14.04.2003 09:01

Test: Pentium 4 mit 3,0 GHz und 800 MHz Frontside-Bus (9/9)

Was bringt der höhere Bus?
Autor: Thomas Hübner

Fazit

Ganz klar, der neue Pentium 4 ist in Verbindung mit dem richtigen Mainboard schnell - richtig schnell. Doch diese Geschwindigkeit hat - oh Wunder - auch ihren Preis. Wer immer das Schnellste in seinem Tower beherbergen möchte, muss eben etwas tiefer in die Tasche greifen. Dennoch stellt sich die Frage, wer wirklich so viel Leistung benötigt.

Allgemein heißt es immer, die Spiele sind es, die den Rechner alles abverlangen und dementsprechend diese Leistung benötigen. Doch gerade hier ist die Grafikkarte besonders wichtig und ein Prozessor alleine kann Mängel bei der Grafikkarte durch stures Rechnen nicht wett machen. Schon gar nicht bei heutigen Grafikkrachern oder zukünftigen Spielen wie Doom 3. Hier tritt der Prozessor in den Hintergrund und die Grafikkarte trägt die Hauptlast. Auf die gesunde Mischung kommt es bekanntlich an. Deshalb wollen wir unser Fazit hier auf eine Reihe von potentiellen Käufertypen differenzieren.

Intel D875PBZ mit Prozessor und RAM Intel D875PBZ mit Prozessor und RAM


Wer bereits mit einem FSB533 Pentium 4 Prozessor ab 2,4 GHz oder einem Athlon XP Prozessor ab 2400+ bestückt ist, der sollte im Falle eines Falles eher ein Upgrade der Grafikkarte durchführen, als auf Intels neueste Schöpfung zu setzen. Zumal in diesem Fall neben dem Kauf des Prozessors auch eine Investition in neuen Arbeitsspeicher (DDR400) und neues Mainboard mit FSB800 Support anstehen - zu Schade für FSB533-CPU und Mainboard.

Wer als Besitzer eines schnellen FSB533 Prozessors mit i850E Mainboard dann doch mit dem Kauf einer neuen i875P-Platine liebäugelt, der sollte dies nicht aufgrund der vermuteten Performance-Vorteile tun. Denn so groß sind diese nicht. In Anwendungen ist die Intel Platine mit i875P und recht frühem Bios sogar dem i850E mit PC1066 Rambus unterlegen. Allerdings könnten hier gegebenfalls die neuen Features einen Kaufgrund darstellen. Dazu jedoch mehr in unserem i875P Testbericht.

Wer einen etwas älteren Computer besitzt und zu einem "rundum Frühjahrsputz" ansetzen möchte, der sollte überprüfen, ob er sich nicht zunächst durch den Kauf einer neuen Grafikkarte über Wasser halten kann, denn andernfalls ist eine größere Investition kaum vermeidbar: neue Grafikkarte, neuer Prozessor, neues Mainboard und neuer Arbeitsspeicher. Wer sich dessen bewusst ist, hat jedoch vermutlich ohnehin schon entsprechende Ausgaben lange im Haushaltsplan berücksichtigt und es wurde nur noch auf die neuen Produkte gewartet. Mit dem 3,0C GHz Pentium 4 und einem i875P Mainboard würde man auf jeden Fall das derzeit schnellste Gespann kaufen und für die Zukunft eine solide Basis setzen. Für eine komplette Neuanschaffung also mehr als einen Blick wert.

Intel Pentium 4 3,0C GHz Intel Pentium 4 3,0C GHz mit Referenzkühler

Wer auf dem letzten Stand der Informationen ist, wird sicherlich ohnehin den Start weiterer Prozessoren mit einem Frontside-Bus von 800 MHz und noch nicht offiziell bestätigten Taktraten von 2,4, 2,6 und 2,8 GHz abwarten wollen. Außerdem wird sich diese Person erst nach der Beurteilung der Performance des Springdale-Chipsatzes (große Ähnlichkeit mit i875P jedoch ohne Performance Acceleration Technology) endgültig festlegen. Dies ist übrigens auch unsere Empfehlung.

Wer derzeit keine weitere Investitionen in seinen Rechner plant, dem sei mitgeteilt, dass, ohne die, die sich ein Upgrade fest vorgenommen haben verunsichern zu wollen, im nächsten Jahr mit abermals neuen Chipsätzen (Codename Grantsdale) nicht nur der Wechsel der Speichertechnologie (DDR2) bevor steht, sondern vielmehr Gerüchten zufolge auch ein neuer Prozessorsockel eingeführt werden soll. Auch der Nachfolger des AGP und PCI soll dann den Start gehen. Natürlich wird es dann auch neue Prozessoren geben.

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