Fast auf den Tag genau vor einem Jahr brachte AMD mit dem Phenom II X4 955 Black Edition [1] den im Gesamtpaket wohl besten Desktop-Prozessor des Jahres 2009 aus dem Unternehmen mit dem grünen Logo auf den Markt. Den Zeitraum bis zum heutigen Tage hat man für vielerlei Verbesserungen genutzt. Dabei wurde nicht nur die Performance verbessert, sondern auch das Problemkind angegangen, die im Vergleich zur Konkurrenz immer etwas höhere Leistungsaufnahme. Das Ergebnis stellt man heute vor: den AMD Phenom II X6 1090T Black Edition.
AMD Phenom II X6 1090T Black Edition im Doppelpack
Im Bereich der Desktop-Prozessoren mit sechs Kernen ist man zwar nur zweiter, doch man wird diese erstmals zu Preisen unter 300 respektive sogar unter 200 Euro anbieten. Ob sich die Modelle Phenom II X6 1090T Black Edition mit 3,2 GHz und der kleine Ableger 1055T mit 2,8 GHz im Vergleich zu den bisherigen Quad-Core-Modellen lohnen, werden wir ausführlich untersuchen. Dabei werfen wir natürlich gesondert einen Blick auf den neuen Turbo-Modus von AMD, der bei Anwendungen, die weniger Kerne unterstützen, einen Geschwindigkeitsschub von bis zu 500 MHz mehr Takt ermöglicht.
Neben einem Prozessor-Sample direkt von AMD haben wir auch ein erstes Komplettsystem auf Basis des neuen Flaggschiffs im Haus. Denn AMD will nicht nur die aufrüstwilligen Kunden erreichen, sondern direkt auch das Geschäft mit Komplettsystemen bedienen. All' dies gibt es auf den kommenden 40 Seiten.
Überblick
Der neue AMD-Prozessor mit dem Codenamen „Thuban“ ist ein Riese. Auf einer für Desktop-CPUs der aktuellen Zeit rekordverdächtigen Fläche von 346 mm² bringt der Hersteller (vermutlich) 904 Millionen Transistoren unter. Auch auf die wiederholte Nachfrage rückte AMD nicht mit genauen Informationen raus. Ja, der Sechs-Kern-Prozessor basiere auf dem „Istanbul“-Server-Prozessor, hat jedoch diverse Optimierungen erfahren, heißt es aus dem Unternehmen. Ob es aber direkt ein „Lisbon“ ist, wollte man nicht bestätigen. Ebenso macht man aus der Anzahl der Transistoren offiziell ein Geheimnis.
Die Fläche besteht aus sechs Kernen mit jeweils 512 KByte L2-Cache, denen ein gemeinsam genutzter L3-Cache in Größe von 6 MByte als schneller Zwischenspeicher zur Seite steht. Im Prinzip ist es also ein Vier-Kern-Prozessor vom Typ Phenom II X4, der „einfach“ um zwei Kerne inklusive L2-Cache erweitert wurde.
Die-Shot des AMD Phenom II X6
AMD Phenom II X6
Familie
Modell
Takt / mit Turbo
Kerne
L2- / L3-Cache
Sockel
TDP
Phenom II X6
1090T
3,2 / 3,6 GHz
6
3 MB / 6 MB
AM3 / AM2+
125 W
Phenom II X6
1055T
2,8 / 3,3 GHz
6
3 MB / 6 MB
AM3 / AM2+
125 W
Zum heutigen Start kommen zwei Modelle mit sechs Kernen in den Handel. Die Gerüchteküche hatte vorab auch etwas von zwei weiteren Prozessoren berichtet, zudem sollte es einen Ableger mit vier Kernen und Turbo [2] geben. Diese sind mitunter jedoch deutlich verschoben worden, heißt es aus herstellernahen Kreisen. In der Telefonkonferenz von AMD zu den neuen Prozessoren umging man die Frage nach einem Quad-Core-Prozessor mit Turbo mehrmals und lies die Journalisten mit der typischen Floskel „we don't talk about unanounced products“ im Regen stehen.
AMD Phenom II X6 1090T Black Edition
Neben den sechs Kernen ist die beeindruckende Steigerung vor allem im Bereich der Leistungsaufnahme zu suchen. Mit der identischen TDP kann ab heute ein Phenom II X6 dauerhaft mit 3,2 GHz agieren, was vor einem halben Jahr gerade noch für vier Kerne galt. Ein nagelneues Stepping vom Typ „E0“ trägt bei den „Thuban“ unter anderem dazu bei.
Angriff von AMD auf den Core i7
Das Ziel der in der zehnten und zwölften Woche dieses Jahres gefertigten und somit nagelneuen Prozessoren, die ComputerBase vorlagen, ist von AMD klar definiert: Man soll die kleineren Lynnfield-Prozessoren sowohl in Leistung als auch im Preis schlagen. Das Flaggschiff tritt direkt gegen den Core i7-860, einen 2,8 GHz schnellen Quad-Core-Prozessor, an. Was auf den ersten Blick nach einem ungleichen Duell aussieht, relativiert sich schnell. Denn der „Lynnfield“ agiert mit einem starken Turbo, kann dank HyperThreading acht Threads für Anwendungen auffahren und wusste auch sonst bisher im Bereich der Performance zu überzeugen. Hinzu kam eine geringe Leistungsaufnahme, mit der sich bisherige AMD-CPUs nicht messen konnten. Der „Thuban“ schickt sich an, genau diese Punkte, in denen man bisher im Rückstand lag, anzugreifen.
Und während man diese Problemfelder angreift, wird man Intel auch weiterhin über den Preis sticheln. Denn die Core i7 sind zwar schnell, günstig sind sie jedoch nicht. Die Phenom II X6 nehmen mit Preisen von etwa 190 Euro für den 1055T und 280 Euro für das Flaggschiff 1090T den Core i7-860 für 240 Euro genau in die Zange. Und da wir diesen Intel-Prozessor noch nicht getestet hatten, haben wir für den direkten Schlagabtausch noch kurzfristig ein Sample organisiert. Auf in den Kampf!
„Turbo CORE“-Technologie
Neben den sechs Kernen ist die wichtigste Neuerung im AMD-Desktop-Segment in diesem Frühjahr die „Turbo CORE“-Technologie. Diese sorgt dafür, dass jeweils die Hälfte der verfügbaren Prozessorkerne um 400 respektive 500 MHz zum Basistakt angehoben wird. Im gleichen Atemzug werden die verbliebenen Kerne auf minimal 800 MHz herunter getaktet. Dafür wird jeweils auch mit der Spannung gespielt, was jedoch von AMD clever gelöst wird. Während die Default-Spannung unseres Test-Modells in Form des Flaggschiffs Phenom II X6 1090T Black Edition bei knapp 1,3 Volt liegt, taktet sich die Hälfte der Kerne im Turbo-Modus hoch und benötigt dafür bis zu 1,45 Volt. Die anderen werden derweil in den Cool'n'Quiet-Modus versetzt und auf bis zu 800 MHz herunter getaktet. Dabei agieren sie mit einer Spannung um 1,2 Volt. Welche Kerne den Turbo einsetzen, ist zudem völlig unabhängig. Jeder Kern kann bis zum maximalen Turbo takten – je nachdem wie beispielsweise das Betriebssystem die Threads handhabt.
AMDs Turbo CORE
Als Voraussetzung für den AMD-Turbo-Modus muss nur ein BIOS-Update des Mainboards zur Verfügung stehen. Dieses BIOS sollte mindestens die Version 3.6.6.0 der AMD Generic Encapsulated Software Architecture (AGESA) beinhalten. Diese Sammlung an Microcodes enthält alle wichtigen Informationen zu den Prozessoren, was bei der Anzahl der Kerne beginnt, über das Stepping und die Revision fortgesetzt wird und schlussendlich auch die Turbo-Funktion beinhaltet.
AGESA-Version 3.6.9.0 AGESA-Version 3.7.0.0
Die Version 3.6.6.0 ist aber nur der Grundstein, der aktuell dafür sorgt, dass insbesondere ältere Platinen mit dem Sechs-Kern-Prozessor inklusive Turbo umgehen können. Dies schließt auch unser verwendetes Asus M4A79T Deluxe auf Basis des AMD-790FX-Chipsatzes ein, das bereits auf die AGESA-Version 3.6.9.0 setzt. Diese Platinen erlauben zu Beginn aber quasi keinerlei Einstellungsmöglichkeiten – es muss schlichtweg funktionieren, was sich in Windows aber sehr leicht nachweisen lässt.
Takt für den Turbo selbst bestimmen Übertakten leichtgemacht
Eine der neuen AMD-890FX-Platinen setzt bereits auf AGESA 3.7.0.0. Das BIOS unseres Asus Crosshair IV Formula erlaubt dank dem neuesten Update allerlei Möglichkeiten zur Einstellung der besagten Technologie. Neben der simplen Aktivierung bzw. Deaktivierung des Turbo-Modus' kann man diesen auch selbst in die Schranken weisen. Dafür kann man den Multiplikator des Prozessors im Turbo-Modus selbst bestimmen, was dank eines Phenom II X6 1090T Black Edition mit frei wählbarem Multiplikator zu einem Kinderspiel wird. Und da dies sowohl für den Taktbereich nach oben und unten gilt, lässt sich so kinderleicht jedes kleinere Modell des Phenom II X6 präzise simulieren.
Für den kleinen Vorgeschmack haben wir einige Tests aus unserem großen Parcours ausgekoppelt. Diese zeigen in Form der klassischen Single-Threaded-Anwendung „Lame“, dass dank Turbo beachtliche Steigerungen möglich sind. Auch zeigen sich die Unterschiede auf, denn das Flaggschiff gibt dem einen Kern nur ein Plus von 400 MHz mit auf den Weg, der kleinere Ableger immerhin 500 MHz zusätzlich. Am Ende steht deshalb bei diesem Modell eine 13 Prozent schnellere Performance auf dem Papier.
„Turbo CORE“ – Einzeltests
Lame:
AMD Phenom II X6 1090T, 3,2 GHz, AMD 890FX, Turbo ein
181
AMD Phenom II X6 1055T, 2,8 GHz, AMD 890FX, Turbo ein
197
AMD Phenom II X6 1090T, 3,2 GHz, AMD 890FX, Turbo aus
202
AMD Phenom II X6 1055T, 2,8 GHz, AMD 890FX, Turbo aus
Mischt man das Bild mit Anwendungen, die von mehr Kernen profitieren oder auch aktuellen Spielen in hoher Auflösung, ergibt sich quasi kein Vorteil mehr. Diese Erkenntnis ist insofern wichtig und zeigt, dass man den Turbo-Modus von AMD und Intel nicht vergleichen kann. Denn Intels Turbo zündet selbst bei Last auf allen Kernen noch und gibt diesen, beispielsweise beim Core i7-870, ständig 266 MHz mehr Takt mit auf den Weg.
Neue Chipsätze
Nach fast 2,5 Jahren erfährt auch die High-End-Palette wieder ein Update im Bereich der Chipsätze. Der 890FX-Chip löst als Northbridge den 790FX ab, die SB850 hält ebenfalls Einzug in das Segment. Diese ist insbesondere interessant, bietet sie doch nativen Support für SATA mit 6 GBit/s.
Beim High-End-Chipsatz 890FX trifft man viele Dinge wieder, die man vom 790FX bereits kennt. Insgesamt 42 Lanes sorgen dafür, dass man zwei Grafikkarten mit jeweils vollen 16 Lanes ansprechen kann, oder, wenn man sich an vier Grafiklösungen probieren will, diese mit jeweils acht Lanes elektrisch versorgt werden. Neu in der 890FX-Northbridge ist die Virtualisierungsfunktion IOMMU 1.2, die vorerst nur in diesem Chipsatz zu finden sein wird.
AMDs 890FX-Chisatz
Der Chipsatz 890FX wird wie sein Vorgänger weiterhin in 65 nm bei TSMC gefertigt. Die TDP-Spezifizierung sieht maximal 19,6 Watt vor, was gut ein Viertel unter dem Vorgänger liegt. Zusammen mit der Southbridge SB850, die ebenfalls in 65 nm gefertigt wird, dessen Vorgänger aber noch in 130 nm angetreten ist, soll sich einiges an Energie einsparen lassen können.
Neben dem High-End-Ableger 890FX verstärken die beiden Chipsätze 880G und 870 das Portfolio. Der 880G wird dabei der dritte Chipsatz binnen eines Jahres, der auf der Radeon HD 4200 basiert. Er unterscheidet sich vom 890GX [3] und dem 785G [4] erneut nur durch den Takt der integrierten Grafik. Der AMD 870 verzichtet hingegen auf die Grafiklösung und ist für Einsteigersysteme gedacht. Er bietet maximal einen PCI-Express-Slot, der mit vollen 16 Lanes gespeist wird. Den Boardpartnern obliegt, ob sie die günstigeren Chipsätze mit der SB850 paaren wollen. Als Alternative könnten auch Lösungen mit dem Vorgänger SB710 angeboten werden. Die in den letzten Wochen vermutete Southbridge SB810 [3] ist bisher noch eine reine Wunschvorstellung.
Testsystem
Fast 60 Prozessoren hat unser Testsystem im letzten Jahr gesehen; Zeit um die älteren Modelle auszusortieren und einen neuen Anfang mit einer neuen Plattform zu starten. Dabei haben wir auch auf viele Anregungen der Leser zurückgegriffen, die wir in den letzten Monaten bekommen haben. Die größte Änderung zum Vorjahr liegt deshalb in der Grafiklösung, bei der ab sofort eine Radeon HD 5870 von MSI zum Einsatz kommt. Diese Karte zeichnet sich durch einen sehr geringen Energiebedarf im Idle aus, liefert, wenn es nötig wird, aber Leistung satt.
MSI Radeon HD 5870
Neben den notwendigen Bauteilen für jede Plattform, wie unterschiedliche Mainboards, bleibt das Netzteil mit „80Plus-Silber“-Zertifizierung das gleiche. Auch wird der „Cooler Master Stacker RC-832“ weiterhin mit seinen zwei integrierten 120-mm-Lüftern verwendet, um einen möglichst fairen und realitätsnahen Vergleich zwischen den Kontrahenten zu ermöglichen und gleichzeitig auf eventuelle thermische Probleme der Kontrahenten zu stoßen.
Als Betriebssystem setzten wir in der Neuauflage auf Windows 7 in der 64-Bit-Variante, wie die weitere verwendete Software aussieht, wird im Abschnitt Benchmarks aufgeschlüsselt. Alle sonstigen Details zum Testsystem gibt es folgend:
Komplette Aufschlüsselung des Testsystems und den verwendeten Komponenten.
Alle Athlon-II- und Phenom-II-Prozessoren wurden, sofern nicht anders angegeben, mit C&Q und C1E disabled (aus) vermessen. Eine umfassende Untersuchung zu dieser Thematik [5] hatten wir zu Beginn des Jahres 2009 im Programm. Der Speichercontroller wurde bei allen AMD-Systemen im Modus „UnGanged“ betrieben.
Der integrierte Grafikkern der Clarkdale-Prozessoren war für den Zeitraum des reinen Prozessortests deaktiviert, da die Radeon HD 5870 zum Einsatz kam. Eine Betrachtung des Prozessor inklusive der Grafikleistung liefert unsere separate Analyse [6].
Motherboard
AMD
Asus M4A79T Deluxe (AMD 790FX + SB750) – Sockel AM3 – Revision 1.01G – BIOS 2205 (28. Oktober 2009), BIOS 3004 (12. März 2010) für Phenom II X6
Asus Crosshair IV Formula (AMD 890FX + SB850) – Sockel AM3 – Revision 1.02G – BIOS 0602 (9. April 2010)
Asus M4A89GTD Pro/USB3 (AMD 890GX + SB850) – Sockel AM3 – Revision 1.01G – BIOS 1301 (12. April 2010)
Intel
Asus P6T Deluxe (Intel X58-Chipsatz) – Sockel LGA1366 – Revision 1.02G – BIOS: 2004 (28. Januar 2010)
Neben dem von Grund auf neu gestalteten Testsystem haben wir auch den Benchmarkparcours einem Update unterzogen. Nach wie vor sind einige theoretische Tests mit von der Partie, da diese in der Regel einen Schritt weiter sind als jede reale Anwendung. Dort werden neue Funktionen, die in Prozessoren einen Platz gefunden haben, als erstes in ihrer Leistungsfähigkeit geprüft. Da diese theoretischen Tests dem Anwender vor dem PC aber nicht viel nutzen, ziehen wir auch viele Praxis-Anwendungen zu Rate. Dazu gehören heutzutage in erster Linie vielfältige Multimedia-Anwendungen, aber auch alltägliche Dinge wie das Packen von Dateien. Abgerundet wird der Test von einigen Spielen. Den Testparcours haben wir in diesem Punkt geteilt. Einmal bewerten wir die Spiele in geringer Auflösung bei hohen Details ohne qualitätssteigernde Mittel (AA/AF), der zweite Teil greift auf die aktuell am meisten genutzte Auflösung von 1.680 x 1.050 Bildpunkte zurück und stellt die Performance dar, wie sie im realen Einsatz mit mindestens vierfachem AA/AF an der Tagesordnung ist.
Wie bereits in der Vergangenheit üblich, wird jeder Benchmark mehrere Male durchgeführt, um auf etwaige Ausreißer in der Performance stoßen zu können. Dieses geschieht in fast allen Anwendungen leider häufiger als erwartet, sowohl in die negative als auch in die positive Richtung. Der Mittelwert aus den fünf Tests (ohne extreme Ausreißer) wird dann in die einzelnen Diagramme übernommen.
Call of Duty: Modern Warfare 2, Vollversion, Auslieferungszustand
Colin McRae: DiRT 2, Vollversion, Auslieferungszustand
Far Cry 2, Vollversion, Auslieferungszustand, integrierter Benchmark
Resident Evil 5, Benchmark-Version
weitere benötigte Tools
CPU-Z 1.54
Core Temp 0.99.5
Fraps 3.03
Prime95 25.11
Theoretische Tests
3DMark Vantage
Nachdem der altgediente 3DMark06 schon einige Jahre auf dem Buckel hat und somit nicht nur die Grafik mittlerweile etwas angestaubt wirkt sondern darüber hinaus das CPU-Limit bei schnellen Grafikkarten immer mehr bemerkbar wird, wurde es höchste Zeit für einen Nachfolger. Der finnische Hersteller Futuremark hat dementsprechend nach einer langen Wartezeit den 3DMark Vantage auf den Markt gebracht, der von vornherein für die Direct3D-10-API programmiert worden war. Da jedoch auch dies schon einige Monate her ist, nehmen wir den Benchmark nur mit in den Parcour, da sich die Ergebnisse auch für Jedermann daheim schnell nachvollziehen lassen.
Intel Core i7-960, 3,20 GHz, DDR3-1066, Turbo & SMT ein
20.419
Intel Core i7-870, 2,93 GHz, DDR3-1333, Turbo & SMT ein
19.932
Intel Core i7-860, 2,80 GHz, DDR3-1333, Turbo & SMT ein
18.293
AMD Phenom II X6 1090T BE, 3,20 GHz, 790FX, Turbo ein
16.542
AMD Phenom II X6 1090T BE, 3,20 GHz, 890GX, Turbo ein
16.535
AMD Phenom II X6 1090T BE, 3,20 GHz, 890FX, Turbo ein
16.532
AMD Phenom II X6 1090T BE, 3,20 GHz, 890FX, Turbo aus
16.416
AMD Phenom II X6 1055T, 2,80 GHz, 890FX, Turbo ein
14.642
AMD Phenom II X6 1055T, 2,80 GHz, 890FX, Turbo aus
14.629
Intel Core i5-750, 2,66 GHz, DDR3-1333, Turbo ein
13.150
AMD Phenom II X4 965 BE, 3,40 GHz, DDR3-1333, AMD 890FX
11.809
AMD Phenom II X4 965 BE, 3,40 GHz, DDR3-1333, AMD 790FX
11.758
Intel Core 2 Quad Q9550, 2,83 GHz, DDR3-1333
11.386
Intel Core i5-661, 3,33 GHz, DDR3-1333, Turbo & SMT ein
10.024
AMD Phenom II X4 925, 2,80 GHz, DDR3-1333
9.897
Intel Core 2 Quad Q8200, 2,33 GHz, DDR3-1333
9.314
AMD Athlon II X4 620, 2,60 GHz, DDR3-1333
8.891
Intel Core 2 Quad Q6600, 2,40 GHz, DDR3-1066
8.887
Intel Core i3-530, 2,93 GHz, DDR3-1333, SMT ein
8.737
AMD Phenom II X3 720 BE, 2,80 GHz, DDR3-1333
7.427
AMD Athlon II X3 435, 2,90 GHz, DDR3-1333
7.226
Intel Core 2 Duo E8600, 3,33 GHz, DDR3-1333
7.017
Intel Core 2 Duo E8400, 3,00 GHz, DDR3-1333
6.248
Intel Pentium G6950, 2,80 GHz, DDR3-1066
5.846
Intel Core 2 Duo E7400, 2,80 GHz, DDR3-1066
5.606
AMD Phenom II X2 550 BE, 3,10 GHz, DDR3-1333
5.395
AMD Athlon II X2 250, 3,00 GHz, DDR3-1333
5.022
Angaben in Punkten
Cinebench
Das populäre, aus Deutschland stammende Maxon Cinema4D ist in unserem Benchmarkparcours in Form von Cinebench R10 vertreten. Die Software nutzt zum Raytracing bis zu 16 Prozessoren und profitiert damit von allen derzeit am Markt erhältlichen Desktop-Prozessoren von AMD oder Intel. In unserem Test präsentieren wir die Mitte 2007 veröffentlichte Version Cinebench R10. Wie üblich zeigen die Diagramme einerseits den Test mit nur einem Prozessorkern, zum anderen auch den Multi-Core-Test, der auch Hyper-Threading nutzt.
Intel Core i7-960, 3,20 GHz, DDR3-1066, Turbo & SMT ein
19.223
Intel Core i7-870, 2,93 GHz, DDR3-1333, Turbo & SMT ein
19.055
AMD Phenom II X6 1090T BE, 3,20 GHz, 790FX, Turbo ein
18.938
AMD Phenom II X6 1090T BE, 3,20 GHz, 890FX, Turbo ein
18.642
AMD Phenom II X6 1090T BE, 3,20 GHz, 890GX, Turbo ein
18.604
AMD Phenom II X6 1090T BE, 3,20 GHz, 890FX, Turbo aus
18.463
Intel Core i7-860, 2,80 GHz, DDR3-1333, Turbo & SMT ein
17.397
AMD Phenom II X6 1055T, 2,80 GHz, 890FX, Turbo ein
16.827
AMD Phenom II X6 1055T, 2,80 GHz, 890FX, Turbo aus
16.365
AMD Phenom II X4 965 BE, 3,40 GHz, DDR3-1333, AMD 790FX
14.501
AMD Phenom II X4 965 BE, 3,40 GHz, DDR3-1333, AMD 890FX
14.438
Intel Core i5-750, 2,66 GHz, DDR3-1333, Turbo ein
14.232
Intel Core 2 Quad Q9550, 2,83 GHz, DDR3-1333
11.970
AMD Phenom II X4 925, 2,80 GHz, DDR3-1333
11.719
Intel Core i5-661, 3,33 GHz, DDR3-1333, Turbo & SMT ein
11.022
Intel Core 2 Quad Q8200, 2,33 GHz, DDR3-1333
10.294
AMD Athlon II X4 620, 2,60 GHz, DDR3-1333
10.148
Intel Core 2 Quad Q6600, 2,40 GHz, DDR3-1066
9.890
Intel Core i3-530, 2,93 GHz, DDR3-1333, SMT ein
9.380
AMD Phenom II X3 720 BE, 2,80 GHz, DDR3-1333
8.934
AMD Athlon II X3 435, 2,90 GHz, DDR3-1333
8.401
Intel Core 2 Duo E8600, 3,33 GHz, DDR3-1333
8.030
Intel Pentium G6950, 2,80 GHz, DDR3-1066
7.353
Intel Core 2 Duo E8400, 3,00 GHz, DDR3-1333
7.257
AMD Phenom II X2 550 BE, 3,10 GHz, DDR3-1333
7.073
Intel Core 2 Duo E7400, 2,80 GHz, DDR3-1066
6.683
AMD Athlon II X2 250, 3,00 GHz, DDR3-1333
6.585
Angaben in Punkten
SiSoft Sandra 2010
Egal ob es um Mainboard, Speicher, Festplatte, Peripherie, Steckkarten, Prozessor, Netzwerk, Schnittstellen, BIOS, Windows oder DirectX geht, SiSoft Sandra hat umfangreiche Antworten parat. Für einen Großteil der Hardware im PC gibt es zudem Benchmark-Tests, mit denen sich der PC auf seine Performance im Vergleich zu einigen Referenz-Rechnern testen lässt. All' diese Werte sind jedoch fast ausschließlich rein theoretischer Natur und haben wenig Bezug zur Praxis, jedoch lassen sich Prozessoren in ihren theoretischen Möglichkeiten gut vergleichen. Auch bieten Programme wie Sandra meist deutlich eher Möglichkeiten, neu integrierte Features von Prozessoren zu testen, ehe diese in Monaten oder Jahren in wirklichen Programmen integriert sind. Wir haben uns aus dem umfangreichen Repertoire für die Tests Arithmetik, Kryptografie sowie für die Speicherbandbreite entschieden. Es kommt die Version 16.11 vom 3. Dezember 2009 zum Einsatz.
Der „x264 HD Benchmark“ wurde von den Kollegen von Tech ARP entwickelt und wird dort auch zum Download bereitgestellt [13]. In mehreren wiederholten Tests wird die Performance beim Umwandeln eines qualitativ hochwertigen Videos unter Berücksichtigung des x264-Codes aufgezeigt. Der Tests spaltet sich dabei in zwei Teile auf, von denen wir mit der Version 3.01 sowohl den ersten und den zweiten Teil publizieren.
Seit einigen Jahren gehört SuperPi zu Tests wie das Amen in der Kirche. Leider ist der Test aufgrund seines hohen Alters für aktuelle Prozessoren nur sehr bedingt aussagekräftig, weshalb er bei uns in Zukunft keine Beachtung mehr findet. Als Alternative bieten wir wPrime an. wPrime in der Version 2.00 ist Ende September 2008 erscheinen und liefert in unseren Augen die besten Ergebnisse, da alle Prozessorkerne bzw. Threads unter Windows voll ausgelastet und genutzt werden.
Intel Core i7-960, 3,20 GHz, DDR3-1066, Turbo & SMT ein
3:55
AMD Phenom II X6 1090T BE, 3,20 GHz, 890FX, Turbo aus
4:06
AMD Phenom II X6 1090T BE, 3,20 GHz, 890FX, Turbo ein
4:06
Intel Core i7-870, 2,93 GHz, DDR3-1333, Turbo & SMT ein
4:06
AMD Phenom II X6 1090T BE, 3,20 GHz, 890GX, Turbo ein
4:06
AMD Phenom II X6 1090T BE, 3,20 GHz, 790FX, Turbo ein
4:07
Intel Core i7-860, 2,80 GHz, DDR3-1333, Turbo & SMT ein
4:29
AMD Phenom II X6 1055T, 2,80 GHz, 890FX, Turbo aus
4:43
AMD Phenom II X6 1055T, 2,80 GHz, 890FX, Turbo ein
4:46
AMD Phenom II X4 965 BE, 3,40 GHz, DDR3-1333, AMD 790FX
5:45
AMD Phenom II X4 965 BE, 3,40 GHz, DDR3-1333, AMD 890FX
5:47
Intel Core i5-750, 2,66 GHz, DDR3-1333, Turbo ein
6:10
AMD Phenom II X4 925, 2,80 GHz, DDR3-1333
7:01
Intel Core i5-661, 3,33 GHz, DDR3-1333, Turbo & SMT ein
7:34
AMD Athlon II X4 620, 2,60 GHz, DDR3-1333
7:39
Intel Core 2 Quad Q9550, 2,83 GHz, DDR3-1333
8:09
Intel Core i3-530, 2,93 GHz, DDR3-1333, SMT ein
8:56
Intel Core 2 Quad Q8200, 2,33 GHz, DDR3-1333
9:14
AMD Athlon II X3 435, 2,90 GHz, DDR3-1333
9:18
Intel Core 2 Quad Q6600, 2,40 GHz, DDR3-1066
9:29
AMD Phenom II X3 720 BE, 2,80 GHz, DDR3-1333
9:31
Intel Pentium G6950, 2,80 GHz, DDR3-1066
12:35
AMD Phenom II X2 550 BE, 3,10 GHz, DDR3-1333
12:52
Intel Core 2 Duo E8600, 3,33 GHz, DDR3-1333
12:57
AMD Athlon II X2 250, 3,00 GHz, DDR3-1333
13:15
Intel Core 2 Duo E8400, 3,00 GHz, DDR3-1333
14:23
Intel Core 2 Duo E7400, 2,80 GHz, DDR3-1066
15:24
Angaben in Minuten, Sekunden
WinRAR
Obwohl 7-Zip kostenlos und in Sachen Kompressionsrate vielen Konkurrenten überlegen ist, kommt die Software in Sachen Verbreitung bei Weitem nicht an WinRAR heran, das in Form von RAR seit DOS und Windows 3.1 verfügbar ist. Mittlerweile ist WinRAR zwar in der Lage neben rar auch andere Formate wie beispielsweise 7z zu entpacken, zum Komprimieren stehen allerdings nur rar und zip zur Verfügung. Seit WinRAR 3.60 [15] bietet nun auch der beliebte Packer Multi-Core-Support. Anzumerken ist dem Programm, dass mit jeder neuen Version und schnelleren Prozessoren alles ein klein wenig schneller und besser komprimiert wird, so dass der Vorsprung von 7-Zip deutlich geringer geworden ist. Das Programm in der Version 3.91 muss in diesem Abschnitt den integrierten Test hinter sich bringen, der Teil für die praxisnahe Anwendung folgt in einem separaten Abschnitt.
Autodesk 3ds Max 2010 mit „SPECapc for 3ds Max 9“ Autodesk 3ds Max ist eine umfassende Lösung für 3D-Modellierung, -Animation und -Rendering, das von führenden Unternehmen in der Spieleentwicklung, der Film- und Fernsehindustrie und im digitalen Publishing eingesetzt wird. In unserem Test vereinen wir die aktuelle Version 3ds Max 2010 [17] mit einem Benchmark von SPEC, der Standard Performance Evaluation Corporation. SPEC stellt für 3ds Max einen separaten Teil bereit, der sich „SPECapc for 3ds Max 9“ [18] nennt. Dieses Paket beinhaltet das Projekt „Space_flyby_mentalray“, welches wir in der Auflösung von 1.920 x 1.200 Bildpunkten rendern lassen und die dafür benötigte Zeit angeben.
Intel Core i7-960, 3,20 GHz, DDR3-1066, Turbo & SMT ein
3:37
AMD Phenom II X6 1090T BE, 3,20 GHz, 790FX, Turbo ein
3:39
AMD Phenom II X6 1090T BE, 3,20 GHz, 890GX, Turbo ein
3:39
AMD Phenom II X6 1090T BE, 3,20 GHz, 890FX, Turbo aus
3:39
AMD Phenom II X6 1090T BE, 3,20 GHz, 890FX, Turbo ein
3:40
Intel Core i7-870, 2,93 GHz, DDR3-1333, Turbo & SMT ein
3:47
Intel Core i7-860, 2,80 GHz, DDR3-1333, Turbo & SMT ein
4:07
AMD Phenom II X6 1055T, 2,80 GHz, 890FX, Turbo ein
4:11
AMD Phenom II X6 1055T, 2,80 GHz, 890FX, Turbo aus
4:11
AMD Phenom II X4 965 BE, 3,40 GHz, DDR3-1333, AMD 790FX
5:09
AMD Phenom II X4 965 BE, 3,40 GHz, DDR3-1333, AMD 890FX
5:11
Intel Core i5-750, 2,66 GHz, DDR3-1333, Turbo ein
5:20
Intel Core 2 Quad Q9550, 2,83 GHz, DDR3-1333
5:53
AMD Phenom II X4 925, 2,80 GHz, DDR3-1333
6:17
AMD Athlon II X4 620, 2,60 GHz, DDR3-1333
6:42
Intel Core 2 Quad Q8200, 2,33 GHz, DDR3-1333
6:42
Intel Core 2 Quad Q6600, 2,40 GHz, DDR3-1066
6:54
Intel Core i5-661, 3,33 GHz, DDR3-1333, Turbo & SMT ein
6:59
AMD Athlon II X3 435, 2,90 GHz, DDR3-1333
8:02
AMD Phenom II X3 720 BE, 2,80 GHz, DDR3-1333
8:14
Intel Core i3-530, 2,93 GHz, DDR3-1333, SMT ein
8:14
Intel Core 2 Duo E8600, 3,33 GHz, DDR3-1333
9:12
Intel Core 2 Duo E8400, 3,00 GHz, DDR3-1333
10:14
Intel Pentium G6950, 2,80 GHz, DDR3-1066
10:41
Intel Core 2 Duo E7400, 2,80 GHz, DDR3-1066
10:59
AMD Phenom II X2 550 BE, 3,10 GHz, DDR3-1333
11:15
AMD Athlon II X2 250, 3,00 GHz, DDR3-1333
11:39
Angaben in Minuten, Sekunden
LAME
LAME [19] ist ein MP3-Encoder der Spitzenklasse, der dazu auch noch Freeware ist. Also wer immer seine beliebtesten Audio-CDs als MP3 auf dem Rechner überspielen möchte, mit diversen Einstellungen und Funktionen, der ist mit diesem Tool vollends bedient. Wir wandeln mit der Version 3.98.2 eine 700 MByte große Audio-Datei in eine MP3-Datei um, die eine Qualität von 192 kBit/s bietet. Die für das Erstellen dieser Datei benötigten Zeit mittels LAME wird von uns aufgezeichnet. Dabei wird schnell klar, dass das Programm nicht von mehreren Kernen profitiert, sondern der Takt eine wesentliche Rolle spielt.
Intel Core i7-870, 2,93 GHz, DDR3-1333, Turbo & SMT ein
2:36
Intel Core i5-661, 3,33 GHz, DDR3-1333, Turbo & SMT ein
2:37
Intel Core i7-960, 3,20 GHz, DDR3-1066, Turbo & SMT ein
2:39
Intel Core i7-860, 2,80 GHz, DDR3-1333, Turbo & SMT ein
2:41
Intel Core 2 Duo E8600, 3,33 GHz, DDR3-1333
2:44
Intel Core i5-750, 2,66 GHz, DDR3-1333, Turbo ein
2:54
AMD Phenom II X6 1090T BE, 3,20 GHz, 790FX, Turbo ein
3:01
AMD Phenom II X6 1090T BE, 3,20 GHz, 890FX, Turbo ein
3:01
AMD Phenom II X6 1090T BE, 3,20 GHz, 890GX, Turbo ein
3:01
Intel Core i3-530, 2,93 GHz, DDR3-1333, SMT ein
3:08
AMD Phenom II X4 965 BE, 3,40 GHz, DDR3-1333, AMD 790FX
3:11
AMD Phenom II X4 965 BE, 3,40 GHz, DDR3-1333, AMD 890FX
3:11
Intel Core 2 Duo E8400, 3,00 GHz, DDR3-1333
3:12
Intel Core 2 Duo E7400, 2,80 GHz, DDR3-1066
3:15
AMD Phenom II X6 1055T, 2,80 GHz, 890FX, Turbo ein
3:17
Intel Pentium G6950, 2,80 GHz, DDR3-1066
3:18
AMD Phenom II X6 1090T BE, 3,20 GHz, 890FX, Turbo aus
3:22
Intel Core 2 Quad Q9550, 2,83 GHz, DDR3-1333
3:25
AMD Phenom II X2 550 BE, 3,10 GHz, DDR3-1333
3:29
AMD Athlon II X2 250, 3,00 GHz, DDR3-1333
3:37
AMD Athlon II X3 435, 2,90 GHz, DDR3-1333
3:44
AMD Phenom II X6 1055T, 2,80 GHz, 890FX, Turbo aus
3:51
AMD Phenom II X4 925, 2,80 GHz, DDR3-1333
3:52
AMD Phenom II X3 720 BE, 2,80 GHz, DDR3-1333
3:52
Intel Core 2 Quad Q8200, 2,33 GHz, DDR3-1333
3:54
Intel Core 2 Quad Q6600, 2,40 GHz, DDR3-1066
3:55
AMD Athlon II X4 620, 2,60 GHz, DDR3-1333
4:09
Angaben in Minuten, Sekunden
MainConcept H.264/AVC Pro
Zum Videos bearbeiten nutzen wir das Programm MainConcept [21] in der Version 1.61 vom gleichnamigen deutschen Unternehmen. Um dem aktuellen Stand der Dinge gerecht zu werden, verwenden wir die Reference-Version inklusive des Plug-Ins für H.264/AVC Pro. Damit wandeln wir knapp 4 GByte großes Rohmaterial von einer Videokamera in ein handliches H.264-Format mit einer Größe von lediglich noch 470 MByte um und geben die dafür benötigte Zeit an.
Intel Core i7-960, 3,20 GHz, DDR3-1066, Turbo & SMT ein
7:08
Intel Core i7-870, 2,93 GHz, DDR3-1333, Turbo & SMT ein
7:22
AMD Phenom II X6 1090T BE, 3,20 GHz, 790FX, Turbo ein
7:36
AMD Phenom II X6 1090T BE, 3,20 GHz, 890FX, Turbo ein
7:45
AMD Phenom II X6 1090T BE, 3,20 GHz, 890GX, Turbo ein
7:49
AMD Phenom II X6 1090T BE, 3,20 GHz, 890FX, Turbo aus
7:52
Intel Core i7-860, 2,80 GHz, DDR3-1333, Turbo & SMT ein
8:08
AMD Phenom II X6 1055T, 2,80 GHz, 890FX, Turbo ein
8:34
AMD Phenom II X6 1055T, 2,80 GHz, 890FX, Turbo aus
8:51
AMD Phenom II X4 965 BE, 3,40 GHz, DDR3-1333, AMD 890FX
8:55
Intel Core i5-750, 2,66 GHz, DDR3-1333, Turbo ein
8:58
AMD Phenom II X4 965 BE, 3,40 GHz, DDR3-1333, AMD 790FX
9:01
Intel Core i5-661, 3,33 GHz, DDR3-1333, Turbo & SMT ein
10:31
AMD Phenom II X4 925, 2,80 GHz, DDR3-1333
10:49
Intel Core 2 Quad Q9550, 2,83 GHz, DDR3-1333
11:48
AMD Athlon II X4 620, 2,60 GHz, DDR3-1333
11:57
Intel Core i3-530, 2,93 GHz, DDR3-1333, SMT ein
12:12
AMD Phenom II X3 720 BE, 2,80 GHz, DDR3-1333
12:57
AMD Athlon II X3 435, 2,90 GHz, DDR3-1333
13:05
Intel Core 2 Quad Q8200, 2,33 GHz, DDR3-1333
13:29
Intel Core 2 Quad Q6600, 2,40 GHz, DDR3-1066
13:52
Intel Pentium G6950, 2,80 GHz, DDR3-1066
15:19
Intel Core 2 Duo E8600, 3,33 GHz, DDR3-1333
15:28
AMD Phenom II X2 550 BE, 3,10 GHz, DDR3-1333
16:19
AMD Athlon II X2 250, 3,00 GHz, DDR3-1333
17:08
Intel Core 2 Duo E8400, 3,00 GHz, DDR3-1333
17:10
Intel Core 2 Duo E7400, 2,80 GHz, DDR3-1066
18:43
Angaben in Minuten, Sekunden
Paint.NET
Das von Studenten der Washington State University entwickelte Paint.NET [22] war ursprünglich als Ersatz für das Windows XP integrierte Paint von Microsoft gedacht. In den letzten Monaten und Jahren ist es zu einem ausgewachsenen Programm gereift, dass sich selbst mit teuren Lösungen messen kann. Wir verwenden die etwas ältere Version 3.36, da die Variante 3.5.1 mit dem Benchmarktool PDNBench 3.20 [23] nicht zusammen arbeiten wollte. Dieses kleine Tool simuliert diverse Anwendungen, die man im Hauptprogramm vornehmen kann, und gibt am Ende die dafür benötigte Zeit aus. Per selbst erstelltem Script läuft der Test drei Mal in Folge durch, der Mittelwert landet am Ende in unserem Diagramm.
Mit SPECjvm2008 stellt die Standard Performance Evaluation Corporation (SPEC) einen von AMD, Bea, Hewlett-Packard, IBM, Intel und Sun in Zusammenarbeit mit SPEC entwickelten Benchmark für die Performance von Systemen unter Java zur Verfügung. Dabei ist sowohl der Prozessor mit allen Kernen als auch das Speicherinterface gefordert. Wir nutzen den integrierten Base-Run über fast ein Dutzend verschiedene Anwendungen, der einen Überblick über nahezu alle möglichen Funktionen schafft und am Ende ein vergleichbares Ergebnis ausliefert.
SPECjvm2008 SPECjvm2008 SPECjvm2008 bei Core i7-980X
Intel Core i7-960, 3,20 GHz, DDR3-1066, Turbo & SMT ein
150,59
AMD Phenom II X6 1090T BE, 3,20 GHz, 790FX, Turbo ein
148,66
AMD Phenom II X6 1090T BE, 3,20 GHz, 890GX, Turbo ein
147,02
AMD Phenom II X6 1090T BE, 3,20 GHz, 890FX, Turbo ein
146,72
AMD Phenom II X6 1090T BE, 3,20 GHz, 890FX, Turbo aus
146,10
Intel Core i7-870, 2,93 GHz, DDR3-1333, Turbo & SMT ein
141,95
Intel Core i7-860, 2,80 GHz, DDR3-1333, Turbo & SMT ein
133,55
AMD Phenom II X6 1055T, 2,80 GHz, 890FX, Turbo ein
132,91
AMD Phenom II X6 1055T, 2,80 GHz, 890FX, Turbo aus
130,59
AMD Phenom II X4 965 BE, 3,40 GHz, DDR3-1333, AMD 790FX
112,85
AMD Phenom II X4 965 BE, 3,40 GHz, DDR3-1333, AMD 890FX
111,48
Intel Core i5-750, 2,66 GHz, DDR3-1333, Turbo ein
108,50
AMD Phenom II X4 925, 2,80 GHz, DDR3-1333
94,92
Intel Core 2 Quad Q9550, 2,83 GHz, DDR3-1333
92,17
AMD Athlon II X4 620, 2,60 GHz, DDR3-1333
87,35
Intel Core i5-661, 3,33 GHz, DDR3-1333, Turbo & SMT ein
84,44
Intel Core 2 Quad Q8200, 2,33 GHz, DDR3-1333
81,10
Intel Core 2 Quad Q6600, 2,40 GHz, DDR3-1066
81,03
AMD Phenom II X3 720 BE, 2,80 GHz, DDR3-1333
75,95
AMD Athlon II X3 435, 2,90 GHz, DDR3-1333
75,43
Intel Core i3-530, 2,93 GHz, DDR3-1333, SMT ein
73,62
Intel Core 2 Duo E8600, 3,33 GHz, DDR3-1333
65,02
Intel Core 2 Duo E8400, 3,00 GHz, DDR3-1333
59,13
AMD Phenom II X2 550 BE, 3,10 GHz, DDR3-1333
58,53
Intel Pentium G6950, 2,80 GHz, DDR3-1066
56,65
Intel Core 2 Duo E7400, 2,80 GHz, DDR3-1066
53,48
AMD Athlon II X2 250, 3,00 GHz, DDR3-1333
46,16
Angaben in Operations per Minute
TrueCrypt
TrueCrypt ist ein Open-Source-Verschlüsselungstool, welches seit der Version 6.0 auch Multi-Core-Unterstützung bietet, welche dem Programm auf Dual-/Mehrkern- oder Multi-Prozessor-Systemen zu einer deutlich verbesserten Performance bei der Ver- und Entschlüsselung der Daten verhilft. Wie verwenden den integrierten AES-Benchmark-Test mit einem 100-MB-File.
Obwohl 7-Zip kostenlos und in Sachen Kompressionsrate vielen Konkurrenten überlegen ist, kommt die Software in Sachen Verbreitung bei Weitem nicht an WinRAR heran, das in Form von RAR seit DOS und Windows 3.1 verfügbar ist. Mittlerweile ist WinRAR zwar in der Lage neben rar auch andere Formate wie beispielsweise 7z zu entpacken, zum Komprimieren stehen allerdings nur rar und zip zur Verfügung. Seit WinRAR 3.60 [14] bietet nun auch der beliebte Packer Multi-Core-Support. Anzumerken ist dem Programm, dass mit jeder neuen Version und schnelleren Prozessoren alles ein klein wenig schneller und besser komprimiert wird, so dass der Vorsprung von 7-Zip deutlich geringer geworden ist. Das Programm in der Version 3.91 muss den Programmordner „tracks“ der installierten Spiels „Colin McRea: DiRT 2“, bestehend aus 2.555 Dateien und 84 Ordnern mit einer Gesamtgröße von 2,83 GByte, bei maximalen Qualitätseinstellungen in das Format .rar komprimieren.
Intel Core i7-870, 2,93 GHz, DDR3-1333, Turbo & SMT ein
6:42
Intel Core i7-860, 2,80 GHz, DDR3-1333, Turbo & SMT ein
6:55
Intel Core i7-960, 3,20 GHz, DDR3-1066, Turbo & SMT ein
6:59
Intel Core i5-750, 2,66 GHz, DDR3-1333, Turbo ein
7:14
Intel Core 2 Quad Q9550, 2,83 GHz, DDR3-1333
8:37
AMD Phenom II X6 1090T BE, 3,20 GHz, 790FX, Turbo ein
8:44
AMD Phenom II X6 1090T BE, 3,20 GHz, 890FX, Turbo ein
9:03
AMD Phenom II X6 1090T BE, 3,20 GHz, 890FX, Turbo aus
9:03
Intel Core 2 Duo E8600, 3,33 GHz, DDR3-1333
9:06
AMD Phenom II X6 1090T BE, 3,20 GHz, 890GX, Turbo ein
9:11
AMD Phenom II X4 965 BE, 3,40 GHz, DDR3-1333, AMD 890FX
9:14
AMD Phenom II X6 1055T, 2,80 GHz, 890FX, Turbo ein
9:16
AMD Phenom II X4 965 BE, 3,40 GHz, DDR3-1333, AMD 790FX
9:30
Intel Core 2 Duo E8400, 3,00 GHz, DDR3-1333
9:34
AMD Phenom II X6 1055T, 2,80 GHz, 890FX, Turbo aus
9:38
AMD Phenom II X4 925, 2,80 GHz, DDR3-1333
10:33
Intel Core 2 Quad Q8200, 2,33 GHz, DDR3-1333
10:35
Intel Core 2 Quad Q6600, 2,40 GHz, DDR3-1066
10:40
AMD Phenom II X3 720 BE, 2,80 GHz, DDR3-1333
11:03
Intel Core i5-661, 3,33 GHz, DDR3-1333, Turbo & SMT ein
11:06
Intel Core i3-530, 2,93 GHz, DDR3-1333, SMT ein
11:44
AMD Phenom II X2 550 BE, 3,10 GHz, DDR3-1333
11:54
Intel Core 2 Duo E7400, 2,80 GHz, DDR3-1066
12:10
AMD Athlon II X4 620, 2,60 GHz, DDR3-1333
12:41
AMD Athlon II X3 435, 2,90 GHz, DDR3-1333
13:05
AMD Athlon II X2 250, 3,00 GHz, DDR3-1333
13:38
Intel Pentium G6950, 2,80 GHz, DDR3-1066
14:04
Angaben in Minuten, Sekunden
PCMark Vantage
Etwas über zwei Jahre nach der Vorstellung des PCMark05, dem Futuremark-Benchmark zur Beurteilung der Leistung eines Rechners in verschiedensten Anwendungsszenarien, stellt der finnische Hersteller den PCMark07, „PCMark Vantage“ genannt, vor. Einmal mehr sollen Privatanwender und Firmen anhand eines kompakten Programms in der Lage sein, die Leistung eines Rechners auf Grundlage einer breiten Basis an Tests möglichst objektiv bewerten zu können. Alle Details zu dem neuen Benchmark stellt unser Artikel zu PCMark Vantage [25] bereit.
Intel Core i7-960, 3,20 GHz, DDR3-1066, Turbo & SMT ein
8.578
Intel Core i5-661, 3,33 GHz, DDR3-1333, Turbo & SMT ein
8.334
AMD Phenom II X6 1090T BE, 3,20 GHz, 890FX, Turbo ein
8.124
Intel Core i7-870, 2,93 GHz, DDR3-1333, Turbo & SMT ein
8.122
AMD Phenom II X6 1090T BE, 3,20 GHz, 890FX, Turbo aus
8.102
Intel Core i7-860, 2,80 GHz, DDR3-1333, Turbo & SMT ein
8.095
AMD Phenom II X4 965 BE, 3,40 GHz, DDR3-1333, AMD 790FX
8.019
AMD Phenom II X6 1090T BE, 3,20 GHz, 890GX, Turbo ein
7.919
AMD Phenom II X6 1090T BE, 3,20 GHz, 790FX, Turbo ein
7.906
Intel Core i5-750, 2,66 GHz, DDR3-1333, Turbo ein
7.800
AMD Phenom II X4 965 BE, 3,40 GHz, DDR3-1333, AMD 890FX
7.789
AMD Phenom II X6 1055T, 2,80 GHz, 890FX, Turbo ein
7.682
AMD Phenom II X6 1055T, 2,80 GHz, 890FX, Turbo aus
7.592
Intel Core i3-530, 2,93 GHz, DDR3-1333, SMT ein
7.279
AMD Phenom II X4 925, 2,80 GHz, DDR3-1333
7.046
AMD Phenom II X3 720 BE, 2,80 GHz, DDR3-1333
6.788
Intel Core 2 Quad Q9550, 2,83 GHz, DDR3-1333
6.766
AMD Athlon II X4 620, 2,60 GHz, DDR3-1333
6.745
AMD Athlon II X3 435, 2,90 GHz, DDR3-1333
6.535
Intel Core 2 Duo E8600, 3,33 GHz, DDR3-1333
6.269
Intel Core 2 Quad Q8200, 2,33 GHz, DDR3-1333
6.238
Intel Core 2 Quad Q6600, 2,40 GHz, DDR3-1066
6.224
AMD Phenom II X2 550 BE, 3,10 GHz, DDR3-1333
6.015
AMD Athlon II X2 250, 3,00 GHz, DDR3-1333
5.936
Intel Core 2 Duo E8400, 3,00 GHz, DDR3-1333
5.936
Intel Pentium G6950, 2,80 GHz, DDR3-1066
5.560
Intel Core 2 Duo E7400, 2,80 GHz, DDR3-1066
5.382
Angaben in Punkten
Spiele (800x600)
In diesem ersten Abschnitt wollen wir die Performance der Spiele bei geringer Auflösung von 800 x 600 Bildpunkten mit aber hohen Details zeigen. Dies soll insbesondere die Limitierung der Grafikkarte zurückschrauben, wirklich entfernen kann man den Einfluss dieser aber natürlich nie. Um den Prozessor dennoch zu fordern, werden in jedem Spiele hohe Grafikeinstellungen gewählt, die Funktionen von Anti-Aliasing und Anisotrope Filterung sind jedoch immer deaktiviert.
Anno 1404
Anno 1404 ist der jüngste Spross aus der Anno-Serie, der eine große Aufgabe vor sich hat: Die drei sehr erfolgreichen Vorgänger zu toppen. Rein technisch scheint der Titel dies locker erfüllen zu können, da Anno 1404 ohne Zweifel aktuell das optisch schönste Strategiespiel ist – und das vielleicht bei weitem. Der Titel bietet sogar eine Direct3D-10-Unterstützung an, was bei Strategiespielen noch Seltenheitswert hat. Das Auge nimmt dies auf jeden Fall gerne zu Kenntnis, da Anno 1404 nicht nur eine wunderschöne Wasserdarstellung bietet, sondern auch darüber hinaus durchweg zu gefallen weiß. Wir nutzen eine von uns erstellte Karte in einem Endlos-Spiel mit einer Gesamtbevölkerung von knapp 82.000 Einwohnern, diversen Schifffahrtsrouten und regem Treiben auf nahezu allen Inseln der riesigen Karte. Dieses Szenario bringt selbst High-End-PCs zum Schwitzen. Da es in Anno 1404 direkt im Spiel keine Option für 800 x 600 Bildpunkte gibt, kommt hier die Auflösung von 1.024 x 786 Pixel bei hohen Details (ohne AA/AF) zum Einsatz.
Anno 1404
Anno 1404 (1024x768)
Durchschnitt:
AMD Phenom II X4 965 BE, 3,40 GHz, DDR3-1333, AMD 790FX
44,37
AMD Phenom II X4 965 BE, 3,40 GHz, DDR3-1333, AMD 890FX
44,21
AMD Phenom II X6 1090T BE, 3,20 GHz, 790FX, Turbo ein
43,88
AMD Phenom II X6 1090T BE, 3,20 GHz, 890GX, Turbo ein
43,67
AMD Phenom II X6 1090T BE, 3,20 GHz, 890FX, Turbo aus
42,71
AMD Phenom II X6 1090T BE, 3,20 GHz, 890FX, Turbo ein
ArmA II war im Sommer 2009 ein tragisches Beispiel dafür, wie ein zu früher Veröffentlichungstermin aus einer wahren Perle einen nur mäßigen Titel gemacht hat. Dabei hatte das Spiel ein gewaltiges Potential. Allerdings hätte es weitaus mehr Sorgfalt, also wahrscheinlich schlichtweg mehr Zeit gebraucht, um dieses zur Gänze auszuschöpfen. Nach vielen Patches läuft das Spiel heute einigermaßen, entpuppt sich nach wie vor aber als wahrer Hardwarefresser. Besonders wenn man die Sichtweite auf 10.000 Meter maximiert – dabei geht fast jeder Rechner in die Knie. Ein Grund für uns, genau dies bei hohen Details zu tun. Dafür nutzen wir die Szenario-Mission „Trial By Fire“ kurz nach der Landung mit dem Hubschrauber vor dem Dorf und nehmen mit Fraps das Aussteigen der Männer aus dem Heli, den Abflug dessen sowie das Stürmen samt Trupp auf das Dort auf. Die uns dabei zur Verfügung stehenden Bilder pro Sekunde geben wir aus.
Armed Assault 2 (ArmA II) ist kein Freund von Intels Hyper-Threading bei den Quad-Core-Prozessoren – dies hatten wir im letzten Artikel bereits klargestellt. Dies kostet beispielsweise den Core i7-870 in dieser Position mehr als 15 Prozent. Schaltet man nämlich diese Funktion ab, erreicht das besagte Vier-Kern-Modell deutlich mehr Bilder pro Sekunde, aber vor allen fallen die minimalen Frames nicht mehr so stark ab. Dies merkt man auch direkt im Spiel, kommt es einem hier und da doch einmal ruckelig vor. Die Deaktivierung von SMT umgeht dies. Dass man Hyper-Threading aber nicht komplett verteufeln sollte, zeigen die neuen Zweikerner. Diese laufen mit der Technologie durchweg schneller. Vielmehr zeigt der Benchmark deshalb eine Schwäche des Spiels auf, dass zwar für vier Kerne – egal welcher Art (real oder virtuell) – aber kaum darüber hinaus ausgelegt ist. Dem Sechs-Kern- und Zwölf-Thread-Prozessor Gulftown wird dies gar richtig zum Verhängnis.
Call of Duty: Modern Warfare 2
Vor gut zwei Jahren setzte Infinity Ward mit „Call of Duty 4 – Modern Warfare“ (ComputerBase Test [27]) neue Genre-Standards und veröffentlichte einen echten Top-Seller, der ein breites Publikum fand und in den meisten Reviews mit extrem guten Bewertungen punkten konnte. Kein Wunder also, dass die Veröffentlichung des Nachfolgetitels schon mehrere Monate vorab riesige Wellen schlug. Insgesamt ist der Nachfolger letztendlich genau das, was man vorab erwarten durfte: Ein Spiel, dass die großen Fußstapfen gebührend gefüllt hat. Wir nutzen die erste Mission des zweiten Akts, „Wolverine!“, für eine Analyse der Leistung auf aktuellen Prozessoren.
Dieses neue Rennspiels zählt zu den ersten Anwendungen, die das DirectX-11-Zeitalter auf dem PC einläuten. Inhaltlich baut Codemaster auf den Vorgänger DiRT auf, legt den Schwerpunkt also eher auf Off-Road-Rennen mit unterschiedlichen Vehikeln, anstatt einer reinen Rally-Umsetzung wie bei den ursprünglichen Titeln der Serie. Dabei macht das Spiel höllisch viel Spaß und sieht dank aktuellster Grafik-Unterstützung auch noch richtig gut aus. Wir nutzen die integrierte Benchmarkfunktion in mehreren Durchgängen auf einer Strecke in der Wüste Marokkos über lange 100 Sekunden, da sich so genauer die Höhen und Tiefen eines Kurses über lange, weitläufige Sandwege voller Rauch oder auch das Innere einer Stadt mit engen Gassen darstellen lassen.
Auch wenn der bekannte Vorgänger Far Cry noch von dem deutschen Unternehmen Crytek (nun Crysis und Crysis Warhead) entwickelt worden ist, so hat UbiSoft die Marke Far Cry nicht fallen gelassen, sondern einen zweiten Teil entwickelt, auch wenn dieser mit dem ursprünglichen Spiel nicht mehr viel gemeinsam hat. Gleich geblieben, wenn auch auf nicht ganz so hohem Niveau, ist jedoch eine sehr gute Technik, die Afrika in frischem Glanz erscheinen lässt. Dazu hat UbiSoft mit Dunia eine neue Engine entworfen, die auf dem aktuellen Stand der Technik ist. Wir verwenden von Far Cry 2 das integrierte Benchmark-Tool und testen das Spiel mit der Small-Flyby-Sequenz.
Knapp vier Jahre nach Resident Evil 4 brachte Capcom das erste Resident Evil auf die PlayStation 3 sowie Xbox 360. Doch auch die PC-Version wurde nicht vergessen, ein zusätzlicher Benchmark mit zwei separaten Tests wurde ebenfalls bereit gestellt. Diese simulieren verschiedene Szenen in mehreren Stadtteilen, wobei es fast immer auf das gleiche hinausläuft – mehr Zombies zur Strecke zu bringen. Dies alles geschieht in doch recht ansehnlicher Grafik und guter Performance, insbesondere die Skalierung über mehrere Kerne fällt äußerst positiv auf, weshalb der Benchmark hier in Form der beiden integrierten Tests seinen Platz bekommt.
Nachdem wir alle Spiele in geringer Auflösung und hohen Details betrachtet haben, wird es Zeit für die praxisgerechte Analyse. Denn niemand spielt ein aktuelles Spiel in 800 x 600, die am häufigsten genutzte Auflösung auf ComputerBase war in den letzten Monaten 1.680 x 1.050 Bildpunkte. Genau diese zeigen wir bei hohen, respektive maximalen Details einschließlich der Verwendung von Anti-Aliasing und anisotroper Filterung.
Anno 1404
Anno 1404
Anno 1404 (1680x1050)
Durchschnitt:
AMD Phenom II X6 1090T BE, 3,20 GHz, 790FX, Turbo ein
42,87
AMD Phenom II X4 965 BE, 3,40 GHz, DDR3-1333, AMD 790FX
42,85
AMD Phenom II X4 965 BE, 3,40 GHz, DDR3-1333, AMD 890FX
42,83
AMD Phenom II X6 1090T BE, 3,20 GHz, 890GX, Turbo ein
42,46
AMD Phenom II X6 1090T BE, 3,20 GHz, 890FX, Turbo aus
Das gleiche Bild wie bei 800 x 600 in diesem Benchmark wird auch hier deutlich: Intels Hyper-Threading (SMT) ist bei den realen Vier-Kern-Prozessoren nicht gern gesehen. Dieses Feature hat zur Folge, dass der Core i5 vor dem Core i7 landet. Schaltet man das SMT jedoch aus, erreicht ein Core i7-870 satte 30,45 Bilder pro Sekunde mit einem Minimum von 24 FPS, was genau das Ergebnis des vorherigen Tests bestätigt. SMT kostet den Core i7 15 Prozent ihrer Leistungsfähigkeit und damit in dieser Kategorie den Sieg. Dass man Hyper-Threading aber nicht komplett verteufeln sollte, zeigen wiederum die neuen Zweikerner. Diese laufen mit der Technologie durchweg schneller, als wenn man sie deaktiviert. Vielmehr zeigt der Benchmark deshalb eine Schwäche des Spiels auf, dass zwar für vier Kerne – egal welcher Art (real oder virtuell) – aber kaum darüber hinaus ausgelegt ist. Dem Sechs-Kern- und Zwölf-Thread-Prozessor Gulftown wird dies gar richtig zum Verhängnis.
Call of Duty: Modern Warfare 2
Call of Duty: Modern Warfare 2 (1680x1050)
Durchschnitt:
AMD Phenom II X6 1090T BE, 3,20 GHz, 890FX, Turbo aus
117,58
AMD Phenom II X4 965 BE, 3,40 GHz, DDR3-1333, AMD 890FX
117,00
AMD Phenom II X4 965 BE, 3,40 GHz, DDR3-1333, AMD 790FX
116,92
AMD Phenom II X6 1055T, 2,80 GHz, 890FX, Turbo aus
116,71
AMD Phenom II X6 1090T BE, 3,20 GHz, 890FX, Turbo ein
116,32
AMD Phenom II X6 1090T BE, 3,20 GHz, 790FX, Turbo ein
116,22
AMD Phenom II X6 1090T BE, 3,20 GHz, 890GX, Turbo ein
116,02
AMD Phenom II X6 1055T, 2,80 GHz, 890FX, Turbo ein
Da Colin McRae: DiRT 2 das neue DirectX 11 unterstützt, nutzen wir diese Funktion auch. In der typischen Auflösung für einen 22-Zoll-TFT, 1.680 x 1050 Bildpunkte, läuft das Spiel auf sehr hohen Details mit aktiviertem AA/AF mit den folgenden Frames:
Colin McRae: DiRT 2
Colin McRae: DiRT 2 (1680x1050)
Durchschnitt:
AMD Phenom II X4 965 BE, 3,40 GHz, DDR3-1333, AMD 790FX
Wie klar zu erkennen ist, limitiert die schnellste Single-GPU-Grafikkarte in der Auflösung bei maximalen Details inklusive qualitätssteigernden Mittel bei knapp 60 Bildern pro Sekunde. Vsync war zu jeder Zeit deaktiviert, es handelt sich dabei schlicht um die maximale Leistung der Grafikkarte.
Far Cry 2
Far Cry 2 (1680x1050)
Durchschnitt:
Intel Core 2 Quad Q9550, 2,83 GHz, DDR3-1333
88,25
AMD Phenom II X4 965 BE, 3,40 GHz, DDR3-1333, AMD 790FX
In unserem Rating schlüsseln wir wie in den letzten Jahren nach und nach die unterschiedlichen Bereiche auf. In das abschließende Rating fließen wie üblich nur Tests aus den Bereichen Anwendung sowie Spiele (komplett ohne Anno 1404 [28]), wobei alle anderen Segmente separat ausgegeben werden. An erster Stelle präsentieren wir dabei das Ergebnis, das den höchsten Realitätsgehalt hat, also alle Anwendungen und die Spiele in einer Auflösung von 1.680 x 1.050 Bildpunkten. Parallel dazu geben wir aber auch das Rating aus, was einen Blick mehr in die Zukunft offenbart, wenn die Anwendungen nahezu gleich bleiben, Spiele aber weiterhin nicht nur auf Grafik sondern auch auf CPUs optimiert werden. Deshalb fließen dort die Games in geringer Auflösung ohne AA/AF ein. Zur guter Letzt werden alle Bereiche (Anwendungen, Spiele) in geringer und hoher Auflösung sowie die theoretischen Tests zusammengefasst und separat ausgegeben.
Die Leistungsaufnahme wird in unserem Testparcours immer für das gesamte System angegeben. In dieser Disziplin sind alle stromsparenden Eigenschaften der jeweiligen Plattformen aktiviert, was Cool'n'Quiet, EIST, C1E und andere Dinge einschließt. Durch die moderne 40-nm-Grafikkarte, die im Idle ebenfalls einen sehr geringen Leistungsbedarf aufweist, sind teilweise deutlich niedrigere Werte als in den Jahren zuvor ermöglicht, selbst wenn man die schnellsten Prozessoren mit der aktuell besten Single-GPU-Grafik paart. Beim Test unter voller Belastung der Prozessoren verlassen wir uns auf das gute alte Prime95 in der aktuellsten Version [29]. Was das Voltcraft-Messgerät am Ende direkt an der Steckdose anzeigt, geben wir in den folgenden Diagrammen preis.
Leistungsaufnahme (komplettes System)
Idle:
Intel Core i7-860, 2,80 GHz, DDR3-1333, Turbo & SMT ein
64
Intel Pentium G6950, 2,80 GHz, DDR3-1066
64
Intel Core i7-870, 2,93 GHz, DDR3-1333, Turbo & SMT ein
65
Intel Core i5-750, 2,66 GHz, DDR3-1333, Turbo ein
65
AMD Athlon II X2 250, 3,00 GHz, DDR3-1333
70
Intel Core i5-661, 3,33 GHz, DDR3-1333, Turbo & SMT ein
70
Intel Core i3-530, 2,93 GHz, DDR3-1333, SMT ein
70
AMD Phenom II X4 965 BE, 3,40 GHz, DDR3-1333, AMD 890FX
71
AMD Phenom II X6 1090T BE, 3,20 GHz, 890FX, Turbo ein
74
AMD Phenom II X6 1090T BE, 3,20 GHz, 890FX, Turbo aus
74
AMD Phenom II X6 1055T, 2,80 GHz, 890FX, Turbo ein
74
AMD Phenom II X6 1055T, 2,80 GHz, 890FX, Turbo aus
74
Intel Core 2 Duo E7400, 2,80 GHz, DDR3-1066
74
AMD Phenom II X3 720 BE, 2,80 GHz, DDR3-1333
75
AMD Athlon II X4 620, 2,60 GHz, DDR3-1333
76
AMD Phenom II X4 965 BE, 3,40 GHz, DDR3-1333, AMD 790FX
77
AMD Phenom II X4 925, 2,80 GHz, DDR3-1333
77
AMD Phenom II X2 550 BE, 3,10 GHz, DDR3-1333
77
AMD Athlon II X3 435, 2,90 GHz, DDR3-1333
77
AMD Phenom II X6 1090T BE, 3,20 GHz, 890GX, Turbo ein
78
Intel Core 2 Quad Q8200, 2,33 GHz, DDR3-1333
79
Intel Core 2 Duo E8400, 3,00 GHz, DDR3-1333
79
Intel Core 2 Duo E8600, 3,33 GHz, DDR3-1333
79
AMD Phenom II X6 1090T BE, 3,20 GHz, 790FX, Turbo ein
80
Intel Core 2 Quad Q9550, 2,83 GHz, DDR3-1333
87
Intel Core i7-960, 3,20 GHz, DDR3-1066, Turbo & SMT ein
Was das neue Chipsatzgespann 890FX/890GX+SB850 an Leistungsaufnahme einspart, ist erstaunlich (der alte Phenom II X4 965 BE im C3-Stepping kommt in diesem Umfeld auf einen Wert, der bis zu 30 Watt unter der alten Plattform liegt). Der neue Sechs-Kern-Prozessor ordnet sich knapp über dem bisherigen Modell ein – dieselbe TDP-Klasse dürfte aus der Hinsicht also passend sein. Der Wert mag auf den ersten Blick nicht sonderlich beeindrucken, ist es angesichts von 50 Prozent mehr Kernen aber durchaus – zumal die Gesamteffizienz der Plattform im Vergleich zu früher deutlich gestiegen ist, denn die Lynnfield liegen nicht mehr in weiter Ferne, sondern es ist ein direktes Duell auf Augenhöhe geworden.
Temperatur
Parallel zur Messung der Leistungsaufnahme erfolgt die Bestimmung der maximalen Temperatur. Diese wird sowohl über Tools ausgelesen, als auch noch einmal mittels Infrarotthermometer überprüft.
Temperatur
maximale Kerntemperatur:
Intel Core 2 Duo E7400, 2,80 GHz, DDR3-1066
35
AMD Athlon II X2 250, 3,00 GHz, DDR3-1333
36
Intel Core 2 Quad Q8200, 2,33 GHz, DDR3-1333
36
AMD Phenom II X3 720 BE, 2,80 GHz, DDR3-1333
39
AMD Phenom II X2 550 BE, 3,10 GHz, DDR3-1333
39
AMD Athlon II X3 435, 2,90 GHz, DDR3-1333
39
Intel Pentium G6950, 2,80 GHz, DDR3-1066
40
AMD Phenom II X6 1055T, 2,80 GHz, 890FX, Turbo ein
42
AMD Phenom II X6 1055T, 2,80 GHz, 890FX, Turbo aus
42
AMD Phenom II X4 965 BE, 3,40 GHz, DDR3-1333, AMD 890FX
42
AMD Athlon II X4 620, 2,60 GHz, DDR3-1333
42
AMD Phenom II X6 1090T BE, 3,20 GHz, 890FX, Turbo ein
43
AMD Phenom II X6 1090T BE, 3,20 GHz, 890GX, Turbo ein
43
AMD Phenom II X6 1090T BE, 3,20 GHz, 890FX, Turbo aus
43
AMD Phenom II X4 925, 2,80 GHz, DDR3-1333
43
Intel Core i3-530, 2,93 GHz, DDR3-1333, SMT ein
43
Intel Core 2 Duo E8400, 3,00 GHz, DDR3-1333
43
AMD Phenom II X6 1090T BE, 3,20 GHz, 790FX, Turbo ein
44
Intel Core i5-661, 3,33 GHz, DDR3-1333, Turbo & SMT ein
44
Intel Core 2 Duo E8600, 3,33 GHz, DDR3-1333
44
Intel Core 2 Quad Q9550, 2,83 GHz, DDR3-1333
45
Intel Core i5-750, 2,66 GHz, DDR3-1333, Turbo ein
48
AMD Phenom II X4 965 BE, 3,40 GHz, DDR3-1333, AMD 790FX
49
Intel Core i7-860, 2,80 GHz, DDR3-1333, Turbo & SMT ein
51
Intel Core 2 Quad Q6600, 2,40 GHz, DDR3-1066
51
Intel Core i7-870, 2,93 GHz, DDR3-1333, Turbo & SMT ein
59
Intel Core i7-960, 3,20 GHz, DDR3-1066, Turbo & SMT ein
Sechs Kerne zu übertakten verspricht so einige Performancesteigerungen und ein Prozessor mit frei wählbarem Multiplikator ist dafür natürlich wie immer ein leichtes Spiel. Und ob das E0-Stepping in neuen Strukturen noch eine Schippe drauf legen kann?
Phenom II X6 1090T bei stabilen 4,2 GHz
Auch wenn die Spannung im ersten Moment sehr hoch aussieht, den neuen Phenom II X6 konnten wir im Test deutlich mehr zumuten als den älteren Modellen. Bis zu 1,60 Volt reine CPU-Spannung waren hinsichtlich der Temperatur bei sehr guter Luftkühlung kein Problem – so schafft der Prozessor, mit Steigerungen diverser weiterer Spannungen im BIOS, auch stabil 4,2 GHz über alle sechs Kerne. Die Turbo-Technologie sollte man für diese Versuche aber deaktivieren, denn nochmals 0,15 Volt mehr für weniger agierende Kerne sind dann langsam doch als kritisch anzusehen.
Wie üblich wird ein höherer Prozessortakt in erster Linie von theoretischen Tests und Anwendungen honoriert, während Spiele quasi nur noch von der Grafikkarte abhängen. Eine kleine Auswahl an Tests verdeutlicht dieses Bild:
Einzeltests (Übertakten)
Cinebench 1-CPU:
Phenom II X6 1090T BE @ 4,2 GHz, Turbo aus (1,6 Volt)
4.802
Phenom II X6 1090T BE, 890FX, Turbo ein (default)
4.140
Angaben in Punkten
Cinebench x-CPU:
Phenom II X6 1090T BE @ 4,2 GHz, Turbo aus (1,6 Volt)
23.458
Phenom II X6 1090T BE, 890FX, Turbo ein (default)
18.642
Angaben in Punkten
Paint.net:
Phenom II X6 1090T BE @ 4,2 GHz, Turbo aus (1,6 Volt)
Rechtfertigt eine 20 Prozent höhere Leistung in Anwendungen und keinerlei Gewinn in Spielen eine nahezu verdoppelte Leistungsaufnahme der CPU? Diese Frage ist mit einem klaren Nein zu beantworten. Wie üblich ist das Übertakten von bereits sehr hoch gezüchteten CPUs in unseren Augen nicht sinnvoll.
Undervolting
Auch bei sechs Kernen besteht die Hoffnung, dass man sie mit weniger Energie speisen kann. Neu ist bei den AMD-Boards die Funktion zur Spannungsanpassung über den Offset-Wert [30]. Diese haben wir in der Vergangenheit bereits mehrfach beleuchtet, ist sie für Prozessoren mit einem integrierten Turbo doch deutlich besser geeignet. Denn man senkt die Spannung immer um einen gleichen Wert, in jedem Bereich in dem der Prozessor arbeitet. Nehmen wir also eine Absenkung um 0,1 Volt, dann sinkt die Default-Spannung von 1,3 auf 1,2 Volt, der Turbo agiert statt mit 1,45 noch mit 1,35 Volt.
Phenom II X6 1090T undervoltet - Last auf alle Kerne Phenom II X6 1090T undervoltet - Last auf einen Kern
Eine manuelle Einstellung ist hingegen sehr schwer zu handhaben. Senkt man die Spannung im BIOS auf einen festen Wert von 1,2 Volt ab, agiert auch der Turbo-Modus nur mit der maximalen Spannung. Hier ist also sehr viel Fingerspitzengefühl nötig – doch es kann klappen. Die gesamte Einsparung ist bei dieser Option natürlich größer, aber auch das Risiko für einen Absturz wächst deutlich. Mit dem notwendigen Grundwissen ob dieser Funktionsweise ließ sich unser Phenom II X6 aber leicht unter 1,2 Volt betreiben, was mit einer Einsparung von elf Prozent unter voller Prozessorlast belohnt wurde.
Wir haben die aktuellen Ladenpreise für alle im Test vertretenen Prozessoren bei den günstigsten Online-Händlern herausgesucht und in einer Momentaufnahme festgehalten. Dabei wurde der Preis ausschließlich von lieferbaren Boxed-CPUs inklusive Kühler und voller Herstellergarantie berücksichtigt.
Preisliste
AMD Athlon II X2 250, 3,00 GHz, DDR3-1333
55
AMD Athlon II X3 435, 2,90 GHz, DDR3-1333
65
AMD Phenom II X2 550 BE, 3,10 GHz, DDR3-1333
75
Intel Pentium G6950, 2,80 GHz, DDR3-1066
75
AMD Athlon II X4 620, 2,60 GHz, DDR3-1333
85
Intel Core i3-530, 2,93 GHz, DDR3-1333, SMT ein
100
Intel Core 2 Duo E7400, 2,80 GHz, DDR3-1066
100
AMD Phenom II X3 720 BE, 2,80 GHz, DDR3-1333
105
Intel Core 2 Quad Q8200, 2,33 GHz, DDR3-1333
115
AMD Phenom II X4 925, 2,80 GHz, DDR3-1333
120
AMD Phenom II X4 965 BE, 3,40 GHz, DDR3-1333, AMD 790FX
145
AMD Phenom II X4 965 BE, 3,40 GHz, DDR3-1333, AMD 890FX
145
Intel Core 2 Duo E8400, 3,00 GHz, DDR3-1333
145
Intel Core i5-750, 2,66 GHz, DDR3-1333, Turbo ein
160
Intel Core i5-661, 3,33 GHz, DDR3-1333, Turbo & SMT ein
170
Intel Core 2 Quad Q6600, 2,40 GHz, DDR3-1066
170
Intel Core 2 Quad Q9550, 2,83 GHz, DDR3-1333
180
AMD Phenom II X6 1055T, 2,80 GHz, 890FX, Turbo ein
190
Intel Core 2 Duo E8600, 3,33 GHz, DDR3-1333
230
Intel Core i7-860, 2,80 GHz, DDR3-1333, Turbo & SMT ein
240
AMD Phenom II X6 1090T BE, 3,20 GHz, 790FX, Turbo ein
280
AMD Phenom II X6 1090T BE, 3,20 GHz, 890FX, Turbo ein
280
AMD Phenom II X6 1090T BE, 3,20 GHz, 890GX, Turbo ein
280
Intel Core i7-870, 2,93 GHz, DDR3-1333, Turbo & SMT ein
470
Intel Core i7-960, 3,20 GHz, DDR3-1066, Turbo & SMT ein
Wie üblich gilt bei der Übersicht das bekannte Motto: Fällt ein Prozessor im Preis, wandert er in dem Diagramm nach oben und sein Rating erhöht sich dadurch. Für dieses Preis-Leistungs-Verhältnis wird das Gesamtrating durch den Preis dividiert und mit 1.000 multipliziert. Das Ergebnis repräsentiert dann die Leistung, die man, kaufmännisch gerundet, aktuell für einen Euro erhält. Wir weisen ausdrücklich noch einmal darauf hin, dass sich der Preis der Prozessoren täglich ändern kann, weswegen eine dauerhafte Korrektheit der Liste nicht garantiert werden kann. (Stand der Preise: 26.04.2010)
Preis-Leistungs-Verhältnis
AMD Athlon II X3 435, 2,90 GHz, DDR3-1333
100,0%
AMD Athlon II X2 250, 3,00 GHz, DDR3-1333
96,4%
AMD Athlon II X4 620, 2,60 GHz, DDR3-1333
81,0%
AMD Phenom II X2 550 BE, 3,10 GHz, DDR3-1333
76,0%
Intel Pentium G6950, 2,80 GHz, DDR3-1066
72,6%
Intel Core i3-530, 2,93 GHz, DDR3-1333, SMT ein
70,2%
AMD Phenom II X3 720 BE, 2,80 GHz, DDR3-1333
64,7%
AMD Phenom II X4 925, 2,80 GHz, DDR3-1333
61,9%
Intel Core 2 Quad Q8200, 2,33 GHz, DDR3-1333
59,9%
AMD Phenom II X4 965 BE, 3,40 GHz, DDR3-1333, AMD 790FX
57,3%
AMD Phenom II X4 965 BE, 3,40 GHz, DDR3-1333, AMD 890FX
56,7%
Intel Core 2 Duo E7400, 2,80 GHz, DDR3-1066
54,6%
Intel Core i5-750, 2,66 GHz, DDR3-1333, Turbo ein
52,2%
Intel Core i5-661, 3,33 GHz, DDR3-1333, Turbo & SMT ein
45,0%
AMD Phenom II X6 1055T, 2,80 GHz, 890FX, Turbo ein
44,0%
Intel Core 2 Duo E8400, 3,00 GHz, DDR3-1333
43,3%
Intel Core 2 Quad Q9550, 2,83 GHz, DDR3-1333
42,5%
Intel Core 2 Quad Q6600, 2,40 GHz, DDR3-1066
39,7%
Intel Core i7-860, 2,80 GHz, DDR3-1333, Turbo & SMT ein
37,1%
AMD Phenom II X6 1090T BE, 3,20 GHz, 790FX, Turbo ein
32,3%
AMD Phenom II X6 1090T BE, 3,20 GHz, 890FX, Turbo ein
31,7%
AMD Phenom II X6 1090T BE, 3,20 GHz, 890GX, Turbo ein
31,5%
Intel Core 2 Duo E8600, 3,33 GHz, DDR3-1333
29,6%
Intel Core i7-870, 2,93 GHz, DDR3-1333, Turbo & SMT ein
19,4%
Intel Core i7-960, 3,20 GHz, DDR3-1066, Turbo & SMT ein
Traditionell wird das Feld von den günstigen Zwei-Kern-Prozessoren angeführt, die sich in den letzten Wochen jedoch Gesellschaft mit drei und vier Kernen dazu geholt haben. Die Athlon II mit zwei, drei oder vier Kernen und für Einstiegspreise von 50 bis 70 Euro führen die Statistik souverän an – auch bei den aktuell steigenden CPU-Preisen. Wie so oft verdeutlicht das Diagramm, dass man eine sehr hohe Grundleistung für einen sehr niedrigen Preis bekommt. Danach geht die Spirale langsam nach oben – die Prozessoren rutschen im Rating deutlich ab. AMDs Sechs-Kerner stehen mit Blick auf die Core i7 von Intel für den Start sehr gut da.
Performance-Leistungsaufnahme-Rating
Im letzten CPU-Test [31] hatten wir dieses Rating eingeführt, da es von vielen Lesern gewünscht wurde. Es ist auch weiterhin im Erprobungsstatus, da man gerade in dieser Disziplin sehr viele Variablen berücksichtigen kann. Wir haben uns als Leistungs-Input für das abschließende Performancerating entschieden, da dort die Leistung gezeigt wird, die die Prozessoren im kompletten System auch darbieten. Da dies unter entsprechender Last passiert, setzen wir die maximale Leistungsaufnahme als Bezugspunkt an.
Als Beispiel nehmen wir den Core 2 Quad Q9550, der in unserem Performancerating mit 81,1 Prozent abschließt. Auf Augenhöhe der Performance befindet sich mit 80,4 Prozent auch der Core i5-661, so dass in diesem Punkt nahezu Gleichstand herrscht. Was jetzt entscheidet, ist die Leistungsaufnahme. Der Core i5-661 zieht mit maximal 119 Watt unter voller Belastung unseres Komplettsystems deutlich weniger als ein Core 2 Quad Q9550, der maximal 178 Watt verbraucht. Folglich klafft zwischen den beiden Probanden in dem folgenden Rating eine große Lücke.
Performancerating zu maximaler Leistungsaufnahme (Beta-Status)
Intel Core i5-661, 3,33 GHz, DDR3-1333, Turbo & SMT ein
100,0%
Intel Core i3-530, 2,93 GHz, DDR3-1333, SMT ein
100,0%
Intel Pentium G6950, 2,80 GHz, DDR3-1066
87,1%
Intel Core 2 Duo E8600, 3,33 GHz, DDR3-1333
81,7%
Intel Core i7-860, 2,80 GHz, DDR3-1333, Turbo & SMT ein
81,1%
Intel Core i5-750, 2,66 GHz, DDR3-1333, Turbo ein
80,6%
Intel Core 2 Quad Q8200, 2,33 GHz, DDR3-1333
79,2%
Intel Core 2 Duo E8400, 3,00 GHz, DDR3-1333
77,8%
Intel Core 2 Duo E7400, 2,80 GHz, DDR3-1066
77,1%
Intel Core i7-870, 2,93 GHz, DDR3-1333, Turbo & SMT ein
75,3%
AMD Phenom II X6 1090T BE, 3,20 GHz, 890FX, Turbo ein
70,9%
AMD Phenom II X6 1090T BE, 3,20 GHz, 890FX, Turbo aus
70,5%
AMD Phenom II X6 1055T, 2,80 GHz, 890FX, Turbo aus
69,0%
AMD Phenom II X4 965 BE, 3,40 GHz, DDR3-1333, AMD 890FX
69,0%
AMD Phenom II X3 720 BE, 2,80 GHz, DDR3-1333
69,0%
AMD Phenom II X6 1055T, 2,80 GHz, 890FX, Turbo ein
68,6%
AMD Phenom II X6 1090T BE, 3,20 GHz, 890GX, Turbo ein
Was man bereits zwischen den Zeilen vorab lesen konnte, zeigt dieses Rating auf. Die 32-nm-Prozessoren liefern eine gute Leistung und der niedrige Verbrauch schiebt sie in der Disziplin in Front. Die Konkurrenten sind dabei jedoch allesamt Prozessoren von Intel, erst in der zweiten Hälfte kommen die AMD-Prozessoren in den Blickpunkt.
Auf Wunsch geben wir heute auch die maximale Performance im Vergleich zum Idle-Wert an. Dort ist jedoch die Fehleranfälligkeit deutlich höher, da sich beispielsweise das gewählte Mainboard viel mehr auswirkt. Sind es beispielsweise fünf Watt Unterschied, macht das unter voller Belastung bei 150 Watt nur einen vernachlässigbaren Bruchteil aus. Im Idle bei lediglich 60 Watt spielt dieser Aspekt hingegen eine deutlich größere Rolle.
Performancerating zu minimaler Leistungsaufnahme (Beta-Status)
Intel Core i7-870, 2,93 GHz, DDR3-1333, Turbo & SMT ein
100,0%
Intel Core i7-860, 2,80 GHz, DDR3-1333, Turbo & SMT ein
99,4%
Intel Core i5-750, 2,66 GHz, DDR3-1333, Turbo ein
95,9%
AMD Phenom II X6 1090T BE, 3,20 GHz, 890FX, Turbo ein
92,1%
AMD Phenom II X6 1090T BE, 3,20 GHz, 890FX, Turbo aus
91,9%
AMD Phenom II X4 965 BE, 3,40 GHz, DDR3-1333, AMD 890FX
90,6%
AMD Phenom II X6 1090T BE, 3,20 GHz, 890GX, Turbo ein
89,4%
AMD Phenom II X6 1055T, 2,80 GHz, 890FX, Turbo ein
89,4%
AMD Phenom II X6 1090T BE, 3,20 GHz, 790FX, Turbo ein
89,4%
AMD Phenom II X6 1055T, 2,80 GHz, 890FX, Turbo aus
88,6%
Intel Core i5-661, 3,33 GHz, DDR3-1333, Turbo & SMT ein
Anmerkung: Wie bereits erwähnt, befindet sich diese Abschnitt noch in der Experimentierphase. Auch wir wissen, dass es viele Variablen gibt und man die mit Prime95 ermittelte maximale Leistungsaufnahme in einem Komplettsystem nicht zwangsweise in das Verhältnis zum Gesamtergebnis, welches mit dem Komplettsystem ermittelt wurde setzen kann. Da beispielsweise unter Cinebench, bei der Auslastung aller Kerne, nur ein minimal geringerer Energiebedarf der CPUs als mit Prime95 ermittelt wird, sind die Ergebnisse nicht zu 100 Prozent korrekt, sondern zeigen lediglich die Richtung. Denn es spielen in der Analyse, wie bereits bei der Leistungsaufnahme, immer auch die weiteren Komponenten wie Mainboard, Speicher & Co eine nicht gerade unwichtige Rolle.
Ein erstes Komplettsystem
Daten und Leistung
So offensiv wie AMD den Start der AMD Phenom II X6 angeht, haben wir das Unternehmen lange nicht gesehen. Tägliche E-Mails, Updates der bereitgestellten Daten, unzählige Telefonkonferenzen und viele Dinge mehr zeigen nicht nur uns auf, dass AMD den Start der Sechs-Kern-Prozessoren sauber und mit Paukenschlag über die Bühne bringen will. Dazu gehört auch, dass der Hersteller ab dem ersten Tag nicht nur den Prozessor selbst sondern auch fertig konfigurierte Komplettsysteme in den Handel bringt. Der Onlineshop notebooksbilliger.de [32] hat uns eines dieser Systeme vorab zur Verfügung gestellt.
Bei dem Rechner handelt es sich um ein selbst zusammengeschraubtes System der Sparte hardwaremania24 PC-Systeme [33], welches sehr nah an unserem eigenen Testsystem angesiedelt ist.
Das Komplettsystem umfasst die folgenden Komponenten:
AMD Phenom II X6 1090T
Asus M4A89GTD Pro/USB3, 890GX
4 GByte DDR3-1333 (Kingston)
Sapphire Radeon HD 5870 Vapor-X
1,5 TByte SATA-Festplatte (Samsung)
LiteOn iHOS104 (Blu-ray-Laufwerk)
22fach-DVD-Brenner (LG)
be quiet Straight Power 700W
Thermaltake Soprano DX schwarz mit Sichtfenster
Neben einem Komplettsystem mit dem Flaggschiff wird der Shop auch einen Ableger mit dem kleineren Phenom II X6 1055T anbieten. Dieses System unterschiedet sich in einigen Punkten zum großen Ableger. Die Festplatte ist noch 1 TByte groß, auf das Blu-ray-Laufwerk jedoch wird verzichtet. Anstelle der Radeon HD 5870 kommt eine Sapphire Radeon HD 5770 Vapor-X zum Einsatz, das Netzteil liefert anstatt 700 noch 600 Watt. Das System wird mit gleichem Mainboard und auch gleichem Arbeitsspeicher in ein Xigmatek Asgard [34] verbaut.
Da wir den primären Blick auf die Hardware wagen, haben wir das System nach dem auspacken angeschlossen und direkt die Leistungsaufnahme vermessen. Zum Vergleich geben wir immer unser Referenzsystem an, das aus weitgehend identischen Komponenten besteht.
Die Werte zur Leistungsaufnahme liegen leicht über unseren, aber durchaus noch im Rahmen normaler Schwankungen. Denn allein zwei verbaute optische Laufwerke ziehen bereits ein wenig mehr Strom, stöpselt man beispielsweise eines davon ab, sinkt der Idle-Wert des Systems auf 78 Watt. Die Temperatur der CPU zieht dank kleinerem und nicht so potenten Kühler gegenüber dem Referenzsystem indes deutlich an – mehr dazu auf der folgenden Seite.
Ein paar Vergleichsbenchmarks zu unserem System zeigen, dass man mit dem gekauften Produkt auf Augenhöhe mit unserem „Testsys“ liegt. Anwendungen laufen auf unserem 890FX-Board samt gleichem Prozessor einen Tick schneller, Spiele werden dank dem leicht höher getakteten Grafik-Modell von Sapphire vom HM24-Komplettsystem [35] etwas schneller angegangen.
Doch es gibt auch bei dem System noch kleineren Optimierungsbedarf. Das Default-BIOS Version 1104 des Asus M4A89GTD Pro/USB3 [36] setzt ab Werk einen zu hohen HT-Link an, der mit CL6 beworbene DDR3-Speicher arbeitet normal nur mit den Timings von 9-9-9-24. Ein BIOS-Update ist auch deshalb ratsam, da die neue Version 1304 Probleme mit Samsung-Festplatten behebt – solch eine ist schließlich verbaut. Zudem wird die CPU-Unterstützung noch einmal verbessert.
Gesamteindruck
Das Innere des Komplettsystems ist auf den ersten Blick fast über jeden Zweifel erhaben. Beim genaueren Hinsehen werden jedoch einige Punkte sichtbar. Für den Preis von veranschlagten 1.600 Euro [34] hätte es durchaus eine potentere CPU-Kühlung sein können. Das System ist in diesem Zustand sehr leise, gegenüber unserem Referenzsystem wird die CPU unter voller Last mit Prime95 jedoch bereits elf Grad wärmer. Da der Prozessor mit einem frei wählbaren Multiplikator zum Übertakten einlädt, ist der 17 Euro teure Scyte Samurai ZZ [37] nur bedingt geeignet – zumal seine offizielle Spezifikation eben auch genau bei Prozessoren mit einer TDP von 125 Watt endet [38]. Das Problem des Kühlers ist ferner, dass er zum Start oft noch nicht (schnell) dreht und man täglich beim Booten festhängt, weil das Mainboard fälschlicherweise einen CPU-Kühler-Fehler meldet.
aufgeräumtes Innere
Hier hätte unserer Meinung nach eine Kombination aus etwas sparsameren aber dennoch gutem 500-Watt-Netzteil und dafür einer besseren CPU-Kühlung deutlich mehr gebracht. Denn ein 700-Watt-Netzteil für allein mehr als 100 Euro [39] ist schlichtweg übertrieben.
Der zweite und wesentlich schwerwiegendere Kritikpunkt geht an das Gehäuse. Das Thermaltake Soprano DX macht auf den ersten Blick richtig was her. Doch wie im wirklichen Leben ist ein schickes Äußeres nicht alles. Der Innenraum ist eng – sehr eng. Die Festplatten ragen sehr weit in das Gehäuse hinein, spätestens ab zwei HDDs, die man wegen ordentlicher Belüftung ja nie in einem Sandwich verpacken sollte, bekommt man Probleme mit der Grafikkarte. Will man gar eine zweite Grafikkarte in das Gehäuse einbauen, werden die Probleme noch größer – in diesem Fall sollte man sich am besten direkt nach einer Alternative umsehen.
Sehr wenig Platz zum HDD-Käfig An die SATA-Kabel ist kein Herankommen Hand brechen beim Versuch an die Stromkabel zu kommen aufgeräumtes Innere
Ein weiterer Kritikpunkt am Gehäuse ist das schraubenlose Design. Über Jahre hinweg war dies der letzte Schrei, doch auch heute gibt es damit wieder Probleme. Die Arretierung für die Grafikkarten ist dermaßen störrisch, dass man, auch aufgrund des geringen Platzes, diese schwarze Vorrichtung erst abschrauben muss, eh man die Grafikkarte ausbauen kann. Aber noch viel schlimmer: Die Vorrichtung ist für eine solche Grafikkarte gar nicht geeignet, denn sie kommt im Bereich der Slotblende nicht an dem Kühler vorbei. Letztendlich muss man also doch schrauben, was die gesamte Vorrichtung letztendlich völlig nutzlos macht. Da bei der HD 5870 Vapor-X die Stromstecker wie bei einem Auspuff nach hinten hinaus gehen, kommt man dank einem Zentimeter Spiel bis zum Festplattenkäfig im eingebauten Zustand nicht an diese Stecker heran. Dabei geht das Entfernen gerade noch, das Anschließen der Stromstecker ist hingegen quasi unmöglich.
Schraubenlos aber nicht passend Das alles verdeckt die Grafikkarte Ohne Grafikkarte nahezu unerreichbare SATA-Stecker
Bedingt durch das Mainboard kommen weitere Kniffe zum Vorschein. Da Asus bei Verwendung einer Grafikkarte empfiehlt, diese in den zweiten Slot einzusetzen und in den ersten Slot einen sogenannten „VGA Switch“ unterzubringen, bekommt man am Ende der Platine Platzprobleme. Zwei der sechs SATA-Ports sind bei einer großen Karte quasi nicht mehr nutzbar. Dass man die Grafikkarte für das Anschließen einer neue Festplatte oder eines Laufwerks ausbauen muss, ist auch nicht gerade elegant gelöst. Letztendlich ist es das Zusammenspiel aus mysteriösem Board und Grafikkarte mit falsch platzierten Stromsteckern, die die Probleme des Gehäuses offensichtlich machen. Ein Board mit Bestückung der Grafikkarte im ersten Slot, welche Strom wiederum an der Oberseite bezieht, würde die SATA-Ports zugänglich machen und einige weitere Dinge deutlich einfacher handhaben lassen.
VGA Switch Grafikkarte verbaut zwei SATA-Ports Stromstecker Sapphire HD 5870 zum Referenzmodell 12,2 Zoll in der Werbung - ohne alles versteht sich
Nach finaler Betrachtung fällt das Gehäuse schlicht in die Kategorie, in der man am falschen Ende gespart hat. Denn dass ein ordentliches Gehäuse nicht viel kosten muss, haben wir in unseren Tests schon oft gezeigt [40]. Das hier verwendete Thermaltake Soprano DX mit Seitenteil kostet 70 Euro [41], für etwas über 80 Euro [42] gibt es beispielsweise das Fractal Design Define R2 (ComputerBase-Test [43]), dass alle genannten Punkte deutlich besser löst.
Am Ende bleibt ein gemischtes Bild. Die Performance des gesamten Systems [34] ist hervorragend, was angesichts des schnellsten AMD-Prozessors gepaart mit der schnellsten Single-GPU-Lösung aus gleichem Hause auch nicht anders zu erwarten war. Es sind jedoch die Bauteile abseits dieser Elemente, die nicht wirklich gefallen. Während man das Netzteil einen Deut zu groß gewählt hat, ist im Bereich der CPU-Kühlung und vor allem beim Gehäuse gespart worden – schade. Wer jedoch gedenkt, das Komplettsystem einfach ein Komplettsystem zu lassen und sich daran nicht vergreifen will, kann zugreifen. Denn die weitere Ausstattung mit großer Festplatte, einem Blu-ray-Laufwerk sowie ausreichender Gehäuselüftung und sehr gut verlegter Verkabelung kann sich bei einem sehr, sehr leisen Betrieb mehr als sehen lassen.
Fazit und Empfehlung
Nachdem AMD das letzte Jahr dazu genutzt hat, den Rückstand auf den großen Konkurrenten Intel zu verkürzen, greift der Hersteller in diesem Jahr an. Mit den Phenom II X6 tummelt sich AMD im Schnitt auf Höhe der schnellen 4-Kern-Core-i7 auf Nehalem-Basis (das neue Flaggschiff AMD Phenom II X6 1090T Black Edition kann das selbst auferlegte Ziel, den Core i7-860 zu bezwingen, mit einem Wimpernschlag Vorsprung in der Tat für sich entscheiden) und weiß dabei wie immer auch im Preis zu überzeugen.
Im Gesamtpaket gefällt der Phenom II X6 1055T im AMD-internen Sechs-Kern-Duell am Ende besser. Seine Performance liegt nur minimal unter der des Flaggschiffs, dieses kostet aber fast 50 Prozent mehr. Der Phenom II X6 1055T hingegen kann den schnellsten Vier-Kern-Prozessor aus eigenem Hause in die Schranken weisen und gleichzeitig den Core i5-750 angreifen. In Anwendungen lässt der Sechs-Kern-Prozessor die beiden Konkurrenten spielend stehen, in Spielen verliert er aufgrund seines geringeren Taktes aber teilweise deutlich.
AMD Phenom II X6 1090T Black Edition im Doppelpack
Der viel propagierte Turbo-Modus von AMD ist eine nette Spielerei und wird vom Marketing sicherlich wohlwollend zu Rate gezogen werden, doch der Nutzen in der Realität ist nur sehr beschränkt. Auf dem Papier oder auch in theoretischen Tests sieht alles rosig aus, wenn dem X6 1055T hier und da 500 MHz mehr zur Verfügung stehen. Doch unser gesamtes Test-Setup ist bereits so auf die Neuzeit und die Verwendung von mehreren Prozessorkernen ausgelegt, dass diese Turbo-Funktion von AMD in der Endabrechnung kaum sichtbar wird. Für den ersten Versuch des Unternehmens auf diesem Feld aber wahrlich keine schlechte Lösung. Intels CPUs haben bekanntlich auch ein Jahr gebraucht, bis mit dem „Lynnfield“ die bisher beste Turbo-Lösung an den Start ging.
Eben genau aufgrund dieses Features ist der schnellste Vier-Kern-Core-i7 auf Lynnfield-Basis, der 870er, für den Phenom II X6 1090T am heutigen Tage hinsichtlich der Performance am Ende dann auch weiterhin in den meisten Bereichen eine Nummer zu groß. Auf dem Papier bietet er zwar nur 2,93 GHz, doch agiert sein Turbo auch bei allen aktiven Kernen mit einem Plus von 266 MHz. Intels erster 6-Kerner, der Core i7-980X Extreme Edition („Gulftown“), spielt mit einem Preis von über 800 Euro aber auch einer nochmals teilweise deutlich höheren Performance weiterhin in einer eigenen Liga.
Einen gewaltigen Schritt nach vorn macht AMD dort, wo es um die Performance im Vergleich zum dafür benötigten Strom geht. Neben neuen Chipsätzen, die bereits von Haus aus markant weniger Strom benötigen, sind es die CPUs selbst, die bei höherer Performance nicht mehr verbrauchen. Im Komplettpaket sind deshalb ab heute auch erstmals AMD-CPUs in der Kategorie Performance/Leistungsaufnahme auf den vorderen Plätzen zu finden, wenn es um den Idle-Stromverbrauch geht. Aber auch unter Last geht es nach vorne: Zwar liegt Intel weiterhin geschlossen in Front, die neuen X6-CPUs stellen AMD-intern jedoch die neue Speerspitze dar.
Die Empfehlung am Ende des umfangreichen Tests ist nicht das Topmodell sondern der AMD Phenom II X6 1055T. Das kleine Modell bietet sechs Kerne und eine hohe Leistung zu einem vergleichsweise günstigen Preis. Der Aufpreis für das Flaggschiff 1090T ist schlichtweg zu groß, denn er leistet im Durchschnitt nicht einmal zehn Prozent mehr.
Empfehlung (04/10)
Diese Empfehlung gilt aber nur dann, wenn mit der CPU viel gearbeitet wird. Stehen primär Spiele im Vordergrund, dann kann man weiterhin einen großen Bogen um die Sechs-Kern-Prozessoren machen. Performanceeinbrüche in Spielen wie Colin McRae: DiRT 2 oder Armed Assault 2, die sich insbesondere bei Tests in niedriger Auflösung zeigen, sind bei Prozessoren mit sechs Kernen leider noch an der Tagesordnung. Hier ist man mit einem hochgetakteten Quad-Core-Prozessor deutlich besser bedient.