Einleitung
In letzter Zeit haben wir uns hier bei ComputerBase nur selten mit Peripherie-Geräten wie zum Beispiel Tastaturen beschäftigt. Grund genug für uns, in diesem Review jeweils zwei Tastaturen von Microsoft und Logitech einem direkten Vergleich zu unterziehen. In Sachen Microsoft handelt es sich einerseits um das Office Keyboard und andererseits um den Wireless Desktop, Logitech ist mit dem Internet Navigator Keyboard und dem Cordless Desktop Optical in unserem Vergleichstest vertreten. Der Name verrät es bei zwei Testgeräten auch schon: Wireless und Cordless. Diese Geräte arbeiten mit Funk und können so auch aus einiger Distanz zum Rechner trotzdem noch mit diesem kommunizieren und Daten übertragen. In wie weit sich diese Technik für Tastaturen eignet wird der Test zeigen. Des Weiteren haben sich alle Tastaturen in Sachen Form und Funktionalität soweit verändert, dass sie sich teilweise stark von herkömmlichen 105 Tasten-Tastaturen unterscheiden. So sind alle vier Testkandidaten deutlich größer, bieten aber zugleich ein schöneres Design und einen erweiterten Funktionsumfang wie zum Beispiel Hotkeys oder ein extra Scrollrad, wie man es auch auf jeder Maus mit Wheel findet. Auch in Sachen Komfort und Ergonomie hat sich viel getan, so dass das Arbeiten mit der Tastatur auch nach Stunden noch angenehm ist und die Handgelenke nicht schmerzen. Wie sich die Kandidaten in diesen und weiteren Bereichen schlagen, wird der folgende Vergleichstest zeigen.
Die Testkandidaten
Wie bereits im Vorwort erwähnt, treten vier Kandidaten in unserem Vergleichstest gegeneinander an: Erster aus den Reihen von Microsoft ist der Wireless Desktop (rund 80 Euro), welcher eine kabellose Tastatur inkl. kabelloser Maus mit sich bringt und zusätzlich noch mit 10 Hotkeys ausgestattet ist. Zweiter ist das Microsoft Office Keyboard (ca. 60 Euro), welches neben einer ganzen Menge an Hotkeys auch eine Erweiterung mit Scrollrad und Sondertasten an der linken Seite bietet. Logitech tritt mit dem Cordless Desktop Optical (rund 150 Euro) und dem Internet Navigator Keyboard (ca. 40 Euro) an, welche sich bis auf ein paar Kleinigkeiten gleichen.




Verpackung und Lieferumfang
Die beiden Logitech-Geräte kommen in einem schicken weiss-grünen Karton daher, wobei sich diese nur durch die Abbildungen, die Abmessungen und den Produktnamen unterscheiden. Die Microsoft-Tastaturen kommen in weiss-roten Kartons, die sich ebenfalls nur in Produktname, Abmessungen und Abbildungen unterscheiden. Im Lieferumfang aller vier Tastaturen ist jeweils alles enthalten, was man für den Anschluss und alltäglichen Betrieb benötigt.
Logitech: Die Packung für das Internet Navigator Keyboard ist, was die Größte betrifft, in etwa nur so groß wie die Tastatur selbst und somit recht kompakt. Der Cordless Desktop Optical hingegen kommt in einer rund doppelt so hohen Schachtel daher und ist dadurch etwas sperriger, was auch eine relativ schlechte Transportierbarkeit in Taschen bedeutet. Der Lieferumgang des Internet Navigator Keyboard hingegen kann sich sehen lassen und beinhaltet alles was man braucht:
- Schnellstart-Anleitung
- iTouch-Software
- Handbuch (auf CD)
- Richtlinien zur Vermeidung von Gesundheitsschäden (auf CD)
- USB-PS/2-Adapter
- Garantiekarte
- Navigator-Tastatur
- Handballenauflage
- 5 Jahre Garantie
Beim Cordless Desktop liegt neben eben erwähnten Dingen auch noch der Cordless Mouse Man Optical, eine Empfangs- und Sendestation sowie 6x Batterien Typ AA (Mignon) bei. An die Stelle des Navigator Keyboards tritt dabei das Cordless Desktop Keyboard.


Microsoft: Der Karton des Office Keyboard ist mit 58cm in der Breite schon recht ansehnlich und leider ebenfalls relativ unhandlich in einer Tasche zu transportieren. Der des Wireless Desktop entspricht in der Größe etwa dem des Cordless Desktop Optical. Die Packung des Office Keyboard enthält neben dem Keyboard selbst alles Wichtige:
- „Erste-Schritte“-Handbuch
- IntelliType Pro Software
- Handbuch und Ergonomie-Hinweise (auf CD)
- USB-PS/2-Adapter
- 3 Jahre Garantie
Der Wireless Desktop kommt mit folgenden Dingen im Karton daher:
- Handbuch
- IntelliType Pro Software
- IntelliPoint Software
- Wireless Desktop Wheel Mouse
- Sende- und Empfangsstation mit PS/2-Anschlüssen
- Batterien: 2x AAA (Micro), 2x AA (Mignon)
- Handballenauflage
- 3 Jahre Garantie


Insgesamt kommen also alle Tastaturen komplett mit allem Benötigten daher, mehr ist auch garnicht nötig.
Design und Form
Damit setzen wir auch schon bei einem Punkt an, in dem sich wohl beide Hersteller einig sind: Das Design bei Tastaturen spielt eine wichtigere Rolle. Dabei wird jedoch nicht zwangsweise auf Ergonomie oder Sonderfunktionen verzichtet, im Gegenteil, alle Tastaturen bieten auch auf diesem Gebiet einige Vorteile.
Logitech: Die Logitech Tastaturen unterscheiden sich beide kaum in Design und Form. Einige Unterschiede gibt es dennoch. So ist das Cordless Desktop Keyboard in schickem, leicht transparentem schwarz gehalten (die Sende- und Empfangsstation übrigens auch). Alle Tasten, von den Sondertasten abgesehen, haben einen etwas helleren Farbton, was einen schönen Kontrast zwischen Tastatur und den Tasten selbst ergibt. Das Internet Navigator Keyboard hingegen ist in beige und blau gehalten, wobei die Tasten, die man sonst auch auf einem normalen Keyboard findet, und der Rest des Keyboard in beige sind. Die Sondertasten und der Bereich für Multimedia-Steuerung sind in dunklem blau.
Die Form ist ebenfalls sehr ausgefallen. Beide Keyboards sind mit gerade einmal 3 Zentimeter an der höchsten Kante bei eingeklappten Standfüßen sehr dünn, entsprechend handlich liegt das Cordless Keyboard in der Hand, wenn man es nicht gerade auf dem Schreibtisch verwendet. Dazu kommt noch, dass es angenehm leicht ist. Dank der Funkübertragung der Daten kann man sich gemütlich in den Stuhl setzen und weiterarbeiten/spielen/surfen oder was auch immer, man muss auf jeden Fall nicht immer am Schreibtisch sitzen oder ein lästiges Kabel ziehen, wenn man gerade mal etwas bequemer sitzen möchte.
Auf ein Scrollrad, wie man es von einer Maus kennt und gewöhnt ist, muss man ebenfalls nicht verzichten: Beide Tastaturen haben jeweils an ihrer linken Seite ein Scrollrad untergebracht. Darunter befinden sich zwei weitere Knöpfe, die das Surfen ein wenig angenehmer gestalten sollen. Darauf gehen wir jedoch im weiteren Verlauf ausführlicher ein. Die Hotkeys der beiden Keyboards sind insgesamt sehr gut gelegen und lassen sich schnell erreichen, durch ausreichend Abstand zwischeneinander läuft man auch nur wenig Gefahr, einen falschen Button zu erwischen. Noch ein kleiner Unterschied zwischen den Boards: Das Justieren der Lautstärke. Beim Cordless Keyboard geschieht dies über ein Drehrad, dass man jeweils nach links für leiser oder nach rechts für lauter drehen kann, beim Navigator Keyboard über zwei Tasten mit einem Plus- bzw. Minus-Zeichen und einem Pfeil in die entsprechende Richtung (auf oder ab bzw. lauter oder leiser). Was einem beim Cordless Desktop Keyboard nach einiger Zeit Benutzung auffällt ist, dass es keine LEDs gibt. Diese zeigen bei anderen Tastaturen die Zustände der Umschalttasten an, z.B. Num bei aktiviertem Nummernblock. Dies entfällt komplett bei diesem Modell.




Microsoft: Die Microsoft Exemplare geben sich etwas großzügiger in ihren Abmessungen und auch im Gewicht gibt es klare Differenzen zwischen den Modellen von Logitech und denen von Microsoft. Auch kommen sie nicht in so eleganten Farbkombinationen daher, wie dies bei den Logitech-Tastaturen der Fall ist. Aber dennoch sind beide Tastaturen nett anzusehen, besonders was die sehr wuchtige und auffällige Form des Office Keyboard betrifft. Dabei wären wir auch schon bei einem Pluspunkt des Office Keyboard, denn es hat bereits eine, zugegeben etwas kurze, aber nützliche Handballenauflage integriert, an dessen linken Verlängerung noch diverse Tasten und ein extragroßes Scrollrad angebracht sind. Die Hotkeys dienen hauptsächlich oft benutzten Funktionen in Office oder im Microsoft Explorer, worauf auf Seite 5 "Hotkeys und Sonderfunktionen" noch weiter eingangen wird.
Die Abmessungen. Wie eingangs erwähnt, ist das Office Keyboard eines der breitesten, die mir im Desktop-Bereich je untergekommen sind. Circa 51,8 Zentimeter misst es von den jeweils äußersten Punkten. Zum Vergleich: Meine Standard 105-Tasten Tastatur misst nur gut 45 Zentimeter in der Breite. Die Tiefe des Office Keyboard ist ebenfalls ein Fall für sich, denn mit rund 26 Zentimetern ist es schon mehr als 10 Zentimeter tiefer als die Standard-Tastatur. Man sollte also entsprechend Platz auf seinem Schreibtisch haben. Das Wireless Desktop Keyboard steht dabei im krassen Gegensatz zum Office Keyboard. Es besitzt die kleinsten Ausmaße unter den Testkandidaten und ist auch fast nur so groß wie ein Standard-Keyboard. Dennoch macht es durch seine runden Kanten und Übergänge einen guten optischen Eindruck. Wer sich nun fragt, ob auch bei diesem kabellosen Modell die LEDs für die Statusanzeige der Feststelltasten weggelassen wurden, den kann ich beruhigen: Die LEDs sind auf der Empfangs- und Sendeeinheit untergebracht, welche dann allerdings in Sichtweite stehen sollte, damit man die LEDs sehen kann.
Was einem noch beim Office Keyboard auffallen sollte ist, dass die Tastenanordnung teilweise stark geändert wurde. So sind die F-Tasten nicht wie üblich in 3x 4er-Reihen, sondern in 4x 3er-Reihen angeordnet. Auf den recht gewöhnungsbedürftigen, etwas nachteiligen Effekt komme ich später zu sprechen. Des weiteren ist der 6er-Tastenblock oberhalb der Cursor-Tasten verändert worden. Wie gewöhnlich sechs Tasten (Einf, Pos 1, BildAuf, Entf, Ende und BildAb) befinden sich hier nurnoch fünf Tasten, die Taste Einf befindet sich nun oberhalb des Nummernblocks zusammen mit den Tasten Druck, Rollen und Pause. Zu sehen auf dem rechten Bild.




Ergonomie
Kommen wir zu einem wichtigen, wenn nicht sogar dem wichtigsten Punkt bei einer Tastatur: Der Ergonomie. Was verstehen wir darunter? In heutigen Zeiten wird Ergonomie als eine Wissenschaft definiert, die Regeln und Erkenntnisse zur Gestaltung für von Menschen genutzten Dingen liefert. Ein kleines Beispiel: Ein ergonomischer Arbeitsplatz verfügt über ausreichend frische Luft, eine gute Beleuchtung und alle Arbeitsmaterialien liegen griffbereit. Auf ein Review über Tastaturen bezogen liesse es sich so darstellen, dass diese, um eine gute Ergonomie aufzuweisen, über eine angenehme Handballenablage verfügen und die Tasten sich gut drücken lassen. Ob diese und einige weitere Punkte zutreffen werden wir nachfolgend erfahren.
Logitech: Die Logitech Tastaturen bieten insgesamt eine gute Ergonomie. Die Tasten sind angenehm und leicht zu drücken, der Druckpunkt gut zu fühlen. Die Lautstärke der Tastenanschläge hält sich ebenfalls im angenehmen Bereich und ist somit nicht nervend oder in anderer Weise störend. Einzig die Hotkeys und die Tasten der Multimedia-Steuerung lassen sich mit etwas mehr Druck betätigen, wobei der Druckpunkt insgesamt etwas schwach, aber dennoch zu fühlen ist. Das integrierte Mausrad an der linken Seite beider Tastaturen ist man sofort gewöhnt, wenn man bereits eine Maus mit Mausrad benutzt. Weiterhin lässt es sich angenehm drehen, jedoch fühlt man schlecht die einzelnen Einrast-Positionen des Rades, weshalb man auch schonmal zu weit drehen kann. Eine Eigenschaft trifft jedoch nicht beim Cordless Desktop Keyboard auf: Die Tasten für die Lautstärkeregelung ist bei diesem durch eine Drehscheibe ersetzt worden, wie bereist erwähnt. Diese lässt sich ohne viel Widerstand angenehm, leicht und stufenlos drehen.
Die Handballenauflagen der beiden Tastaturen sind bis auf die Farbe völlig identisch, was dazu noch der Umstand beweist, dass sich die Auflagen der Tastaturen problemlos vertauschen lassen. Die Auflagen werden dabei an die Frontseite herangeführt und über den vorderen Teil drübergeschoben, wobei unter den Tastaturen zwei Halteklammern einrasten, die recht stabil sind, sich aber dennoch wieder leicht und ohne Gewalt entfernen lassen können.
Eher nebensächlich, aber trotzdem interessant zu wissen, ist das Gewicht der Tastaturen. Bei kabellosen macht es sich eher bemerkbar, da man diese eventuell mal in der Hand hält oder auf dem Schoß liegen hat und auf diese Art seinen Computer bedient. Beim kabellolsen Logitech-Keyboard kann man beruhigt Entwarnung geben, denn mit 1,1 Kilogramm ist es noch recht gut und angenehm leicht zu benutzen, auch wenn das Gewicht nicht so gering ist wie das vom Konkurrenz-Modell von Microsoft.
Microsoft: Bei Microsoft sieht die Sache schon etwas anders aus. Das darf man jetzt nicht falsch verstehen, im Großen und Ganzen sind es nur ein paar kleine Macken, die sich nur geringfügig auswirken. So klacken die Tasten beim Drücken ziemlich laut, was bei ruhigem Umfeld und häufigem und vor allem schnellem Tippen schon ein bisschen auffallen kann. Störend wirkt es sich aber deswegen nicht unbedingt aus. Im Gegenzug "hört" man sehr gut die Druckpunkte der Tasten, welche man auch gut fühlen kann. Die Hotkeys auf dem Office Keyboard sind eine rundum gelungene Sache, denn sie lassen sich angenehm und leise drücken. Das breite Mausrad an der linken Seite der Tastatur ist ebenfalls sehr gut gelungen, es rollt leicht und die Einrast-Positionen sind gut zu fühlen, weshalb man selten zu weit drehen wird.
Zum Thema Handballenauflage muss man bei den Microsoft-Modellen differenzieren, denn diese sind nicht wie bei den Logitech-Modellen identisch. Die Auflage des Wireless Desktop Keyboard ist etwas instabil ausgefallen. Das Handgelenk liegt zwar gut auf und die Finger können jetzt gut die Tasten erreichen, jedoch wackelt die Auflage etwas und sitzt nicht so fest wie bei den Logitech-Tastaturen. Zudem lässt sie sich nur schwer entfernen, da die beiden Halteklammern wirklich stramm sitzen, im Gegenzug aber viel Spielraum für Auf- und Abwärtsbewegung bieten, wodurch das oben beschriebene Wackeln zustande kommt. Beim Office Keyboard ist da die ganze Sache schon etwas eleganter gelöst, denn dort ist die Handballenauflage bereits fester Bestandteil des Keyboards. In wie weit dies jetzt gefällt ist jedem selbst überlassen. Auf jeden Fall ist sie sehr praktisch, da sie nicht instabil ist. Auch die Hand liegt jetzt komplett auf der Tastatur auf und die Finger können die Tasten sehr gut erreichen. Wie jedoch unter "Design und Form" besprochen, ergibt sich so eine relativ große Tiefe.
Zum Gewicht der kabellosen Microsoft Tastatur ist nich viel zu sagen, sie ist mit rund 850 Gramm auf jeden Fall leichter als das Konkurrenz-Modell von Logitech und liegt somit angenehm auf dem Schoß oder in der Hand.
Dokumentation
Leider setzt sich ein für den Hersteller recht nützlicher, für den Endkunden aber recht ärgerlicher Trend auch hier fort: Der Verzicht auf eine umfassende, gedruckte Anleitung. Microsoft und Logitech legen ihren Tastaturen leider nur "Quick-Start"-Guides bzw. Schnellstart-Anleitungen bei, ein umfassendes Handbuch ist leider nur unter Windows verfügbar. Die Schnellstart-Anleitung lässt sich dabei in vielen Sprachen lesen, unter anderem in Englisch, Deutsch, Französisch, Holländisch und Italienisch.
Logitech: Die Schnellstart-Anleitung für das Internet Navigator Keyboard ist ein wenig kurz, beschreibt dafür jedoch alle nötigen Schritte, um die Tastatur am PS/2- und USB-Port anzuschliessen und zum Funktionieren zu bringen. Weiterhin werden die Hotkeys kurz beschrieben, das Belegen der Internet-Tasten und eine kurze, zwei Punkte umfassende, Fehleranalyse geboten. Schließlich gibt es noch einen Hinweis auf das Handbuch auf der CD, welches man laut Schnellstart-Anleitung unbedingt lesen sollte. Für den Anfänger sicher empfehlenswert, der versierte Profi hingegen wird das Handbuch jedoch sicherlich nicht einmal installieren.
Insgesamt ist das Handbuch sehr umfangreich und gut bebildert. Es beschreibt sehr detailiert alle Funktionen der beiden Tastaturen. Ja richtig, der beiden Tastaturen. Da die Software die selbe ist, ergibt es sich auch, dass das Handbuch, welches der Software automatisch beiliegt, ebenfalls identisch ist. Eine kurze Fehleranalyse inkl. Lösungsvorschläge ist ebenfalls enthalten.
Microsoft: Bei Microsoft setz sich der Trend zur Schnellstart-Anleitung ebenfalls durch, ein umfassendes Handbuch ist jedoch auch hier mit auf der CD. Dies ist jedoch nicht mal schlimm, da auch hier, wie bei Logitech, keine kritischen Fragen offen bleiben. Die Schnellstart-Anleitung des Wireless Desktop Keyboard führt einen dabei in Französisch und Deutsch vom Einlegen der Batterien über den Anschluss an den Computer bis hin zur Software-Installation und Einrichtung. Beim Office Keyboard sieht die Sache etwas anders aus, hier wird lediglich das Anschließen an den Windows- oder Macintosh-Rechner, das Installieren der Software sowie die Leuchtdioden und die Funktion der "F Umschalt"-Taste beschrieben. An Sprachen stehen dabei Deutsch, Englisch, Französisch und Holländisch zur Auswahl. Die Onlinehilfe ist etwas umständlich und auf den ersten Blick schwer zu erreichen. Man muss in der Software zu der Registrierkarte "Tasteneinstellungen" wechseln und dort den Button "Hilfe" anklicken.
Dort angekommen bietet die Hilfe einem alles wissenswerte von den Funktionen der Sonder- und Standardtasten über die Bedeutung der LEDs auf der Tastatur bis hin zu Tastenkombinationen mit der Windows-, Steuerungs- und Alt-Taste. Eine Problembehandlung und ein "Handbuch für den ergonomischen Umgang mit der Tastatur" runden das Angebot an Informationen ab.
Auch bei den Mircosoft-Tastaturen sind die Dokumentationen gleich, da einheitlich die IntelliType Pro Software genutzt wird, die diese beinhalten.
Hardware-Installation
Kommen wir nun wieder zu einem recht einfachen Thema: Die Hardware-Installation. Für gewöhnlich steckt man bei USB einfach das Kabel rein - und es geht. Bei PS/2 verhält es sich übrigens unter XP auch so. Bei den Tastaturen gibt es jedoch noch einige Feinheiten zu beachten. Genauer genommen eigentlich nur bei den kabellosen Modellen, da hier noch zusätzlich eine Verbindung mit der Sende-/Empfangsstation aufgebaut werden muss.
Logitech: Der Anschluss des Internet Navigator Keyboards ist sehr einfach: USB-Stecker einstecken und fertig. Wenn der Rechner noch aus ist einfach einschalten und die Tastatur funktioniert. Wer möchte kann auch den mitgelieferten USB-PS/2-Adapter benutzen. Als weiterer Schritt wird dann unter Windows die Software installiert, was jedoch im nächsten Abschnitt extra behandelt wird. Beim Cordless Desktop sieht die Sache etwas anders aus, hier wird das Tastatur-Kabel von der Sende-/Empfangsstation in den PS/2-Port gesteckt. Dann muss man jedoch die Tastatur mit der Station "connecten". Dies bewerkstelligt man, in dem man den "Connect"-Button an Station und Tastatur (auf der Unterseite) gleichzeitig betätigt und fertig ist man mit der Hardware-Installation. Probleme dürften dabei eigentlich nicht auftreten
Microsoft: Ähnlich verhält es sich mit den Microsoft-Tasturen. Beim Office Keyboard steckt man lediglich den USB-Stecker ein und die Tastatur funktioniert. Beim Wireless Desktop Keyboard ist die Situation equivalent zum Cordlesss Desktop Keyboard, hier steckt man den PS/2-Stecker in den dafür vorgesehen Port, anschliessend drückt man auch hier gleichzeitig die "Connect"-Buttons an Tastatur, um eine Verbindung aufzubauen.
Software und Treiber
Ein wichtiger Bestandteil von Tastaturen mit Hotkeys ist die Software bzw. der Treiber, denn erst durch diese werden alle Hotkeys nutz- und einstellbar. Was die Software für die einzelnen Tastaturen für Einstellungen erlauben und in wie weit sich diese mit Spielen verträgt, klären wir in diesem Abschnitt ab.
Logitech:
Installation: Die bei beiden Keyboards mitgelieferte iTouch Software trägt die Versiosnummer 1.83 und unterstützt die Betriebssysteme Windows 95/98/Me sowie Windows NT4/2k/XP. Nach dem Einlegen der CD öffnet sich, sofern man die Autostart-Funktion aktiviert hat, die Installations-Routine. Diese fragt einen zuerst nach der gewünschten Sprache, bevor die eigentliche Installation beginnt. Danach geht es wie bei den meisten Programmen weiter: Man wählt die zu installierenden Komponenten aus, nimmt die Lizenzvereinbarung an und wählt den Installationspfad sowie den Namen für den Startmenü-Eintrag. Sollte man die Lizenzvereinbarung ablehnen passiert natürlich nichts weiter und die Installation wird abgebrochen. Nach der Installation hat man noch die Möglichkeit, ein Benutzerhandbuch zu installieren und den "Logitech Desktop Messenger" zu aktivieren. Nein, hierbei handelt es sich nicht um ein weiteres Instant-Messaging-Programm wie ICQ oder vergleichbares. Dieses Tool benachrichtigt einen auf Wunsch über die neueste Logitech-Software und informiert über aktuelle Sonderangebote, Dienstleistungen und Produkte von Logitech. Sollte man den Desktop Messenger nicht aktivieren, so kann man auswählen, ob man das Tool später in der Systemsteuerung oder sofort aktivieren will oder den Service ganz deaktiveren möchte.



Funktionen: Die iTouch Software ist sehr umfangreich und bietet viele nützliche Optionen. Das Resource Center bietet einem Zugriff auf Online-Resourcen von Logitech wie zum Beispiel die Produkdatenbank, den Support oder den Logitech-eigenen Shop. Weiterhin kann man sich für T-Online anmelden oder den Logitech Print Service nutzen, um seine digitalen Photographien direkt an ein Fotolabor zu schicken. Dies ist jedoch bei weitem nicht alles, denn die Hotkeys lassen sich nicht nur mit Webseiten belegen, sondern auch mit Programmen oder Listen, zu denen man wahlweise weitere Programme oder Webseiten hinzufügen kann. Beim Cordless Desktop Keyboard gibts es noch eine Besonderheit: Die Statusanzeige der Feststelltasten. Da diese nicht durch LEDs angezeigt werden, geschieht dies per Software. Im System-Tray erscheinen dann vier weitere Symbole, wovon eines jedoch einem andere Zweck dient, nämlich zur Anzeige des Sicherungs-Status. Dazu nachfolgend drei Abbildungen, die Erste zeigt ein Tray-Icon mit aktiviertem Nummernblock (das Feld mit der 1), die Zweite mit deaktiviertem. Das Bild rechts zeigt alle vier Tray-Icons, welche man jedoch einzeln nach Wunsch in den Optionen de- bzw- aktivieren kann. Das Symbol für Nummernblock ist bereits bekannt, das große A zeigt den Status der Hochstelltaste und der Pfeil den den Status der Rollen Taste an.



Unter der Registrierkarte "Kabellos", die, wie der Name vielleicht schon verrät, nur beim Cordless Desktop Keyboard zur Verfügung steht, lassen sich nützliche Informationen abrufen. So kann man hier erfahren, auf welchem der beiden Kanäle die Tastatur mit der Station verbunden ist, der Ladezustand der Batterien ist ebenfalls einsehbar. Hier kann man auch einstellen, welche der vier Icons für die Feststelltasten man ein- bzw. ausblenden lassen möchte.
Noch ein paar Worte zur Verschlüsselung und Sicherung der Tastatur. Mit der Option "Sicher", ebenfalls unter der Registrierkarte "Kabellos", lässt sich die Tastatur sichern. Dies bedeutet, dass die Übertragung zwischen Station und Tastatur verschlüsselt wird und so nicht mehr abgefangen und manipuliert werden kann. Ein Assistent führt einen in vier kurzen Schritten zur Sicherung, bei der man unter anderem einen zufällig generierten 16-stelligen Code eingeben muss. Sollte die Eingabe korrekt gewesen sein, ist die Verbindung gesichert. Bei unverschlüsselter Verbindung wird, wie auf dem rechtem Bild oben zu sehen, ein offenes Schloss angezeigt, bei ungesicherter entsprechend ein Geschossenes.


Der Logitech Desktop Messenger wurde eben bereits angesprochen. Sobald sich etwas tut, erhält man eine Information in Form eines kleinen grünen Fensters in der rechten unteren Ecke des Bildschirms, dass man eine Nachricht von Logitech hat. Bei der ersten Verwendung des Desktop Messengers bringt ein Klick auf diese Meldung folgendes Fenster hervor.
Microsoft:
Installation: Die beiden Keyboards beiliegende IntelliType Pro Software trägt die Versionsnummer 2.1 und unterstützt die Betriebssysteme Windows 9x/Me/NT4/2k und XP. Die Installation verläuft ähnlich wie bei Logitech, man bekommt jedoch beim Wireless Desktop Keyboard erst noch ein Auswahlmenü, wo man zwischen IntelliPoint (für die Maus) und IntelliType Pro (für die Tastatur) Software wählen kann. Beim Office Keyboard kommt man sofort in die Installations-Routine hinein. Den Rest kennt man schon: Auswahl der Region/des Landes und Annehmen der Lizenzvereinbarung. Danach wählt man die Tastatur aus, für die die Software installiert werden soll. Am Schluss lässt sich noch auswählen, ob man bei bestehener Internetverbindung automatisch auf Updates prüfen lassen will und ob man zwei Symbole, eines für die Einstellungen der Tastatur und eines für das Schnellstart-Handbuch, auf dem Desktop anlegen lassen möchte.


Funktionen: Die Microsoft Software gibt sich recht schlank was die Funktionen angeht. Am meisten vermisse ich eine Anzeige für den Batterie-Status bei der Wireless Tastatur, da man nun entweder selber messen oder einfach warten muss, bis die Funktionsfähigkeit der Tastatur beginnt zu sinken. Alles in Allem jedoch ein kleines Manko. Die Belegung der Hotkeys hat mir dafür jedoch um so mehr gefallen, denn hier kann man entweder Befehle aus einer vorgefertigten Liste auswählen oder ein Programm, eine Webseite oder eine Datei aufrufen. Dazu muss man im entsprechenden Optionsfeld nur die gewünschte Option wählen und dies nach einem Klick auf "Weiter" einstellen. Alternativ kann man die Verwendung der Taste auch ganz deaktivieren. Die Liste mit den Tasten ist natürlich für jedes Keyboard anders, weshalb man auch mit einem Klick auf den Button "Aktualisieren" (Im Bild oben rechts) bei der Übersicht über die Tasten jeweils sein Keyboard auswählen kann.



Hotkeys
Da alle vier Tastaturen neben all' den bereits beschriebenen Eigenschaften und Funktionen auch noch eine Fülle von Hotkeys aufweisen, möchte ich diese nun in vier eigenen Abschnitten extra ansprechen, da es gerade die Hotkeys sind, die unsere Testkandidaten noch interessanter machen.
Logitech hat mir an dieser Stelle schon etwas Arbeit abgenommen. Aber nicht in Form von bereits verwertbarem Textmaterial, sondern durch die Tatsache, dass die Hotkeys auf dem Cordless Desktop Keyboard und auf dem Internet Navigator Keyboard exakt identisch sind. Einzige Ausnahme stellt die Lautstärkeregelung dar, welche ich bereits eingehend erwähnt habe. Kurze Wiederholung: Cordless Keyboard besitzt ein Drehrad, Navigator Keyboard zwei Tasten, jeweils auf und ab.
Bei den Microsoft Tastaturen sieht die Sache schon wieder anders aus, hier gibt es jeweils eine extra Seite für das Office Keyboard mit seiner gewaltigen Anzahl an Hotkeys und eine extra Seite für das recht genügsame Wireless Desktop Keyboard.
Logitech Keyboards
Beide Logitech Tastaturen verfügen über insgesamt 20 Hotkeys exklusive Mausrad. Beim Cordless Desktop Keyboard habe ich das Rad doppelt gezählt, weil es im Grunde nur die Luxus-Ausführung der Lautstärkeregelung darstellt und ebenfalls zwei Funktionen besitzt. Die Hotkeys teilen sich dabei positionsmäßig in vier Teile auf. Die Multimedia-Steuerung befindet sich am oberen Rand in der Mitte und hebt sich mit einem andersfarbigen Hintergrund von der restlichen Tastatur ab (Cordless Keyboard: Hellgrau; Navigator Keyboard: Dunkelblau).


Jeweils links und rechts daneben befinden sich jeweils fünf weitere Hotkeys, ebenfalls in dunkelblau bzw. hellgrau gehalten, wobei es sich bei der ersten von links gesehen um die StandBy-Taste handelt. Am linken Rand befindet sich das iNav-Modul, welches ein gewöhnliches Mausrad sowie zwei Tasten. Eine Taste dient dem direkten Aufruf einer Webseite, wobei sich zuvor ein Eingabe-Fenster öffnet, in das man die Adresse der Seite eingibt. Die zweite Taste darunter hat eine equivalente Funktion wie der Zurück-Button im Browser - nämlich zurück.


Man kann alle der zehn jeweils links und rechts von der Multimedia-Steuerung angebrachten Tasten nach seinen eigenen Wünschen mit Webseiten oder Programmen belegen, was komfortabel über die iTouch-Software vorgenommen wird. Die zehn Hotkeys kurz im Überblick, von links begonnen:
- StandBy
- Finanzen
- Private Sites
- Soziales
- Favoriten
- iTouch
- Einkaufen
- Suchen
- Startseite
Alle andere Tasten haben feste Belegungen oder lassen nur Änderungen an ihren Optionen zu, wie zum Beispiel die Go-Taste, bei der man das Präfix ändern kann, was bereits eingetragen ist, sollte man über diese Taste eine Adresse eingeben wollen. Beispiel: Drückt man diese Taste, kann man eine Adresse eingeben. Standardmäßig steht hier nun schon ein http://www.. Nun kann man dies aber auch seinen Wünschen speziell anpassen, z.B. nur http:// oder was auch immer jemand gerade möchte. Weiterhin lässt sich die Bildlaufgeschwindigkeit des Rades einstellen, ebenso der Modus, also ob man mit dem Rad einfach nur vertikal scrollen, zwischen Anwendungen herschalten oder die Lautstärke regeln möchte. Sogar zoomen ist möglich. Rechts auf dem Bild sieht man sehr schön die verschiedenen Einstellmöglichkeiten der einzelnen Hotkeys.


Office Keyboard
Wie bereits unter "Design und Form" angesprochen, besitzt das Office Keyboard an der Verlängerung der linken Seite der Handballenablage noch einige weitere, sehr nützliche Tasten und Funktionen. Darunter fällt zum Beispiel des schnelle hin und her wechseln der Anwendungen, welches nun nicht mehr umständlich per Alt + Tab oder Alt + Shift + Tab geschieht, sondern einfach nur noch durch Druck auf einen der beiden unteren Knöpfe. Drei Buttons für die Funktionen Ausschneiden, Kopieren und Einfügen sind ebenfalls zu finden, genau wie die beiden häufig im Internet Explorer verwendeten Buttons für Zurück und Vorwärts. Die Buttons lassen sich jedoch in der IntelliType Software auch nach den eigenen Wünschen belegen, beispielweise mit Programmen oder Webseiten.
Zu einer etwas gewöhnungsbedürftigen Sache: Alle F-Tasten sind doppelt belegt und jeweils an ihrer Vorder- und Oberseite beschriftet. Je nach Zustand der "F Umsch"-Feststelltaste oben links auf der Tastatur lässt sich die Funktion auf der Vorder- oder Oberseite ansprechen. Kleines Beispiel aus der Praxis: Die Taste F12 ist auf ihrer Oberseite mit "Drucken" beschriftet, auf ihrer Vorderseite mit F12. Drückt man nun diese Taste, während F Umsch aktiviert ist, ist es auch die Taste F12. Drückt man sie jedoch, wenn F Umsch deaktiviert ist, dann wird gedruckt. Diese Funktionen sind fest eingestellt und lassen sich nicht mittels der Software ändern.
| F Umsch an | F Umsch aus |
|---|---|
| F1 | Hilfe |
| F2 | Office Home |
| F3 | Aufgabenbereich |
| F4 | Neu |
| F5 | Öffnen |
| F6 | Schließen |
| F7 | Antwort |
| F8 | Weiterleiten |
| F9 | Senden |
| F10 | Senden |
| F11 | Rechtschreib |
| F12 |
Damit stellen die F-Tasten auch nochmal Hotkeys bzw. Sondertasten dar. Hinzu kommt noch eine Reihe aus 13 Tasten am oberen Rand der Tastatur, wobei die bereits des öfteren erwähnte "F Umsch"-Taste von links gesehen den Anfang der Reihe macht und zusätzlich über eine LED verfügt, die entsprechend den Status anzeigt. Nun bleiben noch 12 Tasten übrig, welche folgende Funktionen haben bzw. Programme ausführen:
- Word
- Excel
- Startseite
- Kalender
- Dateien
- Rechner
- Ton aus
- Lautstärke -
- Lautstärke +
- Abmelden
- Standby
Auf den einzelnen Tasten ist auch jeweils ein Symbol zu sehen, was die Funktion bzw. das Programm repräsentiert. So hat zum Beispiel die E-Mail-Taste einen Brief oder die Rechner-Taste einen Taschenrechner eingeprägt. Dann wären da noch die beiden Tasten rechts neben den F-Tasten: Rückg und Wiederherstell, erstere Taste mit einem geschwungenen Pfeil nach links und zweitere Taste mit einem geschwungenem Pfeil nach rechts. Mit diesen Tasten kann man den zuletzt durchgeführten Vorgang wieder rückgängig machen oder entsprechend einen rückgängig gemachten Vorgang wiederholen.



Wireless Desktop Keyboard
Das Microsoft Wireless Desktop Keyboard gibt sich sehr genügsam was Hotkeys angeht. Insgesamt sind zehn Hotkeys auf dem Keyboard zu finden - sieben am oberen Rand und drei rechts, über dem Nummernblock. Eine kleine Übersicht über die Hotkeys, die letzten drei sind wie erwähnt über dem Nummernblock angeordnet.
- Zurück
- Vorwärts
- Abbrechen
- Suchen
- Favoriten
- Startseite
- Arbeitsplatz
- Rechner
- Standby
Man sieht also, dass für die wichtigesten Funktionen unter Windows Hotkeys vorhanden sind, besonders mit der Suchen- und der Rechner-Taste lässt sich etwas Zeit beim Aufrufen sparen.


Praxiseinsatz
Natürlich will man auch wissen, wie sich die Tastaturen im alltäglichen Einsatz machen. Dazu werde ich hier nachfolgend in drei Bereichen - Office, Internet und Spiele - meine Eindrücke schildern.
Office/Allgemein
Fangen wir also mit dem Bereich Office an. Dazu zählen unter anderem Applikationen wie Microsoft Office oder Sun StarOffice. Alle Tastaturen können hier dank hervorragender Tasten mit weichem und sanftem Druckpunkt überzeugen, die Finger ermüden kaum beim Tippen von langen Texten, wie ich selbst anhand dieses Artikels festegestellt habe. Hinzu kommen noch die angenehmen und gut verarbeiteten Handballenauflagen, auf die man die Handgelenke entspannt ablegen kann. Die Hotkeys des Microsoft Office Keyboards bieten noch einmal zusätzlich Komfort, da das große Scrollrad und die zusätzlichen Tasten für Aussschneiden, Kopieren und Einfügen nach etwas Einarbeitungszeit sehr gute Dienste leisten. Die Mausräder der ber beiden Logiech Tastaturen erfüllen ihren Zweck ürbigens genau so gut. Zusätzlich kann man mit den beiden Tasten für Word und Excel die beiden entsprechenden Programme per Knopfdruck ausführen lassen.
Hier möchte ich auch nun an eine recht gewöhnungsbedürftige Eigenschaft des Office Keyboards zu sprechen kommen. Da, wie bereits angesprochen, die Anordnung der Entf-, Einfg- usw. Tasten abgeändert wurde, ist es mir schon öfters passiert, dass ich anstatt der Entf-Taste die Enter-Taste betätigt habe und umgekehrt da sie jetzt gleich hoch sind auch recht nahe beieinander liegen. Weiterhin muss man sich nun daran gewöhnen, dass die Einfg-Taste oberhalb des Nummernblocks liegt und auch nur bei aktivierter "F Umsch"-Taste ihre gewünschte Funktion verrichtet. Und jetzt gerade ist es mir wieder passiert, dass ich anstelle der Ende-Taste die Entf-Taste gedrückt habe. Nun möchte ich noch auf die Wirkung der veränderten Anordnung der F-Tasten eingehen. Wie bereits erwähnt sind sie nicht wie bei den meisten Keyboards in 3x 4er Reihen, sondern in 4x 3er Reihen angeordnet. Wer also das erste Mal mit dem Office Keyboard arbeitet, wird sich mit großer Sicherheit irgendwann bei einem Druck auf eine der F-Tasten vertippen. Insgesamt also beides etwas gewöhnungsbedürftig, jedoch recht schnell beherrschbar. Lästig ist dann nur wieder der Umstieg auf eine Tastatur mit "normaler" Anordnung dieser Tasten.
Dann gibt es nicht mehr großartig viel zu sagen, alle Tastaturen sind einfach anzuschließen und zu handhaben, die Installation der Software geht leicht von der Hand und die Benutzung sollte außer der kleinen Einarbeitungszeit mit dem Office Keyboard keine großen Veränderungen bringen.
Multimedia/Internet
Mutlimedia: Zum Praxiseinsatz surfen zähle ich nicht nur das Surfen, sondern auch gelegentliches hören von Musik. Hier spielen die Logitech Tastaturen die Vorteile ihrer Multimedia-Steuerung voll aus, denn sowohl die Titelanwahl als auch die Tasten für Play/Pause und Stopp lassen sich gut bedienen und erfüllen ihren Zweck. Die Lautstärkeregelung inklusive Mute-Taste rundet die ganze Sache ab. Das Office Keyboard bietet hier nur Tasten für Mute und Lautstärke Plus und Minus. Beim Wireless Desktop Keyboard muss man leider ganz auf diese Features verzichten. Die Logitech Modelle bieten zusätzlich noch den Vorteil, dass man mit Hilfe des Media-Buttons eine Multimedia-Applikation öffnen kann. Drückt man diese Taste, öffnet sich ein kleines Auswahlfenster, in dem man zum Beispiel den Windows Media Player oder Winamp auswählen kann.
Internet: Hier können alle Tastaturen punkten, denn jede von ihnen verfügt über Tasten, die das Browsen im Internet leichter machen sollen. Die Logitech Tastaturen verfügen über eine Zurück-Button am iNav-Modul und eine Go-Taste, mit welcher man direkt Adresse eingeben kann, welche daraufhin in einem neuen Browserfenster geöffnet werden. Die Microsoft Tastaturen verfügen hier ebenfalls über einen Zurück-Button, jedoch auch noch zusätzlich über einen Vorwärts-Button, der aber bedeutend weniger genutzt wird als Ersterer. Worin sich wiederum alle Tastaturen gleich sind ist der E-Mail-Button, der auch auf allen Tastaturen gleich geschrieben ist - eben E-Mail. Standardmäßig wird hiermit der E-Mail-Client aufgerufen, was auch nicht weiter verwunderlich sein sollte. Aber auch diese Taste lässt sich bei allen Modellen umbelegen. Über die Buttons Suchen, Startseite und Favoriten verfügt ebenfalls jede Tastatur, so ist das Aufrufen der Startseite oder die Anzeige der Favoriten nurnoch eine Sache von einem Knopfdruck und gestaltet sich somit recht angenehm. Gleiches gilt übrigens für den E-Mail-Button.
Spiele
Im Bereich Spiele gibt es ein paar Interessante Eigenschaften was die Hotkeys angeht. Wieder gibt es beim Office Keyboard einen Spezialfall - nämlich die Doppelbelegung der F-Tasten. An und für sich kein Problem, solange man "F Umsch" aktiviert hat, dann werden nämlich wirklich die F-Tasten gesendet. Ist "F Umsch" jedoch deaktiviert, werden andere Tasten gesendet, die eventuell dazu führen, dass sich Programme/Funktionen öffnen/ausgeführt werden und das aktuelle Spiel unterbrechen. Ich kann jedoch Entwarnung geben: Dies ist nur bei den ersten drei F-Tasten so, da zum Beispiel mit F2 bei deaktiviertem "F Umsch" die Office Home-Seite aufgerufen wird, wobei der Task natürlich zu einem Browser wechselt oder ein neuer geöffnet wird, sollte noch kein Fenster offen sein. Generell gilt also: Vor jedem Spiel die "F Umsch"-Taste aktivieren.
Die Mausräder der Logitech Keyboards und des Office Keyboards funktionieren übrigens auch wunderbar, sind jedoch eher unpraktisch, da man (in 99% aller Fälle) eine Hand an der Maus und eine an den Tasten hat, die für das Movement zuständig sind. Dann kostet es viel Zeit, die Hand von den Tasten zum Mausrad zu bewegen und wieder zurück - hier sollte man dann doch das Rad an der Maus nehmen, zumal beide Räder die gleiche Funktion haben.
Mit den kabellosen Vertretern gab es übrigens auch keine Auffälligkeiten, da man vielleicht eine größere Reaktionszeit aufgrund der Funkübertragung vermuten könnte.
Fazit
Logitech Internet Navigator Keyboard:
Diese Tastatur hat mich am meisten beeindruckt, bietet sie doch für einen recht günstigen Preis eine vernünftige Leistung, was sich auch in der Preis/Leistungs-Bewertung ausgewirkt hat. Nachteile habe ich auch nach mehrmaligem Überlegen und Rückblicken auf die Testtage keine finden können. Eine Kaufempfehlung ist hier klar gegeben.
- Design
- Bedienbarkeit
- Ergonomie
- Hotkeys
- Software
- nichts negatives
Logitech Cordless Desktop Optical:
Eindeutig spitze was die Bereiche Komfort und Design betrifft. Die Funktechnologie kann überzeugen und stellt auch auf größere Distanzen kein Problem dar. Lediglich der Preis kann etwas abschrecken, wer aber dennoch auf der Suche nach einer guten Tastatur (optische Maus inkl.) ist, dem kann ich den Cordless Desktop Optical nur empfehlen.
- Funktechnologie
- Design
- Ergonomie
- Optische Maus inkl.
- Hotkeys
- Software
- Bedienbarkeit
- Preis
- Keine LEDs
Microsoft Office Keyboard:
Das Microsoft Office Keyboard kann im Bereich Features und Hotkeys sehr gut punkten, jedoch hat es durch die Größe und die benötigte Einarbeitungszeit auch zwei Minuspunkte. Letzterer verschwindet jedoch im Laufe der Nutzungszeit. Wer viel und oft mit dem Computer arbeitet und schnell per Hotkey seine oft benötigten Dateien/Programme öffnen möchte, liegt mit dem Office Keyboard richtig, bietet es zudem noch eine gute Ergonomie und einen guten Bedienkomfort. Klare Kaufempfehlung an Vielschreiber und Bürokräfte, für LAN-Gamer jedoch durch die Größe ungeeignet, da relativ schwierig zu verstauen.
- Bedienkomfort
- Ergonomie
- Hotkeys
- Handauflage integriert
- Design
- Einarbeitung nötig
- Größe
Microsoft Wireless Desktop:
Der Wireless Desktop überzeugt aufgrund seiner geringen Größe und dem geringen Gewicht, hinzu kommt noch der gute Bedienkomfort. Die Hotkeys geben schnellen Zugriff auf die wichtigsten Funktionen und erfüllen somit ihren Zweck. Eine mechanische Maus (Wireless Desktop Mouse, 5 Tasten) gehört ebenfalls zum Lieferumfang, die gut verarbeitet und gut zu bedienen ist. Den Preis von rund 80 Euro finde ich jedoch etwas zu hoch angesetzt. Kaufempfehlung für Anwender, die gerne etwas kabelloses, einfaches und leichtes ohne viel Schnick-Schnack bevorzugen.
- Maus inkl.
- Funktechnologie
- Bedienbarkeit
- Größe
- Hotkeys
- Preis
Schlusssatz: Es hat sich viel getan auf dem Markt für Tastaturen. Anstatt auf grauen, rechteckigen Kästen mit Tasten tippt man jetzt auf komfortablen und hübschen Tastaturen, die dazu noch eine Fülle an Funktionen und Hotkeys bieten. Zudem bieten sie dabei eine hervorragende Ergonomie und einen guten Bedienkomfort gepaart mit einfacher Installation der Hard- und Software. Mit diesem Artikel habe ich einen Überblick über die vier Testkandidaten sowie ihre positiven und negativen Eigenschaften gegeben, welche sie sich jedoch im Endeffekt eventuell zulegen bleibt ihre Entscheidungssache, auch wenn es schwer fällt. An dieser Stelle möchte ich mich nochmals bei Logitech und Microsoft herzlich für die zur Verfügung gestellte Hardware bedanken.
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