Vorwort
"Na klar, Schach!", schießt es einem unwillkürlich durch den Kopf, wenn man die letzten Monate, ja beinahe das gesamte letzte Jahr, unter Berücksichtigung des Wettstreites AMD gegen Intel Revue passieren läßt. Zug um Zug und oftmals lehrbuchartig abwechselnd stellten beide Firmen ihre neuesten Errungenschaften vor. Die Taktik? Eher konventionell: Takterhöhung. Das Resultat? Die Partie läuft noch! Nachdem AMD am 1.10.2002 mit dem XP2800+ das recht aussichtslose Stellungsspiel erneut zu einem Kopf an Kopf Rennen wenden konnte, ist nun wieder Weiß am Zug und auch wenn die Konsequenzen dieses Schrittes vielleicht aktuell noch nicht wirklich absehbar sind, könnte sich für die Zukunft eine aussichtsreiche Stellung ergeben. Intel setzt: Hyper-Threading.
Wir wagen eine Spielanalyse und nehmen im Rahmen dieses Artikels die eingesetzte Figur, den Pentium 4 3,06GHz mit Hyper-Threading Technologie, genauer unter die Lupe. Was ist das besondere an diesem Prozessor? Wo liegen seine Stärken und wie wird sich die Partie in Zukunft weiter entwickeln? Wir hoffen Antworten auf diese Fragen im Rahmen unserer Artikel, drei an der Zahl, finden zu können.
Lesezeichen
Da Intels Hyper-Threading nicht ganz ohne ist, haben wir uns dafür entschieden, insgesamt drei aufeinander aufbauende Artikel zu diesem Thema zu veröffentlichen. Zum vollen Verständnis sollte man also die folgenden Artikel der Reihe nach lesen.
- Was ist Hyper-Threading? [1]
Die Grundlagen - Intel Pentium 4 3066 MHz im Test [2] (Dieser Artikel)
HyperThreading-Support für den Desktop - Intel Pentium 4 im Hyperthreading Spezial [3]
Benchmarks über die pure Theorie hinaus
Da es möglich ist, dass in diesem Artikel auf bestehendes Wissen aus älteren Prozessortests zurückgegriffen wird, ist es für alle, die etwas "mehr" wissen möchten, keinesfalls verkehrt, auch einen Blick in unsere älteren Berichte zu werfen.
- (Rating) Celeron mit 2.0 GHz im Test - Übertaktet auf 3.0 GHz ein Pentium 4 Konkurrent? [4]
(Athlon 1600+ bis 1700+ , Pentium 4 2,53 bis 2,8 GHz) - (Rating) Der Athlon XP 2700+ und 2800+ im Test - Zurück an die Spitze dank FSB166? [5]
(Athlon 2200+ bis 2800+ , Pentium 4 2,4 bis 2,8 GHz) - (Rating) Der nächste Schritt der Athlon-Evolution - Athlon XP 2400+ und 2600+ im Test [6]
(Athlon 2200+ bis 2600+ , Pentium 4 2,4 bis 2,8 GHz) - (Rating) Mit Vollgas in Richtung 3 GHz - Intel Pentium 4 mit 2,8 GHz im Test [7]
(Athlon „C“ 1,4 GHz, Athlon XP 1600+ bis 2200+, Pentium 4 1,8 bis 2,8 GHz) - Pentium 4 mit FSB 533 MHz im Test - Intel setzt neue Maßstäbe [8]
(Athlon XP 1900+ bis 2100+, Pentium 4 2,0 bis 2,53 GHz) - Pentium 4 mit 2,4 GHz im Test - Der neue Spitzenreiter [9]
(Athlon XP 1800+ bis 2000+, Pentium 4 2,0 bis 2,4 GHz) - Intel Pentium 4 2,2 GHz vs AthlonXP 2000+ [10]
(Athlon XP 1800+ bis 2000+, Pentium 4 2,0 bis 2,2 GHz) - AMD Prozessor Roundup [11]
(Duron 950 bis 1200 MHz, Athlon „C“ 1,0 bis 1,4 GHz, Athlon XP 1500+ bis 1700+)
Wer darüber hinaus noch an der Prozessoren-Geschichte von AMD und Intel interessiert ist, wird an den Artikeln „Intels Prozessor History - Der Weg vom Intel 4004 bis zum Pentium 4 [12]“ und „AMD Prozessor History - Ein Überblick vom K5 bis zum Athlon XP [13]“ seine wahre Freude haben.
Hyper-Threading Anforderungen
Damit Hyper-Threading auch wirklich ohne Probleme genutzt werden kann, sind ein paar Sachen zu beachten, den wir uns im folgenden kurz widmen wollen.
Der Chipsatz
Bereits beim Chipsatz stellt sich die große Frage, welcher es denn für HyperThreading sein sollte. Mit der Ideologie "kauf' irgendwas mit Intel" liegt man (fast) immer richtig. Intel hat seine Hausaufgaben gemacht und die eigenen Chipsätze auf ihre Kompatibilität mit den neuen Prozessor hin überprüft. Bis auf dem i845G im A-Stepping konnten alle überzeugen. Bei allen anderen Chipsatzherstellern sind dagegen die Informationen, was die Hyper-Threading Kompatibilität angeht, mehr als rar gesät. Die folgende Tabelle soll etwas Licht ins Dunkel bringen.
| Features | Intel 850E | i845E | i845PE | i845G | i845GE | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Northbridge Features | ||||||
| Northbridge | KC82850E | KC82845E | KC82845PE | KC82845G | KC82845GE | |
| Hyper-Threading Support | Ja | Ja | Ja | Nein (ab B-Step) | Ja | |
| Integrierte Grafik | Nein | Nein | Nein | Ja | Ja | |
| Speichertakt | ||||||
| 100 MHz | Ja (400) | Ja | Nein | Ja | Nein | |
| 133 MHz | Ja (533) | Ja | Ja | Ja | Ja | |
| 166 MHz | Nein | Nein | Ja | Ja (inoffiziell) | Ja | |
| 200 MHz | Nein | Nein | Nein | Nein | Nein | |
| Asynchroner Speichertakt | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja | |
| Speicher-Slots (max) | 4 | 3 | 3 | 2 | 2 | |
| Speichersupport | ||||||
| DDR-SDRAM | Nein | Ja | Ja | Ja | Ja | |
| (Dual)-Rambus | Ja | Nein | Nein | Nein | Nein | |
| AGP Support | ||||||
| 4x | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja | |
| 8x | Nein | Nein | Nein | Nein | Nein | |
| Southbridge Features | ||||||
| Southbridge | Intel 82801 BA | 82801 DB | 82801 DB | 82801 DB | 82801 DB | |
| Festplattencontroller | ||||||
| ATA 100 | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja | |
| ATA 133 | Nein | Nein | Nein | Nein | Nein | |
| Anzahl PCI-Slots (max) | 6 | 6 | 6 | 6 | 6 | |
| USB-Ports (max) | 4 | 6 | 6 | 6 | 6 | |
| USB 2.0 | Nein | Ja | Ja | Ja | Ja | |
| Firewire | Nein | Nein | Nein | Nein | Nein | |
| Sonstiges | ||||||
| I/O-Link | Hub Interface (266MB/s) | |||||
Wie bereits angesprochen, gibt es mit Intels Pentium 4 Chipsätzen fast keine Probleme. Wer ein Mainboard mit den oben genannten Chipsätzen hat, kann sich also glücklich schätzen.
| Features | VIA P4X333 | VIA P4X400 | SiS 645DX | SiS 648 | |
|---|---|---|---|---|---|
| Northbridge Features | |||||
| Northbridge | VT8754 | VT8754 | 645DX | 648 | |
| Hyper-Threading Support | Keine Angaben |
Keine Angaben |
Nein (ab B-Step) |
Nein (ab B-Step) |
|
| Integrierte Grafik | Nein | Nein | Nein | Nein | |
| Speichertakt | |||||
| 100 MHz | Ja (400) | Ja | Ja | Ja | |
| 133 MHz | Ja (533) | Ja | Ja | Ja | |
| 166 MHz | Ja | Ja | Ja | Ja | |
| 200 MHz | Nein | Ja (inoffiziell) | Nein | Ja (inoffiziell) | |
| Asynchroner Speichertakt | Ja | Ja | Ja | Ja | |
| Speicher-Slots (max) | 3 | 3 | 3 | 3 | |
| Speichersupport | |||||
| DDR-SDRAM | Ja | Ja | Ja | Ja | |
| (Dual)-Rambus | Nein | Nein | Nein | Nein | |
| AGP Support | |||||
| 4x | Ja | Ja | Ja | Ja | |
| 8x | Nein | Ja | Nein | Ja | |
| Southbridge Features | |||||
| Southbridge | VT8235 | VT8235 | SiS 961B | SiS 963 | |
| Festplattencontroller | |||||
| ATA 100 | Ja | Ja | Ja | Ja | |
| ATA 133 | Ja | Ja | Ja | Ja | |
| Anzahl PCI-Slots (max) | 5 | 5 | 6 | 6 | |
| USB-Ports (max) | 6 | 6 | 6 | 6 | |
| USB 2.0 | Ja | Ja | Nein | Ja | |
| Firewire | Nein | Nein | Nein | Ja | |
| Sonstiges | |||||
| I/O-Link | V-Link (533MB/s) |
V-Link (533MB/s) |
MuTIOL (533MB/s) |
MuTIOL (1GB/s) |
|
Bei der Chipsatzkonkurrenz sieht es ersteinmal düster aus. Den Betrieb von Hyper-Threading garantiert hier bis jetzt noch kein Hersteller. Während VIA bislang noch keine Angaben gemacht hat, nimmt SiS Hyper-Threading erst bei den überarbeiteten Versionen ihrer Chipsätze im B-Step in den Mund. Also ist es an den Mainboard-Herstellern, ihre Mainboards als HT-geeignet oder ungeeignet einzustufen. Ohne entsprechendes BIOS geht ohnehin nichts. Womit wir auch schon bei der nächsten Voraussetzung für einen erfolgreichen Hyper-Threading Betrieb wären.
Das Bios
Wie bereits angesprochen, ist der Chipsatz alleine nicht Garant dafür, dass Hyper-Threading auch wirklich genutzt wird. So liegt es an den Mainboard-Herstellern, ihre Produkte mit entsprechenden Bios-Updates zu versorgen, so dass sich die neue Technologie auch aktivieren lässt. Denn standardmäßig wird Hyper-Threading nicht aktiviert, so dass theoretisch auch Besitzer von Mainboards, die nicht Hyper-Threading tauglich sind, in den Genuß der "einfachen" 3 GHz des neuen Pentium 4 kommen können.
| Mainboard | Revision | Versionsnummer |
|---|---|---|
| Asus | ||
| P4PE | ab 1.02 | ab 1001 |
| P4GE-B | ab 1.00 | ab 1001 |
| P4T533 | ab 1.03 | ab 1005 |
| P4T533-C | ab 1.03 | ab 1008 |
| P4B533-E | ab 1.02 | ab 1011 |
| P4B533 | ab 1.03 | ab 1011 |
| P4B533-m | ab 1.01 | ab 1010 |
| *Bislang hat nur Asus HT-Support-Listen veröffentlicht |
||

Zu dieser Tabelle sei gesagt, dass bei uns ein Betrieb des Asus P4T533 Rev. 1.02 und dem P4T533-C Rev. 1.01 ohne größe Probleme gelang. Beim P4T533 mussten wir allerdings die Northbridge aktiv kühlen, da sie andernfalls bei einem Dauerbetrieb mit zwei Seti-Instanzen zu heiß wurde. Auf der sicheren Seite ist man also erst mit der genannten Board-Revisionsnummer und dem entsprechenden Bios.
Das Betriebssystem
Stimmt das Mainboard und ist auch im Bios Hyper-Threading aktiviert, so bleibt eigentlich nur eine Hürde, die es noch zu überwinden gilt: Das richtige Betriebssystem mit dem richtigen Kernel. Wie bereits in den HT-Grundlagen erwähnt, sind zum Einsatz dieser Technologie Windows XP Home und Professional sowie Windows 2000 oder Linux ab Kernel-Version 2.4.18 geeignet. Interessant an dieser Auflistung ist sicherlich Windows XP Home. Dieses Betriebssystem unterstützt eigentlich keine Dual-Prozessoren. Allerdings trifft dies nur auf physische Prozessoren zu, zwei logische kann das System durchaus ohne Weiteres verwalten.


Doch mit der Installation des Betriebssystem ist es leider noch nicht getan, denn es muss der richtige Kernel ausgewählt werden. Wenn Windows von den beiden virtuellen Prozessoren Gebrauch machen soll, so ist der Mutliprozessor-Kernel Pflicht. Erst mit ihm Erscheinen im Taskmanager zwei Prozessoren, das eindeutige Zeichen, dass Hyper-Threading aktiv ist und auch funktioniert.



In der Regel erkennt Windows automatisch den zweiten Prozessor und verlangt gegebenenfalls nach einem Neustart um den Kernel zu wechseln.
Für den Fall, dass Windows noch mit dem Single-Prozessor-Kernel arbeiten sollte, ist ein Wechsel ohne Neuinstallation ganz einfach im Geräte Manager mit wenigen Mausklicks manuell möglich. Ein ständiges Hin und Her ist jedoch nicht möglich. Hat man sich einmal für den Multi-Prozessor-Kernel entschieden, führt kein Weg, außer natürlich einer Neuinstallation, zum alten Kernel zurück.
Neuer Rekord beim Verbrauch
Höhere Taktraten sind ja schön und gut, wenn da nur nicht das Problem mit der ebenfalls zunehmenden Leistungsaufnahme wäre. Denn was die Prozessoren an Strom durch ihre Schaltkreise laufen lassen, wird unweigerlich in Wärme umgewandelt. Wäre die Welt nicht schön, wenn es keine Verlustleistung (hervorgerufen durch den ohmschen Widerstand der Leitungen) gäbe? Leider sind wir noch nicht so weit und so müssen die Prozessor-Hersteller mit allen Mitteln verhindern, dass ihr nächster Bolide ein 100 Watt fressendes Monster wird.
Leistungsaufnahme
Angaben in Watt (W)
|
Mit den neuen Pentium 4 ist es Intel nicht nur bei der Leistung gelungen (ohne etwas vorweg nehmen zu wollen) die Messlatte etwas höher zu setzen. Auch die Leistungsaufnahme des 3066 MHz-Monsters bricht alle Rekorde. Wir haben es kaum für möglich gehalten, dass jemals ein Prozessor den Willamette mit 2 GHz vom Thron stoßen kann, doch es ist passiert. Allerdings bewegen wir uns zunehmend in Größenordnungen, die man kaum noch Desktop-PCs daheim zumuten kann. In Anbetracht dieser Tatsache ist es eher fraglich, ob Intel den Northwood-Kern in dieser Form noch bis 3,2 GHz treiben wird. Die Tatsache, dass der Prozessor-Kern selbst diesen Takt und auch noch etwas mehr ohne Probleme mit macht, ist hierbei nebensächlich. Erst der Wechsel auf die 90nm Fertigungs-Technologie beim Prescott, der Mitte 2003 auf den Markt wird, wird Abhilfe schaffen können. Dass die Leistungsaufnahme jedoch einen derart gewaltigen Sprung unternommen hat, scheint logisch. Schließlich ermöglicht es Hyper-Threading, die CPU wesentlich optimaler auszunutzen und somit mehr Units gleichzeitig unter Strom zu halten.
Neue Kühler sind Pflicht
Damit der neue Pentium 4 auch im Sommer einen kühlen Kopf bewahrt, hat Intel mit diesem Prozessor das Kühlerdesign leicht modifiziert. Das neue Intel Referenz-Design besteht hierbei aus radial zu einem massiven Kupferkern angeordneten Lamellen. Aufgrund des besseren Wärmeleitkoeffizienten von Kupfer wird die Wärme schneller vom Heat-Spreader des Pentium 4 abgeführt und anschließend über die Kühlrippen verteilt. Ein darüberliegender Lüfter sorgt für genügend Frischluft. Allerdings war dieser Referenzkühler, der in dieser Form von EKL und Sunon angeboten wird, alles andere als leise. Erst bei 50 Prozent der ursprunglichen Lüfterdrehzahl war ein einigermaßen angenehmes Arbeiten möglich.







Vermutlich legt Intel gerade deshalb seinen Boxed-Prozessoren einen völlig anderen Kühler bei, der von oben betrachtet noch große Ähnlichkeit mit seinem Vorgänger hat. Während Intel beim alten Boxed-Kühler noch gänzlich auf Alumium setzte, kommt nun jedoch eine Kombination aus Kufper-Grundplatte und deutlich feineren Aluminium-Kühlrippen zum Einsatz. Insgesamt hat sich die Oberfläche der Kühlrippen nahezu verdoppelt. Eine Eigenschaft, die der neue mit dem alten Boxed-Kühler übrigens noch teilt, ist die Laufruhe des Lüfters. Insofern gibt es hier trotz der gestiegenen Verlustleistung keine negative Entwicklung zu beobachten.
Prozessoren im Überblick
Für alle Freunde der schnörkellosen Theorie wollen wir, bevor es ans Eingemachte geht, nochmals einen Blick auf die Eckdaten der Kontrahenten werfen.


| Merkmale | Pentium 4 | Celeron | Celeron | Athlon XP |
|---|---|---|---|---|
| Kern | Northwood | Tualatin-256 | Willamette-128 Northwood-128 |
Palomino Thoroughbred "A/B" |
| Front-Side-Bus | 400 MHz QDR 533 MHz QDR |
100 MHz | 400 MHz QDR | 266 MHz DDR 333 MHz DDR |
| Fertigung | 0,13µm | 0,13µm | 0,18mµ 0,13µm |
0,18µm 0,13µm |
| Sockel | Sockel 478 | Sockel 370 | Sockel 478 | SockelA |
| Taktrate (Stepping) | 400MHz QDR 1600 MHz 1800 MHz 2000 MHz 2200 MHz 2400 MHz 2500 MHz (nC1) 2600 MHz (nC1) 533MHz QDR 2266 MHz 2400 MHz 2533 MHz 2666 MHz (nC1) 2800 MHz (nC1) 3066 MHz* *Hyper-Threading Support |
1000 MHz 1100 MHz 1200 MHz 1300 MHz 1400 MHz |
1700 MHz 1800 MHz 2000 MHz |
DDR266 1333 MHz (1500+) 1400 MHz (1600+) 1466 MHz (1700+) 1533 MHz (1800+) 1600 MHz (1900+) 1666 MHz (2000+) 1733 MHz (2100+) 1800 MHz (2200+)* 2000 MHz (2400+)** 2133 MHz (2600+)** DDR333 2166 MHz (2700+)** 2250 MHz (2800+)** *Thoroughbred "A" **Thoroughbred "B" |
| Transistoren | 55 Millionen | unbekannt | unbekannt | 37,5 Millionen |
| DIE-Size | 146 mm2 131mm² (nC1) |
unbekannt | unbekannt | 128 mm2 80 mm2 (T-Bred "A") 84 mm2 (T-Bred "B") |
| L1-Execution-Cache | 12.000 µ-Ops | 16 KB | 12.000 µ-Ops | 64 KB |
| L1-Daten-Cache | 8 KB | 16 KB | 8 KB | 64 KB |
| L1-Takt | CPU-Takt | CPU-Takt | CPU-Takt | CPU-Takt |
| L2-Cache | 512KB | 256 KB | 128KB | 256KB |
| L2-Anbindung | 256 Bit | 256 Bit | 256 Bit | 64 Bit |
| L2-Cache-Takt | CPU-Takt | CPU-Takt | CPU-Takt | CPU-Takt |
| HW Data Prefetching | Ja | Nein (Deaktiviert) | Ja | Ja |
| VCore | 1,475 Volt 1,500 Volt 1,525 Volt 1,550 Volt |
1,475 Volt 1,500 Volt |
1,565 Volt 1,560 Volt 1,525 Volt |
1,75 Volt 1,65 Volt |
| Befehlssätze | MMX SSE / SSE2 |
MMX SSE |
MMX SSE / SSE2 |
MMX / 3DNow! 3DNow!+ / SSE |
| Temperatur Diode | Ja | Ja | Ja | Ja |
| Multiprozessor-fähig | Nein | Nein | Nein | Nein |
| CPU-Architektur | 20-stufige Pipeline | 10-stufige (FPU) 10-stufige (ALU) Pipeline |
20-stufige Pipeline | 15-stufige (FPU) 10-stufige (ALU) Pipeline |

Bis auf die Tatsache, dass jetzt Hyper-Threading beim neuen Pentium 4 aktiviert wurde, gibt es keinerlei Veränderungen. Selbst der Prozessor-Kern ist absolut identisch. Dies bekräftigt noch einmal, dass, wie bereits in unserem Hyper-Threading Grundlagen [14] erwähnt, jeder Pentium 4 über die Grundstrukturen für Hyper-Threading verfügt.
Die Tatsache, dass unser Testmodell mit einer Vcore von 1,550 Volt betrieben wurde, sollte darüber hinaus niemanden beunruhigen, da Intel seit kurzem jeder Pentium 4 Prozessor mit vier verschiedenen Spannung anbietet. Es kann also durchaus sein, dass auch ein 3,06 GHz Pentium 4 mit einem Core-Spannung von 1,475 Volt im Handel auftaucht.
Somit basiert auch der neue Pentium 4 auf die bewährte Netburst-Architektur, die mit folgenden Grundelementen umrissen werden kann.
- Hyper Pipelined Technology [15]
- Rapid Execution Engine [16]
- Advanced Dynamic Execution [17]
- Execution Trace Cache [18]
- Quadspeed System Bus [19]
- Streaming SIMD Extensions 2 (SSE2) [20]
Da alle diese Punkte bereits in einem älteren Artikel ausgiebig behandelt wurden, möchten wir an dieser Stelle nicht noch einmal näher darauf eingehen.
Neue Overclocking Chancen
Auch wenn Intel mit den neuen Pentium 4 nun die 3 GHz Marke geknackt hat, scheint der Prozessor noch Potential für höhere Taktraten zu besitzen. Mit regulärer Luftkühlung und einer auf 1,65 Volt erhöhten Betriebsspannung waren auf unseren Testmainboard im aktiven Hyper-Threading-Modus 3633 MHz möglich.


Den Sinn der Übertaktung kann man jedoch in Frage stellen, denn noch mehr Leistung braucht ein Desktop-System zum jetzigen Zeitpunkt definitiv nicht.
Testsystem
Der neue Prozessor aus dem Hause Intel durfte sich gleich auf mehreren Plattformen beweisen. Neben dem bewährten Asus P4T533, welches zusammen mit 512 MB 32Bit Rambus von Samsung, antreten durfte, kam dieses Mal zusätzlich das neue P4PE mit i845PE und nun offiziellem DDR333 Support zum Einsatz. Als Speicher diente hier 512MB Corsair XMS3500.
Für die Prozessoren von AMD kam das Asus A7V333 bei FSB133 Prozessoren zum Einsatz, die Leistung kürzlich präsentierten Athlon XP2700+ und 2800+ mit FSB166 vermochte dagegen erst das EPoX 8K3A+ voll zu entlocken, weshalb wir uns für zwei verschiedene Testplattformen entschieden haben.
Die Onboard-Komponenten unser verschiedenen Testplattformen wie RAID, Audio oder USB2.0 wurden deaktiviert. Bei einigen Tests wurden einige Komponenten, falls für den Test notwendig, aktiviert. Da unser A7V333 mit aktiviertem onboard Firewire ohne erkennbaren Grund ein bisschen schneller war also ohne, haben wir uns hier ausnahmsweise dazu entschieden, diese Funktion zu aktivieren.
Als Betriebssystem kam wie bei uns üblich Windows XP Professional im der englischen Original-Version zum Einsatz, welche auf den jeweiligen Plattformen nach der Installation aktiviert wurde. Als Grafikkarte kam unsere sehr zuverlässige Asus V8460 mit GeForce4 Ti4600 zum Einsatz.
Um etwaigen Fragen vorzubeugen, hier eine komplette Auflistung unseres Testsystems:
- Prozessor
- AMD Athlon XP 2800+
- AMD Athlon XP 2700+
- AMD Athlon XP 2600+
- AMD Athlon XP 2400+
- Intel Pentium 4 3,06 GHz (FSB533)
- Intel Pentium 4 2,80 GHz (FSB533)
- Intel Pentium 4 2,66 GHz (FSB533)
- Intel Pentium 4 2,60 GHz (FSB400)
- Intel Pentium 4 2,53 GHz (FSB533)
- Motherboard
- AMD Plattform: Asus A7V333 (KT333)
- AMD Plattform (2): EPoX 8K3A+ (KT333)
- Intel Plattform: Asus P4T533 (i850E)
- Intel Plattform (2): Asus P4PE (i845EP)
- Arbeitsspeicher
- 1x512MB DDR433 Corsair XMS3500
- 1x512MB RIMM3200 Samsung Rambus
- 1x512MB RIMM4200 Samsung Rambus
- Grafikkarte
- Asus V8460 Ultra (GeForce4 Ti4600)
- Peripherie
- Asus CRW 4012A
- IBM IC35LC040
- Treiberversionen
- nVidia Detonator 29.42
- AMD Plattform: VIA 4in1 4.42
- Intel Plattform: Intel Inf-Treiber 4.04.1007 + Intel Application Accelerator 2.2
- Software
- Windows XP Professional
Benchmarks
Auch bei diesem Test haben wir keine Mühen gescheut, um die Leistung der neuen Prozessoren von möglichst vielen Seiten zu beleuchten. Wir haben uns jedoch dazu entschlossen, SPEC Viewperf 7.0 aus dem Vergleich zu nehmen, da mit Cinema 4D XL R7 und Lightwave 7.5 bereits zwei reale Anwendungen aus den 3D Render-Bereich vertreten waren. Neu hinzugekommen ist die Demo des Shooters Unreal Tournament 2003.
Nachfolgend eine kleine Übersicht:
- Synthetische Benchmarks
- Sisoft Sandra 2002 Pro
- Madonion PCMark2002
- Madonion 3DMark 2000
- Madonion 3DMark 2001 SE
- Games
- Epic Games Unreal Tournament
- Epic Games Unreal Tournament 2003
- NovaLogic Comanche 4
- id Software Quake 3 Arena
- Anwendungen
- BAPCo Sysmark 2002 (Multitasking)
- Winace 2.11
- Lame 3.91
- Magix MP3 Maker Platinum 3.04 (Threaded)
- FlaskMPEG 0.6 mit DiVX 5.02 (Threaded)
- Seti@Home
- 3D Render Performance
- Maxon Cinema 4D XL R7 (Threaded)
- Newtek Lightwave 7.5
Wer die Benchmarks bei sich zu Hause selbst einmal nachvollziehen möchte, der findet einen Großteil der oben aufgelisteten Testprogramme bei uns in der Downloadsektion [21].
Sisoft Sandra2002
- SiSoft Sandra bietet Informationen über das System in Hülle und Fülle und ist zudem in der Lage, die wichtigsten Bestandteile des PCs auf ihre Geschwindigkeit hin zu überprüfen. Für unseren Prozessorvergleich sind jedoch drei Messungen besonders interessant:
- Sandra Prozessor-Test
Hierbei kommt zum einen der Dhrystone Benchmark zum Einsatz, der ursprünglich von Siemens entwickelt wurde, um die Leistung des Hauptprozessors zu messen. Zum anderen wird über den Whetstone Benchmark die Leistung des Co-Prozessors bestimmt. Beide Tests erfolgen ohne die Berücksichtigung der erweiterten Multimedia-Befehlssätze. - Sandra Multimedia-Test
Beim Multimedia-Test von Sandra 2002 wird ein Algorithmus eingesetzt, der unter anderem auch beim Generieren von realistischen Naturobjekten wie Bergen oder Wolken zum Einsatz kommt. Die Rede ist hier von der Chaostheorie, die von Mandelbrot aufgestellt wurde. Bei diesem Benchmark werden auch die erweiterten Befehlssätze des Pentium 4 oder die des Athlon XP berücksichtigt. Da die Implementierung von SSE1 in diesem Teiltest besser als die von 3DNow! ist, haben wir den Athlon XP mit seiner SSE1 Einheit (d.h. 3DNow! Professional) arbeiten lassen. Beim Pentium 4 kam dagegen SSE2 zum Einsatz. - Sandra Speicher-Test
Der Memory-Benchmark bietet einen perfekten Überblick über das Zusammenspiel von CPU, Frontside Bus, Northbridge und Speicher. Da die Daten nicht nur vom Speicher zur Northbridge sondern darüber hinaus auch zum Prozessor geschickt werden, sind beide Bus-Systeme für die Performance von entscheidender Rolle. Ein alter Athlon XP, der zwar mit DDR333 (166MHz) theoretisch 2,7GB Daten aus dem RAM erhalten kann, wird hier durch seinen FSB von nur 133MHz auf 2,1GB/s limitiert.
- Sandra Prozessor-Test
- Weitere Informationen: SiSoftware.demon.co.uk [22]
- Download: ComputerBase.de [23]
Sandra Prozessor-Test
Sandra 2002 Arithmetic
Angaben in Punkten
|
Ganz so recht möchte man den Ergebnissen, inbesondere des Whetstone-Tests nicht glauben. Das aktivieren von Hyper-Threading soll wirklich 55 Prozent mehr Leistung bringen? Ein Resultat, das getrost als theoretisch abstempeln kann. Die 11 Prozent im ersten Teiltest erscheinen da, inbesondere unter Berücksichtigung der noch kommenden Tests, etwas realitätsnaher. Nichts destotrotz kann sich der neue Pentium 4 (mit aktiviertem Hyper-Threading) recht deutlich von der Konkurrenz abheben. Gegenüber seinem Vorgänger, dem 2,8 GHz Modell, kann er sich mit 27 bzw. 70 Prozent mehr Leistung, bei knapp 10 Prozent mehr Takt, klar an die Spitze setzen.
Es scheint so, als hätte Intel mit der Hyper-Threading-Technologie sehr viel Fingerspitzengefühl bewiesen.
Sandra Multimedia-Test
Sandra 2002 Multimedia
Angaben in Punkten
|
Auch beim Multimedia-Test unter Zuhilfenahme der SSE2 Erweiterung des Pentium 4 kam uns nur ein Gedanke: Das kann doch gar nicht sein. Aber auch hier war an den Ergebnissen nichts zu rütteln. Mit Hyper-Threading ist gegen den neuen Prozessor kein Kraut gewachsen, erst wenn diese Funktion deaktiviert wurde kann der Athlon XP 2800+, welcher leider immer noch nicht im Handel erhältlich ist, etwas gegen Intels neuen Sproß ausrichten. Der Geschwindigkeitsvorteil gegenüber den 2,8 GHz P4 liegt bei bis zu 60 Prozent und wir beginnen an unserem Weltbild zu zweifeln.
Sandra Speicher-Test
Sandra 2002 Speicherdurchsatz
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
Wenigstens haben wir noch beim Speicherdurchsatz die klassische Dreiteilung. Auch Hyper-Threading ändert nichts an der limitierten Bandbreite und so kann sich der neue Prozessor nur mit einem ganz geringen Vorsprung an die Spitze setzen.
Madonion PCMark2002
- Der PCMark 2002 ist ein vergleichsweise neuer Benchmark, der, wie der Name schon sagt, zur Messung der gesamten Systemleistung entwickelt wurde. Hierfür führt er eine Reihe von Tests durch, die primär den Prozessor und den Arbeitsspeicher fordern. Auch die Festplatte wird auf ihre Leistungsfähigkeit hin überprüft. Auf die Veröffentlichung des Teilergebnisses haben wir jedoch verzichtet. Somit liefert uns der PCMark 2002 lediglich eine Punktzahl für die Prozessorleistung und den Arbeitspeicher.
- Weitere Informationen: MadOnion.com [24]
- Download: MadOnion.com [25]
PCMark 2002
Angaben in Punkten
|
Auch beim PCMark von Madonion gibt es keine größeren Überraschungen, wenn gleich hier die Aktivierung von Hyper-Threading keine sensationellen Vorteile bringt. Die um 9 Prozent höhere Punktzahl im Vergleich zum 2,8 GHz Pentium spiegelt damit also einzig und allein den höheren Takt wieder.
PCMark 2002 Crunch-Tests
Angaben in Punkten
|
Das Gesamtergebnis von PCMark ist so gar nicht zu verstehen, wenn man sich einen bestimmten Teiltest näher ansieht, der scheinbar nicht in die Bewertung einfließt. Wie man ganz deutlich sieht, profitiert auch dieser synthetische Benchmark, obwohl er nicht speziell für Hyper-Threading programmiert wurde, von eben genannter Technologie.
Madonion 3DMark2000
- Nach seinem Erscheinungsjahr 1999 zu urteilen, gehört der Benchmark heute schon lange zum alten Eisen und wenn es um die Bewertung einer aktuellen Grafikkarte geht, trifft dies auch durchaus zu. Da aktuelle Karten des Kalibers GeForce 3/4 oder Radeon 8500/9700 jedoch keinerlei Probleme mehr mit der Darstellung der einzelnen Sequenzen haben, kommen hier vor allem Prozessor, Chipsatz und Speicher zur Geltung. Also genau die Komponenten, die uns im Rahmen eines Prozessor-Tests am brennendsten interessieren. Ein Bestandteil des 3DMark 2000, der CPUMark, stellt dieses Zusammenspiel besonders in den Mittelpunkt. Hier berechnet die CPU zwei Spielszenen "in Software", muss also auf die Hardwarebeschleunigung der Grafikkarte verzichten und somit Schwerstarbeit leisten.
- Weitere Informationen: MadOnion.com [26]
- Download: ComputerBase.de [27]
3DMark 2000
Angaben in Punkten
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Viel zu sehen gibt es bei unseren 3DMark2000 Ergebnissen nicht, denn dieser Grafikbenchmark verweigerte seinen Dienst beim Einsatz des Multiprozessor-Kernels von Windows XP. Wir haben uns diesbezüglich mit Madonion verständigt, wo man uns mitteilte, dass dies ein bekanntes Problem sei und man nicht plane einen Bug-Fix hierfür heraus zu bringen. Die Ursache allen Übels ist hierbei das integrierte Systeminformationsprogramm. Unter Einsatz des Single-Prozessor-Kernels auf unserem DDR333 erreichten wir ein Ergebnis von 15160 Punkten, also 310 mehr im Vergleich zum P4 2,8 mit der identischen Konfiguration. Mit Rambus waren es dann schon 15663, der Athlon XP 2800+ ist jedoch im 3DMark2000 nicht zu schlagen.
Madonion 3DMark2001SE
- Der 3DMark 2001SE ist ohne Frage das beliebteste Programm zur Bewertung eines "Gamer-PCs". In einer Reihe synthetischer, aber recht praxisnaher Einzeltests (zum Teil basierend auf der Max Payne Engine) wird vor allem der Grafikkarte alles abverlangt. Neben der Grafikkarte werden hier CPU und Speicher bzw. deren reibungslose Kooperation besonders in den Vordergrund gestellt. Allerdings ist der Benchmark in den letzten Monaten immer öfter in die Kritik geraten, weil man ihm parteiische Messungen zu Gunsten nVidia oder andere Manipulationen zu Gunsten eines Hersteller nachweisen konnte.
- Weitere Informationen: MadOnion.com [28]
- Download: ComputerBase.de [29]
3DMark 2001 SE
Angaben in Punkten
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Auf den ersten Blick dürfte klar ins Auge stechen, dass 3DMark2001SE gar nicht von Hyper-Threading profitiert. Auch wenn es keinen Leistungseinbruch gibt, so sind die paar Pünktchen mehr doch irgendwo auch auf Messungenauigkeiten zurückzuführen. Insgesamt zieht 3DMark nur um 2 Prozent in der Leistung an - selbst der Taktvorsprung von 10 Prozent verpufft hier. Das bestätigt einmal mehr, wie wichtig die Grafikkarte heutzutage ist.
3DMark 2001 SE Detail
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Betrachtet man den ersten Game-Test im Detail, so lassen sich, wenn überhaupt, nur leichte Geschwindigkeitsvorteile durch Hyper-Threading herbei dichten. Alles in allem abermals deutlich: Langsamer wird es durch Hyper-Threading nicht.
Unreal Tournament
- Wie Quake3 Arena oder der 3DMark 2000 gehört auch Unreal Tournament sicherlich nicht mehr zu den taufrischen Programmen. Da es uns hier jedoch nicht um die Bewertung einer aktuellen Grafikkarte geht, können wir von diesem Umstand nur profitieren, denn CPU und Speicherauslastung sind auch bei UT nicht zu verachten. Der sog. UTBench setzt hier noch einen drauf. Die Demo, die international als Grundlage für Benchmarks genutzt wird, simuliert ein Deathmatch gegen 16 Bots und ist enorm Prozessorlimitiert, d.h., die Grafikkarte spielt (fast) keine Rolle.
- Weitere Informationen: 3DCenter.de [30]
- Download: UTBench [29] (3DCenter.de)
Unreal Tournament
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Bislang scheint sich Hyper-Threading nicht ganz so mit den Spielen anfreunden zu können. Aber auch hier ergeben sich zumindest keine Nachteile. Somit muss es also der höhere Prozessortakt richten.
Unreal Tournament 2003
- In diesen Tagen ist der Nachfolger des Egoshooters UT, Unreal Tournament 2003, auch in Deutschland erhältlich. In einem Report [31] hatten wir uns bereits den Hardwareanforderungen der Demo angenommen und ein fast perfektes Umfeld für einen CPU-Test vorgefunden. Denn wie schon UT (1) ist auch UT2003 stark von Prozessor und Speicher-Anbindung, also auch dem FSB, abghängig.
- Weitere Informationen: ComputerBase.de [30]
- Download: UnrealTournament2003.com (Demoversion) [32]
Unreal Tournament 2003
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Bei UnrealTournament2003 waren schon immer die Ergebnisse im Botmatch eindeutig interessanter und so zeigt es sich auch dieses Mal. Im Vergleich zum FlyBy sind die Abstände beim durch den Prozessor limitierten Botmatch etwas größer. Somit ist UT2003 ebensowenig wie UT in Threads eingeteilt, die von einem virtuellen Dual-Prozessor-System profitieren würden.
Comanche 4
- Comanche 4 ist ein recht neues Spiel, welches exzessiven Einsatz von den Pixelshadern moderner Grafikkarten zur Darstellung der detaillierten Landschaft, sowie des schön animierten Wassers und reflektierender Flächen macht. Bei durchschnittlichen 30 fps beträgt der Polygondurchsatz runde 6 Millionen pro Sekunde. Bei uns im Test konnten teilweise über 10 Millionen Polygone pro Sekunde dargestellt werden, was natürlich auf die starke Unterstützung der Grafikkarte durch den Prozessor zurückzuführen ist.
- Weitere Informationen: Novalogic.com [33]
- Download: Novalogic.com [34]
Comanche 4
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Auch Comanche 4 kann Hyper-Threadings nicht wirklich etwas abgewinnen. Die drei Bilder pro Sekunde mehr, die der neue Pentium 4 auf den Bildschirm zaubert, verdankt er nahzu ausschließlich dem höheren Prozessortakt.
Quake 3 Arena 1.31
- Quake3Arena und auf dieser Engine basierende Programme gelten als die speicherabhängigsten Spiele überhaupt. Neben den Latenzzeiten spielt hier vor allem die reine Bandbreite eine entscheidende Rolle, weshalb Rambus mit seinen bis zu 4,2 GB/s hier zumeist die Führung übernimmt. Ein nützliches Tool, dass das Benchmarken mit dieser Software enorm erleichtert, ist der Q3Bench. Hier können vordefinierte Configs sowie die gewünschten Auflösungen und Detailsstufen gewählt werden. Das Protokollieren der Ergebnisse übernimmt der fleißige Helfer ebenfalls.
- Weitere Informationen: guru3d.com [35]
- Download: G256.com [36]
Quake 3 Arena
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Abermals keine Überraschung - Hyper-Threading nützt beim Betrieb nur einer Applikation, die nicht für Mehr-Prozessor-Systeme ausgelegt wurde, herzlich wenig. Alle Quake 3 Freunde werden jetzt sicherlich intervenieren und auf den Consolen-Befehl r_smp 1 verweisen. Allerdings bricht hierdurch die Leistung erst richtig ein.
Damit profitieren alle von uns getesteten Spiele in keinster Weise von der Hyper-Threading-Technologie. Mehr als eine Schwankung von mehr als +/- einem Bild pro Sekunde war in keinem Spiel zu beobachten. Die Spiele-Programmierer haben scheinbar ihre Hausaufgaben (noch) nicht gemacht, die Intel ihnen aufgetragen hat.
Sysmark 2002
- Auch die neue Version des Benchmarks gliedert sich in zwei Bereiche auf. Im ersten Bereich wird die Arbeitsumgebung eines "Webmasters" bzw. "Webdesigners" simuliert, der den Namen Internet Content Creation trägt. In diesem Testabschnitt werden folgende reale Anwendungen mit einer Scriptsprache gesteuert:
- Macromedia Dreamweaver 5
- Adobe Photoshop 6.0.1
- Adobe Premiere 6.0
- Microsoft Windows Media Encoder 7.1
- Macromedia Flash 5.0
Im zweiten Bereich von Sysmark 2002 wird der Büroalltag (Office Content Creation) mit einer ganzen Reihe von Anwendungen gemessen, die parallel zueinander via Multitasking angesprochen werden. Zu diesen Anwendungen gehören Microsoft Office 2002, Dragon Naturally Speaking, Netscape Communicator 6.0, WinZip 8.0 und McAfee VirusScan 5.13. Die jeweiligen Teilergebnisse, die sich aus der Internet Content Creation und Office Content Creationen ergeben, gehen jeweils zu 50 Prozent in das Endergebnis ein.
Kritker werfen dem Sysmark ab der Version 2002 ein parteiisches Verhalten zu Gunsten Intel vor. Die Veränderung der Gewichtung der Einzeltest habe gegenüber der Version 2001 den Schwerpunkt auf CPUs dieses Herstellers gelegt. Wir werden den Test jedoch weiterhin unter Vorbehalt in unserem Parcours belassen.
- Weitere Informationen: MadOnion.com [37]
- Download: - keine Demo verfügbar -
Sysmark 2002
Angaben in Punkten
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Obwohl wir Sysmark2002 ursprünglich für einen Benchmark gehalten haben, der eher auf Taskswitching setzt, belehren uns die Testergebnisse eines Besseren. Ganz offensichtlich enthält BAPCos System-Benchmark doch Multitasking-Passagen, denn sonst würde der Geschwindigkeitsvorteil durch Hyper-Threading geringer ausfallen. Die Ergebnisse des Pentium 4 2.8 GHz konnten vergleichsweise deutlich überboten werden.
Sysmark 2002 Detail
Angaben in Punkten
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Betrachtet man das Ergebnis im Detail, wird auf den ersten Blick klar, dass sowohl die Internet Content als auch die Office Content Creation durch Hyper-Threading profitiert.
Winace 2.11
- Neben dem wohl verbreitetsten Packformat *.zip dürfte das *.ace-Format sicherlich das beliebteste sein. Erstellt wird es in erster Linie durch den grafisch übersichtlichen und recht flinken Packer WinACE. Neben der Performance der Festplatte spielt auch beim Encoden einer gepackten Datei die Rechenleistung der CPU und erneut das Zusammenspiel aus Speicher und CPU eine wichtige Rolle. In unserem Test gilt es, mit WinACE 2.11 eine Wave-Datei (200MB) bei maximaler Kompressionsstufe zu komprimieren.
- Weitere Informationen: WinAce.com [38]
- Download: ComputerBase.de [39]
WinACE 2.11
Angaben in Minuten, Sekunden
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Auch in WinACE ist von den noch in Sandra2002 bescheinigten Ergebnissen nicht viel übrig. Mehr als 4 Prozent mehr Leistung sind nicht drin. Doch seien wir mal ehrlich: Viel Arbeit kann man bei einer stupiden und sich wiederholenden Arbeit wie dem Packen auch wirklich nicht auf zwei Prozessoren verteilen. Viel interessanter wäre schon zu wissen, ob man jetzt endlich während des Komprimierens auch anderen Tätigkeiten am Computer nachgehen kann. Diese und andere Fragen beim Multi-Tasking mit Hyper-Threading beantwortet übrigens unser Hyper-Threading-Spezial [2], auf das wir an dieser Stelle noch einmal verweisen möchten.
Lame 3.91
- Die zweite Disziplin, die beim Encoding anstand, war das dynamische Umwandeln einer 100 MB WAV-Datei in das MP3 Audioformat. Hierfür kam das Programm Lame 3.91 zum Einsatz, das lediglich MMX unterstützt. Das Programm wurde mit den Parametern -v -V 0 gestartet. Dadurch wird eine MP3-Datei mit variabler Bitrate zwischen 160 kbps und 320 kbps erstellt.
- Weitere Informationen: mp3dev.org [40]
- Download: riphelp.com [41]
Lame 3.91
Angaben in Minuten, Sekunden
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Beim Audio-Encoden mit Lame kann sich der Pentium 4 zwar sehen lassen. Aber die 6 Sekunden, die man jetzt weniger warten muss, fallen kaum ins Gewicht. Für's Protokoll: Immerhin neun Prozent schneller ist das neue Modell von Intel, womit der Taktvorteil nahezu 1:1 in Leistung umgesetzt werden konnte.
Magix MP3 Maker 3.04
- Um das Audio-Encoden nicht zu einseitig zu betrachten, kam in diesem Vergleichstest noch der Magic Music Maker zum Einsatz. Zum Glück des Pentium 4 bietet dieser volle SS2 Unterstützung. Wir haben auch hier die 100 MB WAV-Datei gewählt, die bereits bei Lame zum Einsatz kam.
- Weitere Informationen: Magix.com [42]
- Download: Magix.com [43] (eingeschränkte Demoversion)
Magix MP3 Maker Platinum
Angaben in Punkten
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Überraschenderweise ist der MP3 Maker von Magix auch eine Anwendung die durch Hyper-Threading bzw. Dual-Prozessor-Systeme profitieren kann. Beachtliche 19 Prozent Leistungsunterschied macht dies bei ein und demselben Prozessortakt aus.
FlaskMPEG
- Natürlich durften die Prozessoren auch zeigen, was beim Encoden von Videos in ihnen steckt. Hierfür durfte jeder der Kontrahenten ein 451MB großes MPEG1 Video mittels Flask in das DiVX (MPEG4) Format bringen. Die im Durchschnitt erreichte Framerate wurde auf Papier festgehalten. Es wurde mit High Quality Bikubischer Filterung gearbeitet, wobei lediglich der Video-Stream bearbeitet wurde. Der Audiostream blieb dagegen unverarbeitet. Als iDCT kam MMX zum Einsatz, da alle Testkandidaten diese Multimedia Befehlserweiterung voll unterstützen.
- Weitere Informationen: FlaskMPEG.net [44]
- Download: FlaskMPEG.net [45]
Flask - MPEG4 Encoding
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Endlich eine Anwendung, die einmal die Vorteile von Hyper-Threading in der Praxis zeigt. Den Verdacht, "die Anwendung ist bestimmt in mehrere Threads unterteilt", können wir bestätigen. Allein die Aktivierung von Hyper-Threading bringt nocheinmal 20 Frames mehr. Damit legt FlaskMPEG um 30 Prozent bei einer Takterhöhung von 9 Prozent zu. Nicht von schlechten Eltern dachten wir uns, und da kam mit Seti@Home schon der nächste Kracher.
Seti@Home
- Besonders stolz bei unserem Vergleichtest sind wir natürlich auf die Einbeziehung des Textclienten von Seti@Home (3.03). Aufgrund der langen Laufzeit sollte sich hier ein klares Bild über die Leistung der einzelnen Prozessoren ergeben. Um die Ergebnisse vergleichbar zu halten, kam immer die gleiche Work Unit mit einer Angle Range von 0,417 zum Einsatz.
- Weitere Informationen: ComputerBaseTeam.de [46]
- Download: berkeley.edu [47]
Seti@Home
Angaben in Stunden, Minuten
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Seti@Home nutzt die Ressourcen des Prozessors zu 100 Prozent aus. Von wegen! Startet man zwei Seti Clienten und weißt jedem von ihnen einen anderen virtuellen Prozessor zu, so wird alles, was bin dahin als Nonplusultra galt, in den Schatten gestellt. So schafften wir innerhalb von 3 Stunden und 22 Minuten insgesamt zwei Workunits. Umgerecht hat der Prozessor damit nur 1 Stunde und 42 Minuten für eine Workunit benötigt. Einfach sensationell!
Cinema4D XL R7
- Cinema 4D XL7 gehört zu den ausgewachsenen Rendering-Programmen à la 3D Studio Max. Für den Privatanwender praktisch unerschwinglich, bietet es dem Profi unendliche Möglichkeiten in den Welten des 3D-Renderings und der Animation. Auch hier spielt das Zusammenspiel zwischen Prozessor, Northbridge (Chipsatz) und Speicher erneut eine übergeordnete Rolle.
- Weitere Informationen: Maxon.de [48]
- Download: Maxon.de [47] (eingeschränkte Demoversion)
Cinema4D XL R7 - 3DRendering
Angaben in Minuten, Sekunden
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Neben FlaskMPEG und Magix MP3 Maker ist Cinema4D XL R7 eine der wenigen Anwendungen, die speziell für den Einsatz auf Dual-Prozessor-Systemen entwickelt wurden. Beim Rendern einer Szene wird das Bild in der Mitte geteilt und jeder Prozessor darf seinen Teil alleine berechnen. Das Ergebnis ist ein doch recht deutlicher Geschwindigkeitsvorteil von 16 Prozent.
Lightwave 7.5
- LightWave in der Version 7.5 schlägt in dieselbe Bresche wie Cinema 4D XL7. Allerdings haben die Entwickler den Kernel um den Befehlssatz SSE2 erweitert und somit für den Intel Pentium 4 optimiert. Neben Cinema 4D ermöglicht uns LightWave also eine zweite, aussagekräftige Benchmarkplattform.
- Weitere Informationen: LightWave3D.com [49]
- Download: - keine Demo verfügbar -
Lightwave 7.5 - 3DRendering
Angaben in Sekunden
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Auch wenn Hyper-Threading augenscheinlich etwas langsamer zur Sache geht, so spielen auch hier die Messungenauigkeiten eine Hauptrolle. Mit einer 8 Prozent schnelleren Berechnung fällt Lightwave voll in die Kategorie: Nicht Threaded und damit nicht für Hyper-Threading optimiert.
Leistung und Preis
Wie schon in unseren letzten Prozessortests differenzieren wir auch beim neuen Intel Pentium4 3,06GHz die gebotene Leistung nach Spielen und Anwendungen. Wer alle Prozessoren auf einen Blick sehen möchte, findet den neuen 3,06 GHz Pentium 4 auch in unseren aktualisierten Prozessor-Charts [50].
Spiele-Leistung
Angaben in Prozent
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Mit Rambus kann sich der neue Pentium4 3,06GHz souverän an die Spitze setzen und bietet sowohl ohne als auch mit Hyper-Threading die bisher beste Spieleperformance. Im Zusammenspiel mit DDR333 fällt er in Spielen sowohl mit Hyper-Threading als auch ohne ganz knapp hinter einen Pentium4 2,8GHz mit PC4200 Rambus. Die Verwendung von Rambus ist somit nach wie vor nicht zu verachten und kann einen langsameren Prozessor durchaus zu einem ebenbürtigen Konkurrenten für einen schnelleren Prozessor machen, wenn dieser nicht auf Rambus sondern DDR-SDRAM setzt. Dies dürfte sich erst mit Dual-Channel Chipsätzen für den Pentium 4 ändern, die noch dieses Jahr auf den Markt kommen werden.
Office-Leistung
Angaben in Prozent
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Auch die Office-Leistung weiß zu überzeugen. So kommt auch hier kein anderer Prozessor an die Leistung des Pentium4 3,06GHz heran. Interessant ist aber auch, dass der Einsatz von Hyper-Threading im Office Bereich einen stärkeren Einfluss auf die Leistung hat, als etwa bei Spielen.
Gesamt-Leistung
Angaben in Prozent
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Da der Pentium4 3,06GHz sowohl bei den Spielen als auch im Office Einsatz die beste Performance liefert, verwundert es natürlich nicht, dass er auch in der Gesamt-Leistung am besten abschneidet.
| Alter Preis | Neuer Preis | Senkung | |
|---|---|---|---|
| Intel Pentium 4 (Northwood) | |||
| 3,06 GHz | $637 | - | |
| 2,80 GHz | $508 | $401 | 21% |
| 2,66/2,6 GHz | $401 | $305 | 24% |
| 2,53/2,5 GHz | $243 | $193 | 20% |
| 2,40 GHz | $193 | $163 | 15% |
| 2,26/2,2 GHz | $193 | $163 | 15% |
| Intel Celeron (Northwood-128) | |||
| 2,00 GHz | $103 | $83 | 19% |
| Athlon XP (Thoroughbred/Palomino) | |||
| 2800+ | $397 | $397 | - |
| 2700+ | $343 | $343 | - |
| 2600+ | $297 | $297 | - |
| 2400+ | $193 | $193 | - |
| 2200+ | $183 | $183 | |
| 2100+ | $174 | $161 | 8% |
| 2000+ | $155 | $99 | 36% |
Intels neues Spitzenmodell steigt mit einem Preis von $637 ein. Da Intel schon vor wenigen Tagen die Preise für die älteren Modelle gesenkt hat, dürften für einige Kunden diese Modelle jetzt vielleicht etwas interessanter erscheinen. AMDs Topmodell ist zwar noch nicht lieferbar, aber auch für die anderen Modelle um den Athlon XP 2600+ und 2700+ muss man momentan noch einiges mehr bezahlen, als man in der Vergangenheit von AMD gewohnt war. Hier sollte sich jedoch bald Besserung einstellen, wenn die genannten Prozessoren besser verfügbar sind.
Preis-Leistung
Angaben in Punkten
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Das Preis-Leistungs-Verhältnis des Pentium4 3,06GHz ist natürlich nicht gerade berauschend. Aber immerhin kann Intel dieses Verhältnis durch die Einführung von Hyper-Threading leicht verbessern. Dennoch sind Kunden, die besonders viel Wert auf ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis legen, mit dem neuen Pentium 4 3,06GHz wohl nicht gut beraten und sollten hier eher auf ein älteres Modell oder aber auf die Konkurrenz setzen.
Fazit
Sprachen wir in der Einleitung noch vom Denksport Schach, scheint nun ein Tennis Ausdruck angebracht: "Advantage, Intel!". Auch wenn wir bisher nur auf dem konventionellen Schlachtfeld einen Vergleich gezogen haben, scheint bereits fest zu stehen, dass Intel vorerst die unangefochtene Geschwindigkeitskrone zurück erobert hat. Der Pentium 4 3,06GHz geht in fast jeder Anwendung als klarer Sieger vom Platz. War uns dieses Ergebnis im Endeffekt auf Grund der Taktrate schon vor dem ersten Benchmark klar, haben uns die Resultate bezüglich der Hyper-Threading Technolgie ebenfalls nicht großartig überrascht. Wie wir schon in unserem Grundlagenartikel vermutet hatten, nutzen derzeit nur die wenigsten Programme die Möglichkeiten dieser Technologie aus. Im Endeffekt verstanden es nur Cinema 4D und FlaskMPEG, die Fähigkeiten des neuen P4 zu massiven Geschwindigkeitsverbesserungen zu nutzen. Spiele hingegen sind derzeit noch nicht in der Lage, die zwei virtuellen CPUs für sich zu beanspruchen, da ihre Programmierung hierfür nicht ausgelegt ist. Hier bietet sich allerdings der Vergleich zu MMX an. Als Intel die Technologie 1997 ins Leben rief, profitierten anfangs nur eine handvoll Programme von den neuen CPU-Befehlen. Heutezutage ist MMX bereits so tief in den Anwendungen verankert, dass man im Endeffekt keine Notiz mehr davon nimmt. Wir wagen die Vermutung, dass es mit Hyperthreading genauso sein wird und Intel scheint diese Entwicklung mit aller Macht vorantreiben zu wollen. So scheint es auch nicht verwunderlich, dass man Firmen Hilfe bei der Programmierung von Software anbietet, um sie für Hyper-Threading auszulegen.
Liegen die Vorteile der Hyper-Threading Technologie bei der Berechnung einer einzelnen Anwendung also noch in der Zukunft, kann man eine Reihe an Vorteilen im parallelen Betrieb von Programmen schon heute hautnah miterleben. Seti hat hier einen ersten Ausblick darauf gegeben, was Hyper-Threading zu leisten in der Lage ist. In unserem Spezial wollen wir uns genau diesem Thema widmen. Ring frei für die nächste Runde und Licht an für eine Technologie, die in den kommenden Jahren die Entwicklung der Mikroprozessoren maßgeblich mitbestimmen wird.
Ihr wollt über den Artikel diskutieren, habt Fragen, Lob oder Kritik auf dem Herzen? Am besten tut ihr all dies auf ForumBase.de [51] oder in unserem IRC-Channel [52] #computerbase im QuakeNet.

