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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Primary Hard Disk Fail - Festplatte im Bios anmelden



cchs
07.04.2006, 16:20
Hallo,

bin zum 1. Mal hier und brauche dringend eure Hilfe. (Habt ihr sicher schon oft gehört.) Entschuldigt, wenn das Posting etwas ausführlich ist, aber ich weiß es nicht kürzer zu erklären. Sollten trotzdem noch Informationen fehlen, schreibt mir welche.

Wollte einem Bekannten weiterhelfen, dessen Platte neu partitioniert und Win98SE neu installiert werden sollte. Da die Daten noch nicht gesichert waren und ich vorsichtshalber erst mit einer 2. Platte arbeiten wollte, um sie letztlich zur Datensicherung zu nutzen, habe ich mir vor dem Ausbau der 1. Platte die Einstellungen im Bios notiert. Dabei stellte ich fest, dass sie nicht mit den Daten auf dem Festplatten-Label übereinstimmten, wollte mich darum aber später kümmern. Nach der Vorbereitung der 2. Platte, wollte ich auf der 1. noch einige Einstellungen aus Windows notieren und habe die Platten wieder ausgetauscht = den Ursprundszustand wieder hergestellt. Dachte ich! Seit die 1. Platte aber wieder im Rechner steckt (gleiche Verkabelung wie vorher) und ich die notierten Daten wieder ins Bios eingetragen habe, wird ein Harddisk-Fehler gemeldet und der PC fährt nicht hoch.
Warum die Platte mit diesen merkwürdgien Daten im Bios angemeldet war, kann ich nicht sagen. Die automatische Erkennung bindet die Festplatte mit den Daten ein, die auf der Festplatte stehen. Aber ich habe mich bisher nicht getraut, mit diesen Daten zu starten, da ich Datenverlust befürchte.

PC: Compaq Presario 5511
Bios: Award 4.51
Board: Chaintec
Chipsatz: Via Apollo Pro Plus (6VTA2)
1. Platte: IBM DJNA 352030
Daten lt. Label: 16383/16/63 CHS LBA: 39.876.480 Sect.
Daten im Bios: Pri Master/User/7921 MB/963 Cyl./255 Head/0 Precomp/39559 Landzone/63 Sect./LBA
DVD-Player als Slave
DVD-Brenner am 2. IDE als Master

Das Verhalten der ursprünglich eingebauten Platte nach dem Wiedereinbau ist mir völlig unbekannt. Kann mir einer von euch erklären, was da passiert sein könnte? Bin für jede Anregung dankbar. Ist das vielleicht eine "Besonderheit" von Compaq? Oder habe ich in der ersten "Aufregung" etwas ganz Banales übersehen?

Ganz wichtige Frage, was passiert, wenn ich versuchen würde, die 1. Platte mit den richtigen Daten im Bios anzumelden? Und macht es einen Unterschied, ob ich sie wie ursprünglich als Master einbaue oder sie als Slave zu der 2. Platte stecke? Soweit ich weiß, führen geänderte Plattendaten im Bios zu Datenverlust. Wie soll ich vorgehen, wenn ich die Daten retten will?

MfG

cchs

Beddi
07.04.2006, 16:33
Nimm die Daten von der Automatischen erkennung und starte mit einer Bootdisk, um dann zu überprüfen ob daten auf der Platte sind.
DOS sollte nix an der Festplatte machen ausser du gibst FDISK oder FORMAT C::evillol ein ...

cchs
07.04.2006, 17:31
Bevor ich das versuche - hört sich erst mal ganz gut an - wüsste ich gerne noch, wie sicher ist dieses "sollte"? Und kann mir jemand vielleicht noch etwas Hintergrundwissen vermitteln, was da eigentlich passiert ist. Die Platte lief schließlich jahrelang mit den fehlerhaften Biosdaten.

Falls die Dos-Sache wirklich funktioniert, wäre dann auch ein Weiterarbeiten mit Drive-Image (Disketten) möglich?

Noch eine allgemeine Frage - vielleicht auch an die Moderatoren: da ich das 1. Mal hier bin und bisher noch keine weitere Antwort erhalten habe, gehört das Thema vielleicht eher in die Unterrubrik Datenrettung? Schließlich geht es mir in erster Linie darum. Bin ganz verzweifelt!

leronimus
07.04.2006, 23:25
Wenn du beide Platten dran hattest, kann es sein dass du vergessen hast umzujumpern oder die 2.te Platte aus dem bios auszutragen.

cchs
08.04.2006, 00:23
Die Platten waren jeweils einzeln eingebaut. Daher war keine Änderung der Jumper erforderlich.

Brauche dringend weitere Vorschläge. Vor allem, wie ich "gefahrlos" an die Daten komme. Habe keine Ahnung, was passiert, wenn ich die Festplatte mit anderen Parametern betreibe, als vorher (s. mein 1. Posting und den Vorschlag von Beddi).

cutulhu
08.04.2006, 08:23
Die tatsächliche HDD-Geometrie erkennt nur der in der Platte integrierte Controller. Dieser gibt nach außen ganz andere Werte weiter, um historisch bedingte Kapazitätsgrenzen zu umgehen.
Diese Werte werden von Deinem BIOS angezeigt.
Eine Auto-Erkennung im BIOS oder ein Eintragen der von Dir notierten Werte wenn die Erkennung versagt sollte genügen.
Wenn Du allerdings die Geometriewerte der Platte bereits geändert hast, kann es durchaus sein, daß alle Daten "hinüber" sind.


Die Platten waren jeweils einzeln eingebaut. Daher war keine Änderung der Jumper erforderlich.

Wenn beide Platte vorher zusammen eingebaut waren, ist eine Jumperkontrolle wohl doch nötig. Beim Betrieb an einem Kanal war eine Platte als Master und die Zweite als Slave gejumpert.
Bei Einzelbetrieb sollte jede Platte als Master gejumpert werden.

Der Master eines IDE-Kanals kommt immer an das Ende (schwarz) des IDE-Kabels, der Slave an den mittleren Stecker (grau). Der Blaue (Systemstecker) kommt an den Controlleranschluß auf dem Board.
Diese Beschreibung gilt für 80-adrige IDE-Kabel (UATA 100/133)

mfg

cutulhu

cchs
08.04.2006, 15:30
...
Wenn Du allerdings die Geometriewerte der Platte bereits geändert hast, kann es durchaus sein, daß alle Daten "hinüber" sind.


Ich habe die Werte nicht geändert, sondern offensichtlich wurde die Platte seit dem PC-Kauf mit diesen "falschen" Daten betrieben. Der Ärger fing an, nachdem ich diese Platte, nach einem vorübergehenden Austausch gegen eine 2. Platte, wieder einbauen wollte. Da mir die merkwürdigen Daten aufgefallen waren, hatte ich diese extra notiert und dachte, dass ich diese beim Wiedereinbau zwingend auch so wieder im Bios einstellen müsste.



...
Wenn beide Platte vorher zusammen eingebaut waren, ist eine Jumperkontrolle wohl doch nötig. Beim Betrieb an einem Kanal war eine Platte als Master und die Zweite als Slave gejumpert.
Bei Einzelbetrieb sollte jede Platte als Master gejumpert werden.


Platten waren nie gemeinsam eingebaut, sondern entweder-oder. Beide als Master. Dass mit der Verkabelung ist völlig klar.

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Mittlerweile bin ich schweren Herzens (da nicht meine eigene Platte) dem Vorschlag von Beddi gefolgt und habe die Platte automatisch im Bios erkennen lassen. Große Freude - der PC bootet mit diesen Plattendaten (den eigentlich richtigen) einwandfrei. Von Dos aus konnte ich alle Daten sehen.

Nach wie vor ist mir aber unklar, könnte ich jetzt wieder ganz normal hochfahren, von Platte starten und mit Win98 arbeiten? Es steht ja immer noch die Sicherung dieser Daten aus ... Oder riskiere ich aufgrund der anderen Festplatten-Daten im Bios unter Windows Datenverlust?

Gruß
cchs

Mr.Anykey
08.04.2006, 20:32
Mit der Automatischen Erkennung Solltest du eigentlich auf der sicheren Seite stehen !
Das Bio´s liest ja das Rom der festplatte aus daher dürfte nichts Pazzieren –

Es sollt auch egal sein was du einstellst im Bio´s es dürfte nie und nimmer Daten Verlust auftreten !