Einleitung
Mit dem heutigen Tag ist es soweit: Intel lässt den ersten eigenen, „wahren“ Quad-Core-Prozessor offiziell vom Stapel. Der Core i7 getaufte Proband wird der erste Desktop-Prozessor des Chipriesen, der nicht mehr auf die bewährte Technik der zwei zusammengefügten Kerne setzt, sondern, wie die CPUs des kleinen Konkurrenten AMD, auf das sogenannte native Design zurückgreift. Gleichzeitig bringt man mit der Nehalem-Architektur aber noch einige weitere, durchaus interessante Neuerungen an den Start. In erster Linie sind dies der integrierte Speichercontroller, aber auch die von den Notebooks bereits bekannte, aber für den Desktop neue Technologie „Turbo Mode“. Mit von der Partie ist weiterhin auch das reanimierte Hyper-Threading, das unter dem Oberbegriff Simultaneous Multithreading (SMT) für mehr Performance sorgen soll. In den Handel kommen sollen erste Prozessoren am 17. November 2008.
Der neue Core i7 setzt auf 731 Millionen Transistoren, die auf einem 263 mm² großen Die einen Platz finden. Ein Großteil des Platzes wird wie üblich vom Cache eingenommen, der im Fall der neuen Prozessoren aber als L3-Variante daherkommt, während der bisher recht große L2-Cache deutlich zusammengestrichen wurde, Jeder der vier Kerne besitzt nur noch 256 kB L2-Cache, ein 8 MByte großer L3-Cache unterstützt von nun an alle vier Kerne bei der Arbeit.
Einen Platz findet der Prozessor im neu gestalteten Sockel LGA 1366. Dieser ist in allen Lebenslagen etwas größer, und benötigt unter anderem für den neuen Speichercontroller die hohe Anzahl von Kontaktflächen. Der Speichercontroller wird erstmals auf einen Tripple-Channel-Modus zurückgreifen können, was – gepaart mit der Integration direkt in den Prozessor – zu neuen (theoretischen) Höchstleistungen führen soll. Den weiteren Anschluss an die Außenwelt wird der Core i7 über ein von der Server-Familie stammendes QuickPath Interface (QPI) vollbringen, das die CPU mit dem Chipsatz X58 verbindet. Dieses neue Interface löst den bisherigen Flaschenhals Frontside-Bus ab. Auf die Besonderheiten des X58-Chipsatzes inklusive der erstmaligen Bereitstellung der SLI- und CrossFire-Unterstützung für Grafikkarten werden wir in einem gesonderten Artikel näher eingehen.
Die Erwartungshaltung an die neuen Prozessoren ist, gelinde gesagt, riesig – einen Fehlstart vom Marktführer kann sich eigentlich niemand so richtig vorstellen. Ob diese große Anzahl an Neuerungen aber auch das einhalten kann, was auf dem Papier versprochen wird, sehen wir uns auf den folgenden Seiten in vielen einzelnen Betrachtungen an. Als ersten Punkt wenden wir uns dabei gleich dem Feature Turbo Mode zu, ehe wir uns danach mit Hyper-Threading auseinandersetzen.
Turbo Mode
Der bei den Desktop-Prozessoren neu eingeführte Turbo Mode ist ein sehr interessantes Feature. Er erlaubt es den neuen CPUs unter Last automatisch den Multiplikator einzelner Kerne zu erhöhen. Während die kleinen Core i7 diesbezüglich einen vordefinierten Multiplikator-Spielraum besitzen, kann der Turbo Mode beim Flaggschiff Core i7-965 XE selbst definiert werden. Jeder Kern lässt sich im Multiplikator separat einstellen, was aber nur bedingt etwas bringt, da man schon genau die Auslastung eines Prozessors in einer bestimmten Anwendung kennen muss.
Die beiden kleineren Modelle takten durch den Turbo Mode beispielsweise alle vier Kerne maximal um einen Schritt nach oben, sofern Last auf allen Kernen anliegt. Bei starker Last auf nur einem Prozessorkern kann dieser allein auch zwei Schritte weiter nach oben gehen. Beim XE unterliegt der Leistungszuwachs den Einstellungen des Nutzers.
Im gesamten Test ist das Feature Turbo Mode sehr oft (wenn nicht immer) in Aktion zu sehen. Im Single-CPU-Test des Benchmark Maxon Cinebench R10 springt der Multiplikator zum Beispiel fast den ganzen Test immer in halben Schritten von 24 bis auf 26 hoch, zwischendurch aber auch mal wieder runter. In den X-CPU-Tests, bei denen Last auf allen Kernen liegt, steigt der Multiplikator ebenfalls. Allerdings nur auf 25. In beiden Fällen greift ab und an die interne Regulierung des Turbo Modes, die an die TDP und TDC gekoppelt ist. Kommt zum Beispiel im Single-CPU-Test die TDP mit dem Multiplikator 26 dem vordefinierten Wert im BIOS zu nahe, wird wieder leicht heruntergetaktet. Das BIOS des Intel Smackover zeigt die Möglichkeiten auf, die bei einem Core i7-965 XE gewählt werden können.



Da wir die Vorgänge rund um den Turbo Mode eingrenzen wollten, haben wir verschiedene Versuche mit dem neuen Flaggschiff Core i7-965 XE durchgeführt. Dafür haben wir einerseits die normale Einstellung gewählt, bei der der Prozessor mit einem Multiplikator von 24 vom Turbo Mode in jeder Anwendung beeinflusst werden kann. Parallel dazu haben wir in einem zweiten Test den Turbo Mode deaktiviert. Als dritten Feldversuch haben wir den Multiplikator um eins auf 25 angehoben, da dieser augenscheinlich in fast jedem Test mit aktiviertem Turbo Mode genau so arbeitet, und den Turbo deaktiviert gelassen. Die Ergebnisse zeigen ein ziemlich eindeutiges Bild auf.
Turbo Mode – Gesamtrating
Angaben in Prozent
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Turbo Mode – Einzeltests
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Der Test mit festem Multiplikator von 25 und deaktiviertem Turbo Mode macht es deutlich: Die neuen Core i7 sind mit dem aktivierten Turbo Mode eigentlich schnellere Prozessoren, als dies auf der Verpackung steht. Der kleinste Prozessor Core i7-920 wird durch den Turbo Mode fast dauerhaft von 2,66 auf 2,8 GHz gestuft, das gleiche Prozedere gilt für das Modell 940, das von 2,93 auf 3,06 GHz springt. Das Flaggschiff ist in diesem Sinne also eigentlich ein 3,33 GHz schneller Quad-Core-Prozessor, was in vielen Benchmarks den Vorsprung gegenüber bisherigen Modellen erklärt. Dies wird jedoch auf Kosten einer deutlich höheren Spannung erkauft. Nicht selten springt die Nadel von 1,20 auf bis zu 1,27 Volt bei der Nutzung des Turbo Mode. Dieser Umstand ist unter anderem für die gestiegene Leistungsaufnahme verantwortlich.
Simultaneous Multithreading (SMT)
Neben der neuen Funktion Turbo Mode hat Intel auch den altbekannten Modus „Hyper-Threading“ wieder zurück ins Leben geholt. Was früher auch unter dieser Bezeichnung lief, wird ab sofort schlichter als Simultaneous Multithreading (SMT) bezeichnet. Im Prinzip ist es jedoch das Gleiche. SMT sorgt dafür, dass mit vier Kernen bis zu acht Threads parallel verarbeitet werden können.
Damit jedoch Software diese zusätzlichen virtuellen Kerne nutzen kann, bedarf es eines darauf angepassten Betriebssystems. Ist eine Software dann ebenfalls noch dazu in der Lage, mit den zusätzlichen Kernen umzugehen, lassen sich Steigerungen in der Performance erzielen. Aktuell sind diese aber fast nur in theoretischen Tests zu begutachten, handfeste Software-Anwendungen profitieren eher nicht davon (Gerüchte vermeldeten, sie werden sogar langsamer). Eine Auswahl an Benchmarks aus unserem großen Parcours soll dies anhand des kleinen, aber für die Mehrheit der Käufer wohl am ehesten in Frage kommenden Core i7-920 mit 2,66 GHz verdeutlichen. Hyper-Threading lässt sich ohne Probleme einfach im BIOS deaktivieren.
SMT – Gesamtrating
Angaben in Prozent
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SMT – Einzeltests
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Wie erwartet profitieren in erster Linie die theoretischen Tests vom SMT. Prime in der größten Ausführung läuft ohne Hyper-Threading beachtliche 40 Prozent langsamer, der Unterschied vom integrierten Test in WinRAR und dem tatsächlichen Packen in der Praxis zeigt aber einmal mehr, dass die Theorie eben nicht mit der Praxis gleichzusetzen ist. Spiele profitieren vom Hyper-Threading gar nicht, aber dies ist im großen und ganzen nichts wirklich Neues, da bisherige Quad-Core-Prozessoren schon mit der vollen Auslastung aller Kerne bzw. Threads zu kämpfen haben. Wurden vorab jedoch Vermutungen laut oder einzelne Spiele gezeigt, die mit SMT langsamer laufen sollen, können wir dies durch unsere Auswahl an vier separaten Game-Tests in der Auflösung von 1.280 x 1.024 Bildpunkten und unterschiedlichen qualitätssteigernden Mitteln nicht bestätigen.
Eine Frage des ..
.. Mainboards
Neben dem von Intel bereitgestellten DX58SO „Smackover“ befindet sich auch das Asus P6T Deluxe in den Händen der Redaktion. Bevor wir den kompletten Test absolvieren, heißt es für uns, sich für eines dieser beiden Mainboards zu entscheiden. Bei Asus auf der Habenseite steht die exzellente Ausstattung des Mainboards und der sehr gute Support in den ersten Tagen des Tests. Von Ende September bis Mitte Oktober gab es fünf neue BIOS-Versionen, mit denen nicht nur kleinere Probleme behoben wurden, sondern auch neue Features freigeschaltet wurden. Diese Probleme hatte das hauseigene Intel-Mainboard nicht mehr. Dieses kann auf die Entwicklung im eigenen Haus zurückgreifen, weshalb das ganze Mainboard einen sehr ausgereiften Eindruck mit sehr gutem BIOS macht. Rein vom Äußerlichen kann man diese Wahl also nicht treffen.
Deshalb haben wir zunächst beide Mainboards eingebaut und auf etwaige Probleme untersucht. Beim Smackover-Mainboard von Intel fällt sofort auf, dass der IDE-Anschluss und auch der PS2-Port wegrationalisiert wurden. Dies wurde dem Tester auch fast zum Verhängnis, da das bisherige Testsystem über einen schnellen DVD-Brenner mit IDE-Anschluss und eine altbewährte PS2-Tastatur verfügte. Doch auch diese Probleme konnten schnell gelöst werden, beim Kauf sollten Kunden jedoch unbedingt darauf achten bzw. vom Handel auf den Umstand hingewiesen werden. Das BIOS des Smackover ist beim ersten Start gewöhnungsbedürftig, man findet sich jedoch schnell zurecht und dem Start ins Windows steht nichts im Weg. Dem Intel-Mainboard muss man an der Stelle durchweg Respekt zollen, denn selten bot eine Platine direkt von Intel quasi genau so viele Einstellungsmöglichkeiten wie ein Flaggschiff von Asus.
Das P6T von Asus bietet im Punkte der Ausstattung weit mehr als die Version von Intel. Zwei zusätzliche Speicherslots, mehr SATA-Ports; auch IDE und PS2 sind weiterhin vertreten. Das BIOS ist in gewohnter Manier sehr übersichtlich und erlaubt quasi jede Einstellung. Die schnellen und fast jede Woche verfügbaren BIOS-Updates werden den leichten anfänglichen Vorteil für Intel an der Stelle aber bald egalisiert haben. Dies konnten wir bereits in den ersten Tagen des Tests Anfang Oktober deutlich sehen.
Leistungsaufnahme – Mainboards
Angaben in Watt (W)
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Nach dem Start beider Platinen mit allen stromsparenden Power States werfen wir als erstes einen Blick auf den Leistungsmesser von Voltcraft. Dieser zeigt einen Unterschied von 15 Watt an. Das Intel-Smackover-Mainboard sticht mit 111 Watt im Idle das P6T von Asus mit 126 Watt recht deutlich aus. Unter Volllast wird der Unterschied aber bis auf ein einziges Watt wettgemacht – 254 zu 255 Watt für das Smackover. Bei der Platine von Asus fällt auf, dass diese wieder leicht übertaktet und den Prozessor mit leicht höheren Spannungen betreibt, was sicher zu leichten Nachteilen im Stromverbrauch beim Nichtstun führt. Im Idle sind es ungefähr 4 MHz und 0,02 Volt, was sich auf 8 MHz und 0,03 Volt beim Standardtakt von 3,2 GHz steigert. Dies sind zwar unschöne, aber nur kleine Macken, der direkte Schlagabtausch in einigen Benchmarks wird gebraucht, um endgültig festzustellen, welches die geeignete Platine für den Test ist.
Mainboardvergleich – Rating
Angaben in Prozent
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Mainboardvergleich – Einzeltests
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Dort verhält es sich fast wie erwartet. Während das Smackover von Intel gegenüber dem Asus P6T bis zum frühen Beta-BIOS 501 noch sehr gut mithalten kann, bringt die zusätzliche Entwicklung und vor allem die Zeit, die Asus' Techniker und Programmierer mit der Platine im realen Einsatz verbringen, die Platine leicht in Front. Quasi in jedem Benchmark liegt das P6T mit dem BIOS 703 vom 15. Oktober bei identischen Einstellungen leicht vorn, bei dem ein oder anderen Test aus unserem Parcours sind es mitunter aber schon beachtliche drei, vier Prozent. Zudem kam es uns beim gesamten Test so vor, dass die Platine von Asus mit dem Turbo Mode etwas besser zurechtkommt als dies die Intel-Platine selbst in Angriff nimmt. Dies mag unter anderem für den leichten Vorsprung des Asus-Mainboards verantwortlich sein.
Zusammengefasst lässt sich letztendlich leicht sagen, warum wir der Platine von Asus den Vorzug geben. Sie ist durchweg ein wenig schneller, unterstützt DDR3-Speicher bis zu 2.133 MHz und bietet insgesamt das deutlich bessere und vor allem auch komfortablere Ausstattungspaket gegenüber der eher spartanisch ausgerüsteten Platine von Intel. Der lediglich im Idle, aber nicht unter Volllast, leicht höhere Leistungsbedarf des P6T Deluxe lässt sich durch die Mehrzahl der Vorteile gern verschmerzen. Zudem ist die BIOS-Unterstützung der große Pluspunkt für die Platine von Asus.
.. Speichers
Neben dem von Intel zur Verfügung gestellten DDR3-1066-Speicher von Qimonda, der mit drei Modulen aber nur eine Kapazität von insgesamt drei Gigabyte liefert, hat uns auch Corsair mit einem neuen Dominator-Kit DDR3-1600 [1] versorgt. Die zur Dominator-Serie gehörenden neuen Speicherriegel kommen bei der hohen Taktfrequenz von 1.600 MHz mit nur 1,65 Volt aus, die Timings liegen bei guten 8-8-8-24. Da die Speicherriegel von Qimonda nur einseitig bestückt waren – so genannte Single-Sided-Module – und die beidseitig bestückten Corsair-Speicher zudem noch mit der doppelten Kapazität von sechs Gigabyte das Testfeld bei gleichzeitig erhöhter Spannung betreten, macht sich logischerweise ein Unterschied in der Leistungsaufnahme des gesamten Testsystems bemerkbar.


Ein Unterschied von ungefähr 20 Watt liegt im Erwarteten und zugleich erträglichen Rahmen. Denn es muss sowohl dem hohen Takt von 1.600 MHz, als auch der doppelseitigen Bestückung mit insgesamt 6 GByte sowie der auf 1,65 Volt gesteigerten Eingangsspannung Tribut gezollt werden. Genau dies zeigt aber eine mitunter drastische Erhöhung in einigen Benchmarks. Dass SiSoft Sandra oder Everest im Speichertest von dem höher getakteten DDR3-Speicher deutlich profitiert, ist zu erwarten gewesen, aber mit PCMark Vantage profitiert eine Anwendung, die viele Dinge aus dem Office- und Multimedia-Bereich nachstellt, ebenfalls wie das geschätzte Packprogramm WinRAR von dem schnelleren und größeren Speicher. Die Performance würde sogar noch ein wenig höher liegen, wenn man die Module außerhalb der Spezifikationen beispielsweise mit Timings von CL7 betreiben würde. Wir haben jedoch die ursprünglichen Timings beibehalten und dafür die Spannung um 0,05 auf dauerhaft stabile 1,60 Volt gesenkt; unserer Kompromiss aus Geschwindigkeit und Verbrauch.
Leistungsaufnahme – Speicher
Angaben in Watt (W)
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Vergleiche des Arbeitsspeichers
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Festzuhalten bleibt dabei aber, dass die ganze Betrachtung nur bei dem Flaggschiff Core i7-965 XE von Intel interessant ist, bei dem man den Speicher frei neben dem Prozessor konfigurieren und betreiben kann. Die kleinen, „locked“ CPUs mit den Namen Core i7-940 und 920 werden auf maximal DDR3-1066 beschränkt sein. Dort setzen wir auch den Speicher von Corsair mit der Gesamtkapazität von 6 GByte ein, jedoch werden wir die Timings auf 7-7-7-20 verschärfen und die Spannung auf JEDEC-konforme 1,5 Volt absenken. Mit offiziellen Informationen in Bezug auf die Spannung für den DDR3-Speicher wollte Intel jedoch nicht herausrücken. Während die zum Testkit bereitgestellten Dokumente nur von 1,60 Volt sprechen, erlauben die Mainboardhersteller doch ein wenig mehr Spannung für den Speicher. Da aber fast jeder Speicherhersteller neue Module angekündigt hat, die in den letzten Tagen vor dem Start des Core i7 bereits schon bei DDR3-2000 mit 1,65 Volt [2] angekommen sind, dürfte diese Frage auch zunehmend an Bedeutung verlieren.


Update: Die ersten Retail-Prozessoren des Core i7-920 sind anscheinend im Bereich des Speicherteilers nicht gelocked. Verschiedene Berichte, auch aus unserem Forum [3], untermauern dies. Warum Intel die Presse-Samples mit einer derartigen Sperre versehen hat, obwohl diese dann im Handel nicht mehr vorhanden ist, gab das Unternehmen bisher nicht bekannt.
.. Kühlers
Neben dem Boxed-Kühler, der primär für den kleinen Core i7-920 gedacht ist, versorgte uns Intel im umfangreichen Testkit auch mit einem Thermalright Ultra-120 eXtreme. Diese modifizierte Version kann ab sofort auch mit dem neuen Sockel LGA 1366 eingesetzt werden, weshalb Intel ihn primär für den Einsatz mit dem Core i7-965 XE in Betracht gezogen hat. Doch diese beiden Modelle waren uns noch nicht genug. Wir haben bei Noctua angefragt, wie es mit ihren Vorbereitungen für den neuen Prozessor und Sockel aussieht. Wenige Tage später flatterte ein komplettes Set, bestehend aus dem hoch dekorierten NH-U12P-Kühlkörper [4] mit passendem 120-mm-Noctua NF-12P Premium Lüfter [5] und dem neuen Mounting-Kit für den Sockel LGA 1366 bei uns ein.
Den größten Vorteil beim Einbauen genießt zweifelsohne der Boxed-Lüfter. Die Push-Pins drückt man einfach herunter und so ziemlich bombensicher sitzt auch prompt der Kühler. Die beiden anderen Modelle erfordern deutlich mehr Aufwand. Bei beiden Kühlern muss zunächst eine Platte an der Rückseite befestigt werden, die dann an der Vorderseite rund um den Sockel verschraubt wird. Darauf wird dann der der große Kühlkörper mit leicht unterschiedlichen Methoden befestigt; das Ziel ist jedoch das gleiche. Nach der Verankerung des Kühlers fehlt nur noch der Lüfter. Bei Thermalright wird der Lüfter einfach in ein kleines Gehäuse mit entsprechender Halterung gelegt, so dass das Aufschieben und einfache Festklicken sehr leicht von der Hand geht. Etwas weniger leicht, aber trotzdem nicht schwer, ist die Handhabung der beiden Drahtbügel, mit denen der Lüfter von Noctua befestigt wird. Vorteil dieser Lösung ist jedoch, dass zur Not und bei großer Hitze ein zweiter Lüfter direkt auf der gegenüberliegenden Seite angebracht werden kann – die beiden zusätzlich dafür benötigten Bügel sind bereits im Lieferumfang enthalten.



Mit allen drei Probanden führten wir einen Test mit dem Core i7-965 XE bei 3,2 GHz und Standard-Einstellungen durch, die auch im kompletten Test zum Einsatz kommen. Das Gehäuse ist wie üblich geschlossen, die Serienbelüftung des großen Towers unterstützt die Prozessorkühlung aber bereits beachtlich. Wie groß die Unterschiede aber dennoch sind, zeigen die drei Screenshots und der Einfachheit halber auch das Diagramm.
Temperatur unter Volllast
Angaben in °C
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Trotz gleicher Kühlleistung der beiden großen Tower-Kühler, aber in Anbetracht des größeren Lieferumfangs seitens Noctua, haben wir uns für den NH-U12P entschieden. Dieser wird in kommenden Tests bei jedem neuen Prozessor Verwendung finden; sei es eine CPU von Intel neuerer oder älterer Bauart oder ein alter AMD Athlon oder ganz neuer Phenom, der demnächst an den Start gehen wird.
Das neue Testsystem
Mit dem Start des Nehalem wird auch unser bisheriges Testsystem in die verdiente Rente geschickt. Es hat im letzten Jahr insgesamt 36 Prozessoren gesehen, 21 davon aus dem Hause Intel. Da im Laufe der Monate, in denen wir solch einem Testsystem keinerlei Änderungen unterziehen, viele Punkte angesprochen wurden, war es nicht nur in Anbetracht der neuen Prozessorgeneration Zeit für einen Wechsel. Natürlich bietet sich ein kompletter Generationswechsel für einen Wechsel des kompletten Systems immer am besten an, so dass wir die frühen Pläne aus dem Sommer in den Herbst verschoben haben. Dabei greifen wir auch auf viele Anregungen der Leser zurück, die wir in den letzten Monaten bekommen haben. An dieser Stelle wollen wir einige Erläuterungen zum neuen Testsystem abgeben und erklären, warum wir uns für diese Bauteile entschieden haben.
Einer der größten und oft angebrachten Kritikpunkte war mit Sicherheit das ältere Tagan-Netzteil mit 480 Watt. Dieses wird in den wohl verdienten Ruhestand geschickt und durch ein nagelneues Netzteil von Cooler Master ersetzt. Die UCP-Serie hat zu Beginn des Sommers 2008 als eines der ersten Desktop-Netzteile eine „80Plus Silver“-Zertifizierung bekommen [6]. Diese steht für einen Wirkungsgrad von sehr hohen 89 Prozent bei einer Auslastung von 50 Prozent, aber auch unter geringer Last (20%) und Volllast (100%) kann sich das UCP-Netzteil mit 87 respektive 85 Prozent mehr als sehen lassen. Für unseren Test setzen wir auf die kleinste Version mit 700 Watt, da stärkere Netzteile vor allem unter geringer Last im Wirkungsgrad mitunter deutlich abfallen. Liegt die 20-Prozent-Schwelle bei dem 700-Watt-Probanden bei 140 Watt, wird sie bei dem 1.100-Watt-Modell bereits auf 220 Watt hoch geschraubt – ein Wert der mit dem neuen Testsystem bei kleineren Prozessoren gerade mal unter Volllast mit Prime erreicht wird.
Der zweite wichtige Punkt ist die neue Grafikkarte. Nachdem wir das komplette letzte Jahr eine nicht gerade stromsparende ATi Radeon HD 2900 XT im Einsatz hatten, setzen wir ab heute auf Nvidias erste (relativ stromsparende) 55-nm-Lösung im High-End-Segment, die GeForce 9800 GTX+ [7]. Ein wichtiger Grund für die Auswahl ist schlichtweg, dass die Karte aktuell nicht mehr benötigt wird, aber auch die Konstellation aus hoher Performance bei annehmbarer Leistungsaufnahme und relativ geringen Temperaturen unter Volllast haben dieses Modell ins Spiel gebracht.



Alle weiteren Einzelteile im Punkte Hardware unterschieden sich je nach eingesetztem Prozessor. Um dem neuen Triple-Channel-RAM gerecht zu werden, war auf der Software-Seite fast zwingend der Umstieg zu Windows Vista in der 64-Bit-Variante erforderlich. Auch diesen Schritt gehen wir mit dem neuen Testsystem, so dass fortan die drei Slots bei den X58-Mainboards mit je zwei Gigabyte bestückt werden, alle anderen Platinen greifen für den Dual-Channel-Modus auf zwei dieser Module zurück. Der Unterschied von 4 auf 6 GByte existiert damit natürlich auf dem Papier, ist in Benchmarks aber quasi nicht zu merken. Zudem glauben wir, dass solche Konstellationen in naher Zukunft die gebräuchlichsten Varianten werden dürften bzw. in Form von DDR2-Speicher mit den alt-eingesessenen Core 2 Duo und Core 2 Quad bereits sind.
Um einen möglichst fairen und realitätsnahen Vergleich zwischen den Kontrahenten zu ermöglichen, werden sämtliche Tests in einem geschlossenen Midi-Tower mit werksseitiger Lüfterbestückung (ein Lüfter rückseitig saugend, einer beim Festplattenkäfig in Front blasend) durchgeführt, um so auch auf thermische Probleme bei den Boliden aufmerksam zu werden. Zum Einsatz kommt ein „Cooler Master Stacker RC-832“, der uns von Caseking zur Verfügung gestellt wurde. Das Gehäuse erlaubt den Einsatz von bis zu neun 120-mm-Lüftern, von denen die beiden verwendeten Lüfter zum Lieferumfang gehören.
- Komplette Aufschlüsselung des Testsystems und den verwendeten Komponenten
- Prozessor
- Quad-Core
- Intel Core i7-965 XE – 3,20 GHz, 1 MB L2-Cache, 8 MB L3-Cache, QPI 6,4 GHz (Bloomfield C0)
- Intel Core i7-940 – 2,93 GHz, 1 MB L2-Cache, 8 MB L3-Cache, QPI 4,8 GHz (Bloomfield C0)
- Intel Core i7-920 – 2,66 GHz, 1 MB L2-Cache, 8 MB L3-Cache, QPI 4,8 GHz (Bloomfield C0)
- Intel Core 2 Extreme QX9770 – 3,20 GHz, 12 MB L2-Cache, FSB1600 (Yorkfield C1)
- Intel Core 2 Quad Q9550 – 2,83 GHz, 12 MB L2-Cache, FSB1333 (Yorkfield C1)
- Intel Core 2 Quad Q9450 – 2,66 GHz, 12 MB L2-Cache, FSB1333 (Yorkfield C1)
- Dual-Core
- Intel Core 2 Duo E8600 – 3,33 GHz, 6 MB L2-Cache, FSB1333 (Wolfdale E0)
- Intel Core 2 Duo E8500 – 3,16 GHz, 6 MB L2-Cache, FSB1333 (Wolfdale E0)
- Intel Core 2 Duo E8400 – 3,00 GHz, 6 MB L2-Cache, FSB1333 (Wolfdale E0)
- Intel Core 2 Duo E7200 – 2,53 GHz, 3 MB L2-Cache, FSB1066 (Wolfdale M0)
- Quad-Core
- Motherboard
- Asus P6T Deluxe (Intel X58-Chipsatz) – Revision 1.02G, BIOS: 0703 (15. Oktober 2008)
- Asus P5E3 Premium (Intel X48-Chipsatz) – Revision 2.00G, BIOS 0605 (9. Oktober 2008)
- Arbeitsspeicher
- 3x 2.048 MB DDR3-1600 Corsair Dominator (CL8-8-8-24-2T, 1,60 Volt, Triple-Channel)
- 3x 2.048 MB DDR3-1066 Corsair Dominator (CL7-7-7-20-1T, 1,50 Volt, Triple-Channel)
- 2x 2.048 MB DDR3-1600 Corsair Dominator (CL8-8-8-24-2T, 1,60 Volt, Dual-Channel)
- 2x 2.048 MB DDR3-1333 Corsair Dominator (CL7-7-7-20-1T, 1,50 Volt, Dual-Channel)
- 2x 2.048 MB DDR3-1066 Corsair Dominator (CL7-7-7-20-1T, 1,50 Volt, Dual-Channel)
- Grafikkarte
- Peripherie
- Samsung HD501LJ, 500 GB (SATA-II-Festplatte)
- MSI DR8-A (DVD-Brenner)
- Netzteil
- Cooler Master UCP 700 Watt
- Prozessorkühler
- Treiberversionen
- Nvidia GeForce 178.24
- Intel Chipsatz-Treiber 9.1.0.1007
- Software
- Microsoft Windows Vista 64-Bit, Service Pack 1
- Microsoft DirectX August 2008
- Prozessor
Benchmarks
Neben dem von Grund auf neu gestalteten Testsystem haben wir auch den Benchmark-Park einem Update unterzogen. Nach wie vor sind einige theoretische Tests mit von der Partie, da diese in der Regel einen Schritt weiter sind als jede reale Anwendung. Dort werden neue Funktionen, die in Prozessoren einen Platz gefunden haben, als erstes in ihrer Leistungsfähigkeit aufgezeigt. Da diese theoretischen Tests dem Anwender vor dem PC aber nicht viel nutzen, ziehen wir auch viele Praxis-Anwendungen zu Rate. Dazu gehören heutzutage in erster Linie vielfältige Multimedia-Anwendungen, aber auch alltägliche Dinge wie das Packen von Dateien. Abgerundet wird der Test dann von einigen Spielen, bei denen wir eine Auswahl aus Spielen mit integrierter Benchmarkfunktion sowie Games heraus gesucht haben, bei denen mittels Fraps nicht nur die durchschnittlichen Bilder pro Sekunde, sondern auch die Minima und Maxima ermittelt wurden.
Wie bereits in der Vergangenheit üblich wird jeder Benchmark fünf mal durchgeführt, um auf etwaige Ausreißer in der Performance stoßen zu können. Dieses geschieht in fast allen Anwendungen leider häufiger als erwartet, sowohl in die negative als auch positive Richtung. Der Mittelwert aus den fünf Tests (ohne extreme Ausreißer) wird dann in die einzelnen Diagramme übernommen. Bei Spielen wird auf die Auflösung von 1.280 x 1.024 Bildpunkten zurückgegriffen, da bei höheren Auflösungen quasi nur noch die Grafikkarte ein Rolle spielt, geringere Auflösungen aber kein Bezug zur Realität haben. In der Regel testen wir dabei, sofern nicht näher beschrieben, mit den höchsten Details. Die Werte vom AA/AF können dabei von Spiel zu Spiel variieren, jedoch sollen die unterschiedlichen Setups eine kleine Simulation dafür sein, was sich heutzutage mit jedem neuen Spiel ändern kann. Alle getesteten Prozessoren müssen zusammen mit der Grafikkarte in diesen Tests beweisen, dass sie sowohl mit wenigen qualitätssteigernden Features als auch mit einem Maximum klar kommen können.

Da der Turbo Mode und auch das Hyper-Threading zu den offiziellen Features der Core i7 gehören, sind sie während des gesamten Tests auch aktiviert. Ergebnisse ohne diese Funktionen würden schlichtweg nicht der Realität entsprechen, da keiner ein bezahltes Feature, das zusätzliche Performance bringt, deaktivieren würde.
- Synthetisch
- 3DMark06 1.10
- 3DMark Vantage 1.01
- SiSoftware Sandra 2009.1.15.52 Beta
- Cinebench R10
- Super PI xmod 1.5 XS
- MaxxPi² 1.11ß
- wPrime 2.00
- Office und Multimedia
- PCMark Vantage 1.00
- Tsunami MPEG Video Encoder Xpress 4.5.2.255
- DivX 6.8.4.7
- iTunes 8.0.1
- WinRAR 3.80
- POV-ray 3.7 Beta 29
- TrueCrypt 6.0a
- Spiele
- Assassin's Creed 1.0
- BioShock 1.0
- Company of Heroes 1.71
- Crysis Demo
- Lost Planet: Colonies 1.0
- Race Driver Grid 1.2
- Sacred 2 Demo
- World in Conflict 1.007
- weitere benötigte Tools
- CPU-Z 1.48
- Fraps 2.96
- Prime
Synthetische Tests
3DMark06
Die allseits bekannte Benchmarkserie von Futuremark ist zwar mittlerweile in der Vantage-Version erschienen, aber „3DMark06“ erfreut sich nach wie vor großer Beliebtheit. Von den sechs Testszenen messen vier Sequenzen die Performance der Grafikkarte und zeigen eine Grafikpracht, die auch heute mitunter noch ihresgleichen sucht. Um jene zu erreichen setzen die Finnen auf moderne 3D-Technologie, weswegen nicht nur massiv das Shader-Model 3.0 verwendet wird – auch extrem aufwendige Texturen, spektakuläre Partikeleffekte, komplexe Schattenberechnungen und als weiteres Highlight „High Dynamic Range Rendering“ – kurz HDRR – werden eingesetzt. Dabei setzt Futuremark auf FP16-HDR, das eine sehr hohe Bildqualität liefert, aber auch aufwendig zu berechnen ist. Weitere Details zu diesem Programm gibt es in einem unserer ausführlichen Artikel [9].
Download: 3DMark06 [10]
3DMark06 – Gesamt
Angaben in Punkten
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3DMark06 – Prozessor
Angaben in Punkten
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3DMark Vantage
Nachdem der altgediente 3DMark06 schon einige Jahre auf dem Buckel hat und somit nicht nur die Grafik mittlerweile etwas angestaubt wirkt sondern darüber hinaus das CPU-Limit bei schnellen Grafikkarten immer mehr bemerkbar wird, wurde es höchste Zeit für einen Nachfolger. Der finnische Hersteller Futuremark hat dementsprechend nach einer langen Wartezeit den 3DMark Vantage auf den Markt gebracht, der von vornherein für die Direct3D-10-API programmiert worden ist. Grafisch bieten die zwei Spieletests dementsprechend viel fürs Auge, wobei vor allem der zweite Test Glanzpunkte setzen kann. Mit FP16-HDR, Tiefenunschärfe, Parallax Occlusion Mapping, einer physikalische Simulation auf der GPU, diversen Shadereffekten und noch vielem mehr bringt der 3DMark Vantage die 3D-Hardware problemlos ans Leistungslimit. Wir testen das Programm im Performance-Preset. Weitere Details zu diesem Programm gibt es in einem unserer ausführlichen Artikel [11].
Download: 3DMark Vantage [12]
3DMark Vantage – Gesamt
Angaben in Punkten
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3DMark Vantage – Prozessor
Angaben in Punkten
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Cinebench R10
Das populäre, aus Deutschland stammende Maxon Cinema4D ist in unserem Benchmarkparcours in Form von Cinebench R10 vertreten. Die Software nutzt zum Raytracing bis zu 16 Prozessoren und profitiert damit von allen derzeit am Markt erhältlichen Desktop-Prozessoren von AMD oder Intel. In unserem Test präsentieren wir die Mitte 2007 veröffentlichte Version Cinebench R10. Wie üblich zeigen die Diagramme einerseits den Test mit nur einem Prozessorkern, zum anderen auch den Multi-Core-Test, der auch Hyper-Threading nutzt.
Download: Cinebench [13]
Maxon Cinebench R10
Angaben in Punkten
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SiSoft Sandra 2009
Egal ob es um Mainboard, Speicher, Festplatte, Peripherie, Steckkarten, Prozessor, Netzwerk, Schnittstellen, BIOS, Windows oder DirectX geht, SiSoft Sandra hat umfangreiche Antworten parat. Für einen Großteil der Hardware im PC gibt es zudem Benchmark-Tests, mit denen sich der PC auf seine Performance im Vergleich zu einigen Referenz-Rechnern testen lässt. All' diese Werte sind jedoch fast ausschließlich rein theoretischer Natur und haben wenig Bezug zur Praxis, jedoch lassen sich Prozessoren in ihren theoretischen Möglichkeiten gut vergleichen. Auch bieten Programme wie Sandra meist deutlich eher Möglichkeiten, neu integrierte Features von Prozessoren zu testen, ehe diese in Monaten oder Jahren in wirklichen Programmen integriert sind. Wir haben uns aus dem umfangreichen Repertoire für die Tests Arithmetik, Multimedia und Kryptografie sowie für die Speicherbandbreite, die Speicherlatenz und den Cache- und Speicherzugriff entschieden. Weiterhin kommt eine Beta-Version vom 22. Oktober 2008 zum Einsatz, da diese erstmalig die neuen SSE4.2-Instruktionen des Nehalem nutzt.
Download: SiSoft Sandra [14]
SiSoft Sandra – Arithmetik
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SiSoft Sandra – Multimedia
Angaben in Megapixel pro Sekunde (MPix/s)
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SiSoft Sandra – Kryptografie
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
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SiSoft Sandra – Speicherbandbreite
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
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SiSoft Sandra – Speicherlatenz
Angaben in Nanosekunden
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SiSoft Sandra – Speicher- und Cachezugriff
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
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wPrime, Super Pi, MaxxPI²
Seit einigen Jahren gehört SuperPi zu Tests wie das Amen in der Kirche. Leider ist der Test aufgrund seines hohen Alters für aktuelle Prozessoren nur sehr bedingt aussagekräftig, weshalb er bei uns in Zukunft nur noch mit zur Schau gestellt wird, aber nicht in die Bewertung mit einfließt. Als Alternative bieten wir wPrime und MaxxPi² an. MaxxPi² ist etwas neuer und genauer, liegt aber noch sehr nah om originalen Super Pi, so dass die Ergebnisse in unserem Test ebenfalls nur eine untergeordnete Rolle spielen. wPrime in der Version 2.00 ist Ende September 2008 erscheinen und liefert in unseren Augen die besten Ergebnisse, da alle Prozessorkerne bzw. Threads unter Windows voll ausgelastet und genutzt werden.
Download: wPrime 2.00 [15]
Download: MaxxPi² v1.11ß [16]
Download: Super Pi 1.5 XS-Mod [17]
wPrime 1024M
Angaben in Sekunden
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MaxxPi² 4M
Angaben in Sekunden
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Super Pi 1M
Angaben in Sekunden
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Office und Multimedia
PCMark Vantage
Etwas über zwei Jahre nach der Vorstellung des PCMark05, dem Futuremark-Benchmark zur Beurteilung der Leistung eines Rechners in verschiedensten Anwendungsszenarien, stellt der finnische Hersteller den PCMark07, „PCMark Vantage“ genannt, vor. Einmal mehr sollen Privatanwender und Firmen anhand eines kompakten Programms in der Lage sein, die Leistung eines Rechners auf Grundlage einer breiten Basis an Tests möglichst objektiv bewerten zu können. Alle Details zu dem neuen Benchmark stellt unser Artikel zu PCMark Vantage [18] bereit.
Download: PCMark Vantage [19]
PCMark Vantage – Gesamt
Angaben in Punkten
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PCMark Vantage – Einzeltests
Angaben in Punkten
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WinRAR 3.80
Obwohl 7-Zip kostenlos und in Sachen Kompressionsrate vielen Konkurrenten überlegen ist, kommt die Software in Sachen Verbreitung bei Weitem nicht an WinRAR heran, das in Form von RAR seit DOS und Windows 3.1 verfügbar ist. Mittlerweile ist WinRAR zwar in der Lage neben rar auch andere Formate wie beispielsweise 7z zu entpacken, zum Komprimieren stehen allerdings nur rar und zip zur Verfügung. Seit WinRAR 3.60 [20] bietet nun auch der beliebte Packer Multi-Core-Support. Anzumerken ist dem Programm, dass mit jeder neuen Version und schnelleren Prozessoren alles ein klein wenig schneller und besser komprimiert wird, so dass der Vorsprung von 7-Zip deutlich geringer geworden ist. Das Programm in der Version 3.80 muss den Programmordner der installierten Demo des Spiels Sacred 2 (1,64 GByte, 928 Dateien, 14 Ordner) bei maximalen Qualitätseinstellungen in das Format .rar komprimieren. Parallel dazu zeigen wir den integrierten Benchmark auf, um auf die Unterschiede zwischen theoretischem Benchmark und realem Packen näher eingehen zu können.
Download: WinRAR [21]
WinRAR
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POV-ray
POV-Ray ist eines der bekanntesten Programme zum Erstellen realistischer Grafiken und Animationen mit dem Computer. Mit Hilfe einer von Bilder können virtuelle Objekte erzeugt werden. POV steht dabei für „Persistence Of Vision“, was soviel wie die „Beharrlichkeit des Sehens“ bedeutet. Das zusätzlich Wort „Ray“ steht für Raytracing, die Technik, auf der dieses Programm basiert. Nach ein wenig Zeit mit entsprechender Einarbeitung lassen sich mit dem Programm sogar fotorealistische Bilder erzeugen, die mit vermehrter Anzahl auch zu einem Video zusammengefasst werden können. Der größte Pluspunkt schlussendlich ist noch der Preis: Es kostet nichts und steht frei im Internet zum Download bereit. Wir nutzen das Programm und die integrierte Benchmark-Funktion und zeigen die Zeit auf, nach der das Beispielbild vollständig sichtbar ist.
Download: POV-ray 3.7 beta 29 [22]
POV-ray
Angaben in Minuten, Sekunden
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TrueCrypt 6.0
TrueCrypt ist ein Open-Source-Verschlüsselungstool, welches seit der Version 6.0 auch Multi-Core-Unterstützung bietet, welche dem Programm auf Dual-/Mehrkern- oder Multi-Prozessor-Systemen zu einer deutlich verbesserten Performance bei der Ver- und Entschlüsselung der Daten verhilft. Wie verwenden den integrierten Benchmark-Test mit einem 100-MB-File. Weitere Ergebnisse auch zu diesem Test: TrueCrypt 6.0 veröffentlicht (Benchmark) [23]
Download: TrueCrypt 6.0a [24]
TrueCrypt
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
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DivX 6.8.4.7
Seit DivX 6.1 (Codename Helium) [25] unterstützt der für Videos sehr beliebte Codec auch Dual-Core-Prozessoren und erreicht je nach Konfiguration eine Steigerung der Encoding-Rate um mehr als 150 Prozent. Die Leistungsunterschiede sind dabei umso stärker ausgeprägt, je höher die gewählte Qualitätsstufe ist. Bei früheren Prozessortests wurde DV- und MPEG2-Videomaterial mit unterschiedlichen Qualitätseinstellungen nach DivX 6.1 encodiert. Tendenziell waren auch hier die Ergebnisse gleich. Die bei DV gewählten, niedrigen Qualitätseinstellungen für Audio- und Video-Encoding ließen Single-Core-Prozessoren ein wenig besser abschneiden. Aufgrund des größeren Praxisbezugs werden fortan nur noch die Ergebnisse des MPEG2-Encodings veröffentlicht.
Zum neuerlichen Einsatz kommt DivX 6.8.4.7, der volle Unterstützung für die SSE4-Befehlssätze beinhaltet. Intel hat gerade durch diese Instruktionen im Zusammenspiel mit DivX einen großen Performanceschub für Anwender versprochen, der sich auch durchweg bemerkbar macht.
TMPGenc Xpress 4: MPEG2 zu DivX 6.8
Angaben in Minuten, Sekunden
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MPEG 2
Das Zielformat für alle Hobbyfilmer ist nach wie vor die DVD und damit ein Film im MPEG2-Standard. Das Videomaterial selbst liegt dabei üblicherweise als Digital Video (DV) vor. Für den Test haben wir auf TMPGEnc 4.0 XPress 4.5.2.255 vertraut und ein 20 Minuten langes und unbearbeitetes Video mit einer Größe von vier Gigabyte in ein 1,32 Gigabyte MPEG2-File umgewandelt.
TMPGenc Xpress 4: DV zu MPEG2
Angaben in Minuten, Sekunden
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MP3
Das 1985 entwickelte Audiokompressionsverfahren MP3 ist das heute vorherrschende Format für Musik. Es wird von einer breiten Palette an Endgeräten unterstützt und bietet in der letzten Weiterentwicklung sogar Support für 5.1 Mehrkanal-Audio [26]. Das Spektrum an Encodern für MP3 ist mannigfaltig. Für unseren Test haben wir das populäre iTunes gewählt, mit dem wir eine 701 MB große Musikdatei einmal in das Format .mp3 umwandeln, danach in AAC. In den Einstellungen wurde dabei darauf geachtet, dass auch die Qualitätseinstellungen von 192 kbit/s beibehalten wurden.
iTunes 7: WAV zu MP3
Angaben in Minuten, Sekunden
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AAC
iTunes 7: WAV zu AAC
Angaben in Minuten, Sekunden
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Spiele
Assassin's Creed
Was passiert, wenn ein Konsolentitel erfolgreich ist? Man portiert ihn natürlich für den PC! Und dies ist UbiSoft mit Assassin's Creed wohl auch ohne Zweifel gelungen, da man es nicht nur bei einer reinen 1:1-Umsetzung gelassen, sondern darüber hinaus noch einige weitere Spielinhalte eingefügt hat. Doch worum geht es in Assassin's Creed überhaupt? Man spielt den Auftragsmörder Altair, der neben seinem eigentlichen Hauptberuf gerne mit Pferden reitet, Passanten umschubst, spektakuläre Kämpfe ausübt und sich vor allem gerne in schwindelerregenden Höhen, also auf sämtlichen Dächern der verschiedenen Städte, herumtreibt. Und was braucht man dazu? Eine potente Grafikengine, die Assassin's Creed auch durchaus hat. Ein Highlight sind die Charakteranimationen, die einwandfrei umgesetzt sind. Zudem gibt es noch schicke Texturen, sehr schöne Licht- und Schatten-Spiele, eine gut hervorgehobene Weitsicht und noch so einiges mehr, das Assassin's Creed zu einem Fest für die Augen macht. UbiSoft hat es sich nicht nehmen lassen, einen Direct3D-10-Renderer für die PC-Version einzubauen. Dieser soll die Performance bei gleicher Qualität gegenüber der Direct3D-9-Version erhöhen und zudem die Grafikqualität ein wenig verbessern. Genau diese Direct-X-10-Version nehmen wir unter die Lupe.
Assassin's Creed
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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BioShock
„Bioshock“, mehr oder weniger der inoffizielle Nachfolger von „System Shock 2“, hatte es bei seinem Erscheinen wahrlich nicht leicht. Die Erwartungen waren dermaßen hoch, dass es nahezu unmöglich schien, diese allesamt zu erfüllen. Im Vorfeld sprach man davon bereits als „bestes Spiel aller Zeiten“. Mittlerweile ist BioShock erschienen – ob es tatsächlich das beste Spiel aller Zeiten ist, kann man wohl noch ewig diskutieren. Eines ist aber eindeutig: Technisch ist Bioshock nicht nur sehr weit vorne, sondern wohl derzeit allen anderen Titeln voraus. Grund dafür ist die Unreal Engine 3, die die Entwickler modifiziert haben, um diese auf die eigenen Ansprüche anzupassen. Herausgekommen ist ein Direct3D-10-Renderer, der mit bisher noch nie dagewesene Wassereffekten punkten kann. So interagiert das Wasser physikalisch korrekt mit dem Spieler, wenn dieser beispielsweise durch einen überfluteten Raum läuft. Darüber hinaus bietet Bioshock viele weitere optische Schmankerl: Schicke Partikeleffekte, spektakuläre Feuerdarstellung, realistische Schatten, schöne Oberflächen, Physikinteraktionen mit den Gegnern sowie der Umwelt und noch vieles mehr machen Bioshock grafisch zu einem Leckerbissen. Wir testen die erste Minute vom Kampf gegen den Endboss Fontaine, da diese immer nach dem gleichem Schema abläuft und sich somit gut für einen Vergleich eignet.
BioShock
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Company of Heroes
Auf den Patch 1.70 von Company of Heroes haben in der Vergangenheit viele Spieler gewartet, denn damit gab es nicht nur einige weitere Fehlerbeseitigungen, sondern auch die Unterstützung von Direct3D 10. Die neue API kann man bei einer entsprechenden Grafikkarte im Spielmenü auswählen und schon erscheinen alle Levels in neuem Glanz. Darüber hinaus kann man die Terraindetails nun eine Stufe höher auf „Ultra“ schrauben, was einige Bodendetails hinzufügt und die Texturen sichtbar verbessert. Die Direct3D-10-Version bietet dem Spieler eine pixelgenaue Beleuchtung, Percentage Closer Filtering für die Soft Shadows auf allen D3D10-Beschleunigern, schönere Partikeleffekte sowie Alpha to Coverage für alle Bäume und Sträucher, die somit auch von herkömmlichen MSAA erfasst und bearbeitet werden. Als Benchmarksequenz verwenden wir den integrierten Benchmark auf der Ultra-Stufe.
Company of Heroes
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Crysis
Crysis – alleine der Name sagt wohl schon alles. Kaum ein anderes Spiel hat bereits vor der Veröffentlichung so viel Aufmerksamkeit erhalten wie der First-Person-Shooter von Crytek, der als inoffizieller Nachfolger zum Actionhit Far Cry betrachtet wird. Far Cry sagt eigentlich auch schon alles: Denn kaum ein anderes Spiel lässt Spieler sofort an einen sonnigen Strand und an große Palmen denken. Und genau diesen (und noch viel mehr) sieht man in Crysis wieder – selbst wenn man ihn kaum wiedererkennen wird. Denn wie Far Cry setzt Crysis neue Maßstäbe in Sachen Grafik und hebt die Messlatte dabei gleich dermaßen hoch an, dass es wohl noch einige Zeit dauern wird, bis ein anderes Spiel der grafische Qualität von Crysis Paroli bieten wird. Die Direct3D-10-API, High-Dynamic-Range-Rendering, Parallax Occlusion Mapping, Soft Shadows, Motion Blur, Depth of Field, Soft Particles und noch eine Menge mehr bekommt man bei Crysis geboten. Dementsprechend hoch fallen die Hardwareanforderungen aus, die selbst den schnellsten Rechner problemlos ins Schwitzen bringen. Für den Prozessorvergleich setzen wir anders als bei unseren Tests für Grafikkarten auf den integrierten Test in der Detailstufe „hoch“ und führen neben dem durchschnittlichen Wert auch die Maxima und Minima auf.
Crysis
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Lost Planet: Colonies
Das Actionspiel „Lost Planet: Colonies“ gibt es in zwei verschiedenen Versionen: Eine Direct3D-9- und eine Direct3D-10-Variante; Letztere hat es in unseren Parcours geschafft. Das Spiel kann technisch nicht nur durch die D3D-10-Erweiterung und somit der Nutzung des Shader-Model 4 inklusive des neuen Geometry-Shaders glänzen, auch abseits der API weiß Lost Planet zu gefallen. Mit Soft Shadows, FP16-High-Dynamic-Range-Rendering, detaillierten Texturen, massig Partikeleffekten und noch vielem mehr ist das technisch weit fortgeschrittene Spiel ein regelrechter Augenschmaus. Dass Lost Planet dabei noch eine Menge Spaß macht, könnte man fast schon als nebensächlich bezeichnen. Das Spiels bietet praktischerweise eine integrierte Benchmarksequenz, die einen Kameraflug aus der Sicht des Spielers durch zwei verschiedene Levels zeigt. Dabei kommt die etwas krumme Auflösung von 1.280 x 960 Bildpunkten zum Einsatz, der Parcour wird mit hohen Details bei 4facher anisotroper Filterung gemeistert. Da der zweite Teil des Benchmarks eher GPU-limitiert ist, präsentieren wir die Ergebnisse aus dem ersten Test.




Lost Planet: Colonies
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Race Driver Grid
Race Driver Grid gehört zu den Rennspielen der Spitzenklasse. Neben atemberaubender Grafik bietet es fast alles, was das Fahrerherz begehrt. Auch wir haben uns deshalb auf den Fahrersitz geschwungen und drehen eine Testrunde auf der Strecke Okutama in Japan in der Disziplin „Profi Tuning“. Als Streckenart haben wir uns dabei für „großer Ring“ entschieden. Wir beginnen mit der Fraps-Messung direkt nach dem Stillstand der Kamera, also noch vor dem Start des Rennens. Anschließend fahren wir so schnell und nahe wie möglich hinter dem Feld her, ohne dabei einen Konkurrenten zu überholen oder mit dem Streckenrand zu kollidieren. Weitere Details zum Spiel und der Performance der Grafikkarten liefert unserer ausführlicher Performance Report [27].
Race Driver Grid
Angaben in Prozent
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Sacred 2
Nach dem riesigen Erfolg von Sacred und Sacred Underworld, mit weltweit über zwei Millionen verkauften Spielen, gibt es seit dem Herbst 2008 die Fortsetzung Sacred 2 – Fallen Angel. Für viele ist das Spiel der Action-Rollenspiel-Blockbuster des Jahres 2008, eine halbwegs originelle Story und eine sehr hübsche Grafik sollen dafür Sorge tragen, dass sich nicht nur alt eingesessene Fans sondern auch neue Spieler für Sacred 2 begeistern. Der Spieler übernimmt die Rolle eines Charakters und taucht in eine spannende Geschichte voller Abenteuer und Geheimnisse ein. Viele Kampftechniken, diverse Zaubersprüche, eine große Auswahl an Waffen und Gegenständen, erlaubt es dem Spieler, die Attribute des Charakters aufzuwerten und einen einzigartigen, individuellen Helden zu erschaffen.
Sacred 2
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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World in Conflict
Mittlerweile sehen Strategiespiele zwar deutlich besser aus als noch vor einigen Jahren – so recht gelingen will es den Programmen aber nur selten, in die grafische Königsklasse, die meist von First-Person-Shootern besetzt wird, vorzudringen. Den Entwicklern von World in Conflict scheint dies nicht gereicht zu haben und man entwickelte eine Grafikengine, die sich vor keinem anderen Spiel zu verstecken braucht. World in Conflict unterstützt die Direct3D-10-API und hat keine Schwierigkeiten, Kantenglättung unter der neuen Programmierschnittstelle anzuwenden. Schicke Shadereffekte zieren das Spiel (so wirft die Sonne beispielsweise Lichtstrahlen durch die Wolken, welche die Umgebung darunter beleuchten), ebenso detaillierte Texturen und eine realistische Schattendarstellung. Die Animationen der Spielcharaktere sind gut gelungen, was in Kombination mit einem kinoreifen Schnitt Kinoatmosphäre in den Zwischensequenzen aufkommen lässt. Als Testsequenz benutzen wir nicht die integrierte Benchmarkfunktion, da sich diese mitunter wenig berechenbar verhält und teilweise sehr hohe und unglaubwürdige Ergebnisse präsentiert. Stattdessen verwenden wir die Introsequenz zur dritten Mission der ersten Kampagne in 1.280 x 1.024 Bildpunkten und 4-fachem AA/AF.
World in Conflict
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Performancerating
Wie üblich bieten wir neben dem Ergebnis aus allen Test auch eine gesonderte Aufschlüsselung für die theoretischen Tests, den Office- und Multimedia-Bereich sowie die Spiele. Anhand dieser Diagramme sieht man, welcher Prozessor wo seine Stärken aber auch seineSchwächen hat. Nicht berücksichtigt werden in den Diagrammen die Werte von Super Pi, MaxxPi² sowie die minimalen und maximalen Bilder pro Sekunde, die wir in einigen Spielen mit angegeben haben. Insbesondere die minimalen Frames sind in jedem Test eine Geschichte für sich, da ein Nachladeruckler beim Zugriff auf die Festplatte an einer völlig anderen Stelle als üblich das Ergebnis total verfälscht. Zudem halten wir es für wenig sinnvoll, das niedrigste Ergebnis entscheidend für einen ganzen Artikel zu machen, da es ohne weiteres sein kann, dass nur innerhalb einer einzigen Sekunde solch' niedrige FPS-Zahlen erreicht werden, während das Spiel ansonsten spürbar flüssiger läuft.
Abschließendes Rating
Angaben in Prozent
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Das Gesamtrating setzt sich schlussendlich nur aus dem Bereichen Office, Multimedia und den Spielen zusammen. Da die theoretischen Tests wie 3DMark, Cinebench, aber auch Sandra und die Errechnung der Zahl Pi keine wirkliche Aussage über die Performance im Alltag zulässt, kann man mit diesen Werten auch kein objektives Ergebnis finden. Nachfolgend liefern wir auch alle separaten Ratings, die noch einmal deutlich aufzeigen, in welchem Bereich ein Prozessor gewinnt oder verliert. Wie gewohnt bewegt sich mit dem Mauszeiger über die einzelnen Prozessoren in den Diagrammen der 100-Prozent-Wert mit, so dass man den Vergleich vom Vorgänger zum Nachfolger aber auch untereinander zwischen den kleineren Prozessoren, die unter den teuren Flaggschiffen angesiedelt sind, genau sehen kann.
Performancerating Office & Multimedia
Angaben in Prozent
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Performancerating Spiele
Angaben in Prozent
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Performancerating theoret. Tests
Angaben in Prozent
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Sonstiges
Leistungsaufnahme
In jedem Jahr stehen wir vor der Wahl, wie man denn am besten die Leistungsaufnahme des Prozessors ermitteln sollte. Wir halten dabei an der Messung der Leistungsaufnahme für das ganze System fest, durch neue und effizientere Bauteile ist diese im Vergleich zur Vergangenheit jedoch deutlich gesunken. Um eine geeignete Auslastung für den Prozessor zu bekommen, bedarf es eines Tools. Wie bereits im letzten Jahr haben die Macher des wohl besten Tools für die Auslastung eines Intel-Prozessors keine Version auf dem Markt, die mit den neuen Core i7 läuft. Auf Core2MaxPerf, das seit Jahren in unseren Kühler-Tests eingesetzt wird, müssen wir deshalb auch in diesem Jahr wieder verzichten. Eine der Alternativen, CPU-Burn, kommt nicht so recht mit dem Hyper-Threading a.k.a. SMT zurecht, so dass wir schlussendlich wieder bei Prime gelandet sind. Man kann diesem Tool zwar vorwerfen, dass es nicht an eine so hohe Auslastung herankommt wie die anderen beiden Kandidaten, jedoch funktioniert es seit Jahren auch mit jeder noch so neuen Prozessorgeneration.
Leistungsaufnahme – komplettes System
Angaben in Watt (W)
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Der Turbo Mode wirkt sich in dem Test negativ auf das Ergebnis der Core i7 aus. Die Spannungserhöhungen von 1,2 auf bis zu 1,27 Volt, wie es unser Abschnitt Turbo Mode gezeigt hat, bleiben nicht ungestraft. Ohne den Turbo Mode würde die Performance nur um etwa drei Prozent einbrechen – wie unser Test gezeigt hat – jedoch geht die Leistungsaufnahme für das Testsystem beispielsweise beim Core i7-920 um beachtliche zehn Prozent von 231 auf 210 Watt zurück.
Achtung: Wie üblich sind die hier ermittelten Werte keine Verbrauchsangaben für die einzelnen Prozessoren, sie betrachten das Gesamtsystem. Auch sind sie nicht mit ähnlichen Zahlen anderer Berichte vergleichbar, da mitunter spezielle, so nicht im Handel verfügbare Produkte zum Einsatz kamen. Die Auflistung bietet nur einen groben Überblick für die ungefähre Einordnung des Prozessors.
Temperatur
Bereits im Abschnitt zu den Kühlern für den neuen Core i7 haben wir uns ein wenig mit der Temperatur der neuen Prozessoren auseinandergesetzt. Im Schnitt liegen diese recht hoch, jedoch sind sie nicht rekordverdächtig, wie die Auflistung der älteren Prozessoren zeigt. Dass ein Prozessor mit einer sehr hohen Performance und gleichzeitig hoher Leistungsaufnahme nicht nur handwarm werden kann, ist im Grunde genommen aber auch logisch.
maximale Temperatur
Angaben in °C
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Der Core i7-965 XE steht mit gebührendem Abstand an der (negativen) Spitze dieser Ermittlung. Der integrierte Speichercontroller und die vielen Neuerungen werden mit einer höheren Leistungsaufnahme und einer entsprechend höheren Temperatur bestraft. Das Diagramm der vorherigen Seite und die dort ermittelten Unterschiede in der Leistungsaufnahme lassen sich fast 1:1 auf die Temperaturen übertragen. Die durch den Turbo Mode erhöhte Spannung wirkt sich auch auf die Temperaturen aus. Der Core i7-920 wird mit deaktiviertem Turbo dank einer von 231 auf 210 Watt verringerten Leistungsaufnahme (des gesamten Testsystems) nur noch etwa 51, maximal 52 Grad warm.
Übertaktbarkeit
Einen Prozessor mit freiem Multiplikator zu übertakten, ist nach wie vor ein leichtes Spiel. Etwas schwieriger ist es beim Core i7-920, der einen festen Multiplikator von 20 besitzt. Da es bei der neuen Plattform keinen Frontside-Bus im klassischen Sinne mehr gibt, bedarf es einiger Änderungen im Overclocking-Verhalten. Mit dem neuen Core i7 übertaktet man direkt den Bus und damit das QPI-Interface. Der Multiplikator bleibt fest auf 20 stehen, wird jedoch durch den Turbo Mode weiterhin auch auf 21 oder 22 angehoben. Dies gilt es immer im Hintergrund zu behalten, sofern man die Funktion nicht deaktiviert.
In einem ersten Test hoben wir bei dem 2,66 GHz schnellen Core i7-920 den Bus von 133 auf 150 MHz an, was in genau 3 GHz mit DDR3-1200 und einem QPI-Link von 5,4 GHz mündete. Durch den Turbo Mode lief der Prozessor sehr oft aber bereits bei 3,15 GHz, ein Einzelfällen sogar mit 3,3 GHz. An dieser Stelle wird deutlich, warum man mit zunehmender Auslotung der maximalen Taktfrequenz den Turbo Mode lieber deaktivieren sollte. Weitere Änderungen am Bus würden durch die zwei Schritte in der Multiplikatorerhöhung immer gravierender ausfallen und sind zudem schwer darin einzuschätzen, wann sie denn genau greifen. Deshalb deaktivieren wir an der Stelle den Turbo Mode um auf herkömmlichem Wege zu übertakten und so genau zu wissen, was am Ende auch als fester Wert heraus kommt.
Gesagt, getan. Nach Deaktivierung des Turbo Mode hoben wir den Bus auf bis zu 190 MHz an, was in glatten 3,8 GHz resultierte. Mit einem QPI-Speed von 6,84 GHz und DDR3-1520 ist man zwar noch nicht ganz auf Höhe des Flaggschiffes, bei einem Preis von nicht einmal 30 Prozent des Core i7-965 XE liefert der übertaktete Core i7-920 allerdings sehr passable Ergebnisse. Durch die deutlich erhöhte Spannung von 1,35 Volt für den Prozessor sowie 1,35 Volt für das QPI/DRAM-Interface wurde der Prozessor aber bereits deutlich wärmer und stieg in der Leistungsaufnahme nicht unerheblich an. Für solche Versuche sollte unbedingt eine Alternative zum Boxed-Kühler gefunden werden, da dieser locker 100 Grad beim Prozessor erreicht bzw. zulässt – aber auch die mehr als 80 Grad in unserem Test mit den alternativen Kühllösungen sind bereits mehr als grenzwertig. Werden diese Punkte beachtet, steht in weiteren Versuchen auch dem sehr schönen Wert mit einem Bus-Speed von 200 mit dem Multiplikator von 20 kaum etwas im Weg: die 4 GHz.
Dieses Bild bestätigt auch der parallele Versuch mit dem Core i7-965 XE. Mit einer Spannungserhöhung auf 1,35 Volt für 4,0 GHz erreichten wir mit dem Boxed-Kühler bereits das „Throttlen“ und das daraus resultierende Heruntertakten der CPU. 4 GHz erwiesen sich zudem auch in anderen Bereichen als hartnäckige Hürde, sei es bei den unterschiedlichen Frequenzen für das QPI-Interface, das auch noch eine separate Spannungserhöhung verlangt, oder auch der Einstellung für den Speicher. Eine weitere Erhöhung der Spannung für den Prozessor kam bei 90 Grad selbst mit den alternativen Kühlern Thermalright Ultra-120 eXtreme und Noctua NH-U12-P nicht in Frage, so dass wir einen Schritt mit dem Multiplikator zurück gehen mussten, um einen stabilen und auch dauerhaft möglichen Betrieb zu gewährleisten. Bei 3,84 GHz haben wir schließlich einige Vergleichsbenchmarks getätigt.
Übertakten – Verbauch und Temperatur
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Übertakten – Gesamtrating
Angaben in Prozent
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Übertakten – Einzeltests
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In den theoretischen Tests, sei es die Berechnung der Zahl Pi oder auch Cinebench und 3DMark, sieht das Overclocking immer hervorragend aus. Doch wird es ein wenig realitätsnäher, dann zeigt sich, warum diese Benchmarks in einem CPU-Test eigentlich nichts zu suchen haben sollten, schon gar nicht, wenn es um die objektive Analyse geht. Denn schaut man nur den Bereich Office, Multimedia oder auch die Spiele an - so wie es unser Gesamtrating macht –, hat man von der mitunter deutlich gesteigerten Taktfrequenz fast gar nichts mehr – außer einer höheren Temperatur und einer deutlich höheren Leistungsaufnahme.
Das kleine Modell 920 profitiert dabei noch deutlich mehr davon, schließlich wird das QPI-Interface auf das des Flaggschiffes angehoben und auch der Speicher arbeitet entsprechend schneller. In diesen Punkten musste man beim Core i7-965 XE bereits ein oder gar zwei Schritte zurückgehen, denn ein QPI-Interface jenseits der 8 GHz und DDR3-Speicher ebenfalls jenseits der 2-GHz-Marke waren für das Flaggschiff im Rahmen unseres Testes einfach zu viel. Durch diese Rückstufung auf das Niveau der normalen Prozessoren verliert der 965 XE aber seine Einzigartigkeit und die damit verbundenen Vorteile.
Anmerkung: Die von uns ermittelten Werte können in der Praxis nicht unerheblich abweichen, da diese mit speziellen Samples durchgeführt wurden, die uns von den Herstellern zur Verfügung gestellt wurden. Es besteht daher keine Garantie, dass alle hier im Test dargelegten Ergebnisse mit einem ähnlich konfigurierten System daheim erreicht werden können.
„Undervolting“
Wie bereits aus unseren letzten Prozessortests bekannt, versuchen wir einen neuen Probanden auch mit einer etwas gesenkten Spannung zu betreiben. Da jemand, der 1.000 Euro für einen Core i7-965 XE ausgibt, sicher nicht zu den Leuten gehört, die dann plötzlich bei der Leistungsaufnahme des Prozessors sparen, haben wir hierfür den kleinen Einsteiger-Prozessor Core i7-920 gewählt. Dieser wird wie im kompletten Test behandelt, lediglich die Spannung für den Prozessor wird abgesenkt. Sehr schnell stellten wir jedoch fest, dass nach unten richtig viel möglich ist. Mit einer Spannung von 0,93 Volt gelang der Boot bis in Windows Vista einschließlich Screenshot ohne ein Murren – ein mehr als beachtlicher Wert. Für die volle Auslastung aller acht Threads unter Prime benötigten wir letztendlich 0,98 Volt.
Undervolting – Verbauch und Temperatur
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Neben 16 Prozent Einsparung in der Leistungsaufnahme des gesamten Testsystems ist auch noch eine um neun Grad Celsius geringere Temperatur des Prozessors die Folge unseres kleinen Versuches. Fans von leisen PCs können somit die Lüfterdrehzahl noch etwas weiter absenken. Weitere Einsparmöglichkeiten bestehen insgesamt gesehen, wie unsere kleine Vorauswahl bereits gezeigt hat, in erster Linie in der Wahl des Mainboards und des Speichers, aber auch bei den weiteren Komponenten im System. Zusätzlich lassen sich im BIOS noch diverse weitere Spannungen verändern, mit der das eine oder andere Watt zusätzlich eingespart werden kann. Dies sollten jedoch nur versierte Benutzer in Angriff nehmen, da Einsparungen an der falschen Stelle sehr schnell zu Instabilitäten führen können.
Preisgestaltung
Zu guter Letzt stellt sich immer die Frage, was der Spaß denn nun kosten soll. Mit dem heutigen Tag sind vorerst nur Informationen und Testergebnisse erlaubt, in den Handel kommen die neuen Core i7 erst in zwei Wochen. Auf dem Papier siedeln sich die neuen Core i7 genau im Bereich der Vorgänger an. Während der Einsteiger-Prozessor Core i7-920 mit seinem Preis von 284 US-Dollar nur minimal teurer wird als ein Core 2 Quad Q9450/9550, tritt der Core i7-940 in die Fußstapfen des Core 2 Quad Q9650. Bei dem Flaggschiff besinnt sich Intel nach zwei Ausreißern, die weit mehr als 1.000 US-Dollar gekostet haben, auf den alten Preis von 999 US-Dollar.
| Familie/Modell | Takt | QPI/FSB | Cache | Sockel | TDP | 16.Nov. | 30.Nov. | 18.Jan. |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Core i7-965 XE | 3,20 GHz | 6,4 GT/s | 8 MB | LGA1366 | 130 W | $999 | - | - |
| Core i7-940 | 2,93 GHz | 4,8 GT/s | 8 MB | LGA1366 | 130 W | $562 | - | - |
| Core i7-920 | 2,66 GHz | 4,8 GT/s | 8 MB | LGA1366 | 130 W | $284 | - | - |
| Core 2 Extreme QX9775 | 3,20 GHz | 1600 MHz | 12 MB | LGA771 | 150 W | $1499 | - | - |
| Core 2 Extreme QX9770 | 3,20 GHz | 1600 MHz | 12 MB | LGA775 | 136 W | $1399 | - | - |
| Core 2 Extreme QX9650 | 3,00 GHz | 1333 MHz | 12 MB | LGA775 | 130 W | $999 | - | - |
| Core 2 Quad Q9650 | 3,0 GHz | 1333 MHz | 12 MB | LGA775 | 95 W | $530 | - | - |
| Core 2 Quad Q9550 | 2,83 GHz | 1333 MHz | 12 MB | LGA775 | 95 W | $316 | - | - |
| Core 2 Quad Q9450 | 2,66 GHz | 1333 MHz | 12 MB | LGA775 | 95 W | $316 | - | - |
| Core 2 Quad Q9400 | 2,66 GHz | 1333 MHz | 6 MB | LGA775 | 95 W | $266 | - | - |
| Core 2 Quad Q9300 | 2,50 GHz | 1333 MHz | 6 MB | LGA775 | 95 W | $266 | - | - |
| Core 2 Quad Q8300 | 2,50 GHz | 1333 MHz | 4 MB | LGA775 | 95 W | - | $224 | - |
| Core 2 Quad Q8200 | 2,33 GHz | 1333 MHz | 4 MB | LGA775 | 95 W | $193 | - | - |
| Core 2 Quad Q6700 | 2,66 GHz | 1066 MHz | 8 MB | LGA775 | 95 W | $266 | - | - |
| Core 2 Quad Q6600 | 2,40 GHz | 1066 MHz | 8 MB | LGA775 | 95 W | $183 | - | - |
| Core 2 Duo E8600 | 3,33 GHz | 1333 MHz | 6 MB | LGA775 | 65 W | $266 | - | - |
| Core 2 Duo E8500 | 3,16 GHz | 1333 MHz | 6 MB | LGA775 | 65 W | $183 | - | - |
| Core 2 Duo E8400 | 3,00 GHz | 1333 MHz | 6 MB | LGA775 | 65 W | $163 | - | - |
| Core 2 Duo E8300 | 2,83 GHz | 1333 MHz | 6 MB | LGA775 | 65 W | $163 | - | - |
| Core 2 Duo E7500 | 2,93 GHz | 1066 MHz | 3 MB | LGA775 | 65 W | - | - | $133 |
| Core 2 Duo E7400 | 2,80 GHz | 1066 MHz | 3 MB | LGA775 | 65 W | $133 | - | $113 |
| Core 2 Duo E7300 | 2,66 GHz | 1066 MHz | 3 MB | LGA775 | 65 W | $113 | - | - |
| Core 2 Duo E7200 | 2,53 GHz | 1066 MHz | 3 MB | LGA775 | 65 W | $113 | - | - |
| Core 2 Duo E4700 | 2,6 GHz | 800 MHz | 2 MB | LGA775 | 65 W | $133 | - | - |
| Pentium Dual-Core E5300 | 2,60 GHz | 800 MHz | 2 MB | LGA775 | 65 W | - | $86 | - |
| Pentium Dual-Core E5200 | 2,50 GHz | 800 MHz | 2 MB | LGA775 | 65 W | $84 | - | $76 |
| Pentium Dual-Core E2220 | 2,40 GHz | 800 MHz | 1 MB | LGA775 | 65 W | $74 | - | $64 |
| Pentium Dual-Core E2200 | 2,20 GHz | 800 MHz | 1 MB | LGA775 | 65 W | $64 | - | - |
| Pentium Dual-Core E2180 | 2,00 GHz | 800 MHz | 1 MB | LGA775 | 65 W | $64 | - | - |
| Celeron Dual-Core E1500 | 2,00 GHz | 800 MHz | 512 kB | LGA775 | 65 W | - | $53 | - |
| Celeron Dual-Core E1400 | 2,00 GHz | 800 MHz | 512 kB | LGA775 | 65 W | $53 | - | $43 |
| Celeron Dual-Core E1200 | 1,60 GHz | 800 MHz | 512 kB | LGA775 | 65 W | $43 | - | - |
| Celeron 450 | 2,20 GHz | 800 MHz | 512 kB | LGA775 | 65 W | $53 | - | - |
| Celeron 440 | 2,00 GHz | 800 MHz | 512 kB | LGA775 | 65 W | $44 | - | - |
| Celeron 430 | 1,80 GHz | 800 MHz | 512 kB | LGA775 | 65 W | $34 | - | - |
Preis-Leistungs-Rating
Neben der offiziellen Preisliste vom Hersteller gibt es Tagespreise der diversen Händler, die sich stetig ändern. Wir haben die aktuellen Preise für alle im Test vertretenen Prozessoren heraus gesucht und in einer Momentaufnahme vom 2. November 2008 festgehalten. Dabei wurde der Preis für die Boxed-CPUs inklusive Kühler und voller Garantie seitens der Herstellers berücksichtigt, welche möglichst auch verfügbar sein sollten. Etwaige Abweichungen von dem Prozedere sind mit Bemerkungen wie „nur als Tray-Variante lieferbar“ oder „nicht verfügbar“ gekennzeichnet.
Preisliste
Angaben in Euro
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Wie üblich gilt bei der Übersicht das bekannte Motto: Fällt ein Prozessor im Preis, wandert er in dem Diagramm nach oben und sein Rating erhöht sich dadurch. Für dieses Preis-Leistung-Verhältnis wird das Gesamtrating durch den Preis dividiert und mit 1.000 Multipliziert. Das Ergebnis repräsentiert dann die Leistung, die man, kaufmännisch gerundet, aktuell für einen Euro erhält. Wir weisen ausdrücklich noch einmal darauf hin, dass sich der Preis der Prozessoren täglich ändern kann, weswegen eine dauerhafte Korrektheit der Liste nicht garantiert werden kann. (Stand der Preise: 02.11.2008)
Preis-Leistungs-Verhältnis
Angaben in Prozent
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Traditionell wird das Feld von den günstigen Zwei-Kern-Prozessoren angeführt. Für 100 Euro erreicht man in Form des Core 2 Duo E7200 zwar nur 67 Prozent der Performance eines Core i7-965 XE, jedoch ist dieser zehn mal so teuer. Legt man doch noch einmal einige Euro drauf, liegt man in Form des Core 2 Duo E8400/8500 zwar bereits 50 Prozent über dem Preis des E7200, aber immer noch weit unter dem Flaggschiff – bei bereits 80 Prozent seiner erreichten Leistung. Einzig und allein der Core i7-920 spielt in dieser Kategorie auf Augenhöhe seiner Vorgänger mit. In der Leistung liegt er fast durchweg vor den Core 2 Quad Q9450/9550, sein Preis dürfte zum Start jedoch noch einige Euro höher liegen. Diese Momentaufnahmen können sich aber mit steigender Verfügbarkeit der CPUs und dadurch sicherlich fallenden Preisen rasch ändern.
Fazit
Nach mehr als drei Wochen des Arbeitens und Bastelns – aber auch der einen oder anderen Runde in einem Spiel – kann man nur schwer ein negatives Wort finden. Die neue Plattform Core i7 ist – gepaart mit einem hochwertigen Mainboard und richtig gutem Speicher – zum Start der ersten nativen Quad-Core-Prozessoren von Intel das Maß der Dinge. Doch wer braucht diesen erneut saftigen Leistungszuwachs, wenn doch bereits der Vorgänger extrem schnell war? Eine differenzierte Betrachtung ist notwendig. In erster Linie steht dabei die Frage im Raum, was genau man mit einem PC denn hauptsächlich macht und wofür die maximale Performance benötigt wird.
Liegt der Fokus beispielsweise auf den Bereichen Office (d. h. bei Grafikanwendungen und auch Multimedia), führt eigentlich kein Weg an einem der drei Core i7 vorbei. Selbst die kleinste Variante Core i7-920 mit 2,66 GHz zieht in diesem Bereich mitunter das letztjährige Flaggschiff Core 2 Extreme QX9770 mit 3,2 GHz um teilweise bis zu 33 Prozent ab, was man kaum erwartet hätte. Dabei spielen vor allem der Turbo Mode, aber auch der integrierte Speichercontroller eine große Rolle. Nach wie vor sind die CPUs aber auf optimierte Anwendungen angewiesen – gar mehr denn je zuvor. Während sich die bisherigen Prozessoren nur mit der Unterstützung für bis zu vier Kerne herumschlagen müssen, benötigen die Core i7 durch das Hyper-Threading (a. k. a. SMT) die Unterstützung von bis zu acht Threads. Hinzu kommen die sieben neuen Instruktionen, zusammengefasst unter SSE4.2, die aktuell noch von quasi keiner Software im Alltag unterstützt werden. Werden diese Bereiche im kommenden Jahr von den Software-Programmierern angepackt, dann kann der Core i7 seinen jetzt schon erreichten Vorsprung im Bereich der professionellen Grafikanwendungen und auch bei Office und Multimedia gewiss noch weiter ausbauen.
Liegt die primäre Aufgabe des PCs in der schnellen Bereitstellung von vielen Bildern pro Sekunden in aktuellen Spielen, dann gehören die neuen Core i7 nicht mehr zur ersten Wahl. Die ein Jahr alten Penryn-Prozessoren mit vier Kernen führen fast immer die Charts an und auch die schnellen Verkaufsschlager der 8000er-Serie, die zur Familie der Core 2 Duo gehören, rocken richtig mit. So kann es in dem einen oder anderen Test vorkommen, dass ein 130 Euro teurer Core 2 Duo E8400 mit einem gebührenden Abstand von mehreren Prozent das neue Flaggschiff Core i7-965 XE auf die Plätze verweist. Jedoch ist dies allgemein betrachtet ein Gejammer auf sehr hohem Niveau, denn im Mittel sind die Unterschiede sehr gering. Wählt man dann noch eine Auflösung jenseits der von uns mit Absicht gewählten kleineren Darstellung mit 1.280 x 1.024 Bildpunkten, um zu zeigen, dass die CPU doch noch eine kleine Rolle spielt, wird der Prozentsatz immer geringer. Dann entscheidet schlussendlich eigentlich nur noch die Grafikkarte, ob ein Spiel flüssig läuft oder nicht; oder sie wird gar zum limitierenden Faktor, wie in vielen bei uns gezeigten Tests. Da eine Grafikkarte dieser Klasse aktuell aber zum schon gehobenen Standard gehört, entsprechen die Ergebnisse wohl am ehesten der Realität. Extravagante Tests mit Triple-SLI von Nvidia und Multi-GPU-Lösungen von AMD, die in Wirklichkeit aber kaum anzutreffen sind, wird es in gesonderter Form in Kürze geben.
Was genau der Core i7 im kommenden Jahr zu leisten vermag, liegt fast einzig und allein an optimierter Software. Die theoretischen Benchmarks in unserem Test sind in dieser Hinsicht ein erster deutlicher Fingerzeig. Die Speicherbandbreite beim Flaggschiff Core i7-965 XE steigt beispielsweise im Vergleich zum auf dem Papier gleich schnell getakteten QX9770 um extreme 209 Prozent, was in der Realität bisher aber nur bedingt zu bemerken ist. WinRAR sollte, schenkt man dem internen Benchmark seinen Glauben, auf einem Core i7-965 XE theoretisch doppelt so schnell arbeiten wie sein Vorgänger, der reale Wert liegt letztendlich aber nur bei etwas über 50 Prozent. Das Bild zieht sich so durch viele Bereiche, vor allem auch bei den von der Community geliebten Programmen wie 3DMark 06 oder Super Pi. Dort sehen die neuen Prozessoren immer richtig gut aus und belegen die ersten Plätze, was jedoch in der realen Welt quasi keinen Nutzwert hat. Aus diesem Grund wurden all' diese Werte in unserem Gesamtrating auch nicht berücksichtigt, denn durch die theoretischen Tests würde sich das Bild des Gesamtratings drastisch in Richtung der drei neuen Prozessoren verfälschen.
Große Schuhe musste Intel mit dem Core i7 ausfüllen, im Gesamtpaket ist dieses Vorhaben jedoch nicht ganz gelungen. Zwar führt der Core i7-965 XE unser Performancerating an, doch lassen sich die mitunter schlechteren Ergebnisse zum Vorgänger, insbesondere bei Spielen, nicht so leicht unter den Teppich kehren. Deshalb ist es letztendlich der kleinste Prozessor, der durchweg zu gefallen weiß, stellt er für einen Preis von ungefähr 300 Euro doch auch die realistischste Anschaffung dar, sofern man die neuen Core i7 denn bei einem Kauf in Erwägung zieht. Der Aufpreis für die beiden schnelleren Modelle ist schlichtweg viel zu groß für ein wenig Mehr an Performance, aber die schnellsten Modelle in einem Portfolio bei Intel waren bekanntlich noch nie die preiswertesten. Auch die teilweise deutlich gestiegene Leistungsaufnahme und damit verbundenen hohen Temperaturen weiß nicht zu begeistern.
Ein Wechsel von einem schnellen und günstigen Core 2 Duo oder einem etwas schnelleren aber auch teureren Core 2 Quad auf Basis des Sockels LGA 775 ist derzeit auf jeden Fall nicht notwendig. Vielmehr könnten gerade bei der älteren Plattform in den kommenden Wochen einige Schnäppchen gelandet werden. Denn neben dem Prozessor, der in Form des Core i7-920 oder Q9550 vielleicht gleich viel kostet, gilt es die weiteren Anschaffungen zu berücksichtigen. Die gut ausgestatteten X58-Mainboards kosten deutlich mehr als jedes P45- oder X48-Board, auch der DDR2-Speicher liegt maximal bei 50 Prozent des Preises von DDR3-SDRAM. Bei einer Neuanschaffung oder Aufrüstung auf 4 GByte Speicher und dem Erwerb eines guten Mainboards lassen sich mit einem Griff zum älteren Sockel LGA 775 schnell bis zu 200 Euro im Vergleich zu den Neuheiten sparen, so dass der Prozessor fast geschenkt dazu kommt. Bei fast identischer Leistung zwischen dem oft erwähnten Core i7-920 und dem Q9550 zieht die Core-i7-Plattform durch den viel zu hohen Gesamtpreis deutlich den Kürzeren.
Seine wahren Stärken wird die Nehalem-Architektur dann mit großer Wahrscheinlichkeit im Bereich der Server-Prozessoren ausspielen können. Dort werden die Features wie der Turbo Mode und vor allem auch das Hyper-Threading richtig zur Geltung kommen; der integrierte Speichercontroller ist fast nur ein beiläufiges Extra. Unsere theoretischen Tests aber auch die Office- und Multimedia-Benchmarks sind ein erster, mehr als deutlicher Fingerzeig in die Richtung, was die neuen Xeon-Prozessoren in Zukunft im Bereich der Server-Prozessoren bereitstellen werden.

















