450 Digital
Logitech Z5450 Digital
Teufel CEM PE
Teufel CEM PE
Ausgangsleistung 200 Watt Sinus 315 Watt Sinus 300 Watt Sinus
Kanäle 2.1 5.1 5.1
Satelliten 50 Watt Sinus pro Kanal 38 Watt Sinus pro Kanal (Front)
40,5 Watt Sinus pro Kanal (Rear)
40 Watt Sinus pro Kanal
Center nicht vorhanden 42 Watt Sinus 40 Watt Sinus
Subwoofer 100 Watt Sinus 116 Watt Sinus 100 Watt Sinus
Eingänge 2x Klinke
1x Stereo-Chinch
6-Kanal analog (Klinke)
2x optischer SPDIF-Eingang
1x koaxialer SPDIF-Eingang
6-Kanal analog (Klinke)
Pegelsteuerung Fernbedienung
Software
via Subwoofer
Software
Fernbedienung
Control-Panel
Software
Fernbedienung
via Subwoofer
Besonderheiten Design
Fernbedienung
Control-Panel
Fernbedienung
Fernbedienung
Listenpreis 279 Euro [9] ab rund 199,- Euro [10] 159,- Euro [11]

Auf den ersten Blick wird ersichtlich, dass der kleinere Subwoofer des Motiv 2 genauso wie das größere Modell des Concept E Magnums bis zu 100 Watt Sinus für sich beanspruchen kann. Noch wesentlich interessanter dürfte auf den zweiten Blick sein, dass die Satelliten des Stereosystems von Teufel sogar deutlich mehr Leistung von den in den Subwoofer integrierten Endstufen zugesprochen bekommen, als dies beim CEM der Fall ist. So stehen ihnen bis zu 50 Watt Sinus zu; immerhin 10 Watt Sinus mehr als den Satelliten des 5.1-Systems von Teufel oder Logitech. Kurzzeitig (gemäß IEC Short-Term-Norm) verkraften die Motiv-2-Satelliten sogar 100 Watt; die des CEM-PE-Boxensystems können hier nur einen Wert von 70 Watt aufweisen. Da verwundert es nicht, dass Teufel für das 2.1-System eine Musikspitzenleistung von 300 Watt angibt (CEM PE: 450 Watt) und es erklärt auch, weshalb die maximale Raumgröße, die Teufel selbst für das Motiv 2 noch empfiehlt, mit 30 Quadratmetern über der des augenscheinlich potenteren Concept-E-Systems in der Magnum-Ausführung liegt.

Das 2.1-System hält mit diesen technischen Spezifikationen unter der unschuldigen Oberfläche wahrhaft gigantische Leistungsreserven parat. Da bleibt zu hoffen, dass das System nicht nur laut, sondern auch pegelfest und klar strukturiert aufspielt.

Lieferumfang

Das Teufel Motiv 2 wird mit allen benötigten Kabeln ausgeliefert. Hierzu gehören neben dem Netzstecker auch die Audiokabel sowie ein Miniklinkenstecker. Das mitgelieferte Lautsprecherkabel besitzt eine Gesamtlänge von 10 Metern und ist an den Enden bereits zugeschnitten. Für die zwei Satelliten muss es natürlich noch geteilt werden. Der Querschnitt der Kabel ist mit 0,75 mm² ausreichend groß gewählt; die Schraubklemmen an den Satelliten sowie dem Subwoofer lassen aber auch deutlich größere Kabeldurchmesser zu. Das Miniklinkenkabel zum Anschluss einer Soundkarte oder jeder anderen Quelle mit entsprechendem Ausgang ist mit 2 Metern Länge für die meisten Käufer sicherlich ausreichend lang ausgefallen.

Neben den zwei obligatorischen Satelliten und dem Subwoofer wird auch eine Fernbedienung in passendem Design samt einem Satz Batterien mitgeliefert. Das Lautsprechersystem ist Teufel-typisch einwandfrei verpackt und sollte keine Schäden beim Transport davontragen. Eine Produktbeschreibung samt Anleitung mit verständlicher Bebilderung und Beschreibung liegt der Packung ebenfalls bei. Der Anschluss ist jedoch selbsterklärend und sollte den Käufer vor keine große Herausforderung stellen.

Klangeindrücke

Abermals sollen in diesem Test die persönlichen Eindrücke vom Klangcharakter des getesteten Soundsystems vermittelt werden. Dass dies niemals zu einhundert Prozent objektiv geschehen wird, sei vorweg gestellt; der geschilderte Klangeindruck spiegelt schließlich die Meinung des Testers wider. Er sollte nur als Empfehlung angesehen werden. Vorteilhaft ist es darüber hinaus in jedem Fall, sich die Lautsprecher stets selbst anzuhören, um ihren Klang mit den persönlichen Vorlieben abzugleichen.

Da jedoch nicht jeder die Zeit, das Geld oder die Muße hat, sich jedes interessante System selbst anzuhören, sollen in folgender Beurteilung auch Vergleiche mit bereits getesteten Boxensystemen, allen voran dem Teufel Concept E Magnum, gezogen werden. Und schließlich gilt es auch die Frage zu beantworten, ob das Motiv 2 für den deutlichen Mehrpreis gegenüber dem ohne Frage gelungenen CEM auch mehr leistet.

Musik

Bei 279 Euro für das Motiv 2 ohne iPod-Dock und dem Versprechen, die besten Micro-Satelliten auf dem Markt feil zu bieten, fallen unsere Erwartungen an das kleine 2.1-System wie erwähnt sehr hoch aus. Es sollte in jedem Fall besser klingen als ein typisches 5.1-System für den gleichen Preis, was insbesondere die Systeme aus dem Hause Teufel mit einschließt. Und Verbesserungsmöglichkeiten gibt es trotz der insgesamt bereits hohen Güte der 5.1-Systeme tatsächlich noch genug: Der Mitteltonbereich ist zumeist etwas dünn, was speziell der Homogenität über den gesamten Frequenzbereich schadet. So bietet beispielsweise das Concept E Magnum sehr viel Bass und klare Höhen, die Dynamik der Saiteninstrumente oder Sängerstimmen gefiel uns im Test [12] jedoch nicht vollends. Auch ist es schwer, die Satelliten und den Subwoofer so abzustimmen, dass sich der Übergang stufenlos, im Idealfall gar unhörbar gestaltet. Bei Satelliten-Subwoofer-Systemen, bei denen der Tieftöner jedoch auch Teile des Mitteltonbereichs wiedergeben muss, steht der Hörer bei der Abstimmung oft vor einem nie enden wollenden Kreislauf: Entweder wird der Subwoofer so lange heruntergepegelt, bis er aus der Wiedergabe nicht mehr herauszuhören ist, was aber auch bedingt, dass gerade die Mitten noch dünner umgesetzt werden. Oder der Subwoofer schultert bei vergleichsweise hohem Pegel auch höhere Frequenzen als er eigentlich sollte und schafft so mehr Dynamik im Mitteltonbereich, schreitet aber auch deutlich hörbar zu Werke.

Die vermeintliche Lösung bieten die Satelliten des Motiv 2 in der Tat an: Mehr Membranfläche. Es ist zu hoffen, dass die zwei Eier allein bereits dazu taugen, einen Großteil des Frequenzspektrums abzudecken und der Subwoofer in der Tat nur unterstützt statt ergänzt. Um genau das zu testen, wird das 2.1-System seiner kubischen Stütze beim ersten Probehören beraubt. Der Subwoofer wird also schlicht stumm geschaltet. Bei den immer wieder gut als Einstieg geeigneten Eagles offenbart sich auch sogleich, wo der Hammer beim 2.1-Teufel-System hängt. Statt einer flachen Wiedergabe ist man anfangs genötigt, zu überprüfen, ob denn wirklich die Subwoofer-Lautstärke vollends herunter gedreht ist. Der Beginn des Klassikers „Hotel California“ jedenfalls brilliert mit einer überraschend sauberen Wiedergabe der Gitarrensaiten. Die einsetzenden Perkussionsinstrumente verblassen natürlich ohne den Subwoofer deutlich und kommen nicht über den Eindruck des Hand-auf-die-Trommel-Legens hinaus. Es fehlt ohne Subwoofer hier an dem tiefgehenden Bass der Trommeln – was aber erwartet wurde und nicht verwunderlich ist. Überraschend gut in Szene gesetzt wird hingegen die Bassgitarre – sogar besser als erwartet. Die einzelnen Griffe können jeder für sich gut nachvollzogen werden, es fehlt ihnen nur etwas vom tieftonalen Ausschwingen.

Gut ist auch die Wiedergabe des Gesangs von Don Henley, der diesmal nicht, wie noch beim Concept E Magnum beobachtet, unnatürlich flach wirkt. Interessant und sehr erfreulich zeigt sich darüber hinaus, dass sich, während der Eagles-Klassiker weiter spielt und die Subwoofer-Lautstärke schrittweise wieder an den normalen Pegel herangeführt wird, der Charakter der Sängerstimme nicht verändert. Der Subwoofer muss die Satelliten hier nicht ergänzen; es wird in der Tat nur Nachhilfe bei den Perkussions- und E-Bass-Instrumenten erteilt. Und das nicht ungefällig. Im Gegensatz zum Concept E Magnum nämlich wirkt der Bass hier wesentlich knackiger und vor allem flexibler. Der Antritt erscheint mehr als eine Spur flotter und es geht – wohl durch die Bauart als Frontfire-Subwoofer bedingt – nicht so viel des Tiefgangs als diffuser Widerhall im Zimmerinventar verloren.

Der Übergang vom Subwoofer auf die Satelliten ist beim Motiv 2 zudem exzellent gelungen. Bei der richtigen Konfiguration und Aufstellung (empfehlenswert ist es, den Subwoofer auf gerader Linie zwischen den Satelliten zu positionieren) spielt das 2.1-System in der Tat als eine Einheit. Es ist niemals ersichtlich, wann der Subwoofer in die Wiedergabe der Satelliten übergeht. Das Klangbild wirkt, vor allem in Anbetracht der Größe der Lautsprecher, erstaunlich homogen.

Dieser Eindruck setzt sich auch bei der neu ins Testfeld aufgenommenen Audio-DVD „Animusic 2“ fort. Die DVD zeichnet sich durch sehr hochwertige Musiktitel aus, die wahlweise auch in Dolby Digital 5.1 vorliegen (zum Testen der Musikwiedergabe des Motiv 2 wurde allerdings ausschließlich auf Dolby Digital 2.0 zurückgegriffen). Die Stärke des Motiv 2, namentlich die für die Größe des Systems gut ausgeprägte Wiedergabe des Mitteltonbereiches, zeigt sich besonders beim Musiktitel „Resonant Chamber“. In diesem werden verschiedene Saiteninstrumente, vom Kontrabass bis hin zur Harfe, in einem abstrakten Konglomerat zusammengefasst und ergeben einen einzigen Holzresonanzkörper mit Dutzenden Saiten und mechanischen Zupfarmen. Dabei kommt es bei Griffen auf der Akustikgitarre vor allem auf die Dynamik im Mitteltonbereich an, wohingegen tiefer gezupfter Bass vor allem Tieftonvolumen voraussetzt.

Resonant Chamber
Resonant Chamber

Dies alles wird vom Motiv 2 sehr gut umgesetzt, wobei weder die Satelliten noch der Subwoofer zu dick auftragen. Es ergibt sich schlicht ein stimmiges Gesamtbild. Auffallend wohltuend geht der Subwoofer zu Werke. Dieser spielt – glücklicherweise – nicht zu dominant auf, weiß aber dennoch, dem Kontrabass gehörig Tiefgang mitzugeben und bleibt dabei obendrein sehr flexibel. Dies fällt auch bei dem Titel „Fiber Bundles“ auf. Hier scheint der Ton durch leuchtende Kabel zu fließen, wobei er gleichzeitig das Frequenzspektrum rauf und runter klettert. Während der Tieftöner perfekt in die Gesamtdarstellung passt und nicht durch Aufdringlichkeit negativ auffällt, setzt er die Salven von knackigen Bassschlägen ebenso eindrucksvoll um wie die schwingende Basslinie, die zeitweise im Hintergrund mitwirkt. Dabei wirkt der Bass abermals stimmiger als beim Concept E Magnum; im Falle der kurzen aber heftigen Basssalven fällt besonders der zackige Antritt des kleine weißen Würfels auf.

Die restlichen Test-DVDs werden vom Teufel Motiv 2 ebenfalls gekonnt in Szene gesetzt. Die Queen-Klassiker erfahren durch den sauberen, tiefen und druckvollen Bass des Subwoofers eine sehr gekonnte Abrundung nach unten hin. So präsentiert der kleine Würfel beispielsweise im Queen-Hit „Another One Bites the Dust“ knackige Bass-Drum-Salven, die bei höheren Pegeln in der Tat wie Schläge gegen den Hörer wirken. Die eingängig gespielten Riffs des E-Basses werden exzellent abgebildet und klingen weniger dumpf als beim Concept E Magnum, das hier eher breiig tönte. Im Gegensatz zum Logitech Z-5450, dessen Subwoofer grundsätzlich ebenfalls recht gut auf die Satelliten abgestimmt war, gefällt vor allem der Tiefgang des Motivs 2. Freddie Mercurys Stimme wird stets sauber vor dem Rest der Band abgebildet und wirkt genauso markant und beinahe prophetisch, wie man es von dem Frontsänger von Queen gewohnt ist.

Ebenso gefällig wird das Pop-Quartett Abba abgebildet. Das Zusammenspiel von Instrumenten und Gesang wirkt überaus harmonisch und doch differenziert. Der Subwoofer hält sich dezent zurück und verleiht der Wiedergabe nur die nötige Dynamik, ohne dabei als einzelner Lautsprecher aus dem Rahmen zu fallen. Der vergleichsweise hochfrequente Gesang der beiden Abba-Damen wird sehr sauber abgebildet und löst sich stets vom instrumentalen Hintergrund. Die musikalische Auflösung geht sogar soweit, dass jede Sängerin für sich mitunter einzeln herausgehört werden kann; bei günstigeren Systemen kommt es hier meist zu einer breiigen Wiedergabe beider Stimmen, was eher wie eine multiplizierte Wiedergabe des Gesangs als nach dem Trällern der gleichen Textpassage durch zwei Frauen wirkt.

Filme und Spiele

Nachdem das Motiv 2 von Teufel bei der Musikwiedergabe überzeugen konnte, steht mit dem Film ein Metier an, in dem es 2.1-Systeme unter bestimmten Voraussetzungen besonders schwer haben zu faszinieren. Filmton soll fesseln, ein Mittendringefühl vermitteln und von der Explosion bis zur flüsterleisen Gruselatmosphäre alle Facetten des akustischen Vergnügens abdecken. Gute Mehrkanalsysteme haben hier besonders durch ihre Surroundkanäle einen Vorteil, da der Filmton von vorne nach hinten wandern kann und damit das Gezeigte in der Tat, zumindest akustisch, um einen herum stattfindet. Auch der obligatorische Centerspeaker ist für die Stimmwiedergabe mitunter von Vorteil. Ein Stereosystem muss es ohne diese Hilfen schaffen, auch bei den lautesten Szenen die Dialoge vor dem Hintergrund abzuheben.

Der Einstieg mit dem beinahe schon cineastischen Klassiker „Matrix“ zeigt zugleich, dass die Messlatte für das Motiv 2 mit der Disziplin Film nicht zu hoch angesetzt wurde. Bereits das Hauptmenü verdeutlicht, dass hier bei aller Musikqualität letztendlich ein Lautsprechersystem aus dem Hause eines Heimkinospezialisten wahrhaft große Töne spuckt. So gefällt vom Start weg der Subwoofer, der bereits bei kleinen Dingen wie den Matrix-typischen Szenenwechseln fasziniert. So fliegt der Zuschauer und -hörer beispielsweise regelrecht durch die Zeichenreihen der Matrix, wenn vom Suchprogramm zum Telefonhörer übergeblendet wird. Dass Zahlen hierbei überaus brachial klingen können, zeigt der kleine Würfel eindrucksvoll. Und auch wenn mangels Surroundkanal darauf verzichtet werden muss, Dinge auch hinter der Hörposition wahrzunehmen, so reicht die sich auftuende Bühne durchaus über die eigentliche Position der Satelliten hinaus. Im Filmvergnügen gefesselt, nimmt man in der Tat nicht wahr, dass die tonale Filmkulisse von nur zwei Lautsprechern geformt wird – rechts und links der beiden Speaker scheinen die Szenen ebenfalls weiter zu klingen. Das tröstet über weite Strecken mehr als ausreichend über den Mangel an drei weiteren Kanälen hinweg, zumal der Centerspeaker an keiner Stelle wirklich fehlt. Die Differenziertheit des 2.1-Systems auch in Dialogen ist sehr gut, nie muss man angestrengt hinhören, um Dialoge zu verstehen und stets eröffnet sich ein Detailreichtum bei der Wiedergabe des Filmtons, dass man ein ums andere Mal – auch nach tage- und wochenlangem Testhören – verblüfft auf die kleinen weißen Boxen blickt.

Das Nachsehen gegenüber dem Concept E Magnum hat das Motiv 2 natürlich in superb in Surround abgemischten Filmpassagen. So wünscht man sich in dem Film „House of the Flying Daggers“ beispielsweise in der Szene „Dem Unsterblichen folgen“ die Surroundkanäle zurück, die die Dutzenden Trommeln, die um den Zuschauer herumstehen, adäquat umsetzen. Auch die Kamerafahrt durch den Schiffsbug in „Master and Commander“, bei der von allen Seiten Planken knarren und die Körpergeräusche der Mannschaft wiedergegeben werden, büßt etwas an Atmosphäre ein, wenn der Film nur in Stereo wiedergegeben wird.

Das ausgewogene Klangbild und der (wenn nötig) gar nicht mehr so zurückhaltende Subwoofer vermitteln hingegen insgesamt dennoch mehr Freude beim Filmgucken als andere bereits getestete Systeme. So kann bei entsprechendem Pegel der Aufstieg des ersten Tripods aus der Straßenkreuzung in „Krieg der Welten“ in der Tat derart gigantisch wirken, als fände direkt neben dem eigenen Filmzimmer die Invasion der Aliens statt. Der vergleichsweise kleine Kubus schafft es jedenfalls (man möchte meinen sogar besser als der Subwoofer des CEMs) so brachiale Bassgewitter loszutreten, dass nicht nur das Inventar in der gleichen Ecke des Heimkinos auf Wanderschaft geht. Dabei bleibt der Tieftöner jedoch erstaunlich flexibel und exakt – und wirkt, akustisch gesehen, nicht angestrengt. Optisch hingegen schwingt die Membran deutlich aus und man könnte fast Mitleid aufgrund der enormen Auslenkung des 25-cm-Chassis bekommen. Bleibt man jedoch hart, dominiert der Motiv-2-Subwoofer mühelos bei extrem hohen Pegeln den Bassbereich. Bei visueller Begutachtung des Subwoofers, speziell bei hohen Pegeln, fällt im Übrigen einmal mehr auf, wie antrittsstark und dabei frei von Nachschwingungen der Subwoofer ist. So wird die Membran in Bruchteilen einer Sekunde millimeterweit nach außen gedrückt um dann, zum Ende einer Basssalve, urplötzlich absolut still zu stehen.

Der überaus wohlklingende Subwoofer ist es dann auch, der dem Motiv 2 bei der Filmtonwiedergabe die Lorbeeren einbringt. Es ist einfach ein Vergnügen, bassgewaltige Szenen auf dem Stereosystem zu schauen. Es ist aber auch eines, Szenen ohne nachbarschaftsfeindliche Tieftonpassagen zu lauschen, denn stets wirkt der Ton rund und kräftig und die Atmosphäre stimmig. Rohans Heerschar im dritten „Herr der Ringe“-Teil beispielsweise schwört sich vor dem Ansturm auf die die weiße Stadt belagernden Orks glaubhaft auf den Kampf ein; der Hörer bekommt nie das Gefühl, nur aus Plastikboxen hören zu müssen, wie sich tausende Berittene Mut zubrüllen. Es stimmt schlicht das gesamte Klangbild.

Auch PC-Spiele gibt das Motiv 2 überzeugend wieder. In Call of Duty 2 explodieren Granaten mit einem glaubwürdigen Knall; die gesamte Kriegsatmosphäre inklusive der Hintergrundgeräusche der jeweiligen Szenerie sowie Zurufe von Kameraden weiß sehr zu gefallen. Erfreulich gut fällt auch die Wiedergabe der Effekte in Battlefield 2 auf: Ein Düsenjet klingt wie ein Düsenjet und ein Maschinengewehr wie ein Maschinengewehr. Das mag trivial klingen, besonders günstige Lautsprechersysteme neigen gerade hier aber zum Überbassen, weshalb ein Panzer kaum von einem Sniperrifle zu unterscheiden ist. Mit einer realistischen Wiedergabe hat dies natürlich nichts zu tun, wobei dem ein oder anderen diese akustische Effektinszenierung auch gefallen mag. Hierfür böte sich aber stets die Möglichkeit, den Subwoofer lauter zu drehen und in jeder Situation die Hosenbeine flattern zu lassen.

In Egoshootern fehlt dem Motiv 2 mitunter die Räumlichkeit, die durch ein Stereosystem nicht so transportiert werden kann wie durch 5.1- oder 7.1-Surroundsets.

Fazit

Ein Stereosystem für knapp 300 Euro, kann sich das lohnen? Diese Frage könnte man schnell mit dem Verweis auf mehrere Argumente mit „nein“ beantworten. Zum einen gibt es bereits vernünftige Mehrkanalsysteme für diesen Preis, mitunter kosten sie gar nur die Hälfte. Zum anderen könnte man anführen, mit vollaktiven Studiomonitoren oder gebrauchten Stereoboxen plus einem Stereoverstärker bessere Ergebnisse erzielen zu können. Doch das Motiv 2 ist diesen schnellen Argumenten mit Gegenargumenten gefeit: Zum einen handelt es sich um eine neues Produkt, das entsprechend mit Garantie und moderner Technik aufwarten kann. Zum anderen bedienen Nahfeldmonitore und Stereolautsprecher andere Bereiche der Tonwiedergabe. Entweder fehlt es an dem Tiefgang, den das Motiv 2 zweifelsohne bietet, oder an der maximalen Lautstärke, die auch nicht jeder Lautsprecher gleichen Preises so pegelfest erreichen kann wie Teufels 2.1-System.

Teufel Motiv 2
Teufel Motiv 2

Denn das Motiv 2 ist wahrhaft ein Allroundtalent. Die Qualität der Musikwiedergabe setzt (vor allem für ein Multimediasystem) die Messlatte in dieser Preiskategorie sehr hoch. Es übertrifft viele preislich ebenbürtige Systeme deutlich und rangiert, für ein Satelliten-Subwoofer-Gespann äußerst unüblich, sogar auf dem Level guter Kompaktboxen. Im Gegensatz zu diesen ist es jedoch platzsparend und eignet sich auch für die Wiedergabe von Film- und Spieleton. Vor allem der rundum gelungene Subwoofer leistet genau das, was selbst bei guten Stereoanlagen oft fehlt: Den nötigen Tiefgang. Während Musik rundum stimmig wiedergegeben wird und der Tieftöner vornehm zurückhaltend aufspielt, reißt er den Hörer in explosiven Filmszenen locker auch Mal vom Stuhl.

Die Satelliten des Motiv 2 tun ihr Übriges, das System in dieser Preisklasse und auch im Vergleich mit Boxen ähnlicher Baugröße weit vorne zu platzieren. So mag es seitens des Herstellers zwar etwas hoch gegriffen sein, in den Motiv-2-Satelliten die besten Micro-Lautsprecher des Marktes zu sehen, für den Preis sind sie aber tatsächlich faszinierend erwachsen und nur schwer zu schlagen. Im Hörtest jedenfalls überzeugten sie bei der Musik-, Filmton- und Spieleffektwiedergabe. Dies macht sie gleichermaßen für den Arbeitsplatz, das Wohnzimmer und auch das eigene Heimkino interessant. Ein Stereosystem für knapp 300 Euro, kann sich das lohnen? Ja!

Und der Klang-Vergleich mit dem hauseigenen Teufel Concept E Magnum? Den entscheidet das Motiv 2 über weite Strecken für sich. So begeistert die tonale Ausgewogenheit, die sehr gute Einbindung des Subwoofers in das gesamte Stereosystem sowie der maximal mögliche Pegel, der mit dem des CEM PE mithalten kann, wenn nicht sogar darüber hinaus geht. Kritikpunkte, die noch beim Test des Concept E Magnums angebracht werden konnten, verpuffen jedenfalls bei der Begutachtung des Motiv 2. Das weiße 2.1-System des Berliner Herstellers ist wohl das ausgewogenste Multimediasystem, das bisher den Weg in den Hörraum gefunden hat.

Nur 5.1 für einen echten Surround-Sound bietet es eben nicht. Und genau das dürfte dann auch der Knackpunkt vieler Kaufentscheidungen sein. Klang und Dynamik sprechen jedenfalls klar für das Motiv 2 und gegen vergleichbar teure (5.1-)Systeme. Die Surround-Fähigkeiten von Mehrkanalsets können jedoch für den ein oder anderen gewichtiger sein als ein homogeneres Klangbild. Die Empfehlung des Motiv 2 gilt daher nicht uneingeschränkt. Jedem potenziellen Käufer, der Mehrkanalsysteme allerdings eh nicht optimal in den eigenen vier Wänden aufstellen und damit effektiv nutzen kann, der mehr Wert auf einen ausgewogenen und dennoch nicht unterzukriegenden Klang legt, oder der schlicht auch in Stereo sein akustisches Vergnügen finden kann, dem sei das 2.1-Set dringend angeraten. Mehr als einen Blick sollte es ohnehin für jeden Wert sein. Wer weiß schon ungehört, ob er angesichts des teuflischen Angebots für fast 300 Euro nicht doch auf fünf Kanäle verzichten kann.

Leistungshammer
Leistungshammer
Hardwarehanner
Hardwarehanner

Für die Anschlussvielfalt und die Verarbeitungsqualität, die durchweg zu überzeugen wissen, erhält das Motiv 2 den Hardware-Hammer. Für die überaus zufriedenstellende Wiedergabe von Tonmaterial sowie die enorme Pegelfestigkeit und die gleichermaßen sehr guten Satelliten und den Subwoofer erhält das 2.1-System von Teufel darüber hinaus verdient den Leistungs-Hammer.

Schlussbemerkung

Wir sind uns völlig darüber im Klaren, dass ohne hochwertige Messtechnik und schalloptimierte Räumlichkeiten, wie die großen Audio-Zeitschriften-Labore sie besitzen, keine absolut objektiven, messtechnisch optimierten Tests durchgeführt werden können, bilden uns aber ein, ein halbwegs geschultes Gehör zu besitzen, um ebenfalls aussagekräftig testen zu können. Unser Soundcheck soll dem geneigten PC-Audio-Freak dabei helfen, ein für Ihn geeignetes Lautsprecher-System zu finden und in dazu einladen, eine kleine Reise in die große Welt der audiophilen Genüsse zu unternehmen. Nicht mehr und nicht weniger.

URL-Liste:

  1. http://www.computerbase.de/artikel/hardware/multimedia/2007/test_teufel_cem_pe_logitech_z-5450_digital/1/
  2. http://www.computerbase.de/artikel/hardware/multimedia/2006/test_creative_sound_blaster_x-fi/
  3. http://www.computerbase.de/artikel/hardware/multimedia/2005/test_12_gamer-headsets_alltagstest/
  4. http://www.computerbase.de/artikel/hardware/multimedia/2005/test_sieben_soundsysteme_21_71/
  5. http://www.computerbase.de/artikel/hardware/multimedia/2004/test_kopfhoerer_soundcheck/
  6. http://www.computerbase.de/artikel/hardware/multimedia/2004/test_speaker_soundcheck_bass_ende/
  7. http://animusic.com/downloads.html
  8. http://de.wikipedia.org/wiki/Helmholtz-Resonator
  9. http://teufel.de/de/iTeufel/Motiv-2.cfm?show=text
  10. http://www.computerbase.de/preisvergleich/a161230.html
  11. http://teufel.de/de/Multimedia/s_1322.cfm?lcom=8
  12. http://www.computerbase.de/artikel/hardware/multimedia/2007/test_teufel_cem_pe_logitech_z-5450_digital/
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