Einleitung
Als „Boxensystem für Spieler“ wurde es angekündigt [1], mit pfiffigen Features ausgestattet und zu einer unverbindlichen Preisempfehlung von 199 Euro auf den Markt gebracht. Dort findet man es nun, das neue Logitech G51, welches preislich wohl als Mittelklassesystem aus dem Hause Logitech einzustufen ist. Just in dieser Preisklasse finden sich aber noch ganz andere Karäter auf dem Markt, nicht zuletzt Teufels Concept E Magnum, das auch unter PC-Spielern, obwohl ursprünglich als Einsteigersystem für das Heimkino entworfen, weite Verbreitung findet. Logitechs neuester Wurf muss in Bezug auf den Klang also gleich gegen einen dicken Brocken ins Feld ziehen. Doch um gegen den vermeidlich stärkeren Gegner brillieren zu können, bediente man sich beim G51 einiger nicht zu unterschätzender Tricks – um am Ende ein gutes Stück vom Kuchen abzubekommen.
Im Falle des Logitech G51 bedeutet dies, dass neben dem Klang vor allem auch die Optik und die Ausstattung mit in die Waagschale geworfen wurden, geht es um den direkten Vergleich mit Teufels bisher unerschütterlichem Concept E Magnum. Denn unter diesen Gesichtspunkten konnte der Berliner Lautsprecherspezialist bisher keinen besonders großen Blumentopf gewinnen. Die Angriffsfläche für etwaige Konkurrenz ist also nicht zu unterschätzen.
Andererseits braucht der Computerspieler vor allem eines, wenn er sich ein 5.1-Soundsystem zulegt – guten 360°-Klang, wie er ebenfalls von Logitech versprochen wird. Der bekannte Testparcours muss also zweierlei leisten: Zum einen wird ein vor allem klanglicher Vergleich mit bereits getesteten Soundsystemen gezogen, der dann auch einen Großteil der Bewertung ausmacht. Zum anderen sollen aber auch die extra Features des Systems nicht unerwähnt bleiben.
Lesezeichen
- Teufel Motiv 2 [2]
- Teufel CEM PE vs. Logitech Z-5450 Digital [3]
- Creative Sound Blaster X-Fi [4]
- 12 Gamer-Headsets im Alltagstest [5]
- Sieben Soundsysteme von 2.1 bis 7.1 [6]
- Kopfhörer Soundcheck [7]
- Speaker SoundCheck / Bass ohne Ende? [8]
Testsystem
Getestet wurden die Lautsprecher an dem folgenden Computersystem:
- Prozessor
- Intel Core 2 Duo E6320
- Motherboard
- Gigabyte P35C-DS3R
- Arbeitsspeicher
- 2 x 1024 MB TwinMos DDR2-667 RAM
- Soundkarte
- Creative X-Fi Platinum
- Grafikkarte
- Sparkle GeForce 8800 GT
- Peripherie
- LG DVD-ROM-Laufwerk (GDR8163B)
- LG DVD-RAM-Brenner (GSA-4082B)
- 3 x Samsung SP2504C SATA als RAID0
- Lautsprecher
- Logitech G51
- Teufel Motiv 2 (für Vergleichszwecke)
- Teufel Concept E Magnum Power Edition (für Vergleichszwecke)
- Software
- Windows Vista Ultimate 32 Bit
- CyberLink PowerDVD 7
- Windows Media Player
- YouPax-X-Fi-Treiber
Testumgebung
Bei dem Raum, in dem alle Tests stattgefunden haben, handelt es sich um einen etwa 25 m² großen und drei Meter hohen Raum im Dachgeschoss eines Zweifamilienhauses. Die Aufstellung der Boxen wurde entsprechend der üblichen Ausrichtung einer 5.1-Lautsprecherkombination vorgenommen. Das gesamte Soundsystem wurde an eine Creative X-Fi Platinum angeschlossen.
Um die Klangqualität umfangreich und nicht nur anhand einer eingeschränkten Anzahl von Quellen beurteilen zu können, kamen auch in diesem Test mehrere Stereo- und Surround-Medien aus den Bereichen Musik, Filme und PC-Spiele zum Einsatz:
- Film-DVDs
- Krieg der Welten
- Master and Commander
- Der Herr der Ringe: Die Rückkehr des Königs
- Last Samurai
- House of the Flying Daggers
- Mission Impossible 3
- Matrix
- PC-Spiele
- Call of Duty 2
- Battlefield 2
- Overlord
- Half Life 2
- Command & Conquer 3: Tiberium Wars
- Musik-DVDs
- Queen – Greatest Video Hits 1 + 2 (dts-5.1- und PCM-Stereo-Tonspuren)
- Eagles – hell freezes over (dts-5.1-, DolbyDigital 5.1- und PCM-Stereo-Tonspuren)
- Abba – 16 Hits (DolbyDigital-Tonspur – 2 Kanäle!)
- Animusic 2 (DolbyDigital 5.1- und PCM-Stereo-Tonspuren)
- Animusic-Beispiele können in voller Länge und in HD-Qualität von der offiziellen Internetseite [9] heruntergeladen werden!
Logitech G51
Das Logitech G51 macht einen guten optischen Eindruck. Das Soundsystem wird mit vier nicht unerheblich großen Satelliten ausgeliefert, die jedoch nur vergleichsweise kleine Chassis beherbergen. Auch der Subwoofer fällt recht klein und leicht aus. Er basiert auf dem Downfire-Prinzip und ist mit einem 13,3-cm-Tieftonchassis bestückt. Die Abdeckungen vor den Satelliten und dem Center sind abnehmbar; zudem können die durchsichtigen Seitenteile der Satelliten abmontiert werden, um unter diesen Folienmotive anzubringen.
Logitech will mit diesem Feature die Individualität der Systeme erhöhen und dem Kunden künstlerischen Freiraum bieten. Auf der Internetpräsenz [10] bietet der Hersteller einige Motive an, die heruntergeladen und ausgedruckt werden könne. Theoretisch sind aber alle Motive denkbar, sofern sie in die entsprechende Form für den Zuschnitt gebracht werden.






Bei dem Centerspeaker handelt es sich im Prinzip um einen auf die Seite gelegten Satelliten mit verändertem Fuß. Er sollte daher die gleiche Klangcharakteristik wie auch die anderen Satelliten aufweisen. Denkbare Unterschiede könnten sich jedoch aus der Tatsache ergeben, dass die zwei Chassis bei den Satelliten übereinander und beim mittleren Lautsprecher nebeneinander angeordnet sind. Das Abstrahlverhalten der Satelliten könnte sich daher von dem des Centers unterscheiden; Logitech selbst will jedoch durch den Einsatz der FDD-Antriebsspulen ein homogenes Klangbild ermöglichen.
Neben einem Tieftonkubus des Teufel Concept E², das in etwa gleich teuer ist wie das Logitech G51, geht der Subwoofer optisch beinahe unter. Von Kalibern eines Concept F oder Concept G oder auch imposanteren (und teureren) Würfen aus eigenem Haus – wie etwa dem Subwoofer des Logitech Z-5500 – sollte er sich geradezu fern halten. Auch das (für einen Tieftöner) sehr kleine Chassis erweckt nicht gerade den Eindruck, erstaunliche Basspegel erzeugen zu können. Immerhin setzt Logitech aber auch bei diesem System auf einen in der Preisklasse üblichen Bassreflexkanal, der den maximalen zu realisierenden Pegel bei der Basswiedergabe erhöhen kann – ganz ohne Wumms wird sich das Logitech G51 also nicht dem Konkurrenzkampf stellen.




Beinahe als Logitech-typisch ist mittlerweile auch die Kabelfernbedienung zu bezeichnen. Diese fällt relativ umfangreich aus, sie erlaubt nämlich nicht nur die Steuerung der Lautstärke der einzelnen Kanäle sowie das Zuschalten des Matrix-Upmixes für Stereoquellen, auch ein Headset ist über den vorhandenen Kopfhöreraus- und Mikrofoneingang anschließbar. Zudem bietet die kleine Steuereinheit die Möglichkeit, entweder das gesamte System, oder nur das wahlweise angeschlossene Mikrofon stumm zu schalten.


Technische Daten
Der Vollständigkeit halber seien ein weiteres Mal die technischen Eckdaten des Testprobanden angeführt. Es ist zu beachten, dass diese zumeist sehr dehnbar sind und per se nicht viel über den Klangeindruck aussagen. Der persönliche Klangeindruck sollte stets entscheiden, nicht die größte Wunschzahl der Werbemaschinerie.
| Logitech G51 | Logitech Z-5450 Digital | Teufel Concept E Magnum Power Edition |
|
|---|---|---|---|
| Ausgangsleistung | 155 Watt Sinus | 315 Watt Sinus | 300 Watt Sinus |
| Kanäle | 5.1 | 5.1 | 5.1 |
| Satelliten | 20 Watt Sinus pro Kanal | 38 Watt Sinus pro Kanal (Front) 40,5 Watt Sinus pro Kanal (Rear) |
40 Watt Sinus pro Kanal |
| Center | 19 Watt Sinus | 42 Watt Sinus | 40 Watt Sinus |
| Subwoofer | 56Watt Sinus | 116 Watt Sinus | 100 Watt Sinus |
| Eingänge | 6-Kanal analog (Klinke) 1x Stereo-Chinch |
6-Kanal analog (Klinke) 2x optischer SPDIF-Eingang 1x koaxialer SPDIF-Eingang |
6-Kanal analog (Klinke) |
| Pegelsteuerung | Kabelfernbedienung Software |
Software Fernbedienung Control-Panel |
Software Fernbedienung via Subwoofer |
| Besonderheiten | Design veränderbar Kabelfernbedienung |
Control-Panel Fernbedienung |
Fernbedienung |
| Listenpreis | ab rund 137,- Euro [11] | ab rund 269,- Euro [12] | 159,- Euro [13] |
Auffällig beim Logitech G51 ist, dass es, vor allem im Vergleich mit den bereits getesteten Systemen, etwas schmalbrüstig wirkt. Der Eindruck, der sich aus dem Datenblatt ergibt, setzt sich – wie erwähnt – auch optisch fort: Die Satelliten fallen an sich zwar recht groß aus, besitzen aber vergleichsweise kleine Treiber, denen man ansieht, dass sie wohl keine brachiale Leistung umwandeln können. Auch der Subwoofer wirkt geradezu dezent neben anderen Vertretern aus eigenem wie fremden Hause.
Dass das G51 dennoch für ein gehobenes Spielvergnügen herhalten kann, ist damit natürlich nicht ausgeschlossen.
Lieferumfang
Das Logitech G51 wird mit fünf Satelliten, einem Subwoofer, der Kabelfernbedienung, einer Aufbauanleitung sowie natürlich allen benötigten Kabeln ausgeliefert. Hierzu zählen neben dem Netzstecker auch drei analoge Kabelverbindungen mit Klinkenstecker sowie die Lautsprecherkabel zwischen den Satelliten und dem Subwoofer. Diese Kabel sind fest mit den Satelliten verbunden und fallen relativ kurz aus; da es sich jedoch um normale Mono-Chinch-Stecker handelt, die in den Subwoofer gesteckt werden, können die Kabel mit handelsüblichen Chinch-Kabeln (mit einem weiblichen und einem männlichen Ende) verlängert werden. Etwas mehr Freiraum mit dem Standardkabeln wäre aber wünschenswert.
Das Kabel der Kabelfernbedienung misst etwa zwei Meter, womit der Stellraum für den Subwoofer eingeschränkt wird. Soll die Fernbedienung in der Nähe der Hörposition positioniert werden – also wohl auf dem Schreibtisch – kann sich der Subwoofer nicht weit entfernen. Für einen üblichen Aufbau dürfte die Kabellänge jedoch reichen.
Klangeindrücke
Abermals sollen in diesem Test die persönlichen Eindrücke vom Klangcharakter des getesteten Soundsystems vermittelt werden. Dass dies niemals zu einhundert Prozent objektiv geschehen kann, sei vorweg gestellt; der geschilderte Klangeindruck spiegelt schließlich die Meinung des Testers wider. Er sollte nur als Empfehlung angesehen werden. Vorteilhaft ist es darüber hinaus in jedem Fall, sich die Lautsprecher stets selbst anzuhören, um ihren Klang mit den persönlichen Vorlieben abzugleichen.
Da jedoch nicht jeder die Zeit, das Geld oder die Muße hat, sich jedes interessante System selbst anzuhören, sollen in folgender Beurteilung auch Vergleiche mit bereits getesteten Boxensystemen, allen voran dem Teufel Concept E Magnum und dem Motiv 2, gezogen werden.
Musik
Gleich zu Beginn wird das Logitech G51 mit einem Metier frontiert, in dem es sich wohl nicht recht heimisch fühlt. Es ist immerhin ein Surroundsystem für Spieler und hat deswegen mit Musik eher peripher zu tun – oder? Leider ja, wie bereits der Einstieg in die Welt der ausgesuchten Musik-DVDs zeigt. So vermag beim Eagles-Klassiker „Hotel California“ von der verwendeten Live-DVD „Hell freezes over“ von Beginn an kein rechter Aha-Effekt eintreten, da die Gitarrengriffe nicht räumlich wirken. Der gesamte, wichtige Tonbereich für die Saiten wirkt ein wenig dünn, so als handele es sich um eine stark komprimierte Aufnahme. Der einsetzende Bass der Percussions erschreckt hingegen anfangs – in der Standardeinstellung ist dieser, für Musik, definitiv zu dominant. Nachregeln am Controlpod macht die Sache aber nicht unbedingt besser: Entweder bringt man den Bass bei Trommelschlägen auf ein normales Niveau und vermisst dann aber Tiefgang bei der Bassgitarre, oder der Eindruck beider Instrumente kehrt sich genau um.
Der erste Eindruck, der sich daher manifestiert, ist der von einem typisch „überbassenden“ System, also von PC-Lautsprechern, die die mangelnden Tieftonfähigkeiten des Subwoofers damit zu übertönen versuchen, dass höhere Tieftonfrequenzen (100 bis 200 Hz+) nicht nur vom Subwoofer mitgetragen, sondern von diesem auch besonders laut gegrummelt werden. Dies kann in Spielen durchaus Spaß machen, weil gerade in diesem Frequenzbereich Kanonenschüsse und Explosionen fallen und es so deftig scheppert. Beim Hören von Musik ergibt sich aber meist ein eher skeptischer Eindruck.
Nicht überall ist der Eindruck, den das Logitech G51 hinterlässt, jedoch so eindeutig wie bei den Eagles, deren Instrumentalschlachten sehr hohe Herausforderungen an die Lautsprecher stellen. „Abba“ klingt zuweilen recht passabel – der Gesang jedenfalls fällt zu erst nicht wirklich negativ auf und die poppige Begleitmusik wird noch gut wiedergeben. Bei einem Vergleich mit dem Motiv 2 – das hier nur einmal die Möglichkeiten von PC-Systemen vergleichend aufzeigen soll und keinesfalls als direkter Konkurrent zu verstehen ist – kann sich das G51 jedoch gleich wieder in die Ecke stellen. Es fällt sofort der unterpräsente Mitteltonbereich sowie das fehlende Volumen auf.
Ähnliches ergibt sich (mitunter noch stärker, da die Stücke von den männlichen Sängern leben) bei Queen, Xavier Naidoo oder Simply Red. Stets hat man den Drang, lauter zu drehen, weil sich das Gefühl einstellt, es müsse gleich losgehen und die Musik befände sich im Aufbau. Stets klingt leider aber auch das ganze Lied flach und ausdruckslos – bis auf den Subwoofer, der letztendlich dann doch mit wummern darf, weil es anders bei diesem System nicht sein soll.
Entwarnung gibt es hingegen bei den Satelliten: Obwohl die Form der Chassis geradezu an eine Turbine erinnert, von der man annehmen könne, sie blase nur in eine Richtung, strahlen die Satelliten keineswegs nur durch einen Kanal den Ton ab. Will heißen: Musik, Film und Spiel klingen relativ unabhängig von der Hörpostion gleich, der Abstrahlwinkel fällt also relativ groß aus – so zumindest der Höreindruck.
Filme und Spiele
Bei Filmen oder Spielen kommt mit dem Logitech G51 deutlich mehr Spaß auf als beim Hören von Musik. Hier darf es ruhig auch einmal knallen – vor allem in Computerspielen – und die Mitteltonschwäche fällt nur noch vergleichsweise leicht in Dialogen auf. Der Surround-Eindruck des Systems ist gut und weiß vor allem in Egoshootern zu überzeugen. Nichtsdestotrotz setzte sich auch bei den verwendeten Filmen der Subwoofer zu sehr in Szene. Da er dabei mangels fehlendem Tiefgang eher die falschen Frequenzen betonte und bei wirklich herausfordernden Szenen die Luft vermissen ließ, hat das G51 gegen Heimkinospezialisten aus dem Hause Teufel oder auch gegen Bassisten aus eigenem Hause das Nachsehen.
Summa summarum bleibt bei PC-Spielen noch der süßeste Nachgeschmack: Wer auf actionlastige Spiele steht, wird seinen Spaß am Logitech G51 haben. Wer nicht, der hat zumindest keine bedeutenden Nachteile. So fallen die vorhandenen und beschriebenen Schwächen nur mäßig beim Spielen auf, oder stören schlicht nicht. Im Gegenzug findet sich der Subwoofer endlich da wieder, wo er hinzugehören scheint: Dort wo es Bass gibt und Bass braucht. Wem das nicht zusagt, der ist womöglich ohnehin falsch mit einem Satelliten-Subwoofer-Gespann bedient.
Fazit
G51 bedeutet aufgeschlüsselt zweifelsohne 5.1-Kanäle bei einem Gamer-Soundsystem; und exakt so klingt das Logitech G51 dann auch: Der Bass etwas zu dominant, die Satelliten hingegen zu zurückhaltend und der Gesamteindruck nur Mittelmaß. Dafür gibt es eine sehr durchdachte Kabelfernbedienung sowie ein durchaus interessantes, optisches Gesamtwerk. Das Design jedenfalls überzeugt und nutzt man die Möglichkeit, eigene Cover auf den Satelliten anzubringen, kann der Gesamteindruck nur gewinnen. Doch reicht das, um Kerben, die bei der Musikwiedergabe in die hübsche Fassade des Lautsprechersystems geschlagen wurden, wieder wett zu machen? Ja – und nein.
„Ja“, womöglich, wenn die PC-Lautsprecher ohnehin nur sekundär (oder tertiär) für MP3s, CDs und Co verwendet werden. „Ja“ auch, wenn die Ansprüche an ein PC-System generell eher geringer sind, oder man nur vergleichbare und günstigere Systeme gewöhnt ist. Denn, bei aller Kritik an den Möglichkeiten des G51: Schlecht klingt es nicht und großartige oder bahnbrechende Verbesserungen kann man zu dem Preis kaum erwarten – jedenfalls nicht für 5.1-Kanäle. Potenter und kräftiger gehen natürlich Teufels Surroundmannen zu Werke; klanglich ist der Vorsprung, reduziert um den Bass und den Pegel, aber nicht mehr so groß. Hier kann eine Kabelfernbedienung, die zugleich auch praktische Anschlüsse für das Mikrofon und Kopfhörer bietet, durchaus Punkte bringen. Auch schaut der geneigte Käufer vielleicht lieber auf Crysis-gepflasterte Satelliten statt biederes Silber auf klobigen Teufel-Boxen. Wenn Klang nicht alles ist, dann kann es auch ein Logitech G51 sein – ein Allroundpaket ist es allemal.
„Nein“ – und das ist die Crux bei so einem Fazit – würde jedoch der Tester zu jedem potentiellen Kunden sagen, der Heimkinofeeling will, der martialischen Bass will und(/oder) der auf Äußerlichkeiten keinen besonderen Wert legt. Denn bei einem Straßenpreis von fast 140 Euro ist der Weg zur teuflischen Konkurrenz nicht weit, die dann eben doch das entscheidende Mehr an 5.1-Sound bietet. Will man einfach nur mehr Klang, kann man auch bei Logitech bleiben, sollte dann aber wohl in die Stereoabteilung gucken. Dort gibt es nämlich durchaus attraktive und klanglich bessere Alternativen, deren Bezeichnung vornehmlich mit einem „Z“ beginnt. [14]
Schlussbemerkung
Wir sind uns völlig darüber im Klaren, dass ohne hochwertige Messtechnik und schalloptimierte Räumlichkeiten, wie die großen Audio-Zeitschriften-Labore sie besitzen, keine absolut objektiven, messtechnisch optimierten Tests durchgeführt werden können, bilden uns aber ein, ein halbwegs geschultes Gehör zu besitzen, um ebenfalls aussagekräftig testen zu können. Unser Soundcheck soll dem Freund gehobener Audiowiedergabe am PC dabei helfen, ein für Ihn geeignetes Lautsprechersystem zu finden und in dazu einladen, eine kleine Reise in die große Welt der audiophilen Genüsse zu unternehmen. Nicht mehr und nicht weniger.










