Einleitung
Microsoft Office 2003 gibt es seit Oktober 2003 [1]. Wie jedes große Office-Paket ist auch dieses nicht ohne Fehler veröffentlicht worden. So gibt es seit Ende September [2] bereits das zweite Service Pack für die beliebte Office-Suite. Wie bei Microsoft in den letzten Jahren üblich, existiert auch für Office 2003 die Möglichkeit, Service Packs, Updates und Patches einfach in die Suite zu integrieren. So kann bei einer Neuinstallation sofort mit einer aktuellen Installation gearbeitet werden.
Um dies zu bewerkstelligen, müssen wir in die Know-How-Kiste von Administratoren greifen, für die dieser Integrationsprozeß ursprünglich entwickelt worden ist. Aus diesem Grund ist es notwendig, die Vollversion des Service Pack 2 [3] herunter zu laden, welches mit 101 MB recht üppig ausfällt. In Zeiten von DSL und großen USB-Sticks sollte es jedoch nicht mehr das Problem darstellen, sich das Service Pack zu besorgen. Ist dieser Schritt vollzogen, hat man den zeitaufwändigsten Teilprozeß bereits hinter sich, den dieser Bericht in Anspruch nimmt.
Vorbereitungen
Bevor wir mit dem Prozedere beginnen, sei gesagt, dass man die neueste Version des Windows Installer [4] installieren muss. Ebenfalls funktioniert der Integrationsprozeß nur unter Windows 2000 mit mindestens Service Pack 3, Windows Server 2003 und Windows XP. Wenn diese Hürden genommen sind, sollte einem erfolgreichen Absolvieren dieser Anleitung nicht mehr im Wege stehen. Zusätzlich sei darauf hingewiesen, dass die Integration nur mit Microsoft Office Professional Edition 2003 und Microsoft Office Professional 2003 Enterprise Edition erfolgreich verläuft.
Um die Integration zu bewerkstelligen, muss im ersten Schritt der CD-Inhalt auf die Festplatte gelangen. Dies geschieht jedoch im Unterschied zur Integration von Service Packs in eine Windows XP-CD nicht per Kopieren, sondern per Setup-Routine. Da der Integrationsprozeß eigentlich für Computernetzwerke gedacht ist, muss explizit erlaubt werden, dass Installationen und Updates auch von CD vorgenommen werden können. So wird der Setup-Routine noch ein zusätzlicher Parameter (MSINODISABLEMEDIA=1) angehangen.
In unserem fortlaufenden Beispiel werden wir das Office-Paket nach „D:\Office“ kopieren und dort die Integration durchführen. Unsere Original-CD liegt dabei im CD-Laufwerk „G:“. Um das Kopieren nun zu starten, gehen wir auf „Start/Ausführen...“ und anschließend auf „Durchsuchen“, um die Setup.exe im Laufwerk „G:“ ausfindig zu machen. Ist diese gefunden, erweitern wir den Befehl noch mit den notwendigen Parametern und starten das Setup. Neben dem bereits oben erwähnten Parameter, der die Installation von CD ermöglicht, kommt noch der Parameter „/a“ hinzu, welcher eigentlich erst die administrative Installation startet, die für den Integrationsprozeß notwendig ist. Letztendlich zeigt der folgende Screenshot den kompletten Setup-Befehl. Zu beachten sei Groß- und Kleinschreibung der Parameter!
Im anschließend erscheinenden Fenster muss der Installationsordner angegeben und der Lizenzschlüssel eingegeben werden. Ebenfalls ist es möglich, die Organisation anzugeben. Um den Kopiervorgang zu starten, muss im nachfolgenden Fenster nur noch der Lizenzvertrag angenommen werden. Am Ende erscheint eine Bestätigung, dass das Setup den Kopiervorgang erfolgreich durchgeführt hat. Die Original-CD wird von nun an nicht mehr benötigt und kann aus dem Laufwerk genommen werden.



Integration
Um das Service Pack 2 in das Office-Paket zu integrieren, muss es zuvor noch angepasst werden. Bliebe dies aus, würde das Setup versuchen das Service Pack einfach zu installieren und nicht zu integrieren. Dazu entpacken wir das Service Pack in einen temporären Ordner. Bei uns ist lautet dieser „D:\Temp“. Um das Entpacken zu bewerkstelligen, vollziehen wir die bereits vom letzten Abschnitt bekannte Reihenfolge. Über „Start/Ausführen...“ und anschließend „Durchsuchen“ suchen wir das Service Pack (Office2003SP2-KB887616-FullFile-DEU.exe), welches wir heruntergeladen oder anderweitig auf unseren Computer kopiert haben. Anschließend hängen wir den Parameter „/c“ an, was dem Windows Installer signalisiert, das Service Pack nur zu entpacken. Der folgende Screenshot zeigt erneut die komplette Befehlszeile.
Anschließend akzeptiert man den Lizenzvertrag des Service Packs, wählt den Ordner aus, in den das Service Pack entpackt werden soll („D:\Temp“) und wartet, bis der Entpackvorgang beendet ist.



Um dem entpackten Service Pack nun zu sagen, dass es zur Integration gedacht ist, öffnen wir im Temp-Ordner mit einem Editor die ohotfix.ini (ein Doppelklick auf die ini-Datei sollte bei einer Standard-Windows-Installation die Datei im Windows Editor öffnen). Im Abschnitt [OHotfix] ändern wir den Eintrag „IsNormalUpdate=1“ auf „IsNormalUpdate=0“. Anschließend speichern wir die Datei und schließen den Editor.
Nun führen wir die ohotfix.exe aus und werden aufgefordert, eine Quelle für die Administratoreninstallation auszuwählen. Hier wählen wir die PRO11.MSI aus, die sich unter „D:\Office“ befindet.
Da neben der Office-Suite auch noch die Office Web Components aktualisiert werden müssen, führen wir die ohotfix.exe erneut aus. Diesmal wählen wir jedoch die Datei OWC11.MSI unter „D:\Office“ aus.
Finale Worte
Das sich nun im Ordner „D:\Office“ befindende, aktualisierte Microsoft Office 2003 kann nun auf CD gebrannt oder auf einen Wechseldatenträger kopiert werden. Dieses Paket eignet sich auch, um bereits installierte Office 2003-Kopien zu aktualisieren. Dazu muss nur das Setup auf der CD bzw. dem Wechseldatenträger aufgerufen werden.
Nachfolgende Updates lassen sich ebenfalls in die administrative Installation einbetten. So ist es zum Beispiel möglich, die monatlichen Signaturenupdates für den Outlook 2003 E-Mail-Junk-Mail Filter zu integrieren. Dabei geht man genauso vor wie im Abschnitt „Integration“ beschrieben: erst das Update entpacken, die Datei ohotfix.ini anpassen, ohotfix.exe“ ausführen und die PRO11.MSI im administrativen Installationsordner auswählen. Schon ist man „up to date“.






