Einleitung
Wenn es um die Maus geht, verstehen die wenigsten PC-Anwender Spaß – zu Recht, denn wer sich mehrere Stunden am Tag arbeitend oder dauer-zockend mit dem Rechenknecht beschäftigt, der benötigt ein pflegeleichtes Nagetier, das passgenau in der Hand liegt und alle noch so kreativen Bewegungsabläufe bedingungslos digitalisiert. Da kommt es gelegen, dass sich der anspruchsvolle User seinen Lieblingsnager mittlerweile aus einer breiten Palette verschiedenster High-Tech-Mäuse auswählen kann. Wir haben in diesem Zusammenhang eine kleine, aber feine Auswahl aktueller Modelle auf dem Markt getroffen und stellen sechs aktuelle PC-Nager mit teilweise deutlich differierendem Funktions-, Form- und Preischarakter vor. Neben dem Logitech Ensemble VX und MX Revolution sowie der MX-400 sollen dabei die Microsoft Habu, die Razer Death Adder und die Genius 535 Navigator im Betrachtungszentrum stehen.
Vorbetrachtungen
Ergonomie und Objektivität
Abseits des Funktionsumfangs und des angestrebten Anwendungsbereiches kann die Bewertung ergonomischer Gegebenheiten der verschiedenen Mäuse von uns freilich nur in einem gewissen Rahmen objektiv vollzogen werden und soll somit lediglich als Hinweis dienen. Vieles hängt in diesem Zusammenhang von ganz persönlichen Vorlieben, Erfahrungen und Gewohnheitswerten sowie nicht zuletzt anatomischen Besonderheiten ab. Im Endeffekt gehört zum Ausfindigmachen der optimalen Maus ein gehöriges Stückchen Individualität und Glaube, aber auch die Bereitschaft, sich im Zweifelsfall mit einer vollkommen neuen Mausform anzufreunden, diese über die Zeit schätzen und lieben zu lernen und sich ihr nicht voreilig zu verschließen. Nichtsdestoweniger wird nicht uneingeschränkt jeder mit der spezifischen Formgebung des jeweiligen Produktes harmonieren können oder wollen, weshalb wir jedem Interessenten nahe legen, sich seinen favorisierten Nager vor dem Kauf kurz zur Brust zu nehmen und seine Hand testend aufzulegen.
Damit wir uns trotz der guten Vorsätze als langjährige Nutzer der Logitech MX5xx und G5-Reihe nicht von etwaigen ersten Eindrücken täuschen lassen und unter Umständen voreilige Schlüsse abgeben, muss sich jede einzelne Maus im tagelangen Alltagseinsatz beweisen.
Testuntergründe
Vorbei sind die Zeiten, in denen man sein Nagertier noch mit großer Zufriedenheit über die blanke Tischoberfläche schubste. Ein modernes Mauspad gehört längst zur Standard-Ausstattung eines jeden auf Komfort bedachten Anwenders und ist im Hinblick auf optimale Gleiteignung, Laufruhe, Langlebigkeit und Präzision nicht zu ersetzen. Glücklicherweise hat auch der Mauspad-Markt in der jüngeren Vergangenheit eine beachtliche Weiterentwicklung erfahren, sodass der geneigte Mausbändiger mittlerweile auf ein breites Spektrum unterschiedlich gearteter Untergründe zurückgreifen kann. Wir haben uns im Rahmen unseres Mausvergleiches mit freundlicher Unterstützung vom Zubehörspezialisten IndiWeb.de [1] auf drei Hochleistungspads konzentriert, mit deren Hilfe wir die Abtast- und Gleiteigenschaften unserer Probanden bewerten wollen.
Das Everglide Titan in der schick gestalteten „Fnatic“-Ausführung deckt dabei die Sparte der Stoff-Pads ab. Durch die fein verwobene Faserstruktur erhält man ein äußerst robustes, aber dennoch sehr flexibles Pad mit bestechender Präzision. Zwar erreicht man mit einem Stoffpad nicht die Geschwindigkeit und Reibungsarmut von rauen Hartplastikoberflächen. Allerdings wird durch das geringe Führungsgeräusch und das sanfte Gleiten ein unheimlich elegantes, angenehmes und wohl temperiertes Arbeiten ermöglicht. Ferner bietet das Everglide Titan sehr anständige, qualitative Charaktereigenschaften, ist mit seiner Größe von 444 x 355 mm auch Tischdeckentauglich und kann angesichts des Anschaffungspreises von etwa 20 Euro [2] als recht erschwinglich angesehen werden.
Die insbesondere bei Vielspielern beliebte Fraktion der Hartplastikpads wird in der Gegenüberstellung vom gut 25 Euro [3] teuren Qpad XT-R vertreten. Bei dieser Pad-Art liegen primär andere Kaufargumente in der Waagschale, allen voran natürlich das brilliante Gleitvermögen und die extrem hohe Mausgeschwindigkeit durch die raue, beschichtete Oberfläche. Dagegen hat der sensible Anwender mit einem leicht kratzigen Bewegungsgeräusch und der im Allgemeinen etwas kühler anmutenden Oberfläche zu kämpfen. Nichtsdestotrotzüberzeugt speziell das flache Qpad mit seiner ausgesprochenen Güte und seinem harmonisch-ergonomischen Desgin.
Wenngleich diese beiden Mauspad-Arten das Gros der verwendeten Pads ausmachen werden, möchten wir uns final noch mit einem exotischeren Vertreter alternativer Materialverwendung beschäftigen. Hierbei fiel die Wahl auf das ebenfalls etwa 30 Euro [4] teure Corepad Magna, eine spezielle 4-mm-Sicherheitsglas-Unterlage mit eingebrannter Gitternetzfeinstruktur. Das Gleitvermögen des Corepads liegt in etwa auf dem Niveau des stoffigen Titans und damit deutlich unter dem des schnellen Qpads. Noch eindringlicher als beim Plastik-Pad fällt bei der Glasunterlage neben dem erhöhten Bewegungsgeräusch allerdings die Temperaturempfindung ins Gewicht, denn aufgrund der relativ höheren Wärmeleitfähigkeit des Materials sind kalte Hände vorprogrammiert. Abseits davon ist das Magna eine stilvolle, pflegeleichte und präzise Arbeitsunterlage ausreichender Größe, die lieber nicht vom Schreibtisch fallen sollte.
Testkandidaten
Unsere Testauswahl ist eine bunte Mischung des Marktes und in der kritischen Betrachtung natürlich nicht für einen direkten Vergleich geeignet. Vielmehr sollen verschiedene Konzepte der bekannten Hersteller beleuchtet und eingeschätzt werden, um dem Anwender eine grobe Orientierung für seine ideale Computer-Maus geben zu können.
| Navigator 535 | Habu | Death Adder | |
|---|---|---|---|
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| Hersteller | Genius [5] | Microsoft [6] / Razer [7] | Razer [8] |
| Kategorie | Gaming | Gaming | Gaming |
| Sensor | Laser | Laser | Infrarot |
| Abtastung | 2000 DPI | 2000 DPI | 1800 DPI |
| Ergonomie | Beidhändig | Rechtshändig | Rechtshändig |
| Tastenanzahl | 6 + Mausrad | 6 + Mausrad | 4 + Mausrad |
| Kabellänge | 170 cm | 200 cm | 215 cm |
| Gewicht | 95 g | 122 g | 105 g |
| Scrollrad | 2-Wege | 2-Wege | 2-Wege |
| Vertrieb | Storesys [9] | Caseking [10] | Caseking [9] |
| Preis | 30 Euro | 50 Euro | 50 Euro |
| MX 400 Laser | MX Revolution | VX Revolution | |
|---|---|---|---|
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| Hersteller | Logitech [11] | Logitech [10] | Logitech [10] |
| Kategorie | Allround | Allround | Allround / Mobile |
| Sensor | Laser | Laser | Laser |
| Abtastung | k.A. | 800 DPI | 800 DPI |
| Ergonomie | Rechtshändig | Rechtshändig | Rechtshändig |
| Tastenanzahl | 4 + Mausrad | 5 + Radwippe | 5 + Zoom + Mausrad |
| Kabellänge | 200 cm | kabellos | kabellos |
| Gewicht | 100 Gramm | 148 Gramm | 110 Gramm |
| Scrollrad | 4-Wege | 4-Wege MicroGear | 4-Wege MicroGear |
| Vertrieb | Diverse [12] | Caseking [9] | Caseking [9] |
| Preis | 30 Euro | 60 Euro | 50 Euro |
Genius Navigator 535
Unseren Betrachtungseinstieg in die Welt der Mäuse liefert die Genius Navigator 535 Agama. Sie gehört mit ihrem Grundpreis von knapp über 30 Euro zu den erschwinglicheren Vertretern des Marktes, möchte sich aber sowohl in Technik als auch Handhabbarkeit speziell für Vielspieler mit den Besten messen lassen. Dabei beschränkt sich der Lieferumfang des Genius-Nagers zunächst auf die übliche Hausmannskost: Eine Treiber-CD, ein Handbuch, eine Maus –mehr gibt's nicht und mehr braucht es im Allgemeinen auch nicht.
Aufgrund der symmetrischen Grundform des Mauskörpers ist die Genius für Links- und Rechtshänder gleichermaßen geeignet. Sehr große Hände werden unter Umständen etwas Volumen vermissen, dennoch liegt die Navigator 535 mit ihrem länglichen, nur leicht taillierten Körper trotz fehlender Komfortelemente auch bei längeren Arbeitsintervallen angenehm in der Hand. Eine kurze Eingewöhnungsphase ob der vergleichsweise flachen Handauflage ist allerdings von Nöten.
Insgesamt stehen dem Nutzer sechs frei belegbare Tasten plus Mausrad zur Verfügung. Neben den beiden obligatorisch gut erreichbaren Haupttasten, die mit einem ordentlich dosierbaren, festen Druckpunkt und einem sanften Klickton aufwarten, sind hier vor allem die kleinen Seitentasten zu nennen, von denen anatomiebedingt jeweils nur die beiden auf der Daumenseite wirklich im Bedienumfeld des Fingers liegen. Leider hinterlassen diese Seitenelemente einen etwas schwammigen und minderwertigeren Eindruck. Als ebenfalls verbesserungswürdig ist das 2D-Mausrad, das zu allem Übel bei energischen Bewegungen ob seiner Kunststoffaufhängung auch noch zum Klappern neigt, zu beschreiben: Die Griffigkeit des gummierten Rades ist für unseren Geschmack zu niedrig, der Rasterwiderstand beim Scrollen im Gegenzug zu hoch gewählt. Lediglich die Druckempfindlichkeit als siebte Taste ist ausgewogen. Ergänzend zu diesen individuell belegbaren Tasten finden sich im Bereich unter dem Mausrad drei kleine, blau beleuchtete DPI-Knöpfe, mit deren Hilfe die Abtastgenauigkeit (2000, 1600 und 800 DPI) während des Betriebes verändert werden kann, wohingegen ein weitere, zentrale Taste am Bauch des Mauskörpers das Umschalten zwischen fünf im Treibermenü festlegbaren Konfigurationsprofilen erlaubt.
Materialseitig hat man sich große Mühe gegeben, trotz des moderaten Verkaufspreises hohe Qualität zu bieten. So macht die Navigator trotz purer Kunststofflandschaft einen soliden und robusten, im Gesamtbild keineswegs billig anmutenden Eindruck. Die Oberflächenwahl der Hauptschale hätte man allerdings etwas bedachter treffen können, denn die aalglatte Außenhaut fördert gerade bei längeren, spannungsgeladenen Spieleeinsätzen den Schweißfluss und lässt die Maus schnell unangenehm glitschig werden. Im seitlichen Bereich vertraut man derweil auf einen raueren, leicht gummierten Überzug, der wesentlich mehr Spaß macht.
Als Namensgeber für die Navigator 535 Agama steht im Übrigen die farbenfrohe Siedleragame [13] (aus der Familie der Echsen) pate. Keine unpassende Wahl, denn die Oberschale des 95 Gramm leichten Nagers ist mit einem Lack ausgestattet, der je nach Lichteinfall und Blickwinkel zwischen verschiedenen Grün- und Lilatönen variiert.
Auf der Unterseite der Navigator befinden sich drei großflächige Teflonfüße, die den Gleitreibungswiderstand verringern und für präzise und schnelle Bewegungen auf den verschiedenen Untergründen sorgen sollen. Dementsprechend harmonisch gestaltet sich auch das Verhältnis der Maus zu unseren gewählten Testuntergründen, wobei die maximale Geschwindigkeit natürlich auf Hartplastik oder dem blanken Holztisch, die bessere Kontrolle auf Stoff oder Glas erreicht wird. Abtastprobleme traten dank des mittlerweile etablierten 2000-DPI-ADNS-6010-Lasers der Firma Agilent, der beispielsweise auch bei der Razer Copperhead [14] oder der Logitech G5 zum Einsatz kommt, 7800 Bilder pro Sekunde verarbeiten kann und mit maximal 1000 Hz überträgt, nicht auf. Alle Bewegungsabläufe werden in 2D- wie 3D-Anwendungen verzögerungsfrei und exakt umgesetzt, wie man es von einer kabelgebundenen Laser-Maus der aktuellen Generation erwarten darf und muss.
Die Installation der mitgelieferten Treibersoftware ist bei der Navigator 535 unbedingt zu empfehlen, denn ohne sie funktionieren die zur Navigation sehr hilfreichen Seitentasten nicht. Außerdem können nur mit der Agama-Software, die beachtliche 170 MByte Festplattenspeicher verschlingt, die Zusatzoptionen der Maus genutzt werden.
Die Benutzeroberfläche des Treibermenüs gibt sich sehr verspielt und erlaubt erst auf den zweiten Blick einen sinnvollen Umgang. Größte Besonderheit neben den obligatorischen Justiermöglichkeiten stellt die Belegung der fünf Profile dar: Hiermit kann man die Abtast- und Übertragungsraten sowie die Tastenbelegungen verschiedenst kombiniert auf dem internen Mausspeicher ablegen und über den zentralen Button im Betrieb wechseln.
MS Razer Habu
Unser nächster Kandidat, die Microsoft Habu, stellt zumindest aufgrund ihrer Herkunft eine gewisse Besonderheit dar, entspringt sie doch einer gemeinschaftlichen Entwicklung der beiden bis dato in diesem Segment konkurrierenden Hersteller Microsoft und Razer. Während sich das milliardenschwere Unternehmen aus Redmond maßgeblich für das Design der Maus verantwortlich zeichnet, vertraut man bei der Technik auf das Know-How der auf anspruchsvolle Computerspielerperipherie spezialisierten Schmiede aus Kalifornien. Man darf also viel von dieser Symbiose erwarten – auch angesichts der Preises, der mit etwa 50 Euro für eine Maus schon beachtlich hoch ausfällt.
So gibt es die erste Überraschung bereits beim eifrigen Entleeren der auffälligen Verpackungskartonage. Denn zu Maus, Treiber-CD und mehrsprachig gestaltetem Quick-Installationsguide gesellen sich ein Satz Teflon-Ersatzgleitfüße und ein zusätzliches Seitentastenmodul mit leicht geänderter Tastenanordnung als nicht ganz alltägliche, aber durchaus lobenswerte Dreingaben.
Divergierend zur üblichen Razer-Produktpalette und zu den jüngsten Mausentwicklungen Microsofts ist die Habu nur für den rechtshändigen Gebrauch konzipiert. Dabei unterstützen eine leichte Taillierung auf der Daumenseite sowie die nach rechts hin abschüssig verlaufende Mauskörperwölbung die natürliche Anatomie der Führungshand. Allerdings bleiben nicht nur Linkshänder außen vor, auch Nutzer mit kleinen Händen werden mit der Habu arge Handlingprobleme bekommen, denn der vergleichsweise voluminöse, hecklastig ausbalancierte Mauskörper erzwingt die komplette Auflage der Hand mit einem recht steilen Handanstellwinkel, was ohne längere Eingewöhnungsphase eher unangenehme Gefühle aufkommen lassen könnte – hier scheint sich Microsoft eindeutig durchgesetzt zu haben, denn der bullige Auftritt der Habu, die mit der ganzen Hand übers Mauspad gewuchtet werden möchte, erinnert nicht im Entferntesten an das grazile Erscheinungsbild die Zwei-Finger-Führung der Razer Copperhead.
Sieben frei belegbare Tasten stehen dem Habu-Besitzer zur Verfügung. Die beiden Haupttasten, die mit ihrem dezenten Mittelschwung in der Frontansicht noch den stärksten Gedanken an die züngelnden Razer-Schlangen erwecken, sind dabei mit einer leicht griffigen Gummierung versehen, wie wir sie bereits bei der Copperhead und ihren Vorgängern vorfanden. Dem alten Leiden der Razer-Mäuse folgend, neigen leider auch sie mit zu großem Vertikalspiel zum leichten Klappern. Deutlich schwerwiegender ist allerdings der viel zu grelle und laute Klickton der Haupttasten, der ein absolut minderwertiges Qualitätsgefühl erweckt und den Anwender bei jeder Betätigung erneut zusammen zucken lässt. Etwas besser ist es da um die Seitentasten bestellt, deren Erreichbarkeit je nach verwendetem Modul variiert, mit der standardmäßig verbauten Tastenleiste aber schon nahezu optimal für die meisten Geschmäcker sein dürfte. Doch auch hier hätte das Bediengeräusch etwas sanfter ausfallen dürfen. Als zweifelsfrei gelungen lässt sich derweil das eindrucksvoll beleuchtete Mausrad beschreiben. Es ist ausreichend dimensioniert, sicher aufgehängt, bietet einen angenehmen Druckpunkt sowie einen wohldosierten Rasterwiderstand gänzlich ohne Scrollgeräusche und macht in Kombination mit der sehr griffigen, geriffelten Oberflächenstruktur in jeder Lebenslage eine gute Figur.
Direkt in Mausradnähe sind zwei weitere, kleine Buttons platziert, die standardmäßig als DPI-Umschalter fungieren, mit der mitgelieferten Software aber ebenfalls beliebig belegt werden können – etwa mit hilfreichen Makros für den Office- oder Multimediabetrieb. Im schnellen Gefecht ist ihre Erreichbarkeit aber eher suboptimal. Die letzte Taste ist auf der Mausunterseite zu finden. Mit ihr lässt sich, wie wir es von der Razer Copperhead kennen und auch bei der Genius Navigator 535 beobachten konnten, zwischen den verschiedenen Konfigurationsprofilen wechseln, die mausintern abgespeichert werden. Leider ist eine Anzeige des aktuell gewählten Profils nur im Treiber möglich, sodass man sich seine aktuelle Wahl besser merken sollte.
Qualitativ macht die Microsoft-Razer-Symbiose leider nicht den allerglücklichsten Eindruck. Dies liegt zum einen an der bereits erwähnten Geräuschkulisse und der Klapprigkeit der Haupttasten, zum anderen am insgesamt wenig robust wirkenden Kunststoffkleid des Nagers, trotz üppigen 122 Gramm Kampfgewicht. Dennoch haben sich die Ingenieure zumindest bei der Komposition der Oberflächenstrukturierung Mühe gegeben, der fühlenden Führungshand immer etwas Interessantes zum Entdecken zu bieten. So gibt es glatte Flächen im Bereich der Seitentasten, eine stark griffige Gummierung entlang des blau beleuchteten Lichtschlauches, eine matte, auch bei hitzig-schwitzigen Gefechten nicht zur glitschig-klebrigen Rutschbahn mutierende Kunststoffoberhaut am Mausbauch sowie die bereits benannten weichen, rutschfest beschichteten, lang gezogenen Maushaupttasten.
Trotz ihrer Masse und ihrer voluminösen Gestalt entpuppt sich die Habu als echter Mauspadfeger. Ein Blick unter die Maus verrät; nur drei vergleichsweise winzige Teflonfüße sorgen für eine möglichst geringe Auflagefläche und somit für niedrigsten Gleitwiderstand. Auf allen Belägen ist die Habu die mit Abstand leichtfüßigste Maus des Testfeldes und distanziert im Quervergleich auch die eingestandenen Gamer-Werkzeuge Logitech G5 und Razer Copperhead. Damit soviel Spritzigkeit überhaupt noch kontrollierbar bleibt, sollten keine zu schnellen Mauspads verwendet werden: Stoff- oder ähnlich gemächliches Material bietet in der Hinsicht wohl den besten Padcharakter für die pfeilschnelle Habu, raue Hartplastikuntergründe seien derweil nur echten Speed-Junkies an Herz gelegt. Unterdessen bedarf die technische Ausstattung der Microsoft-Razer-Patchworkmaus keiner weiteren Worte, denn auch hier verrichtet der etablierte Agilent-ADNS-6010-Laser zuverlässig seinen Dienst.
Die Habu Konfigurationssoftware ist augenscheinlich ein Razermachwerk. Sie verbraucht lediglich 10 MByte Festplattenspeicher, ist aber dennoch enorm potent, etwas verspielt gestaltet, hinreichend übersichtlich und intuitiv bedienbar. Alle sieben Maustasten sind frei mit entsprechenden Standardfunktionen (Rechtsklick, vor, zurück, DPI-Switch, etc.), aber auch beliebigen Tastenkombinationen (so genannten Makros) oder multimedialen Funktionen (nächster Titel, lauter, leiser, etc.) zu konfigurieren. Selbst das Mausrad kann weg vom obligatorischen Scrollen für beliebig andere Zwecke missbraucht werden – der Kreativität werden hier kaum Grenzen gesetzt. Wie es sich für eine richtige Gamer-Maus gehört, kann die Empfindlichkeit der Bewegungsachsen individuell justiert werden. Zudem ist die blaue Mausbeleuchtung partiell oder vollkommen deaktivierbar. Wie bereits thematisiert, ist auch die Habu in der Lage, fünf Profile auf dem mausinternen Speicher abzulegen. Diese beinhalten allerdings nur die Informationen über Tastenbelegung, Abtastrate und Abtastgenauigkeit.
Für die einwandfreie Funktion der Maus ist es von äußerster Wichtigkeit, die aktuelle Treiber- und Firmwareversion aufgespielt zu haben. Sollte die der Auslieferung beigelegte noch nicht der neusten Version (ab 2.01) entsprechen, ist unbedingt das auf der Razerhomepage [15] erhältliche Update zu installieren, da anderenfalls einige Habu-Funktionen, wie etwa das Profilmanagement oder die 500- respektive 1000-Hz-Abfrage, nicht oder nur eingeschränkt zur Verfügung stehen.
Razer Death Adder
Nur als Partner an der Seite des Soft- und Hardwaregiganten aus Redmond die aktuelle Mäusegeneration zu erleben, ist Razer natürlich längst nicht genug. Das auf Gameransprüche spezialisierte Unternehmen, das nunmehr auf eine neunjährige Unternehmensgeschichte zurückblickt, präsentiert mit der Death Adder seinen eigenständigen Nachfolger der Ende 2005 vorgestellten, äußerst erfolgreichen Copperhead [13]. Und auch wenn die neue Death Adder der soeben vorgestellten Mocrosoft Habu auf den ersten Blick wie aus dem Gesicht geschnitten scheint und preislich mit etwa 55 Euro ähnlichen finanziellen Anspruch hat, gibt es bei näherer Betrachtung doch signifikante Unterschiede zwischen beiden High-End-Nagern.
Beim Lieferumfang gibt es zunächst keine Überraschungen. Die Maus, ein knapp gesticktes Handbuch im Razerformat inklusive Treiber-CD, ein Quick-Start-Guide und ein Echtheitszertifikat sind aus der schicken Verpackungskartonage zu schälen.
In der Grundform basieren sowohl die Habu als auch die Death Adder auf dem gleichen, voluminösen Mauskörper. Freunde des flachen, schmalen und gestreckten Razer-Designs müssen dabei ganz klar zurückstecken und sich erstmalig einer rechtshänderergonomischen Form beugen, die zur Unterstützung der Auflagewölbung und des Anstellwinkels im Stile einer Logitech G5 ganz klar auf größere Hände abzielt. Eine leichte Taillierung, gering gewölbte Haupttasten sowie ein nach rechts hin leicht abschüssiger Körperschnitt charakterisieren dabei die groben Ergonomieeckpunkte des Schlangen-Nagers.
Beim Blick auf die fünf zur Verfügung stehenden Tasten wirken Habu und Death Adder gar nicht mehr zwillingshaft. Razer scheint sich das gemeinsame Machwerk mit Microsoft zu Herzen genommen und die meisten tastenbedingten Schwächen rigoros ausgemerzt zu haben. Dies beginnt bereits bei den Haupttasten, die nicht mehr, wie bisher Razer-üblich, einzeln aufgesetzt worden sind, sondern in einem Schwung der Oberschale entspringen und sich bis zur Mitte der Mauswölbung leichtgängig und gleichmäßig bedienen lassen. Sie erwecken keinen klapprigen Eindruck und verfügen über einen angenehmen Klickton. Die äußerst großflächigen Seitentasten, die in ihrem Layout keinem der beiden Habu-Optionen entsprechen, sind gut platziert, hätten allerdings einen etwas definierteren Druckpunkt und ein zurückhaltenderes Bediengeräusch verdient. Derweil setzt Razer beim dezent blau hinterleuchteten Hartgummimausrad auf ein Exemplar mit deutlich größerem Radius als bei der Habu, das zudem einen recht hohen Rasterwiderstand aufweist und per Druck in gewohnter Manier als mittlere, fünfte Maustaste verwendet und belegt werden kann. Die letzte zur Verfügung stehende Taste befindet sich unter der Maus. Sie dient dem Umschalten der internen Profile.
Der qualitative Eindruck der Death Adder ist ausgezeichnet. Sie wirkt trotz des mit 105 Gramm geringeren Gewichts zur Habu-Schwester (122 Gramm) deutlich robuster gestaltet und nichtsdestotrotz im Detail äußerst fein aufeinander abgestimmt und sauber verarbeitet. Besonders angenehm für die aufgelegte Hand ist die zweigeteilte Obenflächenauslegung mit der weichen, schmeichelnd gummierten Hauptschale und der im Gegenzug aalglatten, im Bereich der Daumentasten griffig, fast klebrig anmutenden Unterschale. Und auch optisch gehört die Death Adder zur ausgereiften Garde. Zwar vermag sich niemand ob einer beleuchteten Maus mehr verwundert die Augen zu reiben, doch ist das Gesamtbild in Kombination mit dem pulsierend blau illuminierten Razer-Logo auf dem Mausrücken einfach stimmig und passt zum verspielten Konzept des Herstellers. Außerdem: Wer sich an der Beleuchtung stört oder satt gesehen hat, kann sie löblicherweise im Treibermenü auch einzeln (Mausrad, Logo) deaktivieren.
Die Geschwindigkeit und Führungspräzision der Razer ist wie bei der Habu äußerst hoch und lässt keinen Anlass zum Tadeln. Die drei kleinen Teflonauflagen sorgen für einen geringstmöglichen Gleitreibungswiderstand und fühlen sich auf allen getesteten Mauspads und alternativen Unterlagen pudelwohl. Maximale Geschwindigkeit erreicht man auf Hartplastik, während Stoff als Basis für feinfühliges und genaues Navigieren optimal erscheint.
Ein ebenfalls problemloses Arbeiten ist dem verbauten optischen Sensor zu bescheinigen. Zwar tastet die Death Adder als einzige Maus im Feld mit Infrarot-Technik ab, doch der von Razer als Modell der dritten Generation deklarierte 1800-DPI-Sensor [16] leistet sich hinsichtlich Ergonomie, Geschwindigkeit und Genauigkeit keinerlei Schwächen in der Gegenüberstellung zum mittlerweile etablierten Laser-Mitbewerber.
Beim Treiber bekommt man unterdessen dieselbe verspielte Kost vorgesetzt, die auch bei der Habu verschlungen werden muss. Das Menü ist nicht ganz übersichtlich, bietet aber nach kurzer Einarbeitungsphase eine Menge Einstellmöglichkeiten, um die Maus in ihren einzelnen Funktionen und Geschwindigkeiten optimal auf seine Bedürfnisse anzupassen. Nicht zuletzt verfügt auch die Death Adder über die mittlerweile bekannte Profil-Funktion, mit der Abtastraten und Frequenzen auf fünf separaten Speicherplätzen auf der Maus abgelegt und per Taste am Mausboden durchgeschaltet werden können.
Logitech MX-400
Nachdem sich unsere bisherigen Probanden verstärkt an ausdauernde Liebhaber des virtuellen Spiels gerichtet haben, bezeichnet sich die MX-400 eher als waschechter Allrounder und eröffnet unser Logitech-Tripel im Test. Solide Lasertechnik gepaart mit einer ausgefeilten Rechtshänderergonomie und einem erschwinglichen Anschaffungspreis von ca. 30 Euro scheinen dabei ein attraktives Angebot zu schnüren.
Der Startschuss in Form des Lieferumfangs fällt aber zunächst sporadisch aus, denn nebst Maus, Treibersoftware, kurzem Installationsguide und PS/2-Adapter gibt es keine weiteren Annehmlichkeiten.
Beeindruckende Passgenauigkeit wussten die Logitechingenieure bei der MX-400 zu kreieren. Bereits beim ersten Handauflegen erhebt sich das Gefühl, man hätte seine Hand nicht auf die Maus gelegt, sondern förmlich darauf gegossen. Im Vergleich zur G5 oder zur Habu fällt die MX-400 im gesamten Verlauf bei ähnlichem Volumen entscheidend schmaler und deutlich taillierter aus und setzt im Frontbereich den markanten, bulligen Schwung zwischen Daumenauflage und Zeigefingerhaupttaste, während das Heck eher gleichmäßig flach abfällt, was der Bequemlichkeit der Handauflage sehr zuträglich ist. Die Maus ist ausgesprochen gleichmäßig ausbalanciert und bietet im Gegensatz zur Microsoft Habu beidseitig genügend Griffigkeit, um eifrig auf dem Mauspad hin und her gehoben zu werden.
Wer viele Zusatztasten und -Funktionen bevorzugt, der ist mit der MX-400 weniger gut beraten. Der Logitech-Allrounder stellt exklusive Mausrad vier frei belegbare Bedienelemente zur Verfügung. Allen voran natürlich die großzügig gestalteten Haupttasten, die wie aus einem Guss der Oberschale entspringen und sich fast bis zum Mauszentrum klicken lassen. Sie bieten einen wohldosierten Druckpunkt und einen harmonischen Klang ohne Neigung zum nervigen Klappern. Direkt über der Daumenauflage befinden sich unterdessen die häufig eingesetzten Seitentasten, die aufgrund ihrer Länge sowohl von größeren als auch von kleineren Händen gut erreicht werden können und eine ebenso hohe Bedienqualität vorweisen. Als größte Hardware-Schwachstelle der MX-400 sehen wir, ähnlich wie bei der Logitech G5, das 4-Wege-Mausrad. Es ist relativ klein gehalten, bietet mit geringer Gummierung nur wenig Grip und einen sehr niedrigen Rasterwiderstand mit einem kratzenden Scrollgeräusch. Dafür offeriert es neben dem normalen Bildlauf auch die Rechts-Links-Bewegung für horizontales Scrollen oder eine weitere Tastenkonfiguration zusätzlich zur üblichen Mitteltaste.
Qualitativ hinterlässt die günstige, mit 100 Gramm vergleichsweise leichte Logitech-Maus einen guten Eindruck. Zwar fehlen handschmeichelnde Materialien. Doch auch die bloße, matte Kunststoffhaut fühlt sich durchweg angenehm an und mutiert auch bei längeren Einsätzen nicht zum Schweißtreiber. Hinzu kommt, dass die schnörkellose, aber schwungvoll inszenierte Grauton-Optik auch beim längeren Betrachten nicht langweilt, sondern schlicht und einfach gut aussieht und eine hohe Güte vermittelt.
Trotz ihrer vier Kunststofffüße ist die MX-400 nicht die schnellste auf den verschiedenen Mauspads. Bisweilen wird sogar der Eindruck erweckt, dass sie nicht nur auf ihren Füßen gleitet, sondern etwas hängebäuchig über die Unterlagen schabt. Optionale Maus-Skates, die den Abstand zwischen Maus und Unterlage erhöhen, könnten hier für reibungsfreiere Bewegungsabläufe sorgen. Nichtsdestotrotz hat die MX-400 mit den verschiedenen Pads keinerlei Probleme und entpuppt sich ob der mittlerweile sehr reifen Lasertechnik als sehr präzise und führungssicher. Das verzögerungsfreie, zielgenaue Arbeiten und Spielen wird mit dem Logitech-Allrounder zur echten Freude, die der teuren Gamer-Konkurrenz in nichts nachsteht.
Die Installation der Logitech-Software ist nicht zwingend notwendig, um die grundlegenden Funktionen der Maus nutzen zu können. Um sich allerdings die Zusätze der MX-400 zugänglich zu machen, empfiehlt es sich, die neuste Version der SetPoint-Software, die etwa 11 MByte verschlingt, von der Logitech-Homepage [17] zu besorgen und die von der mitgelieferten Treiber-CD aus Aktualitätsgründen links liegen zu lassen.
SetPoint als Allzwecksoftware für Logitech-Peripherie bietet ein übersichtliches, optisch zurückhaltendes Konfigurationsmenü. Hier lassen sich die einzelnen Tasten und Mausradfunktionen der MX-400 nahezu beliebig vergeben, Beschleunigungen und Geschwindigkeiten sowie gewisse Spiel-Einstellungen vornehmen. Es wird weitgehend verzichtet, auf technische Details einzugehen, sodass auch Laien den gesamten Funktionsumfang verstehen und nutzen können.
Logitech MX Revolution
Unser nächster Logitech-Nager hat es faustdick hinter den Ohren, prangt doch ein vollmundiges und wenig zurückhaltendes „Revolution“ bereits in seinem Namen. Und tatsächlich scheint dieser nicht nur aus Marketinggründen vergeben worden zu sein, denn selten unterschied sich eine Maus derart von ihren Mitstreitern wie die nun vorzustellende MX Revolution. Dabei hat sie aufwertende Besonderheiten auch bitter nötig, denn bei einem Anschaffungspreis von über 60 Euro [18] verfängt sich dem preisbewussten Anwender doch schnell der ein oder andere Kloß im Hals. Ursprünglich ging die Maus gar mit einer Unverbindlichen Preisempfehlung von 99 Euro ins Rennen. Nicht einmal waschechte Gamer-Mäuse vermochten es bisweilen, in solche Preisregionen vorzudringen, und die MX Revolution, die sich als Nachfolger der beliebten MX-1000 sieht, gehört bei weitem nicht zum ausgeklügelten Spielerwerkzeug. Vielmehr gilt sie als vielseitiges Arbeitstier mit vielen alltagserleichternden Funktionen.
Der Lieferumfang der kabellosen Maus beinhaltet neben der MX Revolution die passende Ladestation samt Stromversorgungskabel, eine knappe Anleitung in Kombination mit der Setpoint-Treibersoftware und natürlich den USB-Empfängerstick für die Datenübertragung zum PC.
Logitech ist berühmt für die hervorragende Rechtshänderergonomie der High-End-Mäuse. Bei der MX Revolution wurde das Streben nach einer möglichst idealen Passform für die Führungshand dabei so konsequent umgesetzt wie noch nie. Sie ist im Vergleich zu einer G5 deutlich flacher, der Körperschwung gleichmäßiger, vollendeter und grundlegend etwas schmaler ausgefallen. Dies kommt vor allem kleineren Händen zugute, die bisher mit den voluminösen Logitech-Vertretern ihre Probleme hatten. Aber auch größere Hände fühlen sich beim Umschlingen der Maus sofort wohl. Prunktstück der MX Revolution stellt aus ergonomischer Sicht die schier riesige Daumenauflage dar, die ihrem Namen wirklich gerecht wird – der Daumen kann auf ihr vollständig bequem ruhen. Auf der anderen Seite ist die Lage des Ring- und des kleinen Fingers derweil mit leichten Vertiefungen angedeutet und erzeugt somit ausreichend Grifffestigkeit und eine wenig ermüdende Auflage der gesamten Hand.
Interessantes weiß die MX Revolution auch im Hinblick auf die Tastenausstattung zu bieten. Natürlich gibt es zunächst die beiden großen, in einem Materialschwung der Oberschale entspringenden Haupttasten, die ohne jedwedes Spiel mit einem perfekt ausgeloteten Druckpunkt und Betätigungsgeräusch aufwarten und jeden Klick zur wahren Freude werden lassen. Ebenfalls obligatorisch und mustermäßig verarbeitet sind die Seitentasten zur Navigation. Über der Daumenablage positioniert, liegen sie an hinreichend gut erreichbarer Stelle und gefallen durch absolut sanfte, präzise und nahezu lautlose Bedienbarkeit. Allerdings sind sie sehr schmal gehalten, wofür sich wohl nicht jeder Anwender erwärmen lassen kann.
Die namensgebende Revolution ist aber erst beim Betrachten des neuen 4-Wege-tauglichen Mausrades ersichtlich. Es fällt deutlich größer und mit 14 Gramm erheblich schwerer aus als herkömmliche Exemplare (etwa 2,5 Gramm), ist aus Aluminium gefertigt, mit griffigen Gummierungsstreifen versehen und hat es faustdick in der Mechanik. „MicroGear“ nennt sich die neue Logitech-Technik. Sie erlaubt einerseits das bekannte Scrollen mit gut gewähltem, spürbarem sowie gleichmäßigem (dafür aber etwas laut agierendem) Rasterwiderstand. Andererseits bietet sie einen nahezu reibungslosen Schwungradmodus, bei dem sich das Rad, einmal angestoßen, gut und gerne fünf bis zehn Sekunden bis zum Stillstand dreht und dabei bequem eine Vielzahl von Dokumentseiten durchscrollt. Das Umschalten zwischen beiden Modi, „Click-to-Click“ und „Free-spin“ genannt, erfolgt durch einmaligen Druck auf das Mausrad, wodurch die gewohnte Funktion der mittleren Mausradtaste natürlich entfällt. Alternativ dazu lässt sich im Treiber noch eine dritte Option konfigurieren: „SmartShift“. Hierbei wechselt der Gang automatisch von rasternd zu frei drehend ab einer gewissen, justierbaren Drehgeschwindigkeit. In der Praxis funktionieren die verschiedenen Modi wunderbar und stellen nach kurzer Eingewöhnungsphase ob der neuen Möglichkeiten eine echte Alltagshilfe dar.
Den Wegfall der mittleren Taste versucht Logitech derweil mit einem kleinen Zusatzbutton direkt unter dem Mausrad zu kaschieren. Standardmäßig ist er zum Aufrufen gewisser Suchfunktionen konfiguriert, kann mit der Treibersoftware aber natürlich beliebig belegt werden. Final sei noch das ungewöhnlich anmutende „zweite Mausrad“ direkt an der Daumenposition zu nennen. Dahinter verbirgt sich eine Tastenwippe, die zum Beispiel die schnelle Navigation durch aufgerufene Programmfenster ermöglicht, auf Wunsch allerdings auch mit Media- oder Zoom-Funktionen belegt werden kann.
Qualitativ hinterlässt die etwa 148 Gramm schwere MX Revolution ein beeindruckendes Gesamtbild. Makellos, elegant und überaus edel ist die Symbiose aus matten und glatten Kunststoffoberflächen, metallenen Mausradapplikationen sowie punktierten Gummierungen im Daumenbereich gelungen. Die aufgelegte Hand fühlt sich an jeder Stelle des Nagers pudelwohl und verlässt die Auflage nur widerwillig.
Willig zeigt sich die MX Revolution dagegen selber, was den Strombedarf angeht. Der nicht austauschbare, interne Lithium-Ionen-Akku der Maus hält bei voller Aufladung und sehr starker Arbeitsbeanspruchung etwa drei Tage, im Standby-Betrieb sind etwa 15 Tage angegeben. Über den aktuellen Füllstand des Akkus gibt neben der entsprechenden Registerkarte im Treiber ein grüner Ladebalken direkt an der Maus, dessen Beleuchtung beim Schalten der Maus in den Standby-Modus nach etwa zehn Sekunden erlischt, Auskunft. Fällt der Ladestand in den kritischen Bereich, wird die Anzeige warnend rot statt grün hinterleuchtet. Das Aufladen des Nagers erfolgt derweil über die formschöne Ladestation und geht mit etwa 90 bis 120 Minuten nach voller Entladung sehr rasch von statten.
Die MX Revolution arbeitet kabellos und tauscht ihre Daten mit der üblichen 2,4-GHz-Technologie mit Hilfe eines kleinen USB-Empfängers mit dem PC aus. Die Übertragung funktioniert dabei weit über die gängigen Distanzen hinaus und überbrückt je nach Konstellation auch fünf bis sechs Meter. Allerdings sind im Dauertest mitunter kleine Aussetzer aufgetreten, die sich im Zweifelsfall auch durch die verwendete Abtasttechnik erklären lassen könnten. Denn der mit fixen 800 DPI arbeitende Laser der Maus scheint leider nicht mit allen Untergründen problemlos zu harmonieren. Deutliche Schwächen bis zur Arbeitsunfähigkeit sind beispielsweise auf (weißem) Papier aufgetreten. Auch unser Stoffpad schien der Logitech-Revolutionsmaus nicht unbedingt zu schmecken, während es auf glatten Oberflächen wie Glas, Hartplastik oder Holz nahezu keine Unzulänglichkeiten gab.
Die MX Revolution ist kein Spielerwerkzeug, dies verlauten nicht nur die 800-DPI-Abtastung und das hohe Gewicht. Auch die Präzision und die Feinheit im Handling sind nicht mit ausgewachsenen Gamer-Mäusen vergleichbar. Wer beispielsweise auf Getier im Stile einer Logitech G5 eingeschossen ist, wird beim Wechsel auf die MX Revolution im Alltag sowie im Spiel zunächst deutlich seltener auf Anhieb sein Ziel treffen – Fehlklicks sind vorprogrammiert, das Navigieren und Anvisieren ist schwammiger und bedarf einer gewissen Eingewöhnungsphase, sofern man vorher reaktionsschnellere und präzisere Arbeitsgeräte zu nutzen pflegte. Als Mauspadempfehlung legen wir zudem schnelle Untergründe im Hartplastik-Stil ans Herz, da die MX Revolution mit ihren großflächigen Kunststofffüßen ansonsten eher etwas behäbig wirkt.
Wie der MX-400 steht auch der MX Revolution Logitechs SetPoint-Software als treibende Kraft zur Seite. Die Menüs bieten allerdings – entsprechend des Funktionsumfanges der Edelmaus – etwas mehr Justiermöglichkeiten. Identisch sind allerdings das optisch zurückhaltende Outfit, die klare Menüstruktur und der geringe Installationsumfang von etwa zehn Megabyte.
So lässt die Software neben den herkömmlichen Tasten- und Makrobelegungen, Einstellung der Geschwindigkeiten für Zeiger und belegbaren Zoom vor allem Feinheiten des besonderen Mausrades anpassen. Alles ist auch für den Laien gut verständlich gekennzeichnet und beschrieben – erfahrenen Anwendern fehlt unter Umständen aber etwas der technische Tiefgang der SetPoint Software.
Logitech VX Revolution
Von der Revolution zur Revolution, von MX zu VX und damit zur letzten Maus unserer knappen Gegenüberstellung – der VX Revolution, Logitechs technischem MX-Pendant für den mobilen Einsatz. Dabei macht der kompakte Logitech-Nager aber nicht nur an der Seite eines Notebooks eine gute Figur. Er kann ob der zum Teil sehr nützlichen Zusatzfunktionen im Zweifelsfall auch gerne als ungebundene Desktop-Maus verwendet werden. Preislich startete die Maus dabei in ähnlich exorbitanten Regionen wie ihre große Schwester, hat sich aber nach einigen Monaten Marktpräsenz nun auf unter 50 Euro [19] gehungert und kann somit schon beinahe als erschwinglich angesehen werden, wenngleich der Mitbewerb der mobilen Mausgestaltung mitunter nur einen Bruchteil kostet.
Beim Lieferumfang setzt auch die VX Revolution keine neuen Akzente und begnügt sich neben der Treiber-CD und einem kompakten Handbuch mit dem USB-Empfängerstick sowie einer AA-Duracell-Batterie als Stromlieferant.
Mit Blick auf ihr angedachtes Einsatzfeld wurde die Notebookmaus erheblich gedrungener und kleinvolumiger gestaltet und verschwindet unter größeren Händen nahezu vollkommen. Dennoch ist es den Logitech-Experten vorzüglich gelungen, rechtshänderergonomische Aspekte nicht zu vernachlässigen. Die VX Revolution liegt mit ihrer Zapfenform trotz der geringen Größe erstaunlich gut in der Hand. Besonders angenehm setzt sich dabei die üppige Daumenaussparung in Szene, wobei auch die optimale Auflageposition für die übrigen Finger durch leichte Schwünge und Kerben beidseitig wohl vordefiniert ist. Damit ist die VX Revolution bestens gewappnet und sicher im Griff, um auch auf unebenen Auflageflächen – etwa dem Oberschenkel beim mobilen Arbeiten – ordentlich festgehalten respektive Sprunghaft von einer Position zur nächsten gehoben werden zu können.
Hinsichtlich ihrer Bedienelemente wartet der kleine Logitech-Spross mit einem außerordentlichen Potential auf. Den Beginn machen dabei natürlich wieder die beiden Haupttasten für Zeige- und Mittelfinger, die mit einem etwas grellen Klickgeräusch, aber gutem Druckpunkt und sicherer, klapperfreier Mechanik aufwarten. Beim gelungenen Mausrad setzt man auf einen Kompromiss, der auch der MX-Revolution gut zu Gesicht gestanden hätte: Das überragende 4-Wege-Metallschwungrad arbeitet standardmäßig im charakteristischen gerasterten Modus, kann mit Hilfe des MicroGear-Hebels unter der Maus aber ebenfalls in den ungerasterten Freilaufmodus versetzt werden. Somit bleibt die beliebte Funktion der mittleren Maustaste am Rad erhalten. Die 4-Wege-Fähigkeit ermöglichst zudem die Belegung der rechts/links-Anstellung als jeweils zusätzliche Tasten – oder zur Bedienung der horizontalen Bildlauffunktion.
Neben dem genialen MicroGear-Mausrad, das hoffentlich genau so auch bei späteren Logitech-Mäusen wieder anzutreffen sein wird, dürfte auch der kleine „One-Touch-Search“-Button direkt unter dem Mausrad für viel Freude sorgen. Nach Auswahl der favorisierten Suchmaschine (Google, Yahoo, AOL etc.) und der bevorzugten Sprache im Treibermenü genügt bei markiertem Wort ein Klick auf diese kleine Taste, wonach sich prompt das gewünschte Suchresultat im neuen Browserfenster/-tab öffnet.
Nett gedacht, aber schlecht gemacht, lautet unterdessen das Motto für den „Zoom-Schiebregler“ an der vorderen Zeigefingerposition. Er macht, vollkommen aus Kunststoff gefertigt, einen wenig stabilen Eindruck, lässt sich nur mit hohem Kraftaufwand verschieben und bietet obendrein nur geringen Halt für den Bedienfinger. Die Belegung ist zwar auch hier frei, in der Praxis dürfte er aber ob seiner Schwerfälligkeit kaum zum Einsatz kommen. Abschließend seien noch die beiden Daumentasten zur Navigation zu nennen, die wie bei der MX sehr schmal ausfallen und damit nicht überall auf Nächstenliebe stoßen werden. Zudem besitzen sie einen zwar klar definierten, aber etwas zu hohen Druckpunkt.
Preis und Zielsetzung entsprechend, gibt sich die VX Revolution hinsichtlich qualitativer Betrachtungen bis auf den thematisierten Zoom-Schieber keinerlei Blöße. Die etwa 110 Gramm leichte Maus ist grundlegend sehr robust gestaltet und weiß durch ihr edles Gesamtbild, harmonisch kombiniert aus schwarzen und silbergrauen Kunststoffflächen sowie metallisch-glänzenden Tastenapplikationen, zu gefallen. Insbesondere entzückt die gummierte Daumenkuhle mit ihrer Griffigkeit und wechselhaften Beschaffenheit, während die matte Plastiklandschaft der Oberschale zumindest zweckmäßig ist.
Zur Stromversorgung der kabelungebundenen Maus dient eine einzelne AA-Batterie (wahlweise natürlich auch ein Akku einsetzbar), die von unten rechtsseitig eingelegt wird. Trotzdem bekommt die VX keine Schlagseite, sondern zeigt sich eher etwas hecklastig ausbalanciert. Eine volle Batterie hält bei ständiger Benutzung gut ein bis zwei Wochen durch, während man sich bei nur gelegentlichem Einsatz an bis zu zwei Monaten Bereitschaft erfreuen kann. Dabei informiert auch die VX Revolution wie ihre große Schwester über einen kleinen LED-Ladebalken und im Treibermenü über den aktuellen Füllstand des eingepflanzten Stromlieferanten, auch wenn letzteres im Hinblick auf die hochgerechneten Tage äußerst optimistisch geschieht. Natürlich verfügt der kleine Nager auch über einen Ein-Aus-Schalter, damit sich unterwegs bei entsprechender Nichtbenutzung kein unnötiger Verbrauch einstellt.
Die Datenaustausch zwischen Maus und PC erfolgt per 2,4-GHz-Technik kabellos mit Hilfe eines kleinen USB-Empfängers, der für unterwegs clever in eine Art Garage am Heck der VX Revolution eingeschoben werden kann. Die Übertragung geschieht zumeist problemlos, hat aber – wie bereits bei der MX Revolution zu beobachten – vereinzelte, nicht reproduzierbare Aussetzer. Dabei ist die Funktion auch über sehr weite Distanzen von über fünf Metern sichergestellt, sodass die Maus, mit entsprechenden Mediaoptionen belegt, gut auch als improvisierte Fernbedienung herhalten kann.
Für den schnellen Spieleeinsatz sollte man sich derweil flotteres Getier zulegen. Trotz Lasertechnik und eigentlich ausreichenden 800 DPI fehlt es an Spritzigkeit und Navigierpräzision. Dies wird vor allem deutlich, wenn man von einer deklarierten Gaming Maus à la G5 oder Death Adder auf die Logitech Revolution wechselt. Ein gelegentlicher 3D-Quickie kann aber natürlich auch mit der VX eingegangen werden, wobei die leichte Behäbigkeit und Schwerfälligkeit des eher Office affinen Nagers durch möglichst schnelle Untergründe ausgeglichen werden sollte.
Hinsichtlich der Treiberbasis bietet sich uns der bereits zweifach beschriebene Setpoint-Einheitsauftritt mit übersichtlicher Grundstruktur und Konfigurationsmöglichkeit für die wichtigsten Alltagsfunktionen.
Bewertungen
Wo steckt sie nun, die eierlegende Wollmilchsau unter den Mäusen? Nach langer Beschäftigung mit den hier vorgestellten, teilweise ähnlich gesinnten, teilweise stark divergierenden Nagetieren müssen wir letztendlich festhalten, dass es für uns persönlich kein Exemplar gab, das alle Anforderungen in beanstandungsloser Perfektion hat erfüllen können. Unserer subjektiven Meinung nach wäre die optimale Maus eine Symbiose aus vielen verschiedenen Details, die sich in dieser oder jener Hinsicht hier schon aufzeigten. So wäre es die Passgenauigkeit und die Ergonomie der MX Revolution für den alltäglichen Betrieb und der MX-400 für spielerische Anwendungen, die uns in Kombination mit der hervorragenden, schmeichelnden Oberflächenbeschaffenheit der Death Adder entzücken könnte. Qualitativ stünde Logitechs Revolutions-Garde Pate, wobei das sensationell gute MicroGear-Schwungmausrad der kleinen VX entspränge. Die technische Grundlage käme mit hochauflösender Laserabtastung, speicherbarem Profilmanagement und allgemeiner Navigierpräzision und -Geschwindigkeit aus den Mäusen von Genius oder Microsoft, während die Teflonfüße von Habu und Death Adder für die Schnelligkeit auf allen Untergründen sorgen würden. Für die treibertechnische Unterstützung wünschte man sich final die Übersicht und Struktur der Logitech Setpoint mit allen Optionen und Feinjustierungen der Razersoftware – und all das natürlich zum Schnäppchenpreis.
Fernab unserer Wunschvorstellungen wollen wir es natürlich nicht versäumen, das Testfeld einzeln bewertet einzuschätzen. Dazu vergeben wir als Orientierung in verschiedenen Kategorien, die in den vorangegangenen Produktvorstellungen thematisiert wurden, unsere Sterne. Zu beachten ist, dass – je nach persönlichem Geschmack – natürlich das ein oder andere Kriterium deutlich höher gewichtet sein kann, sodass sich verschobene Beurteilung je nach Präferenz und Interesse ergeben.
Fazit
Die Genius Navigator 535 hinterlässt einen soliden Eindruck und überzeugt mit guten Preis-Leistungsdaten. Als einzige Maus im Feld verzichtet sie auf ein ergonomisches Layout für Rechtshänder, bietet dafür aber eine technisch ausgereifte, schnelle und absolut präzise arbeitende Laser-Basis für anspruchsvolle Spieler in Kombination mit dem mittlerweile recht beliebten Profilmanagement. Abstriche müssen mit Blick auf die materielle Gestaltung, speziell die aalglatte Oberfläche, gemacht werden. Allerdings hat man bei Genius bereits reagiert und bietet mit der Navigator 335 Carbon [20] ein Nachfolgemodell mit etwas angenehmerer Oberflächenstruktur an. Alljene, die also abseits der bekannten Marken auf der Suche nach einer günstigen und dennoch potenten Gamer-Maus sind, sollten das Lager von Genius nicht unbetrachtet lassen.
Microsofts Habu als gemeinsames Machwerk mit Razer konnte sich im Test durchaus ansehnlich positionieren. Nach anfänglichen Unstimmigkeiten bei der Installation und notwendigem Firmware-Update beglückte uns der blau beleuchtete Nager mit außerordentlicher Geschwindigkeit in allen Lebenslagen. Qualitativ liegt die Habu zwar insgesamt leicht hinter der Schwester aus dem Hause Razer zurück, filigrane 2000-DPI-Laserabtastung, Profilbelegung und wechselbare Seitentasten stehen dem Nager aus Redmond dennoch gut zu Gesicht. Mit einem Anschaffungspreis von knapp 50 Euro [21] gehört die Habu allerdings zur deutlich gehobeneren Preisklasse.
Den Testsieg, sofern man denn einen vergeben möchte, ergattert sich Razers Death Adder als stimmigstes Gesamtpaket. Erstmalig bekommt man eine Razer-Gaming-Maus, die bei längerer Benutzung nicht die Hand verkrampfen lässt. Zwar ist die Ergonomie sehr auf große Hände ausgelegt und nach wie vor verbesserungswürdig. In Kombination mit der absolut angenehmen Oberflächengestaltung und der tadellosen, qualitativen Umsetzung hat der geneigte Anwender aber seine helle Freude. Geschwindigkeit und Navigationsfähigkeit der Death Adder sind atemberaubend und der verbaute optische Sensor steht der etablierten Lasertechnik in Präzision und Untergrundkompatibilität in keiner Weise nach, sodass man final lediglich an der geringen Tastenanzahl oder an der etwas verspielten Software mäkeln könnte. Sei es drum: Etwa 50 Euro [22] kostet die Death Adder derzeit – nicht wenig. Aber wer sie investiert, wird sicher nicht enttäuscht.
Ebenfalls gut geschlagen hat sich Logitechs MX-400. Im Schatten der Neuentwicklungen und Revolutionen kann sie durchaus als brauchbare und vor allem günstige Alternative gesehen werden, wenn man eine Maus ohne viel Schnickschnack sucht. Die gebotene Rechtshänderergonomie ist vortrefflich, die Qualität gut und die materielle Abstimmung passend. Im Vergleich zur Gamer-Riege fehlt es ihr natürlich etwas an Spritzigkeit und Geschwindigkeit auf langsameren Untergründen, als guter Allrounder im gelegentlichen Spieleeinsatz macht die MX-400 aber dennoch eine sehr gute Figur. Größter Schwachpunkt ist allerdings das 4-Wege-Mausrad: Recht klein, schwergängig und teilweise undefiniert im Druckverhalten trübt es den Eindruck der soliden Vorstellung der mit etwa 30 Euro [11] vergleichsweise günstigen Maus ein wenig.
Die kabellose Logitech MX Revolution zeigt derweil einen beachtlichen technischen Auftritt in Kombination mit ausgereifter Logitech-Software, blieb aber insgesamt etwas hinter unseren hohen Erwartungen zurück. Vor allem die gelegentlichen Übertragungsaussetzer und die schwache Performance auf langsameren Untergründen sind bei einem derart ambitionierten High-End-Nager dieser Preisregion äußerst schade, auch wenn es sich um keine deklarierte Gaming-Maus handelt. Nichtsdestotrotz stimmen Qualität, Optik und Ergonomie in besonderem Maße überein. Als absolutes „Must-Have“ für alle Mäuse folgender Generationen bleiben dabei im Speziellen das metallische MicroGear-Mausrad und die „One-Touch“-Suchfunktion in Erinnerung. Ob dies allein allerdings die revolutionäre Flamme am lodern hält und den Preis von über 60 Euro [23] rechtfertigt, bleibt Ansichtssache.
Abschließend bleibt die VX Revolution, für deren Charakter Ähnliches gilt. So überzeugt der kleine Nager nicht nur im mobilen Einsatz mit verstaubarem Empfängerstick, jeder Menge Griffigkeit und geringem Gewicht, sondern durchaus auch im alltäglichen Desktop-Betrieb bei sympathisch langer Batterielaufzeit. Ergonomisch trotz des geringen Volumens, materiell bis auf den Zoom-Schieber absolut hochwertig aufgelegt und in Zusatztasten und -Funktionen nahezu ungeschlagen, fehlt es lediglich etwas an Spritzigkeit und Dynamik, wenn es ins 3D-Gefecht geht. Mittlerweile schon für unter 50 Euro [24] zu haben, mausert sich die VX Revolution zur kompakten Alternative für daheim und unterwegs.


















































































