ComputerBase

Test: Schenker XMG7 (17") mit GeForce 9800M GTX

von Wolfgang Andermahr

Einleitung

PC-Spieler halten sich normalerweise einen Desktop-PC, da es für diesen die leistungsstärksten Komponenten gibt. Problematisch wird es erst, wenn man zum Beispiel des Öfteren unterwegs ist und nichtsdestotrotz gelegentlich ein Spiel spielen möchte. Denn viele Laptops sind mit einer integrierten Grafikeinheit ausgerüstet, die für eine 3D-Anwendung viel zu leistungsschwach ist. Diese Geräte haben dann jedoch meist andere Vorteile, wie ein geringes Gewicht und eine hohe Akkuleistung.

Alternativ gibt es aber eben auch Laptops, die bezüglich der Performance den Desktop-Kumpanen nur gering nachstehen, dafür allerdings die Vorteile der kleineren Geräte nicht mehr aufweisen können. Für einen Spieler führt dennoch kein Weg an diesen Laptops vorbei, muss die Nachteile dann jedoch in Kauf nehmen. Diese ausgewachsenen Laptops sind dafür auch als komplettes Desktop-Replacement-System geeignet und können somit einen Desktop-PC gänzlich ersetzen.

In diesem Artikel wollen wir uns den leistungsstarken Laptops widmen und haben dementsprechend ein 17-Zoll-Gerät geordert, das erst beweisen muss, ob die Spieleleistung wirklich der eines Desktop-PCs in Nichts nachsteht. Hierfür greifen wir auf den Hersteller Schenker-Notebook [1] zurück, da es dort möglich ist, den tragbaren Rechner mehr oder weniger frei nach Wunsch zu konfigurieren, was leider nur wenige Hersteller anbieten.

Schenker XMG7 zugeklappt
Schenker XMG7 zugeklappt

Schenker-Notebook hat uns freundlicherweise ein Exemplar des „XMG7“ mit einem 17-Zoll-Monitor für einen Test zur Verfügung gestellt, das wir nach unseren eigenen Wünschen konfiguriert haben. Wir werden das Gerät auf den folgenden Seiten vorrangig auf die Spiele-Performance hin testen, möchten aber nichtsdestotrotz auch andere wichtige Kriterien wie beispielsweise Lautstärke und Akkulaufzeit nicht außer Acht lassen.

Bei diesem Artikel handelt es sich um den ersten seiner Art auf ComputerBase. Dementsprechend bitten wir um Kritik sowie Verbesserungsvorschläge unserer Leser, sodass wir folgende Tests besser gestalten können. Das Feedback kann wie gewohnt unter dem Punkt „Kommentieren“ im Forum abgegeben werden.

Impressionen

Schenker XMG7

Das „Schenker XMG7“-Notebook richtet sich primär an die Zielgruppe der Spieler und ist auf der Homepage dementsprechend unter der Kategorie „Big Screen Gaming“ zu finden. Das Gerät kommt generell mit einem 17-Zoll-Display daher und ist in der günstigsten Konfiguration für 1.111 Euro zu erwerben. Wir haben es für die eigenen Ansprüche entsprechend angepasst, was den Kaufpreis auf stolze 1.866 Euro ansteigen lässt. Positiv hervorheben muss man neben den großzügigen Konfigurationsmöglichkeiten ebenfalls die schnelle Lieferung. Trotz des notwendigen Zusammenbaus war das Gerät innerhalb von wenigen Tagen in unserem Testlabor angekommen.

Das XMG7 kommt in einem recht massiv wirkenden Kunststoff-Gehäuse in einer schwarzen Farbe daher und macht auf den ersten Blick deutlich, dass die Priorität bei der Entwicklung auf Performance und nicht auf Mobilität gelegen hat. Das Notebook bringt etwas mehr als vier Kilogramm auf die Waage und ist an der Displayhalterung etwa 5,5 cm dick. An der Vorderseite sind es noch 4,5 cm. Die Verarbeitungsqualität ist zwar keine Referenz, aber dennoch ordentlich.

Am Gehäuse kann man insgesamt drei USB-Geräte anschließen, wobei es zusätzlich einen Mini-FireWire-, einen eSATA-, einen LAN-, einen Modem-, einen DVB-C- und einen 7.1-Sound-Anschluss inklusive Mikrofonbuchse aufweist. Einen externen Monitor kann man per DVI oder gar per HDMI ansteuern – sehr löblich. Ein Express-Card-Slot und 7in1-Card-Reader runden die Ausstattung ab.

Die Tastatur kommt auf dem XMG7 inklusive Nummernblock daher und fällt in der Praxis durch einen angenehmen Druckpunkt auf. Sämtliche Tasten lassen sich gut bedienen, was ein fehlerfreies Schreiben ermöglicht. Das Touchpad hinterließ im ersten Augenblick einen etwas eigensinnigen Eindruck, was sich nach einer kurzen Eingewöhnungsphase aber gelegt hat. Jedes mobile Gerät kommt mit einem unterschiedlichen Touchpad daher, an welches man sich zuerst gewöhnen muss. Auch hier geht die Bedienung mitsamt zweier „Maustasten“ gut und leicht von der Hand. Zwischen den Maustasten findet man einen Fingerprint-Reader, mit dem man das Notebook zum Beispiel sperren kann.

Das integrierte Boxensystem klingt, wie man es von einem Laptop gewohnt ist, wenig spektakulär und blechern. Das ist auf dem engen Raum aber wohl kaum zu verhindern, weswegen man die integrierten Boxen nur als Notlösung benutzen sollte. Ein integriertes „SRS Wow“-System soll dennoch einen Raumeindruck erzeugen.

Der 17-Zoll-Monitor kommt mit einer Auflösung von 1900 x 1200 daher und ist in unserer Version verspiegelt. Das hat den Vorteil, dass die Farben bei der Multimedia-Wiedergabe kräftiger und strahlender sind, und den Nachteil, dass man das Notebook nicht mit der Sonne im Rücken betreiben sollte. Dann sieht man nämlich eher seinen eigenen Kopf als den Bildschirminhalt. Alternativ kann man ohne einen Aufpreis auf eine „Non-Glare-Variante umsteigen. Das Gerät fühlt sich aber ohnehin in dunkleren Räumen wohler, da die maximale Helligkeit nicht unbedingt hoch ist. Für den Einsatz in der freien Natur ist das XMG7 also eher weniger geeignet.

Davon abgesehen ist die Ausleuchtung des Displays gut gelungen und recht gleichmäßig. Beim seitlichen Blick auf das Display sind jedoch recht schnell Farbveränderungen zu erkennen. Über dem Monitor ist eine 2-Megapixel-Webcam installiert. Schenker liefert das XMG7 mit einem 8-Zellen-Akku mit 4400 mAh aus, der nach eigenen Angaben etwa 2,5 Stunden durchhalten soll. Dies kann je nach Hardwarekonfiguration aber schwanken. Das mitgelieferte Netzteil gibt maximal 120 Watt ab.

Wahlweise kann das Notebook mit oder ohne Betriebssystem bestellt werden, wobei man sich zwischen Windows XP und Windows Vista (32 Bit oder 64 Bit) entscheiden kann. Die Installation des Betriebssystems inklusive aktueller Treiber kostet 20 Euro Aufpreis. Eine 24-Monate-Garantie inklusive Abholservice ist im Kaufpreis inbegriffen. Bei Bedarf kann man diese für zusätzliche 160 Euro auf 36 Monate verlängern.

Die anderweitige Ausstattung unseres Testexemplars haben wir in einer Tabelle abgebildet. Diese kann teilweise nach den eigenen Wünschen geändert werden. So ist zum Beispiel eine Quad-Core-CPU, eine andere Grafikkarte oder ein größerer Speicher kein Problem. Der mobile Rechner kann auf der Webseite von Schenker-Notebook [2] einfach konfiguriert werden.

Notebook Schenker
XMG7
XMG7
Standard
Display 17" WUXGA Aktiv Matrix Glare 17" WUXGA Aktiv Matrix Glare
– Auflösung 1920x1200 Pixel 1920x1200 Pixel
CPU Intel Core 2 Duo T9800 Intel Core 2 Duo T6400
– Takt, Kerne 2,93 GHz, 2 Kerne 2,0 GHz, 2 Kerne
Grafikkarte Nvidia GeForce 9800M GTX Nvidia GeForce 9800M GTS
– Taktraten 540/1.512/800 MHz ?/?/?
– Speicher 1.024 MB GDDR3 512 MB GDDR3
Hauptspeicher 4.096 MB (2x 2.048) DDR3 1.024 MB (1x 1.024) DDR3
– Takt 1.066 MHz 1.066 MHz
Festplatte Seagate 250 GB mit 7.200 U/min Seagate 250 GB mit 5.400 U/min
Audio 7.1 HD-Audio 7.1 HD-Audio
DVD/Blu-ray DVD-Brenner DVD-Brenner
WLAN Intel 5100AGN (802.11n) X
Netzteil 120-Watt-Netzteil 120-Watt-Netzteil
Akku 8-Zellen-Akku mit 4400 mAh 8-Zellen-Akku mit 4400 mAh
Betriebssystem Windows Vista 64-Bit X
Garantie 24 Monate mit Pick-Up 24 Monate mit Pick-Up
Preis 1.866 Euro 1.111 Euro

Vergleichssystem

Vergleichssystem zum Laptop:

Benchmarks

Folgende Benchmarks kamen während unseres Tests zum Einsatz:

Nach sorgfältiger Überlegung und mehrfacher Analyse selbst aufgenommener Spielesequenzen sind wir zu dem Schluss gekommen, dass die Qualität der Texturfilterung auf aktuellen ATi- und Nvidia-Grafikkarten in der Standard-Einstellung in etwa vergleichbar sind (mit leichten Vorteilen für die GeForce-Produkte). Bei Nvidia verändern wir somit keinerlei Einstellungen und im ATi-Treiber belassen wir die A.I.-Funktion auf „Standard“.

Treibereinstellungen: Nvidia-Grafikkarten (G92)

Synthetische Benchmarks

3DMark Vantage

Nachdem der altgediente 3DMark06 schon einige Jahre auf dem Buckel hat und somit nicht nur die Grafik mittlerweile etwas angestaubt wirkt, sondern darüber hinaus das CPU-Limit bei schnellen Grafikkarten immer mehr bemerkbar wird, wurde es höchste Zeit für einen Nachfolger. Der finnische Hersteller Futuremark hat dementsprechend nach einer langen Wartezeit den 3DMark Vantage auf den Markt gebracht, der von vornherein für die Direct3D-10-API programmiert worden ist. Grafisch bieten die zwei Spieletests dementsprechend viel fürs Auge, wobei vor allem der zweite Test Glanzpunkte setzen kann. Mit FP16-HDR, Tiefenunschärfe, Parallax Occlusion Mapping, einer physikalische Simulation auf der GPU, diversen Shadereffekten und noch vielem mehr bringt der 3DMark Vantage die 3D-Hardware problemlos ans Leistungslimit. Wir testen das Programm (falls die Grafikkarten es zulassen) im Performance-, High- und Extreme-Preset. Weitere Details zu diesem Programm gibt es in einem unserer ausführlichen Artikel. [3]

3DMark Vantage - GT200
3DMark Vantage - GT200
3DMark Vantage - RV770
3DMark Vantage - RV770

3DMark Vantage - 1680x1050

 High-Preset:
Desktop-PC (9800 GT)
3.419
Schenker XMG7 (9800M GTX)
2.808
Angaben in Punkten

3DMark Vantage - 1920x1200

 Extreme-Preset:
Desktop-PC (9800 GT)
2.243
Schenker XMG7 (9800M GTX)
1.807
Angaben in Punkten

Direct3D-9-Benchmarks

Call of Duty 5

Der neueste Spross aus der bekannten „Call of Duty“-Reihe namens World at War ist wieder einmal im zweiten Weltkrieg angesiedelt, und zeigt unter anderem den Kampf der Amerikaner gegen die Asiaten. Dabei schaut man sich viel von dem sehr erfolgreichen und beliebten Vorgänger Call of Duty 4 ab, was zwar nicht ganz so gut geklappt hat, aber immer noch zu einem sehr guten Spiel gereicht hat. Doch nicht nur spielerisch weiß der First-Person-Shooter zu gefallen, auch technisch macht man einen kleinen Schritt nach vorne – und das, obwohl man immer noch dieselbe Grafikengine wie in Call of Duty 2 benutzt. Optisch liegt Call of Duty 5 jedoch auf einem vollkommen anderen Niveau: Schicke Shadereffekte sowie ein intelligenter Parallax-Mapping-Einsatz vertuschen die teils etwas schwachen Texturen. Schon Call of Duty 2 konnte beim Erscheinen mit einer einzigartigen Rauchdarstellung punkten; Call of Duty 5 steht dem zweiten Teil der Serie diesbezüglich in nichts nach und kommt mit einer Rauchpräsentation daher, die zu beeindrucken weiß. Auf Direct3D-10-Unterstützung muss man aber verzichten: Call of Duty 5 setzt noch alleinig auf den Vorgänger Direct3D 9.

COD5 - GT200
COD5 - GT200
COD5 - RV770
COD5 - RV770

Call of Duty 5 - 1680x1050

 1xAA/1xAF:
Desktop-PC (9800 GT)
40,9
Schenker XMG7 (9800M GTX)
34,2
 4xAA/16xAF:
Desktop-PC (9800 GT)
30,6
Schenker XMG7 (9800M GTX)
25,6

Call of Duty 5 - 1920x1200

 1xAA/1xAF:
Desktop-PC (9800 GT)
34,4
Schenker XMG7 (9800M GTX)
29,0
 4xAA/16xAF:
Desktop-PC (9800 GT)
25,5
Schenker XMG7 (9800M GTX)
20,9

Clive Barker's Jericho

Spielerisch oder technisch bemerkenswerte Spiele geraten normalerweise schnell ins Blickfeld der Presse und werden auch von den Spielern meistens sehnlich erwartet. Anders war dies merkwürdigerweise bei „Clive Barker’ Jericho“, dessen Demo mehr oder weniger aus dem Nichts aufgetaucht ist. Spielerisch wird die Vollversion zwar erst noch beweisen müssen, ob Jericho auf Dauer wird überzeugen können, technisch macht die Demo aber bereits eines klar: Die Grafikengine ist auf der Höhe der Zeit und braucht sich vor keinem anderen Konkurrenten zu verstecken. Nicht nur die Technik an sich kann mit qualitativ hochwertigen Texturen, diversen Shader- sowie Partikeleffekten und FP16-High-Dynamic-Range-Rendering punkten, auch der Grafikcontent selber, sprich die künstlerische Gestaltung, zeugt von Originalität.

Jericho - GT200
Jericho - GT200
Jericho - RV770
Jericho - RV770

Clive Barker's Jericho - 1680x1050

 1xAA/1xAF:
Desktop-PC (9800 GT)
47,2
Schenker XMG7 (9800M GTX)
42,1
 4xAA/16xAF:
Desktop-PC (9800 GT)
29,4
Schenker XMG7 (9800M GTX)
24,3

Clive Barker's Jericho - 1920x1200

 1xAA/1xAF:
Desktop-PC (9800 GT)
37,1
Schenker XMG7 (9800M GTX)
33,3
 4xAA/16xAF:
Desktop-PC (9800 GT)
20,2
Schenker XMG7 (9800M GTX)
15,1

Race Driver Grid

Auch wenn normalerweise Actionspiele den meisten Wert auf eine gute Technik legen, gibt es glücklicherweise ab und zu immer mal wieder einige Ausnahmen. Eine davon ist das Rennspiel Race Driver Grid, was nicht nur durch das eigentliche Gameplay, sondern ebenso durch die grafische Qualität überzeugen kann. Race Driver Grid kommt mit einer großen Weitsicht, größtenteils guten Texturen, einigen Schicken Lichteffekten, einer guten Partikeldarstellung sowie einem leicht übertriebenen Blur-Effekt daher. Schönere Strecken und Duelle wurden bis jetzt auf dem PC wahrscheinlich noch nie ausgetragen. Als API kommt die Direct3D-9-Schnittstelle zum Einsatz. Zudem hat der Hersteller das Spiel gut optimiert, da dieses sogar auf langsamen Rechnern noch gut läuft und trotzdem noch akzeptabel aussieht. Wir Testen das Spiel mittels einer 60 Sekunden langen Szene, die wir jedes mal exakt nachstellen. Genauere Details zur Testmethode findet man in unserem Spielbericht zu Race Driver Grid [4].

Race Driver Grid - GT200
Race Driver Grid - GT200
Race Driver Grid - RV770
Race Driver Grid - RV770

Race Driver Grid - 1680x1050

 1xAA/1xAF:
Desktop-PC (9800 GT)
59,9
Schenker XMG7 (9800M GTX)
51,3
 4xAA/16xAF:
Desktop-PC (9800 GT)
46,2
Schenker XMG7 (9800M GTX)
39,4
Angaben in Prozent

Race Driver Grid - 1920x1200

 1xAA/1xAF:
Desktop-PC (9800 GT)
50,8
Schenker XMG7 (9800M GTX)
43,6
 4xAA/16xAF:
Desktop-PC (9800 GT)
38,8
Schenker XMG7 (9800M GTX)
32,5

Rainbow Six Vegas

Die „Rainbow Six“-Reihe umfasst schon etliche Titel und ist eine der größten PC-Spiele-Serien weltweit. Die neueste Kreation hört auf den simplen Namen „Vegas“ und verdeutlicht damit bereits, wo die Spezialeinheit diesmal im Einsatz ist. Und das die Stadt Las Vegas zu den farbenfrohesten Städten überhaupt gezählt werden kann, bezweifeln wohl nur die wenigsten. Dementsprechend bunt, aber auch sehr detailliert, ist die Grafikengine von Vegas, die zeitgleich nicht irgendeine, sondern wohlbekannt ist: Die Unreal Engine 3, die seit Ende des Jahres 2007 in „Unreal Tournament 3“ zum Einsatz kommt. Obwohl die Version in Vegas der in UT3 um einiges nachhinkt, so weiß die Grafik zu überzeugen. Sehr viele Details werden dargestellt, die man bis jetzt in keinem Spiel entdecken konnte; detaillierte Animationen runden das Ergebnis ab. Doch die Unreal Engine 3 hat einen großen Nachteil: So kommt „Deferred Shading“ (die Unreal Engine 3 an sich ist kein reiner Deffered Renderer, einzig der Schattenpart besitzt einen speziellen Algorithmus) zum Einsatz, das mit einer flotten Schatten- und Lichtberechnung zwar einige Vorteile bietet, aber unter der Direct3D-9-API Anti-Aliasing verhindert. Erst mit Direct3D 10 ist Deferred Shading und Kantenglättung möglich. Aktuelle Nvidia-Treiber ermöglichen, in dem Spiel aufgrund eines „Treiber-Hacks“ dennoch die Kantenglättung zu aktivieren.

RS Vegas - GT200
RS Vegas - GT200
RS Vegas - RV770
RS Vegas - RV770

RS Vegas - 1680x1050

 1xAA/16xAF:
Desktop-PC (9800 GT)
44,2
Schenker XMG7 (9800M GTX)
38,3
 4xAA/16xAF:
Desktop-PC (9800 GT)
28,5
Schenker XMG7 (9800M GTX)
24,7

RS Vegas - 1920x1200

 1xAA/16xAF:
Desktop-PC (9800 GT)
36,9
Schenker XMG7 (9800M GTX)
31,8
 4xAA/16xAF:
Desktop-PC (9800 GT)
23,2
Schenker XMG7 (9800M GTX)
20,0

Direct3D-10-Benchmarks

Assassin's Creed

Was passiert, wenn ein Konsolentitel erfolgreich ist? Man portiert ihn natürlich für den PC! Und dies ist Ubisoft mit Assassin's Creed wohl auch ohne Zweifel gelungen, da man es nicht nur bei einer reinen 1:1-Umsetzung gelassen, sondern darüber hinaus noch einige weitere Spielinhalte eingefügt hat. Doch worum geht es in Assassin's Creed überhaupt? Man spielt den Auftragsmörder Altair, der neben seinem eigentlichen Hauptberuf gerne mit Pferden reitet, Passanten umschubst, spektakuläre Kämpfe ausübt und sich vor allem gerne in schwindelerregenden Höhen, also auf sämtlichen Dächern der verschiedenen Städte, herumtreibt. Und was braucht man dazu? Eine potente Grafikengine, die Assassin's Creed auch durchaus hat. Ein Highlight sind die Charakteranimationen, die einwandfrei umgesetzt sind. Zudem gibt es noch schicke Texturen, sehr schöne Licht- und Schatten-Spiele, eine gut hervorgehobene Weitsicht und noch so einiges mehr, das Assassin's Creed zu einem Fest für die Augen macht. Ubisoft hat es sich nicht nehmen lassen, einen Direct3D-10-Renderer für die PC-Version einzubauen. Dieser soll die Performance bei gleicher Qualität gegenüber der Direct3D-9-Version erhöhen und zudem die Grafikqualität ein wenig verbessern. Dies fällt vor allem bei den Schatten auf, die in der Direct3D-9-Grafik ziemlich „verfranzt“ aussehen.

Assassins Creed - GT200
Assassins Creed - GT200
Assassins Creed - RV770
Assassins Creed - RV770

Assassin's Creed - 1680x1050

 1xAA/1xAF:
Desktop-PC (9800 GT)
53,3
Schenker XMG7 (9800M GTX)
42,1
 4xAA/16xAF:
Desktop-PC (9800 GT)
39,8
Schenker XMG7 (9800M GTX)
34,2

Assassin's Creed - 1920x1200

 1xAA/1xAF:
Desktop-PC (9800 GT)
45,3
Schenker XMG7 (9800M GTX)
38,1
 4xAA/16xAF:
Desktop-PC (9800 GT)
34,0
Schenker XMG7 (9800M GTX)
28,5

Bioshock

„Bioshock“, mehr oder weniger der inoffizielle Nachfolger von „System Shock 2“, hatte es bei seinem Erscheinen wahrlich nicht leicht. Die Erwartungen waren dermaßen hoch, dass es nahezu unmöglich schien, diese allesamt zu erfüllen. Im Vorfeld sprach man davon bereits als „bestes Spiel aller Zeiten“. Mittlerweile ist BioShock erschienen – ob es tatsächlich das beste Spiel aller Zeiten ist, kann man wohl noch ewig diskutieren. Eines ist aber eindeutig: Technisch ist Bioshock nicht nur sehr weit vorne, sondern wohl derzeit allen anderen Titeln voraus. Grund dafür ist die Unreal Engine 3, die die Entwickler modifiziert haben, um diese auf die eigenen Ansprüche anzupassen. Herausgekommen ist ein Direct3D-10-Renderer, der mit bisher noch nie dagewesenen Wassereffekten punkten kann. So interagiert das Wasser physikalisch korrekt mit dem Spieler, wenn dieser beispielsweise durch einen überfluteten Raum läuft. Darüber hinaus bietet Bioshock viele weitere optische Schmankerl: Schicke Partikeleffekte, spektakuläre Feuerdarstellung, realistische Schatten, schöne Oberflächen, Physikinteraktionen mit den Gegnern sowie der Umwelt und noch vieles mehr machen Bioshock grafisch zu einem Leckerbissen. Mit der Direct3D-10-API funktioniert bisher kein Anti-Aliasing, wie zuvor bereits mehrfach erwähnt wurde. Aktuelle Nvidia-Treiber ermöglichen in dem Spiel aufgrund eines „Treiber-Hacks“, dennoch die Kantenglättung im D3D-10-Modus zu aktivieren.

Bioshock - GT200
Bioshock - GT200
Bioshock - RV770
Bioshock - RV770

Bioshock - 1680x1050

 1xAA/1xAF:
Desktop-PC (9800 GT)
55,3
Schenker XMG7 (9800M GTX)
48,0
 1xAA/16xAF:
Desktop-PC (9800 GT)
54,8
Schenker XMG7 (9800M GTX)
46,7
 4xAA/16xAF:
Desktop-PC (9800 GT)
22,7
Schenker XMG7 (9800M GTX)
19,6

Bioshock - 2560x1600

 1xAA/1xAF:
Desktop-PC (9800 GT)
43,4
Schenker XMG7 (9800M GTX)
37,6
 1xAA/16xAF:
Desktop-PC (9800 GT)
42,5
Schenker XMG7 (9800M GTX)
36,4
 4xAA/16xAF:
Desktop-PC (9800 GT)
17,5
Schenker XMG7 (9800M GTX)
15,2

Call of Juarez

Auch wenn der First-Person-Shooter „Call of Juarez“ ohne John Wayne auskommen muss, so ist das Programm zweifellos eines der wenigen Western-Spiele, die große Aufmerksamkeit auf sich ziehen konnten. Eine gut erzählte Story, zwei interessante Charaktere, die unterschiedlicher nicht sein könnten, viele Pistolen-Duelle und eine Grafik, die sich vor der gesamten Konkurrenz nicht zu verstecken braucht. Wir testen das Spiel in der aktuellen Version, die mit Direct3D-10-Unterstützung daherkommt. Die Vegetation ist um 30 Prozent dichter, es gibt 30 Prozent mehr Partikeleffekte, eine um 25 Prozent gestiegene Sichtweite, höher aufgelöste Texturen, höher aufgelöste Shadowmaps, Relief-Mapping wird eingesetzt und noch vieles mehr. Wie man bereits bemerkt, ist die Anforderung an die Grafikkarte ein gutes Stück weiter gestiegen, und das, obwohl das Spiel von Grund auf eigentlich für die ältere Direct3D-9-Schnittstelle programmiert worden ist. Nichtsdestotrotz hat das Spiel noch mit einem Problem zu kämpfen: So werden Teile der Vegetation nicht richtig dargestellt, was laut Techland am Alpha-to-Coverage-Verfahren liegt. Als Testsequenz nutzen wir die aktualisierte Vollversion und eine eigene 60 sekündige Testsequenz.

Call of Juarez - GT200
Call of Juarez - GT200
Call of Juarez - RV770
Call of Juarez - RV770

Call of Juarez - 1680x1050

 1xAA/1xAF:
Desktop-PC (9800 GT)
33,5
Schenker XMG7 (9800M GTX)
26,6
 4xAA/16xAF:
Desktop-PC (9800 GT)
19,4
Schenker XMG7 (9800M GTX)
14,0

Call of Juarez - 1920x1200

 1xAA/1xAF:
Desktop-PC (9800 GT)
27,9
Schenker XMG7 (9800M GTX)
22,9
 4xAA/16xAF:
Desktop-PC (9800 GT)
14,5
Schenker XMG7 (9800M GTX)
12,9

Crysis Warhead

Nachdem der First-Person-Shooter Crysis mittlerweile bereits ein Jahr auf dem Buckel hat, nichtsdestotrotz jedoch immer noch das bestaussehendste Spiel ist, schicken die in Frankfurt ansässigen Hersteller Crytek nun mit Crysis Warhead ein Addon in die Händlerregale, dass die grafische Qualität gar noch ein wenig weiter nach oben dreht. So sehen die Texturen etwas besser aus, ebenso die Explosionen. Vor allem bei der Darstellung der Gesichter hat man sich viel Mühe gegeben, die jetzt durch noch mehr Falten, Hautpigmenten und diversen weiteren Kleinigkeiten realistischer aussehen als jemals in einem anderen PC-Spiel zuvor. Die Direct3D-10-Unterstützung ist in Crysis Warhead unverändert geblieben, ebenso die restliche Technologie. Diese wurde in dem Addon primär auf eine bessere Performance getrimmt. Wir Testen das Spiel mittels einer 60 Sekunden langen Szene, die wir jedes mal exakt nachstellen. Genauere Details zur Testmethode findet man in unserem Spielbericht zu Crysis Warhead [5]. Einzig die Qualitätseinstellungen weichen von diesem ab, da wir durchweg die Enthusiast-Einstellung verwenden.

Crysis Warhead - GT200
Crysis Warhead - GT200
Crysis Warhead - RV770
Crysis Warhead - RV770

Crysis Warhead - 1680x1050

 1xAA/1xAF:
Desktop-PC (9800 GT)
14,1
Schenker XMG7 (9800M GTX)
12,8
 4xAA/16xAF:
Desktop-PC (9800 GT)
8,0
Schenker XMG7 (9800M GTX)
7,4

Crysis Warhead - 1920x1200

 1xAA/1xAF:
Desktop-PC (9800 GT)
11,8
Schenker XMG7 (9800M GTX)
10,7
 4xAA/16xAF:
Schenker XMG7 (9800M GTX)
6,3
Desktop-PC (9800 GT)
4,9

Far Cry 2

Auch wenn der bekannte Vorgänger Far Cry noch von dem deutschen Unternehmen Crytek (nun Crysis und Crysis Warhead) entwickelt worden ist, so hat Ubisoft die Marke Far Cry nicht fallen gelassen, sondern einen zweiten Teil entwickelt, auch wenn dieser mit dem ursprünglichen Spiel nicht mehr viel gemeinsam hat. Gleich geblieben, wenn auch auf nicht ganz so hohem Niveau, ist jedoch eine sehr gute Technik, die Afrika in frischem Glanz erscheinen lässt. Dazu hat Ubisoft mit Dunia eine völlig neue Engine entworfen, die auf dem aktuellen Stand der Technik ist. Dunia ist gar ein Direct3D-10.1-Renderer, der bei GPUs von niedrigerem Technikstand auf die Direct3D-10-API umschaltet, dort dann jedoch (zumindest auf GeForce-Karten) einige Fähigkeiten nutzt, um dennoch normales MS-Anti-Aliasing darstellen zu können. Wir verwenden von Far Cry 2 das integrierte Benchmark-Tool und testen das Spiel mit der Small-Flyby-Sequenz.

Far Cry 2 - GT200
Far Cry 2 - GT200
Far Cry 2 - RV770
Far Cry 2 - RV770

Far Cry 2 - 1680x1050

 1xAA/1xAF:
Desktop-PC (9800 GT)
30,4
Schenker XMG7 (9800M GTX)
29,7
 4xAA/16xAF:
Desktop-PC (9800 GT)
19,4
Schenker XMG7 (9800M GTX)
19,2

Far Cry 2 - 1920x1200

 1xAA/1xAF:
Schenker XMG7 (9800M GTX)
26,5
Desktop-PC (9800 GT)
25,3
 4xAA/16xAF:
Schenker XMG7 (9800M GTX)
16,1
Desktop-PC (9800 GT)
13,9

Lost Planet Colonies

Das Actionspiel „Lost Planet Colonies“ gibt es in zwei verschiedenen Versionen: Eine Direct3D-9- und eine Direct3D-10-Variante; Letztere hat es in unseren Parcours geschafft. Das Spiel kann technisch nicht nur durch die D3D-10-Erweiterung und somit der Nutzung des Shader-Model 4 inklusive des neuen Geometry-Shaders glänzen, auch abseits der API weiß Lost Planet Colonies zu gefallen. Mit Soft Shadows (diese sind in Lost Planet zwar an die D3D10-Version gekoppelt, mit Direct3D 10 hat diese Schattenvariante aber nichts zu tun), FP16-High-Dynamic-Range-Rendering, detaillierten Texturen, massig Partikeleffekten und noch vielem mehr ist das technisch weit fortgeschrittene Spiel ein regelrechter Augenschmaus. Dass Lost Planet Colonies dabei noch eine Menge Spaß macht, könnte man fast schon als nebensächlich bezeichnen. Die Demoversion des Spiels bietet praktischerweise eine integrierte Benchmarksequenz, die einen Kameraflug aus der Sicht des Spielers durch zwei verschiedene Levels zeigt. Wir nutzen für diesen Test die zweite Sequenz, da diese GPU-limitiert ist.

Lost Planet Colonies - GT200
Lost Planet Colonies - GT200
Lost Planet Colonies - RV770
Lost Planet Colonies - RV770

Lost Planet Colonies - 1680x1050

 1xAA/1xAF:
Desktop-PC (9800 GT)
37,9
Schenker XMG7 (9800M GTX)
32,4
 4xAA/16xAF:
Desktop-PC (9800 GT)
31,5
Schenker XMG7 (9800M GTX)
24,6

Lost Planet Colonies - 1920x1200

 1xAA/1xAF:
Desktop-PC (9800 GT)
29,4
Schenker XMG7 (9800M GTX)
24,9
 4xAA/16xAF:
Desktop-PC (9800 GT)
23,0
Schenker XMG7 (9800M GTX)
19,4

Stalker Clear Sky

Und wieder geht es in das verstrahlte Gebiet rund um den Atomreaktor in Tschernobyl. Doch diesmal kann man etwas pünktlicher auf die Jagd nach Mutanten gehen, da sich die Entwicklung des Spiels nicht um Jahre verzögert hat. Das Addon zu Stalker hört auf den Namen Stalker Clear Sky, dessen Technik trotz des immer noch hübschen Vorgängers weiter aufgebohrt worden ist, weswegen das Spiel neben Crysis optisch am schönsten anzusehen ist. Die Engine unterstützt nun die Direct3D-10-API und kommt zudem mit diversen verbesserten Effekten daher. Die Sonnenunter- sowie Sonnenaufgänge waren wohl nie zuvor so schön auf einem Bildschirm anzusehen. Die ganze Beleuchtung macht einen großen Schritt nach vorne, ebenso die Schattendarstellung. Zudem kann man dank der Direct3D-10-Unterstützung nun normales Multi-Sampling-Anti-Aliasing verwenden, was aufgrund des „Deferred Shading“-Algorithmus vorher nicht möglich war. Wir Testen das Spiel mittels einer 60 Sekunden langen Szene, die wir jedes mal exakt nachstellen. Genauere Details zur Testmethode findet man in unserem Spielbericht zu Stalker Clear Sky [6].

Stalker Clear Sky - GT200
Stalker Clear Sky - GT200
Stalker Clear Sky - RV770
Stalker Clear Sky - RV770

Stalker Clear Sky - 1680x1050

 1xAA/1xAF:
Desktop-PC (9800 GT)
16,3
Schenker XMG7 (9800M GTX)
14,1
 4xAA/16xAF:
Schenker XMG7 (9800M GTX)
6,2
Desktop-PC (9800 GT)
5,5

Stalker Clear Sky - 1920x1200

 1xAA/1xAF:
Desktop-PC (9800 GT)
11,7
Schenker XMG7 (9800M GTX)
11,2
 4xAA/16xAF:
Schenker XMG7 (9800M GTX)
4,9
Desktop-PC (9800 GT)
3,6

World in Conflict

Mittlerweile sehen Strategiespiele zwar deutlich besser aus als noch vor einigen Jahren – so recht gelingen will es den Programmen aber nur selten, in die grafische Königsklasse, die meist von First-Person-Shootern besetzt wird, vorzudringen. Den Entwicklern von World in Conflict scheint dies nicht gereicht zu haben und man entwickelte eine Grafikengine, die sich vor keinem anderen Spiel zu verstecken braucht. World in Conflict unterstützt die Direct3D-10-API und hat keine Schwierigkeiten, Kantenglättung unter der neuen Programmierschnittstelle anzuwenden. Schicke Shadereffekte zieren das Spiel (so wirft die Sonne beispielsweise Lichtstrahlen durch die Wolken, welche die Umgebung darunter beleuchten), ebenso detaillierte Texturen und eine realistische Schattendarstellung. Die Animationen der Spielcharaktere sind gut gelungen, was in Kombination mit einem kinoreifen Schnitt Kinoatmosphäre in den Zwischensequenzen aufkommen lässt. Als Testsequenz benutzen wir nicht die integrierte Benchmarkfunktion, da sich diese mitunter wenig berechenbar verhält. Stattdessen verwenden wir die Introsequenz zur dreizehnten Mission der ersten Kampagne.

World in Conflict - GT200
World in Conflict - GT200
World in Conflict - RV770
World in Conflict - RV770

World in Conflict - 1680x1050

 1xAA/1xAF:
Desktop-PC (9800 GT)
56,5
Schenker XMG7 (9800M GTX)
46,3
 4xAA/16xAF:
Desktop-PC (9800 GT)
31,5
Schenker XMG7 (9800M GTX)
25,4

World in Conflict - 1920x1200

 1xAA/1xAF:
Desktop-PC (9800 GT)
48,9
Schenker XMG7 (9800M GTX)
39,9
 4xAA/16xAF:
Desktop-PC (9800 GT)
26,5
Schenker XMG7 (9800M GTX)
21,4

Performancerating

Kommen wir nun abschließend zum Performancerating. Dadurch soll es erleichtert werden, alle Ergebnisse auf einen Blick zusammengefasst zu bekommen. Da der synthetische Benchmark in dem Testparcours (sprich der 3DMark Vantage) über keine Spiele-Engine verfügen und somit keine realistische Aussagen über die Geschwindigkeit in 3D-Titeln wiedergeben, haben wir diese Applikationen aus dem Rating herausgenommen.

Performancerating - 1680x1050

Desktop-PC (9800 GT)
116,2
Schenker XMG7 (9800M GTX)
100,0
Angaben in Prozent

Performancerating - 1920x1200

Desktop-PC (9800 GT)
113,7
Schenker XMG7 (9800M GTX)
100,0
Angaben in Prozent

Performancerating Qualität

Rating - 1680x1050 4xAA/16xAF

Desktop-PC (9800 GT)
115,2
Schenker XMG7 (9800M GTX)
100,0
Angaben in Prozent

Rating - 1920x1200 4xAA/16xAF

Desktop-PC (9800 GT)
107,4
Schenker XMG7 (9800M GTX)
100,0
Angaben in Prozent

Sonstiges

Lautstärke

Da quasi alle aktuellen Modelle über eine herstellerseitige Lüftersteuerung verfügen, unterscheiden wir bei den Messungen den 2D- und den 3D-Betrieb. Für die Last-Messungen wird eine Timedemo in Crysis Warhead in einer Endlosschleife ausgeführt und nach dreißig Minuten die Lautstärke notiert. Beide Messungen werden im Abstand von 15 cm zur Grafikkarte durchgeführt. Die Messung erfolgt für das gesamte Testsystem.

Lautstärke

 Idle – Windows:
Schenker XMG7 (9800M GTX)
42,5
Desktop-PC (9800 GT)
44,0
 Last:
Desktop-PC (9800 GT)
47,0
Schenker XMG7 (9800M GTX)
53,0
Angaben in Dezibel

Da in Laptops die Hardware auf kleinstem Raum verbaut werden muss, ist die Lautstärke bei den mobilen Geräten des Öfteren ein Problem. Und dies gilt vor allem für das XMG7, da Schenker ausschließlich schnelle Hardware verbaut, die für ihre Rechenleistung eine hohe Leistungsaufnahme benötigt und somit viel Abwärme erzeugt. Dementsprechend ist der Lüfter des XMG7 leider zu keiner Zeit durchgängig still.

Selbst unter Windows drehen die Lüfter etwa jede Minute für ein paar Sekunden kurz auf, um dann wieder für rund eine Minute in fast absolutes Schweigen zu verfallen. Immerhin ist der Lärm im 2D-Modus noch nicht allzu störend, wobei ein ruhiges Arbeiten nicht für jeden möglich sein wird. Wir messen unter Windows eine Lautstärke von 42,5 Dezibel für das XMG7 bei aktivierter Lüftung.

Auf einen ähnlichen Wert kommt die GeForce 9800 GT, was aber nicht zu vergleichen ist. Der Rechner ist in der Praxis meistens mindestens einen Meter oder mehr entfernt platziert, während das Laptop direkt vor dem Benutzer steht. Aus diesem Grund wirken die zunächst messtechnisch vergleichbaren 42,5 Dezibel in der Praxis vollkommen anders.

Unter vollständiger Last messen wir maximal 53 Dezibel, was man durchaus als störend empfinden kann. Vor allem ruhige Spielszenen werden spielend übertönt.

Temperatur

Ähnlich den Messungen zur Lautstärke werden auch die Temperaturmessungen durchgeführt. Fast alle aktuellen Grafikkarten besitzen Sensoren, die per Treiber oder Hersteller-Tool ausgelesen werden können. Die Kern-Temperatur wird dabei im Ruhezustand im Windows-Desktop und unter Last nach dreißig Minuten Crysis Warhead abgelesen. Zudem messen wir mit Hilfe eines Infrarot-Thermometers die Chiptemperatur auf der Rückseite der Grafikkarte.

Temperatur

 Idle – Windows:
Schenker XMG7 (9800M GTX)
40
Desktop-PC (9800 GT)
58
 Last - GPU:
Schenker XMG7 (9800M GTX)
86
Desktop-PC (9800 GT)
92
Angaben in °C

Bei den Temperaturen gibt es auf dem XMG7 unter Windows keinerlei Schwierigkeiten, ganz im Gegenteil sogar. Die wichtigsten Komponenten sind sogar sehr kühl, was man unter anderem dem oft drehenden Lüfter sowie den Energiesparmechanismen der Hardware zu verdanken hat, die die Frequenzen sowie die Spannungen senken und zum Teil darüber hinaus komplette Chipteile abschalten können. So wird der Core 2 Duo T9800 nicht wärmer als 35 Grad Celsius, was ohne Zweifel ein sehr guter Wert ist. Und auch die GeForce 9800M GTX behält mit ihren 40 Grad Celsius einen kühlen Kopf.

Unter Last sieht es dann jedoch anders aus. Trotz der schnell drehenden Lüfter messen wir auf dem XMG7 eine Prozessortemperatur von 68 Grad Celsius, was aber immer noch absolut im grünen Bereich liegt. Etwas hitziger wird die Nvidia GeForce 9800M GTX, die auf 86 Grad hoch heizt. Das Gehäuse des Laptops bleibt dabei überwiegend kühl, einzig die rechte, untere Seite unter dem Nummernblock wird etwas wärmer.

Leistungsaufnahme

Für die Messungen der Leistungsaufnahme wird ein handelsüblicher Verbrauchs-Monitor, den man sich auch beim örtlichen Stromversorger ausleihen kann, genutzt. Gemessen wird die Gesamt-Leistungsaufnahme des Testsystems. Auch hier gilt die Teilung zwischen Idle- und Last-Betrieb. Letzterer wird durch Verwendung von Crysis Warhead unter der Auflösung 1920x1200 simuliert.

Leistungsaufnahme

 Idle – Windows:
Schenker XMG7 (9800M GTX)
45
Desktop-PC (9800 GT)
121
 Last:
Schenker XMG7 (9800M GTX)
121
Desktop-PC (9800 GT)
207
Angaben in Watt (W)

Die Hardware des XMG7-Laptops von Schenker verfügt über diverse Energiesparmechanismen. Unter anderem wird der Intel Core 2 Duo T9800 von 2,93 GHz auf etwa 1,6 GHz heruntergetaktet sowie die Spannung gesenkt. Auch die GeForce 9800M GTX verändert die Frequenzen. Anstatt mit 540/1.512/800 MHz (TMU/Shader/Speicher) wird der 3D-Beschleuniger unter Windows nur noch mit 216/432/100 MHz angesteuert. Auch beim 3D-Beschleuniger werden die Spannungen gesenkt.

Wenn das Notebook am Netzteil hängt, zieht dieses unter Windows bei maximaler Bildschirmhelligkeit etwa 51 Watt aus der Steckdose, während es bei 40 prozentiger Helligkeit, bei der man noch gut arbeiten kann, 45 Watt sind. Bei minimaler Bildschirmhelligkeit sinkt der Verbrauch nur noch gering auf 43 Watt. Was für einen Desktop-PC ein sensationeller Wert wäre, da die GeForce 9800 GT alleine unter Windows schon etwa 40 Watt benötigt, ist für einen Laptop ziemlich viel. Doch auch hier gilt, dass leistungsstarke Komponenten eben eine hohe Leistungsaufnahme haben und Kompromisse eingegangen werden müssen, wenn man auch mobil über entsprechende Leistung verfügen möchte.

Wenn man die gesamte Hardware im XMG7 belastet, steigt die Leistungsaufnahme bei voller Bildschirmhelligkeit auf 121 Watt an. Hat nur die CPU zu arbeiten (simuliert mit Prime95), sind es geringere 68 Watt – einen Hauptteil macht also die GeForce 9800M GTX aus.

Akku-Laufzeit

Beim Kauf eines Laptops spielt die Akku-Leistung eine wichtige Rolle. Ist die Akku-Laufzeit schlecht, kann man das Gerät nur bedingt im mobilen Einsatz benutzen und muss sich ständig in der Nähe einer Steckdose platzieren. Wir prüfen deswegen die Akku-Laufzeit mit dem Tool „Battery Eater [7]“, das durch verschiedene Profile unterschiedliche Last-Szenarien erzeugen kann. Sowohl Last mit einer 3D-Anwendung, ein Arbeiten mit einem Text/Chat als auch ein kompletter Idle-Zustand kann man simulieren. Neben dem Entladen zeichnet das Tool zusätzlich die Ladedauer des Akkus auf.

Im kompletten Idle-Zustand bei minimaler Bildschirmhelligkeit hält das Schenker XMG7 etwa 150 Minuten durch, ohne an die Steckdose zu müssen. Die vom Tool ermittelten 153 Minuten stimmen leider nicht ganz, da der Rechner kurz vor dem Ablaufen der Akku-Restzeit aus unerklärlichen Gründen reproduzierbar in den Standby-Modus wechselt, obwohl dieser deaktiviert ist. Lädt man nun den Akku im selben Zustand wieder auf, werden etwa 118 Minuten benötigt.

Entladezeit Idle
Entladezeit Idle
Entladezeit Normalbetrieb
Entladezeit Normalbetrieb
Entladezeit Last
Entladezeit Last

Deutlich realitätsnäher sind die Messungen im „Arbeits-Modus“. Dort simuliert der Battery Eater ein Chatprogramm mit einigen Schreibaktivitäten. Die Bildschirmhelligkeit ist auf 40 Prozent eingestellt, womit man den Desktop in den meisten Räumen noch gut erkennen kann. In diesem Fall hält der 8-Zellen Akku des XMG7 134 Minuten. Wenn man bedenkt, dass es sich um ein Spielernotebook handelt, ist der Wert gar nicht so schlecht. Andere mobile Geräte, die auf Akku-Laufzeit getrimmt sind, halten aber natürlich deutlich länger durch. Das vollständige Aufladen benötigt im „Arbeits-Modus“ 120 Minuten.

Aufladungszeit Idle
Aufladungszeit Idle
Aufladungszeit Normalbetrieb
Aufladungszeit Normalbetrieb
Aufladungszeit Last
Aufladungszeit Last

Der Last-Modus ist auf dem XMG7 leider nur bedingt zu simulieren, da die GeForce 9800M GTX im Akku-Betrieb nicht in den 3D-Modus schaltet, sondern bei den 2D-Taktraten verharrt. Trotz diverser Versuche konnten wir die Grafikkarte nicht dazu überreden, auch auf Akku mit der vollen Leistung zu arbeiten. Deswegen kann man mit dem XMG7 im mobilen Einsatz auch nur alte Spiele flüssig wiedergeben – für die volle Leistung muss das Gerät an die Steckdose. Die CPU taktet sich dagegen auch im reinen Akkueinsatz wie gewollt hoch.

Der Akku des Schenker-Laptops macht in diesem Szenario bei maximaler Bildschirmhelligkeit nach 87 Minuten schlapp. Das Aufladen dauert mit 140 Minuten etwas länger als in den beiden anderen Modi.

Beurteilung

Der Laptop-Markt wird immer größer, während der Desktop-Markt (auf hohem Niveau) stagniert. Es ist also kein Wunder, dass sich die Grafikchipspezialisten ATi und Nvidia immer mehr auf die mobilen Geräte konzentrieren. So gibt es mittlerweile von beiden Herstellern diverse Grafikkarten für Laptops, die zwar nicht an die Performance der Desktop-Kollegen herankommen, für die meisten Spiele aber immer noch genügen sollen. Stimmt das aber wirklich?

Anhand des 17-Zoll-Gerätes XMG7 von Schenker-Notebook wollten wir das herausfinden und wurden von dem Gerät nicht enttäuscht. Natürlich erhält man nicht die beste Performance, jedoch erzeugt die GeForce 9800M GTX in Kombination mit der flotten Dual-Core-CPU von Intel eine ausreichend hohe Leistung, um beinahe alle Spiele mit vollen Details flüssig wiedergeben zu können. Einzig bei Stalker Clear Sky und Crysis Warhead muss man die Details reduzieren, dabei aber nicht völlig auf die Grafikpracht verzichten.

Das Display des XMG7 kommt mit der nativen Auflösung von 1920x1200 daher, die man in einigen Spielen auch durchaus nutzen kann. Manchmal muss man auf 1680x1050 zurückschalten, was aber aufgrund der ordentlichen Interpolation des Displays kein allzu großes Problem ist. In dieser Auflösung kann man dann die meisten Anwendungen flüssig wiedergeben, teilweise gar Kantenglättung sowie die anisotrope Filterung aktivieren.

Bezüglich der Leistung kann man am Schenker XMG7 also nicht viel kritisieren. Theoretisch kann der Kunde noch einen schnelleren Prozessor und eine leistungsfähigere Grafikkarte verbauen lassen, hierfür ist dann jedoch ein happiger Aufpreis von Nöten.

Mit der Mobilität, also der Akkulaufzeit, sieht es dann jedoch noch schlechter aus – auch wenn der Fokus des Gerätes eindeutig nicht auf den mobilen Einsatz gelegt wurde und vom Benutzer auch nicht auf diesen gelegt werden sollte. Im normalen Windows-Betrieb hält das XMG7 immerhin 134 Minuten, weswegen man unterwegs zumindest noch ein wenig arbeiten kann.

Schenker XMG7 DVD-Laufwerk
Schenker XMG7 DVD-Laufwerk

Bei der Lautstärke muss man ebenfalls Kompromisse eingehen, da die Lüfter ständig hörbar ihre Arbeit verrichten. Selbst im 2D-Modus bleiben diese nicht still und machen immer wieder auf sich aufmerksam. Unter Last schreit das XMG7 nach Aufmerksamkeit.

Gut gefallen hat uns dagegen das Display. Die Farben sehen gut aus, die Interpolation überzeugt und auch die Ausleuchtung ist in Ordnung. Die maximale Helligkeit könnte aber ebenso wie die Farbverfälschung bei verschiedenen Blickwinkeln besser sein.

Bei der Tastatur und dem Touchpad gibt es nicht viel zu kritisieren. Auf der Tastatur lässt es sich fehlerfrei und recht angenehm schreiben, während das Touchpad nach einer kurzen Eingewöhnungszeit genau dahin klickt, wo man den Mauszeiger haben will. Loben muss man Schenker bei dem XMG7 für die möglichen Bildschirmanschlüsse: DVI und HDMI sind längst nicht bei jedem Laptop Standard.

Fazit

Mit dem Schenker XMG7 erhält man ein solides Spielerlaptop, das den Benutzer auch in einer aktuellen 3D-Anwendung nicht im Stich lässt. Das Gerät ist schnell, man kann meistens maximale Details bei einer hohen Auflösung fahren und teilweise gar noch Anti-Aliasing und anisotrope Filterung aktivieren. Ein ähnlicher Desktop-PC mit einer GeForce 9800 GT ist zwar etwas schneller, allzu große Unterschiede gibt es aber nicht.

Dafür muss man aber einen weitaus höheren Preis bezahlen, der sich bei unserer Konfiguration auf 1.866 Euro beläuft. Neben der guten Leistung erhält man dazu ein annehmbares Display sowie eine gute Tastatur mit einem nicht minder guten Touchpad. Bei der Mobilität des Gerätes fangen die Einschränkungen dann allerdings an, da sich die hohe Rechenleistung einfach nicht mit einer guten Akkulaufzeit vereinbaren lässt: Lange hält das XMG7 nicht ohne Strom aus. Hinzu kommt, dass die Grafikkarte im Batterie-Betrieb nicht in den 3D-Modus hoch schaltet. Spielen kann man also wirklich nur, wenn das Gerät an eine Stromdose angeschlossen ist. Bei der Lautstärke kann man das XMG7 dann leider auch nicht zu den leisen Geräten zählen. Als Benutzer sollte man nicht sehr geräuschempfindlich sein, da die Lüfter selbst unter Windows hörbar laufen.

Wer primär einen Spieleknecht sucht, der entweder als Desktop-Replacement herhalten, oder auch mal an unterschiedlichen Orten eingesetzt werden soll, und mit den Einschränkungen leben kann, macht man bei dem XMG7 nichts falsch. Auch für spontane LAN-Partys kann das Notebook eingesetzt werden, ohne erst den ganzen PC samt Monitor ins Auto laden zu müssen. Möchte man allerdings auch viel mit dem Notebook arbeiten, empfehlen wir, sich anderweitig umzusehen.

Bei diesem Artikel handelt es sich um den ersten seiner Art auf ComputerBase. Aus diesem Grund bitten wir um Kritik sowie Verbesserungsvorschläge unserer Leser, sodass wir folgende Tests besser gestalten können. Das Feedback kann wie gewohnt unter dem Punkt „Kommentieren“ im Forum abgegeben werden.

URL-Liste:

  1. http://www.mysn.de/start.asp?userid=belt9z11b692j456s2z375z34ik6109nv99dl9oqx1323f30&KategorienOrder=010;010
  2. http://www.mysn.de/
  3. http://www.computerbase.de/artikel/software/2008/bericht_3dmark_vantage_der_performance_report/#abschnitt_einleitung
  4. http://www.computerbase.de/artikel/software/2008/bericht_race_driver_grid_der_performance_report/2/#abschnitt_so_testen_wir
  5. http://www.computerbase.de/artikel/software/2008/test_crysis_warhead/3/#abschnitt_benchmarks
  6. http://www.computerbase.de/artikel/software/2008/test_stalker_clear_sky/3/#abschnitt_benchmarks
  7. http://www.batteryeater.com/news.html
Copyright © 1999–2012 ComputerBase GmbH