Vorwort
Früher, als alles noch besser war, da genoß der Celeron nach der zuerst mißglückten Markteinführung eines Modells ohne L2-Cache einen vorzüglichen Ruf. Akzeptable Geschwindigkeit zu einem außerordentlich niedrigen Preis verhalfen der CPU gepaart mit der oftmals exzellenten Übertaktbarkeit zu einem ehrenvollen Ansehen. Mit den Modellen auf Basis des Pentium III Tualatin, die sich zu ihrem großen Bruder nur noch durch den FSB (100MHz anstatt 133MHz), sowie die deaktivierte HW-Prefetch Einheit und nicht mehr durch den Speicher unterschieden, erreichte die Leistungsfähigkeit des Celerons neue Maßstäbe.
Doch der PIII und somit auch sein Budget-Ableger haben abgedankt - der P4 bestimmt den Markt und seit einigen Monaten gibt es auch hier einen Celeron-Ableger, der den anfänglich noch genutzten Willamette-Kern abgeschüttelt hat und nun im Gewande des für den Pentium 4 mit 2,8GHz erschaffenen nC1-Steppings daherkommt. Lediglich der L2-Cache fällt mit 128KB um 75% kleiner aus.
Eine Parallele zu seinen Urahnen, den ersten Celerons auf PII-Basis, scheint der Celeron jedoch mit allen Mitteln aufrecht halten zu wollen: Sein Ruf ist schlecht. Warum dem so ist und wieso Intel womöglich trotzdem an der Produktion der CPUs festhält, wollen wir in diesem Review klären.
Warum Celeron? Unser fiktiver Blick in eine "Fab" des Prozessorgiganten könnte hier, wenn auch rein hypothetisch, eine logische Erklärung bieten.
ZitatFiktion: Mitarbeiter M. schiebt zügig einen ganzen Wagen defekter Northwood-Kerne in einen der riesigen Lagerräume der Fabrik. Es ist schon schade, denkt er sich. Nur wegen kleinster Unreinheiten sind Teile des hochkomplexen L2-Cache defekt und der Prozessorkern somit für den in der 0,13µm-Fertigungs-Technolgoie gefertigten Pentium 4 unbrauchbar. Einzig und allein das quietschen der Wagenräder begleitet ihn auf seinem Weg zum Lagerraum „Intel Confidential - CC1“, der nach einem kurzen Fußmarsch auch schnell erreicht ist. Er zückt seine Zugangskarte, so wie er es hunderte Male getan hat und deponiert weitere 200 defekte Prozessor-Kerne. Endlich ist das Lager voll, denkt er sich und macht sich sofort zum Werksleiter auf, um diesem Bericht zu erstatten: „Lager Intel Confidential - CC1 ist nun, wie angeordnet, mit defekten Prozessorkernen gefüllt“. Woraufhin dieser diabolisch beginnt zu lachen und verkündet: „Das Werk ist vollbracht“. Zwei Wochen später folgt die Bekanntgabe „Intel gibt Verfügbarkeit des neuen, in 0,13µm gefertigten, Intel Celeron Prozessors auf Basis der Netburst-Architektur mit 128kB L2-Cache bekannt.“ Nun war auch Mister M. alles klar. Was für den Pentium 4 nicht gut genug ist, ist für den Celeron gerade recht.
Wie gesagt, dieses Szenario ist rein spekulativ. Angesichts der von uns in diesem Review erzielten Ergebnisse ist jedoch davon auszugehen, dass Intel für eine derartige CPU und bei eher geringen Absatzzahlen keine zusätzlichen Fertigungsanlagen laufen läßt. Der Griff nach aussortierten Pentium-4 DIEs scheint hier angebracht.



Wir haben uns des neuesten Modells mit 2,0GHz angenommen, um zu zeigen, wie sich der Prozessor bei einem Takt von 2,0, 2,66 und 3,0 GHz bei einem Viertel des L2-Caches des vollwertigen Pentium 4 (Northwood-Kern) schlagen kann. Denn wenn man dem Celeron auf nC1-Basis etwas nicht nachsagen kann, ist es eine schlechte Übertaktbarkeit.
Lesezeichen
Da in diesem Artikel im Technik-Teil mitunter auf bestehendes Wissen aus älteren Prozessortests zurückgegriffen wird, ist es für alle, die etwas "mehr" wissen möchten, keinesfalls verkehrt, einen Blick in unsere letzten Berichte zu werfen.
- (Rating) Der Athlon XP 2700+ und 2800+ im Test - Zurück an die Spitze dank FSB166? [1]
(Athlon 2200+ bis 2800+ , Pentium 4 2,4 bis 2,8 GHz) - (Rating) Der nächste Schritt der Athlon-Evolution - Athlon XP 2400+ und 2600+ im Test [2]
(Athlon 2200+ bis 2600+ , Pentium 4 2,4 bis 2,8 GHz) - (Rating) Mit Vollgas in Richtung 3 GHz - Intel Pentium 4 mit 2,8 GHz im Test [3]
(Athlon „C“ 1,4 GHz, Athlon XP 1600+ bis 2200+, Pentium 4 1,8 bis 2,8 GHz) - Pentium 4 mit FSB 533 MHz im Test - Intel setzt neue Maßstäbe [4]
(Athlon XP 1900+ bis 2100+, Pentium 4 2,0 bis 2,53 GHz) - Pentium 4 mit 2,4 GHz im Test - Der neue Spitzenreiter [5]
(Athlon XP 1800+ bis 2000+, Pentium 4 2,0 bis 2,4 GHz) - Intel Pentium 4 2,2 GHz vs AthlonXP 2000+ [6]
(Athlon XP 1800+ bis 2000+, Pentium 4 2,0 bis 2,2 GHz) - AMD Prozessor Roundup [7]
(Duron 950 bis 1200 MHz, Athlon „C“ 1,0 bis 1,4 GHz, Athlon XP 1500+ bis 1700+)
Wer darüber hinaus noch an der Prozessor-Geschichte von AMD und Intel interessiert ist, wird an den Artikeln „Intels Prozessor History - Der Weg vom Intel 4004 bis zum Pentium 4 [8]“ und „AMD Prozessor History - Ein Überblick vom K5 bis zum Athlon XP [9]“ seine wahre Freude haben.
Geschichte
Das von uns geschilderte, wenn auch fiktive Geschehen, ist dabei nicht einmal von so weit her geholt. In der Geschichte der Celeron-Prozessoren wurden nämlich mit Ausnahme des Mendocino-Celerons immer abgespeckte Prozessorkerne des Pentium genutzt. Insgesamt gab bzw. gibt es teilweise völlig verschiedene Prozessoren, die auf den Namen Celeron hören mussten. Ansatzweise sind wir bereits in unserer Intels Prozessor-Geschichte [7] darauf näher eingegangen und möchten dies im folgenden Abschnitt noch einmal für den abgespeckten Willamette und Northwood Kern des Pentium 4 tun.
Eine Frage des Cores
Auch wenn viele verschiedene Prozessor-Kerne auf den Namen Celeron hören mussten, so haben sie doch alle eins gemeinsam: Es handelt sich ausnahmslos um kastrierte Pentiums, den Mendocino mal außen vor gelassen. Hierzu eine kleine Übersicht:
| Fertigung | L2-Cache | Systemtakt | Sockel | |
|---|---|---|---|---|
| Technologisch vergleichbar mit: Pentium II | ||||
| Covington | 0,35/0,25 | keinen | 66 MHz | Slot 1 |
| Mendocino | 0,25 | 128kB | 66 MHz | Slot 1 / Sockel 370 |
| Technologisch vergleichbar mit: Pentium III | ||||
| Coppermine-128 | 0,18 | 128kB | 66/100 MHz | Sockel 370 |
| Tualatin-256 | 0,13 | 256kB | 100 MHz | Sockel 370 |
| Technologisch vergleichbar mit: Pentium 4 | ||||
| Willamette-128 | 0,18 | 128kB | 400 MHz | Sockel 478 |
| Northwood-128 | 0,13 | 128kB | 400 MHz | Sockel 478 |
Um einen "Pentium" unter dem Celeron-Label zu verkaufen, beraubte man ihn um einen Teil des essentiell wichtigen L2-Speichers und verpasste ihm meistens einen geringer getakteten Systemtakt (Front-Side-Bus). Während die Pentium III bereits mit einen FSB von 133 MHz arbeiteten, erhöhte man diesen beim Celeron von 66 auf 100 MHz. Diese Pauschalisierung trifft natürlich auch auf die neuen Celerons zu, die für den Sockel 478 vorgesehen sind und auf der Netburst-Architektur des Pentium 4 [10] basieren.
Während die ersten Modelle mit 1,7 und 1,8 GHz noch auf den Willamette-128 Kern basierten, vollzieht Intel mit dem 2,0 GHz Celeron nun auch hier den Wechsel auf die feinere Fertigungstechnologie, wie man es bei dem Pentium 4 bereits Anfang 2002 tat [5]. Damit wird es für Intel möglich, den Prozessortakt ohne größere thermische Probleme deutlich anzuheben und dabei eine geringe Verlustleistung zu entwickeln. Durch die feine Fertigung und die dadurch kürzen Leiterbahnen hat sich auch die Signalqualität verbessert, wodurch man auch die Prozessorspannung marginal von 1,565 auf 1,525 Volt senken konnte. Während die Ausgangsspannung völlig untypisch für den Willamette-Kern ist, der Pentium 4 wurde hier mit 1,75 Volt betrieben, so sind die 1.525 des neuen Celerons typisch für den neuen Northwood-Kern.
Jeder, der unser Review des 2.8 GHz Pentium 4 [2]aufmerksam gelesen hat, wird bereits wissen, was das Besondere am neuen Celeron ist. Denn der beim 2.0GHz Modell zum Einsatz kommende Prozessor-Kern basiert bereits auf dem allerneuesten Northwood-Stepping [11], das für Taktraten bis 3 GHz ausgelegt wurde und zudem um einige "Erata" (Fehler) bereinigt wurde. Der Celeron 2.0GHz eignet sich somit ausgezeichnet zum Übertakten.
Eine Frage der CPU
Für alle Freunde der schnörkellosen Theorie wollen wir, bevor es ans Eingemachte geht, nochmals einen Blick auf die Eckdaten der Kontrahenten werfen.
| Merkmale | Pentium 4 | Celeron | Celeron | Athlon XP |
|---|---|---|---|---|
| Kern | Northwood | Tualatin-256 | Willamette-128 Northwood-128 |
Palomino Thoroughbred "A/B" |
| Front-Side-Bus | 400 MHz QDR 533 MHz QDR |
100 MHz | 400 MHz QDR | 266 MHz DDR 333 MHz DDR |
| Fertigung | 0,13µm | 0,13µm | 0,18mµ 0,13µm |
0,18µm 0,13µm |
| Sockel | Sockel 478 | Sockel 370 | Sockel 478 | SockelA |
| Taktrate (Stepping) | 400MHz QDR 1600 MHz 1800 MHz 2000 MHz 2200 MHz 2400 MHz 2500 MHz (nC1) 2600 MHz (nC1) 533MHz QDR 2266 MHz 2400 MHz 2533 MHz 2666 MHz (nC1) 2800 MHz (nC1) |
1000 MHz 1100 MHz 1200 MHz 1300 MHz 1400 MHz |
1700 MHz 1800 MHz 2000 MHz |
DDR266 1333 MHz (1500+) 1400 MHz (1600+) 1466 MHz (1700+) 1533 MHz (1800+) 1600 MHz (1900+) 1666 MHz (2000+) 1733 MHz (2100+) 1800 MHz (2200+)* 2000 MHz (2400+)** 2133 MHz (2600+)** DDR333 2133 MHz (2700+)** 2200 MHz (2800+)** *Thoroughbred "A" **Thoroughbred "B" |
| Transistoren | 55 Millionen | unbekannt | unbekannt | 37,5 Millionen |
| DIE-Size | 146 mm2 131mm² (nC1) |
unbekannt | unbekannt | 128 mm2 80 mm2 (T-Bred "A") 84 mm2 (T-Bred "B") |
| L1-Execution-Cache | 12.000 µ-Ops | 16 KB | 12.000 µ-Ops | 64 KB |
| L1-Daten-Cache | 8 KB | 16 KB | 8 KB | 64 KB |
| L1-Takt | CPU-Takt | CPU-Takt | CPU-Takt | CPU-Takt |
| L2-Cache | 512KB | 256KB | 128KB | 256KB |
| L2-Anbindung | 256 Bit | 256 Bit | 256 Bit | 64 Bit |
| L2-Cache-Takt | CPU-Takt | CPU-Takt | CPU-Takt | CPU-Takt |
| HW Data Prefetching | Ja | Nein (Deaktiviert) | Ja | Ja |
| VCore | 1,5 Volt 1,525 Volt (nC1) |
1,475 Volt 1,500 Volt |
1,565 1,560 1,525 Volt |
1,75 Volt 1,65 Volt |
| Befehlssätze | MMX SSE / SSE2 |
MMX SSE |
MMX SSE / SSE2 |
MMX / 3DNow! 3DNow!+ / SSE |
| Temperatur Diode | Ja | Ja | Ja | Ja |
| Multiprozessor-fähig | Nein | Nein | Nein | Nein |
| CPU-Architektur | 20-stufige Pipeline | 10-stufige (FPU) 10-stufige (ALU) Pipeline |
20-stufige Pipeline | 15-stufige (FPU) 10-stufige (ALU) Pipeline |
Bereits auf den ersten Blick wird klar, dass der neue Celeron bis auf den um 75% kleineren L2-Cache ein echter Pentium 4 ist. Über die Angaben über die Transistor-Menge und die DIE-Größe schweigt sich Intel jedoch aus. Wahrscheinlich gibt es hier jedoch keine Abweichungen zum wahren Pentium 4, bis auf die Tatsache, dass ein Teil des L2-Cache deaktiviert wurde und somit nicht alle Transistoren genutzt werden.
Leistungsaufnahme
Höhere Taktraten sind ja schön und gut, wenn da nur nicht das Problem mit der ebenfalls zunehmenden Leistungsaufnahme wäre. Denn was die Prozessoren an Strom durch ihre Schaltkreise laufen lassen, wird unweigerlich in Wärme umgewandelt. Wäre die Welt nicht schön, wenn es keine Verlustleistung (hervorgerufen durch den ohmschen Widerstand der Leitungen) gäbe? Leider sind wir noch nicht so weit und so müssen die Prozessor-Hersteller mit allen Mitteln verhindern, dass ihr nächster Bolide ein 100 Watt fressendes Monster wird.
Leistungsaufnahme
Angaben in Watt (W)
|
Wie man auf den ersten Blick erkennen kann, hat sich der Wechsel des Prozessorkerns beim Celeron wirklich bezahlt gemacht. Trotz eines deutlich höheren Taktes verbraucht er über 10 Watt weniger als das alte Modell mit Willamette-Kern.
Overclocking
Nur selten hat ein neuer Prozessor soviel Overclocking-Potential mit sich gebracht, wie der neue 2.0GHz Celeron. Da in ihm der Prozessor-Kern und das Stepping eines wesentlich höher getakteten Modells, nämlich des 2.8GHz Pentium 4, zum Einsatz kommt, ist auch der Celeron für diese Taktraten wie geschaffen.
Da bei den Prozessoren von Intel bekanntlich alle Prozessoren auf ihren Mutliplikator fest eingestellt sind, beim Celeron ist er auf 20x gesetzt, und eine Veränderung des Multiplikators über das Bios nicht möglich ist, bleibt nur der Weg über die Erhöhung des Front-Side-Bus. Da alle aktuellen Mainboards für den Sockel 478 einen Front-Side-Bus von 133 MHz anbieten, ohne dass hierbei andere Komponenten außerhalb ihrer Spezifikationen betrieben werden, haben wir unser Glück zuerst mit 20x133MHz, also einem Prozessortakt von 2,66 GHz versucht, eine Erhöhung der Prozessorspannung war nicht notwendig. Als Speichertakt wählten wir 166 MHz (DDR333). Ein Betrieb unter Verwendung eines normalen Intel Boxed Kühlers stellte uns vor keinerlei Stabilitätsprobleme. Alle Benchmarks konnten ohne Abbruch oder Hänger durchlaufen werden. Im Allgemeinen scheint dies der ideale Takt für den Celeron und die Mainboardkomponenten zu sein.



Doch der Celeron kann noch mehr. Bis 2,8 GHz konnten wir bei leicht erhöhter Prozessor-Spannung mit Standard-Kühlung gehen. Der Front-Side-Bus durfte in diesem Fall mit 140 MHz ackern. Dank unseres Mainboards ließ sich der Takt des AGP und PCI-Buses fixieren, so dass letztendlich nur der Prozessor und der Speicherkontroller außerhalb des vorgeschriebenen Rahmens betrieben wurden. Selbst 3,0GHz willigte der Celeron mit Boxed-Lüfter in Windows noch ein. Allerdings war hier das System nicht als völlig stabil zu bezeichnen - so liefen Cinema 4D, FlaskMPEG, PCMark2002 sowie Lightwave nur mit einem verbesserten Kühler in Form eines Magnum Wasserkühlers [12] stabil. Bei Sysmark mussten wir sogar auf einen Frontside-Bus von 149 MHz zurückgehen, da Adobe Premiere unter keinen Umständen durchlaufen wollten. Allerdings sollte man nicht vergessen, dass der Speicher mit DDR400 betrieben wurde, was ebenfalls alles andere als ohne ist.
Ein erfolgreicher Power-On-Self-Test war übrigens bis 3,17 GHz mit entsprechender Kühlung möglich. Doch so oder so sind die erzielten Ergebnisse mit dem Celeron beeindruckend. Eine Takterhöhung über 800 MHz, also 40 Prozent, war mit der Intel Boxed Kühlung ohne Stabilitätseinbußen möglich und selbst bei einem 50 Prozent höheren Takt war ein Arbeiten weitestgehend möglich.
Bei alledem sollte man einen Fakt im Hinterkopf behalten: Ein Pentium 4 mit 2.8 GHz und C1-Stepping lässt sich mitunter stabil auf 3,2 GHz und Lüftkühlung betreiben. Es ist also durchaus klar, dass beim Celeron nicht gerade die reinsten und besten Prozessorkerne zum Einsatz kommen.
Testsystem
Die Tests der Intel Prozessoren wurden auf einem Asus P4PE mit dem neuen i845PE Chipsatz durchgeführt, der auch für den Celeron eine ausgezeichnete Basis darstellte. Die Boliden der Konkurrenz durften auf einem A7V333 zeigen, was in ihnen steckt.
Die onboard Komponenten unserer verschiedenen Testplattformen wie RAID, Audio oder USB2.0 wurden deaktiviert. Bei einigen Tests wurden einige Komponenten, falls für den Test notwendig, aktiviert. Da unser A7V333 mit aktiviertem onboard Firewire ohne erkennbaren Grund ein bisschen schneller war also ohne, haben wir uns hier ausnahmsweise dazu entschieden, diese Funktion zu aktivieren.
Als Betriebssystem kam, wie bei uns üblich, Windows XP Professional in der englischen Original-Version zum Einsatz, welche auf den jeweiligen Plattformen nach der Installation aktiviert wurde. Wie bereits beim Pentium 4 2,8 GHz Review haben wir auch dieses Mal zur Asus V8460 mit GeForce4 Ti4600 gegriffen, um zu verhindern, dass die Grafikkarte zum bremsenden Element in unserem Testsystem wird.
Um etwaigen Fragen vorzubeugen, hier eine komplette Auflistung unseres Testsystems:
- Prozessor
- AMD Athlon XP 2000+
- AMD Athlon XP 1900+
- AMD Athlon XP 1800+
- AMD Athlon XP 1700+
- AMD Athlon XP 1600+
- Intel Pentium 4 2,80 GHz (FSB533)
- Intel Pentium 4 2,66 GHz (FSB533)
- Intel Pentium 4 2,53 GHz (FSB533)
- Intel Pentium 4 2,0A GHz (FSB400)
- Intel Pentium 4 1,8A GHz (FSB400)
- Intel Celeron 2,0 GHz (FSB400)
- Motherboard
- AMD Plattform: Asus A7V333 (KT333) [13]
- Intel Plattform: Asus P4PE (i845PE) [14]
- Arbeitsspeicher
- 1x512MB DDR433 Corsair XMS3000C2
- Grafikkarte
- Peripherie
- Asus CRW 4012A
- IBM IC35LC040
- Treiberversionen
- nVidia Detonator 29.42
- AMD Plattform: Via 4in1 4.42
- Intel Plattform: Intel Inf-Treiber 4.04.1009 + Intel Application Accelerator 2.2
- Software
- Windows XP Professional
Benchmarks
Auch bei diesem Test haben wir keine Mühen gescheut, um die Leistung der neuen Prozessoren von möglichst vielen Seiten zu beleuchten. Wir haben uns jedoch dazu entschlossen, SPEC Viewperf 7.0 aus dem Vergleich zu nehmen, da mit Cinema 4D XL R7 und Lightwave 7.5 bereits zwei reale Anwendungen aus den 3D Render-Bereich vertreten waren. Neu hinzugekommen ist die Demo des Shooters Unreal Tournament 2003.
Nachfolgend eine kleine Übersicht:
- Synthetische Benchmarks
- Sisoft Sandra 2002 Pro
- Madonion PCMark2002
- Madonion 3DMark 2000
- Madonion 3DMark 2001 SE
- Games
- Epic Games Unreal Tournament
- Epic Games Unreal Tournament 2003
- NovaLogic Comanche 4
- id Software Quake 3 Arena
- Anwendungen
- BAPCo Sysmark 2002
- Winace 2.11
- Lame 3.91
- Magix MP3 Maker Platinum 3.04
- FlaskMPEG 0.6 mit DiVX 5.02
- Seti@Home
- 3D Render Performance
- Maxon Cinema 4D XL R7
- Newtek Lightwave 7.5
Wer die Benchmarks bei sich zu Hause selbst einmal nachvollziehen möchte, der findet einen Großteil der oben aufgelisteten Testprogramme bei uns in der Downloadsektion [16]
Sisoft Sandra2002
- SiSoft Sandra bietet Informationen über das System in Hülle und Fülle und ist zudem in der Lage, die wichtigsten Bestandteile des PCs auf ihre Geschwindigkeit hin zu überprüfen. Für unseren Prozessorvergleich sind jedoch drei Messungen besonders interessant:
- Sandra Prozessor-Test
Hierbei kommt zum einen der Dhrystone Benchmark zum Einsatz, der ursprünglich von Siemens entwickelt wurde, um die Leistung des Hauptprozessors zu messen. Zum anderen wird über den Whetstone Benchmark die Leistung des Co-Prozessors bestimmt. Beide Tests erfolgen ohne die Berücksichtigung der erweiterten Mutlimedia-Befehlssätze. - Sandra Multimedia-Test
Beim Multimedia-Test von Sandra 2002 wird ein Algorithmus eingesetzt, der unter anderem auch beim Generieren von realistischen Naturobjekten wie Bergen oder Wolken zum Einsatz kommt. Die Rede ist hier von der Chaostheorie, die von Mandelbrot aufgestellt wurde. Bei diesem Benchmark werden auch die erweiterten Befehlssätze des Pentium 4 oder die des Athlon XP berücksichtigt. Da die Implementierung von SSE1 in diesem Teiltest besser als die von 3DNow! ist, haben wir den Athlon XP mit seiner SSE1 Einheit (d.h. 3DNow! Professional) arbeiten lassen. Beim Pentium 4 kam dagegen SSE2 zum Einsatz. - Sandra Speicher-Test
Der Memory-Benchmark bietet einen perfekten Überblick über das Zusammenspiel von CPU, Frontside Bus, Northbridge und Speicher. Da die Daten nicht nur vom Speicher zur Northbridge sondern darüber hinaus auch zum Prozessor geschickt werden, sind beide Bus-Systeme für die Performance von entscheidender Rolle. Ein alter Athlon XP, der zwar mit DDR333 (166MHz) theoretisch 2,7GB Daten aus dem Ram erhalten kann, wird hier durch seinen FSB von nur 133MHz auf 2,1GB/s limitiert.
- Sandra Prozessor-Test
- Weitere Informationen: SiSoftware.demon.co.uk [17]
- Download: ComputerBase.de [18]
Sandra Prozessor-Test
Sandra 2002 Arithmetic
Angaben in Punkten
|
Im ersten, theoretischen Test macht der Celeron eine gute Figur, ist jedoch dem gleichgetakteten Pentium 4 unterlegen. Bei einem Takt von 3GHz kann er sogar den bisher schnellsten Pentium 4 schlagen.
Sandra Multimedia-Test
Sandra 2002 Multimedia
Angaben in Punkten
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Im Multimedia-Test treten keine neuen Erkenntnisse zu Tage. Allgemein steht der Celeron hier ganz gut da.
Sandra Speicher-Test
Sandra 2002 Speicherdurchsatz
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
Es ist schon bemerkenswert, wie Effektiv die Intel-Chipsätze in Verbindung mit dem Celeron/Pentium 4 doch arbeiten. Es werden fast die theoretischen Maximalwerte der jeweiligen Speichertechnologie (DDR266 = 2,1 GB/s, DDR333 = 2,7 GB/s, DDR400 = 3,2 GB/s) erreicht.
Madonion PCMark2002
- Der PCMark 2002 ist ein vergleichsweise neuer Benchmark, der, wie der Name schon sagt, zur Messung der gesamten Systemleistung entwickelt wurde. Hierfür führt er eine Reihe von Tests durch, die primär den Prozessor und den Arbeitsspeicher fordern. Auch die Festplatte wird auf ihre Leistungsfähigkeit hin überprüft. Auf die Veröffentlichung des Teilergebnisses haben wir jedoch verzichtet. Somit liefert uns der PCMark 2002 lediglich eine Punktzahl für die Prozessorleistung und den Arbeitspeicher.
- Weitere Informationen: MadOnion.com [19]
- Download: MadOnion.com [20]
PCMark 2002
Angaben in Punkten
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Auch in der Theorie des PCMark2002 scheint dem Celeron der auf 128kb reduzierte Cache nicht all zu sehr zu schaden, wenngleich hier die Abstände zum gleichgetakten Pentium 4 größer ausfallen. Erstmals deutlich wird der Rückstand des Celerons im Speichertest von PCMark2002.
Madonion 3DMark2000
- Nach seinem Erscheinungsjahr 1999 zu urteilen, gehört der Benchmark heute schon lange zum alten Eisen und wenn es um die Bewertung einer aktuellen Grafikkarte geht, trifft dies auch durchaus zu. Da aktuelle Karten des Kalibers GeForce 3/4 oder Radeon 8500/9700 jedoch keinerlei Probleme mehr mit der Darstellung der einzelnen Sequenzen haben, kommen hier vor allem Prozessor, Chipsatz und Speicher zur Geltung. Also genau die Komponenten, die uns im Rahmen eines Prozessor-Tests am brennendsten interessieren. Ein Bestandteil des 3DMark 2000, der CPUMark, stellt diese Zusammenspiel besonders in den Mittelpunkt. Hier berechnet die CPU zwei Spielszenen "in Software", muss also auf die Hardwarebeschleunigung der Grafikkarte verzichten und somit Schwerstarbeit leisten.
- Weitere Informationen: MadOnion.com [21]
- Download: ComputerBase.de [22]
3DMark 2000
Angaben in Punkten
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Und da ist es auch schon passiert. Selbst bei einem Takt von 3GHz kann der Celeron hier rein gar nichts ausrichten. Spiele fordern nunmal in der Regel einen ausladenden Cache.
3DMark 2000 Teiltests
3DMark 2000 HPC
Angaben in Punkten
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3DMark 2000 CPU
Angaben in Punkten
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Die Teiltests bescheinigen dem Celeron das Versagen auf ganzer Linie - bei welchem Takt auch immer. Sollte Intels "Billig-Prozessor" rein gar nichts für Spieler sein?
Madonion 3DMark2001SE
- Der 3DMark 2001SE ist ohne Frage das beliebteste Programm zur Bewertung eines "Gamer-PCs". In einer Reihe synthetischer aber recht praxisnaher Einzeltests (zum Teil basierend auf der Max Payne Engine) wird vor allem der Grafikkarte alles abverlangt. Neben der Grafikkarte werden hier CPU und Speicher bzw. deren reibungslose Kooperation besonders in den Vordergrund gestellt. Allerdings ist der Benchmark in den letzten Monaten immer öfter in die Kritik geraten, weil man ihm parteiische Messungen zu Gunsten nVidias oder andere Manipulationen zu Gunsten eines Herstellers nachweisen konnte.
- Weitere Informationen: MadOnion.com [23]
- Download: ComputerBase.de [24]
3DMark 2001 SE
Angaben in Punkten
|
Auch im 3DMark2001 sieht es nicht allzu rosig für den Celeron aus, wenngleich er bei 3GHz einem 2,53GHz Pentium 4 recht nahe kommt. Vor allem unsere leistungsfähige Grafikkarte kommt hier dem Celeron zu Gute, die einen großen Teil der Arbeit verrichtet. Sie führt dazu, dass der Celeron im 3DMark2001SE einen höheren Score erhält als im Vorgänger.
3DMark 2001 SE Detail
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
|
Betrachtet man den ersten Game-Test im Detail, so steht der Celeron sogar noch eine Ecke schlechter dar.
Unreal Tournament
- Wie Quake3Arena oder der 3DMark 2000 gehört auch Unreal Tournament sicherlich nicht mehr zu den taufrischen Programmen. Da es uns hier jedoch nicht um die Bewertung einer aktuellen Grafikkarte geht, können wir von diesem Umstand nur profitieren, denn CPU und Speicherauslastung sind auch bei UT nicht zu verachten. Der sog. UTBench setzt hier noch einen drauf. Die Demo, die international als Grundlage für Benchmarks genutzt wird, simuliert ein Deathmatch gegen 16 Bots und ist enorm prozessorlimitiert. D.h., die Grafikkarte spielt (fast) keine Rolle.
- Weitere Informationen: 3DCenter.de [25]
- Download: UTBench [24] (3DCenter.de)
Unreal Tournament
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Im sehr prozessorlastigen UTBench finden sich alle Celerons ganz am Ende wieder, dennoch bleibt das Spiel mit den erreichten Frameraten flüssig zu genießen.
Unreal Tournament 2003
- In diesen Tagen ist der Nachfolger des Egoshooters UT, Unreal Tournament 2003, auch in Deutschland erhältlich. In einem Report [26] hatten wir uns bereits der Hardwareanforderungen der Demo angenommen und ein fast perfektes Umfeld für einen CPU-Test vorgefunden. Denn wie schon UT (1) ist auch UT2003 stark von Prozessor und Speicher-Anbindung, also auch dem FSB, abhängig.
- Weitere Informationen: ComputerBase.de [25]
- Download: UnrealTournament2003.com (Demoversion) [27]
Unreal Tournament 2003
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Sobald der Prozessor für die Bots 'mit denken' muss, bricht die Leistung gewaltig ein, wenngleich der Celeron übertaktet auf 2,66GHz deutlich zulegen kann.
Comanche 4
- Comanche 4 ist ein recht neues Spiel, welches exzessiven Einsatz von den Pixelshadern moderner Grafikkarten zur Darstellung der detaillierten Landschaft, sowie des schön animierten Wassers und reflektierender Flächen macht. Bei durchschnittlichen 30 fps beträgt der Polygondurchsatz runde 6 Millionen pro Sekunde. Bei uns im Test konnten teilweise über 10 Millionen Polygone pro Sekunde dargestellt werden, was natürlich auf die starke Unterstützung der Grafikkarte durch den Prozessor zurückzuführen ist.
- Weitere Informationen: Novalogic.com [28]
- Download: Novalogic.com [29]
Comanche 4
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Auch die Leistungen in Comanche 4 können sich nicht mit dem richtigen Pentium 4 oder den langsamsten Athlons messen.
Quake 3 Arena 1.31
- Quake3Arena und auf dieser Engine basierende Programme gelten als die speicherabhängigsten Spiele überhaupt. Neben den Latenzzeiten spielt hier vor allem die reine Bandbreite eine entscheidende Rolle, weshalb Rambus mit seinen bis zu 4,2 GB/s hier zumeist die Führung übernimmt. Ein nützliches Tool, das das Benchmarken mit dieser Software enorm erleichtert, ist der Q3Bench. Hier können vordefinierte Configs sowie die gewünschten Auflösungen und Detailsstufen gewählt werden. Das Protokollieren der Ergebnisse übernimmt der fleißige Helfer ebenfalls.
- Weitere Informationen: guru3d.com [30]
- Download: G256.com [31]
Quake 3 Arena
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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In Quake 3 kann die Leistung des Celerons mit dem Flyby-Werten von Unreal Tournament 2003 verglichen werden, da hier der Prozessor nicht für die Gegner zuständig ist. Auch wenn der Celeron arg hinterher hinkt, sollten mehr als 180fps zum Spielen völlig ausreichen.
Sysmark 2002
- Auch die neue Version des Benchmarks gliedert sich in zwei Bereiche auf. Im ersten Bereich wird die Arbeitsumgebung eines "Webmasters" bzw. "Webdesigners" simuliert, der den Namen Internet Content Creation trägt. In diesem Testabschnitt werden folgende reale Anwendungen mit einer Scriptsprache gesteuert:
- Macromedia Dreamweaver 5
- Adobe Photoshop 6.0.1
- Adobe Premiere 6.0
- Microsoft Windows Media Encoder 7.1
- Macromedia Flash 5.0
Im zweiten Bereich von Sysmark 2002 wird der Büroalltag (Office Content Creation) mit einer ganzen Reihe von Anwendungen gemessen, die parallel zueinander via Multitasking angesprochen werden. Zu diesen Anwendungen gehören Microsoft Office 2002, Dragon Naturally Speaking, Netscape Communicator 6.0, WinZip 8.0 und McAfee VirusScan 5.13. Die jeweiligen Teilergebnisse, die sich aus der Internet Content Creation und Office Content Creationen ergeben, gehen jeweils zu 50 Prozent in das Endergebnis ein.
Kritker werfen dem Sysmark ab der Version 2002 ein parteiisches Verhalten zu Gunsten von Intel vor. Die Veränderung der Gewichtung der Einzeltest habe gegenüber der Version 2001 den Schwerpunkt auf CPUs dieses Herstellers gelegt. Wir werden den Test jedoch weiterhin unter Vorbehalt in unserem Parcours belassen.
- Weitere Informationen: MadOnion.com [32]
- Download: - keine Demo verfügbar -
Sysmark 2002
Angaben in Punkten
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In Anbetracht des Prozessortaktes enttäuscht die Leistung vom Celeron abermals. Er ist ungefähr so schnell wie ein Athlon XP 1700+. Erst durch das Übertakten lässt sich ein Blumentopf gewinnen.
Sysmark 2002 Detail
Angaben in Punkten
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Die Aufschlüsselung der Einzelergebnisse fördert keine neuen Erkenntnisse zu Tage.
Winace 2.11
- Neben dem wohl verbreitetsten Packformat *.zip dürfte das *.ace-Format sicherlich das beliebteste sein. Erstellt wird es in erster Linie durch den grafisch übersichtlichen und recht flinken Packer WinACE. Neben der Performance der Festplatte spielt auch beim Encoden einer gepackten Datei die Rechenleistung der CPU und erneut das Zusammenspiel aus Speicher und CPU eine wichtige Rolle. In unserem Test gilt es, mit WinACE 2.11 eine Wave-Datei (200MB) bei maximaler Kompressionsstufe zu komprimieren.
- Weitere Informationen: WinAce.com [33]
- Download: ComputerBase.de [34]
WinACE 2.11
Angaben in Minuten, Sekunden
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Von seiner schlechten Seite zeigt sich eigentlich nur der 2,0GHz Celeron, übertaktet sieht es schon etwas anders aus. Eine Gefahr für die schnellen Pentium 4 ist der Celeron selbst bei 3GHz nicht.
Lame 3.91
- Die zweite Disziplin, die beim Encoding anstand, war das dynamische Umwandeln einer 100 MB WAV-Datei in das MP3 Audioformat. Hierfür kam das Programm Lame 3.90 zum Einsatz, das lediglich MMX unterstützt. Das Programm wurde mit den Parametern -v -V 0 gestartet. Dadurch wird eine MP3-Datei mit variabler Bitrate zwischen 160 kbps und 320 kbps erstellt.
- Weitere Informationen: mp3dev.org [35]
- Download: riphelp.com [36]
Lame 3.91
Angaben in Minuten, Sekunden
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Beim Audio-Encoden mit Lame kann sich der Celeron sehen lassen. Auch wenn man den geringeren L2-Cache nicht gänzlich durch höhere Taktraten ausgleichen kann.
Magix MP3 Maker 3.04
- Um das Audio-Encoden nicht zu einseitig zu betrachten, kam in diesem Vergleichstest noch der Magic Music Maker zum Einsatz. Zum Glück des Pentium 4 bietet dieser volle SS2 Unterstützung. Wir haben auch hier die 100 MB WAV-Datei gewählt, die bereits bei Lame zum Einsatz kam.
- Weitere Informationen: Magix.com [37]
- Download: Magix.com [38] (eingeschränkte Demoversion)
Magix MP3 Maker Platinum
Angaben in Punkten
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Nutzt man zum Audio-Encoden den MP3 Maker von Magix, der voll auf Intels SSE2 Erweiterung setzt, so muss sich der Celeron dennoch den Athlon XP Prozessoren geschlagen geben. Selbst der SSE2-"Heimvorteil“ des Celeron nutzt hier nichts.
FlaskMPEG
- Natürlich durften die Prozessoren auch zeigen, was beim Encoden von Videos in ihnen steckt. Hierfür durfte jeder der Kontrahenten ein 451MB großes MPEG1 Video mittels Flask in das DiVX (MPEG4) Format bringen. Die im Durchschnitt erreichte Framerate wurde auf Papier festgehalten. Es wurde mit High Quality Bikubischer Filterung gearbeitet, wobei lediglich der Video-Stream bearbeitet wurde. Der Audiostream blieb dagegen unverarbeitet. Als iDCT kam MMX zum Einsatz, da alle Testkandidaten diese Multimedia Befehlserweiterung voll unterstützen.
- Weitere Informationen: FlaskMPEG.net [39]
- Download: FlaskMPEG.net [40]
Flask - MPEG4 Encoding
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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In Flask macht der Celeron eine recht gute Figur. Er kann mit nur ca. 10% Rückstand halbwegs mit den gleich getakteten Pentium 4 mithalten.
SETI@Home
- Besonders stolz bei unserem Vergleichtest sind wir natürlich auf die Einbeziehung des Textclienten von Seti@Home (3.03). Aufgrund der langen Laufzeit sollte sich hier ein klares Bild über die Leistung der einzelnen Prozessoren ergeben. Um die Ergebnisse vergleichbar zu halten, kam immer die gleiche Work Unit mit einer Angle Range von 0,417 zum Einsatz.
- Weitere Informationen: ComputerBaseTeam.de [41]
- Download: berkeley.edu [42]
Seti@Home
Angaben in Stunden, Minuten
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Irgendwie erinnern die Ergebnisse von Seti an das schlechte Abschneiden in 3DMark2000, Unreal Tournament und Comanche 4. Hier lässt sich einfach nichts beschönigen.
Cinema4D XL R7
- Cinema 4D XL7 gehört zu den ausgewachsenen Rendering-Programmen á la 3D Studio Max. Für den Privatanwender praktisch unerschwinglich, bietet es dem Profi unendliche Möglichkeiten in den Welten des 3D-Renderings und der Animation. Auch hier spielt das Zusammenspiel zwischen Prozessor, Northbridge (Chipsatz) und Speicher erneut eine übergeordnete Rolle.
- Weitere Informationen: Maxon.de [43]
- Download: Maxon.de [42] (eingeschränkte Demoversion)
Cinema4D XL R7 - 3DRendering
Angaben in Minuten, Sekunden
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Auch Cinema4D XL R7 gehört nicht zu den bevorzugten Anwendungen des Celeron.
Lightwave 7.5
- LightWave in der Version 7.0b schlägt in dieselbe Bresche wie Cinema 4D XL7. Allerdings haben die Entwickler den Kernel um den Befehlssatz SSE2 erweitert und somit für den Intel Pentium 4 optimiert. Neben Cinema 4D ermöglicht uns LightWave also eine zweite, aussagekräftige Benchmarkplattform.
- Weitere Informationen: LightWave3D.com [44]
- Download: - keine Demo verfügbar -
Lightwave 7.5 - 3DRendering
Angaben in Sekunden
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In Lightwave konnten schon immer die Intel-Prozessoren schon immer deutlich von der SSE2-Unterstützung profitieren. Allein dies verhindert ein noch schlechteres Abschneiden des Celerons.
Leistung und Preis
Die Leistungswerte des Celerons sind sicherlich etwas durchwachsen. Um sich dennoch ein Bild von der Leistung des Prozessors machen zu können, haben wir unsere Prozessor-Charts [45] aktualisiert. Da dort jedoch die Ergebnisse der übertakteten Varianten nichts zu suchen haben möchten wir auf deren Leistung an dieser Stelle etwas näher eingehen.
Man muss hierbei die Leistung des Prozessors nach Spielen und Anwendungen differenziert betrachten.
Spiele-Leistung
Angaben in Prozent
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Während sich der mit 128kb sehr klein dimensionierte L2-Cache in Spielen äußerst negativ auswirkt und selbst der Celeron mit 3GHz und DDR400 gegen einen Athlon 1400 MHz (Thunderbird) zurückfällt, sieht es in Anwendungen gänzlich anders aus.
Office-Leistung
Angaben in Prozent
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Mit 2,0GHz muss sich der Celeron abermals den letzten AMD Prozessor mit Thunderbird-Kern geschlagen geben. Auf 2,66GHz und DDR333 erreicht er ungefähr die Leistung eines 2,0GHz Pentium 4 beziehungsweise eines Athlon XP2000+. Dieser Betrieb des Celerons ist allgemein zu empfehlen. Beim Erreichen der 3GHz-Marke kann er seine Leistung mit einem 2,4 GHz Pentium 4 vergleichen. Bei diesem Takt ist er schneller als der Athlon XP 2400+, der nun allmählich auch in den Läden erhältlich ist, aber etwas langsamer als der XP 2600+.
Gesamt-Leistung
Angaben in Prozent
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Betrachtet man die Leistung insgesamt, so ist das 2,0GHz Modell langsamer als der Athlon 1400, der 2,66 kann sich mit einem Athlon XP 1700+ bzw. einem Pentium 4 1,8GHz vergleichen. Bei 3,0GHz erreicht er die Leistung eines Athlon XP 2000+ oder die eines 2,2GHz Pentium 4.
Preis-Leistung
Angaben in Punkten
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Bei einem Ladenpreis von derzeit 139 Euro ist er ca. 50 Euro billiger als der Intel Pentium 4 1,8 GHz oder fast genauso teuer wie der Athlon XP 2000+, der für seinen Preis deutlich mehr leistet. Eben diesem kann der Celeron aber erst bei einem deutlich höheren Prozessortakt gefährlich werden.
Fazit
Warum Intel um den P4-Celeron seit jeher weitaus weniger bzw. kaum Presserummel veranstaltet, ist uns mit diesem Test klar geworden. Es fällt angesichts der gezeigten Performance schwer, der CPU positive Seiten abzugewinnen. Für den Spieler ist der Prozessor auf keinen Fall eine Alternative: Spiele gieren nach L2-Cache und lassen somit selbst die um 50% übertaktete Version mit 3,0GHz noch hinter einen Athlon C mit 1400MHz zurück fallen. Gamer: Hände weg! Anders sieht es hingegen im Office-Sektor aus. Zwar schneidet auch hier die Version mit 2,0GHz bescheiden ab. Auf stabile 2,66GHz übertaktet kann sie jedoch mit dem Pentium 4 2,0GHz gleich ziehen, der im Laden deutlich mehr kostet. Mit 3,0GHz reicht die Leistung in der Paradedisziplin, FlaskMPEG, sogar für den Pentium 4 mit 2,66GHz aus. Hier könnte man den Celeron somit als billigen Einstieg in die Pentium 4, spricht Sockel 478-Welt, sehen. Denn die Investition in einen Pentium 4 1,8GHz würde gut 50€ mehr kosten und im übertakteten Zustand kann der Celeron hier den Sieg für sich verbuchen. Der Griff zu einem ausgewachsenen P4 wäre durch das kompatible Mainboard in Zukunft möglich.
Allerdings, und das sollte man ebenfalls nicht außer Acht lassen, ist der Celeron ohnehin für den OEM-Sektor vorgesehen und im Einzelhandel kaum zu bekommen. Hier kann er mit seinen hohen GHz-Werten zu einem relativ gesehen niedrigen Preis glänzen. Der Kunde wird kaum darüber informiert sein, dass die Leistung der CPU weit hinter anderen, teilweise "langsameren" Prozessoren liegt. Ohne von dem Wort "Übertakten" jemals etwas gehört zu haben, ist der sprichwörtliche Kauf der "Katze im Sack" perfekt.
Wie gesagt, es scheint fragwürdig, ob Intel für eine derartig kleine Klientel wirklich extra Fertigungsbänder laufen läßt. Würde man auf diese Weise fehlerhafte Pentium 4 Cores an den Mann bringen, dürfte sich das Geschäft schon eher lohnen. Ob man eine derartige Produktpolitik gut heißen kann, ist eine andere Frage.
Zum Schluss wollen wir zur Sicherheit vielleicht noch kurz darauf hinweisen, dass leider keine Garantie darauf besteht, dass die von uns erreichten Taktraten mit jedem handelsüblichen Prozessor erreicht werden können. Sowohl die individuelle CPU als auch das Board und die Kühlung spielen hier eine entscheidende Rolle!
Ihr wollt über den Artikel diskutieren, habt Fragen, Lob oder Kritik auf dem Herzen? Am besten tut ihr all dies auf ForumBase.de [46] oder in unserem IRC-Channel [47] #computerbase im QuakeNet.
