News Registry-Hack gibt Updates für Windows XP frei

Bei einen 7-10 Jahren alten PC, will der Kunde das aber nicht einsehen, das es mal Zeit wird für ein Neugerät. Und das muss mal einer verstehen.

Wenn die Hardware des PCs intakt ist, warum sollte der Opa auch sich denken zu wechseln?
Immerhin läuft ja die Kiste.
Ob der Start nun 40 oder 60 Sekunden dauert ist ihm egal.

Man muss aber auch solchen Personen klar machen, auf welche Gefahren er sich einlässt.
 
Microsoft warnt Nutzer von Windows XP vor Registry-Hack

Das Redmonder Unternehmen hat eine offizielle Warnung ausgesprochen, die jüngst aufgetauchte Registry-Manipulationsmöglichkeit zu verwenden, um weiterhin an Updates für Windows XP zu kommen. Microsoft teilte mit, dass dieser "Hack" keinesfalls einen adäquaten Schutz biete.

XP "tarnt" sich als Windows Embedded
Ende vergangener Woche wurde entdeckt, dass man die Registry von Windows XP so manipulieren kann, dass das System sich als Windows Embedded POSReady 2009 "ausgibt". Die letztgenannte Windows-(Spezial-)Version erhält aber noch bis 2019 Updates im Rahmen des erweiterten Supports, weshalb man diese somit auch auf dem XP-System herunterladen und installieren kann.

Das Redmonder Unternehmen hat sich mittlerweile gegenüber ZDNet dazu geäußert und warnt erwartungsgemäß vor diesem Trick: Microsoft meint, dass "dieser Hack Windows XP angeblich mit Sicherheitsupdates versorgen soll." Aber: "Die Updates, die man auf diese Weise installieren kann, sind für Kunden von Windows Embedded und Windows Server 2003 gedacht, sie bieten aber keinen vollständigen Schutz auf Windows XP."

Funktionen können beschädigt werden
Das könne nicht nur ein falsches Sicherheitsgefühl vermitteln, so Microsoft, sondern nach Installation "ein signifikantes Risiko für Funktionalitätsprobleme" zur Folge haben, da diese nicht mit Windows XP getestet worden seien. Schließlich stellt man noch fest, dass XP-Nutzer die beste Schutz-Möglichkeit bekommen, indem sie auf ein modernes Betriebssystem wie Windows 7 oder Windows 8.1 umsteigen.

Es war natürlich zu erwarten, dass die Reaktion von Microsoft so ausfällt, dennoch werden sich Experten dieser Meinung zweifellos anschließen. Denn die Embedded-Systeme kommen in Geldautomaten und Kassen zum Einsatz. Sie haben also einen sehr speziellen Einsatzweck und dieser umfasst nicht alle Nutzungsszenarien eines für Konsumenten gedachten Betriebssystems.

Quelle
 
Crowbar schrieb:
Bei mir läuft Win7 auf einem Eee-PC-Netbook mit 1,6Ghz Singlecore Atom und 2GB RAM flüssiger als zuvor mit XP.

Auf genau so einem eeePC habe ich neulich XP durch Linux Mint (mit Mate Desktop) ersetzt - es läuft jetzt nicht nur das ganze System flotter, sondern sogar Picasa läuft mit Wine irgendwie schneller als vorher. Und treibermäßig musste ich gar nichts machen - einfach nur installiert, und alles war perfekt!

Für Windows XP spricht absolut gar nichts mehr, wenn es nicht um ganz spezielle Systeme geht (was weiß ich, Industriemaschinen, oder die erwähnten Kassen- und Bankautomaten)
 
Und ewig lebe windows xp :)
 
Also seit heute besteht mein Windows XP mit diesem Hack die WGA-Prüfung nicht mehr:
Der Product Key, der zur Aktivierung von Windows auf diesem PC verwendet wurde, darf in dem Land oder der Region, in dem bzw. der Sie sich zurzeit befinden, nicht verkauft oder verwendet werden. Keine Sorge, wir sind Ihnen dabei gerne behilflich.
Updates gibt es so logischerweise nicht mehr.
 
Der letzte Satz der Meldung ist lustig.
 
Ja, aus der Meldung wird nicht klar, wobei sie eigentlich behilflich sein wollen.
Aber gut, dann kommen irgendwelche Hinweise, wie man den eigenen Rechner auf Kompatibilität mit Windows 7 (komischerweise nicht 8) überprüfen kann.

Jedenfalls ist der Trick jetzt wohl hin. Dazu sollte man noch anmerken, dass es ja immer noch vereinzelt Updates für Windows XP gibt. Für den IE8 und ich glaube auch für dieses "Tool zum Entfernen bösartiger Software".
Aber durch den Registry erreicht man jetzt genau das Gegenteil, denn offensichtlich bekommt man diese Updates jetzt nicht mehr (auch wenn sie für jeden plausiblen Verwendungszweck von XP nicht relevant sein sollten).
 
powerfx schrieb:
Jedenfalls ist der Trick jetzt wohl hin.
Bei dir vielleicht. Ich habe keine Anzeichen dafür. Ich habe auch nicht den Patch für das Supportende von XP installiert und bei MSE nicht das Programmupdate, das das Symbol bei XP orange einfärbt und damit warnt.
MS muss sich in der Tat mehr einfallen lassen, um XP den Garaus zu machen. Eine automatische Selbstzerstörung, ohne Update wäre empfehlenswert. Die darf auch ruhig mal vorzeitig los gehen, um den unverbesserlichen Updatemuffeln zu zeigen, wo der Hammer hängt.
 
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