Test: Intel Pentium 4 3066 MHz (7/18)

HyperThreading-Support für den Desktop
Autor: Thomas Hübner

Sisoft Sandra2002

  • SiSoft Sandra bietet Informationen über das System in Hülle und Fülle und ist zudem in der Lage, die wichtigsten Bestandteile des PCs auf ihre Geschwindigkeit hin zu überprüfen. Für unseren Prozessorvergleich sind jedoch drei Messungen besonders interessant:

    • Sandra Prozessor-Test
      Hierbei kommt zum einen der Dhrystone Benchmark zum Einsatz, der ursprünglich von Siemens entwickelt wurde, um die Leistung des Hauptprozessors zu messen. Zum anderen wird über den Whetstone Benchmark die Leistung des Co-Prozessors bestimmt. Beide Tests erfolgen ohne die Berücksichtigung der erweiterten Multimedia-Befehlssätze.
    • Sandra Multimedia-Test
      Beim Multimedia-Test von Sandra 2002 wird ein Algorithmus eingesetzt, der unter anderem auch beim Generieren von realistischen Naturobjekten wie Bergen oder Wolken zum Einsatz kommt. Die Rede ist hier von der Chaostheorie, die von Mandelbrot aufgestellt wurde. Bei diesem Benchmark werden auch die erweiterten Befehlssätze des Pentium 4 oder die des Athlon XP berücksichtigt. Da die Implementierung von SSE1 in diesem Teiltest besser als die von 3DNow! ist, haben wir den Athlon XP mit seiner SSE1 Einheit (d.h. 3DNow! Professional) arbeiten lassen. Beim Pentium 4 kam dagegen SSE2 zum Einsatz.
    • Sandra Speicher-Test
      Der Memory-Benchmark bietet einen perfekten Überblick über das Zusammenspiel von CPU, Frontside Bus, Northbridge und Speicher. Da die Daten nicht nur vom Speicher zur Northbridge sondern darüber hinaus auch zum Prozessor geschickt werden, sind beide Bus-Systeme für die Performance von entscheidender Rolle. Ein alter Athlon XP, der zwar mit DDR333 (166MHz) theoretisch 2,7GB Daten aus dem RAM erhalten kann, wird hier durch seinen FSB von nur 133MHz auf 2,1GB/s limitiert.


  • Weitere Informationen: SiSoftware.demon.co.uk

  • Download: ComputerBase.de


Sandra Prozessor-Test

Sandra 2002 Arithmetic

 Dhrystone:
Pentium 4 3,06 GHz - PC4200
7.146
Pentium 4 3,06 GHz - DDR333
7.113
Pentium 4 3,06 GHz no HT - PC4200
6.221
Athlon XP 2800+ - DDR333 (EPoX)
6.189
Pentium 4 3,06 GHz no HT - DDR333
6.051
Athlon XP 2700+ - DDR333 (EPoX)
5.974
Athlon XP 2600+ - DDR333
5.910
Athlon XP 2400+ - DDR333
5.548
Pentium 4 2,80 GHz - PC4200
5.520
Pentium 4 2,80 GHz - DDR333
5.519
Pentium 4 2,66 GHz - DDR333
5.413
Pentium 4 2,66 GHz - PC4200
5.399
Pentium 4 2,53 GHz - DDR333
5.085
Pentium 4 2,53 GHz - PC4200
5.043
 Whetstone:
Pentium 4 3,06 GHz - PC4200
5.997
Pentium 4 3,06 GHz - DDR333
5.984
Pentium 4 3,06 GHz no HT - PC4200
3.855
Pentium 4 3,06 GHz no HT - DDR333
3.839
Pentium 4 2,80 GHz - DDR333
3.525
Pentium 4 2,80 GHz - PC4200
3.519
Pentium 4 2,66 GHz - PC4200
3.355
Pentium 4 2,66 GHz - DDR333
3.351
Pentium 4 2,53 GHz - DDR333
3.179
Athlon XP 2800+ - DDR333 (EPoX)
3.136
Pentium 4 2,53 GHz - PC4200
3.133
Athlon XP 2700+ - DDR333 (EPoX)
2.965
Athlon XP 2600+ - DDR333
2.952
Athlon XP 2400+ - DDR333
2.744
Angaben in Punkten

Ganz so recht möchte man den Ergebnissen, inbesondere des Whetstone-Tests nicht glauben. Das aktivieren von Hyper-Threading soll wirklich 55 Prozent mehr Leistung bringen? Ein Resultat, das getrost als theoretisch abstempeln kann. Die 11 Prozent im ersten Teiltest erscheinen da, inbesondere unter Berücksichtigung der noch kommenden Tests, etwas realitätsnaher. Nichts destotrotz kann sich der neue Pentium 4 (mit aktiviertem Hyper-Threading) recht deutlich von der Konkurrenz abheben. Gegenüber seinem Vorgänger, dem 2,8 GHz Modell, kann er sich mit 27 bzw. 70 Prozent mehr Leistung, bei knapp 10 Prozent mehr Takt, klar an die Spitze setzen.

Es scheint so, als hätte Intel mit der Hyper-Threading-Technologie sehr viel Fingerspitzengefühl bewiesen.

Sandra Multimedia-Test

Sandra 2002 Multimedia

 Integer:
Pentium 4 3,06 GHz - PC4200
14.422
Pentium 4 3,06 GHz - DDR333
14.383
Athlon XP 2800+ - DDR333 (EPoX)
12.380
Pentium 4 3,06 GHz no HT - PC4200
12.255
Pentium 4 3,06 GHz no HT - DDR333
12.237
Athlon XP 2700+ - DDR333 (EPoX)
11.949
Athlon XP 2600+ - DDR333
11.782
Pentium 4 2,80 GHz - DDR333
11.272
Pentium 4 2,80 GHz - PC4200
11.250
Athlon XP 2400+ - DDR333
11.056
Pentium 4 2,66 GHz - PC4200
10.723
Pentium 4 2,66 GHz - DDR333
10.706
Pentium 4 2,53 GHz - DDR333
10.171
Pentium 4 2,53 GHz - PC4200
10.021
 Floating-Point:
Pentium 4 3,06 GHz - PC4200
22.408
Pentium 4 3,06 GHz - DDR333
22.284
Pentium 4 3,06 GHz no HT - PC4200
15.281
Pentium 4 3,06 GHz no HT - DDR333
15.264
Pentium 4 2,80 GHz - DDR333
13.969
Pentium 4 2,80 GHz - PC4200
13.962
Athlon XP 2800+ - DDR333 (EPoX)
13.704
Pentium 4 2,66 GHz - PC4200
13.304
Pentium 4 2,66 GHz - DDR333
13.291
Athlon XP 2700+ - DDR333 (EPoX)
13.217
Athlon XP 2600+ - DDR333
13.014
Pentium 4 2,53 GHz - DDR333
12.617
Pentium 4 2,53 GHz - PC4200
12.540
Athlon XP 2400+ - DDR333
12.232
Angaben in Punkten

Auch beim Multimedia-Test unter Zuhilfenahme der SSE2 Erweiterung des Pentium 4 kam uns nur ein Gedanke: Das kann doch gar nicht sein. Aber auch hier war an den Ergebnissen nichts zu rütteln. Mit Hyper-Threading ist gegen den neuen Prozessor kein Kraut gewachsen, erst wenn diese Funktion deaktiviert wurde kann der Athlon XP 2800+, welcher leider immer noch nicht im Handel erhältlich ist, etwas gegen Intels neuen Sproß ausrichten. Der Geschwindigkeitsvorteil gegenüber den 2,8 GHz P4 liegt bei bis zu 60 Prozent und wir beginnen an unserem Weltbild zu zweifeln.

Sandra Speicher-Test

Sandra 2002 Speicherdurchsatz

 Int Buffered:
Pentium 4 3,06 GHz - PC4200
3.415
Pentium 4 2,80 GHz - PC4200
3.376
Pentium 4 2,66 GHz - PC4200
3.370
Pentium 4 3,06 GHz no HT - PC4200
3.365
Pentium 4 2,53 GHz - PC4200
3.360
Pentium 4 3,06 GHz - DDR333
2.594
Pentium 4 3,06 GHz no HT - DDR333
2.593
Pentium 4 2,80 GHz - DDR333
2.579
Pentium 4 2,66 GHz - DDR333
2.576
Pentium 4 2,53 GHz - DDR333
2.572
Athlon XP 2800+ - DDR333 (EPoX)
2.541
Athlon XP 2700+ - DDR333 (EPoX)
2.537
Athlon XP 2600+ - DDR333
2.062
Athlon XP 2400+ - DDR333
2.061

Wenigstens haben wir noch beim Speicherdurchsatz die klassische Dreiteilung. Auch Hyper-Threading ändert nichts an der limitierten Bandbreite und so kann sich der neue Prozessor nur mit einem ganz geringen Vorsprung an die Spitze setzen.

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