Einleitung
Wenn man sich mit den inneren Werten nicht deutlich von der Masse abheben kann, müssen es die äußeren richten. So oder so ähnlich müssen HPs Überlegungen zum Envy grundsätzlich und auch beim jüngsten Vertreter Envy 14 Spectre aussehen. Während im Gehäuse bekannte Ultrabook-Technik steckt, geht man bei der Hülle eigene Wege. Mit viel Gorilla Glass und dem vermeintlich zugkräftigen Beats-Audio-Logo will man Käufer locken.
Dabei hat HP aber nicht nur mit den mittlerweile recht zahlreichen Konkurrenten zu kämpfen, sondern auch mit Intels kommender Ivy-Bridge-Generation. Diese müssen insbesondere diejenigen im Hinterkopf behalten, die sich für ein kompaktes Notebook interessieren. Denn gerade bei diesen Geräten sind die Erwartungen an die entsprechenden Prozessoren der neuen Generation hoch.
Die Frage ist also: Jetzt noch zuschlagen oder ein paar Wochen warten? Zusätzlich wollen wir in unserem Test aber auch klären, ob sich das Envy 14 Spectre im Alltag wirklich von den Mitbewerbern abheben kann.
Das HP Envy 14 Spectre wurde uns freundlicherweise von Cyberport [1] zur Verfügung gestellt.
Lieferumfang & Garantie
Auf umfangreiches Zubehör verzichtet HP. Neben den üblichen Kurzanleitungen und Garantiebedingungen findet sich in der Verpackung lediglich eine wenig alltagstaugliche Schutzhülle sowie das praktische Netzgerät. Dieses kann nicht nur wie üblich zum Laden des Notebooks verwendet werden, sondern dank USB-Port zusätzlich ein Smartphone, Tablet oder andere Geräte mit Energie versorgen.
Der Verpackungsinhalt des HP Envy 14 Spectre auf einen Blick:
- HP Envy 14 Spectre
- externes Netzteil, dreiteilig; Ausgangsspannung Notebook: 19,5 Volt, 3,33 Ampere, Ausgangsspannung USB-Port: 5 Volt, 1,5 Ampere
- Schutzhülle
- Kurzanleitung und Garantiebedingungen
HP bietet ohne Aufpreis neben der gesetzlichen Gewährleistung eine zweijährige Garantie an. Eine den Akku betreffende abweichende Regelung wird nicht angeführt.
Software
HP setzt beim Envy 14 Spectre auf Windows 7 Home Premium in der 64-Bit-Variante inklusive Service Pack 1. Darüber hinaus sind zahlreiche Programme und Tools vorinstalliert. Dazu gehören Cyberlink PowerDVD, Adobe Photoshop Elements 10 und Premiere Elements 10 und Norton Internet Security. Wiederherstellungsmedien können über eine entsprechende Anwendung ebenso erstellt werden wie Backups.
Wie nahezu alle Hersteller verzichtet auch HP auf das Einstellen der höchsten Benachrichtigungsstufe in der Windows-Benutzerkontensteuerung, was im Fall der Fälle ein Sicherheitsrisiko darstellen kann, von einigen Herstellern jedoch im Zuge von höherer Benutzerfreundlichkeit in Kauf genommen wird.
| HP Envy 14 Spectre | |
|---|---|
| BIOS | F.02 |
| Intel HD 3000 | 8.15.10.2656 |
Technik im Detail


| HP Envy 14 Spectre (3000eg) | |
|---|---|
| Prozessor | Intel Core i5-2467M 2 Kerne, 4 Threads, 1,6 – 2,3 GHz 4 MB L3-Cache, AES-NI, VT-x |
| Chipsatz | Intel HM65 (Cougar Point) |
| Display | 14" (35,5 cm) LED-Hintergrundbeleuchtung spiegelnd |
| Auflösung | 1.600 × 900 Pixel (16:9, 131 ppi) |
| Grafik | Intel HD 3000: GPU-Takt 350 – 1.200 MHz |
| Grafikspeicher | 512 MB (shared) |
| Standards | DirectX 10.1, OpenGL 3.1, Shader 4.1 |
| Arbeitsspeicher | 4 GB DDR3-1333 eine Speicherbank, keine Speicherbank frei |
| Massenspeicher | Samsung MZMPA128HMFU 128 GB, SSD S-ATA 3 Gb/s |
| Optisches Laufwerk | nicht vorhanden |
| USB 2.0 | 1× (links) |
| USB 3.0 | 1× (links) |
| eSATA | nicht vorhanden |
| Thunderbolt | nicht vorhanden |
| Netzwerk | 1× (links, Gigabit) |
| VGA | nicht vorhanden |
| DisplayPort | 1× (links, mini) |
| HDMI | 1× (links) |
| Audio | 1× (links, 3,5 mm, kombinierter Ein- und Ausgang) |
| Sonstige Anschlüsse | nicht vorhanden |
| WLAN | 802.11 a/g/n (2,4 & 5 GHz) |
| Bluetooth | 3.0 |
| Webcam | 1,3 MP |
| Kartenleser | vorne (MMC, SC) |
| Kensington Lock | unten |
| Lautsprecher | Stereo (Beats Audio) |
| Sonstige Ausstattung | nicht vorhanden |
| Akku | 55,8 Wh, 4 Zellen, Lithium-Ionen, bedingt austauschbar |
| Maße [B × H × T, in mm] | 327,0 × 20,0 × 221,0 |
| Gewicht | 1,8 kg |
CPU & GPU
Gewohnte Kost im Gehäuse. Im Envy 14 Spectre kommt Intels i5-2467M zum Einsatz, der auch in zahlreichen anderen Ultrabooks seinen Dienst verrichtet. Mit seinen zwei Kernen und einer maximalen Taktrate von 2,3 Gigahertz im Turbomodus steht für die meisten Aufgaben eine ausreichende Leistung bereit. Im Normalfall sind es allerdings nur 1,6 Gigahertz. Dank Hyper-Threading können zudem maximal vier Threads parallel ausgeführt werden – sofern die Software dies unterstützt. Zusätzlichen Schub erhält man in bestimmten Szenarien zudem durch Erweiterungen wie die AES-NI-Instruktionen oder Virtualisierungstechnik VT-x.
Nicht nur den Chip, sondern auch den vier Megabyte großen Level-3-Cache sowie die maximale Verlustleistung von 17 Watt teilt sich die CPU mit der GPU. Das Modell HD 3000 ist dabei ebenso hinlänglich bekannt. Mit Taktraten von 350 bis 1.200 Megahertz und zwölf Execution Units reicht diese für Office-Anwendungen, das Surfen im Internet und ähnlich grafisch anspruchslose Aufgaben aus. Spätestens beim Spielen stößt sie jedoch schnell an ihre Grenzen, einzig bei sehr anspruchslosen Titeln werden ausreichende Bildwiederholraten erreicht – bei niedrigen Details. Auf einen eigenen Speicher muss die GPU verzichten, auch die Unterstützung von DirectX 11 oder Shader 5 fehlt.
Performance-Vergleich 3DMark
Angaben in Prozent
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Insgesamt rangiert die Systemleistung auf dem gleichen Niveau wie beim Folio 13 aus gleichem Hause, in dem die gleiche CPU steckt. Im Vergleich mit anderen Ultrabooks bewegt man sich so im Mittelfeld. Ein deutliches Leistungsplus wäre hier in erster Linie durch die Verwendung einer dedizierten GPU zu erreichen. Entsprechende Ultrabooks sollen bereits im Sommer auf den Markt kommen.
Speicher, Laufwerke & Schnittstellen
Auch in vielen anderen Punkten gleicht das Envy 14 Spectre dem Gros der Ultrabooks. So stecken im Gehäuse vier Gigabyte Arbeitsspeicher in einem Riegel. Ein Ausbau ist von HP nicht vorgesehen. Während man in Office und vergleichbaren Anwendungen dadurch eher selten limitiert wird, sieht es bei anderen Aufgaben anders aus. Noch vor dem Speicher könnten dann jedoch die CPU und GPU als Bremse wirken.
Crystal Disk Mark 3
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
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Ebenfalls nicht ohne größeren Aufwand ist die von Samsung stammende SSD mit einer Kapazität von 128 Gigabyte erreichbar. Während die Größe in den meisten Fällen ausreichen sollte, dürfte die Geschwindigkeit den ein oder anderen Nutzer stören. Denn mit maximal 221 Megabyte pro Sekunde beim Lesen und knapp 175 Megabyte pro Sekunde beim Schreiben gehört der Flash-Massenspeicher zu den langsamsten bislang in Notebooks getesteten Vertretern. Zwar startet das System nicht spürbar langsamer als Konkurrenzmodelle, bei großen Dateien sind die Unterschiede dann allerdings ausgeprägt.
Ebenfalls nicht in Gänze überzeugend ist die Ausstattung mit Schnittstellen. Während man bei kleinen Geräten der Elf-Zoll-Klasse ein Stück weit nachvollziehen kann, dass der Platz im Gehäuse nur für zwei USB-Ports ausreicht, ist dies bei einem wesentlich größeren Ultrabook der 14er Klasse nicht der Fall. HP setzt hier auf der linken Seite auf je eine USB-2.0- und -3.0-Schnittstelle. Schon mit einer Maus und einem USB-Dongle ist das Ende der Erweiterbarkeit erreicht. Hinzu kommt, dass die beiden Anschlüsse sehr dicht aneinander liegen und bei breiten Steckern der benachbarte Anschluss blockiert wird.
Im Vergleich zur USB-Ausstattung ist die Versorgung mit Grafikausgängen fast schon großzügig. Denn neben einem HDMI-Port steht auch ein Mini-DisplayPort parat. Obligatorisch ist hingegen die einzelne Audio-Buchse, die sowohl als Ein- als auch als Ausgang fungiert.
Anschluss an Netzwerke lässt sich durch den Ethernet-Port oder per WLAN herstellen. Ersterer wird bei Nichtbenutzung leicht im Gehäuse versenkt, um die Bauhöhe zu minimieren. Letzteres arbeitet in Netzen mit 2,4 und 5,0 Gigahertz. Handys und Headsets können per Bluetooth 3.0 eingebunden werden, was zu guter Letzt ein wenig Entlastung für die beiden USB-Ports bedeutet.
Durch die Platzierung sämtlicher Anschlüsse auf der rechten Seite, den Netzanschluss einmal ausgenommen, bleibt der Platz rechts des Gerätes frei. Für Linkshänder bedeutet dies unter Umständen Komforteinbußen. Ärgerlich kann das extrem fest sitzende Netzkabel werden. Sollte jemand darüber stolpern, kann dies zum Verhängnis für das Notebook werden.
Sehr gut gefallen die verbauten Lautsprecher, bei denen HP mit Beats Audio zusammengearbeitet hat. Zwar ist man von der Qualität einer Heimanlage noch immer meilenweit entfernt, aber für ein Notebook dieser Größe ist der Klang gut bis sehr gut. Allerdings könnte der Bass ein wenig ausgeprägter sein, zudem übersteuert das Stereo-System bei der fast schon imposanten Gesamtlautstärke. Die vorinstallierte Beats-Audio-Software ermöglicht das Verändern der üblichen Parameter. Leider stehen hier nur sehr wenige vorgefertigte Profile bereit. Die verbaute Webcam reicht für Video-Telefonate vollkommen aus.
Display
HP bewirbt das Envy 14 Spectre als „Premium“-Gerät, mit dem man „neue Maßstäbe hinsichtlich Design und Konstruktion gesetzt“ habe. Dass man das Display hier nicht explizit erwähnt, dürfte seine Gründe haben. Denn die Anzeige in HPs edlem Ultrabook gehört zu den spiegelndsten, die bislang getestet wurden. Schuld daran sind im Wesentlichen zwei Faktoren: Einerseits die Abdeckung aus Gorilla Glass, andererseits die mit maximal 226 Candela pro Quadratmeter arbeitende Hintergrundbeleuchtung. Selbst in einer normalen Büroumgebung muss bereits mit der höchsten Helligkeitseinstellung gearbeitet werden, um nicht übermäßig von Reflexionen gestört zu werden. Im Freien ist das Arbeiten bei Tageslicht dann bereits fast unmöglich.
Besonders enttäuschend wird dies, wenn man die restlichen Eigenschaften des Displays betrachtet. Denn mit einer Homogenität von 88 Prozent und Farbraumabdeckungen von 74 bis 98 Prozent erreicht die Anzeige gute bis sehr gute Werte. Deutlich über dem Durchschnitt rangiert auch der Kontrast, der bei 533:1 liegt.
Eher mittelmäßig fallen dann aber wieder die Betrachtungswinkel aus. In der Vertikalen wird die Darstellung bereits früh verfälscht, insbesondere beim Blick von oben. Von der Seite betrachtet bleiben Inhalte zumindest eine Zeit lang stabil, bevor es zu Veränderungen kommt. Im Alltag reicht die Blickwinkelstabilität allerdings meist aus, sofern man alleine vor dem Notebook sitzt.
Laufzeit, Lautstärke & Temperatur
Schon in puncto Leistung offenbaren sich gewisse Parallelen zwischen dem Envy 14 Spectre und dem etwas kleineren Folio 13. Gleiches gilt auch für die Akkulaufzeiten, bei denen sich das Envy immer nur minimal geschlagen geben muss. Im Battery-Eater-Benchmark erreicht das Ultrabook mit knapp zweieinhalb und fünfeinhalb Stunden gute Werte. Im aktuelleren Powermark kann sich das Gerät sogar in der Spitzengruppe platzieren. Je nach Szenario werden hier knapp zweieinhalb (Entertainment) bis mehr als viereinhalb Stunden (Productivity) erreicht. Im Praxistest mit Bildschirmschoner- und kompletten Leerlaufphasen wurde die Marke von sechs Stunden deutlich überschritten.


Sehen lassen können sich aber auch die restlichen, aus der Systemleistung resultierenden Messwerte. So wird das Envy 14 Spectre mit 29 und 42 Dezibel (Leerlauf und Volllast) nicht sonderlich laut. Bei geringer Last arbeitet der Lüfter nur phasenweise und dann auch nur mit sehr niedrigen Umdrehungen, was konzentriertes Arbeiten möglich macht. Etwas anders sieht es da bei vollen Touren aus. Hier stört das vom Kühlsystem produzierte hochfrequente Betriebsgeräusch.


Völlig unkritisch fällt die Temperaturentwicklung aus. Im Leerlauf erwärmt sich das Ultrabook auf knapp 28 Grad Celsius auf der Unterseite, nach einer guten halben Stunde unter voller Last sind es dann gut 32 Grad. Selbst am Luftauslass des Kühlsystems sind es dann lediglich knapp 33 Grad. Die CPU erreicht dann mit 61 Grad Celsius einen ebenfalls guten Wert.
HP Envy 14 Spectre im Detail
Tastatur & Touchpad
Die im Envy 14 Spectre verbaute Tastatur kennt man so auch schon von anderen HP-Notebooks. Allerdings hat der Hersteller an einigen Punkten nachgebessert, das Ergebnis kann sich durchaus sehen lassen. Denn die Kombination aus knackigem Druckpunkt, kurzem Hub, griffiger Oberfläche und ausreichend groß konzipierten Tasten sorgt für einen sehr hohen Schreibkomfort. Im Vergleich mit zahlreichen anderen Geräten kann HP hier einen Spitzenplatz für sich in Anspruch nehmen.
Hinzu kommt, dass die Beschriftung der einzelnen Tasten keinerlei Fragen aufwirft und die leider nicht ganz gleichmäßig ausleuchtende Hintergrundbeleuchtung das Arbeiten bei ungünstigen Lichtverhältnissen erleichtert. Zwar kann diese in ihrer Intensität nicht beeinflusst werden, im Gegenzug sorgt ein Annäherungssensor für das automatische Ein- und Ausschalten. Im manuell ausgeschalteten Zustand erleichtert die permanent beleuchtete F5-Taste das schnelle Auffinden der Tastaturbeleuchtung.
Ein gewisses Maß an Eingewöhnung erfordert die Audio-Steuerung. Während diese in der Regel über die Funktionstasten am oberen Rand oder die Cursor-Tasten erfolgt, hat HP diese beim Envy 14 Spectre an der rechten Seite auf Höhe der Handballenablage angebracht. Hier stehen ein Drehregler für die Lautstärke sowie Tasten zum Stummschalten und zum Aufrufen der Beats-Audio-Software bereit.
Etwas schlechter sieht es bei der Bewertung des Touchpads aus. Denn aufgrund der sehr glatten Glasoberfläche wirkt die Fläche fast schon rutschig, das minimale haptische Feedback zahlreicher anderer Touchpads fehlt hier völlig. Allerdings werden Eingaben mit einem oder mehreren Fingern problemlos erkannt und umgesetzt. Auf dezidierte Tasten hat HP verzichtet. Stattdessen müssen Klicks per Fingerstupser oder Herunterdrücken des Touchpads ausgelöst werden. Letzteres wird durch eine fehlende optische Trennung im unteren Bereich aber leicht erschwert. Durch eine kleine Sensortaste im oberen linken Bereich kann das Touchpad leicht ein- und ausgeschaltet werden. Eine daneben liegende LED signalisiert dies gegebenenfalls.
Gehäuse
Beim ersten Blick auf das Envy 14 Spectre fällt zunächst die für ein Ultrabook ungewöhnliche Größe auf. Während die Mehrheit der Geräte mit Elf- und 13-Zoll-Displays ausgestattet ist und über dementsprechend kompakte Gehäuse verfügt, setzt HP auf eine 14 Zoll große Anzeige. Damit hebt sich das Notebook sichtbar ab. Damit einher geht auch, dass das Gerät dicker ausfällt. Nur aufgrund der Vorgaben Intels, nach denen Geräte mit 14 Zoll oder mehr in der Höhe mehr als 18 Millimeter messen dürfen, fällt das Envy 14 Spectre in die Ultrabook-Kategorie.
Dabei wirkt das Notebook nicht klobiger als andere Ultrabooks, was in erster Linie auf das durchaus gelungene Design zurückzuführen ist. HP setzt hier auf klare Linien und Formen. Optische Gimmicks finden sich nur in Form des beleuchteten Herstellerlogos sowie des Beats-Audio-Emblems am rechten Rand der Handballenablage. Letzteres ist als rot leuchtende LED umgesetzt, die im ersten Moment störend wirkt. Im Alltag entpuppt sie sich allerdings als harmlos, da in der Regel der rechte Arm über ihr liegt.
Eine stilistisch wichtige Rolle spielt beim Envy 14 Spectre Glas. Nicht nur die Oberseite des Deckels besteht aus dem als robust geltenden Gorilla Glas, auch vor der eigentlichen Anzeige wird dieses verwendet. Zu guter Letzt findet es auch auf der Handballenablage Verwendung. Allerdings integriert HP den acht Zentimeter breiten Streifen nicht nahtlos in das Gehäuse. Dadurch entsteht eine leichte Kante, an der sich schnell Schmutz sammelt. Das restliche Gehäuse besteht weitestgehend aus einem Aluminiumblock, in den die Tastatur eingearbeitet ist. Einzig am Boden setzt HP auf Kunststoff. Dieser ist leicht angeraut und wirkt hochwertig. Lobenswert ist hier der simple Öffnungsmechanismus, durch den man schnell an den bedingt wechselbaren Akku gelangt. Bedingt deshalb, da beim Entfernen das Garantiesiegel zerstört wird. An Arbeitsspeicher oder SSD gelangt man auf diesem Wege nicht.
Nichts zu bemängeln gibt es an der Verarbeitungsqualität. Scharfe Kanten oder ungleichmäßige Übergänge zwischen einzelnen Bauteilen sucht man vergebens. Einzig bei den Scharnieren sind leicht unterschiedliche Spaltmaße zu beobachten. Trotzdem sitzen diese fest und halten das Display sicher an Ort und Stelle. Auch stärkere Stöße werden fast vollständig kompensiert. Etwas weniger gut sieht es bei der Verwindungssteife aus. So kann der Deckel trotz des großflächigen Einsatzes von Gorilla Glass schon mit geringem Krafteinsatz verformt werden.
Fazit
Die eingangs gestellte Frage nach der Eigenständigkeit des Envy 14 Spectre kann nach unserem Test klar und eindeutig beantwortet werden, denn optisch setzt sich das HP-Ultrabook teils deutlich von der Konkurrenz ab. Dabei beschreitet man allerdings ähnlich wie Dell mit seinem XPS 13 [2] einen zweischneidigen Weg, der auch hier zum Punktabzug führt. Denn so gelungen ein mit viel Glas versehenes Gerät im ausgeschalteten Zustand auch aussieht: Spätestens im Freien überwiegen die Nachteile. Vor allem dann, wenn wie in diesem Fall die Hintergrundbeleuchtung derart schwach ausfällt. Dies ist insbesondere insofern ärgerlich, als dass das Display in allen anderen Punkten überzeugen kann. Neben einem überdurchschnittlichen Kontrast bietet es sehr gute Werte bei den verschiedenen Farbraumabdeckungen.
- sehr gute Tastatur
- gute Verarbeitung
- gute Laufzeiten
- vergleichbar gute Lautsprecher
- beleuchtete Tastatur
- nur zwei USB-Ports
- stark spiegelndes Display
- geringe Maximalhelligkeit
Kann man sich jedoch mit dem spiegelnden Display abfinden, erhält man mit dem Envy 14 Spectre eines der besseren Ultrabooks. Während die Tastatur ein „sehr gut“ erhält, stehen die Laufzeiten sowie die Verarbeitung dem nur in sehr geringem Maße nach. Störend wirkt dann nur noch die geringe Anzahl an USB-Ports sowie der unter Volllast deutlich wahrnehmbare Lüfter. Alternativen wären das bereits angeführte XPS 13, welches allerdings ebenfalls unter einem spiegelnden Display leidet oder das Asus Zenbook UX31E [3].
Schwieriger wird es, wenn man den baldigen Start der zweiten Ultrabook-Generation berücksichtigt. Denn hier gilt als sicher, dass die neuen Ivy-Bridge-ULV-CPUs nicht zuletzt aufgrund der deutlich potenteren Grafikeinheit einen deutlichen Mehrwert bieten werden. Wer also nicht sofort zugreifen will oder muss, sollte die kommenden Wochen abwarten.
Preise und Verfügbarkeit
Das HP Envy 14 Spectre wird seit Mitte März angeboten. Dabei steht derzeit nur die hier getestete Konfiguration zur Wahl. Die Preise dafür beginnen bei knapp 1.380 Euro [4].
Anhang
Synthetische Benchmarks
Truecrypt 7.0a, Geekbench, Windows 7 Leistungsindex
TrueCrypt ist ein Open-Source-Verschlüsselungstool, mit dem sich auch spezielle CPU-Fähigkeiten wie AES-Befehlssätze oder mehrere Prozessorkerne gut testen lassen. Prozessoren, die dieses Merkmal aufweisen, erreichen im Schnitt vier- bis achtmal so hohe Werte. Zu den CPUs mit AES gehören unter anderem fast alle „Sandy Bridge“-Prozessoren der i5- und i7-Familie.
Download: TrueCrypt [5]
Truecrypt 7.0a - AES
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
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Geekbench ist ein plattformübergreifender Benchmark, die Prozessorleistung und Geschwindigkeit des Speichers berücksichtigt. Ein mit 1,6 Gigahertz getakteter PowerMac G5 würde eine Wertung von 1.000 erreichen.
Geekbench
Angaben in Punkten
|
Mit dem x264 HD Benchmark lässt sich Encoding-Leistung einer CPU ermitteln. Dabei wird ein kurzes HD-Video in das x264-Format umgewandelt. Dabei werden sowohl mehrere CPU-Kerne als auch Hyper-Threading genutzt.
x264 HD Benchmark 4.0
Angaben in Bilder pro Sekunde (FPS)
|
Bereits seit Windows Vista verfügt Microsofts Betriebssystem über eine integrierte Leistungsanzeige, die anhand verschiedener Kriterien die verschiedenen Komponenten bewertet. Ausschlaggebend für die Gesamtwertung ist dabei die jeweils schwächste im System verbaute Komponente.
Windows 7 Leistungsindex
Angaben in Punkten
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PCMark
Mit dem PCMark Vantage und PCMark 7 soll in erster Linie die Leistung im Produktiv-Einsatz getestet werden. Neben der CPU sind hier vor allem Arbeitsspeicher und Festplatte gefragt. Letzterer Leistung wird durch den HDD-Score gesondert erfasst.
Download: PCMark Vantage [6]
PCMark Vantage
Angaben in Punkten
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PCMark 7
Angaben in Punkten
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3DMark Vantage
Der zweite bekannte Benchmark aus dem Hause Futuremark hat einen anderen Schwerpunkt. Hier geht es vor allem um die Spieleleistung, neben einer schnellen CPU ist hier besonders eine leistungsstarke Grafikkarte wichtig. In der 2008 vorgestellten Version „Vantage“ werden unter anderem die DirectX10-Fähigkeiten der für die Grafik zuständigen Komponenten bewertet.
Download: 3DMark Vantage [7]
3DMark Vantage (Entry)
Angaben in Punkten
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3DMark Vantage (Performance)
Angaben in Punkten
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Cinebench 11.5
Mit Cinebench lassen sich sowohl die Leistung eines einzelnen Prozessor-Kerns als auch die des ganzen Prozessors testen. Zusätzlich wird auch die Geschwindigkeit der Grafikkarte in einem separaten Test gemessen. Als Basis des Testprogramms dient Maxons 3D-Software Cinema 4D.
Download: Cinebench [8]
Cinebench R11.5
Angaben in Punkten
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Spiele-Benchmarks
Starcraft 2
Mit StarCraft 2 hat Blizzard einen Klassiker der Echtzeitstrategie neu aufgelegt. Dabei zeigt sich die verwendete Engine als sehr anpassungsfähig. Durch zahlreiche Optionen kann die Grafik auch an schwächere Systeme angepasst werden. Gerade bei vielen Einheiten werden dann aber schnellere Komponenten gefordert. Zur Ermittlung der Leistung wurde die erste Mission der Kampagne ausgewählt.
StarCraft 2 – 1.366 x 768
Angaben in Bilder pro Sekunde (FPS)
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StarCraft 2 – 1.600 x 900
Angaben in Bilder pro Sekunde (FPS)
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Battlefield: Bad Company 2
Zum Ermitteln der Systemleistung wird in „Battlefield: Bad Company 2“ der Anfang der dritten Mission des Einzelspieler-Modus verwendet, mit vielen Bäumen, Wasser und dem Ausblick auf ein großes Tal ist dieser Abschnitt – in Bezug auf die Leistung des Systems – einer der fordernsten Abschnitte des Spiels.
Battlefield: Bad Company 2 – 1.366 x 768
Angaben in Bilder pro Sekunde (FPS)
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Battlefield: Bad Company 2 – 1.600 x 900
Angaben in Bilder pro Sekunde (FPS)
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Messwerte
Display
Display
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Akku & Verbrauch
Ermittelt wird der Verbrauch mit einem entsprechenden Messgerät. Dieses erfasst Verbräuche ab 0,05 Watt, die Abweichung beträgt +/- fünf Prozent. Gemessen wird im Standby, im Leerlaufbetrieb (Desktop) und unter Volllast. In letzterem Fall wird die gleiche Situation genutzt, die auch bei der Messung der Temperaturen unter Last verwendet wird. Die Werte stellen aber lediglich die Spitzen in der jeweiligen Situation dar.
Verbrauch Notebooks
Angaben in Watt (W)
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Für das Ermitteln der Akkulaufzeit im Leerlauf und unter Last verwenden wir Battery Eater bei einer Bildschirmhelligkeit von 140 Candela pro Quadratmeter sowie aktiviertem WLAN. Im Leerlauf wird dabei das Leser eines Dokuments simuliert, unter Last werden alle wichtige Komponenten einbezogen. Im Praxistest wird das Gerät zum Surfen im Internet sowie zum Schreiben verwendet. Hinzu kommen mehrere Phasen des Leerlaufs, in denen der Bildschirmschoner nach zehn Minuten, die Bildschirmabschaltung nach 15 Minuten aktiviert wird.
Akku
Angaben in Stunden, Minuten
|
Auch beim Ermitteln des Verhältnisses von Laufzeit und Leistung wird das Programm Battery Eater verwendet. Im Lastszenario wird dabei die von CPU, GPU und Festplatte erbrachte Leistung aufgezeichnet. Ein höherer Punktestand bedeutet somit mehr Leistung pro Akkuladung.
Vergleich Ausdauer/Leistung
Angaben in Punkten
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Aus dem Hause Futuremark kommt der Powermark-Test. Dieser soll anhand von drei voreingestellten Szenarien – Balanced, Productivity und Entertainment – möglichst praxisnah die Akkulaufzeiten ermitteln. Dabei werden, je nach Szenario, unterschiedliche Systemkomponenten belastet. Zu den Aufgaben gehören die Wiedergabe eines H.264-Videos, das simulierte Verfassen eines Textes, das Surfen im Internet sowie die Bewältigung eines DirectX-9-Tests.
Powermark
Angaben in Stunden, Minuten
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Wie effizient ein System mit der gespeicherten elektrischen Energie umgeht, zeigt das folgende Diagramm. Dabei werden sowohl die Akkukapazität in Wattstunden (Wh) als auch die erreichten Laufzeiten (Battery Eater) berücksichtigt. Die aufgelisteten Ergebnisse entsprechen dabei der Laufzeit in Minuten pro Wattstunde.
Verhältnis Laufzeit/Akkukapazität
Angaben in Punkten
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Lautstärke & Temperatur
Die Lautstärke wird in einem Abstand von etwa 50 Zentimetern zum Display gemessen. Diese Position entspricht in der Regel der des Kopfes des Nutzers.
Lautstärke im Vergleich
Angaben in Dezibel
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Die Gehäusetemperatur wird mittels eines Kontaktthermometers an neun Punkten auf Ober- und Unterseite des Notebooks ermittelt.
Gehäusetemperatur Leerlauf
Angaben in °C
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Gehäusetemperatur Last
Angaben in °C
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Prozessortemperatur
Angaben in °C
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