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Test: Vantec NXP-101 und NXP-201

von Frank Hüber

Einleitung

Lüftersteuerungen und andere Überwachungs- und Regelungsmöglichkeiten erfreuen sich einer recht großen Beliebtheit, so dass auch wir einmal einen Blick auf dieses für uns bisher relativ neue Gebiet gewagt haben und uns in diesem Review mit einer waschechten Lüftersteuerung und einem Multifunktions-Panel aus dem Hause Vantec beschäftigen. Das NXP-101 und die NXP-201 durften zeigen, ob sie eine sinnvolle Ergänzung oder eine sinnlose Spielerei für den heimischen PC darstellen.

Features und Lieferumfang

NXP-101

Features:

NXP-101 - Verpackung
NXP-101 - Verpackung
NXP-101 - Lieferumfang
NXP-101 - Lieferumfang

NXP-101 - Handbuch
NXP-101 - Handbuch
NXP-101 - Frontblenden
NXP-101 - Frontblenden

Lieferumfang:

NXP-101 - Lieferumfang
NXP-101 - Lieferumfang
NXP-101 - Kabel
NXP-101 - Kabel

NXP-101 - Frontblenden
NXP-101 - Frontblenden
NXP-101
NXP-101

NXP-201

Features:

NXP-201 - Verpackung
NXP-201 - Verpackung
NXP-201 - Kabel
NXP-201 - Kabel

NXP-201 - Verpackung
NXP-201 - Verpackung
NXP-201 - Kabel
NXP-201 - Kabel

Lieferumfang:

NXP-201
NXP-201
NXP-201
NXP-201

NXP-201 - Powerkabel
NXP-201 - Powerkabel
NXP-201 - Lüfterkabel
NXP-201 - Lüfterkabel

Einbau und Betrieb

NXP-101

Der Einbau des NXP-101 geht schnell und einfach. Man sollte sich nur schon vorher Gedanken darüber machen, ob man die USB- und Firewire-Ports sowie die Temperatursensoren nutzen möchte und diese bereits vor dem Einbau an das NXP-101 anschließen, da es sich auf Grund der Kürze des Panels im eingebauten Zustand doch recht schwer bewerkstelligen lässt. Dabei sei angemerkt, dass man in jedem Fall den Temperatursensor für die CPU anschließen sollte, auch wenn man ihn nicht zwischen CPU und Kühlkörper klemmen möchte, da man sonst durch den Warnton des NXP-101 recht lautstark darauf aufmerksam gemacht wird, dass kein Wert ausgelesen werden kann.

Die Temperatursensoren lassen sich Dank ihrer langen Kabel überall im Gehäuse platzieren und Vantec liefert für die Befestigung kleine Klebestreifen mit. Der CPU Lüfter lässt sich mittels Molex-Stecker ebenfalls sehr einfach mit dem NXP-101 verbinden und zusätzlich kann die Lüfterdrehzahl über ein weiteres Kabel problemlos an das Mainboard weitergegeben werden, so dass auch hier keine Probleme auftreten und man auch unter Windows weiterhin die Lüfterdrehzahl überwachen kann.

NXP-101 - USB/Firewire
NXP-101 - USB/Firewire
NXP-101
NXP-101

NXP-101 - Display
NXP-101 - Display
NXP-101
NXP-101

Negativ fiel der eventuell etwas kurz geratene Stromanschluss auf, der ruhig etwas länger hätte sein dürfen. Eigentlich ist dabei vorgesehen, dass man das NXP-101 über einen normalen 4-poligen Festplatten-Stromanschluss mit Strom versorgt, jedoch wird dieser Adapter am NXP-101 selbst wieder auf einen Floppy-Stromanschluss umgewandelt, so dass man bei Belieben auch gleich zu diesem greifen kann. Bei unserem Modell war der Adapter jedoch festgeklebt, so dass man schon gezielt zu Werke gehen muss, um den Adapter aus der Apparatur zu entfernen. Dem NXP-101 liegt leider kein Y-Verlängerungskabel bei, so dass man einen Stromanschluss einbüßt. Für Kunden, die ohnehin schon ständig an Mangelerscheinungen in Sachen Stromanschlüssen leiden, sicher kein freudiger Umstand.

Die Wahl der Frontblende muss man nicht vor dem Einbau treffen. Hier kann man jederzeit zwischen den drei beiliegenden Blenden wählen und nach Lust und Laune wechseln, wann immer es beliebt. Das NXP-101 macht dabei auch ganz ohne Frontblende im klassischen Aluminium-Look eine gute Figur und passt so auch bei Aluminium-Gehäusen optisch ins Bild.

NXP-101
NXP-101
NXP-101 - Display
NXP-101 - Display

NXP-101
NXP-101
NXP-101 - Display
NXP-101 - Display

Das Display ist übersichtlich gestaltet, hat jedoch den Nachteil, dass es nur aus der senkrechten Sicht wirklich scharf zu lesen ist. Leicht von oben betrachtet, wie es meistens der Fall sein dürfte, wenn der PC auf dem Boden steht, kann man die Werte kaum ablesen und muss sich dementsprechend nach unten beugen. Wohl aus Platzgründen sind bei der Angabe über die Lüfterdrehzahl nur die ersten drei Stellen angegeben. Dieser Wert muss demnach mit 10 multipliziert werden, um die tatsächliche Lüfterdrehzahl zu erhalten.

Wenn wir schon beim Lüfter sind, wenden wir uns der Regelung des CPU-Lüfters zu, für den das NXP-101 vorgesehen ist. Die Regelung kann in einem Bereich von etwa 7 bis 12 Volt erfolgen. Dabei sei erwähnt, dass der Lüfter erst mit einer Verzögerung von knapp einer Sekunde auf Veränderungen am Pentiometer reagiert. Sicherlich kein tragischer Umstand, da man die Drehzahl seines CPU-Lüfters ohnehin nur selten und nicht unbedingt im Bruchteil einer Sekunde umstellen muss. Wenn man vom Office-Mode und langsamen Drehzahlen beispielsweise in den Vollast-Betrieb mit voller Drehzahl wechselt, spielt die Verzögerung wohl keine Rolle.

NXP-101
NXP-101
NXP-101 - Display
NXP-101 - Display

NXP-101
NXP-101
NXP-101 - Display
NXP-101 - Display

Etwas unglücklich ist die Verkabelung der USB- und des Firewire-Ports gelöst. Anstatt eine interne Verkabelung anzubieten, muss man die Kabel, die man am NXP-101 befestigt, an der Rückseite des PCs durch eine freie Slotblende nach außen führen und dort in einen gewöhnlichen USB/Firewire-Port stecken. Dies ist zwar die für den Kunden meistens die einfachste Lösung aber wohl nicht die beste. Viele Mainboard verfügen auf der Platine über weitere USB-Steckplätze, an welche die Kabel problemlos angeschlossen werden könnten. Ein entsprechender Adapter wäre wünschenswert gewesen. So dürften die Ports wohl vor allem bei Freunden eines Silent-PCs ungenutzt bleiben, da für diese eine offene Slotblende, über die Geräusche aus dem Inneren nach Außen gelangen könnten, ein Dorn im Auge ist.

An der Verarbeitung und dem Design des NXP-101 gibt es nichts zu bemängeln. Das englische Handbuch beschränkt sich auf die wesentlichen Punkte und erläutert diese vor allem bildlich. Mit acht Seiten ist es sicherlich nicht gerade umfangreich, reicht jedoch aus, da die meisten Funktionen und Anschlüsse selbsterklärend sind bzw. leicht durch Bilder erklärt werden können.

Beim Starten des PCs dreht der angeschlossene Lüfter übrigens zuerst mit vollen 12 Volt an, um zu verhindern, dass der Lüfter bei zu niedriger Spannung nicht anläuft. Nach etwa zwei Sekunden wird der Lüfter dann vom NXP-101 auf die eingestellte Drehzahl heruntergeregelt.

NXP-201

Der Einbau des NXP-201 ist denkbar einfach und Dank eines "U-Housing" (Rahmen) aus Aluminium, macht das NXP-201 nicht nur optisch einiges her, sondern kann auch in seiner Verarbeitung und Festigkeit überzeugen. Auch beim NXP-201 sollten die Lüfterkabel vor dem Einbau angeschlossen werden, da man an diese mitunter nicht mehr herankommt, wenn man das NXP-201 direkt unter ein anderes Laufwerk setzt.

NXP-201
NXP-201
NXP-201
NXP-201

NXP-201 - Power
NXP-201 - Power
NXP-201
NXP-201

Silber ist In - keine Frage! Diesem Trend wird auch das NXP-201 gerecht und macht so schon ohne seine blauen LEDs einen hervorragenden optischen Eindruck. Auch in einem CS601 Gehäuse lässt sich das NXP-201 übrigens problemlos montieren.

NXP-201 - 4-zu-3-pin Kabel
NXP-201 - 4-zu-3-pin Kabel
NXP-201 - 4-zu-3-pin Kabel
NXP-201 - 4-zu-3-pin Kabel

NXP-201 - Schrauben
NXP-201 - Schrauben
NXP-201
NXP-201

Die Beschriftung des NXP-201 ist eindeutig und selbsterklärend. So sollte es wirklich für jeden Käufer ohne Probleme möglich sein, die Lüfter an den gewünschten Kanal anzuschließen und sie gemäß den eigenen Ansprüchen zu regeln.

Grundsätzlich können die an das NXP-201 angeschlossenen Lüfter in einem Bereich von 7 bis 12 Volt geregelt werden. In manchen Situationen wäre es sicherlich wünschenswert gewesen, die Lüfter auf bis zu 5 Volt herunterregeln zu können. Dies ermöglicht das NXP-201 jedoch nicht.

Wie bereits erwähnt, liefert jeder der vier Kanäle bis zu 18 Watt, so dass insgesamt 72 Watt zur Verfügung stehen. Dies ist auf jeden Fall bei weitem ausreichend für die Lüfter in einem normalen System. Die meisten 80x80mm Lüfter haben eine Leistungsaufnahme von 0,5 bis etwa 2 Watt und selbst ein 120x120mm Lüfter erreicht meistens nicht einmal eine Leistungsaufnahme von 6 Watt.

NXP-201
NXP-201
NXP-201
NXP-201

NXP-201
NXP-201
NXP-201 - Regler
NXP-201 - Regler

Doch neben der eigentlichen Lüftersteuerung liegen dem NXP-201 noch vier Lüfterkabel bei. Zwei dieser Kabel stellen schlicht und einfach eine 3-pin Kabelverlängerung für Lüfter dar, die über einen normalen 3-pin Molex-Stecker verfügen. Für die meisten sehr viel interessanter dürften jedoch die anderen beiden Kabel sein, die es ermöglichen, ohne etwa die Kabel zu kappen und neu zu verdrahten, Gehäuselüfter anzuschließen, die über einen 4-pin Stromanschluss verfügen und nicht über einen 3-pin Molex-Anschluss wie etwa der CPU-Lüfter. Diese Kabel sind eine wirklich sinnvolle Zugabe, da eine Lüftersteuerung in den meisten Fällen auch zum Regeln der Gehäuselüfter verwendet wird, die fast immer über einen 4-pin Stromanschluss angeschlossen werden müssen.

NXP-201 - Regler
NXP-201 - Regler
NXP-201 - Regler
NXP-201 - Regler

NXP-201
NXP-201
NXP-201
NXP-201

Die Beschriftung der einzelnen Drehregler ist verständlich und ausreichend. Anstatt unnötige Spielerein einzubauen, beschränkt man sich hier auf eine klare und schlichte Gestaltung. "LO" steht dabei natürlich für eine niedrige Drehzahl und "HO" kennzeichnet eine schnelle Drehzahl bzw. einhergehend eine höhere Voltzahl. Bis auf den Umstand, dass einige Käufer eventuell nur ungern einen 5,25" Schacht für eine Lüftersteuerung opfern möchten und das Stromkabel des NXP-201 leider keine Weiche integriert hat, so dass man dem NXP-201 deshalb alleine einen Stromanschluss seines Netzteils zur Verfügung stellen muss, gibt es am NXP-201 somit kaum etwas zu bemängeln. Eventuell hätte man statt zwei 4-pin Kabel für Gehäuselüfter lieber drei dieser hilfreichen Verbindungskabel beilegen sollen, für normale Systeme sollten zwei dieser Kabel jedoch ausreichen.

NXP-201 - Blaue LEDs
NXP-201 - Blaue LEDs
NXP-201 - Blaue LEDs

NXP-201 - Blaue LEDs
NXP-201 - Blaue LEDs

Zum Hingucker wird das NXP-201 durch fünf kleine LEDs, die ihre Leuchtkraft über eine durchsichtige Plastikleiste an der Rückseite der Front in einem Kreis um die Lüfterregler verteilen. Einziger Nachteil dieser Lösung: Regelt man einen oder mehrere Lüfter herunter, werden die LEDs dadurch nicht gedimmt, so dass das NXP-201 kein optisches Kennzeichen über die Geschwindigkeit der einzelnen Lüfter liefert. Des Weiteren verfügt das NXP-201 auch nicht über einen akustischen Warnton, der den Benutzer informiert, sobald ein Lüfter stehen geblieben ist. Da das NXP-201 in erster Linie jedoch nicht für den CPU-Lüfter vorgesehen ist, auch wenn es theoretisch natürlich auch für diesen genutzt werden kann, ist dieses kleine Manko vertretbar.

NXP-201 - Blaue LEDs
NXP-201 - Blaue LEDs
NXP-201 - Blaue LEDs

NXP-201 - Blaue LEDs
NXP-201 - Blaue LEDs

Etwas negatives fiel uns am NXP-201 dann aber doch noch auf. Regelt man die Lüfter auf die niedrigste Einstellung herunter, so erzeugt die Lüftersteuerung ein kleines Surren, das man im Alltag zwar einfach überhört oder gar nicht erst wahrnimmt, bei einer absolut ruhigen Umgebung nah am Gehäuse aber durchaus hören kann.

Fazit

NXP-101

Das NXP-101 kann insgesamt überzeugen. Für viele mag es zwar nur eine Spielerei sein, für etwa 40 Euro ist es dafür jedoch eine nicht allzu kostenintensive. Der Umstand, dass der Anschluss der USB/Firewire-Ports nur über die Rückseite des PCs zu realisieren ist, trübt den ansonsten positiven Eindruck zwar etwas, ist jedoch kein Grund bei Kaufinteresse von eben diesem Erwerb abzusehen. Die mitgelieferten Frontblenden sorgen für Abwechslung und auch wenn nach einiger Zeit die Blicke auf das Display wahrscheinlich weniger werden, ist das NXP-101 eine durchdachte und sinnvolle Lösung, wenn man mehr als eine einfache Lüftersteuerung für den CPU-Lüfter im Sinn hat.

Positiv:

Negativ:

NXP-201

Das NXP-201 ist eine durchdachte Lüftersteuerung, die auch durch ihre Verarbeitung und ihre Optik zu überzeugen weiß. Aluminium in Verbindung mit blauen LEDs ist ein wirklicher Hingucker. Leider lassen sich die angeschlossenen Lüfter jedoch nicht komplett ausschalten, wie es bei zwei Anschlüssen des Zalman ZM-MFC1 Lüftercontroller der Fall ist, den wir uns vor einigen Tagen näher angesehen [1] haben. Wer auf dieses Feature verzichten kann, bekommt mit dem NXP-201 jedoch eine waschechte Lüftersteuerung, die ihren Dienst bis auf ein leises Surren im niedrigsten Modus ohne Kritikpunkte verrichtet und so schnell auch nicht an ihrer Leistungsgrenzen geführt werden kann.

Der Preis des NXP-201 liegt mit rund 30 Euro ob der gebotenen Qualität in einem angemessenen Rahmen.

Positiv:

Negativ:

URL-Liste:

  1. http://www.computerbase.de/artikel/hardware/peripherie/zalman_zmmfc1_lueftercontroller/
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