Vorwort
Auf den Roadmaps existiert der Prescott schon recht lange. Im Juli 2000 [1] haben wir das Wort "Prescott" erstmals in den Mund genommen, auch wenn dieser nach damaligen Informationen zu Folge für den Sockel 479 erscheinen sollte. Dies zeigt jedoch eins ganz deutlich: Die heute vorgestellte Prozessorfamilie auf Basis des ersten in Massenproduktion gefertigten 90nm Prozessorkerns ist nicht von heute auf morgen entstanden. Fast zwei Jahre später, genauer gesagt im März 2002 [2], ist es Intel erstmalig gelungen, voll funktionsfähige SRAM Speicherchips in 90nm zu fertigen - die Basis für den Prescott war geschaffen.
Lauffähiges Prescott-Silizium hat aber dennoch etwas auf sich warten lassen oder hat zumindest Intels Entwicklungshallen recht lange nicht verlassen. Im Juli 2003 folgte dann die mögliche Hiobsbotschaft: "Prescott inkompatibel zu aktuellen Mainboards?" [3], welche eine wahre Lawine [4] auslöste. Was war passiert? Intels Softwaresimulationen des Prescotts stimmten nicht. Erwartet wurde ein Stromverbrauch von 89 Watt, der Gerüchteküche kam jedoch ein Verbrauch von 103 Watt zu Ohren. Wieviel der Prescott nun wirklich verbraucht, soll auf den folgenden Seiten des Artikels ebenso geklärt werden, wie auch die Frage, wie es nun wirklich um die Kompatiblität des neuen Prozessors bestellt ist. Doch vielleicht sollten wir besser von der Kompatibilität "der" neuen Prozessoren sprechen, denn Intel macht das halbe Dutzend voll!
Lesezeichen
Da es möglich ist, dass in diesem Artikel auf bestehendes Wissen aus älteren Prozessortests zurückgegriffen wird, ist es für alle, die etwas "mehr" wissen möchten, keinesfalls verkehrt, auch einen Blick in unsere älteren Berichte (Ausschnitt) zu werfen.
- AMD Athlon 64 3400+ [5] (Rating)
- AMD Athlon 64 3000+ [6] (Rating)
- Intel Pentium 4 Extreme Edition mit 2 MB Cache [7] (Rating)
- Athlon 64 FX-51 und Athlon 64 3200+ [8] (Rating)
- Intel Pentium 4 mit 3,2 GHz und HyperThreading [9] (Rating)
- Intel Pentium 4 2,40C GHz schlägt Athlon XP 2800+ [10] (Rating)
- AMD kontert mit Athlon XP 3000+ und 3200+ [11] (Rating)
- Pentium 4 mit 3,0 GHz und 800 MHz Frontside-Bus [12] (Rating)
- Was leistet der Athlon XP 3000+? [13] (Rating)
- Intel Pentium 4 3066 MHz im Test [14] (Rating)
Wer darüber hinaus noch an der Prozessoren-Geschichte von AMD und Intel interessiert ist, wird an den Artikeln „Intels Prozessor History - Der Weg vom Intel 4004 bis zum Pentium 4 [15]“ und „AMD Prozessor History - Ein Überblick vom K5 bis zum Athlon XP [16]“ seine wahre Freude haben.
Bestandsaufnahme
In der Einleitung hieß es, Intel mache heute das halbe Dutzend voll. Doch mit welchen Prozessoren hat Intel sein aktuelles Produktportfolio nun aufgewertet? Heute neu vorgestellt wurden:
- Pentium 4 3,40 GHz Extreme Edition, Hyper-Threading, FSB800 (130nm Northwood 2M, 2MB Cache)
- Pentium 4 3,40 GHz, Hyper-Threading, FSB800 (130nm Northwood, 512kB Cache)
- Pentium 4 3,4E GHz, Hyper-Threading, FSB800 (90nm Prescott, 1MB Cache)
- Pentium 4 3,2E GHz, Hyper-Threading, FSB800 (90nm Prescott, 1MB Cache)
- Pentium 4 3,0E GHz, Hyper-Threading, FSB800 (90nm Prescott, 1MB Cache)
- Pentium 4 2,8E GHz, Hyper-Threading, FSB800 (90nm Prescott, 1MB Cache)
- Pentium 4 2,8A GHz, FSB533 (90nm Prescott, 1MB Cache)



Von diesen sieben neuen CPUs können wir euch auf den folgenden Seiten vier ausführlich vorstellen. An einem Test des 2,8A GHz Pentium 4 hatte Intel kein Interesse, der 3,4E GHz ist aufgrund von "Problemchen" noch nicht lieferbar. Dies soll sich allerdings bis spätestens Ende März ändern:
ZitatIntel is shipping boxed versions of these processors to Intel authorized distributors for system integrators worldwide. Availability of OEM systems based on Intel Pentium 4 processors with HT Technology at 3.40 GHz and built on 90-nm process technology is expected later in the first quarter of 2004.
Des Weiteren ist der Northwood mit 3,4 GHz nicht im Test vertreten, da er dem Prescott wohl die Show gestohlen hätte - deshalb Teststellung: Fehlanzeige. Der heutige Tag soll verständlicherweise vornehmlich im Zeichen des Prescotts stehen.
Übersicht
Bevor wir uns den einzelnen Neuerungen im Detail zuwenden, könnt ihr euch mit der folgenden Tabelle einen groben Überblick über den neuen Prescott-Prozessor im Vergleich zum bisherigen Pentium 4 mit Northwood-Kern und der Konkurrenz aus dem Hause AMD verschaffen.
| Merkmale | Pentium 4 | Pentium 4 | Pentium 4 Extreme Edition |
Athlon XP | Athlon 64 (FX) |
|---|---|---|---|---|---|
| Kern | Prescott | Northwood | Northwood 2M | Thoroughbred Barton |
Clawhammer Clawhammer-512 |
| Frontside-Bus | 533 MHz QDR 800 MHz QDR |
400 MHz QDR 533 MHz QDR 800 MHz QDR |
800 MHz QDR | 266 MHz DDR 333 MHz DDR 400 MHz DDR |
entfällt |
| Fertigung | 0,09µm | 0,13 µm | 0,13 µm | 0,13 µm | 0,13 µm SOI |
| Sockel | Sockel 478 | Sockel 478 | Sockel 478 | Sockel A | Sockel 754 Sockel 940 (FX) |
| Taktrate oder Modellnummer |
533 MHz QDR 2800 MHz A 800 MHz QDR 2800 MHz E HT+ 3000 MHz E HT+ 3200 MHz E HT+ 3400 MHz E HT+ HT+: Verbessertes Hyper-Threading |
400 MHz QDR 1600 MHz A 1800 MHz A 2000 MHz A 2200 MHz 2400 MHz 2500 MHz 2600 MHz 533 MHz QDR 2266 MHz 2400 MHz B 2533 MHz 2666 MHz 2800 MHz 3066 MHz HT 800 MHz QDR 2400 MHz C HT 2600 MHz C HT 2800 MHz C HT 3000 MHz HT 3200 MHz HT 3400 MHz HT HT: Hyper- Threading |
800 MHZ QDR 3200 MHz HT 3400 MHz HT HT: Hyper- Threading |
266 MHz DDR 1800+ 1900+ 2000+ 2100+ 2200+ 2400+ 2600+ 333 MHz DDR 2600+ 2700+ 2800+ 333 MHz DDR 2500+ 2600+ 2800+ 3000+ 400 MHz DDR 3000+ 3200+ |
Athlon 64: 3000+ 3200+ 3400+ Athlon 64 FX: 51 |
| Transistoren | 125 Mio. | 55 Mio. | 169 Mio. | 37,5 Mio. (Tho.) 54,3 Mio. (Bar.) |
105.9 Mio. |
| DIE-Size | 112 mm² | 146 mm² (nB0) 131 mm² (nC1) 131 mm² (nD1) |
240 mm² (nM0) | 80 mm² ("Tho A") 84 mm² ("Tho B") 101 mm² (Bar.) |
193 mm² |
| L1-Execution-Cache | 12.000 µ-Ops | 12.000 µ-Ops | 12.000 µ-Ops | 64 kB | 64 kB |
| L1-Daten-Cache | 16 kB | 8 kB | 8 kB | 64 kB | 64 kB |
| L1-Takt | CPU-Takt | CPU-Takt | CPU-Takt | CPU-Takt | CPU-Takt |
| L2-Cache | 1024kB | 512kB | 512kB | 256kB (Tho.) 512kB (Bar.) |
512kB (3000+) 1024kB |
| L2-Anbindung | 256 Bit | 256 Bit | 256 Bit | 64 Bit | 128 Bit? |
| L2-Cache-Takt | CPU-Takt | CPU-Takt | CPU-Takt | CPU-Takt | CPU-Takt |
| L2-Modus | L1 inclusive | L1 inclusive | L1 inclusive | L1 exclusive | L1 exclusive |
| L3-Cache | - | - | 2048kB | - | - |
| L3-Cache-Takt | - | CPU-Takt | CPU-Takt | CPU-Takt | CPU-Takt |
| L3-Modus | - | - | L2 inclusive | - | - |
| HW Data Prefetching | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja |
| VCore | 1,250V 1,275V 1,300V 1,325V 1,350V 1,375V 1,400V |
1,475V 1,500V 1,525V 1,550V |
1,475V 1,500V 1,525V 1,550V 1,575V 1,600V |
1,50V 1,60V 1,65V |
1,55V |
| Befehlssätze | MMX SSE SSE2 SSE3 |
MMX SSE SSE2 |
MMX SSE SSE2 |
MMX 3DNow! 3DNow!+ SSE |
MMX 3DNow! 3DNow!+ SSE SSE2 AMD64 |
| Temperatur Diode | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja |
| Multiprozessor-fähig | Nein | Nein | Nein | Nein | Nein |
| CPU-Architektur | 31-stufige Pipeline |
20-stufige Pipeline |
20-stufige Pipeline |
15-stufige (FPU) 10-stufige (ALU) Pipeline |
17-stufige (FPU) 12-stufige (ALU) Pipeline |
Rein äußerlich betrachtet unterscheidet sich der neue in 90nm gefertigte Pentium 4 kaum von dem bisherigen Modell: Auf der Unterseite der CPU hat sich die Anordnung der Kondensatoren etwas verändert, auf der dem Kühler zugewandten Seite verbirgt der altbekannte Nickel-Kupfer Heatspreader (Integrated Heat Spreader, kurz IHS) die wirklichen Innovationen.




Folgendes hat der Prescott an Neuem zu bieten:
- 90 nm Fertigungstechnologie
- Verbesserte NetBurst-Architektur
- Verbesserte Hyper-Threading-Technologie
- 13 neue Befehle (SSE3)
Auf den folgenden Seiten wollen wir auf diese vier Punkte, soweit es das uns vorliegende Material ermöglicht, näher eingehen.
Zwei Sachen noch vorweg: Wer unsere Berichterstattung vom vorletzten Intel Devoloper Forum [17] mitverfolgt hat, der wird bei der obrigen Auflistung etwas vermissen. Die Rede ist vom Sicherheitsfeature LaGrande, bei dem der Prozessor zu einem TCPA/NGSCB [18] kompatiblen Gerät geworden wäre. Offiziell bietet der Prescott kein LaGrande: Das Feature bleibt deaktiviert. Dennoch ist auf dem Prozessor alles vorhanden um es unterstützen zu können. So wird es unter anderem auch Prescott-Varianten für Entwickler geben, bei dem LaGrande sehr wohl zur Verfügung steht. Da stellt sich nun die Frage, wie Intel LaGrande deaktiviert hat. Per Software oder wurde in der Hardware irgendetwas unwiderruflich zertrennt? Vom offizieller Seite heißt es nur: "Alle im Handel erhätlichen Prescotts unterstützen es nicht". Intel erwartet, dass erst in den nächsten zwei bis drei Jahren Prozessoren mit LaGrande verfügbar sein werden.
Des Weiteren wurde gemunkelt, der Prescott würde ähnlich wie der AMD Athlon 64 einen 64 bit Modus beherrschen, der schon seit längerem unter dem Codenamen "Yamhill" in der Entwicklung ist. Auch dies unterstützt der Prescott in der jetzigen Form nicht, wenngleich mit Sicherheit erste Transistor-Grundlagen hierfür geschaffen wurden. Am 17. Februar wird es hierzu jedoch eine offizielle Stellungnahme [19] geben, die für Klarheit sorgen wird. Wir gehen davon aus, dass Yamhill für den Desktop-Markt nicht vor der nächsten Prozessorgeneration (Codename Tejas) oder dem Wechsel auf den nächsten Sockel (Sockel 775) zur Verfügung stehen wird.
90nm Fertigungsprozess
Die wichtigste und interessanteste Neuerung beim Prescott ist leider auch die komplizierteste. Hier sind wir eigentlich an einem Punkt angelangt, an dem wir den Sachverhalt kaum besser darstellen können als Intel selbst [20]. Wir möchten es dennoch versuchen, im Zweifelsfalle haben jedoch Intels fachliche Abhandlungen recht.
Es war im März 2002 [1], als Intel voller Stolz die Produktion eines funktionsfähigen 52 Megabit SRAM im 90 nm Fertigungsprozess verkündete. Das gute Stück brachte 330 Millionen Transistoren bei einer Fläche von lediglich 109 mm² auf die Waage. Der Prescott, der Mithilfe der gleichen Fertigungstechnologie zum Leben erweckt wird, möchte mit 125 Millionen Transistoren auf einer Fläche von 112 mm² überzeugen. Zum Vergleich: Der Athlon 64 bringt im 130nm Fertigungsprozessr "nur" 106 Mio. Transistoren auf einer Fläche von 193 mm² mit. Die Transistorendichte beim Prescott ist also weitaus höher.
Dieser Vorteil des Prescotts ist eine Errungenschaft des 90nm Prozesses: Die Strukturen werden feiner. Doch bevor es darum geht, was mit den "90nm" überhaupt gemeint ist, soll der aktuelle Stand der Entwicklung eingeordnet werden:
| Prozessname | P856 | P858 | Px60 | P1262 | P1264 | P1266 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Produktion | 1997 | 1999 | 2001 | 2003 | 2005 | 2007 |
| Strukturgröße | 0.25µm | 0.18µm | 0.13µm | 90nm | 65nm | 45nm |
| Gate-Länge | 0.20µm | 0.13µm | unter 70nm | unter 50nm | unter 35nm | unter 25nm |
| Wafer (mm) | 200 | 200 | 200/300 | 300 | 300 | 300 |
Der Prescott ist also ein Produkt des "P1262" Prozesses, der bereits im letzten Jahr zur Serienreife geführt wurde und seitdem die Lager mit Pentium 4 Prescott Prozessoren füllt. Aktuell sind Fab D1C und Fab 11X auf den 90 nm Fertigungsprozess auf 300 mm Wafern (großen Silizium-Scheiben, auf denen die Prozessorkerne mittels modernster Lithographie entstehen) umgestellt. Später in diesem Jahr folgt Fab 24 in Irland.
Doch was beim Prescott ist nun 90 nm groß? Ein Nanometer (nm), soviel dürfte klar sein, ist 10^-9 Meter. Ein menschliches Haar ist im Vergleich dazu in etwa 100 µm, also 10^-4 m dick. Die Größenangabe 90 nm bezieht sich im Allgemeinen auf die kleinste "Feature Size", also die Abmessungen der kleinsten Einheit eines Prozessors, dem Transistor (aktuell vom Typ CMOS). Damit ist der Transistor in etwa so groß wie ein Grippe-Virus (100nm). Das Transistor-Gate ist dabei aktuell 50 nm breit und besteht nun aus Nickel Silicide, welches sich für diese kleinen Strukturen besser eignet als das bisher verwendete Cobalt Silicide.
Durch die feineren Strukturen reduziert sich die Kapazität (also das Vermögen elektrische Ladungen zu speichern) des Transistors selbst, was – ie bereits im Athlon 64 Artikel beschrieben [21] – in schnelleren Schaltgeschwindigkeiten mündet. Durch die Verfeinerung der Strukturen von 130 nm auf 90 nm verbessert sich die Schaltzeit um ca. 50 Prozent.
Um dem Prozessor noch mehr Dampf zu machen, hat Intel beim verwendeten Silizium etwas getrickst: Beim Prescott kommt sogenanntes gestrecktes Silizium (Strained Silicon) zum Einsatz. Diese Technik macht sich die naturgemäße Tendenz von Atomen zu Nutze, sich im Verbund gegeneinander auszurichten. Liegt Silizium oben auf einem Trägermaterial, so dehnen sich die Silizium-Atome aus, um sich mit den darunter liegenden Atomen abzugleichen. Dadurch wird das Silizium im wahrsten Sinne des Wortes gestreckt und Leitungselektronen stoßen bei ihrem Drift durch den Halbleiter auf weniger störende Gitterbausteine. Somit kommt es zu weniger Wechselwirkungen und in Folge dessen geben die Elektronen weniger kinetische Energie durch Stöße in Form von Wärme ab. Kurzum: Sie fließen schneller. Und der Kostenpunkt? Laut Intel schlagen die hierfür zur Verfertigung nötigen Schritte nur mit ca. zwei Prozent höheren Fertigungskosten zu Buche.
Desweiteren setzt Intel bei der 90nm Prozesstechnik ein neues kohlenstoffdotiertes Oxid (CDO) mit niedriger Dielektrizität (Low-K) als Dielektrikum zwischen den Leitungen (Interconnects) der Halbleiterbausteine ein. Das neue Material senkt ungewollte Kapazitäten im Vergleich zum bisher beim 130 nm Prozess verwendeten flourdotieren Siliziumoxid (SiOF) um gut 18 Prozent. Ein Vorteil dieser Technik ist die einfachere Herstellung, da dieses Dielektrikum nur in zwei Schichten übereinander aufgetragen wird.
Um die Transistorendichte neben der Verkleinerung der Transistoren an sich weiter steigern zu können, verwendet der 90 nm Prozess sieben Metalllagen für die Kupfer-Interconnects. Beim nächst kleineren Prozess (65 nm) werden es sogar acht Lagen sein. Die oberste und die unterste Isolationsschicht besteht dabei aus widerstandsfähigerem Siliziumdioxid und Siliziumnitrid (SiO2/SiN), da dies den mechanischen Belastungen besser Stand hält und hilft, die darunterliegenden Schichten zu entlasten. Die unterste Schicht direkt über den Transistoren hat eine Dicke von 150 nm, die Oberste, die den Sockel-Pins am nahsten ist, eine von 972 nm.
Zum Realisieren des ganzen Prozesses wird eine Kombination aus Lithographie-Ausrüstung für Lichtwellenlängen von 248 nm und 193 nm eingesetzt. Beim Northwood kam nur Licht mit einer Wellenlänge von 248 nm zum Einsatz. Gerade das ist der Punkt, an dem man ins Staunen gerät: Das Licht, welches zum Generieren der Strukturen genutzt wird, ist länger als die Strukturen selbst.
Gerade hier muss man sich besonderer lithographischer Tricks bedienen, um diesen offensichtlichen Rückstand in der Entwicklung auszugleichen. Erst im Jahre 2009 soll mit der EUV-Lithographie [22], bei der Licht der Wellenlänge 13,5 nm (Extremes Ultraviolett) zum Einsatz kommt, diese Lücke geschlossen werden.
Mehr Cache wohin man schaut
Der verbesserte Fertigungsprozess ermöglicht also kleine Strukturen und eine höhere Transistorendichte. Wer nun glaubt, der Prescott sei nicht mehr als ein geschrumpfter (shrinked) Pentium 4 mit Northwood Kern, der täuscht! Auch wenn die CPU nach wie vor auf der Netburst-Architektur des ersten Pentium 4 (Willamette) basiert, so hat Intel die Anordnung der Recheneinheiten auf dem Prozessorkern komplett geändert. Ansporn dieser Umverteilung war das Ziel, beim Prescott eine möglichst gleichmäßige Verteilung des Prozessortaktes zu erreichen. Mit anderen Worten: Möglichst alle Units sollten sich in der selben Schwingungsphase befinden. Dadurch wird es unkomplizierer an der Taktschraube zu drehen. Laut Intel ist die Clock Distribution beim Prescott gegenüber seinem 0,13 µm Vorgänger um den Faktor vier besser. Also auf zu neuen Taktrekorden.
Um die Hatz nach höheren Taktfrequenzen weiter zu unterstützen, hat Intel heimlich, still und leise die ohnehin schon recht lange Pipeline der Pentium 4 Prozessoren weiter verlängert: Vorher war man mit 20 Pipeline-Stages bei Desktop-Prozessoren der Spitzenreiter, nun ist man mit 31 Stages uneinholbar vorne. Nun gut, die eine Zahl ist größer als die andere, doch was bedeutet das für den Endverbraucher? Hierfür muss natürlich klar werden, was man sich unter den Pipeline-Stages vorstellen muss. Das lässt sich sehr gut mit einer Schnitzeljagd vergleichen. Der Proband ist in diesem Fall eine Instruktion, die um ins Ziel zu gelangen, also fertig bearbeitet zu werden, gewisse Stationen anlaufen muss. Beim Pentium 4 der ersten und zweiten Generation (Willamette, Northwood) waren es noch 20 Stationen. Pro Takt kann die Instruktion nur eine Station anlaufen. War die Instruktion bisher also nach 20 Takten am Ziel, sind nun schon 31 Takte nötig.
Doch das ist nur die halbe Wahrheit, denn: Bei einer 20-stufigen Schnitzeljagd sind die "Rätsel" natürlich komplizierter als bei einer mit 31 Stufen. Deshalb muss man bei weniger Fragen auch mehr Gehirnschmalz anstrengen, als das bei vielen kleinen Fragen der Fall ist. Geht man zu hastig an die Sache, schleichen sich bei ersterem natürlich schneller Flüchtigkeitsfehler ein. Man muss also jede Station mit weniger "Takt" anlaufen. Bei 31 Stufen kann man dagegen mehr Tempo machen. Beide Varianten haben als sowohl Vor- als auch Nachteile.
Übrigens versucht ein moderner Prozessor aufgrund von Hardware Data Perfetching und Branch Prediction die nächsten Rätsel der Schnitzeljagd vorher zu erraten und beginnt ohne gefragt zu werden mit der Lösung des Problems. Hat er richtig geraten, so kann er sich glücklich schätzen, lag er daneben muss er komplett von vorne beginnen. Das ist bei einer langen Pipeline natürlich um so schmerzlicher. Abkürzen ist also nicht immer hilfreich, doch der Prozessor kann nicht anders! Also sollten diese Algorithmen zum Vorhersagen möglichst gut arbeiten.
Hier hat Intel beim Prescott gleich drei Verbesserungen vorgenommen: Das Simple Static Branch Prediction Schema, welches genutzt wird, wenn der Branch Target Buffer (BTB) keine Vorhersage für einen Rechenzweig abliefert, wurde verbessert. Gleiches trifft auch auf den Dynamich Branch Prediction Algorithmus zu, der nun weniger falsche Vorhersagen treffen soll. Außerdem hat man sich von den Ergebnissen des Pentium M (Banias, Kernstück der Centrino Mobile Technology) begeistern lassen und integrierte nun einen „Indirect Branch Predictor“. Tests mit Spec CPU2000 bestätigen diese Verbesserungen. Unter bestimmten Bedingungen hat sich die Anzahl der falschen Vorhersagen sogar halbiert.
Manchmal fehlt dem Prozessor auch das Wissen, einen Sachverhalt zu verarbeiten, und so muss er deshalb auf Informationen aus dem Arbeitsspeicher warten - die Pipeline wird blockiert. Damit das nicht vorkommt, verfügt ein Prozessor über besonderes schnelle Zwischenspeicher (Caches), durch die Zugriffe auf den langssamen Arbeitsspeicher reduziert werden sollen. Beim Prescott hat Intel die Größe des L1 Data Caches verdoppelt. Desweiteren ist er nun achtfach verknüpft, bisher war er nur vierfach assoziativ. Auch sonst wurden viele andere Caches vergrößert: Die Floating Point Schedulers haben nun vier Einträge mehr, die Store Buffers wurde von 24 auf 32 erweitert, die Load Request Buffers von vier auf acht und die Write Combining Buffers von sechs auf acht. Weiterhin wurde der L2-Cache abermals verdoppelt: Beim Willamette waren es nur 256 kB, beim Northwood 512 kB und nun sind es 1024 kB. Damit zieht man mit der Konkurrenz von AMD gleich. Stellenweise steht somit jedem virtuellen Hyper-Threading-Prozessor doppelt so viel schneller Cache-Zwischenspeicher zur Verfügung.
Weitere Verbesserungen betreffen das verbesserte Erkennen von Befehlsabhängigkeiten, was wiederum Register (kleine Speicher) spart.
Bisher wurden Abhängigkeiten bei den Befehlen xor, pxor und sub erkannt. Neu hinzugekommen sind jetzt xorps (SSE), psub und xorpd (SSE3). Zudem können nun mehr µOp-Typen im Trace Cache abgelegt werden, wodurch der Microcode ROM entlastet wird, der wie bisher die für den Trace Cache zu komplexen Instruktionen aufnimmt. Während im Microcode ROM also x86-Befehle landen, erhält der Trace Cache [23] gleich die dekodierten (so genannten) Mikro-Operations. Auch bei einer ALU (Arithmetic Logic Unit) wurde etwas verbessert.
Schnelleres Hyper-Threading
Intels Hyper-Threading - eine Technologie, bei der ein physischer Prozessor gegenüber dem Betriebssystem als Dual-Prozessor-System erscheint und entsprechend mit Last versorgt werden kann - wurde erstmals mit dem 3,06 GHz Pentium 4 mit FSB533 eingeführt und hat anschließend komplett, mit der im letzten Jahr vorgestellten Pentium 4 FSB800 Familie, Einzug erhalten.
Im Normalfall ist mit dem Einsatz von Hyper-Threading auch eine teils deutliche Steigerung der Performance zu beobachten, leider jedoch nicht immer. Unter bestimmten Umständen und beim Zusammenspiel gewisser Anwendungen konnte es auch zu Performance-Verlusten kommen. So z.B. bei Lightwave 7.5, welches im 2-Thread-Mode beim Rendern von "Skullhead Newest" beim bisherigen Pentium 4 immer etwas länger brauchte.
Hyper-Threading, so wie man es bisher kannte, war zwar gut, aber nicht perfekt. Beim Prescott hat man versucht, Hyper-Threading weiter zu verbessern. So gibt es nun mehr Operationsarten, die nebeneinander ausgeführt werden können ("page table work" und "handling an memory access, that splits a cache line" funktioniert nun auch parallel). Weitere Verbesserungen betreffen den Trace Cache, der nun schneller auf wartende Threads reagiert und die volle Rechenleistung einem anderen Thread zur Verfügung stellt, und den Contect Identifier. Am stärksten wirken sich jedoch die größeren Caches auf die Hyper-Threading-Performance aus.
Die folgenden Benchmarks sollen das bessere Hyper-Threading des Prescotts verdeutlichen.
HT: 7-Zip
Angaben in Sekunden
|
HT: Aquamark (FPS Simulation)
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
|
HT: Lightwave 7.5c
Angaben in Sekunden
|
HT: TMPGEnc
Angaben in Sekunden
|
Insbesondere bei den letzten beiden Anwendungen wird deutlich, wie wichtig Hyper-Threading für den neuen Pentium 4 auf Prescott-Basis ist. Aquamark und 7-Zip deuten es zumindest an.
Streaming SIMD Extension 3
Die Prescott New Instructions (PNI) haben einen offiziellen Namen: Streaming SIMD Extension 3 oder kurz SSE3. Während der Prozessor bei SSE um 70 Befehle und bei SSE2 sogar um 144 Instruktionen erweitert wurde, stellt SSE3 den Software-Entwickerln nur 13 neue Operationen zur Verfügung. SSE3 ist somit eher als eine schöne Ergänzung zu SSE2 zu verstehen, bei der Wünsche zahlreicher Software-Entwickler erfüllt wurden.
SS3 setzt sich zusammen aus:
- einem neuen Befehl zur Floating Point in Integer Umwandlung
- fünf neuen Befehlen zur komplexen Arithmetic
- einer neuen Instruktion für Video Encoding
- vier neuen Befehlen zur besseren Array of Structures Unterstützung
- zwei neuen Befehlen zur Thread Syncronisation
Durch die beiden letzten Befehle sollen sich Warteschleifen von Anwendungen oder Treibern deutlich eleganter realisieren lassen. Mit Hilfe von "monitor" und "mwait" kann die Software dem Prozessor mitteilen: "Eigentlich warte ich nur auf ein bestimmtes Ereignis". Der Prozessor kann daraufhin diesem Prozess weniger Ressourcen zuteilen, wodurch ein anderer Thread schneller ausgeführt werden kann. Eine sehr sinnvolle Befehlsergänzung, von der bei zukünftigen Betriebssystemen höchstwahrscheinlich Gebrauch gemacht wird. Ob dies schon beim Service Pack 2 für Windows XP der Fall sein wird, ist nicht sicher.
Für Intel selbst hat Hyper-Threading weitaus mehr Potential als SSE3. Deshalb konzentriert man das Software-Enabling derzeit auch mehr auf Hyper-Threading als auf SSE3. Und dennoch gibt es schon Software, die die neuen Befehle einsetzt:
- MainConcept
- Ligos
- Real
- On2
Darüber hinaus soll Xmpeg SSE3 unterstützen, bei der aktuellen Version 5.03 können wir das jedoch genauso wenig bestätigen, wie bei MainConcept. Auch Test- und Diagnosesoftware, wie z.B. Sisoft Sandra 2004, soll mit den neuen Befehlen umgehen können. Doch auch hier werden sie während der Tests nicht genutzt.
Thermische Verlustleistung
So schön die vielen Detailverbesserungen auch klingen mögen, von der thermischen Verlustleistung des Prescott war nicht nur Intel überrascht. Auch die Mainboard-Hersteller erwischte es eiskalt. Vor sechs Monaten noch als Prescott-tauglich angepriesene Mainboards waren plötzlich gar nicht mehr so kompatibel. Ein weiteres Problem sind natürlich auch die Kühler. Je mehr Verlustleistung ein Prozessor generiert, desto mehr wird auch dem Kühler abverlangt.
Bereits jetzt müssen Kühler für den 3,2 GHz Pentium 4 bereit sein, 82 Watt in Form von Wärme aufzunehmen und an die Umgebung abzugeben. Bis zum Bekanntwerden der Probleme mit 90nm wurde das Verfeinern der Fertigungstrukturen allgemein als Möglichkeit angesehen, die Betriebsspannung des Prozessors und die thermische Verlustleistung zu reduzieren. Zuletzt hat dies der Wechsel vom in 0,18 µm gefertigten Willamette-Pentium 4 zum 0,13 µm Northwood-Pentium 4 gezeigt. Bei gleichem Prozessortakt (2,0 GHz) und ca. 13 Mio. Transistoren mehr, konnte allein durch die feineren Strukturen die thermische Verlustleistung von 75,3 Watt (Willamette 2,0 GHz) auf 52,4 Watt (Northwood 2,0 GHz) gesenkt werden. Eine wirklich beachtliche Ingenieursleistung, die auch beim abermaligen Schrumpfen erwartet wurde.
Wie effektiv ist der Prescott und wieviel geht in Form von Wärme verloren? Die folgende Tabelle beantwortet jene in letzter Zeit immer häufiger gestellte Frage:
Leistungsaufnahme
Angaben in Watt (W)
|
Mit 103 Watt bewahrheiten sich traurigerweise die letzten Gerüchte über den Prescott. Die Modelle mit 3,00 und 2,80 GHz verbrauchten mit 89 Watt in etwa das, was Intel vorher für das größte Modell erwartet hatte. Bei einem Maximalstrom (Iccmax) von 78A sind dies die CPUs, die an für sich auf jedem Springdale- oder Canterwood-Mainboard (welches nach den ersten Prescotts-Spezifikationen entworfen wurde) betrieben werden könnten.


Warum verbraucht der Prescott nun so viel? Intel gibt in diesem Zusammenhang immer gerne die Anzahl der Transistoren an: Mehr Transistoren = mehr Verlustleistung. Dass dabei nur 103 Watt herauskommen sind, wird als Erfolg verkauft. Ein Blick ins Pentium 4 Extreme Edition Lager zeigt jedoch, dass dieser Vergleich hinkt. Der neue P4 EE liegt mit 102,9 Watt leicht unter dem Prescott, taktet dafür aber 200 MHz höher und kommt sogar mit 155 Mio. Transistoren, also nochmals 30 Mio. mehr als der Prescott, daher.
Eine Ursache kann sicherlich in den mit zunehmender Miniaturisierung ansteigenden Leckströmen gesehen werden. Die übereinander gestapelteten Leiterbahnen werden bei Intels 90nm Prozess nur durch 5 Atomlagen voneinander getrennt - da möchte so manches Elektron schon mit dem Kopf durch die (dünne) Wand. Eine Möglichkeit dies zu unterbinden, ist der sogannte Silicon on Insulator Prozess, den auch AMD bei seinen Athlon 64 Prozessoren nutzt: Besondere Materialen vermindern dabei diese unerwünschten Ströme zwischen den Transistoren. Intel könnte diese Technologie natürlich auch nutzen, wird jedoch im Gegensatz zu AMD später gleich auf „Fully Depleted SOI“ setzen. AMD nutzt derzeit Half Depleted SOI.
Doch nun ist die Verlustleistung erst mal da und man muss damit so gut Leben, wie nur möglich. Hierfür hat man sich etwas Neues bei der Lüftersteuerungen einfallen lassen. Unter dem Label "Next Level of Thermal Protection" hat Intel im Prescott Leistungsprofile integriert, die dem Mainboard in Abhängigkeit der aktuellen Last erlauben, die Lüfterdrehzahl zu senken. Hierfür wird die aktuelle Prozessortemperatur (Temperatur der internen Diode) mit dem neuen Tcontrol Signal verglichen. Tcontrol liefert für eine gegebene Belastung eine maximal zulässige Temperatur. Das Mainboard-BIOS darf nun entsprechend handeln.
Wirklich neu ist diese Idee jedoch nicht. So bieten fast alle großen Mainboard-Hersteller bereits jetzt entsprechende Optionen zur Lüftersteuerung im BIOS an. Bisher konnte nur niemand garantieren, dass diese "Unterkühlung" auch der Prozessor überlebt. Nun sucht sich der Prozessor selbst die Temperatur aus, auf der er gehalten werden möchte.
Temperatur
Angaben in °C
|
Wenn der Prescott dagegen wirklich was zu tun hat, dann geht es auch heiß zu Sache. Ob es da beruhigt zu wissen, dass Intel bei zukünftigen Prescott-Modellen die thermische Verlustleistung in etwa auf dem Niveau der aktuellen Modelle halten möchte.
Kompatibilität
Die Kompatibilität aktueller Mainboards zum Prescott wird von mehreren Faktoren bestimmt. Zum einen muss natürlich die Hardware selbst stimmen. Hier sind es die Spannungswandler, die über Sieg oder Niederlage entscheiden. Die kleinen Prescotts mit 2,80 und 3,00 GHz verlangen diesen maximal 78 Ampere ab. Das ist der Strom, den eigentlich jedes Mainboard liefern müsste, das nach den ursprünglichen Prescott-Design-Spezifikationen (FMB1, VRM10.0) entworfen wurde. Die Varianten mit 3,20 und 3,40 GHz schreien nach maximal 91 Ampere, welche sicher von Mainboards nach der erweiterten Spezifikation (FMB1.5, VRM10.0) zur Verfügung gestellt werden können. Grundsätzlich ist dabei laut Intel eine 4-Phasen-Spannungswandlung Pflicht - das heißt jedoch nicht, dass der Prescott nicht auch mit weniger läuft.
Des Weiteren hat der Prescott bestimmte Anforderungen ans BIOS (Basic Input/Output System) eines jeden Mainboards. So muss der Prescott eben diesem überhaupt bekannt sein. Bei vielen Mainboards, so z.B. bei den Produkten von Asus, bleibt der Bildschirm einfach schwarz, wenn sich eine dem BIOS unbekannte CPU im Sockel befindet. Das ist insbesondere dann problematisch, wenn man die Komponenten im Handel einzeln erwirbt: Zu Hause stellt man fest, dass auf dem Mainboard noch ein älteres BIOS ist, welches den Prescott nicht kennt und somit den Bootvorgang komplett verweigert und dadurch natürlich auch ein Aktualisieren verhindert. Man sollte sich also im Laden vergewissern, ob der Prozessor erkannt wird oder nicht.
Ein "Prescott ready" Aufkleber ist dabei behilflich. Ein Mainboard darf sich nur dann "Prescott ready" schimpfen, wenn es sowohl die Hardware- als auch die Softwareanforderungen erfüllt. Dazu gehört ebenso die Unterstützung von SSE3 und den neuen Thermal Profilen im Zusammenspiel mit dem Tcontrol-Command.
Um die Suche eines Prescott-tauglichen Mainboards zu vereinfachen, haben wir uns nach der Kompatibilität einiger Produkte erkundigt:
| Mainboard | Untersützt? |
|---|---|
| AI7 | Ja |
| VT7 | Ja |
| IC7-MAX3 | Ja |
| IC7 | Ja |
| IC7-G | Ja |
| IS7 | Ja |
| IS7-E | Ja |
| IS7-M | Ja |
| IS7-V | Ja |
| IS7-G | Ja |
| Keine Angabe über Taktfrequenz oder Revision |
|
| Mainboard | Untersützt? |
|---|---|
| AX4SG | Ja, nicht offiziell |
| AX4SG Max2 | Ja |
| AX4SPE Max2 | Ja |
| AX4C Max2 | Ja |
| AX4SPE-N | Ja, nicht offiziell |
| AX4SPE-L | Ja, nicht offiziell |
| AX4SPE Max | Ja, nicht offiziell |
| AX4SPE-UN | Ja |
| AX4SPE-UL | Ja |
| AX4SG-N | Ja, nicht offiziell |
| AX4SG-L | Ja, nicht offiziell |
| AX4SG-UN | Ja |
| AX4SG-UL | Ja |
| Keine Angabe über Taktfrequenz oder Revision |
|
| P4C800-E Deluxe | Ja |
|---|---|
| P4C800 Deluxe | Ja |
| P4C800 | Ja |
| P4P800 Deluxe | Ja |
| P4P800 | Ja |
| P4P800S-E Deluxe | Ja |
| P4P800S | Ja |
| P4P800S SE | Ja |
| P4P8X | Ja |
| P4P8X SE | Ja |
| P4P800-VM | Ja |
| P4S800D-E Deluxe | Ja |
| P4S800D | Ja |
| P4S800 | Ja |
| P4S800-MX | Ja |
| P4V800-X | Ja |
| P4R800-VM | Ja |
| P4R800-V | Ja |
| Keine Angabe über Taktfrequenz oder Revision |
|
| Mainboard | Revision | Untersützt? |
|---|---|---|
| EP-4PCA3i/+ | 1.x/2.x | Ja, mit BIOS-Update |
| EP-4PDA2i/+ | ab 1.2 | Ja |
| EP-4PLAi/+ | ab 1.3 | Ja |
| EP-4PGFi/+ | ab 2.1 | Ja |
| EP-4PGMi/+ | 1.x | Ja, mit BIOS-Update |
| Mainboard | Revison | Untersützt? |
|---|---|---|
| 875P Neo-LSR | 100 | Ja, FMB1.0, VRM10.0 |
| 875P Neo-FIS2R | 100 | Ja, FMB1.0, VRM10.0 |
| 865PE Neo2-S | 100 | Ja, FMB1.0, VRM10.0 |
| 865PE Neo2-LS | 100 | Ja, FMB1.0, VRM10.0 |
| 865PE Neo2-FIS2R | 100 | Ja, FMB1.0, VRM10.0 |
| 865PE Neo2-PS | 2.0C | Ja, FMB1.5, VRM10.0 |
| 865PE Neo2-PFS | 2.0C | Ja, FMB1.5, VRM10.0 |
| 865PE Neo2-PFISR | 2.0C | Ja, FMB1.5, VRM10.0 |
| 848P Neo-LS | 10A | Ja, FMB1.0, VRM10.0 |
| 848P Neo-S | 10A | Ja, FMB1.0, VRM10.0 |
| 865G Neo2-LS | 100 | Ja, FMB1.0, VRM10.0 |
| 865G Neo2-PLS | 2.0C | Ja, FMB1.5, VRM10.0 |
| 661FM-L | 200 | Ja, FMB1.0, VRM10.0 |
| 661FM-IL | 200 | Ja, FMB1.0, VRM10.0 |
| PT880 Neo-LSR | 1.X | Ja, FMB1.5, VRM10.0 |
| Kompatiblitätstests mit 2,8 GHz Prescott | ||
| 848P Neo bis maximal 3,2 GHz Prescott | ||
| P2PE/800-PRO | Ja |
|---|---|
| P4I845GVM-PRO -6AL | Ja |
| P4I848P-6AL | Ja |
| P4I865PE PRO-6AL | Ja |
| P4I865PEA V2.0 | Ja |
| P4I865GVM-6AL | Ja |
| P4I848PM-6AL | Ja |
| P4S661FXMA-6AL | Ja |
| P4S648FXM-6AL | Ja |
| P4VM800M-6AL | Ja |
| Superb 4FX Pro | Ja |
| Keine Angabe über Taktfrequenz oder Revision |
|
| Mainboard | Untersützt? |
|---|---|
| P4I 875P Dragon 2 (Platinum Edition) | Ja |
| P4I 875P Dragon 2 V1.0 | Ja |
| Keine Angabe über Taktfrequenz oder Revision |
|
Vom Mainboard-Hersteller Gigabyte warten wir bisher leider vergeblich auf eine offizielle Stellungnahme. Hier kann man über den Support der Prescotts nur spekulieren - zumindest die Varianten mit DPS2 Karte sollten eigentlich keine Probleme bereiten. Leider sind aber auch die offiziellen Support-Listen der Konkurrenz zum Teil unvollständig. So wird bei Asus definitiv ein BIOS-Update benötigt, bei QDI soll der Prescott auch ohne dieses befeuert werden. Generell scheinen die genannten Mainboards (mit Ausnahme des MSI 848P Neo) alle Taktvarianten des Prescotts für den Sockel 478 zu unterstützen.
Die neuen Pentium 4 Prozessoren auf Basis des Northwood-Kerns mit 3,4 GHz sollten ohne Probleme auf aktuellen Mainboards betrieben werden können. Für den Extreme Edition beschränkt Intel den offiziellen Support auf i875 Chipsätze (Canterwood). Der neue Northwood wird vom i865 und i875P unterstützt - auch Produkte der Konkurrenz sollten damit keine Probleme haben.
Overclocking
Warum übertaktet man einen Prozessor? Zum einen natürlich, um einer bestehenden CPU ohne zusätzliche Kosten mehr Leistung zu entlocken, zum anderen lassen sich dadurch recht einfach die Möglichkeiten der Architektur aufzeigen. Als letzteres Instrument möchten wir auch unser Overclocking verstanden wissen. Es kam dabei eine handelsübliche Boxed-Pentium 4 Kühllösung zum Einsatz.
Der Prescott wurde entwickelt, damit Intel wieder an der Taktschraube drehen kann. Ziel ist es, den mit Hilfe der 90 nm Technologie gefertigten Prozessor bis Ende dieses Jahres auf 4,00 GHz zu beschleunigen. Da stellt sich natürlich die Frage: „Wie hoch kann man den Prescott schon jetzt takten?“. Folgende Taktraten konnten wir erzielen:


Bei leicht erhöhter Spannung sind über 3,70 GHz Prozessortakt schon ein sehr gutes Ergebnis. Wir möchten an dieser Stelle aber auch darauf hinweisen, dass wir bei diesem Takt keine Stabilitätstests durchgeführt haben. Schließlich ging es lediglich darum, zu zeigen, was ohne Probleme möglich ist. Stabilität in diesen Zustand zu bringen, wird in den kommenden Wochen und Monaten Intels Aufgabe sein.


Der Pentium 4 Extreme Edition 3,4 GHz ließ sich mit Luftkühlung unter vergleichbaren Bedingungen „nur“ mit 3,6 GHz betreiben. Ein Pentium 4 3,2 GHz mit Northwood-Kern erreichte ebenfalls die 3,70 GHz Schwelle. Somit bleibt dem Prescott zum aktuellen Zeitpunkt nur ein Taktvorsprung von mickrigen 10 MHz. Hier muss Intel noch etwas Feintuning vollziehen und gewisse Prozessor-Units anders organisieren.
Für den ersten Vertreter einer neuen Fertigungstechnologie ist das jedoch ein sehr gutes Ergebnis. So konnten wir bei der Einführung der in 130nm gefertigen Pentium 4 Northwood-Prozessoren ein Modell mit 2,2 GHz Standardtakt auch nur mit 2,5 GHz [24] betreiben. Die prozentuale Taktsteigerung ist heute mit der von damals beinahe gleich - und wir alle wissen, wie weit es der Northwood bis heute getrieben hat.
Testsystem
- Prozessor
- Athlon 64 FX-51 (2,2 GHz, Dual Channel) - Sockel 940
- Athlon 64 3400+ (2,2 GHz, Single Channel, 1024 KB) - Sockel 754
- Athlon 64 3200+ (2,0 GHz, Single Channel, 1024 KB) - Sockel 754
- Athlon 64 3000+ (2,0 GHz, Single Channel, 512 KB) - Sockel 754
- Athlon XP 3200+ (FSB400) - Barton
- Athlon XP 2500+ (FSB333) - Barton
- Intel Pentium 4 3,4 GHz EE (FSB800) - HyperThreading aktiv
- Intel Pentium 4 3,2 GHz EE (FSB800) - HyperThreading aktiv
- Intel Pentium 4 3,2E GHz (FSB800) - HyperThreading aktiv
- Intel Pentium 4 3,0E GHz (FSB800) - HyperThreading aktiv
- Intel Pentium 4 2,8E GHz (FSB800) - HyperThreading aktiv
- Intel Pentium 4 3,20 GHz (FSB800) - HyperThreading aktiv
- Intel Pentium 4 3,00 GHz (FSB800) - HyperThreading aktiv
- Intel Pentium 4 2,80 GHz (FSB800) - HyperThreading aktiv
- Intel Pentium 4 2,4C GHz (FSB800) - HyperThreading aktiv
- Motherboard
- Athlon 64 3000+/3200+/3400+ Plattform:
MSI K8T Neo [25] (K8T800) - Athlon 64 FX-51 Plattform:
MSI K8T Master1-FAR [26] (VIA K8T800) - Athlon XP Plattform:
Asus A7N8X Deluxe 2.00 [27](nForce 2 Ultra 400) - Intel Plattform FSB800:
Asus P4C800 Deluxe (i875P) [28]
- Athlon 64 3000+/3200+/3400+ Plattform:
- Arbeitsspeicher
- 2x512MB DDR400 Corsair TWINX1024-3200LL
- 2x512MB DDR400 Corsair CMX512RE-3200LL (Registered/ECC)
- 2x512MB TakeMS DDR333 (Registered/ECC)
- Grafikkarte
- Asus V9950 (GeForce FX 5900 Ultra)
- Peripherie
- Asus CRW 4012A
- IBM IC35LC040
- Treiberversionen
- nVidia Detonator 45.23
- nVidia nForce Treiberpaket 2.45
- VIA Hyperion 4.49
- Intel Inf-Treiber 5.02.1003 (Intel)
- Software
- Microsoft Windows XP Professional SP1
- Microsoft Windows Media Player 9
- Microsoft Windows Movie Maker 2.0
- Microsoft DirectX 9.0b
Benchmarks
Wir haben die Neuvorstellung des Athlon 64 / 64 FX genutzt, um unseren Benchmarkparcours general zu überholen. Dabei haben wir insbesondere auf Anwendungen, die uns Leser auf Anfrage im Forum [29] genannt haben, Wert gelegt. Neben einer Reihe aktueller Spiele liegt der Schwerpunkt nun auf Audio- und Video-Encoding. Aber auch CAD/Render-Anwendungen haben wir nach durchweg positiver Resonanz im Sortiment behalten. Wie und was wir genau gebencht haben, steht im jeweiligen Infokasten über den Ergebnissen.
- Synthetische Benchmarks
- SiSoft Sandra 2003 Max!
- Audio-Encoding
- Lame 3.93.1
- Ogg Vorbis
- Windows Media Encoder 9
- Video-Encoding
- XMPEG 5.0 Divx 5.1
- TMPGEnc 2.520
- Windows Media Encoder 9
- CAD & 3D-Rendering
- Spec Viewperf 7.1
- Cinema 4D 8.1
- Lightwave 7.5c
- Datenkomprimierung
- WinRAR3.20
- 7-Zip
- Sonstiges
- Seti@Home
- Spiele
- 3DMark2001SE
- 3DMark03
- Aquamark 3
- Comanche 4
- Gunmetal
- Quake 3 Arena
- Serious Sam 2
- Splinter Cell
- Unreal Tournament 2003
- Warcraft 3
- X-2 The Threat
SiSoft Sandra 2003 Max
- Offizielle Website:
www.sisoftware.co.uk [30]
- Download:
ComputerBase.de [31]
- Kostenpunkt: kostenlose Standardversion
- Was benchen wir?
- Arithmetik- und Multimedia-Leistung der CPU, Speichertransferraten.
- Besondere Einstellungen: - keine -
- Arithmetik- und Multimedia-Leistung der CPU, Speichertransferraten.
Sisoft Sandra 2003 MAX - Arithmetic
Angaben in Punkten
|
Sisoft Sandra 2003 MAX - Multimedia
Angaben in Megapixel pro Sekunde (MPix/s)
|
Sisoft Sandra 2003 MAX - Speicher
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
Audio-Encoding
Lame 3.93.1
- Offizielle Website:
lame.sourceforge.net [32]
- Download:
Freenet.de [33]
- Kostenpunkt: Freeware
- Was benchen wir?
- Komprimieren einer Wave-Datei in MP3: "Iron Butterfly - In-A-Gadda-DA-Vida" CD Rip, 17,04 Minuten, 180,75MB.
- Besondere Einstellungen: bitrate 192kbit / joint stereo, optimization; quality, VBR: 320kbit, Quality 0
- Komprimieren einer Wave-Datei in MP3: "Iron Butterfly - In-A-Gadda-DA-Vida" CD Rip, 17,04 Minuten, 180,75MB.
Lame 3.93.1
Angaben in Minuten, Sekunden
|
Ogg Vorbis
- Offizielle Website:
Vorbis.com [34]
- Download:
Vorbis.com [35] (Oggdrop)
- Kostenpunkt: Freeware
- Was benchen wir?
- Komprimieren einer Wave-Datei in OGG-Vorbis mittels Ogg-Drop: "Iron Butterfly - In-A-Gadda-DA-Vida" CD Rip, 17,04 Minuten, 180,75MB.
- Besondere Einstellungen: nominal Bitrate 320 kBps (Quality 9)
- Komprimieren einer Wave-Datei in OGG-Vorbis mittels Ogg-Drop: "Iron Butterfly - In-A-Gadda-DA-Vida" CD Rip, 17,04 Minuten, 180,75MB.
Ogg Vorbis
Angaben in Minuten, Sekunden
|
Windows Media Encoder 9
- Offizielle Website:
Microsoft.com [36]
- Download:
Microsoft.com [35]
- Kostenpunkt: kostenlos, Windows 2000/XP benötigt
- Was benchen wir?
- Auch hier kommt dieselbe Datei zum Zuge und wird in ein WMA konvertiert: "Iron Butterfly - In-A-Gadda-DA-Vida" CD Rip, 17,04 Minuten, 180,75MB.
- Besondere Einstellungen: 320kbps VBR
- Auch hier kommt dieselbe Datei zum Zuge und wird in ein WMA konvertiert: "Iron Butterfly - In-A-Gadda-DA-Vida" CD Rip, 17,04 Minuten, 180,75MB.
Windows Media Encoder 9 - Audio
Angaben in Minuten, Sekunden
|
Video-Encoding
XMPEG 5.0 Divx 5.1
- Offizielle Website:
Mp3guest.com [37]
- Download:
Download.de [38]
- Kostenpunkt: Freeware
- Was benchen wir?
- XMPEG 5.0 encodiert einen 328MB großen THX-Werbetrailer aus dem von DVD gerippten vob-Format in ein DivX 5.1. Heraus kommen 47,35 MB.
- Besondere Einstellungen: no audio, divx 780 kbps, "home theater", disable logo, disable feedback windows, crop 720x480 auf 720x309, DivX Commandozeile: "-bv1 780 -psy 2 -key 300 -p -b -sc 50 -pq 5 -vbv 6951200,3145728,2359296 -profile 3 -nf"
- XMPEG 5.0 encodiert einen 328MB großen THX-Werbetrailer aus dem von DVD gerippten vob-Format in ein DivX 5.1. Heraus kommen 47,35 MB.
XMPEG 5.02 Divx 5.1
Angaben in Minuten, Sekunden
|
TMPEGEnc
- Offizielle Website:
TMPGEnc.net [39]
- Download:
TMPGEnc.net [40]
- Kostenpunkt: Freeware
- Was benchen wir?
- Aus der soeben mit XMPEG 5.0 erstellten DivX wird mittels TMPGEnc eine SVCD (PAL) erstellt. Die Datei ist 168,93 MB groß.
- Besondere Einstellungen: Super Video-CD PAL (MPEG-2 480x576 25fps CBR 2520kbps, Layer-2 44100Hz 224kbps), fullscreen, no resize
- Aus der soeben mit XMPEG 5.0 erstellten DivX wird mittels TMPGEnc eine SVCD (PAL) erstellt. Die Datei ist 168,93 MB groß.
TMPGEnc 2.520
Angaben in Minuten, Sekunden
|
Windows Media Encoder 9
- Offizielle Website:
Microsoft.com [35]
- Download:
Microsoft.com [35]
- Kostenpunkt: kostenlos, Windows 2000/XP benötigt
- Was benchen wir?
- Das mit XMPEG erstellte DivX wird in ein Windows Media Movie (wmv) konvertiert. Die entstandene Datei hat 120MB.
- Besondere Einstellungen: DVD quality video (VBR), 2000Kbps, PAL 25pfs
- Das mit XMPEG erstellte DivX wird in ein Windows Media Movie (wmv) konvertiert. Die entstandene Datei hat 120MB.
Windows Media Encoder 9 - Video
Angaben in Minuten, Sekunden
|
CAD & 3D-Rendering
Spec Viewperf 7.1
- Offizielle Website:
Specbench.org [41]
- Download:
Specbench.org [42]
- Kostenpunkt: kostenlos
- Was benchen wir?
- Alle in Spec Viewperf 7.1 enthaltenen Benchmarks werden ausgeführt.
- Besondere Einstellungen: - keine -
- Alle in Spec Viewperf 7.1 enthaltenen Benchmarks werden ausgeführt.
Spec Viewperf 7.1 3dsmax-02
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
|
Spec Viewperf 7.1 drv-09
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
|
Spec Viewperf 7.1 dx-08
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
|
Spec Viewperf 7.1 light-06
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
|
Spec Viewperf 7.1 proe-02
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
|
Spec Viewperf 7.1 ugs-03
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
|
Cinema 4D 8.1
- Offizielle Website:
Maxoncomputer.com [43]
- Download:
Maxoncomputer.com [44]
- Kostenpunkt: kostenlose Demoversion
- Was benchen wir?
- Rendern zweier Demos in der aktuellen Ansicht (render view).
- Besondere Einstellungen: caust static (320x240 NTSC), cloud sun (640x480 NTSC)
- Rendern zweier Demos in der aktuellen Ansicht (render view).
Cinema 4D 8.1 - Caustatic Animated
Angaben in Minuten, Sekunden
|
Cinema 4D 8.1 - Cloud Sun
Angaben in Minuten, Sekunden
|
Lightwave 7.5c
- Offizielle Website:
NewTek.com [45]
- Download:
- keiner -
- Kostenpunkt: 1595 $ (Vollversion)
- Was benchen wir?
- Rendern der jeweiligen Datei mit "Render in Progress".
- Besondere Einstellungen: - keine -
- Rendern der jeweiligen Datei mit "Render in Progress".
Lightwave 7.5c - Skullhead Newest
Angaben in Minuten, Sekunden
|
Lightwave 7.5c - Tracer No Radiosity
Angaben in Minuten, Sekunden
|
Datenkomprimierung
WinRAR3.20
- Offizielle Website:
Rarlabs.com [46]
- Download:
Rarlabs.com [47]
- Kostenpunkt: kostenlose Trialversion
- Was benchen wir?
- WinRAR bekommt den Ordner von Unreal Tournament vorgesetzt. Insgesamt 512 MB bei 11 Unterordnern mit 438 Dateien. Gepackt bleiben 288,87 MB.
- Besondere Einstellungen: best compression
- WinRAR bekommt den Ordner von Unreal Tournament vorgesetzt. Insgesamt 512 MB bei 11 Unterordnern mit 438 Dateien. Gepackt bleiben 288,87 MB.
WinRAR 3.20
Angaben in Minuten, Sekunden
|
7-Zip
- Offizielle Website:
7-zip.org [48]
- Download:
ComputerBase [49]
- Kostenpunkt: Freeware
- Was benchen wir?
- Auch 7-Zip bekommt den Ordner von Unreal Tournament vorgesetzt. Insgesamt 512 MB bei 11 Unterordnern mit 438 Dateien. Gepackt bleiben 264,69 MB.
- Besondere Einstellungen: compression ultra
- Auch 7-Zip bekommt den Ordner von Unreal Tournament vorgesetzt. Insgesamt 512 MB bei 11 Unterordnern mit 438 Dateien. Gepackt bleiben 264,69 MB.
7-Zip 3.09.01 Beta
Angaben in Minuten, Sekunden
|
Sonstiges
Seti@Home
- Offizielle Website:
setiathome.ssl.berkeley.edu [50]
- Download:
Seti@Home [51], ComputerBase WU1 und WU2 [52]
- Kostenpunkt: kostenlos
- Was benchen wir?
- Bei Seti@Home gilt es, zwei verschiedene Work Units (WUs) zu berechnen. Prozessoren mit Hyperthreading bekommen beide Files gleichzeitig. CPUs ohne dieses Feature müssen sie hintereinander berechnen. Die Zeit bis zur Beendigung der letzten WU wird gemessen.
- Besondere Einstellungen: - keine -
- Bei Seti@Home gilt es, zwei verschiedene Work Units (WUs) zu berechnen. Prozessoren mit Hyperthreading bekommen beide Files gleichzeitig. CPUs ohne dieses Feature müssen sie hintereinander berechnen. Die Zeit bis zur Beendigung der letzten WU wird gemessen.
Seti @ Home 3.03
Angaben in Stunden, Minuten
|
Spiele
3DMark2001SE
- Offizielle Website:
Futuremark.com [53]
- Download:
ComputerBase [54]
- Kostenpunkt: kostenlos
- Was benchen wir?
- Durchlauf des Benchmarks unter "Default"-Settings
- Besondere Einstellungen: Update auf Version 330.
- Durchlauf des Benchmarks unter "Default"-Settings
3DMark2001SE
Angaben in Punkten
|
3DMark03
- Offizielle Website:
Futuremark.com [55]
- Download:
ComputerBase [56]
- Kostenpunkt: kostenlos
- Was benchen wir?
- Durchlauf des Benchmarks unter "Default"-Settings
- Besondere Einstellungen: Update auf Version 330.
- Durchlauf des Benchmarks unter "Default"-Settings
3DMark03
Angaben in Punkten
|
3DMark03 CPUMark
Angaben in Punkten
|
Aquamark 3
- Offizielle Website:
AquaMark3.com [57]
- Download:
AquaMark3.com [58]
- Kostenpunkt: kostenlos, jedoch nur mit eingeschränkten Funktionen
- Was benchen wir?
- Commercial-Version mit allen Features
- Besondere Einstellungen: Default-Run
- Commercial-Version mit allen Features
- Informationen:
- Auf Basis der mittlerweile schon recht bekannten Krass-Engine entwickelten die Programmierer von Massive Developement AquaMark 3. Angereichert mit einigen schönen Effekten soll dies laut den Entwicklern der erste DirectX 9-fähige Reality-Benchmark der Welt sein. Neben einigen Pixel-Shader 2.0-Effekten unterstützt die Krass-Engine in der neuesten Version auch Partikeleffekte und vieles mehr. Mit dabei sind auch solch innovative Techniken wie Intels HyperThreading. Anti-Aliasing und anisotrope Filterung wurden komplett im AquaMark 3 eingestellt und mussten somit nicht durch den jeweiligen Treiber erzwungen werden.
Aquamark 3 - AvgFPSSimulation
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
|
Aquamark 3 - ScoreSimulation
Angaben in Punkten
|
Aquamark 3 - TriScore
Angaben in Punkten
|
Comanche 4
- Offizielle Website:
Novalogic.com [59]
- Download:
Novalogic.com [60]
- Kostenpunkt: kostenlose Demoversion
- Was benchen wir?
- Comanche-Demo in 1024x768 bei 32 Bit.
- Besondere Einstellungen: texture compression, disable sound, disable vsny, hardware shaders, full screen antialiasing 0
- Comanche-Demo in 1024x768 bei 32 Bit.
Comanche 4 - 1024x768x32
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
|
Gunmetal
- Offizielle Website:
Yetistudios.com [61]
- Download:
nVidia.com [62](Demo), Games Domain [63] (Benchmark)
- Kostenpunkt: kostenlose Demo und Benchmark
- Was benchen wir?
- Durchlauf des Benchmarks unter "Default"-Settings
- Besondere Einstellungen: - keine -
- Durchlauf des Benchmarks unter "Default"-Settings
Gunmetal - 1024x768x32 2xFSAA
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
|
Quake3Arena
- Offizielle Website:
Quake3Arena.com [64]
- Download:
Guru3D.com [65] (Q3Bench)
- Kostenpunkt: kostenlose Demoversion
- Was benchen wir?
- Wir benchen Quake3Arena Point Release 1.31 mit Q3bench 2.00 beta. Das Mittel aus drei Durchgängen wird gewertet.
- Besondere Einstellungen: Demo four.dm_76, 1024x768 Max Details, Sound aus, Text compression off
- Wir benchen Quake3Arena Point Release 1.31 mit Q3bench 2.00 beta. Das Mittel aus drei Durchgängen wird gewertet.
Quake 3 Arena - 1024x768 Max
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
|
Serious Sam - The Second Encounter
- Offizielle Website:
Serioussam.com [66]
- Download:
Fileplanet.com [67] (Demo)
- Kostenpunkt: 10,00 Euro (Amazon.de [68])
- Was benchen wir?
- Serious Sam 2 - Version 1.07
- Besondere Einstellungen: 3DCenter.org 32bit HQ++ Settings, Demo Kathedrale
- Serious Sam 2 - Version 1.07
Serious Sam - 1024x768x32 HQ++
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
|
Serious Sam - Tiefmittel
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
|
Splinter Cell
- Offizielle Website:
Splintercell.de [69]
- Download:
Splintercell.de [70] (Demo)
- Kostenpunkt: 29,85 € (Amazon.de [71]), Demo nicht zum Benchen geeignet
- Was benchen wir?
- Splinter Cell 1.2
- Besondere Einstellungen: 1024x768 bei 32 Bit, no sound, shadow high, shadowresolution high, effectquality very high, shadowmode projector
- Splinter Cell 1.2
Splinter Cell - 2_2_1_Kalinatek
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Unreal Tournament 2003
- Offizielle Website:
UnrealTournament2003.com [72]
- Download:
Atari.com [73]
- Kostenpunkt: kostenlose Demoversion
- Was benchen wir?
- Ur-Demo Version 2206.
- Besondere Einstellungen: 1024x768
- Ur-Demo Version 2206.
Unreal Tournament 2003 - Botmatch
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
|
Unreal Tournament 2003 - Flyby
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
|
Warcraft 3
- Offizielle Website:
Blizzard.de [74]
- Download:
- keiner -
- Kostenpunkt: 17,00 € (Amazon.de [75])
- Was benchen wir?
- In der auf Version 1.06 gepatchten Version von Warcraft III haben wir mit dem externen Tool Fraps 1.9D [76] eine Szene in einem selbsterstellten Demo gemessen. Dazu haben wir einen genau festgelegten Bildausschnitt gewählt und zur Spielzeit 10:20 vorgespult, auf einfache Geschwindigkeit reduziert und FRAPS genau zwei Minuten die Action auf dem Schirm mitloggen lassen. Alle grafischen Details waren dabei auf das Maximum eingestellt und nur auf den Umgebungssound haben wir verzichtet. Das Ergebnis ist in untenstehender Tabelle festgehalten.
- Besondere Einstellungen: 1024x768 bei 32 Bit, alle Details auf 'high', sound off
- In der auf Version 1.06 gepatchten Version von Warcraft III haben wir mit dem externen Tool Fraps 1.9D [76] eine Szene in einem selbsterstellten Demo gemessen. Dazu haben wir einen genau festgelegten Bildausschnitt gewählt und zur Spielzeit 10:20 vorgespult, auf einfache Geschwindigkeit reduziert und FRAPS genau zwei Minuten die Action auf dem Schirm mitloggen lassen. Alle grafischen Details waren dabei auf das Maximum eingestellt und nur auf den Umgebungssound haben wir verzichtet. Das Ergebnis ist in untenstehender Tabelle festgehalten.
Warcraft 3 - 1024x768x32 High
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Warcraft 3 - Tiefstwert
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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X-2 The Threat
- Offizielle Website:
Egosoft.com [77]
- Download:
EgoSoft.com [78]
- Kostenpunkt: kostenlose Demoversion
- Was benchen wir?
- Default-Benchmark
- Besondere Einstellungen: 1024x768 bei 32 Bit, automatic quality, bumpmaps, fullscreen
- Default-Benchmark
X-2 The Threat - 1024x768x32
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Leistungsrating
Im Folgenden möchten wir nun die von uns im Detail durchgeführten Benchmarks wie immer in vier nach Kategorien geordneten Leistungsratings und einem abschließenden Gesamtrating mitteln.
Leistungsbewertung Audio- & Videoencoding
- Lame 3.93.1
- Ogg Vorbis
- TMPGEnc 2.520
- Windows Media Encoder 9
- XMPEG 5.0 Divx 5.1
Media Encoding - Rating
Angaben in Prozent
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Es war eigentlich nicht anderes zu erwarten: Mit einem brachialen Prozessortakt von 3,4 GHz kann der am höchsten getaktete Bolide, der Pentium 4 3,4 GHz Extreme Edition, die Media-Encoding-Tests allesamt für sich entscheiden. Aufgrund des astronomischen Preises dieser CPU interessiert das Ergebnis jedoch eher weniger.
Der in 90nm gefertigte Pentium 4E lässt es in den insgesamt fünf Teiltests etwas ruhiger angehen. Tortz eines Taktes von 3,2 GHz, einem doppelt so großen L2-Cache und beschleunigtem Hyper-Threading bleibt unterm Strich nicht viel mehr als die Leistung eines in 130nm gefertigten und mit 3,0 GHz betrieben Pentium 4 mit Northwood übrig. Die negativen Auswirkungen der verlängerten Pipeline überwiegen die wirklichen Architekturverbesserungen. Bei gleichem Prozessortakt ist der Prescott beinahe sechs Prozent langsamer als der Northwood, was exakt einem Taktzuwachs von 200 MHz entsprechen würde. Ein 3,4 GHz Prescott wäre beim Media-Encoding somit in etwa so schnell wie sein 3,2 GHz schneller 130nm-Kollege.
Performance in sonstigen Applikationen
- 7-Zip
- Seti@Home
- WinRAR3.20
Sonstige Anwendungen - Rating
Angaben in Prozent
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Wieder ist es der neue Extreme Edition, der eine neue Bestmarke setzt. Der 200 MHz langsamere Bruder kann seinen zweiten Platz zwar sicher verteidigen, der 3,2 und 3,0 GHz schnelle Prescott ist ihm jedoch auf den Fersen. Das gute Abschneiden hat der Prescott vor allem seinem großen L2 Cache im Allgemeinen sowie dem verbesserten Hyper-Threading zu verdanken, welches sich vor allem bei 7-Zip und Seti@Home bemerkbar macht.
Seti@Home, welches nun komplett im Prozessorcache Platz finden sollte, und dessen Analyse- und die Packalgorithmen scheinen ein gefundenes Fressen für die verbesserte Sprungvorhersage des Prescott zu sein: Die richtigen Daten sind zur richtigen Zeit im Cache und wurden vom Prozessor im besten Falle (Hardware-Data-Perfetching sei Dank) sogar schon verarbeitet. Die 31-stufige Pipeline des Prescotts wirkt sich in dieser Anwendung also nicht negativ aus.
Leistungsbewertung in CAD
- Cinema 4D 8.1 - Beide Testergebnisse
- Lightwave 7.5c - 2 Thread Testergebnisse
- Spec Viewperf 7.1 - Alle Testergebnisse
CAD-Rating
Angaben in Prozent
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Lightwave gehört zu den Programmen, bei denen sich die Verbesserungen am Hyper-Threading (also den internen Caches, die jedem virtuellen Prozessor zur Verfügung stehen) besonders bemerkbar machen. An den Stellen, an denen der Northwood beim Wechsel in den 2 Thread-Modus länger zum Berechnen der Szene brauchte, legt der Prescott nun an Tempo zu. Dies reicht jedoch nicht aus, um die Nachteile der längeren Pipeline auszugleichen. Diese Beobachtung trifft auch auf Cinema 4D zu. In diesen beiden Programmen zählt entweder rohe Megahertz-Power, oder eine hohe Pro-Takt-Leistung. Mit beidem kann der Prescott ohne Zuhilfenahme der neuen SSE3 Befehle nicht wirklich dienen und fällt deshalb in Cinema 4D und Lightwave hinter seinen Vorgänger zurück.
Das dennoch überzeugende Ergebnis hat man in erster Linie Spec Viewperf 7.1 zu verdanken, welches sich von dem größeren Cache und dem verbesserten Hyper-Threading beflügeln lässt. Dadurch gelingt es einem 2,8E GHz Prescott einen 3,2 GHz Northwood in drei von fünf Benchmarks zu schlagen und in einem ein Unentschieden einzuheimsen.
Der Pentium 4 Extreme Edition 3,4 GHz ist auch dieses Mal der Sieger - wie unspektakulär.
Leistungsrating (Fortsetzung)
Eines der interessantesten Ergebnisse ist sicherlich das Leistungsrating für Spiele. Wer die Einzeltests betrachtet hat, dem dürfte das Ergebnis eigentlich schon klar sein.
Leistungsbewertung Spieleperformance
- 3DMark2001SE - Nur Gesamtergebnis
- 3DMark03 - Nur Gesamtergebnis
- Aquamark 3 - Nur TiScore
- Comanche 4
- Gunmetal
- Quake 3 Arena
- Serious Sam TSE
- Splinter Cell
- Unreal Tournament 2003 - Nur Botmatch
- Warcraft 3
- X-2 The Threat
Spiele-Rating
Angaben in Prozent
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Auch beim Computerspielen macht der Prescott tierisch Dampf - zumindest wird er so warm wie kein Prozessor vor ihm. In der Performance fehlt insgesamt dann doch ein Prozent zum Vorgänger. In Spielen kann sich auch der Pentium 4 Extreme Edition 3,4 GHz erstmals nicht als Sieger fühlen. Der Konkurrenz aus dem Hause AMD ist hier überlegen - die komplette Athlon 64 Familie platziert sich vor den normalen Pentium 4 Prozessoren.
Gesamtleistung
- Audio- & Videoencoding
- Sonstigen Applikationen
- Spieleperformance
Gesamt-Rating
Angaben in Prozent
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Fassen wir also zusammen: Beim Media-Encoding fühlt sich der Prescott (noch) nicht heimisch. Bei den aufgrund der Anzahl besonders stark gewichteten Spielen fehlt ca. 1 Prozent zum gleichgetakteten Vorgängermodell. In sonstigen Anwendungen, bei uns durch zwei Packprogramme und einem Distributed Computing Client vertreten, dreht der Prescott voll auf. Insgesamt positioniert sich der neue 3,2 GHz Pentium 4 auf Basis des in 90nm gefertigten Prescott-Kerns genau zwischen einem 3,2 und 3,0 GHz schnellen Pentium 4 mit Northwood-Kern. Auf die 3,00E und 2,80E GHz Pentium 4 Prozessoren trifft in ihren Taktregionen jeweils das Gleiche zu.
Preisgestaltung
Wie die Gerüchte in letzter Zeit schon vorausgesagt haben, wird die Preisgestaltung bei Intel von "alt" zu "neu" komplett übernommen. Sprich, die Prozessoren auf Basis des Prescott kosten so viel wie Modelle mit Northwood-Kern. So soll nach und nach die Wachablösung erfolgen. Der 3,40 GHz Pentium 4 mit Northwood Kern kostet also das Gleiche wie ein 3,40 GHz Prozessor mit Prescott Kern - 417 US-Dollar. Schon frühe Roadmaps hatten diese Preispolitik aufgezeigt. Kein Schnäppchen ist das Flaggschiff: 999 US-Dollar - "Extreme Expensive Edition" wie er meist genannt wird, heisst er bei dem Preis wohl zurecht. In der tabellarischen Übersicht sehen die Preise der Neulinge wie folgt aus:
| Prozessor | Preis |
|---|---|
| Pentium 4 3,4C GHz, FSB800, Extreme Edition | $999 |
| Pentium 4 3,4C GHz, FSB800, Northwood | $417 |
| Pentium 4 3,4E GHz, FSB800, Prescott | $417 |
| Pentium 4 3,2E GHz, FSB800, Prescott | $278 |
| Pentium 4 3,0E GHz, FSB800, Prescott | $218 |
| Pentium 4 2,8E GHz, FSB800, Prescott | $178 |
| Pentium 4 2,8A GHz, FSB533, Prescott | $163 |
Ein Blick zu Geizhals.at [79] bestätigt diese Preisgestaltung. Einige der genannten neuen CPUs ist schon in reichlichem Umfang in dem einen oder anderen Shop vorhanden, vom kleinsten Prescott mit FSB533 fehlt aber noch jede Spur.
Fazit
Lange mussten wir auf den Prescott warten, und viel Hoffnung haben wir mit diesem Prozessor verbunden. Lange vor der Produkteinführung war klar, dass Intel bei diesem Prozessor den L2-Cache als größten Zwischenspeicher verdoppeln würde und dabei auch alle Register zur Performance-Optimierung ziehen würde. Weiterhin hätte durch die 90 nm Fertigung die Betriebsspannung gesenkt und die thermische Verlustleistung deutlich eingedämmt werden sollen - damit wurde man zumindest beim Verfeinern der Fertigungstrukturen von 0,18 µm auf 0,13 µm belohnt.
So die Theorie, die Realität sieht leider anders aus: Der Prescott wird im Vergleich zu seinen Vorgängern sehr warm. Die von uns gemessenen 10°C mehr bei offen liegendem Testsystem sind kein Pappenstil. Doch auch das wäre zu verkraften, wenn die Leistung den Erwartungen entsprechen würde. Leider wird man auch hier enttäuscht. Zwar hat Intel an vielen Stellen sinnvolle Optimierungen am Prozessor vorgenommen, die um mehr als 50 Prozent längere Pipeline macht diese jedoch wieder zunichte.
Die neuen SSE3 Befehle sind eine willkommene Ergänzung, werden zum jetzigen Zeitpunkt jedoch kaum genutzt. Darüber hinaus lässt sich bei zwei der offiziell fünf Anwendungen mit SSE3 Unterstützung überhaupt kein Performance-Vorteil ausfindig machen.
Preislich gesehen wird der Prescott auf gleichem Takt-Niveau der bisherigen Pentium 4 Prozessoren liegen. In Anbetracht der Testergebnisse lädt der Prescott aktuell nicht besonders zu einer Investition ein: Er ist langsamer und wird dabei auch noch wärmer. Für den derzeitigen Sockel 478 bleibt daher bis auf weiteres der Pentium 4 mit dem in 0,13 µm gefertigten Northwood die erste Wahl.
Doch eins ist klar: Im zweiten Quartal diesen Jahres wird Intel nach langer Zeit wieder den Prozessorsockel wechseln. Während für den Sockel 478 keine schnelleren Prozessoren als die heute vorgestellen Modelle zur Verfügung stehen werden, steigt Intel bei dem Sockel 775 (LGA775) erst mit 3,4 GHz ein. Bereits Ende des Jahres soll die 4 GHz Marke erreicht sein - kein Problem für den Prescott, der nochmals für höhere Taktraten optimiert wurde. Unseren Messungen zufolge müsste der Prescott bei ca. 3,60 GHz alle bisherigen Pentium 4 hinter sich lassen.
Welchen Prozessor soll ich mir nun kaufen? Diese Frage können auch wir nicht eindeutig beantworten. Wer viel spielt, der ist aktuell mit einem Athlon 64 [4] besser beraten, für Multimedia-Encoding bleibt der alte Pentium 4 mit Northwood-Kern die erste Wahl. Die Pentium 4 Extreme Edition Modelle bleiben aufgrund ihres Preises ebenso wie der Athlon 64 FX auch weiterhin unattraktiv. Also wie immer: Wer die Wahl hat, hat die Qual.









