Vorwort
Nach einigen Verzögerungen hat AMD am 10. Februar 2003 die wohl letzte Evolutionsstufe der siebten Architektur-Generation aus eigenem Hause in Form des Barton-Kerns der Öffentlichkeit vorgestellt, der seinen Dienst im Athlon XP 2500+, 2800+ und 3000+ verrichtet. Auch er wird im 0,13µm Prozess gefertigt, kommt aber mit einem auf 512 kB verdoppelten L2-Cache daher. Das Kuriose dabei: Aufgrund eben dieser Neuerung hat AMD den realen Prozessortakt von 2,25 GHz beim XP 2800+ (Thoroughbred-B-Kern) auf 2,16 GHz gesenkt, war aber der Meinung, ohne bedenken die Modellnummer XP 3000+ vergeben zu können.


Unbegründet oder nicht? Wir versuchen zu ergründen, wie sich der Athlon XP 3000+ und seine Gefährten gegen den bis dahin schnellsten Athlon XP Prozessor sowie den Intel Pentium 4 3,06 GHz mit HyperThreading schlagen können.


Lesezeichen
Da es möglich ist, dass in diesem Artikel auf bestehendes Wissen aus älteren Prozessortests zurückgegriffen wird, ist es für alle, die etwas "mehr" wissen möchten, keinesfalls verkehrt, auch einen Blick in unsere älteren Berichte zu werfen.
- (Rating) Intel Pentium 4 3066 MHz im Test - HyperThreading-Support für den Desktop [1]
(AthlonXP 2400+ bis 2800+, Pentium 4 2,53 bis 3,06 GHz) - (Rating) Celeron mit 2.0 GHz im Test - Übertaktet auf 3.0 GHz ein Pentium 4 Konkurrent? [2]
(Athlon 1600+ bis 1700+ , Pentium 4 2,53 bis 2,8 GHz) - (Rating) Der Athlon XP 2700+ und 2800+ im Test - Zurück an die Spitze dank FSB166? [3]
(Athlon 2200+ bis 2800+ , Pentium 4 2,4 bis 2,8 GHz) - (Rating) Der nächste Schritt der Athlon-Evolution - Athlon XP 2400+ und 2600+ im Test [4]
(Athlon 2200+ bis 2600+ , Pentium 4 2,4 bis 2,8 GHz) - (Rating) Mit Vollgas in Richtung 3 GHz - Intel Pentium 4 mit 2,8 GHz im Test [5]
(Athlon „C“ 1,4 GHz, Athlon XP 1600+ bis 2200+, Pentium 4 1,8 bis 2,8 GHz) - Pentium 4 mit FSB 533 MHz im Test - Intel setzt neue Maßstäbe [6]
(Athlon XP 1900+ bis 2100+, Pentium 4 2,0 bis 2,53 GHz) - Pentium 4 mit 2,4 GHz im Test - Der neue Spitzenreiter [7]
(Athlon XP 1800+ bis 2000+, Pentium 4 2,0 bis 2,4 GHz) - Intel Pentium 4 2,2 GHz vs AthlonXP 2000+ [8]
(Athlon XP 1800+ bis 2000+, Pentium 4 2,0 bis 2,2 GHz) - AMD Prozessor Roundup [9]
(Duron 950 bis 1200 MHz, Athlon „C“ 1,0 bis 1,4 GHz, Athlon XP 1500+ bis 1700+)
Wer darüber hinaus noch an der Prozessoren-Geschichte von AMD und Intel interessiert ist, wird an den Artikeln „Intels Prozessor History - Der Weg vom Intel 4004 bis zum Pentium 4 [10]“ und „AMD Prozessor History - Ein Überblick vom K5 bis zum Athlon XP [11]“ seine wahre Freude haben.
Übersicht
Für alle Freunde der schnörkellosen Theorie wollen wir, bevor es ans Eingemachte geht, nochmals einen Blick auf die Eckdaten der Kontrahenten werfen.



| Merkmale | Pentium 4 | Celeron | Athlon XP | Athlon XP |
|---|---|---|---|---|
| Kern | Willamette Northwood |
Willamette-128 Northwood-128 |
Palomino Thoroughbred "A/B" |
Barton |
| Front-Side-Bus | 400 MHz QDR 533 MHz QDR |
400 MHz QDR | 266 MHz DDR 333 MHz DDR |
333 MHz DDR |
| Fertigung | 0,18µm 0,13µm |
0,18µm 0,13µm |
0,18µm 0,13µm |
0,13µm |
| Sockel | Sockel 423 Sockel 478 |
Sockel 478 | Sockel A | Sockel A |
| Taktrate o. Modellnummer |
400MHz QDR 1300 MHz 1400 MHz 1500 MHz 1600 MHz 1600 MHz A* 1700 MHz 1800 MHz 1800 MHz A** 1900 MHz 2000 MHz 2000 MHz A** 2200 MHz** 2400 MHz** 2500 MHz*** 2600 MHz*** 533MHz QDR 2266 MHz** 2400 MHz B** 2533 MHz** 2666 MHz*** 2800 MHz*** 3066 MHz*** HT * N-wood nB0 ** N-wood nB0 o. nC1 *** N-wood nC1 HT: HyperThreading |
Willamette-128 1700 MHz 1800 MHz Northwood-128 2000 MHz 2100 MHz 2200 MHz |
266MHz DDR 1500+ 1600+ 1700+ 1800+ 1900+ 2000+ 2100+ 2200+* 2400+** 2600+** 333MHz DDR 2600+** 2700+** 2800+** *T-bred "A" **T-bred "B" |
2500+ 2800+ 3000+ |
| Transistoren | 42 Millionen 55 Millionen |
unbekannt | 37,5 Millionen | 54,3 Millionen |
| DIE-Size | Willamette: 217mm² Northwood: 146mm² (nB0 Step) 131mm² (nC1 Step) |
unbekannt | Palomino: 128 mm² Thoroughbred: 80 mm² ("A") 84 mm² ("B") |
101 mm² |
| L1-Execution-Cache | 12.000 µ-Ops | 12.000 µ-Ops | 64 kB | 64 kB |
| L1-Daten-Cache | 8 KB | 8 KB | 64 kB | 64 kB |
| L1-Takt | CPU-Takt | CPU-Takt | CPU-Takt | CPU-Takt |
| L2-Cache | Willamette: 256kB Northwood: 512kB |
128kB | 256kB | 512kB |
| L2-Anbindung | 256 Bit | 256 Bit | 64 Bit | 64 Bit |
| L2-Cache-Takt | CPU-Takt | CPU-Takt | CPU-Takt | CPU-Takt |
| L2-Modus | L1 inclusive | L1 inclusive | L1 exclusive | L1 exclusive |
| HW Data Prefetching | Ja | Ja | Ja | Ja |
| VCore | Willamette:1,75V Northwood: 1,475V 1,500V 1,525V 1,550V |
Willamette-128: 1,75V Northwood-128: 1,475 V 1,500V 1,525V |
Palomino: 1,75V Thoroughbred: 1,50V 1,60V 1,65V |
1,65V |
| Befehlssätze | MMX SSE / SSE2 |
MMX SSE / SSE2 |
MMX / 3DNow! 3DNow!+ / SSE |
MMX / 3DNow! 3DNow!+ / SSE |
| Temperatur Diode | Ja | Ja | Ja | Ja |
| Multiprozessor-fähig | Nein | Nein | Nein | Nein |
| CPU-Architektur | 20-stufige Pipeline | 20-stufige Pipeline | 15-stufige (FPU) 10-stufige (ALU) Pipeline |
15-stufige (FPU) 10-stufige (ALU) Pipeline |



Auch der neue Barton ist ein Mitglied der QuantiSpeed Architektur [12], der alle Athlon XP Prozessoren angehören und somit erhält auch er im Rahmen der True Performance Initiative [13] ein Modellnummer. Laut AMD müsste eine Athlon mit Thunderbird-Kern den durch die Modellnummer ausgedrückten Takt besitzen, um die selbe Leistung wie der entsprechende Athlon XP Prozessor zu besitzen. Allerdings hat man sich hier in der Vergangenheit bereits in Widersprüche [14] verwickelt. Auf den zweiten Blick wirkt es so, als würde AMD hier einen Vergleich mit dem realen Takt eines Pentium 4 anstreben, was in anbetracht der unterschiedlichsten Prozessorarchitekturen jedoch keinesfalls uneingeschränkt möglich ist.
Ein Wort zum Kern
Im Rahmen der Geschichte der siebten Prozessorarchitektur-Generation (K7) von AMD, die sich als Athlon und Athlon XP auf dem Markt gegen die Konkurrenz behaupten durfte, gab es allein für den Sockel A diverse Prozessor-Kerne, die sich leicht voneinander unterscheiden ließen. Der Prozessorhersteller aus dem sonnigen Sunnyvale (Kalifornien) hat hierbei versucht, alles menschenmögliche zu tun, um die K7-Architektur bis auf's Äußerste auszureizen. Das letzte Kind dieser Architektur ist der neue Barton-Kern, bei dem man sich hauptsächlich am Vorgänger, dem Thoroughbred-B, orientiert hat. Einzig und allein der L2-Cache wurde vergrößert. Was dies für die Leistung bedeutet, werden wir im nächsten Abschnitt näher unter die Lupe nehmen. Werfen wir an dieser Stelle zuvor einen Blick auf die verschiedenen Prozessor-Kerne der Athlons.
| Prozessor | Eben | Größe | Bild |
|---|---|---|---|
| Thunderbird | 6 | 117 mm² | |
| Palomino | 7 | 128 mm² | |
| Thoroughbred "A" | 8 | 80 mm² | |
| Thoroughbred "B" | 9 | 84 mm² | |
| Barton | 9 | 101 mm² |
Erst der Glücksgriff zu einer weiteren Verdrahtungsebene, die mit dem Thoroughbred-B eingeführt wurde, hat Taktraten jenseits von 2 GHz überhaupt möglich gemacht. Doch auch hier wird man von den Grenzen der K7-Architektur sehr schnell eingeholt. Viel mehr als 2,2 GHz sind bei Luftkühlung einfach nicht möglich. Aus diesem Grund wird es sich bei dem Barton auch um das letzte Produkt bzw. Kern auf Basis dieser Architektur handeln, auch wenn man hier die Taktgrenze etwas weiter nach Oben verschieben konnte. Dazu jedoch mehr im Abschnitt „Ein Blick in die Zukunft“ bzw. „Overclocking“.
Wenn nicht auf den ersten, dann sollte zumindest auf den zweiten Blick auffallen, dass der Barton im Vergleich zum Thoroughbred in der Länge zugenommen hat. Er erscheint somit im Vergleich zum Palomino noch einmal deutlich schmaler. Ein Blick hinter die Abdeckung des Prozessorkerns verrät uns wieso das so ist.


AMD hat es sich beim Barton 'recht einfach' gemacht. Zu den beim Thoroughbred vorhandenen zwei 128kB großen L2-Feldern gesellen sich einfach noch zwei hinzu und fertig ist der neue Prozessor-Kern, der mit 512kb L2-Cache daher kommt. Alle anderen Recheneinheiten wurden an ihrem Platz belassen.
Ein Wort zum Cache
Ein System ist nur so gut, wie der, der es bedient. Dies trifft natürlich auf jeden Personal Computer zu. Doch ist es nicht ganz so einfach, wie es der Spruch vermuten läßt. Beim Computer sind die Gesamtleistung und die Stabilität entscheidend. Der schnellste Prozessor nutzt beispielsweise rein gar nichts, wenn das Speichersubsystem nicht in der Lage ist, ihn mit ausreichend Daten zu versorgen. Ein hoher Prozessortakt alleine macht also noch lange keinen flinkeren Computer. Die Daten, die es zu berechnen gilt, kommen hierbei aus dem L1 oder L2 Cache oder, falls nötig, aus dem Arbeitsspeicher des Rechners.
Die prozessornahen L1 und L2 Speicher zeichnen sich hierbei durch besonders niedrige Latenzzeiten und hohe Taktraten aus, auf die der Prozessor nahezu ohne größere Verzögerung zugreifen kann. Im Vergleich dazu geht ein Lesevorgang aus dem Arbeitsspeicher nur im Schneckentempo von statten. Ein guter Prozessor versucht also Daten, die er aus dem Arbeitsspeicher benötigt zu laden, bevor er sie eigentlich benötigt. Er schätzt hab, welche Daten zu weiteren Abarbeitung des Prozesses (Threads) oder folgender Threads, die sich schon in der Warteschleife befinden, benötigt werden. Doch beim Schätzen kann man sich natürlich auch verschätzen, was sich dann in einem sogenannten Case Miss äußert. Hier muss der Prozessor mitten in der Bearbeitung eine Pause einlegen und auf die Daten auf den Arbeitsspeicher warten. Das kostet natürlich sehr viel Zeit und somit auch Performance. An dieser Stelle wäre ein Blick in die Grundlagen von HyperThreading anzuraten, wo wir auf den Arbeitsablauf im Prozessor und die damit verbundenen Probleme näher eingegangen sind.


Um die Anzahl der Cache-Misses zu reduzieren, kann es also hilfreich sein, mehr Daten in den schnellen, prozessornahen Caches abzulegen. Eine Vergrößerung kann hier also wahre Wunder bewirken. Hier gilt es jedoch einen idealen Mittelweg zu finden. Denn die Caches sind nur dann schnell, wenn sie klein gehalten werden. Außerdem sind sie in ihrer Fertigung hochkomplex, da sie sehr viele Transistoren beinhalten. So machen 256kB L2 Cache beispielsweise ca. 13 Millionen zusätzliche Transistoren, die je nach Prozessorarchitektur mit dem vollen Prozessortakt betrieben werden. Doch bereits ein fehlerhafter Transistor kann das Aus für den ganzen Prozessor bedeuten.
Während die ersten Pentium 4 Prozessoren mit Willamette-Kern noch über einen 256 kB L2 Cache verfügten, kommen aktuellen Pentium 4 Prozessoren mit Northwood-Kern mit ganzen 512 kB von diesem Speicher daher. Der erreichte Leistungszuwachs bei gleichem Takt ist ernorm, was nicht zuletzt unser Celeron 2,0 GHz Review zeigte, wo der L2 Cache ganz und gar auf 128 kB L2 beschnitten wurden.
Nun hat auch AMD die Größe des L2 Cache von 256 kB L2 beim Thunderbird, Palomino und Thoroughbred-Kern auf 512 kB L2 mit dem Barton-Kern verdoppelt. Von der Theorie dürfte der Leistungszuwachs durch den neuen Barton-Kern jedoch nicht so groß ausfallen, wie beim Kern-Wechsel des Pentium 4. Und dies hat einen einfachen Grund.
Der L2 Cache des Pentium 4 arbeitet im so genannten L1 inclusive Modus. Das heißt, die Daten, die sich im L1 Cache befinden, werden auch im L2 Cache abgelegt. Das ist einfacher zu Verwalten, verschwendet jedoch kostbaren Speicherplatz. Mit der Verdopplung des L2 Cache hat Intel also tatsächlich die Größe der zur Verfügung stehenden Caches verdoppelt.
Beim Athlon XP ist dies anders. AMD hat sich hier nicht vor einen größeren Verwaltungsaufwand gescheut ist somit in der Lage den L2 im L1 exclusive Modus zu betreiben. Daten und Instruktionen, die bereits im L1 gelandet sind, müssen nicht einmal im L2 abgelegt werden. Somit konnten alle bisherigen Sockel A Athlon Prozessoren auf effektiv 384 KB Cache (64 kB L1 Daten + 64 kB L1 Instruktionen + 256 kB L2) zurückgreifen. Dadurch, dass man den L2 Cache vergrößert hat, kann der Athlon XP mit Barton-Kern insgesamt 640 kB im Cache ablegen.
Die Größe der prozessornahen Speicher hat sich somit beim Athlon XP nur um 66 Prozent erhöht, beim Pentium 4 waren es dagegen 100 Prozent.
Ein Wort zum Takt
Da aufgrund des größeren L2 Caches beim neuen Kern die Anzahl der Cache Misses verringert wird, und somit der Prozessor seltener auf seine Daten warten muss, steigt auch die Pro/Takt Leistung des neuen Prozessors. Im Rahmen der „True Performance Initiative“ kann AMD somit dem Barton bei einem bestimmten Prozessortakt eine höhere Modellnummer zuweisen. Mit einem Takt von 2,16 GHz, dem selben Takt, mit dem auch der Athlon XP 2700+ betrieben wird, kann der Barton als Athlon XP 3000+ eingestuft werden.
| Bezeichnung | realer Takt | Frontside-Bus |
|---|---|---|
| Palomino, 0,18µm, 64kB + 64kB L1 + 256kB L2 Cache | ||
| Athlon XP 1500+ | 1333 MHz | 133 MHz |
| Athlon XP 1600+ | 1400 MHz | 133 MHz |
| Athlon XP 1700+ | 1466 MHz | 133 MHz |
| Athlon XP 1800+ | 1533 MHz | 133 MHz |
| Athlon XP 1900+ | 1600 MHz | 133 MHz |
| Athlon XP 2000+ | 1666 MHz | 133 MHz |
| Athlon XP 2100+ | 1733 MHz | 133 MHz |
| Thoroughbred "A", 0,13µm, 64kB + 64kB L1 + 256kB L2 Cache | ||
| Athlon XP 1700+ | 1466 MHz | 133 MHz |
| Athlon XP 1800+ | 1533 MHz | 133 MHz |
| Athlon XP 1900+ | 1600 MHz | 133 MHz |
| Athlon XP 2000+ | 1666 MHz | 133 MHz |
| Athlon XP 2100+ | 1733 MHz | 133 MHz |
| Athlon XP 2200+ | 1800 MHz | 133 MHz |
| Thoroughbred "B", 0,13µm, 64kB + 64kB L1 + 256kB L2 Cache | ||
| Athlon XP 1700+ | 1466 MHz | 133 MHz |
| Athlon XP 1800+ | 1533 MHz | 133 MHz |
| Athlon XP 1900+ | 1600 MHz | 133 MHz |
| Athlon XP 2000+ | 1666 MHz | 133 MHz |
| Athlon XP 2100+ | 1733 MHz | 133 MHz |
| Athlon XP 2400+ | 2000 MHz | 133 MHz |
| Athlon XP 2600+ | 2133 MHz | 133 MHz |
| Athlon XP 2600+ | 2083 MHz | 166 MHz |
| Athlon XP 2700+ | 2166 MHz | 166 MHz |
| Athlon XP 2800+ | 2250 MHz | 166 MHz |
| Barton, 0,13µm, 64kB + 64kB L1 + 512kB L2 Cache | ||
| Athlon XP 2500+ | 1833 MHz | 166 MHz |
| Athlon XP 2800+ | 2083 MHz | 166 MHz |
| Athlon XP 3000+ | 2166 MHz | 166 MHz |
Insgesamt startet AMD mit drei verschiedenen Prozessoren mit Barton-Kern durch. Somit ergeben sich auch neue Gleichungen, die das Verhältnis zwischen Takt und Modellnummer ausdrücken:
| Frontside-Bus 133 MHz (266 DDR) |
|---|
| Bis 1833 MHz: Model Rating = Taktfrequenz x 1.5 - 500 |
| Über 1833 MHz: Model Rating = Taktfrequenz x 1.5 - 600 |
| Frontside-Bus 166 MHz (333 DDR) |
| Thoroughbred: Model Rating = Taktfrequenz x 1.2 + 100 |
| Barton bis 2083 MHz: Model Rating = Taktfrequenz x 1.2 + 300 |
| Barton über 2083 MHz: Model Rating = Taktfrequenz x 1.2 + 400 |
Während sich Athlon XP 2500+ und 2800+, jeweils mit Barton-Kern versteht sich, mit ein und der selben Formel beschreiben lassen, springt der XP 3000+ aus der Reihe. Nüchtern betrachtet erweckt es den Eindruck, als hätte AMD hier etwas nachgeholfen, um etwas gegen den 3,06 GHz Pentium 4 im Angebot zu haben.
Ich möchte an dieser Stelle nochmals darauf hinweisen, dass diese Formeln rein mathematischer Natur sind. In der Realität ist eine Modellbezeichnung laut AMD immer das Ergebnis aufwendiger Tests, bei dem insgesamt 37 Benchmarks herangezogen werden. Es kann also durchaus sein, dass der Athlon XP 3000+ seine Modelnummer mit voller Berechtigung trägt. Wir versuchen zumindest, durch unsere Benchmarks, Licht ins Dunkel zu bringen.
Ein Wort zur Kühlung
Auch wenn der Athlon XP 3000+ mit dem Takt eines Athlon XP 2700+ läuft, müssten alle Kühlerhersteller dennoch ihren Schützling erneut bei AMD auf Herz und Nieren prüfen lassen. Bisher haben allerdings nur vier Kühler von vier verschiedenen Herstellern diese Validierung überstanden. Allen gemein ist eine Kupferplatte, die jedoch unterschiedlich groß ausfällt.
| Ajigo MF034-032 | |
|---|---|
![]() |
|
| Größe: 60x60 | Gewicht: 299g |
| Dynatron DC1206BM-L / 610-P-Cu | |
|---|---|
![]() |
|
| Größe: 60x60 | Gewicht: 235g |
| Fannertech Spire SPA07B2 | |
|---|---|
![]() |
|
| Größe: 60x69 | Gewicht: 263g |
Neben diesen dreien hat auch es auch Prozessorkühler 112C86FBH01 von AVC geschafft, auf die Liste, der für den Athlon XP 3000+ empfohlenen Kühler, zu gelangen. Er hat eine Größe von 60x78mm und bringt 280g auf die Waage.
Ein Wort zum Mainboard
Wir haben unsere Kompatibilitäts-Liste in den letzten Tagen ständig erweitert und nun in einen extra Artikel ausgegliedert. Welche Mainboards von welchem Hersteller den Barton unterstützen, findet ihr in unserem Barton-Support Report [15].
Ein Wort zur Zukunft
Auch wenn AMD in diesem Jahr mit der 64 Bit Hammer-Architektur durchstarten möchte, werden wir zumindest in den nächsten vier Quartalen noch sehr viel Freude mit der siebenten Generation der Prozessorarchitektur des Halbleiterherstellers haben. Neben der reinen Takterhöhung soll hier Gerüchten zufolge auch eine Anheben des Frontside-Buses von derzeit 166 MHz auf 200 MHz erfolgen. Bereits im Mai sollen uns diese neue Prozessoren begrüßen, um so die Wartezeit bis zum Startschuss des Athlon 64 im September zu überbrücken. In den offiziellen Roadmaps ist diesbezüglich natürlich noch nichts zu finden. Die Verzögerung des Athlon 64 ist jedoch mit dem letzten Roadmap-Update amtlich.
Auf einer nicht mehr ganz aktuellen Roadmap ging AMD noch von einem Start des Athlon 64 im ersten Halbjahr 2003 aus.
Mit dem Roadmapupdate vom 27. Februar 2003 ist der Athlon 64 offiziell um ein Halbjahr nach hinten gerückt. Die Servervariante des Athlon 64, der Opteron, soll jedoch nachwievor in der ersten Jahreshälfte erscheinen. Auch der Wechsel zur 90nm Fertigung mit dem San Diego bzw. dem Athens zeigt sich davon unbeeinflusst.
Eine leicht veraltete und vor allem inoffizielle Roadmap zeigt darüber hinaus, dass AMD sehr viel mit der Athlon 64 bzw. der Hammer-Architektur vor hat und nur noch einen weiteren Athlon XP plant.
| Typ | Q1 2003 | Q2 2003 | Q3 2003 | Q4 2003 |
|---|---|---|---|---|
| Athlon 64 "Clawhammer" (1MB L2) |
2800+ 3100+ 3400+ |
3400+ 3700+ |
3700+ 4000+ |
|
| Athlon 64 "Paris" (256KB L2) |
3200+ | 3200+ 3500+ |
||
| Athlon XP "Barton" (512KB L2) |
2500+ 2800+ 3000+ |
2500+ 2800+ 3000+ |
2500+ 2800+ 3000+ 3200+ |
2500+ 2800+ 3000+ 3200+ |
Nach dem Athlon XP 3000+ scheint somit ein XP 3200+ fest eingeplant zu sein, was man uns während unseres Besuches in San Jose, USA, auch bestätigt hat. Je nachdem, ob AMD den Sprung zum höheren Takt (200 MHz, 400 MHz DDR) des Frontside-Bus schafft oder nicht, fällt natürlich der reale Prozessortakt auch höher oder niedriger aus. Unter Verwendung der im Abschnitt „Ein Wort zum Takt [16]“ entwickelten Formel, wäre beim 333 MHz FSB ein Prozessortakt von 2333 MHz für diese Modellnummer von Nöten. Mit 400 MHz FSB könnte man dieses Ziel bereits mit 2300 oder gar 2200 MHz erreichen.
Overclocking

Offenbar kommt dem Barton die im Vergleich zur Leistungsaufnahme gestiegene Größe des Prozessorskerns zugute. Pro Fläche muss nämlich im Vergleich zum Thoroughbred-B Kern weniger Wärme abgeführt werden, wie folgende Rechnung zeigt.
| Thoroughbred | Barton | |
|---|---|---|
| Takt | 2166 MHz | 2166 MHz |
| Rating | 2700+ | 3000+ |
| Fläche | 84 mm² | 101 mm² |
| Leistung (max) | 68,3 W | 74,3 |
| Leistung pro Fläche | ~0,81 W/mm² | ~0,74 W/mm² |
Da sich mit dem Barton die Anordnung der Recheneinheiten auf dem Kern nicht verändert hat und somit die Wärmequellen nicht gleichmäßig über die Chipfläche verteilt sind, stellen die rechnerisch bescheinigten thermischen Vorteile nur einen Teil der Wahrheit dar. Vielleicht lassen sich hiermit in der Massenproduktion Athlon XP Prozessoren mit einem 50 MHz höheren Takt realisieren, doch die Grenzen der Athlon Architektur scheinen allmählich (zum wiederholten Male) erreicht zu sein.
Tatsächlich glaubten viele, dass mit dem ersten Thoroughbred-Kern bei einer Modellnummer von 2200+ Schluss sei, bis AMD überraschend den XP2600+ vorstellte. Inzwischen ist man bei einer Modellnummer von 3000+ angelangt und etwas mehr scheint noch immer drin zu sein. Man sollte also nicht voreilig urteilen, wie unsere Overclocking-Ergebnisse beim Einsatz einer Wasserkühlung zeigen.



Selbst bei einem Takt von 2,5 GHz war ein erfolgreicher Power-On-Self-Test (POST) möglich, wobei uns jedoch ohne drastische Erhöhung der Prozessorspannung sowie besserer Kühlmaßnahmen kein Besuch unter Windows vergönt war. Bereits das nahezu mühelose Erreichen von 2,3 bzw. 2,33 GHz überraschte uns unheimlich, wenn man bedenkt, welche Kopfstände nötig waren, um unseren Athlon XP 2400+ (2,0 GHz, Thoroughbred-B) als Athlon XP 2800+ (2,25 GHz, Thoroughbred-B) zu betreiben.
Im Vergleich zum Thoroughbred-B-Kern zeichnet sich der Barton also nochmals durch verbesserte Overclockingfähigkeiten aus. Der Kauf eines Athlon XP 2500+ mit Barton-Kern und der anschließende Betrieb beim Takt eines XP 3000+ bietet sich geradezu an.
Leistungsaufnahme
Höhere Taktraten sind ja schön und gut, wenn da nur nicht das Problem mit der ebenfalls zunehmenden Leistungsaufnahme wäre. Denn was die Prozessoren an Strom durch ihre Schaltkreise laufen lassen, wird unweigerlich in Wärme umgewandelt. Wäre die Welt nicht schön, wenn es keine Verlustleistung (hervorgerufen durch den ohmschen Widerstand der Leitungen) gäbe? Leider sind wir noch nicht so weit und so müssen die Prozessor-Hersteller mit allen Mitteln verhindern, dass ihr nächster Bolide ein 100 Watt fressendes Monster wird.
Leistungsaufnahme
Angaben in Watt (W)
|
Obwohl der Athlon XP 3000+ mit dem Takt eines XP 2700+ daher kommt, ist seine maximale Leistungsaufnahme leicht gestiegen und liegt nun gleich auf mit der des XP 2800+ mit Thoroughbred-Kern. Nur zwei Prozessoren verschlingen noch mehr: Der Pentium 4 mit 3,06 und 2,0 GHz.
Testsystem
Für die Prozessoren von AMD kam das EPoX 8RDA+ mit nForce 2 Chipsatz [17] zum Einsatz. Als Speicher diente hier der neue Corsair Twinx512 3200C2, welche speziell für den Einsatz im Dual-Channel-Modus optimiert wurde. Die Module wurden hierbei laut Corsair aufeinander abgestimmt. Beim Pentium 4 führte auch dieses mal kein Weg am Asus P4T533 [18] vorbei, welches zusammen mit 512 MB 32Bit Rambus von Samsung antreten durfte. Beiden Systemen stand somit Dual-Channel Speicher zur Verfügung. Die Onboard-Komponenten unserer verschiedenen Testplattformen wie RAID, Audio oder USB2.0 wurden deaktiviert btw. nur bei Bedarf aktiviert.
Als Betriebssystem kam, wie bei uns üblich, Windows XP Professional mit Service Pack1 in der englischen Original-Version zum Einsatz, welche auf den jeweiligen Plattformen nach der Installation aktiviert wurde. Als Grafikkarte kam unsere sehr zuverlässige Asus V8460 mit GeForce4 Ti4600 zum Einsatz.
Um etwaigen Fragen vorzubeugen, hier eine komplette Auflistung unseres Testsystems:
- Prozessor
- AMD Athlon XP 3000+ FSB333 Barton
- AMD Athlon XP 2800+ FSB333 Barton
- AMD Athlon XP 2500+ FSB333 Barton
- AMD Athlon XP 2800+ FSB333
- AMD Athlon XP 2700+ FSB333
- AMD Athlon XP 2600+ FSB333
- AMD Athlon XP 2400+ FSB266
- Intel Pentium 4 3,06 GHz (FSB533) - HyperThreading aktiv
- Intel Pentium 4 2,80 GHz (FSB533)
- Intel Pentium 4 2,66 GHz (FSB533)
- Intel Pentium 4 2,53 GHz (FSB533)
- Motherboard
- AMD Plattform: EPoX 8RDA+ (nForce 2) [16]
- Intel Plattform: Asus P4T533 (i850E) [17]
- Arbeitsspeicher
- 2x256MB DDR400 Corsair Twinx512 3200 C2
- 1x512MB RIMM4200 Samsung Rambus
- Grafikkarte
- Asus V8460 Ultra (GeForce4 Ti4600)
- Peripherie
- Asus CRW 4012A
- IBM IC35LC040
- Treiberversionen
- nVidia Detonator 41.09
- nVidia nForce Treiberpaket 2.03 (AMD)
- Intel Inf-Treiber 4.30.1006 (Intel)
- Intel Application Accelerator 2.3.0.2164 (Intel)
- Software
- Microsoft Windows XP Professional SP1
- Microsoft DirectX 9.0





Benchmarks
Auch bei diesem Test haben wir keine Mühen gescheut, um die Leistung der neuen Prozessoren von möglichst vielen Seiten zu beleuchten.
Nachfolgend eine kleine Übersicht:
- Synthetische Benchmarks
- Sisoft Sandra 2003 Pro
- Futuremark PCMark2002
- Futuremark 3DMark 2001 SE
- Futuremark 3DMark 2003
- Games
- Epic Games Unreal Tournament
- Epic Games Unreal Tournament 2003
- NovaLogic Comanche 4
- id Software Quake 3 Arena
- Anwendungen
- BAPCo Sysmark 2002
- WinACE 2.11
- WinRAR 3.11
- Lame 3.91
- Magix MP3 Maker Platinum 3.04
- FlaskMPEG 0.78.39 mit DiVX 5.03
- Seti@Home
- 3D Render Performance
- Maxon Cinema 4D XL R8
- Newtek Lightwave 7.5
Wer die Benchmarks bei sich zu Hause selbst einmal nachvollziehen möchte, der findet einen Großteil der oben aufgelisteten Testprogramme bei uns in der Downloadsektion [19].
Synthetische Benchmarks
Sandra 2003 Pro
- SiSoft Sandra bietet Informationen über das System in Hülle und Fülle und ist zudem in der Lage, die wichtigsten Bestandteile des PCs auf ihre Geschwindigkeit hin zu überprüfen. Für unseren Prozessorvergleich sind jedoch drei Messungen besonders interessant:
- Sandra Prozessor-Test
Hierbei kommt zum einen der Dhrystone Benchmark zum Einsatz, der ursprünglich von Siemens entwickelt wurde, um die Leistung des Hauptprozessors zu messen. Zum anderen wird über den Whetstone Benchmark die Leistung des Co-Prozessors bestimmt. Beide Tests erfolgen ohne die Berücksichtigung der erweiterten Multimedia-Befehlssätze. - Sandra Multimedia-Test
Beim Multimedia-Test von Sandra 2002 wird ein Algorithmus eingesetzt, der unter anderem auch beim Generieren von realistischen Naturobjekten wie Bergen oder Wolken zum Einsatz kommt. Die Rede ist hier von der Chaostheorie, die von Mandelbrot aufgestellt wurde. Bei diesem Benchmark werden auch die erweiterten Befehlssätze des Pentium 4 oder die des Athlon XP berücksichtigt. Da die Implementierung von SSE1 in diesem Teiltest besser als die von 3DNow! ist, haben wir den Athlon XP mit seiner SSE1 Einheit (d.h. 3DNow! Professional) arbeiten lassen. Beim Pentium 4 kam dagegen SSE2 zum Einsatz. - Sandra Speicher-Test
Der Memory-Benchmark bietet einen perfekten Überblick über das Zusammenspiel von CPU, Frontside Bus, Northbridge und Speicher. Da die Daten nicht nur vom Speicher zur Northbridge sondern darüber hinaus auch zum Prozessor geschickt werden, sind beide Bus-Systeme für die Performance von entscheidender Rolle. Ein alter Athlon XP, der zwar mit DDR333 (166MHz) theoretisch 2,7GB Daten aus dem RAM erhalten kann, wird hier durch seinen FSB von nur 133MHz auf 2,1GB/s limitiert.
- Sandra Prozessor-Test
- Weitere Informationen: SiSoftware.demon.co.uk [20]
- Download: ComputerBase.de [21]
Sandra 2003 Arithmetic
Angaben in Punkten
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Gleich eine Überraschung hielt der Sandra 2003 Prozessortest für uns bereit. Trotz seines gleichen Prozessortaktes fällt der Athlon XP 3000+ hinter den XP2700+ zurück. Allerdings sollte man nicht zu viel Gewicht auf dieses Ergebnis legen, zumal die Werte auch innerhalb einer gewissen Bandbreite schwanken.
Sandra 2003 Multimedia
Angaben in Punkten
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Bei der Mutlimedia-Rohleistung, die ebenfalls besonders stark vom Prozessortakt beeinflusst wird, liegt der Athlon XP 3000+ mit seinem gleichgetakteten Vorgänger, dem XP 2700+, nahezu gleichauf.
Sandra 2003 Speicherdurchsatz
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
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Beim Speicherdurchsatz gibt es erfreulicherweise keine Überraschungen. Dual Channel Rambus liegt vor Dual Channel DDR333 und DDR266.
PCMark2002
- Der PCMark 2002 ist ein vergleichsweise neuer Benchmark, der, wie der Name schon sagt, zur Messung der gesamten Systemleistung entwickelt wurde. Hierfür führt er eine Reihe von Tests durch, die primär den Prozessor und den Arbeitsspeicher fordern. Auch die Festplatte wird auf ihre Leistungsfähigkeit hin überprüft. Auf die Veröffentlichung des Teilergebnisses haben wir jedoch verzichtet. Somit liefert uns der PCMark 2002 lediglich eine Punktzahl für die Prozessorleistung und den Arbeitspeicher.
- Weitere Informationen: Futuremark.com [22]
- Download: Futuremark.com [23]
PCMark 2002
Angaben in Punkten
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Der PCMark2002 liefert ein geteiltes Bild. Beim ersten Test ist die Taktfrequenz der ausschlaggebende Faktor und so ist der XP 3000+ nur wenig schneller als der 2700+ und auch der XP 2800+ mit Barton-Kern erreicht zusammen mit dem gleichgetakteten XP 2600+ das Ziel.
Beim Speichertest haben es die neuen Prozessoren ihrem größeren L2-Cache zu verdanken, dass sie alle alten Athlons hinter sich lassen können.
3DMark2001 SE
- Der 3DMark 2001SE ist ohne Frage das beliebteste Programm zur Bewertung eines "Gamer-PCs". In einer Reihe synthetischer, aber recht praxisnaher Einzeltests (zum Teil basierend auf der Max Payne Engine) wird vor allem der Grafikkarte alles abverlangt. Neben der Grafikkarte werden hier CPU und Speicher bzw. deren reibungslose Kooperation besonders in den Vordergrund gestellt. Allerdings ist der Benchmark in den letzten Monaten immer öfter in die Kritik geraten, weil man ihm parteiische Messungen zu Gunsten nVidia oder andere Manipulationen zu Gunsten eines Hersteller nachweisen konnte.
- Weitere Informationen: Futuremark.com [24]
- Download: ComputerBase.de [25]
3DMark 2001 SE
Angaben in Punkten
|
Athlon XP 3000+ und Pentium 4 3,06 GHz liegen nahezu gleich auf. Die Verdopplung des L2-Cache hat im 3DMark 300 Punkte mehr gebracht. Dies ist zwar nicht viel, reicht aber aus, um sich jetzt den ersten Platz teilen zu können. Die neuen Modellnummern werden erstmals voll und ganz bestätigt.
3DMark 2001 SE Detail
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
|
Im Detail liefern sich XP 3000+ (512kB) und XP 2800+ ein heißes Duell. Durch seinen höheren realen Takt kann der 2800+ zwar einiges retten, doch der größere L2 Cache macht sich in den Gametests von 3DMark possitiv bemerkbar und kompensiert den geringeren Takt.
3DMark03
- Der 3DMark03, der neueste Spross der 3DMark-Familie, ist auf dem besten Wege, das beliebteste Programm zur Bewertung eines "Gamer-PCs" zu werden. In einer Reihe synthetischer, aber recht praxisnaher Einzeltests wird vor allem der Grafikkarte alles abverlangt. Im 3DMark03 CPU Mark dürfen sich im Anschluss an den Haupttest der Prozessor samt Arbeitsspeicher voll austoben. Näheres zum 3DMark03 gibt es in unserer 3DMark03 Performance Analyse [26].
- Weitere Informationen: Futuremark.com [27]
- Download: ComputerBase.de [28]
3DMark03
Angaben in Punkten
|
Der neue 3DMark03 ist wirklich ein richtiger Grafikkartenbenchmark, der Prozessor oder der Arbeitsspeicher haben kaum einen Einfluss auf das Ergebnis. Das Hauptergebnis ist daher wenig interessant für uns. Der neue CPU Mark sagt dagegen schon wesentlich mehr aus.
3DMark03 CPU Mark
Angaben in Punkten
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Wie man am CPU Mark sehr schön erkennen kann, macht sich auch hier der größere L2-Cache bezahlt und die Modelbezeichnungen für XP3000+, XP2800+ und XP2500+ werden abermals bestätigt.
3DMark03 CPU Mark Detail
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Nur der Vollstänigkeit halber wollen wir die Testergebnisse des CPU Mark im Detail aufführen. Während sich der Cache beim ersten Test deutlich bemerkbar macht, ist im zweiten nur noch der Prozessortakt entscheidend.
Games
Unreal Tournament
- Wie Quake3 Arena oder der 3DMark 2000 gehört auch Unreal Tournament sicherlich nicht mehr zu den taufrischen Programmen. Da es uns hier jedoch nicht um die Bewertung einer aktuellen Grafikkarte geht, können wir von diesem Umstand nur profitieren, denn CPU und Speicherauslastung sind auch bei UT nicht zu verachten. Der sog. UTBench setzt hier noch einen drauf. Die Demo, die international als Grundlage für Benchmarks genutzt wird, simuliert ein Deathmatch gegen 16 Bots und ist enorm Prozessorlimitiert, d.h., die Grafikkarte spielt (fast) keine Rolle.
- Weitere Informationen: 3DCenter.de [29]
- Download: UTBench [28] (3DCenter.de)
Unreal Tournament
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Die Unreal-Engine war schon immer eine Sache für die Prozessoren aus dem Hause AMD. Der neue Spitzenreiter hier heißt Athlon XP 3000+.
Unreal Tournament 2003
- In einem Report [30] hatten wir uns bereits den Hardwareanforderungen der Demo angenommen und ein fast perfektes Umfeld für einen CPU-Test vorgefunden. Denn wie schon UT (1) ist auch UT2003 stark von Prozessor und Speicher-Anbindung, also auch dem FSB, abghängig.
- Weitere Informationen: ComputerBase.de [29]
- Download: UnrealTournament2003.com (Demoversion) [31]
Unreal Tournament 2003
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Während beim Vorgänger AMD noch klar dominierend war, kann sich in UT2003 zumindest ein Pentium 4 an allen vorbei schieben. Aber dennoch: Der Barton macht hier eine sehr gute Figur, der Abstand zum Pentium 4 beträgt nur Bild pro Sekunde.
Comanche 4
- Comanche 4 ist ein recht neues Spiel, welches exzessiven Einsatz von den Pixelshadern moderner Grafikkarten zur Darstellung der detaillierten Landschaft, sowie des schön animierten Wassers und reflektierender Flächen macht. Bei durchschnittlichen 30 fps beträgt der Polygondurchsatz runde 6 Millionen pro Sekunde. Bei uns im Test konnten teilweise über 10 Millionen Polygone pro Sekunde dargestellt werden, was natürlich auf die starke Unterstützung der Grafikkarte durch den Prozessor zurückzuführen ist.
- Weitere Informationen: Novalogic.com [32]
- Download: Novalogic.com [33]
Comanche 4
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Auch Comanche 4 sieht die Modellnummern von AMD gerechtfertigt, wenngleich hier kein Kraut gegen die Pentium 4 Prozessoren gewachsen ist.
Quake 3 Arena
- Quake3Arena und auf dieser Engine basierende Programme gelten als die speicherabhängigsten Spiele überhaupt. Neben den Latenzzeiten spielt hier vor allem die reine Bandbreite eine entscheidende Rolle, weshalb Rambus mit seinen bis zu 4,2 GB/s hier zumeist die Führung übernimmt. Ein nützliches Tool, dass das Benchmarken mit dieser Software enorm erleichtert, ist der Q3Bench. Hier können vordefinierte Configs sowie die gewünschten Auflösungen und Detailsstufen gewählt werden. Das Protokollieren der Ergebnisse übernimmt der fleißige Helfer ebenfalls.
- Weitere Informationen: guru3d.com [34]
- Download: G256.com [35]
Quake 3 Arena
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Auch Quake 3 Arena bleibt in der Hand von Intel Prozessoren und dies obwohl Dual Channel DDR333 (5,4 GB/s) eine höhere theoretische Bandbreite als Dual Channel PC1066 (4,2 GB/s) bietet. Ganz klar: der Systembus ist limitierend. Während der Athlon (FSB333) mit 2,7 GB/s an den Speichercontroller angebunden ist, bringt es der Pentium 4 (FSB533) auf 4,2 GB/s.
Anwendungen
Sysmark 2002
- Auch die neue Version des Benchmarks gliedert sich in zwei Bereiche auf. Im ersten Bereich wird die Arbeitsumgebung eines "Webmasters" bzw. "Webdesigners" simuliert, der den Namen Internet Content Creation trägt. In diesem Testabschnitt werden folgende reale Anwendungen mit einer Scriptsprache gesteuert:
- Macromedia Dreamweaver 5
- Adobe Photoshop 6.0.1
- Adobe Premiere 6.0
- Microsoft Windows Media Encoder 7.1
- Macromedia Flash 5.0
Im zweiten Bereich von Sysmark 2002 wird der Büroalltag (Office Content Creation) mit einer ganzen Reihe von Anwendungen gemessen, die parallel zueinander via Multitasking angesprochen werden. Zu diesen Anwendungen gehören Microsoft Office 2002, Dragon Naturally Speaking, Netscape Communicator 6.0, WinZip 8.0 und McAfee VirusScan 5.13. Die jeweiligen Teilergebnisse, die sich aus der Internet Content Creation und Office Content Creationen ergeben, gehen jeweils zu 50 Prozent in das Endergebnis ein.
Kritker werfen dem Sysmark ab der Version 2002 ein parteiisches Verhalten zu Gunsten Intel vor. Die Veränderung der Gewichtung der Einzeltest habe gegenüber der Version 2001 den Schwerpunkt auf CPUs dieses Herstellers gelegt. Wir werden den Test jedoch weiterhin unter Vorbehalt in unserem Parcours belassen.
- Weitere Informationen: Futuremark.com [36]
- Download: - keine Demo verfügbar -
Sysmark 2002
Angaben in Punkten
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Der Sysmark macht einen großen Satz nach vorne durch den größeren Cache. Selbst ein Athlon XP 2500+ (512kB) kann hier an den Athlon XP 2800+ vorbeiziehen.
Sysmark 2002 Detail
Angaben in Punkten
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Im Detail betrachtet legen beide Teiltests deutlich zu und in der Office Content Creation fehlt nicht mehr viel zu den schnellsten Pentium 4 Prozessoren.
WinACE 2.11
- Neben dem wohl verbreitetsten Packformat *.zip dürfte das *.ace-Format sicherlich das beliebteste sein. Erstellt wird es in erster Linie durch den grafisch übersichtlichen und recht flinken Packer WinACE. Neben der Performance der Festplatte spielt auch beim Encoden einer gepackten Datei die Rechenleistung der CPU und erneut das Zusammenspiel aus Speicher und CPU eine wichtige Rolle. In unserem Test gilt es, mit WinACE 2.11 eine Wave-Datei (200MB) bei maximaler Kompressionsstufe zu komprimieren.
- Weitere Informationen: WinAce.com [37]
- Download: ComputerBase.de [38]
WinACE 2.11
Angaben in Minuten, Sekunden
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Dank Rambus hält sich der Pentium 4 an der Spitze. Doch nüchtern betrachtet trennen alle Teilnehmer dieses Tests nur wenige Sekunden - den XP 2400+ einmal ausgenommen.
WinRAR 3.11
- Bereits in Zeiten von Dos konnte sich RAR einen ausgezeichneten Namen erarbeiten. Mit dem Wechsel zu Windows hat auch RAR ein neues Gewandt bekommen. Neben der Performance der Festplatte spielt auch beim Komprimieren einer Datei die Rechenleistung der CPU und erneut das Zusammenspiel aus Speicher und CPU eine wichtige Rolle. In diesem Test gilt es, mit WinRAR 3.11 eine Wave-Datei (200MB) bei maximaler Kompressionsstufe zu komprimieren. Im Vergleich zu WinACE ist WinRAR deutlich schneller, da es unter anderem auch von SSE1 oder SSE2 gebaucht macht. Allerdings ist die gepackte Datei auch ein wenig größer.
- Weitere Informationen: Rarsoft.com [39]
- Download: ComputerBase.de [40]
WinRAR 3.11
Angaben in Minuten, Sekunden
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Verglichen mit WinACE scheint WinRAR nicht nur Pentium 4 optimiert zu sein, vielmehr gibt auch der Prozessortakt den Ton an. Vom größeren L2-Cache vermag der Athlon XP 3000+ in keinster Weise zu profitieren. Doch auch hier sind es nur wenige Sekunden, die die Kontrahenten trennen. Viel auffälliger ist hingegen, dass WinRAR den Kompremiervorgang gut zwei Minuten früher abschließen kann als WinACE. Allerdings ist das *.ACE Archiv dafür 3 MB kleiner.
LAME 3.91
- Die zweite Disziplin, die beim Encoding anstand, war das dynamische Umwandeln einer 100 MB WAV-Datei in das MP3 Audioformat. Hierfür kam das Programm Lame 3.91 zum Einsatz, das lediglich MMX unterstützt. Das Programm wurde mit den Parametern -v -V 0 gestartet. Dadurch wird eine MP3-Datei mit variabler Bitrate zwischen 160 kbps und 320 kbps erstellt.
- Weitere Informationen: mp3dev.org [41]
- Download: riphelp.com [42]
Lame 3.91
Angaben in Minuten, Sekunden
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Lame zeigt sich von allen Befehlserweiterungen, MMX einmal ausgenommen, unbeeindruckt und kann auch dem größeren L2-Cache vom Barton nicht viel Gutes abgewinnen. Hier zählt nur der Prozessortakt und da gibt es zwischen XP2700+ und XP3000+ einfach keine Unterschiede.
MP3 Maker Platinum 3.04
- Um das Audio-Encoden nicht zu einseitig zu betrachten, kam in diesem Vergleichstest noch der Magic Music Maker zum Einsatz. Zum Glück des Pentium 4 bietet dieser volle SS2 Unterstützung. Wir haben auch hier die 100 MB WAV-Datei gewählt, die bereits bei Lame zum Einsatz kam.
- Weitere Informationen: Magix.com [43]
- Download: Magix.com [44] (eingeschränkte Demoversion)
Magix MP3 Maker Platinum
Angaben in Punkten
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Im Vergleich zu Lame reagiert der MP3 Maker aus dem Hause Magix völlig anders auf den größeren Cache. Eine Performance-Steigerung ist hier deutlich zu erkennen, wenngleich gegen den Pentium 4 mit aktivierten HyperThreading in diesem Test so schnell kein Kraut gewachsen ist.
FlaskMPEG mit DiVX
- Natürlich durften die Prozessoren auch zeigen, was beim Encoden von Videos in ihnen steckt. Hierfür durfte jeder der Kontrahenten ein 451MB großes MPEG1 Video mittels Flask in das DiVX (MPEG4) Format bringen. Die im Durchschnitt erreichte Framerate wurde auf Papier festgehalten. Es wurde mit High Quality Bikubischer Filterung gearbeitet, wobei lediglich der Video-Stream bearbeitet wurde. Der Audiostream blieb dagegen unverarbeitet. Als iDCT kam DVD2AVI SSE/MMX zum Einsatz, da alle Testkandidaten diese Multimedia Befehlserweiterung voll unterstützen.
- Weitere Informationen: FlaskMPEG.net [45]
- Download: FlaskMPEG.net [46]
Flask - MPEG4 Encoding
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Auch in FlaskMPEG sind die neuen Modellnummern gerechtfertig. Die Anwendung sieht den Athlon XP 3000+ als zweitschnellsten Prozessor nach dem Pentium 4 3,06 GHz, welcher seinen ersten Platz nicht zuletzt dem HyperThreading verdankt.
Seti@Home
- Besonders stolz bei unserem Vergleichtest sind wir natürlich auf die Einbeziehung des Textclienten von Seti@Home (3.03). Aufgrund der langen Laufzeit sollte sich hier ein klares Bild über die Leistung der einzelnen Prozessoren ergeben. Um die Ergebnisse vergleichbar zu halten, kam immer die gleiche Work Unit mit einer Angle Range von 0,417 zum Einsatz.
- Weitere Informationen: ComputerBaseTeam.de [47]
- Download: berkeley.edu [48]
Seti@Home
Angaben in Stunden, Minuten
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Wenn es für uns auch ein wenig überraschend erscheint, hat Seti@Home nur sehr wenig vom größeren Cache profitieren können. Der Athlon XP 3000+ ist hier zwar der schnellste Prozessor. Wenn man seinen Rechner allerdings nur zum Berechnen von Workunits benutzen möchte, so kann man den zwei virtuellen Prozessoren des Pentium 4 mit HyperThreading [49] zwei Workunits parallel berechnen lassen. Umgerechnet würde er dann eine Workunit in 1:42 Stunden schaffen.
3D Rendering
Cinema 4D XL R8
- Cinema 4D XL8 gehört zu den ausgewachsenen Rendering-Programmen à la 3D Studio Max. Für den Privatanwender praktisch unerschwinglich, bietet es dem Profi unendliche Möglichkeiten in den Welten des 3D-Renderings und der Animation. Auch hier spielt das Zusammenspiel zwischen Prozessor, Northbridge (Chipsatz) und Speicher erneut eine übergeordnete Rolle.
- Weitere Informationen: Maxon.de [50]
- Download: Maxon.de [49] (eingeschränkte Demoversion)
Cinema4D XL R8 - 3DRendering
Angaben in Minuten, Sekunden
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In Cinema 4D ist nur der Prozessortakt ausschlaggebend und Hyper-Threading eine willkommene Zugabe. Der Athlon XP 3000+ muss sich seinem (in Europa fast nicht erhältlichen) Vorgänger geschlagen geben.
Newtek Lightwave 7.5
- LightWave in der Version 7.5 schlägt in dieselbe Bresche wie Cinema 4D XL8. Allerdings haben die Entwickler den Kernel um den Befehlssatz SSE2 erweitert und somit für den Intel Pentium 4 optimiert. Neben Cinema 4D ermöglicht uns LightWave also eine zweite, aussagekräftige Benchmarkplattform.
- Weitere Informationen: LightWave3D.com [51]
- Download: - keine Demo verfügbar -
Lightwave 7.5 - 3DRendering
Angaben in Sekunden
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Lightwave bleibt auch mit den neuen AMD Prozessoren in der Hand vom Pentium 4. Der Cache oder das Speicherinterface sind hier nicht ganz so bedeutend. Hier zählt nur der Prozessortakt, weshalb sich ein XP 2500+ deutlich hinter dem XP 2400+ wiederfindet.
Endkundenpreise
Ein entscheidendes Kriterium für den Kauf eines neuen Prozessor ist neben der Leistung sicherlich der Preis. Hierbei muss man natürlich zwischen den Großhandelspreisen und den Preisen im Laden um die Ecke entscheiden. In der Vergangenheit konnten Intels Prozessoren zwar auf der Preisliste für Großkunden mit den Preisen für AMDs Boliden konkurrieren, im Einzelhandel schockte den gewillten Käufer jedoch ein gänzlich anderes Bild. Während Athlon XP Prozessoren zumeist unter Listenpreis unter's Volk geworfen wurden, musste man beim Pentium 4 allein schon für den Namen und seinen Ruf als "teure CPU" deutlich mehr bezahlen. Doch das Blatt hat sich, zumindest teilweise, gewendet.
| Intel Pentium 4 | AMD Athlon XP | ||
|---|---|---|---|
| Takt | Preis | Modelnr. | Preis |
| 3,06 GHz | $589 | 3000+ | $588 |
| 2,80 GHz | $375 | 2800+ | $375 |
| 2,66 GHz | $241 | 2700+ | $267 |
| 2,60 | $241 | 2600+ | $241 |
| 2,53 GHz | $193 | 2500+ | - |
| 2,40 GHz | $163 | 2400+ | $141 |
| 2,26 GHz | $163 | 2200+ | $107 |
| - Nicht gelistet | |||
Ein Blick auf die Preisliste bei der Abnahme von 1000 Stück beim Hersteller bescheinigt Intel und AMD äquivalente Preise - zumindest bei den Top-Modellen. Ein Athlon XP 3000+ ist im Einkauf genauso teuer wie Intels schnellster Penium 4. Erst in den niedrigeren Taktregionen scheiden sich die Geistern. Die Preis unterscheiden sich hier teilweise gewaltig voneinander.
Letztendlich zählen jedoch nur die Preise im Einzelhandel. Die folgenden Preise haben wir hierbei aus der Preisliste vom 1. März 2003 eines Computerladens entnommen. Es wird also unter Garantie Anbieter geben, bei denen einige Prozessoren, die sich vielleicht gerade im Angebot befinden, etwas günstiger zu haben sind.
| Intel Pentium 4 | AMD Athlon XP | ||
|---|---|---|---|
| Takt | Preis | Modelnr. | Preis |
| 3,06 GHz | €689 | 3000+ | €699 |
| 2,80 GHz | €444 | 2800+ | €459 |
| 2,66 GHz | €289 | 2700+ | €319 |
| 2,60 GHz* | €309 | 2600+ | €299* |
| 2,53 GHz | €239 | 2500+ | €229 |
| 2,40 GHz | €209* | 2400+ | €179* |
| 2,26 GHz | - | 2200+ | €134* |
| 2,00 GHz | €199* | 2000+ | €104* |
| - Nicht im Angebot * inkl. Kühler | |||
Auch wenn es einige vielleicht nicht wahrhaben möchten, doch bei den schnellsten Prozessoren ist Intel inzwischen günstiger als AMD, auch wenn es nur 10 Euro sind. Das liegt allerdings nicht daran, dass Intels Prozessoren deutlich günstiger verkauft werden, auch wenn hier die Preise kontinuierlich gefallen sind. Vielmehr ist der Athlon XP 3000+ ungewöhnlich teuer für einen AMD Prozessor. Aber wenn Intel soviel für einen Prozessor verlangt, wieso sollte dies AMD nicht auch tun? Halten wir also fest: Intels Pentium 4 mit 3,06 GHz und 2,8 GHz sind leicht günstiger als "vergleichbare" Athlon XP Prozessoren. Bei 2,4 GHz lassen sich mit einem Griff zum XP 2400+ (2 GHz) dagegen schon 30 Euro einsparen. [color=red]Doch wie sieht es mit der Leistung aus? Leistet ein Athlon XP 3000+ genau so viel wie ein Pentium 4 3,06 GHz?[/color] Werfen wir einen Blick auf unser Leistungs-Rating.
Leistungsrating
Die Wertung im Leistungs-Rating setzt sich hierbei aus unseren Testergebnissen zusammen. Für die Anwendungsperformance wurden folgende Ergebnisse heran gezogen:
- Anwendungen 1024x768x32
- FlaskMPEG
- Lame 3.91
- MP3 Maker Platinum
- PCMark2002
- Seti@Home
- Sysmark 2002
- WinACE 2.11
- WinRAR 3.11
- Spiele 1024x768x32
- 3DMark2001 SE
- 3DMark03
- Comanche 4
- Quake 3 Arena
- Unreal Tournament
- Unreal Tournament 2003 (Botmatch)
Dementsprechend fließen in die Gesamtbewertung alle Ergebnisse der oben genannten Tests ein.
Leistungsrating
Angaben in Prozent
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Sind AMDs Modellnummern für die neuen Prozessoren (Rot) also gerechtfertigt? Betrachtet man die Performance in Spielen und Anwendungen so kann man AMD nur ´zustimmen. Der XP2500 ist insgesamt betrachtet schneller als ein XP2400, der neue XP2800 ist fast so schnell wie das alte und fast nicht erhältliche - da eingestellte - Modell mit Thoroughbred-Kern und der Athlon XP 3000+ darf sich in der Tat als schnellster Athlon betiteln. Allerdings ist die Leistung prozentual gesehen weniger stark angewachsen. Der Wechsel vom XP 2600+ auf den XP2800+ würde 4,2 Prozent mehr Leistung bringen, der Schritt von XP2800+ auf XP3000+ bringt allerdings nur 2,4 Prozent.
Aus dieser Sicht wäre die Bezeichnung Athlon XP 2900+ für den XP 3000+ also eher gerechtfertigt. Vergleichen mit der Konkurrenz von Intel muss sich der XP 3000+ dem Pentium 4 3,06 mit aktiviertem HyperThreading klar geschlagen geben. In der Gesamtwertung findet er sich sogar nur hinter dem 2,8 GHz P4 wieder, was auf die mäßige Anwendungsperformance zurückzuführen ist. Bei Spielen ist das gesamte Testfeld ohnehin viel enger beieinander.
Insgesamt sollte man jedoch nicht vergessen, dass unser Performance-Rating immer nur einen Teil der im Handel erhältlichen Anwendungen berücksichtigen kann. Bei den von uns genutzen Test hat sich ein individuelles Bild ergeben, das bei anderen Benchmarks natürlich anders ausfallen kann.
Fazit
Auch wenn uns der Athlon XP 3000+ etwas spät erreichte, macht er dennoch eine gute Figur. Bei einem Takt, der dem eines "T-Bred XP 2700+" entspricht, konnte er diesen in den meisten, für den Endanwender interessanten Anwendungen hinter sich lassen. Selbst der um 84 MHz höher getakteten Athlon XP 2800+ mit Thoroughbred-Kern war zu schlagen. Wie wir bei unserem Leistungs-Rating [52] festgestellt haben, ist der Barton XP3000+ gut zwei Prozent schneller. Allerdings hätten es ca. 4 Prozent sein müssen, um die Modellnummer "3000+" voll und ganz zu rechtfertigen. Rein rechnerisch ist der derzeit schnellste Athlon XP eigentlich nur ein 2900+. Das war uns bereits bei der mathematischen Betrachtung des Taktes [15] aufgefallen.
So scheint es, als hätte man den realen 3 GHz des Intel Pentium 4 nur etwas vergleichbares dagegenstellen wollen aber nicht ganz können. In der Gesamtleistung, wirft man einen Blick auf die Konkurrenz, hat es dagegen nicht einmal gereicht, um an einem 2,8 GHz Pentium 4 mit Rambus vorbeizuziehen. Betrachtet man die Leistung in Spielen für sich genommen, so ist er allerdings nur 2 Prozent langsamer als das 3 GHz Monster von Intel.
Auf keinen Fall sollte man jedoch den Preis des neuen Prozessors vergessen:
ZitatIntels Pentium 4 mit 3,06 GHz und 2,8 GHz sind leicht günstiger als "vergleichbare" Athlon XP Prozessoren. Bei 2,4 GHz lassen sich mit einem Griff zum XP 2400+ (2 GHz) dagegen schon 30 Euro einsparen.
Betrachtet man sowohl die Leistung als auch den Preis, so ist der schnellste Pentium 4 nicht nur die günstigere, sondern auch die schnellere Variante. Wer ein gutes nForce 2 Mainboard sein eigen nennt, aber mit seiner Rechenleistung nicht mehr zufrieden ist, sollte dennoch einen Blick auf AMDs jüngsten Sproß werfen. Er ist schnell und läuft stabil. Besitzer von älteren und inkompatiblen Mainboards, die also beim Aufrüsten ohnehin etwas mehr investieren müssen, sollten sich noch ein wenig gedulden. Sowohl Intel als auch AMD werden demnächst einige Neuerungen präsentieren und man würde sich nur ärgern, wenn man nicht noch zwei Monate gewartet hätte.
Ihr wollt über den Artikel diskutieren, habt Fragen, Lob oder Kritik auf dem Herzen? Am besten tut ihr all dies auf ForumBase.de [53] oder in unserem IRC-Channel [54] #computerbase im QuakeNet.










