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Test: Was leistet der Athlon XP 3000+?

von Thomas Hübner

Vorwort

Nach einigen Verzögerungen hat AMD am 10. Februar 2003 die wohl letzte Evolutionsstufe der siebten Architektur-Generation aus eigenem Hause in Form des Barton-Kerns der Öffentlichkeit vorgestellt, der seinen Dienst im Athlon XP 2500+, 2800+ und 3000+ verrichtet. Auch er wird im 0,13µm Prozess gefertigt, kommt aber mit einem auf 512 kB verdoppelten L2-Cache daher. Das Kuriose dabei: Aufgrund eben dieser Neuerung hat AMD den realen Prozessortakt von 2,25 GHz beim XP 2800+ (Thoroughbred-B-Kern) auf 2,16 GHz gesenkt, war aber der Meinung, ohne bedenken die Modellnummer XP 3000+ vergeben zu können.

Athlon XP 3000+
Athlon XP 3000+
Athlon XP 3000+

Unbegründet oder nicht? Wir versuchen zu ergründen, wie sich der Athlon XP 3000+ und seine Gefährten gegen den bis dahin schnellsten Athlon XP Prozessor sowie den Intel Pentium 4 3,06 GHz mit HyperThreading schlagen können.

Palomino - Thoroughbred B - Barton
Palomino - Thoroughbred B - Barton
Palomino - Thoroughbred B - Barton

Lesezeichen

Da es möglich ist, dass in diesem Artikel auf bestehendes Wissen aus älteren Prozessortests zurückgegriffen wird, ist es für alle, die etwas "mehr" wissen möchten, keinesfalls verkehrt, auch einen Blick in unsere älteren Berichte zu werfen.

Wer darüber hinaus noch an der Prozessoren-Geschichte von AMD und Intel interessiert ist, wird an den Artikeln „Intels Prozessor History - Der Weg vom Intel 4004 bis zum Pentium 4 [10]“ und „AMD Prozessor History - Ein Überblick vom K5 bis zum Athlon XP [11]“ seine wahre Freude haben.

Übersicht

Für alle Freunde der schnörkellosen Theorie wollen wir, bevor es ans Eingemachte geht, nochmals einen Blick auf die Eckdaten der Kontrahenten werfen.

Athlon XP 3000+ mit 2,16 GHz
Athlon XP 3000+ mit 2,16 GHz
Palomino - Thoroughbred B - Barton
Palomino - Thoroughbred B - Barton
Palomino - Thoroughbred B - Barton
Palomino - Thoroughbred B - Barton
Die Prozessoren im Überblick
Merkmale Pentium 4 Celeron Athlon XP Athlon XP
Kern Willamette
Northwood
Willamette-128
Northwood-128
Palomino
Thoroughbred "A/B"
Barton
Front-Side-Bus 400 MHz QDR
533 MHz QDR
400 MHz QDR 266 MHz DDR
333 MHz DDR
333 MHz DDR
Fertigung 0,18µm
0,13µm
0,18µm
0,13µm
0,18µm
0,13µm
0,13µm
Sockel Sockel 423
Sockel 478
Sockel 478 Sockel A Sockel A
Taktrate o.
Modellnummer
400MHz QDR
1300 MHz
1400 MHz
1500 MHz
1600 MHz
1600 MHz A*
1700 MHz
1800 MHz
1800 MHz A**
1900 MHz
2000 MHz
2000 MHz A**
2200 MHz**
2400 MHz**
2500 MHz***
2600 MHz***

533MHz QDR
2266 MHz**
2400 MHz B**
2533 MHz**
2666 MHz***
2800 MHz***
3066 MHz*** HT

* N-wood nB0
** N-wood nB0 o. nC1
*** N-wood nC1
HT: HyperThreading
Willamette-128
1700 MHz
1800 MHz

Northwood-128
2000 MHz
2100 MHz
2200 MHz
266MHz DDR
1500+
1600+
1700+
1800+
1900+
2000+
2100+
2200+*
2400+**
2600+**

333MHz DDR
2600+**
2700+**
2800+**

*T-bred "A"
**T-bred "B"
2500+
2800+
3000+
Transistoren 42 Millionen
55 Millionen
unbekannt 37,5 Millionen 54,3 Millionen
DIE-Size Willamette: 217mm²

Northwood:
146mm² (nB0 Step)
131mm² (nC1 Step)
unbekannt Palomino: 128 mm²

Thoroughbred:
80 mm² ("A")
84 mm² ("B")
101 mm²
L1-Execution-Cache 12.000 µ-Ops 12.000 µ-Ops 64 kB 64 kB
L1-Daten-Cache 8 KB 8 KB 64 kB 64 kB
L1-Takt CPU-Takt CPU-Takt CPU-Takt CPU-Takt
L2-Cache Willamette: 256kB
Northwood: 512kB
128kB 256kB 512kB
L2-Anbindung 256 Bit 256 Bit 64 Bit 64 Bit
L2-Cache-Takt CPU-Takt CPU-Takt CPU-Takt CPU-Takt
L2-Modus L1 inclusive L1 inclusive L1 exclusive L1 exclusive
HW Data Prefetching Ja Ja Ja Ja
VCore Willamette:1,75V

Northwood:
1,475V
1,500V
1,525V
1,550V
Willamette-128: 1,75V

Northwood-128:
1,475 V
1,500V
1,525V
Palomino: 1,75V

Thoroughbred:
1,50V
1,60V
1,65V
1,65V
Befehlssätze MMX
SSE / SSE2
MMX
SSE / SSE2
MMX / 3DNow!
3DNow!+ / SSE
MMX / 3DNow!
3DNow!+ / SSE
Temperatur Diode Ja Ja Ja Ja
Multiprozessor-fähig Nein Nein Nein Nein
CPU-Architektur 20-stufige Pipeline 20-stufige Pipeline 15-stufige (FPU)
10-stufige (ALU)
Pipeline
15-stufige (FPU)
10-stufige (ALU)
Pipeline
Palomino 1700+
Palomino 1700+
Thoroughbred 2700+
Thoroughbred 2700+
Barton 3000+
Barton 3000+

Auch der neue Barton ist ein Mitglied der QuantiSpeed Architektur [12], der alle Athlon XP Prozessoren angehören und somit erhält auch er im Rahmen der True Performance Initiative [13] ein Modellnummer. Laut AMD müsste eine Athlon mit Thunderbird-Kern den durch die Modellnummer ausgedrückten Takt besitzen, um die selbe Leistung wie der entsprechende Athlon XP Prozessor zu besitzen. Allerdings hat man sich hier in der Vergangenheit bereits in Widersprüche [14] verwickelt. Auf den zweiten Blick wirkt es so, als würde AMD hier einen Vergleich mit dem realen Takt eines Pentium 4 anstreben, was in anbetracht der unterschiedlichsten Prozessorarchitekturen jedoch keinesfalls uneingeschränkt möglich ist.

Ein Wort zum Kern

Im Rahmen der Geschichte der siebten Prozessorarchitektur-Generation (K7) von AMD, die sich als Athlon und Athlon XP auf dem Markt gegen die Konkurrenz behaupten durfte, gab es allein für den Sockel A diverse Prozessor-Kerne, die sich leicht voneinander unterscheiden ließen. Der Prozessorhersteller aus dem sonnigen Sunnyvale (Kalifornien) hat hierbei versucht, alles menschenmögliche zu tun, um die K7-Architektur bis auf's Äußerste auszureizen. Das letzte Kind dieser Architektur ist der neue Barton-Kern, bei dem man sich hauptsächlich am Vorgänger, dem Thoroughbred-B, orientiert hat. Einzig und allein der L2-Cache wurde vergrößert. Was dies für die Leistung bedeutet, werden wir im nächsten Abschnitt näher unter die Lupe nehmen. Werfen wir an dieser Stelle zuvor einen Blick auf die verschiedenen Prozessor-Kerne der Athlons.

Prozessorkerne im Vergleich
Prozessor Eben Größe Bild
Thunderbird 6 117 mm²
Thunderbird im Vordergrund
Thunderbird im Vordergrund
Palomino 7 128 mm²
Palomino im Vordergrund
Palomino im Vordergrund
Thoroughbred "A" 8 80 mm²
Thoroughbred-B (links) gegen Thoroughbred-A (rechts) - Kaum ein Unterschied
Thoroughbred-B (links) gegen Thoroughbred-A (rechts) - Kaum ein Unterschied
Thoroughbred "B" 9 84 mm²
Thoroughbred-B
Thoroughbred-B
Barton 9 101 mm²
Athlon XP 3000+
Athlon XP 3000+

Erst der Glücksgriff zu einer weiteren Verdrahtungsebene, die mit dem Thoroughbred-B eingeführt wurde, hat Taktraten jenseits von 2 GHz überhaupt möglich gemacht. Doch auch hier wird man von den Grenzen der K7-Architektur sehr schnell eingeholt. Viel mehr als 2,2 GHz sind bei Luftkühlung einfach nicht möglich. Aus diesem Grund wird es sich bei dem Barton auch um das letzte Produkt bzw. Kern auf Basis dieser Architektur handeln, auch wenn man hier die Taktgrenze etwas weiter nach Oben verschieben konnte. Dazu jedoch mehr im Abschnitt „Ein Blick in die Zukunft“ bzw. „Overclocking“.

Wenn nicht auf den ersten, dann sollte zumindest auf den zweiten Blick auffallen, dass der Barton im Vergleich zum Thoroughbred in der Länge zugenommen hat. Er erscheint somit im Vergleich zum Palomino noch einmal deutlich schmaler. Ein Blick hinter die Abdeckung des Prozessorkerns verrät uns wieso das so ist.

Thoroghbred-Details
Thoroghbred-Details
Barton-Detailsjpg
Barton-Detailsjpg

AMD hat es sich beim Barton 'recht einfach' gemacht. Zu den beim Thoroughbred vorhandenen zwei 128kB großen L2-Feldern gesellen sich einfach noch zwei hinzu und fertig ist der neue Prozessor-Kern, der mit 512kb L2-Cache daher kommt. Alle anderen Recheneinheiten wurden an ihrem Platz belassen.

Ein Wort zum Cache

Ein System ist nur so gut, wie der, der es bedient. Dies trifft natürlich auf jeden Personal Computer zu. Doch ist es nicht ganz so einfach, wie es der Spruch vermuten läßt. Beim Computer sind die Gesamtleistung und die Stabilität entscheidend. Der schnellste Prozessor nutzt beispielsweise rein gar nichts, wenn das Speichersubsystem nicht in der Lage ist, ihn mit ausreichend Daten zu versorgen. Ein hoher Prozessortakt alleine macht also noch lange keinen flinkeren Computer. Die Daten, die es zu berechnen gilt, kommen hierbei aus dem L1 oder L2 Cache oder, falls nötig, aus dem Arbeitsspeicher des Rechners.

Die prozessornahen L1 und L2 Speicher zeichnen sich hierbei durch besonders niedrige Latenzzeiten und hohe Taktraten aus, auf die der Prozessor nahezu ohne größere Verzögerung zugreifen kann. Im Vergleich dazu geht ein Lesevorgang aus dem Arbeitsspeicher nur im Schneckentempo von statten. Ein guter Prozessor versucht also Daten, die er aus dem Arbeitsspeicher benötigt zu laden, bevor er sie eigentlich benötigt. Er schätzt hab, welche Daten zu weiteren Abarbeitung des Prozesses (Threads) oder folgender Threads, die sich schon in der Warteschleife befinden, benötigt werden. Doch beim Schätzen kann man sich natürlich auch verschätzen, was sich dann in einem sogenannten Case Miss äußert. Hier muss der Prozessor mitten in der Bearbeitung eine Pause einlegen und auf die Daten auf den Arbeitsspeicher warten. Das kostet natürlich sehr viel Zeit und somit auch Performance. An dieser Stelle wäre ein Blick in die Grundlagen von HyperThreading anzuraten, wo wir auf den Arbeitsablauf im Prozessor und die damit verbundenen Probleme näher eingegangen sind.

Palomino - Thoroughbred B - Barton
Palomino - Thoroughbred B - Barton
Palomino - Thoroughbred B - Barton

Um die Anzahl der Cache-Misses zu reduzieren, kann es also hilfreich sein, mehr Daten in den schnellen, prozessornahen Caches abzulegen. Eine Vergrößerung kann hier also wahre Wunder bewirken. Hier gilt es jedoch einen idealen Mittelweg zu finden. Denn die Caches sind nur dann schnell, wenn sie klein gehalten werden. Außerdem sind sie in ihrer Fertigung hochkomplex, da sie sehr viele Transistoren beinhalten. So machen 256kB L2 Cache beispielsweise ca. 13 Millionen zusätzliche Transistoren, die je nach Prozessorarchitektur mit dem vollen Prozessortakt betrieben werden. Doch bereits ein fehlerhafter Transistor kann das Aus für den ganzen Prozessor bedeuten.

Während die ersten Pentium 4 Prozessoren mit Willamette-Kern noch über einen 256 kB L2 Cache verfügten, kommen aktuellen Pentium 4 Prozessoren mit Northwood-Kern mit ganzen 512 kB von diesem Speicher daher. Der erreichte Leistungszuwachs bei gleichem Takt ist ernorm, was nicht zuletzt unser Celeron 2,0 GHz Review zeigte, wo der L2 Cache ganz und gar auf 128 kB L2 beschnitten wurden.

Nun hat auch AMD die Größe des L2 Cache von 256 kB L2 beim Thunderbird, Palomino und Thoroughbred-Kern auf 512 kB L2 mit dem Barton-Kern verdoppelt. Von der Theorie dürfte der Leistungszuwachs durch den neuen Barton-Kern jedoch nicht so groß ausfallen, wie beim Kern-Wechsel des Pentium 4. Und dies hat einen einfachen Grund.

Der L2 Cache des Pentium 4 arbeitet im so genannten L1 inclusive Modus. Das heißt, die Daten, die sich im L1 Cache befinden, werden auch im L2 Cache abgelegt. Das ist einfacher zu Verwalten, verschwendet jedoch kostbaren Speicherplatz. Mit der Verdopplung des L2 Cache hat Intel also tatsächlich die Größe der zur Verfügung stehenden Caches verdoppelt.

Beim Athlon XP ist dies anders. AMD hat sich hier nicht vor einen größeren Verwaltungsaufwand gescheut ist somit in der Lage den L2 im L1 exclusive Modus zu betreiben. Daten und Instruktionen, die bereits im L1 gelandet sind, müssen nicht einmal im L2 abgelegt werden. Somit konnten alle bisherigen Sockel A Athlon Prozessoren auf effektiv 384 KB Cache (64 kB L1 Daten + 64 kB L1 Instruktionen + 256 kB L2) zurückgreifen. Dadurch, dass man den L2 Cache vergrößert hat, kann der Athlon XP mit Barton-Kern insgesamt 640 kB im Cache ablegen.

Die Größe der prozessornahen Speicher hat sich somit beim Athlon XP nur um 66 Prozent erhöht, beim Pentium 4 waren es dagegen 100 Prozent.

Ein Wort zum Takt

Da aufgrund des größeren L2 Caches beim neuen Kern die Anzahl der Cache Misses verringert wird, und somit der Prozessor seltener auf seine Daten warten muss, steigt auch die Pro/Takt Leistung des neuen Prozessors. Im Rahmen der „True Performance Initiative“ kann AMD somit dem Barton bei einem bestimmten Prozessortakt eine höhere Modellnummer zuweisen. Mit einem Takt von 2,16 GHz, dem selben Takt, mit dem auch der Athlon XP 2700+ betrieben wird, kann der Barton als Athlon XP 3000+ eingestuft werden.

Athlon XP Prozessoren im Überblick
Bezeichnung realer Takt Frontside-Bus
Palomino, 0,18µm, 64kB + 64kB L1 + 256kB L2 Cache
Athlon XP 1500+ 1333 MHz 133 MHz
Athlon XP 1600+ 1400 MHz 133 MHz
Athlon XP 1700+ 1466 MHz 133 MHz
Athlon XP 1800+ 1533 MHz 133 MHz
Athlon XP 1900+ 1600 MHz 133 MHz
Athlon XP 2000+ 1666 MHz 133 MHz
Athlon XP 2100+ 1733 MHz 133 MHz
Thoroughbred "A", 0,13µm, 64kB + 64kB L1 + 256kB L2 Cache
Athlon XP 1700+ 1466 MHz 133 MHz
Athlon XP 1800+ 1533 MHz 133 MHz
Athlon XP 1900+ 1600 MHz 133 MHz
Athlon XP 2000+ 1666 MHz 133 MHz
Athlon XP 2100+ 1733 MHz 133 MHz
Athlon XP 2200+ 1800 MHz 133 MHz
Thoroughbred "B", 0,13µm, 64kB + 64kB L1 + 256kB L2 Cache
Athlon XP 1700+ 1466 MHz 133 MHz
Athlon XP 1800+ 1533 MHz 133 MHz
Athlon XP 1900+ 1600 MHz 133 MHz
Athlon XP 2000+ 1666 MHz 133 MHz
Athlon XP 2100+ 1733 MHz 133 MHz
Athlon XP 2400+ 2000 MHz 133 MHz
Athlon XP 2600+ 2133 MHz 133 MHz
Athlon XP 2600+ 2083 MHz 166 MHz
Athlon XP 2700+ 2166 MHz 166 MHz
Athlon XP 2800+ 2250 MHz 166 MHz
Barton, 0,13µm, 64kB + 64kB L1 + 512kB L2 Cache
Athlon XP 2500+ 1833 MHz 166 MHz
Athlon XP 2800+ 2083 MHz 166 MHz
Athlon XP 3000+ 2166 MHz 166 MHz

Insgesamt startet AMD mit drei verschiedenen Prozessoren mit Barton-Kern durch. Somit ergeben sich auch neue Gleichungen, die das Verhältnis zwischen Takt und Modellnummer ausdrücken:

Formel zur Berechnung der Athlon XP Modellnummer
Frontside-Bus 133 MHz (266 DDR)
Bis 1833 MHz:
Model Rating = Taktfrequenz x 1.5 - 500
Über 1833 MHz:
Model Rating = Taktfrequenz x 1.5 - 600
Frontside-Bus 166 MHz (333 DDR)
Thoroughbred:
Model Rating = Taktfrequenz x 1.2 + 100
Barton bis 2083 MHz:
Model Rating = Taktfrequenz x 1.2 + 300
Barton über 2083 MHz:
Model Rating = Taktfrequenz x 1.2 + 400

Während sich Athlon XP 2500+ und 2800+, jeweils mit Barton-Kern versteht sich, mit ein und der selben Formel beschreiben lassen, springt der XP 3000+ aus der Reihe. Nüchtern betrachtet erweckt es den Eindruck, als hätte AMD hier etwas nachgeholfen, um etwas gegen den 3,06 GHz Pentium 4 im Angebot zu haben.

Ich möchte an dieser Stelle nochmals darauf hinweisen, dass diese Formeln rein mathematischer Natur sind. In der Realität ist eine Modellbezeichnung laut AMD immer das Ergebnis aufwendiger Tests, bei dem insgesamt 37 Benchmarks herangezogen werden. Es kann also durchaus sein, dass der Athlon XP 3000+ seine Modelnummer mit voller Berechtigung trägt. Wir versuchen zumindest, durch unsere Benchmarks, Licht ins Dunkel zu bringen.

Ein Wort zur Kühlung

Auch wenn der Athlon XP 3000+ mit dem Takt eines Athlon XP 2700+ läuft, müssten alle Kühlerhersteller dennoch ihren Schützling erneut bei AMD auf Herz und Nieren prüfen lassen. Bisher haben allerdings nur vier Kühler von vier verschiedenen Herstellern diese Validierung überstanden. Allen gemein ist eine Kupferplatte, die jedoch unterschiedlich groß ausfällt.

Ajigo MF034-032
Ajigo MF034-032 Kupferkühler
Größe: 60x60 Gewicht: 299g
Dynatron DC1206BM-L / 610-P-Cu
Dynatron DC1206BM-L / 610-P-Cu Dynatron DC1206BM-L / 610-P-Cu
Größe: 60x60 Gewicht: 235g
Fannertech Spire SPA07B2
Fannertech Spire SPA07B2 Fannertech Spire SPA07B2
Größe: 60x69 Gewicht: 263g

Neben diesen dreien hat auch es auch Prozessorkühler 112C86FBH01 von AVC geschafft, auf die Liste, der für den Athlon XP 3000+ empfohlenen Kühler, zu gelangen. Er hat eine Größe von 60x78mm und bringt 280g auf die Waage.

Ein Wort zum Mainboard

Wir haben unsere Kompatibilitäts-Liste in den letzten Tagen ständig erweitert und nun in einen extra Artikel ausgegliedert. Welche Mainboards von welchem Hersteller den Barton unterstützen, findet ihr in unserem Barton-Support Report [15].

Ein Wort zur Zukunft

Auch wenn AMD in diesem Jahr mit der 64 Bit Hammer-Architektur durchstarten möchte, werden wir zumindest in den nächsten vier Quartalen noch sehr viel Freude mit der siebenten Generation der Prozessorarchitektur des Halbleiterherstellers haben. Neben der reinen Takterhöhung soll hier Gerüchten zufolge auch eine Anheben des Frontside-Buses von derzeit 166 MHz auf 200 MHz erfolgen. Bereits im Mai sollen uns diese neue Prozessoren begrüßen, um so die Wartezeit bis zum Startschuss des Athlon 64 im September zu überbrücken. In den offiziellen Roadmaps ist diesbezüglich natürlich noch nichts zu finden. Die Verzögerung des Athlon 64 ist jedoch mit dem letzten Roadmap-Update amtlich.

Alte Roadmap
Alte Roadmap

Auf einer nicht mehr ganz aktuellen Roadmap ging AMD noch von einem Start des Athlon 64 im ersten Halbjahr 2003 aus.

Neue Roadmap
Neue Roadmap

Mit dem Roadmapupdate vom 27. Februar 2003 ist der Athlon 64 offiziell um ein Halbjahr nach hinten gerückt. Die Servervariante des Athlon 64, der Opteron, soll jedoch nachwievor in der ersten Jahreshälfte erscheinen. Auch der Wechsel zur 90nm Fertigung mit dem San Diego bzw. dem Athens zeigt sich davon unbeeinflusst.

Eine leicht veraltete und vor allem inoffizielle Roadmap zeigt darüber hinaus, dass AMD sehr viel mit der Athlon 64 bzw. der Hammer-Architektur vor hat und nur noch einen weiteren Athlon XP plant.

AMDs Prozessorpläne im Jahr 2003 (veraltet)
Typ Q1 2003 Q2 2003 Q3 2003 Q4 2003
Athlon 64 "Clawhammer"
(1MB L2)
2800+
3100+
3400+
3400+
3700+
3700+
4000+
Athlon 64 "Paris"
(256KB L2)
3200+ 3200+
3500+
Athlon XP "Barton"
(512KB L2)
2500+
2800+
3000+
2500+
2800+
3000+
2500+
2800+
3000+
3200+
2500+
2800+
3000+
3200+

Nach dem Athlon XP 3000+ scheint somit ein XP 3200+ fest eingeplant zu sein, was man uns während unseres Besuches in San Jose, USA, auch bestätigt hat. Je nachdem, ob AMD den Sprung zum höheren Takt (200 MHz, 400 MHz DDR) des Frontside-Bus schafft oder nicht, fällt natürlich der reale Prozessortakt auch höher oder niedriger aus. Unter Verwendung der im Abschnitt „Ein Wort zum Takt [16]“ entwickelten Formel, wäre beim 333 MHz FSB ein Prozessortakt von 2333 MHz für diese Modellnummer von Nöten. Mit 400 MHz FSB könnte man dieses Ziel bereits mit 2300 oder gar 2200 MHz erreichen.

Overclocking

Barton FSB200
Barton FSB200
Beim Übertakten haben die letzten Athlon XP Prozessoren nicht unbedingt eine gute Figur gemacht. Bei einem Takt von etwa 2,2 GHz war beim Thoroughbred-B Kern ohne aufwendige Kühlung bzw. Overclockingmaßnahmen Schluss. Bei ersten Tests mit dem Barton konnten wir hierbei 2,3 GHz, bei nur leicht erhöhter Prozessorspannung, erreichen. Benchmarks bei diesem Takt werden wir in einem gesonderten Artikel veröffentlichen.

Offenbar kommt dem Barton die im Vergleich zur Leistungsaufnahme gestiegene Größe des Prozessorskerns zugute. Pro Fläche muss nämlich im Vergleich zum Thoroughbred-B Kern weniger Wärme abgeführt werden, wie folgende Rechnung zeigt.

Leistungsaufnahme pro Fläche im Vergleich
Thoroughbred Barton
Takt 2166 MHz 2166 MHz
Rating 2700+ 3000+
Fläche 84 mm² 101 mm²
Leistung (max) 68,3 W 74,3
Leistung pro Fläche ~0,81 W/mm² ~0,74 W/mm²

Da sich mit dem Barton die Anordnung der Recheneinheiten auf dem Kern nicht verändert hat und somit die Wärmequellen nicht gleichmäßig über die Chipfläche verteilt sind, stellen die rechnerisch bescheinigten thermischen Vorteile nur einen Teil der Wahrheit dar. Vielleicht lassen sich hiermit in der Massenproduktion Athlon XP Prozessoren mit einem 50 MHz höheren Takt realisieren, doch die Grenzen der Athlon Architektur scheinen allmählich (zum wiederholten Male) erreicht zu sein.

Tatsächlich glaubten viele, dass mit dem ersten Thoroughbred-Kern bei einer Modellnummer von 2200+ Schluss sei, bis AMD überraschend den XP2600+ vorstellte. Inzwischen ist man bei einer Modellnummer von 3000+ angelangt und etwas mehr scheint noch immer drin zu sein. Man sollte also nicht voreilig urteilen, wie unsere Overclocking-Ergebnisse beim Einsatz einer Wasserkühlung zeigen.

Barton übertaktet auf 2,33 GHz
Barton übertaktet auf 2,33 GHz
Barton übertaktet auf 2,30 GHz mit FSB400
Barton übertaktet auf 2,30 GHz mit FSB400
Barton übertaktet auf 2,50 GHz  mit FSB400
Barton übertaktet auf 2,50 GHz mit FSB400

Selbst bei einem Takt von 2,5 GHz war ein erfolgreicher Power-On-Self-Test (POST) möglich, wobei uns jedoch ohne drastische Erhöhung der Prozessorspannung sowie besserer Kühlmaßnahmen kein Besuch unter Windows vergönt war. Bereits das nahezu mühelose Erreichen von 2,3 bzw. 2,33 GHz überraschte uns unheimlich, wenn man bedenkt, welche Kopfstände nötig waren, um unseren Athlon XP 2400+ (2,0 GHz, Thoroughbred-B) als Athlon XP 2800+ (2,25 GHz, Thoroughbred-B) zu betreiben.

Im Vergleich zum Thoroughbred-B-Kern zeichnet sich der Barton also nochmals durch verbesserte Overclockingfähigkeiten aus. Der Kauf eines Athlon XP 2500+ mit Barton-Kern und der anschließende Betrieb beim Takt eines XP 3000+ bietet sich geradezu an.

Leistungsaufnahme

Höhere Taktraten sind ja schön und gut, wenn da nur nicht das Problem mit der ebenfalls zunehmenden Leistungsaufnahme wäre. Denn was die Prozessoren an Strom durch ihre Schaltkreise laufen lassen, wird unweigerlich in Wärme umgewandelt. Wäre die Welt nicht schön, wenn es keine Verlustleistung (hervorgerufen durch den ohmschen Widerstand der Leitungen) gäbe? Leider sind wir noch nicht so weit und so müssen die Prozessor-Hersteller mit allen Mitteln verhindern, dass ihr nächster Bolide ein 100 Watt fressendes Monster wird.

Leistungsaufnahme

Pentium 4 1,8A (Northwood nB0)
49,6
Pentium 4 2,0A (Northwood nB0)
52,4
Pentium 4 2,2 (Northwood nB0)
55,1
Pentium 4 2,26 (Northwood nB0)
56,0
Pentium 4 2,4 (Northwood nB0)
57,8
Pentium 4 2,53 (Northwood nB0)
59,3
Pentium 4 2,6 (Northwood nC1)
62,6
Athlon XP1600+ (Palomino)
62,8
Athlon XP1700+ (Palomino)
64,0
Athlon XP 2400+ (Thoroughbred B)
65,3
Athlon XP1800+ (Palomino)
66,0
Pentium 4 2,66 (Northwood nC1)
66,1
Athlon XP2200+ (Thoroughbred A)
67,9
Athlon XP1900+ (Palomino)
68,0
Athlon XP 2600+ (Thoroughbred B)
68,3
Athlon XP 2700+ (Thoroughbred B)
68,3
Athlon XP 2500+ (Barton)
68,3
Athlon XP 2800+ (Barton)
68,3
Pentium 4 2,8 (Northwood nC1)
68,4
Athlon XP2000+ (Palomino)
70,0
Athlon XP2100+ (Palomino)
72,0
Athlon 1,4 GHz (Thunderbird)
72,1
Athlon XP 2800+ (Thoroughbred B)
74,3
Athlon XP 3000+ (Barton)
74,3
Pentium 4 2,0 (Willamette)
75,3
Pentium 4 3.06 GHz (Northwood nC1)
81,8
Angaben in Watt (W)

Obwohl der Athlon XP 3000+ mit dem Takt eines XP 2700+ daher kommt, ist seine maximale Leistungsaufnahme leicht gestiegen und liegt nun gleich auf mit der des XP 2800+ mit Thoroughbred-Kern. Nur zwei Prozessoren verschlingen noch mehr: Der Pentium 4 mit 3,06 und 2,0 GHz.

Testsystem

Für die Prozessoren von AMD kam das EPoX 8RDA+ mit nForce 2 Chipsatz [17] zum Einsatz. Als Speicher diente hier der neue Corsair Twinx512 3200C2, welche speziell für den Einsatz im Dual-Channel-Modus optimiert wurde. Die Module wurden hierbei laut Corsair aufeinander abgestimmt. Beim Pentium 4 führte auch dieses mal kein Weg am Asus P4T533 [18] vorbei, welches zusammen mit 512 MB 32Bit Rambus von Samsung antreten durfte. Beiden Systemen stand somit Dual-Channel Speicher zur Verfügung. Die Onboard-Komponenten unserer verschiedenen Testplattformen wie RAID, Audio oder USB2.0 wurden deaktiviert btw. nur bei Bedarf aktiviert.

Als Betriebssystem kam, wie bei uns üblich, Windows XP Professional mit Service Pack1 in der englischen Original-Version zum Einsatz, welche auf den jeweiligen Plattformen nach der Installation aktiviert wurde. Als Grafikkarte kam unsere sehr zuverlässige Asus V8460 mit GeForce4 Ti4600 zum Einsatz.

Um etwaigen Fragen vorzubeugen, hier eine komplette Auflistung unseres Testsystems:

EPoX 8RDA+ mit Prozessor
EPoX 8RDA+ mit Prozessor
EPoX 8RDA+ mit Prozessor
EPoX 8RDA+ mit Prozessor
EPoX 8RDA+ mit Blick auf Corsair Memory
EPoX 8RDA+ mit Blick auf Corsair Memory
Corsair Twnix Module
Corsair Twnix Module
Corsair Twnix Module
Corsair Twnix Module

Benchmarks

Auch bei diesem Test haben wir keine Mühen gescheut, um die Leistung der neuen Prozessoren von möglichst vielen Seiten zu beleuchten.

Nachfolgend eine kleine Übersicht:

Wer die Benchmarks bei sich zu Hause selbst einmal nachvollziehen möchte, der findet einen Großteil der oben aufgelisteten Testprogramme bei uns in der Downloadsektion [19].

Synthetische Benchmarks

Sandra 2003 Pro

Sandra 2003 Arithmetic

 Dhrystone:
Pentium 4 3,06 GHz
9.412
Athlon XP 2800+
8.449
Athlon XP 2700+
8.123
Athlon XP 3000+ (512kB)
7.998
Athlon XP 2600+
7.843
Athlon XP 2800+ (512kB)
7.686
Athlon XP 2400+
7.497
Pentium 4 2,80 GHz
6.932
Athlon XP 2500+ (512kB)
6.887
Pentium 4 2,53 GHz
6.696
Pentium 4 2,66 GHz
6.551
 Whetstone:
Pentium 4 3,06 GHz
5.803
Pentium 4 2,80 GHz
3.683
Pentium 4 2,66 GHz
3.507
Athlon XP 2800+
3.417
Pentium 4 2,53 GHz
3.323
Athlon XP 2700+
3.290
Athlon XP 3000+ (512kB)
3.282
Athlon XP 2800+ (512kB)
3.155
Athlon XP 2600+
3.137
Athlon XP 2400+
3.036
Athlon XP 2500+ (512kB)
2.761
Angaben in Punkten

Gleich eine Überraschung hielt der Sandra 2003 Prozessortest für uns bereit. Trotz seines gleichen Prozessortaktes fällt der Athlon XP 3000+ hinter den XP2700+ zurück. Allerdings sollte man nicht zu viel Gewicht auf dieses Ergebnis legen, zumal die Werte auch innerhalb einer gewissen Bandbreite schwanken.

Sandra 2003 Multimedia

 Integer:
Pentium 4 3,06 GHz
14.208
Athlon XP 2800+
12.464
Athlon XP 2700+
12.037
Athlon XP 3000+ (512kB)
12.004
Athlon XP 2600+
11.578
Athlon XP 2800+ (512kB)
11.534
Pentium 4 2,80 GHz
11.154
Athlon XP 2400+
11.108
Pentium 4 2,66 GHz
10.627
Athlon XP 2500+ (512kB)
10.150
Pentium 4 2,53 GHz
10.098
 Floating-Point:
Pentium 4 3,06 GHz
22.598
Pentium 4 2,80 GHz
14.192
Pentium 4 2,66 GHz
13.498
Athlon XP 2800+
13.120
Pentium 4 2,53 GHz
12.824
Athlon XP 2700+
12.613
Athlon XP 3000+ (512kB)
12.602
Athlon XP 2600+
12.128
Athlon XP 2800+ (512kB)
12.123
Athlon XP 2400+
11.642
Athlon XP 2500+ (512kB)
10.712
Angaben in Punkten

Bei der Mutlimedia-Rohleistung, die ebenfalls besonders stark vom Prozessortakt beeinflusst wird, liegt der Athlon XP 3000+ mit seinem gleichgetakteten Vorgänger, dem XP 2700+, nahezu gleichauf.

Sandra 2003 Speicherdurchsatz

 Int Buffered:
Pentium 4 2,66 GHz
3.331
Pentium 4 2,53 GHz
3.326
Pentium 4 2,80 GHz
3.325
Pentium 4 3,06 GHz
3.321
Athlon XP 2700+
2.583
Athlon XP 2800+ (512kB)
2.580
Athlon XP 2600+
2.580
Athlon XP 2500+ (512kB)
2.579
Athlon XP 3000+ (512kB)
2.574
Athlon XP 2800+
2.571
Athlon XP 2400+
2.066

Beim Speicherdurchsatz gibt es erfreulicherweise keine Überraschungen. Dual Channel Rambus liegt vor Dual Channel DDR333 und DDR266.

PCMark2002

PCMark 2002

 CPU Result:
Pentium 4 3,06 GHz
7.442
Pentium 4 2,80 GHz
6.925
Athlon XP 2800+
6.851
Athlon XP 3000+ (512kB)
6.665
Athlon XP 2700+
6.624
Pentium 4 2,66 GHz
6.578
Athlon XP 2800+ (512kB)
6.441
Athlon XP 2600+
6.321
Pentium 4 2,53 GHz
6.219
Athlon XP 2400+
5.967
Athlon XP 2500+ (512kB)
5.720
 RAM Result:
Pentium 4 3,06 GHz
7.531
Pentium 4 2,80 GHz
6.697
Pentium 4 2,66 GHz
6.578
Pentium 4 2,53 GHz
6.466
Athlon XP 3000+ (512kB)
5.516
Athlon XP 2800+ (512kB)
5.396
Athlon XP 2500+ (512kB)
5.175
Athlon XP 2800+
5.032
Athlon XP 2700+
4.923
Athlon XP 2600+
4.836
Athlon XP 2400+
4.165
Angaben in Punkten

Der PCMark2002 liefert ein geteiltes Bild. Beim ersten Test ist die Taktfrequenz der ausschlaggebende Faktor und so ist der XP 3000+ nur wenig schneller als der 2700+ und auch der XP 2800+ mit Barton-Kern erreicht zusammen mit dem gleichgetakteten XP 2600+ das Ziel.

Beim Speichertest haben es die neuen Prozessoren ihrem größeren L2-Cache zu verdanken, dass sie alle alten Athlons hinter sich lassen können.

3DMark2001 SE

3DMark 2001 SE

Pentium 4 3,06 GHz
13.892
Athlon XP 3000+ (512kB)
13.823
Pentium 4 2,80 GHz
13.796
Athlon XP 2800+
13.709
Athlon XP 2800+ (512kB)
13.668
Pentium 4 2,66 GHz
13.557
Athlon XP 2700+
13.508
Pentium 4 2,53 GHz
13.346
Athlon XP 2600+
13.314
Athlon XP 2500+ (512kB)
13.071
Athlon XP 2400+
12.309
Angaben in Punkten

Athlon XP 3000+ und Pentium 4 3,06 GHz liegen nahezu gleich auf. Die Verdopplung des L2-Cache hat im 3DMark 300 Punkte mehr gebracht. Dies ist zwar nicht viel, reicht aber aus, um sich jetzt den ersten Platz teilen zu können. Die neuen Modellnummern werden erstmals voll und ganz bestätigt.

3DMark 2001 SE Detail

 Game 1 - Car Chase - High:
Athlon XP 3000+ (512kB)
77,4
Athlon XP 2800+
77,0
Athlon XP 2800+ (512kB)
73,6
Athlon XP 2700+
73,3
Pentium 4 3,06 GHz
72,7
Pentium 4 2,80 GHz
71,7
Athlon XP 2600+
69,9
Pentium 4 2,66 GHz
69,6
Pentium 4 2,53 GHz
65,7
Athlon XP 2500+ (512kB)
64,5
Athlon XP 2400+
62,1
 Game 2 - Dragothic - High:
Pentium 4 3,06 GHz
131,3
Pentium 4 2,80 GHz
130,9
Athlon XP 3000+ (512kB)
130,7
Athlon XP 2800+
130,1
Athlon XP 2800+ (512kB)
129,8
Pentium 4 2,66 GHz
129,4
Athlon XP 2700+
129,0
Athlon XP 2600+
127,7
Pentium 4 2,53 GHz
127,5
Athlon XP 2500+ (512kB)
126,3
Athlon XP 2400+
123,3

Im Detail liefern sich XP 3000+ (512kB) und XP 2800+ ein heißes Duell. Durch seinen höheren realen Takt kann der 2800+ zwar einiges retten, doch der größere L2 Cache macht sich in den Gametests von 3DMark possitiv bemerkbar und kompensiert den geringeren Takt.

3DMark03


3DMark03

Pentium 4 3,06 GHz
1.711
Athlon XP 3000+ (512kB)
1.703
Athlon XP 2800+
1.701
Athlon XP 2600+
1.698
Athlon XP 2800+ (512kB)
1.697
Athlon XP 2700+
1.694
Pentium 4 2,80 GHz
1.693
Pentium 4 2,66 GHz
1.688
Pentium 4 2,53 GHz
1.685
Athlon XP 2500+ (512kB)
1.672
Athlon XP 2400+
1.665
Angaben in Punkten

Der neue 3DMark03 ist wirklich ein richtiger Grafikkartenbenchmark, der Prozessor oder der Arbeitsspeicher haben kaum einen Einfluss auf das Ergebnis. Das Hauptergebnis ist daher wenig interessant für uns. Der neue CPU Mark sagt dagegen schon wesentlich mehr aus.

3DMark03 CPU Mark

Pentium 4 3,06 GHz
648
Athlon XP 3000+ (512kB)
615
Pentium 4 2,80 GHz
610
Athlon XP 2800+ (512kB)
600
Athlon XP 2800+
597
Pentium 4 2,66 GHz
587
Athlon XP 2600+
586
Athlon XP 2700+
571
Pentium 4 2,53 GHz
564
Athlon XP 2500+ (512kB)
555
Athlon XP 2400+
501
Angaben in Punkten

Wie man am CPU Mark sehr schön erkennen kann, macht sich auch hier der größere L2-Cache bezahlt und die Modelbezeichnungen für XP3000+, XP2800+ und XP2500+ werden abermals bestätigt.

3DMark03 CPU Mark Detail

 Game 1 - Detail:
Pentium 4 3,06 GHz
65,7
Athlon XP 3000+ (512kB)
65,2
Pentium 4 2,80 GHz
63,5
Athlon XP 2800+ (512kB)
63,5
Pentium 4 2,66 GHz
61,1
Athlon XP 2800+
59,6
Athlon XP 2600+
58,9
Pentium 4 2,53 GHz
58,8
Athlon XP 2500+ (512kB)
58,5
Athlon XP 2700+
57,6
Athlon XP 2400+
50,1
 Game 2 - Detail:
Pentium 4 3,06 GHz
12,6
Athlon XP 2800+
11,8
Pentium 4 2,80 GHz
11,6
Athlon XP 3000+ (512kB)
11,5
Athlon XP 2600+
11,5
Pentium 4 2,66 GHz
11,2
Athlon XP 2700+
11,2
Athlon XP 2800+ (512kB)
11,2
Pentium 4 2,53 GHz
10,7
Athlon XP 2500+ (512kB)
10,4
Athlon XP 2400+
9,9

Nur der Vollstänigkeit halber wollen wir die Testergebnisse des CPU Mark im Detail aufführen. Während sich der Cache beim ersten Test deutlich bemerkbar macht, ist im zweiten nur noch der Prozessortakt entscheidend.

Games

Unreal Tournament

Unreal Tournament

 1024x768x32xHigh in D3D:
Athlon XP 3000+ (512kB)
77,00
Athlon XP 2800+
75,28
Athlon XP 2800+ (512kB)
74,46
Athlon XP 2700+
74,13
Athlon XP 2600+
72,57
Pentium 4 3,06 GHz
72,50
Pentium 4 2,80 GHz
71,41
Athlon XP 2500+ (512kB)
70,60
Pentium 4 2,66 GHz
69,23
Pentium 4 2,53 GHz
68,19
Athlon XP 2400+
65,92

Die Unreal-Engine war schon immer eine Sache für die Prozessoren aus dem Hause AMD. Der neue Spitzenreiter hier heißt Athlon XP 3000+.

Unreal Tournament 2003

Unreal Tournament 2003

 Flyby (1024x768x32):
Pentium 4 3,06 GHz
177,46
Athlon XP 3000+ (512kB)
176,53
Athlon XP 2800+ (512kB)
175,01
Pentium 4 2,80 GHz
174,79
Athlon XP 2800+
174,71
Athlon XP 2700+
173,36
Pentium 4 2,66 GHz
172,56
Athlon XP 2600+
171,69
Pentium 4 2,53 GHz
169,91
Athlon XP 2500+ (512kB)
169,83
Athlon XP 2400+
162,86
 Botmatch (1024x768x32):
Pentium 4 3,06 GHz
74,11
Athlon XP 3000+ (512kB)
73,18
Athlon XP 2800+ (512kB)
71,29
Pentium 4 2,80 GHz
70,87
Athlon XP 2800+
70,39
Athlon XP 2700+
69,57
Pentium 4 2,66 GHz
68,75
Athlon XP 2600+
68,00
Pentium 4 2,53 GHz
66,35
Athlon XP 2500+ (512kB)
65,46
Athlon XP 2400+
61,36

Während beim Vorgänger AMD noch klar dominierend war, kann sich in UT2003 zumindest ein Pentium 4 an allen vorbei schieben. Aber dennoch: Der Barton macht hier eine sehr gute Figur, der Abstand zum Pentium 4 beträgt nur Bild pro Sekunde.

Comanche 4

Comanche 4

 1024x768x32:
Pentium 4 3,06 GHz
58,87
Pentium 4 2,80 GHz
56,31
Pentium 4 2,66 GHz
54,41
Athlon XP 3000+ (512kB)
53,22
Pentium 4 2,53 GHz
52,53
Athlon XP 2800+
52,14
Athlon XP 2800+ (512kB)
51,75
Athlon XP 2700+
50,87
Athlon XP 2600+
49,51
Athlon XP 2500+ (512kB)
47,00
Athlon XP 2400+
44,94

Auch Comanche 4 sieht die Modellnummern von AMD gerechtfertigt, wenngleich hier kein Kraut gegen die Pentium 4 Prozessoren gewachsen ist.

Quake 3 Arena

Quake 3 Arena

 640x480x32 Max:
Pentium 4 3,06 GHz
390,00
Pentium 4 2,80 GHz
376,00
Pentium 4 2,66 GHz
365,13
Pentium 4 2,53 GHz
353,40
Athlon XP 3000+ (512kB)
351,67
Athlon XP 2800+
350,30
Athlon XP 2700+
344,60
Athlon XP 2800+ (512kB)
343,03
Athlon XP 2600+
336,97
Athlon XP 2500+ (512kB)
319,17
Athlon XP 2400+
292,40
 1024x768x32 Max:
Pentium 4 3,06 GHz
315,30
Pentium 4 2,80 GHz
310,80
Pentium 4 2,66 GHz
306,47
Athlon XP 3000+ (512kB)
302,30
Athlon XP 2800+
301,67
Pentium 4 2,53 GHz
301,50
Athlon XP 2800+ (512kB)
298,63
Athlon XP 2700+
298,60
Athlon XP 2600+
295,13
Athlon XP 2500+ (512kB)
286,40
Athlon XP 2400+
270,00
 1280x1024x32 Max:
Pentium 4 3,06 GHz
222,73
Pentium 4 2,80 GHz
222,00
Athlon XP 3000+ (512kB)
221,50
Pentium 4 2,66 GHz
221,17
Athlon XP 2800+
221,07
Pentium 4 2,53 GHz
220,90
Athlon XP 2800+ (512kB)
220,90
Athlon XP 2700+
220,80
Athlon XP 2600+
220,73
Athlon XP 2500+ (512kB)
218,67
Athlon XP 2400+
214,60

Auch Quake 3 Arena bleibt in der Hand von Intel Prozessoren und dies obwohl Dual Channel DDR333 (5,4 GB/s) eine höhere theoretische Bandbreite als Dual Channel PC1066 (4,2 GB/s) bietet. Ganz klar: der Systembus ist limitierend. Während der Athlon (FSB333) mit 2,7 GB/s an den Speichercontroller angebunden ist, bringt es der Pentium 4 (FSB533) auf 4,2 GB/s.

Anwendungen

Sysmark 2002

Sysmark 2002

Pentium 4 3,06 GHz
293
Pentium 4 2,80 GHz
277
Pentium 4 2,66 GHz
268
Pentium 4 2,53 GHz
258
Athlon XP 3000+ (512kB)
256
Athlon XP 2800+ (512kB)
249
Athlon XP 2800+
232
Athlon XP 2700+
227
Athlon XP 2500+ (512kB)
227
Athlon XP 2600+
224
Athlon XP 2400+
204
Angaben in Punkten

Der Sysmark macht einen großen Satz nach vorne durch den größeren Cache. Selbst ein Athlon XP 2500+ (512kB) kann hier an den Athlon XP 2800+ vorbeiziehen.

Sysmark 2002 Detail

 Internet Content Creation:
Pentium 4 3,06 GHz
423
Pentium 4 2,80 GHz
381
Pentium 4 2,66 GHz
367
Pentium 4 2,53 GHz
356
Athlon XP 3000+ (512kB)
335
Athlon XP 2800+ (512kB)
319
Athlon XP 2500+ (512kB)
292
Athlon XP 2800+
290
Athlon XP 2700+
285
Athlon XP 2600+
280
Athlon XP 2400+
255
 Office Content Creation:
Pentium 4 3,06 GHz
203
Pentium 4 2,80 GHz
201
Athlon XP 2800+ (512kB)
195
Athlon XP 3000+ (512kB)
195
Pentium 4 2,53 GHz
187
Athlon XP 2800+
185
Athlon XP 2700+
181
Athlon XP 2600+
179
Athlon XP 2500+ (512kB)
176
Athlon XP 2400+
163
Angaben in Punkten

Im Detail betrachtet legen beide Teiltests deutlich zu und in der Office Content Creation fehlt nicht mehr viel zu den schnellsten Pentium 4 Prozessoren.

WinACE 2.11

WinACE 2.11

Pentium 4 3,06 GHz
2:56
Pentium 4 2,80 GHz
3:00
Athlon XP 3000+ (512kB)
3:01
Pentium 4 2,66 GHz
3:02
Athlon XP 2800+
3:04
Athlon XP 2800+ (512kB)
3:04
Athlon XP 2700+
3:05
Athlon XP 2600+
3:07
Pentium 4 2,53 GHz
3:08
Athlon XP 2500+ (512kB)
3:14
Athlon XP 2400+
3:36
Angaben in Minuten, Sekunden

Dank Rambus hält sich der Pentium 4 an der Spitze. Doch nüchtern betrachtet trennen alle Teilnehmer dieses Tests nur wenige Sekunden - den XP 2400+ einmal ausgenommen.

WinRAR 3.11


WinRAR 3.11

Pentium 4 3,06 GHz
1:14
Pentium 4 2,80 GHz
1:16
Pentium 4 2,66 GHz
1:18
Pentium 4 2,53 GHz
1:21
Athlon XP 2800+
1:21
Athlon XP 2700+
1:22
Athlon XP 3000+ (512kB)
1:22
Athlon XP 2800+ (512kB)
1:23
Athlon XP 2600+
1:25
Athlon XP 2500+ (512kB)
1:26
Athlon XP 2400+
1:41
Angaben in Minuten, Sekunden

Verglichen mit WinACE scheint WinRAR nicht nur Pentium 4 optimiert zu sein, vielmehr gibt auch der Prozessortakt den Ton an. Vom größeren L2-Cache vermag der Athlon XP 3000+ in keinster Weise zu profitieren. Doch auch hier sind es nur wenige Sekunden, die die Kontrahenten trennen. Viel auffälliger ist hingegen, dass WinRAR den Kompremiervorgang gut zwei Minuten früher abschließen kann als WinACE. Allerdings ist das *.ACE Archiv dafür 3 MB kleiner.

LAME 3.91

Lame 3.91

Pentium 4 3,06 GHz
1:04
Athlon XP 2800+
1:08
Pentium 4 2,80 GHz
1:10
Athlon XP 3000+ (512kB)
1:10
Athlon XP 2700+
1:11
Pentium 4 2,66 GHz
1:14
Athlon XP 2800+ (512kB)
1:14
Athlon XP 2600+
1:14
Athlon XP 2400+
1:17
Pentium 4 2,53 GHz
1:19
Athlon XP 2500+ (512kB)
1:24
Angaben in Minuten, Sekunden

Lame zeigt sich von allen Befehlserweiterungen, MMX einmal ausgenommen, unbeeindruckt und kann auch dem größeren L2-Cache vom Barton nicht viel Gutes abgewinnen. Hier zählt nur der Prozessortakt und da gibt es zwischen XP2700+ und XP3000+ einfach keine Unterschiede.

MP3 Maker Platinum 3.04

Magix MP3 Maker Platinum

Pentium 4 3,06 GHz
39,94
Pentium 4 2,80 GHz
31,37
Pentium 4 2,66 GHz
31,02
Athlon XP 3000+ (512kB)
30,38
Pentium 4 2,53 GHz
30,06
Athlon XP 2800+ (512kB)
29,41
Athlon XP 2800+
28,16
Athlon XP 2700+
27,54
Athlon XP 2600+
26,57
Athlon XP 2500+ (512kB)
26,02
Athlon XP 2400+
24,82
Angaben in Punkten

Im Vergleich zu Lame reagiert der MP3 Maker aus dem Hause Magix völlig anders auf den größeren Cache. Eine Performance-Steigerung ist hier deutlich zu erkennen, wenngleich gegen den Pentium 4 mit aktivierten HyperThreading in diesem Test so schnell kein Kraut gewachsen ist.

FlaskMPEG mit DiVX


Flask - MPEG4 Encoding

Pentium 4 3,06 GHz
120,44
Athlon XP 3000+ (512kB)
111,99
Athlon XP 2800+
110,48
Athlon XP 2800+ (512kB)
108,39
Athlon XP 2700+
107,21
Pentium 4 2,80 GHz
104,42
Athlon XP 2600+
101,59
Pentium 4 2,66 GHz
99,84
Athlon XP 2500+ (512kB)
96,54
Pentium 4 2,53 GHz
95,74
Athlon XP 2400+
94,02

Auch in FlaskMPEG sind die neuen Modellnummern gerechtfertig. Die Anwendung sieht den Athlon XP 3000+ als zweitschnellsten Prozessor nach dem Pentium 4 3,06 GHz, welcher seinen ersten Platz nicht zuletzt dem HyperThreading verdankt.

Seti@Home

Seti@Home

Pentium 3.06 GHz - Hyper-Threading
1:42
Athlon XP 3000+ (512kB)
2:18
Athlon XP 2800+
2:19
Athlon XP 2800+ (512kB)
2:21
Athlon XP 2700+
2:24
Pentium 4 3,06 GHz
2:26
Athlon XP 2600+
2:27
Pentium 4 2,80 GHz
2:32
Pentium 4 2,66 GHz
2:35
Athlon XP 2500+ (512kB)
2:36
Athlon XP 2400+
2:43
Pentium 4 2,53 GHz
2:44
Angaben in Stunden, Minuten

Wenn es für uns auch ein wenig überraschend erscheint, hat Seti@Home nur sehr wenig vom größeren Cache profitieren können. Der Athlon XP 3000+ ist hier zwar der schnellste Prozessor. Wenn man seinen Rechner allerdings nur zum Berechnen von Workunits benutzen möchte, so kann man den zwei virtuellen Prozessoren des Pentium 4 mit HyperThreading [49] zwei Workunits parallel berechnen lassen. Umgerechnet würde er dann eine Workunit in 1:42 Stunden schaffen.

3D Rendering

Cinema 4D XL R8

Cinema4D XL R8 - 3DRendering

 Blurry Reflections:
Pentium 4 3,06 GHz
1:25
Athlon XP 2800+
1:35
Athlon XP 2700+
1:39
Athlon XP 3000+ (512kB)
1:39
Pentium 4 2,80 GHz
1:41
Athlon XP 2800+ (512kB)
1:43
Athlon XP 2600+
1:43
Pentium 4 2,66 GHz
1:46
Athlon XP 2400+
1:47
Pentium 4 2,53 GHz
1:52
Athlon XP 2500+ (512kB)
1:58
Angaben in Minuten, Sekunden

In Cinema 4D ist nur der Prozessortakt ausschlaggebend und Hyper-Threading eine willkommene Zugabe. Der Athlon XP 3000+ muss sich seinem (in Europa fast nicht erhältlichen) Vorgänger geschlagen geben.

Newtek Lightwave 7.5

Lightwave 7.5 - 3DRendering

 Skullhead Newest:
Pentium 4 3,06 GHz
171,90
Pentium 4 2,80 GHz
187,10
Pentium 4 2,66 GHz
195,30
Pentium 4 2,53 GHz
204,00
Athlon XP 2800+
264,40
Athlon XP 3000+ (512kB)
273,10
Athlon XP 2700+
274,60
Athlon XP 2800+ (512kB)
284,60
Athlon XP 2600+
285,20
Athlon XP 2400+
298,80
Athlon XP 2500+ (512kB)
322,90
Angaben in Sekunden

Lightwave bleibt auch mit den neuen AMD Prozessoren in der Hand vom Pentium 4. Der Cache oder das Speicherinterface sind hier nicht ganz so bedeutend. Hier zählt nur der Prozessortakt, weshalb sich ein XP 2500+ deutlich hinter dem XP 2400+ wiederfindet.

Endkundenpreise

Ein entscheidendes Kriterium für den Kauf eines neuen Prozessor ist neben der Leistung sicherlich der Preis. Hierbei muss man natürlich zwischen den Großhandelspreisen und den Preisen im Laden um die Ecke entscheiden. In der Vergangenheit konnten Intels Prozessoren zwar auf der Preisliste für Großkunden mit den Preisen für AMDs Boliden konkurrieren, im Einzelhandel schockte den gewillten Käufer jedoch ein gänzlich anderes Bild. Während Athlon XP Prozessoren zumeist unter Listenpreis unter's Volk geworfen wurden, musste man beim Pentium 4 allein schon für den Namen und seinen Ruf als "teure CPU" deutlich mehr bezahlen. Doch das Blatt hat sich, zumindest teilweise, gewendet.

Großhandelspreise bei der Abnahme von 1000 Stück
Intel Pentium 4 AMD Athlon XP
Takt Preis Modelnr. Preis
3,06 GHz $589 3000+ $588
2,80 GHz $375 2800+ $375
2,66 GHz $241 2700+ $267
2,60 $241 2600+ $241
2,53 GHz $193 2500+ -
2,40 GHz $163 2400+ $141
2,26 GHz $163 2200+ $107
- Nicht gelistet

Ein Blick auf die Preisliste bei der Abnahme von 1000 Stück beim Hersteller bescheinigt Intel und AMD äquivalente Preise - zumindest bei den Top-Modellen. Ein Athlon XP 3000+ ist im Einkauf genauso teuer wie Intels schnellster Penium 4. Erst in den niedrigeren Taktregionen scheiden sich die Geistern. Die Preis unterscheiden sich hier teilweise gewaltig voneinander.

Letztendlich zählen jedoch nur die Preise im Einzelhandel. Die folgenden Preise haben wir hierbei aus der Preisliste vom 1. März 2003 eines Computerladens entnommen. Es wird also unter Garantie Anbieter geben, bei denen einige Prozessoren, die sich vielleicht gerade im Angebot befinden, etwas günstiger zu haben sind.

Ladenpreise, Stand 1. März 2003
Intel Pentium 4 AMD Athlon XP
Takt Preis Modelnr. Preis
3,06 GHz €689 3000+ €699
2,80 GHz €444 2800+ €459
2,66 GHz €289 2700+ €319
2,60 GHz* €309 2600+ €299*
2,53 GHz €239 2500+ €229
2,40 GHz €209* 2400+ €179*
2,26 GHz - 2200+ €134*
2,00 GHz €199* 2000+ €104*
- Nicht im Angebot * inkl. Kühler

Auch wenn es einige vielleicht nicht wahrhaben möchten, doch bei den schnellsten Prozessoren ist Intel inzwischen günstiger als AMD, auch wenn es nur 10 Euro sind. Das liegt allerdings nicht daran, dass Intels Prozessoren deutlich günstiger verkauft werden, auch wenn hier die Preise kontinuierlich gefallen sind. Vielmehr ist der Athlon XP 3000+ ungewöhnlich teuer für einen AMD Prozessor. Aber wenn Intel soviel für einen Prozessor verlangt, wieso sollte dies AMD nicht auch tun? Halten wir also fest: Intels Pentium 4 mit 3,06 GHz und 2,8 GHz sind leicht günstiger als "vergleichbare" Athlon XP Prozessoren. Bei 2,4 GHz lassen sich mit einem Griff zum XP 2400+ (2 GHz) dagegen schon 30 Euro einsparen. [color=red]Doch wie sieht es mit der Leistung aus? Leistet ein Athlon XP 3000+ genau so viel wie ein Pentium 4 3,06 GHz?[/color] Werfen wir einen Blick auf unser Leistungs-Rating.

Leistungsrating

Die Wertung im Leistungs-Rating setzt sich hierbei aus unseren Testergebnissen zusammen. Für die Anwendungsperformance wurden folgende Ergebnisse heran gezogen:

Dementsprechend fließen in die Gesamtbewertung alle Ergebnisse der oben genannten Tests ein.

Leistungsrating

 Gesamt:
Pentium 4 3,06 GHz
100,0
Pentium 4 2,80 GHz
94,1
Athlon XP 3000+ (512kB)
93,9
Athlon XP 2800+
92,3
Athlon XP 2800+ (512kB)
91,5
Pentium 4 2,66 GHz
91,3
Athlon XP 2700+
90,2
Athlon XP 2600+
88,1
Pentium 4 2,53 GHz
88,0
Athlon XP 2500+ (512kB)
84,4
Athlon XP 2400+
79,9
 Spiele:
Pentium 4 3,06 GHz
100,0
Athlon XP 3000+ (512kB)
98,3
Pentium 4 2,80 GHz
97,8
Athlon XP 2800+
96,8
Athlon XP 2800+ (512kB)
96,5
Pentium 4 2,66 GHz
95,7
Athlon XP 2700+
95,5
Athlon XP 2600+
94,0
Pentium 4 2,53 GHz
93,8
Athlon XP 2500+ (512kB)
91,3
Athlon XP 2400+
86,9
 Anwendungen:
Pentium 4 3,06 GHz
100,0
Pentium 4 2,80 GHz
91,9
Athlon XP 3000+ (512kB)
91,3
Athlon XP 2800+
89,8
Pentium 4 2,66 GHz
89,1
Athlon XP 2800+ (512kB)
88,6
Athlon XP 2700+
87,6
Pentium 4 2,53 GHz
85,1
Athlon XP 2600+
84,8
Athlon XP 2500+ (512kB)
80,7
Athlon XP 2400+
77,1
Angaben in Prozent

Sind AMDs Modellnummern für die neuen Prozessoren (Rot) also gerechtfertigt? Betrachtet man die Performance in Spielen und Anwendungen so kann man AMD nur ´zustimmen. Der XP2500 ist insgesamt betrachtet schneller als ein XP2400, der neue XP2800 ist fast so schnell wie das alte und fast nicht erhältliche - da eingestellte - Modell mit Thoroughbred-Kern und der Athlon XP 3000+ darf sich in der Tat als schnellster Athlon betiteln. Allerdings ist die Leistung prozentual gesehen weniger stark angewachsen. Der Wechsel vom XP 2600+ auf den XP2800+ würde 4,2 Prozent mehr Leistung bringen, der Schritt von XP2800+ auf XP3000+ bringt allerdings nur 2,4 Prozent.

Aus dieser Sicht wäre die Bezeichnung Athlon XP 2900+ für den XP 3000+ also eher gerechtfertigt. Vergleichen mit der Konkurrenz von Intel muss sich der XP 3000+ dem Pentium 4 3,06 mit aktiviertem HyperThreading klar geschlagen geben. In der Gesamtwertung findet er sich sogar nur hinter dem 2,8 GHz P4 wieder, was auf die mäßige Anwendungsperformance zurückzuführen ist. Bei Spielen ist das gesamte Testfeld ohnehin viel enger beieinander.

Insgesamt sollte man jedoch nicht vergessen, dass unser Performance-Rating immer nur einen Teil der im Handel erhältlichen Anwendungen berücksichtigen kann. Bei den von uns genutzen Test hat sich ein individuelles Bild ergeben, das bei anderen Benchmarks natürlich anders ausfallen kann.

Fazit

Auch wenn uns der Athlon XP 3000+ etwas spät erreichte, macht er dennoch eine gute Figur. Bei einem Takt, der dem eines "T-Bred XP 2700+" entspricht, konnte er diesen in den meisten, für den Endanwender interessanten Anwendungen hinter sich lassen. Selbst der um 84 MHz höher getakteten Athlon XP 2800+ mit Thoroughbred-Kern war zu schlagen. Wie wir bei unserem Leistungs-Rating [52] festgestellt haben, ist der Barton XP3000+ gut zwei Prozent schneller. Allerdings hätten es ca. 4 Prozent sein müssen, um die Modellnummer "3000+" voll und ganz zu rechtfertigen. Rein rechnerisch ist der derzeit schnellste Athlon XP eigentlich nur ein 2900+. Das war uns bereits bei der mathematischen Betrachtung des Taktes [15] aufgefallen.

Barton
Barton

So scheint es, als hätte man den realen 3 GHz des Intel Pentium 4 nur etwas vergleichbares dagegenstellen wollen aber nicht ganz können. In der Gesamtleistung, wirft man einen Blick auf die Konkurrenz, hat es dagegen nicht einmal gereicht, um an einem 2,8 GHz Pentium 4 mit Rambus vorbeizuziehen. Betrachtet man die Leistung in Spielen für sich genommen, so ist er allerdings nur 2 Prozent langsamer als das 3 GHz Monster von Intel.

Auf keinen Fall sollte man jedoch den Preis des neuen Prozessors vergessen:

Zitat

Intels Pentium 4 mit 3,06 GHz und 2,8 GHz sind leicht günstiger als "vergleichbare" Athlon XP Prozessoren. Bei 2,4 GHz lassen sich mit einem Griff zum XP 2400+ (2 GHz) dagegen schon 30 Euro einsparen.

Betrachtet man sowohl die Leistung als auch den Preis, so ist der schnellste Pentium 4 nicht nur die günstigere, sondern auch die schnellere Variante. Wer ein gutes nForce 2 Mainboard sein eigen nennt, aber mit seiner Rechenleistung nicht mehr zufrieden ist, sollte dennoch einen Blick auf AMDs jüngsten Sproß werfen. Er ist schnell und läuft stabil. Besitzer von älteren und inkompatiblen Mainboards, die also beim Aufrüsten ohnehin etwas mehr investieren müssen, sollten sich noch ein wenig gedulden. Sowohl Intel als auch AMD werden demnächst einige Neuerungen präsentieren und man würde sich nur ärgern, wenn man nicht noch zwei Monate gewartet hätte.

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  20. http://www.sisoftware.demon.co.uk/common/qa/ben_mem.htm
  21. http://www.computerbase.de/downloads/software/benchmarks//sisoft_sandra/
  22. http://www.futuremark.com/products/pcmark2002/
  23. http://www.futuremark.com/download/?pcmark2002.shtml
  24. http://www.futuremark.com/products/3dmark2001/
  25. http://www.computerbase.de/downloads/software/benchmarks//3dmark2001_se/
  26. http://www.computerbase.de/artikel/software/3dmark03_performance_analyse/
  27. http://www.futuremark.com/products/3dmark2003/
  28. http://www.computerbase.de/downloads/software/benchmarks//3dmark03/
  29. http://www.3dcenter.org/downloads/unreal-tournament-utbench.php
  30. http://www.computerbase.de/artikel/hardware/grafikkarten/ut_2003_performance_analyse/
  31. http://www.unrealtournament2003.com/?downloads
  32. http://www.novalogic.com/games.asp?GameKey=C4
  33. ftp://ftp.novalogic.com/pub/C4/C4DEMOX.EXE
  34. http://www.guru3d.com/files/q3bench/
  35. http://www.g256.com/guides/Q3Bench/
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  45. http://www.flaskmpeg.net/
  46. http://flaskmpeg.sourceforge.net/download/flaskmpeg_060_preview.exe
  47. http://www.computerbaseteam.de/
  48. ftp://alien.ssl.berkeley.edu/pub/setiathome-3.03.i386-winnt-cmdline.exe
  49. http://www.computerbase.de/artikel/hardware/prozessoren/intel_pentium_4_3066_mhz/
  50. http://www.maxon.de/
  51. http://www.lightwave3d.com/product/index.html
  52. http://www.computerbase.de/artikel/hardware/prozessoren/was_athlon_xp_3000/24/#_b_leistungsrating_b_
  53. http://www.forumbase.de/
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