Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Linux für Webentwickler?
Da ich in den nächsten Tagen meinen neuen Laptop bekomme und ich die Daten ohnehin neu aufspielen muss, dachte ich mir ich gebe Linux, genauer gesagt Ubuntu, noch eine Chance. Ich gehe noch zur Schule, (Berufsschule, Informatikklasse) habe also von Allem ein kleines bisschen und von gar nichts 'ne wirkliche Ahnung. Allerdings denke ich, dass ich in Zukunft eher in Richtung Webentwicklung gehen möchte da es mir am Meisten Spaß macht. Nun zu meiner Frage. Jemand aus meiner Klasse sagte mir er benutzt Ubuntu da es sich deutlich besser für Webanwendungen bzw, -entwicklung eignet als Windows. Keine Ahnung was genau er damit meint, aber Server & Datenbank sollen dort deutlich einfacher aufzuziehen und zu verwalten sein. Ist da was dran?
Windows würde ich natürlich nicht ersetzen, sondern mit Ubuntu ergänzen falls es irgendeinen Mehrwert bringt. Also, in welchen Bereichen ist Linux für (angehende ;)) Informatiker besser geeignet als Windows?
Backslash
09.04.2012, 15:19
Für Informatik? In jeglicher Hinsicht. Bei uns wird von der Uni aus fast nur Linux eingesetzt.
Es ist viel leichter zu sehen wie das System funktioniert und es auch selbst zu verändern.
Was Webentwicklung angeht: HTTP-/Datenbank-Server und PHP etc. zu installieren erfordert nur einen einzigen Befehl. Außerdem laufen die meisten "echten" Webserver sowieso auf Linux.
Naja, wenn ich z.B. in C# programmieren will brauche ich doch Windows bzw. das .NET-Framework, oder? Hast du vll. ein Tutorial bzw. den Befehl parat um die ganzen Server zu installieren? Noch ne Frage...
Kann man es irgendwie realisieren Daten von einer Festplatte zur Anderen zu verschieben? Windows wäre auf 'ner SSD während Ubuntu auf ner HDD laufen würde.
Naja ich würde nicht sagen das es "einfacher" ist. Du hast mehr Möglichkeiten. Fast alles, was es für Windows gibt, gibt es in diesem Bereich auch für Linux. Der Unterschied ist die Mächtigkeit des Systems. Du kannst in Linux viel machen, es ist kostenfrei und du behälst über alles die Kontrolle.
Die Vielzahl der Möglichkeiten und unterschiedlichen Distributionen, Software und teilweise nicht optimale Unterstützung der Hardware fordern den User jedoch auch mehr ab.
Insgesamt würde ich sagen, eine Linux Distribution ist für viele Menschen die bessere Wahl, solange sie keine Windows Spiele spielen möchten. "IT Profis" haben ganz klar den Vorteil über die Freiheiten im System - natürlich muss man sich erst in das System einarbeiten um die Freiheiten nutzen zu können und schätzen zu lernen.
Für einen Einsteiger würde ich Ubuntu oder Mint empfehlen. Für jemand erfahrenen würde ich "zwingend" zu LMDE oder Debian mit Testing Repositories raten. Ubuntu hat meiner Erfahrung nach einfach zu viele Kinderkrankheiten sobald die Anforderungen ein bisschen spezieller werden.
Ich würde eher zu Arch Linux tendieren. Ich konnte Arch Linux als absoluter Linux Anfänger Problemlos installieren(der sehr guten Anleitung sei dank) und als ich es installiert hatte, empfand ich die Benutzung als durchaus einfach, weil pacman ziemlich simpel ist.
Leider startet die aktuelle Installations CD von Arch Linux bei meinem UEFI System nicht und die "workarounds" lass ich lieber bleiben, aber auch jetzt wo ich Ubuntu benutze, profitiere ich immer noch davon, dass ich seinerzeit Arch Linux benutzt habe.
Jesterfox
09.04.2012, 23:24
Naja, wenn ich z.B. in C# programmieren will brauche ich doch Windows bzw. das .NET-Framework, oder?
Brauchen nicht, aber es wäre zu empfehlen. Für Linux gibt es zwar mit "Mono" eine Portierung, die hat aber so ihre Tücken und hinkt in der Entwicklung hinterher.
An sich ist Linux natürlich für die meisten Aufgaben der Webentwicklung gut geeignet, da die Server meist auch Linux sind und auch von der Community viele Tools bereitgestellt werden. Allerdings klappts auch mit Windows ganz gut... mit "XAMPP" bekommt man recht schnell eine Entwicklungsumgebung mit dem wichtigsten: PHP, Perl, Apache und MySQL. Gute Editoren finden sich auch.
Ich werd mir demnächst auch n Linux aufsetzen für Webentwicklung, einfach um auch eine realistische Umgebung zu haben fürs spätere Hosting, das ganz sicher unter Linux erfolgen wird.
Die Vielzahl der Möglichkeiten und unterschiedlichen Distributionen, Software und teilweise nicht optimale Unterstützung der Hardware fordern den User jedoch auch mehr ab.
Ich hab gestern ne Stunde erfolglos nach nem Win7-64 - Treiber für n DVB-T - Stick gesucht. Sogar alte 2.6er Kernels (in dem Falle: ein Ubuntu 11.04) sagen hingegen bei dem Ding sofort "ach du bist das, willkommen, such dir mal n paar Sender".
Soviel zum Thema nicht optimale Unterstützung der Hardware. Der einzige Punkt, wo es etwas klemmt sind die Grafikkarten. Hier wären Intel, AMD und NVidia endlich mal in der Pflicht, die sollten endlich mal ihre Sources rausrücken und gut ist. Dann gäbs für Linux wahrscheinlich nach 3-4 Wochen stabilere und schnellere Treiber als für Windows....
Also meiner Meinung nach spielt es für einen Webentwickler keine Rolle, ob er nun unter Windows oder Linux entwickelt... ne SQL, PHP und nen Editor gibts in beiden Welten.... und wer C# programmiert wird das Programm wohl für die WIndowswelt entwickeln, wozu das Ganze unter Linux machen...
Aber, was viel wichtiger ist: Man sollte als Informatiker doch zumindest fundierte Grundkenntnisse im Bereich Linux haben. Stell Dir mal vor Du fängst in Deinem ersten Job an und dein Vorgesetzter sagt: "Setz Dich mal an den Linux Server dort und leg mal 5 neue Benutzer an!" und Du musst dann zugeben von Linux keine Ahnung zu haben. Wär ziemlich bescheiden....oder nicht?
Meiner Meinung lernt man Linux indem man es einfach benutzt, also nicht ne Kiste installieren und bisschen dran rumspielen und weiterhin Windows auf dem Hauptrechner verwenden, sondern sich selbst zwingen alle alltäglichen Aufgaben damit abzuwickeln, denn genau so haben die meisten von uns auch Windows gelernt! So lernst Du nach und nach alles wichtige zum Thema Linux, wie Kommandozeilenbefehle, die wichtigsten Serverdienste, wo liegen Konfigurationsdateien, welches Programm ist wofür, etc...!
Ich habe mich in den letzten Semestern meines Studiums ziemlich intensiv mit Linux auseinandergesetzt, nämlich indem ich Windows vom Notebook runtergeworfen habe und versucht habe alles mit Linux zu machen...klar war es an der einen oder anderen Stelle etwas kniffelig und schwieriger als unter Windows, aber jetzt im Beruf arbeite ich zu 90% unter Linux und bin froh die Zeit investiert zu haben.
Und wenn man eh ein kleiner Bastler ist und Spaß daran hat das ein oder andere Problem zu lösen kann Linux richtig Spaß machen....ich habe diverse Vorlesungen in den ersten beiden Stunden verpasst weil ich nachts bis um 3Uhr am Server gebastelt hab.... ;-)
@ Daaron
Das du mit (d)einer Hardware keine Probleme hattest, widerlegt nicht mein Argument von "teilweise nicht optimale Unterstützung der Hardware". Der Nvidia Grafikkartentreiber funktioniert gut, der von AMD eben teilweise schlecht und läuft der Entwicklung einige Monate hinterher.
Ich kann z.B. FakeRaid als eine Problemstelle nennen. Es funktioniert zwar häufig, aber nicht immer. Klar, man kann dann Argumentieren, unter Linux verwendet man LVM Software Raid und nicht FakeRaid, das tut bei meinem Argument aber nichts zur Sache - manchmal muss eben FakeRaid sein. Ein weiteres Problem sind z.B. Soundkarten. Auch die Asus Xonar werden mittlerweile (bzw. schon länger) unterstützt aber eben NICHT in dem Umfang wie unter Windows. Noch ein Punkt: Switchable Graphics Cards. Die Liste lässt sich deutlich erweitern.
Insgesamt gibt es wenig Probleme, eben da viel Hardware unterstützt wird. Es gibt aber dennoch Hardware die unter Windows besser unterstützt wird. Schuld daran ist natürlich der jeweilige Hardware Hersteller.
@ Xile
Ich kenne das vor allem an meinem vServer. Da will man noch was machen und dann ist es 3 Uhr in der Früh :).
Also meiner Meinung nach spielt es für einen Webentwickler keine Rolle, ob er nun unter Windows oder Linux entwickelt... ne SQL, PHP und nen Editor gibts in beiden Welten....
Unter Linux hast du den gravierenden Vorteil, dass du die Kiste so behandeln kannst, wie du es mit einem Live-Server machen würdest. Die Chancen stehen gut, dass man am Ende nicht an einem IIS sondern an einem guten alten LAMP-Server landet. Da ist es dann von Vorteil, wenn man zuhause schon gelernt hat, wie man VHosts anlegt und was zur Hölle 755/644 zu bedeuten hat.
Aber, was viel wichtiger ist: Man sollte als Informatiker doch zumindest fundierte Grundkenntnisse im Bereich Linux haben. Stell Dir mal vor Du fängst in Deinem ersten Job an und dein Vorgesetzter sagt: "Setz Dich mal an den Linux Server dort und leg mal 5 neue Benutzer an!" und Du musst dann zugeben von Linux keine Ahnung zu haben. Wär ziemlich bescheiden....oder nicht?
Stellenbeschreibung... Aber OK, bei mir wars auch so. Als PHP-Programmierer werd ich bezahlt, effektiv bin ich aber der einzige, der weiß wie die Webserver ticken.
Ein weiteres Problem sind z.B. Soundkarten. Auch die Asus Xonar werden mittlerweile (bzw. schon länger) unterstützt aber eben NICHT in dem Umfang wie unter Windows.
Interessanterweise hab ich mit meiner X-Fi unter Linux weniger Probleme als unter Vista64. Die haben in die Ubunutu-Kernel 3.0.x nur n paar Bugs beim ALSA eingebaut, die man separat fixen muss (oder Kernel 3.2RC4 nutzen). Unter Windows steigt mir die Karte manchmal mitten im Zocken aus und die Installation war ein Krampf ohne Ende... Ein Hoch auf Creative-Treiber, Rotz Deluxe.
Es hat Höhen und Tiefen bei den Treibern, insgesamt ist die Unterstützung unter Linux aber besser, vor allem bei exotischer, alter Hardware. Mein Paint-Tablet von Medion braucht unter Windows irgendwelche hässlich zu beschaffenden Treiber, im Linux wirds umgehend erkannt. Wann hast du unter Linux das letzte Mal Mainboard-Treiber oder Treiber für LAN/WLAN nachinstalliert? Das letzte Mal, dass ich Probleme mit nem Mainboard hatte war mit NForce2 und nem Kernel so um 2.2.0 rum, du kannst ja ausrechnen wann das war. Microsoft könnten davon echt mal lernen... aber nöööö.
@ Daaron
Das ist natürlich die andere Seite der Medaille. Ist der Treiber vorhanden läuft es, mit seltenen Ausnahmen, wenigstens stabil.
Microsoft hat mit dem Windows Update teilweise schon reagiert und liefert entsprechende Treiber ebenfalls aus. Das funktioniert natürlich bei weitem nicht so komfortabel (soll heißen Umfangreich) wie bei Linux. Dafür bieten die Linux Treiber aber teilweise nur einen "rudimentären" Umfang.
So oder so. Linux ist für die meisten Anwender besser geeignet als Microsoft Windows. Eine seltene Ausnahme stellen Spieler da. Die anderen bekommen ein kostenfreies System, welches auf einer sehr breiten Basis von Hardware läuft und eine große Menge an Software per Repository zur Verfügung stellt.
Nettes Trivia: Ich hatte die "Ehre" mal mit einem Apple Systemadministrator zu Unterhalten. Er war doch wirklich der Meinung, Apple hat die Repositories erfunden. Schließlich hatten die die schon mitn iPhone 1! Naja was soll man von Leuten erwarten, die als Admin über die eingeschränkte Art des ganzes System glücklich sind.
Jesterfox
10.04.2012, 23:45
Microsoft entwickelt halt die Treiber nicht selber. Sie sind drauf angewiesen dass die Hardwarehersteller die Treiber für die zentrale Distribution zur Verfügung stellen. Das machen leider nicht alle.
Der Vorteil von Linux ist, das wenn ein Treiber mal im Kernel ist dann wird er auf ewig mitgepflegt. Bei Windows kann es eben passieren dass wenn sich die API ändert und der Hersteller nichts nachliefert, dass dann die Hardware nicht mehr geht.
Umgekehrt muss ein Treiber erst mal seinen Weg nach Linux finden... leider ist nicht jeder Hersteller der GPL so zugeneigt dass sie ihre Informationen zur Verfügung stellen.
Man kann lange darüber streiten was besser ist... ich bin der Meinung beides hat seine Vor- und Nachteile.
Nettes Trivia: Ich hatte die "Ehre" mal mit einem Apple Systemadministrator zu Unterhalten.
Was kann man an einem Apple "administrieren"? Versucht der den ganzen Tag, das eigene Netzwerk von Flashback zu befreien? *G*
Microsoft entwickelt halt die Treiber nicht selber. Sie sind drauf angewiesen dass die Hardwarehersteller die Treiber für die zentrale Distribution zur Verfügung stellen. Das machen leider nicht alle.
Hier liegt aber auch der schwarze Peter bei MS. Die könnten durchaus fordern, dass eine WHQL-Zertifizierung mit einem Eintrag in ein Repository einher gehen muss. Dann hätten die Hardwarefirmen die Wahl, entweder auf WHQL zu verzichten oder sich zu fügen und ihre Treiber per MS Update zu verteilen (was ja nun echt keine blöde Idee wäre)
Umgekehrt muss ein Treiber erst mal seinen Weg nach Linux finden... leider ist nicht jeder Hersteller der GPL so zugeneigt dass sie ihre Informationen zur Verfügung stellen.
Selbst wenn nicht, spätestens der Kinect-Treiber hat bewiesen, wie kreativ und fähig die OS-Gemeinde ist. Hier hat eine Einzelperson oder kleine Gruppe "mal eben" Microsofts Geheimnisse per Reverse Engineering geknackt und als allererstes der Linuxwelt zur Verfügung gestellt.
Es gibt einige harte Brocken, wie z.B. den Nouveau-Treiber, die einfach nicht den vollen Funktionsumfang bringen wollen, aber vieles lässt sich doch knacken.
Hier wären die Hersteller der Hardware endlich mal in der Pflicht. Eigentlich peinlich, AMD haben vor einigen Jahren (noch als AMD/ATI) angekündigt, ihre Treiber unter GPL zu stellen und Spielefirmen bei der Verwendung von OpenSource zu unterstützen (v.a. die OS-Physikengine Bullet). Geworden ist bisher... NIX. Dabei wäre das echt ne Chance, nicht nur Sympathie sondern auch Marktanteile abzugreifen. GPL-Puristen würden sich sicher lieber ne Radeon als ne GTX einbauen, wenn sie dafür keine proprietären Treiber brauchen.
Kartoffel200
11.04.2012, 11:50
Linux ist schön was die Entwicklungswerkzeuge wie Geany, Bluefish, Gedit usw angeht.
Für C# gibt es Mono mit Monodevelop.
Für Java Eclipse usw.
Großartige Vorteile gibt es nicht.
Die Vorteile von Linux sind doch eher religiöser Natur. Sicher ist es schön, wenn man einen Webserver administriert und dieselbe Struktur vorfindet wie auf dem eigenen Gerät. Doch für die Programmierung von Webseiten, Datenbanken, was weiß ich nicht alles, ist Linux von Haus aus weder besser noch schlechter als Windows oder OS X.
Da schreibt der Threadersteller auch schlicht zu wenig um wirklich eine Empfehlung geben zu können. Abseits dessen kann man aber sagen, dass die Hardwareunterstützung unter Window und OS X immer noch weit besser ist als unter Linux.
Es gibt nahezu kein Gerät, welches out of the box völlig rund läuft mit Linux. Starten wird fast jedes System, aber ob Stromverbrauch und Stand By genau so gut laufen wie unter Windows oder OS X ist fraglich. Nicht umsonst basteln viele User wochenlang mit Powertop, damit das Notebook auch nur ansatzweise so lange läuft wie vom Hersteller vorgesehen.
Daneben gibt es die üblichen Probleme. Das Smartphone lässt sich nicht so gut syncen, die Mehrtastenmaus wird nicht unterstützt, Touchpads sind oft ein Graus, die Grafiktreiber erfüllen allesamt nicht mal Betaqualität und daneben gibt es immer noch haufenweise Designschwächen. Unity ist nicht mal halb fertig, KDE seit Jahren ein bunter Kindergeburtstag und Gnome weiß selbst nicht, wohin man nun will.
Die allseits gelobte Stabilität kann meines Erachtens auch nicht mehr mit den Platzhirschen Windows 7 und OS X mithalten. Zu stark zieht fragmentierte Software den stabilen Linux Kernel in den Keller. Weiter sind viele kommerzielle Programme und Dienste unter Linux nicht nutzbar, etwa Musikstreaming oder Videos ausleihen.
Trotzdem sind Linux Kentnisse sicher nicht von Nachteil. Zu wichtig ist Linux im Bereich Server und Hosting geworden. Als Desktop ist Linux total gescheitert und nur in der Nische von Vorteil. Wenn man die hat, etwa in Wissenschaft und Forschung, bei Softwareentwicklung oder Administration, kann Linux die bessere Wahl sein. Für Otto-Normal-Entwickler würde ich jederzeit Windows oder OS X vorziehen.
Linux ist schön was die Entwicklungswerkzeuge wie Geany, Bluefish, Gedit usw angeht.
Für C# gibt es Mono mit Monodevelop.
Für Java Eclipse usw.
Eclipse ist nicht nur für Java. Ich schreib damit PHP, früher hab ich damit C geschrieben (und Java), etwas HTML/JS/CSS rutscht auch immer mit rein (zickt aber bei CSS3/HTML5).
Die Vorteile von Linux sind doch eher religiöser Natur. Sicher ist es schön, wenn man einen Webserver administriert und dieselbe Struktur vorfindet wie auf dem eigenen Gerät. Doch für die Programmierung von Webseiten, Datenbanken, was weiß ich nicht alles, ist Linux von Haus aus weder besser noch schlechter als Windows oder OS X.
Ich habe durchaus schon Linux-Only-Lösungen in PHP geschrieben. Entweder waren es direkt PHP-Befehle, die nur unter POSIX-Betriebssystemen funktionieren, oder ich war für eine spezielle Aufgabe dazu gezwungen, per execute() irgend eine Commandline-Funktion zu zünden.
Klar, man entwickelt größtenteils portabel, aber es gibt durchaus Fälle, wo man sich die Vorzüge der gegebenen Plattform zu Nutze macht.
Wenn mein Ziel also ein LAMP-Server ist, dann ist es sehr von Vorteil, den eigenen Code auch auf einem solchen zu testen.
Daneben gibt es die üblichen Probleme. Das Smartphone lässt sich nicht so gut syncen, die Mehrtastenmaus wird nicht unterstützt, Touchpads sind oft ein Graus, die Grafiktreiber erfüllen allesamt nicht mal Betaqualität und daneben gibt es immer noch haufenweise Designschwächen.
Smartphone? Du meinst wohl eher: iPhone/Windows Phone... Ein Android macht keine Zicken.
Meine gute alte Logitech MX518 lässt sich genau wie im Windows tastenmäßig super belegen.
Eine Freundin von mir war letztens ganz erstaunt, dass ihr Notebook-Touchpad nach einem Wechsel von Win7 zu Ubuntu plötzlich Multitouch-fähig war.
Der proprietäre NVidia-Treiber ist richtig schön stabil und flott. Bei einigen kleinen Direktvergleichen hol ich sogar ein Quentchen mehr 3D-Power aus meiner Linux-Installation gegenüber WinVista64.
Trotzdem sind Linux Kentnisse sicher nicht von Nachteil. Zu wichtig ist Linux im Bereich Server und Hosting geworden. Als Desktop ist Linux total gescheitert und nur in der Nische von Vorteil. Wenn man die hat, etwa in Wissenschaft und Forschung, bei Softwareentwicklung oder Administration, kann Linux die bessere Wahl sein. Für Otto-Normal-Entwickler würde ich jederzeit Windows oder OS X vorziehen.
Gerade der Otto-Normal-User, der gerade mal keine Spiele spielen will, hat bei Linux die besten Karten. Erhöhte Resistenz gegen Viren, signifikant niedrigerer Festplattenbedarf, hohe Flexibilität, einfaches Programm-Handling (Repo-Tool auf, Stichwort suchen, Pakete installieren, fertig),...
Für viele Anwendungsfälle bieten Linux-Distris die passenden Tools, die sich nie hinter der schweineteuren proprietären Konkurrenz verstecken müssen. In einigen Bereichen ist mir nicht einmal etwas vergleichbar mächtiges für Windows bekannt, z.B. für die Kombination aus JackD und JackRack. Oder wie wärs mit den unglaublich geilen Mounting-Funktionen? SSH/SFTP-Quellen so behandeln, als wären es lokale Devices ist nicht nur nett, es spart endlos viele Nerven und Zeit. Da scheitert Windows kläglichst.
@Daaron
Das mag alles seine Berechtigung haben, aber gerade der Normaluser scheitert an den Dingen, die du aufzählst. Software lässt sich nicht mal eben installieren, sondern nur sinnvoll über Paketquellen. Ansonsten ist es nämlich Essig mit Dingen wie Autoupdate. Und erkläre einem Anfänger mal, wie er eine Paketquelle einrichtet und warum überhaupt.
Dazu kommt, dass die Softwarequalität unter Linux oft ein Graus ist. Wenn Nerds Software programmieren, denken sie an die Codequalität, nicht aber an den User, der das benutzen soll.
Neue Hardwaretechniken wie Nvidia Optimus lassen sich nicht nutzen (außer in einer grauenvollen Alphaversion), BT-Module in Notebooks fressen Strom, weil sie sich nicht abschalten lassen und beliebte Dienste wie STEAM, Evernote und andere denken nicht im Traum an eine Linux Portierung.
Den Webserver interessiert das nicht, der läuft rock solid über Monate mit Linux. Den User hingegen interessiert das alles sehr wohl. Neulich wurde über eine Ubuntu Studie auf OMG! Ubuntu berichtet, dass 75% aller Ubuntu User weiterhin Windows einsetzen. Das sagt doch schon alles.
Zumal mir als User auch die Optik von allen Distris im Weg steht. Ganz ehrlich. Die matte Eleganz eines OS X oder die Transparenz eines Windows 7 erreichen weder Gnome, Unity noch KDE. Höchst subjektiv, aber Linux sieht in vielen Fällen einfach nur scheiße aus.
KDE und Unity sind sehr auf Design getrimmt. Mir persönlich gefällt Gnome2 bzw. jetzt XFCE deutlich besser. Das ist schlank, flexibel und grafisch nicht überladen.
Ein Repository lässt sich in drei Befehlen einrichten. Das geht ruckzuck. Man sollte aber gar keine Fremd-Repositories einrichten. Abgesehen davon kann selbst ein Dau eine Anleitung folgen und drei Befehle ins Terminal eintippen. Leichter eine Software zu installieren (ok, dann ist es ein Befehl mehr) geht es nicht. Die jeweiligen Distributionspakete (.deb, rpm, ...) lassen sich auch mit einem einfachen Befehl installieren.
Spezielle Anwendungen wie Steam laufen nicht ordentlich unter Windows. Wie auch? Es sind WINDOWS Anwendungen. Du argumentierst ja auch nicht damit das MacOS X so scheiße ist, nur weil keine Windows Programme darunter laufen, oder Windows da es keine Linux Anwendungen verträgt.
Evernote? Wer verwendet Evernote? Schau dir mal Microsoft OneNote an. Da hängen deine Daten nicht in irgendeiner ominösen "Cloud" und die Anwendungen ist deutlich umfangreicher. Läuft natürlich nicht unter Linux - außer mit Wine, da soll ab v1.4 mit Office 2010 was gehen.
Der fehlende Support von verschiedenen neuen Technologien wie z.B. Nvidia Optimus ist kein Fehler von Linux sondern des jeweiligen Herstellers. Das habe ich in dem Thread schon angesprochen. Wer kein Optimus hat oder ein halbes Jahr warten kann, der kann auch damit glücklich werden.
Über den Entwicklungsstil der sog. "Nerds" lasse ich mich jetzt nicht aus. Dieser Abschnitt zeigt insbesondere dein Schubladendenken - bei den anderen wurde es noch halbwegs versteckt.
Es gibt ca. 20 Millionen Evernotenutzer. STEAM weist etwa 30 Millionen aus. Wenn solche Dienste nicht unterstützt werden, kann ich das als User nicht ignorieren. Zumal OneNote auch kein Ersatz für Evernote ist. Dazu ist der Sync viel zu instabil und die mobile App zu schlecht. Mal ganz abgesehen davon, dass Dinge wie Texterkennung und Dateiupload bei OneNote gar nicht enthalten sind. Einen OS X Client gibt es auch nicht.
Linuxer sagen immer wieder gerne, dass das nicht das Problem Linux' sei, sondern von Firmen, die Linux nicht unterstützen. Mir ist das als Anwender nur reichlich egal. Wenn etwas nicht läuft, nutze ich es nicht.
Das mag alles seine Berechtigung haben, aber gerade der Normaluser scheitert an den Dingen, die du aufzählst. Software lässt sich nicht mal eben installieren, sondern nur sinnvoll über Paketquellen. Ansonsten ist es nämlich Essig mit Dingen wie Autoupdate. Und erkläre einem Anfänger mal, wie er eine Paketquelle einrichtet und warum überhaupt.
Also bitte... Nehmen wir Ubuntu/Mint als wunderbares Beispiel: Die standardmäßigen Paketquellen enthalten so ziemlich alles, was man zum glücklich werden benötigt. OK, ich persönlich habe sowohl zuhause als auch auf meinem Arbeits-PC einige zusätzliche Repos drin, aber nur weil ich auf so n Scheiß stehe. Ich hab zwar Ubuntu 11.10 laufen, nutze aber Kernel 3.2RC4, Gnome 3.2 und die NVidia-Treiber 295. Das sind aber alles Sachen, die kaum jemand benötigt.
Und selbst, wenn man mal eine andere Quelle braucht: Synaptic auf, Paketquellen anklicken, Quellen-URL reinkopieren, speichern, aktualisieren, fertig. Man kommt ja nicht aus ner Laune heraus auf die Idee, eine neue Quelle zu benötigen. Oftmals hat man z.B. so ne lustige ppa:-URL, die sich um alles allein kümmert.
Und hey... ich kann direkt aus der Ubuntu-Wiki heraus Software installieren, indem ich da auf Buttons klicke....
Dazu kommt, dass die Softwarequalität unter Linux oft ein Graus ist. Wenn Nerds Software programmieren, denken sie an die Codequalität, nicht aber an den User, der das benutzen soll.
Wieso "Linux"? Linux ist nur eine mögliche Plattform, auf der man Open Source Software laufen lassen kann. Ich nutze auch unter Windows GIMP, Inkscape, Scribus und andere tolle Open Source Projekte.
Nur weil etwas OS ist, ist das noch kein Garant für eine hässliche und unhandliche GUI. Nur weil etwas Closed Source ist, ist es noch lange nicht vernünftig bedienbar. Wenn ich mir InDesign angucke und mit Inkscape vergleiche... 1000x lieber Inkscape. Kleiner, leichter, übersichtlicher, speichert direkt als webfähige .svg,....
Neue Hardwaretechniken wie Nvidia Optimus lassen sich nicht nutzen (außer in einer grauenvollen Alphaversion), BT-Module in Notebooks fressen Strom, weil sie sich nicht abschalten lassen und beliebte Dienste wie STEAM, Evernote und andere denken nicht im Traum an eine Linux Portierung.
Stell den Herstellern doch mal die Frage, wieso sie es nicht tun. Du kannst die Plattform nicht dafür verantwortlich machen, dass die Entwickler zu dämlich sind ihre Macht zu erkennen.
Außerdem: Gibts denn jede nützliche Mac-Software für Windows? Gibts all die durchaus netten Windows-Only-Geschichten für Mac?
Wie oft hast du z.B. Mass Effect oder Battlefield schon unter MacOS gespielt? Sorry, aber gerade diese Frage musst du dir gefallen lassen, wenn du mit Steam anfängst.
Und gerade für Optimus gibt es durchaus ein ambitioniertes OpenSource-Projekt. Es ist halt noch nicht so weit, aber es wird. Muss man denn die neueste Technik sofort und gleich haben? Ne, muss man nicht!
Den Webserver interessiert das nicht, der läuft rock solid über Monate mit Linux. Den User hingegen interessiert das alles sehr wohl. Neulich wurde über eine Ubuntu Studie auf OMG! Ubuntu berichtet, dass 75% aller Ubuntu User weiterhin Windows einsetzen. Das sagt doch schon alles.
Und? Mein Arbeits-PC bootet morgens ins Ubuntu und schaltet abend selbiges wieder ab. Zwischendurch starte ich mal n Win7 in ner VM, weil ich mal wieder die IE-Kompatibilität von einem Projekt checken muss... man kann sich bei Microshit quasi sicher sein, dass simples HTML+CSS buggen wird.
Zumal mir als User auch die Optik von allen Distris im Weg steht. Ganz ehrlich. Die matte Eleganz eines OS X oder die Transparenz eines Windows 7 erreichen weder Gnome, Unity noch KDE. Höchst subjektiv, aber Linux sieht in vielen Fällen einfach nur scheiße aus.
Du hast noch nie n Gnome 2.x mit Compiz in Würfel-Darstellung mit "Wobbly Windows" gesehen, oder? DAS ist geile Technik. Da gabs schon obercoole Glas-Optik, da war Win7 noch Quark im Schaufenster.
Aber auch ein Gnome3 hat durchaus seinen Reiz, wenn man es denn erst einmal etwas einstellt. Das ist der springende Punkt: Man kann Dinge EINSTELLEN! Man muss nicht, es sieht auch so interessant aus, aber man KANN.
@Daaron
Entschuldige, aber du siehst das alles viel zu optimistisch und verklärt aus Linux Freak Sicht. Ein Betriebssystem hat out of the box mit einem Desktop/Notebook zu funktionieren. Alles andere ist Bastelkram.
Wer meint, dass man ja nur hier und da mal Hand anlegen muss, dass man nicht die neueste Hardware braucht und Linux ja ohnehin viel sicherer und einfacher ist, der lebt usermäßig hinterm Mond. Entgegen der vielen Erfolgsmeldungen, die Linux User gerne produzieren, wie viele Dutzend Verwandte und Bekannte dank ihrer Hilfe so endlos zufrieden Linux nutzen, ist Linux Nische pur.
Noch immer hat sich kein Großserienhersteller zu Linux bekannt. Ich kann kein Notebook und keinen Desktop mit Linux kaufen, wenn ich vollen Hardwaresupport benötige. Dell hat eine zeitlang versucht, Ubuntu zu supporten, aber das Ganze dann stillschweigend wieder eingestellt.
Wie man Linux erfolgreich vermarktet, zeigt Google mit Android. Das wäre auch der einzige Hersteller, der in der Lage wäre, Linux auf dem Desktop zu pushen. Nur geschähe das dann nicht mehr unter der allseits besungenen Open Source Philosophie, sondern unter dem strengen Regiment einer Firma, die damit Geld verdienen will.
Wer ernsthaft Linux als OS einsetzen will, muss dafür schon sehr gute Gründe haben. Entweder man ist Open Sourceler oder man arbeitet sowieso mit und für Linux. Wer einfach nur programmieren, spielen oder surfen will, ist auf Dauer mit Windows und OS X besser dran. Die Marktanteile spiegeln das wieder.
Wer einfach nur programmieren, spielen oder surfen will, ist auf Dauer mit Windows und OS X besser dran.
Die Stadt München wäre da anderer Meinung.
Wer spielen möchte, benötigt Windows. Fast jeder andere Anwender kann zu Linux greifen. Seltene Ausnahmen gibt es immer. Solange keine exotische oder brandneue Hardware verwendet wird, die erst sehr speziell für Windows angepasst wurde, läuft Linux auch Out Of The Box.
Wer meint, dass man ja nur hier und da mal Hand anlegen muss, dass man nicht die neueste Hardware braucht [...]
Linux unterstützt neueste Hardware, nur eben nicht jede kleinste exotische Komponente. Das Nvidia Optimus System ist nun wirklich eine Nische.
Die fehlende Unterstützung von Linux von Hardwareanbietern hat einen klaren Grund. Der Support wäre zu aufwändig. Die sehr unerfahrenen Anwender (aka Oma und Opa) hätten mit Linux das selbe Problem, was sie sonst bei einem Umstieg auf das aktuellste Windows auch hätten. Die wollen natürlich nicht den Support für sowas anbieten, weil es zu kostspielig ist. Außerdem ist die Fragmentierung der einzelnen Distributionen relativ groß. Mit jedem neuen Update der eigenen Distribution muss es getestet werden, ob die gesamte Hardware noch super läuft. Wenn der Anwender ein Upgrade macht und es plötzlich nicht läuft, läuft der Support ebenfalls heiß.
Ach und davon abgesehen gibt es immer noch die Leute die Sachen meinen ala "Linux? Da hab ich aber kein WordPaint mehr!".
Aha. Heimnutzer haben also dieselben Anforderungen wie eine Stadt. Sehr sinnig.
Und nein, exotische Hardware ist nicht das Einzige, was nicht läuft. Die c't hat vor einiger Zeit Notebooks auf ihre Linux Kompatibilität getestet. Das Ergebnis war vernichtend. Kein einziges Gerät, darunter Businessmodelle von Dell und Lenovo war ohne massive Anpassungen lauffähig.
Die Akkulaufzeit war indiskutabel, Touchpads nicht benutzbar oder "Nischen" wie Optimus nicht funktionsfähig. Letzteres ist übrigens für extrem viele Nutzer überhaupt ein Kaufgrund. Aber ich sagte das ja schon mit dem Schönreden.
Genau diese Bastelei ist es, die die User stört.
Es ist sicher, einfach zu verwalten und spart Geld. Wo ist dein Argument? Deine Aussage war "Wer einfach nur programmieren, spielen oder surfen will, ist auf Dauer mit Windows und OS X besser dran.".
Surfen und Programmieren geht unter Linux genauso gut wie in Windows.
Es gab vor langer Zeit einmal eine sehr kluge Linux Anzeige in der c't.
Zwei Enscheider unterhalten sich.
"Warum nutzen wir eigentlich kein Linux?"
"Keine Ahnung, warum sollten wir?"
Genau da liegt der Haken. Linux muss mehr bieten als "das geht mit Linux auch". Solange Linux nicht erhebliche Vorteile hat, wird es auch niemand einsetzen. Im Serverbereich ist das anders. Da können Amazon, Google und Facebook ihr Linux nach Belieben anpassen. Weil sie es können. Als Privatuser kann ich das nicht.
Linux bietet mir schlicht zu wenig Vorteile, sondern nur Nachteile. Und mal eine ganz simple Frage nebenbei. Wenn Linux doch so toll ist, warum nutzen es dann nur geschätzt 1% aller User?
ice-breaker
11.04.2012, 22:49
Man sollte auch nicht vergessen, dass ein Unix-Betriebssystem (Linux, MacOS, ...) teilweise nötig ist, weil es bestimmte Software im Web-Umfeld nur für diese Platformen gibt.
Die weit verbreiteten wie Apache und PHP gibt es für viele Platformen, benötigt man aber Software darüber hinaus kommt man oft an den Punkt bei denen es keine offizielle Windows-Ports gibt und diese somit nicht so stabil sind, von daher muss ich viele Dinge auch in einer Linux VM entwickeln.
Nginx, Redis, Memcached, Gearman und viele weitere, alles Software bei denen es offiziell keine Windows-Versionen gibt, mit cygwin zwar für Windows kompilierbar aber auch nicht immer oder man muss auf inoffizielle Ports setzen, die nicht so stabil wie die originalen Versionen sind, oder zum Teil sogar sehr buggy.
Linux bietet mir schlicht zu wenig Vorteile, sondern nur Nachteile. Und mal eine ganz simple Frage nebenbei. Wenn Linux doch so toll ist, warum nutzen es dann nur geschätzt 1% aller User?
Es geht hier aber nicht um Linux für normale "Verbraucher" sondern für Entwickler und da zählen andere Dinge! Vor allem auch das genannte Problem, dass Software nativ für Windows nicht da ist. Und da helfen auch die Standardwege normaler Nutzer nach dem Motto "dann nimm doch X" nicht, da ein Entwickler ggf. genau dieses Tool braucht.
Genau da liegt der Haken. Linux muss mehr bieten als "das geht mit Linux auch".
Du veränderst deine Argumentation von "Linux ist scheiße, da man nicht spielen kann. Da kauf ich mir lieber für 150 Euro ein Windows, auf dem ich surfen und Office nutzen kann." zu "Linux ist eben genau wie Windows, nur kostenlos. Warum sollte man es also einsetzen?".
Wenn du kein Linux einsetzen möchtest, ist es in Ordnung. Es schlecht zu reden, ist der falsche Weg. Es gibt klar verschiedene Vor- und Nachteile von verschiedenen Betriebssystemen. Ein System schlechtzureden, nur weil du es nicht verwendest, ist ein nogo. Der schlimmste Nachteil von Linux ist die unterschiedliche Plattform zu Windows d.h. es läuft eben keine Software, die für Windows geschrieben wurde (was eben so nicht ganz stimmt).
Wenn Linux doch so toll ist, warum nutzen es dann nur geschätzt 1% aller User?
Es gibt eben ein haufen Leute wie DICH. Ihr seid nicht willens über den Tellerrand zu schauen. WENN du spiele verwendest, MUSST du Windows einsetzen. WENN NICHT ist Linux eine sehr gute Alternative. Nicht mehr, nicht weniger.
Dazu kommt natürlich die Bequemlichkeit der Anwender. Windows liegt jedem Rechner bei. Wieso ein anderes System verwenden? Denkst du der Internet Explorer hat gegenüber den Netscape Navigator gewonnen, weil er so überlegen war? Die Leute waren einfach zu bequem sich um Alternativen zu kümmern.
@ice-breaker
Genau das meine ich. Wenn es Software nur für Linux gibt, ist das ein Vorteil, der nicht negiert werden kann.
Ich kenne aber auch viele Webentwickler, die Macs einsetzen. Schlicht weil sie Apache, PHP und SVN schon vorfinden.
@andy_0
Nein, der größte Nachteil von Linux ist, dass es keinen Hauptzweig gibt, an dem sich jeder orientieren kann. Gefühlt hunderte Distris konkurrieren um den User und jede macht ihr eigenes Ding. Das ist schön für Bastler, aber schlimm für User. Wie gesagt, es existieren keine kaufbaren, voll funktionsfähigen Linux Rechner.
Und ja, ich behaupte weiterhin, dass Linux vieles schlechter macht.
3D-Grafik unter Linux? Fürchterlich.
Stromsparen? Viel Spaß mit Powertop.
Neueste Hardware? Glückssache.
Support? Gibt dir kein Hersteller. Weder Lenovo, HP, Dell noch sonst wer.
Evernote, STEAM und Co? Fehlanzeige.
Der Preis spielt für mich keine Rolle. Wenn ich 20 Stunden pro Woche am Rechner sitze für drei Jahre, was kostet mich dann eine Windows Lizenz (die nebenbei sowieso jedem Rechner beiliegt)?
ice-breaker
11.04.2012, 23:53
@Bueller: deswegen sprach ich von "Unix"-Betriebssystemen, Linux und MacOS sind in dem Punkt identisch, nur Windows ist da eben der Problemfall...
@andy_0
Nein, der größte Nachteil von Linux ist, dass es keinen Hauptzweig gibt, an dem sich jeder orientieren kann. Gefühlt hunderte Distris konkurrieren um den User und jede macht ihr eigenes Ding. Das ist schön für Bastler, aber schlimm für User. Wie gesagt, es existieren keine kaufbaren, voll funktionsfähigen Linux Rechner.
Und ja, ich behaupte weiterhin, dass Linux vieles schlechter macht.
3D-Grafik unter Linux? Fürchterlich.
Stromsparen? Viel Spaß mit Powertop.
Neueste Hardware? Glückssache.
Support? Gibt dir kein Hersteller. Weder Lenovo, HP, Dell noch sonst wer.
Evernote, STEAM und Co? Fehlanzeige.
Der Preis spielt für mich keine Rolle. Wenn ich 20 Stunden pro Woche am Rechner sitze für drei Jahre, was kostet mich dann eine Windows Lizenz (die nebenbei sowieso jedem Rechner beiliegt)?
Hauptentwicklungszweig:
git://git.kernel.org/pub/scm/linux/kernel/git/torvalds/linux.git
;)
Ansonsten ist Ubuntu wohl weit bekannt. Viele denken ja dass Ubuntu Linux per se representiert..
Bedank dich für die 3D Grafik bei den Grafikkarten-Herstellern. Wären die Grafikkarten nicht mehr derart eine Blackbox würden bereits gut funktionierende Treiber existieren. Da ist nicht die Community Schuld sondern die Hersteller, die für Windows einfach mehr Priorität sehen, womit sie nicht ganz Unrecht haben, denn Spiele gibts in dieser Form nur für Windows und der Linux-Kernel hatte zumindest früher eine andere Verwendung. Auch wenn Linus diesen damals aus einem anderen und bestimmten Grund ( ;) ) entwickelte. Aber diese Art des spielens versteht die heutige Gamer-Gemeinschaft sowiso nicht mehr. (OffTopic)
Aber hier für dich einen weiteren Punkt Linux schlecht zu machen: Blu-Ray unterstützung. Wieso auch immer Linux da Schuld sein soll - Findige Hater finden sicher einen Punkt.
Bezüglich Stromsparen habe ich keine Probleme. Dank PowerTop mit meinem Core2Duo Laptop unter 10Watt - Laufzeit >6Stunden
Neueste Hardware? Glückssache. -> Keine Probleme. SandyBridge Kernel Updates gab es bereits bevor Hardware dazu auf dem Markt war..
Wie auch bei der Grafikkarte muss hier der Hersteller ran - Tut er das nicht, so kann Linux schlicht nichts dafür. Microsoft könnte es ohne Treiber auch nicht unterstützen!
Support? Gibt dir kein Hersteller. Weder Lenovo, HP, Dell noch sonst wer.
Korrekt! Leute einzuarbeiten für ein schwach verbreitetes System macht keinen Sinn. Absolut verständlich - Benutz Linux, sei hilfsbereit gegenüber mitmenschen die Linux ausprobieren wollen und ändere das somit!
Evernote, STEAM und Co? Fehlanzeige.
Steam verwende ich nur für Games -> Punkt1 mit deiner 3D Grafik -> abgehackt. Andere Tools vermisse ich nicht.
Und nein - ich behaupte nicht, dass Linux super und fehlerfrei ist oder so. Habe dir oben ja sogar noch einen Punkt zum schlechtmachen gegeben. Aber vlt. sollte man sich halt mal informieren wieso dies so ist, und wieso sich dies so entwickelt hat.
Zwei Enscheider unterhalten sich.
"Warum nutzen wir eigentlich kein Linux?"
"Keine Ahnung, warum sollten wir?"
Warum sollten sie wohl?
Wie wärs mit so lächerlichen Aspekten wie Sicherheit? Es steht ja wohl außer Zweifel, dass Linux-Systeme weitaus robuster sind als alles, was Microsoft so auf dem Markt hat.
Wie wärs mit: Kosteneffizienz? Hast du mal die letzten Kalkulationen zu LiMux gelesen? Das Ding hat sich durchaus gelohnt.
Oder was wäre mit: Wir sind endlich nicht mehr daran gebunden, dass uns ein einzelner Monopolist vorschreibt, wie unser System zu funktionieren hat!
Nein, der größte Nachteil von Linux ist, dass es keinen Hauptzweig gibt, an dem sich jeder orientieren kann. Gefühlt hunderte Distris konkurrieren um den User und jede macht ihr eigenes Ding. Das ist schön für Bastler, aber schlimm für User. Wie gesagt, es existieren keine kaufbaren, voll funktionsfähigen Linux Rechner.
Ich hab sehr wohl schon Fertig-PCs oder Notebooks mit vorinstalliertem Linux gesehen. Das sind dann Kampfpreis-Angebote, bei denen eine Win-Lizenz einfach zu teuer wäre. Und es gibt sehr wohl einen Hauptzweig des Kernels und auch GNU ist irgendwo zentriert verfügbar. Die Entscheidung für oder gegen eine Distribution führt nicht zwangsweise zu einer Inkompatibilität mit dem Trunk. Trotz Ubuntu-Kernelanpassungen habe ich schon so manches gegen Trunk kompiliertes Tool problemlos verwenden können.
3D-Grafik unter Linux? Fürchterlich.
Stromsparen? Viel Spaß mit Powertop.
Neueste Hardware? Glückssache.
Support? Gibt dir kein Hersteller. Weder Lenovo, HP, Dell noch sonst wer.
Evernote, STEAM und Co? Fehlanzeige.
Zumindest von NVidia gibts echt gute GraKa-Treiber, AMD schlampt immer noch. Eine OpenSource-Lösung wäre nett, aber hier sind die Hersteller in der Pflicht, nicht die Community.
Es gibt Stromspar-Lösungen... aber zugegeben, sie sind nicht so ausgereift. Hier liegt der Hund aber WIEDER bei den Herstellern begraben. Wenn MS keine vorgekauten Treiber bekommen würden, würde da gar nix sparen, es wäre sogar schlimmer als unter Linux.
Neueste Hardware? Bisher hat bei mir alles funktioniert. Wie gesagt, ein NForce2-Board auf einem etwas überaltertem Kernel war das letzte Gerät, was nicht sofort bei mir lief.
Support? Du verstehst das Wort COMMUNITY nicht, oder? Das gesamte Gedankengut von Freier Software & Freier Information ist dir fremd, hm? Einer der Kerngedanken von Linux ist: Ich weiß etwas, du willst etwas wissen, ich teile es dir mit und erwarte dafür nur, dass du deine Informationen ebenfalls teilst.
Evernote? Nie gehört, nie gebraucht, nie benutzt, find ich sicher ne gute OS-Alternative. Steam? Brauch ich nur für Spiele, die unter Linux mangels Herstellersupport eh nicht laufen (oh, hey... Spiele unter deinem hochgelobten Mac? Ein Witz... und zwar n schlechter). Wichtiger als Steam find ich die Fähigkeit, alle möglcihen und unmöglichen Tools über eine einheitliche Verwaltungsschnittstelle bequem installieren zu können.
Du bist einfach nur so n Windoof-Fanboy mit ner sturen Blockadehaltung gegen alles, was deinen Horizont übersteigt. Installier dir doch mal ein Ubuntu, Mint, Fedora,... und probier aus, wie genial freie Software doch sein kann, wenn man sich mal der Herausforderung stellt, Abstand vom Einheitsbrei zu nehmen.
Im Gegensatz zu euch ist es mir und den meisten Anwendern völlig egal, warum etwas nicht läuft. Ich kann es mir weder beruflich noch privat leisten, auf Funktionen zu verzichten oder mich stundenlang auf Fehleranalyse zu begeben, wenn etwas nicht läuft. Genau da liegt der Hund begraben. Linuxer sind Bastler. Im positiven wie im negativen Sinne.
Wenn jemand meint, auf einen funktionierenden Stromsparmodus bei Notebooks verzichten zu können, gerne. Wenn jemand meint, auf einen stabilen Grafiktreiber verzichten zu können, ebenfalls. Ich kann es nicht und ich will es nicht.
Linux ist nicht per se schlecht. Es ist eine Alternative für diejenigen, die anders sein möchten oder ihre Nische dort gefunden haben. Nur zeigen die Marktanteile, wie sehr das die Allgemeinheit interessiert. Die pauschale Empfehlung von Linux kann deshalb nur lauten, dass es keine gibt. Weder für noch gegen Linux.
Als Webentwickler würde ich jederzeit OS X vorziehen, zum Spielen Windows. Und zum Basteln nebenher tut es die Ubuntu VM.
Im Gegensatz zu euch ist es mir und den meisten Anwendern völlig egal, warum etwas nicht läuft. Ich kann es mir weder beruflich noch privat leisten, auf Funktionen zu verzichten oder mich stundenlang auf Fehleranalyse zu begeben, wenn etwas nicht läuft.
Von mutwilligen Bastelaktionen wie z.B. Experimenten mit Beta-Kernels abgesehen kam ich bisher im Linux effektiv sogar seltener an den Punkt das etwas nicht lief als unter Windows. Das Schlimmste ist: Wenn es unter Windows mal nicht läuft kannst du nix machen. Unter Linux hat man immer noch Optionen.
Wenn jemand meint, auf einen funktionierenden Stromsparmodus bei Notebooks verzichten zu können, gerne. Wenn jemand meint, auf einen stabilen Grafiktreiber verzichten zu können, ebenfalls. Ich kann es nicht und ich will es nicht.
Musst du auch nicht. Für 90% der Anwendungen reichen die stabilen OpenSource-Treiber mit eingeschränkten 3D-Funktionen locker. Für die anderen 10%... zumindest der NVidia-Treiber hat bei mir noch nie Zicken gemacht. Ich glaube, ich hab die NVidia-Treiber unter Linux schon toll udn stabil gefunden, als sie noch Detonator hießen. Also ne GF2MX lief perfekt damals... AMD/ATI hat traditionell ein paar Macken, aber zumindest die Version für Ubuntu aus den Repos ist stabil genug für den Produktiveinsatz und auch nicht wackliger als die Windows-Variante...
Denn das unterschlägst du hier mal eben: Alle Grafiktreiber erzeugen auch unter Windows gern mal Probleme. Richtig eklig wird es vor allem dann, wenn man mal ein Update machen will. Da hat sich die Lage zwar gebessert, aber oftmals muss man trotzdem den alten Treiber mit viel Gefrickel erst sauber entsorgen, damit es später keine Probleme gib. Linux? Paket updaten, DKMS durchlaufen lassen (erfolgt automatisch), nachm Neustart ist alles in Ordnung.
Als Webentwickler würde ich jederzeit OS X vorziehen, zum Spielen Windows. Und zum Basteln nebenher tut es die Ubuntu VM.
Was will man mit OSX? Da hängt man WIEDER an der Titte eines Monopolisten.
Und welchen Vorteil soll OSX gegenüber Linux bieten? Es kostet nur Lizenzgebühren und bietet keinerlei Freiraum für Anpassungen. Gleichzeitig schneidest du dich mutwillig von vielen Projekten der Open Source Community ab. Ne, dann schon lieber Windows, da gibt es wenigstens ab und zu einen Port von nützlicher Software.
Mac-User sind doch noch schlimmer als Windows-User. Die wenigsten wissen überhaupt, dass es Dateien mit einem Punkt am Anfang gibt und was diese Dateien so besonders macht. Apple-Jünger sind doch durch die Bank weg nur Trendopfer, die gern Unsummen ausgeben um sich mutwillig einzuschränken.
Ach, deine Antipathie gegen Apple ist doch nur Rumpelstilzchen auf neumodisch.
Na klar gibt es Poser bei Apple, aber schau mal in diese Google Runde (http://www.youtube.com/watch?v=JtRJXnXgE-A&feature=BFa&list=HL1331828575&lf=mh_lolz). Wenn das Trendopfer sind, was bist du dann?
NemesisFS
12.04.2012, 13:23
ich hab das ganze hier nur überflogen und muss sagen, dass ich linux ohne größere anpassungen auf meinem laptop zum laufen gekriegt habe und das mit weit besserer laufzeit als unter windows.
Man muss zwar bereit sein, sich auf das System einzulassen und auch Hand anzulegen, aber rein vom Bauchgefühl ist das System eher aus einem Guß als Windows, wo jeder Hersteller versucht seine Portale zu pushen, eigene Updatescheduler hat (wenn man glück hat).
Linux ist halt einfach ein Nischenprodukt, weil man sich drauf einlassen muss und am Besten auch Freude daran haben sollte.
Mir persönlich ist Linux erstens sympathischer als Windows und es fühlt sich einfach besser an. Der Grund warum ich auf dem Desktop immernoch Windows nutze ist DirectX.
Edit:
Mac-User sind doch noch schlimmer als Windows-User. Die wenigsten wissen überhaupt, dass es Dateien mit einem Punkt am Anfang gibt und was diese Dateien so besonders macht. Apple-Jünger sind doch durch die Bank weg nur Trendopfer, die gern Unsummen ausgeben um sich mutwillig einzuschränken.
Selten sowas engstirniges gelesen, da wird ja schlimmster OS-Faschismus propagiert. Es gibt natürlich viele Leute, die "Trendopfer" sind, aber genauso wenig lässt sich bestreiten, dass durch Apple Produkte durch die Restriktionen an Software/Hardware sehr kompatibel zueinander sind (solange man die aktuelle Version, wieder an Software/Hardware, hat :D). Und genau das ist es was viele erwachsene Suchen, ein Produkt, das funktioniert, mit intuitiven Bedienkonzepten und das man auch sonst ohne sich damit beschäftigen zu müssen verwenden kann.
@Bueller,
Was möchtest du mit diesem Video aussagen ?
Ist ja nicht so, dass wir alle in den gleichen Topf werfen.. Aber ich bin auch der Meinung dass viele Leute Apple benutzen weil es derzeit einfach "In" ist. ( Das Wort Trendopfer ist mir persönlich unsympathisch - Jeder darf seine Meinung haben und ist deswegen kein "Opfer")
Wer sich dies ans Bein binden möchte, der soll das tun.. Leider sind es halt einfach meistens die Leute die nicht über den Tellerrand schauen können. (meine persönliche Erfahrung)
Bis dann wieder die Frage kommt ob man die neu gekaufte Harddisk nicht mit dem MacBook benutzen kann. Das MacBook erkennt die HDD nicht.. Nur weil man keine Ahnung hat was Filesysteme sind. Aber es gibt ja neu Harddisks die extra für Apple-Systeme verkauft werden (Aufpreis 10 bis 20€) - weil teils Leute unfähig sind eine Harddisk zu formatieren. :-)
Spätestens wenn es heisst, die alten Daten von Windows (NTFS) auf den neuen Mac zu portieren (HFS). Out-of-the-Box dank Linux-Kernel auf jeder Linux-Distribution.. :-) OpenSource versteht sich.. Weder Microsoft noch Apple kann und vorallem möchte da mithalten.. Man müsste dafür einen Schritt in Richtung Konkurrenten gehen, was ja scheinbar gar nicht geht.
Du erkennst hoffentlich dass das Gedankengut hinter Linux, verglichen mit Microsoft und Apple völlig anders ist. Das ist der Grosse Unterschied (!) und nicht das Endprodukt ansich.
Fairerweise muss ich erwähnen dass Microsoft hier auf dem Weg der Besserung ist.
@Boeby
Ich erkenne das natürlich an. Linux hat sich von einem Hobbyprojekt zu einem ernstzunehmenden Wettbewerber entwickelt. Jedoch nur in den Bereichen, in denen es seine Stärken voll ausspielen kann. Das sind nun einmal Server, Embeddedsysteme oder Smartphones. Es sollte dabei nicht vergessen werden, dass Open Source nicht bedeutet, dass Hobbyprogrammierer in ihren Abendstunden an Linux setzen, sondern Open Source bedeutet heutzutage vielfach fest angestellte Programmierer in Firmen, die mit und durch Linux ihr Geld verdienen.
Auf dem Desktop aber kann sich Linux prinzipbedingt nicht durchsetzen. Hier wird die Vielfalt zum Nachteil. Selbst wenn der Linux Fan das nicht so wahrhaben will. Als unixoide Alternative hat sich dagegen OS X etabliert. Wer sich in Informatikkreisen bewegt, wird dort weit mehr MacBooks sehen als anderswo. Das jedoch ist ein Affront gegen die echten Linuxer, die immer noch herausposaunen, dass OS X ja ein Klickibunti OS ist, für Anfänger und Trendhuren.
Ich kann Linux guten Gewissens nur denen auf dem Desktop empfehlen, die bereit sind, viel Feinarbeit in Konfiguration und Softwareauswahl zu stecken. Ja, es gibt für fast alles irgendwie eine Alternative, aber oftmals nicht halb so gut und intuitiv wie unter OS X und Windows. Das sehen Linuxer natürlich anders, aber es ist so. Ich habe selbst einmal in einem Anflug von anderssein während meines Studiums Ubuntu als alleiniges System ca. ein 3/4 Jahr eingesetzt. Ich bin letztlich daran gescheitert, dass mein Notebook trotz aller Optimierungen nie so lange lief wie unter Windows, dass mein WLAN stellenweise unerklärlich zusammen brach und Standardsoftware wie Java und Flash mehr durch Instabilität als Funktion glänzten.
Mein Ausweg damals war OS X. Es lief sofort alles. OS X hat mich zum Arbeiten geführt, nicht zum Konfigurieren. Nun sollte jeder seine Erfahrungen mit Linux machen, doch ist es nicht das bestens geeignete Anfänger- und Profisystem, als dass es uns einige verkaufen wollen.
Mit Gnome 2.32 wie auch 3, KDE und anderen Desktops entwickelt es sich auch auf den Desktop und wird immer besser. Klar viele Firmen unterstützen Linux, weil sie daraus auch Vorteile ziehen können. Dies jedoch nur weil Linux so vielfältig ist und deshalb anpassbar ist, was man von Windows wie auch OS X nicht behaupten kann. Es gibt aber nach wie vor sehr viele freie Programmierer die ihre Freizeit darin investieren.
Wer mit der Vielfalt eines solchen Systems nicht klarkommt sollte MS oder Apple hinterherlaufen. Die zeigen einen Weg...
Zumindest in meinem Informatik-Umfeld (tech. Uni + Amerikanische Grossfirma) ist es zum Glück nicht der Fall dass alle OS X einsetzen..
Auf meinem System lief Linux out-of-the-box, also ohne Probleme. Und selbst wenn das nicht der Fall ist, dann ist das nicht das Problem von Linux sondern von den Herstellern und sollte nicht mehr gekauft werden. Oder kaufst du zu deinem Mac inkompatible Hardware ? - Auch nicht oder ??
Wie gesagt bietet Linux viel Vielfalt. Wenn man sie zu schätzen weiss ist das gut, falls nicht sollte man in der Tat auf Windows oder Mac OS X umsteigen. Jedoch nur weil man damit nicht klarkommt es schlecht zu reden ist nicht okay.
Auf dem Desktop aber kann sich Linux prinzipbedingt nicht durchsetzen. Hier wird die Vielfalt zum Nachteil. Selbst wenn der Linux Fan das nicht so wahrhaben will. Als unixoide Alternative hat sich dagegen OS X etabliert. Wer sich in Informatikkreisen bewegt, wird dort weit mehr MacBooks sehen als anderswo. Das jedoch ist ein Affront gegen die echten Linuxer, die immer noch herausposaunen, dass OS X ja ein Klickibunti OS ist, für Anfänger und Trendhuren.
Wir haben hier im Büro ne bunte Mischung aus MacOS, Windows on Mac, klassischem Windows-PC und meiner etwas modifizierten Ubuntu-Kiste. Die flexibelste Maschine ist, wie überraschend, meine. Das liegt nicht daran, dass meine Kollegen keine Ahnung haben, sondern dass es die Betriebssysteme einfach nicht so bequem her geben.
Ich kann Linux guten Gewissens nur denen auf dem Desktop empfehlen, die bereit sind, viel Feinarbeit in Konfiguration und Softwareauswahl zu stecken. Ja, es gibt für fast alles irgendwie eine Alternative, aber oftmals nicht halb so gut und intuitiv wie unter OS X und Windows. Das sehen Linuxer natürlich anders, aber es ist so.
Ah komm... Gegen wen argumentierst du hier? Fachleute, die wirklcih spezifische Software nutzen wollen oder müssen, werden ihr OS zur Software wählen. Wenn du hingegen einfach nur "das Übliche" machst, dann ist es doch gar nicht so schwer.
Browser? Firefox ist Open Source, Chromium macht nahezu keinen Unterschied zum Closed Source Chrome.
Office? LibreOffice & OpenOffice sind schon seit Jahren keine Geheimtips mehr sondern ernstzunehmende Alternativen zum überteuerten und überladenen MS Office
E-Mail? Sorry, aber Outlook 2007 und neuer ist so erbärmlich schlecht, dass es sogar weniger CSS in HTML-Mails unterstützt als Outlook 2k3. Dann doch lieber Thunderbird: besserer HTML/CSS-Support für Mails, weniger Sicherheitslücken, leichtgewichtiger, schneller, kosteneffizienter
Dateiverwaltung? Ich find Nautilus sogar angenehmer als den Explorer. Irgendwie mal was völlig neues, bei längeren Operationen keine legendären "Windows-Minuten" sieht, sondern die geschätzte Restdauer sogar ne verständliche Grundlage hat.
Mediaplayer? Ich nutz unter Windows und Linux den VLC für Videos. klar sucht man Winamp oder Foobar2k vergeblich, aber dafür nimmt man halt Banshee, Amarok, Rhythmbox,...
Ich hab meiner Mutter vor 2 Jahren oder so n Ubuntu aufgesetzt, nachdem ihr alter PC nebst WinXP einfach Schrottreif war. Dazu noch n paar kurze Worte, wo sich Office, Mail und Browser verstecken, fertig aus. Sie hat nie gemeckert, dass sie doch lieber Windows hätte. Sogar mein Vater, der überhaupt keinen Plan von Computern hat, kommt damit genau so klar wie er es mit XP, Vista oder Win7 tun würde. Icon anklicken, Programm starten, Zeugs machen, Programm schließen.
dass mein WLAN stellenweise unerklärlich zusammen brach und Standardsoftware wie Java und Flash mehr durch Instabilität als Funktion glänzten.
Komisch... weder im Urlaub in Hotels noch zuhause hab ich ernsthafte Probleme mitm WLAN.... nicht mit nem PC, nicht mit verschiedenen Notebooks (uraltes Medion, aktuelle DELLs, aktuelle Asus, aktuelle Acer,...)
Java ist unter Linux nicht instabiler als unter Windows. Das ist echt kein Argument. Die VM hab ich überall schon crashen sehen. Und Flash... zumindest nimmt mir unter Linux n Flash-Wurm nicht sofort das gesamte System mit ins Grab. Schöne Grüße an Flashback... Probleme hatte ich mit Flash unter Ubuntu zumindest nie, solange ich das proprietäre Plugin verwendet hab. Gnash suckt, aber nun ja...
Wenn du so viele Problem hast, dann solltest du eher mal dein Notebook auf Herz und Nieren prüfen, nicht das OS. Ich hab schon massiv verschiedene Hardware mit verschiedensten Kernels und Distributionen probiert, wirklich nennenswerte Probleme gabs seit Jahren nicht mehr. Oh, und die Installer der Distris sind inzwischen so gut gemacht, dass da Microsoft noch n paar Jahre in die Schule gehen sollte. Oder gibts in Win8 endlich n Live-Modus mit brauchbarer GUI? Win7 war ja auf nem Stand von Knoppix vor 8 Jahren...
Meiner ist der flexibelste, Nautilus ist besser hier, Audio-, Videoplayer da, wenn andere Probleme haben, liegt es an denen, nicht an Linux.
Wem willst du das denn erzählen? Schau doch mal einfach ins Thinkpadforum und staune, wie viel Arbeit selbst hinter den unter Linux ach so geeigneten Thinkpads steckt. Da beklagen sich User, dass sie mit Skripten UMTS Module abschalten müssen, um Strom zu sparen. Etwas, was unter Windows schlicht von Haus aus möglich ist.
Du gehörst zu derselben Sorte Fanboy, die glauben, dass ihr Windows oder OS X allein seligmachend sind. Bei dir ist es eben Linux. Macht ja nichts. Nur Sätze raus zu hauen, dass Flash unter Linux bei dir so problemlos läuft, ist an den Haaren herbei gezogen. Du wirst wohl keine Software finden, die im Linux Lager verhasster ist.
Aber hey, wenn dem so ist, dann erleben wir ja bald den Siegeszug der Linuxer. Wie jedes Jahr.
Edit: Ich beende die Diskussion für mich an diesem Punkt. Das führt zu nichts.
Backslash
12.04.2012, 18:27
@Bueller: Du beschwerst dich, dass er genauso argumentiert wie du es die ganze Zeit tust. Das ist einfach nur lächerlich.
Jedes größere OS hat seine Daseinsberechtigung, als Desktop-OS finde ich momentan Windows am besten, aber Linux praktisch gleich gut. Mac OS X ist meiner Meinung nach schlechter als beide.
Wie man an der Diskussion sieht ist das aber alles subjektiv, objektive Gründe eines der OS zu verdammen gibt es nämlich keine.
Ich mag an Linux, dass ich wesentlich einfacher Software installieren kann und diese durch einen Befehl komplett auf dem aktuellen Stand ist. Außerdem finde ich es zum Programmieren am angenehmsten, man findet zu fast allem sehr schnell eine gute Dokumentation. Das ist bei Mac OS praktisch gar nicht der Fall, MS liegt dazwischen.
ontaiwolf
12.04.2012, 21:12
Es ist sicher, einfach zu verwalten und spart Geld. Wo ist dein Argument? Deine Aussage war "Wer einfach nur programmieren, spielen oder surfen will, ist auf Dauer mit Windows und OS X besser dran.".
Surfen und Programmieren geht unter Linux genauso gut wie in Windows.
Mit dem Kommentar hat er sich selbst aus der Diskussion geschossen, weil das ein Hinweis auf die Inkompetenz ist. Ich verstehe nicht, warum du da noch antworten musst. ;) Die Freunde von Conny_1989 sollte man nicht wirklich ernst nehmen...