Zwei Monate sind die Sandy Bridge jetzt offiziell auf dem Markt und haben in vielen Bereichen gezeigt, dass hohe Performance mit einem relativ geringen Energiebedarf möglich ist. Mit einem nochmals geschärften Fokus auf die Energieeinsparung sehen wir uns heute ein Quad-Core-Modell mit einer von 95 auf 65 Watt gesenkten TDP genauer ansehen. Diese TDP-Klassifizierung erlaubt es, dass der Core i5-2400S passiv gekühlt in einem Mini-ITX-Gehäuse seinen Dienst verrichten kann – unser Test zum Impactics K.I.S.S.S. hatte dies gezeigt [1].
„Sandy Bridge“-Unterseite
Vorstellung
Der Core i5-2400S ist eines von vielen Modellen, die sich von den typischen Desktop-Varianten unterscheiden. Intel will mit den „T“- und „S“-Modellen weitere Märkte erschließen – insbesondere über das OEM-Geschäft. In den Endkunden-Handel gelangen deshalb erst einmal nicht alle dieser Prozessoren, augenscheinlich sind es vorerst nur der Core i5-2400S mit vier Kernen und ein Vertreter mit zwei Kernen – der Core i3-2100T. Dies zeigt auch der Blick in den Preisvergleich [2], wo lediglich die beiden Versionen großflächig angeboten werden. Von allen anderen Modellen (wie 2500S, 2500T, 2390T und auch 2600S) fehlt jede Spur bzw. sind nur ein oder zwei Listungen von „Tray“-Modellen (OEM). Intel Deutschland bestätigte unsere Vermutungen, dass vorerst eben nur die beiden Versionen offiziell im Einzelhandel verfügbar sein werden, versprach aber auch, dass in Zukunft weitere Modelle kommen sollen.
„Sandy Bridge“ für den Desktop von 150 bis 200 Euro
Modell
Kerne / Threads
Takt / Turbo SC Turbo DC Turbo QC
L3- Cache
Grafik
Grafiktakt / mit Turbo
TDP
Preis
Core i5-2500K
4 / 4
3,3 GHz 3,7 GHz 3,6 GHz 3,4 GHz
6 MB
HD 3000
850 MHz 1.100 MHz
95 W
$216
Core i5-2500
4 / 4
3,3 GHz 3,7 GHz 3,6 GHz 3,4 GHz
6 MB
HD 2000
850 MHz 1.100 MHz
95 W
$205
Core i5-2400
4 / 4
3,1 GHz 3,4 GHz 3,3 GHz 3,2 GHz
6 MB
HD 2000
850 MHz 1.100 MHz
95 W
$184
Core i5-2400S
4 / 4
2,5 GHz 3,3 GHz 3,2 GHz 2,6 GHz
6 MB
HD 2000
850 MHz 1.100 MHz
65 W
$195
Core i5-2300
4 / 4
2,8 GHz 3,1 GHz 3,0 GHz 2,9 GHz
6 MB
HD 2000
850 MHz 1.100 MHz
95 W
$177
Turbo SC: Maximaltakt bei Belastung eines Kerns Turbo DC: Maximaltakt bei Belastung zweier Kerne Turbo QC: Maximaltakt bei Belastung von vier Kernen
Die niedrigere TDP-Einstufung erkauft sich Intel bei all diesen Modellen in erster Linie mit einem gesenkten Takt. Dies wiederum resultiert in einer geringeren Stromstärke, mit der die Prozessoren maximal arbeiten, welches wiederum direkten Einfluss auf die Leistungsaufnahme und damit auch Abwärme des Prozessor und somit die TDP, die eben den Wert für die notwendige Kühllösung beschreibt, hat. Die Spannung agiert bei allen „Sandy Bridge“ im gleichen Rahmen.
Spannung und Stromstärke bei „Sandy Bridge“-CPUs
Der Core i5-2400S taktet mit 2,5 GHz und setzt auf einen starken Turbo-Modus. Werden alle vier Kerne belastet, wird der Takt noch um 100 MHz angehoben. Richtig Feuer gibt die interne Einstellung den Kernen aber, wenn nur zwei oder gar einer ausgelastet wird. Dann steigt der Takt auf 3,2 respektive gar 3,3 GHz an.
Intel Core i5-2400S bei Turbo mit einem Kern Intel Core i5-2400S bei Turbo mit zwei Kernn Intel Core i5-2400S mit Turbo und Last auf vier Kerne Intel Core i5-2400S ohne Turbo
Den Test werden wir wie gewohnt durchziehen. Einerseits mit allen aktivierten Features, andererseits aber auch mit deaktiviertem Turbo – 800 MHz Unterschied zum „normalen“ Core i5-2400 müssen sich schließlich irgendwo bemerkbar machen.
Testsystem
Auch im Jahre 2010 hat unser altes Testsystem wieder knapp 60 Modelle in unterschiedlichster Konstellation gesehen. Da sich in diesem Zeitraum in allen Bereichen die restlichen Komponenten ebenso weiter entwickelt haben, war es erneut Zeit für ein umfangreiches Update. Dabei haben wir unser System an fast allen Fronten optimiert und an einer der wichtigsten auf eine der aktuell schnellsten Grafiklösungen zurückgegriffen: die MSI GeForce GTX 580, die uns MSI zur Verfügung gestellt hat, wird in Zukunft die Bilder auf den Monitor zeichnen.
MSI Nvidia GeForce GTX 580
Doch auch die weiteren Komponenten haben wir massiv überarbeitet. Ein „80 Plus Gold“-Netzteil von Enermax mit einem Wirkungsgrad jenseits der 90 Prozent sorgt mit maximal 600 Watt für genügend Leistung in allen Bereichen. Passend zum steigenden Umweltbewusstsein der Bevölkerung haben wir uns neben dem hocheffizienten Netzteil auch für ebenso guten Speicher entscheiden. Die Kingston-LoVo-DDR3-Module arbeiten bei 1.866 MHz mit lediglich 1,35 Volt, bei 1.333 oder 1.066 MHz sind nur 1,25 Volt nötig. Mit diesen Speicherriegeln ist auch der Grundstein für „Bulldozer“ von AMD gelegt, der derart hohe Taktraten unterstützt. So steht einer Verwendung ein und derselben Module in den kommenden Monaten nichts im Weg.
Des Weiteren vertrauen wir auf unseren „Cooler Master Stacker RC-832“ mit seinen zwei integrierten 120-mm-Lüftern, um einen möglichst fairen und realitätsnahen Vergleich zwischen den Kontrahenten zu ermöglichen und gleichzeitig auf eventuelle thermische Probleme der Prozessoren zu stoßen. Deshalb kommt als Einheitskühler für alle CPUs auch weiterhin der Noctua NH-U12P mit Lüfter NF-P12 zum Einsatz.
Als Betriebssystem setzten wir weiterhin auf Windows 7 in der 64-Bit-Variante, das wir bereits auf das Service Pack 1 (RC) aktualisiert haben, da so neuartige Features wie „AVX“ unterstützt werden. Wie die weitere verwendete Software aussieht, wird im Abschnitt Benchmarks aufgeschlüsselt. Alle sonstigen Details zum Testsystem gibt es folgend:
Komplette Aufschlüsselung des Testsystems und den verwendeten Komponenten.
Der integrierte Grafikkern der „Clarkdale“-Prozessoren war für den Zeitraum des reinen Prozessortests deaktiviert, da die GeForce GTX 580 zum Einsatz kam. Eine Betrachtung des Prozessor inklusive der Grafikleistung liefert unsere separate Analyse [3].
Motherboard
AMD
Asus Crosshair IV Formula (AMD 890FX + SB850) – Sockel AM3 – Revision 1.02G – BIOS 1102 vom 24. August 2010
Intel
Asus P8P67 Deluxe (Intel P67-Chipsatz) – Sockel LGA1155 – Revision 1.03 – BIOS/EFI 0905 vom 15. Dezember 2010
Asus P6T Deluxe (Intel X58-Chipsatz) – Sockel LGA1366 – Revision 1.02G – BIOS: 2209 vom 21. September 2010
Microsoft Windows 7 64-Bit Ultimate, Service Pack 1 (RC)
Microsoft DirectX 11
Benchmarks
Bei den Benchmarks gehen wir erneut den Weg der Dreiteilung (besser gesagt sogar Vierteilung). Denn während theoretische Tests oft diverse Neuheiten in den Prozessoren direkt ansprechen können, ist die reale Software noch lange nicht so weit. Deshalb erfolgt die strikte Trennung der theoretischen Tests zu den echten Anwendungen. Letztere werden dabei wie üblich auch in unser Abschlussrating einfließen, während die theoretischen Tests außen vor bleiben.
Bei den Spielen teilen wir das Feld ebenfalls wieder auf. Im ersten Teil senken wir die Auflösung jeweils auf das Minimum, behalten die Grafikeinstellungen aber auf hohen Details ohne AA/AF bei. Dabei lassen sich die Unterschiede zwischen den CPUs am ehesten erkennen.
Da keiner heutzutage noch in 640 × 480 Bildpunkten spielt, drehen wir im zweiten Teil die Auflösung auf das aktuell am häufigsten genutzte Format von 1.680 × 1.050 Bildpunkten hoch und schalten AA/AF hinzu. Damit wird letztendlich die Grafikkarte mehr gefordert – eine GeForce GTX 580 lässt aber weiterhin genug Luft, um auch hier Unterschiede ausmachen zu können.
Auch im Jahr 2010/2011 kommt man an 3DMark zwar vorbei, gesehen und zu Rate gezogen wird es trotzdem immer wieder gern. Die aktuellste Ausgabe 3DMark 11 ist einmal mehr ein optischer Leckerbissen und fordert selbst die schnellste Hardware gewaltig. Dennoch lassen sich die erzielten Ergebnisse bei realen Anwendungen nicht immer bestätigen, weshalb wir diesen Benchmark aufzeigen, ihn aber in den Teil der theoretischen Tests gesteckt haben.
Cinebench ist eine plattformübergreifende Test-Suite, mit der man die Leistungsfähigkeit des Computers messen kann. Cinebench basiert auf Maxons vielfach ausgezeichneter 3D-Software Cinema 4D und besteht aus zwei Bestandteilen – dem Leistungstest für die Grafikkarte und dem für die CPU. Wir geben sowohl den CPU- als auch Grafiktest aus, wobei aber nur das CPU-Ergebnis in das Abschlussrating der theoretischen Tests einfließt.
Egal ob es um Mainboard, Speicher, Festplatte, Peripherie, Steckkarten, Prozessor, Netzwerk, Schnittstellen, BIOS, Windows oder DirectX geht, SiSoft Sandra hat umfangreiche Antworten parat. Für einen Großteil der Hardware im PC gibt es zudem Benchmark-Tests, mit denen sich der PC auf seine Performance im Vergleich zu einigen Referenz-Rechnern testen lässt. All' diese Werte sind jedoch fast ausschließlich rein theoretischer Natur und haben wenig Bezug zur Praxis, jedoch lassen sich Prozessoren in ihren theoretischen Möglichkeiten gut vergleichen. Auch bieten Programme wie Sandra meist deutlich eher Möglichkeiten, neu integrierte Features von Prozessoren zu testen, ehe diese in Monaten oder Jahren in wirklichen Programmen integriert sind. Wir haben uns aus dem umfangreichen Repertoire als erstes für die Tests Arithmetik und Kryptografie entschieden, da dort die Rohleistung der CPU eingeschätzt sowie das neue Hardware-AES genutzt wird.
In der Fortsetzung der Benchmarks mit SiSoft Sandra setzen wir auf den Test der Speicherbandbreite sowie deren Anbindung und Unterstützung durch die CPU. Dabei greifen auch die neuen Instruktionen wie AVX und FMA.
WinRAR gehört seit Jahren in Sachen Verbreitung zu den bekanntesten Programmen auf dem PC. Das Pack-Programm in der Version 4.0 muss in diesem Abschnitt den integrierten Benchmark-Test hinter sich bringen, der Teil für die praxisnahe Anwendung folgt in einem separaten Abschnitt.
Autodesk 3ds Max ist eine umfassende Lösung für 3D-Modellierung, -Animation und -Rendering, das von führenden Unternehmen in der Spieleentwicklung, der Film- und Fernsehindustrie und im digitalen Publishing eingesetzt wird. In unserem Test vereinen wir die aktuelle Version 3ds Max 2011 [17] mit einem Benchmark von SPEC, der Standard Performance Evaluation Corporation. SPEC stellt für 3ds Max einen separaten Teil bereit, der sich „SPECapc for 3ds Max 9“ [18] nennt. Dieses Paket beinhaltet das Projekt „Space_flyby_mentalray“, welches wir in der Auflösung von 1.920 x 1.080 Bildpunkten rendern lassen und die dafür benötigte Zeit angeben.
MainConcept H.264/AVC Pro Zum Videos bearbeiten nutzen wir das Programm MainConcept [19] in der Version 2.1 vom gleichnamigen deutschen Unternehmen. Um dem aktuellen Stand der Dinge gerecht zu werden, verwenden wir die Reference-Version inklusive des Plug-Ins für H.264/AVC Pro. Damit wandeln wir 4 GByte großes Rohmaterial von einer Videokamera in ein handliches H.264-Format mit einer Größe von lediglich noch 450 MByte um und geben die dafür benötigte Zeit an.
Hinter dBPoweramp versteckt sich ein Programm zum Umwandeln von Musik. Dieses spielt insbesondere bei mehreren Kernen seine Vorzüge aus, bearbeitet es dann doch die einzelnen Titel gleichzeitig. Wir nutzen beim dBpoweramp Music Converter (dMC) [20] jedoch sowohl die Umwandlung eines 700 MByte großen Wave-Files in das MP3-Formats als auch die Umwandlung 16 solcher Dateien mit einer Gesamtgröße von knapp 11 GByte und einer Spielzeit von mehr als 18,5 Stunden und zeigen die dafür benötigte Zeit auf.
TrueCrypt ist ein Open-Source-Verschlüsselungstool, welches seit der Version 6.0 auch Multi-Core-Unterstützung und seit der Version 7.0 auch AES-Support bietet, welche dem Programm je nach Hardware-Unterstützung zu einer deutlich verbesserten Performance bei der Ver- und Entschlüsselung der Daten verhilft. Wie verwenden den integrierten AES-Benchmark-Test der Version 7.0a mit einem 100-MB-File und geben den Durchschnittswert an.
Mit SPECjvm2008 stellt die Standard Performance Evaluation Corporation (SPEC) einen von AMD, Bea, Hewlett-Packard, IBM, Intel und Sun in Zusammenarbeit mit SPEC entwickelten Benchmark für die Performance von Systemen unter Java zur Verfügung. Dabei ist sowohl der Prozessor mit allen Kernen als auch das Speicherinterface gefordert. Wir nutzen den integrierten Base-Run über fast ein Dutzend verschiedene Anwendungen, der einen Überblick über nahezu alle möglichen Funktionen schafft und am Ende ein vergleichbares Ergebnis ausliefert.
Das von Studenten der Washington State University entwickelte Paint.NET war ursprünglich als Ersatz für das Windows XP integrierte Paint von Microsoft gedacht. Wir verwenden die etwas ältere Version 3.36, da die Variante 3.5.1 mit dem Benchmarktool PDNBench 3.20 [22] nicht zusammen arbeiten wollte. Dieses kleine Tool simuliert diverse Anwendungen, die man im Hauptprogramm vornehmen kann, und gibt am Ende die dafür benötigte Zeit aus. Per selbst erstelltem Script läuft der Test drei Mal in Folge durch, der Mittelwert landet am Ende in unserem Diagramm.
In diesem Abschnitt nutzen wir WinRAR 4.0 und packen per Kommandozeile und selbst erstellter Batch-Datei den 1.232 Dateien und 43 Ordner umfassenden, 2,39 GByte großen „Tracks“-Ordner des Spiels „F1 2010“. Der Mittelwert aus fünf Durchläufen wird in unserem Diagramm dargestellt.
Der „x264 HD Benchmark“ wurde von den Kollegen von Tech ARP entwickelt und wird dort auch zum Download bereitgestellt [24]. In mehreren wiederholten Tests wird die Performance beim Umwandeln eines qualitativ hochwertigen Videos unter Berücksichtigung des x264-Codes aufgezeigt. Der Tests spaltet sich dabei in zwei Teile auf, von denen wir mit der Version 3.19 sowohl den ersten und den zweiten Teil publizieren.
PCMark Vantage Etwas über zwei Jahre nach der Vorstellung des PCMark05, dem Futuremark-Benchmark zur Beurteilung der Leistung eines Rechners in verschiedensten Anwendungsszenarien, stellt der finnische Hersteller den PCMark07, „PCMark Vantage“ genannt, vor. Einmal mehr sollen Privatanwender und Firmen anhand eines kompakten Programms in der Lage sein, die Leistung eines Rechners auf Grundlage einer breiten Basis an Tests möglichst objektiv bewerten zu können. Alle Details zu dem neuen Benchmark stellt unser Artikel zu PCMark Vantage [25] bereit.
Jowoods „ArcaniA – Gothic 4“ konnte sich nach vielen Vorschusslorbeeren nur bedingt im Rollenspielmarkt behaupten. In erster Linie beim geringem Spielumfang als auch in den hohen Hardwareanforderungen gingen die meisten Kritikpunkte ein. Letzteres nutzen wir, um die Leistung auf aktuellen Prozessoren darzulegen. Dafür bewegen wir uns mit unserem Charakter vom Turm vor der Hafenstadt bis in dessen Mitte. Für diesen 80 Sekunden langen Lauf geben wird die durchschnittliche und minimale Anzahl an Bildern pro Sekunde an – in diesem Fall in der Auflösung von 1.024 × 768 Bildpunkten bei hohen Details.
„Armed Assault 2“ (ArmA 2) konnte mit der Stand-Alone-Addon „Operation Arrowhead“ nach dem holprigen Start des Originals viel wieder gut machen. Auch in der Version 1.56 ist das Spiel noch immer ein Hardwarefresser, der aktuellste Rechner in sämtlichen Lagen dank einer Sichtweite von 10.000 Metern spielend an die Grenzen bringt. Wir nutzen die integrierte Benchmark-Funktion alias Szenario E08, geben die Werte aber mit Fraps aus, um so sowohl den Mittel- als auch Minimalwert festzuhalten. Dabei kommt die minimale Auflösung von 640 × 480 Bildpunkten bei hohen Details und der bereits erwähnten maximalen Sichtweite zum Einsatz.
Call of Duty: Black Ops ist aufgrund seiner vielen bekannten Vorgänger eines der populärsten Spiele des Jahres 2010 – dies zeigt auch der Umsatz, der binnen wenigen Wochen die Milliarden-Grenze geknackt [27] hatte. Das Spiel selbst ist zwar nicht sehr hardwarefordernd, skaliert aber recht gut. Dafür bedarf es jedoch eines Kniffs, denn von Haus ist das Spiel auf maximal 85 Bilder pro Sekunde (FPS) limitiert. Ändert man jedoch in der Konfigurationsdatei „com_maxfps“ diesen Wert auf etwa 400, findet keine Limitierung mehr statt. Als Sequenz haben wir uns die erste Vietnam-Mission („SOG“) herausgesucht und 120 Sekunden mit Fraps aufgenommen. Die dabei ermittelten durchschnittlichen und minimalen FPS geben wir aus – in diesem Fall bei 800 × 600 Bildpunkten.
Im bereits fünften Teil der legendären Reihe will Civilization den Spagat zwischen alten Elementen und modernerer Spielweise vollziehen. Dies gelingt nicht immer, Spaß macht das Spiel aber allemal. Da es neben besonderen Anforderungen an die Hardware im Bereich der Grafik inklusive DirectX-11-Unterstützung auch ordentlich Prozessorleistung benötigt, greifen wir auf den Teil zurück. In diesem Test nutzen wir ein mehr als 1.200 Runden dauerndes Endlosspiel auf der größten aller möglich Karten mit mehreren Computergegnern und zeigen die Bilder pro Sekunde aus minimalster und maximalster Zoomstufe. In diesem Abschnitt machen wir das mit der DirectX-9-Variante bei 1.024 × 800 Bildpunkten.
Mit „F1 2010“ bringt Codemasters nach einer schieren Ewigkeit wieder ein Formel-1-Spiel auf den PC und ist direkt mit großen Ambitionen gestartet. Als technisches Grundgerüst muss die hauseigene Ego-Engine herhalten, die wieder einmal ein Update erfahren hat. F1 2010 setzt auf die neue DirectX-11-API, anders als in „DiRT 2“ wird auf Tessellation aber verzichtet. Als Testsequenz nutzen wir die integrierte Benchmark-Funktion und fahren dort eine Runde in Suzuka vom letzten Startplatz aus.
Wer mit dem Spielprinzip von „Call of Duty: Modern Warfare“ etwas anfangen kann, sich aber ein interessanteres da authentischeres Setting wünscht und dabei mit den besagten Schwächen umgehen kann, sollte „Medal of Honor“ getrost eine Chance geben – so lautete unser Fazit des Spiels [28] seinerzeit. Das Spiel liefert auf quasi allen Rechner durchgängig eine gute Performance, skaliert zudem mit Prozessoren sehr gut. Deshalb haben wir Mission 2 und die 90 Sekunden lange Autofahrt ohne Interaktion – die dadurch immer identisch abläuft – genutzt, um die Unterschiede bezüglich des Prozessors aufzuzeigen. In diesem Fall liegt die Auflösung bei 640 × 480 Bildpunkten.
Knapp vier Jahre nach Resident Evil 4 brachte Capcom das erste Resident Evil auf die PlayStation 3 sowie Xbox 360. Doch auch die PC-Version wurde nicht vergessen, ein zusätzlicher Benchmark mit zwei separaten Tests wurde ebenfalls bereit gestellt. Diese simulieren verschiedene Szenen in mehreren Stadtteilen, wobei es fast immer auf das gleiche hinausläuft – mehr Zombies zur Strecke zu bringen. Dies alles geschieht in doch recht ansehnlicher Grafik und guter Performance, insbesondere die Skalierung über mehrere Kerne fällt äußerst positiv auf, weshalb der Benchmark hier in Form der beiden integrierten Tests bei einer Auflösung von 800 × 600 Pixeln in der DirectX-9-Variante seinen Platz bekommt.
„Two Worlds II“ ist eines der besten Rollenspiele des Jahres 2010. Hinter der schicken Fassade kommt ein Engine zum Einsatz, die gehörig Prozessorpower verlangt, dennoch aber durchweg keinesfalls schlecht läuft. Da das erste Kapitel zum großen Teil nur aus trostlosem Wüstensand besteht, haben wir eine Szene aus dem zweiten Kapitel genommen und laufen aus dem dichten Wald in die Hauptstadt dieses Kontinents. Die bei der geringen Auflösung von 640 × 480 Bildpunkten ermittelten FPS geben wir aus.
In diesem Abschnitt werden die Spiele dann so eingesetzt, wie sie heutzutage auch Verwendung finden. Dabei wird die Auflösung immer auf 1.680 × 1.050 Bildpunkte gesetzt, zudem je nach Spiel AA/AF aktiviert – die zu testende Szene bleibt identische zum vorherigen Durchgang in geringer Auflösung. Steht optional auch eine DirectX-11-Version zur Verfügung, findet diese jetzt Verwendung. Damit wird die Grafikkarte natürlich mehr gefordert, dank der Leistungsfähigkeit einer Nvidia GeForce GTX 580 bleibt aber immer genügen Luft, um die Auswirkungen von Prozessoren zu erkennen.
ArcaniA – Gothic 4
Jowoods „ArcaniA – Gothic 4“ konnte sich nach vielen Vorschusslorbeeren nur bedingt im Rollenspielmarkt behaupten. In erster Linie beim geringem Spielumfang als auch in den hohen Hardwareanforderungen gingen die meisten Kritikpunkte ein. Letzteres nutzen wir, um die Leistung auf aktuellen Prozessoren darzulegen. Dafür bewegen wir uns mit unserem Charakter vom Turm vor der Hafenstadt bis in dessen Mitte. Für diesen 80 Sekunden langen Lauf geben wird die durchschnittliche und minimale Anzahl an Bildern pro Sekunde an – in diesem Fall in der Auflösung von 1.680 × 1050 Bildpunkten bei hohen Details.
„Armed Assault 2“ (ArmA 2) konnte mit der Stand-Alone-Addon „Operation Arrowhead“ nach dem holprigen Start des Originals viel wieder gut machen. Auch in der Version 1.56 ist das Spiel noch immer ein Hardwarefresser, der aktuellste Rechner in sämtlichen Lagen dank einer Sichtweite von 10.000 Metern spielend an die Grenzen bringt. Wir nutzen die integrierte Benchmark-Funktion alias Szenario E08, geben die Werte aber mit Fraps aus, um so sowohl den Mittel- als auch Minimalwert festzuhalten. Dabei kommt die Auflösung von 1.680 × 1.050 Bildpunkten bei hohen Details, sowie AA/AF auf „high“ und der bereits erwähnten maximalen Sichtweite zum Einsatz.
Call of Duty: Black Ops ist aufgrund seiner vielen bekannten Vorgänger eines der populärsten Spiele des Jahres 2010 – dies zeigt auch der Umsatz, der binnen wenigen Wochen die Milliarden-Grenze geknackt [26] hatte. Das Spiel selbst ist zwar nicht sehr hardwarefordernd, skaliert aber recht gut. Dafür bedarf es jedoch eines Kniffs, denn von Haus ist das Spiel auf maximal 85 Bilder pro Sekunde (FPS) limitiert. Ändert man jedoch in der Konfigurationsdatei „com_maxfps“ diesen Wert auf etwa 400, findet keine Limitierung mehr statt. Als Sequenz haben wir uns die erste Vietnam-Mission („SOG“) herausgesucht und 120 Sekunden mit Fraps aufgenommen. Die dabei ermittelten durchschnittlichen und minimalen FPS geben wir aus – in diesem Fall bei 1.680 × 1.050 Bildpunkten und maximalem AA/AF.
Im bereits fünften Teil der legendären Reihe will Civilization den Spagat zwischen alten Elementen und modernerer Spielweise vollziehen. Dies gelingt nicht immer, Spaß macht das Spiel aber allemal. Da es neben besonderen Anforderungen an die Hardware im Bereich der Grafik inklusive DirectX-11-Unterstützung auch ordentlich Prozessorleistung benötigt, greifen wir auf den Teil zurück. In diesem Test nutzen wir ein mehr als 1.200 Runden dauerndes Endlosspiel auf der größten aller möglich Karten mit mehreren Computergegnern und zeigen die Bilder pro Sekunde aus minimalster und maximalster Zoomstufe. In diesem Abschnitt machen wir das mit der DirectX-11-Variante bei 1.680 × 1.050 Bildpunkten und achtfachem AA.
Mit „F1 2010“ bringt Codemasters nach einer schieren Ewigkeit wieder ein Formel-1-Spiel auf den PC und ist direkt mit großen Ambitionen gestartet. Als technisches Grundgerüst muss die hauseigene Ego-Engine herhalten, die wieder einmal ein Update erfahren hat. F1 2010 setzt auf die neue DirectX-11-API, anders als in „DiRT 2“ wird auf Tessellation aber verzichtet. Als Testsequenz nutzen wir die integrierte Benchmark-Funktion und fahren dort eine Runde in Suzuka vom letzten Startplatz aus.
Wer mit dem Spielprinzip von „Call of Duty: Modern Warfare“ etwas anfangen kann, sich aber ein interessanteres da authentischeres Setting wünscht und dabei mit den besagten Schwächen umgehen kann, sollte „Medal of Honor“ getrost eine Chance geben – so lautete unser Fazit des Spiels [27] seinerzeit. Das Spiel liefert auf quasi allen Rechner durchgängig eine gute Performance, skaliert zudem mit Prozessoren sehr gut. Deshalb haben wir Mission 2 und die 90 Sekunden lange Autofahrt ohne Interaktion – die dadurch immer identisch abläuft – genutzt, um die Unterschiede bezüglich des Prozessors aufzuzeigen. In diesem Fall liegt die Auflösung bei 1.680 × 1.050 Bildpunkten und aktiviertem AA.
Knapp vier Jahre nach Resident Evil 4 brachte Capcom das erste Resident Evil auf die PlayStation 3 sowie Xbox 360. Doch auch die PC-Version wurde nicht vergessen, ein zusätzlicher Benchmark mit zwei separaten Tests wurde ebenfalls bereit gestellt. Diese simulieren verschiedene Szenen in mehreren Stadtteilen, wobei es fast immer auf das gleiche hinausläuft – mehr Zombies zur Strecke zu bringen. Dies alles geschieht in doch recht ansehnlicher Grafik und guter Performance, insbesondere die Skalierung über mehrere Kerne fällt äußerst positiv auf, weshalb der Benchmark hier in Form der beiden integrierten Tests bei einer Auflösung von 1.680 × 1.050 Pixeln in der DirectX-10-Version seinen Platz bekommt.
„Two Worlds II“ ist eines der besten Rollenspiele des Jahres 2010. Hinter der schicken Fassade kommt ein Engine zum Einsatz, die gehörig Prozessorpower verlangt, dennoch aber durchweg keinesfalls schlecht läuft. Da das erste Kapitel zum großen Teil nur aus trostlosem Wüstensand besteht, haben wir eine Szene aus dem zweiten Kapitel genommen und laufen aus dem dichten Wald in die Hauptstadt dieses Kontinents. Die bei der Auflösung von 1.680 × 1.050 Bildpunkten und aktiviertem AA ermittelten FPS geben wir aus.
In unserem Rating schlüsseln wir wie in den letzten Jahren nach und nach die unterschiedlichen Bereiche auf. In das abschließende Rating fließen wie üblich nur Tests aus den Bereichen Anwendung sowie Spiele, wobei alle anderen Segmente separat ausgegeben werden. An erster Stelle präsentieren wir dabei das Ergebnis, das den höchsten Realitätsgehalt hat, also alle Anwendungen und die Spiele in einer Auflösung von 1.680 x 1.050 Bildpunkten. Parallel dazu geben wir aber auch das Rating aus, was einen Blick mehr in die Zukunft offenbart, wenn die Anwendungen nahezu gleich bleiben, Spiele aber weiterhin nicht nur auf Grafik sondern auch auf CPUs optimiert werden. Deshalb fließen dort die Games in geringer Auflösung ohne AA/AF ein. Zur guter Letzt werden alle Bereiche (Anwendungen, Spiele) in geringer und hoher Auflösung sowie die theoretischen Tests zusammengefasst und separat ausgegeben.
Die Leistungsaufnahme wird in unserem Testparcours immer für das gesamte System angegeben. In dieser Disziplin sind alle stromsparenden Eigenschaften der jeweiligen Plattformen aktiviert, was Cool'n'Quiet, EIST, C1E und andere Dinge einschließt. Beim Test unter voller Belastung der Prozessoren verlassen wir uns auf das gute alte Prime95 in der aktuellsten Version [29]. Was das Voltcraft-Messgerät am Ende direkt an der Steckdose anzeigt, geben wir in den folgenden Diagrammen preis.
Parallel zur Messung der Leistungsaufnahme erfolgt die Bestimmung der maximalen Temperatur. Diese wird sowohl über Tools ausgelesen, als auch noch einmal mittels Infrarotthermometer überprüft.
Die Temperaturen sind plattformübergreifend nur bedingt zu vergleichen, zwischen AMD- und Intel-Prozessoren ist dies gar nicht möglich. Insbesondere bei den AMD-Modellen fällt immer wieder auf, dass die Werte dort zu ungenau sind, respektive schlichtweg nicht stimmen können und oberflächlich mit dem Thermometer nachgemessen werden müssen. Die wirkliche Kerntemperatur dürfte bei allen AMD-Modellen deshalb deutlich höher liegen, weshalb man dieser Analyse keine allzu hohe Aussagekraft beimessen sollte.
Undervolting
Die neuen Prozessoren sind zwar allesamt bereits keine riesigen Stromfresser mehr, doch geht wie üblich noch etwas weniger Stromverbrauch. Denn die Hersteller lassen ihre Produkte immer mit großer Sicherheit und damit vollends auf Stabilität getrimmt arbeiten. Genau dies kann man sich jedoch zu Nutze machen.
Intel Core i5-2400S unter Volllast mit Turbo undervoltet
Mit dem stromsparenden Modell können wir die Eingangsspannung nochmal um 0,15 Volt absenken. Damit agiert die CPU mit allen aktivierten Features inklusive Turbo unter dauerhafter Belastung unter einem Volt Spannung. Der Differenzbetrag zwischen dem Idle- und Maximalverbrauch des Prozessor schrumpft dabei auf 40 Watt zusammen. Dass sich nicht all zu viel über die Spannung herausholen lässt liegt schlussendlich daran, dass die Prozessoren von Haus aus in ihrer maximal möglichen Stromstärke begrenzt sind, die Spannung aber wie bei allen „Sandy Bridge“ agiert. In verschiedenen Lastszenarien kann der Prozessor bei gleicher Spannung also dank gesenkter maximaler Stromstärke weniger Energie verbrauchen und diese so in Abwärme umwandeln, weshalb auch eine geringere Kühllösung nötig wird und so die TDP-Einstufung entsprechend geringer ausfällt.
Da in der heutigen Gesellschaft Geiz bekanntlich immer geiler wird, ist das Overclocking ein probates Mittel, um mit einem günstigen Prozessor die Performance eines teureren Modells zu erreichen.
Bei den „Sandy Bridge“ ist das Übertakten bekanntlich keine ganz einfache Angelegenheit [30] mehr. Dennoch erlauben die fest definierten Grenzen für den „normalen“ Overclocker eine Menge Spielraum.
Intel Core i5-2400S übertaktet und Last auf vier Kerne Intel Core i5-2400S übertaktet bei Turbo mit einem Kern
Knapp 3,9 GHz schafft der Core i5-2400S bei der Belastung eines Kerns ohne Spannungserhöhung. In der gleichen Kategorie macht er bei Belastung über alle vier Kerne immer noch 3,15 GHz mit – 650 MHz mehr als der eigentliche Ursprungstakt. Da dies alles bei identischer Spannung geschieht, sind die Auswirkungen auf die Leistungsaufnahme wie beim vorherigen Test in der Sparte „Undervolting“ eher gering.
Unser Performance-Leistungsaufnahme-Rating befindet sich auch weiterhin im Erprobungsstatus. Vorerst haben wir uns als Leistungs-Input für das abschließende Performancerating entschieden. Da dies unter entsprechender Last passiert, setzen wir die maximale Leistungsaufnahme als Bezugspunkt an, auch wenn sie nicht bei allen Anwendungen zum Tragen kommen mag.
Auf Wunsch geben wir auch die maximale Performance im Vergleich zum Idle-Wert und im Vergleich zum Differenzwert zwischen Volllast und Idle an. Dort ist jedoch die Fehleranfälligkeit deutlich höher, da sich beispielsweise das gewählte Mainboard viel mehr auswirkt. Sind es beispielsweise fünf Watt Unterschied, macht das unter voller Belastung bei 180 Watt nur einen vernachlässigbaren Bruchteil aus. Im Idle bei lediglich 80 Watt spielt dieser Aspekt hingegen eine deutlich größere Rolle.
Anmerkung: Wie bereits erwähnt, befindet sich diese Abschnitt noch in der Experimentierphase. Auch wir wissen, dass es viele Variablen gibt und man die mit Prime95 ermittelte maximale Leistungsaufnahme in einem Komplettsystem nicht zwangsweise in das Verhältnis zum Gesamtergebnis, welches mit dem Komplettsystem ermittelt wurde, setzen kann.
Preis-Leistungs-Rating
Hinweis: Wir haben die aktuellen Ladenpreise für alle im Test vertretenen Prozessoren bei den günstigsten Online-Händlern herausgesucht und in einer Momentaufnahme festgehalten. Dabei wurde der Preis ausschließlich von lieferbaren Boxed-CPUs inklusive Kühler und voller Herstellergarantie berücksichtigt.
Wie üblich gilt bei der Übersicht das bekannte Motto: Fällt ein Prozessor im Preis, wandert er in dem Diagramm nach oben und sein Rating erhöht sich dadurch. Für dieses Preis-Leistungs-Verhältnis wird das Gesamtrating durch den Preis dividiert und mit 1.000 multipliziert. Das Ergebnis repräsentiert dann die Leistung, die man, kaufmännisch gerundet, aktuell für einen Euro erhält. Wir weisen ausdrücklich noch einmal darauf hin, dass sich der Preis der Prozessoren täglich ändern kann, weswegen eine dauerhafte Korrektheit der Liste nicht garantiert werden kann. (Stand der Preise: 25.02.2011)
Der Core i5-2400S ist der sparsamste Quad-Core-Prozessor, den Intel aktuell im Endkundengeschäft anbietet. War so ein Titel früher jedoch meist mit einer deutlichen Performanceeinschränkung gleichzusetzen, ist dem heute nur noch bedingt so. Denn die zu Jahresbeginn eingeführte „Sandy Bridge“-Architektur [31] sorgt dafür, dass der geringere Takt immer noch schnell genug für alle Aufgaben ist. So schiebt sich auch das stromsparende Quad-Core-Modell noch vor die gesamte Modellpalette der Konkurrenz, was die Verbesserungen der „Sandy Bridge“ gegenüber den Vorgängern erneut eindrucksvoll unterstreicht.
„Sandy Bridge“-Unterseite
Dass der Core i5-2400S die Spitze in unserem Rating „Performance im Verhältnis zum Energieverbrauch“ (Differenz Volllast/Idle) einnimmt, ist da keine Überraschung. Der Vorsprung, den er dabei herausholt, ist allerdings beachtlich. Der Quad-Core-Prozessor schlägt sich bei der Leistungsaufnahme mit Dual-Core-Prozessoren aus eigenem Hause herum (lediglich die ebenfalls in 32-nm-Fertigung verfügbaren Modelle mit zwei Kernen unterbieten ihn knapp), da die Performance aber ungleich höher ist, liegt der Core i5-2400S in der Kategorie deutlich in Front.
Beim Preis agiert Intel in diesem Jahr etwas umsichtiger als zuvor – soll heißen, dass der Hersteller keinen deutlichen Aufpreise für die stromsparenden Ableger verlangt. Im Handel unterscheiden den normalen Core i5-2400 und den Core i5-2400S keine zehn Euro – beide rangieren um die 160 Euro [32]. Letztlich bleibt die Kaufentscheidung also an zwei Dingen auszumachen: zehn Prozent mehr Performance bekommt man mit dem normalen Core i5-2400, eine 25 Prozent geringere Leistungsaufnahme, gemessen am Differenzbetrag zwischen Idle und Volllast, gibt es jedoch beim Core i5-2400S. Je nach Einsatzgebiet hat der Kunde die entsprechende Qual der Wahl.
Unser Sondertest zum Turbo zeigt, dass dieses Feature auch auf der Stromspar-CPU zum Einsatz kommt. Beim Test der Konvertierung eines einzelnen Musikstücks mit dBPoweramp R14 arbeitet der Core i5-2400S nahezu so fix wie der normale Core i5-2400 und damit fast ein Drittel schneller als ohne Turbo. Unter dem Strich sind es in unserem bereits auf Quad-Core-CPUs und darüber hinaus optimierten Testparcours am Ende 5 bis 7 Prozent, die das Turbo-Feature beim Core i5-2400S bringt.
Das Testexemplar für den heutigen Test wurde uns freundlicherweise vom Online-Händler Caseking.de [33] aus Berlin zur Verfügung gestellt. Dafür möchten wir uns hiermit herzlich bedanken.