Einleitung
Seit Intel vor einigen Jahren erstmals die Centrino-Plattform vorstellte, ist viel Wasser den Bach heruntergelaufen. Für den Chiphersteller entwickelte sich Centrino zu einem wahren Verkaufsschlager und dies wohl nicht zuletzt durch den Pentium M-Prozessor auf Basis des Banias-Kerns. Dieser verband zeitlebens die Pro-MHz-Leistung eines Pentium 3s mit höheren Taktfrequenzen und einem sehr niedrigen Stromverbrauch, der natürlich der Akkuleistung eines Notebooks zugute kommt. Doch irgend wann stieß der Banias an seine Grenzen und ein Nachfolger musste her. Diesen fand man im in 90 nm breiten Strukturen gefertigten Dothan, den wir heute zusammen mit dem Asus M68Ne vorstellen möchten.

Der in diesem Notebook verbaute Pentium M „Dothan“ taktet dabei mit 1,8 GHz. Ihm stehen neben 512 MB DDR333-RAM auch eine 60 GB große Festplatte und ein 15.4" großes Display zur Seite. Für graphische Höchstleistungen sorgt eine ATi Mobility Radeon 9600 mit 64 MB Texturspeicher. An dieser Stelle sei jedoch angemerkt, dass die Ladenversion des M68Ne etwas anders aussehen wird. So soll diese einen 2 GHz schnellen Prozessor, 1 GB Arbeitsspeicher und eine Mobility Radeon 9700 Grafikkarten besitzen. Dass aber auch die von uns getestete Version schnell ist, wollen wir im nun folgenden Artikel klarstellen.
Asus M68Ne
Technische Daten
Dass das Asus M68N ein Centrino-Notebook der Spitzenklasse ist, wird schon auf den ersten Blick klar. Neben einem ansprechenden Design bietet es technische Innereien vom Allerfeinsten, die sich allerdings im Preis niederschlagen. Wenn das neueste Notebook der M68N-Serie von Asus in den Handel kommt, wird es über folgende Komponenten verfügen.
| Technische Daten Asus M68Ne (Handel) | |
|---|---|
| Typ | Two-Spindle |
| Display | 15.1" TFT SXGA+-Display mit 1400x1050 Pixeln ebenfalls erhältlich |
| Prozessor | Intel Pentium M „Dothan“ 2000 MHz |
| Chipsatz | Intel i855PM Chipsatz, ICH4-M Southbridge |
| Arbeitsspeicher | 2x 512 MB PC2700 DDR SDRAM CL2.5 von Samsung |
| Grafikkarte | ATi Mobility Radeon 9700 (M11) mit 64 MB (128 MB möglich) Speicher |
| Soundkarte | C-Media AC97 |
| Boxen | zwei (unter der Front des Geräts) |
| Festplatte | Hitachi Travelstar HDD mit DMA 100, 80 GB, 5400 U/min, 2 MB Cache |
| Optisches Laufwerk | Toshiba 2X(2.4X)/4X/24X/24X/8X/24x DVD-Brenner |
| Kommunikation | 10/100/ 1000 Base T PCI LAN, 56k Modem, 54 MBit/s WLAN 802.11BG |
| Mausersatz | Touchpad |
| Anschlüsse | VGA, TV-Out (SVHS/Cinch), 4x USB 2.0, Firewire (4 pol.), Infrarot, parallel, Kopfhörer, Mikrofon, 1x PCMCIA Typ II, 4 in 1 Kartenleser (SD/MMC/MS/MS PRO) |
| Akku | Li-Ion 8 cells, 14.8 V, 4400 mAh, 65 Watt battery pack |
| Gewicht | 2,6 kg mit Tasche |
| Gewicht Ladegerät | 0,25 kg |
| Abmessungen | 354 x 273 x 22-34 mm |
| Betriebssystem | Windows XP Professional im Lieferumfang enthalten |
| Garantie | 2 Jahre |
Mit einer Taktfrequenz von 2,0 GHz und einer Mobility Radeon 9700 gehört die Ladenversion des M68Ne wohl zu den derzeit schnellsten Notebooks am Markt, kostet allerdings auch eine ganze Stange Geld, die vielleicht nicht für jedermann erschwinglich ist. Satte 2799 Euro (unverbindliche Preisempfehlung) veranschlagt Asus für das Gerät und bewegt sich somit in Dimensionen, die für das Gros der Käufer sicher ein Traum bleiben dürften. Laut Asus sind aber auch Varianten mit 1,7 (Intel Pentium M 735) und 1,8 GHz (745) geplant, die weitaus weniger kosten dürften.
Das von uns heute getestete Notebook wurde allerdings noch nicht in der vollen, oben genannten Konfiguration ausgeliefert und beinhaltet die folgenden Komponenten, die bis auf den Prozessor noch der aktuellen Version der M68N-Serie entsprechen. Der Dothan-Prozessor mit 1,8 GHz wurde nachträglich von Intel bereitgestellt und zeigt, dass man auch in Notebooks mehr oder weniger einfach den Prozessor austauschen kann. Zuvor kam hier noch ein Intel Pentium M „Banias“ mit 1,7 GHz zum Einsatz.
| Technische Daten Asus M68Ne (Test) | |
|---|---|
| Typ | Two-Spindle |
| Display | 15.4" TFT WXGA-Display mit einer Auflösung von 1280x800 Pixeln |
| Prozessor | Intel Pentium M „Dothan“ 1800 MHz |
| Chipsatz | Intel i855PM Chipsatz, ICH4-M Southbridge |
| Arbeitsspeicher | 1x 512 MB PC2700 DDR SDRAM CL2.5 von Samsung |
| Grafikkarte | ATi Mobility Radeon 9600 (M10) mit 64 MB Speicher (200 MHz Chiptakt, 350 MHz Speichertakt) |
| Soundkarte | C-Media AC97 |
| Boxen | vier (zwei unter dem Gerät und zwei am Display) |
| Festplatte | Hitachi Travelstar IDE HDD mit DMA 100, 60GB, 5400 U/min, 2 MB Cache |
| Optisches Laufwerk | Toshiba 2X(2.4X)/4X/24X/24X/8X/24x DVD-Brenner |
| Kommunikation | 10/100/ 1000 Base T PCI LAN, 56k Modem, 54 MBit WLAN nach 802.11g |
| Mausersatz | Touchpad |
| Anschlüsse | VGA, TV-Out (SVHS/Cinch), 4x USB 2.0, Firewire (4 pol.), Infrarot, parallel, Kopfhörer, Mikrofon, 1x PCMCIA Typ II, 4 in 1 Kartenleser (SD/MMC/MS/MS PRO) |
| Akku | Li-Ion 8 cells, 14.8 V, 4400 mAh, 65 Watt battery pack |
| Gewicht | 2,6 kg mit Tasche |
| Gewicht Ladegerät | 0,25 kg |
| Abmessungen | 354 x 273 x 22-34 mm |
| Betriebssystem | Windows XP Professional im Lieferumfang enthalten |
| Garantie | 2 Jahre |
Im Großen und Ganzen nichts wirklich besonders, läßt man einmal den Prozessor außer Acht. Dieser ist natürlich mit 1,8 GHz Taktfrequenz und zwei MB Level-2-Cache von der schnelleren Sorte und sollte dem Testkandidaten zu neuen Höchstleistungen bei sparsamen Verbrauch verhelfen. Die Mobility Radeon 9600 ist mit 64 MB Texturspeicher ausgerüstet, was für Notebooks sicherlich genug ist. Die Festplatte ist mit einer Kapazität von 60 GB auch nicht als klein zu bezeichnen und dürfte auch anspruchsvolle Anwender zufrieden stellen. Der verbaute DVD-Brenner vom Toshiba kann übrigens sowohl + als auch - Rohlinge brennen und sollte daher nochmals extra erwähnt werden. Das Display ist mit seinen 1280x800 Pixeln durchaus ausreichend dimensioniert und kann vor allem beim Betrachten von DVDs dank 16:10-Format überzeugen. Die Serienversion des Asus M68N gibt es aber auch mit einem 4:3-Display in 15.1" Größe mit 1400x1050 Pixeln.
Der Pentium M "Dothan"
Am 10. Mai dieses Jahres war es endlich soweit und Prozessorhersteller Intel läutete die nächste Generation der Pentium-M-CPUs ein. Der neue, an diesem Tag vorgestellte Prozessorkern hört auf den Namen „Dothan“ und bietet gegenüber seinem Vorgänger, dem „Banias“, zwar keine revolutionären Neuerungen, aber dennoch einige evolutionäre Fortschritte, auf die wir nun einmal kurz eingehen wollen. Beginnen wollen wir dabei mit einem Die-Shot, der im wahrsten Sinne des Wortes die Eingeweide des Prozessors offenlegt.

Schon auf den ersten Blick fällt auf, dass gut und gerne 60 % der Die-Fläche vom Level-2-Cache eingenommen werden. Dieser ist gegenüber dem des Vorgängers auf nun zwei MB angewachsen und belegt dementsprechend einen Großteil der insgesamt 140 Mio. Transistoren. Beim „Banias“ waren es noch ca. 77 Mio. bei einer ungefähr gleichgroßen Fläche. Der Rest der Architektur blieb derweil so gut wie unangetastet, so dass neben der Verdopplung des Caches eigentlich nur noch die geringere benötigte Spannung angesprochen werden kann. Genehmigte sich der Banias noch 1,388 - 1,484 Volt, sind es beim Dothan nur noch 1,276 - 1,340.
| Modell | Intel Pentium M (Banias) |
Intel Celeron M (Banias) |
Intel Pentium M (Dothan) |
|---|---|---|---|
| Sockel | 479 | 479 | 479 |
| Taktfrequenz | 1,30 - 1,7 GHz | 1,20 - 1,50 GHz | 1,5 - 2,0 GHz |
| Frontside-Bus | 400 MHz | 400 MHz | 400 MHz |
| Fertigungsprozess | 130 nm | 130 nm | 90 nm |
| Transistoren | 77 Millionen | 77 Millionen | 140 Millionen |
| CPU-Kern | Banias | Banias | Dothan |
| DIE-Größe | 82,8 mm² | 82,8 mm² | 83,6 mm² |
| L1-Cache | 2 x 32 KB | 2 x 32 KB | 2 x 32 KB |
| L2-Cache | 1 MB | 512 KB | 2 MB |
| VCore | 1,388 - 1,484 Volt | 1,356 Volt | 1,276 - 1,340 |
Durch die feineren Fertigungsstrukturen, die Intel beim „Dothan“ einsetzt, konnte die Chipgröße insgesamt konstant gehalten werden. Der Neue misst 83,6 mm², der Vorgänger war mit 82,8 mm² nur unerheblich kleiner. Trotz des deutlich größeren L2 Cache, der gestiegenen Anzahl an Transistoren und höherer Taktfrequenz soll der neue Prozessor weniger Strom verbrauchen als der alte „Banias“. 21 Watt stehen für das 2 GHz-Modell vom „Dothan“ auf dem Papier, beim höchstgetakteten „Banias“ mit 1,7 GHz waren es noch 24,5 Watt. Trotzt weniger Verlustleistung werden, so sagt es selbst Intel, die Akkulaufzeiten der „Banias“-Notebooks bei gleicher Taktung um wenige Minuten unterschritten. Im Akkubetrieb, oder natürlich auch im Stromsparmodus, takten sich die Modelle dank SpeedStep dynamisch auf bis zu 600 MHz herunter, wo sie laut Intel 7,5 Watt Verlustleistung nicht überschreiten.
Wie schon in der Vergangenheit berichtet, wird beim neuen Prozessor der Frontside-Bus nicht angetastet, er bleibt bei seinen 400 MHz. Erst mit der Ende dieses Jahres erscheinenden „Sonoma“-Plattform wird Intel auch hier an der Taktschraube drehen. Eine wichtige Neuerung beim „Dothan“ ist die endgültige Einführung der Modelnummer. Nachfolgend alle wichtigen Daten in der Übersicht, inklusive des Preises, der sich wie immer auf eine Abnahme von 1000 Stück bezieht.
| Prozessor | Core | Frontside-Bus | Prozess | L2-Cache | Preis |
|---|---|---|---|---|---|
| Pentium M 755 (2,00 GHz) | Dothan | 400 MHz | 90 nm | 2 MB | $637 |
| Pentium M 745 (1,80 GHz) | Dothan | 400 MHz | 90 nm | 2 MB | $423 |
| Pentium M 735 (1,70 GHz) | Dothan | 400 MHz | 90 nm | 2 MB | $294 |
| Pentium M 725 (1,60 GHz) | Dothan | 400 MHz | 90 nm | 2 MB | $241 |
| Pentium M 715 (1,50 GHz) | Dothan | 400 MHz | 90 nm | 2 MB | $209 |
| Pentium M 1,70 GHz | Banias | 400 MHz | 130 nm | 1 MB | $294 |
Lieferumfang
Asus-typisch ist der Lieferumfang der hauseigenen Notebooks trotz eines fairen Preises als durchaus üppig zu bezeichnen. So fanden wir im großen Karton des M68N neben dem Notebook auch noch folgende Artikel, die das Gesamtbild natürlich positiv beeinflussen:
- Asus M68n Notebook mit 1,8 GHz Dothan-Prozessor und 512 MB Speicher
- Notebook-Tasche
- Netzteil
- Lithium-Ionen-Akku
- Modem-Kabel
- Software-Paket mit drei Spielen (Gunmetal, Battle Engine - Aquila, Games Compilation) und vielem mehr
- CD mit allen nötigen Treibern
- Plastik-Dummie für den 3.5"-Schacht
- Notebook-Maus von Logitech
Besonders erfreut waren wir über die Beigabe einer durchaus qualitativ hochwertigen Notebook-Tasche (eine solche befindet sich beim Tester schon seit einem halben Jahr im täglichen Einsatz) und einer handlichen Notebook-Maus mit optischem Sensor. Diese wird von Logitech produziert und verfügt über einen USB-Anschluss. Im Alltagstest erwies sich diese als überaus nützlich, navigiert es sich mit einer solchen doch weitaus besser als mit dem Touch-Pad des Notebooks. Dass bei einem Notebook sich Spiele mit im Lieferumfang befinden, haben wir auch noch nicht alle Tage gesehen. Auf der ebenfalls mitgelieferten Treiber-CD findet man alle wichtigen, zum Einsatz des Notebooks notwendigen Treiber, so dass einem reibungslosen Betrieb Nichts im Wege stehen dürfte.
Design, Ergonomie, Haptik
Wählt der Kunde das Modell mit einer Taktfrequenz von 2,0 GHz, muss er sich auf den happigen Preis von knapp 2800 Euro gefasst machen. In solch einer Preisklasse muss das gekaufte Notebook schon einiges bieten und so legt Hersteller Asus viel Wert auf ein gepflegtes Äußeres und eine gute Verarbeitung. So ist das Notebook durchweg in einem Anthrazit mit Metallic-Effekt gehalten und passt sich somit dem aktuellen Trend zum Nicht-Grauen an. Alles in allem macht das Design des Asus M68Ne schon auf den ersten Blick einen durchaus interessanten Eindruck. Als nützlich entpuppten sich zudem die insgesamt fünf Status-LEDs an der Außenseite, die auch im zugeklappten Zustand den jeweiligen Status des Notebooks anzeigen.
Hat man das Notebook aufgeklappt, präsentiert es sich in den gleichen Farben, in denen wir auch schon das Äußere bewundern konnten. Das 15.4" große Display ist dabei sehr gut in den Rahmen eingearbeitet und liefert mit einer Auflösung von 1280x800 Pixeln eine annehmbare Auflösung, die auch zum Arbeiten tauglich sein sollte. Die Tastatur hat einen angenehmen Druckpunkt und führt auch bei längerem Gebrauch nicht zu Ermüdungserscheinungen. Auch bei diesem Notebook sind die Tasten leicht transparent und hinterließen - genau wie das Touchpad, das allerdings manchmal etwas schwammig reagiert - einen sehr guten Eindruck. Die Schaniere, die das Display am Notebook halten, machten ebenfalls einen guten Eindruck und waren auch nicht durch leichte Anwendung von Gewalt aus der Fassung zu bringen. Der Power-Schalter des M68Ne befindet sich über der Tastatur und wird im Betrieb blau illuminiert. Neben diesem befinden sich einige weitere Tasten, die diverse Funktionen übernehmen. So kann man über diese z.B. schnell das WLAN und das Touchpad deaktivieren oder den E-Mail-Client öffnen. Drei weitere LEDs zeigen den aktuellen Zustand des Notebooks.
Auch an der Unterseite hat das Asus M68Ne einiges zu bieten. So kann man dort durch einfaches Lösen von zwei Schrauben einen Schacht offenlegen, der den Ausbau des Arbeitsspeichers erlaubt. Zudem kann man den Laufwerksschacht der Festplatte öffnen und diese gegebenenfalls austauschen. Bei der in unserem Testgerät verbauten HDD handelt es sich um eine Hitachi Travelstar mit 60 GB Speicherplatz und 5400 U/min. Des Weiteren befinden sich an der Unterseite des Notebooks zwei der insgesamt vier Boxen, die allerdings notebooktypisch einen eher blechernen Klang von sich geben.
Sämtliche Schnittstellen des M68Ne befinden sich an der linken und an der Rückseite. Während an der rechten Seite nur der DVD-Brenner platziert wurde, findet man auf der linken gleich einen LAN-Anschluss, den Stecker für das eingebaute Modem, einen vierpoligen Firewire- und den Infrarot-Port sowie einen PCMCIA- und einen SD-Slot. Des Weiteren befinden sich auf der linken Seite auch Anschlüsse für Kopfhöhrer und Mikrofon sowie die Steuerungstasten für den eingebauten CD-Player, der ein Abspielen von Musik-CDs auch außerhalb der Windowsoberfläche ohne Zuhilfenahme des Displays erlaubt. Alle vier USB-Anschlüsse befinden sich derweil auf der Rückseite des Notebooks. Dort findet man auch den Druckerport, den VGA- und S-Video-Ausgang sowie den Anschluss für das Netzteil. Der Lithium-Ionen-Akku wurde derweil platzsparend an der Unterseite des Notebooks platziert.
Im Betrieb zeichnete sich das Asus M68Ne vor allem durch seinen niedrigen Geräuschpegel aus. Wenn der eingebaute Lüfter überhaupt einmal ansprang, dann nur, wenn man gerade eine Partie Unreal Tournament oder Enemy Territory spielte. Beschränkte sich der Tester auf reine Office-Arbeiten, verrichtete das Notebook seinen Dienst lautlos. Unter diesen Umständen taktet die CPU nicht mit den vollen 1,8 GHz, was eine aktive Kühlung nicht nötig macht. Auch der von Toshiba hergestellte DVD-Brenner gefiel uns sehr gut. Zwar gehört er - gemessen an seinen Desktop-Konkurrenten - nicht zu den schnellsten, verrichtete aber seinen Dienst durchaus geräuscharm und fabrizierte keine sonderlich lauten Zugriffsgeräusche. Einzig der etwas hakelige Öffnungsmechanismus störte uns während der Testphase etwas. So musste man gelegentlich die Taste zum Öffnen des Laufwerks mehrfach betätigen, bis dieses Unternehmen endlich mit Erfolg gekrönt wurde. Ein Manko, mit dem wohl so gut wie alle Notebooks zu leben haben, sind die verbauten Boxen. Diese sind mit zwei Watt Leistung leider etwas schmalbrüstig und geben einen eher kläglichen Sound von sich. Zum kurzen Musikgenuss unterwegs reicht es aber allemal. Wer mehr möchte, muss schon einen Kopfhöhrer an das M68Ne anschließen.
Leistungswerte
Synthetische u. Applikationsbenchmarks
Doch nun genug der faden Vorworte; Schreiten wir zu den nackten Tatsachen in Form von Benchmarkergebnissen, die uns vor allem über die Geschwindigkeit des neuen Pentium M-Prozessors mit 1,8 GHz aufklären sollen.
Sisoft Sandra 2004 SP1 - Arithmetic
Angaben in Punkten
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Im Arithmetic-Benchmark macht das Asus M68Ne eine durchaus gute Figur und vermag das alte Modell mit 1,5 GHz hinter sich zu lassen. Betreibt man das Yakumo-Notebook, ausgestattet mit einem Athlon 64 Mobile 3000+, am Netzstecker, kann dieses dem heutigen Testkandidaten allerdings den Rang ablaufen und sich auf den ersten Platz setzen. Im rein mobilen Vergleich ohne Saft aus der Dose ist der Intel Pentium M „Dothan“ mit 1,8 GHz unangefochtene Nummer eins und kann alle Konkurrenten auf die Plätze verdrängen. Bei gleicher Taktfrequenz ist der Athlon 64 also noch etwas schneller.
Sisoft Sandra 2004 SP1 - Multimedia
Angaben in Punkten
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Im Multimedia-Benchmark lässt das Asus M68Ne dann so richtig die Muskeln spielen und verdrängt den mobilen Athlon 64 in der Floating-Point-Messung locker vom ersten Platz. In der Integer-Messung muss man sich allerdings knapp geschlagen geben. Hier ist die Pro-MHz-Leistung des Pentium M also erstmals besser als die des Athlon 64. Stöpselt man alle Stecker vom Notebook ab, kann sich das M6800Ne einsam und alleine an die Spitze setzen. Wirklich beeindruckend, was ein Pentium M mit 1,8 GHz zu leisten vermag.
Sisoft Sandra 2004 SP1 - Speicher
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
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Auch den Speichertest kann das neuere Asus M68Ne für sich entscheiden und hängt den Konkurrenten mit 1,5 GHz um gut 100 MB/s ab. Dies liegt allerdings viel weniger am verbauten Speicher, als vielmehr an den 300 MHz mehr Taktfrequenz, die der Dothan gegenüber dem Banias besitzt. Der Athlon 64 im Yakumo Q8M-Notebook wirkt an dieser Stelle etwas gehandicapt, stellte man ihm doch nur DDR333-RAM zur Seite, obwohl er auch DDR400-Speicher ansprechen kann.
Synthetische u. Applikationsbenchmarks (Fortsetzung)
Weiter geht es mit dem PC Mark04 in der Version 1.10. Dieses Benchmarkprogramm aus dem Hause Futuremark misst die Leistung eines Systems in verschiedenen Untergruppen und ist somit besonders gut für das Testen von Komplettrechnern, wie zum Beispiel Notebooks, geeignet.
PC Mark 04
Angaben in Punkten
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Hier kann der heutige Testkandidat endgültig das Ruder ansich reißen und vermag jede Einzeldisziplin bis auf die der Grafikkarte zu gewinnen. Diese verliert es allerdings nur denkbar knapp und hinterlässt einen durchweg guten Eindruck, der auch im Betrieb ohne Netzstecker aufrecht erhalten wird. Besonders beeindruckend ist der Vorsprung in der Kategorie „HDD“, die das Asus M68Ne dank schneller Hitachi-Platte mit 5400 U/min mit großem Abstand gegenüber der Konkurrenz für sich entscheiden kann.
3DMark 03
Angaben in Punkten
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Da alle drei Konkurrenten exakt den gleichen Grafikchip aus der Platine verlötet hatten, zogen wir auch in diesem Test wieder den umstrittenen 3DMark03 zu Rate. Auch hier kann sich das Asus M68Ne an die Spitze des Dreigestirns setzen und die Konkurrenz durchweg mit 50 bis 100 Punkten abhängen. Was dies für die wirkliche Spieleleistung bedeutet, wollen wir auf den nachfolgenden Seiten nochmals genauer anhand zweier Beispiele klären.
Ziff Davis BatteryMark
Angaben in Stunden, Minuten
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Dass man sehr gute Leistung auch mit sehr guter Batterielaufzeit verbinden kann, beweist das heute getestete Asus M68Ne eindrucksvoll. Trotz 1,8 GHz Taktfrequenz, schneller Festplatte und großem Display bringt es das Gerät auf satte 4:26 Stunden im Testdurchlauf mit Ziff Davis' BatteryMark. Dem Vorgänger, das 300 MHz langsamer getaktete M6800N, konnte man nochmals neun Minuten abnehmen.
Spielebenchmarks
Beliebt bei Jung und Alt, gehören natürlich auch Spiele zum Testrepertoire. Bei den Leistungsdaten heutiger Notebooks dürften sie kein großes Problem darstellen, vermag doch auch eine ATi Mobility Radeon 9600 genug Bilder pro Sekunde zu zaubern, um auch neue Spiele einigermaßen spielen zu können. Wir testeten jeweils in drei Auflösungen, wobei die höchste - 1280x1024(960) - auf dem Asus- und Yakumo-Notebook leider nicht darstellbar ist. Hier bedienten wir uns eines einfachen Tricks und schlossen über den VGA-Ausgang ein externes Display an. Um den RAMDAC der Grafikkarte nicht zu überfordern, deaktivierten wir das Display des Notebooks.
Unreal Tournament 2003 - Flyby
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Unreal Tournament 2003 - Botmatch
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Den Anfang macht Unreal Tournament 2003, ein mittlerweile altbekanntes Spiel, dessen Nachfolger vor einigen Monaten erschienen ist. Die bereits eingebaute Benchmarkfunktion zeigt dabei anhand zwei verschiedener Tests gut die Leistungsdaten des jeweiligen Prüflinges auf. Besonders der Flyby-Benchmark belastet vor allem in niedrigen Auflösungen den Prozessor, in höheren Auflösungen limitiert die Grafikkarte. Das Botmatch simuliert hingegen ein Deathmatch mit Computergegnern und ist sehr CPU-lastig - ein starker Prozessor ist also ungemein wichtig. Und so zeigt sich auch hier wieder, dass es der Dothan-Prozessor auch mit einem Athlon 64 3000+ durchaus aufnehmen kann. In der niedrigsten Auflösung im Flyby-Modus kann man diesen sogar schlagen und ist in den übrigen Auflösungen nur kurz dahinter. Im Botmatch - schon immer eine Stärke der AMD-Prozessoren - muss man sich zunächst deutlicher geschlagen geben, kann aber mit zunehmender Auflösung immer weiter aufholen. Für die eine oder andere Spielepartie zwischendurch hat also auch das Asus M6800Ne genug Pferdestärken unter der Haube.
RtCW - Enemy Territory
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
|
Fällt das Asus M6800Ne in niedrigeren Auflösungen noch etwas weiter hinter das Yakumo-Notebook zurück, holt dieses in höheren Auflösungen immer weiter auf und kann seine eigenen Stärken weiter ausspielen. Im mobilen Modus belegt es eh unangefochten den ersten Platz. In der höchsten Auflösung setzt eine aktive Limitierung durch die Grafikkarte ein.
Fazit
Da wir heute neben dem Asus M68Ne auch den neuen Pentium M auf Basis des Dothan-Kerns vorgestellt haben, wollen wir das Fazit in zwei gesonderten Teilen ziehen.
Asus M68Ne Notebook:
Den Anfang macht das Notebook, das den Dothan-Prozessor beherbergte. Und so können wir nach einer Woche intensivem Alltagstest ein durchaus positives Fazit ziehen. Uns überzeugte dabei nicht nur das ansprechende Design sondern auch die gute Verarbeitungsqualität des Notebooks. Zum positiven Gesamteindruck tragen weiterhin die mobile Grafikeinheit von ATi (Mobility Radeon 9600 mit 64 MB Speicher) sowie die schnelle Festplatte mit einer Kapazität von 60 GB bei. Vor allem diese beiden Komponenten dürften in Zusammenarbeit mit der CPU einem Spieleerlebnis auf Reisen und unterwegs nicht im Wege stehen, was unsere Benchmarks bewiesen haben. Doch nicht nur in Computerspielen spielte das Asus M68Ne durchweg eine gute Rolle. Auch Office-Anwendungen liegen dem Alleskönner dank guter Tastatur, einem ordentlichen Display und einer langen Akku-Laufzeit von knapp 4 1/2 Stunden.
Lobenswert ist ebenfalls, dass das Notebook sehr modular aufgebaut ist. Dadurch kann der Käufer leicht Teile nachrüsten (Arbeitsspeicher) oder binnen weniger Minuten die Festplatte austauschen. Ganz mutige können sogar durch Herauslösen der Tastatur den Prozessor auswechseln und durch einen anderen ersetzen. Dies setzt allerdings voraus, dass man einen der spärlich frei erhältlichen Pentium M- oder Celeron M-Prozessoren für den mobilen Sockel 479 ergattert hat. Der Preis für das Straßenmodell mit 2-GHz-CPU ist allerdings nicht von schlechten Eltern. Menschen mit weniger Geld in der Portokasse sollten nach Modellen mit Dothan-Prozessor mit 1,7 oder 1,8 GHz Ausschau halten. Diese dürften mehrere hundert Euro günstiger sein, trotzdem aber noch genug Leistung bringen. Und: Es muss ja nicht immer das schnellste und beste Modell sein. Alles in allem hat sich das M68Ne unseren Hardware-Hammer redlich verdient.

Intel Pentium M „Dothan“:
Als zweites wollen wir nun dem Dothan-Prozessor ein paar Zeilen widmen. Und so können wir auch über diesen ein durchweg positives Fazit ziehen. Hatte Intel beim Pentium 4-Prozessor beim Übergang von 130 nm großen Strukturen zu 90 nm großen doch seine lieben Probleme (Stichwort: Prescott und Verlustleistung von 115 Watt), meisterte man diesen Schritt beim Dothan offensichtlich weitaus besser. Dieser verbraucht trotz größerem Cache in etwa immer noch „die gleichen Watts“ wie sein Vorgänger, der Banias. Dank der feineren Strukturen konnten man nun auch die Taktfrequenz auf 2,0 GHz anheben, was zusammen mit dem bereits erwähnten, auf zwei MB vergrößerten Cache zu einem erneuten Leistungsschub führte.
Ende dieses Jahres wird man den Pentium M nochmals beschleunigen, denn dann soll mit der Sonoma-Plattform der Frontside-Bus von 400 auf 533 MHz erhöht werden. Dass man zu diesem Zeitpunkt auch höher getaktete Prozessoren vorstellen wird, kann man als gesichert ansehen. Schon jetzt kann man aber sagen, dass es ein Dothan mit 1,8 GHz durchaus mit einem Athlon 64 2800+ bis 3000+ (je nach Umgebung und Speicher) aufnehmen kann. Und so resümieren wir, dass der Centrino-Plattform wohl auch 2004 die Welt zufüßen liegen wird. Rosige Zeiten für Intel, zumindest im Notebook-Sektor.




























