ComputerBase

Bericht: Windows Vista December CTP

von Thomas Hübner, Alexander Opel, Parwez Farsan

State Of The Art

In einem Jahr soll es in den Regalen stehen: das neue Windows Betriebssystem „Windows Vista“. So wurde vor wenigen Tagen das dritte Community Technology Preview [1] (CTP) Beta-Testern und MSDN-Abonnenten zugänglich gemacht. Wir haben das Glück und gehören zu den Auserwählten und wollen unseren Lesern hiermit eine kleine, aktuelle Übersicht über den Windows XP-Nachfolger geben.

Der erste Eindruck zeugt vom fortgeschrittenen Status der Vista-Entwicklung und bestätigt die Gerüchte [2], dass eine „feature-complete"-Version Ende Dezember Microsoft-intern fertiggestellt werden soll. Die heiß diskutierte Windows Sidebar [3] ist in diesem Dezember CTP noch nicht enthalten und man wird wohl bis zur Veröffentlichung der Beta 2 warten müssen, bis man über dieses Feature fundiert diskutieren kann.

Nichtsdestotrotz gibt es sehr viel zu zeigen und wir wollen uns direkt ins Screenshotgetümmel werfen. Loggen wir uns also ein...

Logon-Screen
Logon-Screen

Nachdem man die ersten visuellen Eindrücke auf sich hat einwirken lassen, interessiert es, wieviel Festplattenplatz die Installation eingenommen hat. Die von uns verwendete 32-Bit-Version nimmt etwas mehr als acht Gigabyte in Anspruch. Wer Daten von seinem alten Computer übertragen will, kann „Windows Transfer“ nutzen, um Benutzerkonten, Dateien, Programmeinstellungen, Interneteinstellungen und -favoriten, E-Mail-Einstellungen, -Kontakte und -Nachrichten zu übernehmen.

Verbrauchter Speicherplatz nach der Installation
Verbrauchter Speicherplatz nach der Installation
Windows Transfer
Windows Transfer

Darstellung

Eine der auffälligsten Neuerungen ist sicherlich das Windows-Tab-Feature, bei dem die geöffneten Fenster dreidimensional in den Raum gestellt werden. Die Funktion ist auch über einen Button in der Taskleiste aufrufbar. Darüber hinaus gibt es jetzt eine Vorschau, wenn man sich mit der Maus über die in der Taskleiste befindlichen Programme bewegt. Verändert werden kann nun auch die DPI-Einstellung des Desktops. Liebhaber des alten Windows 2000-Styles können selbstverständlich auf diese Darstellung wechseln. Da wir jedoch die transparenten Fenster und neuen Darstellungen zeigen wollen, bleiben wir beim hardwarebeschleunigten Aero Glass-Style.

Windows Switcher
Windows Switcher

Taskbar Preview
Taskbar Preview
Alt Tab
Alt Tab

Anzeige
Anzeige
Windows Vista Classic
Windows Vista Classic

Windows Vista allgemein

Accessability

Der unter Windows XP als Eingabehilfe in der Systemsteuerung gelistete Eintrag ist in der englischen Windows Vista-Version als „Ease of Access" aufgeführt und wurde technisch ebenfalls aufgewertet.

Accessability
Accessability

Accessability
Accessability
Accessability
Accessability
Menuestruktur
Menuestruktur

Contacts

Das Adressbuch wurde einer Frischzellenkur unterzogen und sieht nun deutlich aufgeräumter aus.

Contacts
Contacts

Contacts
Contacts
Contacts

Network Center

Unter dem Punkt „Network Center“ finden sich alle Netzwerkrelevanten Einstellungsmöglichkeiten. So können Internetverbindungen und LAN-Verbindungen hergestellt, aber auch nach Problemen geforscht werden.

Network Center
Network Center

Network Center
Network Center
Network Center
Network Center
Network Center

Network Center
Network Center

Parental Control

Für einzelne Benutzerkonten kann nun auch eine Elternkontrolle eingeschaltet werden. So kann zwischen verschiedenen Kontollgremien gewählt werden. Unter anderem ist auch die deutsche USK vertreten.

Parental Controls
Parental Controls

Parantal Controls Überwachung
Parantal Controls Überwachung
Parantal Controls Game Ratings
Parantal Controls Game Ratings

Performance Center

Neu hinzu gekommen ist das Performance Center, hinter dem sich zum Beispiel das neue Super-Fetch-Feature [4] versteckt. Darüber hinaus kann hier der Windows-Start überprüft werden.

Control Panel Performance Center
Control Panel Performance Center

Control Panel Performance Center
Control Panel Performance Center
Control Panel Control Panel Performance Center
Control Panel Control Panel Performance Center

Security Center

Ein weiterer wichtiger Teil der Systemsteuerung ist das bereits aus Windows XP (SP2) bekannte „Security Center“. Es wurde in Vista jedoch gehörig aufgewertet und zeigt nun zusätzlich den Status von Windows Defender – ehemals Windows Anti-Spyware – an. Dazu aber später mehr.

Windows Security Center
Windows Security Center

Windows Security Center

Soundoptionen

Viele neue Einstellungen gibt es auch im Bereich der Soundoptionen.

Sound-Optionen
Sound-Optionen

Sound-Optionen
Sound-Optionen
Sound-Optionen
Sound-Optionen
Sound-Optionen
Sound-Optionen

Spiele

Zu guter Letzt dürfen natürlich die in Windows Vista enthaltenen Computerspiele nicht fehlen. Neben den Altbekannten Hearts, Solitär, FreeCell und Minesweeper enthält das neue Betriebssystem auch drei komplett neue Spiele. So kann sich ab sofort mit Chess Titans, Mahjongg Titans und Purble Place die Zeit vertrieben werden.

Neue Spiele
Neue Spiele

Spiele Mahjong
Spiele Mahjong
Spiele Schach
Spiele Schach

Spiele Solitaire
Spiele Solitaire
Spiele Minesweeper
Spiele Minesweeper

Startmenü

Auffällig am neuen Startmenü ist, dass der Schriftzug „Start“ fehlt. Die verschiedenen Einträge für Spiele, Musik etc. haben ein eigenes Symbol, welches oben rechts entsprechend angezeigt wird. Eine Suchfunktion ist direkt ins Startmenü integriert und zeigt „on-the-fly“ Ergebnisse an. Ungewöhnlich ist, dass die Standardeinstellung zum Herunterfahren der Hibernation-Modus ist.

Startmenue Logo
Startmenue Logo

Startmenue alle
Startmenue alle
Startmenue Suche
Startmenue Suche

Startmenue erweitert
Startmenue erweitert
Hibernate Default
Hibernate Default

Sync Center

Einstellungen zur Synchronisation von Daten werden im so genannten „Sync Center“ vorgenommen. So kann man auf verschiedenen Medien zu jeder Zeit „up-to-date“ sein.

Sync Center
Sync Center

Sync Center
Sync Center

Sync Center
Sync Center

Systemsteuerung

Die Systemsteuerung bietet neue Einstellungsmöglichkeiten im Software- und Hardwarebereich. So können zum Beispiel die Programme ausgewählt werden, die beim Autostart von Wechseldatenträgern automatisch ausgeführt werden sollen.

Control Panel
Control Panel

Control Panel Spracherkennung
Control Panel Spracherkennung
Control Panel Sicherer Start
Control Panel Sicherer Start
Control Panel Personalisierung
Control Panel Personalisierung
Control Panel Farbschema
Control Panel Farbschema
Control Panel Autoplay
Control Panel Autoplay
Control Panel Windows SideShow
Control Panel Windows SideShow
Control Panel Systeminformationen
Control Panel Systeminformationen
Control Panel Produktaktivierung
Control Panel Produktaktivierung

Windows Memory Diagnostic Tool
Windows Memory Diagnostic Tool
Windows Diagnostic Console
Windows Diagnostic Console

Treiber Installation

Die Treiberinstallation im Gerätemanager wurde grundlegend umstrukturiert.

Driver Install
Driver Install

Driver Install
Driver Install
Driver Install
Driver Install
Driver Install
Driver Install
Driver Install
Driver Install
Driver Install Security
Driver Install Security
Driver Install
Driver Install
Driver Install Verify
Driver Install Verify
Driver Install
Driver Install

Wenn etwas schief geht, gibt es weiterhin die nützliche Systemwiederherstellung und weitere Lösungen werden zur Problembehebung angeboten.

System Restore
System Restore

Solutions to Problems
Solutions to Problems
Solutions to Problems
Solutions to Problems

Windows Vista im Detail

Windows Backup

Windows Backup erlaubt sowohl das Sichern bestimmter Dateitypen von einzelnen Laufwerken als auch ein komplettes System-Backup. Auf Wunsch lässt sich der Vorgang auch planen, so dass regelmäßig eine Sicherungskopie erstellt wird.

Windows Backup
Windows Backup

Windows Backup
Windows Backup
Windows Backup
Windows Backup
Windows Backup

Windows Backup
Windows Backup

Windows Calendar

Im Gegensatz zu Windows XP verfügt Vista nun auch über einen eigenen Kalender. Im Programm lassen sich mehrere Kalender anlegen, die auf Wunsch per WebDAV mit einem Server abgeglichen werden können.

Windows Vista mit Kalender
Windows Vista mit Kalender

Windows Vista mit Kalender
Windows Vista mit Kalender

Windows Vista mit Kalender
Windows Vista mit Kalender

Windows Collaboration

„Gemeinsam sind wir stark!“ Um dieses altbekannte Motto auch auf die tägliche Arbeit auszudehnen, kommt Windows Vista mit einer neuen Funktion daher, die den Codenamen „Windows Collaboration“ trägt. In einer Konferenzschaltung kann man beispielsweise gemeinsam mit den Teilnehmern digitale Handouts bearbeiten oder den eigenen Desktop präsentieren.

Windows Colaboration –  Teamwork zählt!
Windows Colaboration – Teamwork zählt!

Windows Colaboration – Teamwork zählt!
Windows Colaboration – Teamwork zählt!
Windows Colaboration – Teamwork zählt!
Windows Colaboration – Teamwork zählt!
Windows Colaboration – Teamwork zählt!
Windows Colaboration – Teamwork zählt!
Windows Colaboration – Teamwork zählt!
Windows Colaboration – Teamwork zählt!
Windows Colaboration – Teamwork zählt!
Windows Colaboration – Teamwork zählt!
Windows Colaboration – Teamwork zählt!
Windows Colaboration – Teamwork zählt!

Windows Defender

Schutz gegen Spy- und sonstige Malware verspricht der integrierte Windows Defender, der – verglichen mit seinem Vorgänger Windows AntiSpyware – vor allem durch eine bessere Erkennungsrate glänzen soll.

Windows Defender (ehemals Anti-Spyware)
Windows Defender (ehemals Anti-Spyware)

Windows Defender (ehemals Anti-Spyware)
Windows Defender (ehemals Anti-Spyware)
Windows Defender (ehemals Anti-Spyware)
Windows Defender (ehemals Anti-Spyware)
Windows Defender (ehemals Anti-Spyware)

Windows Update

Wie bei jeder Windows-Version inzwischen üblich, ist auch das Windows Update enthalten. Interessant ist die Tatsache, dass bereits aktualisierte Treiber über den Update-Service verfügbar sind. Ebenfalls besteht die Möglichkeit, empfohlene optionale Updates mit über das Automatische-Update-Feature zu beziehen. Im Startmenü wird jetzt auch angezeigt, wenn Updates installiert werden.

Windows Vista Update
Windows Vista Update

Windows Vista Update
Windows Vista Update

Windows Vista Update
Windows Vista Update

Windows Photo Gallery

Windows Photo Gallery bietet im Gegensatz zu der aus Windows XP bekannten Bild- und Faxanzeige nun ein paar wenige Funktionen zum Bearbeiten der Bilder sowie ein kleines Vorschaufenter zum Durchstöbern des Bildbestandes.

Windows Photo Gallery
Windows Photo Gallery

Windows Photo Gallery
Windows Photo Gallery
Windows Photo Gallery

Windows Explorer

Das Vorschau-Fenster des Explorer ist nun größer und auf der rechten Seite. Auch die Details haben einen neuen Platz und sind ans untere Ende des Fensters gewandert. Änderungen am Inhalt einzelner Ordner lassen sich bequem über die Eigenschaften rückgängig machen, wofür es mehrere Wiederherstellungspunkte gibt.

Explorer Ansichten
Explorer Ansichten

Explorer
Explorer
Explorer Navi
Explorer Navi
Explorer Previous Versions
Explorer Previous Versions
Explorer Schieberegler
Explorer Schieberegler
Explorer Suche
Explorer Suche
Explorer Video Preview
Explorer Video Preview

Vor dem Überschreiben einer Datei wird man nun genau gefragt, ob man nur eine der beiden Dateien oder beide behalten möchte.

Kopieren
Kopieren

Kopieren
Kopieren
Windows Schieberegler
Windows Schieberegler

Sharing
Sharing
Datei-und Druckerfreigabe
Datei-und Druckerfreigabe

Windows Fax

Auch eine Fax-Software gibt es in Vista wieder.

Windows Fax
Windows Fax

Windows Fax
Windows Fax
Windows Fax
Windows Fax
Windows Fax

Windows Internet Explorer 7.0

Nach etlichen Jahren bringt Microsoft nun endlich den Internet Explorer 7. Neben erhöhter Sicherheit (zum Beispiel durch einen Phishing-Schutz) bietet er nun endlich auch Features wie Tabbed-Browsing, die es bei der Konkurrenz schon länger gibt.

Internet Explorer 7
Internet Explorer 7

Internet Explorer 7
Internet Explorer 7
Internet Explorer 7
Internet Explorer 7
Internet Explorer 7
Internet Explorer 7
Internet Explorer 7
Internet Explorer 7

Windows Mail

Outlook Express wurde in der mittlerweile siebten Version in Windows Mail umbenannt, kann seine Herkunft abgesehen vom Vista-Look jedoch nicht verbergen.

Windows Mail
Windows Mail

Windows Mail
Windows Mail

Windows Mail
Windows Mail

Windows Media Center

Der Setup-Wizard für das optisch leicht veränderte Media Center führt einen bequem durch die Konfiguration von Online-Optionen, Multimedia-Hardware und Fernseh-Empfang.

Windows Media Center
Windows Media Center

Windows Media Center
Windows Media Center
Windows Media Center
Windows Media Center
Windows Media Center
Windows Media Center
Windows Media Center
Windows Media Center
Windows Media Center
Windows Media Center
Windows Media Center
Windows Media Center
Windows Media Center
Windows Media Center
Windows Media Center – Fehlender MPEG2-Decoder
Windows Media Center – Fehlender MPEG2-Decoder

Windows Media Player 11

Der Windows Media Player 11 zeigt sich optisch frischer als sein Vorgänger, ist zur Zeit aber noch um wichtige Funktionen beschnitten, die erst im Laufe der Entwicklung einfließen sollen.

Windows Media Player 11 Device Sync
Windows Media Player 11 Device Sync

Windows Media Player 11
Windows Media Player 11
Windows Media Player 11
Windows Media Player 11
Windows Media Player 11
Windows Media Player 11
Windows Media Player 11
Windows Media Player 11
Windows Media Player 11
Windows Media Player 11
Windows Media Player 11
Windows Media Player 11
Windows Media Player 11
Windows Media Player 11
Windows Media Player 11
Windows Media Player 11

Windows Movie Maker

Der Windows Movie Maker bietet einfache Funktionen zum Schneiden und Nachbearbeiten von Filmen.

Windows Movie Maker
Windows Movie Maker

Windows Movie Maker
Windows Movie Maker

Gute Arbeit, Microsoft!

Nach dieser Bilderflut dürfte vor allem eins klar geworden sein: Microsoft macht bei der Entwicklung des Windows-XP-Nachfolgers gewaltige Fortschritte. Während die letzte, den Testern zur Verfügung gestellte Version (Oktober CTP, Build 5231) an vielen Stellen noch funktionslose Platzhalter aufwies und äußerst träge zu Tate schritt, ist nunmehr sogar an ein normales Arbeiten zu denken.

Erstmals in der Geschichte von Windows bietet Microsoft mit Vista sinnvolle Dialogboxen, die weit über „Ok“ und „Abbrechen“ hinausgehen und so auch Neulingen den Einstieg erleichtert. Neue Anwendungen wie Windows Calendar, Windows Collaboration oder Windows Defender – um stellvertretend nur einige zu nennen – stellen eine willkommene Erweiterung dar. Mit der nächsten Vorabversion, die voraussichtlich im Februar 2006 erscheint, wird Vista um den „Windows DVD Maker“ erweitert, der in der aktuellen Version zwar vorhanden ist, aber noch nicht zur Zusammenarbeit überredet werden kann. Auch an anderen Stellen ist der Baustellen-Charakter von Vista dann doch noch unverkennbar. Diverse Links führen noch ins Leere und auch der einstige Codename „Longhorn“ ist in Build 5270 weiterhin allgegenwärtig.

Doch all dies kann den Spaß an dieser Pre-Beta 2 von Windows Vista kaum schmälern, denn dafür macht die hardwarebeschleunigte 3D-Oberfläche „Aero“ einfach zu viel davon. Gerade der Fun-Faktor könnte sich mit der richtigen Beta 2 noch bedeutend steigern, wenn die „Sidebar“ als Feature Einzug hält.

Das, was Microsoft bis hierhin geschaffen hat, kann sich sehen lassen und wir blicken gespannt auf zukünftige Vorabversionen des wichtigsten Windows-Release seit der Vorstellung von Windows 95.

URL-Liste:

  1. http://www.computerbase.de/news/software/betriebssysteme/windows/2005/dezember/dritte_windows_vista_ctp/
  2. http://www.computerbase.de/news/software/betriebssysteme/windows/2005/dezember/neues_windows_vista_ctp_tagen/
  3. http://www.computerbase.de/news/software/betriebssysteme/windows/2005/dezember/windows_vista_sidebar_beta_2/
  4. http://www.computerbase.de/news/software/betriebssysteme/windows/2005/august/kein_windows_vista/
Copyright © 1999–2012 ComputerBase GmbH