Führerschein oder Praktikum?

ML95

Lt. Junior Grade
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Hallo liebes Forum,

ich bräuchte mal euren Rat bzgl. einer zukünftigen Entscheidung. Es geht darum, ob es sinnvoller ist, erst den Führerschein zu machen oder in dieser Zeit lieber ein Praktikum zu absolvieren.

Kurz zur Situation: Ich (19) studiere derzeit WiWi und habe gerade das erste Semester abgeschlossen. Zum Zeitpunkt, zu dem es eine der beiden genannten Alternativen zu ergreifen gilt, werde ich das zweite Semester abgeschlossen haben.

Und da stellt sich mir die Frage, was besser ist. Erst Führerschein und ab dem 3. Semester Praktika machen oder schonmal ein Praktikum machen und den Führerschein irgendwann später?

Rational betrachtet spricht eigentlich das Meiste dafür, den Führerschein zuerst zu machen. Wir haben zwar im Moment kein Auto, aber gelernt ist gelernt. Wenn mal wieder eins da ist, kann man direkt fahren. Und wenn man sich zur Not nochmal ein paar Fahrstunden nimmt.
Meine Sorge ist nämlich, dass ich das sonst ewig vor mir herschiebe.
Noch befinde ich mich ja in einer sehr frühen Studienphase. Nach dem zweiten Semester hat man noch keine Schwerpunkte gewählt. Wie ich gerade merke, ist es auch schwer, Firmen zu finden, die nach dem 2. Semester schon Praktika anbieten. Ich habe dennoch welche gefunden ;)

Allerdings ist es ja so, dass ein Praktikum nach dem 2. Semester noch am ehesten "verzichtbar" wäre. Später, wenn man Schwerpunkte und konkretere Vorstellungen vom beruflichen Werdegang hat, findet man ja besser Praktika, die dann auch deutlich langfristiger, sinnvoller und wertvoller sind, nicht mehr nur ein kurzes "Reinschnuppern". Da wäre es dann wohl schon blöd, ein Semester nichts in der Hinsicht zu tun.

Zudem habe ich auch Auslandspläne, all das kommt ja noch im Studium. Die Zeit vergeht schnell, ruckzuck ist der Bachelor abgeschlossen (überspitzt gesagt natürlich ;) ), man zieht um, arbeitet oder studiert weiter. Der Führerschein wird immer notwendiger, die Zeit dafür immer knapper.
Ich habe echt keinen Bock später in einem Vorstellungsgespräch zu sitzen und mich erklären zu müssen bzgl. des fehlenden Führerscheins. Da ich durchaus auch UBs interessant finde, kann Reisetätigkeit auch schon in einem Praktikum dazu gehören. Da wäre sowas natürlich eher suboptimal :D


So, der Text ist evtl. etwas ausgeufert. Sorry dafür :)

Was denkt ihr? Würdet ihr mir zustimmen? In meinen Augen wäre es die eindeutig bessere Alternative.
Mir ist auch klar, dass man sowas selbst entscheiden muss, aber ein paar Drittmeinungen können nicht schaden. Tipps und andere Ratschläge sind auch herzlich willkommen.

Besten Dank und Gruß,

ML95
 
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Ich hab meinen Auto Führerschein erst Ende 30 gemach, weil da das erste Kind gekommen ist. Vorher brauchte ich den nicht. Hat auch nie jemand gefragt. Dachte man macht Kopfarbeit nach dem Studium und keine HiWi Jobs für die man ein Auto braucht. Und Du musst den auch nicht in kürzester Zeit abreißen, melde Dich halt an, und ab dann hast Du zwei Jahre Zeit um das Ding durch zu bringen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Naja, Kopfarbeit generell schon. Aber das schließt ja das Reisen nicht aus. Wenn man für den Job reisen muss (zum Flughafen fahren oder sonst zu Kunden im Inland) dann ist das halt so. In der Beraterbranche ist das ja Standard. Und nicht nur da ;)

2 Jahre damit rumzueiern ist auch nicht meins. Wenn das Semester wieder läuft will und muss ich den Kopf frei haben. Wie gesagt, wenn's klappt würde ich gerne auch ins Ausland, da stört der laufende Führerschein nur bei.
14 Doppelstunden Theorie auf 2 Jahre aufzuteilen ist ja auch etwas übertrieben :)

Es geht mir ja gerade darum, das anzupacken und zügig durchzubringen, damit das in trockenen Tüchern ist.
 
Die Theorie hat Grundschullevel, da geht man ein oder zwei mal die Woche Abends für ne Stunde hin und lernt vor der Prüfung ein bisschen am Pad. Und wenn Du das hast, dann fährste halt über zwei Monate verteilt pro Woche 2x. Das stört meiner Meinung weder bei der Arbeit, noch bei der Schule. Aber wie gesagt.... nur meine Meinung.
 
Ist dann natürlich 'ne ganz entspannte Angelegenheit.
Das wäre aber eine Sache, die ich mir dann überlege. Entweder lasse ich mir dann die ganzen Semesterferien Zeit (bei mehrmaligem Unterricht in der Woche dauert das ja auch nicht so elendig lange) oder ich mache einen Intensivkurs, sprich eine Woche lang Unterricht wie zu Schulzeiten täglich und auch tägliches Fahren mit anschließender Prüfung. Ist inhaltlich das Gleiche, nur halt intensiver und kürzer.
Das wäre reizvoll, da man sich danach direkt wieder die Kasse mit 'nem Ferienjob aufbessern kann.

Das kann ja als Student nicht schaden :p

Ich danke dir für deine Meinung ;)
 
Bei der Theorieprüfung hat sich mittlerweile doch was verändert, oder? Sollte man evtl. nicht unterschätzen. Ich meine vor paar Wochen mal was von einer relativ hohen Durchfallquote gelesen/gehört zu haben. Liegt natürlich wohl auch daran, dass manche, ohne vorher irgendwas getan zu haben, in die Prüfung gehen.

Ansich wüsste ich aber nicht, wieso man die Frage nach dem ODER stellen muss. Du kannst auch beides gleichzeitig machen ;)
Das sollte schon durchaus machbar sein, gerade weil der Führerschein nun nicht so zeitraubend ist.
 
wo ist das Problem mach doch beides.
bei uns kann man zum Beispiel ein Intensivkurs machen und dann hat man den Führerschein innerhalb von 2 bis 3 wochen. Da musst du einfach mal bei dir in der Gegend gucken.
Danach oder davor hast noch genug Zeit für ein Praktikum
 
Ich sehe da auch kein Problem drin beides gleichzeitig zu machen. Und die Theorieprüfung ist auch nicht wirklich anspruchsvoll wenn man sich ein bisschen drauf vorbereitet.
Theorieunterricht war bei mir grundsätzlich immer erst Abends um 6 oder 7 und die Fahrstunden kann man auch später legen bei Bedarf.
Oder spricht für dich etwas dagegen beides gleichzeitig zu machen? Wieso macht ihr eig schon im 3. Semester ein Praktikum?
 
Moin,

beides gleichzeitg wird leider nicht möglich sein. Es hört sich vllt. nach außen hin nach Drückebergerei an, ist es aber wirklich nicht.
Wir haben ca. 7-8 Wochen "reine" Ferien nach den Klausuren.
Wenn ich dann 5 Tage die Woche im Praktikum stecke, bleibt da nicht wirklich viel Zeit für einen Führerschein nebenher. Da wird es selbst mit einem Intensivkurs schwer, den ich grundsätzlich schon befürworten würde.
6-8 Wochen sollte man mindestens für ein Praktikum einplanen.

Schwerwiegender ist dabei jedoch das finanzielle Argument. Das Praktikum wäre höchstwahrscheinlich nicht nahe meines Wohnortes, ich müsste mich also zur Untermiete irgendwo einquartieren. Das kostet Geld, dazu die Lebenshaltungskosten für die Zeit + noch Führerschein? Schön wär´s ;)
Aber es gibt tatsächlich noch junge Menschen, die den Lappen nicht gesponsert bekommen.


Zur Frage, warum wir "schon" im 3. Semester ein Praktikum machen:
Vorgeschrieben ist es uns nicht. Wir können selber entscheiden, wann und ob wir überhaupt Praktika machen. Es wird natürlich dringend empfohlen :D
Das 3. Semester ist meiner Ansicht nach auch kein zu früher Zeitpunkt. Die meisten Firmen fangen eigentlich ab dem 3. Semester an, Praktikanten zu nehmen.
 
ML95 schrieb:
Schwerwiegender ist dabei jedoch das finanzielle Argument. Das Praktikum wäre höchstwahrscheinlich nicht nahe meines Wohnortes, ich müsste mich also zur Untermiete irgendwo einquartieren. Das kostet Geld, dazu die Lebenshaltungskosten für die Zeit + noch Führerschein? Schön wär´s ;)

Wirst du für dein Praktikum nicht bezahlt?

Ich vermute mal man ging bisher dafür aus, dass das Geld für den Führerschein bei Seite liegt. Vom Arbeitsaufwand sollte der parallel keinerlei Problem sein, gibt ja genug Personen die das so machen.

Sollte ein späterer Arbeitgeber übrigens wirkliches Interesse an einem haben ist ein fehlender Führerschein garantiert kein Problem, den kann man dann schnell nachhholen und wird evtl. sogar teils übernommen. Natürlich unter der Voraussetzung das die restlichen Qualifikationen stimmen ...
 
beides gleichzeitg wird leider nicht möglich sein. Es hört sich vllt. nach außen hin nach Drückebergerei an, ist es aber wirklich nicht.
Ich kenne absolut niemanden, der den Führerschein nicht neben seiner Arbeit / Studium oder ähnliches gemacht hat! Dafür fahren die Fahrschulen doch auch am Wochenende oder eben Abends wie schon geschrieben wurde!

Wir haben ca. 7-8 Wochen "reine" Ferien nach den Klausuren.
Wenn ich dann 5 Tage die Woche im Praktikum stecke, bleibt da nicht wirklich viel Zeit für einen Führerschein nebenher.
...da bleibt REICHLICH Zeit nebenher.......wenn man natürlich seine Hobbys nebenbei den Vorzug gibt, dann wirds natürlich eng.............
 
Wenn du nicht sofort danach ein Auto zur Verfügung hast und Fahrpraxis erlernen kannst, dann lass es bleiben! Du wirst erst mit Übung nach dem Führerschein zum guten Autofahrer.
Solltest du dir zwischen Führerscheinerwerb und eigener Fahrpraxis zu viel Zeit lassen, ist es quasi so, als ob du keinen Führerschein gemacht hast.

In der Fahrschule lernst du die Grundlagen. Danach lernst du Autofahren.
 
Nochmal, damit es nun wirklich jeder versteht:

Ich würde das Praktikum, wenn es zustande kommt, in einer Unternehmensberatung machen. D.h. auch unregelmäßige Arbeitszeiten, ggf. bis in den Abend hinein.
Entweder mache ich eins richtig oder ich lasse es bleiben, aber beides mit halber Kraft ist doch dämlich.

Während des Semesters wird es zeitlich auch sehr knapp. Ich muss jeden Tag noch eine Stunde pro Weg zur Uni und nach Hause.

Das mit der Fahrpraxis ist natürlich eine andere Sache. Da habe ich mir auch schon Gedanken drüber gemacht. Aber ich denke mir gelernt ist gelernt. Zwischendurch kann ich sicher mal mit dem Auto von Verwandten fahren.
Zur Not nehme ich mir nochmal 2-3 Fahrstunden, wenn ein eigenes Auto da ist. Ist auch kein Weltuntergang.

Für mich ist die Hauptsache den FS erstmal in der Tasche zu haben, damit der mir nicht ständig im Hinterkopf schwebt.
Das Geld ist gerade da, günstiger wird er auch nicht mit der Zeit und je länger man ihn hat, desto weniger Versicherung zahlt man, wenn das eigene Auto da ist.

Dann muss ich diese finanzielle Belastung bei meinen weiteren Plänen schonmal nicht mehr berücksichtigen.
Denn wie gesagt, die Zeit wird nicht reichlicher. Im Semester würde ich gerne Summer- oder Winter Schools und andere Dinge machen, die alle Zeit beanspruchen.
Vom daher packe ich es lieber einmal an und hab's dann hinter mir ;)
 
Da Dir in absehbarer Zeit kein Auto zur Verfügung stehen wird, macht der Führerschein jetzt nur bedingt Sinn. Also mach am besten das Praktikum.

Aber wenn ich ehrlich bin, stell Dich nicht an und mach beides! Ich behaupte mal mind. 90% haben ihren Führerschein parallel zu Arbeit, Schule oder Studium gemacht. Der zeitl. Aufwand für einen Führerschein ist überschaubar und die Fahrschulen extrem flexibel. Ich bin mir sicher, Du wirst nichts halbherzig machen müssen und immer noch genug Zeit haben für andere Dinge.
 
Also ich habe meinen FÜhrerschein mit 17 gemacht und bin dann quasi ein ganzes halbes Jahr überhaupt gar nicht gefahren weil es sich überhaupt nie angeboten hat. Ich hatte danach überhaupt keine Probleme wieder reinzukommen und bin mittlerweile seid 4 Jahren unfallfrei:D

Also die unregelmäßigen Arbeitszeiten sollten kein Problem sein. Während des Abiturs gab es bei uns welche die um 4 -5 Uhr morgens gefahren sind, eben vor der Schule. Die meisten Fahrschulen sind da sehr flexibel.

Das mit dem Geld ist natürlich ne andere Sache, die sich nicht so leicht lösen lässt...
 
Grundsätzlich würde ich auch beides machen wollen. Bei einer Firma habe ich mich auch schon beworben, hier in der Nähe, sodass ich dafür nicht temporär umziehen müsste. Wenn das klappt, mache ich auf jeden Fall beides.

Ehrlich gesagt geht mir allerdings etwas der Stift, wenn ich daran denke mich in einer fremden Stadt zu befinden, das Praktikum dort zu machen, nebenbei Tätigkeiten im Haushalt und in dieser fremden Stadt dann noch den Kram mit dem FS regeln zu müssen.
Ich will den FS nicht unterschätzen.

Was bei mir noch dazu kommt ist Folgendes:

Meine Mutter ist aufgrund einer chronischen Erkrankung beruflich recht eingeschränkt, daher haben wir auch momentan kein Auto. Das könnten wir jedoch ziemlich gut gebrauchen, da meine Mutter körperlich halt eingeschränkt ist. Ein Auto würde da Dinge wie das Einkaufen oder auch den Erhalt sozialer Kontakte maßgeblich erleichtern.
Man kommt auch ohne aus, bei uns hat es jetzt einige Jahre schon so geklappt, aber schön ist anders.
Die Anschaffung eines Autos hängt daher im Wesentlichen auch von mir ab, in finanzieller Hinsicht.

Vllt. kann man mein Vorhaben nun etwas besser nachvollziehen, den FS in einem Intensivkurs zu machen und davor oder danach noch einen Monat arbeiten zu gehen, um ein Auto möglichst bald finanzieren zu können und dann alles in trockenen Tüchern zu haben.
 
Ich glaube, du denkst hier zu viel nach.

Man kann ohne Probleme nebenbei den Führerschein machen. Das ist gar kein Ding. Ich habe ihn damals neben meiner Ausbildung gemacht. Punkt 16 Uhr hat mich der Fahrlehrer von der Arbeit abgeholt. Und dann bin ich eben zwei Stunden herumgefahren. Ich durfte mich dann auch selber nach Hause fahren. Ein anderer Schüler, den wir zwischendurch abgeholt haben, übernahm dann.

Du stellst dir das Ganze, glaube ich, zu kompliziert vor.
 
Wenn du dir solche Sorgen machst, dann ist ein Intensivkurs tatsächlich nicht verkehrt, aber eben auch teuerer.
 
Dass ich zuviel nachdenke, kann ich nicht leugnen ;)
Ich kann mir schon vorstellen, wie das abläuft beim Führerschein. Habe das ja bei meinen damaligen Schulfreunden gesehen und das war schon ganz gut und entspannt.
Wenn das mit dem Praktikum, auf das ich mich beworben habe, klappt, dann werde ich das auch nebenher machen, das sollte in der Tat zu schaffen sein.

Problematisch wird es wie gesagt nur, wenn ich in den Ferien in eine andere Stadt müsste. Dann ließe sich das, auch aus finanzieller Sicht, nicht mehr unter einen Hut bringen.

Ich werde es höchstwahrscheinlich folgendermaßen machen:
Den LSM-Kurs und Sehtest schonmal machen, die sind ja recht lange gültig. Dann warte ich ab, was sich mit der Bewerbung ergibt.
Sollte die positiv ausfallen, werde ich das Praktikum wahrnehmen und den FS nebenher machen, konventionell - also nicht als Intensivkurs.
Falls es leider nichts wird mit dem Praktikum, dann gehe ich eine Zeit lang arbeiten, stocke mir die Kasse dadurch auf und gehe danach den FS in einem Intensivkurs an, mit Ausblick auf ein erstes, kleines Auto als Anfängerwagen und Familienkutsche :D

Das wäre aus meiner Sicht die beste Vorgehensweise.

Ich danke euch allen sehr für die Anregungen ;)
 
Wichtig für den Führerschein ist, dass du genug Geld in Reserve hast, das Ding auch definitiv durchzuziehen.
2000€ sollten es mindestens sein!
 
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