Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Linux Bootdisk erstellen ?
Unregistered
17.11.2001, 02:40
Hiho,
ich habe mir die Tage die Suse Linux 7.1 ersteigert und gestern erstmals Linux installiert. Mein Hauptbetriebssystem ist Windows XP, welches auf der ersten Partition der ersten Festplatte ist.
Da diese Partition allerdings über 20 GB gross ist und Linux dahinter 6 GB belegt, kann Lilo Linux nicht booten. Im Normallfall bootet also WinXP; Linux nur mit eingelegter CD.
FRAGEN:
1. Wie kann ich mir nun einer Linux-Diskette erstellen, mit welcher ich Linux booten kann ?
2. Könnte ich dieses Problem auch mit Boot Magic 7 lösen oder erkennt dieser ebenfalls nur die Windows-Partition, da Linux ausserhalb der ersten 1024 Zylinder liegt ?
Wäre nett, wenn sich jemand die Zeit zum antworten nehmen würde; danke schonmal vorab !
Lunahood
Hmm, also zu der Erstellung von Linux-Disketten kann ich dir
nicht helfen, vielleicht fragst du nochmal im Linux-Forum nach. ;)
PM7 kann mit Linux Partitionen umgehen, hab' ich selbst schon
mal gemacht, als ich meinen 1. Versuch mit Linux gewagt hab'.
Helli
Unregistered
17.11.2001, 13:32
Hallo nochmal,
na immerhin hat mir die Aussage doch schon mal weitergeholfen; ist auch mein 1. Versuch mit Linux und wenn der Partition Magic 7 die Linux-Partition erkennt und booten kann ist doch schon mal eine brauchbare Aussage; werde mich mal versuchen;
Danke für den Tip,
Lunahood
Hallo Unregistered,
Du hast SuSE installiert? OK. SuSE hat standardmässig LILO als Bootmanager, dann haben wir für eine Bootdiskette drei Möglichkeiten:
Bootdiskette ohne Kernel
Bootdiskette mit Kernel
Bootdiskette ohne LILO
- Ohne Kernel ist blöd, weil unflexibel. Bei Neuübersetzen des Kernels wird dieser auf der Platte nicht mehr gefunden.
- Mit Kernel ist blöd, da der Bootvorgang Länger dauert.
- Ohne LILO ist völlig unflexibel, kein LILO-Prompt, keine RAM-Disk-Möglichkeit, ...
Mein Vorschlag: Diskette mit Kernel, weil diese Variante die beste "Sicherheit" bietet, da du im Notfall garantiert booten kannst.
Vorgehensweise:
Folgende Befehle in Konsole ausführen:
# mkfs -t ext2 /dev/fd0 1440 # ext2-Dateisystem anlegen
# mkdir /floppy # wenn Verzeichnis NICHT existiert
# mount -t ext2 /dev/fd0 /floppy # Diskette ins Dateisystem einbinden
# mkdir /floppy/boot
# cp /boot/vmlinuz /floppy/boot/ # Kernel kopieren
# cp /boot/boot.b /floppy/boot/
# cp /boot/initrd /floppy/boot/ # bei SCSI-System
Erstelle nun eine Datei namens lilo.conf-floppy im Verzeichnis /etc, mit folgendem Inhalt:
# /etc/lilo.conf-floppy
boot = /dev/fd0 # Device des Diskettenlaufwerks
prompt # LILO-Prompt anzeigen
delay = 50 # 50*0.1 = 5 Sekunden warten
install = /floppy/boot/boot.b # auf Diskette
map = /floppy/boot/map # auf Diskette
image = /boot/vmlinuz # Kernel von der Festplatte
label = Linux
root = /dev/hdaX # Das X mit Root-Device ersetzen
read-only
image = /floppy/boot/vmlinuz # Kernel von Diskette
label = LinuxFromDisk
root = /dev/hdaX # Das X mit Root-Device ersetzen
read-only
Jetzt noch ausführen:
# chmod go-w /etc/lilo.conf-floppy # sonst beschwert sich LILO
# lilo -C /etc/lilo.conf-floppy # LILO installieren
# sync # zur Sicherheit gepufferte Operationen ausführen
Das sollte es eigentlich gewesen sein.
Viel Spass.
Gruss Boron
Knutbert
21.11.2001, 01:25
Original erstellt von Unregistered
ich habe mir die Tage die Suse Linux 7.1 ersteigert und gestern erstmals Linux installiert. Mein Hauptbetriebssystem ist Windows XP, welches auf der ersten Partition der ersten Festplatte ist.
Da diese Partition allerdings über 20 GB gross ist und Linux dahinter 6 GB belegt, kann Lilo Linux nicht booten. Lunahood
Saug Dir einen neueren Lilo - der kann auch von Cylinder >1024 booten. :cool
Gibt's vielleicht sogar bei der SuSE für die 7.1.
Sonst unter http://freshmeat.net/projects/lilo/ .
Gruß,
Knutbert
Der LILO vo SuSE 7.1 kann >1024 Zylinder booten, er braucht in der lilo.conf halt noch zusätzlich den Parameter "lba32".
Hab ich wohl bei meiner Lösung vergessen. Hoppla.
Gruss Boron
Knutbert
22.11.2001, 10:24
Genau.
Und dann kann man ihn auch gleich in den MBR der HD installieren und spart sich die Diskette. :)
Die Floppy-Lösung brauch man eigentlich nur dann, wenn man im MBR bzw. in der ersten bootbaren Partition aus irgendwelchen Gründen was anderes als LILO stehen haben muß.
Gruß,
Knutbert
Unregistered
28.11.2001, 21:26
Hallo nochmal,
ich hatte ursprünglich diesen Artikel und die Fragestelltung gepostet und wollte mich indes nur mal herzlich für die Antworten bedanken, die mir im übrigen sehr weitergeholfen haben. Klappt jetzt alles so wie es soll; merci an dieser Stelle
Lunahood
Hallo ihr da,
ich wollte mir eine Linux-Bootdisk erstellen, auf der ich den Bootsektor meiner Festplatte speichern möchte, um ihn im Notfall mit dd zurückschreiben zu können.
Aber das Erstellen der Bootdisk klappt gar nicht. Ich habe es gemäß Borons Beschreibung angefangen, aber schon allein der Kernel passt nicht auf die Diskette, weil er 1555740 Bytes groß ist. Gibt es da einen Trick? Kann man den Kernel verkleinern, oder die Diskette größer formatieren? [Mein guter alter Amiga formatiert normale HD-Disks standardmäßig mit 1760 KB, das sollte Linux doch auch können...]
:( Überall ist die Rede davon, dass man unbedingt seinen MBR mit 'dd' sichern soll, auf jeden Fall und nicht nur beim Manipulieren der Partitionen, aber wie man den MBR zurückschreiben soll, wenn man Linux nicht mehr von HD booten kann, davon sagt keiner was. Bin schon lange am Suchen und finde immer nur die selben Hinweise.
Bis dann