Vorwort
Überraschung: Einen Monat früher als erwartet stellt Intel mit dem Pentium Extreme Edition 965 seinen schnellsten Dual-Core-Prozessor vor. Mit einem Takt von nunmehr 3,73 GHz und einem weiterhin 1066 MHz schnellen Frontside-Bus zieht er in der Taktrate mit den schnellsten Single-Core-Prozessoren gleich, die noch vor einem Jahr das Geschehen bestimmten.
In Sachen Takt hat Intel damit einmal mehr die Nase vorne. Während AMD mit seinem Anfang Januar vorgestellten Athlon 64 FX-60 Dual-Core-Prozessor bei einer Schlagzahl von 2,6 GHz pro Kern in (einigen wenigen) Ausnahmefällen nicht an die Performance des einkernigen Athlon 64 FX-57 mit 2,8 GHz herankommt, kann Intel nun mit Recht behaupten, Performance zu liefern, die in keinem Fall unter der des schnellsten Single-Kern-Prozessors des eigenen „Extreme Edition“-Portfolios liegt.
Die vom Takt her schnellste Pentium Extreme Edition mit 3,73 GHz wurde vor über einem Jahr [1] zusammen mit der Pentium-4-600-Familie vorgestellt. Zwar wurde das Single-Core-Aufgebot im Laufe des letzten Jahres noch um einen 3,8 GHz schnellen Pentium 4 670 erweitert (einen 3,8 GHz Pentium 4 570 gab es ebenfalls), doch selbst dieser kann – wie wir im Verlauf des Artikels sehen werden – in keinem unserer Benchmarks an dem neuen Intel-Prozessor vorbeiziehen.
Bei der Einführung des ersten Dual-Core-Prozessors von Intel, der Pentium Extreme Edition 840 (3,2 GHz) [2] mit seiner auf 130 Watt angehoben Thermal Design Power (TDP), hätte sich wohl niemand träumen lassen, dass die Dual-Core-Fraktion so schnell im Takt gleichzieht. Vor allem die Fortschritte in Intels 65-nm-Fertigungstechnologie machen die heutige Vorstellung möglich. Bereits der Pentium Extreme Edition 955 (3,46 GHz) zeigte sich äußerst taktfreudig, hatte jedoch Probleme in Sachen Temperatur und Stromverbrauch.
Die Ursache? Die erste, in 65 nm gefertigte Pentium-4/D/XE-Generation hatte ein Problem mit der Energieverwaltung [3] und konnte in Folge dessen diverse Stromsparmodi nicht nutzen. Intel hat das Problem identifiziert und schickt nun die zweite Generation (mit neuem Prozessor-Stepping) ins Rennen. Den Anfang macht heute der Pentium Extreme Edition 965. Im April werden die verbesserten Pentium D 960, 950, 940 und 930 folgen. Auch hier hat sich der Stromverbrauch zum Guten gewendet.
Wir hatten die Gelegenheit den neuen Pentium Extreme Edition 965 unter die Lupe zu nehmen und möchten den neuen Prozessor aus dem Hause Intel auf den folgenden Seiten vorstellen und gegen AMDs Athlon 64 FX-60 antreten lassen.
Lesezeichen
Aufgrund der Komplexität des Themas „Prozessoren“ ist es uns leider nicht möglich auf sämtliche Feinheiten wiederholt einzugehen. An dieser Stelle soll dabei auf interessante themenverwandte Veröffentlichungen hingewiesen werden.
- Athlon 64 FX-60 vs. Pentium XE 955 [4]
- Wohnzimmer-PCs: Intels Viiv startet durch [5]
- Intels „Core Solo“ und „Core Duo“ [6]
- Grafikkartentreiber für Dual Core von ATi und nVidia [7]
- Intel kündigt neue Prozessorarchitektur für zweites Halbjahr 2006 an [8]
- Pentium D 840 und Extreme Edition 840 [9]
- Intel: Große Fortschritte bei 65 nm [10]
Technische Daten und Features
Obwohl die Leistung der Prozessoren im Vordergrund steht, gilt es sich mit den Boliden aus dem Hause AMD und Intel vertraut zu machen. Wir haben uns dazu entschieden, die wichtigsten Informationen in einer tabellarischen Übersicht zu präsentieren.
| Merkmale | Pentium D 9xx, Pentium Extreme Edition 9x5 |
Pentium D 8xx, Pentium Extreme Edition 840 |
Pentium 4 6xx, Pentium 4 Extreme Edition 3,73 |
Athlon 64 X2 Athlon 64 FX-60 |
Athlon 64 Athlon 64 FX |
|---|---|---|---|---|---|
| Codename | Presler | Smithfield | Prescott 2M | Manchester (1 MB) Toledo (2 MB) |
Venice (512 kB) San Diego (1 MB) |
| Logo | ![]() |
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| Taktrate oder Modellnummer (Takt in GHz) |
920 (2,8) 930 (3,0) 940 (3,2) 950 (3,4) 960 (3,6) XE955 (3,46) XE965 (3,73) |
820 (2,8) 830 (3,0) 840 (3,2) EE840 (3,2) |
630 (3,0) 640 (3,2) 650 (3,4) 660 (3,6) 670 (3,8) EE 3733 MHz |
3800+ (2,0) 4200+ (2,2) 4400+ (2,2) 4600+ (2,4) 4800+ (2,4) FX-60 (2,6) |
3000+ (1,8) 3200+ (2,0) 3500+ (2,2) 3700+ (2,2) 3800+ (2,4) 4000+ (2,4) FX-55 (2,6) FX-57 (2,8) |
| Fertigung | 65 nm | 90 nm | 90 nm | 90 nm | 90 nm |
| Sockel | Sockel 775 | Sockel 775 | Sockel 775 | Sockel 939 | Sockel 939 |
| Dual-Core | √ | √ | X | √ | X |
| Multithreading | √ (Nur XE) | √ (Nur XE) | √ | X | X |
| Frontside-Bus | 800 MHz QDR 1066 MHz QDR |
800 MHz QDR | 800 MHz QDR 1066 MHz QDR |
entfällt | entfällt |
| Frontside-Bus-Last | 2 | 2 | 1 | entfällt | entfällt |
| Transistoren | 376 Mio. | 230 Mio. | 169 Mio. | 154 Mio. 233 Mio. |
68,5 Mio. 114 Mio. |
| Chipgröße | 162 mm² | 206 mm² | 135 mm² | 147 mm² 199 mm² |
83,5 mm² 115 mm² |
| L1-Execution-Cache | 2x12.000 µ-Ops | 2x12.000 µ-Ops | 12.000 µ-Ops | 2x64 kB | 64 kB |
| L1-Daten-Cache | 2x16 kB | 2x16 kB | 16 kB | 2x64 kB | 64 kB |
| L2-Cache | 2x2048 kB | 2x1024 kB | 2048kB | 2x512 kB 2x1024kB |
512kB 1024kB |
| L2-Anbindung | 256 Bit | 256 Bit | 256 Bit | 128 Bit | 128 Bit |
| L2-Modus | L1 inclusive | L1 inclusive | L1 inclusive | L1 exclusive | L1 exclusive |
| Cache insgesamt | 4096 kB | 2048 kB | 1024 kB | 1280 kB 2304 kB |
640 kB 1152 kB |
Im Großen und Ganzen gleicht der neue Pentium Extreme Edition 965 seinem Vorgänger, dem Pentium Extreme Edition 955. An der Transistoranzahl hat sich ebenso wenig etwas geändert wie an der Chipfläche. Augenscheinlich wurde damit nur an der Taktschraube gedreht und somit würden alle Betrachtungen zum Pentium XE 955 [3] seinerzeit auch heute zutreffen. Auch rein Äußerlich lassen sich keine Unterschiede ausfindig machen.
Seine besondere Gabe offenbart der Pentium Extreme Edition 965 erst in der Feature-Tabelle. Denn während der Vorgänger und alle aktuell im Handel erhältlichen Pentium-D-900-Prozessoren noch auf dem fehlerhaften B1-Stepping beruhen (bei dem die Stromsparfunktionen Enhanced Halt State (C1E) und Enhanced Intel SpeedStep (EIST) defekt sind), kommt beim neuen XE erstmalig das C1-Stepping zum tragen, das in dieser Angelegenheit Besserung und damit einen reduzierten Stromverbrauch verspricht.
| Merkmale | Pentium D 9xx, Pentium Extreme Edition 9x5 |
Pentium D 8xx, Pentium Extreme Edition 840 |
Pentium 4 6xx, Pentium 4 Extreme Edition 3,73 |
Athlon 64 X2 Athlon 64 FX-60 |
Athlon 64 Athlon 64 FX |
|---|---|---|---|---|---|
| Logo | ![]() |
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| Energiesparfunktion | Ab C1-Stepping 9x0 (C1E, EIST) 965 (C1E) |
C1E, Enhanced SpeedStep (Nicht XE) |
C1E, Enhanced SpeedStep (Nicht XE) |
Cool'n'Quiet | Cool'n'Quiet |
| Date Execution Prevention (NX-Bit) |
√ | √ | √ | √ | √ |
| 64-Bit-Technologie | √ (EM64T) | √ (EM64T) | √ (EM64T) | √ (AMD64) | √ (AMD64) |
| Virtualisierungs- Technologie |
√ (Vanderpool) | X | √ (Vanderpool) Nur P4 672, 662 |
X | X |
| CPU-Architektur | 31-stufige Pipeline |
31-stufige Pipeline |
31-stufige Pipeline |
17-stufige (FPU) 12-stufige (ALU) Pipeline |
17-stufige (FPU) 12-stufige (ALU) Pipeline |
| Befehlssätze | MMX SSE SSE2 SSE3 |
MMX SSE SSE2 SSE3 |
MMX SSE SSE2 SSE3 |
MMX 3DNow! 3DNow!+ SSE SSE2 SSE3 |
MMX 3DNow! 3DNow!+ SSE SSE2 SSE3 |
Intel hat mit dem neuen C1-Stepping das für die Stromsparfunktionen Enhanced SpeedStep (EIST) und C1E kritische Errata AA30 [11] behoben. Ansonsten hat Intel mit dem Wechsel zum C1 nichts korrigiert. Die Anzahl der bekannten Erratas ist damit von 31 (B1) auf 30 (C1) gesunken.
Als erstem Prozessor der Extreme-Edition-Familiewird dem Pentium XE 965 damit die Stromsparfunktion C1E zu teil, die dem Prozessor bei Nichtbelastung auf 3,2 GHz (12x266 MHz) herunter taktet. Beim Pentium XE 955 war diese Funktion defekt und der vor einem Jahr vorgestellte XE 3,73 GHz (Presler-2M-Kern) konnten seinen Multiplikator nur auf 14x absenken (mit diesem wurde er aber bereits betrieben). Der Pentium XE 840 (3,2 GHz) konnte sich ebenfalls nicht heruntertakten.
Dass C1E beim neuen Pentium XE 965 funktioniert, zeigen die obigen Screenshots. Enhanced Intel SpeedStep unterstützt die neue Extreme Edition leider nicht. Bei den Pentium-D-900-Prozessoren mit dem C1-Stepping wird es dagegen aktiv sein.
Chipsatz-Support
Die Zeiten, in denen ein Prozessor einzig und allein aufgrund seiner Leistung gekauft wurde, sind vorbei. Heute zählt neben der Performance oder dem Stromverbrauch auch das Gesamtpaket, das man nach der Grundsatzentscheidung „AMD oder Intel“ erhält. Gerade Intel hat sich hier viel Mühe gegeben, den Plattform-Gedanken zu stärken und die omnipräsenten Markennamen wie Centrino Mobiltechnologie oder – ganz neu – Viiv [4] zu stärken.
| Prozessor | ATi | Intel | nVidia | SiS | ULi | VIA |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Logo | ![]() |
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|||
| Pentium XE 9x5 | ? | 975X | nForce4 Ultra nForce4 SLI XE nForce 4 SLI nForce 4 SLI x16 |
? | ? | ? |
| Pentium D 9xx | ? | i945-Familie i955X i975X |
nForce4 Ultra nForce4 SLI XE nForce 4 SLI (ohne 920) nForce 4 SLI x16 |
? | ? | ? |
| Pentium XE 840 | ? | i955X i975X |
nForce 4 SLI nForce 4 SLI x16 nForce 4 SLI nForce 4 SLI x16 |
? | ? | ? |
| Pentium D 8xx | RS400 RD400 |
i945-Familie i955X i975X |
nForce4 Ultra nForce4 SLI XE nForce 4 SLI (Ohne 820) nForce 4 SLI x16 |
SiS656FX SiS649FX SiS656 SiS649 |
? | ? |
| Pentium 4 Extreme Edition |
RS400 RD400 |
i925X/XE i945-Familie i955X i975X |
nForce4 Ultra nForce4 SLI XE nForce 4 SLI nForce 4 SLI x16 |
SiS656FX SiS649FX |
? | PT880 Ultra PT894 PT894 Pro |
| Pentium 4 6xx/5xx | RS400 RD400 |
i915-Familie i925X/XE i945-Familie i955X i975X |
nForce4 Ultra nForce4 SLI XE nForce 4 SLI nForce 4 SLI x16 |
SiS656FX SiS649FX SiS656 SiS649 |
M1685 | PT880 PT880 Ultra PT894 PT894 Pro |
| RS400 = Radeon Xpress 200 RD400 = Radeon Xpress 200 CrossFire |
||||||
Ein Betrieb des Pentium XE 965 ist nach einem BIOS-Update auf Platinen mit Intel- und nVidia-Chipsatz möglich. Ohne Update bleibt der Bildschirm leider schwarz, so dass vor dem Installieren der neuen CPU das Bios aktualisiert werden muss. Intel hat für das D975XBX-Mainboard am 14. März ein entsprechendes Update zur Verfügung gestellt. Der Rechner lässt sich damit zwar starten, der Prozessor wird jedoch falsch erkannt. Auch Branchengrößen wie Asus und Gigabyte wurden von dem vorgezogenen Release des neuen Pentium überrascht.
Wie es um den Support der kompletten Pentium-D-900-Serie bei ATi, SiS, ULi und VIA aussieht, ist dagegen unklar. Im Lager von AMD ist es um den Dual-Core-Support wesentlich besser bestellt, wenngleich hier Prozessoren und Chipsatz nicht aus einer Hand kommen.
| Prozessor | ATi | nVidia | SiS | ULi | VIA |
|---|---|---|---|---|---|
| Logo | ![]() |
![]() |
|||
| Athlon 64 X2 Athlon 64 FX60 (Dual Core) |
RS480 RD480 RD580 |
nForce 4-Familie nForce 400 |
SiS756 SiS761GL SiS761GX |
M1695 M1697 |
K8T890* K8M890 K8T900 |
| Athlon 64 Athlon 64 FX (Single Core) |
RS480 RD480 RD580 |
nForce 4-Familie nForce 400 |
SiS755FX SiS756 SiS761GL SiS761GX |
M1695 M1697 |
K8T800 Pro K8T890 K8M890 K8T900 |
| * Nur überarbeite Version des Chipsatzes | |||||
| RS480 = Radeon Xpress 200 RD480 = Radeon Xpress 200 CrossFire RD580 = Radeon Xpress 3200 CrossFire |
|||||
Mit einer Ausnahme (nämlich den Produkten von VIA) sind alle im Handel erhältlichen Sockel-939-Mainboards von Anfang an für die Dual-Core-Generation gerüstet. Hier hat AMD wirklich gute Arbeit geleistet. Ein simples Bios-Update genügte und einem Wechsel von Athlon 64 auf Athlon 64 X2 stand nichts im Wege.
Stromverbrauch
Performance ist nicht alles, wie Halbleiterriese Intel mit der Vorstellung des in 90 nm gefertigten Pentium 4 [12] „eindrucksvoll“ unter Beweis stellte. Der Prozessor machte gar solche Probleme, dass zwar ein 3,4 GHz schnelles Modell vorgestellt wurde, zum Testen jedoch nur die etwas sparsamere 3,2-GHz-Variante zur Verfügung stand. Vorbei waren die Zeiten eines schnellen und „stromsparenden“ Desktop-Prozessors aus dem Hause Intel.
Zum Einstieg in die Thematik „Stromverbrauch“sollen uns die offiziellen Angaben der Hersteller dienen. Dabei ist zu beachten, dass Intel und AMD diese Zahlen auf unterschiedlichem Wege ermitteln. AMD gibt den maximalen Verbrauch an. Intel dagegen nennt Zahlen der „Thermal Design Power“, also die Leistung, die eine Kühllösung in gewöhnlichen Anwendungsszenarien zu bändigen hat. Der tatsächliche Maximalverbrauch kann höher liegen.
Thermal Design Power (Herstellerangabe)
Angaben in Watt (W)
|
Trotz der im C1-Stepping nun aktivierten Stromsparfunktionen bleibt die Thermal Design Power des Pentium XE 965 mit 130 Watt unverändert auf Niveau des Pentium XE 955. Auch an der Betriebsspannung hat Intel nicht gerüttelt. Je nach Dokument sind die Prozessoren der 900-Serie mit Spannungen zwischen 1,2000 - 1,3375 V [13] oder 1,250 und 1,400 V [14] erhältlich. Welche Modelle tatsächlich im Handel sind, bleibt vorerst ein Rätsel. An der Verpackung lässt sich nicht erkennen, mit welcher Spannung sie betrieben werden. Allerdings ist gerade sie von besonderer Bedeutung, da sie quadratisch in den Verbrauch (P = f*C*U²) eingeht.
Konkrete Aussagen zu den Spannungen der neuen Prozessoren mt C1-Stepping können wir somit leider nicht machen. Dennoch weiß Intel mit dem neuen Stepping vielen Käufern eine Freude zu machen: Der Verbrauch des Pentium D 940 (3,2 GHz) und 950 (3,4 GHz) konnte herabgesenkt werden. Statt bisher 130 Watt (Verbrauchsklasse 05B) wird ihre Thermal Design Power mit 95 Watt (05A) angegeben. Erfreulicherweise lassen sich Prozessoren mit C1-Stepping leicht identifizieren.

(Beim C1-Stepping wird die Verbrauchsklasse (rot) auf dem Heatspeader angeben.
Entgegen den ursprünglichen Erwartungen wird der Pentium D 950 (C1-Stepping)
in der sparsameren 05A-Klasse erscheinen.)
Neben der Angabe des Verbrauchsklasse erhalten alle Pentium-D-Prozessoren mit C1-Stepping eine neue sSpec-Nummer, mit der sie sich eindeutig identifizieren lassen:
| Prozessor | Takt in GHz |
sSpec (B1-Step.) |
Verbrauch in Watt |
sSpec (C1-Step.) |
Verbrauch in Watt |
|---|---|---|---|---|---|
| Pentium D 920 | 2,80 | SL94S | 95 | - | - |
| Pentium D 930 | 3,00 | SL94R | 95 | SL95X | 95 |
| Pentium D 940 | 3,20 | SL94Q | 130 | SL95W | 95 |
| Pentium D 950 | 3,40 | SL94P | 130 | SL95V | 95 |
| Pentium D 960 | 3,60 | - | - | unbekannt | 130 |
| Pentium XE 955 | 3,46 | SL94N | 130 | - | - |
| Pentium XE 965 | 3,73 | - | - | SL9AN | 130 |
Der sSpec-Code findet sich auf dem Heatspreader des Prozessors und auf der (Boxed-)Verpackung wieder. Im Zweifelsfall sollte man sich vor dem Kauf explizit nach den neuen Modellen mit C1-Stepping erkundigen. Pentium D 920 und XE 955 werden hingegen nicht überarbeitet. Der Pentium XE 965 und der im April erscheinende Pentium D 960 werden nur mit dem neuen Stepping angeboten werden. Allgemein sollen Prozessoren mit C1-Stepping ab April im Handel erhältlich sein.
Warum es sich lohnt, explizit nach einem Pentium mit C1-Stepping zu fragen, zeigen unsere nun folgenden Messungen mit einem handelsüblichen Voltcraft-Energy-Check-3000-Messgerät. Bei keinem der Prozessoren wurden besondere Einstellungen vorgenommen. Das Windows-XP-Powermanagement wurde auf das Profil „Desktop“ eingestellt. AMDs Cool'n'Quiet war damit nicht aktiv, da hierfür das Profil „Minimaler Energieverbrauch“ geladen werden müsste. Tests mit aktiviertem Cool'n'Quiet haben jedoch gezeigt, dass hierdurch der Stromverbrauch im Idle-Zustand um weitere 10 Watt gesenkt werden kann.
Intels Stromsparfunktion C1E (nicht jedoch Enhanced Speedstep, EIST) war aktiv, da sie Betriebssystemtransparent arbeitet, indem der Prozessortakt automatisch auf bis zu 2,8 GHz herabgesenkt wird. Dies trifft in unserem Fall aber nur auf den Pentium 4 670 und Pentium XE 965 zu. Die Extreme Edition 840 bietet kein C1E oder EIST und beim XE 955 ist dieses Feature aufgrund des mehrfach angesprochenen Defekts ebenfalls nicht vorhanden.
Die Messungen wurden beim Pentium XE 955 und Pentium XE 965 mit einer Betriebsspannung von 1,3375 Volt und 1,3000 Volt durchgeführt. Bei beiden handelt es sich um die Standardwerte der jeweiligen Prozessoren, die von unserem Mainboard erkannt wurden. Die Spannung des Athlon 64 FX-60 betrug 1,35 Volt.
Stromverbrauch: Windows Desktop (Idle)
Angaben in Watt (W)
|
Stromverbrauch: Volllast (PCMark05)
Angaben in Watt (W)
|
Vorab sei gesagt, dass vor allem die Messungen im Windows Desktop mit gehörigen Schwankungen (stellenweise +/- 10 Watt) verbunden waren und wir uns für einen typischen Wert entschieden haben. Unter Volllast wurde dagegen die Peak-Leistung gewertet. Gemessen wurde der Verbrauch des gesamten Systems.
Kurz und knapp: Intels Fortschritte mit dem C1-Stepping sind beachtlich. Nun, da die Stromsparfunktionen greifen, sinkt der Verbrauch bei Nichtbelastung um mehr als 20 Watt. Unter Volllast ist man sogar 30 Watt genügsamer. Intel hat einen Schritt in die richtige Richtung gemacht, AMD spielt mit seinem Athlon 64 FX-60 jedoch weiterhin in einer anderen Verbrauchs-Liga.
Um den verschiedenen Betriebsspannungen der Pentium-XE-Modelle gerecht zu werden, folgen nun Verbrauchsmessungen bei Spannungen von 1,275, 1,3000 und 1,3375 Volt.
Stromverbrauch: Volllast - Spannung
Angaben in Watt (W)
|
Stromverbrauch: Desktop - Spannung
Angaben in Watt (W)
|
Die Spannung hat einen nicht zu vernachlässigenden Einfluss auf den Stromverbrauch. Der Pentium XE 965 bleibt dennoch sparsamer als sein Vorgänger. Bei guten Mainboards ist es möglich, den Prozessor mit einer niedrigeren Spannung zu betreiben als vorgesehen. Ein Versuch lohnt sich.
Auch bei den Prozessor-Temperaturen hat sich Intel gebessert. Mussten wir beim Pentium XE 955 im BIOS noch erschreckende 70 °C und mehr beklagen, ist der neue Pentium XE 965 trotz des höheren Takts ca. 10 °C kühler. AMDs Athlon 64 FX-60 weiß mit ca. 40 °C zu überzeugen.
Overclocking
Wir haben es in diesem Test mit Intels neuem Spitzenreiter zu tun, der sich in Sachen Stromverbrauch deutlich gebessert hat. Mit dem hohen Preis erkauft man sich einen ganz besonderen Bonus: die freie Wahl des Multiplikators. Beim Intel Pentium XE 965 darf – wie bei bei den Vorgängern 840 und 955 – zwischen einem Multiplikator von 12 und 60 frei gewählt werden. Unsere Erwartungen waren entsprechend groß.

Bereits beim Test des Pentium Extreme Edition 955 [3] wurden wir vom Overclocking-Potential überrascht. Einen Takt von 4,533 GHz bei einer Spannung von 1,375 Volt konnten wir seinerzeit sogar mit Luftkühlung erreichen. Allerdings war ein stabiler Betrieb nicht möglich, da der Prozessor einfach zu heiß wurde. Ein Herabsenken der Spannung führte zu Instabilitäten.
Der Pentium Extreme Edition 965 mit C1-Stepping zeigt sich von einer deutlich besseren Seite. Unser Muster kommt standardmäßig mit einer Spannung von 1,300 Volt (VID) daher und liegt damit im guten Mittelfeld der erhältlichen Modelle (1,25 - 1,40 Volt). Allgemein bieten Prozessoren, die standardmäßig mit der niedrigsten Spannung ausgeliefert werden, einen höheres Overclocking-Potential.
Einen Prozessortakt von 4,266 GHz (16x266 MHz) konnten wir mit unserem Muster bei einer auf 1,2875 Volt herabgesenkten Betriebsspannung stabil erreichen. Auch der Stromverbrauch weiß zu überzeugen und liegt sogar unter dem des Pentium Extreme Edition 955, den wir minimal mit 1,2750 Volt Betriebsspannung betreiben konnten (eine geringere Spannung lässt sich im BIOS unserer Testplatine nicht einstellen). Die nächste Taktstufe von 4,533 GHz (17x266 MHz) wurde erst mit einer Vcore von 1,3750 Volt zu einer stabilen Angelegenheit. In Folge dessen steigt der Stromverbrauch erheblich.
Overclocking: Stromverbrauch
Angaben in Watt (W)
|
Bei einem Takt von 4,8 GHz (18x266 MHz) wollte das System nicht booten. Im Vergleich zum Pentium XE 955 ist mit dem Pentium XE 965 allerdings selbst bei einem Takt von 4,533 GHz ein stabiles Arbeiten ohne Überhitzen möglich. Das C1-Stepping zeigt also Wirkung. Auch an den Betriebstemperaturen macht sich dies bemerkbar. Bei einem Takt von 4,533 wurde der Pentium XE 965 im BIOS mit einer Temperatur von 72 °C angegeben, der Pentium XE 955 wurde schon bei 3,46 GHz wärmer. Unklar ist jedoch, ob man diesen Temperaturangaben trauen kann. Schließlich erkennt das BIOS den neuen Prozessor nicht richtig und auf anderen Mainboards wurden mit 20 °C definitiv falsche Werte gemeldet.
Overclocking: Last (PCMark05)
Angaben in Punkten
|
Das Übertakten des Pentium XE 965 lohnt sich. Insbesondere ein Takt von 4,266 GHz stellt einen guten Kompromiss zwischen Stromverbrauch und Performance dar. Im Vergleich zum Athlon 64 FX-60 lässt sich bei Intel ein deutliches Plus an Performance herausholen. In Sachen Stromverbrauch hat AMD jedoch auch weiterhin die Nase vorne.
Testsysteme
Um einen möglichst fairen Vergleich zwischen den Kontrahenten zu ermöglichen, wurden sämtliche Tests in einem geschlossenen Midi-Tower mit vollständiger Lüfterbestückung (zwei rückseitig saugend, einer beim Festplattenkäfig seitlich blasend) durchgeführt, um so auch auf thermische Probleme bei den Boliden aufmerksam zu werden.
Da bis auf Intels neue Mobil-Prozessoren „Core Duo“ und „Core Solo“ alle Neuvorstellungen von nun an mit 64-Bit-Support ausgestattet sein werden, haben wir uns dazu entschlossen, sämtliche Messungen auf Microsofts Windows XP Professional x64 durchzuführen, um auch hier Vor- und Nachteile der Implementierung aufdecken zu können. Alles in Allem hielten sich die Probleme in Grenzen. Nur Aquamark 3 verweigerte die Zusammenarbeit gänzlich und der PCMark05 störte sich an der 64-Bit-Version des Windows Media Encoder 9. Hier darf ausschließlich die 32-Bit-Version installiert werden. Weitere Einzelheiten folgen im Abschnitt „Benchmarks“.
- Prozessor
- AMD Athlon 64 FX-60 (2,6 GHz)[/b]
- AMD Athlon 64 FX-57 (2,8 GHz)
- AMD Athlon 64 X2 4800+ (San Diego E6)
- AMD Athlon 64 X2 4600+ (Venice E4)
- Intel Pentium Extreme Edition 955 (Presler B1)
- Intel Pentium Extreme Edition 965 (Presler C1)
- Intel Pentium Extreme Edition 840 (Smithfield A0)
- Intel Pentium D 670 (Prescott 2M E0)
- Motherboard
- Athlon 64 Sockel 939 Plattform:
Asus A8N-SLI Premium (nForce 4 SLI) - Bios: 1009 - Pentium 4 Sockel 775 Plattform:
Intel D975XBX (i975X Express) - Bios: BX97510J.86A.0354.2005.1208.1112
Intel D975XBX (i975X Express) - Bios: BX97510J.86A.0807.2006.1403
- Athlon 64 Sockel 939 Plattform:
- Arbeitsspeicher
- 2x512MB DDR400 Corsair TwinXP1024-3200XL (2-3-2-6)
- 2x512MB DDR2-667 Crucial Ballistix (CL5-5-5-12)
- Grafikkarte
- Gigabyte GeForce 7800 GT (PCI Express)
- Peripherie
- Hitachi HDS722516VLSA80
- Netzteil
- Tagan TG480-U22
- Treiberversionen
- nVidia ForceWare 81.98 (x64)
- nVidia nForce 4 AMD Edition 6.69 (x64)
- Intel Chipsatz-Treiber 7.2.2.1006 (x64)
- Intel Audio-Treiber 5.10.4825 (x64)
- Intel Netzwerktreiber 10.2 (x64)
- Intel Southbridge-Treiber 5.5.0.1035 (X64)
- Software
- Microsoft Windows XP Professional x64
- Microsoft DirectX 9.0c December 2005
- Microsoft Windows XP x64 Sicherheitspatches
KB898715, KB890046, KB893756, KB896358, KB896422, KB896424, KB896428, KB896688, KB899587, KB899588, KB899591, KB900725, KB901017, KB902400, KB904706, KB901214 (Patches waren bei Sysmark 2004 SE nicht installiert)
Benchmarks
Sämtliche Benchmarks wurden in einer Auflösung von 1280x1024 bei 75 Hz durchgeführt. Bei allen Spielen wurde außerdem 2xFSAA und 8xAF im Treiber aktiviert.
- Synthetisch
- PCMark05 1.1.0
- System
- 7-Zip 4.32 32-Bit
- 7-Zip 4.32 64-Bit
- Sysmark 2004 SE
- Photoshop CS 2.0
- Winrar 3.51
- Rendering
- Maxon Cinebench 2003 32-Bit
- Maxon Cinebench 2003 64-Bit
- Newtek Lightwave 8.5
- Multimedia
- Nero Recode 2.0 (Nero 7.0)
- Tsunami MPEG Video Encoder Xpress 3.3.7.116
- Apple Quicktime 7.03 Pro
- Microsoft Windows Movie Maker
- Apple iTunes 6.0
- Vorbis Oggdrop XP
- Lame 3.97b 32-Bit
- Lame 3.97a 32-Bit
- Lame 3.97a 64-Bit
- Spiele
- 3DMark03 3.6.0
- 3DMark05 1.2.0
- Battlefield 2 1.03
- FarCry 1.31 32-Bit
- FarCry 1.31 64-Bit
- Fear Multiplayer Demo
- Half-Life 2 Lost-Coast
- Painkiller Battle out of Hell 1.50
- Quake 4 1.04
- Serious Sam 2 Demo
- Unreal Tournament 2004 32-Bit
- Unreal Tournament 2004 64-Bit
PCMark05
Futuremark PCMark05
Angaben in Punkten
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Futuremark PCMark05 Prozessor
Angaben in Punkten
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Futuremark PCMark05 Speicher
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
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Der Athlon 64 X2 4600+ mit E4-Stepping wollte diesen Test nicht mit schneller 1T-Command-Rate bestehen. Aus diesem Grund wurde ausschließlich für den Speichertest von PCMark05 auf 2T umgeschaltet.
Futuremark PCMark05 Grafik
Angaben in Punkten
|
System
Sysmark 2004 SE
Bei SYSmark 2004 SE handelt es sich um eine Benchmark-Suite, die aus diversen Einzelanwendungen besteht, die zu zwei Obergruppen zusammengefasst wurden:
Internet Content Creation (ICC)
- Adobe After Effects 5.5
- Abode Photoshop 7.01
- Adobe Premiere 6.5
- Discreet 3ds max 5.1
- Macromedia Dreamweaver MX
- Macromedia Flash MX
- Microsoft Windows Media Encoder 9 Series
- Network Associates McAfee VirusScan 7.0
- WinZip Computing WinZip 8.1
Office Productivity (OP)
- Adobe Acrobat 5.0.5
- Microsoft Access 2002
- Microsoft Excel 2002
- Microsoft Internet Explorer 6
- Microsoft Outlook 2002
- Microsoft PowerPoint 2002
- Microsoft Word 2002
- Network Associates McAfee VirusScan 7.0
- ScanSoft Dragon NaturallySpeaking 6 Preferred
- WinZip Computing WinZip 8.1
Das Ergebnis des Internet Content Creation und Office Productivity beruht wiederum aus den unter drei verschiedenen Prämissen zusammengefassten Einzeltests:
Internet Content Creation (ICC)
- 3D Creation (3DC)
- 2D Creation (2DC)
- Web Publishing (WP)
Office Productivity (OP)
- Communication (C)
- Document Creation (DC)
- Data Analysis (DA)
Das SYSmark2004-Gesamtergebnis ist jeweils der gerundete Durchschnitt der Einzelergebnisse. Als Basis-System dient ein 2,0-GHz-Intel-Pentium-4 mit Intel-i845-Chipsatz, 512 MB DDR266-Speicher (CL 2.5), Creative Labs SoundBlaster Audigy PCI, ATi-Radeon-9700-Pro-Grafikkarte mit 64 MB und einer 80-GB-IBM-Festplatte. Dieses System erreicht eine Wertung von 100 Punkten. Erreicht ein Computer 200 Punkte im SYSmark2004, so ist dieser doppelt so schnell wie das Basis-System.
Bapco Sysmark 2004 SE - Gesamt
Angaben in Punkten
|
Bapco Sysmark 2004 SE - ICC
Angaben in Punkten
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Bapco Sysmark 2004 SE - 3DC
Angaben in Punkten
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Bapco Sysmark 2004 SE - 2DC
Angaben in Punkten
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Bapco Sysmark 2004 SE - WP
Angaben in Punkten
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Bapco Sysmark 2004 SE - OP
Angaben in Punkten
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Bapco Sysmark 2004 SE - C
Angaben in Punkten
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Bapco Sysmark 2004 SE - DC
Angaben in Punkten
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Bapco Sysmark 2004 SE - DA
Angaben in Punkten
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Photoshop
Photoshop CS2
Angaben in Sekunden
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7-Zip
7-Zip (32-Bit)
Angaben in Minuten, Sekunden
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7-Zip (64-Bit)
Angaben in Minuten, Sekunden
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Winrar
WinRAR 3.51
Angaben in Minuten, Sekunden
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Rendering
Cinema4D
Maxon Cinebench 2003 (32-Bit)
Angaben in Punkten
|
Maxon Cinebench 2003 (64-Bit)
Angaben in Punkten
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Lightwave
Newtek Lightwave 8.5 (32-Bit)
Angaben in Minuten, Sekunden
|
Pov-Ray
POV-Ray 3.7 x64
Angaben in Minuten, Sekunden
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POV-Ray 3.7 x32 SSE2
Angaben in Minuten, Sekunden
|
POV-Ray 3.7 x32
Angaben in Minuten, Sekunden
|
Videoencoding mit Nero Recode, Tsunami Video, Quicktime und Windows Movie Maker
DVD zu DVD5
Nero Recode DVD zu DVD-5
Angaben in Minuten, Sekunden
|
H.264
Nero Recode MPEG2 zu H.264
Angaben in Minuten, Sekunden
|
Nero Recode DV zu H.264
Angaben in Minuten, Sekunden
|
MPEG2 zu x264
Angaben in Sekunden
|
DV zu x264
Angaben in Minuten, Sekunden
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Quicktime: H.264 nach H.264 (iPod)
Angaben in Sekunden
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Divx 6.1
MPEG2 zu DivX 6.1
Angaben in Minuten, Sekunden
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DV zu DivX 6.1
Angaben in Minuten, Sekunden
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MPEG2
DV zu MPEG2
Angaben in Minuten, Sekunden
|
WMV
DV zu WMV
Angaben in Minuten, Sekunden
|
WMV Adv. Prof.
MPEG2 zu WMV9 Adv. Prof.
Angaben in Minuten, Sekunden
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DV zu WMV AVC
Angaben in Minuten, Sekunden
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Audioencoding mit iTunes, Lame und Oggdrop
MP3
Lame: WAV zu MP3
Angaben in Minuten, Sekunden
|
iTunes: WAV zu MP3
Angaben in Minuten, Sekunden
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AAC
iTunes: WAV zu AAC
Angaben in Minuten, Sekunden
|
iTunes: WAV zu Lossless M4A
Angaben in Minuten, Sekunden
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Ogg
Ogg
Angaben in Minuten, Sekunden
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Spiele
3DMark03
Futuremark 3DMark03
Angaben in Punkten
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Futuremark 3DMark03 CPU
Angaben in Punkten
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3DMark05
Futuremark 3DMark05
Angaben in Punkten
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Futuremark 3DMark05 CPU
Angaben in Punkten
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3DMark06
Futuremark 3DMark06
Angaben in Punkten
|
Futuremark 3DMark06 CPU
Angaben in Punkten
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Battlefield 2
Battlefield 2 1.03
Angaben in Punkten
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FarCry
FarCry 1.32 (32-Bit)
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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FarCry 1.32 (64-Bit)
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Fear
Fear
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Half-Life 2
Half-Life 2 Lost Coast (32-Bit)
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Painkiller
Painkiller Booh 1.50
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Quake 4
Quake 4 1.04
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Serious Sam 2
Serious Sam 2
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Unreal Tournament 2004
Unreal Tournament 2004 (32-Bit)
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Unreal Tournament 2004 (64-Bit)
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Multitasking
Dem aufmerksamen Leser sind diese Messungen bereits im Abschnitt Sysmark 2004 SE begegnet, aufgrund ihrer Bedeutung sollen sie an dieser Stelle noch einmal gesondert betrachtet werden. Was macht sie so wichtig? Bei nahezu allen vorangegangen Messungen wurde mit einem klinisch sauberen System ohne Hintergrundapplikationen gearbeitet. Das ist jedoch nicht die Art und Weise wie ein PC für gewöhnlich genutzt wird. Üblicherweise sind Virenscanner im Betrieb, Microsoft Outlook ist offen und im Vordergrund läuft ein Computerspiel oder es wird mit Applikationen wie Word oder Photoshop gearbeitet.
Hier kommt Sysmark 2004 SE ins Spiel, insbesondere die Benchmarks im Teil „Internet Content Creation“, denn sie besitzen ein hohes Maß an Multitasking. Dabei wird auf folgende Anwendungen zurückgegriffen:
- Adobe After Effects 5.5
- Abode Photoshop 7.01
- Adobe Premiere 6.5
- Discreet 3ds max 5.1
- Macromedia Dreamweaver MX
- Macromedia Flash MX
- Microsoft Windows Media Encoder 9 Series
- Network Associates McAfee VirusScan 7.0
- WinZip Computing WinZip 8.1
Über den folgenden drei Diagrammen sind jeweils die Anwendungen aufgelistet, mit denen beim jeweiligen Test parallel gearbeitet wurde. Prozessoren mit mehr als einem Kern haben hier verständlicherweise klare Vorteile. Doch gerade diese Überlegenheit von Dual-Core-Prozessoren beim Multitasking ist es, die beim Arbeiten als erstes positiv auffällt.
3D Studio Max 5.1 + Dreamweaver MX
Bapco Sysmark 2004 SE - 3DC
Angaben in Punkten
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Premiere 6.5 + Photoshop 7.01
Bapco Sysmark 2004 SE - 2DC
Angaben in Punkten
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WinZip 8.1 + Flash MX + Windows Media Encoder +
Dreamweaver MX + VirusScan
Bapco Sysmark 2004 SE - WP
Angaben in Punkten
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Im Vergleich zum Pentium XE 955 macht sich beim XE 965 der höhere Prozessortakt bemerkbar, zum Anspruch auf die Krone reicht es jedoch nicht. AMD kann mit dem FX-60 einen messbaren Vorsprung halten.
Performance-Rating
Auch in diesem Artikel soll nicht auf unser Performance-Rating als übersichtliche Zusammenfassung der Leistung verzichtet werden. Die folgenden Ratings werden errechnet:
- Gesamt
- Spiele
- Office
- Packen
- Multimedia
- Rendering/Raytracing
Das Gesamtrating setzt sich dabei zu gleichen Teilen aus den einzelnen Ratings Office, Spiele, Multimedia und Rendering zusammen. Datenkompression fließt somit nicht in die Bewertung ein, da eine entsprechende Anwendung im Office-Rating vertreten ist.
Performancerating: Gesamt
Angaben in Prozent
|
Das Multimedia-Rating setzt sich aus sämtlichen Video- und Audioencoding-Tests zusammen. Bei der Umwandlung einer WAV-Datei ins MP3-Format mit Lame kommt das Ergebnis der Version 3.97a Alpha 2 (32-Bit) zum tragen, bei Ogg die Ergebnisse, die mit der P4-Version ermittelt wurden.
Performancerating: Multimedia
Angaben in Prozent
|
Das Office-Rating setzt sich vollständig aus den Einzelergebnissen von Sysmark 2004 SE zusammen. Ein Verrechnen mit unseren Photoshop-CS2-Werten oder dem Rating der Datenkompression hielten wir für wenig sinnvoll.
Performancerating: Office
Angaben in Prozent
|
Beim Rating der Datenkompression fließen die gemittelten Ergebnisse von 7-Zip (32-Bit und 64-Bit) und die Einzelergebnisse von WinRAR (Rar, Zip) mit gleicher Gewichtung ein.
Performancerating: Packen
Angaben in Prozent
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Beim Rendering/Raytracing wurden die Ergebnisse von Lightwave (nur 8 Threads) und die gemittelten Werte von Cinebench 2003 (32- und 64-Bit jeweils der Wert für das Rendern mit sämtlichen vorhandenen Prozessoren) sowie Pov-Ray 3.7 (32-Bit, 32-Bit SSE2, 64-Bit) miteinander verrechnet.
Performancerating: Rendering
Angaben in Prozent
|
Im Spiele-Rating finden sich sämtliche Spiele wieder. Sofern bei einer Anwendung Ergebnisse einer 32-Bit- und 64-Bit-Version vorlangen, wurde zuvor ein Mittelwert berechnet. Beim 3DMark03, 05 und 06 wurde nur der Wert in der vorgeschriebenen Testauflösung (1280x1024, 2xFSAA, 8xAF) verwendet. Die Prozessortests fanden keine Berücksichtigung.
Performancerating: Spiele
Angaben in Prozent
|
Da Intels Prozessoren aufgrund der Ergebnisse in den Spielen Serious Sam 2 und Painkiller ungewöhnlich stark leiden, wurden diese beiden Spiele beim Nachfolgenden Rating nicht berücksichtigt. Das Spiele-Rating ohne diese beiden Spiele findet beim Gesamt-Rating jedoch keine Berücksichtigung.
Performancerating: Spiele (nicht alle)
Angaben in Prozent
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Ohne Belang in den Ratings blieben damit die Ergebnisse von Adobe Photoshop CS2, Futuremark PCMark2005 sowie die Prozessortests von 3DMark03 und 05. Wer besonderen Wert auf diese Ergebnisse legt, sollte einen genauen Blick in unsere Messungen werfen.
Fazit
Einen Monat früher als erwartet stellt Intel seinen neuen Pentium Extreme Edition 965 mit 3,73 GHz vor und weiß damit zu überraschen. Der 3,73 GHz schnelle Prozessor zieht im Takt mit den schnellsten Single-Core-Prozessoren gleich und weiß sowohl beim Stromverbrauch als auch bei der Performance zu überzeugen. Wie Intel mitteilt, wird der Prozessor ab Anfang April im Handel angeboten werden.
In Sachen Geschwindigkeit liegt Intels neuer Bolide mit AMD gleich auf. Intel schneidet beim Rendering besser ab, AMD hat Vorteile bei der speicherlastigen Datenkompression und (vereinzelt) in Spielen. Gerade bei Spielen ist es jedoch die Grafikkarte, die (außer bei sehr alten Spielen) das Performance-Limit setzt. Unterm Strich bleibt die Performance auf einem Niveau. Auch im Preis nehmen sich die beiden Top-Prozessoren nichts – beide sind für etwas mehr als 1000 Euro im Einzelhandel erhältlich. Eine klare Kaufempfehlung fällt damit schwer, zumal der Preis, trotz der bei beiden Kontrahenten freien Wahl des Multiplikators, unangemessen hoch erscheint.
AMD kann nach wie vor einen klaren Vorteil beim Stromverbrauch für sich verbuchen. Intel hat mit dem überarbeiten Prozessorstepping des Pentium Extreme Edition 965 zwar einiges an Boden gut gemacht, ist jedoch immer noch weit entfernt. Daran wird sich bis zur Vorstellung der neuen Prozessorarchitektur [15] im dritten Quartal dieses Jahres auch nichts mehr ändern.
Auf der anderen Seite ist das Geschwindigkeitspotential bei Intel derzeit größer. Ohne thermische Probleme lässt sich der Takt des Pentium Extreme Edition 965 auf 4,533 GHz und damit beachtliche 21 Prozent steigern. Beim Athlon 64 FX-60 lässt sich der Takt nur um 8 Prozent erhöhen.
Eine weitere Besonderheit der aktuellen Intel Dual-Core-Prozessoren der gesamten 900-Serie ist die nun hardwareseitig unterstützte Systemvirtualisierung, wie sie von VMware, Xen oder Microsofts Virtual PC bislang vollständig in Software emuliert wurde. Intels Ansatz hört auf den Codenamen Vanderpool [16] und trägt die Marketingbezeichnung Intel Virtualisierungstechnologie [17]. AMD arbeitet unter dem Codenamen Pacifica an einer ähnlichen, jedoch nicht kompatiblen Technik. Sie wird in die zukünftige Prozessorgeneration mit neuem Sockel und DDR2-Speichersupport Einzug halten, welche voraussichtlich am 6. Juni 2006 [18] offiziell vorgestellt wird.
Alles in allem lässt sich die Frage nach „Pentium Extreme Edition 965 oder Athlon 64 FX-60“ nicht eindeutig beantworten. Während der FX-60 beim Kampf gegen den XE 955 der klare Sieger war, hat Intel aufgeholt. Hier muss jeder für sich entscheiden. Beide Boliden bzw. die zugrunde liegenden Mainboard-Plattformen haben Vor- und Nachteile.
Während bei den High-End-Prozessoren Gleichstand herrscht und der alte Pentium Extreme Edition 955 schnell vom Markt verschwinden wird, bereitet sich Intel auf eine Schlacht im Mainstream-Markt vor. Mit einer bisher noch nicht gesehenen, aggressiven Preis-Politik [19] möchte Intel der Konkurrenz das Fürchten lehren, die nicht zuletzt dafür verantwortlich war, dass der Halbleiterriese Anfang März eine Gewinnwarnung abgeben musste [20]. Die folgende Tabelle zeigt Intels Preispläne für den Monat April.
| Modell | Prozessortakt | aktuell in US-Dollar |
ab 23. April in US-Dollar |
ab 30. April in US-Dollar |
Q3 2006 in US-Dollar |
|---|---|---|---|---|---|
| 65 nm Presler, FSB1066, 2x2 MB L2-Cache, VT, EM64T, unlocked | |||||
| Pentium XE 965 | 3,73 GHz | 999 | 999 | 999 | - |
| Pentium XE 955 | 3,46 GHz | 999 | - | - | - |
| 65 nm Presler, FSB800, 2x2 MB L2-Cache, VT, EM64T, locked | |||||
| Pentium D 960 | 3,60 GHz | - | - | 530 | 316 |
| Pentium D 950 | 3,40 GHz | 637 | 316 | 316 | 241 |
| Pentium D 940 | 3,20 GHz | 423 | 241 | 241 | 209 |
| Pentium D 930 | 3,00 GHz | 316 | 209 | 209 | - |
| Pentium D 920 | 2,80 GHz | 241 | 209 | 209 | - |
| 90 nm Smithfield, FSB800, 2x1 MB L2-Cache, EM64T, locked | |||||
| Pentium D 840 | 3,20 GHz | 423 | - | - | - |
| Pentium D 830 | 3,00 GHz | 316 | - | - | - |
| Pentium D 820 | 2,80 GHz | 241 | 209 | 209 | - |
In wie fern der 23. April für die Preisrunde und der 30. April für die Vorstellung des Pentium D 960 weiterhin Bestand haben, ist derzeit unklar. Schließlich wurde auch der Pentium XE 965 früher vorgestellt als erwartet. Sicher ist aber: Im April purzeln die Preise. Damit und durch das neue C1-Stepping, das auch bei den Prozessoren der „Pentium D 900“-Familie zum Einsatz kommen wird, steigt die Attraktivität von Intel beachtlich.
















