Vorwort
Die Vorstellung des letzten Pentium 4 Prozessors liegt nun schon wieder über drei Monate zurück. Drei Monate, in denen Intel nahezu ausnahmslos alle Benchmarks gegenüber der Konkurrenz dominieren konnte - Sowohl Spiele als auch Anwendungen fühlten sich auf dem Pentium 4 mit 2,53GHz außerordentlich wohl. Dies war auch kein Wunder, hatte Intel doch schließlich mit der Vorstellung dieses Prozessors auch den Front Side Bus (FSB), der für die Kommunikation zwischen Prozessor und Speichercontroller (Northbridge) verantwortlich ist, auf 533MHz angehoben, wodurch die Bandbreite dieser Verbindung von 3,2 GB/s auf 4,2 GB/s angehoben werden konnte. Mit neuem Rambus-Speicher, der nun effektiv mit 533MHz getaktet (PC1066/PC4200) wird und so nun seinerseits mit 4,2 GB/s an die Northbidge angebunden ist, bestand vollkommene Harmonie zwischen Pentium 4 und Rambus, die in deutlichen Performance-Sprünge resultierte, wie wir sie in unserem Test des 2,53GHz Pentium 4 [1] mit einem Front Side Bus von 533MHz auch nachweisen konnten.
Der größte Konkurrent von Intel, der hier sicherlich nicht weiter vorgestellt werden muss, konterte vor kurzem mit zwei neuen Modellen: Dem Athlon XP 2400+ sowie seinem schnellerem Gesellen, dem Athlon XP 2600+. Nicht nur, dass AMD mit diesen beiden Prozessoren unserer Meinung nach [2] indirekt eingestand, dass sich die Modelnummer entgegnen der offiziellen Position eben doch den Vergleich zu Intels Pentium 4 sucht. Nein, auch die Speedkrone konnte sich AMD damit in einigen Teilbereichen zurück erobern. Allerdings, und das wollen wir gleich vorweg nehmen, konnte uns AMD keine Samples für diesen Test zur Verfügung stellen und auch einen XP2200+ ('Thoroughbred') hatte man allem Anschein nach nicht auf Lager, so dass hier ein auf 2200+ "gelockter" 2100+ 'Palomino' herhalten mußte. Da sich beide Prozessoren jedoch nur in der Die-Größe und der Fertigungsstruktur unterscheiden, entsprechen die Resultate dennoch denen eines Thoroughbreds.


Mit der Vorstellung des 2,8GHz schnellen neuen Pentium 4 am heutigen Montag, dem 26. August, möchte Intel nun für Klarheit an den Fronten sorgen. Doch reicht der um 10,5 Prozent höhere Takt aus, um AMD in die Schranken zu weisen und können Anwendungen überhaupt noch von den Taktsteigerungen auf so hohem Niveau profitieren? Diese und andere Fragen werden wir in diesem Artikel klären.
Die Neuen
Mit der Einführung des FSB533 konnte der Chipgigant Intel gleich drei Prozessoren präsentieren, die von der höheren Bandbreite profitierten. Neben dem mit 2,53 GHz getakteten Top-Modell wurde damals der Pentium 4 2,4B und ein 2,26 GHz schnelles Modell präsentiert. Da es den 2,4 GHz Pentium 4 auch mit einem FSB400 gibt, soll das „B“ im Namen den FSB533 kennzeichnen. Intel fährt damit momentan also mehr oder weniger zweigleisig. Obwohl man den alten FSB400 so schnell wie möglich aus dem Markt schieben möchte, kann man den Besitzern älterer Pentium 4 Mainboards, die eben offiziell nur diesen Frontside-Bus unterstützen, nicht einfach eine Absage erteilen.




Neben dem Pentium 4 mit 2,8 GHz (FSB533) und dem ebenfalls neuen 2,66 GHz Modell stellt Intel deshalb zusammen mit diesen Prozessoren auch zwei neue Rechenknechte vor, die mit dem alten Frontside-Bus betrieben werden. Dies wäre zum einen der 2,5 GHz Chip und zum anderen ein 2,6 GHz Pentium 4. Damit hat der Chipgigant aus dem sonnigen San Jose sein Produktportfolio um vier Prozessoren erweitertet.
- 2,80 GHz - 21x133 MHz (FSB533)
- 2,66 GHz - 20x133 MHz (FSB533)
- 2,60 GHz - 26x100 MHz (FSB400)
- 2,50 GHz - 25x100 MHz (FSB400)
Das schnellste Modell ist damit nur auf aktuellen Mainboards, die einen Frontside-Bus von 533 MHz bieten, lauffähig. Allerdings besteht auch hier die Möglichkeit, dass Intel mit der Vorstellung des nächst schnelleren Prozessors, einen Pentium 4 mit 2,8 GHz vorstellt, der mit FSB400 betrieben werden kann. Aus uns vorliegenden Roadmaps des Prozessor-Herstellers geht dies jedoch nicht hervor. Darüber hinaus kommt hier erschwerend hinzu, dass bereits die jetzt vorgestellten neuen FSB400 Modelle nicht ohne weiteres auf aktuellen sowie etwas älteren Mainboards zum Leben erweckt werden können. Doch dazu später mehr.
Neues Stepping
Mit der Vorstellung der neuen Prozessoren hat Intel auch die CPUID um drei Versionsnummern von 4 auf 7 angehoben. Damit basieren die neuen Prozessoren auf einem überarbeiteten Prozessor-Stepping, das offensichtlich für höhere Taktraten unerlässlich ist. Doch was ist das überhaupt, ein „Prozessor-Stepping“? Wie der Name eigentlich schon sagt, beschreibt das Stepping (step - engl: Stufe) quasi den Entwicklungsstand eines Prozessors. Da man bei derart hochkomplexen Bauelementen wie einem Prozessor ebenfalls nicht vor kleinen Fehlern geweiht ist, werden häufig bekannte Fehler durch eine Überarbeitung des Prozessorkerns ausgebügelt. Dieses Stepping muss sich hierbei nicht nur auf den Prozessorkern, den so genannten 'Die', beziehen. Auch Veränderungen im Package können eine neue 'Prozessorstufe' nach sich ziehen. Intel bezeichnet dieses Steppings allgemein mit Buchstaben gefolgt von einer Zahl, um sie eindeutig unterscheiden zu können.
Im Allgemeinen handelt es sich beim A0 Stepping um die erste Version eines Prozessors, die während der Entwicklung durchlaufen wird. In den seltensten Fällen ist die Hauptrecheneinheit von Anfang so perfekt, dass sie gleich in die Massenproduktion gehen kann. Beim in 0,13µm gefertigten Pentium 4, Codename Northwood, war das B0 Stepping reif für die Produktion. Dieses Stepping wird häufig auch als nB0 bezeichnet, damit es nicht zu Verwechslungen mit dem in 0,18µm gefertigten Willamette-Kerns des P4s kommt. Allgemein erkennt man ein neues Stepping des Northwoods durch ein vorangestelltes kleines „n“. So dient beispielsweise ein kleines „t“, um den in 0,13µm gefertigten Tualatin-Kern (Pentium III) vom vorhergehenden Coppermine-Kern zu unterscheiden.
Auf das klassische nB0 Stepping sind wir bereits in einem unserer vorangegangenen Artikel näher eingegangen. Seither hat Intel diesen Prozessor quasi zweimal neu auflegen lassen. Allerdings hat der Chipriese nur ein einziges Mal die CPUID verändert und zwar bei den neuen Prozessoren. Aber auch beim 2,4B und 2,53GHz Pentium 4 kam ein leicht überarbeiteter Prozessorkern zum Einsatz. Die Veränderungen waren uns bereits damals während unseres Tests [3] aufgefallen, Informationen hierzu stehen uns allerdings erst jetzt zur Verfügung. Was hatte sich verändert?
Zur Erinnerung: An den Kondensatoren auf der Unterseite des von uns getesteten 2,4B und 2,53 GHz Pentium 4 waren Veränderungen an den Lötstellen der Kondensatoren sichtbar, die sich leicht von den vorangegangenen Pentium 4 Prozessoren unterschieden. Die Prozessor CPUID blieb jedoch unverändert.


Erst kürzlich, genauer gesagt am 22. Juli, veröffentlichte Intel ein Dokument, das unsere offenen Fragen klären konnte. So gibt es beim nB0-Stepping nun zwei Versionen, zum einen nB0 Non-Shrink sowie nB0 Shrink. Von allen Prozessoren zwischen 1,80 und 2,53 GHz müssten beide und vom 2,6 sowie 2,66 GHz Pentium4 nur das überarbeitete Modell zur Verfügung stehen. Doch was wurde hier geschrumpft (shrink - engl: schrumpfen) und wie war dies plötzlich möglich? Alles in allem ist der Prozessorkern etwas kleiner geworden. Von Anfangs 146mm² konnte er durch eine dichtere Platzierung der Funktionseinheiten und das Entfernen von 'Leerflächen' um 10 Prozent auf 131mm² verkleinert werden. Eine neue Anordnung der Funktionseinheiten des Prozessors war nicht nötig. In Folge dessen mussten auch die Kondensatoren geringfügig umpositioniert werden, ihre Anzahl und Kapazität blieb jedoch unverändert. Die elektrischen Eigenschaften des Prozessors, wie beispielsweise EMV, haben sich jedoch nicht verändert. Auch die 23 bekannten Fehler (Errata) [4], die der Prozessor mit sich brachte, blieben in ihrer Anzahl unverändert. Insbesondere deshalb hat Intel wahrscheinlich nicht die Notwendigkeit einer neuen Stepping-ID gesehen.
Neues Stepping (Fortsetzung)
Beim 2,8GHz Pentium4 sieht die Sache jedoch etwas anders aus. Im Herzen des Prozessors arbeitet nämlich erstmals ein um weitere Fehler bereinigter Prozessor-Kern. Informationen darüber, welche Fehler Intel genau beseitigen konnte, lagen uns bis zum Redaktionsschluss jedoch nicht vor. Fakt ist nur, dass es weniger als 23 sind. Demzufolge waren Intel diese Veränderungen nun ein neues Stepping wert. Die CPUID wurde von 0F24h auf 0F27h (Stepping von 4 auf 7) angehoben. Das neue Stepping hört auf den Namen nC1 und kommt darüber hinaus mit weiteren Veränderungen daher. Zum einen wurde die Anzahl der Kondensatoren, welche die Transistoren mit Spannung versorgen und Versorgungsschwankungen ausgleichen, von 15 auf 12 reduziert. Da die neuen Kondensatoren etwas größer sind, ist davon auszugehen, dass ihre Kapazität leicht erhöht wurde, um in der Summe ebenso viele Ladungen wie vorher Speichern zu können. Vermutlich spart Intel hierdurch ein paar Cents bei der Herstellung des Prozessors.


Auch die Betriebsspannung des Prozessors ließ Intel nicht unberührt. Alle Pentium4 Prozessoren des nC1 Steppings werden mit einer VCore von 1,525 Volt angesprochen. Damit hat man die Spannung um 0,025 Volt leicht erhöht, um so für ausreichend Stabilität bei höheren Taktraten zu sorgen, da die Signale durch die höhere Spannung 'sauberer' werden. Zu ähnlichen Schritten greift man auch, wenn man Prozessoren über ihren Spezifikationen betreiben (übertakten) möchte. Parallelen drängen sich hier schon auf. Da es häufig falsch dargestellt wird, möchten wir jedoch ausdrücklich darauf hinweisen, dass der Pentium 4 im Betrieb fast nie mit dieser Spannung versorgt wird. Mit zunehmender Prozessorbelastung wird nämlich auch die dem Prozessor zugeführte Spannung reduziert. Dieses Arbeitsprinzip haben wir in einem anderen Artikel [5] bereits näher erläutert. An dieser Stelle möchte ich darauf für weitere Informationen verweisen.

Update: Laut uns vorliegenden Informationen handelt es sich hierbei nur um ein Reporting-Problem. Der Intel Pentium 4 hatte schon immer 128 Einträge im TLB unterbringen können.
Alles in allem bietet das nC1-Stepping somit die Garantie für noch höhere Taktraten. Neben dem Pentium 4 mit 2,8GHz, welcher ausschließlich mit dem nC1 Stepping erhältlich ist, werden auch alle anderen Pentium 4 Prozessoren zwischen 1,8A GHz und 2,66GHz im nC1 Stepping zur Verfügung stehen. Beim Kauf eines Pentium4s sollte man also darauf achten, eines dieser Modelle zu bekommen. Auf dem Heat-Spreader (korrekt IHS) lassen sich diese durch einen fünfstelligen S-Spec-Code genau identifizieren. Auch eine Unterscheidung durch die größeren Kondensatoren auf der Unterseite ist möglich. Die folgende Tabelle soll etwas Licht ins Dunkel der S-Spec Codes bringen.
| Prozessor | nB0 Non-Shrink | nB0 Shrink | nC1 |
|---|---|---|---|
| 1.80A | SL62P | SL66Q | SL6LA |
| 2 2A | SL5YR | SL66R | SL6GQ |
| 2.20 | SL5YS | SL66S | SL6GR |
| 2.26 | SL67Y | SL6D6 | SL6DU |
| 2.40 | SL65R | SL66T | SL6GS |
| 2.40B | SL67Z | SL6D7 | SL6DV |
| 2.53 | SL682 | SL6D8 | SL6DW |
Eine winzige Kehrseite hat das neue Stepping übrigens auch: Die Thermal Design Power der neuen Modelle liegt über denen der Vorgänger, da die Betriebsspannung angehoben werden musste.
Neue Fertigung
Bereits in unserem Artikel über den Pentium4 2,2GHz [7] hatten wir darüber berichtet, dass Intel die Fertigung nach und nach von 200mm Wafer auf 300mm Wafer umstellen wird.
Wafer sind runde, polierte Silizium-Scheiben und stellen die Grundlage für die Chip-Herstellung dar. Durch den Umstieg auf größere Wafer werden die Herstellungskosten gesenkt, da zum einen viel mehr DIEs auf einem Wafer Platz finden und zum anderen der Verschnitt an den Rändern, der bei einem runden Silizium-Wafer und eckigen DIEs logischerweise entsteht, prozentual betrachtet auf einem größeren Wafer kleiner ausfällt. So bieten 300mm Wafer eine um den Faktor 2,25 größere Fläche als 200mm Wafer. Die Herstellungskosten für einen einzelnen Wafer steigen aber keineswegs um diesen Faktor, so dass schon hier erste Herstellungskosten eingespart werden.
Die neuen Wafer zogen aber auch andere Änderungen in der Herstellung nach sich. Konnten die 200mm Wafer noch von Hand transportiert werden, so ist dies bei 300mm Wafern aus ergonomischen Gründen nicht mehr erlaubt. Die Vergrößerung der Fläche um den Faktor 2,25 zieht natürlich auch eine Gewichtserhöhung um den Faktor 2,25 nach sich.
Für den Umgang mit den 300mm Wafern wurde deshalb eine automatische und mechanische Hilfe erforderlich. Dies kann teilweise natürlich zu kurzen Verzögerungen im Produktionsablauf führen, da einfache Handgriffe jetzt nur noch mit mechanischer Unterstützung ablaufen können. Des Weiteren mussten natürlich die ganzen Fabriken an die neuen Wafer angepasst werden und die Umrüstung kompletter Produktionsteile war unumgänglich.
Ein derartiger Umstieg macht natürlich nur Sinn, wenn die Produktion mit 300mm Wafern eine identische Performance und Qualität bei besserer Ausbeute garantiert. Am Anfang der Entwicklung war die Ausbeute mit 300mm Silizium-Wafern sogar geringer als mit 200mm Wafern. Im Zuge der weiteren Verbesserung und Anpassung der Fertigungstechnik, schlossen die 300mm Wafern in diesem Bereich jedoch schnell zu ihren Vorgängern auf.
Doch warum ist diese Fertigungsänderung auch bei den neuen Pentium4 Modellen nicht uninteressant? Schon damals bei der Umstellung des Fertigungsprozesses von 0.18µm auf 0.13µm konnten mehr DIEs pro Wafer hergestellt werden. Als dann auch noch die Wafer von 200mm auf 300mm umgestellt wurden, machte sich dies doppelt bemerkbar. Passten auf einen 200mm Wafer noch 144 DIEs des alten Pentium4 - Willamette, so konnten auf einem 300mm Wafer schon 200 dieser DIEs untergebracht werden. Ein Willamette-DIE war aber noch 217mm² groß. Durch die neue 0.13µm Technologie verringere sich die DIE-Größe des Northwoods trotz doppeltem L2-Cache auf 146mm². So kamen bisher 484 Northwood-DIEs auf einem 300mm Wafer unter.
Doch wie wir beim Abschnitt über das neue Stepping schon berichteten, hat Intel diese Fläche durch eine dichtere Platzierung der Funktionseinheiten und das Entfernen von „Leerflächen“ um 10 Prozent auf 131mm² verkleinert. Somit wurde die Ausbeute an DIEs pro Wafer noch einmal gesteigert und die Produktionskosten ein weiteres Mal gesenkt.
Überblick
Northwood oder Athlon XP - wenn es doch so einfach wäre. Doch unter der schlichten Bezeichnung stecken derzeit eine ganze Reihe an unterschiedlichen Kern-Typen und Steppings. Die folgende Tabelle zeigt die wichtigsten Informationen über alle derzeit erhältlichen Prozessortypen auf.
| Merkmale | Pentium 4 (FSB400) | Pentium 4 (FSB533) | Athlon XP | Athlon XP |
|---|---|---|---|---|
| Kern | Northwood | Northwood | Palomino | Thoroughbred |
| Fertigung | 0,13µm | 0,13µm | 0,18µm | 0,13µm |
| Sockel | Sockel 478 | Sockel 478 | SockelA | SockelA |
| Taktrate (Stepping) | 1600 MHz 1800 MHz 2000 MHz 2200 MHz 2400 MHz 2500 MHz (nC1) 2600 MHz (nC1) |
2266 MHz 2400 MHz 2533 MHz 2666 MHz (nC1) 2800 MHz (nC1) |
1333 MHz (1500+) 1400 MHz (1600+) 1466 MHz (1700+) 1533 MHz (1800+) 1600 MHz (1900+) 1666 MHz (2000+) 1733 MHz (2100+) |
1800 MHz (2200+) 2000 MHz (2400+)* 2133 MHz (2600+)* *Thoroughbred "B" |
| Transistoren | 55 Millionen | 55 Millionen | 37,5 Millionen | 37,5 Millionen |
| DIE-Size | 146 mm2 131mm² (nC1) |
146 mm2 131mm² (nC1) |
128 mm2 | 80 mm2 (T-Bred "A") 84 mm2 (T-Bred "B") |
| Front-Side-Bus | 400 MHz QDR | 533 MHz QDR | 266 MHz DDR | 266 MHz DDR |
| L1-Execution-Cache | 12.000 µ-Ops | 12.000 µ-Ops | 64 KB | 64 KB |
| L1-Daten-Cache | 8 KB | 8 KB | 64 KB | 64 KB |
| L1-Takt | CPU-Takt | CPU-Takt | CPU-Takt | CPU-Takt |
| L2-Cache | 512KB | 512 KB | 256KB | 256KB |
| L2-Anbindung | 256 Bit | 256 Bit | 64 Bit | 64 Bit |
| L2-Cache-Takt | CPU-Takt | CPU-Takt | CPU-Takt | CPU-Takt |
| Hardware Data Prefetching | Ja | Ja | Ja | Ja |
| VCore | 1,5 Volt 1,525 Volt (nC1) |
1,5 Volt 1,525 Volt (nC1) |
1,75 Volt | 1,65 Volt |
| Befehlssätze | MMX SSE / SSE2 |
MMX SSE / SSE2 |
MMX / 3DNow! 3DNow!+ / SSE |
MMX / 3DNow! 3DNow!+ / SSE |
| Temperatur Diode | Ja | Ja | Ja | Ja |
| Multiprozessor-fähig | Nein | Nein | Nein | Nein |
| CPU-Architektur | 20-stufige Pipeline | 20-stufige Pipeline | 15-stufige (FPU) 10-stufige (ALU) Pipeline |
15-stufige (FPU) 10-stufige (ALU) Pipeline |
Wo liegen nun die Neuerungen gegenüber unserem letzten Artikel [8]? Auf Seiten Intels fällt im Endeffekt nur die Einführung des neuen Steppings 'nC1' auf, welches wir bereits abgehandelt haben. AMD hat den oft gescholtenen Athlon XP Kern 'Thoroughbred' gehörig überarbeitet und in die Version "B" gebracht. Die Leistungsaufnahme konnte so deutlich gesenkt, die Taktrate enorm gesteigert werden. Die Fläche des DIE stieg jedoch um gut 4mm². Leider standen uns CPUs auf Basis dieses Kerns, wie bereits erwähnt, für einen Test nicht zur Verfügung.
Die Eigenschaften der Intel NetBurst-Technologie haben wir ebenfalls in alten Artikeln zu Genüge behandelt und verweisen hier nochmals auf die sechs Schlagworte dieser Architektur, die derartig hohe Takraten erst möglich macht.
- Hyper Pipelined Technology [9]
- Rapid Execution Engine [10]
- Advanced Dynamic Execution [11]
- Execution Trace Cache [12]
- Quadspeed System Bus [13]
- Streaming SIMD Extensions 2 (SSE2) [14]




Leistungsaufnahme
Die Leistungsaufnahme der Prozessoren hat in den vergangenen Monaten und Jahren stetig zugenommen. Durch feinere Fertigungsstrukturen und eine daraus resultierende, geringere Betriebsspannung konnte man zumindest einen Prozessor mit einer Leistungsaufnahme von 100 Watt im Desktop-Bereich abwenden. Allerdings kommt man langsam aber sicher auch dieser Marke immer etwas näher. Damit sich die Hersteller von modernen Kühllösungen auf diese gestiegenen Anforderungen einstellen können, ist es üblich, bei jedem Prozessor einen Wert anzugeben, der die benötigte Kühlleistung beschreibt. Hier hat sich der Begriff Thermal Design Power (TDP) etabliert. Dieser Wert gibt die übliche Wärmeverlustleistung des Prozessors an, für den auch die Kühllösungen geschaffen sein müssen.
Bei der Bestimmung dieses TDP-Werts gibt es zwischen Intel und AMD jedoch große Unterschiede. In den technischen Dokumenten schweigt sich Intel gänzlich über die Bildung des Werts aus - AMD ist hier ausnahmsweise etwas offener. Aus den in den technischen Dokumenten angegebenen Maximalwerten für Stromverbrauch und maximaler Temperatur lässt sich dieser Wert nicht ohne weiteres ableiten.
Werfen wir an dieser Stelle einen Blick auf den Verbrauch der Pentium4- und Athlon-Prozessoren. Hierbei muss zwischen Pentium 4 Willamette, Northwood nB0 und Northwood nC1 unterschiedenen werden. Wie bereits angesprochen verbraucht das nC1 Stepping des Northwood bei gleichem Takt etwas mehr Strom, da die Spannung von 1,5 auf 1,525 gestiegen ist.
Leistungsaufnahme
Angaben in Watt (W)
|
Auch wenn die maximale Leistungsaufnahme kontinuierlich steigt, so verbraucht der aktuelle Pentium 4 mit 2,8GHz nach wie vor weniger als der letzte Pentium 4 mit 0,18µm Willamette Kern. Somit werden auch die meisten Mainboards den Hunger des 2,8GHz Prozessors ohne Probleme decken können, wenn sie auch einen 2,0GHz Willamette stabil betreiben konnten.
Hitzeschutz
Damit dem Kunden die soeben teuer erworbene CPU nicht nach einer Lüfterpanne in einer Rauchwolke sofort wieder entschwindet, hat Intel dem Pentium 4 einen wirksamen Überhitzungsschutz spendiert. Anders als dies bei AMD der Fall ist, bedarf es hierbei nicht der Hilfe des Mainboards (Stichwort: Asus C.O.P). Der Schutzmechanismus setzt sich hierbei aus zwei Komponenten zusammen.
Der erste Schutzmechanismus des Pentium 4 ist der so genannte 'Thermal Monitor'. Er setzt sich aus einem Temperatursensor direkt im CPU-Kern, einem Signal (PROCHOT#), das angibt, wenn der Prozessor seine maximale Temperatur erreicht hat, und einem Kontrollmechanismus (Thermal Control Circuit TCC) zusammen, der die CPU-Temperatur durch das Regulieren der CPU-Takte beeinflussen kann. Sobald die CPU demnach eine gesetzte Fix-Temperatur erreicht hat, wird das PROCHOT#-Signal aktiviert, der TCC setzt ein und lässt einige Takte der CPU aus. Normalerweise wird etwa jeder zweite Takt ausgelassen. Hierbei ist natürlich zu beachten, dass dies einen direkten Einfluss auf die Performance hat. Wird jeder zweite Takt ausgelassen, so verringert sich auch die Leistung. Viel wichtiger dürfte jedoch sein, dass in diesem Zuge auch die CPU-Temperatur erheblich abnimmt und der Prozessor so vor einer Beschädigung geschützt wird. Ist der fixe Temperaturwert wieder unterschritten, setzt das PROCHOT#-Signal aus und der Prozessor arbeitet wieder mit voller Leistung. Ab welchem Wert das sog. Throttlen einsetzt, ist auf jede einzelne CPU genau abgestimmt.
Sollte jedoch dieser Mechanismus an heißen Tagen, bei einer andauernden Belastung oder einem Kühlerausfall nicht mehr aushelfen, dann greift die Notfallabschaltung.
Der zweite Temperatursensor ist nur für den absoluten Notfall vorgesehen, wenn die Kühlung ausfällt und das Auslassen mehrerer Takte keinen Erfolg bringt. Sobald das Silizium eine Temperatur von etwa 80-90°C erreicht, reagiert der Pentium 4 mit dem THERMTRIP#-System-Bus-Signal, und schaltet sich selbst komplett aus. Da THERMTRIP# völlig unabhängig vom Prozessor arbeitet, erzeugt es keine Takte. Das Signal bleibt solange aktiv, bis der Prozessor von der Stromquelle genommen und ein kompletter Reset durchgeführt wurde.
Diese Funktion haben wir an einem 2,0GHz, 2,4GHz (FSB533) und dem 2,8GHz Prozessor getestet, indem wir kurzer Hand den Kühler komplett demontiert haben. Jeweils nach ca. 5-15 Sekunden trat die Notabschaltung in Kraft, und schaltete die CPU ab.
| Prozessor | Notabschaltung bei |
|---|---|
| Pentium 4 2,0GHz | 83°C |
| Pentium 4 2,4GHz | 85°C |
| Pentium 4 2,8GHz | 90°C |
Auch hier unterscheidet sich die ausschlaggebende Temperatur von CPU zu CPU. Auch dauerhaft scheint diese Funktion den Prozessor vor einer Beschädigung zu bewahren, da das Modell mit 2,0GHz auch nach einem guten Dutzend Notabschaltungen noch so zuverlässig wie eh und je läuft.
Plattformen
Die neu vorgestellten Prozessoren machen zwar keine neuen Chipsätze nötig, dennoch möchten wir euch einen kleinen Überblick über die Chipsätze geben, die für die neuen Prozessoren offiziell in Frage kommen:
| Features | Intel 850E | i845E | i845G | |
|---|---|---|---|---|
| Unterstützte CPU-Sockel | Sockel 478 | Sockel 478 | Sockel 478 | |
| Northbridge Features | ||||
| Northbridge | KC82850E | KC82845E | KC82845G | |
| Multiprozessor Support | Nein | Nein | Nein | |
| Front-Side-Bus | ||||
| 400 MHz | Ja | Ja | Ja | |
| 533 MHz | Ja | Ja | Ja | |
| Speichertakt | ||||
| 100 MHz | Ja (400) | Ja | Ja | |
| 133 MHz | Ja (533) | Ja | Ja | |
| 166 MHz | Nein | Nein | Ja (inoffiziell) | |
| 200 MHz | Nein | Nein | Nein | |
| Asynchroner Speichertakt | Ja | Ja | Ja | |
| Speicher-Slots (max) | 4 | 3 | 2 | |
| Speichersupport | ||||
| SDRAM | Nein | Nein | Ja | |
| DDR-SDRAM | Nein | Ja | Ja | |
| (Dual)-Rambus | Ja | Nein | Nein | |
| AGP Support | ||||
| 1x | Nein | Nein | Nein | |
| 2x | Ja | Ja | Ja | |
| 4x | Ja | Ja | Ja | |
| 8x | Nein | Nein | Nein | |
| Southbridge Features | ||||
| Southbridge | Intel 82801 BA | Intel 82801 DB | Intel 82801 DB | |
| Festplattencontroller | ||||
| ATA 33/66 | Ja | Ja | Ja | |
| ATA 100 | Ja | Ja | Ja | |
| ATA 133 | Nein | Nein | Nein | |
| Anzahl PCI-Slots (max) | 6 | 6 | 6 | |
| USB-Ports (max) | 4 | 6 | 6 | |
| USB 2.0 | Nein | Ja | Ja | |
| Firewire | Nein | Nein | Nein | |
| Sonstiges | ||||
| I/O-Link | Hub Interface (266MB/s) |
Hub Interface (266MB/s) |
Hub Interface (266MB/s) |
|
| Features | VIA P4X333 | VIA P4X400 | SiS 645DX | SiS 648 | |
|---|---|---|---|---|---|
| Unterstützte CPU-Sockel | Sockel 478 | Sockel 478 | Sockel 478 | Sockel 478 | |
| Northbridge Features | |||||
| Northbridge | VT8754 | VT8754 | 645DX | 648 | |
| Multiprozessor Support | Nein | Nein | Nein | Nein | |
| Front-Side-Bus | |||||
| 400 MHz | Ja | Ja | Ja | Ja | |
| 533 MHz | Ja | Ja | Ja | Ja | |
| Speichertakt | |||||
| 100 MHz | Ja (400) | Ja | Ja | Ja | |
| 133 MHz | Ja (533) | Ja | Ja | Ja | |
| 166 MHz | Ja | Ja | Ja | Ja | |
| 200 MHz | Nein | Ja | Nein | Ja (inoffiziell) | |
| Asynchroner Speichertakt | Ja | Ja | Ja | Ja | |
| Speicher-Slots (max) | 3 | 3 | 3 | 3 | |
| Speichersupport | |||||
| SDRAM | Nein | Nein | Ja | Nein | |
| DDR-SDRAM | Ja | Ja | Ja | Ja | |
| (Dual)-Rambus | Nein | Nein | Nein | Nein | |
| AGP Support | |||||
| 1x | Nein | Nein | Nein | Nein | |
| 2x | Ja | Ja | Ja | Ja | |
| 4x | Ja | Ja | Ja | Ja | |
| 8x | Nein | Ja | Nein | Ja | |
| Southbridge Features | |||||
| Southbridge | VT8235 | VT8235 | SiS 961B | SiS 963 | |
| Festplattencontroller | |||||
| ATA 33/66 | Ja | Ja | Ja | Ja | |
| ATA 100 | Ja | Ja | Ja | Ja | |
| ATA 133 | Ja | Ja | Ja | Ja | |
| Anzahl PCI-Slots (max) | 5 | 5 | 6 | 6 | |
| USB-Ports (max) | 6 | 6 | 6 | 6 | |
| USB 2.0 | Ja | Ja | Nein | Ja | |
| Firewire | Nein | Nein | Nein | Ja | |
| Sonstiges | |||||
| I/O-Link | V-Link (533MB/s) |
V-Link (533MB/s) |
MuTIOL (533MB/s) |
MuTIOL (1GB/s) |
|
Wie man deutlich sieht, unterscheiden sich die einzelnen Chipsätze in ihren Grundzügen kaum voneinander. Die Unterschiede sind eher in den Details versteckt. Die neueren Chipsätze von SiS und VIA bieten so zum Beispiel als erste Vertreter schon AGP8x und DDR400, wenn auch nur inoffiziell. Die umfangreichste Southbridge bringt der SiS648 mit seiner SiS693 mit, die als einzige Southbridge dem Pentium4 Firewire ohne zusätzlichen Chip spendiert. USB2.0 hat sich mittlerweile zu einem festen Bestandteil auf aktuellen Mainboards etabliert und obwohl der i850E mit ICH2 nicht über USB2.0 verfügt, wird auf fast allen i850E-Mainboards ein USB2.0-Chip verbaut, der dieses Manko wieder wettmacht.
Bei der Verbindung zwischen North- und Southbridge benutzt jeder Hersteller seinen individuellen Standard. Während Intel auf das Hub Interface setzt, wartet VIA mit dem V-Link auf und SiS benutzt seine Multithreaded I/O Link (MuTIOL) Technologie. Ob die Erhöhung von 533MB/s auf 1GB/s beim SiS648 wirklich begründet und sinnvoll ist, darf aber bezweifelt werden, da PCI, USB, IDE, Sound und Firewire nicht einmal die 533MB/s der alten MuTIOL Technik ausreizen dürften. Ein Performancegewinn ist durch die Erhöhung auf 1GB/s jedenfalls nicht zu erwarten.
Fraglich ist sicherlich, wie es in Zukunft mit der Rambus-Unterstützung für den Pentium4 weitergeht. SiS hat zwar vor kurzem den R658 für Rambus-Plattformen vorgestellt, zumindest von Intel wird es aber in absehbarer Zeit keine neuen Rambus-Chipsätze für den Desktop-Markt mehr geben. Schon die nächste Generation von Intels Chipsätzen wird nur Modelle mit DDR-SDRAM Unterstützung beinhalten. Bereits im Oktober werden der i845PE, i845GE und i845GV vorgestellt. DDR333 heißt dann das Zauberwort bei diesen Chipsätzen, von Rambus ist jedoch nichts mehr zu sehen.
Dank einer Front-Side-Bus Unterstützung von 400 und 533MHz sind die oben aufgeführten Chipsätze allesamt für die neuen Pentium4 Prozessoren gerüstet. Ein einfaches Bios Update, das die Mainboards auf den neuesten Stand bringt, sollte in jedem Fall ausreichend sein.
Kompatibilität
Die Intel-Jünger sind schon etwas gebeutelt, was die Kompatibilität ihrer Systeme zueinander angeht. Der mit dem ersten Pentium 4 eingeführte Sockel423 hielt sich nur ein Jahr und wurde bereits durch den Sockel478 abgewechselt. Dieser neue Sockel bietet schon etwas mehr Zukunftssicherheit. Zumindest kann man sich sicher sein, dass alle Prozessoren bis Mitte nächsten Jahres und vermutlich darüber hinaus mechanisch in den Sockel passen, doch das kann leider auch schon alles sein. Fakt ist bereits, dass die neuen FSB533 Prozessoren auf den ersten Sockel478 Mainboards nicht mit vollem Takt zum Leben erweckt werden können. Ein Pentium 4 mit 2,53 GHz würde hier nur mit 1,9 GHz laufen (21x100 MHz, statt 21x133 MHz). Betroffen sind im Allgemeinen alle Mainboards mit altem Intel i845, Intel i845D, Intel i850, VIA P4X266A oder SiS SiS645. Teilweise lassen sich die Chipsätze zwar dennoch zum Betrieb der neuen FSB533 Prozessoren überreden, allerdings ist dies nicht mit allen Mainboards möglich. Für die neuen FSB533 Prozessoren präsentierte Intel seinerzeit im Mai 2002 drei neue Chipsätze (i845E, i845G, i850E), die speziell für diesen Takt ausgelegt wurden.
So viel zur Vergangenheitsbewältigung, wie sieht es nun mit den neuen Prozessoren aus? Die gute Nachricht zuerst: Der Betrieb des 2,8 und 2,66GHz Pentium sollte auf allen i845E, i845G oder i850E basierenden Hauptplatinen sichergestellt sein. Ein Bios-Update ist in diesem Fall nicht einmal nötig, verkehrt ist es jedoch nicht. Prozessor in den Sockel stecken und schon kann es losgehen.
Ganz so einfach ist es beim 2,5 und 2,6GHz Pentium 4 mit seinem älteren FSB400 jedoch nicht. Zwar ist hier ein Betrieb mit den alten und neuen Chipsätzen möglich, dennoch bedarf es hier einem Bios-Update. Unser Pentium 4 Mainboard, das Asus P4T533, bietet bis zur Bios-Version 1003 nur Frequenzmultiplikatoren bis 24x an. Hiermit ist der Betrieb eines 2,4GHz Pentium 4 (24x100 MHz) ohne Probleme möglich. Da jedoch die Multiplikatoren 25x und 26x für die Prozessoren fehlten, war so ein Betrieb dieser Modelle nicht möglich. Erst ein Biosupdate auf Version 1004A, das glücklicherweise seit gut einer Woche auf dem FTP von Asus liegt, vermochte die verborgenen Multiplikatoren bis 28x freizuschalten. Die beiden Prozessoren können also auch ohne Probleme auf ältere Mainboards laufen, wenn zuvor ein Bios eingespielt wurde, das die entsprechenden Multiplikatoren frei schaltet.
Die nachfolgende Tabelle soll dies verdeutlichen:
| Prozessor | FSB400 Mainboard | FSB533 Mainboard |
|---|---|---|
| 2,8/133 | Nein | Ja |
| 2,66/133 | Nein | Ja |
| 2,6/100 | Ja (mit Biosupdate) | |
| 2,5/100 | Ja (mit Biosupdate) | |
Übrigens könnte bereits die nächste Prozessor-Generation nicht mehr so ohne weiteres auf jetzigen Mainboards in Betrieb gesetzt werden. Beim Prescott, der in der zweiten Jahreshälfte 2003 vorgestellt werden soll, wird ohnehin ein neues Mainboard von Nöten sein, da Intel hier den Frontside-Bus auf 666 MHz (166 MHz) anheben wird.
Overclocking
Auch wenn wir im Rahmen dieses Artikels noch nicht all zu viel über die Overclockingfähigkeiten des neuen 2,8GHz Modells verarten möchten (hier wird demnächst ein anderer Artikel folgen), sei so viel verraten: Mit Lüftkühlung sind wir bis 3,15GHz stabil in Windows gekommen und mit Wasserkühlung noch ein ganzes Stück weiter...
Grundsätzlich scheint jedoch das neue nC1 Stepping viel Potential mit sich zu bringen. Wir werden versuchen, es soweit wie möglich zu entfesseln.
Testsystem
Viele neue Prozessoren verlangen natürlich nach einem neuen Testsystem. Nachdem wir im letzten Pentium 4 Artikel das P4T533-C nur für Overclocking-Tests einsetzen, kam bei diesem Test nun der große Bruder des P4T533-C, das P4T533 mit RAID und USB2.0 sowie 32Bit Rambus-Support, zum Einsatz. Als Speicher diente uns 512MB PC4200 Rambus von Samsung.
Die Konkurrenz aus dem Hause AMD wurde auf dem schnellsten von uns getesteten Sockel A Mainboard mit KT333, dem Asus A7V333, durchgeführt. Als Speicher dienten hier zwei 256MB XMS3000C2 Module von Corsair, die in unserem großem Speicherroundup [15] ausgezeichnet abgeschnitten hatten. Die onboard Komponenten unser verschiedenen Testplattformen wie RAID, Audio oder USB2.0 wurden deaktiviert. Bei einigen Tests wurden einige Komponenten, falls für den Test notwendig, aktiviert. Da unser A7V333 mit aktiviertem onboard Firewire ohne erkennbaren Grund ein bisschen schneller war also ohne, haben wir uns hier ausnahmsweise dazu entschieden, diese Funktion zu aktivieren.
Als Betriebssystem kam wie bei uns üblich Windows XP Professional in der englischen Original-Version zum Einsatz, welche auf den jeweiligen Plattformen nach der Installation aktiviert wurde. Im Gegensatz zu vorherigen Tests haben wir dieses Mal zur Asus V8460 mit GeForce4 Ti4600 gegriffen, um zu verhindern, dass die Grafikkarte zum bremsenden Element in unserem Testparcours wird.
Um etwaigen Fragen vorzubeugen, hier eine komplette Auflistung unseres Testsystems:
- Prozessor
- Intel Pentium 4 2,80 GHz (FSB533)
- Intel Pentium 4 2,66 GHz (FSB533)
- Intel Pentium 4 2,60 GHz (FSB400)
- Intel Pentium 4 2,53 GHz (FSB533)
- Intel Pentium 4 2,50 GHz (FSB400)
- Intel Pentium 4 2,40 GHz (FSB533)
- Intel Pentium 4 2,40 GHz (FSB400)
- Intel Pentium 4 2,26 GHz (FSB533)
- Intel Pentium 4 2,20 GHz (FSB400)
- Intel Pentium 4 2,0A GHz (FSB400)
- Intel Pentium 4 1,8A GHz (FSB400)
- AMD Athlon XP 2200+ (2100+ @ 2200+)
- AMD Athlon XP 2100+
- AMD Athlon XP 2000+
- AMD Athlon XP 1900+
- AMD Athlon XP 1800+
- AMD Athlon XP 1700+
- AMD Athlon XP 1600+
- AMD Athlon 1,4 GHz
- Motherboard
- AMD Plattform: Asus A7V333 (KT333)
- Intel Plattform: Asus P4T533 (i850E)
- Arbeitsspeicher
- 2x256MB DDR333 Corsair XMS3000C2
- 1x512MB RIMM3200 Samsung Rambus
- 1x512MB RIMM4200 Samsung Rambus
- Grafikkarte
- Asus V8460 Ultra (GeForce4 Ti4600)
- Peripherie
- Asus CRW 4012A
- IBM IC35LC040
- Treiberversionen
- nVidia Detonator 29.42
- AMD Plattform: Via 4in1 4.42
- Intel Plattform: Intel Inf-Treiber 4.00.1009 + Intel Application Accelerator 2.2
- Software
- Windows XP Professional
Benchmarks
Auch bei diesem Test haben wir keine Mühen gescheut, um die Leistung der neuen Prozessoren von möglichst vielen Seiten zu beleuchten. Aus diesem Grund haben wir im Rahmen dieses Tests zum einen die Benchmarks um drei neue Tests erweitert, darüber hinaus haben wir fünf Benchmarks, die bereits vorher zum Einsatz kamen, auf den neuesten Stand gebracht. Zu den 'Neuen' gehört zum einen Comanche 4 als DirectX 8 Test, sowie Cinema4D XL R7 als Anwendung aus dem 3D-Rendering Bereich. Außerdem ist auch Unreal Tournament wieder in unserem Test vertreten.
Aktualisiert wurden id Software Quake 3 Arena 1.31, Magix MP3 Maker Platinum 3.04, FlaskMPEG mit DivX 5.02, Spec Vierperf 7.0 sowie Newtek Lighwave, welches in der Version 7.5 am Test teilnahm. Insgesamt durften sich die Kandidaten unter 16 Anwendungen, Spielen und synthetischen Benchmarks beweisen.
Nachfolgend eine kleine Übersicht:
- Synthetische Benchmarks
- Sisoft Sandra 2002 Pro
- Madonion PCMark2002
- Madonion 3DMark 2000
- Madonion 3DMark 2001 SE
- Games
- Epic Games Unreal Tournament
- NovaLogic Comanche 4
- id Software Quake 3 Arena
- Anwendungen
- BAPCo Sysmark 2002
- Winace 2.11
- Lame 3.91
- Magix MP3 Maker Platinum 3.04
- FlaskMPEG 0.6 mit DiVX 5.02
- Seti@Home
- 3D Render Performance
- Maxon Cinema 4D XL R7
- Newtek Lightwave 7.5
- Spec ViewPerf 7.0
Wer die Benchmarks bei sich zu Hause selbst einmal nachvollziehen möchte, der findet einen Großteil der oben aufgelisteten Testprogramme bei uns in der Downloadsektion [16].
Sisoft Sandra2002
Bevor wir die Riege der Prozessoren in realen Anwendungen gegeneinander antreten lassen, möchten wir uns an dieser Stelle erst einmal die theoretischen Leistungswerte der Boliden genauer ansehen. Zu diesem Zweck haben wir Sandra herangezogen, da hier sowohl die 3DNow!, SSE1 als auch die SSE2 Erweiterung der Prozessoren korrekt erkannt und dementsprechend auch ausgenutzt wird.
Sandra Prozessor-Test
Sandra 2002 bietet gleich zwei Benchmarks, die ausschließlich die Leistung des Prozessors ermitteln sollen. Hierbei kommt zum einen der Dhrystone Benchmark zum Einsatz, der ursprünglich von Siemens entwickelt wurde, um die Leistung des Hauptprozessors zu messen. Zum anderen wird über den Whetstone Benchmark die Leistung des Co-Prozessors bestimmt. Beide Tests erfolgen ohne die Berücksichtigung der erweiterten Mutlimedia-Befehlssätze.
Sandra 2002 Arithmetic
Angaben in Punkten
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Die erste Disziplin und Probe für die neuen Testkandidaten. Sowohl im Whetstone als auch im Dhrystone können sich die neuen Pentium 4 CPUs klar vor der Konkurrenz behaupten. Da hier die pure Rechenleistung gemessen wird, kann der P4 2,8GHz seinen Taktvorsprung von 10% gegenüber dem 2,533GHz Prozessor praktisch verlustlos ausspielen.
Sandra Multimedia-Test
Beim Multimedia-Test von Sandra 2002 wird ein Algorithmus eingesetzt, der unter anderem auch beim Generieren von realistischen Naturobjekten wie Bergen oder Wolken zum Einsatz kommt. Die Rede ist hier von der Chaostheorie, die von Mandelbrot aufgestellt wurde. Bei diesem Benchmark werden auch die erweiterten Befehlssätze des Pentium 4 oder die des Athlon XP berücksichtigt. Da die Implementierung von SSE1 in diesem Teiltest besser als die von 3DNow! ist, haben wir den Athlon XP mit seiner SSE1 Einheit (d.h. 3DNow! Professional) arbeiten lassen. Beim Pentium 4 kam dagegen SSE2 zum Einsatz.
Sandra 2002 Multimedia
Angaben in Punkten
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Auch den Multimedia-Benchmark kann der neue König aus dem Hause Intel klar für sich entscheiden. Allgemein kommt hier dem Pentium 4 der Einsatz der SSE2 Einheit zu gute.
Sandra Speicher-Test
Der Speichertest von Sandra belegt mindestens 50 Prozent des verfügbaren Arbeitsspeichers. Dieser Benchmark ermittelt die Leistung des Speicher-Subsystems, ebenso wie die Caches. Hierfür werden sowohl arithmetische als auch Gleitkommaoperationen durchgeführt. Da dieser Test sehr stark von den Plattformen abhängig ist, wollen wir nur einen kurzen Blick darauf werfen.
Sandra 2002 Speicherdurchsatz
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
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Die klassische Dreiteilung war hier sicherlich zu erwarten. RIMM4200 liegt mit seinen 4,2GB/s vor RIMM3200 mit 3,2GB/s und DDR333 mit 2,7GB/s. In den jeweiligen Klassen führt jeweils die stärkste CPU die Rangliste an. Ein Hauptvorteil des Pentium 4, nämlich sein mit Rambus möglicher Speicherdurchsatz, wird hier sehr schön deutlich.
Madonion PCMark2002
Der PCMark 2002 ist ein vergleichsweise neuer Benchmark, der, wie der Name schon sagt, zur Messung der gesamten Systemleistung entwickelt wurde. Hierfür führt er eine Reihe von Tests durch, die primär den Prozessor und den Arbeitsspeicher fordern. Auch die Festplatte wird auf ihre Leistungsfähigkeit hin überprüft. Auf die Veröffentlichung des Teilergebnisses haben wir jedoch verzichtet. Somit liefert uns der PCMark 2002 lediglich eine Punktzahl für die Prozessorleistung und den Arbeitspeicher.
PCMark 2002
Angaben in Punkten
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Die Ergebnisse des Pentium 4 fallen hier durchaus beeindruckend aus. Im CPU Result können sich selbst die P4s mit PC3200 vor ihrem Athlon "Rating Pendant" platzieren. Der P4 2,8GHz übernimmt die Führung und liegt satte 31% vor dem Athlon XP 2200+ deutlich in Führung. In dieser Disziplin dürften die Topmodell 2400+ und 2600+ nicht an vergleichbare Intel-CPUs mit PC4200 heran reichen.
Betrachtet man hier die RAM-Test Unterkategorie wird sicherlich klar, warum der PCMark 2002 den P4 so sicher an der Spitze sieht. Der Test profitiert enorm von den hohen Bandbreiten des Rambus und lässt den Athlon mit DDR333 weit zurück fallen.
PCMark 2002 Crunch-Tests
Angaben in Punkten
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Im JPEG-Decoding sieht das Bild schon wieder etwas anders aus. Hier kann der XP2200+ zwar einem P4 2,2GHz (FSB400) mit PC3200 das Wasser reichen oder ihn sogar leicht überflügeln, an die Modelle mit FSB533 kommt er jedoch nicht heran. Gegen den 2,8GHz P4 mit PC4200 hätte somit auch hier der XP2600+ wieder keine Chance. Nicht anders sieht es im "Blit Test" aus.
Madonion 3DMark2000
Der 3DMark 2000 hat zwar schon einen Nachfolger gefunden, ist allerdings auch weiterhin bestens dafür geeignet, eine Aussage über die Direct3D Leistung des Systems zu geben. Auch die Prozessorleistung lässt sich mit diesem Test recht gut messen. Da es sich um einen synthetischen Benchmark handelt können die Ergebnisse zwar nicht direkt auf Spiele übertragen werden. Aber nichtsdestotrotz wird er überall eingesetzt und gehört einfach zu jedem Test dazu.
3DMark 2000
Angaben in Punkten
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So richtig in Fahrt kommt der P4 hier nur mit PC4200 und liegt in diesem Gespann erneut deutlich an der Spitze. Nur der 2800MHz Prozessor kann trotz PC3200 einen sehr guten Wert erzielen. Die anderen Modelle liegen mit diesem Ram hinter den Athlon XP CPUs mit gleichem Rating zurück. Der Athlon XP2600+ müßte sich hier knapp vor dem P4 2,66 mit PC4200 einordnen.
3DMark 2000 HPC
Auch der High Polygon Count ist ein Bestandteil des 3DMark 2000. Da hierbei die Leistung des Speichersubsystems eine größere Rolle spielt, eignet er sich besonders gut, um das Zusammenspiel zwischen Prozessor, RAM und Grafikkarte zu verdeutlichen.
3DMark 2000 HPC
Angaben in Punkten
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Hier wendet sich das Blatt zu Gunsten des Pentium 4. Nun kann auch im direkten Konkurrenzkampf der P4 als Sieger vom Platz gehen - vorausgesetzt der Speicher heißt PC4200 oder die CPU P4 2,8GHz.
3DMark 2000 CPU Mark
Ein wichtiger Bestandteil des 3DMark2000 ist auch der CPU-Mark. Obwohl hier auch die Grafikkarte eine große Rolle spielt, sowie Chipsatz und Speicher des Mainboards, werden diese Faktoren hier durch die fixierte Testumgebung ausgeschaltet.
3DMark 2000 CPU
Angaben in Punkten
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Hier wird das Zusammenspiel zwischen CPU und Speicher sehr schön deutlich. P4 und PC4200 heißt das Siegerduo, während PC3200 (PC800) die CPU hinter vergleichbare Athlons zurück wirft.
Madonion 3DMark2001SE
Die Bedeutung des 3DMark 2001 hat in den vergangenen Monaten kontinuierlich zugenommen. Beim 3DMark 2001 ist das Zusammenspiel aus Grafikkarte und Prozessor besonders wichtig, so dass sich hier klare Aussagen über die Leistung des Prozessors tätigen lassen. Der Benchmark lief übrigens im Default-Run mit den Treiber-Settings für die beste Grafikqualität bei der Mipmap-Detailstufe.
3DMark 2001 SE
Angaben in Punkten
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Der 3DMark 2001SE zeigt im Endeffekt das selbe Bild. Gegen einen Pentium 4 in Verbindung mit PC4200 hat die Konkurrenz keine Chance. Schon PC3200 bremst den P4 jedoch aus, sodass der Athlon hier trotz niedrigerer Taktraten punkten kann und der XP2600+ erneut nur knapp hinter dem 2,8er mit PC3200 liegen dürfte.
3DMark 2001 SE Detail
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Auch die Aufschlüsselung der beiden ersten Benchmarkszenen erbringt keine neuen Erkenntnisse. Um dem Pentium 4 die Alleinherrschaft zu verschaffen, muss im System schon PC4200 (PC1066) laufen.
Unreal Tournament
Es steht zwar fast schon der Nachfolger des erfolgreichen Ego-Shooters von Epic in den Regalen der Händler, so dass Unreal Tournament auf den ersten Blick wegen seiner bereits etwas betagten Technik schon lange kein zeitgemäßer Benchmarkkandidat mehr zu sein scheint. Mit dem so genannten 'UT Bench', einer Aufzeichnung eines Multiplayer-Matches gegen eine Reihe von Bots, wurde jedoch eine kaum zu übertreffende Hürde für CPU und somit auch Board und Speicher geschaffen.
Unreal Tournament
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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In der ersten Disziplin kann sich der Pentium 4 dank seiner überlegen Takraten und dank PC4200 erneut die vorderen Plätze sicher. Ein AthlonXP 2400+ oder 2600+ könnte jedoch klar die Führung vor allen Pentium 4s mit PC3200 übernehmen.
Lässt man den Prozessor UT in Software und ohne die Grafikkarte rendern, erwacht zum ersten Mal der XP zu Höchstleistungen. Der einzige Prozessor, der einen Athlon schlagen kann, ist der P4 2,8GHz. Wen er schlägt? Den um 50% niedriger getakteten Athlon C 1400.
Comanche 4
Comanche 4 ist ein recht neues Spiel, welches exzessiven Einsatz von Pixelshadern moderner Grafikkarten zur Darstellung der detaillierten Landschaft, sowie des schön animierten Wassers und reflektierender Flächen macht. Bei durchschnittlichen 30 fps beträgt der Polygondurchsatz runde 6 Millionen pro Sekunde. Bei uns im Test konnten teilweise über 10 Millionen Polygone pro Sekunde dargestellt werden, was natürlich auf die starke Unterstützung der Grafikkarte durch den Prozessor zurückzuführen ist.
Comanche 4
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Comanche scheint dem Pentium 4 zu liegen wie kaum eine Software zuvor. Selbst mit PC3200 kann sich der Prozessor hier klar vor den Athlon schieben. Der Pentium4 2,8GHz ist gut 10% schneller als der 2,533GHz Prozessor und setzt auch hier wieder den kompletten Taktvorspung in Leistung um.
Quake 3 Arena 1.31
Quake III Arena verwendet ausschließlich OpenGL. Der Ego-Shooter zeichnet sich durch eine hohe Anzahl an Polygonen und komplexen Szenarien aus. Da viele Spiele auf der Quake III Engine basieren, sind die Tests mit Quake III sehr praxisnah. Bei uns kam die in Quake 1.31 bereits enthaltene Demo 'Four' zum Einsatz. Getestet wurde mit der Normal- und Max-Config. Sound war während des Tests nicht aktiviert.
Quake 3 Arena
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Quake3Arena war und ist die Vorzeigedisziplin des Pentium 4 und so übernimmt auch hier der neue P4 2,8GHz klar die Führung. Dank Rambus, das hier, egal in welcher Ausführung, für ordentlich Leistung sorgt, hat AMD keine Chance in dieser Disziplin. Fünf Prozent mehr Leistung erbringt hier der 2,8GHz Prozessor vor dem "alten" P4 2,533GHz.
Sysmark 2002
Der Sysmark 2001 hat in der Vergangenheit häufig für Aufregung auf Seiten der AMD-Fangemeinde gesorgt. Aus diesem Grund haben wir uns bei diesem Prozessortest für den inzwischen etablieren Nachfolger Sysmark 2002 entschieden. Auch die neue Version des Benchmarks gliedert sich in zwei Bereiche auf. Im ersten Bereich wird die Arbeitsumgebung eines "Webmasters" bzw. "Webdesigners" simuliert, der den Namen Internet Content Creation trägt. In diesem Testabschnitt werden folgende reale Anwendungen mit einer Scriptsprache gesteuert: Macromedia Dreamweaver 5, Adobe Photoshop 6.0.1, Adobe Premiere 6.0, Microsoft Windows Media Encoder 7.1 und Macromedia Flash 5.0. Bei Sysmark 2001 kam noch die Version 7.0 des Windows Media Encoders zum Einsatz, der allerdings die SSE1 Befehlserweiterung des Athlon XP nicht richtig erkannte, da er nur auf Intel Prozessoren überprüfte, ob der Prozessor eine Unterstützung dieser Befehle signalisiert. Da jedoch die neue Version von Microsoft nicht mit diesem Fehler ausgestattet ist, bildet der Sysmark 2002 nun eine vergleichsweise gute Bewertungsgrundlage für die Systemleistung, die maßgeblich vom Prozessor beeinflusst wird.
In den letzten Tagen kursierten übrigens Meldungen durch das Netz, die dem Sysmark ein parteiisches Verhalten zu Gunsten des Pentium 4 vorwarfen...
Sysmark 2002
Angaben in Punkten
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...und ein Blick auf die Ergebnisse kann diese Vermutung zumindest nicht entkräften. Selbst der kleinste P4 mit 1,8GHz und PC3200 kann einen XP2200+ hier deutlich in die Schranken weisen. Der P4 2,8GHz liegt gut 6% vor dem bisherigen Spitzenreiter, dem P4 2,53GHz und mit 2,1% knapp vor der Version mit 2,66GHz. Satte 6% verliert die CPU, wenn man sie mit PC3200 laufen läßt, so dass sie dann noch hinter den P4 2,53GHz mit P4200 zurück fällt.
Im zweiten Bereich von Sysmark 2002 wird der Büroalltag (Office Content Creation) mit einer ganzen Latte von Anwendungen gemessen, die parallel zueinander via Multitasking angesprochen wurden. Zu diesen Anwendungen gehören Microsoft Office 2002, Dragon Naturally Speaking, Netscape Communicator 6.0, WinZip 8.0 und McAfee VirusScan 5.13. Die jeweiligen Teilergebnisse, die sich aus der Internet Content Creation und Office Content Creationen ergeben, gehen jeweils zu 50 Prozent in das Endergebnis ein. Doch betrachten wir zuerst die Einzelergebnisse erst einmal im Detail:
Sysmark 2002 Detail
Angaben in Punkten
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Schlüsselt man die Ergebnisse etwas weiter auf, so wird deutlich, dass der P4 vorallem im Internet Content Creation die Nase weit vorne hat. Bei der Office Content Creation kann der Athlon jedoch etwas aufholen.
Allerdings sollte man diese Ergebnisse wegen der oben angebrachten Zweifel eher mit Vorsicht genießen.
Winace 2.11
Um den Sinn und Unsinn eines schnelleren Prozessors bei häufig genutzten Applikationen weiter zu verdeutlichen, zogen wir an dieser Stelle WinACE in der Version 2.11 heran. Das Programm hatte die Aufgabe, eine 200 MB große WAV-Audiodatei bei maximaler Kompressionsstufe (4096k) als ACE-Datei zu packen.
WinACE 2.11
Angaben in Minuten, Sekunden
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"Packen ist Rambussache", schießt es einem beim Betrachten der Benchmarks durch den Kopf. "Allerdings erneut nur mit PC4200", fällt einem nach längerer Betrachtung auf. Mit diesem Speicher liegt der P4 eindeutig an der Spitze und der neuen Spitzenreiter holt gut 54 Sekunden gegenüber einem XP2200+ heraus. Hier hätte auch ein XP2600+ keine Chance gegen P4+PC4200.
Lame 3.91
Die zweite Disziplin, die beim Encoding anstand, war das dynamische Umwandeln einer 100 MB WAV-Datei in das MP3 Audioformat. Hierfür kam das Programm Lame 3.90 zum Einsatz, das lediglich MMX unterstützt. Das Programm wurde mit den Parametern -v -V 0 gestartet. Dadurch wird eine MP3-Datei mit variabler Bitrate zwischen 160 kbps und 320 kbps erstellt.
Lame 3.91
Angaben in Minuten, Sekunden
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Ohne die Multimediaerweiterung SSE2 liegen hier P4 und XP ungefähr gleich auf. Der Pentium kann sich nur deshalb so klar an die Spitze setzen, da seine größten Konkurrent, der XP2400+ und XP2600+ fehlen.
Magix MP3 Maker 3.04
Um das Audio-Encoden nicht zu einseitig zu betrachten, kam in diesem Vergleichstest noch der Magic Music Maker zum Einsatz. Zum Glück des Pentium 4 bietet dieser volle SS2 Unterstützung. Wir haben auch hier die 100 MB WAV-Datei gewählt, die bereits bei Lame zum Einsatz kam.
Magix MP3 Maker Platinum
Angaben in Punkten
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Welche Auswirkung die konsquente Unterstützung von SEE2 bietet, zeigt dieser Benchmark eindrucksvoll. Der P4 2,8GHz ist sogar gut 50% schneller als ein XP 2200+.
FlaskMPEG
Natürlich durften die Prozessoren auch zeigen, was beim Encoden von Videos in ihnen steckt. Hierfür durfte jeder der Kontrahenten ein 451MB großes MPEG1 Video mittels Flask in das DiVX (MPEG4) Format bringen. Die im Durchschnitt erreichte Framerate wurde auf Papier festgehalten. Es wurde mit High Quality Bikubischer Filterung gearbeitet, wobei lediglich der Video-Stream bearbeitet wurde. Der Audiostream blieb dagegen unverarbeitet. Als iDCT kam MMX zum Einsatz, da alle Testkandidaten diese Multimedia Befehlserweiterung voll unterstützen.
Flask - MPEG4 Encoding
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Auch wenn man der Werbung keinen allzu großen Glauben schenken sollte - Was Intel über die Videofähigkeiten des P4s verspricht, wird dann ausnahmsweise doch eingehalten. Hier kann der P4 in Verbindung mit Rambus und FSB533 zeigen, was in ihm steckt. Allein fünf Frames liefert der Umstieg von RIMM3200 (FSB400) auf RIMM4200 (FSB533).
Seti@Home
Besonders stolz bei unserem Vergleichtest sind wir natürlich auf die Einbeziehung des Textclienten von Seti@Home (3.03). Aufgrund der langen Laufzeit sollte sich hier ein klares Bild über die Leistung der einzelnen Prozessoren ergeben. Um die Ergebnisse vergleichbar zu halten, kam immer die gleiche Work Unit mit einer Angle Range von 0,417 zum Einsatz.
Seti@Home
Angaben in Stunden, Minuten
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Gut 12 Minuten gewinnt hier der neue 2,8GHz Prozessor vor dem bisherigen Spitzenreiter mit 2533MHz. Der schnellste Athlon im Test hängt gut 32Minuten zurück, so dass auch die Modelle 2400+ und 2600+ nicht an die Spitzenreiter heranreichen würden. Allerdings liegt dies hier vornehmlich im Rambus PC4200 (PC1066) begründet, der dem Pentium ordentlich Beine macht. Ein Athlon XP ist einem P4 mit PC3200 (PC800) trotz niedrigerem P-Rating überlegen.
Viewperf 7.0
Der von Spec veröffentlichte Benchmark ViewPerf 7.0 basiert insgesamt auf sechs Einzeltests, die zwar primär durch die Leistung der Grafikkarte begrenzt werden. Fünf dieser Tests sollen hierbei stellvertretend für die komplette Testfamilie stehen, da bei den anderen Tests weniger der Prozessor, sondern vielmehr die Grafikkarte eine wichtigere Rolle spielt.
Viewperf 7.0 - OpenGL Rendering
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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In 3D Studio Max kann nur die Kombination Pentium 4 und RIMM4200 wirklich überzeugen und dem Athlon davon ziehen. Mit PC3200 fallen alle CPUs weit hinter Athlon XP und DDR333 zurück. Selbst der P4 2,8GHz kommt hier nur knapp auf das Niveau eines XP2200+.
Nach UT in Software ist der "dx-07 - Data Explorer" die Zweige Paradedisziplin des Athlons. Auch hier kommt kein P4 an den langsamen Athlon XP 1600 heran.
Und auch in "light05 - Lightscape" schneidet der Athlon besser ab. Zwar führen die Pentium 4 erneut, allerdings fehlt mit dem 2600+ auch der direkte Vergleich. Hier kann ein XP2200+ selbst einem 2,4GHz P4 mit PC4200 Paroli bieten und den CPUs mit PC3200 die Show stehlen.
"proe-01 - Pro/Engineer" ist hingegen wieder PC4200 und somit Intel-Terrain. Somit liegt der P4 2,8GHz mit diesem Speicher gut 26% vor dem XP2200+. Mit PC3200 schrumpft der Vorsprung auf 10% zusammen.
Im "ugs-01 - Unigraphics" muss der Pentium 4 allerdings erneut Federn lassen. Zwar übernimmt der P4 2,8GHz mit PC3200/4200 und der P4 2,66 mit PC4200 erneut die Führung. Einem XP2400+ oder 2600+ müsste man sich hier allerdings deutlich geschlagen geben.
Cinema4D XL R7
Nachdem wir in der Vergangenheit bereits mit dem auf Cinema4D basierenden Cinebench getestet haben, war es nur ein kleiner Schritt bis zum vollwertigen Cinema 4D XL R7 von Maxon. Jeder der Prozessoren durfte zwei vorgefertige Szene rendern, das Ergebnis waren zwei kleine Bilder, die beim einen schneller und beim anderen langsamer generiert wurden.


Cinema4D XL R7 - 3DRendering
Angaben in Minuten, Sekunden
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Hier wären die Ergebnisse des 2400+ und 2600+ sicherlich interessant gewesen, das sich beispielsweise der XP2200+ noch vor den P4s mit 2,4GHz (Stairs) bzw. 2,2GHz (Multipass) platzieren kann. So übernehmen auch hier die neuen Intel-Modell die Führung und RIMM4200 macht allgemein das Rennen gegen RIMM3200 und DDR333.
Lightwave 7.5
Da uns die bisherigen Ergebnisse im 3D Rendering in keinster Weise überzeugen konnten, haben wir nun Lightwave 7.5 in unseren Testzirkus aufgenommen. Es handelt sich hierbei um eine ausdrücklich Pentium 4 optimierte Software, wohingegen die vorherigen 3D Rendering-Tests keine Optimierung für einen der beiden Prozessoren aufwiesen. Das Ergebnis dieses Tests sollte demnach nicht überraschen.


Lightwave 7.5 - 3DRendering
Angaben in Sekunden
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Schon auf den ersten Blick wird klar, dass es sich hier eindeutig um ein Heimspiel für den Pentium 4 handelt. Selbst der P4 1,8GHz mit PC3200 kann sich noch vor den schnellsten Athlon schieben. Der Pentium 4 2,8GHz arbeitet mit RIMM4200 beinahe doppelt so schnell wie der XP2200+.
Leistungsrating
Sicherlich sind die vielen Zahlen nicht auf den ersten Blick komplett überschaubar. Aus diesem Grund möchten wir mit diesem Artikel erstmals ein Leistungsrating der Prozessoren einführen. Hierbei soll es nicht um einen Wert gehen, der mit einer bestimmten Taktfrequenz irgendeines Prozessors äquivalent ist. Unser Leistungsrating stellt eine prozentuelle Leistungsabstufung dar. Ein Prozessor, der in allen Benchmarks der Spitzenreiter war, erhält eine Wertung von genau 100 Punkten. Für jeden Benchmark wird diese Wertung einzeln berechnet. Der Durchschnitt aller Einzelwertungen, ausgenommen SPEC Viewperf 7.0 und die zweiten Benchmarkergebnisse von Cinema 4D XL R7 sowie Lightwave, ergibt das Leistungsrating.
Leistungsrating
Angaben in Prozent
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Eigentlich stand bereits von vornherein fest, wer sich an der Spitze des Leistungsrating anfinden wird. Viel interessanter ist jedoch, wie vergleichsweise schlecht die Pentium 4 Plattformen mit RIMM3200 abschneiden. Zwar finden auch sie sich im oberen Drittel wieder, müssen sich aber teilweise von langsameren Pentium 4 Systemen mit dem schnelleren RIMM4200 schlagen lassen. Auffällig scheint auch: Ganz besonders interessant ist der Vergleich von Pentium 4 mit 2,2 GHz und dem Athlon XP 2200+. Die Modelnummer des Athlon XP trifft offensichtlich haargenau auf die Konkurrenz von Intel zu. Allerdings nur, wenn hier der langsamere PC3200 Speicher zum Einsatz kommt.
Preise & Verfügbarkeit
Werfen wir nun einen Blick auf die ab heute gültigen Großhandelspreise.
Großhandelspreise
Angaben in Dollar
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Wie zu erwarten war, liegen die neuen Topmodelle von Intel klar an der Spitze. Doch schon auf den ersten Blick lassen sich Anzeichen des derzeit vorherrschenden Konkurrenzkampfes entdecken. Mit knapp 500 Dollar ist der neue Spitzenreiter "so günstig wie selten zuvor". Einen ganz gravierenden Effekt hat darüber hinaus die schon lange angekündigte, seit heute gültige Preissenkung [17]. Demnach ist der P4 2,533GHz um gut 61% im Preis gefallen und somit im Großhandel sogar günstiger als sein direkter Rivale, der Athlon XP 2600+. So etwas hat es selten zuvor gegeben. Die Modelle 2,6 und 2,66 sowie 2,5 und 2,533 kosten übrigens exakt genausoviel, da sie auf der jeweiligen Plattform (400/533MHz FSB) jeweils die direkten Gegenspieler darstellen. Die direkten Konkurrenten P4 2,4 und Athlon XP 2400+ kosten ab sofort ebenfalls den identischen Großhandelspreis.
Endkundenpreise
Angaben in Euro
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Die Endkundenpreise zeigen ein schon hinlänglich bekanntes Bild. Satte 241 Dollar will der Einzelhandel pro 2,8GHz CPU verdienen und auch die anderen Pentium 4 CPUs liegen teilweise deutlich über den Großhandelspreisen. Zu einem Teil wird dies sicherlich daran liegen, dass man von den Topmodellen anfänglich keine 1000 Einheiten einkauft. Einen deftigen Gewinn macht der Handel aber immer noch. Alle neuen P4 CPUs werden übrigens schon in den nächsten Tagen verfügbar sein, während die neuen Athlon Modelle noch auf sich warten lassen. Wie üblich liegen die Preise für die kleineren Athlon XP Modelle von 1700+ - 1900+ erneut unter den Einkaufspreisen.
Das Preisrating stellt alle CPUs und deren Preis in Relation zu dem teuersten Prozessor, in diesem Fall dem Pentium 4 2,8GHz, dar. Ein Athlon XP 2200+ kostet demnach umgerechnet 30,57% des Intel-Flaggschiffs.
Preisrating
Angaben in Prozent
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Erste Versionen der Boxed-Variante der neuen Intel-CPUs sind in Japan bereits im Handel aufgetaucht. Mit einer Markteinführung in Europa ist somit schon bald zu rechnen.




Preis-Leistungs-Rating
Nachdem wir uns nun bereits mit der Leistung und den Preisen beschäftigt haben, müssen diese beiden Ergebnisse nur noch zusammengeführt werden und schon erhalten wir das Preis-Leistungs-Rating aller getesteten Prozessoren. Hierbei ist allerdings zu beachten, dass es sich um die reine Relation Geschwindigkeit:Preis handelt, wobei sich der Preis hier auf den einer einzelnen CPU und nicht auf den eventuellen Anteil am Preis eines Komplettsystems bezieht (Hier kann die Welt schnell ganz anders aussehen, da, im Gegensatz zum Einzelhandel, ebenfalls große Stückzahlen von Pentium 4 Prozessoren abgenommen werden, was den Preis senkt.). Ebenso fließen kostspielige Extras wie der Thermal Monitor oder der Heatspreader des P4 sowie andere, qualitativ unterschiedliche Aspekte nicht in das Rating mit ein.
Preis-Leistungs-Rating
Angaben in Punkten
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Spricht man von der reinen Rechenleistung pro Euro, so liegen die Athlon CPUs geschlossen in Front. Allerdings mit einer Einschränkung, denn es fehlen an dieser Stelle zwei CPUs, die wir leider nicht in unserem Test mit aufnehmen konnten. Über den XP2400+ können wir hier nur spekulieren, doch das Rating des XP2600+ läßt sich schon etwas genauer voraussagen. Da sich die Leistung insgesamt knapp auf dem Niveau eines P4 2,53GHz befindet, die CPU aber nach heutigen Straßenpreisen gut 20-40€ mehr kostet, dürfte hier die Preis/Rechenleistung mit einer Wertung um 190 abschneiden. Somit erlebt man in den kommenden Tagen einen Führungswechsel ganz anderer Art: Es gibt eine Intel CPU, die billiger und dennoch schneller als der Spitzenreiter des Konkurrenten ist.
Dass der P4 2,8GHz hier am Ende des Feldes liegt, dürfte demnach sicherlich nicht verwunderlich sein. Neue Techniken waren und werden immer etwas exklusives und insofern auch etwas teuerer sein. Leider, wir haben es in der Überschrift bereits erwähnt, können nur schwerlich andere Faktoren in dieses Rating einfließen. Wie viel Wert am Ende Extras wie Notabschaltung oder Heatspreader (Und somit unkomplizierte Handhabung) in dieser Rangliste erhalten sollen, sollte insofern jeder Käufer für sich entscheiden. Sicher, auch ein Pontiac fährt 240 km/h. Aber das Erlebnis in einem Porsche dürfte noch etwas Anderes sein.
Fazit
Intel ist es mit dem Pentium 4 mit 2,8GHz wieder einmal gelungen, AMD auf die Plätze zu verweisen. Zwar war es uns wie vielen anderen Seiten nicht vergönnt, einen XP2600+ mit in den Benchmarkparcours aufzunehmen. Doch in den meisten Fällen ließ sich aus dem direkten Vergleich auf die ungefähre Leistung des XP2600+ schließen, die im Endeffekt auch von anderen großen Seite bestätigt wurde: Ein Platz auf Niveau des P4 2,53GHz. In unserem neu eingeführten Leistungsrating ergibt sich aus den 10,5 Prozent höheren Takt verglichen mit dem 2,53 GHz Modell eine Leistungssteigerung von immerhin 7,5 Prozent. Nach wie vor können die Applikationen also noch von höheren Taktraten profitieren. Doch wie nie zuvor hat sich auch der Einfluss des Speichers gezeigt. Wirklich zu Topleistungen laufen die neuen Intel-Modelle nur mit PC4200 (PC1066) auf, während sie mit PC3200 nur knapp vor den Athlon CPUs ins Ziel gelangen. Für all' diesen Leistungszuwachs muss man allerdings erneut deutlich in die Tasche greifen. Mehr als doppelt so teuer wie das bisherige Topmodell ist der neue Pentium 4 für den Endkunden. Doch auch AMD hat mit dem neuen Athlon XP 2600+ die Preise auf ein höheres Niveau gehoben.


Während es Intel gelungen ist, mit dem neuen Prozessoren den Einführungspreis nach unten zu drücken (der Pentium 4 2,53 GHz kostete zur Einführung im Laden noch über 850 Euro, der neue mit 2,8GHz getaktete Vertreter ist bereits jetzt für hundert Euro weniger zu haben), steigen die Preise von AMD langsam.
Nichtsdestotrotz kann dem neuen Pentium 4 in Verbindung mit PC4200 bislang kein AMD Athlon XP das Wasser reichen. Hier müssen die Prozessoren von AMD erst den steilen Hügel der Pentium 4 Gigahertz überwinden. Aus diesem Grund können wir an dieser Stelle ohne Bedenken den Leistungshammer für das Produkt mit der besten Leistung an Intel vergeben. Was die Preis-Leistung angeht, so kann AMD dort weiter unbeirrt strahlen.



