Wo bekommt man heutzutage noch Unterstützung zu VRML?

Photon

Rear Admiral Pro
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Apr. 2006
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5.594
Hallo Leute!

Ich benötige eine Möglichkeit dreidimensionale Objekte (unregelmäßige Polyeder) in 3D darzustellen. Dafür schien mir VRML sehr brauchbar. Leider bin ich auf ein Problem gestoßen, bei dem ich selbst nicht weiterkomme. Also habe ich versucht ein Forum über VRML zu finden - doch Fehlanzeige, die wenigen Foren, die es noch gibt, sind offenbar längst tot. Weiß vielleicht jemand, wo man heutzutage noch Hilfe zu VRML bekommt?

Vielen Dank,
Photon

edit: Sehr interessant, "Hilfe" im Threadnamen wird nicht durchgelassen, mal schauen, ob "Unterstützung" funktioniert. :)
 
Mal anders gefragt: Was musst du überhaupt erreichen?
Dass VRML tot ist, ist ohne jeden Zweifel.

Allerdings gibt es ja auch zahlreiche Alternativen wenn du "nur modellen" willst.
Blender sei da jetzt mal genannt.

Oder du versuchst mal besagte Virtuelle Realtität zu besuchen:
http://secondlife.com/ oder http://www.osgrid.org/ oder http://opensimulator.org

Allerdings ganz ohne VRML. Bist du auf VRML angewiesen?
 
Ich kann dir nicht sagen, wo du Hilfe zu VRML findest, aber ich wüsste ne interessante Alternative: POV-Ray
Ich hab damit mal ne Weile rumgepfuscht und n paar sehr nette Ergebnisse (u.a. n recht komplexes Schwert mit nem Edelstein im Griff) hinbekommen.
 
Danke für eure Antworten!

Ich brauch, wie gesagt, eine möglichst einfache Möglichkeit, unregelmäßige Polyeder in 3D darzustellen. Hier eine einfache Beispieldatei:

Code:
#VRML V2.0 utf8

########## Ecken ##########

Shape {

	appearance Appearance {
		material Material {
			diffuseColor 0 0 0 ## Farbe
		}
	}

	geometry PointSet {
		coord DEF P Coordinate { ## Koordinaten (Variable heißt P)
			point [
				3.183752 0.2959402 9.365679 ,
				0.8487012 5.410585 0.3332503 ,
				5.857895 3.538474 3.528706 ,
				5.28525 5.076014 2.041001 ,
				]
		}
	}
}

########## Kanten ##########

Shape {

	appearance Appearance {
		material Material {
			emissiveColor 0 0 0 ## Farbe
		}
	}

	geometry IndexedLineSet {
		coord USE P ## Nutze die oben definierten Koordinaten (Variable P)
		coordIndex [ ## Nachbarschaftsverhältnisse
				2, 3, -1,
				1, 3, -1,
				0, 3, -1,
				1, 2, -1,
				0, 2, -1,
				0, 1, -1,
				]
	}
}

########## Flächen ##########

Shape {

	appearance Appearance {
		material Material {
			diffuseColor 1 1 0 ## Farbe
			transparency 0 ##Transparenz
		}
	}

	geometry IndexedFaceSet {
		coord USE P ## Nutze die oben definierten Koordinaten (Variable P)
		coordIndex[ ## Nachbarschaftsverhältnisse
				1, 2, 3, -1,
				0, 2, 3, -1,
				0, 1, 3, -1,
				0, 1, 2, -1,
				]
	}
}

Das ist ein (unregelmäßiges) Tetraeder. In den Zeilen 15 bis 20 sind die Koordinaten der Punkte, in den Zeilen 37 bis 44 sind die Kanten (jede Kante enthält die Nummern ihrer Endpunkte) und in den Zeilen 61 bis 66 sind die Flächen (jede Fläche enthält die Nummern der benachbarten Punkte). Das sind genau die Angaben, die ich dem Programm mitgeben kann und will.

Die Datei soll mit einem von mir geschriebenen Programm generiert werden, es wäre also schön, wenn die Syntax nicht übermäßig kompliziert wäre. Gibt es Alternativen zu VRML, die sich da anbieten würden?
 
Ja natürlich ist das VRML, ich hab das generierende Programm ja auch so geschrieben, dass es VRML-Code generiert - weil mir VRML als passend erschien. :) Aber wenn eine andere Sprache ähnlich einfach mit den besagten Angaben (Koordinaten der Punkte und "Nachbarschaftsverhältnisse") umgehen kann, kann ich das natürlich umschreiben.
 
Du musst also nur einen Tetraeder darstellen? Muss es zwingend eine, sagen wir mal, Scriptsprache sein?

Es hat ja seine Gründe dass VRML sich nicht durchgesetzt hat.
Meiner Meinung ist da zuviel Text. Ich mag Klicken und Drücken und keinen TextEditor anschauen :D

Von daher würd ich dir eher einen 3D Modeller empfehlen als in totes Wissen zu investieren.
 
Also, Hintergrund ist: Ich hab ein kleines Programm geschrieben, das Polyeder generiert. Sie liegen im Programm als Matrizen vor. Nun habe ich noch einen kleinen "VRML-Exporter" dazu geschrieben, der eine solche Matrix nehmen kann und eine VRML-Datei daraus generiert. Die Matrizen sind leider so, dass man sich nicht ohne größeren Aufwand das zugehörige Polyeder vorstellen kann. Der VRML-Export war gerade dazu gedacht, sich eine Matrix einfach visualisieren zu können. Um einen 3D-Modeller zu bedienen, muss man aber genau wissen, wie das Objekt aussieht, das fällt also flach...
 
Soweit ich weiß (bzw. mich vorhin belesen hab) kann Blender mit VRML97 umgehen. Probier doch mal dein VRML dort zu importieren? ...

Ansonsten brauchst du eben statt einem VRML-Exporter eben einen Exporter für andere Dateiformate. (X oder OBJ oder XML)

Verstehe noch nicht ganz warum du so zwingend auf VRML beharrst.
Das wurde doch mal für eben "richtige" virtuelle Welten erschaffen inklusive herumbewegen und Sounds anhören.

Für das was du machst gibts doch 3D Modeller inklusive Importfunktion o.o da brauchts kein VRML.
Oder nimmst du das weil es einfacher ist?

Und ich finde garnicht, dass man wissen muss wie etwas aussieht.
Genügend Kreativität vorrausgesetzt kann man ja auch einfach drauflosmodellen :)
 
Und ich finde garnicht, dass man wissen muss wie etwas aussieht.
Genügend Kreativität vorrausgesetzt kann man ja auch einfach drauflosmodellen :)

Nun ja, ich möchte mich ja nicht künstlerisch betätigen, eher wissenschaftlich, wenn man das hier so sagen kann. :) Ich möchte ja nicht spaßeshalber irgendwelche Polyeder aus dem Finger saugen und modellieren, sondern ganz bestimmte, nach bestimmten Regeln erzeugte.

Für das was du machst gibts doch 3D Modeller inklusive Importfunktion o.o da brauchts kein VRML.
Oder nimmst du das weil es einfacher ist?

Genau das, wenn du dir die Datei anschaust, die ich gepostet hab, sie besteht fast ausschließlich aus den Angaben, die ich mit meinem Polyeder-Programm generieren kann und nur wenigen notwendigen Angaben zu Farbe und Material des Modells darüber hinaus. Würde es funktionieren, wäre VRML also eigentlich perfekt für meine Zwecke.
 
Wie gesagt, du könntest dich in die Scene Description Language von POV-Ray reinfuchsen. Das ist zwar nicht ganz ohne, dafür sind die Ergebnisse des Renderers echt ne Augenweide.
 
Danke, das ist wirklich gut gemeint, aber ich brauche keine Augenweide, eine schemenhafte "Skizze" reicht völlig. :) Einfachheit ist gerade das, was wichtig ist.

Ich habe mir die Alternativen zu VRML angeschaut. Am vielversprechendsten kam mir der Nachfolger X3D vor. Aber ich habe das Gefühl, auch zu X3D kriegt man heutzutage keinen Support mehr. Zumindest scheinen auch da die meisten Foren tot zu sein... Hilfe, was tun?! :(
 
Deinen eigenen Renderer schreiben?
Es ist halt tot, was willst du tun?

Mir würde maximal noch einfallen auf eine Render-Engine zu setzen z.B. jMonkeyEngine.
Diese ist in Java gehalten und du könntest ja eine eigene Tetraeder-Klasse anlegen welche dann eben eine Reihe Zahlen entgegennimmt ...

Irgendwie versteifst du dich auf diese toten Entwicklungen ... im Eingangspost fragtest du doch nach Alternativen?!
 
Alternative: OpenGL via JS. Wenn man mit WebGL riesige Aquarien rendern kann, dann reicht es für deinen Kram locker. Im Endeffekt baust du bei OGL ja eh (bei einfachem Kram) aus einer Sammlung von bekannten Punkten im Raum deine Polygone.
 
Also Leute, ihr werdet mich killen, aber ich hab das Problem mit VRML gelöst und zwar indem ich die Vorlagedatei in VRML1.0 statt VRML2.0 schrieb, damit funktioniert es komischerweise. Also noch weiter in die graue Urzeit zurück. :)

Meine Programmiererfahrung beschränkt sich auf zwei fünftägige C++-Kurse und etwas Rumgebastel auf die eigene Stirn - sich in OpenGL einzuarbeiten übersteigt, denk ich, meine Fähigkeiten.

Danke trotzdem für die Tipps! :)
 
OpenGL ist dann auch nicht sooo komplex, wenn du eh nur ein paar Flächen im raum schweben lassen willst.

Soll mit den Objekten interagiert werden können oder soll das nur ein Bild ausspucken? Generell würde ich dazu raten, ein bisschen WebGL Code anzusehen, das dürfte sein was du suchst (rel. weit verbreitet in aktuellen Browsern, performant, nicht zu komplexer Code).
 
Naja, das Objekt drehen und von allen Seiten betrachten sollte man schon können, mehr soll es aber auch nicht sein.

WebGL scheint mir etwas aufwendig zu sein. Schau mal hier in den Seitenquelltext: http://www.peter-strohm.de/webgl/kapitel2.html Ein einfacher Würfel, aber der Quelltext ist 300 Zeilen lang. Mit VRML ist das mit 25 Zeilen getan - ohne das Würfel-primitive zu verwenden.
 
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