Einleitung
Notebooks gibt es mittlerweile wie Sand am Meer und eine Kaufentscheidung fällt ob dieses Produktangebotes nicht gerade leicht. Eines der größten Probleme bereitet dabei die Wahl des richtigen Prozessors. Pentium 4, Athlon 64, Pentium M, Pentium 3 oder doch lieber Celeron M? Vom schnellen und schweren Desktop-Ersatz bis hin zum kleinen, leichten Modell für unterwegs hat der Markt für seine Kunden jede erdenkliche Variante zu bieten. Doch so unterschiedlich wie die Bedürfnisse und Wünsche der Kunden, so unterschiedlich sind auch die eingesetzten Prozessoren. Wahre Stromfresser mit exorbitanten Verlustleistungen und stromsparende, leicht gekühlte Modelle teilen den Markt in zwei Seiten. Über den Sinn oder Unsinn von Desktop-Prozessoren in Notebooks möchten wir an dieser Stelle nicht eingehen, da diese Frage allein schon ganze Artikel füllen könnte.
Wir haben uns mit dem Dell Latitude D505 in diesem Test für die stromsparende Seite entschieden und werfen sowohl auf das Notebook aus dem Hause Dell als auch auf den darin verbauten Celeron M einen genaueren Blick. Kann der Celeron M trotz seines geringeren Caches im Vergleich zum Pentium M mit Banias-Kern überzeugen oder sollte man als Kunde in jedem Fall auf den großen Bruder setzen? Diese und andere Fragen werden wir versuchen in diesem Artikel zu beantworten.
Das Dell Latitude D505 ist dabei mit einem 1,3 GHz schnellen Celeron M ausgestattet, verfügt über ein 15" XGA-TFT-Display, 512 MB DDR333, 40 GByte IDE-Festplatte, DVD/CD-RW-Combo-Laufwerk, Bluetooth und integriertes Dell TrueMobile 1300 (802.11 b/g) WLAN. Als kleines Highlight liegt dem Dell Latitude D505 zudem ein Zweitakku bei, der, im Mediabay-Schacht eingesetzt, das Notebook zusätzlich zum ersten Akku mit Strom versorgen kann. Doppelte Laufzeit auf Kosten des DVD/CD-RW-Laufwerkes? Wir werden es sehen!
Das Dell Latitude D505
Technische Daten
Neben Design und Ergonomie sind natürlich die inneren Werte eines Notebooks das Wichtigste, weshalb wir zu Beginn einen Blick auf die technischen Daten des Dell Latitude D505 werfen möchten:
| Technische Daten | |
|---|---|
| Display | 15" TFT XGA-Display mit einer Auflösung von 1024x768 Pixeln bei 16,7 Mio. Farben |
| Prozessor | Intel Celeron M 1,3 GHz, 512 KB Cache |
| Chipsatz | Intel 855GME |
| Arbeitsspeicher | 512 MB PC2700 DDR SDRAM (shared) |
| Grafikkarte | Integrierter UMA-Grafik-Chipsatz Intel 855GME mit bis zu 64 MB Speicher (shared) |
| Soundkarte | Intel AC97 |
| Festplatte | Hitachi Travelstar, ATA100, 40GB, 4200 U/min |
| Optisches Laufwerk | Samsung SN-324f CD-RW/DVD-ROM 8x/24x/10x/24x |
| Kommunikation | Dell TrueMobile 1300 (802.11 b/g) WLAN, 10/100 Ethernet-LAN, TrueMobile 300 internes Bluetooth-Modul, 56K V.92-Modem |
| Mausersatz | Touchpad, zwei Tasten |
| Anschlüsse | VGA, S-Video-Ausgang, Infrarot, 2x USB 2.0, Mikrofoneingang, Kopfhörer-/Lautsprecherausgang (Stereo), Docking: 280-polig für den D/Port Advanced Port Replikator, Modem: RJ-11, Ethernet: RJ-45, 1x IEEE 1394 (4-polig), PCMCIA Typ II, Serieller Anschluss, Paralleler Anschluss |
| Akku | Hauptakku: Lithium-Ionen 53 Wh (6 Zellen) Zweitakku: Lithium-Ionen 48 Wh (6 Zellen) |
| Netzteil | 65 Watt Netzteil mit Kabelaufwicklung |
| Gewicht | 2,75 bis ~3,0 kg |
| Abmessungen | 31,8 mm x 338,4 mm x 273 mm (HxBxT) |
| Betriebssystem | Microsoft Windows XP Pro SP 1 -D- |
| Garantie | 1 Jahr Abhol- und Reparaturservice (auf drei Jahre verlängerbar), 1 Jahr Garantie auf Notebook-Akkus (nicht verlängerbar) |
Ob der technischen Daten wird schnell deutlich, wo Dell das Latitude D505 platziert wissen möchte und welche Zielgruppe ins Auge gefasst wird. Dell setzt weniger auf übermäßige Leistung als auf eine solide Grundausstattung, die jedoch wichtige Features wie Wireless LAN, Bluetooth und eine lange Akkulaufzeit, die nicht zuletzt dem Zweitakku, der unserem Modell beiliegt und gegebenenfalls im Mediabay-Schacht das CD-RW/DVD-RAM-Laufwerk verdrängen kann, zu verdanken ist. Da das Dell Latitude D505 im sehr niedrigen Preissegment angesiedelt ist, muss man auch auf eine leistungsstarke Grafikeinheit verzichten und mit Intels integrierter Lösung, die zudem den Arbeitsspeicher des Systems mitbenutzt und so zusätzlich belastet, vorlieb nehmen. Die mobile Kommunikation steht beim Latitude D505 eindeutig im Vordergrund, so dass sich Dell mit diesem Modell weder an eingefleischte Spieler noch an CAD-Anwender mit dem Hang zu hohen Auflösungen wendet. Mit 1024x768 Pixeln leistet das Display deutlich weniger als viele seiner Genre-Kollegen. Beim Arbeitsspeicher kommen 512 MB PC2700 zum Einsatz, die sich das System und die Grafik teilen müssen. Maximal 64 MB lassen sich für Intels integrierte Grafik reservieren.



Abstriche sind somit bei der Auflösung, der Grafikleistung und dem Prozessor zu machen. Doch wie groß sind gerade die Leistungseinbußen des Celeron M im Vergleich zum Pentium M? Dies werden wir versuchen im weiteren Verlauf zu klären. Positiv fällt das Dell Latitude D505 aus technischer Sicht durch die Kommunikationsvielfalt auf. Infrarot, Wireless LAN, Ethernet, Modem und Bluetooth sind für das Notebook keine Fremdworte sondern warten im täglichen mobilen Leben auf ihren Einsatz. Ganz klar auf die Firmenkäufer abgestimmt, musste das Dell Latutide D505 zeigen, was in ihm steckt.
Der Celeron M
Intels „Centrino Mobile Technology“ hat sich in der Welt der Notebooks innerhalb kürzester Zeit einen sehr guten Namen gemacht. Doch was, wenn nicht immer „Centrino“ drauf steht, aber fast drin ist? Ein neuer mobiler Prozessor, den Intel am 5. Januar vorgestellt hat, der von den meisten noch völlig unbeachtet sein Dasein auf dem Markt verbringt, von den Herstellern jedoch immer mehr in besonders preiswerte und funktionale Notebooks eingebaut wird, darf sich im Zusammenspiel mit den anderen Komponenten der „Centrino Mobile Technology“ zwar nicht als diese ausgeben, liefert aber fast dasselbe Ergebnis?! Oder doch nicht?
Der Celeron M, der kleine Bruder des Pentium M mit Banias-Kern, zielt eben auf dieses preiswerte Marktsegment, da er nur geringfügig weniger Leistung zu einem deutlich günstigeren Preis bieten soll.
Bisher kennt man die Bezeichnung Celeron im mobilen Sektor lediglich unter der Flagge des „Mobile Celeron“, mit dem der Celeron M auf Basis des Banias jedoch gar nichts mehr gemein hat, da für ihn eine komplett andere Architektur als Grundlage herhalten musste. Basiert der „Mobile Celeron“ auf dem Northwood-Kern und steht somit in Beziehung zum Pentium 4-M, basiert der Celeron M gerade auf derselben Architektur, die auch schon dem Pentium M zum Durchbruch verholfen hat.
Der größte Unterschied zwischen dem Pentium M und Celeron M ist mit der Größe des L2-Cache auch schnell beantwortet. Statt einem Megabyte, das dem Pentium M als L2-Cache zur Verfügung steht, muss der Celeron M sich mit 512 KB L2-Cache begnügen. Dies schlägt sich natürlich auch im Preis nieder. Ein weiterer Unterschied ist in der Stromspartechnologie zu suchen. Die „Enhanced Speedstep“-Technologie ist dem Celeron M nämlich leider fremd, was zu einer schlechteren Akkulaufzeit und höherer Wärmeentwicklung frühen könnte. Auch der Power-Modus „Deeper Sleep“ wird lediglich vom Pentium M unterstützt. In diesem liegt der Verbrauch bei weniger als einem Watt. Der Celeron M kennt lediglich „Deep Sleep“, bei dem die Prozessorspannung gegenüber „Deeper Sleep“ etwas höher ist. Er verbraucht so bei Belastung immer bis zu 25 Watt, auch wenn die Auslastung nicht bei 100 Prozent liegt. Der Pentium M kann hier auf etwa 7 Watt herunterschalten, Speedstep sei dank. Eigentlich würde man denken, dass der Celeron M aufgrund seines geringeren L2-Caches auch weniger Strom verbrauchen sollte. Doch da der Pentium M ungenutzte Bereiche des L2-Caches deaktiviert und immer nur schrittweise 32 KB, wenn sie denn benötigt werden, wieder aktiviert, kann der Celeron M hieraus auch keinen pauschalen Vorteil ziehen. Vorteile für den Celeron M sind somit nur dann zu erwarten, wenn der L2-Cache dauerhaft komplett genutzt wird und somit den maximalen Strom aufnimmt.
Momentan befindet sich der Celeron M mit 1,20, 1,30, 1,40 und 1,50 GHz auf dem Markt. Alle Modelle benötigen eine Betriebsspannung von 1,356 Volt. Auch das neue Modell mit 1,50 GHz besitzt eine Thermal Design Power (TDP) von maximal 24,5 Watt. Der Ultra-Low-Voltage Celeron M befindet sich sowohl mit 800 als auch mit 900 MHz auf dem Markt und benötigt eine Betriebsspannung von 1,004 Volt. Intel gibt die Thermal Design Power dieser Modelle mit sieben Watt an.
Der Celeron M wird ebenso wie der Pentium M (Banias) im 130 nm Verfahren hergestellt und ist über einen 400 MHz schnellen Frontside-Bus (QDR) mit dem System verbunden. Micro-op-Fusion, eine zeitweise Kodierung und damit Verkleinerung mehrerer Befehle zu einem, trägt zu Leistungsgewinn und Energieersparnis bei. Der gleiche Effekt geht von einer verbesserten Sprungvorhersage (Advanced Branch Prediction) aus, unnötige Befehlswiederholungen werden dadurch reduziert. Diese und weitere Verfahren und Komponenten der Centrino-Technologie verfolgen unter anderem das Ziel einer achtstündigen Akkulaufzeit.
| Modell | Intel Pentium M (Banias) |
Intel Celeron M (Banias) |
Intel Pentium M (Dothan) |
|---|---|---|---|
| Sockel | 479 | 479 | 479 |
| Taktfrequenz | 1,30 - 1,7 GHz | 1,20 - 1,50 GHz | 1,7 - 2,0 GHz |
| Frontside-Bus | 400 MHz | 400 MHz | 400 MHz |
| Fertigungsprozess | 130 nm | 130 nm | 90 nm |
| Transistoren | 77 Millionen | 77 Millionen | 140 Millionen |
| CPU-Kern | Banias | Banias | Dothan |
| DIE-Größe | 82,8 mm² | 82,8 mm² | 83,6 mm² |
| L1-Cache | 2 x 32 KB | 2 x 32 KB | 2 x 32 KB |
| L2-Cache | 1 MB | 512 KB | 2 MB |
| VCore | 1,388 - 1,484 Volt | 1,356 Volt | 1,276 - 1,340 |
Dass die Größe des DIEs (Prozessorkern) beim Pentium M (Banias) und Celeron M identisch ist, ist keinesfalls ein Fehler im Diagramm, sondern beruht lediglich auf der Tatsache, dass beim Celeron M Teile des CPU-Kerns schlichtweg deaktiviert werden. Übersteht ein Pentium M beispielsweise aufgrund fehlerhafter Teile im L2-Cache die Qualitätskontrolle nicht, wird der L2-Cache zur Hälfte und die Speedstep-Einheit komplett deaktiviert, so dass man einen Celeron M erhält. Physikalisch sind diese Bereiche auf dem CPU-Kern somit nach wie vor vorhanden, werden nur nicht mehr genutzt.
Wer noch etwas mehr über die Intel „Centrino Mobile Technology“ erfahren möchte, kann zudem einen Blick in unseren Artikel zum IDF 2003 [1] werfen.
Lieferumfang
Das Latitude D505 von Dell zielt auf den Businessnutzer, der beim Notebook-Kauf auf den Preis achtet, aber dennoch seine tägliche Arbeit auf dem Notebook auch unterwegs erledigen möchte. Dementsprechend gestaltet sich der Lieferumfang. Unser getestetes Modell geht in einigen Punkten über die Grundausstattung hinaus. Dies treibt natürlich den Preis in die Höhe, auf den wir später noch eingehen werden.
- Latitude D505 Notebook
- Netzteil
- Zweitakku
- Modem-/Telefonkabel und Stecker
- CDs:
- Roxio Easy CD Creator 5.3.4 SP8 Basic
- System Software (Treiber und Diagnostic Tools)
- WinDVD 4.0
- Windows XP Professional inklusive SP1
Der beiliegende Zweitakku für den Mediabay-Schacht kostet 140,- Euro Aufpreis. Für eine Docking-Station, die das Notebook zu einem Desktop-PC-Ersatz machen soll, sind 159,-Euro auf den Tisch zu legen. Das Aufrüsten von 256 auf 512 MB Arbeitsspeicher ist ebenso wenig kostenlos wie das integrierte Bluetooth-Modul. Die Orientierung an den Businesskunden wird schon bei der Wahl des Betriebssystems deutlich. Statt auf Windows XP Home Edition, welches normalerweise bei den meisten Herstellern den Notebooks beigelegt wird, setzt Dell auf Windows XP Professional.
Design und Ergonomie
Auch beim Design betont Dell die funktionale Orientierung. Schlicht in „Moonlight Silver“ gehalten, rangt sich ein Kunststoffgehäuse um eine Magnesiumlegierung. Doch hier setzt unser erster Kritikpunkt an. Das Gehäuse erscheint uns nicht steif genug. So reicht ein kleiner Druck an der Rückseite des geschlossenen Notebooks aus, um das Display zwischen den Scharnieren sichtbar herunterzudrücken. Auch die Tastatur saß etwas locker im Gehäuse und klapperte in der unteren linken Ecke etwa beim Druck auf die Umschalttaste hörbar.
Das Display ist - anders als bei vielen Notebooks - etwas nach hinten in den Deckel hinein versetzt. Durch große Gummistreifen soll das Aufliegen des Displays auf der Tastatur verhindert werden, damit sich keine sichtbaren Spuren auf der Beschichtung des Displays einstellen. Ein erstrebenswertes Ziel, das der Optik unserer Meinung nach jedoch einen kleinen Abstrich bringt.



Das 15“-TFT-Display ist gut ausgeleuchtet und angenehm hell, bietet jedoch lediglich eine native Auflösung von 1024x768 Pixel. Auch in Office-Anwendungen halten wir eine höhere Auflösung selbst bei einem 15“ Display durchaus für wünschenswert. Doch hier muss man nun mal einen Kompromiss zwischen Preis und Leistung eingehen.
Die Anordnung der 88 Tasten umfassenden Tastatur entspricht weitestgehend den Standards. Auch die Anordnung der Anschlüsse ist gut gelöst. Bis auf die Audioanschlüsse, Firewire, Infrarot und den PCMCIA-Slot sind alle Anschlüsse an die Rückseite des Latitude D505 verbannt worden. Dies entspricht der Norm. Einen PS/2-Anschluss bietet das Dell Latitude D505 nicht. Von anderen Notebooks kennt man eine kleine Abdeckklappe über die Anschlüsse an der Rückseite des Notebooks. Diese fehlt dem Latitude D505 leider, so dass die Anschlüsse nicht vor Verschmutzungen geschützt sind.



Der Mediabay-Schacht nimmt entweder das CD-RW/DVD-ROM-Laufwerk, ein gewöhnliches CD-ROM-Laufwerk oder aber auch den unserem Modell beiliegenden Sekundärakku auf, der wohlgemerkt simultan zum primären Akku benutzt werden kann. Die Akkulaufzeit lässt sich so auf Kosten des optischen Laufwerkes nahezu verdoppeln, ohne dass das Notebook zu einem Neustart gezwungen wird. Diesem Umstand schließt sich jedoch ein weiterer kleiner Kritikpunkt an. So gut die Status-LEDs des Latitude D505 auch platziert sind, da man sie auch beim geschlossenen Display problemlos von außen ablesen kann, so schade ist es, dass über diese LEDs nicht der Zustand des sekundären Akkus ersichtlich ist. Wird der Primärakku aufgeladen, so sieht man dies über eine LED rechts oben am Notebook. Sobald der Primärakku aufgeladen ist, wechselt die Farbe der LED auf gelb, auch wenn der Sekundärakku noch nicht vollständig aufgeladen ist.
Der Primärakku bietet zudem an der Unterseite des Notebooks leicht zugänglich mehrere LEDs, die über die Kapazität des Akkus Auskunft geben, ohne dass man das Notebook anschalten muss. Fünf LEDs geben so prozentualen Ausdruck über den Ladezustand.



Positiv fällt vor allem für unterwegs auf, dass das Netzteil zugleich als Kabelrolle für das Strom- und Anschlusskabel dient. Lästiger Kabelsalat gehört so nicht nur in der Notebooktasche der Vergangenheit an.
Der Verschluss des Displays ist nach wie vor Dell-typisch gehalten. Optisch vielleicht nicht jedermanns Sache, bietet er jedoch einen sicheren Halt. Beim Öffnen kann ein nicht ganz mittiger Druck jedoch zu einem leichten Verkanten des Verschlusses führen.
Ein deutlicher Hinweis im Handbuch weist zwar auf die Gefahr der Überhitzung durch verdeckte Lüfterschlitze hin, dennoch ist die Anordnung der Lüfter Ein- und Auslässe beim Dell Latitude D505 nicht gut gelöst. Die Lüfteröffnungen liegen an der Unterseite des Notebooks, so dass man es nicht auf weichen Unterlagen oder in Aktentaschen betreiben sollte. Ein gemütliches Arbeiten auf dem Sofa oder im Bett könnte so schnell zu einer Überhitzung des Gerätes führen. Dieses Verhalten kennt man bereits von einigen Modellen anderer Hersteller, die sich mitten im Betrieb plötzlich wegen Überhitzung abschalten.



Das Dell Latitude D505 verfügt über zwei Speichersteckplätze, die, wie bei Notebooks üblich, leicht über die Unterseite erreichbar sind. An der Kommunikationsvielfalt des Latitude D505 gibt es bei der uns vorliegenden Variante nichts auszusetzen.
Leistungswerte
In unseren Leistungsmessungen ging es uns vor allem um den Vergleich zwischen Pentium M und Celeron M. Dass man mit der integrierten Intel Extreme Graphics 2 des Intel 855GME-Chipsatzes bei aktuellen Spielen und 3D-Anwendungen keine Höchstleistungen erreichen kann, war bereits vor dem ersten Benchmark klar, so dass wir uns bei der Grafik auf einige exemplarische Werte beschränken werden. Diese werden aufzeigen, dass es wenig Sinn macht, mit der integrierten Grafik aktuelle Spiele auszuführen. Als Vergleich, dass es auch bei einem Notebook in Sachen Grafik flotter zur Sache gehen kann, diente uns das Samsung P30 XVM 1500 mit Intel Pentium M 1500 MHz und Mobility Radeon 9200 (M9).
Synthetische und Applikationsbenchmarks
Den Anfang machen wir mit SiSoft Sandra 2004 SP1 [2]. Durch diesen Benchmark erhoffen wir uns vor allem Auskünfte über die Leistungsfähigkeit des Intel Celeron M zu gewinnen.
Sisoft Sandra 2004 SP1 - Arithmetic
Angaben in Punkten
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Sisoft Sandra 2004 SP1 - Multimedia
Angaben in Punkten
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Sisoft Sandra 2004 SP1 - Speicher
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
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Der Leistungsvorteil des Pentium M mit 1500 MHz in Form des Samsung P30 läßt sich rechnerisch fast 1:1 durch seinen Takt begründen. Die Ergebnisse stehen somit in etwa demselben Verhältnis wie die beiden Taktraten unserer Probanden zueinander.
Die Unterschiede beim Speicherdurchsatz lassen sich natürlich leicht durch die integrierte Grafik des Dell Latitude D505 begründen. Und obwohl es diesen großen Nachteil in sich birgt, kann es dennoch beim Speicherdurchsatz überzeugen, da es auf DDR333 setzt und so nötige Reserven offen hält. Das Samsung P30 setzt hier - genau Intels Spezifikationen des eingesetzten 855PM-Chipsatzes folgend - lediglich auf DDR266.
Synthetische und Applikationsbenchmarks (Fortsetzung)
Weiter geht es mit dem PC Mark 04 [3] in der Version 1.10. Dieses Benchmarkprogramm aus dem Hause Futuremark misst die Leistung eines Systems in verschiedenen Untergruppen und ist somit besonders gut für das Testen von Komplettrechnern, wie zum Beispiel Notebooks, geeignet.
PC Mark 04
Angaben in Punkten
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Beim CPU-Test kann der Pentium M seinen Taktvorteil von 200 MHz nicht 1:1 in ein besseres Ergebnis ummünzen. Die Differenzen hierbei sind jedoch erneut sehr gering. Bei der Grafik kann das Samsung P30 erwartungsgemäß punkten und lässt das Latitude D505 deutlich hinter sich. Positiv fällt die Leistung der Hitachi Travelstar des Latitude D505 auf. Mit den 40 GB kann die 60 GB Festplatte des Samsung P30, übrigens ebenfalls ein Mitglied der Hitachi Travelstar-Familie, nicht ganz mithalten.
3DMark 03
Angaben in Punkten
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Der 3DMark03 liefert natürlich ein wenig aussagekräftiges Bild, kann das Latitude D505 hier aufgrund seiner nicht ganz dem Benchmark entsprechenden Grafikeinheit doch lediglich einen einzigen Test absolvieren. Und auch wenn das Samsung P30 den 3DMark03 weit besser meistert, kann man aus den erreichten Punkten keinerlei Relation zur Leistung der beiden Notebooks gerade im Alltag-Betrieb schließen. Das Latitude D505 richtet sich ganz klar an den Business-Kunden, der eben keinen Wert auf eine schnelle und leistungsfähige Grafikeinheit legt.
3DMark 03 - Wings Of Fury
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Der Teiltest „Wings Of Fury“ des 3DMark03 soll jedoch noch einmal auf den Unterschied der integrierten Intel Extreme 2 Grafik und ATIs Mobility Radeon 9200 eingehen. Reicht Intels integrierte Lösung nicht einmal in diesem Test für eine flüssige Darstellung, zaubert ATIs M9 ein ruckelfreies Bild auf den TFT. Auf die Grafikleistung werden wir jedoch noch einmal mit einem echten Spieletitel eingehen.
Synthetische und Applikationsbenchmarks (Fortsetzung)
Da der 3DMark03 der integrierten Grafik des Latitude D505 zu viel zugemutet hat, möchten wir als weiteren Vergleich den 3DMark2001 heranziehen.
3DMark 01
Angaben in Punkten
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Auch wenn die Leistung des Latitude D505 im 3DMark2001 deutlich besser ist, reicht sie natürlich bei weitem nicht an die Lösung des Samsung P30 heran.
3DMark 01 - Game 1 Car
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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3DMark 01 - Dragothic
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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3DMark 01 - Lobby
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Die Auflistung der einzelnen Game-Tests zeigt, dass mit dem Latitude D505 - wenn überhaupt - nur ein Spielen unter niedrigen Einstellungen möglich ist. ATIs Radeon Mobility 9200 kann hingegen durchaus für das ein oder andere Spielchen zwischendurch herhalten.
Doch wenden wir uns den für die angestrebte Zielgruppe recht uninteressanten theoretischen Spielebenchmarks wieder ab und kommen zu dem wohl interessantesten Aspekt eines jeden Notebooks, der Akkulaufzeit.
Ziff Davis BatteryMark
Angaben in Stunden, Minuten
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Das Dell Latitude D505 besitzt einen Primärakku mit einem Rating von 11,1 Volt und 4800 mAh. Der Primärakku des Samsung P30 verfügt hingegen über ein Rating von 14,8 Volt und 4400 mAh.
Obwohl im Latitude D505 lediglich ein Celeron M mit 1300 MHz steckt, das Samsung P30 jedoch über einen Pentium M mit 1500 MHz verfügt, gewährleistet das Dell Latitude D505 mit dem Primärakku lediglich eine Arbeitszeit von 2:37 Stunden. Das Samsung P30 schafft hier bereits 3:45 Stunden. Hierbei sei jedoch erwähnt, dass bei beiden Notebooks Wireless LAN, Infrarot und Ethernet aktiviert waren, auch wenn sie im BatteryMark nicht genutzt werden. Allerdings war es nicht unser Ziel die maximale Akkulaufzeit zu ermitteln, sondern diejenige, welche im Alltagsbetrieb auch realisiert wird. Die Displays wurden auf einen hellen und möglichst vergleichbaren Wert gestellt.
Deaktiviert man einzelne Funktionen des Notebooks oder ist das Arbeitsverhalten ein anderes als im BatteryMark zugrunde gelegt, lassen sich mit beiden Modellen ohne Probleme längere Akkulaufzeiten erreichen.
Verzichtet man beim Dell Latitude D505 auf das optische Laufwerk und ersetzt dieses durch den für 140,- Euro erhältlichen Zweitakku für den Mediabay-Schacht, erhöht sich die Akkulaufzeit auf 5:03 Stunden. Für den mobilen Einsatz macht es demnach durchaus Sinn, diese Mehrinvestition zu tätigen, wenn man auf ein optisches Laufwerk verzichten kann und lange Zeit ohne externe Stromversorgung auskommen möchte oder muss.
Der Pentium M bietet somit aus den in diesem Artikel bereits geschilderten Gründen [4] eine deutlich bessere Akkulaufzeit, die manchen Käufer eventuell doch zu einem Pentium M greifen lässt. Die zweite und durchaus sinnvolle Variante ist natürlich die Wahl auf einen zweiten Akku, der am besten wie beim Dell Latitude D505 simultan betrieben werden kann, dann jedoch das Gewicht des Notebooks erhöht.
Spielebenchmarks
Beliebt bei Jung und Alt gehören natürlich auch Spiele zum Testrepertoire. Bei diesem Test fiel dieser Abschnitt jedoch etwas kürzer aus als sonst, da bereits im Vorfeld klar war, dass Intels Extreme Graphics 2 kein sinnvolles Spielen ermöglichen wird. Aus diesem Grund haben wir uns exemplarisch für Unreal Tournament 2003 entschieden. Das Botmatch ist dabei sehr viel CPU limitierter als der Flyby-Modus, so dass beide Test in zwei Auflösungen durchgeführt wurden.
Unreal Tournament 2003 - Flyby
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Auch in 800x600 reicht die Leistung des Latitude D505 bzw. der integrierten Grafik nicht aus, um durchgehend ein ruckelfreies Bild auf den Monitor zu werfen. Das Samsung P30 mit Radeon Mobility 9200 überzeugt hier schon eher. Auch in 1024x768 reicht beim Samsung P30 die Leistung noch aus, um durchschnittlich nahezu 55 Bilder pro Sekunde zu erzeugen.
Unreal Tournament 2003 - Botmatch
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Das Botmatch liefert erfahrungsgemäß weniger Bilder pro Sekunde als der Flyby-Modus und so muss über die Leistung des Latitude D505 in diesem Benchmark wohl nichts mehr gesagt werden.
Fazit
Dell Latitude D505
Bevor wir mit dem Fazit des Dell Latitude D505 beginnen, sollten wir noch ein paar Worte über den Preis des Gerätes verlieren. So liegt der Preis für das Latitude D505 in der preiswertesten Ausstattungsvariante mit Celeron M 1,2 GHz, 14,1" Display, 256 MB Speicher, CD-ROM Laufwerk und ohne Wireless LAN, Bluetooth und Sekundärakku für den Privatanwender derzeit bei 1047,24 Euro (inkl. MwSt). Das uns vorliegende Modell mit Celeron M 1,3 GHz, 15" Display, Wireless LAN, Bluetooth, 512 MB Arbeitsspeicher, CD-RW/DVD-RAM Laufwerk und Sekundärakku bei 1.505,44 Euro (inkl. MwSt.). Doch ist dieser Preis gerechtfertigt? Natürlich erzielt man dank des Sekundärakku eine sehr gute Akkulaufzeit, doch würde ein Pentium M Modell mit einem zusätzlichen Akku einen noch besseren Wert erreichen. Zum Vergleich: Das Samsung P30 mit Pentium M 1,5 GHz, 60 GB Festplatte, 15" SXGA-Display mit 1400 x 1050 Pixeln, Wireless LAN gemäß Intels Centrino Mobile Technology, ATI Radeon Mobility 9200, 512 MB Speicher, Infrarot, DVD-Super-Multi Brenner, der auch DVD-RAM schreiben kann, und Windows XP Home kostet derzeit etwa 1600 Euro.
Das Dell Latitude bietet zwar jede nur erdenkliche Kommunikationsmöglichkeit und ist für den Business-Alltag bestens gerüstet, dennoch konnte uns das Gehäuse nicht hunderprozentig überzeugen. Es erschien nicht starr genug und bot der Tastatur zu viel Spiel, so dass diese zu einem leichten Klappern neigte. Auch die Anordnung der Lüfterschlitze an der Unterseite ist bei einer Benutzung auf weichen Unterlagen nicht optimal gelöst und kann zur Überhitzung des Systems führen. Die Performance geht für ein Business-Notebook in Ordnung, Abstriche müssen hier natürlich in Sachen Grafikleistung gemacht werden, die einen gelegentlichen Ausflug in die Welt der 3D-Spiele fast gänzlich zu Nichte macht. Positiv fallen somit das schlichte Design, die sehr gute Akkulaufzeit unter Verwendung des 160,- Euro teuren Sekundärakkus und die sehr guten drahtlosen Verbindungsmöglichkeiten auf. Auch die Lüfterlautstärke gab keinen Grund zu Kritik. Die Lüfter schalten sich bei länger andauernder Last ein, sind dann zwar hörbar aber nicht unangenehm laut. Nach kurzer Kühlphase schalten sie sich wieder aus und das Notebook verrichtet seinen Dienst fast unhörbar. Für ein Notebook, das man immer und überall bei sich haben möchte, ist das Dell Latitude D505 jedoch etwas zu klobig und unhandlich.
Dass man auch ohne den begehrten Centrino Aufkleber, den man nur erhält, wenn auch die Freiheit des 802.11-Funknetzwerk-Standards mit Intel-Hardware realisiert wird, ein sehr gutes Gesamtpaket mit dem Celeron M schnüren kann, hat uns Dell mit dem Latitude D505 gezeigt. An drahtlosen Kommunikationsmöglichkeiten muss es auch ohne Centrino-Sticker nicht mangeln, schließlich bieten genügend andere Hersteller Wireless LAN-Module an, die ihren Zweck ebenso erfüllen.
Auch an dieser Stelle können wir niemandem die Entscheidung abnehmen, hoffen jedoch unsere Eindrücke im Verlauf des Artikels klar geschildert zu haben. Äußert positiv fällt natürlich die leichte Konfiguration des Wunschsystems über die Homepage von Dell [5] auf. Das Dell Latitude D505 [6] kann dort in jeder nur erdenklichen Variante bestellt und den eigenen Bedürfnissen angepasst werden. Vom Display über den Prozessor, Speicher, Akku und Laufwerke kann jedes Ausstattungsmerkmal des Notebooks individuell angepasst werden. Der daraus resultierenden Preis wird sofort angepasst, so dass man ihn bei all den Möglichkeiten nicht aus den Augen verliert.
Celeron M
Der Celeron M kann in vielerlei Hinsicht überzeugen. So muss man, wenn man sich statt des Pentium M für den Celeron M mit halbiertem Cache und fehlender Speedstep-Technologie entscheidet, zwar kaum auf Leistung, da diese in alltäglichen Anwendungen fast immer in Augenhöhe mit dem Pentium M liegt, jedoch auf maximale Mobilität und längere Akkulaufzeit verzichten. Geringes Gewicht gepaart mit sehr guter Mobilität und langer Akkulaufzeit bietet dann eben doch nur der Pentium M. Der auf 512 KB halbierte Cache des Celeron M macht sich im Alltag bei herkömmlichen Office-Anwendungen natürlich kaum bemerkbar. Allerdings lassen sich selbstverständlich auch hier Anwendungen und Bedingungen finden, in denen der Pentium M aufgrund seines großeren Caches dann doch deutlich schneller sein wird.
Die kürzere Akkulaufzeit, die sich durch das Fehlen der Speedstep-Technologie leider negativ bemerkbar macht, kann gegebenenfalls durch einen Sekundärakku wieder ausgeglichen werden, dessen Preis in etwa doppelt so hoch ist wie Preisunterschied zwischen Celeron M (1,3 GHz) und Pentium M (1,4 GHz). Hierdurch lässt sich die Akkulaufzeit eines Pentium M Modells dann auf Kosten des Gewichts und eines optischen Laufwerks aber deutlich übertreffen. Ein Pentium M mit Zusatzakku wäre der (fast) unschlagbare Langläufer. Im Allgemeinen empfiehlt es sich daher - sofern der Preisunterschied beim Notebookhersteller der eigenen Wahl nicht all zu groß ist - von vornherein auf den vollwertigen Pentium M mit Speedstep zu setzen.



