Einleitung
AMD greift weiter an! Mit dem neuen Phenom II X4 965 Black Edition wird die Taktfrequenz erstmals für einen AMD-Prozessor auf 3,4 GHz geschraubt. Damit werden jedoch nicht nur noch nie dagewesene Takthöhen erreicht, es gibt auch eine Kehrseite der augenscheinlich erst einmal hoch glänzenden Medaille. Beim neuen Flaggschiff ist dies die auf 140 Watt gestiegene TDP, die sich zuletzt beim vor etwas über einem Jahr vorgestellten Phenom der ersten Generation mit damals 2,6 GHz bei einem Desktop-Prozessor fand. Auch wenn dies damals aus der Not heraus geboren wurde, weil unbedingt ein Prozessor mit höherem Takt an den Start gehen musste, erscheint der Grund heute weniger deutlich zu sein. Schließlich liefern die bisherigen Phenom II allesamt eine sehr gute Vorstellung ab. Auf den folgenden Seiten werden wir den Phenom II X4 965 Black Edition genauer untersuchen.
Erste Auffälligkeit nach dem Einbau des Prozessors ist neben dem hohen Takt von 3,4 GHz ab Werk die nochmals gestiegene Eingangsspannung. Beachtlich hohe 1,4 Volt will der Phenom II X4 965 BE bereits in der automatischen Erkennung haben, was nochmal ein gutes Stück über dem Modell 955 BE liegt, der immerhin schon 1,35 Volt benötigte [1]. Der Abschnitt „Undervolting“ wird jedoch zeigen, warum diese hohe Spannung für einen stabilen Betrieb nötig ist. Einher mit höherer Spannung geht natürlich immer eine gesteigerte Leistungsaufnahme und damit verbunden auch höhere Temperatur. Die Punkte allein dürften bereits ausreichen, so dass der neue Prozessor nicht mehr in die TDP-Klasse von 125 Watt passt, auch wenn der TDP-Wert nichts über die reale Leistungsaufnahme der CPU aussagt.
Die technischen Daten des AMD Phenom II X4 965 Black Edition entsprechen ansonsten genau den bisherigen Modellen in 45-nm-Fertigung mit vier Kernen. Pro Kern gibt es 512 KByte L2-Cache, ein 6 MByte großer L3-Cache wird geshared und das Stepping der CPU ist weiterhin das seit nunmehr mehr als acht Monaten bekannte „C2“. Als Speicherunterstützung sieht man DDR3-1333 vor, Basis dafür ist der zu Beginn des Jahres eingeführt Sockel AM3 [2]. Neben der TDP von 140 Watt gibt AMD einen Spielraum für die Spannung von 0,875 bis 1,5 Volt an, die maximale Temperatur wird mit 62 Grad beziffert.
Um den Vergleich zum direkten Vorgänger zu ermöglichen, haben wir den Phenom II X4 955 BE einmal im herkömmlichen Zustand getestet – 3,2 GHz bei 1,35 Volt – zusätzlich aber auch auf das Niveau des neuen Modell übertaktet und gleichzeitig auch die Spannung auf 1,4 Volt angehoben. Dies soll zum Ende helfen, die Möglichkeiten des 245 US-Dollar teuren Phenom II X4 965 besser einschätzen zu können und ein Fazit sowie eine Empfehlung zu finden.
Testsystem
Mit dem Start des Nehalem [3] hatten wir auch unser bisheriges Testsystem in die verdiente Rente geschickt, davon wird auch das neue AMD-Testsystem profitieren. Beide haben im letzten Jahr insgesamt 36 Prozessoren gesehen, 21 davon aus dem Hause Intel, 15 von AMD. Da im Laufe der Monate, in denen wir solch einem Testsystem keinerlei Änderungen unterziehen, viele Änderungen auf dem Markt stattgefunden haben, war es nicht nur in Anbetracht der neuen Prozessorgeneration Zeit für einen Wechsel. Natürlich bietet sich ein kompletter Generationswechsel für einen Wechsel des kompletten Systems immer am besten an, so dass wir die vormals frühen Pläne aus dem Sommer in den Herbst verschoben haben. Dabei haben wir auch auf viele Anregungen der Leser zurückgegriffen, die wir in den letzten Monaten bekommen haben. An dieser Stelle wollen wir erneut einige Erläuterungen zum neuen Testsystem abgeben und erklären, warum wir uns für diese Bauteile entschieden haben.


Einer der größten und oft angebrachten Kritikpunkte war mit Sicherheit das ältere Tagan-Netzteil mit 480 Watt. Dieses wird in den wohl verdienten Ruhestand geschickt und durch ein nagelneues Netzteil von Cooler Master ersetzt. Die UCP-Serie hat zu Beginn des Sommers 2008 als eines der ersten Desktop-Netzteile eine „80Plus Silver“-Zertifizierung bekommen [4]. Diese steht für einen Wirkungsgrad von sehr hohen 89 Prozent bei einer Auslastung von 50 Prozent, aber auch unter geringer Last (20%) und Volllast (100%) kann sich das UCP-Netzteil mit 87 respektive 85 Prozent mehr als sehen lassen. Für unseren Test setzen wir auf die kleinste Version mit 700 Watt, da stärkere Netzteile vor allem unter geringer Last im Wirkungsgrad mitunter deutlich abfallen. Liegt die 20-Prozent-Schwelle bei dem 700-Watt-Probanden bei 140 Watt, wird sie bei dem 1.100-Watt-Modell bereits auf 220 Watt hoch geschraubt – ein Wert der mit dem neuen Testsystem bei kleineren Prozessoren nicht einmal unter Volllast mit Prime erreicht wird.
Der zweite wichtige Punkt ist die neue Grafikkarte. Nachdem wir das komplette letzte Jahr eine nicht gerade stromsparende ATi Radeon HD 2900 XT im Einsatz hatten, setzen wir auf Nvidias erste (relativ stromsparende) 55-nm-Lösung im High-End-Segment, die GeForce 9800 GTX+ [5]. Insbesondere die deutlich geringere Leitungsaufnahme (sh. auch in dem Artikel von HT4U [6]), auch gegenüber den Konkurrenten von ATi in Form der HD 4850 [7], und die durchweg schnellere Performance waren wichtige Gründe für die Auswahl. Alle weiteren in Frage kommenden Modelle (HD 4870, GTX 260, GTX 280) liefern zwar eine höhere Performance, aber nur bei unverhältnismäßig steigender Leistungsaufnahme – darum geht es in einem Prozessortest aber auch nicht.



Um dem neuen Triple-Channel-RAM gerecht zu werden, war auf der Software-Seite fast zwingend der Umstieg zu Windows Vista in der 64-Bit-Variante erforderlich. Auch diesen Schritt sind wir mit dem neuen Testsystem gegangen, so dass fortan die drei Slots bei den X58-Mainboards mit je zwei Gigabyte bestückt werden – alle anderen Intel-Platinen greifen für den Dual-Channel-Modus auf zwei dieser Module zurück. Der Unterschied von 4 auf 6 GByte existiert damit natürlich auf dem Papier, ist in Benchmarks aber quasi nicht zu merken. Zudem glauben wir, dass solche Konstellationen in naher Zukunft die gebräuchlichsten Varianten werden dürften bzw. in Form von DDR2-Speicher mit den alt-eingesessenen Core 2 Duo und Core 2 Quad bereits sind. Deshalb kommen alle (älteren) AMD-Prozessoren ebenfalls mit potentem DDR2-Speicher daher, der maximal 1.066 MHz leistet. Da bisher jedoch nur die Phenom und Phenom II von diesem Speicher profitieren, arbeiten die älteren Modelle mit geringerem Takt, dafür aber mit besseren Timings. Für den Sockel AM3 steht uns parallel dazu eine Platine von Asus zur Verfügung, die auf den 790FX und die SB750 setzt. Weiterhin gibt es auch noch einen quasi identischen Ableger für den Sockel AM2, der logischerweise auf DDR2 setzt. Diese beiden Platinen, die wir in einer News bereits in Bildern vorgestellt haben [8], sollen neben dem Referenzmainboard auf Basis des 790GX die Unterschiede aufzeigen.



Um einen möglichst fairen und realitätsnahen Vergleich zwischen den Kontrahenten zu ermöglichen, werden sämtliche Tests in einem geschlossenen Midi-Tower mit werksseitiger Lüfterbestückung (ein Lüfter rückseitig saugend, einer beim Festplattenkäfig in Front blasend) durchgeführt, um so auch auf thermische Probleme bei den Boliden aufmerksam zu werden. Zum Einsatz kommt ein „Cooler Master Stacker RC-832“, der uns von Caseking [9] zur Verfügung gestellt wurde. Das Gehäuse erlaubt den Einsatz von bis zu neun 120-mm-Lüftern, von denen die beiden verwendeten Lüfter zum Lieferumfang gehören.
- Komplette Aufschlüsselung des Testsystems und den verwendeten Komponenten
- Prozessor
- Quad-Core
- AMD
- AMD Phenom II X4 965 Black Edition – 3,40 GHz, 2 MB L2-Cache, 6 MB L3-Cache, HT 2,0 GHz (Deneb C2)
- AMD Phenom II X4 955 Black Edition – 3,20 GHz, 2 MB L2-Cache, 6 MB L3-Cache, HT 2,0 GHz (Deneb C2) [10]
- AMD Phenom II X4 945 – 3,00 GHz, 2 MB L2-Cache, 6 MB L3-Cache, HT 2,0 GHz (Deneb C2) [11]
- AMD Phenom II X4 940 Black Edition – 3,00 GHz, 2 MB L2-Cache, 6 MB L3-Cache, HT 1,8 GHz (Deneb C2) [12]
- AMD Phenom II X4 920 – 2,80 GHz, 2 MB L2-Cache, 6 MB L3-Cache, HT 1,8 GHz (Deneb C2) [11]
- AMD Phenom II X4 810 – 2,60 GHz, 2 MB L2-Cache, 4 MB L3-Cache, HT 2,0 GHz (Deneb C2) [13]
- AMD Phenom II X4 805 – 2,50 GHz, 2 MB L2-Cache, 4 MB L3-Cache, HT 2,0 GHz (Deneb C2)
- AMD Phenom X4 9950 – 2,6 GHz, 2 MB L2-Cache, 2 MB L3-Cache, HT 2,0 GHz (Agena B3)
- AMD Phenom X4 9850 – 2,5 GHz, 2 MB L2-Cache, 2 MB L3-Cache, HT 2,0 GHz (Agena B3)
- Intel
- Intel Core i7-950 – 3,06 GHz, 1 MB L2-Cache, 8 MB L3-Cache, QPI 4,8 GHz (Bloomfield D0) [14]
- Intel Core i7-940 – 2,93 GHz, 1 MB L2-Cache, 8 MB L3-Cache, QPI 4,8 GHz (Bloomfield C0)
- Intel Core i7-920 – 2,66 GHz, 1 MB L2-Cache, 8 MB L3-Cache, QPI 4,8 GHz (Bloomfield C0)
- Intel Core 2 Extreme QX9770 – 3,20 GHz, 12 MB L2-Cache, FSB1600 (Yorkfield C1)
- Intel Core 2 Quad Q9550 – 2,83 GHz, 12 MB L2-Cache, FSB1333 (Yorkfield C1)
- Intel Core 2 Quad Q9450 – 2,66 GHz, 12 MB L2-Cache, FSB1333 (Yorkfield C1)
- Intel Core 2 Quad Q8200 – 2,33 GHz, 4 MB L2-Cache, FSB1333 (Yorkfield R0)
- Intel Core 2 Quad QX6850 – 3,00 GHz, 8 MB L2-Cache, FSB1333 (Kentsfield G0)
- Intel Core 2 Quad Q6600 – 2,40 GHz, 8 MB L2-Cache, FSB1066 (Kentsfield G0)
- AMD
- Triple-Core
- AMD
- AMD Phenom II X3 740 Black Edition – 3,00 GHz, 1,5 MB L2-Cache, 6 MB L3-Cache, HT 2,0 GHz (Heka C2)
- AMD Phenom II X3 720 Black Edition – 2,80 GHz, 1,5 MB L2-Cache, 6 MB L3-Cache, HT 2,0 GHz (Heka C2)
- AMD Phenom II X3 710 Black Edition – 2,60 GHz, 1,5 MB L2-Cache, 6 MB L3-Cache, HT 2,0 GHz (Heka C2)
- AMD
- Dual-Core
- AMD
- AMD Phenom II X2 550 Black Edition – 3,10 GHz, 1 MB L2-Cache, 6 MB L3-Cache, HT 2,0 GHz (Callisto C2)
- AMD Phenom II X2 545 – 3,00 GHz, 1 MB L2-Cache, 6 MB L3-Cache, HT 2,0 GHz (Callisto C2)
- AMD Athlon II X2 250 – 3,00 GHz, 2 MB L2-Cache, HT 2,0 GHz (Regor C2)
- AMD Athlon II X2 245 – 2,90 GHz, 2 MB L2-Cache, HT 2,0 GHz (Regor C2)
- AMD Athlon II X2 240 – 2,80 GHz, 2 MB L2-Cache, HT 2,0 GHz (Regor C2)
- AMD Athlon 64 X2 6000+ – 3,00 GHz, 2 MB L2-Cache, HT 1 GHz (Windsor F3)
- AMD Athlon X2 4850e – 2,50 GHz, 1 MB L2-Cache, HT 1 GHz (Brisbane G2)
Alle Athlon-, Athlon-II-, Phenom- und Phenom-II-Prozessoren wurden, sofern nicht anders angegeben, mit C&Q und C1E disabled (aus) vermessen. Eine umfassende Untersuchung zu dieser Thematik [15] hatten wir zu Beginn des Jahres im Programm. Der Speichercontroller wurde bei allen AMD-Systemen im Modus „UnGanged“ betrieben. Die jeweilige Wahl des Speichers und Mainboards (Chipsatz) wird separat angegeben.
- Intel
- Intel Core 2 Duo E8600 – 3,33 GHz, 6 MB L2-Cache, FSB1333 (Wolfdale E0)
- Intel Core 2 Duo E8500 – 3,16 GHz, 6 MB L2-Cache, FSB1333 (Wolfdale E0)
- Intel Core 2 Duo E8400 – 3,00 GHz, 6 MB L2-Cache, FSB1333 (Wolfdale E0)
- Intel Core 2 Duo E7600 – 3,06 GHz, 3 MB L2-Cache, FSB1066 (Wolfdale R0)
- Intel Core 2 Duo E7400 – 2,80 GHz, 3 MB L2-Cache, FSB1066 (Wolfdale R0)
- Intel Core 2 Duo E7200 – 2,53 GHz, 3 MB L2-Cache, FSB1066 (Wolfdale M0)
- Pentium E6300 – 2,80 GHz, 2 MB L2-Cache, FSB1066 (Wolfdale R0)
- AMD
- Quad-Core
- Motherboard
- AMD
- Asus M4A79 Deluxe (AMD 790FX + SB750) – Sockel AM2+ – Revision 1.01G, BIOS 0801 (8. Januar 2009)
- Asus M4A79T Deluxe (AMD 790FX + SB750) – Sockel AM3 – Revision 1.01G – BIOS 0503 (9. Januar 2009), Phenom II X4 945/955 BIOS 0902, für Athlon II und Phenom II X2 BIOS 1303, BIOS 0066 für 965 BE/955 BE
- Intel
- Asus P6T Deluxe (Intel X58-Chipsatz) – Revision 1.02G, BIOS: 0703 (15. Oktober 2008), BIOS: 1504 (24. April 2009) für D0-Stepping und neue Prozessoren benötigt
- Asus P5E3 Premium (Intel X48-Chipsatz) – Revision 2.00G, BIOS 0605 (9. Oktober 2008), BIOS 0803 (21. Mai 2009) für E7600 und E6300 benötigt
- AMD
- Arbeitsspeicher
- AMD
- 2x 2.048 MB DDR3-1600 OCZ Platinum (CL8-8-8-24-1T, 1,60 Volt, Dual-Channel)
- 2x 2.048 MB DDR3-1333 Corsair Dominator (CL7-7-7-20-1T, 1,50 Volt, Dual-Channel)
- 2x 2.048 MB DDR3-1066 Corsair Dominator (CL7-7-7-20-1T, 1,50 Volt, Dual-Channel)
- 2x 2.048 MB DDR2-1066 OCZ Gold (CL5-5-5-15-2T, 2,1 Volt, Dual-Channel)
- 2x 2.048 MB DDR2-800/DDR2-750/DDR2-714 OCZ Gold (CL4-4-4-12-1T, 1,8 Volt, Dual-Channel)
- Intel
- 3x 2.048 MB DDR3-1600 Corsair Dominator (CL8-8-8-24-2T, 1,60 Volt, Triple-Channel)
- 3x 2.048 MB DDR3-1066 Corsair Dominator (CL7-7-7-20-1T, 1,50 Volt, Triple-Channel)
- 2x 2.048 MB DDR3-1600 Corsair Dominator (CL8-8-8-24-2T, 1,60 Volt, Dual-Channel)
- 2x 2.048 MB DDR3-1333 Corsair Dominator (CL7-7-7-20-1T, 1,50 Volt, Dual-Channel)
- 2x 2.048 MB DDR3-1066 Corsair Dominator (CL7-7-7-20-1T, 1,50 Volt, Dual-Channel)
- AMD
- Grafikkarte
- Peripherie
- Samsung HD501LJ, 500 GB (SATA-II-Festplatte)
- MSI DR8-A (DVD-Brenner)
- Netzteil
- Cooler Master UCP 700 Watt
- Prozessorkühler
- Treiberversionen
- Nvidia GeForce 178.24
- Intel Chipsatz-Treiber 9.1.0.1007
- Software
- Microsoft Windows Vista 64-Bit, Service Pack 1
- Microsoft DirectX August 2008
- Prozessor
Benchmarks
Neben dem von Grund auf neu gestalteten Testsystem haben wir auch den Benchmarkparcours einem Update unterzogen. Nach wie vor sind einige theoretische Tests mit von der Partie, da diese in der Regel einen Schritt weiter sind als jede reale Anwendung. Dort werden neue Funktionen, die in Prozessoren einen Platz gefunden haben, als erstes in ihrer Leistungsfähigkeit geprüft. Da diese theoretischen Tests dem Anwender vor dem PC aber nicht viel nutzen, ziehen wir auch viele Praxis-Anwendungen zu Rate. Dazu gehören heutzutage in erster Linie vielfältige Multimedia-Anwendungen, aber auch alltägliche Dinge wie das Packen von Dateien. Abgerundet wird der Test von einigen Spielen, bei denen wir eine Auswahl aus Spielen mit integrierter Benchmarkfunktion sowie Spielen herausgesucht haben, bei denen mittels Fraps nicht nur die durchschnittlichen Bilder pro Sekunde, sondern auch die Minima und Maxima ermittelt wurden.
Wie bereits in der Vergangenheit üblich, wird jeder Benchmark fünf Mal durchgeführt, um auf etwaige Ausreißer in der Performance stoßen zu können. Dieses geschieht in fast allen Anwendungen leider häufiger als erwartet, sowohl in die negative als auch in die positive Richtung. Der Mittelwert aus den fünf Tests (ohne extreme Ausreißer) wird dann in die einzelnen Diagramme übernommen. Bei Spielen wird auf die Auflösung von 1.280 x 1.024 Bildpunkten zurückgegriffen, da bei höheren Auflösungen quasi nur noch die Grafikkarte ein Rolle spielt, geringere Auflösungen aber kein Bezug zur Realität haben. In der Regel testen wir dabei, sofern nicht näher beschrieben, mit den höchsten Details. Die Werte vom AA/AF können dabei von Spiel zu Spiel variieren, jedoch sollen die unterschiedlichen Setups eine kleine Simulation dafür sein, was sich heutzutage mit jedem neuen Spiel ändern kann. Alle getesteten Prozessoren müssen zusammen mit der Grafikkarte in diesen Tests beweisen, dass sie sowohl mit wenigen qualitätssteigernden Features als auch mit einem Maximum klar kommen können.
Um die Grafikkarte weitestgehend zu eliminieren, haben wir auch einen zusätzliche Punkt eingeführt: die realitätsfernen Spiele-Tests. Vier Anwendungen unterschiedlichen Alters zeigen in minimalen und maximalen Details bei sehr kleiner Auflösung ihr Ergebnis.
- Synthetisch
- 3DMark06 1.10
- 3DMark Vantage 1.01
- SiSoftware Sandra 2009.1.15.52 Beta
- Cinebench R10
- Super PI xmod 1.5 XS
- MaxxPi² 1.11ß
- wPrime 2.00
- Office und Multimedia
- PCMark Vantage 1.00
- Tsunami MPEG Video Encoder Xpress 4.5.2.255
- DivX 6.8.4.7
- iTunes 8.0.1
- WinRAR 3.80
- POV-ray 3.7 Beta 29
- TrueCrypt 6.0a
- Spiele
- Assassin's Creed 1.0
- BioShock 1.0
- Company of Heroes 1.71
- Crysis Demo
- Lost Planet: Colonies 1.0
- Race Driver Grid 1.2
- Sacred 2 Demo
- World in Conflict 1.007
- weitere benötigte Tools
- CPU-Z 1.51
- Fraps 2.96
- Prime
Synthetische Tests
3DMark06
Die allseits bekannte Benchmarkserie von Futuremark ist zwar mittlerweile in der Vantage-Version erschienen, aber „3DMark06“ erfreut sich nach wie vor großer Beliebtheit. Von den sechs Testszenen messen vier Sequenzen die Performance der Grafikkarte und zeigen eine Grafikpracht, die auch heute mitunter noch ihresgleichen sucht. Um jene zu erreichen setzen die Finnen auf moderne 3D-Technologie, weswegen nicht nur massiv das Shader-Model 3.0 verwendet wird – auch extrem aufwendige Texturen, spektakuläre Partikeleffekte, komplexe Schattenberechnungen und als weiteres Highlight „High Dynamic Range Rendering“ – kurz HDRR – werden eingesetzt. Dabei setzt Futuremark auf FP16-HDR, das eine sehr hohe Bildqualität liefert, aber auch aufwendig zu berechnen ist. Weitere Details zu diesem Programm gibt es in einem unserer ausführlichen Artikel [17].
Download: 3DMark06 [18]
3DMark06 – Gesamt
Angaben in Punkten
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3DMark06 – Prozessor
Angaben in Punkten
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3DMark Vantage
Nachdem der altgediente 3DMark06 schon einige Jahre auf dem Buckel hat und somit nicht nur die Grafik mittlerweile etwas angestaubt wirkt sondern darüber hinaus das CPU-Limit bei schnellen Grafikkarten immer mehr bemerkbar wird, wurde es höchste Zeit für einen Nachfolger. Der finnische Hersteller Futuremark hat dementsprechend nach einer langen Wartezeit den 3DMark Vantage auf den Markt gebracht, der von vornherein für die Direct3D-10-API programmiert worden ist. Grafisch bieten die zwei Spieletests dementsprechend viel fürs Auge, wobei vor allem der zweite Test Glanzpunkte setzen kann. Mit FP16-HDR, Tiefenunschärfe, Parallax Occlusion Mapping, einer physikalische Simulation auf der GPU, diversen Shadereffekten und noch vielem mehr bringt der 3DMark Vantage die 3D-Hardware problemlos ans Leistungslimit. Wir testen das Programm im Performance-Preset. Weitere Details zu diesem Programm gibt es in einem unserer ausführlichen Artikel [19].
Download: 3DMark Vantage [20]
3DMark Vantage – Gesamt
Angaben in Punkten
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3DMark Vantage – Prozessor
Angaben in Punkten
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Cinebench R10
Das populäre, aus Deutschland stammende Maxon Cinema4D ist in unserem Benchmarkparcours in Form von Cinebench R10 vertreten. Die Software nutzt zum Raytracing bis zu 16 Prozessoren und profitiert damit von allen derzeit am Markt erhältlichen Desktop-Prozessoren von AMD oder Intel. In unserem Test präsentieren wir die Mitte 2007 veröffentlichte Version Cinebench R10. Wie üblich zeigen die Diagramme einerseits den Test mit nur einem Prozessorkern, zum anderen auch den Multi-Core-Test, der auch Hyper-Threading nutzt.
Download: Cinebench [21]
Maxon Cinebench R10
Angaben in Punkten
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SiSoft Sandra 2009
Egal ob es um Mainboard, Speicher, Festplatte, Peripherie, Steckkarten, Prozessor, Netzwerk, Schnittstellen, BIOS, Windows oder DirectX geht, SiSoft Sandra hat umfangreiche Antworten parat. Für einen Großteil der Hardware im PC gibt es zudem Benchmark-Tests, mit denen sich der PC auf seine Performance im Vergleich zu einigen Referenz-Rechnern testen lässt. All' diese Werte sind jedoch fast ausschließlich rein theoretischer Natur und haben wenig Bezug zur Praxis, jedoch lassen sich Prozessoren in ihren theoretischen Möglichkeiten gut vergleichen. Auch bieten Programme wie Sandra meist deutlich eher Möglichkeiten, neu integrierte Features von Prozessoren zu testen, ehe diese in Monaten oder Jahren in wirklichen Programmen integriert sind. Wir haben uns aus dem umfangreichen Repertoire für die Tests Arithmetik, Multimedia und Kryptografie sowie für die Speicherbandbreite, die Speicherlatenz und den Cache- und Speicherzugriff entschieden. Weiterhin kommt eine Beta-Version vom 22. Oktober 2008 zum Einsatz, da diese erstmalig die neuen SSE4.2-Instruktionen des Nehalem nutzt.
Download: SiSoft Sandra [22]
SiSoft Sandra – Arithmetik
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SiSoft Sandra – Multimedia
Angaben in Megapixel pro Sekunde (MPix/s)
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SiSoft Sandra – Kryptografie
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
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SiSoft Sandra – Speicherbandbreite
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
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SiSoft Sandra – Speicherlatenz
Angaben in Nanosekunden
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SiSoft Sandra – Speicher- und Cachezugriff
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
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wPrime, Super Pi, MaxxPI²
Seit einigen Jahren gehört SuperPi zu Tests wie das Amen in der Kirche. Leider ist der Test aufgrund seines hohen Alters für aktuelle Prozessoren nur sehr bedingt aussagekräftig, weshalb er bei uns in Zukunft nur noch mit zur Schau gestellt wird, aber nicht in die Bewertung mit einfließt. Als Alternative bieten wir wPrime und MaxxPi² an. MaxxPi² ist etwas neuer und genauer, liegt aber noch sehr nah om originalen Super Pi, so dass die Ergebnisse in unserem Test ebenfalls nur eine untergeordnete Rolle spielen. wPrime in der Version 2.00 ist Ende September 2008 erscheinen und liefert in unseren Augen die besten Ergebnisse, da alle Prozessorkerne bzw. Threads unter Windows voll ausgelastet und genutzt werden.
Download: wPrime 2.00 [23]
Download: MaxxPi² v1.11ß [24]
Download: Super Pi 1.5 XS-Mod [25]
wPrime 1024M
Angaben in Sekunden
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MaxxPi² 4M
Angaben in Sekunden
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Super Pi 1M
Angaben in Sekunden
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Office und Multimedia
PCMark Vantage
Etwas über zwei Jahre nach der Vorstellung des PCMark05, dem Futuremark-Benchmark zur Beurteilung der Leistung eines Rechners in verschiedensten Anwendungsszenarien, stellt der finnische Hersteller den PCMark07, „PCMark Vantage“ genannt, vor. Einmal mehr sollen Privatanwender und Firmen anhand eines kompakten Programms in der Lage sein, die Leistung eines Rechners auf Grundlage einer breiten Basis an Tests möglichst objektiv bewerten zu können. Alle Details zu dem neuen Benchmark stellt unser Artikel zu PCMark Vantage [26] bereit.
Download: PCMark Vantage [27]
PCMark Vantage – Gesamt
Angaben in Punkten
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PCMark Vantage – Einzeltests
Angaben in Punkten
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WinRAR 3.80
Obwohl 7-Zip kostenlos und in Sachen Kompressionsrate vielen Konkurrenten überlegen ist, kommt die Software in Sachen Verbreitung bei Weitem nicht an WinRAR heran, das in Form von RAR seit DOS und Windows 3.1 verfügbar ist. Mittlerweile ist WinRAR zwar in der Lage neben rar auch andere Formate wie beispielsweise 7z zu entpacken, zum Komprimieren stehen allerdings nur rar und zip zur Verfügung. Seit WinRAR 3.60 [28] bietet nun auch der beliebte Packer Multi-Core-Support. Anzumerken ist dem Programm, dass mit jeder neuen Version und schnelleren Prozessoren alles ein klein wenig schneller und besser komprimiert wird, so dass der Vorsprung von 7-Zip deutlich geringer geworden ist. Das Programm in der Version 3.80 muss den Programmordner der installierten Demo des Spiels Sacred 2 (1,64 GByte, 928 Dateien, 14 Ordner) bei maximalen Qualitätseinstellungen in das Format .rar komprimieren. Parallel dazu zeigen wir den integrierten Benchmark auf, um auf die Unterschiede zwischen theoretischem Benchmark und realem Packen näher eingehen zu können.
Download: WinRAR [29]
WinRAR
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POV-ray
POV-Ray ist eines der bekanntesten Programme zum Erstellen realistischer Grafiken und Animationen mit dem Computer. Mit Hilfe einer von Bilder können virtuelle Objekte erzeugt werden. POV steht dabei für „Persistence Of Vision“, was soviel wie die „Beharrlichkeit des Sehens“ bedeutet. Das zusätzlich Wort „Ray“ steht für Raytracing, die Technik, auf der dieses Programm basiert. Nach ein wenig Zeit mit entsprechender Einarbeitung lassen sich mit dem Programm sogar fotorealistische Bilder erzeugen, die mit vermehrter Anzahl auch zu einem Video zusammengefasst werden können. Der größte Pluspunkt schlussendlich ist noch der Preis: Es kostet nichts und steht frei im Internet zum Download bereit. Wir nutzen das Programm und die integrierte Benchmark-Funktion und zeigen die Zeit auf, nach der das Beispielbild vollständig sichtbar ist.
Download: POV-ray 3.7 beta 29 [30]
POV-ray
Angaben in Minuten, Sekunden
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TrueCrypt 6.0
TrueCrypt ist ein Open-Source-Verschlüsselungstool, welches seit der Version 6.0 auch Multi-Core-Unterstützung bietet, welche dem Programm auf Dual-/Mehrkern- oder Multi-Prozessor-Systemen zu einer deutlich verbesserten Performance bei der Ver- und Entschlüsselung der Daten verhilft. Wie verwenden den integrierten Benchmark-Test mit einem 100-MB-File. Weitere Ergebnisse auch zu diesem Test: TrueCrypt 6.0 veröffentlicht (Benchmark) [31]
Download: TrueCrypt 6.0a [32]
TrueCrypt
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
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DivX 6.8.4.7
Seit DivX 6.1 (Codename Helium) [33] unterstützt der für Videos sehr beliebte Codec auch Dual-Core-Prozessoren und erreicht je nach Konfiguration eine Steigerung der Encoding-Rate um mehr als 150 Prozent. Die Leistungsunterschiede sind dabei umso stärker ausgeprägt, je höher die gewählte Qualitätsstufe ist. Bei früheren Prozessortests wurde DV- und MPEG2-Videomaterial mit unterschiedlichen Qualitätseinstellungen nach DivX 6.1 encodiert. Tendenziell waren auch hier die Ergebnisse gleich. Die bei DV gewählten, niedrigen Qualitätseinstellungen für Audio- und Video-Encoding ließen Single-Core-Prozessoren ein wenig besser abschneiden. Aufgrund des größeren Praxisbezugs werden fortan nur noch die Ergebnisse des MPEG2-Encodings veröffentlicht.
Zum neuerlichen Einsatz kommt DivX 6.8.4.7, der volle Unterstützung für die SSE4-Befehlssätze beinhaltet. Intel hat gerade durch diese Instruktionen im Zusammenspiel mit DivX einen großen Performanceschub für Anwender versprochen, der sich auch durchweg bemerkbar macht. Alle AMD-Prozessoren haben deshalb einen schweren Stand.
TMPGenc Xpress 4: MPEG2 zu DivX 6.8
Angaben in Minuten, Sekunden
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MPEG 2
Das Zielformat für alle Hobbyfilmer ist nach wie vor die DVD und damit ein Film im MPEG2-Standard. Das Videomaterial selbst liegt dabei üblicherweise als Digital Video (DV) vor. Für den Test haben wir auf TMPGEnc 4.0 XPress 4.5.2.255 vertraut und ein 20 Minuten langes und unbearbeitetes Video mit einer Größe von vier Gigabyte in ein 1,32 Gigabyte MPEG2-File umgewandelt.
TMPGenc Xpress 4: DV zu MPEG2
Angaben in Minuten, Sekunden
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MP3
Das 1985 entwickelte Audiokompressionsverfahren MP3 ist das heute vorherrschende Format für Musik. Es wird von einer breiten Palette an Endgeräten unterstützt und bietet in der letzten Weiterentwicklung sogar Support für 5.1 Mehrkanal-Audio [34]. Das Spektrum an Encodern für MP3 ist mannigfaltig. Für unseren Test haben wir das populäre iTunes gewählt, mit dem wir eine 701 MB große Musikdatei einmal in das Format .mp3 umwandeln, danach in AAC. In den Einstellungen wurde dabei darauf geachtet, dass auch die Qualitätseinstellungen von 192 kbit/s beibehalten wurden.
iTunes 7: WAV zu MP3
Angaben in Minuten, Sekunden
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AAC
iTunes 7: WAV zu AAC
Angaben in Minuten, Sekunden
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Spiele
Assassin's Creed
Was passiert, wenn ein Konsolentitel erfolgreich ist? Man portiert ihn natürlich für den PC! Und dies ist UbiSoft mit Assassin's Creed wohl auch ohne Zweifel gelungen, da man es nicht nur bei einer reinen 1:1-Umsetzung gelassen, sondern darüber hinaus noch einige weitere Spielinhalte eingefügt hat. Doch worum geht es in Assassin's Creed überhaupt? Man spielt den Auftragsmörder Altair, der neben seinem eigentlichen Hauptberuf gerne mit Pferden reitet, Passanten umschubst, spektakuläre Kämpfe ausübt und sich vor allem gerne in schwindelerregenden Höhen, also auf sämtlichen Dächern der verschiedenen Städte, herumtreibt. Und was braucht man dazu? Eine potente Grafikengine, die Assassin's Creed auch durchaus hat. Ein Highlight sind die Charakteranimationen, die einwandfrei umgesetzt sind. Zudem gibt es noch schicke Texturen, sehr schöne Licht- und Schatten-Spiele, eine gut hervorgehobene Weitsicht und noch so einiges mehr, das Assassin's Creed zu einem Fest für die Augen macht. UbiSoft hat es sich nicht nehmen lassen, einen Direct3D-10-Renderer für die PC-Version einzubauen. Dieser soll die Performance bei gleicher Qualität gegenüber der Direct3D-9-Version erhöhen und zudem die Grafikqualität ein wenig verbessern. Genau diese DirectX-10-Version nehmen wir unter die Lupe.
Assassin's Creed
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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BioShock
„Bioshock“, mehr oder weniger der inoffizielle Nachfolger von „System Shock 2“, hatte es bei seinem Erscheinen wahrlich nicht leicht. Die Erwartungen waren dermaßen hoch, dass es nahezu unmöglich schien, diese allesamt zu erfüllen. Im Vorfeld sprach man davon bereits als „bestes Spiel aller Zeiten“. Mittlerweile ist BioShock erschienen – ob es tatsächlich das beste Spiel aller Zeiten ist, kann man wohl noch ewig diskutieren. Eines ist aber eindeutig: Technisch ist Bioshock nicht nur sehr weit vorne, sondern wohl derzeit allen anderen Titeln voraus. Grund dafür ist die Unreal Engine 3, die die Entwickler modifiziert haben, um diese auf die eigenen Ansprüche anzupassen. Herausgekommen ist ein Direct3D-10-Renderer, der mit bisher noch nie dagewesene Wassereffekten punkten kann. So interagiert das Wasser physikalisch korrekt mit dem Spieler, wenn dieser beispielsweise durch einen überfluteten Raum läuft. Darüber hinaus bietet Bioshock viele weitere optische Schmankerl: Schicke Partikeleffekte, spektakuläre Feuerdarstellung, realistische Schatten, schöne Oberflächen, Physikinteraktionen mit den Gegnern sowie der Umwelt und noch vieles mehr machen Bioshock grafisch zu einem Leckerbissen. Wir testen die erste Minute vom Kampf gegen den Endboss Fontaine, da diese immer nach dem gleichem Schema abläuft und sich somit gut für einen Vergleich eignet.
BioShock
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Company of Heroes
Auf den Patch 1.70 von Company of Heroes haben in der Vergangenheit viele Spieler gewartet, denn damit gab es nicht nur einige weitere Fehlerbeseitigungen, sondern auch die Unterstützung von Direct3D 10. Die neue API kann man bei einer entsprechenden Grafikkarte im Spielmenü auswählen und schon erscheinen alle Levels in neuem Glanz. Darüber hinaus kann man die Terraindetails nun eine Stufe höher auf „Ultra“ schrauben, was einige Bodendetails hinzufügt und die Texturen sichtbar verbessert. Die Direct3D-10-Version bietet dem Spieler eine pixelgenaue Beleuchtung, Percentage Closer Filtering für die Soft Shadows auf allen D3D10-Beschleunigern, schönere Partikeleffekte sowie Alpha to Coverage für alle Bäume und Sträucher, die somit auch von herkömmlichen MSAA erfasst und bearbeitet werden. Als Benchmarksequenz verwenden wir den integrierten Benchmark auf der Ultra-Stufe.
Company of Heroes
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Crysis
Crysis – alleine der Name sagt wohl schon alles. Kaum ein anderes Spiel hat bereits vor der Veröffentlichung so viel Aufmerksamkeit erhalten wie der First-Person-Shooter von Crytek, der als inoffizieller Nachfolger zum Actionhit Far Cry betrachtet wird. Far Cry sagt eigentlich auch schon alles: Denn kaum ein anderes Spiel lässt Spieler sofort an einen sonnigen Strand und an große Palmen denken. Und genau diesen (und noch viel mehr) sieht man in Crysis wieder – selbst wenn man ihn kaum wiedererkennen wird. Denn wie Far Cry setzt Crysis neue Maßstäbe in Sachen Grafik und hebt die Messlatte dabei gleich dermaßen hoch an, dass es wohl noch einige Zeit dauern wird, bis ein anderes Spiel der grafische Qualität von Crysis Paroli bieten wird. Die Direct3D-10-API, High-Dynamic-Range-Rendering, Parallax Occlusion Mapping, Soft Shadows, Motion Blur, Depth of Field, Soft Particles und noch eine Menge mehr bekommt man bei Crysis geboten. Dementsprechend hoch fallen die Hardwareanforderungen aus, die selbst den schnellsten Rechner problemlos ins Schwitzen bringen. Für den Prozessorvergleich setzen wir anders als bei unseren Tests für Grafikkarten auf den integrierten Test in der Detailstufe „hoch“ und führen neben dem durchschnittlichen Wert auch die Maxima und Minima auf.
Crysis
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Far Cry 2
Auch wenn der bekannte Vorgänger Far Cry noch von dem deutschen Unternehmen Crytek (nun Crysis und Crysis Warhead) entwickelt worden ist, so hat UbiSoft die Marke Far Cry nicht fallen gelassen, sondern einen zweiten Teil entwickelt, auch wenn dieser mit dem ursprünglichen Spiel nicht mehr viel gemeinsam hat. Gleich geblieben, wenn auch auf nicht ganz so hohem Niveau, ist jedoch eine sehr gute Technik, die Afrika in frischem Glanz erscheinen lässt. Dazu hat UbiSoft mit Dunia eine völlig neue Engine entworfen, die auf dem aktuellen Stand der Technik ist. Dunia ist gar ein Direct3D-10.1-Renderer, der bei GPUs von niedrigerem Technikstand auf die Direct3D-10-API umschaltet, dort dann jedoch (zumindest auf GeForce-Karten) einige Fähigkeiten nutzt, um dennoch normales MS-Anti-Aliasing darstellen zu können. Wir verwenden von Far Cry 2 das integrierte Benchmark-Tool und testen das Spiel mit der Small-Flyby-Sequenz.
Far Cry 2
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Lost Planet: Colonies
Das Actionspiel „Lost Planet: Colonies“ gibt es in zwei verschiedenen Versionen: Eine Direct3D-9- und eine Direct3D-10-Variante; Letztere hat es in unseren Parcours geschafft. Das Spiel kann technisch nicht nur durch die D3D-10-Erweiterung und somit der Nutzung des Shader-Model 4 inklusive des neuen Geometry-Shaders glänzen, auch abseits der API weiß Lost Planet zu gefallen. Mit Soft Shadows, FP16-High-Dynamic-Range-Rendering, detaillierten Texturen, massig Partikeleffekten und noch vielem mehr ist das technisch weit fortgeschrittene Spiel ein regelrechter Augenschmaus. Dass Lost Planet dabei noch eine Menge Spaß macht, könnte man fast schon als nebensächlich bezeichnen. Das Spiels bietet praktischerweise eine integrierte Benchmarksequenz, die einen Kameraflug aus der Sicht des Spielers durch zwei verschiedene Levels zeigt. Dabei kommt die etwas krumme Auflösung von 1.280 x 960 Bildpunkten zum Einsatz, der Parcour wird mit hohen Details bei 4facher anisotroper Filterung gemeistert. Da der zweite Teil des Benchmarks eher GPU-limitiert ist, präsentieren wir die Ergebnisse aus dem ersten Test.
Lost Planet: Colonies
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Race Driver Grid
Race Driver Grid gehört zu den Rennspielen der Spitzenklasse. Neben atemberaubender Grafik bietet es fast alles, was das Fahrerherz begehrt. Auch wir haben uns deshalb auf den Fahrersitz geschwungen und drehen eine Testrunde auf der Strecke Okutama in Japan in der Disziplin „Profi Tuning“. Als Streckenart haben wir uns dabei für „großer Ring“ entschieden. Wir beginnen mit der Fraps-Messung direkt nach dem Stillstand der Kamera, also noch vor dem Start des Rennens. Anschließend fahren wir so schnell und nahe wie möglich hinter dem Feld her, ohne dabei einen Konkurrenten zu überholen oder mit dem Streckenrand zu kollidieren. Weitere Details zum Spiel und der Performance der Grafikkarten liefert unserer ausführlicher Performance Report [35].
Race Driver Grid
Angaben in Prozent
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Sacred 2
Nach dem riesigen Erfolg von Sacred und Sacred Underworld, mit weltweit über zwei Millionen verkauften Spielen, gibt es seit dem Herbst 2008 die Fortsetzung Sacred 2 – Fallen Angel. Für viele ist das Spiel der Action-Rollenspiel-Blockbuster des Jahres 2008, eine halbwegs originelle Story und eine sehr hübsche Grafik sollen dafür Sorge tragen, dass sich nicht nur alt eingesessene Fans sondern auch neue Spieler für Sacred 2 begeistern. Der Spieler übernimmt die Rolle eines Charakters und taucht in eine spannende Geschichte voller Abenteuer und Geheimnisse ein. Viele Kampftechniken, diverse Zaubersprüche, eine große Auswahl an Waffen und Gegenständen, erlaubt es dem Spieler, die Attribute des Charakters aufzuwerten und einen einzigartigen, individuellen Helden zu erschaffen.
Sacred 2
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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World in Conflict
Mittlerweile sehen Strategiespiele zwar deutlich besser aus als noch vor einigen Jahren – so recht gelingen will es den Programmen aber nur selten, in die grafische Königsklasse, die meist von First-Person-Shootern besetzt wird, vorzudringen. Den Entwicklern von World in Conflict scheint dies nicht gereicht zu haben und man entwickelte eine Grafikengine, die sich vor keinem anderen Spiel zu verstecken braucht. World in Conflict unterstützt die Direct3D-10-API und hat keine Schwierigkeiten, Kantenglättung unter der neuen Programmierschnittstelle anzuwenden. Schicke Shadereffekte zieren das Spiel (so wirft die Sonne beispielsweise Lichtstrahlen durch die Wolken, welche die Umgebung darunter beleuchten), ebenso detaillierte Texturen und eine realistische Schattendarstellung. Die Animationen der Spielcharaktere sind gut gelungen, was in Kombination mit einem kinoreifen Schnitt Kinoatmosphäre in den Zwischensequenzen aufkommen lässt. Als Testsequenz benutzen wir nicht die integrierte Benchmarkfunktion, da sich diese mitunter wenig berechenbar verhält und teilweise sehr hohe und unglaubwürdige Ergebnisse präsentiert. Stattdessen verwenden wir die Introsequenz zur dritten Mission der ersten Kampagne in 1.280 x 1.024 Bildpunkten und 4-fachem AA/AF.
World in Conflict
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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„Realitätsferne“ Spiele-Tests
Neu in unseren Prozessortests ist die Kategorie der „realitätsfernen Spiele-Benchmarks“. Dafür senken wir in vier Spielen die Auflösung auf das minimal mögliche und zeigen in detaillierten Diagrammen die Performance auf. Dabei greifen wir sowohl auf die Einstellung mit den wenigsten Details zurück, als auch auf die Möglichkeit der Darstellung maximaler Details. Auf die qualitätssteigernden Features FSAA & AF der Grafikkarte wird in jedem Fall verzichtet.
Die Tests zeigen mitunter die Rohleistung, die ein Prozessor leisten kann. Allerdings sind viele Spiele nochmals unterschiedlich optimiert, so dass sich allein durch diesen Tests nicht sagen lässt, ob der Prozessor im nächst kommenden Spiel plötzlich besser oder schlechter abschneidet. Der Core i7 ist dafür ein sehr gutes Beispiel. Im realen Leben verhindert quasi jede Grafikkarte mit aktivierten qualitätssteigernden Features, dass der Prozessor ganz vorne dabei ist. In den folgenden Benchmarks aber stampft er in quasi jedem Test die Konkurrenz deutlich in den Boden.
Company of Heroes
Company of Heroes – 800x600 low Details
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Company of Heroes – 800x600 max Details
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Crysis
Crysis – 800x600 low Details
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Crysis – 800x600 max Details
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Far Cry 2
Far Cry 2 – 640x480 low Details
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Far Cry 2 – 640x480 max Details
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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World in Conflict
World in Conflict – 800x600 low Details
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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World in Conflict – 800x600 max Details
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Performancerating
Wie üblich bieten wir neben dem Ergebnis aus allen Test auch eine gesonderte Aufschlüsselung für die theoretischen Tests, den Office- und Multimedia-Bereich sowie die Spiele. Anhand dieser Diagramme ist zu erkennen, welcher Prozessor wo seine Stärken oder seine Schwächen hat. Nicht berücksichtigt werden in den Diagrammen die Werte von Super Pi, MaxxPi² sowie die minimalen und maximalen Bilder pro Sekunde, die wir in einigen Spielen mit angegeben haben. Insbesondere die minimalen Frames sind in jedem Test eine Geschichte für sich, da ein Nachladeruckler beim Zugriff auf die Festplatte an einer völlig anderen Stelle als üblich das Ergebnis verfälscht. Zudem halten wir es für wenig sinnvoll, das niedrigste Ergebnis entscheidend für einen ganzen Artikel zu machen, da es ohne weiteres sein kann, dass nur innerhalb einer einzigen Sekunde solch' niedrige FPS-Zahlen erreicht werden, während das Spiel ansonsten spürbar flüssiger läuft.
Das Gesamtrating setzt sich schlussendlich nur aus dem Bereichen Office, Multimedia und den Spielen zusammen. Da die theoretischen Tests wie 3DMark, Cinebench, Sandra und die Errechnung der Zahl Pi keine direkte Aussage über die Performance im Alltag zulassen, kann man mit diesen Werten auch kein objektives Ergebnis finden.
Abschließendes Rating
Angaben in Prozent
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Nachfolgend liefern wir auch alle separaten Ratings, die noch einmal deutlich aufzeigen, in welchem Bereich ein Prozessor gewinnt oder verliert. Wie gewohnt bewegt sich mit dem Mauszeiger über die einzelnen Prozessoren in den Diagrammen der 100-Prozent-Wert mit, so dass man den Vergleich vom Vorgänger zum Nachfolger und auch untereinander zwischen den kleineren Prozessoren, die unter den teuren Flaggschiffen angesiedelt sind, genau sehen kann.
Performancerating Office & Multimedia
Angaben in Prozent
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Performancerating Spiele
Angaben in Prozent
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Performancerating theoret. Tests
Angaben in Prozent
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Sonstiges
Leistungsaufnahme
Alle Prozessoren werden in den Leistungstests ohne die Stromsparmodi getestet, um die maximale Performance zu zeigen (dass die Energiesparmodi seit der neuesten Generation zu so gut wie keinen Geschwindigkeitseinbußen mehr führen, ist allerdings bereits in einem der letzten Artikel ausführlich dargelegt worden). Für die Tests der Leistungsaufnahme werden alle stromsparenden Features (EIST, C'n'Q, C1E, ect.) aktiviert.
Leistungsaufnahme – Komplettes System
Angaben in Watt (W)
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Das komplette Testsystem zeigt auch mit unterschiedlichen Plattformen einen nahezu gleiche Leistungsaufnahme aller Probanden. Wirkliche Ausreißer nach oben oder unten gibt es nicht, die Stromsparmodi der Prozessoren von AMD und Intel sorgen in allen Fällen für geringere Eingangsspannung und niedrigere Taktraten.
Leistungsaufnahme – Komplettes System
Angaben in Watt (W)
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Die 1,4 Volt, die sich ein Phenom II X4 965 in der Standard-Einstellung genehmigt, schlagen das erste Mal richtig negativ zu Buche. Für 200 MHz mehr Takt benötigt der neue Prozessor deutlich mehr Energie, der Anstieg in unserem kompletten System ist unverkennbar. Der Vergleich zum gleichgetakteten und in der Spannung angeglichen Phenom II X4 955 zeigt aber, dass die Anpassungen in diesen beiden Punkten allein Schuld daran sind.
Achtung: Wie üblich sind die hier ermittelten Werte keine Verbrauchsangaben für die einzelnen Prozessoren, sie betrachten das Gesamtsystem. Auch sind sie nicht mit ähnlichen Zahlen anderer Berichte vergleichbar, da mitunter spezielle, so nicht im Handel verfügbare Produkte zum Einsatz kamen. Die Auflistung bietet nur einen groben Überblick für die ungefähre Einordnung des Prozessors.
Temperatur
Die Messung der Temperatur findet parallel zur Messung der Leistungsaufnahme statt. Das System wird eine Stunde belastet, während die Raumtemperatur bei sommerlich warmen 24 bis 25 Grad liegt. Die dargestellte Temperatur ist der jeweilige Maximalwert, der mit dem Einheitskühler Noctua NH-U12P mit einem passenden 120-mm-Noctua-NF-12P-Premium-Lüfter ermittelt wurde.
Maximale Temperatur
Angaben in °C
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Wie das Diagramm zeigt, leistet sich keiner der Vertreter eine Schwäche. Die Athlon II gefallen bei maximal 40 Grad sehr gut, die Dreikerner bieten bei nicht einmal 50 Grad unter voller Belastung an einem Sommertag ebenfalls noch lange keinen Grund zur Sorge. Mit rund 58 Grad an einem dieser besagten Sommertage nähert sich der neue Vierkerner von AMD aber langsam der von AMD selbst auferlegten Marke von maximal 62 Grad. Ein Boxed-Kühler dürfte in diesen Fällen schon am oberen Limit agieren, während unser Referenzkühler die Sache noch relativ gut über die Bühne bringt.
Übertaktbarkeit
Nachdem wir Ende April mit dem Phenom II X4 955 Black Edition „nur“ völlig stabile 3,7 GHz im Dauerbetrieb [36] erreichen konnten, setzten wir das erste Ziel beim ab Werk bereits mit 3,4 GHz taktenden Phenom II X4 965 auf gleich einmal mindestens 3,8 GHz.
Doch die Hürde von 3,8 GHz war nicht einfach zu nehmen. Mit 1,5 Volt war bei diesem Takt kein stabiler Betrieb möglich, so dass wir unser weiteres Glück in der nochmaligen Anhebung der Spannung versuchen mussten. Bei satten 1,65 Volt haben wir es dann ab und an zu einigen Durchläufen in Benchmarks geschafft, der Bluescreen in Windows kam aber viel zu oft. Das Projekt 3,8 GHz war damit endgültig gescheitert und wir gingen bedrückt einen halben Multiplikator zurück und versuchten unser Glück erneut.
Übertakten – Gesamtrating
Angaben in Prozent
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Übertakten – Leistungsaufnahme & Temperatur
Angaben in Watt (W)
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Übertakten – Einzeltests
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Mit 3,7 GHz bei 1,50 Volt erreichten wir das gleiche Übertaktungsergebnis wie beim Vorgänger, jedoch mit nochmals leicht höherer Spannung. Bereits im vergangenen Test der Einsteiger- und Mainstream-Prozessoren war aufgefallen, dass im Bereich von 3,6 bis 3,9 GHz anscheinend die „natürliche Grenze“ für die 45-nm-Prozessoren von AMD beim Übertakten unter Luftkühlung erreicht ist [37]. Der neue Phenom II X4 965 Black Edition ist also kein besonders schlechter Overclocking-Prozessor, er passt genau ins bisherige Bild und Schema. Das Problem ist dabei aber, dass dieser Prozessor mit 3,4 GHz bereits ab Werk sehr hoch taktet und die Overclockingversuche mit einem zusätzlichen Takt von nicht einmal zehn Prozent beendet wurden. Wird dieser Wert allein und ohne Zusammenhang gesehen, dann drückt sich einem schnell der Gedanke auf, dass man sich den Prozessor als Black Edition mit frei wählbarem Multiplikator wohl hätte sparen können.
Anmerkung: Die von uns ermittelten Werte können in der Praxis nicht unerheblich abweichen, da diese teilweise mit speziellen Samples durchgeführt wurden, die uns von den Herstellern zur Verfügung gestellt wurden. Es besteht daher keine Garantie, dass alle hier im Test dargelegten Ergebnisse mit einem ähnlich konfigurierten System daheim erreicht werden können.
„Undervolting“
Beim „Undervolten“ (UV) der Prozessoren gehen wir den gleichen Weg wie beim Übertakten eines modernen Prozessor. Insbesondere das neue Flaggschiff mit einer Standardspannung von 1,4 Volt könnte in dieser Disziplin punkten. Da wir jedoch die nahe Vergangenheit der Quad-Core-Prozessoren von AMD kennen, erwarteten wir keine zu euphorischen Ergebnisse.
Undervolting – Leistungsaufnahme und Temperatur
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Mit 1,25 Volt ging es zwar bis ins Windows, stabil war dieser Betrieb jedoch nicht aufrecht zu erhalten. Mit 1,30 Volt hatten wir dann aber Glück, die Dauertests in Prime95 wurden stabil überstanden. Belohnt wurde die Spannungsabsenkung um 0,1 Volt mit einer doch deutlich geringeren Leistungsaufnahme unseren gesamten Systems und daraus folgend auch einer markant niedrigeren Temperatur.
Anmerkung: Die von uns ermittelten Werte können in der Praxis nicht unerheblich abweichen, da diese teilweise mit speziellen Samples durchgeführt wurden, die uns von den Herstellern zur Verfügung gestellt wurden. Es besteht daher keine Garantie, dass alle hier im Test dargelegten Ergebnisse mit einem ähnlich konfigurierten System daheim erreicht werden können.
Preis-Leistungs-Rating
Wir haben die aktuellen Ladenpreise für alle im Test vertretenen Prozessoren bei den günstigsten Online-Händlern herausgesucht und in einer Momentaufnahme vom 12. August 2009 festgehalten. Dabei wurde der Preis ausschließlich von lieferbaren Boxed-CPUs inklusive Kühler und voller Herstellergarantie berücksichtigt. Etwaige Abweichungen von dieser Richtlinie sind mit Bemerkungen wie „geschätzt“ oder „nicht verfügbar“ gekennzeichnet.
Preisliste (Stand 12. August 2009)
Angaben in Euro
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Wie üblich gilt bei der Übersicht das bekannte Motto: Fällt ein Prozessor im Preis, wandert er in dem Diagramm nach oben und sein Rating erhöht sich dadurch. Für dieses Preis-Leistung-Verhältnis wird das Gesamtrating durch den Preis dividiert und mit 1.000 multipliziert. Das Ergebnis repräsentiert dann die Leistung, die man, kaufmännisch gerundet, aktuell für einen Euro erhält. Wir weisen ausdrücklich noch einmal darauf hin, dass sich der Preis der Prozessoren täglich ändern kann, weswegen eine dauerhafte Korrektheit der Liste nicht garantiert werden kann. (Stand der Preise: 12.08.2009)
Preis-Leistungs-Verhältnis
Angaben in Prozent
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Traditionell wird das Feld von den günstigen Zwei-Kern-Prozessoren angeführt. Die Athlon II X2 für einen Einstiegspreis von 50 Euro sind wie erwartet der Sieger dieser Kategorie, lösen sie doch quasi den alten Athlon ab, der diese Spitzenposition die letzten Monate innehatte. Die Leistung ist gegenüber dem Vorgänger deutlich gestiegen und wie so oft verdeutlicht das Diagramm, dass man eine sehr hohe Grundleistung für einen sehr niedrigen Preis bekommt. Danach geht die Spirale langsam nach oben – die Prozessoren rutschen im Rating deutlich ab. Bester Intel-Prozessor in dieser Kategorie ist der Pentium E6300, der mit 65 Euro jedoch ein paar Euro mehr kostet als die drei Athlon II. Diese wenigen Euro sind für dieses Diagramm jedoch ein entscheidender Faktor, weshalb der Prozessor von Intel nur den vierten Rang einnehmen kann. Quad-Core-Prozessoren haben traditionell in dieser Kategorie keine Chance, der neue Phenom II X4 965 mit seinem deutlichen Aufpreis gegenüber dem Modell 955 schon gar nicht.
Preisgestaltung und Ausblick
245 US-Dollar soll der Phenom II X4 965 Black Edition von AMD zum Start kosten. Erste Listungen [38] sind aktuell aber noch von keinem Nutzen, da sie dem Prozessor fast einen gleichen Euro-Preis bescheinigen. In wenigen Tagen dürfte sich dieser jedoch stabilisiert haben, etwas über 200 Euro sind aber in den ersten Wochen wohl für das Flaggschiff zu zahlen. Erwartet wird im gleichen Zuge mit der Einführung des neuen Prozessors, dass der Vorgänger, der Phenom II X4 955 Black Edition, von den besagten 245 US-Dollar im Preis fällt. Wie genau das aussieht, ist aktuell nicht bekannt, mit nicht einmal 160 Euro [39] ist der Preis jedoch schon auf sehr niedrigem Niveau angelangt. Es ist in den kommenden Tagen und Wochen nicht davon auszugehen, dass der Phenom II X4 965 Black Edition einen ähnlich rasanten Preisverfall mitmachen wird. Aktuell bleibt das Modell 955 BE die beste Wahl.
Fazit und Empfehlung
Der AMD Phenom II X4 965 Black Edition ist der schnellste Desktop-Prozessor, den AMD bis heute auf den Markt gebracht hat. Eine Taktfrequenz von 3,4 GHz hat man seit den Pentium 4 und deren Extreme Editions nicht mehr gesehen, so dass AMD aktuell die Flagge des höchst getakteten 45-nm-Desktop-Prozessors hissen kann. Der hohe Takt reicht für wirklich jede Lebenslage völlig aus, der freie Multiplikator lässt zudem noch ein wenig Spielraum für eigene Versuche, etwas mehr aus dem Probanden zu kitzeln. Hinzu kommt der Preis von 245 US-Dollar, der genau dem des bisherigen Flaggschiffs entspricht.
Doch neben dem erfreulich hohen Takt und der guten Performance können wir die Schwäche des Prozessors nicht unter den Teppich kehren. Diese liegt in jedem Fall in der hohen TDP und der deutlich gestiegenen Leistungsaufnahme gegenüber seinem Vorgänger. Der, zugegeben schlechte, Spruch „Kraft kommt von Kraftstoff“ scheint hier letztendlich auch bei einem Prozessor zu passen. Denn Schuld an der hohen Leistungsaufnahme ist fast allein die nochmals gestiegene und mittlerweile sehr hohe Betriebsspannung von 1,4 Volt, die zusätzlichen 200 MHz steuern allein nur wenige Watt hinzu. Heraus kommt dann am Ende ein heißes Eisen, dass sich mit gutem Kühler im Sommer am Rande der ausgeschriebenen Höchsttemperatur bewegt. Die geringe Mehrleistung des Prozessors gegenüber dem Vorgänger wird schlichtweg auf Kosten des höheren Energiebedarfs erkauft. In Anbetracht immer weiter steigender Energiekosten und dem gleichzeitig aber auch steigenden Umweltbewusstsein der Bevölkerung greift man als Kunde deshalb wohl lieber zum Phenom II X4 955 Black Edition oder gar zum Modell 945, das neuerdings eine TDP von nur noch 95 Watt besitzt [40]. Ob der Phenom II X4 955 Black Edition jedoch noch ewig im Portfolio verbleibt, darf angezweifelt werden. Denn zwei Prozessoren mit fast gleichem Takt und der freien Wahl des Multiplikators ruinieren sich wohl gegenseitig ein wenig das Geschäft. Besonders zu Beginn dürfte anhand des sehr großen preislichen Unterschieds beider Modelle wohl kaum zum neuen Proband gegriffen werden.
Es ist wünschenswert, wenn AMD den gleichen Weg einschlägt, wie man es im letzten Jahr gemacht hat. Dort gab es auch erst einen Phenom X4 9950 mit einer TDP von 140 Watt, wenige Wochen später kamen jedoch verbesserte Modelle im noch gleichen Stepping auf den Markt, bei denen die TDP und auch der Gesamtverbrauch deutlich reduziert wurde. Am Ende lag ein Phenom X4 9950 mit einer TDP von 125 Watt im realen Verbrauch sogar unter dem Vorgänger 9850. Bis dahin ist es jedoch noch ein weiter Weg. Ob AMD dieses Vorhaben – sofern es denn eines gibt – eventuell über eine neue Revision oder gar ein neues Stepping regelt, ist ungewiss. Die von vielen Lesern in unseren Artikeln, News und im Forum erwarteten Prozessoren von AMD mit 3,6 oder gar bis zu 4 GHz ab Werk wird es nach aktuellem Stand jedenfalls erst einmal nicht geben (können).
Anmerkung: Aktuell bestreiten wir die Planungen zum Umbau des mittlerweile doch nicht mehr ganz aktuellen Testsystems und dem dazugehörigen Benchmark-Parcour. Jeder Leser kann sich im entsprechenden Forumsthread [41] daran beteiligen und seine Wünsche einbringen, die wir uns dann näher ansehen werden.






