Einleitung
Mit dem heutigen Tag leitet Intel offiziell die nächste Generation im Prozessorsegment ein. Doch „Ivy Bridge“ ist nicht einfach nur ein neuer Prozessor, noch viel wichtiger ist die neue revolutionäre Fertigungstechnik, auf der dieser Neuling als erste Ware im Handel basiert. Denn „Ivy Bridge“ an sich ist im einfachsten Sinne lediglich ein optimierter Refresh auf Basis der gleichen Architektur wie „Sandy Bridge“. Doch wie so oft ist es nicht so einfach, wie es auf den ersten Blick erscheint.
Wichtigste Neuerung der Familie, die zum Start lediglich mit Quad-Core-Prozessoren antritt, ist die Einführung der 22-nm-Fertigung. Diese verspricht nicht nur kleine Dies für die Prozessoren, auch wurde mit dieser erstmals der 3D-Transistor genutzt. Bei dieser Fertigung wandert der sonst planare 2D-Transistor auch in die Höhe und gibt somit Spielraum für viele Neuerungen preis. Darüber hinaus ist das ganze Prozedere natürlich auch eine wirtschaftliche Frage, denn dank kleinerer Fertigungsweise kann Intel viel mehr Prozessoren aus einem kompletten Wafer beziehen und in den Handel bringen.
Auf den kommenden Seiten werden wir einen Überblick über die neue Generation geben. Dabei widmen wir uns primär dem Desktop-Segment, führen aber auch die Notebook-Modelle auf. Da die Architektur bei allen Modellen die gleiche ist, werden wir einige der Unterschiede aufzeigen, ehe wir über viele Betrachtungen der neuen Features letztendlich zu den Benchmarks der Prozessoren kommen.
Neben den traditionellen Tests gibt es diverse Sondertests zum Turbo, Hyper-Threading, sowie Skalierungstests bei einem festen Takt von 3,5 GHz ohne Turbo & Co., um die Unterschiede zu den Vorgängern ausmachen zu können. Natürlich vergessen wir dabei auch nicht die Untersuchung, ob die Neulinge problemlos auf einem Vorjahres-Mainboard arbeiten. Zu guter Letzt widmen wir uns dem Overclocking und Undervolting. Die komplette Einschätzung der Grafik geschieht parallel zu diesem Test in einer separaten, großen Analyse [1].





Vorab geht jedoch der Dank an Intel für die Bereitstellung diverser Muster, Asus für die alternativen Mainboards und dem Onlineshop Alternate [2], der uns bereits vor dem eigentlichen Start mit „Ivy Bridge“-Prozessoren aus dem Handel versorgt hat. Damit wird gewährleistet, dass sich alle ermittelten Ergebnisse auch exakt auf das übertragen lassen, was der Kunde schlussendlich kaufen kann.
Überblick
Der Umfang beim Launch der neuen Plattform steht dem von „Sandy Bridge“ [3] kaum in etwas nach, auch wenn die Prozessorenvielfalt dieses Mal doch geringer ist. Denn noch gibt es lediglich 14 Modelle für Desktop und Notebooks, auch bei den neuen „Panther Point“-Chipsätzen legt Intel am heutigen Tag erst acht der insgesamt zwölf Modelle [4] auf. Hinzu kommen noch fünf neue WLAN-Lösungen für Notebooks, die den Launch für das Notebook-Segment abrunden.
Das, was in wenigen Wochen alles noch folgen wird, ist die große Masse. Mehrere Dutzend Prozessoren für Notebooks und Desktops zusammen, dazu neue Xeon E3 v2 auf Basis der „Ivy Bridge“ für kleine Server-Systeme. Nicht auf den Fahrplänen vertreten ist bisher lediglich das Low-Cost-Segment, die Pentium- und Celeron-CPUs werden deshalb in den kommenden Monaten erst einmal weiterhin nur mit der „Sandy Bridge“-Architektur versehen sein.
Die wichtigste Neuerung bei „Ivy Bridge“ ist die Einführung der 22-nm-Fertigung. In Intels Tick-Tock-Modell entspricht dies deshalb einem „Tick“, in dem die bestehende „Sandy Bridge“-Architektur von der 32-nm- auf die 22-nm-Fertigung geschrumpft wird. Dies hat zur Folge, dass man auf einem Die jetzt 1,40 Milliarden Transistoren unterbringt, die 160 mm² Fläche benötigen, während der Vorgänger in der gleichen maximalen Ausbaustufe rund 1,1 Milliarden Transistoren auf 215 mm² Fläche unterbringen konnte.


Der Großteil der zusätzlichen 300 Millionen Transistoren ist in die größte Schwachstelle der Vorgänger gewandert: Die Grafikeinheit. Bereits auf dem Die-Shot wird klar, dass diese jetzt eine deutliche größere Fläche am Gesamtanteil des Prozessors einnimmt.
Intel wird wie beim Vorgänger aber nicht nur einen Die für alle im Handel verfügbaren Prozessoren anbieten, stattdessen werden es wieder mehrere sein – „Sandy Bridge“ hatte derer drei. Kurioserweise hat Intel, nachdem man auf einigen Veranstaltungen vorab bereits von vier verschiedenen Dies [5] gesprochen hatte, zum Launch der „Ivy Bridge“ jede genauere Detail-Angabe dazu auch auf wiederholte Nachfrage nicht preisgegeben. Man kommentierte lediglich, dass es unterschiedliche Dies geben werde, die genauen Größen und die Anzahl der verbauten Transistoren offenbarte man aber nicht.
Prozessoren
Desktop-Modelle
Beginnen werden wir mit der Übersicht der ersten Desktop-Prozessoren auf Basis der neuen Architektur. Dabei fällt sehr schnell auf, dass die vorab verfügbaren Informationen zu fast 100 Prozent zutreffend waren. Demnach wird es in der ersten Welle acht neue Modelle im Preisrahmen von 174 bis 313 US-Dollar geben, welche die dritte Generation der Core-i-Prozessoren bilden. Um diese dritte Generation zu kennzeichnen, setzt Intel vor den eigentlichen Modellnummern die Ziffer 3, die Bezeichnungen Core i3, Core i5 und Core i7 werden weitergeführt. Dabei ist es wie aktuell auch aber nicht einfach, die Prozessoren nur anhand der Klassifizierung in die drei Sparten zu erkennen. Intel hat deshalb eine separate Tabelle veröffentlicht, die das Prozedere jedoch kaum erleichtert.
Da Intel zu Beginn erst einmal lediglich Quad-Core-Prozessoren vorstellt, stimmt die Matrix und es ist noch verständlich. Doch wie im Vorjahr wird bereits in Kürze etwas Verwirrung in das Bezeichnungsschema gebracht, doch dazu nach den jetzt offiziell vorgestellten acht Modellen, die ab 29. April im Handel verfügbar sein sollen, mehr.
| Modell | Kerne / Threads |
Takt / Turbo SC Turbo DC Turbo QC |
L3- Cache |
Grafik | Grafiktakt / mit Turbo |
TDP | Preis* |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Core i7-3770K | 4 / 8 | 3,5 GHz 3,9 GHz 3,9 GHz 3,7 GHz |
8 MB | HD 4000 | 650 MHz 1.150 MHz |
77 W | $313 |
| Core i7-3770 | 4 / 8 | 3,4 GHz 3,9 GHz 3,9 GHz 3,7 GHz |
8 MB | HD 4000 | 650 MHz 1.150 MHz |
77 W | $278 |
| Core i7-3770S | 4 / 8 | 3,1 GHz 3,9 GHz 3,8 GHz 3,5 GHz |
8 MB | HD 4000 | 650 MHz 1.150 MHz |
65 W | $278 |
| Core i7-3770T | 4 / 8 | 2,5 GHz 3,7 GHz 3,6 GHz 3,1 GHz |
8 MB | HD 4000 | 650 MHz 1.150 MHz |
45 W | $278 |
| Core i5-3570K | 4 / 4 | 3,4 GHz 3,8 GHz 3,8 GHz 3,6 GHz |
6 MB | HD 4000 | 650 MHz 1.150 MHz |
77 W | $212 |
| Core i5-3550 | 4 / 4 | 3,3 GHz 3,7 GHz 3,7 GHz 3,5 GHz |
6 MB | HD 2500 | 650 MHz 1.150 MHz |
77 W | $194 |
| Core i5-3550S | 4 / 4 | 3,0 GHz 3,7 GHz 3,6 GHz 3,0 GHz |
6 MB | HD 2500 | 650 MHz 1.150 MHz |
65 W | $194 |
| Core i5-3450 | 4 / 4 | 3,1 GHz 3,5 GHz 3,5 GHz 3,3 GHz |
6 MB | HD 2500 | 650 MHz 1.100 MHz |
77 W | $174 |
| Core i5-3450S | 4 / 4 | 2,8 GHz 3,5 GHz 3,4 GHz 3,1 GHz |
6 MB | HD 2500 | 650 MHz 1.100 MHz |
65 W | $174 |
| Turbo SC: Maximaltakt bei Belastung eines Kerns Turbo DC: Maximaltakt bei Belastung zweier Kerne Turbo QC: Maximaltakt bei Belastung von vier Kernen *Preis bei einer Abnahme von 1.000 Stück |
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Wie bereits im letzten Jahr führt Intel auch in diesem Jahr die Prozessoren mit Kürzel weiter. Der Buchstabe „K“ steht für einen nach oben frei bestimmbaren Multiplikator (max. 63), das „S“ für die ersten stromsparenden Modelle. Mit dem Buchstaben „T“ werden die besonderen Stromsparer garniert, die sich in ihrer Klasse mit einer extra niedrigen TDP auszeichnen. Bei den Quad-Core-Prozessoren wären das 45 Watt, bei Dual-Core-Varianten, die einige Wochen später erscheinen, 35 Watt.
Apropos später: Nicht weniger als 23 Modelle werden für den Desktop erwartet – teilweise bereits von Intel vor knapp zwei Monaten bestätigt [6]. Dort gibt es dann die berühmt berüchtigten Prozessoren, die so recht in kein Bezeichnungsschema passen. So impliziert der Core i5-3470T ein schnelleres Modell zu sein, als der Core i5-3450. Dem ist aber nicht so, handelt es sich dabei doch um einen Dual-Core-Prozessor mit geringerem Takt, der in der Performance deutlich hinter dem Core i5-3450 rangiert. Seine Bezeichnung verdankt er jedoch Intels erdachtem und oben gezeigtem Schema – er hat einen Turbo, bietet vier Threads, es muss also ein Core i5 sein. Unterm Strich ist er aber nichts anderes als ein Core i3, dem lediglich ein Turbo spendiert würde. So bleibt die Performance auch auf Core-i3-Niveau.
Anbei die Übersicht der insgesamt 23 geplanten Prozessoren auf Basis der „Ivy Bridge“ für den Desktop. Diese wurde offiziell von Intel weder bestätigt noch dementiert – die Vergangenheit zeigt aber, dass diese Informationen fast immer richtig sind. Mit dabei sind auch sehr interessante Designs, wie der bereits erwähnte Core i5-3470T als Dual-Core-Variante oder das Quad-Core-Modell Core i5-3475S.
| Modell | Kerne / Threads |
Takt / mit Turbo |
L3 | Grafik | Grafiktakt / mit Turbo |
TDP |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Core i7-3770 | 4 / 8 | 3,4 / 3,9 GHz | 8 MB | HD 4000 | 650 / 1.150 MHz | 77 W |
| Core i7-3770K | 4 / 8 | 3,5 / 3,9 GHz | 8 MB | HD 4000 | 650 / 1.150 MHz | 77 W |
| Core i7-3770S | 4 / 8 | 3,1 / 3,9 GHz | 8 MB | HD 4000 | 650 / 1.150 MHz | 65 W |
| Core i7-3770T | 4 / 8 | 2,5 / 3,7 GHz | 8 MB | HD 4000 | 650 / 1.150 MHz | 45 W |
| Core i5-3570 | 4 / 4 | 3,4 / 3,8 GHz | 6 MB | HD 2500 | 650 / 1.150 MHz | 77 W |
| Core i5-3570K | 4 / 4 | 3,4 / 3,8 GHz | 6 MB | HD 4000 | 650 / 1.150 MHz | 77 W |
| Core i5-3570S | 4 / 4 | 3,1 / 3,8 GHz | 6 MB | HD 2500 | 650 / 1.150 MHz | 65 W |
| Core i5-3570T | 4 / 4 | 2,3 / 3,3 GHz | 6 MB | HD 2500 | 650 / 1.150 MHz | 45 W |
| Core i5-3550 | 4 / 4 | 3,3 / 3,7 GHz | 6 MB | HD 2500 | 650 / 1.150 MHz | 77 W |
| Core i5-3550S | 4 / 4 | 3,0 / 3,7 GHz | 6 MB | HD 2500 | 650 / 1.150 MHz | 65 W |
| Core i5-3475S | 4 / 4 | 2,9 / 3,6 GHz | 6 MB | HD 4000 | 650 / 1.100 MHz | 65 W |
| Core i5-3470 | 4 / 4 | 3,2 / 3,6 GHz | 6 MB | HD 2500 | 650 / 1.100 MHz | 77 W |
| Core i5-3470S | 4 / 4 | 2,9 / 3,6 GHz | 6 MB | HD 2500 | 650 / 1.100 MHz | 65 W |
| Core i5-3470T | 2 / 4 | 2,9 / 3,6 GHz | 3 MB | HD 2500 | 650 / 1.100 MHz | 35 W |
| Core i5-3450 | 4 / 4 | 3,1 / 3,5 GHz | 6 MB | HD 2500 | 650 / 1.100 MHz | 77 W |
| Core i5-3450S | 4 / 4 | 2,8 / 3,5 GHz | 6 MB | HD 2500 | 650 / 1.100 MHz | 65 W |
| Core i5-3330 | 4 / 4 | 3,0 / 3,2 GHz | 6 MB | HD 2500 | 650 / 1.050 MHz | 77 W |
| Core i5-3330S | 4 / 4 | 2,7 / 3,2 GHz | 6 MB | HD 2500 | 650 / 1.050 MHz | 65 W |
| Core i3-3240 | 2 / 4 | 3,4 / – GHz | 3 MB | HD 2500 | 650 / 1.050 MHz | 55 W |
| Core i3-3240T | 2 / 4 | 3,0 / – GHz | 3 MB | HD 2500 | 650 / 1.050 MHz | 35 W |
| Core i3-3225 | 2 / 4 | 3,3 / – GHz | 3 MB | HD 4000 | 650 / 1.050 MHz | 55 W |
| Core i3-3220 | 2 / 4 | 3,3 / – GHz | 3 MB | HD 2500 | 650 / 1.050 MHz | 55 W |
| Core i3-3220T | 2 / 4 | 2,8 / – GHz | 3 MB | HD 2500 | 650 / 1.050 MHz | 35 W |
Doch ehe die Prozessoren alle verfügbar sein werden, vergehen noch Wochen. Als Start für die richtige Welle der Dual-Core-Modelle ist aktuell Anfang Juni und damit der Start der Computex im Gespräch. Hier und heute werden wir den Blick auf gleich fünf Quad-Core-Prozessoren richten, angeführt vom Flaggschiff Core i7-3770K über den Nachfolger des 2500K, den Core i5-3570K bis hin zum kleinsten Modell, Core i5-3450, das im Handel wie sein Vorgänger, Core i5-2300, keine 150 Euro kosten wird.





Notebook-Modelle
Neben dem Desktop – eigentlich wohl eher sogar davor – ist das Notebook-Segment der wichtigste Markt für die neue Produktserie. Dort soll bei gleichbleibender TDP hier und da deutlich mehr Leistung geboten werden, alternativ sind einige Prozessoren, die vormals in der 45-Watt-Klasse agierten, jetzt mit 35 Watt verfügbar. Bisher gab es von Intel keinen Quad-Core-Prozessor in der 35-Watt-Klasse, alle wurden mit 45 Watt spezifiziert.
Unterm Strich legen die herkömmlichen Quad-Core-Prozessoren am meisten zu. Brachte es der Vorgänger des Core i7-3720QM, der Core i7-2720QM, lediglich auf 2,2 GHz Basistakt und die Turbo-Abstufungen 3,0, 3,2 und 3,3 GHz (QC, DC, SC), wird der Neuling mit 2,6 GHz Basistakt antreten, während der Turbo mit 3,4, 3,5 und 3,6 GHz zu Werke geht – alles bei gleicher TDP von 45 Watt.
| Modell | Kerne / Threads |
Takt / Turbo SC Turbo DC Turbo QC |
L3- Cache |
DDR3 | GPU-Takt / mit Turbo |
Sockel | TDP | Preis |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Core i7-3920XM |
4 / 8 | 2,9 GHz 3,8 GHz 3,7 GHz 3,6 GHz |
8 MB | 1.600 MHz | 650 MHz 1.300 MHz |
rPGA | 55 W | $1096 |
| Core i7-3820QM |
4 / 8 | 2,7 GHz 3,7 GHz 3,6 GHz 3,5 GHz |
8 MB | 1.600 MHz | 650 MHz 1.250 MHz |
rPGA / BGA QC |
45 W | $568 |
| Core i7-3720QM |
4 / 8 | 2,6 GHz 3,6 GHz 3,5 GHz 3,4 GHz |
6 MB | 1.600 MHz | 650 MHz 1.250 MHz |
rPGA / BGA QC |
45 W | $378 |
| Core i7-3615QM |
4 / 8 | 2,3 GHz 3,3 GHz 3,2 GHz 3,1 GHz |
6 MB | 1.600 MHz | 650 MHz 1.200 MHz |
BGA QC | 45 W | k.A. |
| Core i7-3610QM |
4 / 8 | 2,3 GHz 3,3 GHz 3,2 GHz 3,1 GHz |
6 MB | 1.600 MHz | 650 MHz 1.100 MHz |
rPGA | 45 W | k.A. |
| Core i7-3612QM |
4 / 8 | 2,1 GHz 3,1 GHz 3,0 GHz 2,8 GHz |
6 MB | 1.600 MHz | 650 MHz 1.100 MHz |
rPGA / BGA QC |
35 W | k.A. |
| Turbo SC: Maximaltakt bei Belastung eines Kerns Turbo DC: Maximaltakt bei Belastung zweier Kerne Turbo QC: Maximaltakt bei Belastung von vier Kernen Sockel rPGA: Wechselbarer Prozessor mit 988 Pins Sockel BGA QC: Quad-Core-Prozessor mit 1.023 Kontaktpunkten, fest installiert |
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Speicherunterstützung & Sockel
Am Sockel hat Intel diesmal keine Änderungen vorgenommen. Weiterhin ist der LGA 1155 das Maß der Dinge, in den die 37,5 mm × 37,5 mm großen Prozessoren gepackt werden, bevor ein Bügel den Käfig schließt und so eine perfekte Montage des Kühlers erlaubt.
Bei der Speicherunterstützung gewährt man den Neulingen rund um „Ivy Bridge“ endlich auch offiziell das, was „Sandy Bridge“ im Notebook [7] bereits teilweise und „Sandy Bridge-E“ dann auch offiziell bekam: DDR3-1600. Die Bestimmungen des Vorgänger gelten ansonsten aber weiterhin. Maximal werden 32 GByte pro Mainboard unterstützt, jeweils vier 8-GByte-Module können also verbaut werden. Dies bringt wie bei Sandy Bridge jedoch fast keine zusätzliche Leistung, etwa 1,5 Prozent kann man dadurch gegenüber DDR3-1333 maximal gewinnen.
Speicher-Rating
Angaben in Prozent
|
Neben herkömmlichem DRAM wird mit „Ivy Bridge“ auch DDR3L als stromsparendere Lösung unterstützt. Das Kuriose dabei ist aber, dass der DDR3L offiziell weiter mit 1,50 Volt arbeiten muss, denn 1,35 Volt wird nicht unterstützt. Arbeiten werden die Modelle damit trotzdem, jedoch dürfte das eher am Mainboardhersteller und dessen Speicherunterstützung liegen. Diese machen bereits seit Jahren deutlich mehr mit, als die Prozessorenhersteller ihrerseits offiziell freigeben. Im Test lief deshalb auch Kingstons LoVo DDR3-1866 mit 1,25 Volt völlig problemlos.
Komplette Features der CPUs
Bei Intel gibt es wie in der Vergangenheit nur alle Features, wenn man dafür auch entsprechend bezahlt. So auch im Jahr 2012 mit den „Ivy Bridge“. Im Großen und Ganzen hat sich im Vergleich zu den letzten Jahren nicht viel getan, greifen die meisten Beschneidungen doch erst bei den Dual-Core-Varianten. Dort auch im Jahr 2012 wird es keine Unterstützung der „AES New Instructions“ AESENC, AESENCLAST, AESDEC, AESDECLAST, AESKEYGENASSIST und AESIMC [8] geben, selbst der Support für PCI Express 3.0 wird den Modellen angeblich verwehrt, sollte doch dies unter anderem ein Aushängeschild für die „Ivy Bridge“ sein. Da Intel diese Angabe aber noch nicht bestätigt, jedoch auch nicht dementiert hat, bleibt der Zeitpunkt abzuwarten, an dem die Dual-Core-Versionen erst einmal offiziell vorgestellt werden.
Wie üblich gibt es zudem einige weitere Modelle, die auf VT-d [9] und Intel TXT [10] verzichten müssen, wobei diese beiden Punkte für den Durchschnittsnutzer weniger schwer wiegen. Die grundlegende Virtualisierungsfunktion VT-x [11] ist aber bei allen Modellen vorhanden.
| Modell | SSE4.x | vPro | SIPP | VT-x | VT-d | TXT | AES-NI | PCIe 3.0 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Core i7-3770 | ✔ | 2012 | 2012 | ✔ | ✔ | ✔ | ✔ | ✔ |
| Core i7-3770K | ✔ | - | - | ✔ | - | - | ✔ | ✔ |
| Core i7-3770S | ✔ | 2012 | 2012 | ✔ | ✔ | ✔ | ✔ | ✔ |
| Core i7-3770T | ✔ | 2012 | 2012 | ✔ | ✔ | ✔ | ✔ | ✔ |
| Core i5-3570 | ✔ | 2012 | 2012 | ✔ | ✔ | ✔ | ✔ | ✔ |
| Core i5-3570K | ✔ | - | - | ✔ | - | - | ✔ | ✔ |
| Core i5-3570S | ✔ | 2012 | 2012 | ✔ | ✔ | ✔ | ✔ | ✔ |
| Core i5-3570T | ✔ | 2012 | 2012 | ✔ | ✔ | ✔ | ✔ | ✔ |
| Core i5-3550 | ✔ | 2012 | 2012 | ✔ | ✔ | ✔ | ✔ | ✔ |
| Core i5-3550S | ✔ | 2012 | 2012 | ✔ | ✔ | ✔ | ✔ | ✔ |
| Core i5-3475S | ✔ | 2012 | 2012 | ✔ | ✔ | ✔ | ✔ | ✔ |
| Core i5-3470 | ✔ | 2012 | 2012 | ✔ | ✔ | ✔ | ✔ | ✔ |
| Core i5-3470S | ✔ | 2012 | 2012 | ✔ | ✔ | ✔ | ✔ | ✔ |
| Core i5-3470T | ✔ | 2012 | 2012 | ✔ | ✔ | ✔ | ✔ | ✔ |
| Core i5-3450 | ✔ | - | - | ✔ | - | - | ✔ | ✔ |
| Core i5-3450S | ✔ | - | - | ✔ | - | - | ✔ | ✔ |
| Core i5-3330 | ✔ | - | - | ✔ | ✔ | - | ✔ | ✔ |
| Core i5-3330S | ✔ | - | - | ✔ | ✔ | - | ✔ | ✔ |
| Core i3-3240 | ✔ | - | - | ✔ | - | - | - | - (?) |
| Core i3-3240T | ✔ | - | - | ✔ | - | - | - | - (?) |
| Core i3-3225 | ✔ | - | - | ✔ | - | - | - | - (?) |
| Core i3-3220 | ✔ | - | - | ✔ | - | - | - | - (?) |
| Core i3-3220T | ✔ | - | - | ✔ | - | - | - | - (?) |
Viele Features, die alle Prozessoren besitzen (wie die 64-Bit-Technologie, die Execute Disable Bits [12] und auch die neuen Advanced Vector Extensions (AVX)), sind ebenso wie das Dual-Channel-Speicherinterface und die integrierte Grafikeinheit in der Tabelle nicht aufgeführt. Einige Features sind zudem in bestimmten Marktsegmenten gar nicht erforderlich, so zum Beispiel die vPro- und TXT-Technologie bei den „Ivy Bridge“-Prozessoren mit frei wählbarem Multiplikator („K“), die schlichtweg nicht für den OEM- respektive Business-Markt gedacht sind.
Ebenfalls wie im letzten Jahr wird es bei den Notebook-Prozessoren nahezu keinerlei Unterschiede in der Feature-Palette geben – Ausnahmen sind bisher die Modelle Core i7-3612QM und 3610QM, denen die erweiterte Virtualisierung VT-d genommen wurden. Ansonsten gibt es überall immer die HD 4000 als schnellste Grafiklösung, egal ob es ein Core i3, Core i5 oder Core i7 ist.
Architektur
Auch wenn „Ivy Bridge“ auf dem Papier auf der gleichen „Sandy Bridge“-Architektur basiert, wurden unter der Haube doch einige Dinge verändert. An dieser Stelle wollen wir jedoch erst einmal den Hinweis auf den großen Architektur-Teil unseres Artikels aus dem letzten Jahr [13] platzieren. Dieser erläutert die notwendigen Grundlagen vortrefflich, so dass hier eine Wiederholung dessen müßig erscheint.
Änderungen
Wie bereits erwähnt hat Intel einige Dinge angepasst. So wurde beispielsweise das wichtigste Element im „Front End“ des Prozessors, die bei „Sandy Bridge“ völlig überarbeitete Sprungvorhersage [14], bei „Ivy Bridge“ in die Richtung optimiert, dass diese noch aggressiver agieren soll.


Anhand der Bilder ist zudem sehr leicht zu erkennen, dass ein großer Teil in der architekturellen Änderung dem Grafikteil geschuldet ist – siehe dazu unser separater Test: Intel Graphics HD 4000 & 2500 – Ivy Bridge vs. AMDs Llano [15]. Die zusätzlichen 300 Millionen Transistoren, die „Ivy Bridge“ im Vergleich zu „Sandy Bridge“ erhalten hat, sind fast vollständig genau dorthin gewandert. Dank dem modularen Aufbau, den Intel mit dem Vorgänger eingeführt hat, sei dies problemlos möglich gewesen. Gleichzeitig eröffnet man sich dadurch sogar die Möglichkeit, diese in Zukunft weiter auszubauen.
Im Bereich des reinen Prozessors hat Intel einige kleine Dinge optimiert, die die IPC (instruction per cycle) steigern sollen. Dafür wurde unter anderem das Register weiter optimiert und mit zusätzlichen Befehlen versehen.
Neuheiten
In der Theorie sehen die Änderungen immer groß und gravierend aus, doch ehe die Software diese auch wirklich akzeptiert und damit effektiv umgehen kann, vergehen meist noch einige Monate, wenn nicht gar Jahre – dies hat die Geschichte sowohl bei dem AES-Feature als auch bei der letztes Jahr eingeführten AVX-Unterstützung gezeigt. Diese beiden Funktionen sind bis heute auf dem Papier zwar existent, außerhalb von theoretischen Benchmarks aber quasi von keiner Relevanz.
Auf dem Papier gibt es einige Neuerungen, anhand der Komplexität des gesamten Prozessors fallen diese jedoch marginal aus. Heraus ragen dabei auf der Seite der Prozessorkerne einige Features, die insbesondere für die Zukunft relevant sein dürften, spielen sie doch unter anderem mit AVX zusammen.



Neben dem neu hinzugekommenen „Zufallszahlengenerator“ (Digital Random Number Generator (DRNG)) hat Intel auch neue Sicherheitsfeatures in den Prozessor integriert. Hinzu kommen Änderungen am Stromsparmodus auf der Prozessorseite, die den Arbeitsspeicher über das I/O-Interface deutlich schneller in den Stromsparmodus schicken. Auch das bereits umfasste Power Gating der Prozessorkerne wurde nochmals weiter verfeinert.



Eines der Highlights in dem Zusammenhang ist die konfigurierbare TDP der Prozessoren. Diese erlaubt es OEM-Herstellern, die CPUs für ihre Gegebenheiten anzupassen. Dies ist insbesondere bei Notebooks interessant, da dort bestimmte Prozessoren exakt den Gehäusen angepasst werden können. So kann beispielsweise ein für normalerweise 35 Watt ausgelegtes Modell mit einer TDP von 25 Watt konfiguriert werden. Es stehen dann weiterhin alle Features inklusive Turbo zur Verfügung, das Gesamtpaket geht schlichtweg in der Performance herunter.
Eine der weiteren markanten Änderungen ist die native Unterstützung für den neuen PCI-Express-3.0-Standard. Diese bietet auf dem Papier eine nahezu verdoppelte Bandbreite. Dafür mussten im Prozessor einige Dinge neu geschaltet werden.



Zu guter Letzt sind es wie erwartet der Support für DDR3-1600, der neu im Portfolio ist. Dieser Standard war im letzten Jahr bereits mit „Sandy Bridge“ bei den Notebook-Prozessoren anzutreffen, hält jetzt offiziell auch in allen Desktop-Prozessoren Einzug. Darüber hinaus wurde der Overclocking-Support leicht verbessert (dazu später mehr) und einige Dinge im sogenannten Uncore-Bereich, also jenseits des eigentlichen Prozessors und der Grafikeinheit, optimiert.



Und so ist es am Ende nicht verwunderlich, dass man gegenüber dem Vorgänger im Bereich der reinen Prozessorleistung kaum einen Unterschied sieht. Denn normiert man „Sandy Bridge“ und „Ivy Bridge“ auf einen Takt, deaktiviert bei beiden den Turbo als auch das SMT und setzt den Speicherstandard für beide auf DDR3-1333, schmilzt der Vorsprung auf „Ivy Bridge“ auf gerade noch ein bis drei Prozentpunkte zusammen. Das Gesamtpaket holt eben nur über die Funktionen des schärferen Turbos sowie des schnelleren Speicherstandards noch einige einzelne Prozente gegenüber dem Vorgänger heraus, sodass man am Ende von fünf bis sieben Prozent Performancezuwachs sprechen kann.
22-nm-Fertigung
In den folgenden Folien werden in groben Zügen die Vorteile der neuen 22-Nanometer-Fertigung aber auch der neuartigen Tri-Gate-Technik erläutert. Diese vermag es etwa, um ein exemplarisches Beispiel anzuführen, Leckströme zu verringern. Zudem ermöglichen solche Tri-Gate-Transistoren entweder bei gleichem Verbrauch mehr zu leisten als ein konventioneller planarer Transistor oder aber bei gleicher Leistung weniger Energie als jener zu verbrauchen.
Die Theorie für den 3D-Transistor ist schon über 20 Jahre alt, doch fehlte es bisher am notwendigen Know-How, diese auch umzusetzen. Und so forschte Intel bereits seit dem Jahr 2000 an der Technologie, um diese für den Massenmarkt zu etablieren. Dafür griff man kurioserweise auch auf die von der Konkurrenz genutzte SOI-Fertigung zurück, die damals für die Forschung wohl Vorteile bot. Nach vielen kleinen Schritten zu Beginn kam dann 2008 die Entscheidung, mit „Ivy Bridge“ und der 22-nm-Fertigung diese 3D-Transistoren in den Massenmarkt zu schicken.
Die Theorie ist dabei denkbar einfach, denn es muss „lediglich“ die eine Ebene in die dritte Dimension gezogen werden:



Ist dieses vollbracht, ergeben sich insbesondere für Low-Voltage-Operationen entscheidende Vorteile. Denn die Schaltzeiten können entweder bei gleichem Energiebedarf deutlich verbessert werden oder die Schaltzeiten bleiben gleich, dann aber zu einer geringeren Leistungsaufnahme.



Die 22-nm-Fertigung soll in allen Bereichen zum Einsatz kommen und dort entscheidende Vorteile bieten. Denn je nach Bedarf kann das Design entweder auf höherer Performance für Server- und Desktop-Produkte oder auf geringere Leistungsaufnahme für Tablets und Handys getrimmt werden – oder etwas genau in der Mitte, wie beispielsweise für den Markt der Notebooks und All-in-One-PCs.


Doch bis dieser Punkt soweit ist, werden noch einige Monate vergehen. Denn aktuell fertigen erst drei Werke die neue 22-nm-Chips, ein weiteres soll im Herbst folgen. Bis zum Jahresende soll dann eine fünfte Fabrik die Arbeit aufnehmen, um zum „Haswell“-Start nächstes Jahr, wenn parallel auch Atom-Prozessoren in 22 nm gefertigt werden sollen, die notwendigen Kapazitäten zur Verfügung zu haben.
Chipsätze, Mainboards & Kühlung
Chipsätze
Intel teilt die neuen Chipsätze wie immer in zwei Segmente auf: Für Notebooks und klassische Desktop-PCs, wobei in letzter Kategorie noch einmal zwischen dem Heim-Anwender und dem Geschäftsumfeld unterschieden wird. Denn dieses braucht Features wie das Prozessor-Overclocking nicht, kann dafür aber mit der Unterstützung für spezielle Management-Programme aufwarten. Doch die Grundlage ist letztlich bei allen gleich.
Die größte Neuerung der Chipsatzfamilie „Intel 7-Series“ mit dem Codenamen „Panther Point“, welche die „Cougar Point“ aus dem letzten Jahr beerben wird, ist die erstmalige native Unterstützung für USB 3.0. Bis zu vier Ports werden mit dem schnelleren Standard jetzt direkt von Intel angeboten, was wiederum bedeutet, dass Mainboards in Zukunft auf zusätzliche Chips von Renesas (NEC), ASMedia & Co, mittels derer bislang USB 3.0 für Intel-Systeme bereitgestellt wurde, verzichten können.
Im Kleingedruckten ist aber bereits zu lesen, dass man USB 3.0 nicht überall sehen wird. Denn wie immer passt Intel die zwölf Chipsätze ihren Zielgruppen an, bei den kleinsten und günstigsten Modellen gibt es nicht alles. Dies hat wiederum zur Folge, dass es auch neue Chipsätze gibt, wie beispielsweise den HM76, der bisher schlichtt nicht beachtet wurde. Er ist im Grunde genommen ein HM75 – welcher kein USB 3.0 bietet –, dem dieses Feature wieder hinzugefügt wurde – fertig ist ein weiterer Chipsatz. Doch dazu später mehr.
Bei den Herstellungsdetails der Chipsätze hat sich nichts geändert. Auch im Jahr 2012 werden diese weiterhin in 65 nm gefertigt, die Kapazitäten für 45 nm und kleinere Strukturen werden nach wie vor für andere Produkte benötigt. Wirklich nötig ist der Wechsel aber ohnehin nur auf dem Papier. Denn diese „alte“ Fertigung wurde in den letzten Jahren insbesondere für die Chipsätze noch so derart weiter optimiert, dass dort bereits im letzten Jahr TDPs von gerade noch 3,4 Watt für einige Notebook-Chipsätze [16] möglich waren. Heute gibt Intel als Minimum 3,0 Watt für die Low-Power-Chipsätze an, der Großteil der mobilen Chips wird mit 4,1 Watt spezifiziert, die Desktop-Versionen gehen mit 5,9 (ohne Nutzung der Grafik) bis 6,7 Watt (mit Grafik) ins Rennen. Mit einem neueren Fertigungsprozess wie etwa 45 nm würde man zwar noch Einsparungspotential finden, jedoch wäre das die geringen Vorteile bei der TDP die gesamte Umrüstaktion kaum wert. Außerdem kann man am Package selbst nicht viel ändern, man benötigt schlichtweg eine große Menge an Kontaktpunkten (BGA), um alle Features für die jeweiligen Hautplatinen und die Kommunikation mit dem Prozessor gewährleisten zu können.
Dementsprechend gab Intel auf dem diesjährigen IDF in Peking bekannt [17], dass die Chipsatzfertigung ab dem Jahre 2013 gleich auf 32-Nanometer-Strukturgröße umgestellt wird. Davon erwartet man sich eine ausreichende Energieersparnis, zumal so auch die Chipausbeute pro Wafer gesteigert werden kann.
Desktop
Von den neuen Chipsätzen im Desktop-Segment ist quasi schon seit Monaten fast alles bekannt. Anhand der tabellarischen Übersicht wird aber auch klar, warum man bisher noch quasi kein Mainboard mit Z75-Chipsatz gesehen hat, sondern immer direkt der Vollausbau Z77 zum Einsatz kommt – Unterschiede sind bis auf einen wesentlichen Punkt quasi nicht vorhanden.



Da seit dem Z68-Chipsatz die Features der ehemaligen P- und H-Serie der Chipsätze verschmolzen sind, wird der H-Chipsatz auch bei den neuen Desktop-Modellen kaum mehr benötigt. Mit dem H77-Chipsatz bietet Intel zwar noch ein Modell für den Desktop an, dieses ist aber letztlich nur noch ein leicht beschnittener Z77-Chipsatz, der in dem einen oder anderen Komplettsystem zu finden sein dürfte. Das Gros für den Markt der Heimanwender wird mit dem Z77 bedient, Budget-Lösungen werden direkt auf dem B75-Chipsatz basieren.
Bei den Business-Chipsätzen der Q-Serie werden spezielle Features geboten, die sonst nicht vorhanden sind. So unterstützt der Q77-Chipsatz als einzige die vPro- und SIPP-Funktion der Prozessoren. Diese Features sind bei einigen Desktop-Modellen – insbesondere den beliebten K-Modellen – nicht vorhanden, führen aber sehr oft zu Verstimmungen, obwohl die Desktop-Mainboards für den Heimgebrauch mit einem unterstützenden Chipsatz quasi gar nicht verfügbar sind – 6 von 265 gelisteten Platinen in unserem Preisvergleich unterstützen vPro beim Vorgänger, beim Nachfolger ist Ähnliches zur erwarten.
| H77 | Z75 | Z77 | B75 | Q75 | Q77 | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Processor Support / Socket | LGA1155 | LGA1155 | LGA1155 | LGA1155 | LGA1155 | LGA1155 |
| CPU Performance Tuning | - | ✓¹ | ✓¹ | - | - | - |
| Processor Graphics Overclocking | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ |
| Switchable Graphics (Dynamic Muxless Solution)² |
✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ |
| Built-in Visuals | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ |
| Rapid Storage Technology 11 | ✓ | ✓ | ✓ | ✓³ | ✓³ | ✓ |
| RST Smart Response Technology⁴ | ✓ | - | ✓ | - | - | ✓ |
| Smart Connect Technology | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ |
| Rapid Start Technology | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ |
| Intel Wireless Display /Music | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ |
| 3 Independent Displays | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ |
| Active Management Technology 8.0 |
- | - | - | - | - | ✓ |
| Standard Manageability | - | - | - | - | ✓⁵ | ✓⁵ |
| ME Firmware 8.0 SKU⁶ | 1,5 MB | 1,5 MB | 1,5 MB | 5 MB | 5 MB | 5 MB |
| 2012 vPro | - | - | - | - | - | ✓ |
| 2012 SIPP⁷ | - | - | - | - | ✓ | ✓ |
| PCIe Configuration | 1×16 | 1×16 / 2×8 |
1×16 / 2×8 / 1×8+2×4 |
1×16 | 1×16 | 1×16 |
| USB (davon USB 3.0) | 14 (4) | 14 (4) | 14 (4) | 12 (4) | 14 (4) | 14 (4) |
| SATA (davon 6 Gb/s) | 6 (2) | 6 (2) | 6 (2) | 6 (1) | 6 (1) | 6 (2) |
| PCI Express 2.0 | 8 | 8 | 8 | 8 | 8 | 8 |
| Legacy PCI | - | - | - | ✓ | ✓ | ✓ |
| 1: Partial performance tuning available on non-K sku 2: SG solution requires 3rd party vendor solution 3: AHCI HW/FW; RAID not supported 4: Requires 2nd or 3rd Gen Intel Core i3 and above CPU 5: Supported with Ivy Bridge era Intel Pentium Processor and Above, or Sandy Bridge era Intel Pentium and Intel Core i3 Processors 6: Actual SPI Device Size will depend on BIOS sizes 7: 2012 SIPP vPro requires vPro CPUs General Note: Listed features are not enabled on all PCs and optimized software may be required. Check with your system manufacturer. Please refer to cross compatibility matrix for detail on feature availability when paring with 6 Series boards. |
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Über die Verfügbarkeit der neuen Chipsätze und auch Platinen muss man sich keine Gedanken machen. Diese lagern bereits seit vielen Wochen bei den Herstellern, in den letzten Tagen wurde bereits massiv mit dem Verkauf begonnen. Offiziell nennt der Hersteller keine Chipsatzpreise – die Gerüchteküche schon [18] – man liegt jedoch wie beim Großteil der Features dort auf Augenhöhe mit dem Vorgänger.
Notebook
Die Notebook-Chipsätze sind wie üblich Desktop-Derivate in einem anderen, kleineren Package. Statt 27 × 27 mm² wird dort ein 25 × 25 mm² großes Package genutzt – Spezialversionen wie die bereits beim Vorgänger genutzten Varianten mit 22 × 22 mm² nicht eingerechnet. Auf dem jeweiligen Package sitzen dann aber die gleichen 65-nm-Chips, die in ihrer Funktion dem Notebook-Markt entsprechend angepasst wurden. Da es dort kein Overclocking gibt, bildet die H-Serie mit drei Modellen die Speerspitze der Modellpalette. Hinzu gesellt sich für die Ultrabooks und andere kleine, leichte Notebooks ein auf Energiesparen und gesenkte TDP (3,0 Watt) getrimmter und damit folglich auch etwas abgespeckter UM77-Chipsatz, der QM77 zielt zu guter Letzt wie sein Desktop-Pendant auf das Geschäftsumfeld. Hinzu wird sich in Kürze noch der QS77-Chipsatz gesellen, der sich, wie es sein Vorgänger QS67 bereits im Verhältnis zum QM67 war, als spezielle Low-Power-Version des QM77 präsentieren wird.
| HM75 | HM76 | HM77 | UM77 | QM77 | QS77 | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Package | 25×25 mm² | 25×25 mm² | 25×25 mm² | 25×25 mm² | 25×25 mm² | 22×22 mm² |
| TDP | 4,1 W | 4,1 W | 4,1 W | 3,0 W | 4,1 W | 3,0-3,6 W |
| Active Management Technology 8.07 | – | – | – | – | ✓ | ✓ |
| Small Business Advantage | – | – | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ |
| Rapid Storage Technology 11.0 | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ |
| Anti-Theft Technology | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ |
| Wireless Display | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ |
| RAID | – | – | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ |
| Smart Response Technology | – | – | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ |
| 3 Displays | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ |
| USB (davon USB 3.0) | 12 (0) | 12 (4) | 14 (4) | 10 (4) | 14 (4) | 14 (4) |
| SATA (davon 6 Gb/s) | 6 (2) | 6 (2) | 6 (2) | 4 (1) | 6 (2) | 6 (2) |
| PCI Express 2.0 | 8 | 8 | 8 | 4 | 8 | 8 |
| VGA / LVDS | Yes | Yes | Yes | No | Yes | Yes |
| IVB / SNB HD Graphics with PAVP | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ |
| Firmware | 1,5 MB | 1,5 MB | 5 MB/1,5 MB | 5 MB/1,5 MB | 5 MB | 5 MB |
Mainboards
Mainboards für die neue Generation an Prozessoren wird es wohl so viele geben wie nie zuvor. Denn dies ist damit begründet, dass man den gleichen Sockel wie bei „Sandy Bridge“ weiter verwendet, diesem aber auch noch einen kompletten Satz an neuen Chipsätzen spendiert hat. Am Ende gibt es letztlich also mindestens alles doppelt – wenn nicht gar noch mehr.
Die Plattform-Kompatibilität ist einer der großen Pluspunkte. Denn es funktionieren nicht nur alte Prozessoren auf neuen Platinen, auch neue CPUs werden in alten Mainboards laufen. Selbst für Mainboardhersteller war die Ausrüstung neuer Hauptplatinen mit den neuen „Panther Point“-Chipsätzen sehr einfach, da diese ebenfalls auf das gleiche Layout und den gleichen Pin-Count setzen.
Natürlich wollten wir uns davon auch selbst überzeugen und haben den Core i7-3770K auf eine Platine aus dem letzten Jahr gesetzt, die noch auf dem bereits eingestellten P67-Chipsatz basiert. Am Ende war das Asus P8P67 mit dem neuesten BIOS für die „Ivy Bridge“-Unterstützung sogar einen Hauch schneller als das einen Monat alte Modell mit Z77-Chipsatz. Einziger Haken war der leicht höhere Energiebedarf im Idle-Modus, die Differenz zwischen voller Last und Idle war aber wieder gleich groß.
Mainboardwechsel
Angaben in Prozent
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Aber der Test zeigt, dass man nicht alles auf neu trimmen muss. Gerade vom vor wenigen Wochen bereits eingestellten P67-Chipsatz dürften noch so einige Mainboards verfügbar sein, deren Abverkauf gerade läuft. Wenn man dort ein entsprechendes Schnäppchen ergattern kann – vorausgesetzt die BIOS-Unterstützung steht – kann man die neuen „Ivy Bridge“ problemlos darauf arbeiten lassen.
TDP und Kühlung - Verwirrungen
Eine der Neuerungen bei den „Ivy Bridge“ ist die der Fertigungs- und Transistortechnik geschuldete gesenkte TDP. Dennoch sind im Handel verfügbare Prozessoren aufgetaucht, auf denen eine andere Ziffer vermerkt ist. Doch wie kommt man dazu, 77-Watt-Prozessoren im Handel mit 95 Watt zu spezifizieren?
Der Grund ist in der Validierung der Kühler zu suchen. Mit 77 Watt TDP wird Intel nach aktuellem Stand bis zum Sommer acht Prozessoren ins Rennen schicken. Diese sind sowohl für alte als auch neue Mainboards zugelassen, auf denen bisher maximal 95-Watt-Prozessoren laufen durften. Für exakt diese 95 Watt hatte Intel seinerzeit einen Boxed-Kühler mit Kupferkern entwickelt, während für die 65-Watt-Prozessoren ein Kühler zum Einsatz kommt, der vollkommen aus Aluminium gefertigt ist.



Intel stand bei den „Ivy Bridge“ nun vor der Frage, welchen Kühler man für die Prozessoren als richtig erachtet. Das 65-Watt-Modell über den Spezifikationen laufen zu lassen fiel natürlich heraus, also wurde der Blick auf das 95-Watt-Modell gerichtet. Zwischen dem 95-Watt-Kühler und dem 65-Watt-Modell besteht lediglich der Unterschied des Kupferkerns, ansonsten verhalten sich beide sehr ähnlich. Dort noch ein Modell für 77 Watt zwischen zu schieben, dies mit allen Mainboardherstellern zu validieren und separat zu fertigen, schien rein wirtschaftlich fraglich, weshalb man schlichtweg den alten 95-Watt-Kühler weiter nutzt – Stichwort „Gewinnoptimierung“. Die Auswirkungen vom Fehlen der 77-Watt-Angabe auf den Verpackungen erachtet man als sehr gering, schließlich wandert der Großteil der „Ivy Bridge“ nicht in Boxed-Produkte, sondern in Komplett-PCs, die über große Elektronikketten und OEMs verkauft werden.
Am Ende verdeutlicht dieses Vorgehen von Intel, das im Handel sicher für einige Verwirrung sorgen dürfte, einmal mehr, dass die TDP eben rein gar nichts mit der Leistungsaufnahme zu tun hat. Denn diese ist mit „Ivy Bridge“ gegenüber dem Vorgänger stark gesunken. Die TDP beschreibt die Kühllösung, die Intel in dem Fall der Boxed-Prozessoren mit ausliefert. Was genau hinter dem Prozessor und seinen kompletten technischen Details steckt, kann anhand des aufgedruckten Spec-Codes herausgefunden werden, der einen zu Intels Datenbank führt.
Im Übrigen dürfte diese leichte Konfusion mit den 77-Watt-Prozessoren in der 95-Watt-Verpackung nicht der letzte derart gelagerte Fall sein. Denn die Core i3-3200 sollen eine TDP von 55 Watt besitzen – auch dafür wird wohl keine neue Kühllösung kommen. Stattdessen werden dort dann vermutlich die bereits bekannten 65-Watt-Kühler der Vorgängergeneration genutzt.
Die Testkandidaten
Intel Core i7-3770K
An erster Stelle der neuen Prozessoren steht natürlich das Flaggschiff, der Core i7-3770K. Dieser bietet mit 3,5 GHz, 8 MByte L3-Cache, Hyper-Threading und einem Turbo-Modus für Taktraten bis zu 3,9 GHz das insgesamt schnellste Ausstattungspaket. Denn dazu gehört natürlich auch noch die auf HD 4000 getaufte Grafikeinheit, die mit Taktraten von 650 bis 1.150 MHz agieren kann. Und zu guter Letzt krönt Intel das Modell noch mit einem frei bestimmbaren Multiplikator (bis maximal 63), der durch das Kürzel „K“ in der Bezeichnung symbolisiert wird. Da dies bei einer TDP von 77 Watt kein anderes Modell bieten kann, kostet das zum Start schnellste Modell des Desktop-„Ivy Bridge“ 313 US-Dollar.




Das Tool CPU-Z bestätigt alle Angaben des Herstellers und zeigt je nach Belastung auch die verschiedenen Turbo-Stufen. Denn ist der Turbo aktiviert, ist der Prozessor eigentlich ein Modell mit 3,7 GHz Takt, denn darunter fällt er selbst bei Aufgaben, die stundenlang alle acht Threads belasten, niemals. Werden nur noch zwei oder gar nur ein Kern genutzt, steigt der Takt auf 3,9 GHz an.
Intel Core i7-3770
Direkt unter dem Core i7-3770K steht für bereits 35 US-Dollar weniger – 278 US-Dollar – der Core i7-3770 für Interessenten bereit. Was auf den ersten Blick lediglich nach einem fehlenden Buchstaben aussieht, ist ab diesem Jahr aber neu. Denn erstmals lässt Intel die K-Modelle auch mit einem höheren Basistakt antreten, sodass für den Core i7-3770 (ohne K) nur noch ein Basistakt von 3,4 GHz übrig bleibt. Doch wie bereits beim Flaggschiff aufgeführt, spielt der Basistakt ja kaum eine Rolle, wenn der Turbo-Modus aktiviert ist. Denn dieser Turbo ist beim Core i7-3770 und dem 3770K identisch, weshalb sie sich am Ende in der Performance auch identisch verhalten.



CPU-Z zeigt die restlichen Eigenschaften. Weiterhin sind 8 MByte L3-Cache und Hyper-Threading die wichtigsten Argumente der CPU und natürlich steht auch beim Core i7-3770 noch die HD 4000 zur Verfügung. Die TDP liegt wie beim Flaggschiff bei 77 Watt.
Intel Core i5-3570K
Der Core i5-3570K ist wohl eines der meisterwartetsten Modelle. Denn er tritt das Erbe des Core i5-2500K an, jenes Prozessors, der bis auf wenige Wochen im letzten Jahr immer an der Spitze des Preisvergleichs im Segment der Prozessoren [19] stand. Auf dem Papier sollte dies dem Core i5-3570K auch direkt gelingen: Der Preis liegt mit 212 US-Dollar sogar vier Bucks unter dem Vorgänger und dafür gibt es sogar noch 3,4 statt 3,3 GHz Basistakt, auch der Turbo agiert deutlich schärfer als der des 2500K. Denn bei vier Kernen stehen dem Modell mit aktiviertem Turbo permanent 3,6 GHz, bei zwei oder der Belastung von einem Kern 3,8 GHz zur Verfügung – der Vorgänger bot dort in einzelnen Abstufungen 3,4, 3,6 oder 3,7 GHz [20].
Ansonsten ist das Grundpaket zum 2500K recht ähnlich. Auch dort kommt wieder die schnellste Grafikeinheit zum Einsatz, HD 4000 nennt sie sich bei dieser Generation. Hyper-Threading fehlt bei den Quad-Core-Modellen der Core-i5-Familie auch weiterhin, dazu wurde auch noch der L3-Cache leicht auf 6 MByte gekürzt. Dies alles macht sich massiv beim Preis bemerkbar, kostet das Modell mit 212 US-Dollar doch über 100 US-Dollar weniger als das Flaggschiff i7-3770K. Dabei dürfte ihn leistungsmäßig wohl entschieden weniger als ein Drittel vom Flaggschiffe trennen. Was der Nachfolger des 2500K zum gleichen Preis von nicht einmal 180 Euro leistet, klären die folgenden Seiten.
Intel Core i5-3550
Mit dem Core i5-3550 betritt man das Land der Prozessoren, die in Komplett-PCs verbaut werden. Natürlich sind diese auch für jeden anderen Arbeitseinsatz geeignet, bietet der Core i5-3550 mit 3,3 GHz Basistakt und einem Turbo in den Abstufungen 3,5 (Quad-Core) und 3,7 GHz (Single- und Dual-Core) doch ebenfalls massive Leistung, die das Modell noch in jeder Lebenslage über den CPU-Liebling des letzten Jahres aus dem Hause Intel, den 2500K, schieben wird. Mit einem Preis von 194 US-Dollar rutscht er nämlich auf dem deutschen Markt in die Region von 160 Euro, was ihn für Einsteiger in das Quad-Core-Segment interessant macht.




Der größte Unterschied zu den bisherigen Modellen ist die Verwendung der HD 2500 anstatt der HD 4000. Dabei handelt es sich um die kleine Lösung, die sich vom Vorgängermodell HD 3000 leistungsmäßig nur minimal unterschiedet und deshalb abseits vom Surfen & E-Mails weiterhin an der Grenze zum nicht Nutzbaren agiert. Der Core i5-3550 ist deshalb prädestiniert für den Einsatz mit einer diskreten Grafikkarte – so wie in unserem Test geschehen. Dort spielt lediglich der hohe Grundtakt, der im Turbo-Modus 3,5 GHz nicht unterschreitet sowie der 6 MByte große L3-Cache eine Rolle. Trotz der Kastration der Grafik und des geringeren Taktes spezifiziert Intel auch das Modell mit einer TDP von 77 Watt.
Intel Core i5-3450
Der kleinste Spross der Quad-Core-Prozessoren rund um die „Ivy Bridge“ im Desktop ist der Core i5-3450. Mit einem Basistakt von 3,1 GHz ist der Sprung zu den weiteren Modellen hier erstmals etwas größer, aber auch das Modell verfügt in diesem Jahr über einen deutlich aggressiveren Turbo. Denn so arbeitet der Core i5-3450 bei Auslastung aller vier Kerne mit 3,3 GHz, sind es weniger, liegen 3,5 GHz an. Mit einem Preis von 174 US-Dollar visiert Intel genau den gleichen Markt an, in dem aktuell die günstigsten „Sandy Bridge“ mit vier Kernen agieren: Etwa 150 Euro sollen die Modelle kosten.



Testergebnisse
Neues Testsystem
Wie üblich ist das komplette Testsystem im Anhang [21] aufgeschlüsselt. Da wir dieses aber komplett neu aufgesetzt haben, wollen wir vor der Darbietung der Ergebnisse zumindest einige Worte darüber verlieren, denn es gab Veränderungen in vielen Bereichen.
Den Anfang macht die Hardware: Eine GeForce GTX 680 löst die GTX 580 auch in unserem Prozessor-Testsystem als schnellste Single-GPU-Grafiklösung ab, sodass in dieser Position eine gewisse Zukunftssicherheit herrscht. Da neben den schnellen Grafikkarten auch die Prozessoren im Durchschnitt immer weniger Energie verbrauchen, folgen wir dem Trend und gehen mit dem Netzteil einen großen Schritt: Wir kürzen es von 600 auf 400 Watt herunter. Damit sind unterm Strich Idle-Verbrauchswerte in Windows 7 von rund 50 Watt selbst mit der schnellsten CPU und schnellsten Single-GPU-Lösung möglich.
Zu den weiteren Hardware- und Software-Produkten wollen wir an dieser Stelle keine weiteren Worte verlieren und verweisen auf den Anhang des Artikels. Nur so viel sei gesagt, dass neben aktuellen Spielen wie Battlefield 3 & Co die Vielzahl der Anwendungen auf einen entsprechend aktualisierten Stand gebracht wurde, sodass auch in diesem Bereich eine solide Grundlage für viele kommende Prozessortests geschaffen wurde.
Leistung
In unserem Rating schlüsseln wir wie in den letzten Jahren nach und nach die unterschiedlichen Bereiche auf. In das zusammenfassende Rating fließen wie üblich nur Tests aus den Bereichen Anwendung sowie Spiele, wobei alle anderen Segmente separat ausgegeben werden. An erster Stelle präsentieren wir dabei das Ergebnis, das den höchsten Realitätsgehalt hat, also alle Anwendungen und die Spiele in einer Auflösung von 1.920 × 1.080 Bildpunkten. Parallel dazu geben wir aber auch das Rating aus, welches einen mehr oder minder präzisen Blick in die Zukunft ermöglicht, unter der Prämisse, dass die Anwendungen nahezu gleich bleiben, Spiele aber weiterhin nicht nur auf Grafik sondern auch auf CPUs hin optimiert werden. Deshalb fließen dort die Games in geringer Auflösung sowie ohne AA/AF ein. Zur guter Letzt werden die Bereiche Anwendungen, Spiele in geringer und hoher Auflösung sowie die theoretischen Tests separat ausgegeben und analysiert.
Gesamt
Rating mit Anwendungen und Spielen (1.920 x 1.080)
Angaben in Prozent
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Nach vielen Stunden des Testens zeigen die fünf „Ivy Bridge“ hier, was sie leisten können. Dabei fällt auf, dass man an der Spitze nur wenig zulegen kann, im Mittelfeld spielt die Musik. Und so ist es der Core i5-3570K, der seinen minimal teureren Vorgänger Core i5-2500K um acht Prozent zu enteilen. Oder man schaut auf die gleiche Performance des 2500K, die jetzt von einem 42 US-Dollar günstigeren Core i5-3450 erreicht wird, der dafür auch noch weniger Energie benötigt.
Im Rating mit Spielen in geringer Auflösung, die ein Fingerzeig in Richtung Zukunft sind, bestätigt sich das bekannte Bild. Hier werden die Abstände auch noch minimal größer – in Zukunft hat man von den „Ivy Bridge“ dementsprechend also noch etwas mehr. Alle Details zu den Einzelergebnissen gibt es wie immer im Anhang [20].
Zu den Sondertests rund um den Turbo, Hyper-Threading sowie den Mainboardwechsels und der Auswirkung des Speichers widmen wir uns auf einer der folgenden Seiten. An dieser Stelle sei nur bereits herausgezogen, dass „Ivy Bridge“ bei gleichen Vorzeichen (ohne Turbo, ohne SMT und mit DDR3-1333) lediglich zwei bis drei Prozent gegenüber seinem Vorgänger gutmachen kann.
Wie sich die Grafikeinheit schlägt, zeigt unser separater Test: Intel Graphics HD 4000 & 2500 – Ivy Bridge vs. AMDs Llano [22]
Abschließendes Performancerating
Angaben in Prozent
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Anwendungen
Die von uns getroffene Auswahl an Benchmarks in Anwendungen ist bereits auf das aktuelle Geschehen ausgelegt. Dies heißt in erster Linie, dass Prozessoren mit vielen realen und auch logischen Kernen in der Wertung weit vorne landen. Folgerichtig landet Intels Flaggschiff mit zwölf Threads auf dem ersten Rang, gefolgt von Modellen mit acht Threads.
Performancerating Anwendungen
Angaben in Prozent
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Doch auch im Jahr 2012 ist bei Anwendungen nicht alles strikt auf viele Kerne ausgelegt. Es gibt noch unzählige Programme, die vielleicht vier, im schlimmsten Fall aber auch nur zwei oder gar nur einen Kern unterstützen. Deshalb ist auch weiterhin eine hohe Single-Threaded-Leistung wichtig, um hier ganz vorne mitzuspielen. Und so bieten die „Ivy Bridge“ taktnormiert etwa sechs Prozent mehr als ihre Vorgänger, die „Sandy Bridge-E“ mit mehr Threads reißen dies jedoch über die zusätzliche Kerne wieder herum.
Spiele (1.920 x 1.080)
Den herkömmlichen Käufer eines Prozessors interessiert in erster Linie, was genau dieses Modell in seinem aktuellen Umfeld leistet. Dort stehen neben den Anwendungen natürlich auch Spiele im Vordergrund, die in aller Regel auf einem entsprechend großen Monitor in Angriff genommen werden. Die aktuell meist genutzte Auflösung auf ComputerBase beträgt seit Mitte des letzten Jahres 1.920 × 1.080 Pixel und hat seitdem den Vorsprung gegenüber dem Vorgänger, 1.680 × 1.050, deutlich ausgebaut. Dies ist natürlich auch ein Grund für uns, unser Geschehen entsprechend anzupassen. Die GeForce GTX 680 sorgt jedoch dafür, dass man auch bei Full-HD-Auflösung inklusive AA/AF noch Unterschiede zwischen den Prozessoren ausmachen kann, auch wenn hier und da schon oft die Grafiklimitierung eintritt (u.a. bei Battlefield 3) und das gesamte Feld so deutlich zusammenrückt.
Performancerating Spiele (1.920 x 1.080)
Angaben in Prozent
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Wie bereits erwartet, rücken alle Modelle etwas dichter zusammen. Trotz Spielen wie Battlefield 3 [23], die in dieser Auflösung nur noch auf die Grafikkarte reagieren und dementsprechend die CPU nahezu irrelevant wird, gibt es doch einige Vertreter, die auch in 1.920 × 1.080 Bildpunkten den Prozessor neben der Grafikkarte fordern – Paradebeispiel Anno 2070 [24]. Deshalb bleibt auch für Spiele in hoher Auflösung und mit qualitätsteigernden Features die „Sandy Bridge“-Architektur und damit auch die zweite Generation rund um die „Ivy Bridge“ das Maß der Dinge in Spielen.
Spiele (geringe Auflösung)
Auch wenn Spiele in geringer Auflösung auf den ersten Blick für den Laien keinen Sinn machen, sind sie gerade für Prozessortests ein elementar wichtiger Teil. Denn hier zeigt sich die wahre Auswirkung des Prozessors, wenn man die Limitierung durch die Grafikkarte, die bei 1.920 × 1.080 Bildpunkten bereits einsetzt, nahezu aufheben kann. Daraus kann man ableiten, dass die hier und heute in geringer Auflösung gezeigten Werte in einigen Jahren mit schnelleren Grafikkarten bei hohen Auflösungen zutreffen könnten – natürlich je nach dem wie groß der Leistungssprung der nächsten Grafikkartengeneration ausfallen wird. Dementsprechend wichtig sind genau diese Werte, da sie beim Prozessorkauf besser für die Zukunft planen lassen.
Performancerating Spiele (640 x 480)
Angaben in Prozent
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Erwartungsgemäß werden hier die Abstände deutlich größer, denn selbst in eigentlich komplett grafiklimitierten Spielen wie Battlefield 3 [25] lassen sich so deutliche Unterschiede ausmachen.
Theoretische Tests
Theoretische Tests sind ein guter Indikator für Neuerungen. Sie profitieren zumeist als erstes von neuen Instruktionen, aber auch von vielen Kernen und Threads sowie einem hohen Takt. Sie verzerren dabei jedoch meist das Bild deutlich hin zu eben jenen schnellen Prozessoren mit vielen Kernen und hohem Takt, das sich, wie auf den letzten Seiten analysiert, in dieser Form ansonsten meist nicht wiederfindet. Die Unterschiede vom schnellsten bis hin zum langsamsten Modell fallen demnach viel drastischer aus.
Performancerating theoretische Tests
Angaben in Prozent
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Neue Befehle wie AES, AVX und eben die nahezu perfekte Parallelisierung über alle Threads schieben jeden Prozessor mit vielen Threads und der Unterstützung vieler neuer Instruktionen ganz weit nach vorne. Bestes Beispiel dafür ist der AMD FX-8150, der im realen Alltag immer hinter dem 175 Euro teuren Core i5-2500K agiert, hier aber das Modell überflügelt und in Richtung des 275 Euro teuren Modells Core i7-2700K wandert. Auch hier bieten die neuen „Ivy Bridge“ durchweg etwas mehr Leistung als ihre Vorgänger, mit bis zu sieben Prozent Vorsprung bei gleichem Basistakt ist der Unterschied in dieser Disziplin auch am größten.
Sondertests
Zum Start einer neuen Generation begleiten wir die Analyse immer mit einigen Sondertests. Denn nur daran kann man feststellen, was sich von einer Generation zur nächsten getan hat. Mit dabei ist auch in diesem Jahr die getrennte Untersuchung zum Einfluss des Turbos, des Hyper-Threadings, des Speicherstandards und des Mainboards, das gegen ein ein Jahr altes Vorgängermodell getauscht wurde. Doch der Reihe nach.
SMT-Rating
Angaben in Prozent
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Hyper-Threading ist auch 2012 ein zweischneidiges Schwert. Anwendungen sehen es gern, Spiele mitunter hassen dies aber und bestrafen den Prozessor mit geringeren FPS. Unterm Strich macht es deshalb kaum etwas aus, wenn man Anwendungen und Spiele zu einem Rating zusammenfasst, jeweils lediglich rund zwei Prozent gewinnt „Ivy Bridge“ mit aktiviertem Hyper-Threading – beim Vorgänger war das Verhalten identisch.
Turbo-Rating
Angaben in Prozent
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Beim Turbo sieht die Sache etwas anders aus, hat Intel diesen doch mit den neuen Prozessoren etwas aggressiver geschaltet. Durch ihn gewinnt ein „Ivy Bridge“ über drei Prozent, beim „Sandy Bridge“ zuvor waren es knappe zwei Prozent, die am Ende des Tages über alle Anwendungen und Spiele herauskommen.
Speicher-Rating
Angaben in Prozent
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Auch am Speicherstandard hat Intel mit den „Ivy Bridge“ geschraubt – mit Erfolg, denn durch die Verwendung von DDR3-1600 werden weitere 1,5 Prozent mehr Performance möglich. Allein betrachtet nahezu nichts, aber die Summe mit den anderen Optimierungen macht es aus.
Mainboardwechsel
Angaben in Prozent
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Zu guter Letzt haben wir das Z77-Mainboard von Asus noch durch eine P67-Platine aus gleichem Hause getauscht. Dabei kam zum Vorschein, dass diese perfekt mit den neuen Prozessoren umgehen kann, unterm Strich sogar minimal schneller war. Da die Z77-Mainboards aber noch in den Kinderschuhen stecken und diverse BIOS-Updates kommen dürften, sollte sich die kleine Differenz im Laufe der kommenden Wochen egalisieren.
Am Ende kann man bereits nach diesen Sondertests ein kleines Zwischenfazit ziehen, denn man sieht exakt, woher die Mehrleistung von „Ivy Bridge“ kommt. 1,5 Prozent beim Speicher, zwei Prozent dank schärferem Turbo, hinzu kommen die 1 bis 3 Prozent durch die leichten Anpassungen und Optimierungen in der Architektur. Am Ende steht der Core i7-3770K so seine 5 bis 7 Prozent über dem taktgleichen Vorgänger Core i7-2700K. Denn ohne all diese Features sind es lediglich 2 bis 3 Prozent.
Sonstiges
Leistungsaufnahme
Die Leistungsaufnahme wird in unserem Testparcours immer für das gesamte System angegeben. In dieser Disziplin sind alle stromsparenden Eigenschaften der jeweiligen Plattformen aktiviert, was Cool'n'Quiet, EIST, C1E und alle anderen derartigen Features mit einschließt. Beim Test unter voller Belastung der Prozessoren verlassen wir uns auf das gute alte Prime95 in der aktuellsten Version [26]. Was das Voltcraft-Messgerät am Ende direkt an der Steckdose anzeigt, geben wir in den folgenden Diagrammen wieder.
Diese Ergebnisse sind natürlich sehr stark von der Hauptplatine, der verwendeten Grafikkarte und allen anderen Bauteilen im Komplettsystem abhängig, weshalb der Wert zwischen Idle und Volllast den besten Bezugspunkt für den Verbrauch eines Prozessors darstellt. Zusätzlich geben wir zu den Werten auch noch den Verbrauch des Gesamtsystems an, wenn eine reale Anwendung wie Autodesk 3ds Max 2012 alle Prozessorkerne voll auslastet. Anhand dieser vier Werte lässt sich so am ehesten ein Gesamtbild ermitteln, da neben dem Idle und dem Extremfall auch der ganz normale Alltag gezeigt wird.
Leistungsaufnahme (komplettes System)
Angaben in Watt (W)
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Hier zeigt sich, was die neue 22-nm-Fertigung wirklich bringt. Mit 77 Watt verbraucht unser Core i7-3770K exakt das, wofür die TDP ausgelegt ist. Damit rangiert er 20 Prozent unter dem Vorgänger Core i7-2700K, respektive dieser braucht für eine geringere Performance mit 96 Watt unterm Strich noch 25 Prozent mehr Energie.
Bei den kleineren Modellen wird dies aber weniger drastisch. Natürlich sind 61 oder 63 Watt als Differenz zwischen Idle und voller Prime-Last ein sehr guter Wert, doch beim Core i5-3570K schrumpft dieser Wert im Vergleich zum Vorgänger 2500K auf nur noch 3 Watt zusammen. Natürlich leistet der Core i5-3570K auch noch 8 bis 9 Prozent mehr als der 2500K, dennoch hatte man unterm Strich hier wohl mehr erwartet.
Wie unsere Sondertests zeigen, ist der Turbo weiterhin ein Effizienzkiller. Deaktiviert man SMT und den Turbo beim Flaggschiff, kann man diesen direkt auf einen Maximalverbrauch von 60 Watt trimmen. Gleiches gilt natürlich auch für die anderen Modelle, weshalb man in Zukunft auf spezielle Prozessoren gespannt sein darf, die exakt diese Punkte anpacken und so mit einer TDP von 65 und gar 45 Watt in den Handel kommen sollen.
Temperatur
Parallel zur Messung der Leistungsaufnahme erfolgt die Bestimmung der maximalen Temperatur. Diese wird sowohl über Tools ausgelesen, als auch noch einmal mittels Infrarotthermometer überprüft.
Die Temperaturen sind plattformübergreifend nur bedingt zu vergleichen, zwischen AMD- und Intel-Prozessoren ist dies gar nicht möglich. Insbesondere bei den AMD-Modellen fällt immer wieder auf, dass die Werte oft ungenau sind, respektive schlichtweg nicht stimmen können und oberflächlich mit dem Thermometer nachgemessen werden müssen. Die wirkliche Kerntemperatur dürfte bei allen AMD-Modellen deshalb deutlich höher liegen, weshalb man dieser Analyse keine allzu hohe Aussagekraft beimessen sollte.
Temperatur
Angaben in °C
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Auf den ersten Blick ist die Temperatur der Neuling durchweg etwas höher. Bei den Messungen über die fünf verschiedenen CPUs auf Basis der „Ivy Bridge“ war aber aufgefallen, dass die Temperatur für einen einzelnen Kern bei voller Belastung aller Kerne teilweise massiv abweicht. 10 Grad Unterschied zwischen den Kernen waren keine Seltenheit. Deshalb sollte man Vorsicht walten lassen, insbesondere auch beim Vergleich mit dem Vorgänger. Dabei spielt unter anderem die punktuelle Lastenverteilung eine Rolle, denn auf dem kleinen Die von „Ivy Bridge“ werden über den integrierten Temperatursensor mehr Bereiche erfasst, als zuvor mit „Sandy Bridge“. Problematisch ist im Normalfall aber keine der gemessenen Temperaturen, den Maximalwert spezifiziert man seitens Intel mit 105 Grad – zuvor taktet sich die CPU aber bereits allein herunter, um den Maximalwert gar nicht erst zu erreichen respektive zu überschreiten.
Undervolting
Die neuen Prozessoren sind zwar allesamt bereits keine riesigen Stromfresser mehr, doch geht wie üblich noch etwas weniger Stromverbrauch. Denn die Hersteller lassen ihre Produkte immer mit großer Sicherheit und damit vollends auf Stabilität getrimmt arbeiten. Genau dies kann man sich jedoch zu Nutze machen.




Da die 22-nm-Fertigung noch eine ganz junge ist, sind die Spannungen doch deutlich großzügiger ausgelegt, als bei den letzten „Sandy Bridge“. Dort schaffte man es kaum, diese noch um 0,1 Volt zu drücken, mit „Ivy Bridge“ sind 0,15 Volt problemlos möglich. Und dies auch noch bei einer bereits deutlich geringeren Eingangsspannung, weshalb der Wert prozentual gesehen nochmals größer ist. So lassen sich am Ende sowohl Core i5-3570K als auch Core i7-3770K mit deutlich unter einem Volt Spannung stabil betreiben, auch wenn alle Funktionen wie Turbo und Hyper-Threading (sofern verfügbar) aktiviert waren.
Leistungsaufnahme Undervolting
Angaben in Watt (W)
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Overclocking
Intel hat mit den „Ivy Bridge“ das Overclocking-Feature etwas erweitert. Diese Erweiterungen fallen auf dem Papier zwar auf den ersten Blick vielfältig aus, sind unter dem Strich aber nur eine kleine Evolution statt Revolution. Denn nach wie vor wird das Übertakten über den BCLK (Bus-Takt) nicht möglich sein, da viele Abläufe im Prozessor direkt an diesen Basistakt gekoppelt sind. Änderungen dort sind deshalb nur im Rahmen des Vorgängers möglich, Intel spezifiziert sie mit maximal 7 Prozent – unterm Strich sind es also höchstens 107 MHz Bus-Takt für die neuen Prozessoren. Exakt bis dort hin gingen auch die Vorgänger [27].
Beim Rest gibt man zu dem bereits bekannten lediglich hier und da etwas mehr Spielraum. Der maximal mögliche Multiplikator steigt auf 63, das Real-Time-Overclocking, also direkt unter Windows die Taktraten anpassen, wird unterstützt. Beim Speichertakt unterstützt man deutlich höhere Raten, jedoch hat die Speicherfrequenz bereits beim Vorgänger den geringsten Einfluss auf die Gesamtleistung gehabt, was sich aufgrund der gleichen Architektur auch bei „Ivy Bridge“ nicht ändern dürfte.



Kein Overclocking wird nach wie vor bei Prozessoren ohne Turbo-Modus möglich sein, da bei Prozessoren mit Turbo-Modus diese wie beim Vorgänger auf vier zusätzlich Turbo-Schritte über dem Referenzwert der CPU limitiert ist. Gleiches gilt auch für die Notebook-Prozessoren.


Unterm Strich ändert sich deshalb letztlich nur bedingt etwas. Hier und da gibt man etwas mehr, die „Sandy Bridge“-basierte-Architektur schränkt diverse Dinge aber ein, sodass man am Ende nahezu das Gleiche bietet wie mit dem Vorgänger: Ohne Turbo kein Overclocking der CPU, erst mit den K-Modellen geht alles.
Exakt diese theoretischen Vorgaben lassen sich dann auch nachweisen. Als Beispiele haben wir hierbei erst einmal zwei Prozessoren gewählt, die keinen frei bestimmbaren Multiplikator besitzen: Der Core i5-3450 sowie der Core i7-3770. Beide lassen sich gemäß den Vorgaben um zusätzliche 4 Multiplikatorstufen beim Turbo übertakten. Spielt man dazu ein wenig mit dem BCLK, kommt man so auf 3,9 bis 4,1 GHz für den Core i5-3450 und 4,3 bis 4,5 GHz für den Core i7-3770.




Beeindruckend ist dabei der kleinste Neuling. Denn die 3,9 GHZ für alle vier Kerne respektive 4,1 GHz für zwei oder einen Kern macht der Core i5-3450 anstandslos ohne Änderung der Spannung mit. Folglich verbraucht er auch nur minimal mehr Energie als in seinem Auslieferungszustand.
Beim Core i7-3770 überschreitet man jedoch die Grenze und muss diesen mit zusätzlichen 0,1 Volt Spannung versorgen. Dann sind die 4,3 GHz für alle acht Threads oder eben 4,5 GHz bei Nutzung von einem oder zwei Kernen aber durchweg stabil zu betreiben. Die zusätzliche Spannung hat aber ihren Preis: Die Leistungsaufnahme steigt um 40 Watt, die Temperatur sogar massiv um 22 Grad. Hier zeigt sich, dass man den Neulingen keinesfalls mehr als 1,3 Volt zumuten sollte, ohne dass eine geeignete (Wasser-)Kühlung genutzt wird.
Gleiches Bild beim Core i5-3570K sowie dem Core i7-3770K. Dort muss man jeweils mit mehr Spannung arbeiten, um die 4,5-GHz-Marke zu durchbrechen.


Unterm Strich sind die „Ivy Bridge“ keine schlechten Übertakter, doch die K-Modelle der Core-i7-Familie verlieren für den Hobby-Übertakter etwas ihren Reiz. Mit diesen wird es eben nicht mehr so spielend wie zuvor bei „Sandy Bridge“ möglich sein, mal fix die 5 GHz zu packen. Dafür bedarf es, wie bei allen Generationen zuvor, wieder etwas mehr Aufwand. Beim Core i5-3570K mit 4,5 GHz stehen wir hingegen exakt dort, wo wir auch beim „Sandy Bridge“-Launch mit dem 2500K lagen [28] – 4,5 GHz mit minimaler Spannungsanpassung, erkauft durch überschaubare 30 Watt mehr Leistungsaufnahme. Das dürfte wohl dem Gros der Hobby-Übertakter mehr als genügen.
Leistungsaufnahme Overclocking
Angaben in Watt (W)
|
Für den technikinteressierten Käufer werden jedoch die kleineren Core i5 durchweg interessanter. Denn das 150 Euro teure Modell Core i5-3450 arbeitete bei 3,9 bis 4,1 GHz mit der Referenzspannung und braucht so unterm Strich noch weniger als ein Core i7-3770, der über 100 Euro mehr kostet und im Default-Zustand aufgrund der mangelnden SMT-Unterstützung in Spielen wohl in etwa die gleiche Performance abliefert.
Performance-Leistungsaufnahme-Rating
Unser Performance-Leistungsaufnahme-Rating befindet sich auch weiterhin im Erprobungsstatus. Vorerst haben wir uns als Leistungs-Input für das abschließende Performancerating entschieden. Da dies unter entsprechender Last passiert, setzen wir die maximale Leistungsaufnahme als Bezugspunkt an, auch wenn sie nicht bei allen Anwendungen zum Tragen kommen mag.
Auf Wunsch geben wir auch die maximale Performance im Vergleich zum Idle-Wert und im Vergleich zum Differenzwert zwischen Volllast und Idle an. Dort ist jedoch die Fehleranfälligkeit deutlich höher, da sich beispielsweise das gewählte Mainboard viel stärker auswirkt. Sind es beispielsweise fünf Watt Unterschied, macht das unter voller Belastung bei 180 Watt nur einen vernachlässigbaren Bruchteil aus. Im Idle bei lediglich 80 Watt spielt dieser Aspekt hingegen eine deutlich größere Rolle.
Performancerating zu Watt (Differenz Idle/Volllast)
Angaben in Prozent
|
Wie bereits bei der Messung der Leistungsaufnahme gezeigt, sind die neuen Prozessoren alles andere als ineffizient. Gegenüber dem Vorgänger „Sandy Bridge“ liegt man in den gleichen Gewichtsklassen, sprich den Quad-Core-Prozessoren, immer in Front. Lediglich gegen die alten Dual-Core-Modelle hat „Ivy Bridge“ noch keine Chance, kommen doch alle bisherigen Versionen mit vier Kernen daher. Dies dürfte sich jedoch in wenigen Wochen ändern, dann sollten exakt die Dual-Core-Versionen auf Basis der „Ivy Bridge“ auch in dieser Kategorie die Spitze übernehmen.
Performancerating zu minimaler Leistungsaufnahme
Angaben in Prozent
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Performancerating zu maximaler Leistungsaufnahme
Angaben in Prozent
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Anmerkung: Wie bereits erwähnt, befindet sich diese Abschnitt noch in der Experimentierphase. Auch wir wissen, dass es viele Variablen gibt und man die mit Prime95 ermittelte maximale Leistungsaufnahme in einem Komplettsystem nicht zwangsweise in das Verhältnis zum Gesamtergebnis, welches mit dem Komplettsystem ermittelt wurde, setzen kann.
Preis-Leistungs-Rating
Hinweis: Wir haben die aktuellen Ladenpreise für alle im Test vertretenen Prozessoren bei den günstigsten Online-Händlern herausgesucht und in einer Momentaufnahme festgehalten. Dabei wurde der Preis ausschließlich von lieferbaren Boxed-CPUs inklusive Kühler und voller Herstellergarantie berücksichtigt.
Preisliste
Angaben in Euro
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Wie üblich gilt bei der Übersicht das bekannte Motto: Fällt ein Prozessor im Preis, wandert er in dem Diagramm nach oben und sein Rating erhöht sich dadurch. Für dieses Preis-Leistungs-Verhältnis wird das Gesamtrating durch den Preis dividiert und mit 1.000 multipliziert. Das Ergebnis repräsentiert dann die Leistung, die man, kaufmännisch gerundet, aktuell für einen Euro erhält. Wir weisen ausdrücklich noch einmal darauf hin, dass sich der Preis der Prozessoren täglich ändern kann, weswegen eine dauerhafte Korrektheit der Liste nicht garantiert werden kann. (Stand der Preise: 23.04.2012)
Preis-Leistungs-Verhältnis
Angaben in Prozent
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Wir üblich gibt es im Prozessorbereich auch für kleines Geld eine solide Grundleistung. Deshalb rangieren AMDs Modelle in dieser Kategorie immer ganz weit vorne, bieten sie doch das nötigste, was man braucht. Und so steht ein fast drei Jahre alter Prozessor hier ganz vorn: Der Phenom II X4 965, da er lediglich noch 90 Euro kostet, aber mit vier Kernen bei 3,4 GHz ein echtes Arbeitstier ist.
Da die neuen „Ivy Bridge“ erst in einer Woche (29.4.2012) im Handel stehen werden und auch dieser eigentlich an ein NDA gebunden ist, darf man den aktuell gelisteten Preise von lediglich einer Handvoll Händler nicht glauben. Dort gibt es wie üblich einen sehr hohen Vorbesteller-Aufschlag, den der Early Adopter zahlen muss. Unterm Strich zählt letztlich der offizielle Preis von Intel, der für alle „Ivy Bridge“ minimal günstigere Preise als die von „Sandy Bridge“ vorsieht. In unserer Tabelle gehen wir deshalb von exakt den gleichen Preisen aus, die sich bereits in Kürze einstellen sollten.
Fazit und Empfehlung
Nach unzähligen Stunden mit fünf der neuen Prozessoren und vielen älteren Modellen zum Vergleich ist es Zeit, ein Fazit zu ziehen. Beeindruckend ist an erster Stelle die Leistungsaufnahme der neuen Modelle, liegt diese doch um bis zu 20 Prozent unter dem Vorgänger. Und trotz dieser 20 Prozent geringeren Energieaufnahme liefern alle Modelle auch noch etwas mehr Leistung als ihre Vorgänger. Fasst man das alles zusammen, hat sich die Effizienz im Gesamtpaket deutlich gesteigert! Doch wie immer gibt es dort, wo viel Licht ist, auch einen (kleinen) Schatten.
Denn die Leistungssteigerung kommt in erster Linie von minimal höheren Taktraten, der Unterstützung von DDR3-1600 und einem deutlich schärfer agierenden Turbo. Mit diesen Mitteln liegt der Core i7-3770K als Flaggschiff der „Ivy Bridge“ im Desktop je nach Art der Anwendung (Spiele, Office, theoretische Benchmarks) zwischen fünf und sieben Prozent vor dem Core i7-2700K, dem Flaggschiff der „Sandy Bridge“ aus dem letzten Jahr mit gleichem Basistakt von 3,5 GHz. Doch nimmt man dem „Ivy Bridge“ eben exakt diese Vorteile des Speichers sowie des Turbos und lässt beide bei 3,5 GHz nur im Basistakt arbeiten, schrumpft der Vorsprung auf ein bis drei Prozent zusammen. Spätestens hier wird wirklich deutlich, dass die Architektur eben doch die gleiche ist und nur minimale Dinge überarbeitet wurden. Unterm Strich waren die Erwartungen aber wohl doch höher, denn kleine einstellige Prozente verschwinden nahezu im Bereich der Messtoleranzen.
Am Ende zählt wie üblich aber das, was für den zahlenden Kunden herausspringt. Und eben diese können von den leicht höheren Taktraten und vor allem vom schärferen Turbo profitieren. So liegt am Ende der auf dem Papier 200 MHz geringer getaktete Core i5-3450 vor dem Core i5-2500K, einem der beliebtesten Prozessoren des letzten Jahres. Doch das ist nicht alles, denn zeitgleich kostet der Core i5-3450 auch noch 42 US-Dollar weniger als der Core i5-2500K und verbraucht 13 Prozent weniger Energie. Und exakt dies zieht sich auch zu den schnelleren Modellen durch. Der bereits erwähnte Core i5-3570K leistet durch die kleinen Updates bereits acht bis neun Prozent mehr als sein Vorgänger – auch dort bei weniger Stromverbrauch und einem minimal geringeren Preis (Verkaufsstart ab 29. April 2012).
Wie im letzten Jahr lohnen sich die Core i7 allerdings nur für diejenigen, die viel in Anwendungen arbeiten und so von den acht Threads profitieren. Denn in Spielen ist Hyper-Threading auch im Jahr 2012 mitunter sogar eine Bremse, im besten Fall passiert gar nichts. Gepaart mit dem doch deutlichen Aufpreis der Core i7 zu den kleineren Modellen sollte man letztlich lieber zum Core i5 greifen. Da diese bereits im letzten Jahr die Empfehlung bekommen haben, kann für die Nachfolger, die schneller und günstiger sind, dazu noch weniger Energie verbrauchen, natürlich wieder nur die Empfehlung herausspringen.
Wer sich weniger für die CPU und mehr für die Ivy-Bridge-GPU, Graphics HD 4000 und HD 2500, interessiert, dem empfehlen wir unseren Artikel über die reine Grafikleistung [29].
Anhang
Testsystem
Im letzten Jahr hat unser altes Testsystem wieder knapp 70 Elemente (Prozessoren inklusive Sondertests zu Turbo, SMT, Taktgleichheit ect.) in unterschiedlichsten Konstellationen gesehen. Da sich in diesem Zeitraum in allen Bereichen die restlichen Komponenten ebenso weiter entwickelt haben, war es erneut Zeit für ein umfangreiches Update. Dabei haben wir unser System an fast allen Fronten optimiert und an einer der wichtigsten auf eine der aktuell schnellsten Grafiklösungen zurückgegriffen: die Nvidia GeForce GTX 680 wird in Zukunft die Bilder auf den Monitor zaubern.
Doch auch die weiteren Komponenten haben wir massiv überarbeitet. Ein „80 Plus Gold“-Netzteil von be quiet! mit einem Wirkungsgrad jenseits der 90 Prozent sorgt mit maximal 400 Watt für genügend Leistung in allen Bereichen und ist zudem ein Beispiel für den immer wichtiger werdenden Markt an kleineren und hocheffizienten Lösungen. Passend zum steigenden Umweltbewusstsein der Bevölkerung haben wir uns neben dem hocheffizienten Netzteil auch für guten Speicher entschieden. Dabei greifen wir auf ein Quad-Channel-Kit von GeIL zurück, das auch bei Dual-Channel-Systemen voll genutzt wird, indem alle Slots bestückt werden. Mit 8 GByte Speicher kommen wir dabei aufgrund der günstigen Preise im gesamten Jahr 2011 dem gängigen Trend nach. Für Prozessoren, die schnelleren Speicher als DDR3-1600 verarbeiten können, stehen darüber hinaus DDR3-2133-Riegel von Adata bereit.



Des Weiteren vertrauen wir auf unseren bewährten „Cooler Master Stacker RC-832“ mit seinen zwei integrierten 120-mm-Lüftern, um einen möglichst fairen und realitätsnahen Vergleich zwischen den Kontrahenten zu ermöglichen und gleichzeitig auf eventuelle thermische Probleme der Prozessoren zu stoßen. Deshalb kommt als Einheitskühler für alle CPUs auch weiterhin der Noctua NH-U12P mit Lüfter NF-P12 zum Einsatz, der dank jedes Jahr neu veröffentlichten Mounting-Kits auch nach vielen Jahren immer noch ein Modell der Oberklasse darstellt.
Als Betriebssystem setzten wir weiterhin auf Windows 7 in der 64-Bit-Variante, das wir auf das Service Pack 1 aktualisiert haben, damit so neuartige Features wie „AVX“ unterstützt werden. Wie die weitere verwendete Software aussieht, wird im Abschnitt Benchmarks aufgeschlüsselt. Alle sonstigen Details zum Testsystem gibt es folgend:
Komplette Aufschlüsselung des Testsystems und der verwendeten Komponenten.
- Prozessor
- Octa-Core
- AMD
- AMD FX-8150 – 3,60 GHz, 8 MByte L2-Cache, 8 MByte L3-Cache, HT 2,2 GHz (Bulldozer B2)
- AMD
- Hexa-Core
- AMD
- AMD Phenom II X6 1100T – 3,30 GHz, 3 MByte L2-Cache, 6 MByte L3-Cache, HT 2,0 GHz (Thuban E0)
- Intel
- Intel Core i7-3960X Extreme Edition – 3,30 GHz, 1,5 MB L2-Cache, 15 MB L3-Cache (Sandy Bridge-E C1)
- AMD
- Quad-Core
- AMD
- AMD Phenom II X4 965 Black Edition – 3,40 GHz, 2 MB L2-Cache, 6 MB L3-Cache, HT 2,0 GHz (Deneb C3)
- AMD A8-3870K – 3,00 GHz, 4 MB L2-Cache (Llano B0)
- AMD A6-3650 – 2,60 GHz, 4 MB L2-Cache (Llano B0)
Der Speichercontroller wurde bei allen AMD-Systemen im Modus „UnGanged“ betrieben.
- Intel
- Intel Core i7-3770K – 3,50 GHz, 1 MB L2-Cache, 8 MB L3-Cache (Ivy Bridge E1)
- Intel Core i7-3770 – 3,40 GHz, 1 MB L2-Cache, 8 MB L3-Cache (Ivy Bridge E1)
- Intel Core i5-3570K – 3,40 GHz, 1 MB L2-Cache, 6 MB L3-Cache (Ivy Bridge E1)
- Intel Core i5-3550 – 3,30 GHz, 1 MB L2-Cache, 6 MB L3-Cache (Ivy Bridge E1)
- Intel Core i5-3450 – 3,10 GHz, 1 MB L2-Cache, 6 MB L3-Cache (Ivy Bridge E1)
- Intel Core i7-2700K – 3,50 GHz, 1 MB L2-Cache, 8 MB L3-Cache (Sandy Bridge D2)
- Intel Core i5-2500K – 3,30 GHz, 1 MB L2-Cache, 6 MB L3-Cache (Sandy Bridge D2)
- Intel Core i7-870 – 2,93 GHz, 1 MB L2-Cache, 8 MB L3-Cache (Lynnfield B1)
- Intel Core i5-750 – 2,66 GHz, 1 MB L2-Cache, 8 MB L3-Cache (Lynnfield B1)
- AMD
- Dual-Core
- Intel
- Intel Core i3-2120 – 3,30 GHz, 512 KB L2-Cache, 3 MB L3-Cache (Sandy Bridge Q0)
Der integrierte Grafikkern der „Sandy Bridge“-,„Ivy Bridge“- und „Llano“-Prozessoren war für den Zeitraum des reinen Prozessortests deaktiviert, da die GeForce GTX 680 zum Einsatz kam. Eine Betrachtung des Prozessor inklusive der Grafikleistung liefert unsere separate Analyse zur Grafik der „Sandy Bridge“ [30] beziehungsweise zur Grafikeinheit der „Llano“ [31]. Neu ist parallel zum heutigen Test auch die Untersuchung der „Ivy Bridge“-Grafikeinheit erschienen.
- Intel Core i3-2120 – 3,30 GHz, 512 KB L2-Cache, 3 MB L3-Cache (Sandy Bridge Q0)
- Intel
- Octa-Core
- Motherboard
- AMD
- Asus Crosshair V Formula (AMD 990FX + SB950) – Sockel AM3+ – Revision 1.02G – BIOS 9901 vom 26. September 2011
- Asus F1A75-V Pro (AMD A75-Chipsatz) – Sockel FM1 – Revision 1.03 – BIOS 0703 vom 24. Juni 2011
- Intel
- Asus P9X79 Pro (Intel X79-Chipsatz) – Sockel LGA 2011 – Revision 1.02G – BIOS/EFI 0906 vom 22. Dezember 2011
- Asus P8Z77-V Pro (Intel Z77-Chipsatz) – Sockel LGA1155 – Revision 3.0 – BIOS/EFI 0906 vom 26. März 2012
- Asus P8P67 Deluxe (Intel P67-Chipsatz) – Sockel LGA1155 – Revision 1.03 – BIOS/EFI 2302 vom 16. Februar 2012
- Asus P7P55D (Intel P55-Chipsatz) – Sockel LGA1156 – Revision 1.02G – BIOS: 2101 vom 20. Oktober 2011 [32]
- AMD
- Arbeitsspeicher
- 4x 2.048 MB DDR3-1333 GeiL Value Plus (CL7-7-7-20-1T, 1,50 Volt)
- 4x 2.048 MB DDR3-1600 GeiL Value Plus (CL9-9-9-24-1T, 1,50 Volt)
- 4x 2.048 MB DDR3-1866/2133 Adata (CL9-11-9-25-1T, 1,55 Volt)
- Grafikkarte
- Peripherie
- Corsair P128 (SSD für Betriebssystem und Anwendungen) [34]
- Samsung HD501LJ, 500 GB (SATA-II-Festplatte für Spiele)
- MSI DR8-A (DVD-Brenner)
- Netzteil
- be quiet! Straight Power E9-400W
- Prozessorkühler
- Treiberversionen
- Nvidia GeForce 301.10
- Intel Chipsatz-Treiber 9.3.0.1020
- Software
- Microsoft Windows 7 64-Bit Ultimate, Service Pack 1
- Microsoft DirectX 11
Benchmarks
Bei den Benchmarks gehen wir erneut den Weg der Dreiteilung (besser gesagt sogar Vierteilung). Denn während theoretische Tests oft diverse Neuheiten in den Prozessoren direkt ansprechen können, ist die reale Software noch lange nicht so weit. Deshalb erfolgt die strikte Trennung der theoretischen Tests zu den echten Anwendungen. Letztere werden dabei wie üblich auch in unser Abschlussrating einfließen, während die theoretischen Tests außen vor bleiben.
Bei den Spielen teilen wir das Feld ebenfalls wieder auf. Im ersten Teil senken wir die Auflösung jeweils auf das Minimum, behalten die Grafikeinstellungen aber auf hohen Details ohne AA/AF bei. Dabei lassen sich die Unterschiede zwischen den CPUs am ehesten erkennen.
Da keiner heutzutage aber in 640 × 480 Bildpunkten spielt, drehen wir im zweiten Teil die Auflösung auf das aktuell am häufigsten genutzte Format von 1.920 × 1.080 Bildpunkten hoch und schalten den gängigsten Modi hinsichtlich AA/AF hinzu. Damit wird letztendlich die Grafikkarte mehr gefordert – eine GeForce GTX 680 lässt aber weiterhin genug Luft, um auch hier Unterschiede ausmachen zu können.
- Theoretische Tests
- 3DMark 11 Version 1.0.3.0
- Cinebench R11.539
- SiSoft Sandra 2012.02.18.30 – Prozessorleistung
- SiSoft Sandra 2012.02.18.30 – Kryptografieleistung (AES)
- SiSoft Sandra 2012.02.18.30 – Speicherbandbreite
- SiSoft Sandra 2012.02.18.30 – Cache- und Memory-Benchmark (AVX)
- WinRAR 4.11 (integrierter Test)
- Anwendungen
- Autodesk 3ds Max 2012 mit „SPECapc for 3ds Max 9“
- dBpoweramp Music Converter R14.2
- MainConcept Reference 2.2.0.5440
- iTunes 10.5.3.3
- Paint.NET 3.36 + PDNBench 3.20
- PCMark 7 1.0.4
- POV-Ray 3.7 RC4
- TrueCrypt 7.1a
- WinRAR 4.11 (reales Packen)
- x264 HD Benchmark 4.0
- Spiele:
- Anno 2070, Vollversion, Patch 1.3
- Armed Assault 2 – Reinforcements, Vollversion, Patch 1.60.87549, Vollversion
- Batman Arkham City, Vollversion (wird zwangsweise per Steam aktualisiert)
- Battlefield 3, Vollversion (wird zwangsweise per Origin aktualisiert)
- Call of Duty: Modern Warfare 3, Vollversion (wird zwangsweise per Steam aktualisiert)
- F1 2011, Vollversion, Patch 1.2
- Mass Effect 3, Vollversion (wird zwangsweise per Origin aktualisiert)
- The Elder Scrolls V: Skyrim, Vollversion (wird zwangsweise per Steam aktualisiert)
- weitere benötigte Tools:
- CPU-Z 1.60.1 [36]
- Core Temp 1.0 RC3 [37]
- Fraps 3.47 [38]
- Prime95 27.4 [39]
Theoretische Tests
3DMark 11
| 3DMark 11 | |
|---|---|
| Screenshots | ![]() ![]() |
| Version | 1.0.3.0, Professional Edition |
| Engine | Eigene Entwicklung |
| API | DX11 |
| Detailstufe | Performance-Modus |
| Benchmarkart | Selbstablaufender Benchmark |
| Download | Futuremark 3DMark 11 [40] |
3DMark 11 (Performance-Preset)
Angaben in Punkten
|
Cinebench R11.5
| Cinebench R11.5 | |
|---|---|
| Screenshots | ![]() ![]() |
| Version | R11.539 |
| Engine | Cinema 4D |
| Benchmarkart | CPU- und OpenGL-Test |
| Download | Maxon Cinebench [41] |
Cinebench R11.5
| ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
SiSoft Sandra 2012 (CPU + AES)
| SiSoft Sandra | |
|---|---|
| Screenshots | ![]() ![]() |
| Version | 2012.02.18.30 |
| Benchmarkart | integrierter CPU- und AES-Test |
| Download | SiSoft Sandra [42] |
SiSoft Sandra 2012 – CPU-Leistung
Angaben in MIPS
|
SiSoft Sandra 2012 – AES-Verschlüsselung
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
SiSoft Sandra 2012 (MEM + Cache)
| SiSoft Sandra | |
|---|---|
| Screenshots | ![]() ![]() |
| Version | 2012.02.18.30 |
| Benchmarkart | integrierter Speicher- und AVX/FMA-Test |
| Download | SiSoft Sandra [41] |
SiSoft Sandra 2012 – Speicherbandbreite
Angaben in Gigabyte pro Sekunde (GB/s)
|
SiSoft Sandra 2012 – Cache und Speicher
Angaben in Gigabyte pro Sekunde (GB/s)
|
WinRAR 4.11 (integrierter Test)
| WinRAR | |
|---|---|
| Screenshots | ![]() ![]() |
| Version | 4.11 |
| Benchmarkart | integrierter Test |
| Download | WinRAR [43] |
WinRAR (integriert)
Angaben in Kilobyte pro Sekunde (kB/s)
|
Anwendungen
Autodesk 3ds Max 2012
| Autodesk 3ds Max 201 | |
|---|---|
| Screenshots | ![]() ![]() |
| Version | 2011 |
| Zusatz | „SPECapc for 3ds Max 9“ [44] |
| Benchmarkart | Space_flyby_mentalray |
| Auflösung | 1.920 x 1.080 Bildpunkten |
Autodesk 3ds Max 2012 (mit SPECapc_3dsmax9)
Angaben in Minuten, Sekunden
|
dBpoweramp R14.2
| dBPoweramp R14.2 | |
|---|---|
| Screenshots | ![]() ![]() |
| Version | R14.2 |
| Unterprogramm | dBpoweramp Music Converter (dMC) |
| Rohmaterial | 1 WAV-File mit 700 MB 16 WAV-Files mit 11 GB |
| Ziel | 1 bzw. 16 Files |
| Codec | MP3 |
dBPoweramp R14.2
Angaben in Minuten, Sekunden
|
iTunes 10.5
| iTunes 10.5 | |
|---|---|
| Screenshots | ![]() ![]() |
| Version | 10.5.3.3 |
| Rohmaterial | 1 WAV-File mit 700 MB |
| Ziel | 1 File im AAC- und MP3-Format |
| Codec | AAC, MP3 |
Anmerkung: Dieser Benchmark zählt nicht in das Abschlussrating (Anwendungen und Gesamt) hinein. Er soll lediglich offenbaren, dass auch im Jahr 2012 und dank der stetig steigenden Marktpräsenz von Apple dieses Programm gefragt und genutzt wird wie nie zuvor. Programmiertechnisch gehört iTunes jedoch zu den rückständigsten auf dem Markt, unterstützt es doch auch unzählige Jahre nach der ersten Version weiterhin lediglich nur einen Kern. Da wir mit dBPoweramp bereits einen Audio-Converter im Rating haben, der auch mehrere Threads unterstützt, und dieses Segment nicht doppelt gewichten wollen, bleibt iTunes lediglich zu Informationszwecken im Parcours.
iTunes
Angaben in Minuten, Sekunden
|
MainConcept H.264/AVC Pro
| MainConcept H.264/AVC Pro | |
|---|---|
| Screenshot | |
| Version | 2.2.0.5440 |
| Rohmaterial | 4 GByte |
| Ziel | 450 MB |
| Codec | H.264 |
MainConcept H.264/AVC Pro
Angaben in Minuten, Sekunden
|
Paint.NET
| Paint.NET | |
|---|---|
| Screenshots | ![]() ![]() |
| Version | 3.36 |
| Zusatz | PDNBench 3.20 [45] |
| Benchmark | integrierter Test |
| Download | Paint.NET [46] |
Paint.NET
Angaben in Sekunden
|
POV-Ray
| POV-Ray 3.7 RC4 | |
|---|---|
| Screenshots | ![]() ![]() |
| Version | 3.7 RC4 |
| Benchmarkart | integrierter Test für Mehrkern-CPUs |
| Download | POV-Ray [47] |
POV-Ray
Angaben in Minuten, Sekunden
|
PCMark 7
| PCMark 7 | |
|---|---|
| Screenshot | ![]() ![]() |
| Version | 1.0.4, Professional Edition |
| Benchmarkart | PCMark Suite |
| Besonderheiten | Overall Performance |
| Download | PCMark 7 [48] |
PC Mark 7
Angaben in Punkten
|
TrueCrypt 7.1a
| TrueCrypt | |
|---|---|
| Screenshots | ![]() ![]() |
| Version | 7.1a |
| Benchmark | integrierter Test, AES, 1 GB, Mean Speed |
| Download | TrueCrypt [49] |
TrueCrypt 7.1a
Angaben in Megabyte pro Sekunde (MB/s)
|
WinRAR 4.11 (reales Packen)
| WinRAR | |
|---|---|
| Screenshots | ![]() ![]() |
| Version | 4.11 |
| Benchmarkart | Ordner „Tracks“ vom Spiel „F1 2011“ (1.914 Dateien, 45 Ordner, 2,49 GByte) |
| Besonderheiten | Kommandozeile und selbst erstellte Batch-Datei |
| Download | WinRAR [42] |
WinRAR (real)
Angaben in Minuten, Sekunden
|
x264 HD Benchmark 4.0
| x264 HD Benchmark | |
|---|---|
| Screenshots | ![]() ![]() |
| Version | 4.0 |
| Benchmarkart | zwei integrierte Tests |
| Codec | x264 |
| Download | x264 HD Benchmark [50] |
x264 HD Benchmark 4.0
Angaben in Bilder pro Sekunde (FPS)
|
Spiele (geringe Auflösung)
Anno 2070
Das gezeigte Video entspricht nicht der Benchmark-Sequenz.
Anno 2070 (1.024 x 768)
Angaben in Bilder pro Sekunde (FPS)
|
Arma 2 - Reinforcements
Das gezeigte Video entspricht nicht der Benchmark-Sequenz.
ArmA II – Reinforcements (640 x 480)
Angaben in Bilder pro Sekunde (FPS)
|
Batman: Arkham City
Das angezeigte Video entspricht nicht der Benchmark-Sequenz.
Batman (640 x 480)
Angaben in Bilder pro Sekunde (FPS)
|
Battlefield 3
Das gezeigte Video entspricht nicht der Benchmark-Sequenz.
Battlefield 3 (640 x 480)
Angaben in Bilder pro Sekunde (FPS)
|
Call of Duty: Modern Warfare 3
Das gezeigte Video entspricht nicht der Benchmark-Sequenz.
Call of Duty: MW3 (640 x 480)
Angaben in Bilder pro Sekunde (FPS)
|
F1 2011
Das gezeigte Video entspricht nicht der Benchmark-Sequenz.
F1 2011 (640 x 480)
Angaben in Bilder pro Sekunde (FPS)
|
Mass Effect 3
Das gezeigte Video entspricht nicht der Benchmark-Sequenz.
Mass Effect 3 (800 x 600)
Angaben in Bilder pro Sekunde (FPS)
|
The Elder Scrolls V: Skyrim
Das gezeigte Video entspricht nicht der Benchmark-Sequenz.
The Elder Scrolls V: Skyrim (800 x 600)
Angaben in Bilder pro Sekunde (FPS)
|
Spiele (1.920 x 1.080)
Anno 2070
Das gezeigte Video entspricht nicht der Benchmark-Sequenz.
Anno 2070 (1.920 x 1.080)
Angaben in Bilder pro Sekunde (FPS)
|
Arma 2 - Reinforcements
Das gezeigte Video entspricht nicht der Benchmark-Sequenz.
ArmA II – Reinforcements (1.920 x 1.080)
Angaben in Bilder pro Sekunde (FPS)
|
Batman: Arkham City
Das angezeigte Video entspricht nicht der Benchmark-Sequenz.
Batman (1.920 x 1.080)
Angaben in Bilder pro Sekunde (FPS)
|
Battlefield 3
Das gezeigte Video entspricht nicht der Benchmark-Sequenz.
Battlefield 3 (1.920 x 1.080)
Angaben in Bilder pro Sekunde (FPS)
|
Call of Duty: Modern Warfare 3
Das gezeigte Video entspricht nicht der Benchmark-Sequenz.
Call of Duty: MW3 (1.920 x 1.080)
Angaben in Bilder pro Sekunde (FPS)
|
F1 2011
Das gezeigte Video entspricht nicht der Benchmark-Sequenz.
F1 2011 (1.920 x 1.080)
Angaben in Bilder pro Sekunde (FPS)
|
Mass Effect 3
Das gezeigte Video entspricht nicht der Benchmark-Sequenz.
Mass Effect 3 (1.920 x 1.080)
Angaben in Bilder pro Sekunde (FPS)
|
The Elder Scrolls V: Skyrim
Das gezeigte Video entspricht nicht der Benchmark-Sequenz.
The Elder Scrolls V: Skyrim (1.920 x 1.080)
Angaben in Bilder pro Sekunde (FPS)
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