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Test: Celeron mit 2.0 GHz

von Thomas Hübner

Vorwort

Früher, als alles noch besser war, da genoß der Celeron nach der zuerst mißglückten Markteinführung eines Modells ohne L2-Cache einen vorzüglichen Ruf. Akzeptable Geschwindigkeit zu einem außerordentlich niedrigen Preis verhalfen der CPU gepaart mit der oftmals exzellenten Übertaktbarkeit zu einem ehrenvollen Ansehen. Mit den Modellen auf Basis des Pentium III Tualatin, die sich zu ihrem großen Bruder nur noch durch den FSB (100MHz anstatt 133MHz), sowie die deaktivierte HW-Prefetch Einheit und nicht mehr durch den Speicher unterschieden, erreichte die Leistungsfähigkeit des Celerons neue Maßstäbe.

Doch der PIII und somit auch sein Budget-Ableger haben abgedankt - der P4 bestimmt den Markt und seit einigen Monaten gibt es auch hier einen Celeron-Ableger, der den anfänglich noch genutzten Willamette-Kern abgeschüttelt hat und nun im Gewande des für den Pentium 4 mit 2,8GHz erschaffenen nC1-Steppings daherkommt. Lediglich der L2-Cache fällt mit 128KB um 75% kleiner aus.

Eine Parallele zu seinen Urahnen, den ersten Celerons auf PII-Basis, scheint der Celeron jedoch mit allen Mitteln aufrecht halten zu wollen: Sein Ruf ist schlecht. Warum dem so ist und wieso Intel womöglich trotzdem an der Produktion der CPUs festhält, wollen wir in diesem Review klären.

Warum Celeron? Unser fiktiver Blick in eine "Fab" des Prozessorgiganten könnte hier, wenn auch rein hypothetisch, eine logische Erklärung bieten.

Zitat

Fiktion: Mitarbeiter M. schiebt zügig einen ganzen Wagen defekter Northwood-Kerne in einen der riesigen Lagerräume der Fabrik. Es ist schon schade, denkt er sich. Nur wegen kleinster Unreinheiten sind Teile des hochkomplexen L2-Cache defekt und der Prozessorkern somit für den in der 0,13µm-Fertigungs-Technolgoie gefertigten Pentium 4 unbrauchbar. Einzig und allein das quietschen der Wagenräder begleitet ihn auf seinem Weg zum Lagerraum „Intel Confidential - CC1“, der nach einem kurzen Fußmarsch auch schnell erreicht ist. Er zückt seine Zugangskarte, so wie er es hunderte Male getan hat und deponiert weitere 200 defekte Prozessor-Kerne. Endlich ist das Lager voll, denkt er sich und macht sich sofort zum Werksleiter auf, um diesem Bericht zu erstatten: „Lager Intel Confidential - CC1 ist nun, wie angeordnet, mit defekten Prozessorkernen gefüllt“. Woraufhin dieser diabolisch beginnt zu lachen und verkündet: „Das Werk ist vollbracht“. Zwei Wochen später folgt die Bekanntgabe „Intel gibt Verfügbarkeit des neuen, in 0,13µm gefertigten, Intel Celeron Prozessors auf Basis der Netburst-Architektur mit 128kB L2-Cache bekannt.“ Nun war auch Mister M. alles klar. Was für den Pentium 4 nicht gut genug ist, ist für den Celeron gerade recht.

Wie gesagt, dieses Szenario ist rein spekulativ. Angesichts der von uns in diesem Review erzielten Ergebnisse ist jedoch davon auszugehen, dass Intel für eine derartige CPU und bei eher geringen Absatzzahlen keine zusätzlichen Fertigungsanlagen laufen läßt. Der Griff nach aussortierten Pentium-4 DIEs scheint hier angebracht.

Intel Celeron 2 GHz von oben
Intel Celeron 2 GHz von oben
Intel Celeron 2 GHz von unten
Intel Celeron 2 GHz von unten
Intel Celeron 2 GHz mit Kühler
Intel Celeron 2 GHz mit Kühler

Wir haben uns des neuesten Modells mit 2,0GHz angenommen, um zu zeigen, wie sich der Prozessor bei einem Takt von 2,0, 2,66 und 3,0 GHz bei einem Viertel des L2-Caches des vollwertigen Pentium 4 (Northwood-Kern) schlagen kann. Denn wenn man dem Celeron auf nC1-Basis etwas nicht nachsagen kann, ist es eine schlechte Übertaktbarkeit.

Lesezeichen

Da in diesem Artikel im Technik-Teil mitunter auf bestehendes Wissen aus älteren Prozessortests zurückgegriffen wird, ist es für alle, die etwas "mehr" wissen möchten, keinesfalls verkehrt, einen Blick in unsere letzten Berichte zu werfen.

Wer darüber hinaus noch an der Prozessor-Geschichte von AMD und Intel interessiert ist, wird an den Artikeln „Intels Prozessor History - Der Weg vom Intel 4004 bis zum Pentium 4 [8]“ und „AMD Prozessor History - Ein Überblick vom K5 bis zum Athlon XP [9]“ seine wahre Freude haben.

Geschichte

Das von uns geschilderte, wenn auch fiktive Geschehen, ist dabei nicht einmal von so weit her geholt. In der Geschichte der Celeron-Prozessoren wurden nämlich mit Ausnahme des Mendocino-Celerons immer abgespeckte Prozessorkerne des Pentium genutzt. Insgesamt gab bzw. gibt es teilweise völlig verschiedene Prozessoren, die auf den Namen Celeron hören mussten. Ansatzweise sind wir bereits in unserer Intels Prozessor-Geschichte [7] darauf näher eingegangen und möchten dies im folgenden Abschnitt noch einmal für den abgespeckten Willamette und Northwood Kern des Pentium 4 tun.

Eine Frage des Cores

Auch wenn viele verschiedene Prozessor-Kerne auf den Namen Celeron hören mussten, so haben sie doch alle eins gemeinsam: Es handelt sich ausnahmslos um kastrierte Pentiums, den Mendocino mal außen vor gelassen. Hierzu eine kleine Übersicht:

Die Celerons im Überblick
Fertigung L2-Cache Systemtakt Sockel
Technologisch vergleichbar mit: Pentium II
Covington 0,35/0,25 keinen 66 MHz Slot 1
Mendocino 0,25 128kB 66 MHz Slot 1 / Sockel 370
Technologisch vergleichbar mit: Pentium III
Coppermine-128 0,18 128kB 66/100 MHz Sockel 370
Tualatin-256 0,13 256kB 100 MHz Sockel 370
Technologisch vergleichbar mit: Pentium 4
Willamette-128 0,18 128kB 400 MHz Sockel 478
Northwood-128 0,13 128kB 400 MHz Sockel 478

Um einen "Pentium" unter dem Celeron-Label zu verkaufen, beraubte man ihn um einen Teil des essentiell wichtigen L2-Speichers und verpasste ihm meistens einen geringer getakteten Systemtakt (Front-Side-Bus). Während die Pentium III bereits mit einen FSB von 133 MHz arbeiteten, erhöhte man diesen beim Celeron von 66 auf 100 MHz. Diese Pauschalisierung trifft natürlich auch auf die neuen Celerons zu, die für den Sockel 478 vorgesehen sind und auf der Netburst-Architektur des Pentium 4 [10] basieren.

Während die ersten Modelle mit 1,7 und 1,8 GHz noch auf den Willamette-128 Kern basierten, vollzieht Intel mit dem 2,0 GHz Celeron nun auch hier den Wechsel auf die feinere Fertigungstechnologie, wie man es bei dem Pentium 4 bereits Anfang 2002 tat [5]. Damit wird es für Intel möglich, den Prozessortakt ohne größere thermische Probleme deutlich anzuheben und dabei eine geringe Verlustleistung zu entwickeln. Durch die feine Fertigung und die dadurch kürzen Leiterbahnen hat sich auch die Signalqualität verbessert, wodurch man auch die Prozessorspannung marginal von 1,565 auf 1,525 Volt senken konnte. Während die Ausgangsspannung völlig untypisch für den Willamette-Kern ist, der Pentium 4 wurde hier mit 1,75 Volt betrieben, so sind die 1.525 des neuen Celerons typisch für den neuen Northwood-Kern.

Jeder, der unser Review des 2.8 GHz Pentium 4 [2]aufmerksam gelesen hat, wird bereits wissen, was das Besondere am neuen Celeron ist. Denn der beim 2.0GHz Modell zum Einsatz kommende Prozessor-Kern basiert bereits auf dem allerneuesten Northwood-Stepping [11], das für Taktraten bis 3 GHz ausgelegt wurde und zudem um einige "Erata" (Fehler) bereinigt wurde. Der Celeron 2.0GHz eignet sich somit ausgezeichnet zum Übertakten.

Eine Frage der CPU

Für alle Freunde der schnörkellosen Theorie wollen wir, bevor es ans Eingemachte geht, nochmals einen Blick auf die Eckdaten der Kontrahenten werfen.

Die Prozessoren im Überblick
Merkmale Pentium 4 Celeron Celeron Athlon XP
Kern Northwood Tualatin-256 Willamette-128
Northwood-128
Palomino
Thoroughbred "A/B"
Front-Side-Bus 400 MHz QDR
533 MHz QDR
100 MHz 400 MHz QDR 266 MHz DDR
333 MHz DDR
Fertigung 0,13µm 0,13µm 0,18mµ
0,13µm
0,18µm
0,13µm
Sockel Sockel 478 Sockel 370 Sockel 478 SockelA
Taktrate (Stepping) 400MHz QDR
1600 MHz
1800 MHz
2000 MHz
2200 MHz
2400 MHz
2500 MHz (nC1)
2600 MHz (nC1)

533MHz QDR
2266 MHz
2400 MHz
2533 MHz
2666 MHz (nC1)
2800 MHz (nC1)
1000 MHz
1100 MHz
1200 MHz
1300 MHz
1400 MHz
1700 MHz
1800 MHz
2000 MHz
DDR266
1333 MHz (1500+)
1400 MHz (1600+)
1466 MHz (1700+)
1533 MHz (1800+)
1600 MHz (1900+)
1666 MHz (2000+)
1733 MHz (2100+)
1800 MHz (2200+)*
2000 MHz (2400+)**
2133 MHz (2600+)**

DDR333
2133 MHz (2700+)**
2200 MHz (2800+)**

*Thoroughbred "A"
**Thoroughbred "B"
Transistoren 55 Millionen unbekannt unbekannt 37,5 Millionen
DIE-Size 146 mm2
131mm² (nC1)
unbekannt unbekannt 128 mm2
80 mm2 (T-Bred "A")
84 mm2 (T-Bred "B")
L1-Execution-Cache 12.000 µ-Ops 16 KB 12.000 µ-Ops 64 KB
L1-Daten-Cache 8 KB 16 KB 8 KB 64 KB
L1-Takt CPU-Takt CPU-Takt CPU-Takt CPU-Takt
L2-Cache 512KB 256KB 128KB 256KB
L2-Anbindung 256 Bit 256 Bit 256 Bit 64 Bit
L2-Cache-Takt CPU-Takt CPU-Takt CPU-Takt CPU-Takt
HW Data Prefetching Ja Nein (Deaktiviert) Ja Ja
VCore 1,5 Volt
1,525 Volt (nC1)
1,475 Volt
1,500 Volt
1,565
1,560
1,525 Volt
1,75 Volt
1,65 Volt
Befehlssätze MMX
SSE / SSE2
MMX
SSE
MMX
SSE / SSE2
MMX / 3DNow!
3DNow!+ / SSE
Temperatur Diode Ja Ja Ja Ja
Multiprozessor-fähig Nein Nein Nein Nein
CPU-Architektur 20-stufige Pipeline 10-stufige (FPU)
10-stufige (ALU)
Pipeline
20-stufige Pipeline 15-stufige (FPU)
10-stufige (ALU)
Pipeline

Bereits auf den ersten Blick wird klar, dass der neue Celeron bis auf den um 75% kleineren L2-Cache ein echter Pentium 4 ist. Über die Angaben über die Transistor-Menge und die DIE-Größe schweigt sich Intel jedoch aus. Wahrscheinlich gibt es hier jedoch keine Abweichungen zum wahren Pentium 4, bis auf die Tatsache, dass ein Teil des L2-Cache deaktiviert wurde und somit nicht alle Transistoren genutzt werden.

Leistungsaufnahme

Höhere Taktraten sind ja schön und gut, wenn da nur nicht das Problem mit der ebenfalls zunehmenden Leistungsaufnahme wäre. Denn was die Prozessoren an Strom durch ihre Schaltkreise laufen lassen, wird unweigerlich in Wärme umgewandelt. Wäre die Welt nicht schön, wenn es keine Verlustleistung (hervorgerufen durch den ohmschen Widerstand der Leitungen) gäbe? Leider sind wir noch nicht so weit und so müssen die Prozessor-Hersteller mit allen Mitteln verhindern, dass ihr nächster Bolide ein 100 Watt fressendes Monster wird.

Leistungsaufnahme

Pentium 4 1,8A (Northwood nB0)
49,6
Pentium 4 2,0A (Northwood nB0)
52,4
Celeron 2,0 GHz (Northwood-128)
52,8
Pentium 4 2,2 (Northwood nB0)
55,1
Pentium 4 2,26 (Northwood nB0)
56,0
Pentium 4 2,4 (Northwood nB0)
57,8
Pentium 4 2,53 (Northwood nB0)
59,3
Pentium 4 2,6 (Northwood nC1)
62,6
Athlon XP1600+ (Palomino)
62,8
Celeron 1,7 GHz (Willamette-128)
63,5
Athlon XP1700+ (Palomino)
64,0
Athlon XP 2400+ (Thoroughbred B)
65,3
Athlon XP1800+ (Palomino)
66,0
Pentium 4 2,66 (Northwood nC1)
66,1
Celeron 1,8 GHz (Willamette-128)
66,1
Athlon XP2200+ (Thoroughbred A)
67,9
Athlon XP1900+ (Palomino)
68,0
Athlon XP 2600+ (Thoroughbred B)
68,3
Athlon XP 2700+ (Thoroughbred B)
68,3
Pentium 4 2,8 (Northwood nC1)
68,4
Athlon XP2000+ (Palomino)
70,0
Athlon XP2100+ (Palomino)
72,0
Athlon 1,4 GHz (Thunderbird)
72,1
Athlon XP 2800+ (Thoroughbred B)
74,3
Pentium 4 2,0 (Willamette)
75,3
Angaben in Watt (W)

Wie man auf den ersten Blick erkennen kann, hat sich der Wechsel des Prozessorkerns beim Celeron wirklich bezahlt gemacht. Trotz eines deutlich höheren Taktes verbraucht er über 10 Watt weniger als das alte Modell mit Willamette-Kern.

Overclocking

Nur selten hat ein neuer Prozessor soviel Overclocking-Potential mit sich gebracht, wie der neue 2.0GHz Celeron. Da in ihm der Prozessor-Kern und das Stepping eines wesentlich höher getakteten Modells, nämlich des 2.8GHz Pentium 4, zum Einsatz kommt, ist auch der Celeron für diese Taktraten wie geschaffen.

Da bei den Prozessoren von Intel bekanntlich alle Prozessoren auf ihren Mutliplikator fest eingestellt sind, beim Celeron ist er auf 20x gesetzt, und eine Veränderung des Multiplikators über das Bios nicht möglich ist, bleibt nur der Weg über die Erhöhung des Front-Side-Bus. Da alle aktuellen Mainboards für den Sockel 478 einen Front-Side-Bus von 133 MHz anbieten, ohne dass hierbei andere Komponenten außerhalb ihrer Spezifikationen betrieben werden, haben wir unser Glück zuerst mit 20x133MHz, also einem Prozessortakt von 2,66 GHz versucht, eine Erhöhung der Prozessorspannung war nicht notwendig. Als Speichertakt wählten wir 166 MHz (DDR333). Ein Betrieb unter Verwendung eines normalen Intel Boxed Kühlers stellte uns vor keinerlei Stabilitätsprobleme. Alle Benchmarks konnten ohne Abbruch oder Hänger durchlaufen werden. Im Allgemeinen scheint dies der ideale Takt für den Celeron und die Mainboardkomponenten zu sein.

Celeron 2 GHz auf 2,66 GHz
Celeron 2 GHz auf 2,66 GHz
Celeron 2 GHz auf 2,8 GHz
Celeron 2 GHz auf 2,8 GHz
Celeron 2 GHz auf 3,0 GHz
Celeron 2 GHz auf 3,0 GHz

Doch der Celeron kann noch mehr. Bis 2,8 GHz konnten wir bei leicht erhöhter Prozessor-Spannung mit Standard-Kühlung gehen. Der Front-Side-Bus durfte in diesem Fall mit 140 MHz ackern. Dank unseres Mainboards ließ sich der Takt des AGP und PCI-Buses fixieren, so dass letztendlich nur der Prozessor und der Speicherkontroller außerhalb des vorgeschriebenen Rahmens betrieben wurden. Selbst 3,0GHz willigte der Celeron mit Boxed-Lüfter in Windows noch ein. Allerdings war hier das System nicht als völlig stabil zu bezeichnen - so liefen Cinema 4D, FlaskMPEG, PCMark2002 sowie Lightwave nur mit einem verbesserten Kühler in Form eines Magnum Wasserkühlers [12] stabil. Bei Sysmark mussten wir sogar auf einen Frontside-Bus von 149 MHz zurückgehen, da Adobe Premiere unter keinen Umständen durchlaufen wollten. Allerdings sollte man nicht vergessen, dass der Speicher mit DDR400 betrieben wurde, was ebenfalls alles andere als ohne ist.

Ein erfolgreicher Power-On-Self-Test war übrigens bis 3,17 GHz mit entsprechender Kühlung möglich. Doch so oder so sind die erzielten Ergebnisse mit dem Celeron beeindruckend. Eine Takterhöhung über 800 MHz, also 40 Prozent, war mit der Intel Boxed Kühlung ohne Stabilitätseinbußen möglich und selbst bei einem 50 Prozent höheren Takt war ein Arbeiten weitestgehend möglich.

Bei alledem sollte man einen Fakt im Hinterkopf behalten: Ein Pentium 4 mit 2.8 GHz und C1-Stepping lässt sich mitunter stabil auf 3,2 GHz und Lüftkühlung betreiben. Es ist also durchaus klar, dass beim Celeron nicht gerade die reinsten und besten Prozessorkerne zum Einsatz kommen.

Testsystem

Die Tests der Intel Prozessoren wurden auf einem Asus P4PE mit dem neuen i845PE Chipsatz durchgeführt, der auch für den Celeron eine ausgezeichnete Basis darstellte. Die Boliden der Konkurrenz durften auf einem A7V333 zeigen, was in ihnen steckt.

Die onboard Komponenten unserer verschiedenen Testplattformen wie RAID, Audio oder USB2.0 wurden deaktiviert. Bei einigen Tests wurden einige Komponenten, falls für den Test notwendig, aktiviert. Da unser A7V333 mit aktiviertem onboard Firewire ohne erkennbaren Grund ein bisschen schneller war also ohne, haben wir uns hier ausnahmsweise dazu entschieden, diese Funktion zu aktivieren.

Als Betriebssystem kam, wie bei uns üblich, Windows XP Professional in der englischen Original-Version zum Einsatz, welche auf den jeweiligen Plattformen nach der Installation aktiviert wurde. Wie bereits beim Pentium 4 2,8 GHz Review haben wir auch dieses Mal zur Asus V8460 mit GeForce4 Ti4600 gegriffen, um zu verhindern, dass die Grafikkarte zum bremsenden Element in unserem Testsystem wird.

Um etwaigen Fragen vorzubeugen, hier eine komplette Auflistung unseres Testsystems:

Benchmarks

Auch bei diesem Test haben wir keine Mühen gescheut, um die Leistung der neuen Prozessoren von möglichst vielen Seiten zu beleuchten. Wir haben uns jedoch dazu entschlossen, SPEC Viewperf 7.0 aus dem Vergleich zu nehmen, da mit Cinema 4D XL R7 und Lightwave 7.5 bereits zwei reale Anwendungen aus den 3D Render-Bereich vertreten waren. Neu hinzugekommen ist die Demo des Shooters Unreal Tournament 2003.

Nachfolgend eine kleine Übersicht:

Wer die Benchmarks bei sich zu Hause selbst einmal nachvollziehen möchte, der findet einen Großteil der oben aufgelisteten Testprogramme bei uns in der Downloadsektion [16]

Sisoft Sandra2002


Sandra Prozessor-Test

Sandra 2002 Arithmetic

 Dhrystone:
Celeron 3,00 GHz - DDR400*
5.892
Pentium 4 2,80 GHz - PC4200
5.520
Pentium 4 2,66 GHz - DDR333
5.413
Pentium 4 2,53 GHz - DDR333
5.085
Celeron 2,66 GHz - DDR333*
4.980
Athlon XP 2000+ - DDR333
4.433
Pentium 4 2,0A GHz - PC3200
3.899
Athlon XP 1700+ - DDR333
3.879
Celeron 2,00 GHz - DDR266
3.839
Athlon XP 1600+ - DDR333
3.687
Pentium 4 1,8A GHz - PC3200
3.417
 Whetstone:
Celeron 3,00 GHz - DDR400*
3.741
Pentium 4 2,80 GHz - PC4200
3.519
Pentium 4 2,66 GHz - DDR333
3.351
Celeron 2,66 GHz - DDR333*
3.331
Pentium 4 2,53 GHz - DDR333
3.179
Celeron 2,00 GHz - DDR266
2.510
Pentium 4 2,0A GHz - PC3200
2.473
Pentium 4 1,8A GHz - PC3200
2.228
Athlon XP 2000+ - DDR333
2.215
Athlon XP 1700+ - DDR333
1.919
Athlon XP 1600+ - DDR333
1.827
Angaben in Punkten

Im ersten, theoretischen Test macht der Celeron eine gute Figur, ist jedoch dem gleichgetakteten Pentium 4 unterlegen. Bei einem Takt von 3GHz kann er sogar den bisher schnellsten Pentium 4 schlagen.

Sandra Multimedia-Test

Sandra 2002 Multimedia

 Integer:
Celeron 3,00 GHz - DDR400*
11.979
Pentium 4 2,80 GHz - PC4200
11.250
Pentium 4 2,66 GHz - DDR333
10.706
Celeron 2,66 GHz - DDR333*
10.673
Pentium 4 2,53 GHz - DDR333
10.171
Athlon XP 2000+ - DDR333
8.837
Celeron 2,00 GHz - DDR266
8.021
Pentium 4 2,0A GHz - PC3200
7.957
Athlon XP 1700+ - DDR333
7.727
Athlon XP 1600+ - DDR333
7.359
Pentium 4 1,8A GHz - PC3200
7.154
 Floating-Point:
Celeron 3,00 GHz - DDR400*
14.862
Pentium 4 2,80 GHz - PC4200
13.962
Pentium 4 2,66 GHz - DDR333
13.291
Celeron 2,66 GHz - DDR333*
13.222
Pentium 4 2,53 GHz - DDR333
12.617
Pentium 4 2,0A GHz - PC3200
9.950
Celeron 2,00 GHz - DDR266
9.948
Athlon XP 2000+ - DDR333
9.772
Pentium 4 1,8A GHz - PC3200
8.942
Athlon XP 1700+ - DDR333
8.552
Athlon XP 1600+ - DDR333
8.145
Angaben in Punkten

Im Multimedia-Test treten keine neuen Erkenntnisse zu Tage. Allgemein steht der Celeron hier ganz gut da.

Sandra Speicher-Test

Sandra 2002 Speicherdurchsatz

 Int Buffered:
Pentium 4 2,80 GHz - PC4200
3.376
Celeron 3,00 GHz - DDR400*
3.016
Pentium 4 2,66 GHz - DDR333
2.576
Pentium 4 2,53 GHz - DDR333
2.572
Celeron 2,66 GHz - DDR333*
2.561
Athlon XP 2000+ - DDR333
2.060
Athlon XP 1700+ - DDR333
2.052
Athlon XP 1600+ - DDR333
2.050
Celeron 2,00 GHz - DDR266
2.036

Es ist schon bemerkenswert, wie Effektiv die Intel-Chipsätze in Verbindung mit dem Celeron/Pentium 4 doch arbeiten. Es werden fast die theoretischen Maximalwerte der jeweiligen Speichertechnologie (DDR266 = 2,1 GB/s, DDR333 = 2,7 GB/s, DDR400 = 3,2 GB/s) erreicht.

Madonion PCMark2002


PCMark 2002

 CPU Result:
Pentium 4 2,80 GHz - PC4200
6.956
Celeron 3,00 GHz - DDR400*
6.931
Pentium 4 2,66 GHz - DDR333
6.596
Pentium 4 2,53 GHz - DDR333
6.263
Celeron 2,66 GHz - DDR333*
6.133
Athlon XP 2000+ - DDR333
5.019
Pentium 4 2,0A GHz - PC3200
4.917
Celeron 2,00 GHz - DDR266
4.559
Pentium 4 1,8A GHz - PC3200
4.475
Athlon XP 1700+ - DDR333
4.454
Athlon XP 1600+ - DDR333
4.248
 RAM Result:
Pentium 4 2,80 GHz - PC4200
6.987
Pentium 4 2,66 GHz - DDR333
5.829
Celeron 3,00 GHz - DDR400*
5.684
Pentium 4 2,53 GHz - DDR333
5.509
Pentium 4 2,0A GHz - PC3200
5.046
Pentium 4 1,8A GHz - PC3200
4.908
Celeron 2,66 GHz - DDR333*
4.822
Celeron 2,00 GHz - DDR266
3.903
Athlon XP 2000+ - DDR333
3.424
Athlon XP 1700+ - DDR333
3.211
Athlon XP 1600+ - DDR333
3.175
Angaben in Punkten

Auch in der Theorie des PCMark2002 scheint dem Celeron der auf 128kb reduzierte Cache nicht all zu sehr zu schaden, wenngleich hier die Abstände zum gleichgetakten Pentium 4 größer ausfallen. Erstmals deutlich wird der Rückstand des Celerons im Speichertest von PCMark2002.

Madonion 3DMark2000


3DMark 2000

Pentium 4 2,80 GHz - PC4200
15.247
Pentium 4 2,66 GHz - DDR333
14.302
Pentium 4 2,53 GHz - DDR333
13.838
Athlon XP 2000+ - DDR333
13.134
Athlon XP 1700+ - DDR333
12.287
Athlon XP 1600+ - DDR333
11.878
Pentium 4 2,0A GHz - PC3200
11.531
Pentium 4 1,8A GHz - PC3200
10.616
Celeron 3,00 GHz - DDR400*
7.746
Celeron 2,66 GHz - DDR333*
7.301
Celeron 2,00 GHz - DDR266
5.602
Angaben in Punkten

Und da ist es auch schon passiert. Selbst bei einem Takt von 3GHz kann der Celeron hier rein gar nichts ausrichten. Spiele fordern nunmal in der Regel einen ausladenden Cache.

3DMark 2000 Teiltests


3DMark 2000 HPC

Pentium 4 2,80 GHz - PC4200
43.090
Pentium 4 2,66 GHz - DDR333
41.403
Pentium 4 2,53 GHz - DDR333
40.756
Athlon XP 2000+ - DDR333
39.515
Athlon XP 1700+ - DDR333
37.475
Pentium 4 2,0A GHz - PC3200
37.309
Athlon XP 1600+ - DDR333
36.730
Pentium 4 1,8A GHz - PC3200
36.365
Celeron 3,00 GHz - DDR400*
28.285
Celeron 2,66 GHz - DDR333*
21.886
Celeron 2,00 GHz - DDR266
17.296
Angaben in Punkten

3DMark 2000 CPU

Pentium 4 2,80 GHz - PC4200
747
Pentium 4 2,66 GHz - DDR333
707
Athlon XP 2000+ - DDR333
703
Pentium 4 2,53 GHz - DDR333
692
Athlon XP 1700+ - DDR333
684
Athlon XP 1600+ - DDR333
674
Pentium 4 2,0A GHz - PC3200
634
Pentium 4 1,8A GHz - PC3200
612
Celeron 3,00 GHz - DDR400*
488
Celeron 2,66 GHz - DDR333*
438
Celeron 2,00 GHz - DDR266
371
Angaben in Punkten

Die Teiltests bescheinigen dem Celeron das Versagen auf ganzer Linie - bei welchem Takt auch immer. Sollte Intels "Billig-Prozessor" rein gar nichts für Spieler sein?

Madonion 3DMark2001SE

3DMark 2001 SE

Pentium 4 2,80 GHz - PC4200
12.846
Pentium 4 2,66 GHz - DDR333
12.114
Pentium 4 2,53 GHz - DDR333
11.915
Celeron 3,00 GHz - DDR400*
11.353
Athlon XP 2000+ - DDR333
11.012
Pentium 4 2,0A GHz - PC3200
10.605
Athlon XP 1700+ - DDR333
10.550
Athlon XP 1600+ - DDR333
10.368
Pentium 4 1,8A GHz - PC3200
10.123
Celeron 2,66 GHz - DDR333*
8.429
Celeron 2,00 GHz - DDR266
7.363
Angaben in Punkten

Auch im 3DMark2001 sieht es nicht allzu rosig für den Celeron aus, wenngleich er bei 3GHz einem 2,53GHz Pentium 4 recht nahe kommt. Vor allem unsere leistungsfähige Grafikkarte kommt hier dem Celeron zu Gute, die einen großen Teil der Arbeit verrichtet. Sie führt dazu, dass der Celeron im 3DMark2001SE einen höheren Score erhält als im Vorgänger.

3DMark 2001 SE Detail

 Game 1 - Car Chase - High:
Pentium 4 2,80 GHz - PC4200
75,1
Pentium 4 2,66 GHz - DDR333
68,2
Pentium 4 2,53 GHz - DDR333
65,8
Athlon XP 2000+ - DDR333
57,9
Athlon XP 1700+ - DDR333
51,5
Celeron 3,00 GHz - DDR400*
51,4
Pentium 4 2,0A GHz - PC3200
50,6
Athlon XP 1600+ - DDR333
49,5
Pentium 4 1,8A GHz - PC3200
45,9
Celeron 2,66 GHz - DDR333*
44,7
Celeron 2,00 GHz - DDR266
33,6

Betrachtet man den ersten Game-Test im Detail, so steht der Celeron sogar noch eine Ecke schlechter dar.

Unreal Tournament

Unreal Tournament

 1024x768x32xHigh in D3D:
Pentium 4 2,80 GHz - PC4200
73,69
Pentium 4 2,66 GHz - DDR333
70,42
Pentium 4 2,53 GHz - DDR333
66,34
Athlon XP 2000+ - DDR333
63,81
Athlon XP 1700+ - DDR333
59,71
Athlon XP 1600+ - DDR333
58,49
Pentium 4 2,0A GHz - PC3200
58,21
Pentium 4 1,8A GHz - PC3200
54,81
Celeron 3,00 GHz - DDR400*
53,91
Celeron 2,66 GHz - DDR333*
51,32
Celeron 2,00 GHz - DDR266
42,20

Im sehr prozessorlastigen UTBench finden sich alle Celerons ganz am Ende wieder, dennoch bleibt das Spiel mit den erreichten Frameraten flüssig zu genießen.

Unreal Tournament 2003

Unreal Tournament 2003

 Flyby (1024x768x32):
Pentium 4 2,80 GHz - PC4200
159,95
Pentium 4 2,66 GHz - DDR333
151,66
Pentium 4 2,53 GHz - DDR333
150,16
Celeron 3,00 GHz - DDR400*
148,08
Athlon XP 2000+ - DDR333
145,68
Pentium 4 2,0A GHz - PC3200
143,22
Athlon XP 1700+ - DDR333
139,83
Celeron 2,66 GHz - DDR333*
138,82
Athlon XP 1600+ - DDR333
137,21
Pentium 4 1,8A GHz - PC3200
136,52
Celeron 2,00 GHz - DDR266
114,86
 Botmatch (1024x768x32):
Pentium 4 2,80 GHz - PC4200
72,48
Pentium 4 2,66 GHz - DDR333
62,23
Pentium 4 2,53 GHz - DDR333
60,41
Athlon XP 2000+ - DDR333
56,36
Pentium 4 2,0A GHz - PC3200
53,22
Athlon XP 1700+ - DDR333
50,95
Athlon XP 1600+ - DDR333
49,46
Pentium 4 1,8A GHz - PC3200
49,35
Celeron 3,00 GHz - DDR400*
48,12
Celeron 2,66 GHz - DDR333*
45,74
Celeron 2,00 GHz - DDR266
35,50

Sobald der Prozessor für die Bots 'mit denken' muss, bricht die Leistung gewaltig ein, wenngleich der Celeron übertaktet auf 2,66GHz deutlich zulegen kann.

Comanche 4


Comanche 4

 1024x768x32:
Pentium 4 2,80 GHz - PC4200
59,04
Pentium 4 2,66 GHz - DDR333
54,73
Pentium 4 2,53 GHz - DDR333
52,87
Pentium 4 2,0A GHz - PC3200
42,74
Athlon XP 2000+ - DDR333
42,37
Pentium 4 1,8A GHz - PC3200
39,40
Athlon XP 1700+ - DDR333
38,33
Athlon XP 1600+ - DDR333
36,83
Celeron 3,00 GHz - DDR400*
29,96
Celeron 2,66 GHz - DDR333*
25,72
Celeron 2,00 GHz - DDR266
21,36

Auch die Leistungen in Comanche 4 können sich nicht mit dem richtigen Pentium 4 oder den langsamsten Athlons messen.

Quake 3 Arena 1.31

Quake 3 Arena

 1024x768x32 Normal:
Pentium 4 2,80 GHz - PC4200
346,03
Pentium 4 2,66 GHz - DDR333
321,30
Pentium 4 2,53 GHz - DDR333
315,40
Celeron 3,00 GHz - DDR400*
270,73
Athlon XP 2000+ - DDR333
261,90
Athlon XP 1700+ - DDR333
246,70
Celeron 2,66 GHz - DDR333*
243,37
Athlon XP 1600+ - DDR333
240,60
Celeron 2,00 GHz - DDR266
187,60
 1024x768x32 Max:
Pentium 4 2,80 GHz - PC4200
297,90
Pentium 4 2,66 GHz - DDR333
287,20
Pentium 4 2,53 GHz - DDR333
284,70
Celeron 3,00 GHz - DDR400*
254,13
Athlon XP 2000+ - DDR333
247,80
Athlon XP 1700+ - DDR333
235,10
Celeron 2,66 GHz - DDR333*
235,07
Athlon XP 1600+ - DDR333
230,60
Celeron 2,00 GHz - DDR266
183,80

In Quake 3 kann die Leistung des Celerons mit dem Flyby-Werten von Unreal Tournament 2003 verglichen werden, da hier der Prozessor nicht für die Gegner zuständig ist. Auch wenn der Celeron arg hinterher hinkt, sollten mehr als 180fps zum Spielen völlig ausreichen.

Sysmark 2002

Sysmark 2002

Pentium 4 2,80 GHz - PC4200
287
Pentium 4 2,66 GHz - DDR333
273
Pentium 4 2,53 GHz - DDR333
260
Celeron 3,00 GHz - DDR400*
235
Pentium 4 2,0A GHz - PC3200
219
Celeron 2,66 GHz - DDR333*
209
Pentium 4 1,8A GHz - PC3200
206
Athlon XP 2000+ - DDR333
190
Athlon XP 1700+ - DDR333
170
Celeron 2,00 GHz - DDR266
166
Athlon XP 1600+ - DDR333
162
Angaben in Punkten

In Anbetracht des Prozessortaktes enttäuscht die Leistung vom Celeron abermals. Er ist ungefähr so schnell wie ein Athlon XP 1700+. Erst durch das Übertakten lässt sich ein Blumentopf gewinnen.

Sysmark 2002 Detail

 Internet Content Creation:
Pentium 4 2,80 GHz - PC4200
388
Pentium 4 2,66 GHz - DDR333
361
Pentium 4 2,53 GHz - DDR333
349
Celeron 3,00 GHz - DDR400*
312
Pentium 4 2,0A GHz - PC3200
285
Celeron 2,66 GHz - DDR333*
277
Pentium 4 1,8A GHz - PC3200
263
Athlon XP 2000+ - DDR333
225
Celeron 2,00 GHz - DDR266
214
Athlon XP 1700+ - DDR333
198
Athlon XP 1600+ - DDR333
188
 Office Content Creation:
Pentium 4 2,80 GHz - PC4200
213
Pentium 4 2,66 GHz - DDR333
206
Pentium 4 2,53 GHz - DDR333
193
Celeron 3,00 GHz - DDR400*
174
Pentium 4 2,0A GHz - PC3200
169
Athlon XP 2000+ - DDR333
161
Pentium 4 1,8A GHz - PC3200
161
Celeron 2,66 GHz - DDR333*
158
Athlon XP 1700+ - DDR333
146
Athlon XP 1600+ - DDR333
140
Celeron 2,00 GHz - DDR266
129
Angaben in Punkten

Die Aufschlüsselung der Einzelergebnisse fördert keine neuen Erkenntnisse zu Tage.

Winace 2.11

WinACE 2.11

Pentium 4 2,80 GHz - PC4200
2:56
Pentium 4 2,66 GHz - DDR333
3:33
Pentium 4 2,53 GHz - DDR333
3:34
Celeron 3,00 GHz - DDR400*
3:44
Pentium 4 2,0A GHz - PC3200
3:59
Celeron 2,66 GHz - DDR333*
4:01
Athlon XP 2000+ - DDR333
4:06
Pentium 4 1,8A GHz - PC3200
4:13
Athlon XP 1700+ - DDR333
4:16
Athlon XP 1600+ - DDR333
4:24
Celeron 2,00 GHz - DDR266
5:11
Angaben in Minuten, Sekunden

Von seiner schlechten Seite zeigt sich eigentlich nur der 2,0GHz Celeron, übertaktet sieht es schon etwas anders aus. Eine Gefahr für die schnellen Pentium 4 ist der Celeron selbst bei 3GHz nicht.

Lame 3.91


Lame 3.91

Pentium 4 2,80 GHz - PC4200
1:10
Celeron 3,00 GHz - DDR400*
1:10
Pentium 4 2,66 GHz - DDR333
1:14
Pentium 4 2,53 GHz - DDR333
1:18
Celeron 2,66 GHz - DDR333*
1:19
Athlon XP 2000+ - DDR333
1:33
Pentium 4 2,0A GHz - PC3200
1:39
Celeron 2,00 GHz - DDR266
1:43
Athlon XP 1700+ - DDR333
1:45
Athlon XP 1600+ - DDR333
1:50
Pentium 4 1,8A GHz - PC3200
1:50
Angaben in Minuten, Sekunden

Beim Audio-Encoden mit Lame kann sich der Celeron sehen lassen. Auch wenn man den geringeren L2-Cache nicht gänzlich durch höhere Taktraten ausgleichen kann.

Magix MP3 Maker 3.04


Magix MP3 Maker Platinum

Pentium 4 2,80 GHz - PC4200
31,10
Pentium 4 2,66 GHz - DDR333
30,05
Pentium 4 2,53 GHz - DDR333
29,00
Celeron 3,00 GHz - DDR400*
24,54
Pentium 4 2,0A GHz - PC3200
23,14
Pentium 4 1,8A GHz - PC3200
20,37
Athlon XP 2000+ - DDR333
19,44
Celeron 2,66 GHz - DDR333*
19,18
Athlon XP 1700+ - DDR333
17,59
Athlon XP 1600+ - DDR333
16,95
Celeron 2,00 GHz - DDR266
16,38
Angaben in Punkten

Nutzt man zum Audio-Encoden den MP3 Maker von Magix, der voll auf Intels SSE2 Erweiterung setzt, so muss sich der Celeron dennoch den Athlon XP Prozessoren geschlagen geben. Selbst der SSE2-"Heimvorteil“ des Celeron nutzt hier nichts.

FlaskMPEG

Flask - MPEG4 Encoding

Pentium 4 2,80 GHz - PC4200
98,40
Celeron 3,00 GHz - DDR400*
92,52
Pentium 4 2,66 GHz - DDR333
89,82
Pentium 4 2,53 GHz - DDR333
86,54
Celeron 2,66 GHz - DDR333*
81,36
Athlon XP 2000+ - DDR333
75,60
Athlon XP 1700+ - DDR333
69,31
Athlon XP 1600+ - DDR333
66,96
Pentium 4 2,0A GHz - PC3200
66,46
Pentium 4 1,8A GHz - PC3200
62,18
Celeron 2,00 GHz - DDR266
60,26

In Flask macht der Celeron eine recht gute Figur. Er kann mit nur ca. 10% Rückstand halbwegs mit den gleich getakteten Pentium 4 mithalten.

SETI@Home

Seti@Home

Pentium 4 2,80 GHz - PC4200
2:32
Pentium 4 2,66 GHz - DDR333
2:45
Pentium 4 2,53 GHz - DDR333
2:56
Athlon XP 2000+ - DDR333
3:14
Athlon XP 1700+ - DDR333
3:31
Athlon XP 1600+ - DDR333
3:40
Pentium 4 1,8A GHz - PC3200
3:55
Celeron 3,00 GHz - DDR400*
4:46
Celeron 2,66 GHz - DDR333*
5:11
Celeron 2,00 GHz - DDR266
6:49
Angaben in Stunden, Minuten

Irgendwie erinnern die Ergebnisse von Seti an das schlechte Abschneiden in 3DMark2000, Unreal Tournament und Comanche 4. Hier lässt sich einfach nichts beschönigen.

Cinema4D XL R7


Cinema4D XL R7 - 3DRendering

 Radiosity Stairs:
Pentium 4 2,80 GHz - PC4200
1:48
Pentium 4 2,66 GHz - DDR333
1:55
Pentium 4 2,53 GHz - DDR333
2:00
Athlon XP 2000+ - DDR333
2:13
Athlon XP 1700+ - DDR333
2:30
Pentium 4 2,0A GHz - PC3200
2:31
Athlon XP 1600+ - DDR333
2:37
Pentium 4 1,8A GHz - PC3200
2:47
Celeron 3,00 GHz - DDR400*
2:54
Celeron 2,66 GHz - DDR333*
3:20
Celeron 2,00 GHz - DDR266
4:18
Angaben in Minuten, Sekunden

Auch Cinema4D XL R7 gehört nicht zu den bevorzugten Anwendungen des Celeron.

Lightwave 7.5


Lightwave 7.5 - 3DRendering

 Skullhead Newest:
Pentium 4 2,80 GHz - PC4200
187,10
Pentium 4 2,66 GHz - DDR333
197,00
Pentium 4 2,53 GHz - DDR333
207,10
Celeron 3,00 GHz - DDR400*
242,50
Pentium 4 2,0A GHz - PC3200
257,50
Celeron 2,66 GHz - DDR333*
276,70
Pentium 4 1,8A GHz - PC3200
278,80
Athlon XP 2000+ - DDR333
359,50
Celeron 2,00 GHz - DDR266
361,10
Athlon XP 1700+ - DDR333
407,80
Athlon XP 1600+ - DDR333
427,10
Angaben in Sekunden

In Lightwave konnten schon immer die Intel-Prozessoren schon immer deutlich von der SSE2-Unterstützung profitieren. Allein dies verhindert ein noch schlechteres Abschneiden des Celerons.

Leistung und Preis

Die Leistungswerte des Celerons sind sicherlich etwas durchwachsen. Um sich dennoch ein Bild von der Leistung des Prozessors machen zu können, haben wir unsere Prozessor-Charts [45] aktualisiert. Da dort jedoch die Ergebnisse der übertakteten Varianten nichts zu suchen haben möchten wir auf deren Leistung an dieser Stelle etwas näher eingehen.

Man muss hierbei die Leistung des Prozessors nach Spielen und Anwendungen differenziert betrachten.

Spiele-Leistung

Pentium 4 2,80 GHz - PC4200
99,3
Athlon 1,4 GHz - DDR333
69,5
Celeron 3,00 GHz - DDR400*
67,6
Celeron 2,66 GHz - DDR333*
59,7
Celeron 2,00 GHz - DDR266
48,2
Angaben in Prozent


Während sich der mit 128kb sehr klein dimensionierte L2-Cache in Spielen äußerst negativ auswirkt und selbst der Celeron mit 3GHz und DDR400 gegen einen Athlon 1400 MHz (Thunderbird) zurückfällt, sieht es in Anwendungen gänzlich anders aus.

Office-Leistung

Pentium 4 2,80 GHz - PC4200
97,3
Pentium 4 2,4B GHz - PC4200
84,6
Celeron 3,00 GHz - DDR400*
83,2
Pentium 4 2,40 GHz - PC3200
81,6
Celeron 2,66 GHz - DDR333*
70,4
Pentium 4 2,0A GHz - PC3200
70,4
Athlon 1,4 GHz - DDR333
58,0
Celeron 2,00 GHz - DDR266
55,0
Angaben in Prozent

Mit 2,0GHz muss sich der Celeron abermals den letzten AMD Prozessor mit Thunderbird-Kern geschlagen geben. Auf 2,66GHz und DDR333 erreicht er ungefähr die Leistung eines 2,0GHz Pentium 4 beziehungsweise eines Athlon XP2000+. Dieser Betrieb des Celerons ist allgemein zu empfehlen. Beim Erreichen der 3GHz-Marke kann er seine Leistung mit einem 2,4 GHz Pentium 4 vergleichen. Bei diesem Takt ist er schneller als der Athlon XP 2400+, der nun allmählich auch in den Läden erhältlich ist, aber etwas langsamer als der XP 2600+.

Gesamt-Leistung

Pentium 4 2,80 GHz - PC4200
98,2
Pentium 4 2,20 GHz - PC3200
77,8
Celeron 3,00 GHz - DDR400*
75,4
Pentium 4 2,0A GHz - PC3200
72,9
Pentium 4 1,8A GHz - PC3200
67,4
Celeron 2,66 GHz - DDR333*
65,4
Athlon 1,4 GHz - DDR333
62,6
Celeron 2,00 GHz - DDR266
51,4
Angaben in Prozent

Betrachtet man die Leistung insgesamt, so ist das 2,0GHz Modell langsamer als der Athlon 1400, der 2,66 kann sich mit einem Athlon XP 1700+ bzw. einem Pentium 4 1,8GHz vergleichen. Bei 3,0GHz erreicht er die Leistung eines Athlon XP 2000+ oder die eines 2,2GHz Pentium 4.

Preis-Leistung

 Nur beim Kauf des Prozessors:
Athlon XP 1600+ - DDR333
499,43
Athlon XP 1700+ - DDR333
464,82
Athlon XP 1800+ - DDR333
415,39
Athlon XP 1900+ - DDR333
392,93
Celeron 3,00 GHz - DDR400*
362,85
Athlon XP 2000+ - DDR333
360,64
Celeron 2,66 GHz - DDR333*
314,78
Athlon XP 2100+ - DDR333
304,40
Athlon XP 2200+ - DDR333
251,77
Celeron 2,00 GHz - DDR266
247,57
Pentium 4 1,8A GHz - PC3200
238,62
Pentium 4 2,0A GHz - PC3200
233,26
Angaben in Punkten

Bei einem Ladenpreis von derzeit 139 Euro ist er ca. 50 Euro billiger als der Intel Pentium 4 1,8 GHz oder fast genauso teuer wie der Athlon XP 2000+, der für seinen Preis deutlich mehr leistet. Eben diesem kann der Celeron aber erst bei einem deutlich höheren Prozessortakt gefährlich werden.

Fazit

Warum Intel um den P4-Celeron seit jeher weitaus weniger bzw. kaum Presserummel veranstaltet, ist uns mit diesem Test klar geworden. Es fällt angesichts der gezeigten Performance schwer, der CPU positive Seiten abzugewinnen. Für den Spieler ist der Prozessor auf keinen Fall eine Alternative: Spiele gieren nach L2-Cache und lassen somit selbst die um 50% übertaktete Version mit 3,0GHz noch hinter einen Athlon C mit 1400MHz zurück fallen. Gamer: Hände weg! Anders sieht es hingegen im Office-Sektor aus. Zwar schneidet auch hier die Version mit 2,0GHz bescheiden ab. Auf stabile 2,66GHz übertaktet kann sie jedoch mit dem Pentium 4 2,0GHz gleich ziehen, der im Laden deutlich mehr kostet. Mit 3,0GHz reicht die Leistung in der Paradedisziplin, FlaskMPEG, sogar für den Pentium 4 mit 2,66GHz aus. Hier könnte man den Celeron somit als billigen Einstieg in die Pentium 4, spricht Sockel 478-Welt, sehen. Denn die Investition in einen Pentium 4 1,8GHz würde gut 50€ mehr kosten und im übertakteten Zustand kann der Celeron hier den Sieg für sich verbuchen. Der Griff zu einem ausgewachsenen P4 wäre durch das kompatible Mainboard in Zukunft möglich.

Allerdings, und das sollte man ebenfalls nicht außer Acht lassen, ist der Celeron ohnehin für den OEM-Sektor vorgesehen und im Einzelhandel kaum zu bekommen. Hier kann er mit seinen hohen GHz-Werten zu einem relativ gesehen niedrigen Preis glänzen. Der Kunde wird kaum darüber informiert sein, dass die Leistung der CPU weit hinter anderen, teilweise "langsameren" Prozessoren liegt. Ohne von dem Wort "Übertakten" jemals etwas gehört zu haben, ist der sprichwörtliche Kauf der "Katze im Sack" perfekt.

Wie gesagt, es scheint fragwürdig, ob Intel für eine derartig kleine Klientel wirklich extra Fertigungsbänder laufen läßt. Würde man auf diese Weise fehlerhafte Pentium 4 Cores an den Mann bringen, dürfte sich das Geschäft schon eher lohnen. Ob man eine derartige Produktpolitik gut heißen kann, ist eine andere Frage.

Zum Schluss wollen wir zur Sicherheit vielleicht noch kurz darauf hinweisen, dass leider keine Garantie darauf besteht, dass die von uns erreichten Taktraten mit jedem handelsüblichen Prozessor erreicht werden können. Sowohl die individuelle CPU als auch das Board und die Kühlung spielen hier eine entscheidende Rolle!

Ihr wollt über den Artikel diskutieren, habt Fragen, Lob oder Kritik auf dem Herzen? Am besten tut ihr all dies auf ForumBase.de [46] oder in unserem IRC-Channel [47] #computerbase im QuakeNet.

URL-Liste:

  1. http://www.computerbase.de/artikel/hardware/prozessoren/athlon_xp_2700_2800/
  2. http://www.computerbase.de/artikel/hardware/prozessoren/athlon_xp_2400_2600/
  3. http://www.computerbase.de/artikel/hardware/prozessoren/intel_pentium_4_28_ghz/
  4. http://www.computerbase.de/artikel/hardware/prozessoren/pentium_4_fsb_533_mhz/
  5. http://www.computerbase.de/artikel/hardware/prozessoren/pentium_4_24_ghz/
  6. http://www.computerbase.de/artikel/hardware/prozessoren/intel_pentium_4_22_ghz_athlonxp_2000/
  7. http://www.computerbase.de/artikel/hardware/prozessoren/amd_prozessor_roundup/
  8. http://www.computerbase.de/artikel/hardware/prozessoren/intels_prozessor_history/
  9. http://www.computerbase.de/artikel/hardware/prozessoren/amd_prozessor_history/
  10. http://www.computerbase.de/artikel/hardware/prozessoren/intel_pentium_4_22_ghz_athlonxp_2000/3/#technik
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