Vorwort
Intel hat mit dem Pentium 4 3,0C GHz und dem i875P vor gut einem Monat sein neuestes Spitzenteam präsentiert, auf das AMD nun mit dem Athlon XP 3200+ reagiert. Das besondere hierbei: Ähnlich wie bei der Konkurrenz hat man weniger den Prozessortakt verändert, als vielmehr die Anbindung des Prozessors an den Speichercontroller mit einem höheren Takt bedacht. Nach einem Frontside-Bus von 200, 266 und 333 MHz besitzt die Athlon-Architektur in seiner wohl letzten Ausbaustufe einen mit effektiv 400 MHz (real 200 MHz, wobei pro Takt zwei Datenpakete übertragen werden können) getakteten Frontside-Bus. Auch Intel kann seit dem Pentium 4 3,0C GHz einen Frontside-Bus vorweisen, der real mit 200 MHz betrieben wird, aber aufgrund seiner Beschaffenheit vier Datenpakete mit jedem Takt über den Bus schicken kann und somit effektiv, mit der Marketingbrille betrachtet, mit 800 MHz betrieben wird.

Bis auf die Prozessorarchitektur selbst hat man sich also bei Intel und AMD wieder angenähert. Beide setzen mit ihren neuesten Errungenschaften auf einen 200 MHz starken Frontside-Bus, der über einen Dual-Channel Speichercontroller auf DDR400 Speicher zugreift.
Im Gegensatz zu Intel hat sich AMD jedoch die Gelegenheit nicht nehmen lassen, auch den Prozessortakt von 2166 MHz (Athlon XP 3000+) auf 2200 MHz (Athlon XP 3200+) leicht um 33 MHz zu erhöhen. Ob dies genügt, verlorenen Boden wieder gut zu machen und ob sich der neue, wie die Modellnummer andeutet, in der Leistung vor einen 3,2 GHz Pentium 4 schieben kann, werden wir in den nachfolgenden Abschnitten genauer unter die Lupe nehmen.
Lesezeichen
Da es möglich ist, dass in diesem Artikel auf bestehendes Wissen aus älteren Prozessortests zurückgegriffen wird, ist es für alle, die etwas "mehr" wissen möchten, keinesfalls verkehrt, auch einen Blick in unsere älteren Berichte (Ausschnitt) zu werfen.
- (Rating) Pentium 4 mit 3,0 GHz und 800 MHz Frontside-Bus - Was bringt der höhere Bus? [1]
(AthlonXP 2400+ bis 3000+, Pentium 4 2,53 bis 3,06 GHz) - (Rating) Was leistet der Athlon XP 3000+? - Der neue Kern mit 2500+, 2800+ und 3000+ im Test [2]
(AthlonXP 2400+ bis 3000+, Pentium 4 2,53 bis 3,06 GHz) - (Rating) Intel Pentium 4 3066 MHz im Test - HyperThreading-Support für den Desktop [3]
(AthlonXP 2400+ bis 2800+, Pentium 4 2,53 bis 3,06 GHz) - (Rating) Celeron mit 2.0 GHz im Test - Übertaktet auf 3.0 GHz ein Pentium 4 Konkurrent? [4]
(Athlon 1600+ bis 1700+ , Pentium 4 2,53 bis 2,8 GHz) - (Rating) Der Athlon XP 2700+ und 2800+ im Test - Zurück an die Spitze dank FSB166? [5]
(Athlon 2200+ bis 2800+ , Pentium 4 2,4 bis 2,8 GHz) - (Rating) Der nächste Schritt der Athlon-Evolution - Athlon XP 2400+ und 2600+ im Test [6]
(Athlon 2200+ bis 2600+ , Pentium 4 2,4 bis 2,8 GHz)
Wer darüber hinaus noch an der Prozessoren-Geschichte von AMD und Intel interessiert ist, wird an den Artikeln „Intels Prozessor History - Der Weg vom Intel 4004 bis zum Pentium 4 [7]“ und „AMD Prozessor History - Ein Überblick vom K5 bis zum Athlon XP [8]“ seine wahre Freude haben.
Prozessoren im Vergleich
Für alle Freunde der schnörkellosen Theorie wollen wir wie immer, bevor es ans Eingemachte geht, nochmals einen Blick auf die Eckdaten der Kontrahenten werfen.
| Merkmale | Intel Pentium 4 | Intel Celeron | AMD Athlon XP | AMD Athlon XP |
|---|---|---|---|---|
| Kern | Northwood | Northwood-128 | Thoroughbred "A/B" | Barton |
| Frontside-Bus | 400 MHz QDR 533 MHz QDR 800 MHz QDR |
400 MHz QDR | 266 MHz DDR 333 MHz DDR |
333 MHz DDR 400 MHz DDR |
| Fertigung | 0,13µm | 0,13µm | 0,13µm | 0,13µm |
| Sockel | Sockel 478 | Sockel 478 | Sockel A | Sockel A |
| Taktrate o. Modellnummer |
400 MHz QDR 1600 MHz A 1800 MHz A 2000 MHz A 2200 MHz 2400 MHz 2500 MHz 2600 MHz 533 MHz QDR 2266 MHz 2400 MHz B 2533 MHz 2666 MHz 2800 MHz 3066 MHz HT 800 MHz QDR 3000 MHz C HT HT: HyperThreading |
400 MHz QDR 2000 MHz 2100 MHz 2200 MHz 2300 MHz 2400 MHz |
266 MHz DDR 1800+ 1900+ 2000+ 2100+ 2200+ 2400+ 2600+ 333 MHz DDR 2600+ 2700+ 2800+ |
333 MHz DDR 2500+ 2800+ 3000+ 400 MHz DDR 3000+ 3200+ |
| Transistoren | 55 Millionen | unbekannt | 37,5 Millionen | 54,3 Millionen |
| DIE-Size | 146mm² (nB0 Step) 131mm² (nC1 Step) |
unbekannt | 80 mm² ("A") 84 mm² ("B") |
101 mm² |
| L1-Execution-Cache | 12.000 µ-Ops | 12.000 µ-Ops | 64 kB | 64 kB |
| L1-Daten-Cache | 8 KB | 8 KB | 64 kB | 64 kB |
| L1-Takt | CPU-Takt | CPU-Takt | CPU-Takt | CPU-Takt |
| L2-Cache | 512kB | 128kB | 256kB | 512kB |
| L2-Anbindung | 256 Bit | 256 Bit | 64 Bit | 64 Bit |
| L2-Cache-Takt | CPU-Takt | CPU-Takt | CPU-Takt | CPU-Takt |
| L2-Modus | L1 inclusive | L1 inclusive | L1 exclusive | L1 exclusive |
| HW Data Prefetching | Ja | Ja | Ja | Ja |
| VCore | 1,475V 1,500V 1,525V 1,550V |
1,475 V 1,500V 1,525V |
1,50V 1,60V 1,65V |
1,65V |
| Befehlssätze | MMX SSE / SSE2 |
MMX SSE / SSE2 |
MMX / 3DNow! 3DNow!+ / SSE |
MMX / 3DNow! 3DNow!+ / SSE |
| Temperatur Diode | Ja | Ja | Ja | Ja |
| Multiprozessor-fähig | Nein | Nein | Nein | Nein |
| CPU-Architektur | 20-stufige Pipeline | 20-stufige Pipeline | 15-stufige (FPU) 10-stufige (ALU) Pipeline |
15-stufige (FPU) 10-stufige (ALU) Pipeline |
Auch wenn die Athlon-Architektur schon vermehrt und dies in regelmäßigen Abständen auch immer wieder von verschiedenen Seiten tot gesagt wurde, so ist es doch Mal um Mal überraschend und auch etwas ermunternd zu sehen, welche Leistung die Techniker von AMD noch aus ihr herausholen konnten. Nachdem man im vergangenen Jahr den eigentlich niemals eingeplanten Wechsel auf einen effektiv mit 333 MHz getakteten Frontside-Bus erfolgreich vollzogen hat, geht man nun noch einen Schritt weiter und erhöht eben diesen, für viele sehr überraschend, nun auf einen Takt von 400 MHz. Mit einem realen Prozessortakt von 2200 MHz, real nur 33 MHz mehr verglichen mit dem Athlon XP 3000+ (FSB333), geht am heutigen Tage der Athlon XP mit einer Modellnummer von 3200+ ins Rennen. Ein Athlon XP 3000+ mit FSB400 soll in Kürze mit einem Prozessortakt von 2100 MHz folgen.
Auch der neue Barton ist ein Mitglied der QuantiSpeed Architektur [9], der alle Athlon XP Prozessoren angehören und somit erhält auch er im Rahmen der True Performance Initiative [10] eine Modellnummer. Laut AMD müsste eine Athlon mit Thunderbird-Kern den durch die Modellnummer ausgedrückten Takt besitzen, um dieselbe Leistung wie der entsprechende Athlon XP Prozessor zu bieten. Allerdings hat man sich hier in der Vergangenheit bereits in Widersprüche [11] verwickelt. Über den neuen Barton-Kern haben wir bereits zur Vorstellung des Athlon XP 3000+ [1] ausführlich berichtet, so dass wir an dieser Stelle nicht näher darauf eingehen möchten.
Allerdings wollen wir einen bildlichen Vergleich des alten (Thoroughbred-B) und neuen (Barton) Athlon XP Prozessorkerns an dieser Stelle nicht schuldig bleiben. Auf den ersten Blick fällt auf, dass beim Barton zwei weitere 128 kB große L2-Felder im unteren Teil des Kerns hinzugekommen sind. Ansonsten blieb alles beim Alten.
Taktraten und Modellnummer
Da im Dschungel der „True Performance Initiative“ teilweise völlig unterschiedliche reale Taktraten des Prozessors ein und dieselbe Modellnummer ergeben oder gar ein geringer getakteter Prozessor eine höhere Modell-Bezeichnung erhält, möchten wir mit der folgenden Tabelle einen kleinen Überblick zwischen Athlon XP Prozessoren auf Basis des Palomino, Thoroughbred-A, Thoroughbred-B und Barton-Kern schaffen. Der heute neu vorgestellte Athlon XP 3200+ und der demnächst erscheinende Athlon XP 3000+ (FSB400) sind rot hervorgehoben.
| Bezeichnung | realer Takt | Frontside-Bus |
|---|---|---|
| Palomino, 0,18µm, 64kB + 64kB L1 + 256kB L2 Cache | ||
| Athlon XP 1500+ | 1333 MHz | 133 MHz |
| Athlon XP 1600+ | 1400 MHz | 133 MHz |
| Athlon XP 1700+ | 1466 MHz | 133 MHz |
| Athlon XP 1800+ | 1533 MHz | 133 MHz |
| Athlon XP 1900+ | 1600 MHz | 133 MHz |
| Athlon XP 2000+ | 1666 MHz | 133 MHz |
| Athlon XP 2100+ | 1733 MHz | 133 MHz |
| Thoroughbred "A", 0,13µm, 64kB + 64kB L1 + 256kB L2 Cache | ||
| Athlon XP 1700+ | 1466 MHz | 133 MHz |
| Athlon XP 1800+ | 1533 MHz | 133 MHz |
| Athlon XP 1900+ | 1600 MHz | 133 MHz |
| Athlon XP 2000+ | 1666 MHz | 133 MHz |
| Athlon XP 2100+ | 1733 MHz | 133 MHz |
| Athlon XP 2200+ | 1800 MHz | 133 MHz |
| Thoroughbred "B", 0,13µm, 64kB + 64kB L1 + 256kB L2 Cache | ||
| Athlon XP 1700+ | 1466 MHz | 133 MHz |
| Athlon XP 1800+ | 1533 MHz | 133 MHz |
| Athlon XP 1900+ | 1600 MHz | 133 MHz |
| Athlon XP 2000+ | 1666 MHz | 133 MHz |
| Athlon XP 2100+ | 1733 MHz | 133 MHz |
| Athlon XP 2400+ | 2000 MHz | 133 MHz |
| Athlon XP 2600+ | 2133 MHz | 133 MHz |
| Athlon XP 2600+ | 2083 MHz | 166 MHz |
| Athlon XP 2700+ | 2166 MHz | 166 MHz |
| Athlon XP 2800+ | 2250 MHz | 166 MHz |
| Barton, 0,13µm, 64kB + 64kB L1 + 512kB L2 Cache | ||
| Athlon XP 2500+ | 1833 MHz | 166 MHz |
| Athlon XP 2800+ | 2083 MHz | 166 MHz |
| Athlon XP 3000+ | 2100 MHz | 200 MHz |
| Athlon XP 3000+ | 2166 MHz | 166 MHz |
| Athlon XP 3200+ | 2200 MHz | 200 MHz |
Vorerst sind also zwei Prozessoren mit dem höheren Frontside-Bus geplant. Ob AMD auch kleine Modelle mit diesem Bustakt - wie beispielsweise den Athlon XP 2800+ - plant, ist uns jedoch nicht bekannt. Anhand der uns bekannten Taktraten für die FSB400-Serie können wir jedoch eine Formel zur Berechnung der Modellnummer extrapolieren.
| Frontside-Bus 133 MHz (266 DDR) |
|---|
| Bis 1833 MHz: Model Rating = Taktfrequenz x 1.5 - 500 |
| Über 1833 MHz: Model Rating = Taktfrequenz x 1.5 - 600 |
| Frontside-Bus 166 MHz (333 DDR) |
| Thoroughbred: Model Rating = Taktfrequenz x 1.2 + 100 |
| Barton bis 2083 MHz: Model Rating = Taktfrequenz x 1.2 + 300 |
| Barton über 2083 MHz: Model Rating = Taktfrequenz x 1.2 + 400 |
| Frontside-Bus 200 MHz (400 DDR) |
| Barton ab 2100 MHz: Model Rating = Taktfrequenz x 2.0 - 1200 |
Ein Athlon XP 2800+ (FSB400), wenn es ihn denn irgendwann einmal geben sollte, bräuchte nach dieser Formel also einen Takt von nur 2,0 GHz um seine Modellnummer "2800+" zu erhalten. Ob diese dann jedoch gerechtfertigt ist, ist eine andere Frage.
Ich möchte an dieser Stelle nochmals darauf hinweisen, dass diese Formeln rein mathematischer Natur sind. In der Realität ist eine Modellbezeichnung laut AMD immer das Ergebnis aufwendiger Tests, bei dem insgesamt 37 Benchmarks herangezogen werden. Es lässt sich jedoch eine mathematische Abhängigkeit hineininterpretieren.
Welche Prozessoren von AMD auch immer mit einem 400 MHz Frontside-Bus ausgeliefert werden sollte, zu erkennen sind sie an einem "E" am Ende des Produktcodes.
Nur zwei Chipsätze verfügbar
Nun gut, AMD hat mit dem neuen Athlon XP 3200+ also den Takt des Frontside-Bus um real 33 MHz von 166 (DDR333) auf 200 MHz (DDR400) angehoben. Was bedeutet dies für die meisten Besitzer eines aktuelles Sockel A Mainboards für den Athlon XP? Viele werden es schon ahnen: Es muss mal wieder ein neues Mainboard her. Hierbei stehen derzeit allerdings nur zwei Chipsatzfamilien zur Auswahl. Zum einen wäre da der SiS 748. Dieser unterstützt offiziell einen FSB von 400 MHz und ist auch bereits auf dem Markt verfügbar. Allerdings ist die Auswahl an entsprechenden Hauptplatinen verschwindend gering bzw. noch gar nicht vorhanden.
Als Alternative steht derzeit nur der nVidia nForce 2 400 (Ultra) zur Verfügung, der bereits auf diversen Mainboards von Asus, Gigabyte, Leadtek oder MSI verbaut wird. So kommt das Asus A7N8X Deluxe in der Revision 2.0 beispielsweise mit dem neuen nForce 2 Chipsatz daher. Da es sich beim nForce 2 400 Ultra nur um eine überarbeitete Version des nForce 2 handelt, der somit auch Pin-kompatibel zu eben diesem ist, steht dem Einsatz des neuen Chips auf aktuellen nForce 2 Platinen eigentlich nichts im Wege. Es stellt sich dabei nur die Frage, wie die Hersteller ihre nForce 2 400 Ultra Produkte kennzeichnen. Asus hat sich für den Weg mit einer neuen Revisionsnummer entschieden, für einen anderen Hersteller mag der überarbeitete Chipsatz vielleicht schon Grund genug für ein völlig neues Mainboard sein.
Der nForce 2 400 Ultra meldet sich unter Windows als nForce 2 Revision C1, trägt allerdings auf dem Chip selbst den Aufdruck A1. Vergleicht man nForce 2 und die neue Variante, so lässt sich rein optisch ein klarer Unterschied ausmachen. So ist die Northbridge/SPP des nForce 2 400 Ultra nun komplett in schwarz gehalten, wohingegen der Vorgänger noch mit einer edlen silbernen Verzierung daher kommt.
Von VIA wird es übrigens erst im Juni einen Chipsatz für den neuen Prozessor geben. Der jüngst vorgestellte KT400A kann nämlich nicht mit FSB400 betrieben werden. Hier wird man etwas verspätet mit dem KT600 nachbessern.
Dritthöchster Stromverbrauch
Höhere Taktraten sind ja schön und gut, wenn da nur nicht das Problem mit der ebenfalls zunehmenden Leistungsaufnahme wäre. Denn was die Prozessoren an Strom durch ihre Schaltkreise laufen lassen, wird unweigerlich in Wärme umgewandelt. Wäre die Welt nicht schön, wenn es keine Verlustleistung (hervorgerufen durch den Ohmschen Widerstand der Leitungen) gäbe? Leider sind wir noch nicht so weit und so müssen die Prozessor-Hersteller mit allen Mitteln verhindern, dass ihr nächster Bolide ein 100 Watt fressendes Monster wird. Wie sieht es mit dem neuen Produkt aus dem Hause AMD aus?
Leistungsaufnahme
Angaben in Watt (W)
|
Der Verbrauch des neuen Athlon XP 3200+ kann nur noch durch den schnellsten Prozessoren aus dem Hause Intel getoppt werden. Allerdings sind die Angaben von Intel und AMD nicht direkt miteinander zu vergleichen. Bei Intel ergibt sich dieser Wert für die „Thermal Design Power“ (TDP) aus aufwendigen Betriebstest, aus denen der durchschnittliche Verbrauch hervorgeht und anhand derer festgelegt wird, welche Leistung eine Kühllösung kontinuierlich abführen muss. AMD geht hier einen anderen Weg bei der Angabe der Verlustleistung.
Bei normaler Büroarbeit verbraucht der Prozessor aber deutlich weniger Strom. Auch hier sind es insbesondere die Computer-Spiele, die dem Prozessor alles abverlangen. Doch auch Bildbearbeitungs-, Encoding- oder Renderprogramme verlangen der CPU in etwa die TDP ab. Übrigens existieren auch Bildschirmschoner, die den Prozessor zum Schwitzen bringen. Dazu zählt beispielsweise der "Fishes" Bildschirmschoner aus dem Windows XP Plus Paket. Doch dass es kein Problem ist, mehr als die TDP aus dem Prozessor zu quetschen, zeigt ein kleines Programm namens Burn P6 [12]. Hier verschlingt die CPU ganz schnell 100 Watt.
Mehr Kühler, Mehr Kupfer
Die Leistungsaufnahme steigt und somit müssen auch die Kühler immer mehr leisten. Um den Athlon XP 3200+ bei Laune zu halten, lieferte uns AMD den MF035-032 von Ajigo mit Kupfergrundplatte und sehr feinen Lamellen ins Haus. Ob dieser ausgezeichnete und vor allem auch recht leise Kühler seinen Weg in die Boxed-Verpackung des Athlon XP 3200+ (Prozessor zusammen mit Kühler) finden wird, ist uns jedoch leider nicht bekannt. Wünschenswert wäre es auf jeden Fall.
Während beim Start des Athlon XP 3000+ übrigens nur vier Kühler offiziell die Freigabe erhalten haben, hat sich die Liste [13] der für diesen Prozessor empfohlenen Lüfter inzwischen auf elf Kandidaten mehr als verdoppelt, für den Athlon XP 3200+ sind immerhin noch neun Modelle voll freigegeben.
- Ajigo MF035-032 [14]
- Ajigo MF034-032 [15]
- AVC 112C86FBH01 [16]
- AVC 112C86FBL01 [15]
- AVC 112C86FBM02 [15]
- CoolerMaster CP5-6J31C-A4 [17]
- Dynatron DC1206BM-L/610-P-Cu [18]
- Spire SPA07B2 [19]
- Thermaltake A1671 [20]
Ohne Kupfer geht also gar nichts, wie man an allen freigegeben Kühlern sehr gut erkennen kann. Allerdings unterscheiden sich die Boliden wohl erheblich in der Geräuschkulisse. Zumindest beim Ajigo können wir Entwarnung gegeben - hier kann man bedenkenlos zugreifen.
Overclocking vs. Real
Auch wenn es für den Athlon XP 3200+ offiziell eines neuen Mainboards bedarf, so ließen sich in der Vergangenheit einige Hauptplatinen mit nForce 2 Chipsatz ohne Probleme mit dem Frontside-Bus des neuen Prozessors betreiben. Bei uns war es das EPoX 8RDA+ (Bios vom 17.1.2003), welches stabil mit FSB400 und DDR400 betrieben werden konnte und uns bereits im März die Möglichkeit bot, durch Übertakten des Athlon XP 3000+ den Athlon XP 3200+ zu simulieren [21]. Da wir nun im Besitz des richtigen Prozessors und eines Mainboards sind, welches offiziell eben diesen unterstützt, möchten wir im Folgenden unsere Messergebnisse von heute und damals auszugsweise gegenüberstellen.
Real vs. Overclocking - Speicher
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
Bereits im Speicherdurchsatz scheint sich die Begründung für die geringere Leistung des Original Athlon XP 3200+ mit Asus A7N8X Deluxe Rev. 2.0 (Bios 1004) gegenüber dem übertakteten Athlon XP 3000+ auf dem EPoX 8RDA+ gefunden zu haben. Fast 200 MB/s Sekunde Unterschied sind schon eine ganze Menge, dabei muss jedoch klar sein, dass das 8RDA+ offiziell nicht für einen 400 MHz FSB freigegeben ist, das A7N8X Rev. 2.0 allerdings schon.
Real vs. Overclocking - 3DMark
Angaben in Punkten
|
Real vs. Overclocking - Quake3
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
|
Real vs. Overclocking - UT03
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
|
Real vs. Overclocking - FlaskMPEG
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
|
Es bedarf sicherlich nicht der Auswertung jedes einzelnen Benchmarks um zu erkennen, dass der offizielle Athlon XP 3200+ nicht ganz die Leistung mit sich bringt, die wir durch unsere Overclocking-Versuche im März erwartet hätten. Besonders der 20 Frames große Unterschied in Quake 3 Arena deutet jedoch darauf hin, dass es sich hierbei nicht um den Prozessor handelt, der für das etwas Weniger an Leistung verantwortlich ist. Vielmehr sind wir der Meinung, dass man der Stabilität zuliebe, die Timings auf dem Frontside-Bus etwas entschärft hat. Dieses verhalten konnten wir schon einmal beobachten. Hier hat man dem Asus P4PE durch ein Bios-Update zum FSB800 Support verholfen, und auch dort ging die Leistung nach unten [22]. So ganz ohne ist der höhere Frontside-Bus also nicht.
Performance
Unser Performance-Rating hat sich in der Vergangenheit mehr als bewährt und dies ist auch der Grund dafür, weshalb wir seit der Vorstellung des neuen Pentium 4 mit 3,00 GHz und einem 800 MHz schnellen Frontside-Bus [23] verstärkt darauf setzen. Wir haben das Performance-Rating in Anwendungs-, Spiele- und Gesamtleistung unterteilt.
Für die Anwendungsperformance wurden folgende Ergebnisse heran gezogen:
- Anwendungen 1024x768x32
- FlaskMPEG
- Lame 3.91
- MP3 Maker Platinum
- PCMark2002 (CPU)
- Seti@Home
- Sysmark 2002
- WinACE 2.11
- WinRAR 3.11
Bei Spielen sind folgende Ergebnisse in die Endbewertung eingeflossen:
- Spiele 1024x768x32
- 3DMark2001 SE
- 3DMark03
- Comanche 4
- Quake 3 Arena
- Unreal Tournament
- Unreal Tournament 2003 (Botmatch)
Dementsprechend fließen in die Gesamtbewertung alle Ergebnisse der oben genannten Tests ein. Alle Einzelergebnisse sind im Anhang dieses Artikels [24] in voller Ausführung und ohne Beschränkung einsehbar.
Spieleleistung
Spieleleistung
Angaben in Prozent
|
Gäbe es den neuen Intel Pentium 4 mit 800 MHz FSB und den eigens dafür entwickelten i875P Chipsatz noch nicht, so müsste die Geschwindigkeits-Krone in Spielen an den neuen Athlon XP 3200+ gehen - wenn auch nur knapp. Da Intel jedoch vor fast einem Monat eben diese beiden Produkte vorgestellt hat, sieht es für den neuen Prozessor von AMD nicht ganz so rosig aus. Selbst ein alter 2,8 GHz Pentium mit FSB533 kann auf dem i875P Chipsatz noch am XP 3200+ vorbeiziehen; und dabei muss dieser Prozessor noch auf FSB800 und Hyper-Threading verzichten. Die kleinen Prozessoren mit 800 MHz von 2,4 bis 2,8 GHz und Hyper-Threading wird Intel in Kürze vorstellen.
Darüber hinaus fällt auf, dass der Athlon XP 3200+ innerhalb der Athlon XP Reihe seine Modellnummer vollkommen zu Recht trägt. Auch die Leistung des XP 3000+ (FSB400) ist im Durchschnitt mit der des 3000+ (FSB333) identisch.
Anwendungsleistung
Anwendungsleistung
Angaben in Prozent
|
Auch bei der Anwendungs-Leistung sieht es gegen die aktuelle Intel-Macht nicht besonders gut aber auch nicht besonders schlecht aus. Man erreicht hier ebenfalls die Leistung eines 2,8 GHz Pentium 4 auf der i875P Platine von Asus. Mit den 3,0 GHz Boliden von Intel kann man leider nicht mithalten. Doch auch hier zeigt sich, dass AMD nicht nur die Modellnummern korrekt gewählt hat, vielmehr zeigt sich abermals die Richtigkeit unseres Performance-Ratings.
Gesamtleistung
Gesamtleistung
Angaben in Prozent
|
Insgesamt erreicht man mit dem XP 3200+ die Leistung eines Pentium 4 mit 2,8 GHz, der ebenfalls mit Dual Channel DDR400 Speicher betrieben wird, wie es auch bei unserem AMD Testsystem der Fall ist. Dabei muss man jedoch eins klar sagen: Das 3200+ hinter dem neuem Athlon XP hat innerhalb der XP-Familie seine volle Berechtigung, darf aber keinesfalls auf Intels Prozessorfamilie übertragen werden. Schließlich erreicht der XP 3200+ nicht einmal die Leistung des 3,0 GHz Pentium 4.
Endkundenpreis
Ein entscheidendes Kriterium für den Kauf eines neuen Prozessors ist neben der Leistung sicherlich der Preis. Hierbei muss man natürlich zwischen den Großhandelspreisen und den Preisen im Laden um die Ecke unterscheiden. In der Vergangenheit konnten Intels Prozessoren zwar auf der Preisliste für Großkunden mit den Preisen für AMDs Boliden konkurrieren, im Einzelhandel schockte den gewillten Käufer jedoch ein gänzlich anderes Bild. Während Athlon XP Prozessoren zumeist unter Listenpreis unter's Volk geworfen wurden, musste man beim Pentium 4 allein schon für den Namen und seinen Ruf als "teure CPU" deutlich mehr bezahlen.
| Intel Pentium 4 | AMD Athlon XP | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Takt | Preis | Modelnr. | Preis | ||
| Seit 14.4.03 | Ab 11.5.03 | Seit 6.5.03 | Ab 13.5.03 | ||
| 3,0C GHz | $417 | $417 | 3200+ | - | $464 |
| 3,06 GHz | $401 | $401 | 3000+ | $325 | $325 |
| 2,80 GHz | $375 | $262 | 2800+ | $225 | $225 |
| 2,66 GHz | $241 | $193 | 2700+ | $180 | $180 |
| 2,60 GHz | $241 | $193 | 2600+ | $151 | $151 |
| 2,53 GHz | $193 | $193 | 2500+ | $124 | $124 |
| 2,40 GHz | $163 | $163 | 2400+ | $103 | $103 |
| 2,26 GHz | $163 | $163 | 2200+ | $81 | $81 |
| - Nicht gelistet | |||||
Wie man sieht, ist der neue Athlon XP Prozessor mit seinem Einführungspreis von 464 US-Dollar fast 50 Dollar teurer als der derzeit schnellste Pentium 4 Prozessor aus dem Hause Intel. Beim Vergleich von Taktfrequenz und Modellnummer hat AMD bei den Großhandelspreisen bei allen anderen Modelle die Nase vorne. Teilweise ist man deutlich günstiger. Was man hierbei jedoch nicht vergessen darf, ist der Tatbestand, dass der XP 3200+ auf einem sehr schnellen nVidia nForce 2 400 Ultra Mainboard von Asus nicht schneller als ein 2,8 GHz Pentium 4 (FSB533, ohne Hyper-Threading) auf dem Asus P4C800 Deluxe mit Intel i875P Chipsatz ist. Dabei kam beim bei beiden Testsystemen Dual Channel DDR 400 Speicher zum Einsatz - das Duell wurde also mit gleichen Waffen ausgefochten.
Letztendlich zählen jedoch nur die Preise im Einzelhandel. Die folgenden Preise haben wir hierbei aus der Preisliste vom 10. Mai 2003 eines Computerladens entnommen und mit denen vom 13. April dieses Jahres (Vorstellung des P4 3,00 GHz) verglichen. Da wir uns auf einen Anbieter beschränkt haben, wird es unter Garantie Anbieter geben, bei denen einige Prozessoren, die sich vielleicht gerade im Angebot befinden, etwas günstiger zu haben sind.
| Intel Pentium 4 | AMD Athlon XP | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Takt | Preis | Modelnr. | Preis | ||
| 13. April 2003 | 10. Mai 2003 | 13. April 2003 | 10. Mai 2003 | ||
| 3.0C GHz | - | €499 | 3200+ | - | - |
| 3,06 GHz | €599 | €429 | 3000+ | €469 | €389 |
| 2,80 GHz | €399 | €369 | 2800+ | €299 | €269 |
| 2,66 GHz | €279 | €279 | 2700+ | €249 | €209 |
| 2,60 GHz | €299* | €299* | 2600+ | €219* | €184* |
| 2,53 GHz | €219 | €229 | 2500+ | €169 | €149 |
| 2,40 GHz | €189* | €189* | 2400+ | €149* | €129* |
| 2,26 GHz | - | - | 2200+ | €109* | €109* |
| 2,00 GHz | €194* | €194* | 2000+ | €89* | €84* |
| - Nicht im Angebot * inkl. Kühler | |||||
Während der neue Pentium 4 mit 3,00 GHz (FSB800) nun verständlicherweise als lieferbar bei unserem Shop gelistet wird, traf dies auf den Athlon XP 3200+ drei Trage vor seiner Veröffentlichung natürlich nicht zu. In Anbetracht des Großhandelspreises dürfte der neue Prozessor von AMD allerdings nicht günstiger als der schnellste Pentium 4 sein.
Dies ist jedoch nicht so tragisch, schließlich wäre es das Dümmste, was man machen kann - einen Prozessor oder irgendein Produkt kurz nach seiner Markteinführung zu erwerben. Dies zeigt sich auch am mittlerweile im Preis gesenkten Athlon XP 3000+. Hier ging es um 80 Euro nach unten gegenüber unserem letzten Preischeck. Auch die Intel Pentium 4 Prozessoren mit 2,8 und 3,06 GHz sind günstiger geworden, bei den kleineren Pentium 4 Modellen hat sich leider rein gar nichts getan. Hier wurde es teilweise sogar teurer (Pentium 4 2,53 GHz). Bei AMD Prozessoren kann man dagegen durch die Bank weg von einer Preissenkung sprechen. Intels Preissenkung vom 11. Mai 2003 ist in unseren Ladenpreisen natürlich noch nicht berücksichtigt.
Preis hin oder her, auch hier gilt: Man darf keinesfalls Taktfrequenz mit Modellnummer vergleichen, da sich hier teils deutliche Leistungsunterschiede ergeben.
Fazit
Der Athlon XP 3200+ ist das Ergebnis konsequenter Entwicklungsarbeit der Ingenieure, wenngleich er es nicht leicht gegen das Siegergespann von Intel, bestehend aus 3,00 GHz Pentium 4 und i875P Chipsatz, hat. Der XP 3200+ ist zweifelsohne der schnellste Prozessor des AMD Portfolios und innerhalb dieser Produktpalette trägt er seine Modellnummer auch vollkommen zurecht. Verglichen mit Intels Prozessoren ist er nur dem 2,8 GHz Pentium 4 (FSB533) voll gewachsen. Hier zeigen sich die Auswirken des neuen i875P Chipsatzes, der alleine für eine Leistungssteigerung von über 3 Prozent verantwortlich ist.

Dem gegenüber kann der nForce 2 400 Ultra nicht ganz das Erfüllen, was wir erwartet hätten. Sicherlich ist er der schnellste Chipsatz für Sockel A Prozessoren. Dabei muss man jedoch festhalten, dass ein stabiler Betrieb bei FSB400, dem Frontside-Bus des neuen Athlon XP, nur durch leicht verminderte Bustimings erreicht wird. Dies war zumindest beim A7N8X Deluxe Rev. 2.0 der Fall. Verglichen mit den Leistungswerten, die wir durch Übertakten des nForce 2 Chipsatzes auf dem EPoX 8RDA+ erreicht hatten, muss sich der nForce 2 400 Ultra leicht geschlagen geben, was sich insgesamt in etwa einem Prozent weniger Leistung niederschlägt. Hierbei darf aber nicht vergessen werden, dass der nForce 2 nicht für einen 400 MHz Frontside-Bus freigegeben ist und ein stabiler Betrieb keinesfalls garantiert ist. Auch wir haben hier schmerzhafte Erfahrungen machen müssen [25].
Ein neues Mainboard ist in den meisten Fällen also unumgänglich. Auch für den Einsatz des neuen Pentium 4 muss eine neue Hauptplatine her. Also nichts mit einem einfachen, schnellen und kostengünstigen Update. In beiden Fällen fällt mehr als eine Neuanschaffung an, so dass letztendlich jeder für sich entscheiden muss, zu welchem Prozessorhersteller er tendiert. Die schnellste, wenngleich nicht billigste Lösung, kommt derzeit jedenfalls aus dem Hause Intel.
Anhang
Testsystem
Als Betriebssystem kam, wie bei uns üblich, Windows XP Professional mit Service Pack1 in der englischen Original-Version zum Einsatz, welche auf den jeweiligen Plattformen nach der Installation aktiviert wurde. Als Grafikkarte kam unsere sehr zuverlässige Asus V8460 mit GeForce4 Ti4600 zum Einsatz.
Um etwaigen Fragen vorzubeugen, hier eine komplette Auflistung unseres Testsystems:
- Prozessor
- AMD Athlon XP 3200+ FSB400 Barton
- AMD Athlon XP 3000+ FSB400 Barton
- AMD Athlon XP 3000+ FSB333 Barton
- AMD Athlon XP 2800+ FSB333 Barton
- AMD Athlon XP 2700+ FSB333
- Intel Pentium 4 3,0C GHz (FSB800) - HyperThreading aktiv
- Intel Pentium 4 3,06 GHz (FSB533) - HyperThreading aktiv
- Intel Pentium 4 2,80 GHz (FSB533)
- Intel Pentium 4 2,66 GHz (FSB533)
- Intel Pentium 4 2,53 GHz (FSB533)
- Motherboard
- AMD Plattform FSB333: EPoX 8RDA+ Rev. 1.0 (nForce 2) - Bios 17.1.03 [24]
- AMD Plattform FSB400: Asus A7N8X Deluxe Rev. 2.0 (nForce 2 400 Ultra) - Bios 1004
- Intel Plattform FSB533: Asus P4T533 (i850E) [26]
- Intel Plattform FSB800: Asus P4C800 (i875P) [27]
- Arbeitsspeicher
- 2x256MB DDR400 Kingston HyperX PC3500
- 1x512MB RIMM4200 Samsung Rambus
- Grafikkarte
- Asus V8460 Ultra (GeForce4 Ti4600)
- Peripherie
- Asus CRW 4012A
- IBM IC35LC040
- Treiberversionen
- nVidia Detonator 41.09
- nVidia nForce Treiberpaket 2.03 (AMD)
- Intel Inf-Treiber 5.00.1009 (Intel)
- Software
- Microsoft Windows XP Professional SP1
- Microsoft DirectX 9.0
Benchmarks
Auch bei diesem Test haben wir keine Mühen gescheut, um die Leistung der neuen Prozessoren von möglichst vielen Seiten zu beleuchten.
Nachfolgend eine kleine Übersicht:
- Synthetische Benchmarks
- Sisoft Sandra 2003 Pro
- Futuremark PCMark2002
- Futuremark 3DMark 2001 SE
- Futuremark 3DMark 2003
- Games
- Epic Games Unreal Tournament
- Epic Games Unreal Tournament 2003
- NovaLogic Comanche 4
- id Software Quake 3 Arena
- Anwendungen
- BAPCo Sysmark 2002
- WinACE 2.11
- WinRAR 3.11
- Lame 3.91
- Magix MP3 Maker Platinum 3.04
- FlaskMPEG 0.78.39 mit DiVX 5.03
- Seti@Home
- 3D Render Performance
- Maxon Cinema 4D XL R8
- Newtek Lightwave 7.5
Wer die Benchmarks bei sich zu Hause selbst einmal nachvollziehen möchte, der findet einen Großteil der oben aufgelisteten Testprogramme bei uns in der Downloadsektion [28].
Synthetische Benchmarks
Sandra 2003 Pro
- SiSoft Sandra bietet Informationen über das System in Hülle und Fülle und ist zudem in der Lage, die wichtigsten Bestandteile des PCs auf ihre Geschwindigkeit hin zu überprüfen. Für unseren Prozessorvergleich sind jedoch drei Messungen besonders interessant:
- Sandra Prozessor-Test
Hierbei kommt zum einen der Dhrystone Benchmark zum Einsatz, der ursprünglich von Siemens entwickelt wurde, um die Leistung des Hauptprozessors zu messen. Zum anderen wird über den Whetstone Benchmark die Leistung des Co-Prozessors bestimmt. Beide Tests erfolgen ohne die Berücksichtigung der erweiterten Multimedia-Befehlssätze. - Sandra Multimedia-Test
Beim Multimedia-Test von Sandra 2002 wird ein Algorithmus eingesetzt, der unter anderem auch beim Generieren von realistischen Naturobjekten wie Bergen oder Wolken zum Einsatz kommt. Die Rede ist hier von der Chaostheorie, die von Mandelbrot aufgestellt wurde. Bei diesem Benchmark werden auch die erweiterten Befehlssätze des Pentium 4 oder die des Athlon XP berücksichtigt. Da die Implementierung von SSE1 in diesem Teiltest besser als die von 3DNow! ist, haben wir den Athlon XP mit seiner SSE1 Einheit (d.h. 3DNow! Professional) arbeiten lassen. Beim Pentium 4 kam dagegen SSE2 zum Einsatz. - Sandra Speicher-Test
Der Memory-Benchmark bietet einen perfekten Überblick über das Zusammenspiel von CPU, Frontside Bus, Northbridge und Speicher. Da die Daten nicht nur vom Speicher zur Northbridge sondern darüber hinaus auch zum Prozessor geschickt werden, sind beide Bus-Systeme für die Performance von entscheidender Rolle. Ein alter Athlon XP, der zwar mit DDR333 (166MHz) theoretisch 2,7GB Daten aus dem RAM erhalten kann, wird hier durch seinen FSB von nur 133MHz auf 2,1GB/s limitiert.
- Sandra Prozessor-Test
- Weitere Informationen: SiSoftware.demon.co.uk [29]
- Download: ComputerBase.de [30]
Sandra 2003 Arithmetic
Angaben in Punkten
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Sandra 2003 Multimedia
Angaben in Punkten
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Sandra 2003 Speicherdurchsatz
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
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PCMark2002
- Der PCMark 2002 ist ein vergleichsweise neuer Benchmark, der, wie der Name schon sagt, zur Messung der gesamten Systemleistung entwickelt wurde. Hierfür führt er eine Reihe von Tests durch, die primär den Prozessor und den Arbeitsspeicher fordern. Auch die Festplatte wird auf ihre Leistungsfähigkeit hin überprüft. Auf die Veröffentlichung des Teilergebnisses haben wir jedoch verzichtet. Somit liefert uns der PCMark 2002 lediglich eine Punktzahl für die Prozessorleistung und den Arbeitspeicher.
- Weitere Informationen: Futuremark.com [31]
- Download: Futuremark.com [32]
PCMark 2002
Angaben in Punkten
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3DMark2001 SE
- Der 3DMark 2001SE ist ohne Frage das beliebteste Programm zur Bewertung eines "Gamer-PCs". In einer Reihe synthetischer, aber recht praxisnaher Einzeltests (zum Teil basierend auf der Max Payne Engine) wird vor allem der Grafikkarte alles abverlangt. Neben der Grafikkarte werden hier CPU und Speicher bzw. deren reibungslose Kooperation besonders in den Vordergrund gestellt. Allerdings ist der Benchmark in den letzten Monaten immer öfter in die Kritik geraten, weil man ihm parteiische Messungen zu Gunsten nVidia oder andere Manipulationen zu Gunsten eines Hersteller nachweisen konnte.
- Weitere Informationen: Futuremark.com [33]
- Download: ComputerBase.de [34]
3DMark 2001 SE
Angaben in Punkten
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3DMark 2001 SE Detail
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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3DMark03
- Der 3DMark03, der neueste Spross der 3DMark-Familie, ist auf dem besten Wege, das beliebteste Programm zur Bewertung eines "Gamer-PCs" zu werden. In einer Reihe synthetischer, aber recht praxisnaher Einzeltests wird vor allem der Grafikkarte alles abverlangt. Im 3DMark03 CPU Mark dürfen sich im Anschluss an den Haupttest der Prozessor samt Arbeitsspeicher voll austoben. Näheres zum 3DMark03 gibt es in unserer 3DMark03 Performance Analyse [35].
- Weitere Informationen: Futuremark.com [36]
- Download: ComputerBase.de [37]
3DMark03
Angaben in Punkten
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3DMark03 CPU Mark
Angaben in Punkten
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3DMark03 CPU Mark Detail
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Games
Unreal Tournament
- Wie Quake3 Arena oder der 3DMark 2000 gehört auch Unreal Tournament sicherlich nicht mehr zu den taufrischen Programmen. Da es uns hier jedoch nicht um die Bewertung einer aktuellen Grafikkarte geht, können wir von diesem Umstand nur profitieren, denn CPU und Speicherauslastung sind auch bei UT nicht zu verachten. Der sog. UTBench setzt hier noch einen drauf. Die Demo, die international als Grundlage für Benchmarks genutzt wird, simuliert ein Deathmatch gegen 16 Bots und ist enorm Prozessorlimitiert, d.h., die Grafikkarte spielt (fast) keine Rolle.
- Weitere Informationen: 3DCenter.de [38]
- Download: UTBench [37] (3DCenter.de)
Unreal Tournament
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Unreal Tournament 2003
- In einem Report [39] hatten wir uns bereits den Hardwareanforderungen der Demo angenommen und ein fast perfektes Umfeld für einen CPU-Test vorgefunden. Denn wie schon UT (1) ist auch UT2003 stark von Prozessor und Speicher-Anbindung, also auch dem FSB, abghängig.
- Weitere Informationen: ComputerBase.de [38]
- Download: UnrealTournament2003.com (Demoversion) [40]
Unreal Tournament 2003
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Comanche 4
- Comanche 4 ist ein recht neues Spiel, welches exzessiven Einsatz von den Pixelshadern moderner Grafikkarten zur Darstellung der detaillierten Landschaft, sowie des schön animierten Wassers und reflektierender Flächen macht. Bei durchschnittlichen 30 fps beträgt der Polygondurchsatz runde 6 Millionen pro Sekunde. Bei uns im Test konnten teilweise über 10 Millionen Polygone pro Sekunde dargestellt werden, was natürlich auf die starke Unterstützung der Grafikkarte durch den Prozessor zurückzuführen ist.
- Weitere Informationen: Novalogic.com [41]
- Download: Novalogic.com [42]
Comanche 4
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Quake 3 Arena
- Quake3Arena und auf dieser Engine basierende Programme gelten als die speicherabhängigsten Spiele überhaupt. Neben den Latenzzeiten spielt hier vor allem die reine Bandbreite eine entscheidende Rolle, weshalb Rambus mit seinen bis zu 4,2 GB/s hier zumeist die Führung übernimmt. Ein nützliches Tool, dass das Benchmarken mit dieser Software enorm erleichtert, ist der Q3Bench. Hier können vordefinierte Configs sowie die gewünschten Auflösungen und Detailsstufen gewählt werden. Das Protokollieren der Ergebnisse übernimmt der fleißige Helfer ebenfalls.
- Weitere Informationen: guru3d.com [43]
- Download: G256.com [44]
Quake 3 Arena
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Anwendungen
Sysmark 2002
- Auch die neue Version des Benchmarks gliedert sich in zwei Bereiche auf. Im ersten Bereich wird die Arbeitsumgebung eines "Webmasters" bzw. "Webdesigners" simuliert, der den Namen Internet Content Creation trägt. In diesem Testabschnitt werden folgende reale Anwendungen mit einer Scriptsprache gesteuert:
- Macromedia Dreamweaver 5
- Adobe Photoshop 6.0.1
- Adobe Premiere 6.0
- Microsoft Windows Media Encoder 7.1
- Macromedia Flash 5.0
Im zweiten Bereich von Sysmark 2002 wird der Büroalltag (Office Content Creation) mit einer ganzen Reihe von Anwendungen gemessen, die parallel zueinander via Multitasking angesprochen werden. Zu diesen Anwendungen gehören Microsoft Office 2002, Dragon Naturally Speaking, Netscape Communicator 6.0, WinZip 8.0 und McAfee VirusScan 5.13. Die jeweiligen Teilergebnisse, die sich aus der Internet Content Creation und Office Content Creationen ergeben, gehen jeweils zu 50 Prozent in das Endergebnis ein.
Kritker werfen dem Sysmark ab der Version 2002 ein parteiisches Verhalten zu Gunsten Intel vor. Die Veränderung der Gewichtung der Einzeltest habe gegenüber der Version 2001 den Schwerpunkt auf CPUs dieses Herstellers gelegt. Wir werden den Test jedoch weiterhin unter Vorbehalt in unserem Parcours belassen.
- Weitere Informationen: Futuremark.com [45]
- Download: - keine Demo verfügbar -
Sysmark 2002
Angaben in Punkten
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Sysmark 2002 Detail
Angaben in Punkten
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WinACE 2.11
- Neben dem wohl verbreitetsten Packformat *.zip dürfte das *.ace-Format sicherlich das beliebteste sein. Erstellt wird es in erster Linie durch den grafisch übersichtlichen und recht flinken Packer WinACE. Neben der Performance der Festplatte spielt auch beim Encoden einer gepackten Datei die Rechenleistung der CPU und erneut das Zusammenspiel aus Speicher und CPU eine wichtige Rolle. In unserem Test gilt es, mit WinACE 2.11 eine Wave-Datei (200MB) bei maximaler Kompressionsstufe zu komprimieren.
- Weitere Informationen: WinAce.com [46]
- Download: ComputerBase.de [47]
WinACE 2.11
Angaben in Minuten, Sekunden
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WinRAR 3.11
- Bereits in Zeiten von Dos konnte sich RAR einen ausgezeichneten Namen erarbeiten. Mit dem Wechsel zu Windows hat auch RAR ein neues Gewandt bekommen. Neben der Performance der Festplatte spielt auch beim Komprimieren einer Datei die Rechenleistung der CPU und erneut das Zusammenspiel aus Speicher und CPU eine wichtige Rolle. In diesem Test gilt es, mit WinRAR 3.11 eine Wave-Datei (200MB) bei maximaler Kompressionsstufe zu komprimieren. Im Vergleich zu WinACE ist WinRAR deutlich schneller, da es unter anderem auch von SSE1 oder SSE2 gebaucht macht. Allerdings ist die gepackte Datei auch ein wenig größer.
- Weitere Informationen: Rarsoft.com [48]
- Download: ComputerBase.de [49]
WinRAR 3.11
Angaben in Minuten, Sekunden
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LAME 3.91
- Die zweite Disziplin, die beim Encoding anstand, war das dynamische Umwandeln einer 100 MB WAV-Datei in das MP3 Audioformat. Hierfür kam das Programm Lame 3.91 zum Einsatz, das lediglich MMX unterstützt. Das Programm wurde mit den Parametern -v -V 0 gestartet. Dadurch wird eine MP3-Datei mit variabler Bitrate zwischen 160 kbps und 320 kbps erstellt.
- Weitere Informationen: mp3dev.org [50]
- Download: riphelp.com [51]
Lame 3.91
Angaben in Minuten, Sekunden
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MP3 Maker Platinum 3.04
- Um das Audio-Encoden nicht zu einseitig zu betrachten, kam in diesem Vergleichstest noch der Magic Music Maker zum Einsatz. Zum Glück des Pentium 4 bietet dieser volle SS2 Unterstützung. Wir haben auch hier die 100 MB WAV-Datei gewählt, die bereits bei Lame zum Einsatz kam.
- Weitere Informationen: Magix.com [52]
- Download: Magix.com [53] (eingeschränkte Demoversion)
Magix MP3 Maker Platinum
Angaben in Punkten
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FlaskMPEG mit DiVX
- Natürlich durften die Prozessoren auch zeigen, was beim Encoden von Videos in ihnen steckt. Hierfür durfte jeder der Kontrahenten ein 451MB großes MPEG1 Video mittels Flask in das DiVX (MPEG4) Format bringen. Die im Durchschnitt erreichte Framerate wurde auf Papier festgehalten. Es wurde mit High Quality Bikubischer Filterung gearbeitet, wobei lediglich der Video-Stream bearbeitet wurde. Der Audiostream blieb dagegen unverarbeitet. Als iDCT kam DVD2AVI SSE/MMX zum Einsatz, da alle Testkandidaten diese Multimedia Befehlserweiterung voll unterstützen.
- Weitere Informationen: FlaskMPEG.net [54]
- Download: FlaskMPEG.net [55]
Flask - MPEG4 Encoding
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Seti@Home
- Besonders stolz bei unserem Vergleichtest sind wir natürlich auf die Einbeziehung des Textclienten von Seti@Home (3.03). Aufgrund der langen Laufzeit sollte sich hier ein klares Bild über die Leistung der einzelnen Prozessoren ergeben. Um die Ergebnisse vergleichbar zu halten, kam immer die gleiche Work Unit mit einer Angle Range von 0,417 zum Einsatz.
- Weitere Informationen: ComputerBaseTeam.de [56]
- Download: berkeley.edu [57]
Seti@Home
Angaben in Stunden, Minuten
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3D Rendering
Cinema 4D XL R8
- Cinema 4D XL8 gehört zu den ausgewachsenen Rendering-Programmen à la 3D Studio Max. Für den Privatanwender praktisch unerschwinglich, bietet es dem Profi unendliche Möglichkeiten in den Welten des 3D-Renderings und der Animation. Auch hier spielt das Zusammenspiel zwischen Prozessor, Northbridge (Chipsatz) und Speicher erneut eine übergeordnete Rolle.
- Weitere Informationen: Maxon.de [58]
- Download: Maxon.de [57] (eingeschränkte Demoversion)
Cinema4D XL R8 - 3DRendering
Angaben in Minuten, Sekunden
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Lightwave 7.5
- LightWave in der Version 7.5 schlägt in dieselbe Bresche wie Cinema 4D XL8. Allerdings haben die Entwickler den Kernel um den Befehlssatz SSE2 erweitert und somit für den Intel Pentium 4 optimiert. Neben Cinema 4D ermöglicht uns LightWave also eine zweite, aussagekräftige Benchmarkplattform.
- Weitere Informationen: LightWave3D.com [59]
- Download: - keine Demo verfügbar -
Lightwave 7.5 - 3DRendering
Angaben in Sekunden
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