Vorwort
AMD kam, sah, siegte und verlor. So schien man die eher fragwürdige Erfolgsgeschichte des Prozessorherstellers vor gut sechs Wochen noch am besten zu betiteln. Der XP2200+ lief dem frisch vorgestellten Pentium 4 mit bis zu 2,8GHz in allen Disziplinen meilenweit hinterher, das Rennen um die Geschwindigkeitskrone schien nach einem monatelangen Kopf an Kopf Rennen vorerst endgültig entschieden und der Hammer machte mehr durch Meldungen über seine Verzögerung als über seine Leistung auf sich aufmerksam. Der Herausforderer, der durch den Athlon erstmals den ersten Platz in den Ranglisten für sich beanspruchen konnte, schien sich vorerst in eine Sackgasse manövriert zu haben. Doch am 21.8.2002 stellte man fast unverhofft die Modelle 2400+ und 2600+ der Öffentlichkeit vor und auch wir durften die CPUs durch unseren Benchmarkparcours schleusen. Allerdings schienen auch diese Prozessoren nicht der Weißheit letzter Schluss zu sein. Insgesamt konnten sich auch langsamere Pentium4-CPUs vor dem Gespann des Konkurrenten platzieren - verfügbar waren und sind die Prozessoren sowieso - wenn überhaupt - nur vereinzelt.



Mit den heute vorgestellten Modellen 2700+ und 2800+ bläst AMD erneut zur Attacke auf die Spitze. Dank eines FSB von 166MHz, der schon lange gefordert, dementiert und dann doch angekündigt wurde, stehen die Sterne diesmal wohl aussichtsreicher. Angesichts der Tatsache, dass der XP2800+ wohl erst Anfang 2003 auf den Markt kommen wird, scheint man den Rekord der 'verfrühten Präsentation' jedoch schon sicher zu haben. Die alles umfassende Frage dieses Artikels formulieren wir deshalb wie folgt:
Athlon XP 2700+ / 2800+ - 'Papier-Tiger' schlagen Pentium 4?
Erstmals in der Geschichte der ComputerBase können wir diese Frage pünktlich am Tag der Präsentation klären, da wir von AMD in die Riege der Magazine aufgenommen wurden, die einen XP2700+ zur Verfügung gestellt bekommen haben. Wir möchten uns an dieser Stelle für das in uns gesteckte Vertrauen rechtherzlich bedanken! Die Werte des XP2800+ - ein nochmals exklusiveres Modell - haben wir durch die Übertaktung des 'kleineren' XPs hergeleitet. Sie stimmen mit den Ergebnissen des 'echten' Spitzenreiters jedoch zu einhundert Prozent überein, da die CPU auf demselben Kern und Stepping basieren wird.
Eine Frage des Busses
Die wichtigste Neuerung der vorgestellten CPUs dürfte die Erhöhung des Front-Side-Bus von 133MHz auf 166MHz sein. Doch worum handelt es sich hierbei überhaupt? Für alle weniger versierten Leser wollen wir hierauf nochmals etwas genauer eingehen.
Ein heutiger PC ist nicht mehr ausschließlich von der Rechenkraft seines Hauptprozessors, sondern ein einem hohen Maße auch von der Anbindung dieser und anderer Komponenten abhängig. Verbunden sind alle Komponenten eines Computers über so genannte Bus-Systeme. Das wohl wichtigste Gespann eines PCs dürfte sicherlich das Quartett aus Prozessor, Northbridge (Mainboard), Speicher und Grafikkarte sein. Im Folgenden wollen wir diese Architektur anhand des KT333 etwas genauer erläutern.
Die wichtigste Verbindung, die zwischen CPU und Northbridge, einer Art Hauptschaltzentrale des PCs, wird in der Regel als Frontside Bus bezeichnet und taktete bisher bei AMD-Systemen mit 133MHz. Dank "Double Data Rate" (DDR) konnten diese auf theoretische 266MHz verdoppelt werden -> FSB266. Dies ermöglichte eine maximale Datenbandbreite von 2,1GB/s. Intel Systeme verfügen aktuell ebenfalls über einen FSB von 133MHz, können jedoch vier Datenpaket pro Takt übertragen, was theoretische 533MHz und eine Bandbreite von 4,2GB/s ergibt. Dies jedoch nur am Rande.
Eine mindestens genauso große Rolle wie der FSB spielt jedoch ein zweiter, entscheidender Daten-Bus: Die Anbindung zwischen Northbridge und Arbeitsspeicher (RAM). Zu Zeiten des KT266 (ALi MaGiC 1, SiS735) lief auch dieser mit 133MHz (DDR266) und ermöglichte somit synchrone 2,1GB/s. Doch seit dem KT333 wird der Speicher mit 166MHz (DDR333) an die Northbridge angebunden und ermöglicht somit theoretisch 2,7GB/s, die eine CPU mit einem FSB von 133MHz und einer Bandbreite von 2,1GB/s nicht nutzen kann. 600MB kommen im Endeffekt nicht zur Geltung.
Hier können nun die kommenden CPUs mit einem FSB von 166MHz (FSB333) punkten. Durch den Ausbau auf ebenfalls 2700MB/s laufen Speicher und CPU wieder synchron und der Mehrleistung an Bandbreite kann effektiv genutzt werden. Theoretisch sollte ein solcher Prozessor bei gleichem Takt spürbar schneller arbeiten, als eine CPU mit FSB266. In einem Report "Turbo für den Athlon XP [1]" sind wir dieser Vermutung vor einiger Zeit auf den Grund gegangen und konnten gut 4-5% an Leistung hinzugewinnen.
Allerdings ist dieser Zuwachs und der Einsatz einer FSB333 CPU nicht ohne Einschränkung auf jedem Board möglich. Wichtigste Voraussetzung ist ein Chipsatz, der diesen FSB bei einem Teiler von 1:1 oder 4:5 zur Verfügung stellen kann und somit Speicher, PCI und AGP innerhalb ihrer Spezifikationen laufen.
Offiziell werden KT400 und nForce 2 die ersten Chipsätze sein, die einen FSB von 166MHz unterstützen. Folgende Chipsätze dürften, sofern der Hersteller den 166MHz FSB ordnungsgemäß implementiert haben, jedoch ebenfalls mit den neuen CPUs ohne Probleme zusammenarbeiten.
| Chipsatz | Bietet FSB333 | Anmerkung |
|---|---|---|
| VIA KT400 | Ja | offiziell integriert |
| nVidia nForce 2 | Ja | offiziell intergriert |
| SiS 746 | Ja | Mainboardhersteller muss Bios anpassen |
| VIA KT333 | Ja | Mainboardhersteller muss Bios anpassen |
| ALi MAGiK 1 | Ja | Mainboardhersteller muss Bios anpassen |
| VIA KT133 | Nein | - |
| VIA KT133A | Nein | Wenn überhaupt, dann nur durch Übertaktung |
| VIA KT266 | Nein | Wenn überhaupt, dann nur durch Übertaktung |
| VIA KT266A | Nein | Wenn überhaupt, dann nur durch Übertaktung |
| SiS 735 | Nein | Wenn überhaupt, dann nur durch Übertaktung |
Allerdings, das haben erste Test ergeben, ist es mit einer Implementierung des FSB von 166MHz noch nicht getan. Denn ein erhöhter FSB muss nicht zwangsläufig eine bessere Performance versprechen, da man allem Anschein nach aus Stabilitätsgründen die Timings "entschärfen" muss.
Eine Frage des Bios
Vor gut einem Monat hatten wir uns in dem Report 'Turbo für den Athlon XP [2]' erstmals mit dem Thema FSB333 (166MHz) auseinander gesetzt und waren auf einige interessante Erkenntnisse gestoßen. Damals hatten wir einen XP1600+ einmal mit 133MHz und einmal mit 166MHz FSB gegeneinander antreten lassen und vorerst keinen Geschwindigkeitszuwachs feststellen können. Erst die Bios-Version 1012.004 für das A7V333 brachte einen gewaltigen Geschwindigkeitssprung mit sich. Gut 4-5% konnte die CPU bei unverändertem Takt nur durch den erhöhten Frontside Bus in den meisten Anwendungen hinzu gewinnen. Schon die Final-Version des 1012 schien diesen Zuwachs jedoch erneut zunichte gemacht zu haben, obwohl der 166MHz FSB weiterhin als offizieller Wert im Menü geführt wurde und auch wählbar blieb. Tests mit einem EPoX 8K3A+ ergaben ein praktisch identisches Bild. Ließ eine Bios Version des Athlon XP mit FSB333 noch weit davon preschen, amortisierte das folgende Build diesen Zuwachs, während eine spätere Version wieder an Tempo zulegte.
Weiterhin als sehr merkwürdig erscheint die Tatsache, dass auch die Bios-Versionen, die in praktisch keiner Anwendung einen Leistungszuwachs ermöglichen, im SiSoft Sandra 2002 Memorytest ebenfalls Werte um 2400MB/s erreichen. Der Takt von 166MHz scheint somit tatsächlich anzuliegen und auch den erhöhten "Streamingwert" liefern zu können, doch warum profitieren andere Anwendungen nicht von diesem Schritt? Hier scheint nur eine Erklärung logisch zu sein: Der erhöhte FSB wird im Bios durch herabgesetzte Timings auf dem Frontside Bus 'erkauft'. Diese sog. Latenzen wirken sich zwar nicht auf die reine Bandbreite aus, die Sandra im Test errechnet. Programme, die nicht nur auf die Masse an Daten sondern auch auf deren schneller Verfügbarkeit angewiesen sind, werden hier jedoch gebremst- der Vorteil von FSB333 scheint amortisiert zu werden.
Wirklich verblüfft waren wir allerdings, als wir den XP2700+ auf dem Asus A7V333 mit dem Bios 1012 Beta 4 zu einem direkten Vergleich 133 vs 166 MHz bewegen wollten und auch hier bis auf den Streamingwert kein Unterschied in der Performance feststellbar war. Wir erinnern uns: Mit diesem Bios hatten wir vor ein paar Wochen 4-5% mehr Leistung bei einem XP1600+ erreichen können. Wir werden diesbezüglich weitere Recherchen anstreben, um etwas Licht in dieses Dickel zu bringen.
| Mainboard | Bios | Gewinn druch FSB333 |
|---|---|---|
| Asus A7V333 | 1011 | Nein |
| 1012 (Final) | Ja, teilweise | |
| 1013 | Ja, teilweise | |
| 1014 | Ja, teilweise | |
| EPoX 8K3A+ | 19.6. | Nein |
| 15.8. | Ja | |
| 29.8. (Beta) | Ja | |
| 12.9. (Beta) | Ja, teilweise |
So haben wir uns im Rahmen unseres Test für gleich zwei Testplattformen entschieden. Zum einen kam das EPoX 8K3A+ mit einem inoffiziellen Bios vom 29.8.2002 zum Einsatz, welches den vollen Leistungsgewinn durch den FSB333 zu entfesseln weiß. Zum anderen zogen wir das Asus A7V333 (Bios 1014 Beta 2) für den Vergleich heran, um die CPUs auch unter 'gebremsten Bedingungen' gegen die Konkurrenz antreten zu lassen. Die Frage dürfte sicherlich sein, ob alle Hersteller ihre alten Platinen derart auf Fordermann bringen, wie es EPoX mit dem 8K3A+ getan hat. Denn nur so werden die neuen CPUs zu ihre volle Leistung entfalten.
Eine Frage der CPU
Für alle Freunde der schnörkellosen Theorie wollen wir, bevor es an's Eingemacht geht, nochmals einen Blick auf die Eckdaten der Kontrahenten werfen.
| Merkmale | Pentium 4 | Pentium 4 | Athlon XP | Athlon XP | Athlon XP |
|---|---|---|---|---|---|
| Kern | Northwood | Northwood | Palomino | Thoroughbred "A/B" | Thoroughbred "B" |
| Front-Side-Bus | 400 MHz QDR | 533 MHz QDR | 266 MHz DDR | 266 MHz DDR | 333 MHz DDR |
| Fertigung | 0,13µm | 0,13µm | 0,18µm | 0,13µm | 0,13µm |
| Sockel | Sockel 478 | Sockel 478 | SockelA | SockelA | SockelA |
| Taktrate (Stepping) | 1600 MHz 1800 MHz 2000 MHz 2200 MHz 2400 MHz 2500 MHz (nC1) 2600 MHz (nC1) |
2266 MHz 2400 MHz 2533 MHz 2666 MHz (nC1) 2800 MHz (nC1) |
1333 MHz (1500+) 1400 MHz (1600+) 1466 MHz (1700+) 1533 MHz (1800+) 1600 MHz (1900+) 1666 MHz (2000+) 1733 MHz (2100+) |
1800 MHz (2200+) 2000 MHz (2400+)* 2133 MHz (2600+)* *Thoroughbred "B" |
2166 MHz (2700+) 2250 MHz (2800+) |
| Transistoren | 55 Millionen | 55 Millionen | 37,5 Millionen | 37,5 Millionen | 37,5 Millionen |
| DIE-Size | 146 mm2 131mm² (nC1) |
146 mm2 131mm² (nC1) |
128 mm2 | 80 mm2 (T-Bred "A") 84 mm2 (T-Bred "B") |
84 mm2 |
| L1-Execution-Cache | 12.000 µ-Ops | 12.000 µ-Ops | 64 KB | 64 KB | 64 KB |
| L1-Daten-Cache | 8 KB | 8 KB | 64 KB | 64 KB | 64 KB |
| L1-Takt | CPU-Takt | CPU-Takt | CPU-Takt | CPU-Takt | CPU-Takt |
| L2-Cache | 512KB | 512 KB | 256KB | 256KB | 256KB |
| L2-Anbindung | 256 Bit | 256 Bit | 64 Bit | 64 Bit | 64 Bit |
| L2-Cache-Takt | CPU-Takt | CPU-Takt | CPU-Takt | CPU-Takt | CPU-Takt |
| Hardware Data Prefetching | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja |
| VCore | 1,5 Volt 1,525 Volt (nC1) |
1,5 Volt 1,525 Volt (nC1) |
1,75 Volt | 1,65 Volt | 1,65 Volt |
| Befehlssätze | MMX SSE / SSE2 |
MMX SSE / SSE2 |
MMX / 3DNow! 3DNow!+ / SSE |
MMX / 3DNow! 3DNow!+ / SSE |
MMX / 3DNow! 3DNow!+ / SSE |
| Temperatur Diode | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja |
| Multiprozessor-fähig | Nein | Nein | Nein | Nein | Nein |
| CPU-Architektur | 20-stufige Pipeline | 20-stufige Pipeline | 15-stufige (FPU) 10-stufige (ALU) Pipeline |
15-stufige (FPU) 10-stufige (ALU) Pipeline |
15-stufige (FPU) 10-stufige (ALU) Pipeline |
Viel hat sich seit den Modellen 2400+ und 2600+ nicht getan. Der Thoroughbred 'B' Kern blieb im Endeffekt unverändert und so belaufen sich die Neuerungen auf den Support des FSB333. Um diesen bei nur leicht gestiegenen Taktraten zu ermöglichen, mussten die Multiplikatoren selbstverständlich gesenkt werden und lauten bei den heute vorgestellten CPUs nun erneut 13 und 13,5.
| Prozessor | Frontside Bus | Multiplikator | Takt |
|---|---|---|---|
| Athlon XP 2200+ | 133MHz | 13,5 | 1800MHz |
| Athlon XP 2400+ | 133MHz | 15 | 2000MHz |
| Athlon XP 2600+ | 133MHz | 16 | 2133MHz |
| Athlon XP 2700+ | 166MHz | 13 | 2166MHz |
| Athlon XP 2800+ | 166MHz | 13,5 | 2250MHz |
Ein höherer Prozessortakt bedeutet jedoch zu gleich auch eine erhöhte Leistungsaufnahme der Boliden, der wir uns im nächsten Abschnitt zuwenden möchten.
Leistungsaufnahme
Höhere Taktraten sind ja schön und gut, wenn da nur nicht das Problem mit der ebenfalls zunehmenden Leistungsaufnahme wäre. Denn was die Prozessoren an Strom durch ihre Schaltkreise laufen lassen, wird unweigerlich in Wärme umgewandelt. Wäre die Welt nicht schön, wenn es keine Verlustleistung (hervorgerufen durch den ohmschen Widerstand der Leitungen) gäbe? Leider sind wir noch nicht so weit und so müssen die Prozessor-Hersteller mit allen Mitteln verhindern, dass ihr nächster Bolide ein 100 Watt fressendes Monster wird.
Leistungsaufnahme
Angaben in Watt (W)
|
Konnte man mit den Prozessoren XP2400+ und XP2600+ (Thoroughbred 'B') dank einer Reihe an Optimierungen die Verlustleistung effektiv auf maximal 68,3 Watt und somit ein Niveau noch unter des XP2200+ mit Thoroughbred 'A' Kern bringen (70,0 Watt), haben sich beim XP2700+ und 2800+ keine Neuerungen ergeben, sodass der gestiegene Takt in höhere Verlustleistungen umgesetzt wird. Der XP2800+ ist somit nicht nur neuer Leistungsspitzenreiter, auch in der Disziplin Stromverbrauch kann er mit 74,3 Watt maximaler Verlustleistung den 1. Platz für sich verbuchen und liegt somit noch über dem Pentium 4 mit 2800MHz. Allerdings ermitteln sowohl AMD als auch Intel den maximalen Stromverbrauch mit unterschiedlichen Testverfahren, sodass die Angaben nicht zu 100% vergleichbar sind. Die Tendenz dürfte jedoch zutreffen.
Verfügbarkeit
Beim Thema Verfügbarkeit fühlen wir uns an unsere Fragestellung im Vorwort erinnert. Von "Papier-Tigern" und einer "verfrühten Präsentation" war dort die Rede - doch warum?
Im Endeffekt ist die Misere schnell aufgeklärt: Die Modelle XP2700+ und 2800+ gibt es in den kommenden Wochen vorerst nicht zu kaufen. Sechs Wochen nach der Vorstellung des XP2600+ ist nichtmal dieser im Einzelhandel oder auf dem OEM-Sektor wiederzufinden und so verwundert es nicht, dass AMD für die neuen Modelle von vorne herein von einer Veröffentlichung gegen Ende des Jahres respektive das 1. Quartal 2003 spricht. OEMs wie VoodooPC, Micron PC, Alienware, Falcon NW sollen erste Stückzahlen des XP2800 zwar gegen Ende November erhalten - was das für uns Endkunden bedeutet, darf jedoch nur gemutmaßt werden. Kleine Anmerkung am Rande: Den XP2400+ findet man seit dieser Woche vereinzelt in den Händlerregalen wieder.
Genau diese Entwicklung kann man seit einiger Zeit auf dem Grafikkarten-Sektor beobachten. Ob nun nVidia oder ATI, beide Konkurrenten haben einen derart großen Respekt (vielleicht sogar Angst) voreinander, so dass Produkte lange vor ihrer Markteinführung offiziell vorgestellt werden. Magazin und Websites bekommen handverlesene Samples zum testen, veröffentlichen gigantische Benchmarkergebnisse und potentielle Käufer eines Konkurrenz-Produktes warten lieber noch auf das nächste Produkt der 'Lieblingsfirma', das, auch wenn noch in weiter Ferne, eine achso bessere Leistung bietet. Diese Entwicklung wird geläufig als 'Paper-Launch' (Papier-Start) bezeichnet, da das Produkt im Endeffekt nur in Form von Daten auf irgendwelchen Techdocs vorhanden ist.
Diese Strategie scheint AMD nun adoptiert zu haben. Denn wie erwähnt dürfte vor Ende des Jahres mit den CPUs nach derzeitigem Stand der Dinge nicht zu rechnen sein. Der psychologisch Effekt scheint jedoch enorm: Denn wo immer auch in den kommenden Monaten CPU-Reviews veröffentlich werden, scheint der Pentium 4 dicht verfolgt von einer Horde an Athlon XPs sich gerade noch so über die Runden zu retten. Wer denkt angesichts solcher frohen Kunde schon daran, welche CPU es tatsächlich im Laden zu kaufen gibt...
Overclocking
Die Prozessoren von AMD waren schon immer etwas einfacher zu übertakten als die der Konkurrenz. Während Intel seit dem Pentium III einen unumgänglichen Mutliplikator-Lock in die Prozessoren integriert, waren die Hürden, die AMD den Fans vor die Füße warf, durch ein paar Tricks überwindbar. Beim Athlon mit Thunderbird-Kern genügte das verbinden der L1 Brücken mittels Bleistift, beim Nachfolger, dem Palomino, musste schon mit Kleber und Silberleitlack gearbeitet werden, um die selbigen Brücken zu verbinden. AMD hat das so genannte „Unlocken“, also das Freischalten aller Multiplikatoren, kontinuierlich verkompliziert. Kommt der neue Thoroughbred-Kern nun mit einer unüberwindbaren Multiplikatorsperre? Das würde zumindest die Logik verlangen - Die Realität sieht jedoch anders aus. Anstatt mehr oder weniger künstlich eine Hürde zu schaffen, hat AMD beim Thoroughbred die L1 Brücken ab Werk geschlossen. Beim gekauften Athlon XP 2200+ bis 2800+ ist der Multiplikator also vollkommen frei wählbar. Welche ein netter Schachzug von AMD.


Auf unserem Asus A7V333 mit dem letzten Bios (1014 Beta 2) ließen sich sogleich alle Multiplikatoren zwischen 13,0 und 22,0 anwählen. Den Power-On-Self-Test bestand das System mit Athlon XP 2700+ jedoch nur bis 18x133 (2,4 GHz) bzw. 15x166 (2,49 GHz), bei 17x133 (2,27 GHz) und der Standard VCore von 1,65 Volt war dagegen noch ein stabiler Betrieb mit Luftkühlung möglich. Somit konnten wir den Prozessortakt um 100 MHz Steigern ohne von Stabilitätsproblemen geplagt zu werden. Letztendlich scheint es jedoch bei diesen Taktraten einzig und allein auf eine ausreichende Kühlung hinaus zu laufen. Mit Wasserkühlung wäre sicherlich noch mehr möglich.
Alles in allem nicht schlecht, doch kränkelt der Athlon XP nicht unbedingt am Prozessortakt. Vielmehr verhindert ein höherer Frontside-Bus noch mehr Leistung, wie wir bereits in unserem „Turbo für den Athlon XP“-Report festgestellt haben. Während der Arbeitsspeicher mit 166 MHz taktet und somit eine theoretische Bandbreite von 2,7 GB/s besitzt, schaufelen alle Athlon-Modele, bist auf die heute noch vorgestellten, ihre Daten noch mit 133 MHz oder 2,1 GB/s über den Datenbus zur Northbridge. Dies ist natürlich alles andere als effektiv. Viel besser wäre hier schon der synchrone Betrieb von Prozessor und RAM, wie es die neuen vor machen. Doch auch hier ließe sich gegebenenfalls durch höher Takten des Fronside-Buses, ohne Erhöhung des eigentlichen Takten noch etwas mehr heraus holen.
Soweit so gut. Leider ist es jedoch damit nicht getan, den Frontside-Bus auf 166 MHz zu setzen oder sogar noch darüber hinaus zu setzen. Beim Vorgänger des Athlon XP 2700+/2800+, dem Athlon XP2600+ (16x133), gibt es sicherlich weniger Probleme, denn hier kommt man mit 13x166 (2,16 GHz) ungefähr in die Ausgangs-Taktregionen. Beim Athlon XP 2400+ (15x133) ist jedoch ein Multiplikator von 12 notwendig um mit 12x166 auf einen äquivalenten Takt zu kommen. Leider ist eben dieser Multiplikator nicht verfügbar. Auf das gleiche Problem stößt man auch beim Athlon XP 2200+. Wenn man den Frontside-Bus darüber hinaus noch weiter anheben möchte, werden schnell noch geringere Multiplikatoren notwendig.
Für die Takt-Multiplikatoren sind beim Thoroughbred die L5 Brücken verantwortlich. Diese entscheiden darüber, ob im Bios die Multiplikatoren bis 12,5 oder ab 13 zur Verfügung stehen. Beim Athlon XP 2200+, 2400+, 2600+, 2700+ und 2800+ sind diese ab Werk selbstverständlich auf die höheren getrimmt. Mit einem einfachen Trick lässt sich dies jedoch ändern. Hier gibt es zwei Möglichkeiten.
Entweder verbindet man die letzte L5-Brücke nach der Silber-Leitlack-Methode, wie auf dem linken Bild gezeigt. Alternativ kann man jedoch auch zwei Pins auf der Unterseite des Prozessors verbinden. Am besten fixiert man den Draht mit einer kleinen Nadel und wickelt das andere Ende dann um die zwei Pins. Der große Vorteil hierbei ist, dass die Modifikation schnell und einfach rückgängig zu machen ist.



Ist dies erledigt, stehen im Bios die gewünschten Multiplikatoren bis 12,5 zur Verfügung. Somit stünde auch einem Front-Side-Bus von 200MHz nichts im Wege. Vorausgesetzt der Arbeitsspeicher und die Peripherie spielt mit. Dem Prozessor selbst kann man durch runter regeln des Multiplaktors mit einen noch ertragbaren Gesamttakt betreiben.
Testsystem
Wie bereits erwähnt, haben wir uns im Rahmen unseres Test für gleich zwei Testplattformen entschieden. Zum einen kam das EPoX 8K3A+ mit einem inoffiziellen Bios vom 29.8.2002 zum Einsatz, welches den vollen Leistungsgewinn durch den FSB333 zu entfesseln weiß. Zum anderen zogen wir das Asus A7V333 (Bios 1014) für den Vergleich heran, um die CPUs auch unter 'gebremsten Bedingungen' gegen die Konkurrenz antreten zu lassen. Denn die Frage dürfte sicherlich sein, ob alle Hersteller ihre alten Platinen derart auf Fordermann bringen, wie es EPoX mit dem 8K3A+ getan hat.
Die Konkurrenz aus dem Hause Intel wurde auf dem Asus P4T533 mit RAID und USB2.0 sowie 32Bit Rambus-Support getestet. Als Speicher dienten uns 512MB PC4200 Rambus von Samsung. Zusätzlich dazu wurden der Pentium 2,53 GHz sowie 2,66 und 2,8 GHz auf dem sehr schnellen i845G Board, dem 4G4A+ von EPoX [3], getestet. Als Speicher diente hier ebenfalls der Corsair XMS3000C2. Da das 4G4A+ bereits inoffiziell über DDR333 Support verfügt, wurden so den Prozessoren von Intel und AMD die gleiche Speicherbandbreite zur Verfügung gestellt.
Die onboard Komponenten unser verschiedenen Testplattformen wie RAID, Audio oder USB2.0 wurden deaktiviert. Bei einigen Tests wurden einige Komponenten, falls für den Test notwendig, aktiviert. Da unser A7V333 mit aktiviertem onboard Firewire ohne erkennbaren Grund ein bisschen schneller war also ohne, haben wir uns hier ausnahmsweise dazu entschieden, diese Funktion zu aktivieren.
Als Betriebssystem kam wie bei uns üblich Windows XP Professional in der englischen Original-Version zum Einsatz, welche auf den jeweiligen Plattformen nach der Installation aktiviert wurde. Wie bereits beim Pentium 4 2,8 GHz Review haben wir auch dieses Mal zur Asus V8460 mit GeForce4 Ti4600 gegriffen, um zu verhindern, dass die Grafikkarte zum bremsenden Element in unserem Testsystem wird.
Um etwaigen Fragen vorzubeugen, hier eine komplette Auflistung unseres Testsystems:
- Prozessor
- AMD Athlon XP 2800+
- AMD Athlon XP 2700+
- AMD Athlon XP 2600+
- AMD Athlon XP 2400+
- AMD Athlon XP 2200+
- AMD Athlon XP 2100+
- AMD Athlon XP 2000+
- AMD Athlon XP 1900+
- AMD Athlon XP 1800+
- AMD Athlon XP 1700+
- AMD Athlon XP 1600+
- AMD Athlon 1,4 GHz
- Intel Pentium 4 2,80 GHz (FSB533)
- Intel Pentium 4 2,66 GHz (FSB533)
- Intel Pentium 4 2,60 GHz (FSB400)
- Intel Pentium 4 2,53 GHz (FSB533)
- Intel Pentium 4 2,50 GHz (FSB400)
- Intel Pentium 4 2,40 GHz (FSB533)
- Intel Pentium 4 2,40 GHz (FSB400)
- Intel Pentium 4 2,26 GHz (FSB533)
- Intel Pentium 4 2,20 GHz (FSB400)
- Intel Pentium 4 2,0A GHz (FSB400)
- Intel Pentium 4 1,8A GHz (FSB400)
- Motherboard
- AMD Plattform: Asus A7V333 (KT333)
- AMD Plattform (2): EPoX 8K3A+ (KT333)
- Intel Plattform: Asus P4T533 (i850E)
- Intel Plattform (2): EPoX 4G4A+ (i845G)
- Arbeitsspeicher
- 2x256MB DDR333 Corsair XMS3000C2
- 1x512MB RIMM3200 Samsung Rambus
- 1x512MB RIMM4200 Samsung Rambus
- Grafikkarte
- Asus V8460 Ultra (GeForce4 Ti4600)
- Peripherie
- Asus CRW 4012A
- IBM IC35LC040
- Treiberversionen
- nVidia Detonator 29.42
- AMD Plattform: Via 4in1 4.42
- Intel Plattform: Intel Inf-Treiber 4.00.1013 + Intel Application Accelerator 2.2
- Software
- Windows XP Professional


Benchmarks
Auch bei diesem Test haben wir keine Mühen gescheut, um die Leistung der neuen Prozessoren von möglichst vielen Seiten zu beleuchten. Wir haben uns jedoch dazu entschlossen, SPEC Viewperf 7.0 aus dem Vergleich zu nehmen, da mit Cinema 4D XL R7 und Lightwave 7.5 bereits zwei reale Anwendungen aus den 3D Render-Bereich vertreten waren. Neu hinzugekommen ist die Demo des Shooters Unreal Tournament 2003.
Nachfolgend eine kleine Übersicht:
- Synthetische Benchmarks
- Sisoft Sandra 2002 Pro
- Madonion PCMark2002
- Madonion 3DMark 2000
- Madonion 3DMark 2001 SE
- Games
- Epic Games Unreal Tournament
- Epic Games Unreal Tournament 2003
- NovaLogic Comanche 4
- id Software Quake 3 Arena
- Anwendungen
- BAPCo Sysmark 2002
- Winace 2.11
- Lame 3.91
- Magix MP3 Maker Platinum 3.04
- FlaskMPEG 0.6 mit DiVX 5.02
- Seti@Home
- 3D Render Performance
- Maxon Cinema 4D XL R7
- Newtek Lightwave 7.5
Wer die Benchmarks bei sich zu Hause selbst einmal nachvollziehen möchte, der findet einen Großteil der oben aufgelisteten Testprogramme bei uns in der Downloadsektion [4]
Sisoft Sandra2002
- SiSoft Sandra bietet Informationen über das System in Hülle und Fülle und ist zudem in der Lage, die wichtigsten Bestandteile des PCs auf ihre Geschwindigkeit hin zu überprüfen. Für unseren Prozessorvergleich sind jedoch drei Messungen besonders interessant:
- Sandra Prozessor-Test
Hierbei kommt zum einen der Dhrystone Benchmark zum Einsatz, der ursprünglich von Siemens entwickelt wurde, um die Leistung des Hauptprozessors zu messen. Zum anderen wird über den Whetstone Benchmark die Leistung des Co-Prozessors bestimmt. Beide Tests erfolgen ohne die Berücksichtigung der erweiterten Mutlimedia-Befehlssätze. - Sandra Multimedia-Test
Beim Multimedia-Test von Sandra 2002 wird ein Algorithmus eingesetzt, der unter anderem auch beim Generieren von realistischen Naturobjekten wie Bergen oder Wolken zum Einsatz kommt. Die Rede ist hier von der Chaostheorie, die von Mandelbrot aufgestellt wurde. Bei diesem Benchmark werden auch die erweiterten Befehlssätze des Pentium 4 oder die des Athlon XP berücksichtigt. Da die Implementierung von SSE1 in diesem Teiltest besser als die von 3DNow! ist, haben wir den Athlon XP mit seiner SSE1 Einheit (d.h. 3DNow! Professional) arbeiten lassen. Beim Pentium 4 kam dagegen SSE2 zum Einsatz. - Sandra Speicher-Test
Der Memory-Benchmark bietet einen perfekten Überblick über das Zusammenspiel von CPU, Frontside Bus, Northbridge und Speicher. Da die Daten nicht nur vom Speicher zur Northbridge sondern darüber hinaus auch zum Prozessor geschickt werden, sind beide Bus-Systeme für die Performance von entscheidender Rolle. Ein alter Athlon XP, der zwar mit DDR333 (166MHz) theoretisch 2,7GB Daten aus dem Ram erhalten kann, wird hier durch seinen FSB von nur 133MHz auf 2,1GB/s limitiert.
- Sandra Prozessor-Test
- Weitere Informationen: SiSoftware.demon.co.uk [5]
- Download: ComputerBase.de [6]
Sandra Prozessor-Test
Sandra 2002 Arithmetic
Angaben in Punkten
|
Zwei verschiedene Benchmarks und zwei völlig verschiedene Ergebnisse. Während die Athlons beim Dhrystone klar dominieren, finden sie sich beim Whetstone nur im mittleren bis hinteren Teil des Feldes wieder. Die beiden Testplattformen für den XP2700+ liegen nahezu gleich auf. Der um 1,5 Prozent höhere Takt bewirkt, zumindest im Dhrystone, in etwa um diesen Prozentsatz höhere Ergebnisse. Der XP2800+ führt im zweiten Teiltest ein Kopf an Kopf-Rennen mit dem 2,53 GHz Pentium.
Sandra Multimedia-Test
Sandra 2002 Multimedia
Angaben in Punkten
|
Auch beim Multimedia-Benchmark machen die neuen Prozessoren von AMD eine sehr gute Figur. Im ersten Teiltest erreicht der Athlon XP 2800+ klar die beste Bewertung, knapp vor seinem ebenfalls neu vorgestellten Landsmann, dem XP2700+. Beim zweiten Test kehrt sich das Ergebnis leicht um. Allgemein kommt hier dem Pentium 4 der Einsatz der SSE2 Einheit zu Gute. Nichtsdestotrotz wird hier in beiden Teilen der höhere Takt linear in mehr Leistung umgesetzt und der XP2800+ kann bis auf wenige Punkte an den 2,8 GHz Pentium 4 aufschließen.
Sandra Speicher-Test
Sandra 2002 Speicherdurchsatz
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
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Die klassische Dreiteilung war hier sicherlich zu erwarten. RIMM4200 liegt mit seinen 4,2GB/s vor RIMM3200 mit 3,2GB/s und DDR333 mit 2,7GB/s. Erstmals spielen hier auch die Athlon XP Prozessoren mit. Mit DDR333 werden nun 2,5 GB/s transportiert. Somit spielen Athlon XP/FSB166 und Pentium 4 mit RIMM3200 oder DDR333 mehr in einer gleichen Klasse denn jemals zuvor.
Allerdings gibt es eklatante Unterschiede zwischen den beiden Testplattformen des Athlon XP. Bereits bei der Durchsatzmessung mit ganzzahligen Informationen kann das EPoX Mainboard ungefähr 100 MB/s mehr übertragen als der Konkurrent von Asus. Viel gravierender Fällt der Abstand auf, wenn Gleitkomma-Daten verarbeiten werden müssen. Hier beträgt der Abstand mehr als 130 MB/s zumal die Ergebnisse noch deutlich unter den zuvor erreichten Werten liegen. Dem gegenüber liefern die Pentium 4 Prozessoren im Float-Buffered in der Regel sogar höhere Werte.
An dieser Stelle lassen sich fast alle nachfolgenden Leistungsunterschiede der EPoX und Asus Plattform fest machen. Offensichtlich werden beim A7V333 (Bios 1014 Beta 002) die Timings des Arbeitsspeichers sowie des Systembuses leicht zurückgesetzt, wohingegen EpoX beim 8K3A+, wie bereits Eingangs erwähnt, seit dem Bus vom 15.8. deutlich schnellere Timings fährt. Letztendlich läuft es somit auf eine Optimierung des BIOS hinaus, denn bei unseren Reviews des A7V333 [7] und 8K3A+ [8] mit FSB133 und DDR333 erwies sich erst genanntes als schneller.
Madonion PCMark2002
- Der PCMark 2002 ist ein vergleichsweise neuer Benchmark, der, wie der Name schon sagt, zur Messung der gesamten Systemleistung entwickelt wurde. Hierfür führt er eine Reihe von Tests durch, die primär den Prozessor und den Arbeitsspeicher fordern. Auch die Festplatte wird auf ihre Leistungsfähigkeit hin überprüft. Auf die Veröffentlichung des Teilergebnisses haben wir jedoch verzichtet. Somit liefert uns der PCMark 2002 lediglich eine Punktzahl für die Prozessorleistung und den Arbeitspeicher.
- Weitere Informationen: MadOnion.com [9]
- Download: MadOnion.com [10]
PCMark 2002
Angaben in Punkten
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Beim PCMark ergeben sich durch die 1,5 Prozent mehr Takt des XP 2700+ im Vergleich zum XP2600+ 3,3 Prozent mehr Leistung (im CPU Result). Der erhöhte Frontside-Bus zeigt hier erstmals seine Wirkung. Auf beiden Plattformen wird der Athlon XP 2700+ vor dem 2,53 GHz Pentium 4 mit RIMM4200 gesehen. Der XP2800+ erreicht nochmals 4,2 Prozent höhere Werte und findet sich hinter dem 2,8GHz Pentium4 wieder. Das Mainboard von EPoX erweist sich hier abermals als schneller. Besonders im RAM Result wird deutlich, wo die Probleme des XP2700+ mit dem A7V333 liegen. Mehr als 300 Punkte Unterschied ergeben sich hier. Im Vergleich zum XP2600+/FSB133 wird mit dem 8K3A+ eine 13 Prozent höhere Wertung (RAM Result) erreicht.
Madonion 3DMark2000
- Nach seinem Erscheinungsjahr 1999 zu urteilen, gehört der Benchmark heute schon lange zum alten Eisen und wenn es um die Bewertung einer aktuellen Grafikkarte geht, trifft dies auch durchaus zu. Da aktuelle Karten des Kalibers GeForce 3/4 oder Radeon 8500/9700 jedoch keinerlei Probleme mehr mit der Darstellung der einzelnen Sequenzen haben, kommen hier vor allem Prozessor, Chipsatz und Speicher zur Geltung. Also genau die Komponenten, die uns im Rahmen eines Prozessor-Tests am brennendsten interessieren. Ein Bestandteil des 3DMark 2000, der CPUMark, stellt diese Zusammenspiel besonders in den Mittelpunkt. Hier berechnet die CPU zwei Spielszenen "in Software", muss also auf die Hardwarebeschleunigung der Grafikkarte verzichten und somit Schwerstarbeit leisten.
- Weitere Informationen: MadOnion.com [11]
- Download: ComputerBase.de [12]
3DMark 2000
Angaben in Punkten
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Beim schon etwas angestaubten 3DMark 2000 gibt es einen neuen Spitzenreiter. Nach Jahren der Intel-Herrschaft ist es AMD nun gleich mit zwei Prozessoren gelungen zwei neue Machthaber ins Amt zu puschen. Der Vorsprung vor dem 2,8GHz Pentium4 ist jedoch hauchdünn. Viel interessanter ist das erneut schlechte Abschneiden der Asus Plattform. Der Leistungszuwachs durch den höheren Frontside-Bus fällt ungefähr 700 Punkte geringer aus. Das ist immerhin ein Leistungsunterschied von mehr als 4 Prozent!
3DMark 2000 HPC
3DMark 2000 HPC
Angaben in Punkten
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Beim High Polygon Count (HPC) mit einem Licht kann sich das Asus vor dem EPoX ins Ziel retten. Die synthetischen Tests liegen dem Asus offensichtlich stellenweise besser. Bereits im Prozessor und Multimedia-Test von Sandra zeichnete sich dies ab. Die Ergebnisse beim HPC lassen sich nunmehr kaum noch durch höhere Taktraten spürbar nach oben treiben.
3DMark 2000 CPU Mark
3DMark 2000 CPU
Angaben in Punkten
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Seit dem Athlon XP 2600+ wird der CPU-Mark von AMDs Prozessoren angeführt, die Nachfolger ordnen sich erwartungsgemäß noch davor ein. Die derzeit optimale Plattform für die FSB166 Athlons, das 8K3A+, erzielt deutlich höhere Ergebnisse als das A7V333.
Madonion 3DMark2001SE
- Der 3DMark 2001SE ist ohne Frage das beliebteste Programm zur Bewertung eines "Gamer-PCs". In einer Reihe synthetischer aber recht praxisnaher Einzeltests (zum Teil basierend auf der Max Payne Engine) wird vor allem der Grafikkarte alles abverlangt. Neben der Grafikkarte werden hier CPU und Speicher bzw. deren reibungslose Kooperation besonders in den Vordergrund gestellt. Allerdings ist der Benchmark in den letzten Monaten immer öfter in die Kritik geraten, weil man ihm parteiische Messungen zu Gunsten nVidia oder andere Manipulationen zu Gunsten eines Hersteller nachweisen konnte.
- Weitere Informationen: MadOnion.com [13]
- Download: ComputerBase.de [14]
3DMark 2001 SE
Angaben in Punkten
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Wirklich neue Erkenntnisse bringt der 3DMark 2001 nicht. Erstmals gelingt es hier einem Athlon an einem schnelleren Pentium 4 mit RIMM4200 vorbeizuziehen, für die oberste Position reicht es jedoch nicht. Insgesamt 4,2 Prozent mehr Leistung oder ca. 500 Punkte erzielt der 1,5 höher getaktete Athlon XP 2700+ als der Athlon XP 2600+, beim XP2800+, der nur knapp hinter der 2,8GHz DDR333 Plattform liegt, lassen sich noch einmal 100 Punkte (1 Prozent) mehr erziehlen.
3DMark 2001 SE Detail
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Die Aufschlüsselung der ersten Benchmarkszene bestätigt die Leistung des Athlon XP2700+. Weniger als 2 Frames trennen die konkurrierenden Parteien, zumindest dann, wenn dem Athlon die richtigen Speicher- und Bustimings zur Seite stehen. Der XP2800+ ist sogar in der Lage den Pentium 4 2,8 mit RIMM4200 in die Schranken zu weisen, allerdings nur mit einem Frame pro Sekunde Vorsprung.
Unreal Tournament
- Wie Quake3Arena oder der 3DMark 2000 gehört auch Unreal Tournament sicherlich nicht mehr zu den taufrischen Programmen. Da es uns hier jedoch nicht um die Bewertung einer aktuellen Grafikkarte geht, können wir von diesem Umstand nur profitieren, denn CPU und Speicherauslastung sind auch bei UT nicht zu verachten. Der sog. UTBench setzt hier noch einen drauf. Die Demo, die international als Grundlage für Benchmarks genutzt wird, simuliert ein Deathmatch gegen 16 Bots und ist enorm prozessorlimitiert. D.h., die Grafikkarte spielt (fast) keine Rolle.
- Weitere Informationen: 3DCenter.de [15]
- Download: UTBench [14] (3DCenter.de)
Unreal Tournament
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Auch beim UTBench wird erstmals die Dominanz der Intel Prozessoren gebrochen. Die neuen Spitzenreiter sind der XP2800+ und XP2700+ in Verbindung mit dem 8K3A+. Auf dem A7V333 von Asus sind die neuen Prozessoren kaum schneller als ihre Vorgänger.
Unreal Tournament 2003
- In diesen Tagen ist der Nachfolger des Egoshooters UT, Unreal Tournament 2003, auch in Deutschland erhältlich. In einem Report [16] hatten wir uns bereits den Hardwareanforderungen der Demo angenommen und ein fast perfektes Umfeld für einen CPU-Test vorgefunden. Denn wie schon UT (1) ist auch UT2003 stark von Prozessor und Speicher-Anbindung, also auch dem FSB, abghängig.
- Weitere Informationen: ComputerBase.de [15]
- Download: UnrealTournament2003.com (Demoversion) [17]
Unreal Tournament 2003
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Auch bei Unreal Tournament 2003 machen die neuen Athlon XP Prozessoren eine gute Figur. Da im Flyby hauptsächlich die Grafikkarte und der Arbeitsspeicher limitierend wirken und gegen RIMM4200 derzeit einfach noch kein Kraut gewachsen ist, soll an dieser Stelle dem Botmatch die volle Aufmerksamkeit geschenkt werden. Der XP2800+ reiht sich knapp hinter dem 2,66GHz Pentium 4 mit RIMM4200 ein und lässt so gesehen, die Pentium 4 mit DDR333 deutlich hinter sich.
Der Leistungssprung im Botmatch betrug 7,3 Prozent gegenüber dem XP2600+. Abermals ein respektabler Wert.
Comanche 4
- Comanche 4 ist ein recht neues Spiel, welches exzessiven Einsatz von den Pixelshadern moderner Grafikkarten zur Darstellung der detaillierten Landschaft, sowie des schön animierten Wassers und reflektierender Flächen macht. Bei durchschnittlichen 30 fps beträgt der Polygondurchsatz runde 6 Millionen pro Sekunde. Bei uns im Test konnten teilweise über 10 Millionen Polygone pro Sekunde dargestellt werden, was natürlich auf die starke Unterstützung der Grafikkarte durch den Prozessor zurückzuführen ist.
- Weitere Informationen: Novalogic.com [18]
- Download: Novalogic.com [19]
Comanche 4
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Comanche scheint dem Pentium 4 zu liegen wie kaum eine Software zuvor. Doch auch hier schrumpft der Vorsprung nach und nach. Inzwischen haben die AMDs schon bis auf den 2,53GHz Pentium 4 aufgeschlossen. Es ergeben sich 6,4 Prozent mehr Leistung aus 1,5 Prozent mehr Takt. Der Athlon XP 2800+ ist noch einmal 2,7 Prozent schneller und kommt bis auf ein halbes Frame an den Pentium 4 2,66GHz (DDR333) heran.
Quake 3 Arena 1.31
- Quake3Arena und auf dieser Engine basierende Programme gelten als die speicherabhängigsten Spiele überhaupt. Neben den Latenzzeiten spielt hier vor allem die reine Bandbreite eine entscheidende Rolle, weshalb Rambus mit seinen bis zu 4,2 GB/s hier zumeist die Führung übernimmt. Ein nützliches Tool, das das Benchmarken mit dieser Software enorm erleichtert, ist der Q3Bench. Hier können vordefinierte Configs sowie die gewünschten Auflösungen und Detailsstufen gewählt werden. Das Protokollieren der Ergebnisse übernimmt der fleißige Helfer ebenfalls.
- Weitere Informationen: guru3d.com [20]
- Download: G256.com [21]
Quake 3 Arena
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Quake3Arena war und ist die Vorzeigedisziplin des Pentium 4 und so übernimmt auch hier der Pentium 4 2,8GHz klar die Führung. Dank Rambus, der hier, egal in welcher Ausführung, für ordentlich Leistung sorgt, hat AMD keine Chance in dieser Disziplin. Selbst unter Einsatz von DDR333 ist die Führung der Pentium 4 nicht in Gefahr. Dennoch kann AMD hier die Leistung durch den höheren Front-Side-Bus mit gut 15 Frames pro Sekunde mehr deutlich steigern. Ein XP2800+ ist in der Lage nochmals etwa 1 Prozent mehr Frames darzustellen, an der Reihefolge verändert sich dadurch jedoch fast nichts.
Sysmark 2002
- Auch die neue Version des Benchmarks gliedert sich in zwei Bereiche auf. Im ersten Bereich wird die Arbeitsumgebung eines "Webmasters" bzw. "Webdesigners" simuliert, der den Namen Internet Content Creation trägt. In diesem Testabschnitt werden folgende reale Anwendungen mit einer Scriptsprache gesteuert:
- Macromedia Dreamweaver 5
- Adobe Photoshop 6.0.1
- Adobe Premiere 6.0
- Microsoft Windows Media Encoder 7.1
- Macromedia Flash 5.0
Im zweiten Bereich von Sysmark 2002 wird der Büroalltag (Office Content Creation) mit einer ganzen Reihe von Anwendungen gemessen, die parallel zueinander via Multitasking angesprochen werden. Zu diesen Anwendungen gehören Microsoft Office 2002, Dragon Naturally Speaking, Netscape Communicator 6.0, WinZip 8.0 und McAfee VirusScan 5.13. Die jeweiligen Teilergebnisse, die sich aus der Internet Content Creation und Office Content Creationen ergeben, gehen jeweils zu 50 Prozent in das Endergebnis ein.
Kritker werfen dem Sysmark ab der Version 2002 ein parteiisches Verhalten zu Gunsten Intel vor. Die Veränderung der Gewichtung der Einzeltest habe gegenüber der Version 2001 den Scherpunkt auf CPUs dieses Herstellers gelegt. Wir werden den Test jedoch weiterhin unter vorbehalt in unserem Parcours belassen.
- Weitere Informationen: MadOnion.com [22]
- Download: - keine Demo verfügbar -
Sysmark 2002
Angaben in Punkten
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Wenn dem Athlon XP Prozessors ein praxisnaher Test überhaupt nicht liegt, dann ist es sicherlich die Sysmark. Selbst der Abstand zum P4 2,53 mit DDR333 ist noch gewaltig. In wie fern hier eine angebliche Optimierung zu Gunsten des P4 eine Rolle spielt, bleibt angesichts der Ergebnisse fast nicht nur eine mögliche Schlussfolgerung. In Sysmark ergibt sich eine Leistungssteigerung die mit 6,2 Prozent im Rahmen der bisherigen Testergebnisse ausfällt. Asus und EPoX trennen hier 7 Punkte, was in etwa dem Leistungssprung beim Wechseln vom Athlon XP 2200+ auf 2400+ entspricht.
Sysmark 2002 Detail
Angaben in Punkten
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Schlüsselt man die Ergebnisse etwas weiter auf, so wird deutlich, dass der Pentium 4 vor allem im Internet Content Creation die Nase weit vorne hat. Bei der Office Content Creation kann der Athlon jedoch etwas aufholen. Nicht ganz unschuldig am Vorsprung des Pentium 4 ist hier Rambus. Der Einsatz von DDR333-Speicher sorgt für einen leichten Leistungsrückgang, allerdings ist der Vorsprung gegenüber den ersten Athlons selbst in diesem Fall noch recht deutlich.
Winace 2.11
- Neben dem wohl verbreitetsten Packformat *.zip dürfte das *.ace-Format sicherlich das beliebteste sein. Erstellt wird es in erster Linie durch den grafisch übersichtlichen und recht flinken Packer WinACE. Neben der Performance der Festplatte spielt auch beim Encoden einer gepackten Datei die Rechenleistung der CPU und erneut das Zusammenspiel aus Speicher und CPU eine wichtige Rolle. In unserem Test gilt es, mit WinACE 2.11 eine Wave-Datei (200MB) bei maximaler Kompressionsstufe zu komprimieren.
- Weitere Informationen: WinAce.com [23]
- Download: ComputerBase.de [24]
WinACE 2.11
Angaben in Minuten, Sekunden
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Beim Packen scheinen die Pentium 4 Prozessoren fast schon übermächtig. Gegen PC4200 Rambus hat keiner der Athlon eine Chance. Der XP2800+ ordnet sich direkt hinten den Pentium 4 Plattformen mit RIMM4200 ein. Er ist in der Lage, den Packvorgang 23 Sekunden früher zu beenden als der XP2600+. Auf der Asus-Plattform sind es leider nur wenige Sekunden. Dies zeigt einmal mehr, wie wichtig das Mainboard bzw. das richtige BIOS bei den neuen Prozessoren ist.
Lame 3.91
- Die zweite Disziplin, die beim Encoding anstand, war das dynamische Umwandeln einer 100 MB WAV-Datei in das MP3 Audioformat. Hierfür kam das Programm Lame 3.90 zum Einsatz, das lediglich MMX unterstützt. Das Programm wurde mit den Parametern -v -V 0 gestartet. Dadurch wird eine MP3-Datei mit variabler Bitrate zwischen 160 kbps und 320 kbps erstellt.
- Weitere Informationen: mp3dev.org [25]
- Download: riphelp.com [26]
Lame 3.91
Angaben in Minuten, Sekunden
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Ohne die Multimediaerweiterung SSE2 liegen hier P4 und XP ungefähr gleich auf. Die Leistung der Prozessoren unterscheidet sich größtenteils nur um ein paar Sekunden und so liegen Athlon XP 2700+ und Pentium 4 2,8GHz mit PC3200 gleich auf. Alles in allem stellt Lame damit einmal mehr unter Beweis, welche untergeordnete Rolle hier der Speicher spielt. Der Takt des XP2800+ reicht aus, um den Prozessor in Lame noch vor den Pentium4 2,8 zu bringen. Mit SSE2-Erweiterung würde das Ergebnis dennoch anders ausfallen.
Magix MP3 Maker 3.04
- Um das Audio-Encoden nicht zu einseitig zu betrachten, kam in diesem Vergleichstest noch der Magic Music Maker zum Einsatz. Zum Glück des Pentium 4 bietet dieser volle SS2 Unterstützung. Wir haben auch hier die 100 MB WAV-Datei gewählt, die bereits bei Lame zum Einsatz kam.
- Weitere Informationen: Magix.com [27]
- Download: Magix.com [28] (eingeschränkte Demoversion)
Magix MP3 Maker Platinum
Angaben in Punkten
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Welche Auswirkung die konsequente Unterstützung von SEE2 bietet, zeigt dieser Benchmark eindrucksvoll. Der Pentium 4 2,8GHz ist sogar gut 50% schneller als ein Athlon XP 2200+. Der Athlon XP 2700+ kommt hier nicht einmal an den P4 mit 2,4 GHz heran, der XP2800+ ist nur leicht schneller.
FlaskMPEG
- Natürlich durften die Prozessoren auch zeigen, was beim Encoden von Videos in ihnen steckt. Hierfür durfte jeder der Kontrahenten ein 451MB großes MPEG1 Video mittels Flask in das DiVX (MPEG4) Format bringen. Die im Durchschnitt erreichte Framerate wurde auf Papier festgehalten. Es wurde mit High Quality Bikubischer Filterung gearbeitet, wobei lediglich der Video-Stream bearbeitet wurde. Der Audiostream blieb dagegen unverarbeitet. Als iDCT kam MMX zum Einsatz, da alle Testkandidaten diese Multimedia Befehlserweiterung voll unterstützen.
- Weitere Informationen: FlaskMPEG.net [29]
- Download: FlaskMPEG.net [30]
Flask - MPEG4 Encoding
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Die Erhöhung des Front-Side-Buses auf 166MHz lässt die Frameraten mit dem Athlon XP in ungeahnte Höhen klettern. Ganze 7 Frames pro Sekunde mehr lassen sich mit dem Athlon XP 2700+ erreichen, sogar 8 Frames mehr sind es mit dem XP 2800+. Damit kann der Prozessor sogar den Pentium 4 2,8GHz mit etwas langsameren Rambus schlagen, zu RIMM4200 fehlt auch nicht mehr viel. Alles in allem sehen wir hier eine Leistungssteigerung von 8,7 Prozent. Asus und EPoX trennen ungefähr 5 Bilder pro Sekunde.
Seti@Home
- Besonders stolz bei unserem Vergleichtest sind wir natürlich auf die Einbeziehung des Textclienten von Seti@Home (3.03). Aufgrund der langen Laufzeit sollte sich hier ein klares Bild über die Leistung der einzelnen Prozessoren ergeben. Um die Ergebnisse vergleichbar zu halten, kam immer die gleiche Work Unit mit einer Angle Range von 0,417 zum Einsatz.
- Weitere Informationen: ComputerBaseTeam.de [31]
- Download: berkeley.edu [32]
Seti@Home
Angaben in Stunden, Minuten
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Die neuen von AMD machen sich in Seti ausgezeichnet. Der neue Spitzenreiter lautet AthlonXP 2800+ gefolgt vom AthlonXP 2700+. Knapp 6 Minuten schneller als der Pentium 4 2,8GHz kann der XP2800+ die komplette Workunit bearbeiten.
Cinema4D XL R7
- Cinema 4D XL7 gehört zu den ausgewachsenen Rendering-Programmen a la 3D Studio Max. Für den Privatanwender praktisch unerschwinglich, bietet es dem Profi unendliche Möglichkeiten in den Welten des 3D-Renderings und der Animation. Auch hier spielt das Zusammenspiel zwischen Prozessor, Northbridge (Chipsatz) und Speicher erneut eine übergeordnete Rolle.
- Weitere Informationen: Maxon.de [33]
- Download: Maxon.de [32] (eingeschränkte Demoversion)
Cinema4D XL R7 - 3DRendering
Angaben in Minuten, Sekunden
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Auch in Cinema 4D XL R7 gibt es einen neuen Spitzenreiter. Der alte Athlon mit 133MHz FSB wird von den neuen Athlon mit 166MHz FSB abgelöst. Insgesamt lassen sich hier 5 Sekunden sparen.
Lightwave 7.5
- LightWave in der Version 7.0b schlägt in dieselbe Bresche wie Cinema 4D XL7. Allerdings haben die Entwickler den Kernel um den Befehlssatz SSE2 erweitert und somit für den Intel Pentium 4 optimiert. Neben Cinema 4D ermöglicht uns LightWave also eine zweite, aussagekräftige Benchmarkplattform.
- Weitere Informationen: LightWave3D.com [34]
- Download: - keine Demo verfügbar -
Lightwave 7.5 - 3DRendering
Angaben in Sekunden
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Wieder einmal wird hier auf den ersten Blick klar, dass es sich bei LIghtwave eindeutig um ein Heimspiel für den Pentium 4 handelt. Der schnellste Athlon ist noch deutlich abgeschlagen. Hier zeigen sich eindrucksvoll die Auswirkungen einer voll Pentium 4 optimierten Software.
Leistungsrating
Sicherlich sind die vielen Zahlen nicht auf den ersten Blick komplett überschaubar. Aus diesem Grund setzen wir auch in diesem Artikel wieder auf das zuletzt eingeführte Leistungsrating der Prozessoren. Hierbei soll es nicht um einen Wert gehen, der mit einer bestimmten Taktfrequenz irgendeines Prozessors äquivalent ist. Unser Leistungsrating stellt eine prozentuelle Leistungsabstufung dar. Ein Prozessor, der in allen Benchmarks der Spitzenreiter war, erhält eine Wertung von genau 100 Punkten. Für jeden Benchmark wird diese Wertung einzeln berechnet. In das Leistungs-Rating fließt aus jedem Benchmark nur ein Wert ein, auch wenn im Rahmen des Tests mehrere Ergebnisse veröffentlicht wurden. Dies trifft beispielsweise auf Quake 3 zu, wo in zwei Auflösungen getestet wurde. Die Ergebnisse von Sandra 2002 haben keinen Einfluss auf die Bewertung. Mit der Rating-Version 1.5 fließt auch UT2003 in das Ergebnis ein, dafür wurde Lightwave 7.5 gestrichen. Zu diesem Schritt haben wir uns nach langen Überlegungen entschlossen, da hier der P4 mit einem Vorsprung von gut 30% exorbitant gut aus dem Rennen ging und das gesamte Leistungsrating um ganze 2% verschob, obwohl unsere Leser einem solchen Rendering-Programm sicherlich im Schnitt keine derart große Bedeutung zukommen lassen würden. Für alle anderen sei angemerkt: Mit Lightwave liegen praktisch alle P4 gut 2% besser in der Wertung.
Leistungsrating v1.5
Angaben in Prozent
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Unangefochten an der Spitze dreht der Pentium 4 mit 2,8GHz und PC4200 seine Runden. Alles in allem wird der Athon seiner Modellnummer gerecht, so kann der Athlon XP 2800+ nun fast mit dem P4 2,66 GHz gleichziehen, der darüber hinaus noch über deutlich schnelleren Rambus verfügt. Vergleicht man DDR333 mit DDR333 so liegt der XP 2800+ sogar ganz leicht vor dem vor Pentium 4 2,8GHz. Beachtlich ist auch die Tatsache, dass auf 1,5 Prozent Prozessortakt am Ende 5 Prozent mehr Leistung beim XP2700+ heraus gekommen sind. Die 5,5 Prozent mehr Takt des XP2800+ werden in ungefähr 7 Prozent mehr Power umgesetzt. Dieses Bild zeigt sich jedoch nur dann, wenn ein Mainboard zum Einsatz kommt, das auf ganzer Linie mit dem FSB166 überzeugen kann. Andernfalls kann es schnell passieren, dass am Ende nur die Leistungsvorteile des höheren Prozessortaktes, so geschehen beim A7V333, zur Geltung kommen.
Der derzeit schnellste Athlon ist somit alles in allem nur noch ca. 4 Prozent langsamer als die schnellste Intel-Kombination, bestehend aus Pentium 4 2,8GHz und PC4200. Als der XP2600+ noch das schnellste von AMD war, betrug der Abstand noch 11 Prozent.
Preisrating
Werfen wir nun einen Blick auf die aktuell gültigen Großhandelspreise, die sich seit dem letzten Review, ohne viel vorweg nehmen zu wollen, überhaupt nicht verändert haben.
Großhandelspreise
Angaben in Dollar
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Wie bereits erwähnt, hat sich seit der Einführung der neuen Prozessoren sowohl bei Intel als auch bei AMD bei den Großhandelspreisen nichts getan. Dies bedeutet auch, dass AMD mit der Einführung des Athlon XP 2700+ und 2800+ deutlich mehr Geld verlangt als bisher für den XP 2600+, der bislang übrigens ebenfalls nicht im Handel verfügbar ist. Mit 397 US-Dollar ist der XP 2800+ so teuer, wie es schon lange kein Rechenknecht von AMD bei der Produkteinführung mehr war. Insgesamt 100 Euro mehr als für den bisher schnellsten Athlon.
Endkundenpreise
Angaben in Euro
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Es vollziehen sich interessante Sachen im Hause AMD. Nicht nur, dass die Prozessoren immer teurer werden, so werden sie auch immer knapper. Während sich die Hersteller beim XP2600+ noch getraut haben, diesen in ihren Listen zu führen, auch wenn man ihn bislang noch nicht liefern kann, so lässt man von den noch schnelleren Varianten gleich die Finger. Das ist auch besser so, denn im Einzelhandel werden wir den 2700+ erst Ende 2002, den 2800+ sogar erst Anfang 2003, sehen. Mehr als einen Paper-Launch stellen die neuen Prozessoren deshalb bisher noch nicht dar.
Das Preisrating stellt alle CPUs und deren Preis in Relation zu dem teuersten Prozessor, in diesem Fall dem Pentium 4 2,8GHz, dar. Ein Athlon XP 2200+ kostet demnach umgerechnet 31,26% des Intel-Flaggschiffs.
Preisrating
Angaben in Prozent
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Alles in allem ist der neue Athlon XP als "teuer" einzustufen. Außerdem ist er zudem noch sehr schwer bis gar nicht zu bekommen.
Preis-Leistungs-Rating
Nachdem wir uns nun bereits mit der Leistung und den Preisen beschäftigt haben, müssen diese beiden Ergebnisse nur noch zusammengeführt werden und schon erhalten wir das Preis-Leistungs-Rating aller getesteten Prozessoren. Hierbei ist allerdings zu beachten, dass es sich um die reine Relation Geschwindigkeit:Preis handelt, wobei sich der Preis hier auf den einer einzelnen CPU und nicht auf den eventuellen Anteil am Preis eines Komplettsystems bezieht. Ebenso fließen kostspielige Extras wie der Thermal Monitor oder der Heatspreader des P4 sowie andere, qualitativ unterschiedliche Aspekte nicht in das Rating mit ein. Diese Extras sollte man bei der Betrachtung der Ergebnisse aber durchaus im Hinterkopf behalten.
Preis-Leistungs-Rating
Angaben in Punkten
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Da uns von den neuen Athlon XP Prozessoren leider kein Preis vorlag, war es uns im Rahmen unseres Tests nicht möglich, diesen eine Preis-Leistungs-Bewertung zu erteilen. Aufgrund der zu erwartenden Preise werden sich diese jedoch irgendwo hinter dem Athlon XP 2600+ einordnen müssen.
Fazit
Angesichts der Tatsache, dass das vor sechs Wochen vorgestellte Modell 2600+ noch gar nicht und die Version 2400+ erst vereinzelt im Handel aufgetaucht ist, kann man bei dieser Präsentation schon von einer Überraschung sprechen.
Neben der obligatorischen Takterhöhung hat man diesmal jedoch endlich den Schritt der Erhöhung des Front-Side-Bus gewählt und somit zumindest eine Bremse der Athlon-Architektur gelockert. Was auch immer im Vorfeld über diese Veränderung berichtet wurde: Dem Athlon XP hilft sie teilweise doch recht gewaltige auf die Sprünge. Bei einem FSB von 133MHz käme die CPU den Kontrahenten aus dem Hause Intel bei weitem nicht so nahe, wie dem nun der Fall ist. Ansatzweise können dies die Ergebnisse des A7V333 andeuten. Woran es nun genau liegt, dass bestimmte Bios-Versionen mit bestimmten CPUs dem FSB333 einen Nutzen abgewinnen können, konnten wir zwar noch nicht genau ergründen. Dass eine exzellente Implementierung dieses Features jedoch erste Voraussetzung für ein gutes Auftreten der neuen CPUs ist, dürfte nach unserem Review klar sein. Auf Mainboards, die hier nur gebremst zur Tat schreiten, verschenken die Prozessoren einfach zu viel Leistung, als dass man die doch recht hohe Investition wirklich rechtfertigen könnte. Gerade die Chipsätze KT400 und nForce 2 versprechen hier jedoch Abhilfe - vielleicht bekommen sie somit ja doch noch ihre Legitimation. Nicht unbeachtet sollte man in diesem Zusammenhang vielleicht die Besitzer älterer Platinen mit KT133(A) und KT266(A) und den entsprechenden Konkurrenzprodukten lassen. Denn hier werden die CPUs wenn überhaupt nur durch Übertaktung des Chipsatztes zum Leben erweckt werden, sodass für diese Zielgruppe ein Mainboardneukauf wohl unumgänglich ist. Schon beim Umstieg auf den Thoroughbred-Kern war dies für einige Kunden ein zwingend notwendiger Schritt, sodass man die Aussage "Die AMD-Platform läuft seit Jahren ohne Neukauf mit allen CPUs" etwas mit Vorsicht genießen sollte.
Ohne Frage, mit den CPUs meldet sich AMD nun wirklich erneut im Rennen um die Performance-Krone zurück. Der XP2800+ liegt im Endeffekt mit dem P4 2,8GHz in Kombination mit DDR333 gleichauf und auch der XP2700+ liegt mal wieder rein zufällig in der Region, die sein Rating in Relation zum Intel-Prozessor vermuten läßt. Spitzenreiter bleibt aber auch weiterhin der Pentium 4 2,8GHz mit Rambus 1066. Zwei momentan nicht wirklich einzuschätzende Mankos gibt es jedoch noch. Zum einen kann über die ersten Straßenpreise vorerst nur gemutmaßt werden und hier scheint sich ein neuer Rekord abzuzeichen. Zum anderen wird wohl die tatsächliche Markteinführung eine wichtige Rolle spielen. Sollten die CPUs noch dieses Jahr auf den Markt kommen, dürfte sich das Blatt wieder ein Stückchen AMD zuwenden. Sollten sich die Prozessoren jedoch noch länger verzögern, dann helfen die verlockenden Benchmarkdiagramme wohl kaum noch. Denn dann wird Konkurrent Intel wohl bereits mit 3,X GHz Modellen auf dem Markt sein und den alten Abstand wieder hergestellt haben.
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