Vorwort
Anmerkung: Mit einem sehr kurzfristig anberaumten Briefing vor zwei Tagen am 26. März 2008 hat AMD einige Aussagen des in wochenlanger Arbeit angefertigten Artikels zumindest teilweise über den Haufen geworfen. Diese Änderungen bleiben jedoch nicht unbeachtet und werden in Kürze als Update erscheinen. Die Kernaussagen sowie die Benchmark-Ergebnisse und das wichtige Preis-Leistung-Verhältnis sind davon jedoch nicht betroffen, weshalb wir unseren Lesern diesen umfangreichen Artikel nicht vorenthalten wollen.
Am 19. November 2007 startete AMD mit der Spider-Plattform einen Großangriff auf die Bastion Intel. Neue Chipsätze, neue Grafikkarten und – als Hauptakteur – ein neuer Prozessor, der „Phenom“, sollten dem Marktführer endlich wieder ordentlich Konkurrenz verschaffen. Doch wie so oft kam alles anders als ursprünglich gedacht. Während die Grafikkarten in der Tat sehr gut eingeschlagen und auch die Mainboard-Chipsätze der 7-Series ihr Können inzwischen bewiesen haben, war gleichzeitig mit der CPU das größte Sorgenkind geboren. Dabei hatte AMD sogar noch vor dem Start zugeben müssen, dass der Prozessor einen Fehler enthält, der zu Leistungseinbußen führt. Hinzu kamen Taktraten, die weit unter den Erwartungen lagen, was sich prompt in teilweise vernichtenden Tests des Prozessors niederschlug.
Heute nun wollen wir alle verfügbaren und zukünftigen Varianten des AMD Phenom auf Basis des „Agena“-Kerns in unseren eigenen vier Wänden näher beleuchten. In wochenlangen Tests haben wir uns auch des TLB-Bugs angenommen und die Performance ermittelt, die ein überarbeitetes B3-Stepping gegenüber der aktuellen Revision B2 zeigen wird, wenn es in wenigen Wochen offiziell auf dem Markt erscheint. Herausgekommen sind am Ende Leistungsmessungen zu satten neun verschiedenen Modellen mit vier Kernen. Ihnen gegenüber stellen wir auch ein altes Modell von AMD, um zu zeigen, was sich mit der neuen Generation wirklich geändert hat. Zu diesem Zweck haben wir einen Athlon 64 X2 6000+ eingeladen, den wir auf derselben Taktfrequenz wie ein Modell mit vier Kernen betrieben haben. Natürlich bleibt in einem weiteren Durchlauf auch die maximale Leistung des 3-GHz-Boliden erhalten, damit er nochmals zeigen kann, was er auf einem modernen AMD-790FX-Mainboard zu leisten im Stande ist.
Den alten und neuen AMD-Prozessoren stellen wir darüber hinaus auch alle bisher getesteten Intel-Prozessoren gegenüber, so dass ein großer Schlagabtausch stattfinden kann: Elf AMD-Prozessoren treffen auf elf CPUs aus dem Hause Intel. Dies mag in vielerlei Hinsicht auf dem Papier nicht immer fair erscheinen, jedoch wird das abschließende Preis-Leistung-Rating aufzeigen, welche CPUs die besten Prozessoren für das meist viel zu knappe Geld sind. Und dieses Ranking, soviel sei zu Beginn gleich gesagt, verspricht einige Überraschungen.
Überblick
Einen guten, ersten Überblick über die neuen Eigenschaften eines AMD Phenom liefert das kleine Tool CPU-Z [1]. So wird beispielsweise der hier links abgebildete Prozessor mit dem Barcelona-Kern und einer Thermal Design Power von 95 Watt wie alle aktuellen Phenom-Modelle im Stepping „B2“ ausgeliefert. Im 2. Quartal 2008 wird dann die im rechten Bild erkenntliche Revision „B3“ auf den Markt kommen und die bekannten Probleme mit dem so genannten TLB-Bug beheben und schnellere Prozessoren mit 2,4 GHz und darüber hinaus ermöglichen. Der L2-Cache aller aktuellen und kommenden Phenom besitzt eine Größe von 4 x 512 KB und erstmals seit geraumer Zeit kommt bei AMD auch wieder ein L3-Cache in der Größe von 2 MB zum Einsatz. Die Spannung unserer 2,2 und 2,3 GHz schnellen Prozessoren rangiert mit offiziellen 1,25 Volt etwas unter der des bisherigen Athlon 64 X2, das Engineering Sample des 2,4 GHz schnellen Phenom arbeitet außer Konkurrenz mit 1,3 Volt. Zu den unterstützten Befehlssätzen gehören neben den alt bekannten Erweiterungen wie 3DNow! und MMX auch die neuen Streaming SIMD Extensions (SSE) in der Version 4A, die aber nicht kompatibel mit Intels SSE4.1 sind.


Der erste gravierende Unterschied zu bisherigen Modellen von AMD besteht neben dem L3-Cache in der Anzahl der Kerne. Aber auch die weiteren Eigenschaften des Prozessors und sein Ökosystem wurden auf den aktuellen Stand gebracht. Der HyperTransport-Link wurde auf bis zu 2.000 MHz angehoben und auch der Arbeitsspeicher arbeitet fortan mit der Frequenz, die man ihm zuweist. Auf viele dieser Einzelheiten gehen wir in den folgenden Abschnitten näher ein.
Runde 460 Millionen Transistoren vereint AMD auf einem neuen Prozessor mit vier Kernen. Die 65-nm-Fertigung erlaubte dabei die Verdoppelung der Anzahl der Transistoren, welche beim Athlon 64 X2 mit zwei Kernen bei etwa 227 Millionen lag. Fasst man die neuen und alten Eckdaten der Prozessoren in einem Schaubild zusammen, zeigen sich die markanten Unterschiede zum Vorgänger, aber auch zum direkten 65-nm-Konkurrenten von Intel, Codename Kentsfield, auf. Auch viele Gemeinsamkeiten sind bei den Prozessoren zu finden, insbesondere wenn man sich den K8 und den K10 genauer ansieht.
Neben einem handelsüblichen Phenom 9500 haben wir auch einen Prozessor mit freiem Multiplikator in den Test einbezogen, mit dem sich viele Aussagen über die nahe Zukunft treffen lassen. Mit diesen beiden Modellen lassen sich ganze acht Phenom-Prozessoren nachbilden, die bereits jetzt verfügbar sind, oder in den kommenden Wochen und Monaten auf den Markt kommen sollen.



Die vereinfachte Abbildung eines Prozessors wollen wir jedoch nicht allein im Raum stehen lassen. Im Detail sieht ein AMD Phenom natürlich weit komplizierter aus. Man erkennt, dank der Beschriftung des ersten Kerns, welches technische Bauteil sich genau an welcher Stelle im Prozessor befindet. Die Aufteilung des L1-Caches in seine zwei unterschiedlichen Bereiche ist dabei genau so aufgezeigt wie die Positionierung des pro Kern zur Verfügung stehenden L2-Caches und des umrahmenden L3-Caches, auf den jeder Kern zugreift.
Die Vielfalt aktueller Prozessoren macht AMDs Produktportfolio teilweise sehr unübersichtlich. In einigen Bereichen tummeln sich vier verschiedene Prozessorkerne mit jeweils unterschiedlichem L2-Cache, die sich lediglich zwei Namen teilen. Hinzu kommt der Faktor, dass AMD den Athlon 64 X2 Zug um Zug von 90 auf 65 nm umstellt, was zum Teil erneut doppelte Belegungen der Bezeichnungen zur Folge hat. Die folgende Tabelle versucht, den Überblick und die Unterschiede zwischen den Varianten zurück zu gewinnen.
| Merkmale | AMD Phenom | Athlon 64 X2 | Athlon 64 Sempron 64 |
|---|---|---|---|
| Logo | ![]() |
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| Codename | Agena Barcelona (Deerhound) |
Windsor (1 MB/512 kB) Brisbane (512 kB) |
Lima (512 kB) Manila (256 kB/128 kB) Sparta (512 kB/256 kB) Orleans (1 MB/512 kB) |
| Taktrate oder Modellnummer (Takt in GHz) |
9950 (2,6 GHz) 9850 (2,5 GHz) 9750 (2,4 GHz) 9650 (2,3 GHz) 9600 (2,3 GHz) 9550 (2,2 GHz) 9500 (2,2 GHz) 9150e (1,8 GHz) 9100e (1,8 GHz) |
3800+ (2,0 GHz, 2x 512 kB) 3800+ EE (2,0 GHz, 2x 512 kB) 4000+ (2,1 GHz, 2x 512 kB) 4200+ (2,2 GHz, 2x 512 kB) 4200+ EE (2,2 GHz, 2x 512 kB) 4400+ (2,3 GHz, 2x 512 kB) 4600+ (2,4 GHz, 2x 512 kB) 4600+ EE (2,4 GHz, 2x 512 kB) 4800+ (2,5 GHz, 2x 512 kB) 5000+ (2,6 GHz, 2x 512 kB) 5000+ EE (2,6 GHz, 2x 512 kB) 5200+ (2,7 GHz, 2x 512 kB) 5200+ (2,6 GHz, 2x 1 MB) 5200+ EE (2,6 GHz, 2x 1 MB) 5400+ (2,8 GHz, 2x 512 kB) 5600+ (2,8 GHz, 2x 1 MB) 6000+ (3,0 GHz, 2x 1 MB) 6000+ EE (3,0 GHz, 2x 1 MB) 6400+ (3,2 GHz, 2x 1 MB) BE-2300 (1,9 GHz, 2x 512kB) BE-2350 (2,1 GHz, 2x 512kB) BE-2400 (2,3 GHz, 2x 512kB) |
Athlon 64 4000+ (2,6 GHz, 512kB) 3800+ (2,4 GHz, 512 kB) 3500+ (2,2 GHz, 512 kB) 3200+ (2,0 GHz, 512 kB) 3000+ (1,8 GHz, 512 kB) LE-1600 (2,2 GHz, 1 MB) LE-1620 (2,4 GHz, 1 MB) LE-1640 (2,6 GHz, 1 MB) Sempron 64 3800+ (2,2 GHz, 256 kB) 3600+ (2,0 GHz, 256 kB) 3500+ (2,0 GHz, 128 kB) 3400+ (1,8 GHz, 256 kB) 3200+ (1,8 GHz, 128 kB) 3000+ (1,6 GHz, 256 kB) 2800+ (1,6 GHz, 128 kB) LE-1100 (1,9 GHz, 256 kB) LE-1150 (2,0 GHz, 256 kB) LE-1200 (2,1 GHz, 256 kB) LE-1250 (2,2 GHz, 256 kB) LE-1300 (2,3 GHz, 256 kB) |
| Fertigung | 65 nm | 90 nm 65 nm |
90 nm |
| Sockel | Sockel AM2+ (940) | Sockel AM2 (940) | Sockel AM2 (940) |
| Quad-Core | ✓ | X | X |
| Dual-Core | X | ✓ | X |
| Multithreading | ✓ | X | X |
| Frontside-Bus | entfällt | entfällt | entfällt |
| Frontside-Bus-Last | entfällt | entfällt | entfällt |
| Peripherieinterface | 14,4 GB/s HyperTransport | 8 GB/s HyperTransport | 8 GB/s HyperTransport 6,4 GB/s HyperTransport |
| Speichercontroller | integriert für DDR2-1.066 |
integriert für DDR2-800 |
integriert für DDR2-667 |
| Transistoren | 463 Mio. (4x 512 kB + 2MB) | 153,8 Mio. (2x 512 kB) 227,4 Mio. (2x 1MB) |
kA (128 kB) 81,1 Mio. (256 kB) 81,1 Mio. (512 kB) |
| Chipgröße | 283 mm² | 183 mm² (2x512 kB) 230 mm² (2x 1MB) |
kA (128 kB) 103 mm² (256 kB) 103mm² (512 kB) |
| L1-Execution-Cache | 4x 64 kB | 2x 64 kB | 64 kB |
| L1-Daten-Cache | 4x 64 kB | 2x 64 kB | 64 kB |
| L2-Cache | 4x 512 kB | 2x 512 kB 2x 1024 kB |
128 kB 256 kB 512 kB |
| L2-Anbindung | 128 Bit | 128 Bit | 128 Bit |
| L2-Modus | L1 exklusiv | L1 exklusiv | L1 exklusiv |
| L3-Cache | 2 MB (shared) | - | - |
| L3-Modus | L2 exklusiv | - | - |
Auffälligkeiten
Da es sich bei den Komponenten im Testsystem komplett um im Handel verfügbare und zum Teil auch dort erworbene Prozessoren handelt, wollen wir einen Einblick in die Probleme geben, die uns in den Tagen und Wochen vor dem und beim Test aufgefallen sind.
Bereits im Dezember haben wir den Grundstein für diesen umfangreichen Artikel gelegt, jedoch gab es einige Rückschläge. Den größten und auch noch offiziell abgesegneten Umstand steuerte AMD in Form des TLB-Bugs dabei selbst bei. Der Hersteller rief alle Mainboardfabrikanten dazu auf, ihre Platinen mit einem entsprechenden Fix auszurüsten, so dass der Prozessor zwar künstlich gebremst, dafür aber zu 100 Prozent sicher laufen wird. Dabei tat sich für den Test natürlich die Frage auf, wie genau wir diesen „Workaround“ am besten handhaben sollen. Nach Rücksprache mit einigen Mainboardherstellern wurde schnell klar, dass die meisten den Fix in Kürze implementieren würden. Einige Anbieter würden darüber hinaus aber eine Option im BIOS bereitstellen, die dem Nutzer die Wahl lässt, ob er ein Plus an Geschwindigkeit mit dem Risiko für einen Fehler selbst wählen möchte. Gegen Ende Dezember standen die offiziellen BIOS-Varianten bereit, die es erlaubten, den TLB-Fix ein- bzw. auszuschalten.
Nachdem diese Position geklärt war, blieben die Platinen von Asus und Gigabyte übrig, zwischen denen die Wahl getroffen werden musste. Da das Asus M3A32-MVP Deluxe in der neuen Revision 1.02G aber den Dienst verweigerte, griffen wir zwangsweise zum Gigabyte MA790FX-DQ6. Dieses wurde für die ersten Tests mit der neuesten BIOS-Version F3 bespielt, so dass der TLB-Fix selbst eingestellt werden konnte.
Nach einigen Neustarts und ersten Benchmarks stellten sich dann jedoch die ersten Merkwürdigkeiten ein. Während der DDR2-Speicher von Aeneon bei einem Athlon 64 X2 6000+ problemlos lief, gab es mit dem Phenom 9500 Fehler. Mit dem Wechsel auf den Speicher von OCZ waren die Probleme urplötzlich gelöst. Eine weitere Auffälligkeit war darüber hinaus bereits beim Betreten des BIOS' zu bestaunen: Ab und zu fror nach zwei bis zehn Sekunden im BIOS der Rechner komplett ein, ohne dass man auch nur eine Einstellung geändert hatte. Selbst der Wechsel des Speichermodus' oder das Ein- oder Ausschalten des TLB-Fixes wurde so zu einem Glücksspiel. Doch diese Hänger waren nicht auf das BIOS beschränkt. Selbst beim normalen Hochfahren des Rechners waren, bis auf dem Bildschirm die IRQ-Belegung aufgezeigt wird, sporadische Hänger an der Tagesordnung. Wurde dieser Punkt jedoch erst einmal überschritten und Windows geladen, lief das System vollkommen stabil und stürzte nicht ein einziges Mal ab.
In Windows Vista gab es dann und wann allerdings wieder etwas anderes zu bemerken: Einige Male wurden dem Quad-Core-Prozessor die Kerne geraubt! Sporadisch trat dieses äußerst skurrile Phänomen auf, das sich sofort in den Benchmarks niederschlug und auch in CPU-Z bewiesen werden konnte. Vollkommen zufällig wurde der Phenom manchmal nur mit drei Kernen, mal zwei, aber auch das eine oder andere Mal nur mit einem Kern zum Arbeiten bewegt. Dies hatte unter anderem auch zur Folge, dass zum Beispiel Quake 4 den Multi-Core-Support im Spiel deaktiviert, beim Start mit allen vier Kernen aber nicht wieder allein aktiviert – eine Tatsache, auf die wir mehr als einmal hereingefallen sind. Die Ursache konnten wir bisher nicht in Erfahrung bringen, sie könnte sowohl beim Mainboard, als auch beim Betriebssystem oder direkt an der CPU liegen. Nach einem Neustart waren jedes Mal alle vier Kerne wieder arbeitswillig.
Das zweite Mysterium betraf die Cool’n’Quiet-Funktion des Prozessors, die sich über die Energieeinstellungen des PCs direkt in Windows Vista regeln lässt. Klappte diese Prozedur das eine Mal vollkommen korrekt, war nach einem Neustart die Einstellung in den Energieoptionen plötzlich gar nicht mehr verfügbar und die CPU arbeitete auch im Ruhezustand immer mit maximalem Takt und maximaler Spannung. Auch der Prozessortreiber von AMD für den Phenom brachte keine Abhilfe. Wie aus dem offiziellen Forum von Gigabyte [2] hervorgeht, ist dieses Problem in der Zwischenzeit bekannt und soll demnächst gelöst werden. Ursache ist unter anderem die Auswahlmöglichkeit im BIOS, den Multiplikator selbst festzulegen, anstatt ihn automatisch erkennen zu lassen. Dies hat zur Folge, dass selbst dann, wenn man den Multiplikator von Hand auf den Referenzwert einstellt, Cool’n’Quiet unter Windows nicht funktioniert. Da wir die Option aber nur zur Feststellung des Leistungsverbrauchs benötigten, gewichtet dieses Problem in unserem Test nicht all zu schwer.
Alles in allem gesehen kommt man sich jedoch auch einige Monate nach dem offiziellen Start der Plattform des Öfteren noch vor wie ein Beta-Tester für ein neues Produkt. Kleinere Kinderkrankheiten, alles nicht wirklich von Belang, nerven auf Dauer eigentlich nur, ohne dass sie großen bzw. eigentlich gar keinen Schaden anrichten. Da man diese Probleme zuletzt von den Tests mit neuen X38-Platinen von Intel nebst passenden Penryn-Prozessoren gar nicht mehr kannte, fielen die genannten Dinge besonders auf. Dort wurden die meisten Probleme aber schon mit der P965-Generation gelöst, die ähnliche Krankheiten vorweisen konnte. Einige dieser aktuellen, kleineren Bugs werden in naher Zukunft sicher noch durch optimierte Treiber und BIOS-Updates gelöst. Jedoch sollten diese Ereignisse unserer Ansicht nach, da es sich komplett um im Handel verfügbare Produkte handelt, zum aktuellen Zeitpunkt nicht vollkommen ungenannt bleiben.
Besondere Messungen
Arbeitsspeicher
Der Phenom unterscheidet sich von den bisherigen AMD-Prozessoren in einigen Punkten – rein äußerlich, wenn es um die Wahl des Taktes geht, aber auch intern, zum Beispiel beim Thema der Kommunikation des Arbeitsspeichers und deren Einstellungen. Beim Phenom wird erstmals der Speichertakt nicht mehr vom Prozessortakt abgeleitet, da als Grundlage nur der Referenztakt der CPU dient. In der Praxis heißt dies, dass sich mit der Erhöhung des Frontside-Bus logischerweise auch der Speichertakt erhöht, jedoch nicht mehr, wie zu K8-Zeiten, wenn am Multiplikator geschraubt wird. Der Standard DDR2-1066, was erstmals mit dem AMD Phenom zur Verfügung steht, ist bei jedem Modell, egal mit welchem Referenztakt dieses arbeitet, auch wirklich DDR2-1066. Damit ist der erste Grundstein zu Gunsten des neuen Prozessors gelegt.
Beim K8 hingegen war der Speichertakt bei jedem Modell ein anderer, wie unsere Tabelle noch einmal verdeutlicht. Der Speichertakt konnte nicht wirklich frei gewählt werden und damit wurde z.B. DDR2-800-Speicher nicht immer mit den vorgesehen 400 MHz betrieben. Diese Eigenheit des integrierten Speichercontrollers ist jedoch schon seit Jahren bekannt und sorgte bereits im Sockel 754, Sockel 939 und Sockel 940 für nicht immer ganz korrekte Taktraten [3]. Durch halbe Multiplikatoren hat sich dies sogar noch verstärkt.
| Prozessortakt | DDR2-400 (Ziel: 200 MHz) |
DDR2-533 (Ziel: 266 MHz) |
DDR2-667 (Ziel: 333 MHz) |
DDR2-800 (Ziel: 400 MHz) |
|---|---|---|---|---|
| 1,6 GHz (8x200) | 200 MHz (Teiler 8) |
266 MHz (Teiler 6) |
320 MHz (Teiler 5) |
- |
| 1,8 GHz (9x200) | 200 MHz (Teiler 9) |
257 MHz (Teiler 7) |
300 MHz (Teiler 6) |
360 MHz (Teiler 5) |
| 2,0 GHz (10x200) | 200 MHz (Teiler 10) |
250 MHz (Teiler 8) |
333 MHz (Teiler 6) |
400 MHz (Teiler 5) |
| 2,2 GHz (11x200) | 200 MHz (Teiler 11) |
244 MHz (Teiler 9) |
314 MHz (Teiler 7) |
366 MHz (Teiler 6) |
| 2,4 GHz (12x200) | 200 MHz (Teiler 12) |
240 MHz (Teiler 10) |
300 MHz (Teiler 8) |
400 MHz (Teiler 6) |
| 2,6 GHz (13x200) | 200 MHz (Teiler 13) |
260 MHz (Teiler 10) |
325 MHz (Teiler 8) |
371 MHz (Teiler 7) |
| 2,8 GHz (14x200) | 200 MHz (Teiler 14) |
254 MHz (Teiler 11) |
311 MHz (Teiler 9) |
400 MHz (Teiler 7) |
| 3,0 GHz (15x200) | 200 MHz (Teiler 15) |
250 MHz (Teiler 12) |
333 MHz (Teiler 9) |
375 MHz (Teiler 8) |
„Ganged“ vs. „Unganged“
Erstmals unterstützt AMDs neuer Phenom-Prozessor verschiedene Speichermodi. Die Optionen „Ganged“ und „Unganged“ beschreiben dabei die Arbeitsweise des Speichercontrollers des K10. Der neue Modus „Unganged“ soll speziell bei speicherlastigen Anwendungen Performancegewinne versprechen, in dem die volle Bandbreite zur Verfügung steht. Das folgende Bild erklärt dabei die Arbeitsweise des Controllers in der jeweiligen Einstellung.
Die Einstellung des Arbeitsspeichers in die Variante „Ganged“ oder „Unganged“ ist den meisten Programmen jedoch noch viel zu neu, so dass diese fehlerhaft oder gar nicht erkannt werden. Dies hat zur Folge, dass zum Beispiel der „Unganged“-Modus als Single-Channel-Speicher erkannt wird, selbst von AMD-eigenen Tools wie OverDrive. Ähnlich geht es dabei auch Everest in der offiziellen Version 4.20, quasi alle bisherigen CPU-Z-Varianten sind ebenfalls betroffen. Erst die am 8. Februar 2008 erschienene Version 1.44 von CPU-Z erkennt viele Dinge des Phenom im Zusammenspiel mit neuen Hauptplatinen vollkommen korrekt, unter anderem die richtige Einstellung des HT-Links und natürlich des Speichers und dessen eingestellten Modus.




Genau so wie die Programme diesen Modus erkennen – oder eben auch nicht – so wird dieser gehandhabt. Während zum Beispiel die integrierte Benchmark-Funktion von Everest dem Ganged-Modus eine schnellere Performance bescheinigt, ist es bei dem Speicherbenchmark von SiSoft Sandra genau umgekehrt. Dort kann der Unganged-Modus fast 10 Prozent mehr Speicherbandbreite für sich verbuchen, während der Vorteil von Everest im Unganged-Modus bei lediglich runden fünf Prozent liegt. In den meisten Anwendungen ist aber quasi kein Unterschied zwischen den beiden Modi zu begutachten. Da die Variante Unganged aber erstmals mit der neuen Prozessorgeneration und den dazu passenden Mainboards der Spider-Plattform zur Verfügung steht, haben wir den kompletten Test im Modus Unganged durchgeführt. Je nach Einsatz des PCs sollte der geneigte Käufer dieses aber selbst überprüfen und somit heraus finden, welches für ihn die vorteilhafteste Lösung ist – ein wirkliches Patentrezept gibt es aktuell nicht.
Das TLB-Dilemma
Kein Wort, vielmehr nur ein Kürzel, sorgte seit dem Start des neuen Prozessors für mehr Aufsehen: TLB. Genauer gesagt ist die Rede vom „TLB-Erratum 298“. Dies ist ein Fehler in der Speicherverwaltung des Prozessors, der zu Datenverlusten führen kann. Traditionell wird in einem Prozessor jede angeforderte virtuelle Adresse zuerst durch die „Memory Management Unit“ in eine physische Adresse umgerechnet, bevor sie auf den Adressbus geschrieben wird. Die MMU verfügt über spezielle Cache-Speicher, den Translation Lookaside Buffer (TLB), welcher jeweils die letzten Adressübersetzungen in Form einer Tabelle abspeichert. Dabei wird die virtuelle (logische) Adresse in mehreren Arbeitsschritten zu einer meist baumartig organisierten Seitentabelle zur physischen Adresse umgerechnet. Dieser zeitintensive Vorgang wird aus Performancegründen im TLB gepuffert. Der TLB kann eine begrenzte Menge dieser Einträge halten und dadurch Ausführung von Speicherzugriffen deutlich beschleunigen. Durch den Fehler in diesem Bereich war AMD gezwungen, Teile davon komplett zu deaktivieren – der sogenannte TLB-Fix war geboren.

AMD hat nach dem Bekanntwerden des Fehlers die Auslieferung der Server-Prozessoren des Typs Opteron auf Basis des gleichen Barcelona-Kerns eingefroren, bis ein neues Stepping zur Verfügung steht, da dort dieser Fehler eher auftreten könnte als bei den Desktop-Modellen. Trotzdem hat AMD auch Mainboardherstellern der neuen Platinen eine Weisung mit auf den Weg gegeben, einen Fix in ihre Platinen zu integrieren, der das Problem behebt. Dies hat aber zur Folge, dass teilweise massive Einbrüche in der Performance zu sehen sind, während AMD großzügig von maximal 10 Prozent weniger Leistung spricht.
Ende Februar, der Artikel war eigentlich schon fertig, hat es AMD endlich geschafft, den Fehler offiziell in ihren Revisionsguide aufzunehmen. Seite 39 des besagten PDF-Dokuments [4] zeigt die genaue Fehlerbeschreibung, die wir an der Stelle einfügen möchten. Wirklich schlauer ist man nach dem Lesen dieser Informationen aber auch nicht.
Das besagte Dokument offenbart zudem weitere kleine Fehler, die in einem kommenden Stepping behoben werden, was nicht zwangsläufig bedeutet, dass dies alles im B3-Stepping geschieht. So liefern die internen Sensoren der neuen Prozessoren widersprüchliche Temperaturwerte, so dass AMD sogar empfiehlt, diese nicht zu nutzen. Dieses Erratum 319 wiegt dabei sicherlich weniger schwer als der Fehler 309, der von Abstürzen unter bestimmten Bedingungen berichtet. All diese kleinen Fehler hat jedoch jeder Prozessor unabhängig des Herstellers, so dass wir darauf nicht näher eingehen. Interessierte finden das komplette Dokument zum AMD Phenom [3] direkt bei AMD.
Das kleine Tool AMD OverDrive (AOD) erlaubt es, im laufenden Betrieb unter Windows den TLB-Fix auszuschalten. Als Status-Anzeige, aber auch als zu verstellendes Element dient dabei die kleine grüne Lampe in der rechten oberen Ecke. Ist diese lediglich grün, heißt es, dass der TLB-Patch initialisiert ist und das System „absolut sicher“ läuft. Wird die grüne Lampe jedoch von einer gelben Umrandung geschmückt, ist der TLB-Patch aus, was eine höhere Performance verspricht. Die dritte, rote Umrandung setzt zudem einige Register in einen schnelleren Modus, welches an besonderen Stellen noch einmal einige Prozent Leistungszuwachs versprechen soll. Da die Unterlagen und Beschreibung der drei Modi sehr zu wünschen übrig lassen, sind genaue Details leider Mangelware.
In den ersten Gehversuchen mit dem Tool wurde schnell klar, was dieses von den Mainboardeinstellungen im BIOS übernimmt. War der TLB-Fix im BIOS eingeschaltet, leuchtet in Windows die Lampe grün, war er aus wurde bei Start des Tools eine gelbe Umrandung gezeigt. Wollte man diesen aber in die eine oder andere Richtung zurückstellen, kam es zu merkwürdigen Ergebnissen. In der Praxis bedeutet dies, dass mit einem eingeschalteten TLB-Fix das System stabil lief und man diesen in Windows auch (theoretisch) ausschalten konnte. Nimmt man dieses aber in Angriff, kommen nicht die gleichen Ergebnisse zum Vorschein, als wenn man den TLB-Fix gleich im BIOS aus gelassen hätte. Auch anders herum zeigt sich ein ähnliches, manchmal aber auch skurriles Bild – TLB-Fix im BIOS aus, dann unter Windows an, ist manchmal nochmals leicht langsamer als eine Aktivierung direkt im BIOS, manchmal aber auch leicht schneller, wie die folgenden Diagramme zeigen. Dies mag ein Grund sein, warum das Tool von AMD seit Monaten immer noch im Beta-Status verharrt und vom Hersteller bisher nur über Dritt-Anbieter – selbst auch auf der eigenen Seite – publiziert wird.
Einige Testergebnisse wollen wir aber doch aufzeigen, in denen wir den „sicheren Modus“ von AMD nutzen. Dazu ist der TLB-Fix im BIOS eingeschaltet, alle anderen Optionen werden nur über OverDrive gesteuert. Parallel dazu zeigen wir aber gleich auch das Ergebnis auf, welches zustande kommt, wenn man den TLB-Fix ausschaltet und dann in OverDrive herumspielt.
AMD OverDrive – Latenz
Angaben in Nanosekunden
|
AMD OverDrive – Prozessor
Angaben in Punkten
|
AMD OverDrive – Speicher
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
Die Ergebnisse in den theoretischen Tests wie der Speicherlatenz von Sciencemark oder SiSoft Sandra sind zum Teil erschreckend. Wie stark der TLB-Bug doch einschränkt, ist am besten an den Latenzzeiten zu erkennen. Die Schwankungen von AOD werden aber wie bereit beschrieben auch noch einmal aufgezeigt. Zwar sind diese nicht besonders groß, Cinebench legt diese jedoch dar. Lässt man beispielsweise den TLB-Fix aus, schaltet ihn unter Windows dann aber ein, ist das System immer noch schneller, als wenn man den TLB-Fix im BIOS direkt einstellt. Eine Differenz von 200 Punkten im Multi-Core-Test von einem zum anderen Modus ist zwar kein hoher Prozentsatz, jedoch liegt er weitab, um als Schwankung im Messergebnis durchzugehen. Andererseits liefert Cinebench jedoch auch merkwürdige Ergebnisse. So ist der Single-Core-Test im grünen und gelben Modus gleich schnell, legt im roten Bereich aber um 200 Punkte zu. Parallel dazu ist der Multi-Core-Test in identischen Bedingungen nur im grünen Modus 200 Punkte langsamer, während der gelbe und rote Modus gleich schnell arbeiten. Ist der TLB-Fix bereits im BIOS festgelegt, lassen sich einige Anwendungen auch im gelben oder roten Modus nicht zu einer Leistungssteigerung bewegen, wie der Speichertest von Sandra eindrucksvoll unter Beweis stellt. Die Anwendung einer Software unter Windows, die die Hardware verändern soll, bleibt also in diesem Falle ein sehr zweischneidiges Schwert.
Rating AMD OverDrive & TLB-Fix
Angaben in Prozent
|
Zusammenfassend lässt sich deshalb sagen, dass der rote Modus durchweg der schnellste ist und an AMD OverDrive auf dem Weg zur maximalen Performance kaum ein Weg vorbei führen dürfte. Eine Variante bleibt aber weiterhin verfügbar, wenn man nicht so sehr auf Software im Beta-Status steht. Cool’n’Quiet einfach im BIOS deaktivieren und dazu den TLB-Fix ausschalten (sofern es denn möglich ist) – schon ist für die maximal mögliche Performance der Grundstein gelegt, da man sich auch ohne die Software AMD OverDrive ganz allein durch die hardwareseitigen Einstellungen durchweg auf Höhe des ersten und zweiten Platzes unseres Ratings bewegt.
In den letzten Tagen des Tests vermehrten sich die Meldungen in Foren, dass das Service Pack 1 für Windows Vista den TLB-Fix auf jeden Fall in Betrieb nimmt, egal was vorher im BIOS eingestellt wurde. Tests in der Redaktion können diese Einstellungen unter Windows Vista Ultimate x64 bestätigen. Der TLB-Fix kann mit dem Service Pack 1 nur mit AMD OverDrive in Windows direkt wieder zurückgeschaltet werden. Dadurch würde man in unserer Performance-Tabelle auf den dritten Platz abrutschen. An dieser Stelle können dann nur noch Einträge direkt in das Register helfen, was jedoch nur Profis empfohlen ist, oder das Warten auf das B3-Stepping, das diesen gesamten Abschnitt des Artikel ad acta legt. Wer genau wissen möchte, wie das Deaktivieren des TLB-Patches auch unter Vista mit dem SP1 gelingt, dem sei der ausführliche Bericht unserer Kollegen von Planet3DNow! [5] ans Herz gelegt, der zeigt, wie mit dem Tool CrystalCPUID der Patch im Autostart von Windows Vista deaktiviert wird.
Northbridge-Takt & HT-Link
Der Unterschied in den einzelnen Phenom-Prozessoren liegt im Detail. Dieses ist zum einen für jedermann gleich sichtbar, zum Beispiel in Form der Taktfrequenz, steckt aber auch weitergehend in tieferen Gefilden. Die Versionen Phenom 9500 und 9600 besitzen eine Northbridge-Frequenz von 1,8 GHz. Genau diese Taktung schließt aber auch die Frequenz mit ein, mit der sowohl L3-Cache als auch der HyperTransport-Link (HT-Link) betrieben werden. Bei den Varianten ab 2,5 GHz, genauer gesagt bei den Modellen Phenom 9850 und 9950, wird dieser auf 2 GHz erhöht. Der Phenom 9750 wurde in letzter Sekunde auf den gleichen HT-Link von 1,8 GHz herunter gestuft, den die aktuellen Phenom 9500 und 9600 haben. Im Gegensatz dazu sollte ursprünglich der Phenom 9100e/9150 mit einem nochmals zurechtgestutzten HT-Link von 1,6 GHz arbeiten – die Frequenzen von Northbridge und L3-Cache natürlich inbegriffen. Dieses wurde jedoch am 26. März widerrufen – der Phenom 9100e wird wie fast alle anderen Modelle auch einen HT-Link von 1,8 GHz besitzen. Da dieser Abschnitt aber bereits fertig getestet und geschrieben war, wollen wir ihn nicht vorenthalten.
Um die Unterschiede zwischen den verschiedenen Taktfrequenzen der Northbridge und seiner zwei Verbündeten zu analysieren, haben wir einige Tests nur darauf bezogen durchgeführt. Als Grundlage dient ein Phenom mit 2,3 GHz, der im BIOS auf 1.600 MHz Northbridge und ebenfalls 1.600 MHz HT-Link getrimmt wird. Anders herum gestaltet sich das Ganze jedoch ein wenig schwieriger. Zwar kann man die Northbridge-Frequenz im BIOS auch auf 2.000 MHz anheben und dem HT-Link sagen, dass er dies übernehmen soll, jedoch ist dies nicht der Fall. Alle Anwendungen, die diese Daten in Windows auslesen können, bestätigen, dass lediglich der NB-Takt 2 GHz beträgt, während der HT-Link unabhängig davon weiter mit einem kleineren Multiplikator auf 1,8 GHz arbeitet – trotz eingestellter 2 GHz im BIOS. Abhilfe schafft an der Stelle aber das Tool AMD OverDrive, mit dem sich der HT-Link-Multiplikator auf 10 erhöhen lässt und so endlich die gewünschten 2 GHz zur Verfügung stehen.
Für den Nachweis haben wir aus jeder großen Kategorie in unserem Testfeld ein oder zwei Programme heraus gepickt und die Werte aufgenommen. Aus diesen Applikationen haben wir dann ein kleines Performancerating erstellt, um die Unterschiede zwischen den drei Varianten des Northbridge-Takts und dazu passender HT-Link-Frequenz zu ermitteln. Basierend auf den Tests 3DMark06, PCMark05, Cinebench R10, WinRAR, SuperPi, OGG, TMGEnc, Fear und Quake 4 kamen wir zu folgendem Ergebnis:
Performancerating NB-Takt & HT-Link
Angaben in Prozent
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HT-Link – Syntetische Tests
Angaben in Punkten
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HT-Link – Anwendungen
Angaben in Sekunden
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HT-Link – Spiele
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Dass es keinen Vorteil, insbesondere wenn man die Abweichung von 1.600 auf 2.000 MHz berücksichtigt, für eine schnellere Ansteuerung der Northbridge inklusive dem HT-Link gibt, wollen wir nicht behaupten. Jedoch fällt er prozentual sehr gering aus, dass man zu dem Schluss kommt, dass im alltäglichen Einsatz kein Unterschied bzw. Vor- oder Nachteil festzustellen ist. Da diese Änderungen so aber nie in Prozessoren mit gleichem Takt anzutreffen sind, bleiben dies theoretische Aussagen. Eine Ausnahme bildet dabei jedoch das Overclocking. Für das Übertakten ist der Punkt deshalb so interessant, da dort meist der HT-Link und auch die Northbridge-Frequenz zur Sicherheit lieber mit einigen MHz weniger an den Start gehen (sollten), um den Prozessor nicht zu beschädigen. Das kleine Rating liefert einmal mehr den Beweis, dass man in diesem Punkt auch weiterhin lieber auf Nummer sicher gehen kann/sollte und vor dem Übertakten, sei es mittels Erhöhung des Frontside-Bus oder Multiplikators, die beiden Frequenzen in der Nähe des Referenztakts belässt. Vielmehr sollte der Overclocker den Fokus auf die Speichereinstellungen und deren Modi Ganged bzw. Unganged legen, da dort deutlich mehr Potential zur Optimierung des eigenen Systems besteht und eine Beschädigung des Prozessors umgangen wird.
Testsystem
- Prozessor
- AMD
- Quad-Core
- AMD Phenom 9950 – 2,6 GHz, 2 MB L2-Cache, 2 MB L3-Cache, FSB200, HT-Link 2.000 MHz, DDR2-1.066 (Barcelona B3)
- AMD Phenom 9850 – 2,5 GHz, 2 MB L2-Cache, 2 MB L3-Cache, FSB200, HT-Link 2.000 MHz, DDR2-1.066 (Barcelona B3)
- AMD Phenom 9750 – 2,4 GHz, 2 MB L2-Cache, 2 MB L3-Cache, FSB200, HT-Link 1.800 MHz, DDR2-1.066 (Barcelona B3)
- AMD Phenom 9650 – 2,3 GHz, 2 MB L2-Cache, 2 MB L3-Cache, FSB200, HT-Link 1.800 MHz, DDR2-1.066 (Barcelona B3)
- AMD Phenom 9600 – 2,3 GHz, 2 MB L2-Cache, 2 MB L3-Cache, FSB200, HT-Link 1.800 MHz, DDR2-1.066 (Barcelona B2)
- AMD Phenom 9550 – 2,2 GHz, 2 MB L2-Cache, 2 MB L3-Cache, FSB200, HT-Link 1.800 MHz, DDR2-1.066 (Barcelona B3)
- AMD Phenom 9500 – 2,2 GHz, 2 MB L2-Cache, 2 MB L3-Cache, FSB200, HT-Link 1.800 MHz, DDR2-1.066 (Barcelona B2)
- AMD Phenom 9150e – 1,8 GHz, 2 MB L2-Cache, 2 MB L3-Cache, FSB200, HT-Link 1.800 MHz, DDR2-1.066 (Barcelona B3)
- AMD Phenom 9100e – 1,8 GHz, 2 MB L2-Cache, 2 MB L3-Cache, FSB200, HT-Link 1.800 MHz, DDR2-1.066 (Barcelona B2)
- Dual-Core
- AMD Athlon 64 X2 6000+ – 3,00 GHz, 2 MB L2-Cache, FSB200, HT-Link 1 GHz, DDR2-750 (Windsor F3)
- AMD Athlon 64 X2 6000+ – 2,20 GHz, 2 MB L2-Cache, FSB200, HT-Link 1 GHz, DDR2-733 (Windsor F3)
- Quad-Core
- Intel
- Quad-Core
- Intel Core 2 Extreme QX9770 – 3,20 GHz, 12 MB L2-Cache, FSB1600 (Yorkfield C0) [6]
- Intel Core 2 Extreme QX9650 – 3,00 GHz, 12 MB L2-Cache, FSB1333 (Yorkfield C0)
- Intel Core 2 Extreme QX6850 – 3,00 GHz, 8 MB L2-Cache, FSB1333 (Kentsfield G0)
- Intel Core 2 Quad Q9450 – 2,66 GHz, 12 MB L2-Cache, FSB1333 (Yorkfield C0)
- Intel Core 2 Quad Q6700 – 2,66 GHz, 8 MB L2-Cache, FSB1066 (Kentsfield B3)
- Intel Core 2 Quad Q6600 – 2,40 GHz, 8 MB L2-Cache, FSB1066 (Kentsfield G0)
- Dual-Core
- Intel Core 2 Extreme X6800 – 2,93 GHz, 4 MB L2-Cache, FSB1066 (Conroe B1) [5]
- Intel Core 2 Duo E6850 – 3,00 GHz, 4 MB L2-Cache, FSB1333 (Conroe G0)
- Intel Core 2 Duo E6750 – 2,66 GHz, 4 MB L2-Cache, FSB1333 (Conroe G0)
- Intel Core 2 Duo E6600 – 2,40 GHz, 4 MB L2-Cache, FSB1066 (Conroe B1)
- Intel Core 2 Duo E6420 – 2,13 GHz, 4 MB L2-Cache, FSB1066 (Conroe B1)
- Quad-Core
- AMD
- Motherboard
- AMD: Gigabyte MA790FX-DQ6 (790FX) – Rev. 1.0 BIOS: F3
- Intel: Gigabyte X38T-DQ6 (X38) – Rev. 1.0 BIOS: F3h
- Arbeitsspeicher
- AMD
- 2x 1024 MB DDR2-1066 OCZ (5-5-5-15, Dual-Channel) [7]
- 2x 1024 MB DDR2-1066 Aeneon (5-5-5-15, Dual-Channel) [8]
- 2x 1024 MB DDR2-733 Aeneon (4-4-4-18, Dual-Channel)
- 2x 1024 MB DDR2-750 Aeneon (4-4-4-18, Dual-Channel)
- Intel
- 2x 1024 MB DDR3-1600 OCZ Platinum (CL7-8-8-24, Dual-Channel) [9]
- 2x 1024 MB DDR3-1333 OCZ Platinum (CL7-7-7-20, Dual-Channel)
- 2x 1024 MB DDR3-1066 OCZ Platinum (CL6-6-6-16, Dual-Channel)
- AMD
- Grafikkarte
- ATi Radeon HD 2900 XT (742/828), 512 MB
- Peripherie
- Samsung HD501LJ (Festplatte)
- MSI DR8-A (DVD-Brenner)
- Netzteil
- Tagan TG480-U22
- Treiberversionen
- ATi Catalyst 7.10
- Intel Chipsatz-Treiber 8.3.1.1009 (für X38-Chipsatz)
- Software
- Microsoft Windows Vista Ultimate 32-Bit, Build 6000
- Microsoft DirectX 9.0c August 2007
- Microsoft Direct3D 10
Erläuterungen
Um einen möglichst fairen und realitätsnahen Vergleich zwischen den Kontrahenten zu ermöglichen, werden sämtliche Tests in einem geschlossenen Midi-Tower mit werksseitiger Lüfterbestückung (ein Lüfter rückseitig saugend, einer beim Festplattenkäfig in Front blasend) durchgeführt, um so auch auf thermische Probleme bei den Boliden aufmerksam zu werden. Zum Einsatz kommt ein „Coolermaster Stacker RC-832“, der uns von Caseking [10] zur Verfügung gestellt wurde. Das Gehäuse erlaubt den Einsatz von bis zu neun 120-mm-Lüftern, von denen die beiden verwendeten Lüfter zum Lieferumfang gehören.




Mit zwei Phenom-Prozessoren haben wir den kompletten Testparcour absolviert. Der Phenom 9500 kam dabei für die Tests Phenom 9500/9550 und 9100e/9150e zum Einsatz, während der Phenom 9600 in der Black Edition für die restlichen Werte genutzt wurde. Auf die Frage, warum man bereits mit den heutigen Prozessoren im B2-Stepping die kommenden mit dem B3-Stepping simulieren kann, gibt es eine einfache Antwort: Die Performance der 9x50-Prozessoren, für die das B3-Stepping ja steht, soll vollkommen identisch mit denen der B2-Phenom sein, wenn der TLB-Fix deaktiviert ist. Hauptgrund dafür ist schlicht und einfach der, dass das neue Stepping einzig und allein der Fehlerberichtigung dient. Ergo stehen die normalen und bisher im Handel verfügbaren Modelle 9100, 9500 und 9600 auch im Test für die Performance mit aktiviertem TLB-Fix, so wie es AMD vorschreibt. Die weiteren Probanden 9150e, 9550, 9650, 9750, 9850 und 9950 hingegen verzichten auf den TLB-Fix und geben einen Ausblick auf die zu erwartende Performance der bugfreien Phenom-Prozessoren, die in den folgenden Wochen in den Handel kommen.
Als am höchsten getakteter, „alter“ Dual-Core-Ableger kommt bei AMD ein Athlon 64 X2 6000+ im F3-Stepping und bei dem Vergleichsprozessor von Intel ein mit freiem Multiplikator ausgerüsteter X6800 mit DDR3-1066-Speicher zum Einsatz. Und da gerade die Prozessoren der E6x50-Serie sich großer Beliebtheit erfreuen, haben wir auch diese in Form des Core 2 Duo E6850 und des E6750 in die Übersicht mit aufgenommen. Für den weiteren Vergleich nach unten runden wir den Test mit den betagteren Prozessoren Core 2 Duo E6600 und E6420 ab, auf Seiten von AMD haben wir den 6000+ mit einem kleineren Multiplikator (x11) versehen und Benchmarks mit 2,2 GHz durchgeführt, um die Unterschiede und Beeinflussungen der neuen Architektur des Phenom und dessen erhöhte Anzahl von Prozessorkernen zu veranschaulichen.
Alle Prozessoren von AMD werden von uns auf ein neues Gigabyte-Mainboard des Typs MA790FX-DQ6 gesetzt, dass auf den AMD-790FX-Chipsatz vertraut. Dem Gespann steht schneller DDR2-Speicher von Aeneon mit maximal 1.066 MHz zur Verfügung, kontrolliert wird das Ergebnis noch einmal mit dem dreifach so teuren Speicher von OCZ. Für den weiteren Vergleich zum Einstiegsbereich in den Markt der vier Kerne werden ein Q6600 mit 2,40 GHz im G0-Stepping und ein Q6700 mit 2,66 GHz im älteren B3-Stepping des schärfsten Konkurrenten Intel eingesetzt. In beiden Fällen wird analog zum FSB1066 passender Speicher des Typs DDR3-1066 genutzt. Natürlich bleiben auch alle Ergebnisse der schnelleren Prozessoren von Intel dem Vergleich erhalten, um das Bild zu vervollständigen.
Benchmarks
Alle getätigten Benchmarks wurden unter Windows Vista in einer Auflösung von 1280 x 1024 Bildpunkten durchgeführt. Vor allem bei Spielen kann es jedoch zu leichten Abweichungen in den Auflösungen und Grafikeinstellungen kommen. Wie genau diese aussehen, wird an Ort und Stelle im Text erwähnt.
Viele der von uns ausgewählten Programme sind frei verfügbar, so dass man die Tests am heimischen PC nachvollziehen kann. Anbei die genauen Versionsnummern bzw. Programmvarianten, die wir für den Test ausgewählt haben.
- Synthetisch
- SiSoft Sandra XIIc (Version 2008) & XIIc SP1 für AMD Phenom
- Super PI xmod 1.5 XS
- Sciencemark 2.0 32 Bit
- Everest 4.20
- PCMark05 1.2.0
- PCMark Vantage 1.00
- System & Rendering
- 7-Zip 4.42
- WinRAR 3.71
- Cinebench 2003
- Cinebench R10
- Lightwave 8.5
- Multimedia
- Nero Recode (Nero-8-Suite Version 8.1.1.0)
- DivX 6.7
- Tsunami MPEG Video Encoder Xpress 4.3.1.222
- Apple iTunes 7.4.3.1
- Lame 3.97b
- Lame 3.97a
- Vorbis Oggdrop XP
- Spiele
- 3DMark03 3.6.0
- 3DMark05 1.3.0
- 3DMark06 1.1.0
- Fear MP-Demo
- Quake 4 1.42
- Anno 1701 Demo
- Company of Heroes 1.71
- World in Conflict
- Crysis SP-Demo
- Weitere benötigte Tools
- CPU-Z 1.41, 1.42, 1.43, 1.44
- Prime95
- Fraps
Synthetische Tests
SiSoft Sandra XIIc
Egal ob es um Mainboard, Speicher, Festplatte, Peripherie, Steckkarten, Prozessor, Netzwerk, Schnittstellen BIOS, Windows oder DirectX geht, SiSoft Sandra hat umfangreiche Antworten parat. Für einen Großteil der Hardware im PC gibt es zudem Benchmark-Tests, mit denen sich der PC auf seine Performance im Vergleich zu einigen Referenz-Rechnern testen lässt. All diese Werte sind jedoch fast ausschließlich rein theoretischer Natur und haben wenig Bezug zur Praxis, jedoch lassen sich Prozessoren in ihren theoretischen Möglichkeiten gut vergleichen.
Download: SiSoft Sandra [11]
Sandra XIIc CPU-Arithmetik Drystone
Angaben in MIPS
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Sandra XIIc CPU-Arithmetik Whetstone
Angaben in MFLOPS
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Sandra XIIc CPU-Multimedia Fließkomma
Angaben in Instruktionen pro Sekunde (it/s)
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Sandra XIIc CPU-Multimedia Integer
Angaben in Instruktionen pro Sekunde (it/s)
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Sandra XIIc Speicher Fließkomma
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
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Sandra XIIc Speicher Integer
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
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Während fast alle Tests wie erwartet mit der Taktfrequenz skalieren, schlägt der Speichertest ein wenig aus. Das 2,6 GHz schnelle Modell 9950 kann sich nicht vom Phenom 9750 absetzen, obwohl ihm 200 MHz mehr zur Verfügung stehen. Auch im folgenden Test von Sciencemark ist dieses Phänomen zu beobachten. Ob hier ein limitierender Faktor eine Rolle spielt, war leider nicht zu ermitteln. Trotzdem lehrt dieser letzte Test Intel das Fürchten, der integrierte Speichercontroller von AMD kann sein Können unter Beweis stellen.
Super PI
Super Pi ist eine recht simple und vor allem kleine Software, mit der PI auf mehrere Millionen Stellen nach dem Komma berechnet wird. Die dafür benötigte Zeit wird gemessen und kann für Leistungsvergleiche von Prozessoren verwendet werden. Wir testen mit einer modifizierten Version 1.5 XS den Standard-Test „1M“, welches auch in unserem Forum von vielen Lesern praktiziert wird [12].
Download: Super Pi [13]
Super PI 1M
Angaben in Sekunden
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Traditionell ist SuperPI eine Intel-Domäne, welche auch die schnellsten AMD-Prozessoren nicht brechen können.
Sciencemark
In einem weiteren Test der Bandbreite muss sich der Arbeitsspeicher, das dazugehörige Mainboard und der Prozessor dem Tool Sciencemark 2.0 stellen. Dieses ermittelt nicht nur die Bandbreite, sondern auch die Latenz des Arbeitsspeichers. Weiterhin kann der Cache des Prozessors einer Überprüfung unterzogen werden.
Sciencemark 2.0 - Speicherbandbreite
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
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Sciencemark 2.0 - Speicherlatenz
Angaben in Taktzyklen
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Everest
Das Bild der Speicherbegutachtung runden wir mit dem Programm Everest in Version 4.20 ab. Dieses Tool verfügt über einige integrierte Benchmark-Funktionen und Tools, die den Rechner komplett auslasten und auf Fehler überprüfen. Wir haben Everest neben der Temperaturmessung genutzt, um den Speicherbenchmark in zwei Bildern den Vergleich vom Phenom 9500 zum Phenom 9550 ohne TLB-Fehler zu offenbaren. Man beachte insbesondere die gestiegene Latenzzeit und die unterschiedlichen Datenraten beim Speicher. Der Prozessor selbst ist kaum betroffen.
Download: Everest [14]
PCMark05
Die PCMark-Suite bietet dem Benutzer seit dem Juni 2005 eine ausführliche Übersicht über die Leistungsfähigkeit der im PC verbauten Komponenten wie Prozessor, Speicher, Grafikkarte und Festplatte. Dazu werden verschiedene Einzeltest durchgeführt, deren Einzelergebnisse zum Schluss als Gesamtwert aufgerechnet werden. Einige Tests sind dabei immer noch hochaktuell, gerade wenn es um synchrone Arbeiten geht. Deshalb findet sich auch in unserem neuen Benchmarkparcours der vermeintlich angestaubte PCMark05 wieder.
Download: PCMark05 [15]
PCMark05 Gesamt
Angaben in Punkten
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PCMark05 Prozessortest
Angaben in Punkten
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PCMark05 Speichertest
Angaben in Punkten
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PCMark05 Grafikkartentest
Angaben in Punkten
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PCMark Vantage
Etwas über zwei Jahre nach der Vorstellung des PCMark05, dem Futuremark-Benchmark zur Beurteilung der Leistung eines Rechners in verschiedensten Anwendungsszenarien, stellt der finnische Hersteller den PCMark07, „PCMark Vantage“ genannt, vor. Einmal mehr sollen Privatanwender und Firmen anhand eines kompakten Programmes in der Lage sein, die Leistung eines Rechners auf Grundlage einer breiten Basis an Tests möglichst objektiv bewerten zu können. Alle Details zu dem neuen Benchmark stellt unser Artikel zu PCMark Vantage [16] bereit. Die größte Hürde in den Systemanforderungen des PCMark Vantage ist das Betriebssystem, denn die Benchmarkversion des Jahres 2007 verrichtet nur noch auf Windows Vista ihren Dienst – einen Grund mehr, unser neues Testsystem mit Windows Vista einer gründlichen Prüfung zu unterziehen.
Download: PCMark Vantage [17]
PCMark Vantage – PCMark Suite
Angaben in Punkten
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PCMark Vantage – Memories Suite
Angaben in Punkten
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PCMark Vantage – Gaming Suite
Angaben in Punkten
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System & Rendering
7-Zip
Die Datenkompressionssoftware 7-Zip hat in den vergangenen Jahren stark an Popularität gewonnen. Hierzu trug nicht nur die im Vergleich zu anderen Packern bessere Kompressionsrate bei ZIP und GZIP oder dem hauseigenen Format 7z bei. Im Vergleich zur Konkurrenz ist die Software kostenlos und werbefrei und steht darüber hinaus in einer 64-Bit-Version zur Verfügung. Wir testen mit der seit bereits Mai 2006 aktuellen finalen Version 4.42. Es wird der Ordner von Anno 1701 in höchster Qualitätsstufe komprimiert.
Download: 7-Zip [18]
7-Zip 4.42
Angaben in Minuten, Sekunden
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WinRAR
Obwohl 7-Zip kostenlos und in Sachen Kompressionsrate vielen Konkurrenten überlegen ist, kommt die Software in Sachen Verbreitung bei Weitem nicht an WinRAR heran, das in Form von RAR seit DOS und Windows 3.1 verfügbar ist. Mittlerweile ist WinRAR zwar in der Lage neben rar auch andere Formate wie beispielsweise 7z zu entpacken, zum Komprimieren stehen allerdings nur rar und zip zur Verfügung. Seit WinRAR 3.60 [19] bietet nun auch der beliebte Packer Multi-Core-Support. Anzumerken ist dem Programm, dass mit jeder neuen Version und schnelleren Prozessoren alles ein klein wenig schneller und besser komprimiert wird, so dass der Vorsprung von 7-Zip deutlich geringer geworden ist. Das Programm muss (wie 7-Zip) den Programmordner von Anno 1701 bei maximalen Qualitätseinstellungen in das Format .rar komprimieren.
Download: WinRAR [20]
WinRAR 3.71
Angaben in Minuten, Sekunden
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Mit den beiden Packern WinRAR und 7-Zip wird das Dilemma des TLB-Bugs noch einmal richtig deutlich. Die ersten Quad-Core-CPUs fallen im B2-Stepping sogar hinter die kleinsten Dual-Core-Prozessoren zurück.
Cinema4D
Das populäre, aus Deutschland stammende Maxon Cinema4D ist in unserem Benchmarkparcours in Form von Cinebench 2003 und deren Nachfolger Cinebench R10 vertreten. Die Software nutzt zum Raytracing bis zu 16 Prozessoren und profitiert damit von allen derzeit am Markt erhältlichen Desktop-Prozessoren von AMD oder Intel. In unserem Test präsentieren wir sowohl die altbekannte Variante von Cinebench 2003, als auch die Mitte 2007 veröffentlichte Version Cinebench R10. Wie üblich zeigen die Diagramme einerseits den Test mit nur einem Prozessorkern, zum anderen auch den Multi-Core-Test.
Download: Cinebench [21]
Maxon Cinebench 2003
Angaben in Punkten
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Maxon Cinebench R10
Angaben in Punkten
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Lightwave
NewTek Lightwave 3D [22] kann auf eine lange Geschichte zurückblicken und wurde unter anderem für Spezialeffekte bei Kinofilmen wie Jurassic Park, Titanic, X-Men, Spiderman oder Star Wars: Angriff der Klonkrieger eingesetzt. Auch bei TV-Serien wie Stargate SG-1 wird auf die Fähigkeiten der Raytracing-Software zurückgegriffen. Die offizielle Liste an Filmen [23] ist eindrucksvoller und vor allem länger. Auch bei Computerspielen [24] wie Quake 4 oder Serious Sam 2 führte kein Weg an Lightwave vorbei.
Newtek Lightwave 8.5
Angaben in Minuten, Sekunden
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Videoencoding
Nero Recode
Auch wenn sich mit der Blu-ray Disc (BD) und High Density-DVD (HD-DVD) bereits die Nachfolger der DVD für den Startschuss rüsten, wird die marktbeherrschende Stellung der DVD auf absehbare Zeit nicht gebrochen werden. Dafür wird nicht zuletzt die breite Basis an installierten DVD-Playern und -Recodern sowie der zum Start hohe Preis der Neulinge sorgen.
Die DVD ist und bleibt damit vorerst das Medium der ersten Wahl, insbesondere wenn es um die Veröffentlichung neuer Filme geht. Ebenso bedeutend ist damit die Duplizierung (nicht kopiergeschützter) Medien zur Datensicherung. Da Filme üblicherweise auf einer DVD-9 (zweilagig) mit einer Kapazität von 8,5 GB ausgeliefert werden, müssen diese neu codiert werden, damit sie auf einer handelsüblichen DVD-5 mit 4,7 GB Fassungsvermögen passen. Damit dies gelingt, wird die Qualität des als MPEG2 vorliegenden Videos entsprechend reduziert. Software zum Verkleinern einer DVD-Video profitiert im Allgemeinen von mehreren Prozessorkernen.
In unserem Test wird mit Hilfe von Nero Recode der Hauptfilm einer DVD neu berechnet. Als Tonspuren werden dabei Deutsch 5.1 und Englisch 5.1 unverändert übernommen. Das Ergebnis ist eine regulär im DVD-Player spielbare Version mit Menü. Die konkreten Programmparameter setzt Nero automatisch. Für Nero Recode haben wir uns entschieden, da die Anwendung von Prozessoren mit mehr als einem Kern profitiert und Teil der weit verbreiteten und aktuellen „Nero 8“-Suite ist.
Nero Recode DVD-9 zu DVD-5
Angaben in Minuten, Sekunden
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Dies könnte fast die Paradedisziplin der neuen Prozessoren von AMD werden. Durchweg sehr gute Leistungen lassen selbst die schnellsten Intel-Prozessoren blass aussehen. Positiv stehen aber auch die älteren AMD-Prozessoren gegenüber den Core 2 Duo da.
DivX 6.7
Seit DivX 6.1 (Codename Helium) [25] unterstützt der für Videos sehr beliebte MPEG-4/ASP-Codec auch Dual-Core-Prozessoren und erreicht je nach Konfiguration eine Steigerung der Encoding-Rate um mehr als 150 Prozent. Die Leistungsunterschiede sind dabei umso stärker ausgeprägt, je höher die gewählte Qualitätsstufe ist. Bei früheren Prozessortests wurde DV- und MPEG2-Videomaterial mit unterschiedlichen Qualitätseinstellungen nach DivX 6.1 encodiert. Tendenziell waren auch hier die Ergebnisse gleich. Die bei DV gewählten, niedrigen Qualitätseinstellungen für Audio- und Video-Encoding ließen Single-Core-Prozessoren ein wenig besser abschneiden. Aufgrund des größeren Praxisbezugs werden fortan nur noch die Ergebnisse des MPEG2-Encodings veröffentlicht.
Zum neuerlichen Einsatz kommt DivX 6.7, der experimentelle Unterstützung für die SSE4-Befehlssätze beinhaltet. Intel hat gerade durch diese Instruktionen im Zusammenspiel mit DivX einen großen Performanceschub für Anwender versprochen, der in Ansätzen bereits erkennbar ist. An der Stelle hängt jedoch viel von der Art der Betrachtung ab. Intel hat in einem kleinen Guide die „optimalen“ Einstellungen für ein möglichst gutes Ergebnis geliefert, jedoch haben diese, dank Einstellungen wie „no sound“ wenig Bezug zur Realität. Deshalb verwenden wir unser angestammtes Video und behalten die bisherigen Einstellungen bei. Mit dem neuen Prozessor testen wir deshalb einmal in der herkömmlichen SSE2-Optimierung, wie sie derzeit jede CPU unterstützt, als auch in der neuen aber noch experimentellen SSE4-Variante. Um das Abschlussrating nicht zu verfälschen wird jeweils das schnellste Ergebnis eines Prozessors in das Diagramm aufgenommen, bei den SSE4-CPUs als Hinweis jedoch auch das SSE2-Ergebnis dargelegt.
Die erstmals beim AMD Phenom eingeführte Variante SSE4.1A, die sich von Intels SSE4 unterscheidet und nicht kompatibel ist, wird aktuell noch nicht unterstützt. Deshalb kann dieser nur im SSE2-Modus getestet werden.
TMPGenc Xpress 4: MPEG2 zu DivX 6.7
Angaben in Minuten, Sekunden
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MPEG 2
Das Zielformat für alle Hobbyfilmer ist (zumindest vorerst) nach wie vor die DVD und damit ein Film im MPEG2-Standard. Das Videomaterial selbst liegt dabei üblicherweise als Digital Video (DV) vor. Für den Test haben wir auf TMPGEnc 4.0 XPress 4.3.1.222 vertraut und ein 20 Minuten langes und unbearbeitetes Video mit einer Größe von knapp vier Gigabyte in ein 1,3 Gigabyte MPEG2-File umgewandelt.
TMPGenc Xpress 4: DV zu MPEG2
Angaben in Minuten, Sekunden
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WMV
Soll es einmal schnell gehen, greift der eine oder andere vielleicht doch auf den mit Windows XP (x64) ausgelieferten bzw. separat als Update verfügbaren Windows Movie Maker in der Version 2.0 zurück. Aufgrund der wahrscheinlich gar nicht so geringen User-Basis wurde dieser Benchmark in den Parcours aufgenommen. Das zuvor bereits mehrfach genutzte DV-Material wird mit der 1,7 Mbps Bitrate nach WMV konvertiert.
TMPGenc Xpress 4: DV zu WMV AVC
Angaben in Minuten, Sekunden
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Audioencoding
MP3
Das 1985 entwickelte Audiokompressionverfahren MP3 ist das heute vorherrschende Format für Musik. Es wird von einer breiten Palette an Endgeräten unterstützt und bietet in der letzten Weiterentwicklung sogar Support für 5.1 Mehrkanal-Audio [26]. Das Spektrum an Encodern für MP3 ist mannigfaltig. Für unseren Test haben wir uns zwei Vertreter herausgegriffen.
Besonders populär ist die kostenlose Software Lame [27], die von verschiedenen Programmen eingesetzt wird. Wir testen mit Beta 2 von Lame 3.97. Hierbei handelt es sich um eine 32-Bit-Applikation, die Performance auf Niveau der letzten finalen Version 3.96.1 liefert und keinen Gebrauch von mehreren Prozessorkernen macht. Somit profitieren Dual-Core-Prozessoren nur dann, wenn mehrere Dateien parallel umgewandelt werden. Neben dieser Version existiert eine Machbarkeitsstudie [28] (Dokumentation [29]), die zeigt, dass Lame in begrenztem Maße für Multi-Prozessor-Systeme optimiert werden kann. Von dieser experimentellen Alpha-Version stehen Versionen mit Intel- und Microsoft-Compiler für Windows x32 und x64 zur Verfügung. Aufgrund der Performance testen wir die Version mit Intel Compiler.
Lame: WAV zu MP3
Angaben in Minuten, Sekunden
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Mit iTunes wiederholen wir das Prozedere. Es wird die gleiche Musikdatei einmal in das Format .mp3 umgewandelt, danach in AAC. In den Einstellungen wurden dabei darauf geachtet, dass auch die Qualitätseinstellungen von 192 kbit/s beibehalten wurden.
iTunes 7: WAV zu MP3
Angaben in Minuten, Sekunden
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AAC
iTunes 7: WAV zu AAC
Angaben in Minuten, Sekunden
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OGG
Ogg
Angaben in Minuten, Sekunden
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Spiele
3DMark03
Einer der ältesten Benchmarks ist 3DMark03. Dennoch erfreut er sich, gerade bei Leuten, die diesen Test vor Jahren schon einmal mit einer nicht so guten Grafikkarte gemacht haben, großer Beliebtheit. Auch bei Overclockern wird der Test immer noch dargeboten, was zu skurrilen Werten im hohen 5-stelligen Bereich führen kann. Wir haben diesen Benchmark der Vollständigkeit halber mit aufgenommen.
Download: 3DMark03 [30]
Futuremark 3DMark03
Angaben in Punkten
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Futuremark 3DMark03 (CPU)
Angaben in Punkten
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3DMark05
Der 3DMark05 liegt technisch nach wie vor auf sehr hohem Niveau. So kommen große Texturen mit der Auflösung 2048x2048, gemischt mit der Benutzung des Shader-Model 3.0, 2.x oder 2.0, zum Einsatz. Das letztes Jahr erschienene Programm setzt auf komplexe Lichteffekte, dynamische Schatten, aufwendige Bump-Mapping-Effekte und benötigt vor allem eine hohe Geometrieleistung. Im Ergebnis spiegelt sich allerdings nur die Geschwindigkeit der Grafikkarte wieder, da diese selbst bei aktueller Hardware immer den Flaschenhals darstellt. Der wohl größte Nachteil beim 3DMark05 sind die weitläufigen Treiberoptimierungen aller aktuellen Grafikkartenhersteller. Diese gehen soweit, dass sich die Endergebnisse je nach Treiber im zweistelligen Prozentbereich verändern, somit können qualitätsmindernde Optimierungen nicht ausgeschlossen werden. Zudem basiert der synthetische Benchmark auf keinerlei Spiele-Engine, weshalb er keine reale Situation darstellt. Zu unserem Glück spiegelt eine Prozessoränderung ein deutlich verändertes Ergebnis nach sich, so dass wir diesen Benchmark weiterhin präsentieren werden. Weitere Details zu diesem Programm gibt es in einem unserer ausführlichen Artikel [31].
Download: 3DMark05 [32]
Futuremark 3DMark05
Angaben in Punkten
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Futuremark 3DMark05 (CPU)
Angaben in Punkten
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3DMark06
Die allseits bekannte Benchmarkserie von Futuremark hört in der aktuellsten Version auf die Bezeichnung „3DMark06“ Von den sechs Testszenen messen vier Sequenzen die Performance der Grafikkarte und zeigen eine Grafikpracht, die ihres gleichen sucht. Um jene zu erreichen setzen die Finnen auf moderne 3D-Technologie, weswegen nicht nur massiv das Shader-Model 3.0 verwendet wird, auch extrem aufwendige Texturen, spektakuläre Partikeleffekte, komplexe Schattenberechnungen und als weiteres Highlight „High Dynamic Range Rendering“ – kurz HDRR – werden eingesetzt. Dabei setzt Futuremark auf FP16-HDR, das die derzeit best mögliche Bildqualität liefert, aber auch aufwendig zu berechnen ist. Weitere Details zu diesem Programm gibt es in einem unserer ausführlichen Artikel. [33]
Download: 3DMark06 [34]
Futuremark 3DMark06
Angaben in Punkten
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Futuremark 3DMark06 (CPU)
Angaben in Punkten
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Fear
Die Programmierer des Gruselshooters F.E.A.R. scheinen sich Doom 3 als großes Vorbild ausgesucht zu haben, wobei man allerdings fast alles besser zu machen scheint. Unter anderem wird die sehr beklemmende Atmosphäre durch eine Grafikqualität erreicht, die ihres Gleichen sucht. Shadereffekte in Massen, wunderschönes Bump-Mapping, sehr spektakuläre Schattenwürfe, detaillierte Texturen sowie hübsch aussehende Partikeleffekte und noch vieles mehr bekommt der Spieler zu Gesicht, weswegen F.E.A.R. bereits Pflicht für einen guten Benchmark-Parcours geworden ist. Wir verwenden die Multiplayer-Demo, die über eine integrierte Benchmarkfunktion verfügt.
Fear (Average)
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Quake 4
Die bekannte Quake-Reihe von ID-Software ist jedes mal ein Highlight für einen „First Person Shooter“-Fan, da die Spiele nicht nur einen hohen Unterhaltungswert bieten, sondern auch mit einer Grafikpracht daherkommen, die des öfteren die Messlatte ein gutes Stück höher legt. Die aktuelle Version, Quake 4, wurde allerdings von Raven Software programmiert und nutzt eine leicht weiterentwickelte Doom-3-Engine. Somit liegt die Grafik auf einem hohen Niveau, kann aber keine neue Maßstäbe setzen. Nichtsdestotrotz bietet das Spiel mit aufwendigen Charaktertexturen und vielen Schattenspiele einiges fürs Auge. Die ausgesuchte Timedemo zeigt mehrere Feuergefechte sowie spektakuläre Schatten- und Farbspiele. Es wird die letzte aktuelle Variante des Spiels mit dem Patch 1.42 eingesetzt.
Quake 4 1.42
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Anno 1701
Auch wenn normalerweise First-Person-Shooter mit einer erstaunlichen Grafik glänzen können, so hat es sich das deutsche Entwicklerteam des Strategiespieles Anno 1701 nicht nehmen lassen, den Nachfolger der legendären Spiele Anno 1602 sowie Anno 1503 ebenfalls mit einer Grafikengine auszustatten, die sich vor der gesamten Konkurrenz nicht zu verstecken braucht. Das Auge bekommt praktisch alles geboten, was derzeit mit moderner Hardware möglich ist. Detaillierte Texturen, schön anzusehende Landschaften, nette Shadereffekte, wie Beispielsweise die Darstellung des Wassers inklusive der Brechung der Wellen und noch vieles mehr machen Anno 1701 zu einem wahren Augenschmaus. Aus diesem Grund eignet sich das Strategiespiel, als eines der wenigen seiner Art, für die Teilnahme an einem Review, da neben der GPU auch die CPU viel zu berechnen hat.
Anno 1701
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Company of Heroes
Egal wohin man schaut, Spiele, bei denen das Szenario im Zeitraum des zweiten Weltkrieges angesiedelt ist, gibt es spätestens nach dem Erfolgshit „Call of Duty“ wohl wie Sand am Meer. Während einige dieser Spiele durchaus zu gefallen wissen, sind andere nur ein regelrechter Abklatsch, um auf der Erfolgswelle mitzuschwimmen. Zu ersterer Gattung gehört zweifellos das Strategiespiel „Company of Heroes“, was sich im Jahre 2006 wohl zu einem kleinen Geheimtipp entwickelt hat. Ein Grund dafür ist eine sehr gute Grafik-Engine, die auch schwerste Geschütze auffährt, damit die Konkurrenztitel das Nachsehen haben. „Operation gelungen!“, ist das einzige, was man bei Company of Heroes diesbezüglich sagen kann. Das Spiel bietet eine Menge fürs Auge und vor allem in den Schlachtszenen passiert es des Öfteren, dass man vergisst, den eigenen Truppen Kommandos zu erteilen, und stattdessen das Spielgeschehen bewundert.
Im ersten Test setzen wir auf die minimale Grafik in einer Auflösung von 800 x 600 Bildpunkten. Diese Einstellung ist traditionell die beste Möglichkeit um Prozessoren ohne größeren Einfluss der Grafikkarte zu testen. In dieser Auflösung lassen sich noch Unterschiede ermitteln, welches in DirectX-10-Spielen, wie im folgenden Benchmark, quasi nicht mehr möglich ist, da dort nur die Grafikkarte bestimmt.
Company of Heroes
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Auf den Patch 1.70 von Company of Heroes haben sicherlich viele Spieler gewartet, denn so bringt die aktuelle Version des Strategietitels nicht nur einige weitere Fehlerbeseitigungen mit sich, sondern führt auch die Unterstützung von Direct3D 10 ein. Die neue API kann man bei einer entsprechenden Grafikkarte im Spielmenü auswählen und schon erscheinen alle Levels in neuem Glanz. Darüber hinaus kann man die Terraindetails nun eine Stufe höher auf „Ultra“ schrauben, was einige Bodendetails hinzufügt und die Texturen sichtbar verbessert. Die Direct3D-10-Version bietet dem Spieler eine pixelgenaue Beleuchtung, Percentage Closer Filtering für die Soft Shadows auf allen D3D10-Beschleunigern, schönere Partikeleffekte sowie Alpha to Coverage für alle Bäume und Sträucher, die somit auch von herkömmlichen MSAA erfasst und bearbeitet werden. Als Benchmarksequenz verwenden wir wie in der Direct3D-9-Version von Company of Heroes den integrierten Benchmark.
Company of Heroes (DirectX 10)
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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World in Conflict
Mittlerweile sehen Strategiespiele zwar deutlich besser aus als noch vor einigen Jahren, so recht gelingen will es den Programmen aber nur selten, in die Königsklasse, die meist von First-Person-Shootern besetzt wird, vorzudringen. Den Entwicklern von World in Conflict scheint dies nicht gereicht zu haben und man entwickelte eine Grafikengine, die sich vor keinem anderen Spiel zu verstecken braucht. World in Conflict unterstützt die Direct3D-10-API und hat keine Schwierigkeiten, Kantenglättung unter der neuen Programmierschnittstelle anzuwenden. Schicke Shadereffekte zieren das Spiel (so wirft die Sonne beispielsweise Lichtstrahlen durch die Wolken, die die Umgebung beleuchten), ebenso detaillierte Texturen und eine realistische Schattendarstellung. Die Animationen der Spielcharaktere sind gut gelungen, was in Kombination mit einer kinoreifen Schnittreihenfolge Filmatmosphäre in den Zwischensequenzen aufkommen lässt. Als Testsequenz benutzen wir wie in unseren Grafikkarten-Tests nicht die integrierte Benchmarkfunktion, da diese sich in einigen Situationen etwas seltsam verhält. Stattdessen verwenden wir die Introsequenz zur ersten Mission der Kampagne.
World in Conflict (DirectX 10)
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Crysis
Natürlich darf auch in diesem Test „Crysis“ nicht fehlen. Intels neues Flaggschiff, gepaart mit einer der schnellsten Grafikkarten von AMD. Das Spiel stuft das komplette System als „High“ in die Kategorie „3“ ein – entsprechend sehen die Einstellungen im Spiel aus. Dies ist aber noch noch lange nicht das optimale Setup, dass für die CryEngine 2 benötigt wird. Die für unser System optimalen Settings beherbergen in diesem Fall nur die Auflösung von 1024 x 768 Bildpunkten.
Den Benchmark kann jeder am heimischen PC selber nachvollziehen. Damit diese korrekt unter Windows Vista ausgeführt wird, muss der Crysis.exe das Attribut „Als Administrator ausführen“ gegeben werden. Anschließend funktionieren die unter „C:\Program Files\Electronic Arts\Crytek\Crysis SP Demo\Bin32“ versteckten Benchmark-Batch-Runs Benchmark_CPU.bat und Benchmark_GPU.bat. Bei den Benchmarks werden jeweils die zuletzt im Spiel gewählten Settings genutzt. Darauf muss geachtet werden. Unter „C:\Program Files\Electronic Arts\Crytek\Crysis SP Demo\Game\Config“ kann mit Hilfe von benchmark_cpu.cfg und benchmark_gpu.cfg eingestellt werden, wie häufig die Benchmarks wiederholt werden sollen. Wir zeigen dabei aber nicht die Ergebnisse aus Testläufen in der uns empfohlenen Auflösung von 1024 x 768 Bildpunkten auf, sondern bei identischen Einstellungen in der gängigsten Auflösung von 1280 x 1024 Pixeln. Um die Prozessorleistung möglichst ohne großen Einfluss der Grafikkarte zu ermitteln, testen wir zudem in der Auflösung von 800 x 600 Bildpunkten in den niedrigsten Details.
Download: Crysis Singleplayer-Demo [35]
Crysis
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Performancerating
Zum Abschluss fassen wir die Ergebnisse in unserem Performancerating zusammen. Unterteilt haben wir dabei in vier Gruppen, wie es bereits in den Benchmarks ersichtlich war. Den Anfang machen dabei die theoretischen Tests, zu denen sich auch die Ergebnisse von allen Varianten des PCMark und 3DMark gesellen. Die weiteren Diagramme dürften sich folglich selbst erklären.
Das Gesamtrating setzt sich letzten Endes zu gleichen Teilen aus den einzelnen Ratings Synthetisch, Spiele, Multimedia und Anwendungen zusammen. Die Referenz stellt dabei der aktuelle Phenom-Prozessor mit dem Modellrating 9600 dar. Die soll besser verdeutlichen, wo genau sich das kommende B3-Stepping positionieren wird und um wie viel Prozent es das eigentlich gleiche Modell zurück lässt. Das Rating zeigt letztendlich auf, warum sich AMD wohl für eine neue Bezeichnung des B3-Steppings entschieden hat, denn der Vorsprung der neuen Modelle liegt bei identischem Takt bei runden 13 Prozent.
Gesamtrating
Angaben in Prozent
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Dass der Phenom 9600, das aktuell noch schnellste Modell mit vier Kernen im Handel von einem zwei Jahre alten Prozessor mit zwei Kernen auf die Plätze verwiesen wird, liegt an einigen Faktoren. Wie bereits mehrfach berichtet und trotzdem noch einmal klar zu stellen ist, fällt der Taktunterschied des Athlon 64 X2 6000+ zum Phenom 9600 mit 700 MHz eindeutig zu groß aus. Jegliche Verbesserungen am Prozessor und auch erste Anwendungen die von vier Kernen profitieren können, wiegen dies nicht auf. Zu viele Anwendungen profitieren nicht von mehreren Kernen, sondern einzig und allein von höherer Taktfrequenz. In den Multimedia- und Synthetik-Tests zeigt sich aber ein wenig das Potential der neuen Phenom-Prozessoren und dessen Architektur, dass trotz geringerer Taktfrequenz die deutlich schnelleren Zwei-Kerner in Schlagdistanz liegen.
Performancerating Synthetisch
Angaben in Prozent
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Performancerating Anwendungen
Angaben in Prozent
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Performancerating Multimedia
Angaben in Prozent
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Performancerating Spiele
Angaben in Prozent
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Sonstiges
Leistungsaufnahme
Fast ein wenig mit Erschrecken mussten wir im ersten Augenblick feststellen, wie viel Watt ein System mit einem neuen AMD Phenom unter Volllast doch aus der Steckdose zieht. Jenes Bild war aber noch durch die Penryn-Generation im positiven Sinne getrübt, die die Messlatte deutlich nach unten gedrückt hatten. Vergleicht man den Phenom in seiner 65-nm-Fertigung hingegen mit den älteren Intel-Prozessoren mit vier Kernen und gleicher Fertigungstechnik, relativiert sich das Bild doch deutlich. Einen deutlichen Anteil daran haben natürlich die stromsparenden Maßnahmen, die vor allem unter Windows greifen. AMDs Cool’n’Quiet senkt dabei die Spannung von 1,25 auf 1,05 Volt ab, als Multiplikator kommt immer genau die Hälfte des Referenz-Multiplikators zum Einsatz. Dies hat zur Folge, da AMD bei dem Phenom nicht nur gerade und ungerade sondern auch halbe Multiplikatoren einsetzt, dass sehr krumme Sachen entstehen können. Ein Phenom 9600 wird im Stromsparmodus mit einem Multiplikator von 5,75 betrieben, der von CPU-Z aber auf 5,8 gerundet wird – die Taktangabe des Prozessors stimmt mit 1.150 MHz jedoch genau.
Noch einmal betonen möchten wir an dieser Stelle, dass die TDP-Angabe des Herstellers nichts mit der Leistungsaufnahme im Alltag zu tun hat. Anhand der TDP kann ein OEM-Hersteller vielmehr sicher stellen, dass er ein System baut, das die maximal abgegebene Wärmeleistung des Prozessors über das Kühlsystem abführen kann. Die AMD Phenom 9500 und 9600 haben aktuell eine TDP von 95 Watt. Das kleinere Modell 9100e/9150e macht dem kleinen Kürzel alle Ehre und kommt als erste Vier-Kerner mit einer TDP von 65 Watt daher. Die Spekulationen zur TDP der schnelleren Modelle 9750 und 9950, in denen diese auf 125 respektive 140 Watt geschätzt wurden, treffen nicht zu. Das Modell 9750 schafft gerade noch die gleiche Klassifizierung wie die anderen Phenom-Prozessoren, dem 9850 musste AMD eine erhöhte TDP von 125 Watt mit auf den Weg geben. Festzuhalten sei an dieser Stelle aber auch, dass AMD zwei unterschiedliche Phenom 9750 führt, einen mit 95 Watt TDP und einen mit 125 Watt TDP [36], eine Situation, die bei vielen Dual-Core-Prozessoren von AMD bereits bekannt war.
Wie üblich messen wir bei unserem System die Leistungsaufnahme des gesamten PCs. Dazu messen wir mit dem „Voltcraft Energy Check 3000“ den Stromverbrauch im BIOS, bei keiner Anwendung (Leerlauf) in Windows und unter Volllast. Um den Rechner unter Volllast auch wirklich komplett auszulasten, bedarf es eines Programms, das sowohl alle Prozessorkerne anspricht, als auch die Grafikkarte vollends fordert. In unserem Fall wird der Quad-Core-Prozessor mit vier Instanzen von Prime 95 voll gefordert, während parallel dazu die beiden Grafiktests „Firefly Forest“ & „Canyon Flight“ aus dem 3DMark06 im Loop laufen.
Leistungsaufnahme Komplett
Angaben in Watt (W)
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Zu Überprüfung haben wir den Test unter Windows Vista noch einmal ohne Belastung der Grafikkarte mit Prime 95 durchgeführt. Dafür wurde nach dem Windowsstart lediglich dieses Tool gestartet und mit dem Leistungsmesser nach einigen Minuten die Aufnahmefunktion betätigt.
Leistungsaufnahme
Angaben in Watt (W)
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Trotz der relativ niedrigen Eingangsspannung von 1,25 Volt ist der Phenom in quasi allen Lebenslagen unter Last wahrlich kein Kostverächter. Mit 2,3 GHz übertrifft er fast immer den 2,4 GHz schnellen Core 2 Quad Q6600 und nähert sich bereits dem Q6700. Insbesondere der Vergleich zum Q6600 ist aber in den meisten Fällen gegeben, was auch die offizielle Einordnung der beiden Prozessoren in die gleiche TDP-Klasse von 95 Watt erklärt. Mit dem älteren Stepping an dieser Stelle jedoch Aussagen über die neuen, schnellen Prozessoren zu treffen, ist eine sehr heikle Angelegenheit. Ab dem Phenom 9750 geht die Leistungsaufnahme stark nach oben, dass es nur logisch erscheint, dass man dem Prozessor und dem schnelleren Modell ab 2,5 GHz lieber eine TDP von 125 Watt mit auf den Weg gibt. Mit 400 MHz weniger auf dem Buckel erreicht in unseren Messungen ein Phenom X4 9950 fast das alte Flaggschiff von Intel, den Core 2 Extreme QX6850, der eine TDP von 130 Watt besitzt.
Anmerkung: Der Leistungsbedarf des Phenom 9100e/9150 stellt lediglich einen vorläufigen Wert dar, da die CPU mit einem schnelleren Prozessor simuliert wurde. Die Klassifizierung von 65 Watt dürfte durch eine Absenkung der Betriebsspannung auf runde 1,15 Volt natürlich zu Gunsten des Prozessors ausgehen. Andererseits haben wir einen Phenom X4 9850 auch nur mit 1,25 und nicht 1,3 Volt betrieben, die AMD den Pressesamples mit auf den Weg gegeben hat.
Temperatur
Für die Temperaturmessung wurden das geschlossene System eine Stunde im 3DMark06-Loop aufgeheizt und die Temperaturwerte dann bei der Kombination aus Prime95 und 3DMark06 ermittelt. Die Zimmertemperatur lag bei rund 21 Grad, die ausgelesene Temperatur vom Mainboard bei Volllast bei maximal 46 Grad.
Maximale Temperatur
Angaben in °C
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Die Temperaturmessung auf neuen AMD-Mainboards gestaltet sich, wie auch oft in der Vergangenheit, sehr schwierig. Dies liegt zum einen daran, dass sowohl ein neuer Chipsatz verbaut wird, dazu gesellt sich aber auch noch eine neue CPU, bei der sich das Auslesen der Temperatur leicht geändert hat. Bis alle einschlägigen Programme, die genau diese Dioden auslesen können, einem Update unterzogen wurden, dürfte noch eine Weile vergehen. Dies hat mitunter derzeit zur Folge, dass die bekannten Tools wie Everest und SpeedFan noch Probleme haben, die richtigen Ergebnisse auszulesen, was entweder zu viel zu niedrigen Temperaturen knapp über 0 Grad oder zu deutlich zu hohen Ergebnissen um die 100 Grad führt. Die Temperaturen wurden in unserem Fall deshalb sowohl mit AMD OverDrive (AOD) ausgelesen, als auch nochmals mit dem kleinen Tool HWMonitor [37] überprüft. Der Vergleich ist dabei aber nur zwischen den separaten AMD- bzw. Intel-Prozessoren möglich, untereinander jedoch nicht, da bei den Phenom-CPUs die Prozessortemperatur auch immer identisch mit der Temperatur der einzelnen Kerne ist, da nur noch ein einzelnen Sensor zur Verfügung steht. Bei Intel-Prozessoren wird dies jeweils neu ausgelesen und pro Kern auch separat ausgegeben.
Übertaktbarkeit
Wie immer stellen sich diverse Käufer eines neuen Prozessors die Frage, ob nicht einiges an Leistung brach liegt und somit quasi verschenkt wird. Also wird probiert, inwiefern diese Reserven abgerufen werden – es wird übertaktet. Bestens dazu geeignet ist natürlich ein Phenom in der Black Edition, mit dem der Multiplikator frei gewählt werden kann. Das derzeit einzig verfügbare Modell Phenom 9600 BE war dabei mit einem maximalen Takt von 2.700 MHz zu einem vollständigen Arbeitseinsatz zu bewegen, die 2.800 MHz waren jedoch auch nach einer Spannungserhöhung nicht mehr vollständig stabil. Bei 2.900 MHz reichte es immerhin noch für einen Bootvorgang und einen dazu passenden Screenshot. Wir wollten es an dieser Stelle mit dem Overclocking aber auch nicht übertreiben, da der Prozessor noch für weitere Tests benötigt wird. Die Hoffnung für AMD-Besitzer schürt der neue Phenom 9850 mit freiem Multiplikator, der jedoch bei 3,0 GHz nicht völlig stabil zu einem Arbeitseinsatz zu bewegen war. Ein rundes Plus von 400 MHz, also genau den gleichen Zahlenwert den ein Phenom 9600 Black Edition schafft, dürfte aber auch mit dem neuen Phenom 9850 bei Luftkühlung drin sein. Mit einer Wasserkühlung und einer Spannungserhöhung dürfte aber stabilen 3 GHz kaum etwas im Weg stehen.


Übertakten Speicher
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
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Übertakten
Angaben in Punkten
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Übertakten Spiele
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Zukunftspläne
In den vergangenen Tagen und Wochen konnten wir bereits einen kleinen Ausblick darauf geben [38], was uns an Neuigkeiten im Desktop-Bereich noch erwarten wird. Allen voran geht natürlich erst einmal die Einführung des neuen B3-Steppings bei den Phenom-Prozessoren, welche dann auch gleich zur Einstellung der aktuellen Phenom 9500 und 9600 führen. Sukzessiv wird dann die Taktrate langsam erhöht und das Portfolio komplettiert, bis uns im vierten Quartal bereits die neuen Phenom-Prozessoren in 45-nm-Fertigung erwarten.
Ein ähnliches Bild gilt auch für die weiteren Prozessoren von AMD. Nach oben hinaus wird im dritten Quartal erstmals der Phenom FX für Aufsehen sorgen. Im Mainstream-Bereich halten weitere Triple-Core-Modelle Einzu und der „Kuma“, AMDs neuer Athlon mit zwei Kernen, wird eingeführt. Parallel dazu laufen die bisherigen Varianten des Athlon 64 X2 weiter, teilweise sind sie aber auch am Ende ihrer Lebenszeit angelangt.


Preis
Preisgestaltung
Als zum offiziellen Start am 19. November 2007 die Preisempfehlungen bekannt wurde, staunte die Welt nicht schlecht. Für den bis dato kleinsten Phenom 9500 wurden lediglich 169 Euro veranschlagt, während das schnellere Modell mit 2,3 GHz für unter 200 Euro im Handel verfügbar sein sollte. Anfänglich waren die Prozessoren zu diesen Preisen jedoch nicht zu bekommen, mit steigender Verfügbarkeit und ersten Testergebnissen des Prozessors kam aber die Wende. Seit Mitte Dezember sind die vorgeschlagenen Preise von AMD dann auch in Reichweite gekommen und haben bis heute gehalten bzw. liegen sogar leicht darunter.
Die Preise der kommenden Phenom-Prozessoren zu „erraten“ ist dabei nicht einfach. Während bei Intel ein neuer Prozessor immer den Preis des Vorgängers einnimmt und somit quasi immer die gleichen (Dollar-)Preise bestehen, ist dies bei AMD ein wenig anders. Im Großen und Ganzen funktioniert es recht ähnlich, da die Prozessoren aus AMDs Dual-Core-Portfolio preislich aber sehr dicht beisammen liegen, kommen einige Preisvarianten in Frage. AMDs offizielle Preisliste [39] unterschlägt zudem einige Modelle, die im Handel aber verfügbar sind. Ein gutes Beispiel dafür ist die 89-Watt-Variante des Athlon 64 X2 6000+ [40], die in AMDs Liste nicht auftaucht, sich im Handel aber großer Beliebtheit erfreut. So zeigt sich insgesamt, dass die offizielle Preisliste von AMD fast nichts mit den Preisen im Handel zu tun hat. Viele Modelle fehlen schlichtweg, die offiziellen Preisempfehlungen sind sehr alt und werden zum größten Teil deutlich unterboten.
AMD selbst gibt aktuell den „erwarteten Straßenpreis im zweiten Quartal“ (siehe Bild) an. Jener Preis wird durch ein kleines Update der offiziellen Preisliste [35], noch immer mit dem Datum vom 7. Januar, untermauert, denn diese sagt für den 7. April bereits die neuen Preise der Phenom-Prozessoren voraus. Dass Datum ist dabei nicht unbekannt, hat es bereits auch für die anstehenden Preissenkungen aller anderen Desktop-Prozessoren [41] die Runde gemacht. Der Phenom 9550 zeigt aber bereits, dass die neuen Modelle wohl annähernd den Preis der alten einnehmen werden. Aktuell heißt es für uns, ein wenig selber die Fakten zu lesen und einen Preis zu bestimmen, der der ungefähren, jetzigen Marktlage entspricht. Das kleinste Modell von AMD ist der Phenom 9100e, respektive 9150e im B3-Stepping. Da seine Taktfrequenz 400 MHz unter dem Phenom 9500/9550 liegt, ist von einem sehr niedrigen Einstiegspreis auszugehen. Diesen Preis darf man aber anfangs sicher nicht auf die 145 Euro beziehen, die ein Phenom 9500 aktuell kostet. Dann könnten die 100 Euro, wie wir bereits einmal vermutet haben [42], in greifbare Nähe rücken. Da die Tray-Variante des 2,2-GHz-Phenom bereits unter 140 Euro gefallen ist, behalten wir diese optimistische Erwartungshaltung für den Preis des Phenom 9100e mit 1,8 GHz auch bei, auch wenn AMD angibt, dass er nur minimal weniger als ein Phenom 9500 kosten soll – der Markt macht ohnehin seine eigenen Gesetze. Vorerst wird der 65-Watt-Prozessor allerdings auf den OEM-Markt beschränkt sein, später dann aber auch für Jedermann zum Nachrüsten im Einzelhandel zum Kauf stehen.
Ähnliches gilt auch für das schnellere Modell, das erst im zweiten Quartal 2008 folgen soll. Aktuell wird der Phenom 9750 bereits ab 190 Euro gelistet, was sich mit wirklicher Verfügbarkeit ändern dürfte – zu Gunsten des Kunden versteht sich. Die lediglich 100 MHz Unterschied zu einem Phenom 9600/9650 dürften dort nur einen marginalen Preisunterschied von runden 20 Euro ausmachen, anfänglich wird die Spanne aber sicher größer sein. Anders dürfte es mit dem 2,6 GHz schnellen Phenom 9950 aussehen. Dass dieser voraussichtlich für eine lange Zeit das schnellste Modell sein wird, schlägt sich auch auf den Preis nieder. Anfänglich dürfte dieser deshalb für runde 250 Euro in den Listen stehen. Da er jedoch nicht vor dem dritten Quartal kommt, sind die Angaben rein spekulativer Natur. Das Hauptaugenmerk liegt deshalb vorerst auf dem AMD Phenom 9850 Black Edition. Wenn AMDs Strategie stimmt, wird er minimal teurer als ein Phenom 9750, könnte also, natürlich nicht in den ersten Tagen, für um die 200 Euro im Handel verfügbar werden. Aber auch AMD wird mit den Preisen natürlich auf die starke Konkurrenz von Intel reagieren müssen, so dass davon auszugehen ist, dass auch die schnelleren und schnellsten Modelle zügig günstiger werden, um eine wirkliche Chance auf dem Markt zu haben. Wie auch schon bei den Dual-Core-Prozessoren der guten alten X2-Familie muss AMD es wieder über den Preis regeln.
Preis-Leistung-Verhältnis
Die aktuellen Preise im Einzelhandel liegen in Deutschland natürlich meist unter den Empfehlungen von AMD. Besonders die Verfügbarkeit spielt dabei natürlich eine große Rolle. Aus diesem Grund haben wir ein Diagramm mit allen Prozessoren aus dem Testparcours zusammengestellt und die günstigsten Preise bei den Preisvergleichsdiensten Geizhals.at und Preistrend.de für Boxed-Prozessoren herausgesucht (die Hardware sollte zu diesem Preis auch möglichst erhältlich sein). Wir weisen ausdrücklich noch einmal darauf hin, dass sich der Preis der Prozessoren täglich ändern kann, weswegen eine dauerhafte Korrektheit der Liste nicht garantiert werden kann. (Stand der Preise: 27.03.2008)
Preisliste
Angaben in Euro
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Die Preisangaben für viele der neuen Prozessoren sind natürlich rein spekulativer Natur, da diese erst in einigen Wochen, das schnellste Modell sogar erst in einigen Monaten im Handel verfügbar sein sollen. Wir erwarten, dass insbesondere das neue B3-Stepping anfangs leicht teurer sein wird, sich binnen weniger Tage und Wochen aber auf identischem Niveau der bisherigen Modelle einfinden wird. Wie üblich gilt bei der Übersicht das bekannte Motto: Fällt ein Prozessor im Preis, wandert er in dem Diagramm nach oben und sein Rating erhöht sich dadurch. Für dieses Preis-Leistung-Verhältnis wird das Gesamtrating durch den Preis dividiert und mit 1000 Multipliziert. Das Ergebnis repräsentiert dann die Leistung, die man, kaufmännisch gerundet, aktuell für einen Euro erhält.
Preis/Leistung
Angaben in Prozent
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Wie erwartet kann man die neuen AMD-Prozessoren in Anbetracht dieses Diagramms ganz anders sehen. Durchweg auf den vorderen Plätzen sind sehr viele AMD-Prozessoren zu finden. Vor allem hier weiß das neue B3-Stepping zu überzeugen. Dank einem geringeren Preis liegt der Phenom 9550 mit 2,2 GHz im Preis-Leistung-Niveau auf gleicher Höhe mit einem Q6600 mit 2,4 GHz, der Phenom 9650 und sämtliche weiteren, schnelleren Phenom-Modelle ziehen dem Intel Core 2 Quad Q6700 in diesen Charts deutlich davon. Erstaunlich dabei ist auch, wie nah die Konkurrenten doch beieinander liegen. Nicht einmal ein Prozent trennt einen Q6600 von einem Phenom 9550, ähnliches gilt für den Nachfolger Q9450 und dem schnelleren Phenom 9850.
Die Spitze der Charts übernimmt dabei aber kein neuer Prozessor, sondern vielmehr die alte Garde der Dual-Core-CPUs auf Basis des Athlon 64 X2. Jenes Bild spiegelt genau das wider, was die Tests offenbaren. Viele Anwendungen profitieren noch nicht von vier Kernen, sondern eher von einer hohen Taktfrequenz. Ist die Taktrate entsprechend hoch und der Preis relativ niedrig, hat dies in unserem Ranking einen vorderen Platz zur Folge.
Beurteilung
Nachdem die Neuvorstellung des AMD Phenom bereits vor gut vier Monaten ohne Samples von AMD über die Bühne ging, fassen wir heute mit inzwischen eigens beschaffter Handelsware ein Fazit. Und Zahlen lügen bekanntlich nicht.
Die erste Erkenntnis: Alle Stabilitäts- und Kompatibilitätsprobleme, auf die wir während der mehrwöchigen Testphase gestoßen sind, waren nicht dem Prozessor in die Schuhe zu schieben, sondern überwiegend dem Mainboard, sehr oft auch dem verwendeten Speicher. Genau an diesen Punkten sollte generell mit der Fehlersuche begonnen werden, bevor der Prozessor ohne Beweise abgeurteilt wird – ein derzeit häufig begangener Fehler.
Doch zurück zur CPU. Größtes Problem des AMD Phenom X4 ist und bleibt die Taktfrequenz. Profitiert eine Anwendung nicht von mehreren Kernen, ist der Prozessor, insbesondere unterhalb eines Takts von 2,3 GHz, einfach zu schwach auf der Brust. Wirklich Freude macht der Phenom schlichtweg erst ab 2,4 oder gar 2,6 GHz - doch genau diese Modelle kommen erst jetzt in den Handel. Also bleibt aktuell eigentlich nur der Griff zu einem AMD Phenom 9600 BE, wenn man sich denn zutraut, diesen per Multiplikator um ein, zwei oder gar drei Stufen nach oben zu drehen. Dafür gibt es aber keinerlei Garantie, so dass es immer einem kleinen Glücksspiel, natürlich mit dem Risiko beim Käufer, gleicht. Ab 2,5 GHz erwartet den Käufer dann aber eine durchweg gute Performance, die in einigen Bereichen gar einem 3-GHz-Prozessor mit vier Kernen von Intel gefährlich werden kann, zumindest aber die taktgleichen Modelle Q6600 oder Q6700 in Schlagdistanz behält. In Schlagdistanz zu den Flaggschiffen von Intel wird AMD aber erst mit der Einführung der Phenom-FX-Prozessoren wieder kommen können, deren Start für das dritte Quartal geplant ist.
Bei all den Analysen wollen und können wir den TLB-Bug natürlich nicht vergessen, der mit AMDs Ankündigung vom 26. März 2008 zum Glück der Vergangenheit angehört. Die Empfehlung kann, schaut man sich alle Benchmarks noch einmal in Ruhe an, eigentlich nur lauten, den TLB-Fix bei B2-Steppings auf eigene Gefahr im BIOS zu deaktivieren. Da allein AMD OverDrive nicht ausreicht, um den TLB-Fix komplett zu umgehen, ist ein gutes Mainboard mit einer entsprechenden Option die zwingende Voraussetzung. Dies schränkt aktuell die Liste der Probanden sehr stark ein, ältere Mainboards, auf denen theoretisch ein Phenom lauffähig ist, sind darunter quasi nicht zu finden. Ist der Fix erst einmal dauerhaft aktiviert, wie es laut Vorgabe von AMD auf allen Mainboards der Fall sein sollte, sind teilweise massive Performanceverluste die Folge. Das Packen mit WinRAR dauert (als extremstes Beispiel unserer Testreihe) satte 159 Prozent länger. Bei kleineren Dateien mag dieser Wert noch zu verschmerzen sein, jedoch kann es bei größeren Datenmengen schnell den Unterschied ausmachen, ob das Prozedere 30 oder 80 Minuten dauert. Aber nicht nur dort schlägt der Performanceverlust massiv zu. Auch Spiele und Anwendungen laufen mit deaktiviertem Fix bis zu 30 Prozent schneller. In den meisten theoretischen Tests macht sich der TLB-Bug in Performanceverlusten von bis zu 10 Prozent bemerkbar – ein Wert, den AMD zur Vorstellung der Spider-Plattform angegeben hatte.
Fazit
Betrachtet man alle Analysen der letzten Seiten, fällt eine Kaufentscheidung zu Gunsten der aktuellen Phenom-CPUs nicht leicht. Wer sich nicht traut, den Prozessor zu übertakten, der muss quasi auf das fehlerfreie B3-Stepping warten, da mit dem B2-Stepping in vielen Lebenslagen einfach zu viel Performance verloren geht, oder gar nicht erst zur Verfügung steht. Wer hingegen experimentierfreudig ist, der darf gerne zu einem Phenom X4 9600 BE greifen.
All' diese Aussagen gelten allerdings nur für den Fall, dass der TLB-Fix im BIOS deaktiviert werden kann. Denn nur dann macht der Prozessor Spaß und darf zeigen, zu welchen Leistungen er wirklich im Stande ist. Preislich liegt der Phenom durchweg auf sehr gutem Niveau, wenn man denn weiß, wie man das volle Potential des Prozessors ausschöpfen kann. Allen nicht so versierten Lesern bleibt nur Warten, bis in Kürze, ungefähr Mitte April, die fehlerfreien AMD Phenom-CPUs im B3-Stepping auf dem Markt erhältlich sein werden. Dann weiß mit Sicherheit nicht nur der Phenom X4 9150e als Preis-Leistung-Sieger mit vier Kernen zu überzeugen, sondern auch der schnelle Phenom X4 9850 mit freiem Multiplikator als Konkurrent zum Intel Core 2 Quad 9450.
Und zu welcher Hauptplatine soll man nun greifen? Zwar besteht die Möglichkeit, einen neuen AMD Phenom auf einem älteren Mainboard zu betreiben, doch ist die Unterstützung für schnellen DDR2-Speicher meist nicht gegeben – geschweige denn, dass ein neues BIOS zur Deaktivierung des TLB-Fixes bereit steht. Also bleibt eigentlich nur der Griff zu einem neuen Mainboard aus AMDs 7-Serie übrig, die aber, wie unser Test gezeigt hat, derzeit noch nicht frei von Fehlern sind. Abschließend lässt sich sagen, dass zwei von drei Vertretern der Spider-Plattform leider immer noch in den Kinderschuhen stecken und versuchen, diesen zu entwachsen. Die kommenden Wochen werden zeigen, ob es gelingt.
Einen durchweg positiven Eindruck hinterlässt abseits der Spider-Riege der alte Athlon 64 X2 6000+. Für knapp über 100 Euro erhält man sehr viel Performance für einen äußerst fairen Preis. Die CPU wird im Preis-Leistung-Verhältnis nur vom geringer getakteten Modell übertroffen. Um eine wirklich abschließende Aussagen über die besten Prozessoren unter 100 Euro zu treffen, bedarf es jedoch weiterer Analysen, die wir in den kommenden Wochen angehen werden. Dann werden die neuen AMD Athlon 4x50e auf Basis des Brisbane-Kerns mit einer TDP von nur 45 Watt in den Ring steigen, während Intel den neuen Pentium E2220 ins Rennen schickt. Beide werden das Rennen um den performantesten Prozessor in dieser Preisklasse mit einigen anderen Bewerbern unter sich ausmachen.
Anmerkung: Mit einem sehr kurzfristig anberaumten Briefing vor zwei Tagen am 26. März 2008 hat AMD einige Aussagen des in wochenlanger Arbeit angefertigten Artikels zumindest teilweise über den Haufen geworfen. Diese Änderungen bleiben jedoch nicht unbeachtet und werden in Kürze als Update erscheinen. Die Kernaussagen sowie die Benchmark-Ergebnisse und das wichtige Preis-Leistung-Verhältnis sind davon jedoch nicht betroffen, weshalb wir unseren Lesern diesen umfangreichen Artikel nicht vorenthalten wollten.














