News Bundestag beschließt Antrag zum Breitbandausbau

Eine Leitung zu nem Bauern, der auf dem platten Land wohnt, kann gut und gerne Millionen kosten... (50.000-100.000€ pro 1km Glasfaser)

Tja nur, dass man eben nicht auf dem platten Land leben muss, um nicht ausgebaut zu werden. Selbst kleinere Ortschaften mit Gewerbegebiet werden nicht erschlossen.

Aber ich finde es eh lustig, Oberbayern erwirtschaftet knapp 42% des bayrischen BIPs und man darf sich annhören, dass wir alle Bauern auf dem platten Land sind. Der fehlende Ausbau beschränkt sich nicht nur auf Bayern im Wald, sondern auch auf Ortschaften, mit Gewerbegebiet etc.
 
Der flächendeckende Ausbau mit Glasfaser, also FFTH wäre ja geradezu ein Schnäppchen.
Mobilfunk zu benutzen ist einfach nur lächerlich, damit sie eine Zahl hinschreiben können.
Die Praxis, zeigt dann das nichtmal 1/10 zur Verfügung steht.....

Nichtmal 100 Mrd. und ganz Deutschland hätte FTTH, keine Ahnung warum es nicht gleich anständig gemacht wird.
Alles andere bringt doch nix.
 
BlackWidowmaker schrieb:
Hallo @ all,

ich bin etwas verwirrt über den Titel. Was heißt bitte "Antrag"? Das kenne ich nicht. Eine Regierung beschließt entweder ein Gesetz oder verfasst einen Gesetztes Entwurf. aber "Antrag"? Bei wem wird das bitte beantragt, bzw von wem wird das dann genehmigt? Von der Telekom, der EU oder wem?

Im Artikel ist das Dokument verlinkt und nennt sich ja wirklich Antrag. ;) Das ist eben ein Antrag zum Beschluss, von einem oder mehreren Abgeordneten (bzw Fraktionen). Der Bundestag kann auch Sachverhalte oder Positionen festschließen.
 
EisBrecher76 schrieb:
Kein Geld für Schulen, Strassen und Bildung usw. ein Arbeitssuchender wird nur noch stark eingeschränkt wenn überhaupt unterstützt.
Aber Geld für das "schnellere" Internet wo ich bezweifel ob diesmal auch die Dörfer in den Genuss kommen.
Genauso ist eher Geld für die Rüstung und einen niemals fertig werdender Flughafen da.

Hier scheint ein fulminantes Mißverständnis zu geben.
Es geht der Bundesregierung (auch den früheren) nicht darum, dass Privatanweder besser zocken, schneller herunterladen, browsen oder Filmchen gucken können.
Es geht darum, auch Wirtschaftsbetrieben in abgelegenen Gegenden bessere Vernetzung zu ermöglichen, damit die einträglicher Geschäfte machen und Arbeitsplätze schaffen können.
Wie wichtig schnelles Internet im 21. Jahrhundert für den Mittelstand ist, wird schön in diesem Beitrag beschrieben:

"Abgehängt
Manager der Telekom reisten vor Jahr und Tag in den Schwarzwald, um schnelles Internet zu bringen. Doch wichtiger waren ihnen ihre Kupferkabel. So blieb alles beim Alten. Bis ein Landkreis die Sache selbst in die Hand nahm."

Breitband-Internet im Schwarzwald
 
Viele Gemeinden lassen bei Straßenarbeiten bereits vorsorglich Leerrohre legen, die Telekom zeigt aber oft kein Interesse an einem Ausbau. "Zu wenig Bedarf" ist eine Standardantwort bzw. der Ausbau erfolgt "marktgetrieben".
Ein Teufelskreis für viele Regionen: Internet ist sehr langsam, also ziehen weniger Menschen hin, die Zielgruppe wird geringer, die Telekom sieht keine Gründe zum Ausbau, Menschen ziehen nicht hin usw. usw. Das gleiche gilt natürlich auch für Gewerbe.

Dass der Ausbau teuer wird war klar, immerhin graben sich die Rohre und Leitungen nicht selber ein. Aussitzen wird aber noch teurer, wobei da die Spätfolgen noch nicht mal einkalkuliert sind. Wenn Unternehmen ganze Regionen aufgrund ihrer schlechten Anbindung an das Internet meiden, dann kann das erhebliche Steuernachteile für eine Region haben. Und momentan kann man sogar noch mit dem bestehenden Netz arbeiten. Der nächste Technologiesprung könnte es völlig obsolet machen, wodurch man es dann total ersetzen dürfte.

LTE wäre zumindest für ländliche Regionen eine Zwischenlösung, dafür sind die Volumentarife aber deutlich zu restriktiv (10GB brauche ich locker an einem Tag auf). Zumindest für Hausanschlüsse (Anschluss läuft über einen Router mit Antenne und bleibt stationär) sollten keine Limitierungen existieren, um diese Anschlüsse und Tarife interessanter zu machen.

Bei meinen Eltern tut sich ab dem zweiten Halbjahr 2015 immerhin etwas. Das Netz soll ausgebaut werden, wodurch u.a. auch VDSL 50 möglich sein soll. Damit kann man schon mal arbeiten. Aber wer kann schon sagen, was in fünf bis zehn Jahren sein wird? Dann sind 50 Mbit/s vielleicht die 2 Mbit/s der Zukunft: Unerträglich langsam. FTTH ist die teuerste Lösung, aber auch die zukunftssicherste. Bei Glasfaser gibt es kaum Limits nach oben. Es reicht fast die Hardware an den Enden auszutauschen. Beim alten Kupferkabel ist eben dieses das Problem.
 
Zuletzt bearbeitet:
Suma schrieb:
Eine Leitung zu nem Bauern, der auf dem platten Land wohnt, kann gut und gerne Millionen kosten... (50.000-100.000€ pro 1km Glasfaser)

Dann gibt es Leute wie mich, wohnhaft in unmittelbarer Stadtnähe. Alle Straßen ringsum haben Kabel (also auch Glasfaser bzw VDSL) nur unsere nicht. Da ist ein Altersheim und viele Eigentumswohnungen von meist Rentnern. Die haben vielleicht das Wort DSL gehört, mehr aber auch nicht. Mein Nachbar (58) hat sich sogar gebrüstet jetzt auch eine DSL-Flat zu haben. Ein Handy oder einen Computer hat er nicht, einzig und allein ein Analogtelephon. :freak:

Ich dagegen hätte am liebsten eine GBit-Leitung und zwar syncron. Ein Gesetz ist die einzige Möglichkeit die mich langfristig von einer Trennung bewahrt, meine Frau erbt das 6-Familienhaus von ihren Eltern, ein Umzug für sie demnach ausgeschlossen.

Nur 50 MBit/s das ist doch nur ein Tropfen auf dem heißen Stein. Wie sollen denn mehrere 4k-Streams in einem Haushalt stabil übertragen werden? 250 MB/s empfinde ich als absolutes Minimum. Das Recht eines jeden Bürgers darauf sollte unbedingt im Grundgesetzt verankert werden, das ist die einzige Möglichkeit wieder aus dem Zustand des digitalen 3. Welt Landes rauszukommen.


Meinetwegen schließt alle Krankenhäuser und Altersheime, das Straßennetz DE ist eines der besten der Welt, Hauptsache Glasfaser kommt IN jedes Haus, koste es was es wolle.:evillol:
 
Zuletzt bearbeitet:
Beitrag schrieb:
Und wenn die Steuerzahler den faulen Firmen finanziell auf die Sprünge helfen müssen, damit sich vielleicht mal ein bisschen was tut und dann auch noch für die Leistungen, für die sie fairerweise ja eigentlich mindestens Rabatte kriegen müssten, natürlich den gewöhnlichen Preis zahlen müssen, dann ist das besser? Die Telekom hätte sicher nicht zu wenig Geld um den Netzausbau selbst voranzutreiben, aber wieso sollte man das tun, wenn man aufgrund seiner Machtstellung auch einfach die Kunden blechen lassen kann?

Und die Telekom ist da kein Einzelfall - das betrifft viele Firmen, die essenzielle Güter/Dienstleistungen anbieten.
Allein schon wenn ich daran denke, dass Privatpersonen für selbst produzierten Ökostrom in die Erneuerbare Energien Kasse einzahlen müssen, von denen nur die großen E-Konzerne wirklich was haben, kommt die das Kotzen..


Darfst aber leider nicht die Aktionäre vergessen was denkst du was die machen wenn die T-Com sagt "ey wir Bauen für 5 MRD im jahr aus" ?

Die T-Com würde verklagt bis in die Steinzeit! ( ohne sie decken zu wollen) aber Geld regiert die Welt..Leider
 
Es war ist und wird immer eine absolut Dumme Idee sein Grundlegende Sachen wie, Strom, Wasser, Offentlicher Nah und Fernverkehr sowie die Telekommunikationsleitungen aus staatlicher Hand zu geben. Man sieht ja was daraus wird. Statt diese Dinge für die Bürger eines Landes vernünftig ausgebaut und verwaltet werden, werden lieber Gelder an irgendwelche Aktionäre ausgeschüttet, damit diese sich noch mehr Geld in ihren Hintern schieben können.

Und was kommt am Ende bei raus? Zum einen steigen bei den meisten Unternehmen jedes Jahr die Gewinne und Ausschüttungen an die Aktionäre, zum gleichen Zeitpunkt müssen aber X Tausend Mitarbeiter entlassen werden. Denn man würde sonst ja nicht genug Gewinne erwirtschaften (Aber Geld für die Manager und Aktionäre ist da, schon klar).
Auf der anderen Seite zahlen am Ende die Steuerzahler jedweden Ausbau, da ja die Unternehmen gar kein Geld zum Ausbau haben (ja diese armen armen Unternehmen, denen geht es ja soooooooooo dreckig).

Herzlichen Glückwunsch werte Bundesregierung der letzten 30 Jahre, ihr habt es mal so richtig derbe verkackt.
 
Der fehlende Ausbau beschränkt sich nicht nur auf Bayern im Wald, sondern auch auf Ortschaften, mit Gewerbegebiet etc.
wieder was gelernt!
ich dachte es gibt nur München und Bayern im Wald.
 
Terrier schrieb:
wieder was gelernt!
ich dachte es gibt nur München und Bayern im Wald.

Gut das war etwas undeutlich ausgedrückt, ich hätte besser schreiben sollen "beschränkt sich nicht nur auf Bayern (gemeint sind die Einwohner, nicht das Bundesland), die im Wald wohnen, sondern auch ..."

Bei den meisten die den flächendeckenden Ausbau kritisieren, müssen komischerweise immer Bauernhöfe mitten im Nirgendwo herhalten.
Selber haben besagte Leute dann ihre fette 100mbit Leitung und können wahrscheinlich gar nicht verstehen, warum jemand auf dem Land mit 1/100 dieser Geschwindigkeit nicht zufrieden ist.
Sollen denn alle in die Stadt ziehen ? Dumm nur das die Wertschöpfung im besagten Oberbayern enorm hoch ist und nicht nur in Städten, sondern auch auf dem Land/kleineren Städten/Ortschaften etc stattfindet.
 
Unyu schrieb:
Die DB AG ist vollständig in staatlicher Hand. Die Aktien werden nicht gehandelt. Ein offenere privater Wettbewerb mit guten Rahmenbedingungen würde unvorstellbare Wunder bei der Bahn oder den Bahnen ergeben. Bis dahin gibt es nur teure Bahnhöfe ohne Nutzen.

Das sehe ich kritisch. Die Bahn in UK ist vollständig privatisiert. Ergebnis: Das Netz dort ist total Marode[video=youtube;J_9GJL1O6h0]https://www.youtube.com/watch?v=J_9GJL1O6h0[/video]

Ich denke im Endeffekt muss es eine Regulierung geben. Wenn es sich für ein Privat Unternehmen nicht lohnt in eine Region zu investieren aber in eine andere schon, so muss man entweder diese Atraktiver machen oder aber den Konzernen die Daumenschrauben drehen. Man könnte ja auch den Soli Umwandeln, wieviel gibt der denn im Jahr her?
 
Ich verstehe die Menschen nicht, die freiwillig in ein Dorf ziehen und sich über fehlende Infrastruktur beschweren. Als hätte man das nicht bereits vor dem Kauf- oder Mietvertrag sehen können.
Ich wollte anfangs auch in einem ruhigen Gebiet wohnen, doch nach zwei Tagen Recherche und ein bisschen Logik habe ich mich dazu entschlossen, lieber nah an einer großen Stadt zu leben, bei der man zwar keinen Stadtverkehr hat, aber die Infrastruktur von dieser bis zu meinem Wohnort reicht.

Und wer noch bei den Eltern wohnt: Niemand hindert euch daran auszuziehen. Schlechte Ausreden gibt es wie Sand am Meer, kluge und vorausdenkende Entscheidungen aber nicht.
 
PuscHELL76 schrieb:
was hat die telekom damit zutun ? verpflichtet sind sie zu gar nichts !

was die telekom damit zu tun hat??
wenn die geld vom kunden kassieren wollen, sollen die die kabel selbst bezahlen, und danach vom kunden einkassieren.

aber nicht, das aus unseren steuergelder glasfaser realisiert wird und wir nochmal drauf zahlen und die telekom kassiert die ganze kohle... so läuft es ab, die haben auf uns ein großen haufen geschissen.



bei uns haben die schon glasfaser gemacht:
siehe hier:
http://www.ewacom.de/willkommen
 
Suma schrieb:
... Eine Leitung zu nem Bauern, der auf dem platten Land wohnt, kann gut und gerne Millionen kosten... (50.000-100.000€ pro 1km Glasfaser) Wie soll das finanziert werden, wenn der Bauer nur ca 40-50€ pro Monat zahlt? Dann hat die Telekom in ein paar 100 Jahren das Geld wieder drin...

und die "alte" Kupfer-Doppelader ist von alleine in den Boden gekrochen und hat sich selbst verlegt, oder wie? es gibt immer ne Mischkalkulation, und da kommt man dann über alles bei nem moderaten Anschlußpreis raus.
 
Ich kenne das Problem nur zu gut. Bei uns auf dem "Land" im Industriegebiet kommen auch nur ca. DSL 16K an. Hört sich erstmal nicht schlecht an, aber man muss aber bedenken, dass es für Firmen die dort Ihren Sitz haben ein erhebliches Problem darstellt. Konstruktionszeichnungen zu verschicken ist der blanke Horror und einige Firmen haben sogar Ihren Sitz gewechselt um wirtschaftlich arbeiten zu können. Dies ist nur möglich wenn man nicht 2 Stunden braucht eine Email zu verschicken.

Gelder für Schulen hin oder her. Es ist eine wichtige Wirtschaftsfrage und wichtig für die Kommunen. Je mehr Betriebe ansässig sind, desto mehr Gewerbesteuer kann eingenommen werden. Je mehr Steuern desto mehr Geld für Straßen und Schulen
 
Tjaja, würde das Geld nicht sinnfrei an anderen Stellen verplempert werden könnte man einiges tun. Ich wette die Bürger würden es auch ertragen ein paar Jahre höhere Steuern zu zahlen, wenn sich mal merklich was verändert (Straßenbau, Schulsystem, Netztausbau, etc.). Aber so wie es jetzt gehandhabt wird, ist es immer nur ein weiterer Tropfen auf dem heißen Stein.
 
Wieso wundert ihr euch noch ?

Diese Regierung hat Rekord Steuereinnahmen kassiert, nach ihrer eigenen Aussage.
Dennoch verroten die Brücken, Klassen werden zusammengelegt und Lehrer abgebaut, BAFÖG steigt 2017 oder so um 15€ (lol !) und bleibt somit weit unter Hartz4. Man erfindet neue Steuern, Mauts, treibt die Strafen für Verkehrssünder ins lächerliche, tackert an jede Ecke Schilder damit man nicht mal mehr in Ruhe parken kann...

Dann werden private Organisationen die relevant für die Infrastruktur sind unterstützt, weil die Führungsetagen all das Einkommen einstecken, im Wissen dass der Staat im Notfall gar nicht anders kann als zu helfen ! Namentlich sind dies Telekom und diverse Banken. Man bedenke, die TKOM Preise sind die höchsten, die Ausgaben bei Hardware die Geringsten ! Zudem hatten sie vor einem Jahrzehnt das absolute Monopol, der Ausbau kam aber erst als das Monopol auslief und andere Firmen sich der Sache annahmen.

Was Deutschland braucht ist eine starke Regierung, die alles korrupte und faulige vom Feld räumt und sich nicht von Hinz und Kunz über den Tisch ziehen lässt. Der Staat muss wieder die Zügel in die Hände kriegen und die Industriellen in ihre Ecke verbannen in die sie gehören.
 
Am Ende will es keiner bezahlen.


- Der Staat nicht, weil es unpopuläre Ausgaben für "unnötiges Zeugs" sind (Die Wählerschaft ist schließlich größtenteils über 60 und für die sind Downloadgeschwindigekiten komplett uninteressant. Unterhaltung kommt aus dem Fernsehn, Internet wird genutzt, aber größtenteils keine datenintensiven Onlinedienste.
Geld Sitzt immer locker für Bildung (noch mehr Beamer !!) und Kinder (anstatt privater Kindergefängnisse/Kindermädchen für 1000€/Monat) oder "Stadtverschönerung"

- Die Betreiber nicht. Warum? Geld verdienen die auch so, Alternativen gibt es nicht, also warum anstrengen?

- Die Leute nicht. Menschen die bereits über einen 10k Kabelanschluss verfügen müssten überlegen ob sie für mehr bezahlen würden, oder warten bis der 100k anschluss genauso teuer wird.
Für die Paar Leute am unteren Zumutbarkeitslimit also unter 5k, die dankend eine größere Leitung auch bezahlen würden lohnt der flächige ausbau nicht.

Ausbau FTTH:

100.000.000.000 € Sind veranschlagt. Dank "Pleiten Pech und Pannen" und der "unverbindlichen Kostenvoranschlagskultur" in Deutschland kann man getrost von mindestens: 150.000.000.000 € Ausgehen.

Also Knapp 2000€ pro Einwohner oder etwa 4000€/Haushalt. Zum Vergleich, die meisten Haushalte geben fürs Telefon/Internet keine 50€ aus, also keine 600€ im Jahr. Selbst mit unrealistischen 90% Gewinn für den ISP ist da noch jede Menge Luft..

Man könnte das aber dennoch versuchen.

Natürlich wäre das auch ein immenses Konjunkturprogramm, schließlich legt man die Kohle ja nicht nachts untes Kopfkissen und morgen liegt da eine Glasfaserleitung, Tiefbau und Telekommunikation werden über ein paar Jahre immens belebt, die geben das Geld dann wieder aus, denn Zinsen gibts ja nicht.

Ich glaube aber in Deutschland reicht der Wille für so ein Projekt nicht aus.
 
Der Artikel mit den Maßnahmen liest sich wie der vorgeschlagene Maßnahmenkatalog der Piraten von vor 3 Jahren.
Da hat einer mit dem Kopieren aber recht lange gebraucht. :evillol: Nur da sollte der Staat auch mal Geld in die Hand nehmen! Allerdings kann es ebenfalls doch nicht deren Ernst sein den Telekommunikationsunternehmen für Frequenzen Geld abzunehmen, ihnen danach wieder nur einen Bruchteil zurückzugeben um das am Ende als Förderung zu verkaufen... :rolleyes:

Rusher89 schrieb:
Man will kein Geld für Straßen, Schulen und co ausgeben und lieber die Schulden von DE minimieren.
Nun will man Geld für den Netzausbau ausgeben was eigentlich Sache der Telekom und co. sein müsste,
aber was ist dann mit den Schulen und Straßen?
Bitte genauer lesen, der Staat will eben keinen Cent dazugeben. Das Geld für die eventuelle mickrige Förderung sollen die Telekommunikationsunternehmen selber vorher bezahlen. Im Endeffekt will man dabei sogar mit Gewinn bei rauskommen.
Nein die Telekom ist ein privates Unternehmen und der Hauptaktionär ist weiterhin der Staat der seine jährliche Rendite sehen will. Solange sich jeder Bürger ein Telefonkabel auf eigene Kosten legen lassen kann, hat die Telekom ihre Schuldigkeit getan.

Erst letztens hatte ich eine Diskussion mit jemanden der mir geschrieben hat, und dabei kam heraus, dass die Telekom einen Anteil von ~48% aller Ausbauprojekte in Deutschland betreibt. Sprich alle Mitbewerber einzelnt sind sehr weit hinten dran obwohl die Telekom gar nicht verpflichtet wäre auszubauen...

Rusher89 schrieb:
Klar wird es mal Zeit das auch andere Regionen endlich mehr Breitband bekommen und nicht mehr mit
DSL 2000 rum dümpeln müssen. Aber es gibt wichtigeres....Kalte Progression abschaffen, Straßen reparieren, Schulen mehr Geld zur Verfügung stellen, Merkel aus DE verbannen und und und.
Siehste wird alles nicht passieren...

Hilpi schrieb:
Naja bei uns im Dorf verkauft die Telekom DSL 16000 Verträge und mehr als DSL 1000 kommt nicht an
Dann kannst du Störungen melden / Vom Vertrag zurücktreten da die Leistungen nicht erbracht werden. Aber bringt ja nix die anderen liefern ja auch nicht wirklich mehr.

EisBrecher76 schrieb:
Kein Geld für Schulen, Strassen und Bildung usw. ein Arbeitssuchender wird nur noch stark eingeschränkt wenn überhaupt unterstützt.
Aber Geld für das "schnellere" Internet wo ich bezweifel ob diesmal auch die Dörfer in den Genuss kommen.
Genauso ist eher Geld für die Rüstung und einen niemals fertig werdender Flughafen da.
Bitte mal den Artikel lesen! Seit wann kosten günstigere Kredite dem Staat viel Geld wenn sich die KfW das für 1% bei der Zentralbank leihen kann? Die verdienen sogar noch daran!

EisBrecher76 schrieb:
Ich lebe leider auf dem Land, und muss mit Glück 200 KB/s klar kommen.
Dann musst du doch gerade der sein, der gegen diese verlängerte nicht Ausbaupolitik ist! Einen LTE Masten aufstellen lassen und danach das Gebiet als breitbandversorgt einzutragen, ist Betrug am Bürger.

Palmdale schrieb:
Ob ich letztendlich in Nürnberg 100 oder 200mbit habe, ist weniger relevant
Das rechnet sich aber...da man dafür nur ein paar Teile in der Gegenstelle austauschen muss, keine Erdarbeiten also verhältnismässig billig zu machen. Desweiteren sehr gut geeignet um die Statistik zu schönen, ist schließlich egal ob einer 200 Mbit bekommen könnte oder 20 Leute jeweils 10 Mbit, der Durchschnitt wäre gleich.

s!r.einSTein schrieb:
Alles in allem habe ich es schon einige Male hier geschrieben ... Für mich ist schnelles Internet gleichzusetzen wie Strom, Gas, Wasser, Abwasser. Wenn einer im Wald wohnt hat er selber Pech aber jeder halbwegs größere Ort (ab ~ 1000 Einwohner sollte) wohl schnelles Internet bekommen.
=> Infrastruktur gehört in Staatshand damit überall ausgebaut wird und nicht nur da wo es sich rechnet. Ganz meine Meinung.

Necrol schrieb:
Bundeswehr und Vorzeigeprojekte wie der BER geben hier denke ich gute Referenzen ab wo wir dann hin kommen könnten.
Wenn du an der Rüstung und guten Projektleitern sparst, dann ist das halt so. Du kannst nicht das billigste von der Karte bestellen und dann ein 5 Sterneessen erwarten. Sparen ist gut und schön, nur kann man sich auch totsparen... . Die Vermögensuhr dreht sich 3x schneller wie die Schuldenuhr bei uns Deutschen, es ist also genug da damit sich der Staat die Gelder nimmt die er braucht um ordentlich funktionieren zu können.

Nizakh schrieb:
Was aber eher damit zu tun hat das zu Tode gespart wird^^
Dabei wäre es so einfach, wir nehmen die Senkung des Spitzensteuersatzes zurück oder wir sorgen dafür das Google, Amazon, Microsoft und Star Bucks und co. ihr Steuern hier im Land auch wirklich bezahlen und der legale Steuerbetrug aufhört. Mit dem Geld wird die Infrastruktur aufgerüstet und Leute dafür eingestellt. Damit könnte man locker dafür sorgen, dass wir von den 8 Millionen faktischen Arbeitslosen runterkommen die von ihrer Arbeit nicht mehr leben können. ( Arbeitslose, Aufstocker, Arbeitslose Umschüler, Leute ab 57 die arbeitslos sind aber statistisch gesehen nicht )

Aber wenn halt weiterhin Mutti gewählt wird, wird das nix.
 
Highspeed Opi schrieb:
Ich verstehe die Menschen nicht, die freiwillig in ein Dorf ziehen und sich über fehlende Infrastruktur beschweren. Als hätte man das nicht bereits vor dem Kauf- oder Mietvertrag sehen können.


OKeeey, bitte noch einmal tief Luft holen, das was Du schreibst nochmal lesen und drüber nachdenken. Dir ist schon klar, daß Du es darstellst, daß das "Land" nur deshalb besteht, weil irgendwelche Städter beschlossen haben dorthin zu ziehen? Dir ist doch klar, daß man schon länger dort leben konnte, sogar bevor es Internet gab? Daß es Leute gibt die tatsächlich dort geboren werden, ihre Wurzeln, ihre Familie, ihre Freunde dort haben? Die sollen also allesamt in die Ballungsgebieten ziehen, alle Dörfer und Kleinstädte sind dMn sofort aufzulösen und in Glasfasernetz Nähe umzusiedeln?

Also an deiner Stelle würde ich vielleicht über den Sinn der Bearbeitungsfunktion (eines Beitrags im Forum) nachdenken. Schnell, bevor jemand dieses Zitat in seiner Signatur verwendet. Denn es ist wirklich köstlich, ich kam aus dem Lachen nicht mehr raus.
Ergänzung ()

Pandemic schrieb:
Im Artikel ist das Dokument verlinkt und nennt sich ja wirklich Antrag. ;) Das ist eben ein Antrag zum Beschluss, von einem oder mehreren Abgeordneten (bzw Fraktionen). Der Bundestag kann auch Sachverhalte oder Positionen festschließen.


Ja, aber wenn der Satz anfängt mit der "Bundestag beschließt" dann muß man doch automatisch von einer Mehrheit im Bundestag ausgehen, im Normalfall also der Bundesregierung. Wenn irgendwelche Abgeordnete etwas beantragen, das keine Chance hat bewilligt zu werden, dann ist das ganz was anderes.


Der Titel ist und bleibt widersprüchlich. Also entweder "Der Bundestag beschließt" oder "Antrag" muss geändert werden, beides zugleich ist faktisch nicht möglich. So gesehen war das also eine rhetorische Frage von mir.
 
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