News Micron M600 SSD mit dynamischem SLC-Cache

Hardware entwickelt sich bekanntlich weiter.

Da wär ich jetzt nicht drauf gekommen....nur hat die 5 MB-Glatze seinerzeit ca. 3.000 DM gekostet. Deswegen verstehe ich das ständige Gezetere wegen den SSD Preisen auch nie. Das ist eine relativ neue Technologie - genau wie seinerzeit die HDDs. Wer vorher mit 8" oder 5 1/4-Zoll Disketten gearbeitet hat, der hat den HDDs die Füße geküßt.

Ansonsten sieht man ja wie sich das in den letzten 2-3 Jahren entwickelt hat. Bei mir werkeln seit 2009 SSDs - nen größeren Fortschritt hab ich in den letzten 10 Jahren nicht gesehen und die Preisentwicklung seit einem Jahr bestätigt, dass das jetzt Consumer-Technik wird.

Und genau das zeigt diese SSD - die steckt nämlich next year in Aldi-Kisten.
 
highks schrieb:
Steigende Übertragungsraten sind auch überschätzt! Ich habe bei der Arbeit einen neuen MacPro, der hat eine M.2 PCI-E SSD, die bringt über 900 MB/s lesend und schreibend sequentiell - aber beim normalen Arbeiten merkt man davon eigentlich nichts!
Ja, aber das hängt eben auch immer von der Anwendung ab, wer kaum mal größere Datenmengen seq. liest oder schreibt, der wird wirklich nichts merken. Das ist einfach mal so, denn die einzelnen NANDs sind ja eher langsamer und die Dies größer geworden, so dass es schon schwer ist überhaupt die Performance bei kleinen Zugriffen zu steigern und da SSDs intern wie ein RAID 0 arbeiten, braucht man halt lange Zugriffe über viele Dies um schnell zu sein.
highks schrieb:
Größere SSDs zu günstigeren Preisen sind jetzt erst mal das Ziel - die Geschwindigkeiten sind anscheinend schon nicht mehr so sehr der Flaschenhals.
Der Markt wird sich mehr spalten, die Profis und Enthusiasten bekommen SSD mit PCIe (3.0 x4 vermutlich in der Mehrheit) Interface und hohen Transferraten, die Massen bekommt vor allem billige SSDs, die Profis und Enthusiasten für Cold Daten natürlich auch gerne nehmen werden.

Man sieht ja schon wie sich der Markt langsam aufteilt, früher gab es bei Intel eine SSD für Heimanwender, die X25-M und heute sind er mindestens 3, die 335, 530 und 730 plus den M.2 und mSATA 525. Bei Crucial war es anfangs nur die M225, dann die C300 und die m4, heute gibt es mit der m550 und der MX100 auch zwei Baureihen und bei Samsung ist es das gleiche, seid der 840 gibt es eine normale bzw. Evo und eine Pro. Da kommen mit den neuen Interfaces noch mehr dazu, auch wenn diese bisher nur für OEM oder Enterprise Kunden gedacht sind. Plextor macht es mit der M6e ja schon vor.

Übrigens für alle die es überlesen haben: Es geht in der News um eine Micron und keine Crucial SSD, also eine nur für OEMs und keine für Retailkunden. Die gibt allenfalls eine Ausblick auf das, was eine kommenden Crucial SSD sein oder haben könnte.
 
Holt schrieb:
Das habe ich doch immer gesagt, aber manche wollten es nicht glauben! Das Problem ist nur, dass man diese Energie und mehr ja nachher doch wieder ausgibt, denn "In Leerlaufphasen werden die Daten nachträglich auf übliche Weise auf dem MLC-NAND gesichert." Damit bringt das zwar Vorteile wenn die Aktuelle Leistungsaufnahme beim Schrieben gemessen wird, aber wenn man die Akkulaufzeit ermittelt, fällt diese eben wieder rein und am Ende hat man natürlich mehr Energie verbraucht, weil ja die Energie vor allem beim Schrieben aufgewandt werden muss und die Daten dann i.d.R. einmal kopiert werden, fällt am Ende noch einmal die Energie an, die man auch beim normalen Schreiben verbraucht hätte.

Mit der Energieeinsparung sollte man so einen Pseudo-SLC Cache also nicht begründen, denn da dürfte er am Ende eine negative Bilanz haben.

Nicht zu vergessen dass alles was in dem SLC Cache kommt 1 zusätzlicher Schreibzyklus ist. Die TBW ist also in der Praxis zu halbieren.
 
h00bi schrieb:
Nicht zu vergessen dass alles was in dem SLC Cache kommt 1 zusätzlicher Schreibzyklus ist. Die TBW ist also in der Praxis zu halbieren.

Es liegt an der Zählweise.

Einige SSDs zählen die Datenmenge, die über das Sata Interface eintreffen und andere Zählen die Schreibzugriffe auf den Nand.
 
h00bi schrieb:
Nicht zu vergessen dass alles was in dem SLC Cache kommt 1 zusätzlicher Schreibzyklus ist. Die TBW ist also in der Praxis zu halbieren.
Ja, das ist der Nachteil der bei Implementierung wie sie von OCZ, Toshiba und nun auch Micron realisiert wurde. Interessanterweise hat SanDisk bei der Ultra II mit dem TLC eine Implementierung mit einem festen Pseudo-SLC Bereich gewählt, so wie Samsung bei der Evo. Da zählen die Zyklen dann für den normalen TLC Bereich nicht und weil manche Daten schon gelöscht werden bevor sie überhaupt aus dem Cache kopiert wurden, kann man so sogar eine WA von unter 1 erreichen.

Offenbar scheint die Implementierung eines festen Pseudo-SLC Cache Bereiches bei TLC sinnvoller und bei MLC nimmt man den Nachteil des höheren Verschleißes in Kauf und macht einen variablen Cache im normalen NAND Bereich.
 
Das stimmt, aber vielleicht oft Mircon damit über die Endkunden mehr an die OEMs zu verkaufen. Oder man wird die M600 dann auch öfter im Handel finden, die C400 gab es ja damals auch bei einigen Händler zu kaufen.
 
Wofür bräuchte Micron noch Crucial, wenn Micron den (privaten) Endkunden Markt selbst beliefern will?
 
Das werden die uns nicht verraten. Kann ja auch ein gezielter Testschuß sein. Und wenn die ein Review haben wollen, dann kriegen die das auch.

Ist jedenfalls ein zusätzlicher Strategieschritt um sich im OEM-Markt weiter auszubreiten. Und in den Reviews steht ja im wesentlichen dann genau das, was sie haben wollen - nämlich dass das ein sehr gutes Produkt für den OEM-Markt ist. Honi y soit..... :evillol:
 
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