Einleitung
In der ersten Woche des Jahres 2010 präsentiert Intel die neue Technik, auf der mindestens die kommenden zwei Jahre im Bereich der Prozessoren neue Modelle basieren werden. Die Rede ist von der fortschrittlichen 32-nm-Fertigung, die das erste Mal im Bereich der hochkomplexen Prozessoren zur Anwendung kommt. Die Architektur, die bei Intel in den Genuss dieser kleinen Herstellungsart kommt, nennt sich „Westmere“. Diese ist in der vereinfachten Darstellung ein gut ein Jahr alter Nehalem, der in diverse Richtungen optimiert wurde. Die größte dieser Optimierungen ist die Fertigungstechnik. Von Intel selbst heißt es deshalb, dass Lynnfield, der im September 2009 vorgestellt wurde, Nehalem für den Mainstream-Markt war, die „Westmere“-Prozessoren hingegen den Client-Markt und damit das wichtige OEM-Geschäft abdecken sollen.
Insgesamt stellt Intel in den ersten Tagen des neuen Jahres 28 Neuheiten vor, 18 davon sind allein Prozessoren. Und alle diese 18 Modelle basieren auf der 32-nm-Fertigungstechnik, die sich in den mobilen Part „Arrandale“ sowie das Desktop-Segment, Codename „Clarkdale“, aufteilt. Neu eingeführt wird in den Markt auch die Bezeichnung Core i3, die die Palette der Core i7 und Core i5 nach unten abrundet. Weiterhin wird auch der bekannteste Markenname aus dem Hause Intel, Pentium, fortgeführt, auch wenn dieser bei der heutigen Vorstellung seitens Intel quasi nicht beachtet wird.
Das Hauptaugenmerk von Intel beim Start der gesamten Neuheiten liegt klar auf dem mobilen Geschäft. Dort werden Core i7, Core i5 und Core i3 sowie die passenden Chipsätze und neue Wireless-Optionen präsentiert, weshalb allein 18 der 28 Neuvorstellungen auf das mobile Segment abzielen. Behält man dies im Hinterkopf wird auch schnell klar, warum die neue 32-nm-CPU, die eigentlich aus einem Prozessor und einer Grafikeinheit besteht, genau so entwickelt wurde, wie sie ab heute verfügbar ist. Wie genau das aussieht, erklären wir auf den folgenden Seiten.
Der Fokus in diesem Test liegt auf den Clarkdale-Prozessoren für das Desktop-Marktsegment. Dabei gehen wir primär der reinen Prozessorleistung nach, lassen den Grafikkern aber nicht unbetrachtet. Dieser gesonderte Teil wird jedoch auch noch einmal separat behandelt, da er im Rahmen eines größeren Launch-Artikels mit neuer Architektur, Fertigung und vielen, vielen weiteren Dingen nicht die Beachtung finden würde, die er verdient. Wir gehen in diesem Teil auf die Neuerungen des Prozessors ein, sehen uns den Turbo-Modus und die Funktion des Hyper-Threadings genau an, werfen einen Blick auf die Praxis mit den neuen AES-Instruktionen und lassen auf vielen Seiten die Zahlen für sich sprechen. Natürlich vergessen wir auch das Overclocking nicht, was angesichts der 32-nm-Fertigung und einer sehr geringen Eingangsspannung gute Erfolge verspricht.
Überblick
Insgesamt 18 Prozessoren stellt Intel heute vor, acht davon bedienen den Desktop, alle weiteren sind für den mobilen Markt gedacht. Erst einmal wollen wir einen Überblick über eben jene Vielfalt an neuen Prozessoren geben:
| Familie | Modell | Segment | Takt / mit Turbo | GPU-Takt | Kerne/ Threads |
L3-Cache | TDP | DDR3-Speicher | Preis (US-Dollar) |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Core i5 | 670 | Desktop | 3,46 / 3,73 GHz | 733 MHz | 2C/4T | 4 MB | 73 W | 1.333 / 1.066 MHz | $284 |
| Core i5 | 661 | Desktop | 3,33 / 3,60 GHz | 900 MHz | 2C/4T | 4 MB | 87 W | 1.333 / 1.066 MHz | $196 |
| Core i5 | 660 | Desktop | 3,33 / 3,60 GHz | 733 MHz | 2C/4T | 4 MB | 73 W | 1.333 / 1.066 MHz | $196 |
| Core i5 | 650 | Desktop | 3,20 / 3,46 GHz | 733 MHz | 2C/4T | 4 MB | 73 W | 1.333 / 1.066 MHz | $176 |
| Core i3 | 540 | Desktop | 3,06 / – GHz | 733 MHz | 2C/4T | 4 MB | 73 W | 1.333 / 1.066 MHz | $143 |
| Core i3 | 530 | Desktop | 2,93 / – GHz | 733 MHz | 2C/4T | 4 MB | 73 W | 1.333 / 1.066 MHz | $123 |
| Pentium | G6950 | Desktop | 2,80 / – GHz | 533 MHz | 2C/2T | 3 MB | 73 W | 1.066 MHz | $87 |
| Core i7 | 620M | Mobile | 2,66 / 3,33 GHz | max. 766 MHz | 2C/4T | 4 MB | 35 W | 1.066 MHz | $332 |
| Core i7 | 640LM | Mobile | 2,13 / 2,93 GHz | max. 500 MHz | 2C/4T | 4 MB | 25 W | 1.066 MHz | $332 |
| Core i7 | 620LM | Mobile | 2,00 / 2,80 GHz | max. 500 MHz | 2C/4T | 4 MB | 25 W | 1.066 MHz | $300 |
| Core i7 | 640UM | Mobile | 1,20 / 2,26 GHz | max. 500 MHz | 2C/4T | 4 MB | 18 W | 800 MHz | $305 |
| Core i7 | 620UM | Mobile | 1,06 / 2,13 GHz | max. 500 MHz | 2C/4T | 4 MB | 18 W | 800 MHz | $278 |
| Core i5 | 540M | Mobile | 2,53 / 3,06 GHz | max. 766 MHz | 2C/4T | 3 MB | 35 W | 1.066 MHz | $257 |
| Core i5 | 520M | Mobile | 2,40 / 3,06 GHz | max. 766 MHz | 2C/4T | 3 MB | 35 W | 1.066 MHz | $225 |
| Core i5 | 520UM | Mobile | 1,06 / 1,86 GHz | max. 500 MHz | 2C/4T | 3 MB | 18 W | 800 MHz | $241 |
| Core i5 | 430M | Mobile | 2,26 / 2,53 GHz | max. 766 MHz | 2C/4T | 3 MB | 35 W | 1.066 MHz | k.A. |
| Core i3 | 350M | Mobile | 2,26 GHz / – | max. 766 MHz | 2C/4T | 3 MB | 35 W | 1.066 MHz | k.A. |
| Core i3 | 330M | Mobile | 2,13 GHz / – | max. 766 MHz | 2C/4T | 3 MB | 35 W | 1.066 MHz | k.A. |



Während bei den sieben Desktop-Prozessoren immer der im September 2009 eingeführte Sockel LGA1156 zum Einsatz kommt, werden die mobilen Ableger wahlweise im rPGA-Sockel (Pin Grid Array) mit 989 Pins oder im kleineren BGA-Format angeboten. Die schnellsten Modelle können jeweils auf 4 MByte L3-Cache vertrauen, in jedem Segment gibt es aber auch die Abstufung auf 3 MByte. Gleiches gilt für den Turbo-Modus, der bei den Core i5 für den Desktop und den Core i7 und Core i5 für Notebooks am Start ist. Die Core i3 beider Segmente verzichten auf den Turbo, können aber weiter auf Hyper-Threading vertrauen. Lediglich dem Pentium G6950 wurde auch diese Funktion geraubt.
32-nm-Fertigung
Die zweite große Neuheit der „Westmere“-Generation ist der zugrunde liegende Fertigungsprozess. Als erster Halbleiter-Hersteller überhaupt setzt Intel bei der Fertigung ihrer Prozessoren auf nur noch 32 Nanometer breite Strukturen. Der intern unter der Bezeichnung P1268 laufende Fertigungsprozess ist bereits die zweite Generation der Intel High-k-Metal-Gate Technologie, welche mit der parallel fortgeführten 45-Nanometer-Generation (P1266) erstmals zum Einsatz kam. Für die System-on-Chip (SoC) Produktion steht zudem ein weiterer 32-nm-Prozess unter der Bezeichnung P1269 in den Startlöchern, der weniger auf eine hohe Taktrate, sondern vielmehr auf eine geringere Leakage ausgelegt ist, um einen noch geringeren Stromverbrauch bei niedrigeren Taktraten erzielen zu können. Übrigens: das P12 steht immer für die verwendete Wafergröße in Zoll, die Ziffer danach ist die fortlaufende Prozessnummer.
Als Lithografie kommt weiterhin Licht mit einer Wellenlänge von 193 nm zum Einsatz. In kritischen Bereichen setzt Intel jedoch erstmals auf die Immersions-Technologie, wo zwischen Wafer und Lichtquelle zur Verbesserung der Lichtberechnung eine dünne Flüssigkeitsschicht aufgetragen wird. Der Transistor Gate Pitch liegt mit 112,5 nm laut Intels Angaben im Vergleich mit 32-Fertigungen unter den Werten anderer Halbleiter-Hersteller. Zur Reduzierung der Abstände hat Intel außerdem die Konzentration von Germanium als Zusatz deutlich erhöht. Die Steigerung der Transistorleistung ist die größte seit dem Wechsel von 130 auf 90 Nanometer. Mit den Schritten von 90 auf 65 sowie von 65 auf 45 Nanometer hatte Intel jeweils nur eine deutlich geringere Steigerung erzielt. Während eine SRAM-Zelle im 45-nm-Prozess noch eine Fläche von 0,346 µm² einnahm, ist sie im neuen 32-nm-Gewand mit 0,171 µm² nur noch etwa halb so groß. Intel erreicht somit eine Dichte von 4,2 Megabit pro Quadratmillimeter. Derzeit stehen Intel für die 32-Nanometer-Fertigung mit den Fabriken D1C und D1D in Oregon lediglich zwei Standorte zur Verfügung [1] – die Fab 11X in New Mexico und Fab 32 in Arizone sollen im Laufe dieses Jahres folgen. Das Investitionsvolumen beträgt dabei rund sieben Mrd. US-Dollar.
Der erste Ableger in Form des „Clarkdale“-Kerns misst mit 383 Millionen Transistoren nur 81 mm², wobei hier nur der CPU-Teil gemeint ist. Die GPU nimmt mit ihrerseits 177 Millionen Transistoren in 45-nm-Fertigung mit 114 mm² trotz der nicht einmal halb so großen Anzahl an Transistoren rund 40 Prozent mehr Fläche auf dem Wafer in Anspruch.



Intern laufen bereits die Vorbereitungen für die 22-nm-Fertigungstechnologie [2], welche ursprünglich für Ende 2011 vorgesehen war, aufgrund der leichten Verzögerung jedoch vermutlich nicht vor Anfang 2012 zu erwarten ist. Erste funktionstüchtige 22-nm-Chips hatte Intel bereits im September letzten Jahres im Rahmen des IDF in San Francisco der Öffentlichkeit präsentiert [3].
integrierte Grafikeinheit
Die wohl größte Neuerung der Generation „Westmere“ dürfte neben dem neuen 32-Nanometer-High-k-Fertigungsprozess wohl die überarbeitete integrierte Grafikeinheit darstellen. Jene sitzt bei den neuen Prozessoren auf Basis des Clarkdale-/Arrandale-Kerns nicht mehr im Chipsatz, sondern ist direkt als zweiter Part des Multi-Chip-Modules auf dem CPU-Package verlötet. Während bei dem eigentlichen Hauptprozessor jedoch der fortschrittliche 32-nm-Prozess zum Einsatz kommt, vertraut die neue GPU noch auf die bekannte Fertigung in 45 Nanometer breiten Strukturen. Der Vorgänger GMA 4500HD (Chipsätze der 4-Series) wurde gar noch im 65-Nanometer-Prozess gefertigt. Dank der feineren Strukturen bietet die neue integrierte GPU in der dritten Generation der Unified Shader Architektur nunmehr zwölf statt wie bisher zehn Ausführungseinheiten, was einer Steigerung von immerhin 20 Prozent entspricht.
Die maximale Taktfrequenz steigt von 800 auf 900 MHz, welche jedoch vorerst nur bei einem Prozessormodell für den Desktop-Bereich (Core i5-661) vorgesehen ist. Alle anderen Modelle takten in der Regel mit maximal 733 MHz, beim Pentium G6950 oder auch bei den stromsparenden Mobile-Varianten („Arrandale“-Kern) mit 533 respektive 500 MHz sogar noch deutlich darunter. Die mobilen Ableger unterstützen dabei zusätzlich eine dynamische Taktregelung, welche im Idle-Betrieb für eine Minderung des Stromverbrauchs sorgen soll. Ein weiteres exklusives Feature der Mobile-Prozessoren ist die Tatsache, dass die integrierte Grafik ebenfalls Teil der TDP-Domäne ist, welches der Turbo-Funktion erlaubt, bei Nichtbelastung der eigentlichen Prozessorkerne die verfügbare Thermal Design Power der GPU zuzuordnen – sprich statt einen der CPU-Kerne die GPU zu übertakten. Der maximale VRAM-Ausbau wurde von 768 auf 1.792 MB mehr als verdoppelt. Die Shader-Model- sowie die DirectX-Version bleiben unverändert, lediglich die OpenGL-Version steigt von 2.0 auf 2.1. Der offene Standard OpenCL wird nicht unterstützt. Support gibt es aber für den relativ exklusiven xvYCC-Farbraum, der jedoch sehr spezielle und teure Monitore erfordert. Inwiefern die Unterstützung für diesen Farbraum bei einem integrierten Low-Cost-Grafikchip nötig ist, steht wohl auf einem anderen Papier.
| Kategorie | Feature | GMA 4500 | Westmere-GPU |
|---|---|---|---|
| Grundlagen | Unified Shader Architektur | 2. Generation | 3. Generation |
| DirectX | V10.0 | V10.0 | |
| OpenGL | V2.0 | V2.1 | |
| Shader Model | V4.0 | V4.0 | |
| 2D/3D-Leistung | Execution Units | 10 | 12 |
| Vertex-Processing (HW) | ✔ | ✔ (clip, cull, setup) | |
| Hierarchical-Z / Fast Z-Clear | - | ✔ | |
| Takt | max. 800 MHz | max. 900 MHz | |
| VRAM | max. 768 MB | max. 1792 MB | |
| Max. Auflösung | 2560x1600 | 2560x1600 | |
| Dynamische Taktregelung | - | ✔ (nur Mobile) | |
| Video-Beschleunigung | Polyphase Skalierung | 6x6 | 8x8 |
| HW-AVC-Dekodierung | ✔ | ✔ | |
| HW-VC1-Dekodierung | ✔ | ✔ | |
| HW-MPEG2-Dekodierung | ✔ | ✔ | |
| Dual-Video-Dekodierung | - | ✔ | |
| Nachverarbeitung | Advanced De-Interlacing (HD/SD) | ✔ | ✔ |
| Film-Modus-Erkennung (HD/SD) | ✔ | ✔ | |
| Rauschunterdrückung (HD/SD) | ✔ | ✔ | |
| ProcAMP Farbkontrolle | ✔ | ✔ | |
| Schärfekorrektur (HD/SD) | nur SD | ✔ | |
| xvYCC | - | ✔ | |
| Ausgabe | HDMI | ✔ | ✔ |
| Dual-HDMI | - | ✔ | |
| Display-Port | ✔ | ✔ | |
| DVI | ✔ | ✔ | |
| VGA | ✔ | ✔ | |
| SDVO | ✔ | ✔ | |
| Dual-HD-Audio | - | ✔ | |
| 12-Bit Farbtiefe (pro Kanal) | - | ✔ | |
| 2 7x5 Panel Fitter | - | ✔ | |
| Inhalts-Schutz | PAVP | ✔ | ✔ |
| HDCP | ✔ | ✔ | |
| Dual-HDCP-Stream | - | ✔ | |
| Dolby TrueHD DTS-HD |
- | ✔ |
Zu den weiteren Neuigkeiten zählen die Funktionen „Fast-Z-Clear“ und „Hierarchical-Z“. Hierarchical-Z prüft jeden Pixel vor der Verarbeitung in der Rendering-Pipeline auf seinen Z-Wert (dritte Dimension). Liegt dieser Wert außerhalb des sichtbaren Bereichs eines Bildes (also z.B. hinter einem anderen Pixel mit den gleichen X- und Y-Koordination) wird er als „nutzlos“ deklariert und nicht weiter bearbeitet. Vor allem bei 3D-Spielen kommt diese Funktion zum Tragen, da hier oft mehrere Ebenen übereinander liegen (Overdraw), welche ohne Hierarchical-Z komplett an die Ausführungseinheiten übergeben werden, egal ob ein Objekt hinter einem anderen Objekt sichtbar ist oder nicht. Fast-Z-Clear ermöglicht eine deutlich schnellere Leerung des Z-Buffers nachdem ein Frame gerendert wurde. Ohne Fast-Z-Clear wurde bislang der komplette Z-Buffer vor jedem neuen Frame mit Nullen beschrieben, was unnötig zusätzliche Ressourcen – insbesondere Speicherbandbreite – erforderte.
Auch in Sachen Videobeschleunigung hat sich einiges getan. Die neue GPU ist in der Lage, zwei HD-Video-Streams parallel zu verarbeiten und ggf. über zwei separate Anschlüsse samt HDCP-Unterstützung an einen Monitor zu liefern. Gleiches gilt auch für den Audio-Stream, wo neuerdings auch Dolby TrueHD sowie DTS-HD-Inhalte dekodiert werden können. Pro Kanal beträgt die Farbtiefe nun 12-Bit. Einige weitere Neuerung im Bereich der Nachverarbeitung runden das Paket schlussendlich ab.
Turbo und Hyper-Threading
Mit den Clarkdale kommen auch die ersten Zwei-Kern-Prozessoren in den Genuss der von Intel vor 14 Monaten eingeführten Techniken des Turbo-Modus' sowie der Neuauflage des Hyper-Threadings. Der Turbo-Modus ist bei allen neuen Core-i5-Prozessoren der 600er-Serie verfügbar und agiert bei allen Modellen mit einem Plus von maximal 266 MHz. Je nach Auslastung der beiden Kerne greift also die Stufe mit +266 MHz oder auch nur +133 MHz. Wenn die TDP bereits vorher erreicht wird, trifft man auch mal den normalen Takt an. Da sich Prozessor und Grafikkern die TDP im Rahmen des „Power Balancing“ teilen, spielt auch die Grafikkarte mit rein, wann und wie stark der Turbo-Modus beim Prozessor greift. Darüber hinaus ist auch das Mainboard ein wichtiger Faktor, was wir bereits mehrfach nachgewiesen hatten [4].
Mit einem Plus von maximal 266 MHz erreichen die bereits ab Werk mit knapp 3 GHz oder mehr ausgerüsteten Prozessoren nur minimale Taktsteigerungen. Die Deaktivierung des besagten Turbo-Modus führt beim Core i5-661 lediglich zu einem Abrutschen um zwei Prozent in unserem Abschlussrating. Der Core i7-870 hingegen profitiert deutlich mehr von seinem Turbo-Modus. Dies liegt jedoch daran, dass er aus einem Potenzial von bis zu 666 MHz mehr Takt schöpfen kann, was den 2,93 GHz schnellen Quad-Core-Prozessor auf bis zu 3,60 GHz bringen kann. Am Ende macht dies bei dem besagten Modell einen Unterschied von sieben Prozent zwischen Deaktivierung und Aktivierung des Turbo aus.
Turbo-Modus Rating
Angaben in Prozent
|
Auch der Funktion des Intel Hyper-Threading, im Allgemeinen auch Simultaneous MultiThreading (SMT) genannt, haben wir uns noch einmal separat angenommen. Dabei kamen einige erstaunliche Ergebnisse zum Vorschein. Im vergangenen Jahr wurde sehr oft behauptet, dass Hyper-Threading schlecht für Spiele sei. Dies liegt jedoch nicht direkt an dieser Funktion, sondern oft an der Programmierung des Spiels. Bestes Beispiel dafür ist Armed Assault 2 (ArmA II). Aktiviertes Hyper-Threading kostet den Core i7-870 mehr als 15 Prozent seiner Leistung. Schaltet man diese Funktion ab, erreicht das besagte Vier-Kern-Modell deutlich mehr Bilder pro Sekunde, aber vor allem fallen die minimalen Frames nicht mehr so stark ab. Dass man Hyper-Threading aber nicht komplett verteufeln sollte, zeigen die neuen Zweikerner. Diese laufen mit der Technologie durchweg schneller. Der Benchmark zeigt deshalb eine Schwäche des Spiels auf, das zwar für vier Kerne – egal welcher Art, ob real oder virtuell – aber nicht darüber hinaus ausgelegt ist.
Hyper-Threading Rating
Angaben in Prozent
|
In Anbetracht dessen, dass neue Zwei-Kern-Prozessoren mit zwei weiteren virtuellen Kerne in Spielen besser dastehen, was in Anwendungen ohnehin schon seit langer Zeit bekannt war, schiebt sich der Clarkdale im Gesamtbild mit Aktivierung dieser Funktion deutlich in Front. In unserem Abschlussrating bringt dem Core i5-661 die Aktivierung von Hyper-Threading ein Plus von satten 12 Prozent zum Modell ohne diese Funktion. Spiele in hoher Auflösung profitieren um bis zu 15 Prozent von der Funktion, in geringer Auflösung sogar um 26 Prozent. Bei Anwendungen und in den theoretischen Tests sind es ebenfalls immer rund 15 Prozent, die die Aktivierung von Hyper-Threading am Ende zusammenfassend bringt. In etwa gemittelte 14 Prozent wie in unserem Abschlussrating sind es auch, die das neue Modell vom Vorgänger Intel Core 2 Duo E8600 abheben. Ohne diese Funktion agiert der taktgleiche Core i5-661 auf nahezu identischem Niveau wie der E8600. Alle Einzelheiten dazu liefern die vielen, folgenden Seiten.
AES-Verschlüsselung
Sechs der sieben neuen Instruktionen, die Intel mit der Westmere-Architektur einführt, widmen sich dem Thema AES-Verschlüsselung. Wir haben uns dies erst einmal in theoretischer Form angesehen, wofür SiSoft Sandra in Frage kommt. Es ermittelt im theoretischen Test die Bandbreite für die AES-Verschlüsselung.
SiSoft Sandra – AES-Verschlüsselung
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
Während der theoretische Test mit 600 Prozent vor dem schnellsten Intel-Prozessor und sagenhaften 1.600 Prozent vor dem schnellsten AMD-Zwei-Kern-Prozessor Zuwächse jenseits der Erwartungen ermittelt, sieht es in der Realität wie üblich ganz anders aus. Mittels WinZip in der aktuellen Version 14 wird die AES-Verschlüsselung überprüft. In der Realität wird nicht nur eine einzelne Datei verschlüsselt, sondern dort sind es oft dutzende Ordner und Dateien in allen möglichen Größen. Hier spielt zudem nicht nur der Prozessor rein, sondern auch viele weitere Komponenten des System. Für unsere Auszug packen wir den kompletten Ordner des Spiels „Colin McRea: DiRT 2“ mit 6.158 Dateien und einer Größe von 10.672.319 KByte. Nachdem das Archiv angelegt ist, geben wir die Verschlüsselung in 256 Bit hinzu und ermitteln die dafür benötigte Zeit.
WinZip 14 AES-Verschlüsselung
Angaben in Minuten, Sekunden
|
Immerhin bleiben dem Clarkdale-Prozessor noch knappe 30 Prozent Vorsprung vor den schnellsten weiteren Prozessoren. Dies kann sich durchaus noch sehen lassen, schließlich werden alle kommenden 32-nm-Prozessoren aus eigenem Hause von diesem Feature in besagter Disziplin profitieren. Gleiches gab es bereits vor einigen Jahren, als die SSE4-Instruktionen eingeführt wurden, die in unterstützten Programmen aus dem Multimedia-Bereich deutliche Zuwächse [5] hervorbrachten.
Update: Die letzte Aussage müssen wir in der Hinsicht korrigieren, dass vorerst nur die Core i5 auf Basis der Westmere-Architektur mit den Zusatzbefehlen an den Start geht. Siehe dazu auch unsere News vom 31. Januar 2010 [6].
Chipsätze
Neben dem bereits von den Lynnfield-Prozessoren bekannten „P55“-Chipsatz stellt Intel für die neue Core i3/i5-Serie gleich drei neue Chipsätze vor, die gegenüber dem P55 dank des Intel Flexible Display Interface auch mit der integrierten Grafikeinheit zurechtkommen. Das Grundmodell H55 ist dabei für Einsteiger-Systeme gedacht, der H57 bietet eine leicht verbesserte Ausstattung. Der Q57 beherbergt mit einer Anti-Diebstahl-Schutz-Technologie sowie Unterstützung für die Intel Advanced Management Technologie 6.0 zwei Funktionen, die vor allem in OEM-Systemen für den Business-Bereich zum Einsatz kommen sollen.
| Feature | P55 | H55 | H57 | Q57 |
|---|---|---|---|---|
| CPU-Sockel | LGA-1156 | LGA-1156 | LGA-1156 | LGA-1156 |
| PCIe 2.0-Ports | 8 | 6 | 8 | 8 |
| PCIe-Konfiguration | 1x16 / 2x8 | 1x16 | 1x16 | 1x16 |
| PCI-Geräte | 4 | 4 | 4 | 4 |
| USB 2.0-Ports | 14 | 12 | 14 | 14 |
| SATA 2.0-Ports | 6 | 6 | 6 | 6 |
| Rapid Storage-Technologie | ✔ | - | ✔ | ✔ |
| Remote PC-Assistent | - | ✔ | ✔ | - |
| Anti-Diebstahl-Technologie | - | - | - | ✔ |
| Identitätsschutz | - | ✔ | ✔ | - |
| Quiet System-Technologie | - | ✔ | ✔ | ✔ |
| AMT 6.0 | - | - | - | ✔ |
| ME Ignition Firmware | ✔ | - | - | - |
| ME Firmware 6.0 | - | 8 MB | 8 MB | 8 MB |
| SPI Kapazität(min.) | 2 MB | 8 MB | 8 MB | 8 MB |
Wie die Tabelle bereits offenbart, sind die neuen Chipsätze hauptsächlich für den OEM-Markt und damit für das Komplettsysteme-Geschäft gedacht. Den drei neuen Desktop-Chipsätzen fehlt deshalb die Möglichkeit eine zweite Grafiklösung ansprechen zu können, die Prozessoren selbst beherrschen diese Funktion aber genau so, wie es die Lynnfield vor vier Monaten vorgemacht haben. Die vom Clarkdale-Prozessor bereitgestellten PCI-Express-Lanes werden beim Einsatz von zwei Grafikkarten auf einem Mainboard mit P55-Chipsatz in zwei Mal acht Lanes aufgeteilt.




Die Preise für die neuen Mainboards auf Basis der drei neuen Chips dürften rein vom Chipsatzpreis etwas höher ausfallen als die P55-Boards. Dies will Intel aber über etwas eingeschränkte Komponenten und geringere Fertigungskosten der Mainboards egalisieren. Der P55-Chipsatz kostet laut Preisliste 40 US-Dollar, der H55 soll für den gleichen Preis an die Mainboardfertiger gehen. Für den H57 werden bereits 43 US-Dollar fällig, der Q57 kostet 44 US-Dollar bei einer Abnahme von 1.000 Stück. Die Preise für die mobilen Chipsätze sind mit Preisen von 40 bis 53 US-Dollar noch teurer.
Neben Intel haben unter anderem auch die üblichen Verdächtigen in Form von Asus [7], ASRock [8], MSI und Gigabyte [9] Platinen mit den neuen Chipsätzen im Portfolio. Ein Blick in unseren Preisvergleich verrät, dass sogar bereits das ein oder andere Modell als lieferbar gekennzeichnet ist. Potenzielle Käufer finden zumindest eine kleine Auswahl vor, um der neuen CPU ein passendes Zuhause zu bieten. Spätestens zur CeBIT Anfang März dürfte die Palette an Mainboards mit H55/H57/Q57-Chipsatz deutlich Zuwachs erhalten.
Testsystem
Fast 60 Prozessoren hat unser Testsystem im letzten Jahr gesehen; Zeit um die älteren Modelle auszusortieren und einen neuen Anfang mit einer neuen Plattform zu starten. Dabei haben wir auch auf viele Anregungen der Leser zurückgegriffen, die wir in den letzten Monaten bekommen haben. Die größte Änderung zum Vorjahr liegt deshalb in der Grafiklösung, bei der ab sofort eine Radeon HD 5870 von MSI zum Einsatz kommt. Diese Karte zeichnet sich durch einen sehr geringen Energiebedarf im Idle aus, liefert, wenn es nötig wird, aber Leistung satt.
Neben den notwendigen Bauteilen für jede Plattform, wie unterschiedliche Mainboards, bleibt das Netzteil mit „80Plus-Silber“-Zertifizierung das gleiche. Auch wird der „Cooler Master Stacker RC-832“ weiterhin mit seinen zwei integrierten 120-mm-Lüftern verwendet, um einen möglichst fairen und realitätsnahen Vergleich zwischen den Kontrahenten zu ermöglichen und gleichzeitig auf eventuelle thermische Probleme der Kontrahenten zu stoßen.




Als Betriebssystem setzten wir in der Neuauflage auf Windows 7 in der 64-Bit-Variante, wie die weitere verwendete Software aussieht, wird im Abschnitt Benchmarks aufgeschlüsselt. Alle sonstigen Details zum Testsystem gibt es folgend:
- Komplette Aufschlüsselung des Testsystems und den verwendeten Komponenten.
- Prozessor
- Quad-Core
- AMD
- AMD Phenom II X4 965 Black Edition – 3,40 GHz, 2 MB L2-Cache, 6 MB L3-Cache, HT 2,0 GHz (Deneb C3)
- AMD Phenom II X4 925 – 2,80 GHz, 2 MB L2-Cache, 6 MB L3-Cache, HT 2,0 GHz (Deneb C2)
- AMD Athlon II X4 620 – 2,60 GHz, 2 MB L2-Cache, HT 2,0 GHz (Propus C2)
- Intel
- Intel Core i7-960 – 3,20 GHz, 1 MB L2-Cache, 8 MB L3-Cache, QPI 4,8 GHz (Bloomfield D0)
- Intel Core i7-870 – 2,93 GHz, 1 MB L2-Cache, 8 MB L3-Cache (Lynnfield B1)
- Intel Core i5-750 – 2,66 GHz, 1 MB L2-Cache, 8 MB L3-Cache (Lynnfield B1)
- Intel Core 2 Quad Q9550 – 2,83 GHz, 12 MB L2-Cache, FSB1333 (Yorkfield C1)
- Intel Core 2 Quad Q8200 – 2,33 GHz, 4 MB L2-Cache, FSB1333 (Yorkfield R0)
- Intel Core 2 Quad Q6600 – 2,40 GHz, 8 MB L2-Cache, FSB1066 (Kentsfield G0)
- AMD
- Triple-Core
- AMD
- AMD Phenom II X3 720 Black Edition – 2,80 GHz, 1,5 MB L2-Cache, 6 MB L3-Cache, HT 2,0 GHz (Heka C2)
- AMD Athlon II X3 435 – 2,90 GHz, 1,5 MB L2-Cache, HT 2,0 GHz (Rana C2)
- AMD
- Dual-Core
- AMD
- AMD Phenom II X2 550 Black Edition – 3,10 GHz, 1 MB L2-Cache, 6 MB L3-Cache, HT 2,0 GHz (Callisto C2)
- AMD Athlon II X2 250 – 3,00 GHz, 2 MB L2-Cache, HT 2,0 GHz (Regor C2)
Alle Athlon-II- und Phenom-II-Prozessoren wurden, sofern nicht anders angegeben, mit C&Q und C1E disabled (aus) vermessen. Eine umfassende Untersuchung zu dieser Thematik [10] hatten wir zu Beginn des Jahres 2009 im Programm. Der Speichercontroller wurde bei allen AMD-Systemen im Modus „UnGanged“ betrieben.
- Intel
- Intel Core i5-661 – 3,33 GHz, 512 KB L2-Cache, 4 MB L3-Cache (Clarkdale)
- Intel Core i3-540 – 3,06 GHz, 512 KB L2-Cache, 4 MB L3-Cache (Clarkdale) (simuliert durch Heruntertakten des i5-661)
- Intel Core i3-530 – 2,93 GHz, 512 KB L2-Cache, 4 MB L3-Cache (Clarkdale) (simuliert durch Heruntertakten des i5-661)
- Intel Core 2 Duo E8600 – 3,33 GHz, 6 MB L2-Cache, FSB1333 (Wolfdale E0)
- Intel Core 2 Duo E8400 – 3,00 GHz, 6 MB L2-Cache, FSB1333 (Wolfdale E0)
- Intel Core 2 Duo E7400 – 2,80 GHz, 3 MB L2-Cache, FSB1066 (Wolfdale R0)
Der integrierte Grafikkern der Clarkdale-Prozessoren war für den Zeitraum des reinen Prozessortests deaktiviert, da die Radeon HD 5870 zum Einsatz kam. Eine Betrachtung des Prozessor inklusive der Grafikleistung liefert unsere separate Analyse.
- AMD
- Quad-Core
- Motherboard
- AMD
- Asus M4A79T Deluxe (AMD 790FX + SB750) – Sockel AM3 – Revision 1.01G – BIOS 2205 (28. Oktober 2009),
- Intel
- Asus P6T Deluxe (Intel X58-Chipsatz) – Sockel LGA1366 – Revision 1.02G – BIOS: 1804 (23. November 2008)
- Asus P7P55D (Intel P55-Chipsatz) – Sockel LGA1156 – Revision 1.02G – BIOS: 1207 (7. Dezember 2009) [11]
- Asus P5E3 Premium (Intel X48-Chipsatz) – Sockel LGA775 – Revision 2.00G – BIOS 0803 (21. Mai 2009)
- AMD
- Arbeitsspeicher
- 2x 2.048 MB DDR3-1333 OCZ Platinum (CL7-7-7-20-1T, 1,50 Volt, Dual-Channel)
- 3x 2.048 MB DDR3-1066 OCZ Platinum (CL7-7-7-20-1T, 1,50 Volt, Dual-Channel)
- 2x 2.048 MB DDR3-1066 OCZ Platinum (CL7-7-7-20-1T, 1,50 Volt, Dual-Channel)
- Grafikkarte
- Peripherie
- Samsung HD501LJ, 500 GB (SATA-II-Festplatte)
- MSI DR8-A (DVD-Brenner)
- Netzteil
- Cooler Master UCP 700 Watt (80Plus Silber)
- Prozessorkühler
- Treiberversionen
- ATi Catalyst 9.11
- Intel Chipsatz-Treiber 9.1.1.1020
- Software
- Microsoft Windows 7 64-Bit
- Microsoft DirectX 11
- Prozessor
Benchmarks
Neben dem von Grund auf neu gestalteten Testsystem haben wir auch den Benchmarkparcours einem Update unterzogen. Nach wie vor sind einige theoretische Tests mit von der Partie, da diese in der Regel einen Schritt weiter sind als jede reale Anwendung. Dort werden neue Funktionen, die in Prozessoren einen Platz gefunden haben, als erstes in ihrer Leistungsfähigkeit geprüft. Da diese theoretischen Tests dem Anwender vor dem PC aber nicht viel nutzen, ziehen wir auch viele Praxis-Anwendungen zu Rate. Dazu gehören heutzutage in erster Linie vielfältige Multimedia-Anwendungen, aber auch alltägliche Dinge wie das Packen von Dateien. Abgerundet wird der Test von einigen Spielen. Den Testparcours haben wir in diesem Punkt geteilt. Einmal bewerten wir die Spiele in geringer Auflösung bei hohen Details ohne qualitätssteigernde Mittel (AA/AF), der zweite Teil greift auf die aktuell am meisten genutzte Auflösung von 1.680 x 1.050 Bildpunkte zurück und stellt die Performance dar, wie sie im realen Einsatz mit mindestens vierfachem AA/AF an der Tagesordnung ist.
Wie bereits in der Vergangenheit üblich, wird jeder Benchmark mehrere Male durchgeführt, um auf etwaige Ausreißer in der Performance stoßen zu können. Dieses geschieht in fast allen Anwendungen leider häufiger als erwartet, sowohl in die negative als auch in die positive Richtung. Der Mittelwert aus den fünf Tests (ohne extreme Ausreißer) wird dann in die einzelnen Diagramme übernommen.
- Theoretische Tests
- 3DMark Vantage 1.01
- Cinebench R10
- SiSoftware Sandra 2010.1.16.11
- x264 HD Benchmark 3.01
- WinRAR 3.91 (integrierter Test)
- wPrime 2.00
- Anwendungen
- Autodesk 3ds Max 2010 mit „SPECapc for 3ds Max 9“
- Lame 3.98.2
- MainConcept H.264/AVC Pro 1.6.1
- Paint.NET 3.36 mit PDNBench 3.20
- PCMark Vantage 1.01
- SPECjvm2008 (Java Virtual Machine Benchmark)
- TrueCrypt 6.3a
- WinRAR 3.91 (reales Packen)
- Spiele
- Anno 1404, Vollversion, Patch 1.01
- Armed Assault 2 („ArmA II“), Vollversion, Patch 1.03
- Call of Duty: Modern Warfare 2, Vollversion, Auslieferungszustand
- Colin McRae: DiRT 2, Vollversion, Auslieferungszustand
- Far Cry 2, Vollversion, Auslieferungszustand, integrierter Benchmark
- Resident Evil 5, Benchmark-Version
- weitere benötigte Tools
- CPU-Z 1.53.1 Beta
- Core Temp 0.99.5
- Fraps 3.03
- Prime95 25.11
Theoretische Tests
3DMark Vantage
Nachdem der altgediente 3DMark06 schon einige Jahre auf dem Buckel hat und somit nicht nur die Grafik mittlerweile etwas angestaubt wirkt sondern darüber hinaus das CPU-Limit bei schnellen Grafikkarten immer mehr bemerkbar wird, wurde es höchste Zeit für einen Nachfolger. Der finnische Hersteller Futuremark hat dementsprechend nach einer langen Wartezeit den 3DMark Vantage auf den Markt gebracht, der von vornherein für die Direct3D-10-API programmiert worden war. Da jedoch auch dies schon einige Monate her ist, nehmen wir den Benchmark nur mit in den Parcour, da sich die Ergebnisse auch für Jedermann daheim schnell nachvollziehen lassen.
Download: 3DMark Vantage [14]
3DMark Vantage (Performance-Preset)
Angaben in Punkten
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Cinebench
Das populäre, aus Deutschland stammende Maxon Cinema4D ist in unserem Benchmarkparcours in Form von Cinebench R10 vertreten. Die Software nutzt zum Raytracing bis zu 16 Prozessoren und profitiert damit von allen derzeit am Markt erhältlichen Desktop-Prozessoren von AMD oder Intel. In unserem Test präsentieren wir die Mitte 2007 veröffentlichte Version Cinebench R10. Wie üblich zeigen die Diagramme einerseits den Test mit nur einem Prozessorkern, zum anderen auch den Multi-Core-Test, der auch Hyper-Threading nutzt.
Download: Cinebench [15]
Cinebench R10
Angaben in Punkten
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SiSoft Sandra 2010
Egal ob es um Mainboard, Speicher, Festplatte, Peripherie, Steckkarten, Prozessor, Netzwerk, Schnittstellen, BIOS, Windows oder DirectX geht, SiSoft Sandra hat umfangreiche Antworten parat. Für einen Großteil der Hardware im PC gibt es zudem Benchmark-Tests, mit denen sich der PC auf seine Performance im Vergleich zu einigen Referenz-Rechnern testen lässt. All' diese Werte sind jedoch fast ausschließlich rein theoretischer Natur und haben wenig Bezug zur Praxis, jedoch lassen sich Prozessoren in ihren theoretischen Möglichkeiten gut vergleichen. Auch bieten Programme wie Sandra meist deutlich eher Möglichkeiten, neu integrierte Features von Prozessoren zu testen, ehe diese in Monaten oder Jahren in wirklichen Programmen integriert sind. Wir haben uns aus dem umfangreichen Repertoire für die Tests Arithmetik, Kryptografie sowie für die Speicherbandbreite entschieden. Es kommt die Version 16.11 vom 3. Dezember 2009 zum Einsatz.
Download: SiSoft Sandra [16]
SiSoft Sandra 2010 – CPU-Leistung
Angaben in MIPS
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SiSoft Sandra 2010 – AES-Verschlüsselung
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
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SiSoft Sandra 2010 – Speicherbandbreite
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
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x264 HD Benchmark
Der „x264 HD Benchmark“ wurde von den Kollegen von Tech ARP entwickelt und wird dort auch zum Download bereitgestellt [17]. In mehreren wiederholten Tests wird die Performance beim Umwandeln eines qualitativ hochwertigen Videos unter Berücksichtigung des x264-Codes aufgezeigt. Der Tests spaltet sich dabei in zwei Teile auf, von denen wir mit der Version 3.01 sowohl den ersten und den zweiten Teil publizieren.
x264 HD Benchmark 3.01
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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wPrime
Seit einigen Jahren gehört SuperPi zu Tests wie das Amen in der Kirche. Leider ist der Test aufgrund seines hohen Alters für aktuelle Prozessoren nur sehr bedingt aussagekräftig, weshalb er bei uns in Zukunft keine Beachtung mehr findet. Als Alternative bieten wir wPrime an. wPrime in der Version 2.00 ist Ende September 2008 erscheinen und liefert in unseren Augen die besten Ergebnisse, da alle Prozessorkerne bzw. Threads unter Windows voll ausgelastet und genutzt werden.
Download: wPrime [18]
wPrime
Angaben in Minuten, Sekunden
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WinRAR
Obwohl 7-Zip kostenlos und in Sachen Kompressionsrate vielen Konkurrenten überlegen ist, kommt die Software in Sachen Verbreitung bei Weitem nicht an WinRAR heran, das in Form von RAR seit DOS und Windows 3.1 verfügbar ist. Mittlerweile ist WinRAR zwar in der Lage neben rar auch andere Formate wie beispielsweise 7z zu entpacken, zum Komprimieren stehen allerdings nur rar und zip zur Verfügung. Seit WinRAR 3.60 [19] bietet nun auch der beliebte Packer Multi-Core-Support. Anzumerken ist dem Programm, dass mit jeder neuen Version und schnelleren Prozessoren alles ein klein wenig schneller und besser komprimiert wird, so dass der Vorsprung von 7-Zip deutlich geringer geworden ist. Das Programm in der Version 3.91 muss in diesem Abschnitt den integrierten Test hinter sich bringen, der Teil für die praxisnahe Anwendung folgt in einem separaten Abschnitt.
Download: WinRAR [20]
WinRAR (integriert)
Angaben in Kilobyte pro Sekunde (kB/s)
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Anwendungen
Autodesk 3ds Max 2010

Autodesk 3ds Max 2010 (mit SPECapc_3dsmax9)
Angaben in Minuten, Sekunden
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LAME
LAME [23] ist ein MP3-Encoder der Spitzenklasse, der dazu auch noch Freeware ist. Also wer immer seine beliebtesten Audio-CDs als MP3 auf dem Rechner überspielen möchte, mit diversen Einstellungen und Funktionen, der ist mit diesem Tool vollends bedient. Wir wandeln mit der Version 3.98.2 eine 700 MByte große Audio-Datei in ein MP3-Datei um, die eine Qualität von 192 kBit/s bietet. Die für das Erstellen dieser Datei benötigten Zeit mittels LAME wird von uns aufgezeichnet. Dabei wird schnell klar, dass das Programm nicht von mehreren Kernen profitiert, sondern der Takt eine wesentliche Rolle spielt.
Download: LAME [24]
LAME
Angaben in Minuten, Sekunden
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MainConcept H.264/AVC Pro
Zum Videos bearbeiten nutzen wir das Programm MainConcept [25] in der Version 1.61 vom gleichnamigen deutschen Unternehmen. Um dem aktuellen Stand der Dinge gerecht zu werden, verwenden wir die Reference-Version inklusive des Plug-Ins für H.264/AVC Pro. Damit wandeln wir knapp 4 GByte großes Rohmaterial von einer Videokamera in ein handliches H.264-Format mit einer Größe von lediglich noch 470 MByte um und geben die dafür benötigte Zeit an.
MainConcept H.264/AVC Pro
Angaben in Minuten, Sekunden
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Paint.NET
Das von Studenten der Washington State University entwickelte Paint.NET [26] war ursprünglich als Ersatz für das Windows XP integrierte Paint von Microsoft gedacht. In den letzten Monaten und Jahren ist es zu einem ausgewachsenen Programm gereift, dass sich selbst mit teuren Lösungen messen kann. Wir verwenden die etwas ältere Version 3.36, da die Variante 3.5.1 mit dem Benchmarktool PDNBench 3.20 [27] nicht zusammen arbeiten wollte. Dieses kleine Tool simuliert diverse Anwendungen, die man im Hauptprogramm vornehmen kann, und gibt am Ende die dafür benötigte Zeit aus. Per selbst erstelltem Script läuft der Test drei Mal in Folge durch, der Mittelwert landet am Ende in unserem Diagramm.
Paint.NET
Angaben in Sekunden
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SPECjvm2008
Mit SPECjvm2008 stellt die Standard Performance Evaluation Corporation (SPEC) einen von AMD, Bea, Hewlett-Packard, IBM, Intel und Sun in Zusammenarbeit mit SPEC entwickelten Benchmark für die Performance von Systemen unter Java zur Verfügung. Dabei ist sowohl der Prozessor mit allen Kernen als auch das Speicherinterface gefordert. Wir nutzen den integrierten Base-Run über fast ein Dutzend verschiedene Anwendungen, der einen Überblick über nahezu alle möglichen Funktionen schafft und am Ende ein vergleichbares Ergebnis ausliefert.


SPECjvm2008 (Java Virtual Machine Benchmark)
Angaben in Operations per Minute
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TrueCrypt
TrueCrypt ist ein Open-Source-Verschlüsselungstool, welches seit der Version 6.0 auch Multi-Core-Unterstützung bietet, welche dem Programm auf Dual-/Mehrkern- oder Multi-Prozessor-Systemen zu einer deutlich verbesserten Performance bei der Ver- und Entschlüsselung der Daten verhilft. Wie verwenden den integrierten AES-Benchmark-Test mit einem 100-MB-File.
Download: TrueCrypt [28]
TrueCrypt 6.3a
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
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WinRAR
Obwohl 7-Zip kostenlos und in Sachen Kompressionsrate vielen Konkurrenten überlegen ist, kommt die Software in Sachen Verbreitung bei Weitem nicht an WinRAR heran, das in Form von RAR seit DOS und Windows 3.1 verfügbar ist. Mittlerweile ist WinRAR zwar in der Lage neben rar auch andere Formate wie beispielsweise 7z zu entpacken, zum Komprimieren stehen allerdings nur rar und zip zur Verfügung. Seit WinRAR 3.60 [18] bietet nun auch der beliebte Packer Multi-Core-Support. Anzumerken ist dem Programm, dass mit jeder neuen Version und schnelleren Prozessoren alles ein klein wenig schneller und besser komprimiert wird, so dass der Vorsprung von 7-Zip deutlich geringer geworden ist. Das Programm in der Version 3.91 muss den Programmordner „tracks“ der installierten Spiels „Colin McRea: DiRT 2“, bestehend aus 2.555 Dateien und 84 Ordnern mit einer Gesamtgröße von 2,83 GByte, bei maximalen Qualitätseinstellungen in das Format .rar komprimieren.
Download: WinRAR [19]
WinRAR (real)
Angaben in Minuten, Sekunden
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PCMark Vantage
Etwas über zwei Jahre nach der Vorstellung des PCMark05, dem Futuremark-Benchmark zur Beurteilung der Leistung eines Rechners in verschiedensten Anwendungsszenarien, stellt der finnische Hersteller den PCMark07, „PCMark Vantage“ genannt, vor. Einmal mehr sollen Privatanwender und Firmen anhand eines kompakten Programms in der Lage sein, die Leistung eines Rechners auf Grundlage einer breiten Basis an Tests möglichst objektiv bewerten zu können. Alle Details zu dem neuen Benchmark stellt unser Artikel zu PCMark Vantage [29] bereit.
Download: PCMark Vantage [30]
PC Mark Vantage
Angaben in Punkten
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Spiele (800x600)
In diesem ersten Abschnitt wollen wir die Performance der Spiele bei geringer Auflösung von 800 x 600 Bildpunkten mit aber hohen Details zeigen. Dies soll insbesondere die Limitierung der Grafikkarte zurückschrauben, wirklich entfernen kann man den Einfluss dieser aber natürlich nie. Um den Prozessor dennoch zu fordern, werden in jedem Spiele hohe Grafikeinstellungen gewählt, die Funktionen von Anti-Aliasing und Anisotrope Filterung sind jedoch immer deaktiviert.
Anno 1404
Anno 1404 ist der jüngste Spross aus der Anno-Serie, der eine große Aufgabe vor sich hat: Die drei sehr erfolgreichen Vorgänger zu toppen. Rein technisch scheint der Titel dies locker erfüllen zu können, da Anno 1404 ohne Zweifel aktuell das optisch schönste Strategiespiel ist – und das vielleicht bei weitem. Der Titel bietet sogar eine Direct3D-10-Unterstützung an, was bei Strategiespielen noch Seltenheitswert hat. Das Auge nimmt dies auf jeden Fall gerne zu Kenntnis, da Anno 1404 nicht nur eine wunderschöne Wasserdarstellung bietet, sondern auch darüber hinaus durchweg zu gefallen weiß. Wir nutzen eine von uns erstellte Karte in einem Endlos-Spiel mit einer Gesamtbevölkerung von knapp 82.000 Einwohnern, diversen Schifffahrtsrouten und regem Treiben auf nahezu allen Inseln der riesigen Karte. Dieses Szenario bringt selbst High-End-PCs zum Schwitzen. Da es in Anno 1404 direkt im Spiel keine Option für 800 x 600 Bildpunkte gibt, kommt hier die Auflösung von 1.024 x 786 Pixel bei hohen Details (ohne AA/AF) zum Einsatz.



Anno 1404 (1024x768)
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Anno 1404 – Zusatztests
Nachdem wir uns bereits im letzten Test mit unserem gewählten Spielstand kritisch auseinander gesetzt hatten, wollen wir diese Sonderbetrachtung noch einmal erweitern. Beeinflusst von den Kommentare nach dem letzten Test haben wir uns drei weiteren Savegames zugewandt und wollen auch deren Ergebnisse präsentieren. Dabei haben wir auch noch einmal selbst Hand angelegt und die „Engine.ini“ von Anno 1404 editiert, aber nur im Bereich der Auflösung. Dies haben wir zum Einen auf 640 x 480 Bildpunkte beschränkt, die vollen Details ohne AA/AF blieben erhalten. Parallel dazu haben wir die Auflösung auch noch einmal auf 1680 x 1050 Bildpunkte erhöht, ebenfalls ohne AA/AF.



Zum Einsatz kommt als erstes unser gewähltes Savegame (16 MByte) mit 82.000 Einwohnern, als zweites haben wir die erste Mission der Kampagne (1 MByte) ausgesucht. Diese ist so ziemlich das genaue Gegenstück zu unserem Szenario: Es passiert bei 24 Einwohnern und einem einzigen stehenden Schiff quasi nichts. Zu guter Letzt haben wir uns noch für ein „Mittelding“ entschieden, einer großen, halb erkundeten Karte mit gerade 5.000 Einwohnern und einer Hand voll Schiffen – Savegamegröße etwa 7 MByte. Dieses letzte Szenario splitten wir zudem noch auf, einmal mit der Betrachtung auf die Hauptstadt, zum zweiten mit der Ansicht auf den kleineren Außenposten im Orient. Dass nämlich auch und gerade der Blick, auf welche Position der Karte auch immer, entscheidend für die ermittelten Bilder pro Sekunde ist, lässt sich dort besonders gut nachweisen.
Anno 1404 Sondertest (640 x 480)
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Die ermittelten Ergebnisse zeigen viele Dinge, eines zeigen sie jedoch besonders: So schön der Einsatz von Savegames auch immer ist, vergleichbar sind darauf basierende Tests kaum. Die Ergebnisse aus diesem Test können nur direkt hier vergleichen werden, da es schlichtweg nahezu unendlich viele Variablen gibt. Nur zehn virtuelle Meter in eine der vier Himmelsrichtungen, schon sind die ermittelten Ergebnisse für die Katz bzw. sieht komplett anders aus.
Anno 1404 Sondertest (1680 x 1050)
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Was weiterhin wirklich interessant ist, ist unsere vorab getätigte Wahl des Savegames, ohne auch nur einen Prozessor darauf getestet zu haben. So zeigt genau dieser eine Test ein völlig entgegengesetztes Bild zu den allen weiteren von uns getätigten Benchmarks. In jedem anderen Test geht Intel mitunter sehr deutlich als Sieger aus dem Parcours, ausgerechnet in unserem gewählten Test jedoch nicht. Also ist doch nicht alles Gold, was glänzt, man muss nur die Schwachstelle finden. Dass der schnellste AMD-Prozessor jedoch auf der kleineren Karte nahezu die gleichen Bilder pro Sekunde erreicht wie auf unserer großen Karte, lässt auch einen Fehler vermuten. Diese Werte wurden jedoch doppelt, dreifach und vierfach mit vielen CPUs überprüft, wobei sich die Prozessoren aus der eigenen Familie gegenseitig Rückendeckung und damit auch Bestätigung gaben. Es scheint schlichtweg so, dass wir hier ein Szenario gefunden haben, in dem AMDs Prozessoren richtig gut dastehen, während Intels Boliden an etwas zu knabbern haben, dass sie zurückwirft. Zudem sieht es so aus, als würde dieses spezielle Szenario nahezu linear mit der Takterhöhung bei den AMD-Prozessoren skalieren. Während 2,8 GHz etwa 36 Frames bedeuten und 3,4 GHz 44 Bilder pro Sekunde kommt der Phenom II X4 965 mit übertakteten 3,8 GHz schon auf knapp 48 Bilder pro Sekunde.
Doch ist dies am Ende jetzt der aussagekräftigste Test für das gesamte Spiel? Wer kommt denn überhaupt in den Genuss der riesigen Karte mit einer derart großen Bevölkerung zu eben genau diesen Konditionen? Wäre nicht also lieber doch ein kleineres Szenario mit etwa 5.000 Einwohner, wie wir es in unserem Sondertest genutzt haben, für die Masse der Leser näher an der Realität? Wiegen drei Sondertests, die ein gleiches Ergebnis zeigen, mehr als einer, der etwas komplett anderes darlegt? Fragen über Fragen, die uns wohl noch eine Weile beschäftigen. Wir stehen zu unserem ursprünglich gewählten Test und behalten genau das Ergebnis, das aufzeigt, dass die Intel-Prozessoren auch in Anno 1404 schlechter dastehen können als dies viele andere Seiten vermitteln. Dennoch können wir die weiteren Tests nicht völlig beiseite schieben, weshalb wir alle ermittelten Ergebnisse von Anno 1404 aus unserem Gesamtrating ausschließen.
Was bleibt am Ende nach der kleinen Liaison mit Anno 1404 festzustellen? Eine kleine Grundsatzentscheidung. Auch wenn einige Leser die integrierten „Timedemos“ oder Benchmark-Tests verteufeln, sie werden auch weiterhin Bestand haben. Denn der wirklich übergreifende Blick zu weiteren, auch externen Tests bietet dort zumindest immer ein ähnliches Bild – und nicht plötzlich mal etwas völlig anderes, wie es Anno 1404 beispielsweise zeigen kann. Deshalb wird es wohl in naher Zukunft fast keinen Test mit mehr als vier oder fünf Spielen geben, die sich komplett auf eigene Savegames verlassen und nicht mindestens auch ein Mal auf einen integrierten Test, ein Benchmark oder ein selbst laufendes Intro zurückgreifen. Zumal die besagte letzte Varianten daheim direkt nachvollzogen werden kann und nicht neue Fragen aufwirft.
Armed Assault 2 (ArmA II)
ArmA II war im Sommer 2009 ein tragisches Beispiel dafür, wie ein zu früher Veröffentlichungstermin aus einer wahren Perle einen nur mäßigen Titel gemacht hat. Dabei hatte das Spiel ein gewaltiges Potential. Allerdings hätte es weitaus mehr Sorgfalt, also wahrscheinlich schlichtweg mehr Zeit gebraucht, um dieses zur Gänze auszuschöpfen. Nach vielen Patches läuft das Spiel heute einigermaßen, entpuppt sich nach wie vor aber als wahrer Hardwarefresser. Besonders wenn man die Sichtweite auf 10.000 Meter maximiert – dabei geht fast jeder Rechner in die Knie. Ein Grund für uns, genau dies bei hohen Details zu tun. Dafür nutzen wir die Szenario-Mission „Trial By Fire“ kurz nach der Landung mit dem Hubschrauber vor dem Dorf und nehmen mit Fraps das Aussteigen der Männer aus dem Heli, den Abflug dessen sowie das Stürmen samt Trupp auf das Dort auf. Die uns dabei zur Verfügung stehenden Bilder pro Sekunde geben wir aus.


ArmA II (800x600)
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Armed Assault 2 (ArmA II) ist kein Freund von Intels Hyper-Threading bei den Quad-Core-Prozessoren – dies hatten wir im letzten Artikel bereits klargestellt. Dies kostet beispielsweise den Core i7-870 in dieser Position mehr als 15 Prozent. Schaltet man nämlich diese Funktion ab, erreicht das besagte Vier-Kern-Modell deutlich mehr Bilder pro Sekunde, aber vor allen fallen die minimalen Frames nicht mehr so stark ab. Dies merkt man auch direkt im Spiel, kommt es einem hier und da doch einmal ruckelig vor. Die Deaktivierung von SMT umgeht dies. Dass man Hyper-Threading aber nicht komplett verteufeln sollte, zeigen die neuen Zweikerner. Dies laufen mit der Technologie durchweg schneller. Vielmehr zeigt der Benchmark deshalb eine Schwäche des Spiels auf, dass zwar für vier Kerne – egal welcher Art (real oder virtuell) – aber nicht darüber hinaus ausgelegt ist.
Call of Duty: Modern Warfare 2
Vor gut zwei Jahren setzte Infinity Ward mit „Call of Duty 4 – Modern Warfare“ (ComputerBase Test [31]) neue Genre-Standards und veröffentlichte einen echten Top-Seller, der ein breites Publikum fand und in den meisten Reviews mit extrem guten Bewertungen punkten konnte. Kein Wunder also, dass die Veröffentlichung des Nachfolgetitels schon mehrere Monate vorab riesige Wellen schlug. Insgesamt ist der Nachfolger letztendlich genau das, was man vorab erwarten durfte: Ein Spiel, dass die großen Fußstapfen gebührend gefüllt hat. Wir nutzen die erste Mission des zweiten Akts, „Wolverine!“, für eine Analyse der Leistung auf aktuellen Prozessoren.
Call of Duty: Modern Warfare 2 (800x600)
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Colin McRae: DiRT 2
Dieses neue Rennspiels zählt zu den ersten Anwendungen, die das DirectX-11-Zeitalter auf dem PC einläuten. Inhaltlich baut Codemaster auf den Vorgänger DiRT auf, legt den Schwerpunkt also eher auf Off-Road-Rennen mit unterschiedlichen Vehikeln, anstatt einer reinen Rally-Umsetzung wie bei den ursprünglichen Titeln der Serie. Dabei macht das Spiel höllisch viel Spaß und sieht dank aktuellster Grafik-Unterstützung auch noch richtig gut aus. Wir nutzen die integrierte Benchmarkfunktion in mehreren Durchgängen auf einer Strecke in der Wüste Marokkos über lange 100 Sekunden, da sich so genauer die Höhen und Tiefen eines Kurses über lange, weitläufige Sandwege voller Rauch oder auch das Innere einer Stadt mit engen Gassen darstellen lassen.




Colin McRae: DiRT 2 (800x600)
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Far Cry 2
Auch wenn der bekannte Vorgänger Far Cry noch von dem deutschen Unternehmen Crytek (nun Crysis und Crysis Warhead) entwickelt worden ist, so hat UbiSoft die Marke Far Cry nicht fallen gelassen, sondern einen zweiten Teil entwickelt, auch wenn dieser mit dem ursprünglichen Spiel nicht mehr viel gemeinsam hat. Gleich geblieben, wenn auch auf nicht ganz so hohem Niveau, ist jedoch eine sehr gute Technik, die Afrika in frischem Glanz erscheinen lässt. Dazu hat UbiSoft mit Dunia eine neue Engine entworfen, die auf dem aktuellen Stand der Technik ist. Wir verwenden von Far Cry 2 das integrierte Benchmark-Tool und testen das Spiel mit der Small-Flyby-Sequenz.
Far Cry 2 (800x600)
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Resident Evil 5
Knapp vier Jahre nach Resident Evil 4 brachte Capcom das erste Resident Evil auf die PlayStation 3 sowie Xbox 360. Doch auch die PC-Version wurde nicht vergessen, ein zusätzlicher Benchmark mit zwei separaten Tests wurde ebenfalls bereit gestellt. Diese simulieren verschiedene Szenen in mehreren Stadtteilen, wobei es fast immer auf das gleiche hinausläuft – mehr Zombies zur Strecke zu bringen. Dies alles geschieht in doch recht ansehnlicher Grafik und guter Performance, insbesondere die Skalierung über mehrere Kerne fällt äußerst positiv auf, weshalb der Benchmark hier in Form der beiden integrierten Tests seinen Platz bekommt.
Resident Evil 5 (800x600)
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Spiele (1680x1050)
Nachdem wir alle Spiele in geringer Auflösung und hohen Details betrachtet haben, wird es Zeit für die praxisgerechte Analyse. Denn niemand spielt ein aktuelles Spiel in 800 x 600, die am häufigsten genutzte Auflösung auf ComputerBase war in den letzten Monaten 1.680 x 1.050 Bildpunkte. Genau diese zeigen wir bei hohen, respektive maximalen Details einschließlich der Verwendung von Anti-Aliasing und anisotroper Filterung.
Anno 1404



Anno 1404 (1680x1050)
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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ArmA 2


ArmA II (1680x1050)
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Das gleiche Bild wie bei 800x600 in diesem Benchmark wird auch hier deutlich: Intels Hyper-Threading (SMT) ist bei den realen Vier-Kern-Prozessoren nicht gern gesehen. Dieses Feature hat zur Folge, dass der Core i5 vor dem Core i7 landet. Schaltet man das SMT jedoch aus, erreicht ein Core i7-870 satte 30,45 Bilder pro Sekunde mit einem Minimum von 24 FPS, was genau das Ergebnis des vorherigen Tests bestätigt. SMT kostet den Core i7 15 Prozent ihrer Leistungsfähigkeit und damit in dieser Kategorie den Sieg. Dass man Hyper-Threading aber nicht komplett verteufeln sollte, zeigen wiederum die neuen Zweikerner. Dies laufen mit der Technologie durchweg schneller, als wenn man sie deaktiviert. Vielmehr zeigt der Benchmark deshalb eine Schwäche des Spiels auf, dass zwar für vier Kerne – egal welcher Art (real oder virtuell) – aber nicht darüber hinaus ausgelegt ist.
Call of Duty: Modern Warfare 2
Call of Duty: Modern Warfare 2 (1680x1050)
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Colin McRae: DiRT 2
Da Colin McRae: DiRT 2 das neue DirectX 11 unterstützt, nutzen wir diese Funktion auch. In der typischen Auflösung für einen 22-Zoll-TFT, 1.680 x 1050 Bildpunkte, läuft das Spiel auf sehr hohen Details mit aktiviertem AA/AF mit den folgenden Frames:




Colin McRae: DiRT 2 (1680x1050)
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Wie klar zu erkennen ist, limitiert die schnellste Single-GPU-Grafikkarte in der Auflösung bei maximalen Details inklusive qualitätssteigernden Mittel bei knapp 60 Bildern pro Sekunde. Vsync war zu jeder Zeit deaktiviert, es handelt sich dabei schlicht um die maximale Leistung der Grafikkarte.
Far Cry 2
Far Cry 2 (1680x1050)
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Resident Evil 5
Resident Evil 5 (1680x1050)
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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Performancerating
In unserem Rating schlüsseln wir wie in den letzten Jahren nach und nach die unterschiedlichen Bereiche auf. In das abschließende Rating fließen wie üblich nur Tests aus den Bereichen Anwendung sowie Spiele (komplett ohne Anno 1404), wobei alle anderen Segmente separat ausgegeben werden. An erster Stelle präsentieren wir dabei das Ergebnis, das den höchsten Realitätsgehalt hat, also alle Anwendungen und die Spiele in einer Auflösung von 1.680 x 1.050 Bildpunkten. Parallel dazu geben wir aber auch das Rating aus, was einen Blick mehr in die Zukunft offenbart, wenn die Anwendungen nahezu gleich bleiben, Spiele aber weiterhin nicht nur auf Grafik sondern auch auf CPUs optimiert werden. Deshalb fließen dort die Games in geringer Auflösung ohne AA/AF ein. Zur guter Letzt werden alle Bereiche (Anwendungen, Spiele) in geringer und hoher Auflösung sowie die theoretischen Tests zusammengefasst und separat ausgegeben.
Abschließendes Performancerating
Angaben in Prozent
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Abschließendes Performancerating
Angaben in Prozent
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Performancerating Anwendungen
Angaben in Prozent
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Performancerating Spiele (1680x1050)
Angaben in Prozent
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Performancerating Spiele (800x600)
Angaben in Prozent
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Performancerating theoretische Tests
Angaben in Prozent
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Sonstiges
Leistungsaufnahme
Die Leistungsaufnahme wird in unserem Testparcours immer für das gesamte System angegeben. In dieser Disziplin sind alle stromsparenden Eigenschaften der jeweiligen Plattformen aktiviert, was Cool'n'Quiet, EIST, C1E und andere Dinge einschließt. Durch die moderne 40-nm-Grafikkarte, die im Idle ebenfalls einen sehr geringen Leistungsbedarf aufweist, sind teilweise deutlich niedrigere Werte als in den Jahren zuvor ermöglicht, selbst wenn man die schnellsten Prozessoren mit der aktuell besten Single-GPU-Grafik paart. Beim Test unter voller Belastung der Prozessoren verlassen wir uns auf das gute alte Prime95 in der aktuellsten Version [32]. Was das Voltcraft-Messgerät am Ende direkt an der Steckdose anzeigt, geben wir in den folgenden Diagrammen preis.
Leistungsaufnahme (komplettes System)
Angaben in Watt (W)
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Dass Lynnfield mit den Modellen Core i5-750 und Core i7-870 und vier Kernen vor Clarkdale mit nur zwei Kernen liegt, mag im ersten Moment wie ein Fehler aussehen, lässt sich aber leicht erklären: Intel gibt den Lynnfield noch eine geringere Idle-Spannung mit auf den Weg, die durchweg immer unter 0,9 Volt, genauer gesagt bei etwa 0,86 Volt, liegt. Die Clarkdale hingegen bewegen sich um die 0,9 Volt, meist jedoch leicht darüber – bis zu 0,93 Volt sind drin. Am Ende hat dies zur Folge, dass die Lynnfield in dieser Disziplin am besten abschneiden.


Über die Verteilung bei Last braucht man sich nach dem heutigen Tag keine Illusionen mehr machen. Die 32-nm-Fertigung holt gegenüber den eh schon glänzenden Vorgängern in dieser Disziplin aus gleichem Hause nochmal etwas heraus und auch wenn die Abstände zu älteren Modellen vom Zahlenwert nicht zu groß ausfallen, sollte man sich vor Augen führen, dass hier der schnellste Dual-Core-Prozessor mit der aktuell schnellsten Single-GPU-Grafiklösung bei voller Prozessorlast keine 120 Watt verbrät. Schlussendlich benötigen die neue Core-Prozessoren auf Basis des Clarkdale weniger Energie und liefern im Gegenzug noch mehr Leistung.
Temperatur
Parallel zur Messung der Leistungsaufnahme erfolgt die Bestimmung der maximalen Temperatur. Diese wird sowohl über Tools ausgelesen, als auch noch einmal mittels Infrarotthermometer überprüft.
Temperatur
Angaben in °C
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Overclocking
Eine neue Fertigung verspricht auch immer etwas Spielraum bei den Taktraten – oder? Da Intel den ersten 32-nm-Prozessoren von Haus aus bereits bis zu 3,73 GHz bescheinigt, sollten 4 GHz ein leicht zu knackendes Ziel sein. Diese Theorie konnte auch umgehend in die Tat umgesetzt werden und danach ging der Spaß erst richtig los. Mit einem BCLK von 180 MHz erreichten wir stabile 4,5 GHz. Den Turbo-Modus hatten wir für diese Versuche deaktiviert, die Spannung auf einen festen Wert knapp über 1,3 Volt gesetzt.
Leistungsaufnahme Übertakten
Angaben in Watt (W)
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Die Leistungsaufnahme des Systems steigt in Prime95 auf 163 Watt an, muss sich aber keinesfalls vor der Konkurrenz verstecken. Denn immerhin redet man hier von 4,5 GHz mit zwei realen und zwei virtuellen Kernen (SMT). Laut offiziellen Spezifikationen kann man dem Clarkdale auch 1,4 Volt zutrauen, dieses wollten wir angesichts der schon sehr guten Ergebnisse bei 1,32 Volt aber nicht ausprobieren, da wir die CPU noch für weitere Tests benötigen. Was eine Übertaktung an Leistung bringt, liegt wie üblich an der Anwendung. Theoretische Tests und auch Anwendungen profitieren deutlicher, Spiele in hoher Auflösung fast gar nicht.
Anmerkung: Die von uns ermittelten Werte können in der Praxis nicht unerheblich abweichen, da diese teilweise mit speziellen Samples durchgeführt wurden, die uns von den Herstellern zur Verfügung gestellt wurden. Es besteht daher keine Garantie, dass alle hier im Test dargelegten Ergebnisse mit einem ähnlich konfigurierten System daheim erreicht werden können.
Undervolting
Das Undervolten des Prozessor gestaltet sich wie bei den „Lynnfield“ [33]-CPUs schwieriger als von bisherigen CPUs bekannt. Grundsätzlich kann man die Spannung im BIOS auf einen fixen Wert setzen oder halbautomatisch mit einer Tendenz in eine Richtung versehen (bei Asus heißt dieser Punkt „Offset Voltage“, mit dem man im folgenden Unterpunkt bestimmt, ob man die Spannung um einen frei wählbaren Zahlenwert erhöht oder eben absenkt). Die zweite Einstellung hat den Vorteil, dass der Prozessor unter Windows genau so agiert wie in der Default-Einstellung, sprich er senkt und hebt die Spannung wie er sie braucht, unter anderem für das Idlen oder die verschiedenen Schritte des Turbo-Modus'. Wählt man nämlich einen festen Zahlenwert, senkt der Prozessor im Idle die Spannung nicht mehr herab sondern belässt sie eben auf dem fest eingestellten Wert.
Dass es diese Funktion in sich hat, wussten wir bereits vom letzten Test. Ganz vorsichtig sollte man sich heran tasten, da auch die Clarkdale-Prozessoren bekanntlich die Spannung im Idle „default“ schon bis zu unter 0,9 Volt absenken. Der offizielle Arbeitsbereich der Prozessoren ist ab sehr niedrigen 0,65 Volt vorgesehen, diese Spannung im Idle-Modus war jedoch unmöglich zu erreichen. Bei einem Offset-Wert von -0,08 Volt mussten wir deshalb schon Schluss machen, was aber in einem Idle-Spannungswert von 0,83 Volt und einer maximalen Spannung von 1,10 Volt mit aktiviertem Turbo-Modus in Prime95 endete. Für den Vergleich haben wir uns auch für den parallelen Test mit einem festen Spannungswert entschieden, um näher aufzeigen zu können, ob die eine oder die andere Lösung die vermeintlich bessere ist.



Leistungsaufnahme Undervolting
Angaben in Watt (W)
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Als fester Wert kam ebenfalls 1,1 Volt zum Einsatz, unterhalb dieser Spannung kamen wir gerade so noch ins BIOS. Der Grund dafür steht ebenfalls in den offiziellen Spezifikationen, in denen es heißt, dass der Clarkdale für die Startphase etwa 1,1 Volt benötigt. Da wir mit unseren Einstellungen letztendlich quasi bei gleicher Spannung unter voller Belastung kamen, sind auch keine Unterschiede festzustellen.
Anmerkung: Die von uns ermittelten Werte können in der Praxis nicht unerheblich abweichen, da diese teilweise mit speziellen Samples durchgeführt wurden, die uns von den Herstellern zur Verfügung gestellt wurden. Es besteht daher keine Garantie, dass alle hier im Test dargelegten Ergebnisse mit einem ähnlich konfigurierten System daheim erreicht werden können.
Preis-Leistungs-Rating
Wir haben die aktuellen Ladenpreise für alle im Test vertretenen Prozessoren bei den günstigsten Online-Händlern herausgesucht und in einer Momentaufnahme festgehalten. Dabei wurde der Preis ausschließlich von lieferbaren Boxed-CPUs inklusive Kühler und voller Herstellergarantie berücksichtigt.
Preisliste
Angaben in Euro
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Wie üblich gilt bei der Übersicht das bekannte Motto: Fällt ein Prozessor im Preis, wandert er in dem Diagramm nach oben und sein Rating erhöht sich dadurch. Für dieses Preis-Leistungs-Verhältnis wird das Gesamtrating durch den Preis dividiert und mit 1.000 multipliziert. Das Ergebnis repräsentiert dann die Leistung, die man, kaufmännisch gerundet, aktuell für einen Euro erhält. Wir weisen ausdrücklich noch einmal darauf hin, dass sich der Preis der Prozessoren täglich ändern kann, weswegen eine dauerhafte Korrektheit der Liste nicht garantiert werden kann. (Stand der Preise: 03.01.2010)
Preis-Leistungs-Verhältnis
Angaben in Prozent
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Traditionell wird das Feld von den günstigen Zwei-Kern-Prozessoren angeführt. Die Athlon II X2 für einen Einstiegspreis von nicht einmal 50 Euro sind wie erwartet ganz vorn dabei in dieser Kategorie, so auch die anderen beiden im Test befindlichen Athlon-II-Prozessoren. Wie so oft verdeutlicht das Diagramm, dass man eine sehr hohe Grundleistung für einen sehr niedrigen Preis bekommt. Danach geht die Spirale langsam nach oben – die Prozessoren rutschen im Rating deutlich ab. Die ersten 32-nm-Prozessoren siedeln sich im unteren Mittelfeld an, lediglich die Core i3 für Preise über knapp 100 Euro können in der Disziplin relativ gut dastehen. Denn ein Core i3 ist in unserem Testfeld der Prozessor mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis.
Untersuchung der Grafikleistung
Intels Clarkdale-Prozessor und somit auch der von uns getestete Core i5-661 ist der erste seiner Art, der neben dem eigentlichen Hauptprozessor einen Grafikkern auf ein und demselben Package verbaut hat. Und somit spielt nicht nur die Leistung der reinen CPU sondern genauso die der GPU eine Rolle, von der wir an dieser Stelle einige erste Eindrücke wiedergeben wollen (ein gesonderter Artikel zum Thema Grafikkern im Clarkdale-Prozessor wird in den nächsten Tagen erscheinen!).
Eine Neuentwicklung ist der Grafik-Part nicht. Die Grafikeinheit ist mehr oder weniger identisch mit dem „GMA 4500HD“ aus demselben Hause. Doch der Clarkdale kommt mit höheren Taktraten und einigen weiteren Ausführungseinheiten daher. Das größte Problem bleibt damit aber nach wie vor dasselbe wie beim GMA 4500HD: Der Treiber. Doch so viel wollen wir in dieser Mini-Vorschau schon verraten: Die Treiber sind nicht mehr eine derartige Katastrophe, wie sie es noch vor einigen Monaten waren. Auf dem Niveau von ATi und Nvidia ist die Software aber noch lange nicht.
Den ersten Bug entdeckten wir gleich im Multi-Monitor-Betrieb, der zumindest unter Windows 7 x64 nicht funktioniert und entweder ein fürchterliches Ruckeln oder einen schwarzen Bildschirm hinterlässt.
Darüber hinaus hat der Treiber, der uns in der Revisionsnummer 15.16.4.64.2008 vorliegt, Schwierigkeiten mit einigen Spielen. Eines dieser Opfer ist das neue Colin McRae Dirt 2, das auf dem Clarkdale-Prozessor nichts als einen leeren Monitor erzeugt. Stalker – Call of Pripyat startet im Gegenzug zwar, weist aber trotz akzeptabler Frameraten ein störendes Ruckeln auf. Besser geworden ist dagegen das Treibermenü, das Intel überarbeitet hat und optisch nun in einem recht guten Glanz daher kommt. Dies kann aber kaum darüber hinweg täuschen, dass die integrierte Intel-GPU immer noch nichts mit Anti-Aliasing (wobei man über den Nutzen in diesem Segment streiten kann) anfangen kann und zudem der anisotrope Filter nicht gerade hochwertig ist.
Doch es gibt durchaus auch einige gute Nachrichten von der GPU zu berichten: So weiß zum Beispiel die Blu-ray-Wiedergabe, unabhängig von dem eingesetzten Codec, zu überzeugen. Die Entlastung der CPU ist sehr gut und die Bildqualität ist auf einem akzeptablen Niveau – wobei allerdings Nvidias GeForce-9300-Chipsatz immer noch ein besseres Bild abliefert.
Zu guter Letzt hat Intel die Performance in Spielen steigern können, von denen, zumindest so lange der Treiber nicht dazwischen funkt, einige mit stark reduzierten Details annehmbar laufen.
World in Conflict: SA - 1280x1024
Angaben in Bildern pro Sekunde (FPS)
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So zum Beispiel World Conflict: Soviet Assault, das unter 1280x1024 auf der Detailstufe „Niedrig“ ein flüssiges Spielen ermöglicht. Der Vertreter der „GMA 4500HD“-Klasse auf einem G45-Chipsatz (samt Intel-Core-2-E8600-Prozessor) rechnet knapp 15 Bilder pro Sekunde langsamer, die GeForce 9300 auf dem „GeForce 9300-ITX WiFi (GF9300-I-E)“ von Zotac allerdings etwas mehr als sieben Frames per Second schneller.
Weitere Details gibt es, wie eingangs versprochen, in den kommenden Tagen.
Fazit und Empfehlung
Nach diesem Testmarathon gibt es viele Sachen, die wir abschließend noch ansprechen möchten. Also Schritt für Schritt der Reihe nach!
Intels 32-nm-Fertigung in Form der Clarkdale-Prozessoren ist eine Evolution, die Revolution blieb angesichts der schon sehr guten Vorgänger aus. Doch viele Technologien aus den höherpreisigen Regionen finden ab jetzt auch Anwendung im Mainstream- und Einsteiger-Segment, was die neuen Zwei-Kern-Prozessoren in jeder Hinsicht vor die alten Modelle schiebt.
Die erstmals bei den Zwei-Kern-Prozessoren der neuen Core-i3- und Core-i5-Familie eingeführte Funktion „Hyper-Threading“ steht nach dem heutigen Tag in einem deutlich besseren Licht da, als es die vorangegangenen Tests vermittelt haben. Ein Dual-Core-Prozessor profitiert deutlich mehr von zwei virtuellen Kernen als es die vier reale Kerne aus der Core-i7-Familie tun. Die Schuld dafür ist wohl zum größten Teil in den Anwendungen selbst zu suchen. Einige bieten durchaus Mehrkernunterstützung, scheinen aber hier und da genau ab vier Kernen mit dieser Unterstützung aufzuhören. Bestes Beispiel aus unserem Test ist das Spiel „Armed Assault 2“ (ArmA II). Während ein Core i7-870 mit vier realen Kernen durch die Aktivierung der vier virtuellen Kerne 15 Prozent an Performance einbüßt, legt ein Core i5-661 mit zwei realen Kernen beim Hinzuschalten der zwei virtuellen Kernen bis zu acht Prozent zu. Der Zugewinn schwankt von Spiel zu Spiel, Verluste bedeutet die Funktion des Hyper-Threading bei den Zwei-Kern-Prozessoren aber in keinem Fall!
Zweites neues Feature für die Core i5 ist der Turbo-Modus. Dieser kann der CPU einen maximalen Schub von +266 MHz geben, welcher hier und da auch zum Einsatz kommt. Oft ist es jedoch nur die Hälfte des besagten Taktes und 133 MHz bei einem Grundtakt von mehr als 3 GHz wirken sich dann kaum noch auf die Performance aus. So liegen in unserem Abschlussrating gerade zwei bis drei Prozent zwischen einem Core i5 mit aktiviertem respektive deaktiviertem Turbo. Dies führt uns sogleich zu den Core i3, die auf diese Funktion ab Werk verzichten müssen. Wie wir gezeigt haben, ist dies kein Beinbruch, die deutlich wichtigere Funktion Hyper-Threading bleibt den Core i3 bekanntlich erhalten. Während der Turbo-Modus bei den Lynnfield-Desktop-Prozessoren zu einem wirklichen Bonus mit einer Taktsteigerung von bis zu 666 MHz herangewachsen ist, wird er bei den neuen Zwei-Kern-Prozessoren für das gleiche Segment also vorerst wieder zu einem netten aber nicht notwendigen Gimmick degradiert.
Was dem neuen 32-nm-Prozessor bleibt, wenn man die neuen Funktionen alle abschaltet, haben wir ebenfalls gezeigt. Es wird schnell klar, dass eben diese neuen Funktionen quasi allein für die Performancesteigerung verantwortlich sind. Der Core 2 Duo E8600 mit 3,33 GHz als „bis gestern“ schnellsten Zwei-Kern-Prozessor von Intel ist quasi genau so schnell wie ein 3,33 GHz getakteter Core i5-661, der um die beiden Funktionen Turbo und Hyper-Threading beschnitten wurde. Aktiviert man jedoch alle Neuheiten, hebt sich der Core i5 am Ende um knapp 15 Prozent vom alten Modell ab. Genau dies lässt uns den Ausblick auf die Performance des kleinsten Ablegers für den Desktop schätzen, den Pentium G6950. Dieser hat kein Hyper-Threading, keinen Turbo, dazu noch 25 Prozent weniger L3-Cache und einen langsamere Speicheranbindung von nur noch DDR3-1066. Sein Preis von 87 US-Dollar sowie der Name Pentium verrät, dass er wohl in genau der gleichen Liga spielen wird wie die bisherigen Pentium zu gleichen Preisen. Leistungszuwächse sind dort kaum oder nur minimal zu erwarten, doch auch dies sehen wir uns zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal genauer in der Praxis an.
Geerbt haben die neuen Clarkdale-Prozessoren von den bereits auf der Nehalem-Architektur basierenden CPUs die Leistungsaufnahme. Im Idle werden sehr niedrige Zahlen erreicht, unter voller Belastung werden die bereits sehr effizient arbeitenden Vorgänger aus der Core-2-Duo-Familie noch unterboten. Dies ist natürlich in erster Linie der 32-nm-Fertigung sowie den nochmals verbesserten Stromsparmechanismen „geschuldet“. Dies wird insbesondere dadurch auffällig, dass die Funktionen Hyper-Threading und Turbo sich kaum noch auf die Leistungsaufnahme unter voller Belastung auswirken. Eine Abweichung von gerade zehn Watt bei den unterschiedlichen Zuständen ist zwar noch vorhanden, jedoch ist dies weit entfernt von den ersten Modellen, bei denen diese Funktionen für einen Mehrverbrauch von 25 Prozent [34] sorgen konnten.
Im Rahmen unserer Sondertests sind wir natürlich auch dem Verhalten beim Absenken der Spannung, dem sogenannten „Undervolting“, nachgegangen. Dank effektiver Stromsparmechanismen lassen sich dort aber nur bedingt Watt einsparen, der Prozessor agiert von Haus aus sehr effizient (vor allem durch die fortwährende selbstständige Regelung der Spannung). Mehr Glück hatten wir hingegen beim Übertakten des neuen Zwei-Kern-Prozessors, was angesichts der vorab vermeldeten ersten Rekorde [35] fast schon zu erwarten war. Locker flockig ging unser Core i5 mit 4,5 GHz durch den Benchmark-Parcours – und dabei hatten wir mit 1,3 Volt noch nicht einmal die maximal von Intel freigegebene Spannung von 1,4 Volt angelegt. Hier besteht in vielen Fällen sicher noch Luft nach oben, auch wenn unsere Ergebnisse mit einem Sample des Herstellers ermittelt wurden, was man nie vergessen sollte.
Empfehlung
Am Ende des langen Tests bleibt der Blick auf die Preisgestaltung und damit die Empfehlung. Die Core i5 aus der 660er-Serie werden es angesichts des nicht gerade günstigen Einstiegspreises von 170 Euro und aufwärts in den ersten Tagen nicht leicht haben. Zumal aus eigenem Hause ein neuer Vier-Kern-Prozessor, der Core i5-750, für etwa 20 Euro günstiger zu haben ist. „Real men have real cores“, könnte man leicht abgewandelt an dieser Stelle ausrufen – genau dies zeigt unser Test. Der Core i5-750 mit vier Kernen ist im Gesamtpaket einfach schneller – und günstiger. Der Clarkdale-Prozessor scheint hier auf verlorenem Boden zu stehen. Richtig schwer wird es für das Flaggschiff, den Core i5-670, das mit 133 MHz höher taktet als das hier getestet Modell 661. Die CPU ist mit 250 Euro teurer als ein Core i7-860 mit vier Kernen, der diesen Zwei-Kern-Prozessor wohl in jedem Test um Längen schlägt. Der Core i5-670 dürfte in den Anfangstagen im Retail-Endkunden-Geschäft wohl eher ein Ladenhüter werden.
Etwas anders sieht es bei den Core i3 aus. Diese starten bei etwas über 100 Euro, dafür bekommt man eine gute Leistung und Quad-Core-Prozessoren aus dem Hause Intel sind in dem Preisbereich quasi nicht zu finden. Wenn man allerdings von diesem Preisbereich spricht, muss der Blick zwangsläufig zum Konkurrent AMD fallen. Dort gibt es für knapp über 100 Euro vier Kerne und das sogar in bester Form, dem Phenom II X4. Dieser ist im Gesamtpaket ab 2,8 GHz (und darüber hinaus sowieso) schneller als die neuen Zwei-Kern-Prozessoren von Intel. Da man die neuen Zwei-Kern-Prozessoren von Intel in jedem Fall zusammen mit einem neuen Mainboard erwerben muss, lohnt immer der Blick auf die „komplette“ Alternative. Und da AMD insbesondere im Preissegment um 100 Euro und darunter sehr gut positioniert ist, verlieren die Intel-Prozessoren hier (weiter) an Boden. Aber noch schlimmer für die Intel-Fraktion: Die Core i3 leisten so viel wie ein Athlon II X4, dieser kostet jedoch gerade 80 Euro. Und dass 20 bis 40 Euro in diesem Einsteiger-Markt bereits Welten sind, haben wir nicht zum ersten Mal vermittelt. Zumal Mainboards für AMD-Prozessoren auch noch günstiger sind, egal ob mit integrierter Grafik oder ohne.
Zusammenfassend lässt sich schlussendlich sagen, dass der Clarkdale für den Desktop-Einsatz in Form der neuen Core i3 und Core i5 ein sehr leistungsstarker und dank niedriger Leistungsaufnahme sehr effizienter Prozessor ist, dem jedoch seine Preisgestaltung, dank deutlich erstarkter Konkurrenz von AMD, einen makellosen Start im Retail-Markt ein wenig vermiest. Dies dürfte dem Erfolg der neuen 32-nm-Architektur in den kommenden Monaten aber kaum Abbruch tun, denn Intel wird den Clarkdale primär für den OEM-Markt bereitstellen – genau dort rechnet sich auch die Bündelung von CPU und GPU. Intel hatte sich im Vorfeld zudem nicht umsonst auch auf den mobilen Bereich fokussiert, denn dort dürften die Neuerungen nochmals wesentlich mehr Anklang finden als im Desktop-Segment. Eben in diesem Notebook-Markt ist schließlich auch die Konkurrenz schwächer, weshalb man sich nur selbst schlagen muss. Und dass dies geht, hat man heute gezeigt.












