ComputerBase

Test: Athlon XP 2400+ und 2600+

von Thomas Hübner

Vorwort

Pünktlich zur Einführung des XP2600+ im deutschen Einzelhandel, mit dem es AMD doch tatsächlich geschafft hat, zumindest mit der Modellnummer (Performance-Rating), an die Intel Konkurrenz aufzuschließen, ist es uns gelungen, einen Prozessor mit dem noch einmal überarbeitenten Troughbred-Kern in unseren Testrechner zu schleusen. Offenbar steckt entgegen vieler Mutmaßungen noch so viel Leben in der alten Athlon-Architektur, dass durch ein paar Modifikationen höhere Taktraten erreicht werden können. Wir haben den neuen Prozessor durch unseren kompletten Benchmark-Parcours geschickt und mit Pentium 4 Prozessoren auf einer RAMBUS und DDR-SDRAM Plattform verglichen.

AMD Athlon XP 2600+
AMD Athlon XP 2600+
So erreichte uns der Athlon XP
So erreichte uns der Athlon XP
Athlon XP 2600 aus der Perspektive
Athlon XP 2600 aus der Perspektive

Überblick

Bevor wir uns in die Benchmarks stürzen, machen wir uns erst einmal mit unserem neuen Boliden vertraut. Beim neuen Athlon XP 2600+ kommt der Thoroughbred-Kern in einer gegenüber dem Athlon XP2200+ deutlich verbesserten Version, dem Thoroughbred-B, daher. Offensichtlich war AMD selbst mit den allerersten Thoroughbred überhaupt nicht zu frieden. Bereits erste Tests zeigten, dass sich dieser Prozessor so gut wie überhaupt nicht übertakten ließ. Welch ein Rückschlag für AMD, denn eigentlich sollte doch mit dem Thoroughbred durch die 0,13µm Fertigung und die dadurch geringere Abwärme der Weg für deutlich höhere Taktraten geebnet werden. Doch die Erwartungen konnten leider nicht erfüllt werden. Also hieß es für AMD einfach nur „Nachsitzen“ und an dem Problem arbeiten. Das Ergebnis präsentiert sich in Form des Athlon XP 2600+. Ein wirklich beachtlicher Schritt nach vorne. Damit sieht das Produktportfolio der ewigen Konkurrenten jetzt wie folgt aus:

Die Prozessoren im Überblick
Merkmale Pentium 4 (FSB400) Pentium 4 (FSB533) Athlon XP Athlon XP
Kern Northwood Northwood Palomino Thoroughbred
Fertigung 0,13µm 0,13µm 0,18µm 0,13µm
Sockel Sockel 478 Sockel 478 SockelA SockelA
Taktrate (Stepping) 1600 MHz
1800 MHz
2000 MHz
2200 MHz
2400 MHz
2500 MHz (nC1)
2600 MHz (nC1)
2266 MHz
2400 MHz
2533 MHz
2666 MHz (nC1)
2800 MHz (nC1)
1333 MHz (1500+)
1400 MHz (1600+)
1466 MHz (1700+)
1533 MHz (1800+)
1600 MHz (1900+)
1666 MHz (2000+)
1733 MHz (2100+)
1800 MHz (2200+)
2000 MHz (2400+)*
2133 MHz (2600+)*

*Thoroughbred "B"
Transistoren 55 Millionen 55 Millionen 37,5 Millionen 37,5 Millionen
DIE-Size 146 mm2
131mm² (nC1)
146 mm2
131mm² (nC1)
128 mm2 80 mm2 (T-Bred "A")
84 mm2 (T-Bred "B")
Front-Side-Bus 400 MHz QDR 533 MHz QDR 266 MHz DDR 266 MHz DDR
L1-Execution-Cache 12.000 µ-Ops 12.000 µ-Ops 64 KB 64 KB
L1-Daten-Cache 8 KB 8 KB 64 KB 64 KB
L1-Takt CPU-Takt CPU-Takt CPU-Takt CPU-Takt
L2-Cache 512KB 512 KB 256KB 256KB
L2-Anbindung 256 Bit 256 Bit 64 Bit 64 Bit
L2-Cache-Takt CPU-Takt CPU-Takt CPU-Takt CPU-Takt
Hardware Data Prefetching Ja Ja Ja Ja
VCore 1,5 Volt
1,525 Volt (nC1)
1,5 Volt
1,525 Volt (nC1)
1,75 Volt 1,65 Volt
Befehlssätze MMX
SSE / SSE2
MMX
SSE / SSE2
MMX / 3DNow!
3DNow!+ / SSE
MMX / 3DNow!
3DNow!+ / SSE
Temperatur Diode Ja Ja Ja Ja
Multiprozessor-fähig Nein Nein Nein Nein
CPU-Architektur 20-stufige Pipeline 20-stufige Pipeline 15-stufige (FPU)
10-stufige (ALU)
Pipeline
15-stufige (FPU)
10-stufige (ALU)
Pipeline

Wir möchten an dieser Stelle nicht zu viele Worte über den Thoroughbred-Kern an sich und die überarbeitete Version verlieren, da hierfür in den nächsten Wochen ein technischer Report erscheinen wird. Es sei nur so viel gesagt: Elementar für die plötzliche Taktsteigerung war der Wechsel von acht auf neun Lagen Silizium. Auf dem Thoroughbred-B wurde, einfach gesagt, etwas aufgeräumt.

Athlons auf einen Haufen
Athlons auf einen Haufen
Generationstreffen
Generationstreffen

Generationstreffen von unten
Generationstreffen von unten
Der Taktsprung mit dem XP2600+ wirkt wie ein Ausreißer
Der Taktsprung mit dem XP2600+ wirkt wie ein Ausreißer

Leistungsaufnahme

Höhere Taktraten sind ja schön und gut, wenn da nur nicht das Problem mit der ebenfalls zunehmenden Leistungsaufnahme wäre. Denn was die Prozessoren an Strom durch ihre Schaltkreise laufen lassen, wird unweigerlich in Wärme umgewandelt. Wäre die Welt nicht schön, wenn es keine Verlustleistung (hervorgerufen durch den ohmschen Widerstand der Leitungen) gäbe? Leider sind wir noch nicht so weit und so müssen die Prozessor-Hersteller mit allen Mitteln verhindern, dass ihr nächster Bolide ein 100 Watt fressendes Monster wird.

Mutter und Sohn (Palomino und Thoroughbred
Mutter und Sohn (Palomino und Thoroughbred
Wie Mutter und Sohn von unten
Wie Mutter und Sohn von unten
Thoroughbred A und Thoroughbred B
Thoroughbred A und Thoroughbred B

Bereits beim Intel Pentium 4 hat der Wechsel auf die 0,13µm Fertigungs-Technologie wahre Wunder bewirkt. Die Leitungslängen verkürzen sich, der Widerstand verringert sich, die Signalqualität verbessert sich, wodurch sich die Betriebsspannung senken lässt und damit sinkt auch die Leistungsaufnahme des Prozessors sowie dessen Wärmeverlustleistung. Alles in allem wird alles kleiner, sogar der Prozessor-Kern selbst. Auch AMD hat sich für diesen Weg entschieden, um den Durst der Athlon-Generation zu stillen. Das Ergebnis kann sich wirklich sehen lassen:

Leistungsaufnahme

Pentium 4 1,8A (Northwood nB0)
49,6
Pentium 4 2,0A (Northwood nB0)
52,4
Pentium 4 2,2 (Northwood nB0)
55,1
Pentium 4 2,26 (Northwood nB0)
56,0
Athlon XP1600+ (Palomino)
56,3
Athlon XP1700+ (Palomino)
57,4
Pentium 4 2,4 (Northwood nB0)
57,8
Athlon XP1800+ (Palomino)
59,2
Pentium 4 2,53 (Northwood nB0)
59,3
Athlon XP 2400+ (Thoroughbred B)
59,3
Athlon XP1900+ (Palomino)
60,7
Athlon XP2200+ (Thoroughbred A)
61,7
Athlon XP 2600+ (Thoroughbred B)
62,0
Athlon XP2000+ (Palomino)
62,5
Pentium 4 2,6 (Northwood nC1)
62,6
Athlon XP2100+ (Palomino)
64,3
Athlon 1,4 GHz (Thunderbird)
65,0
Pentium 4 2,66 (Northwood nC1)
66,1
Pentium 4 2,8 (Northwood nC1)
68,4
Pentium 4 2,0 (Willamette)
75,3
Angaben in Watt (W)

Die Athlon XP mit Thoroughbred-Kern bedanken sich für 0,13µm Fertigungs-Technologie mit einem höheren Prozessortakt bei sogar noch geringem Leistungs-Hunger. Allerdings profitierte der Pentium 4 noch stärker vom Technologie-Wechseln. Dies liegt vor allem daran, dass Intel hier die Betriebsspannung von 1,75 V (Willamette-Kern) auf 1,5 / 1,525 (Northwood nB1 / Northwood nC1) reduzieren konnte, während die Spannung beim Athlon nur von 1,75 auf 1,65 Volt sank.

Testsystem

Auch die Tests des neuen Athlon XP Prozessors wurden auf dem schnellsten von uns getesteten Sockel A Mainboard mit KT333, dem Asus A7V333, durchgeführt. Als Speicher dienten hier zwei 256MB XMS3000C2 Module von Corsair, die in unserem großem Speicherroundup [1] ausgezeichnet abgeschnitten hatten.

Die Konkurrenz aus dem Hause Intel wurde auf dem Asus P4T533 mit RAID und USB2.0 sowie 32Bit Rambus-Support getestet. Als Speicher dienten uns 512MB PC4200 Rambus von Samsung. Zusätzlich dazu wurden der Pentium 2,53 GHz sowie 2,66 und 2,8 GHz auf dem sehr schnellen i845G Board, dem 4G4A+ von EPoX [2], getestet. Als Speicher diente hier ebenfalls der Corsair XMS3000C2. Da das 4G4A+ bereits inoffiziell über DDR333 Support verfügt, wurden so den Prozessoren von Intel und AMD die gleiche Speicherbandbreite zur Verfügung gestellt.

Die onboard Komponenten unser verschiedenen Testplattformen wie RAID, Audio oder USB2.0 wurden deaktiviert. Bei einigen Tests wurden einige Komponenten, falls für den Test notwendig, aktiviert. Da unser A7V333 mit aktiviertem onboard Firewire ohne erkennbaren Grund ein bisschen schneller war also ohne, haben wir uns hier ausnahmsweise dazu entschieden, diese Funktion zu aktivieren.

Als Betriebssystem kam wie bei uns üblich Windows XP Professional in der englischen Original-Version zum Einsatz, welche auf den jeweiligen Plattformen nach der Installation aktiviert wurde. Wie bereits beim Pentium 4 2,8 GHz Review haben wir auch dieses Mal zur Asus V8460 mit GeForce4 Ti4600 gegriffen, um zu verhindern, dass die Grafikkarte zum bremsenden Element in unserem Testsystem wird.

Um etwaigen Fragen vorzubeugen, hier eine komplette Auflistung unseres Testsystems:

AMD Athlon XP  2200+ mitThoroughbred Kern im Sockel
AMD Athlon XP 2200+ mitThoroughbred Kern im Sockel
Von Links nach Rechts - Athlon XP 2600+, 2200+, 1600+, 1400 GHz
Von Links nach Rechts - Athlon XP 2600+, 2200+, 1600+, 1400 GHz
Der neue Kühler
Der neue Kühler
Neue Kühler für den Thoroughbred mit Basismaterial aus Kupfer
Neue Kühler für den Thoroughbred mit Basismaterial aus Kupfer
Der neue Küher von der Seite
Der neue Küher von der Seite

Benchmarks

Auch bei diesem Test haben wir keine Mühen gescheut, um die Leistung der neuen Prozessoren von möglichst vielen Seiten zu beleuchten. Wir haben uns jedoch dazu entschlossen SPEC Viewperf 7.0 aus dem Vergleich zu nehmen, da mit Cinema 4D XL R7 und Lightwave 7.5 bereits zwei reale Anwendungen aus den 3D Render-Bereich vertreten waren.

Nachfolgend eine kleine Übersicht:

Wer die Benchmarks bei sich zu Hause selbst einmal nachvollziehen möchte, der findet einen Großteil der oben aufgelisteten Testprogramme bei uns in der Downloadsektion [3].

Sisoft Sandra2002

Bevor wir die Riege der Prozessoren in realen Anwendungen gegeneinander antreten lassen, möchten wir uns an dieser Stelle erst einmal die theoretischen Leistungswerte der Boliden genauer ansehen. Zu diesem Zweck haben wir Sandra herangezogen, da hier sowohl die 3DNow!, SSE1 als auch die SSE2 Erweiterung der Prozessoren korrekt erkannt und dementsprechend auch ausgenutzt wird.

Sandra Prozessor-Test
Sandra 2002 bietet gleich zwei Benchmarks, die ausschließlich die Leistung des Prozessors ermitteln sollen. Hierbei kommt zum einen der Dhrystone Benchmark zum Einsatz, der ursprünglich von Siemens entwickelt wurde, um die Leistung des Hauptprozessors zu messen. Zum anderen wird über den Whetstone Benchmark die Leistung des Co-Prozessors bestimmt. Beide Tests erfolgen ohne die Berücksichtigung der erweiterten Mutlimedia-Befehlssätze.

Sandra 2002 Arithmetic

 Dhrystone:
Athlon XP 2600+ - DDR333
5.910
Athlon XP 2400+ - DDR333
5.548
Pentium 4 2,80 GHz - PC3200
5.523
Pentium 4 2,80 GHz - PC4200
5.520
Pentium 4 2,80 GHz - DDR333
5.519
Pentium 4 2,66 GHz - DDR333
5.413
Pentium 4 2,66 GHz - PC4200
5.399
Pentium 4 2,60 GHz - PC3200
5.230
Pentium 4 2,53 GHz - DDR333
5.085
Pentium 4 2,53 GHz - PC4200
5.043
Athlon XP 2200+ - DDR333
4.985
Pentium 4 2,4B GHz - PC4200
4.829
Pentium 4 2,40 GHz - PC3200
4.729
 Whetstone:
Pentium 4 2,80 GHz - DDR333
3.525
Pentium 4 2,80 GHz - PC3200
3.523
Pentium 4 2,80 GHz - PC4200
3.519
Pentium 4 2,66 GHz - PC4200
3.355
Pentium 4 2,66 GHz - DDR333
3.351
Pentium 4 2,60 GHz - PC3200
3.285
Pentium 4 2,53 GHz - DDR333
3.179
Pentium 4 2,53 GHz - PC4200
3.133
Pentium 4 2,40 GHz - PC3200
3.033
Pentium 4 2,4B GHz - PC4200
3.019
Athlon XP 2600+ - DDR333
2.952
Athlon XP 2400+ - DDR333
2.744
Athlon XP 2200+ - DDR333
2.466
Angaben in Punkten

Zwei verschiedene Benchmarks und zwei völlig verschiedene Ergebnisse. Während die Athlons beim Dhrystone klar dominieren, finden sie sich beim Whetstone nur im hinteren Teil des Feldes wieder.

Sandra Multimedia-Test
Beim Multimedia-Test von Sandra 2002 wird ein Algorithmus eingesetzt, der unter anderem auch beim Generieren von realistischen Naturobjekten wie Bergen oder Wolken zum Einsatz kommt. Die Rede ist hier von der Chaostheorie, die von Mandelbrot aufgestellt wurde. Bei diesem Benchmark werden auch die erweiterten Befehlssätze des Pentium 4 oder die des Athlon XP berücksichtigt. Da die Implementierung von SSE1 in diesem Teiltest besser als die von 3DNow! ist, haben wir den Athlon XP mit seiner SSE1 Einheit (d.h. 3DNow! Professional) arbeiten lassen. Beim Pentium 4 kam dagegen SSE2 zum Einsatz.

Sandra 2002 Multimedia

 Integer:
Athlon XP 2600+ - DDR333
11.782
Pentium 4 2,80 GHz - DDR333
11.272
Pentium 4 2,80 GHz - PC4200
11.250
Pentium 4 2,80 GHz - PC3200
11.249
Athlon XP 2400+ - DDR333
11.056
Pentium 4 2,66 GHz - PC4200
10.723
Pentium 4 2,66 GHz - DDR333
10.706
Pentium 4 2,60 GHz - PC3200
10.505
Pentium 4 2,53 GHz - DDR333
10.171
Pentium 4 2,53 GHz - PC4200
10.021
Pentium 4 2,50 GHz - PC3200
10.013
Athlon XP 2200+ - DDR333
9.935
Pentium 4 2,40 GHz - PC3200
9.694
Pentium 4 2,4B GHz - PC4200
9.654
 Floating-Point:
Pentium 4 2,80 GHz - DDR333
13.969
Pentium 4 2,80 GHz - PC4200
13.962
Pentium 4 2,80 GHz - PC3200
13.958
Pentium 4 2,66 GHz - PC4200
13.304
Pentium 4 2,66 GHz - DDR333
13.291
Pentium 4 2,60 GHz - PC3200
13.032
Athlon XP 2600+ - DDR333
13.014
Pentium 4 2,53 GHz - DDR333
12.617
Pentium 4 2,53 GHz - PC4200
12.540
Pentium 4 2,50 GHz - PC3200
12.531
Athlon XP 2400+ - DDR333
12.232
Pentium 4 2,40 GHz - PC3200
12.010
Pentium 4 2,4B GHz - PC4200
11.964
Athlon XP 2200+ - DDR333
10.992
Angaben in Punkten

Auch beim Multimedia-Benchmark machen die neuen Prozessoren von AMD eine sehr gute Figur. Im ersten Teiltest erreicht der Athlon XP 2600+ klar die beste Bewertung, der Athlon XP 2400+ kann sogar am Pentium 4 2,66 GHz vorbei ziehen. Beim zweiten Test kehrt sich das Ergebnis jedoch um. Allgemein kommt hier dem Pentium 4 der Einsatz der SSE2 Einheit zu Gute.

Sandra Speicher-Test
Der Speichertest von Sandra belegt mindestens 50 Prozent des verfügbaren Arbeitsspeichers. Dieser Benchmark ermittelt die Leistung des Speicher-Subsystems, ebenso wie die Caches. Hierfür werden sowohl arithmetische als auch Gleitkommaoperationen durchgeführt. Da dieser Test sehr stark von den Plattformen abhängig ist, wollen wir nur einen kurzen Blick darauf werfen.

Sandra 2002 Speicherdurchsatz

 Int Buffered:
Pentium 4 2,80 GHz - PC4200
3.376
Pentium 4 2,66 GHz - PC4200
3.370
Pentium 4 2,53 GHz - PC4200
3.360
Pentium 4 2,4B GHz - PC4200
3.354
Pentium 4 2,80 GHz - PC3200
2.783
Pentium 4 2,80 GHz - DDR333
2.579
Pentium 4 2,66 GHz - DDR333
2.576
Pentium 4 2,53 GHz - DDR333
2.572
Pentium 4 2,40 GHz - PC3200
2.553
Pentium 4 2,50 GHz - PC3200
2.546
Pentium 4 2,60 GHz - PC3200
2.539
Athlon XP 2200+ - DDR333
2.062
Athlon XP 2600+ - DDR333
2.062
Athlon XP 2400+ - DDR333
2.061

Die klassische Dreiteilung war hier sicherlich zu erwarten. RIMM4200 liegt mit seinen 4,2GB/s vor RIMM3200 mit 3,2GB/s und DDR333 mit 2,7GB/s. In den jeweiligen Klassen führt jeweils die stärkste CPU die Rangliste an. Ein Hauptvorteil des Pentium 4, nämlich sein mit Rambus möglicher Speicherdurchsatz, wird hier sehr schön deutlich. Auch die Tatsache, dass der Pentium 4 den DDR333 Speicher aufgrund seiner breitbandigeren Anbindung an den Speichercontroller, effektiver ausnutzen kann, kommt hier klar zu Geltung.

Madonion PCMark2002

Der PCMark 2002 ist ein vergleichsweise neuer Benchmark, der, wie der Name schon sagt, zur Messung der gesamten Systemleistung entwickelt wurde. Hierfür führt er eine Reihe von Tests durch, die primär den Prozessor und den Arbeitsspeicher fordern. Auch die Festplatte wird auf ihre Leistungsfähigkeit hin überprüft. Auf die Veröffentlichung des Teilergebnisses haben wir jedoch verzichtet. Somit liefert uns der PCMark 2002 lediglich eine Punktzahl für die Prozessorleistung und den Arbeitspeicher.

PCMark 2002

 CPU Result:
Pentium 4 2,80 GHz - PC4200
6.956
Pentium 4 2,80 GHz - PC3200
6.917
Pentium 4 2,80 GHz - DDR333
6.912
Pentium 4 2,66 GHz - PC4200
6.610
Pentium 4 2,66 GHz - DDR333
6.596
Pentium 4 2,60 GHz - PC3200
6.431
Pentium 4 2,53 GHz - PC4200
6.266
Pentium 4 2,53 GHz - DDR333
6.263
Athlon XP 2600+ - DDR333
6.261
Pentium 4 2,50 GHz - PC3200
6.174
Pentium 4 2,4B GHz - PC4200
5.961
Pentium 4 2,40 GHz - PC3200
5.944
Athlon XP 2400+ - DDR333
5.913
Athlon XP 2200+ - DDR333
5.294
 RAM Result:
Pentium 4 2,80 GHz - PC4200
6.987
Pentium 4 2,66 GHz - PC4200
6.687
Pentium 4 2,4B GHz - PC4200
6.612
Pentium 4 2,53 GHz - PC4200
6.491
Pentium 4 2,80 GHz - PC3200
6.096
Pentium 4 2,80 GHz - DDR333
6.017
Pentium 4 2,66 GHz - DDR333
5.829
Pentium 4 2,60 GHz - PC3200
5.698
Pentium 4 2,53 GHz - DDR333
5.509
Pentium 4 2,50 GHz - PC3200
5.471
Pentium 4 2,40 GHz - PC3200
5.364
Athlon XP 2600+ - DDR333
3.703
Athlon XP 2400+ - DDR333
3.600
Athlon XP 2200+ - DDR333
3.462
Angaben in Punkten

Der PCMark 2002 sieht den schnellsten Athlon XP auf den Leistungsniveau eines Pentium 4 mit 2,53 GHz. Der Arbeitsspeicher spielt hier so gut wie gar keine Rolle. Beim Speichertest liegen dagegen Welten zwischen Intel und AMD. Selbst mit DDR333-Speicher erreicht der Pentium 4 deutlich bessere Ergebnisse. Die Ergbnisse des Sandra 2002 Bandbreitentests werden bestätigt.

PCMark 2002 Crunch-Tests

 Jpeg Decoding (MPixel/s):
Pentium 4 2,80 GHz - PC4200
17,3
Pentium 4 2,80 GHz - PC3200
17,0
Pentium 4 2,66 GHz - PC4200
16,1
Pentium 4 2,80 GHz - DDR333
15,6
Pentium 4 2,53 GHz - PC4200
15,5
Athlon XP 2600+ - DDR333
15,5
Pentium 4 2,60 GHz - PC3200
15,2
Pentium 4 2,66 GHz - DDR333
15,1
Pentium 4 2,4B GHz - PC4200
14,8
Athlon XP 2400+ - DDR333
14,7
Pentium 4 2,50 GHz - PC3200
14,6
Pentium 4 2,53 GHz - DDR333
14,5
Pentium 4 2,40 GHz - PC3200
14,2
Athlon XP 2200+ - DDR333
13,9
 Blit Test (fps):
Pentium 4 2,80 GHz - PC4200
327,9
Pentium 4 2,80 GHz - PC3200
325,1
Pentium 4 2,66 GHz - PC4200
309,5
Pentium 4 2,53 GHz - PC4200
302,9
Pentium 4 2,80 GHz - DDR333
302,6
Athlon XP 2600+ - DDR333
296,5
Pentium 4 2,60 GHz - PC3200
289,4
Pentium 4 2,66 GHz - DDR333
283,5
Pentium 4 2,50 GHz - PC3200
281,2
Athlon XP 2400+ - DDR333
277,0
Pentium 4 2,40 GHz - PC3200
275,5
Pentium 4 2,53 GHz - DDR333
273,5
Pentium 4 2,4B GHz - PC4200
272,9
Athlon XP 2200+ - DDR333
255,8
Angaben in Punkten

Im JPEG-Decoding und Blit Test werden die Modelnummern von AMD erstmals im Großen und Ganzen bestätigt. Die neuen Athlon XP liegen in etwa mit ihren Gegenspielern von Intel auf einem Niveau. Grundsätzlich sind jedoch alle Prozessoren recht eng beieinander.

Madonion 3DMark2000

Der 3DMark2000 hat zwar schon einen Nachfolger gefunden, ist allerdings auch weiterhin bestens dafür geeignet, eine Aussage über die Direct3D Leistung des Systems zu geben. Auch die Prozessorleistung lässt sich mit diesem Test recht gut messen. Da es sich um einen synthetischen Benchmark handelt können die Ergebnisse zwar nicht direkt auf Spiele übertragen werden. Aber nichtsdestotrotz wird er überall eingesetzt und gehört einfach zu jedem Test dazu.

3DMark 2000

Pentium 4 2,80 GHz - PC4200
15.247
Pentium 4 2,66 GHz - PC4200
14.752
Pentium 4 2,80 GHz - DDR333
14.750
Athlon XP 2600+ - DDR333
14.725
Pentium 4 2,80 GHz - PC3200
14.544
Pentium 4 2,66 GHz - DDR333
14.302
Pentium 4 2,53 GHz - PC4200
14.249
Athlon XP 2400+ - DDR333
14.245
Pentium 4 2,53 GHz - DDR333
13.838
Pentium 4 2,4B GHz - PC4200
13.766
Pentium 4 2,60 GHz - PC3200
13.643
Athlon XP 2200+ - DDR333
13.593
Pentium 4 2,50 GHz - PC3200
13.370
Pentium 4 2,40 GHz - PC3200
13.117
Angaben in Punkten

So richtig in Fahrt kommt der P4 hier nur mit PC4200 und liegt in diesem Gespann deutlich an der Spitze. Der Athlon XP2600+ ordnet sich hier knapp hinter dem P4 2,66 mit PC4200 oder dem P4 2,8 mit DDR333 ein. Der Athlon XP 2400+ possitioniert sich dagegen vor seinem Gegenspieler von Intel.

3DMark 2000 HPC
Auch der High Polygon Count ist ein Bestandteil des 3DMark 2000. Da hierbei die Leistung des Speichersubsystems eine größere Rolle spielt, eignet er sich besonders gut, um das Zusammenspiel zwischen Prozessor, RAM und Grafikkarte zu verdeutlichen.

3DMark 2000 HPC

Pentium 4 2,80 GHz - PC4200
43.090
Pentium 4 2,66 GHz - PC4200
42.934
Pentium 4 2,80 GHz - PC3200
42.404
Pentium 4 2,53 GHz - PC4200
42.277
Pentium 4 2,80 GHz - DDR333
42.271
Athlon XP 2600+ - DDR333
41.925
Pentium 4 2,4B GHz - PC4200
41.886
Pentium 4 2,66 GHz - DDR333
41.403
Athlon XP 2400+ - DDR333
40.930
Pentium 4 2,53 GHz - DDR333
40.756
Athlon XP 2200+ - DDR333
40.315
Pentium 4 2,60 GHz - PC3200
39.568
Athlon XP 2000+ - DDR333
39.515
Pentium 4 2,50 GHz - PC3200
39.014
Pentium 4 2,40 GHz - PC3200
38.427
Angaben in Punkten

Hier wendet sich das Blatt zu Gunsten des Pentium 4. Nun kann auch im direkten Konkurrenzkampf der P4 als Sieger vom Platz gehen - vorausgesetzt der Speicher heißt PC4200 oder die CPU P4 2,8GHz. Der Athlon XP 2600+ hält jedoch Schritt und kann den Intel Pentium 4 2,66 mit DDR333 überholen.

3DMark 2000 CPU Mark
Ein wichtiger Bestandteil des 3DMark2000 ist auch der CPU-Mark. Obwohl auch die Grafikkarte eine große Rolle spielt, sowie Chipsatz und Speicher des Mainboards, werden diese Faktoren hier durch die fixierte Testumgebung ausgeschaltet.

3DMark 2000 CPU

Athlon XP 2600+ - DDR333
751
Pentium 4 2,80 GHz - PC4200
747
Athlon XP 2400+ - DDR333
737
Pentium 4 2,66 GHz - PC4200
727
Pentium 4 2,53 GHz - PC4200
725
Pentium 4 2,80 GHz - DDR333
725
Pentium 4 2,80 GHz - PC3200
717
Athlon XP 2200+ - DDR333
716
Pentium 4 2,4B GHz - PC4200
710
Pentium 4 2,66 GHz - DDR333
707
Pentium 4 2,53 GHz - DDR333
692
Pentium 4 2,60 GHz - PC3200
685
Pentium 4 2,50 GHz - PC3200
673
Pentium 4 2,40 GHz - PC3200
663
Angaben in Punkten

Der Athlon XP macht im CPU-Mark eine ausgezeichnete Figur. Selbst der Pentium 4 2,8 GHz mit Rambus muss sich in diesem, wenn auch realtiv unwichtigen, Test geschlagen geben.

Madonion 3DMark2001SE

Die Bedeutung des 3DMark 2001 hat in den vergangenen Monaten kontinuierlich zugenommen. Beim 3DMark 2001 ist das Zusammenspiel aus Grafikkarte und Prozessor besonders wichtig, so dass sich hier klare Aussagen über die Leistung des Prozessors tätigen lassen. Der Benchmark lief übrigens im Default-Run mit den Treiber-Settings für die beste Grafikqualität bei der Mipmap-Detailstufe.

3DMark 2001 SE

Pentium 4 2,80 GHz - PC4200
12.846
Pentium 4 2,66 GHz - PC4200
12.553
Pentium 4 2,80 GHz - DDR333
12.511
Pentium 4 2,53 GHz - PC4200
12.359
Pentium 4 2,80 GHz - PC3200
12.278
Pentium 4 2,66 GHz - DDR333
12.114
Pentium 4 2,4B GHz - PC4200
12.098
Pentium 4 2,53 GHz - DDR333
11.915
Athlon XP 2600+ - DDR333
11.817
Pentium 4 2,60 GHz - PC3200
11.665
Athlon XP 2400+ - DDR333
11.655
Pentium 4 2,50 GHz - PC3200
11.627
Pentium 4 2,40 GHz - PC3200
11.428
Athlon XP 2200+ - DDR333
11.324
Angaben in Punkten

Gegen einen Pentium 4 in Verbindung mit PC4200 hat die Konkurrenz einfach keine Chance. Doch auch mit DDR333 ist der Pentium 4 hier alles andere als schlecht. Der Athlon XP 2600+ fällt hier hinter den P4 2,53 mit DDR333 zurück.


3DMark 2001 SE Detail

 Game 1 - Car Chase - High:
Pentium 4 2,80 GHz - PC4200
75,1
Pentium 4 2,80 GHz - DDR333
73,3
Pentium 4 2,66 GHz - PC4200
72,5
Pentium 4 2,80 GHz - PC3200
72,1
Pentium 4 2,53 GHz - PC4200
69,6
Athlon XP 2600+ - DDR333
69,0
Pentium 4 2,66 GHz - DDR333
68,2
Pentium 4 2,53 GHz - DDR333
65,8
Athlon XP 2400+ - DDR333
65,6
Pentium 4 2,60 GHz - PC3200
64,3
Pentium 4 2,4B GHz - PC4200
63,5
Pentium 4 2,50 GHz - PC3200
62,6
Athlon XP 2200+ - DDR333
61,2
Pentium 4 2,40 GHz - PC3200
60,1

Auch die Aufschlüsselung der beiden ersten Benchmarkszenen erbringt keine neuen Erkenntnisse. Der Pentium 4 ist dominierend, sogar dann, wenn sich dieser nur mit DDR333-Speicher begnügen muss. Die Speicherbandbreite erweist sich als sehr wichtig im Game 1 von 3DMark 2001 SE.

Unreal Tournament

Es steht zwar fast schon der Nachfolger des erfolgreichen Ego-Shooters von Epic in den Regalen der Händler, so dass Unreal Tournament auf den ersten Blick wegen seiner bereits etwas betagten Technik schon lange kein zeitgemäßer Benchmarkkandidat mehr zu sein scheint. Mit dem so genannten 'UT Bench', einer Aufzeichnung eines Multiplayer-Matches gegen eine Reihe von Bots, wurde jedoch eine kaum zu übertreffende Hürde für CPU und somit auch Board und Speicher geschaffen.

Unreal Tournament

 1024x768x32xHigh in D3D:
Pentium 4 2,80 GHz - PC4200
73,69
Pentium 4 2,66 GHz - PC4200
73,01
Pentium 4 2,80 GHz - DDR333
71,75
Athlon XP 2600+ - DDR333
70,47
Pentium 4 2,66 GHz - DDR333
70,42
Pentium 4 2,80 GHz - PC3200
69,29
Pentium 4 2,53 GHz - PC4200
68,69
Athlon XP 2400+ - DDR333
67,70
Pentium 4 2,4B GHz - PC4200
67,41
Pentium 4 2,53 GHz - DDR333
66,34
Pentium 4 2,60 GHz - PC3200
65,97
Athlon XP 2200+ - DDR333
65,13
Pentium 4 2,50 GHz - PC3200
65,07
Pentium 4 2,40 GHz - PC3200
63,49

Der Pentium 4 kann sich dank seiner überlegen Takraten und PC4200 erneut die vorderen Plätze sicher. Der Athlon XP 2600+ kann jedoch die Führung vor allen Pentium4 mit PC3200 übernehmen, muss sich aber dem P4 2,66 mit DDR333 knapp geschlagen geben. Der Athlon XP 2400+ ist in der Lage, sich vor den P4 2,4 mit PC4200 zu schieben.

Comanche 4

Comanche 4 ist ein recht neues Spiel, welches exzessiven Einsatz von den Pixelshadern moderner Grafikkarten zur Darstellung der detaillierten Landschaft, sowie des schön animierten Wassers und reflektierender Flächen macht. Bei durchschnittlichen 30 fps beträgt der Polygondurchsatz runde 6 Millionen pro Sekunde. Bei uns im Test konnten teilweise über 10 Millionen Polygone pro Sekunde dargestellt werden, was natürlich auf die starke Unterstützung der Grafikkarte durch den Prozessor zurückzuführen ist.

Comanche 4

 1024x768x32:
Pentium 4 2,80 GHz - PC4200
59,04
Pentium 4 2,66 GHz - PC4200
56,77
Pentium 4 2,80 GHz - DDR333
56,64
Pentium 4 2,80 GHz - PC3200
56,36
Pentium 4 2,66 GHz - DDR333
54,73
Pentium 4 2,53 GHz - PC4200
53,76
Pentium 4 2,53 GHz - DDR333
52,87
Pentium 4 2,60 GHz - PC3200
52,48
Pentium 4 2,4B GHz - PC4200
51,83
Pentium 4 2,50 GHz - PC3200
51,41
Pentium 4 2,40 GHz - PC3200
49,72
Athlon XP 2600+ - DDR333
49,58
Athlon XP 2400+ - DDR333
47,65
Athlon XP 2200+ - DDR333
44,37

Comanche scheint dem Pentium 4 zu liegen wie kaum eine Software zuvor. Selbst mit PC3200 kann sich der Prozessor hier klar vor den Athlon schieben. Der Athlon XP 2600+ hat hier mit dem alten P4 2,4 GHz (FSB400) und PC3200 zu kämpfen.

Quake 3 Arena 1.31

Quake III Arena verwendet ausschließlich OpenGL. Der Ego-Shooter zeichnet sich durch eine hohe Anzahl an Polygonen und komplexen Szenarien aus. Da viele Spiele auf der Quake III Engine basieren, sind die Tests mit Quake III sehr praxisnah. Bei uns kam die in Quake 1.31 bereits enthaltene Demo 'Four' zum Einsatz. Getestet wurde mit der Normal- und Max-Config. Sound war während des Tests nicht aktiviert.

Quake 3 Arena

 1024x768x32 Normal:
Pentium 4 2,80 GHz - PC4200
346,03
Pentium 4 2,66 GHz - PC4200
338,10
Pentium 4 2,80 GHz - DDR333
331,83
Pentium 4 2,53 GHz - PC4200
328,00
Pentium 4 2,80 GHz - PC3200
323,60
Pentium 4 2,66 GHz - DDR333
321,30
Pentium 4 2,4B GHz - PC4200
320,50
Pentium 4 2,53 GHz - DDR333
315,40
Pentium 4 2,60 GHz - PC3200
306,50
Pentium 4 2,50 GHz - PC3200
300,00
Pentium 4 2,40 GHz - PC3200
296,10
Athlon XP 2600+ - DDR333
287,70
Athlon XP 2400+ - DDR333
282,40
Athlon XP 2200+ - DDR333
270,80
 1024x768x32 Max:
Pentium 4 2,80 GHz - PC4200
297,90
Pentium 4 2,66 GHz - PC4200
294,17
Pentium 4 2,80 GHz - DDR333
292,53
Pentium 4 2,53 GHz - PC4200
290,60
Pentium 4 2,80 GHz - PC3200
288,23
Pentium 4 2,66 GHz - DDR333
287,20
Pentium 4 2,4B GHz - PC4200
287,13
Pentium 4 2,53 GHz - DDR333
284,70
Pentium 4 2,60 GHz - PC3200
278,17
Pentium 4 2,50 GHz - PC3200
274,20
Pentium 4 2,40 GHz - PC3200
271,90
Athlon XP 2600+ - DDR333
266,10
Athlon XP 2400+ - DDR333
262,20
Athlon XP 2200+ - DDR333
254,90

Quake3Arena war und ist die Vorzeigedisziplin des Pentium 4 und so übernimmt auch hier der P4 2,8GHz klar die Führung. Dank Rambus, das hier, egal in welcher Ausführung, für ordentlich Leistung sorgt, hat AMD keine Chance in dieser Disziplin. Selbst unter Einsatz von DDR333 ist die Führung der Pentium 4 nicht in Gefahr.

Sysmark 2002

Der Sysmark 2001 hat in der Vergangenheit häufig für Aufregung auf Seiten der AMD-Fangemeinde gesorgt. Aus diesem Grund haben wir uns bei diesem Prozessortest für den inzwischen etablieren Nachfolger Sysmark 2002 entschieden. Auch die neue Version des Benchmarks gliedert sich in zwei Bereiche auf. Im ersten Bereich wird die Arbeitsumgebung eines "Webmasters" bzw. "Webdesigners" simuliert, der den Namen Internet Content Creation trägt. In diesem Testabschnitt werden folgende reale Anwendungen mit einer Scriptsprache gesteuert: Macromedia Dreamweaver 5, Adobe Photoshop 6.0.1, Adobe Premiere 6.0, Microsoft Windows Media Encoder 7.1 und Macromedia Flash 5.0. Bei Sysmark 2001 kam noch die Version 7.0 des Windows Media Encoders zum Einsatz, der allerdings die SSE1 Befehlserweiterung des Athlon XP nicht richtig erkannte, da er nur auf Intel Prozessoren überprüfte, ob der Prozessor eine Unterstützung dieser Befehle signalisiert. Da jedoch die neue Version von Microsoft nicht mit diesem Fehler ausgestattet ist, bildet der Sysmark 2002 nun eine vergleichsweise gute Bewertungsgrundlage für die Systemleistung, die maßgeblich vom Prozessor beeinflusst wird.

Sysmark 2002

Pentium 4 2,80 GHz - PC4200
287
Pentium 4 2,66 GHz - PC4200
281
Pentium 4 2,80 GHz - DDR333
278
Pentium 4 2,66 GHz - DDR333
273
Pentium 4 2,53 GHz - PC4200
271
Pentium 4 2,80 GHz - PC3200
271
Pentium 4 2,60 GHz - PC3200
264
Pentium 4 2,4B GHz - PC4200
261
Pentium 4 2,53 GHz - DDR333
260
Pentium 4 2,50 GHz - PC3200
259
Pentium 4 2,40 GHz - PC3200
251
Athlon XP 2600+ - DDR333
211
Athlon XP 2400+ - DDR333
205
Athlon XP 2200+ - DDR333
198
Angaben in Punkten

Wenn dem Athlon XP Prozessors ein praxisnaher Test überhaupt nicht liegt, dann ist es sicherlich die Sysmark. Selbst der Abstand zum P4 2,53 mit DDR333 ist noch gewaltig. In wie fern hier eine angebliche Optimierung zu Gunsten des P4 eine Rolle spielt, bleibt angesichts der Ergebnisse fast nicht nur eine mögliche Schlussfolgerung.

Im zweiten Bereich von Sysmark 2002 wird der Büroalltag (Office Content Creation) mit einer ganzen Reihe von Anwendungen gemessen, die parallel zueinander via Multitasking angesprochen werden. Zu diesen Anwendungen gehören Microsoft Office 2002, Dragon Naturally Speaking, Netscape Communicator 6.0, WinZip 8.0 und McAfee VirusScan 5.13. Die jeweiligen Teilergebnisse, die sich aus der Internet Content Creation und Office Content Creationen ergeben, gehen jeweils zu 50 Prozent in das Endergebnis ein. Doch betrachten wir zuerst die Einzelergebnisse im Detail:

Sysmark 2002 Detail

 Internet Content Creation:
Pentium 4 2,80 GHz - PC4200
388
Pentium 4 2,66 GHz - PC4200
375
Pentium 4 2,80 GHz - PC3200
370
Pentium 4 2,66 GHz - DDR333
361
Pentium 4 2,80 GHz - DDR333
356
Pentium 4 2,53 GHz - PC4200
352
Pentium 4 2,60 GHz - PC3200
350
Pentium 4 2,4B GHz - PC4200
343
Pentium 4 2,50 GHz - PC3200
343
Pentium 4 2,40 GHz - PC3200
331
Athlon XP 2600+ - DDR333
255
Athlon XP 2400+ - DDR333
251
Athlon XP 2200+ - DDR333
233
 Office Content Creation:
Pentium 4 2,80 GHz - PC4200
213
Pentium 4 2,66 GHz - PC4200
210
Pentium 4 2,80 GHz - DDR333
209
Pentium 4 2,53 GHz - PC4200
208
Pentium 4 2,66 GHz - DDR333
206
Pentium 4 2,4B GHz - PC4200
199
Pentium 4 2,80 GHz - PC3200
199
Pentium 4 2,60 GHz - PC3200
199
Pentium 4 2,50 GHz - PC3200
195
Pentium 4 2,40 GHz - PC3200
191
Athlon XP 2600+ - DDR333
174
Athlon XP 2200+ - DDR333
168
Athlon XP 2400+ - DDR333
168
Angaben in Punkten

Schlüsselt man die Ergebnisse etwas weiter auf, so wird deutlich, dass der Pentium 4 vorallem im Internet Content Creation die Nase weit vorne hat. Bei der Office Content Creation kann der Athlon jedoch etwas aufholen. Nicht ganz unschuldig am Vorsprung des Pentium 4 ist hier Rambus. Der Einsatz von DDR333-Speicher sorgt für einen deutlichen Leistungsrückgang, allerdings ist der Vorsprung gegenüber den ersten Athlons selbst in diesem Fall noch recht deutlich.

Winace 2.11

Um den Sinn und Unsinn eines schnelleren Prozessors bei häufig genutzten Applikationen weiter zu verdeutlichen, zogen wir an dieser Stelle WinACE in der Version 2.11 heran. Das Programm hatte die Aufgabe, eine 200 MB große WAV-Audiodatei bei maximaler Kompressionsstufe (4096k) als ACE-Datei zu packen.

WinACE 2.11

Pentium 4 2,80 GHz - PC4200
2:56
Pentium 4 2,66 GHz - PC4200
3:03
Pentium 4 2,53 GHz - PC4200
3:05
Pentium 4 2,4B GHz - PC4200
3:10
Pentium 4 2,80 GHz - PC3200
3:23
Pentium 4 2,80 GHz - DDR333
3:27
Pentium 4 2,60 GHz - PC3200
3:31
Pentium 4 2,66 GHz - DDR333
3:33
Pentium 4 2,53 GHz - DDR333
3:34
Pentium 4 2,50 GHz - PC3200
3:36
Athlon XP 2600+ - DDR333
3:39
Pentium 4 2,40 GHz - PC3200
3:40
Athlon XP 2400+ - DDR333
3:41
Athlon XP 2200+ - DDR333
3:50
Angaben in Minuten, Sekunden

Beim Packen scheinen die Pentium 4 Prozessoren fast schon übermächtig. Gegen PC4200 Rambus hat keiner der Athlon eine Chance. Lediglich dem Pentium 4 mit 2,4 GHz (FSB400) werden die neuesten Prozessoren von AMD gefährlich.

Lame 3.91

Die zweite Disziplin, die beim Encoding anstand, war das dynamische Umwandeln einer 100 MB WAV-Datei in das MP3 Audioformat. Hierfür kam das Programm Lame 3.90 zum Einsatz, das lediglich MMX unterstützt. Das Programm wurde mit den Parametern -v -V 0 gestartet. Dadurch wird eine MP3-Datei mit variabler Bitrate zwischen 160 kbps und 320 kbps erstellt.

Lame 3.91

Pentium 4 2,80 GHz - DDR333
1:10
Pentium 4 2,80 GHz - PC4200
1:10
Pentium 4 2,80 GHz - PC3200
1:11
Athlon XP 2600+ - DDR333
1:12
Pentium 4 2,66 GHz - PC4200
1:14
Pentium 4 2,66 GHz - DDR333
1:14
Pentium 4 2,60 GHz - PC3200
1:16
Athlon XP 2400+ - DDR333
1:18
Pentium 4 2,53 GHz - DDR333
1:18
Pentium 4 2,53 GHz - PC4200
1:19
Pentium 4 2,50 GHz - PC3200
1:19
Pentium 4 2,40 GHz - PC3200
1:22
Pentium 4 2,4B GHz - PC4200
1:23
Athlon XP 2200+ - DDR333
1:26
Angaben in Minuten, Sekunden

Ohne die Multimediaerweiterung SSE2 liegen hier P4 und XP ungefähr gleich auf. Die Leistung der Prozessoren unterscheidet sich größtenteils nur um ein paar Sekunden und so kommt der Athlon XP 2600+ bis auf eine Sekunde an den P4 2,8 GHz mit PC3200 heran.

Magix MP3 Maker 3.04

Um das Audio-Encoden nicht zu einseitig zu betrachten, kam in diesem Vergleichstest noch der Magic Music Maker zum Einsatz. Zum Glück des Pentium 4 bietet dieser volle SS2 Unterstützung. Wir haben auch hier die 100 MB WAV-Datei gewählt, die bereits bei Lame zum Einsatz kam.

Magix MP3 Maker Platinum

Pentium 4 2,80 GHz - DDR333
33,12
Pentium 4 2,80 GHz - PC4200
31,10
Pentium 4 2,80 GHz - PC3200
30,20
Pentium 4 2,66 GHz - DDR333
30,05
Pentium 4 2,53 GHz - DDR333
29,00
Pentium 4 2,66 GHz - PC4200
28,58
Pentium 4 2,53 GHz - PC4200
28,53
Pentium 4 2,60 GHz - PC3200
26,98
Pentium 4 2,50 GHz - PC3200
26,14
Pentium 4 2,40 GHz - PC3200
25,95
Pentium 4 2,4B GHz - PC4200
25,59
Athlon XP 2600+ - DDR333
24,55
Athlon XP 2400+ - DDR333
23,01
Athlon XP 2200+ - DDR333
21,01
Angaben in Punkten

Welche Auswirkung die konsequente Unterstützung von SEE2 bietet, zeigt dieser Benchmark eindrucksvoll. Der P4 2,8GHz ist sogar gut 50% schneller als ein XP 2200+. Der Athlon XP 2600+ kommt hier nicht einmal an den P4 mit 2,4 GHz heran.

FlaskMPEG

Natürlich durften die Prozessoren auch zeigen, was beim Encoden von Videos in ihnen steckt. Hierfür durfte jeder der Kontrahenten ein 451MB großes MPEG1 Video mittels Flask in das DiVX (MPEG4) Format bringen. Die im Durchschnitt erreichte Framerate wurde auf Papier festgehalten. Es wurde mit High Quality Bikubischer Filterung gearbeitet, wobei lediglich der Video-Stream bearbeitet wurde. Der Audiostream blieb dagegen unverarbeitet. Als iDCT kam MMX zum Einsatz, da alle Testkandidaten diese Multimedia Befehlserweiterung voll unterstützen.

Flask - MPEG4 Encoding

Pentium 4 2,80 GHz - PC4200
98,40
Pentium 4 2,80 GHz - PC3200
93,87
Pentium 4 2,66 GHz - PC4200
92,16
Pentium 4 2,80 GHz - DDR333
90,57
Pentium 4 2,66 GHz - DDR333
89,82
Pentium 4 2,60 GHz - PC3200
88,30
Athlon XP 2600+ - DDR333
88,19
Pentium 4 2,53 GHz - PC4200
87,28
Pentium 4 2,53 GHz - DDR333
86,54
Athlon XP 2400+ - DDR333
85,53
Pentium 4 2,50 GHz - PC3200
84,47
Pentium 4 2,4B GHz - PC4200
83,83
Pentium 4 2,40 GHz - PC3200
81,34
Athlon XP 2200+ - DDR333
80,14

Dank Rambus bleibt der Pentium 4 hier an der Spitze. Allein fünf Frames liefert der Umstieg von RIMM3200 (FSB400) auf RIMM4200 (FSB533), vergleichen wir mit DDR333 sind es sogar fast 8 Frames. Der Athlon XP 2600+ zieht am P4 2,66 vorbei, sobald dieser mit DDR333-Speicher ausgestattet ist. Abermals kann der Prozessor von AMD überzeugen. Inbesondere der XP 2400+ schlägt sich gut.

Seti@Home

Besonders stolz bei unserem Vergleichtest sind wir natürlich auf die Einbeziehung des Textclienten von Seti@Home (3.03). Aufgrund der langen Laufzeit sollte sich hier ein klares Bild über die Leistung der einzelnen Prozessoren ergeben. Um die Ergebnisse vergleichbar zu halten, kam immer die gleiche Work Unit mit einer Angle Range von 0,417 zum Einsatz.

Seti@Home

Pentium 4 2,80 GHz - PC4200
2:32
Pentium 4 2,66 GHz - PC4200
2:35
Athlon XP 2600+ - DDR333
2:40
Pentium 4 2,80 GHz - DDR333
2:42
Pentium 4 2,53 GHz - PC4200
2:44
Pentium 4 2,66 GHz - DDR333
2:45
Pentium 4 2,80 GHz - PC3200
2:46
Athlon XP 2400+ - DDR333
2:47
Pentium 4 2,53 GHz - DDR333
2:56
Pentium 4 2,4B GHz - PC4200
2:57
Pentium 4 2,60 GHz - PC3200
2:58
Pentium 4 2,50 GHz - PC3200
3:02
Athlon XP 2200+ - DDR333
3:05
Pentium 4 2,40 GHz - PC3200
3:07
Angaben in Stunden, Minuten

Die neuen von AMD machen sich recht gut in Seti. Der XP 2600+ positioniert sich knapp hinter dem P4 mit 2,66 GHz. Selbst am P4 2,8 kann AMD vorbei ziehen, wenn bei beiden Systemen die Wahl auf DDR333 fällt. Spitzenreiter bleibt jedoch Intel mit genau 8 Minuten Vorsprung vor dem ersten Athlon XP.

Cinema4D XL R7

Nachdem wir in der Vergangenheit bereits mit dem auf Cinema4D basierenden Cinebench getestet hatten, war es nur ein kleiner Schritt bis zum vollwertigen Cinema 4D XL R7 von Maxon. Jeder der Prozessoren durfte zwei vorgefertige Szene rendern, das Ergebnis waren zwei kleine Bilder, die beim einen schneller und beim anderen langsamer generiert wurden.

Cinema4D XL R7 - Radiosity-Stairs
Cinema4D XL R7 - Radiosity-Stairs
Cinema4D XL R7 - Multipass
Cinema4D XL R7 - Multipass


Cinema4D XL R7 - 3DRendering

 Radiosity Stairs:
Athlon XP 2600+ - DDR333
1:45
Pentium 4 2,80 GHz - DDR333
1:48
Pentium 4 2,80 GHz - PC3200
1:48
Pentium 4 2,80 GHz - PC4200
1:48
Athlon XP 2400+ - DDR333
1:52
Pentium 4 2,66 GHz - PC4200
1:54
Pentium 4 2,66 GHz - DDR333
1:55
Pentium 4 2,60 GHz - PC3200
1:59
Pentium 4 2,53 GHz - PC4200
2:00
Pentium 4 2,53 GHz - DDR333
2:00
Athlon XP 2200+ - DDR333
2:03
Pentium 4 2,50 GHz - PC3200
2:03
Pentium 4 2,4B GHz - PC4200
2:06
Pentium 4 2,40 GHz - PC3200
2:08
Angaben in Minuten, Sekunden

Nach unserem Pentium 4 2,8GHz Review waren wir sehr gespannt auf das Abschneiden des XP 2600+ in diesem Test und er hat uns keinesfalls enttäuscht. Der neue Spitzenreiter in Cinema 4D XL R7 heißt AMD Athlon XP 2600+. Mit drei Sekunden Vorsprung konnte er sich an die Spitze des Feldes setzen. Der XP 2400+ platziert sich hinter dem P4 mit 2,8 GHz. Bei Cinema spielt der Arbeitsspeicher offensichtlich so gut wie keine Rolle, denn PC4200, PC3200 und DDR333 unterschiedenen sich in ihren Ergebnissen fast überhaupt nicht.

Lightwave 7.5

Da uns die bisherigen Ergebnisse im 3D Rendering noch nicht ausreichen, haben wir auch dieses Mal wieder Lightwave 7.5 zum Zuge kommen lassen. Es handelt sich hierbei um eine ausdrücklich Pentium 4 optimierte Software, wohingegen die vorherigen 3D Rendering-Tests keine Optimierung für einen der beiden Prozessoren aufwiesen. Das Ergebnis dieses Tests sollte demnach nicht überraschen.

Lightwave 7.5 - Radiosity Reflective Things
Lightwave 7.5 - Radiosity Reflective Things
Lightwave 7.5 -  Skullhead Newest
Lightwave 7.5 - Skullhead Newest


Lightwave 7.5 - 3DRendering

 Skullhead Newest:
Pentium 4 2,80 GHz - DDR333
186,80
Pentium 4 2,80 GHz - PC4200
187,10
Pentium 4 2,80 GHz - PC3200
188,10
Pentium 4 2,66 GHz - PC4200
195,30
Pentium 4 2,66 GHz - DDR333
197,00
Pentium 4 2,60 GHz - PC3200
200,80
Pentium 4 2,53 GHz - PC4200
204,00
Pentium 4 2,53 GHz - DDR333
207,10
Pentium 4 2,50 GHz - PC3200
209,60
Pentium 4 2,4B GHz - PC4200
214,90
Pentium 4 2,40 GHz - PC3200
218,10
Athlon XP 2600+ - DDR333
283,70
Athlon XP 2400+ - DDR333
301,70
Athlon XP 2200+ - DDR333
333,80
Angaben in Sekunden

Wieder einmal wird hier auf den ersten Blick klar, dass es sich hier eindeutig um ein Heimspiel für den Pentium 4 handelt. Der erste Athlon ist deutlich abgeschlagen. Hier zeigen sich eindrucksvoll die Auswirkungen einer voll Pentium 4 optimierten Software.

Leistungsrating

Sicherlich sind die vielen Zahlen nicht auf den ersten Blick komplett überschaubar. Aus diesem Grund setzen wir auch in diesem Artikel wieder auf das zuletzt eingeführte Leistungsrating der Prozessoren. Hierbei soll es nicht um einen Wert gehen, der mit einer bestimmten Taktfrequenz irgendeines Prozessors äquivalent ist. Unser Leistungsrating stellt eine prozentuelle Leistungsabstufung dar. Ein Prozessor, der in allen Benchmarks der Spitzenreiter war, erhält eine Wertung von genau 100 Punkten. Für jeden Benchmark wird diese Wertung einzeln berechnet. In das Leistungs-Rating fließt aus jedem Benchmark nur ein Wert ein, auch wenn im Rahmen des Tests mehrere Ergebnisse veröffentlicht wurden. Dies trifft beispielsweise auf Quake 3 zu, wo in zwei Auflösungen getestet wurde. Die Ergebnisse von Sandra 2002 haben keinen Einfluss auf die Bewertung.

Leistungsrating v1.4

Pentium 4 2,80 GHz - PC4200
99,16
Pentium 4 2,80 GHz - DDR333
96,27
Pentium 4 2,66 GHz - PC4200
95,34
Pentium 4 2,80 GHz - PC3200
94,66
Pentium 4 2,66 GHz - DDR333
92,60
Pentium 4 2,53 GHz - PC4200
91,49
Pentium 4 2,53 GHz - DDR333
89,02
Pentium 4 2,60 GHz - PC3200
88,77
Pentium 4 2,4B GHz - PC4200
87,60
Athlon XP 2600+ - DDR333
86,78
Pentium 4 2,50 GHz - PC3200
86,41
Pentium 4 2,26A GHz - PC4200
84,64
Pentium 4 2,40 GHz - PC3200
84,09
Athlon XP 2400+ - DDR333
83,25
Pentium 4 2,20 GHz - PC3200
78,60
Athlon XP 2200+ - DDR333
77,78
Athlon XP 2100+ - DDR333
75,96
Athlon XP 2000+ - DDR333
73,87
Pentium 4 2,0A GHz - PC3200
73,48
Athlon XP 1900+ - DDR333
71,83
Athlon XP 1800+ - DDR333
69,77
Pentium 4 1,8A GHz - PC3200
67,95
Athlon XP 1700+ - DDR333
67,75
Athlon XP 1600+ - DDR333
65,38
Athlon 1,4 GHz - DDR333
61,71
Angaben in Prozent

Unangefochten an der Spitze dreht der Pentium 4 mit 2,8 GHz und PC4200 seine Runden. Der Athlon XP 2600+ ist mit seiner Leistung nicht in der Lage gewesen einen P4 mit 2,53 GHz mit gleicher Speicherkonfiguration in die Schranken zu weisen. Seine Leistung liegt insgesamt "nur" auf dem Niveau eines 2,4 GHz Pentium mit sehr schnellem Rambus. Der XP 2400+ ist gut drei Prozent langsamer. Demnach kann der Taktvorteil von 6,5 Prozent nicht völlig in Leistung umgewandelt werden. Sicherlich macht sich hier auch die schlechte Anbindung des Prozessors an den Speicherkontroller bemerkbar. Mit seinen 2,1 GB/s kann man DDR333 mit 2,7 GB/s eben nicht wirklich ausnutzen.

Der derzeit schnellste Athlon ist somit alles in allem ungefähr 13 Prozent langsamer als die schnellste Intel-Kombination, bestehend aus P4 2,8 und PC4200.

Preise & Verfügbarkeit

Werfen wir nun einen Blick auf die aktuell gültigen Großhandelspreise.

Großhandelspreise

 Bei der Abnahme von 1000 Stück:
Pentium 4 2,8 (Northwood nC1)
508,00
Pentium 4 2,6 (Northwood nC1)
401,00
Pentium 4 2,66 (Northwood nC1)
401,00
Athlon XP 2600+ (Thoroughbred B)
297,00
Pentium 4 2,5 (Northwood nB0)
243,00
Pentium 4 2,53 (Northwood nB0)
243,00
Pentium 4 2,2 (Northwood nB0)
193,00
Pentium 4 2,26 (Northwood nB0)
193,00
Pentium 4 2,4 (Northwood nB0)
193,00
Athlon XP 2400+ (Thoroughbred B)
193,00
Pentium 4 2,4B (Northwood nB0)
193,00
Athlon XP2200+ (Thoroughbred A)
183,00
Athlon XP2100+ (Palomino)
174,00
Pentium 4 2,0A (Northwood nB0)
163,00
Athlon XP2000+ (Palomino)
155,00
Pentium 4 1,8A (Northwood nB0)
143,00
Athlon XP1900+ (Palomino)
139,00
Athlon XP1800+ (Palomino)
130,00
Athlon XP1700+ (Palomino)
114,00
Angaben in Dollar

Seit der Einführung der neuen Prozessoren, sowohl bei Intel als auch bei AMD, hat sich an den Großhandelspreisen nichts getan. Somit ist der Pentium 4 2,8 nach wie vor der im Einkauf mit Abstand teuerste Prozessor. Aber auch das Spitzenmodell von AMD ist für die Händler nicht gerade ein Schnäppchen. Selbst der Pentium 4 2,533GHz, der dem Athlon XP 2600+ von der Leistung her überlegen ist, wechselt für weniger Geld die Lagerhalle.

Endkundenpreise

 Bei Geizhals am 15.9.2002:
Pentium 4 2,8 (Northwood nC1)
636,58
Pentium 4 2,6 (Northwood nC1)
399,00
Pentium 4 2,66 (Northwood nC1)
389,00
Athlon XP 2600+ (Thoroughbred B)
379,99
Pentium 4 2,5 (Northwood nB0)
329,00
Pentium 4 2,53 (Northwood nB0)
294,65
Athlon XP 2400+ (Thoroughbred B)
268,99
Pentium 4 2,2 (Northwood nB0)
255,00
Pentium 4 2,26 (Northwood nB0)
248,53
Pentium 4 2,4 (Northwood nB0)
240,00
Pentium 4 2,4B (Northwood nB0)
240,00
Athlon XP2200+ (Thoroughbred A)
199,00
Pentium 4 2,0A (Northwood nB0)
198,50
Pentium 4 1,8A (Northwood nB0)
178,40
Athlon XP2100+ (Palomino)
162,00
Athlon XP2000+ (Palomino)
126,80
Athlon XP1900+ (Palomino)
115,30
Athlon XP1800+ (Palomino)
103,90
Athlon XP1700+ (Palomino)
91,50
Athlon 1,4 GHz (Thunderbird)
89,99
Hinweis: 79,99 + 10 Euro für Kühler
Athlon XP1600+ (Palomino)
84,00
Angaben in Euro

Auch bei den Endkundenpreisen ist der P4 2,8 nicht zu den billigsten seiner Art zu zählen. Allerdings ist er im Einzelhandel seit dem 26.8. um gut 100 Euro billiger geworden. Auch die nächst langsamere Version, der Pentium 4 2,66GHz ist ganz beachtlich im Preis gefallen. Vergleicht man hier Einkaufs- und Verkaufspreis so erlebt man an dieser Stelle eine kleine Sensation: Der Pentium mit 2,66 wird tatsächlich unter Einkaufspreis verkauft. Dies ist eine absolute Seltenheit bei Intel-Prozessoren. Aber auch bei AMD lässt sich ein seltenen Phänomen beobachten. Mit einem Preis von 379,99 Euro ist der Athlon XP 2600+ so teuer wie nur sehr sehr wenige Rechenknechte von AMD vor ihm.

Das Preisrating stellt alle CPUs und deren Preis in Relation zu dem teuersten Prozessor, in diesem Fall dem Pentium 4 2,8GHz, dar. Ein Athlon XP 2200+ kostet demnach umgerechnet 31,26% des Intel-Flaggschiffs.

Preisrating

 Auf Basis der Endkundenpreise:
Pentium 4 2,8 (Northwood nC1)
100,00
Pentium 4 2,6 (Northwood nC1)
62,68
Pentium 4 2,66 (Northwood nC1)
61,11
Athlon XP 2600+ (Thoroughbred B)
59,69
Pentium 4 2,5 (Northwood nB0)
51,68
Pentium 4 2,53 (Northwood nB0)
46,29
Athlon XP 2400+ (Thoroughbred B)
42,26
Pentium 4 2,2 (Northwood nB0)
40,06
Pentium 4 2,26 (Northwood nB0)
39,04
Pentium 4 2,4 (Northwood nB0)
37,70
Pentium 4 2,4B (Northwood nB0)
37,70
Athlon XP2200+ (Thoroughbred A)
31,26
Pentium 4 2,0A (Northwood nB0)
31,18
Pentium 4 1,8A (Northwood nB0)
28,02
Athlon XP2100+ (Palomino)
25,45
Athlon XP2000+ (Palomino)
19,92
Athlon XP1900+ (Palomino)
18,11
Athlon XP1800+ (Palomino)
16,32
Athlon XP1700+ (Palomino)
14,37
Athlon 1,4 GHz (Thunderbird)
14,14
Athlon XP1600+ (Palomino)
13,20
Angaben in Prozent

Alles in allem ist der neue Athlon XP als "teuer" einzustufen. Außerdem ist er zudem noch sehr schwer zu bekommen, was sicherlich auch zu diesem hohen Preis beiträgt.

Preis-Leistungs-Rating

Nachdem wir uns nun bereits mit der Leistung und den Preisen beschäftigt haben, müssen diese beiden Ergebnisse nur noch zusammengeführt werden und schon erhalten wir das Preis-Leistungs-Rating aller getesteten Prozessoren. Hierbei ist allerdings zu beachten, dass es sich um die reine Relation Geschwindigkeit:Preis handelt, wobei sich der Preis hier auf den einer einzelnen CPU und nicht auf den eventuellen Anteil am Preis eines Komplettsystems bezieht. Ebenso fließen kostspielige Extras wie der Thermal Monitor oder der Heatspreader des P4 sowie andere, qualitativ unterschiedliche Aspekte nicht in das Rating mit ein. Diese Extras sollte man bei der Betrachtung der Ergebnisse aber durchaus im Hinterkopf behalten.


Preis-Leistungs-Rating

Athlon XP 1600+ - DDR333
495,48
Athlon XP 1700+ - DDR333
471,35
Athlon 1,4 GHz - DDR333
436,54
Athlon XP 1800+ - DDR333
427,48
Athlon XP 1900+ - DDR333
396,59
Athlon XP 2000+ - DDR333
370,88
Athlon XP 2100+ - DDR333
298,47
Athlon XP 2200+ - DDR333
248,80
Pentium 4 1,8A GHz - PC3200
242,47
Pentium 4 2,0A GHz - PC3200
235,66
Pentium 4 2,4B GHz - PC4200
232,36
Pentium 4 2,40 GHz - PC3200
223,03
Pentium 4 2,26A GHz - PC4200
216,79
Pentium 4 2,53 GHz - PC4200
197,67
Athlon XP 2400+ - DDR333
197,01
Pentium 4 2,20 GHz - PC3200
196,21
Pentium 4 2,53 GHz - DDR333
192,35
Pentium 4 2,50 GHz - PC3200
167,20
Pentium 4 2,66 GHz - PC4200
156,01
Pentium 4 2,66 GHz - DDR333
151,54
Athlon XP 2600+ - DDR333
145,38
Pentium 4 2,60 GHz - PC3200
141,64
Pentium 4 2,80 GHz - PC4200
99,16
Pentium 4 2,80 GHz - DDR333
96,27
Pentium 4 2,80 GHz - PC3200
94,66
Angaben in Punkten

Bei einem derart hohen Preis war eigentlich schon abzusehen, dass sich die Neuen von AMD nicht in den vorderen Rängen wieder finden werden. Überraschend ist jedoch, dass selbst der Pentium 4 2,53GHz ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis bietet als der Athlon XP 2400+. Den XP2600+ ereilt dagegen ein ähnliches Schicksal wie dem P4 2,8 GHz: Besonders neu bedeutet leider auch besonders teuer. Er kann sich nur am Ende des Preis-Leistungs-Ratings wieder finden.

Fazit

AMD ist es mit dem Thoroughbred "B" gelungen auf einen Schlag zurück in den Kampf der schnellsten Prozessoren zu gelangen. Waren mit dem Thoroughbred "A" und seinem Vertreter, dem Athlon XP 2200+, nur noch Takterhöhungen um wenige Megahertz möglich, so könnte man mit der überarbeiteten Version den Prozessortakt ohne Probleme um 133 MHz anheben und bereits jetzt würde die CPU noch einiges mehr verkraften.

Die Leistung des Athlon XP 2600+ entspricht in unserem Benchmark-Parcours der eines Intel Pentium 4 mit 2,4 GHz und PC4200 Rambus. Das Performance-Rating [4] von AMD erfüllt in diesem Fall also nicht ganz seinen Zweck. Für die gebotene Leistung ist der Prozessor etwas teuer, was jedoch nicht zuletzt mit der momentanen Knappheit zu begründen ist. Für den Sparer, der auf das beste Preis-Leistungs-Verhältnis wert legt, ist nach wie vor der Athlon XP 1600+ die beste Wahl. Dies stellt abermals unser Preis-Leistungs-Rating unter Beweis.

Ein Geheimtipp ist sicherlich der Athlon XP 2400+, der für erheblich weniger Geld das selbe Potential des XP 2600+ hat, da er doch ebenfalls auf dem überarbeiteten Thoroughbred-Kern basiert. Da AMD die neuen Athlons ganz und gar ohne Multiplikator-Sperre ausliefert, lädt somit gerade dieser Prozessor zum Übertakten ein (anm.d.Red.: Dies gilt für Multiplikatoren größer 12,5. Darunter können Mulits nur per Unlock freigeschaltet werden). Die Taktraten des XP 2600+ dürften kein Problem sein und mit etwas Glück ist sogar noch einiges mehr drin.

Insgesamt zeigen die Ergebnisse jedoch eines ganz deutlich: Um die Vorteile von DDR333 endlich voll ausnutzen zu können, muss der Frontside-Bus des Athlon XP auf 166 angehoben werden. Mit einem geeigneten Athlon XP 1600+ haben wir bereits die Leistungsvorteile des höheren Bustaktes aufzeigen können [5]. AMD muss und wird diesen Weg gehen. Erst dann dürfte ein Athlon XP in die Leistungsregionen eines Pentium 4 mit 2,8GHz vorstoßen können.

URL-Liste:

  1. http://www.computerbase.de/artikel/hardware/arbeitsspeicher_chips/ddr333_400_speicherroundup/
  2. http://www.computerbase.de/artikel/hardware/mainboards/das_ep4g4a_epox_i845g_ddr333/
  3. http://www.computerbase.de/downloads/
  4. http://www.computerbase.de/artikel/hardware/prozessoren/das_athlon_xp_rating/
  5. http://www.computerbase.de/artikel/hardware/prozessoren/was_fsb166/
Copyright © 1999–2012 ComputerBase GmbH