Welchen Schlafsack für Trekking?

F!o

Admiral
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Okt. 2004
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Hi,

Ich werde im Sommer ja vermutlich für ein paar Monate in den USA im Nationalpark arbeiten, und dort sind wir dann auch mal 10 Nächte unterwegs und schlafen auch nur im Zelt.

Jetzt bin ich gerade dabei mir meine Ausrüstung zusammenzustellen, aber stelle mir die Frage was ich überhaupt für einen Schlafsack brauchen werde?
Ich hab noch nich soo die Erfahrung mit Trekking, und es gibt ja so viele
verschiedene Schlafsacktypen beim Globetrotter.

Daunen, Kunstfaser, Biwak ect.

Kann mich da jemand mal aufklären?
Vielleicht finden sich ja Trekking "Experten" die mir noch Tipps geben können, was ich noch brauchen werde.

Tatort ist Kalifornien.
Dort sollte es Nachts nicht kälter als 10 Grad werden (in den Smmermonaten).

FLo
 
Hallo Flo,

habe bis jetzt 2 Jahre in einem Outdoor Laden gearbeitet und habe auch Schlafsäcke an den Mann/die Frau gebracht. Ich hoffe meine Tips helfen dir weiter.

Wichtig ist erst mal zu wissen, dass es bei jedem Schlafsack den sogenannten Komfortbereich gibt (Meißt auf einem Aufkleber im Schlafsack). Der Bereich gibt an, bei welchen Temperaturen ein Mann, Mitte 20, gute Kondition, nicht krank, kein Alkohol getrunken sich ohne frieren (niedrige Temp.) und ohne "Hitzestau" (obere Temperatur) sich im geschlossenen Schalfsack wohl fühlt.

Bei Ca. 10°C in der Nacht solltest du also zu einem leichten Schalfsack greifen, der so bei ca. 6°-8° Komfortbereich anfängt.
Such bei Globetrotter also in der Kategorie +++5°

Zum Typ/Material:
  • Biwak brauchst du nicht. Biwak Schalfsäcke sind meißt Wasserdicht, so dass man sie ohne Zelt nutzen kann.
  • Daunen ist das non plus ultra bei Schlafsäcken, meißt ist der Komfortbereich aber für kältere Temperaturen. Zudem ist ein Daunenschlafsack pflegebedürftiger
  • Microfaser hat auch gute Isoliereigenschaften. Sie ist Pflegeleichter als Daunen, braucht aber mehr Volumen für gleiche Isolation.
Meine Empfehlung ist also ein Microfaser Schalfsack aus der Kategorie +++5°.
Aus dieser Kategorie solltest du unbedingt einen Mumienschlafsack nehmen und keinen Deckenschlafsack (auffaltbar zur Decke).
Diese sind auch schön leicht. Das Obermaterial sollte ein Ripstop Material sein. Wichtig beim Trekking: man sollte darauf achten ca. 8-9 kg Maximalgewicht bei sich zu haben.

Diese hier sind sehr gut für dein Vorhaben:
http://www.globetrotter.de/de/shop/detail.php?mod_nr=dd_22702&k_id=0505&hot=0
http://www.globetrotter.de/de/shop/detail.php?mod_nr=cv_22702&k_id=0505&hot=0

Achte darauf, dass der Schlafsack deiner Körpergröße gut angepasst ist. Also er sollte nicht viel größer sein als du selber. Zudem solltest du den Reißverschluss auf der gegenüberliegenden Seite deiner Schreibhand nehmen. Somit fällt das öffnen und schließen leichter.
Auch zu empfehlen ist ein Inlett, am besten aus Seide (http://www.globetrotter.de/de/shop/detail.php?mod_nr=ck_26701&k_id=0502&hot=0), dass kann man an kälteren Tagen mit dazu nehmen, somit hast du einen breiteren Komfortbereich. Zudem lässt sich das Inlet nach der Reise einfacher waschen als der ganze Schlafsack.

Wenn du eine Thermomatte brauchst, nimm unbedingt eine Therm-a-rest. Es gibt imo nichts besseres.

Abschließend würde ich dir aber empfehlen, in ein GEschäft zu gehen und dich beraten zu lassen. Ich würde sowas nicht im Internet bestellen, da man es auf jeden Fall mal in der Hand gehabt haben muss und auch Probeliegen sollte, denn auch bei Schalfsäcken gibts "Schnitte" die einem passen oder auch nicht.

So long
Slimer
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo,
Vielen Dank schonmal für die Antwort.
Ich glaube ich werde wirklich beim Schlafsackkauf in ein Fachgeschäft gehen, denn ich seh schon das das ganze nicht so einfach ist wie vermutet :D

Zum Thema Rucksack noch eine Frage.
Wieviel Liter Inhalt würdest du denn empfehlen?
Ok die Frage ist halt wie viel Gepäck ich habe, aber ich denke das hält sich in Grenzen, denn nach ca. 6-10 Tagen Projekt bin ich dann wieder für einige Tage in einer Unterkunft.

Ich persönlihc hätte mich (rein vom Gefühl her) auf nen 50-60l Rucksack eingelassen, aber ich hab keine Ahnung ob das nich vielleicht doch zu viel ist?

Flo
 
Wenn du 60l voll machst, schleppst du dich tot. Ich gebe unseren Kunden, die wirklich einen Trip planen (das sind vielleicht 5% unserer Kunden;)) immer das Mittelmaß (ca. 45l je nach Rucksack) mit und sie sollen einmal Probepacken und auch mal tragen. Da würde ich auf jeden Fall anfragen, ob dein Geschäft das auch macht. (Sonst nutz die 14 Tage Rückgaberecht)
Da fängt man ganz schnell an zu überlegen, was man zu Hause lässt.
Ich persönlich würde versuchen mit guten 40l klar zu kommen. 60l +10 habe ich zum Reisen und dann macht das Schleppen nach 30min keinen Spaß mehr.

Beim Rucksack ist eine Beratung und Anpassung in einem Fachgeschäft viel wichtiger als bei einem Schlafsack.

Lass dich dann aber nicht volltexten, was es alles an geilen leichten Klamotten gibt, die man ja dann braucht um unter 9kg zu bleiben. Das kann sehr teuer werden:D Kauf dir eine ordentliche 2fach Zip Hose, ein gutes Fleece und eine ordentliche wasserdichte Jacke, in die das Fleece passt. Damit bist du schon super ausgestattet.
Denk immer, vor 50 Jahren war man auch ohne den ganzen Kram auf dem Mount Everest.
 
War bzw. ist es nicht auch so, das man möglichst wenig anhaben sollte wenn man man sich in den Schlafsack stopft? Also fast nackt?
(Nicht noch zusätzlich dick eingepackt im Jogginganzug bzw. mit Pullover und Jeans?)
 
Also, komme gerade aus 2 Geschäften.
Ich denke die Preisklasse in der ich mich Befinde (beim Rucksack) ist so ca. 100-120 €
Allerdings war der Verkäufer sich auch nicht sicher mit wieviel Litern ich denn auskommen würde.
Ich hab mir mal einen reduzierten Rucksack (DEUTER) zurücklegen lassen, und werd mal morgen mit einem anderen 60l Rucksack von meinem Bruder testen ob ich alles reinbekomme was ich brauche.

Und zum Thema Schlafsack:
Er hat mir auch von einem Daunen abgeraten, allerdings sind die Schlafsäcke ganz schön teuer für das bisschen Stoff.
120 € wollten die für nen "normalen" 5°C Schlafsack.
Kam mir etwas überteuert vor.

Flo
 
Also 120€ für einen Microfaser Schlafsack in dem Temperaturbereich ist zu teuer. Schau mal die Links oben. Die sollten max. so 90€ kosten, alles andere ist überzogen.
Auch ok ist der Jack Wolfskin One Kilo Bag. Der sollte günstiger sein.
Was für ein Geschäft war das denn?

Zähl mal auf, was du so für den 10Tages Trip mitnehmen willst. Also Hardware auch, heißt Besteck, Kocher, Zelt etc. oder ob ihr das vor Ort habt.
 
Okay, dann werd ich mich an den Preis mal orientieren.

Zum Thema "Hardware"
Ich bin mir noch nicht sicher ob wir Besteck/Kocher mitbringen müssen, eigentlihc ist für Unterkunft (Zelt) und Essen gesorgt.
Ich hab gerade mal eine Nachricht an meinen Amerikanischen "Verbindungsmann" geschrieben.

Ansonsten halt das was man so braucht.
Klamotten
==> 2? lange Hosen? (Trotz wärme bin ich mir nicht sicher ob eine lange Hose zwecks Schlangen ect. nicht besser wäre)
==> 2 T-Shirts
==> 1 Fleece Pullover (für kalte Abende/Tage)
==> 1 hauchdünne Regenjacke
==> Unterwäsche

Rest
==>
Spiegelreflexkamera mit Kit Objektiv
==> Mini-Apotheke (Pflaster usw.)
==> Klopapier, Tempos, ect.

Ist halt die Frage, aber ich werde wirklih mal mit einem Rucksack Probe-packen und mal sehen was dabei rauskommt.
 
Nimm auf jeden Fall eine lange Hose mit. Am besten finde ich Hosen, bei denen man die Beine einfach abtrennen kann. Sind auch gar nicht so teuer. Die gibts auch aus einem Moskito-dichten Stoff, so dass du da auch keine Probleme mit hast.

Wenn du das einpackst und kein Kochzeug etc. brauchst, schaffst du es bei einem 60l Rucksack sogar den Schalfsack rein zu packen.
Wie schon gesagt, ich denke 40-45l reichen, wenns knapp wird kommt der Schalfsack außen dran. Auch so Sachen wie Wasserflasche etc. kann außen dran. Daher muss der Innenraum gar nicht so groß sein.

Noch ein grundlegender Tip: Verzichte so gut es geht auf Baumwolle. Vorallem bei Socken solltest du Mischgewebe (so max. 30% Baumwolle) nehmen, deine Füße danken es dir. Schuhe hast du hoffentlich, sonst kauf dir die jetzt schon und lauf sie ein.
 
Hm.. nein, leider hab ich auch noch keine Schuhe.
Was für welche soll ich mir denn kaufen?
Welche die übern Knochen gehen?(Würde ich eigentlich bevorzugen, denn ich bins aus der Arbeit nicht anders gewohnt solche Schuhe zu tragen)

Wieviel Geld muss ich für nen guten Schuh einplanen?

Flo
 
Zuletzt bearbeitet:
Kniehoch? Das wären ja eher Stiefel. Du meinst über den Knöchel, oder?!

Es gibt imo 2 sehr gute Hersteller. Meindel und Lowa. (Sicher gibts auch andere gute, kenn ich aber nicht persönlich, wie z.B.: Salomon etc.) Du musst sie aber auf jeden Fall anziehen, da einer für eher schmale Füße und der andere für breitere ist. Weiß gerade nicht mehr genau wie rum das war.
Ich würde dir Schuhe empfehlen, die über den Knöchel gehen. Du scheinst ja auch abseits der geteerten Straße unterwegs zu sein. Diese stützen den Fuß besser.
Zudem gibts meißt 3-4 Klassen an Sohlen. Eine weiche für die Straße. Eine mittelfeste fürs Wandern, eine feste fürs alpine Wandern und eine Geröllsohle, die man im Gebirge abseits der normalen Pfade nehmen sollte.

Ich würde dir raten, probier die mittelfeste und die feste an. Die feste ist sehr ungewohnt zu tragen, da sie so steif ist, dass der Fuß sie nicht biegen kann. Manche kommen damit nicht klar und bekommen Schmerzen. Solltest du damit klar kommen, würde ich diese bevorzugen.
Seidenn, du gehts nur auf befestigten Wegen, da reicht auch die Mittelfeste.

Jetzt ist noch zu entscheiden ob mit oder ohne Membran. Wenn es ca. 10% der Tage regnet nimm auf jeden Fall die Schuhe ohne. Auch bei 30% noch. Eine Membran hat den großen Nachteil, dass sie zwar atmungsaktiv, dennoch aber Schweißfuß fördernd ist. Das musst du für dich abwägen, ob du wasserdichte Schuhe brauchst. Ich tendiere eher zu Schuhen ohne Membran.
Lass dir da auch nichts erzählen von wegen 30000m³/cm²/24h blabla, das sind Laborwerte, die die Membran im Einsatz nie erfüllt. An warmen tagen schwitzt du da einfach drinne, egal wie atmungsaktiv.
Und immer dran denken, eine Membran arbeitet nur gut mit einem Gefälle an Luftfeuchtigkeit. Ist die Luftfeuchtigkeit also außen so hoch wie in der Jacke, schafft die Membran so gut wie nichts mehr.

Gute Schuhe kosten gerne mal 140€
 
Okay, danke
Dann werd ich mich mal nach Schuhen umsehen.
Ich hab hier jetzt echt bessere Beratung bekommen als vorher im Laden :D

Zum Thema Rucksack.
Falls ich mit 40-45l auskommen werde (was ich glaube), werde ich mir den hier holen.
http://cgi.ebay.de/Tatonka-Crest-45...ryZ42751QQssPageNameZWDVWQQrdZ1QQcmdZViewItem
Ich hab den gleichen in der 60l Variante beim Händler heute getestet und er trägt sich recht angenehm. Allerdings hat das Fachgeschäft wo ich war irgendwie horrende Preise, denn die Waren kosten dort ca. 60% mehr als sie im Internet erhältlich sind.
Bei 10-20% mehr würd ich ja nix sagen, aber das ist schon ziemlih happig.
 
Thx, bei uns dauern so Beratungen für nen Trip auch gerne mal 2-3Std. je nach dem was man alles braucht. Das ist mit 5min. nicht getan. Daran erkennst du auch nen guten Laden: Man hat Zeit für dich!

Tatonka ist eine gute Marke, leider habe ich sie nie verkauft. Kann daher speziell zu diesem nichts sagen.
Daher enfach allgemein: Schau dir die Aufteilung der Fächer an und achte darauf, dass sie kombinierbar/trennbar sind. Meißt durch einen Zwischenboden mit Reißverschluss gelöst. Kommt gut um z.b. gebrauchte/nasse Wäsche von frischer zu trennen etc.

Dann achte drauf, dass die Rückenlänge (einstellbar, aber nur bis zu einem gewissen Maß) zu deinem Rücken passt. Ganz wichtig, sonst werden 5kg auf dauer schon schwer wenn der Rucksack nicht richtig passt/eingestellt ist. Frag im Laden auch nach, ob man dir ein Gewicht in den Rucksack legen kann und ihn dir anpasst. Bestellen kannst du ihn ja dann imme rnoch im INet. Oder Handel, das geht ganz gut. Ich kenn die EK´s;)
Im Notfall such dir was aus und hols dir in München Im SportCheck oder so, die haben sicher bessere Preise.

Sonst gibts da nicht viel zu beachten.
 
nur mal kurz was am rande:

der bundeswehr-standard-rucksack hat 65l fassungsvermögen und mit dem lässt sich auch gut marschieren... 30km (in 5 stunden) sind machbar!
 
Naja, beim Trekking kommts ja weniger aufs "maschieren" an ;)
Bei 5 Stunden maschieren wirst du wohl keinen Unterschied zwischen billigen und teuren Rucksäcken spüren, wenn du jedoch 10 Tage am Stück unterwegs bist, dann spürst du den Konfort von nem guten Trekking Rucksack

Und ich glaub nich das die Bundeswehr-Schneiderei großen Wert auf Ergonomie und Bequemlichkeit legt :D
 
es ging mir in erster linie auch nicht um den tragekomfort, sondern um das fassungsvermögen! mit einem richtig guten trekking-rucksack sollten die 65l gut zu meistern sein!
 
Ähm Bundeswehr Schlafsäcke und gut? Naja zumindest der Witz war es...

Ich persönlich hab gute Erfahrungen mit Ajungilak Schlafsäcken gemacht. Davon hab ich 3 Stück. Aber da die Firma von Mammut gekauft/geschluckt worden ist weis ich nicht wie es da jetzt aussieht.

Definitiv kann ich empfehlen Ajungilak Tyin und Tyin-Winter. Allerdings sind die schon sehr extrem und auch für Wintercamping gedacht. Da kann es auch mal 5-10° minus werden und die Dinger halten immernoch warm.

Allerdings sind die selbst gebraucht nicht unbedingt billig zu bekommen.

Bei Rucksäcken solltest du wie du schon erfahren hast auf Tragekomfort setzen. Es gibt nix schlimmeres al am xten Tag Rückenschmerzen zu haben
 
der bw-schlafsack hat mich auch bei -15°C nicht im stich gelassen... ist vielleicht kein hightech produkt, aber zum gelegentlichen campen reicht er vollkommen!
 
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