Einleitung
In der Spielergemeinde „arbeitet“ die Mehrheit mit gewöhnlichen Desktop-Systemen. Das hat seine Gründe, immerhin sind die entsprechenden Geräte nicht nur die leistungsstärksten sondern darüber hinaus auch recht kostengünstig und dank ihres modularen Aufbaus auch mehr oder weniger zukunftsfähig. Nicht erst seit gestern gibt es jedoch auch Notebooks, die genau in diese Richtung zielen - die Vorteile eines Notebooks inklusive.
Eines dieser Produkte ist unter anderem das „XMG8“ von Schenker-Notebook [1], das sich zwar weniger für den längeren mobilen Einsatz, aber dafür umso mehr für's Spielen eignet.
Das XMG8 kommt mit einem 18,4-Zoll-Display daher, womit das Gerät nicht nur in Sachen Leistung als Desktop-Replacement-System gedacht ist. Zudem gibt es frei konfigurierbare Komponenten, sodass es auf Wunsch entweder eine günstige Dual-Core-CPU oder eine teure Quad-Core-CPU sein kann. Als Grafikkarte wird als Standard eine GeForce GTX 280M verwendet. Wenn gewünscht, sind auch gleich zwei davon im SLI-Betrieb möglich.
Wie schlägt sich das Schenker XMG8 im Spiele- und im Alltagsbetrieb? Kann das Laptop einen Spiele-Rechner ersetzen? Auf den folgenden Seiten werden wir diesen Fragen nachgehen.
Impressionen
Schenker XMG8
Das XMG8 stellt Schenkers derzeitige Speerspitze dar und ist nicht für den kleinen Geldbeutel gedacht. Das Gerät ist in der Kategorie „Big Screen Gaming“ eingeordnet und kommt mit einer vom Hersteller vergebenen Grundausstattung daher, die zu einem Großteil nach den eigenen Wünschen konfiguriert werden kann. Aktuell kostet die Standardausstattung 1.499 Euro, während unsere Version mit 1.835 Euro zu Buche schlägt. Die Abweichungen gegenüber der Standardausstattung haben wir am Ende dieser Seite aufgelistet.
Das XMG8 will nicht nur durch die verbaute Hardware sondern auch durch das Äußere auffallen. So besteht die gesamte Oberfläche aus Klavierlack, was auf den ersten Blick natürlich schick aussieht, bei einem Notebook auf die Dauer aber unweigerlich Fingerspuren provoziert. Man sollte schon bereit dazu sein, das Notebook des Öfteren zu säubern, da die Ansammlung der störenden Fettflecken ansonsten massiv zunimmt. Neben dem Klavierlack versucht das XMG8 mit diversen beleuchteten Funktionsanzeigen zu beeindrucken. Wer auf ein schlichtes Produkt steht, sollte sich deshalb eher bei anderen Modellen umsehen. Die Verarbeitungsqualität ist nicht auf höchstem Niveau, insgesamt aber noch als gut zu bezeichnen. Das XMG8 bringt satte 5,6 kg (!) auf die Waage und weist Ausmaße von 439 x 299 x 44 mm auf.
Die Kommunikation mit externer Hardware kann das Schenker XMG8 über diverse Anschlüsse erledigen. So findet der Käufer 1 x HDMI, 1 x DVI, 4 x USB 2.0, 1 x eSATA, 1x Mikrofon, 1 x Line-In, 1 x IEEE 1394a, 1 x SPDIF, 1 x Gigabit-LAN, 1 x Modem analog V.90/92, 56Kbps, 1 x Express-Card 54 Slot, 1 x RJ-45, 1 x RJ-11, 1 x CAT TV, 1 x Infrarotport für Fernbedienung sowie einen 7in1-Card-Reader (MMC/RSMMC/MS/MS Pro/MS Duo/SD/Mini-SD) vor. Darüber hinaus gibt es eine Webcam mit 2,0 Megapixel, einen integrierten Bluetooth-Empfänger sowie Wireless LAN nach 802.11a/b/g-Standard.



Die Tastatur des Schenker XMG8 hinterlässt in der Praxis einen guten Eindruck. Der Druckpunkt der einzelnen Tasten ist gut gewählt, so dass Schreiben ohne Fehler gewährleistet ist. Eine Eingewöhnungszeit benötigt dagegen das Touchpad, da es komplett in das Gehäuse integriert ist und sich somit nicht vom Rest der Handballenauflage abhebt. Nach einigen Stunden stellt dies aber kein Hindernis mehr da. Von der Tastatur abgesehen sind auch alle anderen Tasten direkt ins Gehäuse integriert und reagieren somit nur auf eine Berührung (so zum Beispiel die Lautstärkeregelung, wobei diese des Öfteren nicht auf Anhieb so wollte wie wir).
Die integrierten Boxen im Schenker XMG8 hinterlassen für ein Laptop einen ordentlichen Eindruck, qualitativ sind sie nichtsdestotrotz nur unbefriedigend. Daran ändern auch fünf integrierte Lautsprecher sowie ein Subwoofer nichts.



Das Display weist eine Größe von satten 18,4 Zoll auf und bietet dem Käufer eine Auflösung von 1920x1080 Pixel. Das Gerät ist somit für Filme optimal geeignet, da das Seitenverhältnis 16:9 beträgt. Davon abgesehen spiegelt das Display stark, sodass es nicht möglich ist, vor einer Lichtquelle zu arbeiten. Der Blick von der Seite auf das Notebook sollte genauso gemieden werden, da das Display stark winkelabhängig ist. Dennoch ist die Qualität unterm Strich für ein Notebook ordentlich. Die Farben wirken kräftig ohne übertrieben zu sein und im Spielbetrieb konnten wir keine nennenswerten Schlieren oder Ghosting-Effekte bemerken. Ein anderes Display bietet Schenker für das XMG8 nicht an.
Ohne Strom wird das Gerät mittels eines 8-Zellen-Akku mit 4.650 mAh betrieben, der Herstellerangaben etwa anderthalb Stunden durchhalten soll. Dies ist aber stark von den ausgewählten Komponenten abhängig. Bei einem SLI-System wird die Akkulaufzeit wohl um einiges geringer sein.



Wahlweise kann das Notebook mit oder ohne Betriebssystem bestellt werden, wobei man sich zwischen Windows Vista und Windows 7 (32 Bit oder 64 Bit) entscheiden kann. Die Installation des Betriebssystems inklusive aktueller Treiber ist kostenlos. Eine 24-Monate-Garantie inklusive Abholservice ist im Kaufpreis inbegriffen. Bei Bedarf kann diese für 170 Euro auf 36 Monate beziehungsweise für 340 Euro auf 48 Monate verlängert werden.
Die weitere Ausstattung unseres Testexemplars haben wir in der folgenden Tabelle abgebildet.
| Notebook | Schenker XMG8 |
XMG8 Standard |
|---|---|---|
| Display | 18,4" Aktiv Matrix Glare | 18,4" Aktiv Matrix Glare |
| – Auflösung | 1920x1080 Pixel | 1920x1080 Pixel |
| CPU | Intel Core 2 Duo P9700 | Intel Core 2 Duo P8700 |
| – Takt, Kerne | 2,80 GHz, 2 Kerne | 2,53 GHz, 2 Kerne |
| Grafikkarte | Nvidia GeForce GTX 280M | Nvidia GeForce GTX 280M |
| – Taktraten | 595/1.463/950 MHz | 595/1.463/950 MHz |
| – Speicher | 1.024 MB GDDR3 | 1.024 MB GDDR3 |
| Hauptspeicher | 4.096 MB (2x 2.048) DDR3 | 2.048 MB (2x 1.024) DDR3 |
| – Takt | 1.066 MHz | 1.066 MHz |
| Festplatte | Seagate 320 GB mit 7.200 U/min | Seagate 250 GB mit 5.400 U/min |
| Audio | 7.1 HD-Audio | 7.1 HD-Audio |
| DVD/Blu-ray | DVD-Brenner | DVD-Brenner |
| WLAN | Intel 5100AGN (802.11n) | X |
| Akku | 8-Zellen-Akku mit 4.650 mAh | 8-Zellen-Akku mit 4.650 mAh |
| Netzteil | 220-Watt-Netzteil | 220-Watt-Netzteil |
| Betriebssystem | Windows Vista 64-Bit | X |
| Garantie | 24 Monate mit Pick-Up | 24 Monate mit Pick-Up |
| Preis | 1.835 Euro | 1.499 Euro |
Vergleichssystem
Vergleichssystem zum Laptop:
- Prozessor
- Intel Core 2 Extreme QX9770 (untertaktet auf 2,93 GHz, 2 Kerne aktiv)
- CPU-Kühler
- Noctua NH-U12P
- Motherboard
- Asus Rampage Extreme (Intel X48, BIOS-Version: 0501)
- Arbeitsspeicher
- 2x 1.024 MB G.Skill DDR3-1066 (7-7-7-18)
- 2x 1.024 MB Patriot DDR3-1066 (7-7-7-18)
- Grafikkarten
- Nvidia GeForce 9800 GT (600/1.512/900), 512 MB
- Nvidia GeForce GTS 250 (738/1.836/1.100), 1.024 MB
- Netzteil
- Coolermaster M850 Real Power Pro Modular (850 Watt)
- Peripherie
- Toshiba SD-H802A HD-DVD-Laufwerk
- Pioneer BDC-202BK SATA Blu-ray-Laufwerk
- Samsung SpinPoint F1 SATA2-HDD mit 750 GB und 32 MB Cache
- Gehäuse
- Coolermaster Stacker 832
- Treiberversionen
- Nvidia GeForce 195.62
- Software
- Microsoft Windows Vista x64 SP1
- Microsoft DirectX 9.0c
- Microsoft Direct3D 10
Synthetische Benchmarks
3DMark Vantage
Nachdem der altgediente 3DMark06 schon einige Jahre auf dem Buckel hat und somit nicht nur die Grafik mittlerweile etwas angestaubt wirkt, sondern darüber hinaus das CPU-Limit bei schnellen Grafikkarten immer mehr bemerkbar wird, wurde es höchste Zeit für einen Nachfolger. Der finnische Hersteller Futuremark hat dementsprechend nach einer langen Wartezeit den 3DMark Vantage auf den Markt gebracht, der von vornherein für die Direct3D-10-API programmiert worden ist. Grafisch bieten die zwei Spieletests dementsprechend viel fürs Auge, wobei vor allem der zweite Test Glanzpunkte setzen kann. Mit FP16-HDR, Tiefenunschärfe, Parallax Occlusion Mapping, einer physikalische Simulation auf der GPU, diversen Shadereffekten und noch vielem mehr bringt der 3DMark Vantage die 3D-Hardware problemlos ans Leistungslimit. Wir testen das Programm (falls die Grafikkarten es zulassen) im Performance-, High- und Extreme-Preset. Weitere Details zu diesem Programm gibt es in einem unserer ausführlichen Artikel. [2]


3DMark Vantage - 1920x1080
Angaben in Punkten
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Direct3D-9-Benchmarks
Call of Duty 5
Der neueste Spross aus der bekannten „Call of Duty“-Reihe namens World at War ist wieder einmal im zweiten Weltkrieg angesiedelt, und zeigt unter anderem den Kampf der Amerikaner gegen die Asiaten. Dabei schaut man sich viel von dem sehr erfolgreichen und beliebten Vorgänger Call of Duty 4 ab, was zwar nicht ganz so gut geklappt hat, aber immer noch zu einem sehr guten Spiel gereicht hat. Doch nicht nur spielerisch weiß der First-Person-Shooter zu gefallen, auch technisch macht man einen kleinen Schritt nach vorne – und das, obwohl man immer noch dieselbe Grafikengine wie in Call of Duty 2 benutzt. Optisch liegt Call of Duty 5 jedoch auf einem vollkommen anderen Niveau: Schicke Shadereffekte sowie ein intelligenter Parallax-Mapping-Einsatz vertuschen die teils etwas schwachen Texturen. Schon Call of Duty 2 konnte beim Erscheinen mit einer einzigartigen Rauchdarstellung punkten; Call of Duty 5 steht dem zweiten Teil der Serie diesbezüglich in nichts nach und kommt mit einer Rauchpräsentation daher, die zu beeindrucken weiß. Auf Direct3D-10-Unterstützung muss man aber verzichten: Call of Duty 5 setzt noch alleinig auf den Vorgänger Direct3D 9.


Call of Duty 5 - 1680x1050
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Call of Duty 5 - 1920x1080
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Riddick: Assault on Dark Athena
Riddick steht nicht nur für Vin Diesel alias Riddick himself, sondern ebenfalls für viele Schleichpassagen, spaßige Gefechte und einem nicht gerade niedrigen Gewaltgrad. Genau auf jene Elemente setzen die Hersteller auch bei Riddick: Assault on Dark Athena, das qualitativ aber leider nicht ganz an das hohe Niveau des Vorgängers heran kommt. Nichtsdestotrotz ist Riddick: Assault on Dark Athena ein sehr gutes Spiel, das ebenfalls grafisch zu gefallen weiß. Diverse Shadereffekte fallen direkt beim ersten Spielen auf und ziehen die Aufmerksamkeit auf sich. Und dank der meist dunklen Umgebung, die mit netten Schatteneffekten verstärkt wird, ist die Atmosphäre generell sehr dicht. Als Testsequenz nutzen wir eine 60 Sekunden lange Spielszene im ersten Level. Wenn man in dem neuen Riddick-Titel Kantenglättung nutzen möchte, schaltet sich automatisch das SSAO-Feature aus. Deswegen sind die FPS-Werte mit vier-fachem Anti-Aliasing höher als ohne AA.


Riddick - 1680x1050
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Riddick - 1920x1080
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Direct3D-10-Benchmarks
Anno 1404
Anno 1404 ist der neuste Spross aus der Anno-Serie, der eine große Aufgabe vor sich hat: Die drei sehr erfolgreichen Vorgänger zu toppen. Rein technisch scheint man dies locker erfüllen zu können, da Anno 1404 wohl ohne Zweifel aktuell das optisch schönste Strategiespiel ist – und das vielleicht bei weitem. So bietet der Titel sogar eine Direct3D-10-Unterstützung an, was bei Strategiespielen noch Seltenheitswert hat. Das Auge nimmt dies auf jeden Fall gerne zu Kenntnis, da Anno 1404 nicht nur eine wunderschöne Wasserdarstellung bietet, sondern auch darüber hinaus durchweg zu gefallen weiß. Einen wirklichen grafischen Schwachpunkt hat das Spiel nicht.


Anno 1404 - 1680x1050
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Anno 1404 - 1920x1080
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Bioshock
„Bioshock“, mehr oder weniger der inoffizielle Nachfolger von „System Shock 2“, hatte es bei seinem Erscheinen wahrlich nicht leicht. Die Erwartungen waren dermaßen hoch, dass es nahezu unmöglich schien, diese allesamt zu erfüllen. Im Vorfeld sprach man davon bereits als „bestes Spiel aller Zeiten“. Mittlerweile ist BioShock erschienen – ob es tatsächlich das beste Spiel aller Zeiten ist, kann man wohl noch ewig diskutieren. Eines ist aber eindeutig: Technisch ist Bioshock nicht nur sehr weit vorne, sondern wohl derzeit allen anderen Titeln voraus. Grund dafür ist die Unreal Engine 3, die die Entwickler modifiziert haben, um diese auf die eigenen Ansprüche anzupassen. Herausgekommen ist ein Direct3D-10-Renderer, der mit bisher noch nie dagewesenen Wassereffekten punkten kann. So interagiert das Wasser physikalisch korrekt mit dem Spieler, wenn dieser beispielsweise durch einen überfluteten Raum läuft. Darüber hinaus bietet Bioshock viele weitere optische Schmankerl: Schicke Partikeleffekte, spektakuläre Feuerdarstellung, realistische Schatten, schöne Oberflächen, Physikinteraktionen mit den Gegnern sowie der Umwelt und noch vieles mehr machen Bioshock grafisch zu einem Leckerbissen. Mit der Direct3D-10-API funktioniert bisher kein Anti-Aliasing, wie zuvor bereits mehrfach erwähnt wurde. Aktuelle Nvidia-Treiber ermöglichen in dem Spiel aufgrund eines „Treiber-Hacks“, dennoch die Kantenglättung im D3D-10-Modus zu aktivieren.


Bioshock - 1680x1050
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Bioshock - 1920x1080
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Crysis Warhead
Nachdem der First-Person-Shooter Crysis mittlerweile bereits ein Jahr auf dem Buckel hat, nichtsdestotrotz jedoch immer noch das bestaussehendste Spiel ist, schicken die in Frankfurt ansässigen Hersteller Crytek nun mit Crysis Warhead ein Addon in die Händlerregale, dass die grafische Qualität gar noch ein wenig weiter nach oben dreht. So sehen die Texturen etwas besser aus, ebenso die Explosionen. Vor allem bei der Darstellung der Gesichter hat man sich viel Mühe gegeben, die jetzt durch noch mehr Falten, Hautpigmenten und diversen weiteren Kleinigkeiten realistischer aussehen als jemals in einem anderen PC-Spiel zuvor. Die Direct3D-10-Unterstützung ist in Crysis Warhead unverändert geblieben, ebenso die restliche Technologie. Diese wurde in dem Addon primär auf eine bessere Performance getrimmt. Wir Testen das Spiel mittels einer 60 Sekunden langen Szene, die wir jedes mal exakt nachstellen. Genauere Details zur Testmethode findet man in unserem Spielbericht zu Crysis Warhead [3]. Einzig die Qualitätseinstellungen weichen von diesem ab, da wir durchweg die Enthusiast-Einstellung verwenden.


Crysis Warhead - 1680x1050
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Crysis Warhead - 1920x1080
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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World in Conflict SA
Mittlerweile sehen Strategiespiele zwar deutlich besser aus als noch vor einigen Jahren – so recht gelingen will es den Programmen aber nur selten, in die grafische Königsklasse, die meist von First-Person-Shootern gestellt wird, vorzudringen. Die Entwickler von World in Conflict scheinen sich damit nicht haben abfinden wollen und entwickelten eine Grafikengine, die sich vor keinem anderen Spiel zu verstecken braucht. World in Conflict Soviet Assault unterstützt die Direct3D-10-API und hat keine Schwierigkeiten, Kantenglättung unter der neuen Programmierschnittstelle anzuwenden. Schicke Shadereffekte zieren das Spiel (so wirft die Sonne beispielsweise Lichtstrahlen durch die Wolken, welche die Umgebung darunter beleuchten), ebenso detaillierte Texturen und eine realistische Schattendarstellung. Die Animationen der Spielcharaktere sind gut gelungen, was in Kombination mit einem kinoreifen Schnitt Kinoatmosphäre in den Zwischensequenzen aufkommen lässt. Als Testsequenz benutzen wir nicht die integrierte Benchmarkfunktion, da sich diese mitunter wenig berechenbar verhält. Stattdessen verwenden wir die Introsequenz zur elften Mission, die zur neuen Russen-Kampagne gehört.


World in Conflict SA - 1680x1050
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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World in Conflict SA - 1920x1080
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Performancerating
Kommen wir nun abschließend zum Performancerating. Dadurch soll es erleichtert werden, alle Ergebnisse auf einen Blick zusammengefasst zu bekommen. Da der synthetische Benchmark in dem Testparcours (sprich der 3DMark Vantage) über keine Spiele-Engine verfügen und somit keine realistische Aussagen über die Geschwindigkeit in 3D-Titeln wiedergeben, haben wir diese Applikationen aus dem Rating herausgenommen.
Performancerating - 1680x1050
Angaben in Prozent
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Performancerating - 1920x1080
Angaben in Prozent
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Rating - 1680x1050 4xAA/16xAF
Angaben in Prozent
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Rating - 1920x11080 4xAA/16xAF
Angaben in Prozent
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Sonstiges
Lautstärke
Wir unterscheiden bei den Messungen den 2D- und den 3D-Betrieb. Für die Last-Messungen wird eine Timedemo in Crysis Warhead in einer Endlosschleife ausgeführt und nach dreißig Minuten die Lautstärke notiert. Beide Messungen werden im Abstand von 15 cm zur Grafikkarte durchgeführt. Die Messung erfolgt für das gesamte Testsystem.
Lautstärke
Angaben in Dezibel
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Die Lautstärke ist bei leistungsstarken Notebooks immer problematisch. Vor diesen Problemen macht logischerweise auch das Schenker XMG8 keinen halt, die Lüfter drehen aufgrund der hohen Leistungsaufnahme entsprechend schnell. Unter Windows hält sich das Gerät zwar noch einigermaßen zurück und schafft es auf 44 Dezibel und im Vergleich zum Desktop-Rechner erscheint dieser Wert noch gut. Doch trügt das Ergebnis. Denn anders als beim Desktop-PC steht das Notebook natürlich nicht mindestens einem Meter vom Benutzer entfernt, sondern dieser sitzt direkt vor dem mobilen Computer. 44 Dezibel sind da schon deutlich wahrnehmbar und überhaupt nicht zu vergleichen mit der Geräuschkulisse, die herkömmliche Office-Notebooks an den Tag legen.
Unter Last sieht es in Sachen Geräuschemissionen dann gar grausig aus. Die geballte Abwärme kann das Schenker XMG8 nur noch durch rasend schnell drehende Lüfter abführen. 57 Dezibel sind nur noch als sehr laut zu bezeichnen – das typische Problem aktueller High-End-Spiele-Notebooks.
Temperatur
Ähnlich den Messungen zur Lautstärke werden auch die Temperaturmessungen durchgeführt. Fast alle aktuellen Grafikkarten besitzen Sensoren, die per Treiber oder Hersteller-Tool ausgelesen werden können. Die Kern-Temperatur wird dabei im Ruhezustand im Windows-Desktop und unter Last nach dreißig Minuten Crysis Warhead abgelesen.
Temperatur
Angaben in °C
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Die kritischste Komponente im Schenker XMG8 bezüglich der Temperaturen ist die Grafikkarte, sprich die GeForce GTX 280M. Unter Windows bleibt sie zwar noch angenehm kühl, da sich der 3D-Beschleuniger nicht nur massiv herunter taktet und die Spannungen senkt, sondern zudem nicht benötigte Teile abschaltet. So schafft es die GPU auf 38 Grad Celsius, ein sehr guter Wert.
Unter Last helfen die Energiesparmechanismen dem XMG8 dann aber nicht mehr und die GeForce GTX 280M erhitzt sich auf 88 Grad Celsius – und das trotz der brachialen Geräuschkulisse. Der Hauptprozessor wird während der Lastphase nicht wärmer als 66 Grad Celsius.
Leistungsaufnahme
Für die Messungen der Leistungsaufnahme wird ein handelsüblicher Verbrauchs-Monitor, den man sich auch beim örtlichen Stromversorger ausleihen kann, genutzt. Gemessen wird die Gesamt-Leistungsaufnahme des Testsystems. Auch hier gilt die Teilung zwischen Idle- und Last-Betrieb. Letzterer wird durch Verwendung von Crysis Warhead unter der Auflösung 1920x1200 simuliert.
Leistungsaufnahme
Angaben in Watt (W)
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Notebooks sind in der Regel auf eine niedrige Leistungsaufnahme ausgelegt, da ohne eine aktive Stromversorgung der integrierte Akku für eine möglichst lange Laufzeit genügend Kapazität aufweisen muss. Und um diese so gering wie möglich zu belasten, verfügen mehr oder weniger alle Komponenten über einen Energiesparmechanismus, der die Hardware herunter taktet, die Spannungen senkt oder gar komplett abschaltet. Auch im Schenker arbeiten diese Mechanismen, allerdings auf einem beachtlichen Rohleistungsniveau.
So zieht das Schenker XMG8 im Leerlauf „gerade einmal“ 47 Watt aus der Leitung (40 Prozent Bildschirmhelligkeit, bei 100 Prozent sind es 54 Watt). Im Vergleich zu einem ähnlich flotten Desktop-PC ist das sehr wenig beziehungsweise weniger als die Hälfte. Andersherum sind 47 Watt für einen mobilen Computer sehr viel. Hier zeigen sich die leistungsstarken Komponenten, mit denen das Spielgerät ausgestattet ist.
Unter Last steigt die Leistungsaufnahme massiv an. Mit 125 Watt (100 Prozent Bildschirmhelligkeit) ist der Wert mehr als zwei mal so hoch wie unter Windows und zudem nähert man sich dem Desktop-PC deutlich an. Sollte dagegen alleine die CPU arbeiten, liegt die Leistungsaufnahme nur bei 66 Watt. Der Großteil wird also durch die GeForce GTX 280M erzeugt.
Akku-Laufzeit
Beim Kauf eines Laptops spielt die Akku-Leistung in der Regel eine wichtige Rolle. Ist die Akku-Laufzeit schlecht, kann man das Gerät nur bedingt im mobilen Einsatz benutzen und muss sich ständig in der Nähe einer Steckdose platzieren.
Wir prüfen die Akku-Laufzeit mit dem Tool „Battery Eater [4]“, das durch verschiedene Profile unterschiedliche Last-Szenarien erzeugen kann. Sowohl Last mit einer 3D-Anwendung, ein Arbeiten mit einem Text/Chat als auch ein kompletter Idle-Zustand kann man simulieren. Neben dem Entladen zeichnet das Tool zusätzlich die Ladedauer des Akkus auf.
Bereits im Leerlauf zeigt sich, dass das Schenker XMG8 mit einer Dual-Core-CPU sowie einer einzelnen GeForce GTX 280M den integrierten Akku stark belastet. Denn obwohl dies nicht die mächtigsten Hardwarekomponenten sind, die Bildschirmhelligkeit so weit wie möglich verringert worden ist und das Notebook keine einzige Arbeit erledigt, hält das Gerät gerade einmal 108 Minuten durch, bevor sich Windows automatisch herunter fährt. Die Zeit zum Aufladen des Akkus beträgt 97 Minuten.



Schaltet man das Tool Battery Eater in den „Arbeitsmodus“, wird ein Chat simuliert und der Rechner somit minimal belastet. Viel Unterschied macht dies bei der Laufzeit nicht, denn das Gerät hält in diesem Fall 102 Minuten und so gerade einmal sechs Minuten weniger als im Idle-Modus durch. Zudem hatten wir die Bildschirmhelligkeit auf 40 Prozent angehoben, was demnach keinen allzu großen Einfluss auf die Leistungsaufnahme zu haben scheint. Die Zeit zum Aufladen beträgt 99 Minuten.



Handfeste Aussagen über den Lastbetrieb können wir leider nicht treffen, da sich die GeForce GTX 280M schlicht und ergreifend nicht hoch taktet, wenn keine externe Stromversorgung vorhanden ist. Stattdessen arbeitet der Grafikchip weiterhin mit den Frequenzen des 2D-Modus, was die Leistung enorm mindert. Anspruchsvolle Spiele sind also nur mit angeschlossener Stromquelle auf dem Schenker XMG8 möglich. Ohne wäre das Vergnügen mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit aber auch nur von sehr kurzer Dauer.
Beurteilung
Eines steht am Ende dieses Tests (wieder einmal) fest: Solange es kein Problem darstellt, dass ein Rechner in der Regel seinen festen Platz hat, sollten Spieler aktueller Spiele ganz traditionell zu einem Desktop-PC greifen. Er verspricht immer noch die höchste Leistung zu einem akzeptablen Preis und darüber hinaus entfallen (falls drauf geachtet wird) negative Aspekte wie eine hohe Lautstärke. Falls der High-End-Spielerechner dagegen regelmäßig nicht nur auf dem heimischen Schreibtisch stehen soll, führt kein Weg an einem Laptop vorbei. Die in diesem Test erneut verdeutlichten Nachteile dieser Lösung müssen dann in Kauf genommen werden.
Das Schenker XMG8 hat im Test als Spielmaschine einen guten Eindruck hinterlassen. Die Rechenleistung ist durchaus hoch und mit einer GeForce GTX 280M von Nvidia sowie einem modernen Dual-Core-Prozessor von Intel (P9700) liegt die Performance in Spielen nur leicht unter einem vergleichbaren Desktop-Gerät mit einer GeForce GTS 250. Damit sind die meisten Spiele flüssig wiederzugeben. Falls vom Kunden gewünscht und finanzierbar, kann auch eine flottere Quad-Core-CPU oder eine zweite Grafikkarte hinzu gefügt werden.
Da das XMG8 auf ein 18,4 Zoll großes Display mit 1920x1080 Pixeln setzt, ist im Einsatz nicht immer die native Auflösung möglich und es muss herunter geschaltet werden. Dabei hilft eine ordentliche Interpolation des Displays. Die meisten Spiele laufen allerdings in der nativen Auflösung flüssig.
Auch davon abgesehen ist das Display ordentlich. Die Ausleuchtung ist zwar nicht optimal und vor allem wird die Spiegelung den ein oder anderen Käufer stören, echte Schwachstellen hat der Monitor aber nicht. Dasselbe gilt für die Tastatur, die einen guten Druckpunkt bietet und so ein fehlerfreies Schreiben ermöglicht. Die Bedienung des Touchpads und der restlichen Tasten wird dagegen nicht jedermanns Sache sein, da es einer Eingewöhnung bedarf und selbst dann nicht immer alles optimal funktioniert.
Wofür das Gerät definitiv nicht geeignet ist, ist der mobile Betrieb zwischen Punkt A und B. Angefangen beim hohen Gewicht von über fünf Kilogramm und einer niedrigen Akkulaufzeit von 102 Minuten bei simplen Aufgaben ist es nur für die wenigsten Aktivitäten geeignet. Zumal noch nicht einmal ein kompletter Spielfilm mit einem Akku abgespielt werden kann. Solange „mobil“ also arbeiten im Akkubetrieb bedeutet, ist auch das Schenker ungeeignet.
Ganz ordentlich schlägt sich das Schenker XMG8 in der Disziplin der Lautstärke unter Windows. Das Gerät ist kein Leisetreter, der Geräuschpegel ist aber akzeptabel für die Ausstattung. Unter Last macht das Notebook dagegen einen ordentlichen Radau, da die Abluft der flotten Hardware ansonsten nicht schnell genug abgeführt werden kann.
Fazit
Wer sich ein Schenker XMG8 zulegt, sollte primär das mit dem Gerät machen, wofür es ausgelegt ist: Spielen – und das häufig an den unterschiedlichsten Orten und per Kabel an der Steckdose. Genau dann weiß das Notebook mit der hohen Rechenleistung sowie dem großen und brauchbaren Display zu gefallen. Sämtliche aktuellen Spiele können mit dem XMG8 gebändigt werden, dasselbe gilt für HD-Filme. Auch der Texteinsatz weiß zu gefallen. Dafür muss der Käufer mit dem Geräuschpegel kämpfen.
Nicht geeignet ist das XMG8 dagegen für sämtliche mobilen Einsätze abseits der Steckdose. Das Gerät ist schlicht und ergreifend zu groß, zu schwer, zu laut und vor allem die Akkulaufzeit zu gering.
Das Schenker XMG8 kommt mit einem auffälligen Äußeren daher. Der Klavierlack der Oberfläche sieht im ersten Augenblick zwar schön aus, innerhalb von wenigen Minuten ist der Glanz aber wieder vorbei. Dasselbe gilt für die zahlreichen beleuchteten Felder auf dem XMG8, die sicherlich nicht jedermanns Sache sind.
Für die 1.800 Euro (in unserer Konfiguration) ist das Schenker XMG8 also kein günstiges aber dennoch ein gutes Spielenotebook mit all' deren Nachteilen.



