Vorwort
Pünktlich zur Einführung des XP2600+ im deutschen Einzelhandel, mit dem es AMD doch tatsächlich geschafft hat, zumindest mit der Modellnummer (Performance-Rating), an die Intel Konkurrenz aufzuschließen, ist es uns gelungen, einen Prozessor mit dem noch einmal überarbeitenten Troughbred-Kern in unseren Testrechner zu schleusen. Offenbar steckt entgegen vieler Mutmaßungen noch so viel Leben in der alten Athlon-Architektur, dass durch ein paar Modifikationen höhere Taktraten erreicht werden können. Wir haben den neuen Prozessor durch unseren kompletten Benchmark-Parcours geschickt und mit Pentium 4 Prozessoren auf einer RAMBUS und DDR-SDRAM Plattform verglichen.
Überblick
Bevor wir uns in die Benchmarks stürzen, machen wir uns erst einmal mit unserem neuen Boliden vertraut. Beim neuen Athlon XP 2600+ kommt der Thoroughbred-Kern in einer gegenüber dem Athlon XP2200+ deutlich verbesserten Version, dem Thoroughbred-B, daher. Offensichtlich war AMD selbst mit den allerersten Thoroughbred überhaupt nicht zu frieden. Bereits erste Tests zeigten, dass sich dieser Prozessor so gut wie überhaupt nicht übertakten ließ. Welch ein Rückschlag für AMD, denn eigentlich sollte doch mit dem Thoroughbred durch die 0,13µm Fertigung und die dadurch geringere Abwärme der Weg für deutlich höhere Taktraten geebnet werden. Doch die Erwartungen konnten leider nicht erfüllt werden. Also hieß es für AMD einfach nur „Nachsitzen“ und an dem Problem arbeiten. Das Ergebnis präsentiert sich in Form des Athlon XP 2600+. Ein wirklich beachtlicher Schritt nach vorne. Damit sieht das Produktportfolio der ewigen Konkurrenten jetzt wie folgt aus:
| Merkmale | Pentium 4 (FSB400) | Pentium 4 (FSB533) | Athlon XP | Athlon XP |
|---|---|---|---|---|
| Kern | Northwood | Northwood | Palomino | Thoroughbred |
| Fertigung | 0,13µm | 0,13µm | 0,18µm | 0,13µm |
| Sockel | Sockel 478 | Sockel 478 | SockelA | SockelA |
| Taktrate (Stepping) | 1600 MHz 1800 MHz 2000 MHz 2200 MHz 2400 MHz 2500 MHz (nC1) 2600 MHz (nC1) |
2266 MHz 2400 MHz 2533 MHz 2666 MHz (nC1) 2800 MHz (nC1) |
1333 MHz (1500+) 1400 MHz (1600+) 1466 MHz (1700+) 1533 MHz (1800+) 1600 MHz (1900+) 1666 MHz (2000+) 1733 MHz (2100+) |
1800 MHz (2200+) 2000 MHz (2400+)* 2133 MHz (2600+)* *Thoroughbred "B" |
| Transistoren | 55 Millionen | 55 Millionen | 37,5 Millionen | 37,5 Millionen |
| DIE-Size | 146 mm2 131mm² (nC1) |
146 mm2 131mm² (nC1) |
128 mm2 | 80 mm2 (T-Bred "A") 84 mm2 (T-Bred "B") |
| Front-Side-Bus | 400 MHz QDR | 533 MHz QDR | 266 MHz DDR | 266 MHz DDR |
| L1-Execution-Cache | 12.000 µ-Ops | 12.000 µ-Ops | 64 KB | 64 KB |
| L1-Daten-Cache | 8 KB | 8 KB | 64 KB | 64 KB |
| L1-Takt | CPU-Takt | CPU-Takt | CPU-Takt | CPU-Takt |
| L2-Cache | 512KB | 512 KB | 256KB | 256KB |
| L2-Anbindung | 256 Bit | 256 Bit | 64 Bit | 64 Bit |
| L2-Cache-Takt | CPU-Takt | CPU-Takt | CPU-Takt | CPU-Takt |
| Hardware Data Prefetching | Ja | Ja | Ja | Ja |
| VCore | 1,5 Volt 1,525 Volt (nC1) |
1,5 Volt 1,525 Volt (nC1) |
1,75 Volt | 1,65 Volt |
| Befehlssätze | MMX SSE / SSE2 |
MMX SSE / SSE2 |
MMX / 3DNow! 3DNow!+ / SSE |
MMX / 3DNow! 3DNow!+ / SSE |
| Temperatur Diode | Ja | Ja | Ja | Ja |
| Multiprozessor-fähig | Nein | Nein | Nein | Nein |
| CPU-Architektur | 20-stufige Pipeline | 20-stufige Pipeline | 15-stufige (FPU) 10-stufige (ALU) Pipeline |
15-stufige (FPU) 10-stufige (ALU) Pipeline |
Wir möchten an dieser Stelle nicht zu viele Worte über den Thoroughbred-Kern an sich und die überarbeitete Version verlieren, da hierfür in den nächsten Wochen ein technischer Report erscheinen wird. Es sei nur so viel gesagt: Elementar für die plötzliche Taktsteigerung war der Wechsel von acht auf neun Lagen Silizium. Auf dem Thoroughbred-B wurde, einfach gesagt, etwas aufgeräumt.
Leistungsaufnahme
Höhere Taktraten sind ja schön und gut, wenn da nur nicht das Problem mit der ebenfalls zunehmenden Leistungsaufnahme wäre. Denn was die Prozessoren an Strom durch ihre Schaltkreise laufen lassen, wird unweigerlich in Wärme umgewandelt. Wäre die Welt nicht schön, wenn es keine Verlustleistung (hervorgerufen durch den ohmschen Widerstand der Leitungen) gäbe? Leider sind wir noch nicht so weit und so müssen die Prozessor-Hersteller mit allen Mitteln verhindern, dass ihr nächster Bolide ein 100 Watt fressendes Monster wird.
Bereits beim Intel Pentium 4 hat der Wechsel auf die 0,13µm Fertigungs-Technologie wahre Wunder bewirkt. Die Leitungslängen verkürzen sich, der Widerstand verringert sich, die Signalqualität verbessert sich, wodurch sich die Betriebsspannung senken lässt und damit sinkt auch die Leistungsaufnahme des Prozessors sowie dessen Wärmeverlustleistung. Alles in allem wird alles kleiner, sogar der Prozessor-Kern selbst. Auch AMD hat sich für diesen Weg entschieden, um den Durst der Athlon-Generation zu stillen. Das Ergebnis kann sich wirklich sehen lassen:
Leistungsaufnahme
Angaben in Watt (W)
|
Die Athlon XP mit Thoroughbred-Kern bedanken sich für 0,13µm Fertigungs-Technologie mit einem höheren Prozessortakt bei sogar noch geringem Leistungs-Hunger. Allerdings profitierte der Pentium 4 noch stärker vom Technologie-Wechseln. Dies liegt vor allem daran, dass Intel hier die Betriebsspannung von 1,75 V (Willamette-Kern) auf 1,5 / 1,525 (Northwood nB1 / Northwood nC1) reduzieren konnte, während die Spannung beim Athlon nur von 1,75 auf 1,65 Volt sank.
Testsystem
Auch die Tests des neuen Athlon XP Prozessors wurden auf dem schnellsten von uns getesteten Sockel A Mainboard mit KT333, dem Asus A7V333, durchgeführt. Als Speicher dienten hier zwei 256MB XMS3000C2 Module von Corsair, die in unserem großem Speicherroundup [1] ausgezeichnet abgeschnitten hatten.
Die Konkurrenz aus dem Hause Intel wurde auf dem Asus P4T533 mit RAID und USB2.0 sowie 32Bit Rambus-Support getestet. Als Speicher dienten uns 512MB PC4200 Rambus von Samsung. Zusätzlich dazu wurden der Pentium 2,53 GHz sowie 2,66 und 2,8 GHz auf dem sehr schnellen i845G Board, dem 4G4A+ von EPoX [2], getestet. Als Speicher diente hier ebenfalls der Corsair XMS3000C2. Da das 4G4A+ bereits inoffiziell über DDR333 Support verfügt, wurden so den Prozessoren von Intel und AMD die gleiche Speicherbandbreite zur Verfügung gestellt.
Die onboard Komponenten unser verschiedenen Testplattformen wie RAID, Audio oder USB2.0 wurden deaktiviert. Bei einigen Tests wurden einige Komponenten, falls für den Test notwendig, aktiviert. Da unser A7V333 mit aktiviertem onboard Firewire ohne erkennbaren Grund ein bisschen schneller war also ohne, haben wir uns hier ausnahmsweise dazu entschieden, diese Funktion zu aktivieren.
Als Betriebssystem kam wie bei uns üblich Windows XP Professional in der englischen Original-Version zum Einsatz, welche auf den jeweiligen Plattformen nach der Installation aktiviert wurde. Wie bereits beim Pentium 4 2,8 GHz Review haben wir auch dieses Mal zur Asus V8460 mit GeForce4 Ti4600 gegriffen, um zu verhindern, dass die Grafikkarte zum bremsenden Element in unserem Testsystem wird.
Um etwaigen Fragen vorzubeugen, hier eine komplette Auflistung unseres Testsystems:
- Prozessor
- AMD Athlon XP 2600+
- AMD Athlon XP 2400+
- AMD Athlon XP 2200+
- AMD Athlon XP 2100+
- AMD Athlon XP 2000+
- AMD Athlon XP 1900+
- AMD Athlon XP 1800+
- AMD Athlon XP 1700+
- AMD Athlon XP 1600+
- AMD Athlon 1,4 GHz
- Intel Pentium 4 2,80 GHz (FSB533)
- Intel Pentium 4 2,66 GHz (FSB533)
- Intel Pentium 4 2,60 GHz (FSB400)
- Intel Pentium 4 2,53 GHz (FSB533)
- Intel Pentium 4 2,50 GHz (FSB400)
- Intel Pentium 4 2,40 GHz (FSB533)
- Intel Pentium 4 2,40 GHz (FSB400)
- Intel Pentium 4 2,26 GHz (FSB533)
- Intel Pentium 4 2,20 GHz (FSB400)
- Intel Pentium 4 2,0A GHz (FSB400)
- Intel Pentium 4 1,8A GHz (FSB400)
- Motherboard
- AMD Plattform: Asus A7V333 (KT333)
- Intel Plattform: Asus P4T533 (i850E)
- Intel Plattform (2): EPoX 4G4A+ (i845G)
- Arbeitsspeicher
- 2x256MB DDR333 Corsair XMS3000C2
- 1x512MB RIMM3200 Samsung Rambus
- 1x512MB RIMM4200 Samsung Rambus
- Grafikkarte
- Asus V8460 Ultra (GeForce4 Ti4600)
- Peripherie
- Asus CRW 4012A
- IBM IC35LC040
- Treiberversionen
- nVidia Detonator 29.42
- AMD Plattform: Via 4in1 4.42
- Intel Plattform: Intel Inf-Treiber 4.00.1013 + Intel Application Accelerator 2.2
- Software
- Windows XP Professional
Benchmarks
Auch bei diesem Test haben wir keine Mühen gescheut, um die Leistung der neuen Prozessoren von möglichst vielen Seiten zu beleuchten. Wir haben uns jedoch dazu entschlossen SPEC Viewperf 7.0 aus dem Vergleich zu nehmen, da mit Cinema 4D XL R7 und Lightwave 7.5 bereits zwei reale Anwendungen aus den 3D Render-Bereich vertreten waren.
Nachfolgend eine kleine Übersicht:
- Synthetische Benchmarks
- Sisoft Sandra 2002 Pro
- Madonion PCMark2002
- Madonion 3DMark 2000
- Madonion 3DMark 2001 SE
- Games
- Epic Games Unreal Tournament
- NovaLogic Comanche 4
- id Software Quake 3 Arena
- Anwendungen
- BAPCo Sysmark 2002
- Winace 2.11
- Lame 3.91
- Magix MP3 Maker Platinum 3.04
- FlaskMPEG 0.6 mit DiVX 5.02
- Seti@Home
- 3D Render Performance
- Maxon Cinema 4D XL R7
- Newtek Lightwave 7.5
Wer die Benchmarks bei sich zu Hause selbst einmal nachvollziehen möchte, der findet einen Großteil der oben aufgelisteten Testprogramme bei uns in der Downloadsektion [3].
Sisoft Sandra2002
Bevor wir die Riege der Prozessoren in realen Anwendungen gegeneinander antreten lassen, möchten wir uns an dieser Stelle erst einmal die theoretischen Leistungswerte der Boliden genauer ansehen. Zu diesem Zweck haben wir Sandra herangezogen, da hier sowohl die 3DNow!, SSE1 als auch die SSE2 Erweiterung der Prozessoren korrekt erkannt und dementsprechend auch ausgenutzt wird.
Sandra Prozessor-Test
Sandra 2002 bietet gleich zwei Benchmarks, die ausschließlich die Leistung des Prozessors ermitteln sollen. Hierbei kommt zum einen der Dhrystone Benchmark zum Einsatz, der ursprünglich von Siemens entwickelt wurde, um die Leistung des Hauptprozessors zu messen. Zum anderen wird über den Whetstone Benchmark die Leistung des Co-Prozessors bestimmt. Beide Tests erfolgen ohne die Berücksichtigung der erweiterten Mutlimedia-Befehlssätze.
Sandra 2002 Arithmetic
Angaben in Punkten
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Zwei verschiedene Benchmarks und zwei völlig verschiedene Ergebnisse. Während die Athlons beim Dhrystone klar dominieren, finden sie sich beim Whetstone nur im hinteren Teil des Feldes wieder.
Sandra Multimedia-Test
Beim Multimedia-Test von Sandra 2002 wird ein Algorithmus eingesetzt, der unter anderem auch beim Generieren von realistischen Naturobjekten wie Bergen oder Wolken zum Einsatz kommt. Die Rede ist hier von der Chaostheorie, die von Mandelbrot aufgestellt wurde. Bei diesem Benchmark werden auch die erweiterten Befehlssätze des Pentium 4 oder die des Athlon XP berücksichtigt. Da die Implementierung von SSE1 in diesem Teiltest besser als die von 3DNow! ist, haben wir den Athlon XP mit seiner SSE1 Einheit (d.h. 3DNow! Professional) arbeiten lassen. Beim Pentium 4 kam dagegen SSE2 zum Einsatz.
Sandra 2002 Multimedia
Angaben in Punkten
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Auch beim Multimedia-Benchmark machen die neuen Prozessoren von AMD eine sehr gute Figur. Im ersten Teiltest erreicht der Athlon XP 2600+ klar die beste Bewertung, der Athlon XP 2400+ kann sogar am Pentium 4 2,66 GHz vorbei ziehen. Beim zweiten Test kehrt sich das Ergebnis jedoch um. Allgemein kommt hier dem Pentium 4 der Einsatz der SSE2 Einheit zu Gute.
Sandra Speicher-Test
Der Speichertest von Sandra belegt mindestens 50 Prozent des verfügbaren Arbeitsspeichers. Dieser Benchmark ermittelt die Leistung des Speicher-Subsystems, ebenso wie die Caches. Hierfür werden sowohl arithmetische als auch Gleitkommaoperationen durchgeführt. Da dieser Test sehr stark von den Plattformen abhängig ist, wollen wir nur einen kurzen Blick darauf werfen.
Sandra 2002 Speicherdurchsatz
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
Die klassische Dreiteilung war hier sicherlich zu erwarten. RIMM4200 liegt mit seinen 4,2GB/s vor RIMM3200 mit 3,2GB/s und DDR333 mit 2,7GB/s. In den jeweiligen Klassen führt jeweils die stärkste CPU die Rangliste an. Ein Hauptvorteil des Pentium 4, nämlich sein mit Rambus möglicher Speicherdurchsatz, wird hier sehr schön deutlich. Auch die Tatsache, dass der Pentium 4 den DDR333 Speicher aufgrund seiner breitbandigeren Anbindung an den Speichercontroller, effektiver ausnutzen kann, kommt hier klar zu Geltung.
Madonion PCMark2002
Der PCMark 2002 ist ein vergleichsweise neuer Benchmark, der, wie der Name schon sagt, zur Messung der gesamten Systemleistung entwickelt wurde. Hierfür führt er eine Reihe von Tests durch, die primär den Prozessor und den Arbeitsspeicher fordern. Auch die Festplatte wird auf ihre Leistungsfähigkeit hin überprüft. Auf die Veröffentlichung des Teilergebnisses haben wir jedoch verzichtet. Somit liefert uns der PCMark 2002 lediglich eine Punktzahl für die Prozessorleistung und den Arbeitspeicher.
PCMark 2002
Angaben in Punkten
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Der PCMark 2002 sieht den schnellsten Athlon XP auf den Leistungsniveau eines Pentium 4 mit 2,53 GHz. Der Arbeitsspeicher spielt hier so gut wie gar keine Rolle. Beim Speichertest liegen dagegen Welten zwischen Intel und AMD. Selbst mit DDR333-Speicher erreicht der Pentium 4 deutlich bessere Ergebnisse. Die Ergbnisse des Sandra 2002 Bandbreitentests werden bestätigt.
PCMark 2002 Crunch-Tests
Angaben in Punkten
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Im JPEG-Decoding und Blit Test werden die Modelnummern von AMD erstmals im Großen und Ganzen bestätigt. Die neuen Athlon XP liegen in etwa mit ihren Gegenspielern von Intel auf einem Niveau. Grundsätzlich sind jedoch alle Prozessoren recht eng beieinander.
Madonion 3DMark2000
Der 3DMark2000 hat zwar schon einen Nachfolger gefunden, ist allerdings auch weiterhin bestens dafür geeignet, eine Aussage über die Direct3D Leistung des Systems zu geben. Auch die Prozessorleistung lässt sich mit diesem Test recht gut messen. Da es sich um einen synthetischen Benchmark handelt können die Ergebnisse zwar nicht direkt auf Spiele übertragen werden. Aber nichtsdestotrotz wird er überall eingesetzt und gehört einfach zu jedem Test dazu.
3DMark 2000
Angaben in Punkten
|
So richtig in Fahrt kommt der P4 hier nur mit PC4200 und liegt in diesem Gespann deutlich an der Spitze. Der Athlon XP2600+ ordnet sich hier knapp hinter dem P4 2,66 mit PC4200 oder dem P4 2,8 mit DDR333 ein. Der Athlon XP 2400+ possitioniert sich dagegen vor seinem Gegenspieler von Intel.
3DMark 2000 HPC
Auch der High Polygon Count ist ein Bestandteil des 3DMark 2000. Da hierbei die Leistung des Speichersubsystems eine größere Rolle spielt, eignet er sich besonders gut, um das Zusammenspiel zwischen Prozessor, RAM und Grafikkarte zu verdeutlichen.
3DMark 2000 HPC
Angaben in Punkten
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Hier wendet sich das Blatt zu Gunsten des Pentium 4. Nun kann auch im direkten Konkurrenzkampf der P4 als Sieger vom Platz gehen - vorausgesetzt der Speicher heißt PC4200 oder die CPU P4 2,8GHz. Der Athlon XP 2600+ hält jedoch Schritt und kann den Intel Pentium 4 2,66 mit DDR333 überholen.
3DMark 2000 CPU Mark
Ein wichtiger Bestandteil des 3DMark2000 ist auch der CPU-Mark. Obwohl auch die Grafikkarte eine große Rolle spielt, sowie Chipsatz und Speicher des Mainboards, werden diese Faktoren hier durch die fixierte Testumgebung ausgeschaltet.
3DMark 2000 CPU
Angaben in Punkten
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Der Athlon XP macht im CPU-Mark eine ausgezeichnete Figur. Selbst der Pentium 4 2,8 GHz mit Rambus muss sich in diesem, wenn auch realtiv unwichtigen, Test geschlagen geben.
Madonion 3DMark2001SE
Die Bedeutung des 3DMark 2001 hat in den vergangenen Monaten kontinuierlich zugenommen. Beim 3DMark 2001 ist das Zusammenspiel aus Grafikkarte und Prozessor besonders wichtig, so dass sich hier klare Aussagen über die Leistung des Prozessors tätigen lassen. Der Benchmark lief übrigens im Default-Run mit den Treiber-Settings für die beste Grafikqualität bei der Mipmap-Detailstufe.
3DMark 2001 SE
Angaben in Punkten
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Gegen einen Pentium 4 in Verbindung mit PC4200 hat die Konkurrenz einfach keine Chance. Doch auch mit DDR333 ist der Pentium 4 hier alles andere als schlecht. Der Athlon XP 2600+ fällt hier hinter den P4 2,53 mit DDR333 zurück.
3DMark 2001 SE Detail
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Auch die Aufschlüsselung der beiden ersten Benchmarkszenen erbringt keine neuen Erkenntnisse. Der Pentium 4 ist dominierend, sogar dann, wenn sich dieser nur mit DDR333-Speicher begnügen muss. Die Speicherbandbreite erweist sich als sehr wichtig im Game 1 von 3DMark 2001 SE.
Unreal Tournament
Es steht zwar fast schon der Nachfolger des erfolgreichen Ego-Shooters von Epic in den Regalen der Händler, so dass Unreal Tournament auf den ersten Blick wegen seiner bereits etwas betagten Technik schon lange kein zeitgemäßer Benchmarkkandidat mehr zu sein scheint. Mit dem so genannten 'UT Bench', einer Aufzeichnung eines Multiplayer-Matches gegen eine Reihe von Bots, wurde jedoch eine kaum zu übertreffende Hürde für CPU und somit auch Board und Speicher geschaffen.
Unreal Tournament
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Der Pentium 4 kann sich dank seiner überlegen Takraten und PC4200 erneut die vorderen Plätze sicher. Der Athlon XP 2600+ kann jedoch die Führung vor allen Pentium4 mit PC3200 übernehmen, muss sich aber dem P4 2,66 mit DDR333 knapp geschlagen geben. Der Athlon XP 2400+ ist in der Lage, sich vor den P4 2,4 mit PC4200 zu schieben.
Comanche 4
Comanche 4 ist ein recht neues Spiel, welches exzessiven Einsatz von den Pixelshadern moderner Grafikkarten zur Darstellung der detaillierten Landschaft, sowie des schön animierten Wassers und reflektierender Flächen macht. Bei durchschnittlichen 30 fps beträgt der Polygondurchsatz runde 6 Millionen pro Sekunde. Bei uns im Test konnten teilweise über 10 Millionen Polygone pro Sekunde dargestellt werden, was natürlich auf die starke Unterstützung der Grafikkarte durch den Prozessor zurückzuführen ist.
Comanche 4
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Comanche scheint dem Pentium 4 zu liegen wie kaum eine Software zuvor. Selbst mit PC3200 kann sich der Prozessor hier klar vor den Athlon schieben. Der Athlon XP 2600+ hat hier mit dem alten P4 2,4 GHz (FSB400) und PC3200 zu kämpfen.
Quake 3 Arena 1.31
Quake III Arena verwendet ausschließlich OpenGL. Der Ego-Shooter zeichnet sich durch eine hohe Anzahl an Polygonen und komplexen Szenarien aus. Da viele Spiele auf der Quake III Engine basieren, sind die Tests mit Quake III sehr praxisnah. Bei uns kam die in Quake 1.31 bereits enthaltene Demo 'Four' zum Einsatz. Getestet wurde mit der Normal- und Max-Config. Sound war während des Tests nicht aktiviert.
Quake 3 Arena
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Quake3Arena war und ist die Vorzeigedisziplin des Pentium 4 und so übernimmt auch hier der P4 2,8GHz klar die Führung. Dank Rambus, das hier, egal in welcher Ausführung, für ordentlich Leistung sorgt, hat AMD keine Chance in dieser Disziplin. Selbst unter Einsatz von DDR333 ist die Führung der Pentium 4 nicht in Gefahr.
Sysmark 2002
Der Sysmark 2001 hat in der Vergangenheit häufig für Aufregung auf Seiten der AMD-Fangemeinde gesorgt. Aus diesem Grund haben wir uns bei diesem Prozessortest für den inzwischen etablieren Nachfolger Sysmark 2002 entschieden. Auch die neue Version des Benchmarks gliedert sich in zwei Bereiche auf. Im ersten Bereich wird die Arbeitsumgebung eines "Webmasters" bzw. "Webdesigners" simuliert, der den Namen Internet Content Creation trägt. In diesem Testabschnitt werden folgende reale Anwendungen mit einer Scriptsprache gesteuert: Macromedia Dreamweaver 5, Adobe Photoshop 6.0.1, Adobe Premiere 6.0, Microsoft Windows Media Encoder 7.1 und Macromedia Flash 5.0. Bei Sysmark 2001 kam noch die Version 7.0 des Windows Media Encoders zum Einsatz, der allerdings die SSE1 Befehlserweiterung des Athlon XP nicht richtig erkannte, da er nur auf Intel Prozessoren überprüfte, ob der Prozessor eine Unterstützung dieser Befehle signalisiert. Da jedoch die neue Version von Microsoft nicht mit diesem Fehler ausgestattet ist, bildet der Sysmark 2002 nun eine vergleichsweise gute Bewertungsgrundlage für die Systemleistung, die maßgeblich vom Prozessor beeinflusst wird.
Sysmark 2002
Angaben in Punkten
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Wenn dem Athlon XP Prozessors ein praxisnaher Test überhaupt nicht liegt, dann ist es sicherlich die Sysmark. Selbst der Abstand zum P4 2,53 mit DDR333 ist noch gewaltig. In wie fern hier eine angebliche Optimierung zu Gunsten des P4 eine Rolle spielt, bleibt angesichts der Ergebnisse fast nicht nur eine mögliche Schlussfolgerung.
Im zweiten Bereich von Sysmark 2002 wird der Büroalltag (Office Content Creation) mit einer ganzen Reihe von Anwendungen gemessen, die parallel zueinander via Multitasking angesprochen werden. Zu diesen Anwendungen gehören Microsoft Office 2002, Dragon Naturally Speaking, Netscape Communicator 6.0, WinZip 8.0 und McAfee VirusScan 5.13. Die jeweiligen Teilergebnisse, die sich aus der Internet Content Creation und Office Content Creationen ergeben, gehen jeweils zu 50 Prozent in das Endergebnis ein. Doch betrachten wir zuerst die Einzelergebnisse im Detail:
Sysmark 2002 Detail
Angaben in Punkten
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Schlüsselt man die Ergebnisse etwas weiter auf, so wird deutlich, dass der Pentium 4 vorallem im Internet Content Creation die Nase weit vorne hat. Bei der Office Content Creation kann der Athlon jedoch etwas aufholen. Nicht ganz unschuldig am Vorsprung des Pentium 4 ist hier Rambus. Der Einsatz von DDR333-Speicher sorgt für einen deutlichen Leistungsrückgang, allerdings ist der Vorsprung gegenüber den ersten Athlons selbst in diesem Fall noch recht deutlich.
Winace 2.11
Um den Sinn und Unsinn eines schnelleren Prozessors bei häufig genutzten Applikationen weiter zu verdeutlichen, zogen wir an dieser Stelle WinACE in der Version 2.11 heran. Das Programm hatte die Aufgabe, eine 200 MB große WAV-Audiodatei bei maximaler Kompressionsstufe (4096k) als ACE-Datei zu packen.
WinACE 2.11
Angaben in Minuten, Sekunden
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Beim Packen scheinen die Pentium 4 Prozessoren fast schon übermächtig. Gegen PC4200 Rambus hat keiner der Athlon eine Chance. Lediglich dem Pentium 4 mit 2,4 GHz (FSB400) werden die neuesten Prozessoren von AMD gefährlich.
Lame 3.91
Die zweite Disziplin, die beim Encoding anstand, war das dynamische Umwandeln einer 100 MB WAV-Datei in das MP3 Audioformat. Hierfür kam das Programm Lame 3.90 zum Einsatz, das lediglich MMX unterstützt. Das Programm wurde mit den Parametern -v -V 0 gestartet. Dadurch wird eine MP3-Datei mit variabler Bitrate zwischen 160 kbps und 320 kbps erstellt.
Lame 3.91
Angaben in Minuten, Sekunden
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Ohne die Multimediaerweiterung SSE2 liegen hier P4 und XP ungefähr gleich auf. Die Leistung der Prozessoren unterscheidet sich größtenteils nur um ein paar Sekunden und so kommt der Athlon XP 2600+ bis auf eine Sekunde an den P4 2,8 GHz mit PC3200 heran.
Magix MP3 Maker 3.04
Um das Audio-Encoden nicht zu einseitig zu betrachten, kam in diesem Vergleichstest noch der Magic Music Maker zum Einsatz. Zum Glück des Pentium 4 bietet dieser volle SS2 Unterstützung. Wir haben auch hier die 100 MB WAV-Datei gewählt, die bereits bei Lame zum Einsatz kam.
Magix MP3 Maker Platinum
Angaben in Punkten
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Welche Auswirkung die konsequente Unterstützung von SEE2 bietet, zeigt dieser Benchmark eindrucksvoll. Der P4 2,8GHz ist sogar gut 50% schneller als ein XP 2200+. Der Athlon XP 2600+ kommt hier nicht einmal an den P4 mit 2,4 GHz heran.
FlaskMPEG
Natürlich durften die Prozessoren auch zeigen, was beim Encoden von Videos in ihnen steckt. Hierfür durfte jeder der Kontrahenten ein 451MB großes MPEG1 Video mittels Flask in das DiVX (MPEG4) Format bringen. Die im Durchschnitt erreichte Framerate wurde auf Papier festgehalten. Es wurde mit High Quality Bikubischer Filterung gearbeitet, wobei lediglich der Video-Stream bearbeitet wurde. Der Audiostream blieb dagegen unverarbeitet. Als iDCT kam MMX zum Einsatz, da alle Testkandidaten diese Multimedia Befehlserweiterung voll unterstützen.
Flask - MPEG4 Encoding
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Dank Rambus bleibt der Pentium 4 hier an der Spitze. Allein fünf Frames liefert der Umstieg von RIMM3200 (FSB400) auf RIMM4200 (FSB533), vergleichen wir mit DDR333 sind es sogar fast 8 Frames. Der Athlon XP 2600+ zieht am P4 2,66 vorbei, sobald dieser mit DDR333-Speicher ausgestattet ist. Abermals kann der Prozessor von AMD überzeugen. Inbesondere der XP 2400+ schlägt sich gut.
Seti@Home
Besonders stolz bei unserem Vergleichtest sind wir natürlich auf die Einbeziehung des Textclienten von Seti@Home (3.03). Aufgrund der langen Laufzeit sollte sich hier ein klares Bild über die Leistung der einzelnen Prozessoren ergeben. Um die Ergebnisse vergleichbar zu halten, kam immer die gleiche Work Unit mit einer Angle Range von 0,417 zum Einsatz.
Seti@Home
Angaben in Stunden, Minuten
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Die neuen von AMD machen sich recht gut in Seti. Der XP 2600+ positioniert sich knapp hinter dem P4 mit 2,66 GHz. Selbst am P4 2,8 kann AMD vorbei ziehen, wenn bei beiden Systemen die Wahl auf DDR333 fällt. Spitzenreiter bleibt jedoch Intel mit genau 8 Minuten Vorsprung vor dem ersten Athlon XP.
Cinema4D XL R7
Nachdem wir in der Vergangenheit bereits mit dem auf Cinema4D basierenden Cinebench getestet hatten, war es nur ein kleiner Schritt bis zum vollwertigen Cinema 4D XL R7 von Maxon. Jeder der Prozessoren durfte zwei vorgefertige Szene rendern, das Ergebnis waren zwei kleine Bilder, die beim einen schneller und beim anderen langsamer generiert wurden.
Cinema4D XL R7 - 3DRendering
Angaben in Minuten, Sekunden
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Nach unserem Pentium 4 2,8GHz Review waren wir sehr gespannt auf das Abschneiden des XP 2600+ in diesem Test und er hat uns keinesfalls enttäuscht. Der neue Spitzenreiter in Cinema 4D XL R7 heißt AMD Athlon XP 2600+. Mit drei Sekunden Vorsprung konnte er sich an die Spitze des Feldes setzen. Der XP 2400+ platziert sich hinter dem P4 mit 2,8 GHz. Bei Cinema spielt der Arbeitsspeicher offensichtlich so gut wie keine Rolle, denn PC4200, PC3200 und DDR333 unterschiedenen sich in ihren Ergebnissen fast überhaupt nicht.
Lightwave 7.5
Da uns die bisherigen Ergebnisse im 3D Rendering noch nicht ausreichen, haben wir auch dieses Mal wieder Lightwave 7.5 zum Zuge kommen lassen. Es handelt sich hierbei um eine ausdrücklich Pentium 4 optimierte Software, wohingegen die vorherigen 3D Rendering-Tests keine Optimierung für einen der beiden Prozessoren aufwiesen. Das Ergebnis dieses Tests sollte demnach nicht überraschen.
Lightwave 7.5 - 3DRendering
Angaben in Sekunden
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Wieder einmal wird hier auf den ersten Blick klar, dass es sich hier eindeutig um ein Heimspiel für den Pentium 4 handelt. Der erste Athlon ist deutlich abgeschlagen. Hier zeigen sich eindrucksvoll die Auswirkungen einer voll Pentium 4 optimierten Software.
Leistungsrating
Sicherlich sind die vielen Zahlen nicht auf den ersten Blick komplett überschaubar. Aus diesem Grund setzen wir auch in diesem Artikel wieder auf das zuletzt eingeführte Leistungsrating der Prozessoren. Hierbei soll es nicht um einen Wert gehen, der mit einer bestimmten Taktfrequenz irgendeines Prozessors äquivalent ist. Unser Leistungsrating stellt eine prozentuelle Leistungsabstufung dar. Ein Prozessor, der in allen Benchmarks der Spitzenreiter war, erhält eine Wertung von genau 100 Punkten. Für jeden Benchmark wird diese Wertung einzeln berechnet. In das Leistungs-Rating fließt aus jedem Benchmark nur ein Wert ein, auch wenn im Rahmen des Tests mehrere Ergebnisse veröffentlicht wurden. Dies trifft beispielsweise auf Quake 3 zu, wo in zwei Auflösungen getestet wurde. Die Ergebnisse von Sandra 2002 haben keinen Einfluss auf die Bewertung.
Leistungsrating v1.4
Angaben in Prozent
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Unangefochten an der Spitze dreht der Pentium 4 mit 2,8 GHz und PC4200 seine Runden. Der Athlon XP 2600+ ist mit seiner Leistung nicht in der Lage gewesen einen P4 mit 2,53 GHz mit gleicher Speicherkonfiguration in die Schranken zu weisen. Seine Leistung liegt insgesamt "nur" auf dem Niveau eines 2,4 GHz Pentium mit sehr schnellem Rambus. Der XP 2400+ ist gut drei Prozent langsamer. Demnach kann der Taktvorteil von 6,5 Prozent nicht völlig in Leistung umgewandelt werden. Sicherlich macht sich hier auch die schlechte Anbindung des Prozessors an den Speicherkontroller bemerkbar. Mit seinen 2,1 GB/s kann man DDR333 mit 2,7 GB/s eben nicht wirklich ausnutzen.
Der derzeit schnellste Athlon ist somit alles in allem ungefähr 13 Prozent langsamer als die schnellste Intel-Kombination, bestehend aus P4 2,8 und PC4200.
Preise & Verfügbarkeit
Werfen wir nun einen Blick auf die aktuell gültigen Großhandelspreise.
Großhandelspreise
Angaben in Dollar
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Seit der Einführung der neuen Prozessoren, sowohl bei Intel als auch bei AMD, hat sich an den Großhandelspreisen nichts getan. Somit ist der Pentium 4 2,8 nach wie vor der im Einkauf mit Abstand teuerste Prozessor. Aber auch das Spitzenmodell von AMD ist für die Händler nicht gerade ein Schnäppchen. Selbst der Pentium 4 2,533GHz, der dem Athlon XP 2600+ von der Leistung her überlegen ist, wechselt für weniger Geld die Lagerhalle.
Endkundenpreise
Angaben in Euro
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Auch bei den Endkundenpreisen ist der P4 2,8 nicht zu den billigsten seiner Art zu zählen. Allerdings ist er im Einzelhandel seit dem 26.8. um gut 100 Euro billiger geworden. Auch die nächst langsamere Version, der Pentium 4 2,66GHz ist ganz beachtlich im Preis gefallen. Vergleicht man hier Einkaufs- und Verkaufspreis so erlebt man an dieser Stelle eine kleine Sensation: Der Pentium mit 2,66 wird tatsächlich unter Einkaufspreis verkauft. Dies ist eine absolute Seltenheit bei Intel-Prozessoren. Aber auch bei AMD lässt sich ein seltenen Phänomen beobachten. Mit einem Preis von 379,99 Euro ist der Athlon XP 2600+ so teuer wie nur sehr sehr wenige Rechenknechte von AMD vor ihm.
Das Preisrating stellt alle CPUs und deren Preis in Relation zu dem teuersten Prozessor, in diesem Fall dem Pentium 4 2,8GHz, dar. Ein Athlon XP 2200+ kostet demnach umgerechnet 31,26% des Intel-Flaggschiffs.
Preisrating
Angaben in Prozent
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Alles in allem ist der neue Athlon XP als "teuer" einzustufen. Außerdem ist er zudem noch sehr schwer zu bekommen, was sicherlich auch zu diesem hohen Preis beiträgt.
Preis-Leistungs-Rating
Nachdem wir uns nun bereits mit der Leistung und den Preisen beschäftigt haben, müssen diese beiden Ergebnisse nur noch zusammengeführt werden und schon erhalten wir das Preis-Leistungs-Rating aller getesteten Prozessoren. Hierbei ist allerdings zu beachten, dass es sich um die reine Relation Geschwindigkeit:Preis handelt, wobei sich der Preis hier auf den einer einzelnen CPU und nicht auf den eventuellen Anteil am Preis eines Komplettsystems bezieht. Ebenso fließen kostspielige Extras wie der Thermal Monitor oder der Heatspreader des P4 sowie andere, qualitativ unterschiedliche Aspekte nicht in das Rating mit ein. Diese Extras sollte man bei der Betrachtung der Ergebnisse aber durchaus im Hinterkopf behalten.
Preis-Leistungs-Rating
Angaben in Punkten
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Bei einem derart hohen Preis war eigentlich schon abzusehen, dass sich die Neuen von AMD nicht in den vorderen Rängen wieder finden werden. Überraschend ist jedoch, dass selbst der Pentium 4 2,53GHz ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis bietet als der Athlon XP 2400+. Den XP2600+ ereilt dagegen ein ähnliches Schicksal wie dem P4 2,8 GHz: Besonders neu bedeutet leider auch besonders teuer. Er kann sich nur am Ende des Preis-Leistungs-Ratings wieder finden.
Fazit
AMD ist es mit dem Thoroughbred "B" gelungen auf einen Schlag zurück in den Kampf der schnellsten Prozessoren zu gelangen. Waren mit dem Thoroughbred "A" und seinem Vertreter, dem Athlon XP 2200+, nur noch Takterhöhungen um wenige Megahertz möglich, so könnte man mit der überarbeiteten Version den Prozessortakt ohne Probleme um 133 MHz anheben und bereits jetzt würde die CPU noch einiges mehr verkraften.
Die Leistung des Athlon XP 2600+ entspricht in unserem Benchmark-Parcours der eines Intel Pentium 4 mit 2,4 GHz und PC4200 Rambus. Das Performance-Rating [4] von AMD erfüllt in diesem Fall also nicht ganz seinen Zweck. Für die gebotene Leistung ist der Prozessor etwas teuer, was jedoch nicht zuletzt mit der momentanen Knappheit zu begründen ist. Für den Sparer, der auf das beste Preis-Leistungs-Verhältnis wert legt, ist nach wie vor der Athlon XP 1600+ die beste Wahl. Dies stellt abermals unser Preis-Leistungs-Rating unter Beweis.
Ein Geheimtipp ist sicherlich der Athlon XP 2400+, der für erheblich weniger Geld das selbe Potential des XP 2600+ hat, da er doch ebenfalls auf dem überarbeiteten Thoroughbred-Kern basiert. Da AMD die neuen Athlons ganz und gar ohne Multiplikator-Sperre ausliefert, lädt somit gerade dieser Prozessor zum Übertakten ein (anm.d.Red.: Dies gilt für Multiplikatoren größer 12,5. Darunter können Mulits nur per Unlock freigeschaltet werden). Die Taktraten des XP 2600+ dürften kein Problem sein und mit etwas Glück ist sogar noch einiges mehr drin.
Insgesamt zeigen die Ergebnisse jedoch eines ganz deutlich: Um die Vorteile von DDR333 endlich voll ausnutzen zu können, muss der Frontside-Bus des Athlon XP auf 166 angehoben werden. Mit einem geeigneten Athlon XP 1600+ haben wir bereits die Leistungsvorteile des höheren Bustaktes aufzeigen können [5]. AMD muss und wird diesen Weg gehen. Erst dann dürfte ein Athlon XP in die Leistungsregionen eines Pentium 4 mit 2,8GHz vorstoßen können.



















