Aktuelle politische Lage und Einschätzung

Welche Partei bekommt deine (Zweit-)Stimme zur BTW 2017?

  • CDU/CSU

    Stimmen: 4 2,7%
  • SPD

    Stimmen: 14 9,6%
  • Bündnis 90/Die Grünen

    Stimmen: 5 3,4%
  • Die Linke

    Stimmen: 30 20,5%
  • FDP

    Stimmen: 16 11,0%
  • AfD

    Stimmen: 63 43,2%
  • Sonstige

    Stimmen: 14 9,6%

  • Umfrageteilnehmer
    146
  • Umfrage geschlossen .
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Also ich fühle mich ganz und gar nicht von der AfD vertreten (und natürlich auch von den Linken nicht). Beide Parteien nehmen die Ängste des kleinen Mannes und schaffen ein Feindbild welches dieser bekämpfen muss.

Und natürlich gab es in Deutschland Streiks - ich weiß nicht wie du das Jahr 2015 empfunden hast, aber wir hatten Streiks bei der Bahn, bei der Lufthansa bei den Kitas usw. Nein, diese Arbeitskämpfe sind nicht so eskaliert wie dies in Frankreich teilweise der Fall war. Da frage ich mich aber auch, wie die Streikenden glauben am Ende noch Verhandlungen führen zu können. Natürlich ist der Frust teilweise hoch bei den Betroffenden, aber die Formen der Gewalt die dort zum Einsatz kamen führen zu keiner Lösung.

Weiterhin gab es auch in 2015 sehr brutale Streiks wie wir in Frankfurt Stichwort "EZB" miterleben durften. Nein, eine solche Brutalität ist nicht mein Verständnis einer demokratischen Gesellschaft.

Du siehst also, ich habe die Augen nicht vor den Streiks zugemacht, sondern diese verfolgt. Ja auch in Deutschland nutzen die Menschen ihr Grundrecht auf Streik. Die Wahlmüdigkeit finde ich aber ebenfalls besorgniserregend. Es geht da anscheinend einigen zu gut, dass sie meinen ihre Stimme einfach so verfallen zu lassen.
 
@ methadron

Informiere dich bitte erstmal über die Unterschiede in den Systemen bevor du Vergleiche zwischen Frankreich und Deutschland anstellst.
Es gibt zwar in beiden Ländern Gewerkschaften, aber diese sind sehr grundlegend anderes aufgebaut und die Rechte sind ebenfalls unterschiedlich.
Zusätzlich gibt es in Deutschland den sehr mächtigen Betriebsrat, welcher vor allem bei den großen Konzernen ein Co-Manager ist mit welchem viele Streitigkeiten vorab gelöst werden können ohne auf das letzte Mittel (-> streik) zurückgreifen zu müssen. Das ist mMn ein Standortvorteil.
 
methadron schrieb:
So hart es klingt, aber das sind alles Berufe, für die man wenig Bildung benötigt.
weil weniger Bildung, daher auch 3 jahre Berufsausbildung. zumal gerade im garten und landschaftsbau benötigt man weniger Bildung, weil die baum und pflanzennamen man alle in lateinisch wissen muss ^^
 
Mal ganz polemisch, lateinische Pflanzennamen kann ich auswendig lernen, ohne auch nur einen Satz Latein sprechen zu können.
Wo gibt es denn einen starken Betriebsrat, außer bei den großen Konzernen? Und wo ist die Solidarität mit den Streikenden? Als Amazon gestreikt hat, wurde gemault, genauso wie bei der Bahn usw. Es gibt keine bis kaum direkte Reaktion auf die Politik, im Gegenteil, es wird nur vom Sofa ausgemeckert.
 
methadron schrieb:
Mal ganz polemisch, lateinische Pflanzennamen kann ich auswendig lernen, ohne auch nur einen Satz Latein sprechen zu können.

ganz polemisch, was nütz einen das auswendig lernen der lateinischen namen, wenn man diese nicht zu den blattformen zuordnen kann oder was nützt einen das auswendig lernen der namen wenn man nicht weiss welche hundert Unterarten von der und der pflanze gibt oder wie der deutsche Name ist und welchen boden und Nährstoffe sie brauchen ^^
 
Zuletzt bearbeitet:
Dass neben der AfD Die Linke hier auch ziemlich beliebt sein zu scheint ist insofern interessant, als dass die Parteien ja politisch ziemlich weit auseinander sind, allerdings nur auf den ersten Blick. Die Linke scheint mit Pegida zu sympathisieren, und sie haben eine ähnliche Einstellung zu dem aktuellen Terror wie die AfD. Außerdem scheint Die Linke teilweise eine Gefährdung für die Demokratie zu sein, da sie teilweise den Kommunismus möchte.
 
Die wichtigste Partei fehlt in der Auflistung.

Mein [x] für die Partei für Arbeit, Rechtsstaat, Tierschutz, Elitenförderung und basisdemokratische Initiative
 
@Libertarian
Tendenzen. Da wir davon ausgehen können, dass so Parteien wie die Linke oder die AfD von der breiten Masse nicht gewählt werden, setzen hohe Wahlergebnisse dieser Parteien höchstens Akzente und Tendenzen. Wenn also die Linke gewählt würde, so wird diese nicht als Partei mit über 50% alle anderen ausboten. Aber sie kann zum einen dafür sorgen, dass sie mitbestimmend wird.

Und zum anderen werden dann andere Parteien Parteiprogrammpunkte der Linken in ihr Ressort nehmen, damit sie bei der nächsten Wahl wieder von den Leuten gewählt werden. Vielleicht wird ja dann die SPD wieder sozialer. Und die CDU christlicher.

Die AfD-Wähler kann man nach den ganzen Versagensmeldungen der EU nur verstehen.

@methadron
Vieles von dem was heute bemängelt wird, haben wir uns selbst zuzuschreiben, kaum einer hat sich um die Politik gekümmert (siehe Wahlbeteiligung) um jetzt ist das große Jammern.
Das ist jetzt noch der Gipfel. Die Wahlbeteiligung ist geschrumpft, weil es keine Alternativen gab. In dem Einheitsbrei konnte man keinen wählen. Das eine Extrem ist Lobbygesteuert, die andere Seite will gerne alles dem Volke aufteilen (und sich natürlich mit der Schippe selber was in die Tresore kippen, während man wie Robin Hood verteilt). Emporkömmlinge wie die Piraten wurden tage, wochen und monatelang von den Medien zerpflückt, die öffentliche Meinung glich sich der Medienmeinung dann auch an. (wie bei Pegida übrigens; komisch, dass Pegida die Probleme von heute schon erkannt hat mit den Migranten und Flüchtlingen, ein Schelm wer Böses dabei denkt) Die AfD wurde ebenfalls von der Politik nicht ernst genommen und von den Medien auf die Schippe. Klar, die beiden Parteien wollen ja auch Veränderung. Das will man doch nicht! Ist doch alles super, so, wie es ist. Alle 4 Jahre bekommen die Leute ihre Scheinwahl, bei der dem Wähler suggeriert wird, er habe nur die Wahl zwischen ca. 4 Parteien, alle anderen sind Lachnummern. Im Fernsehen wird ein "Kanzlerduell" gezeigt zwischen zwei Menschen. Obwohl ja eigentlich Demokratie herrscht, und falls dann mal alle die Linke gewählt hätten und auf einmal der Gysi Kanzler ist: My Godness!

Also alles wie bisher. Und daran ist der Wähler Schuld? Soll jeder ne eigene Partei aufmachen? Was blüht so jemandem denn dann? Ruhm und Ehre? Oder wohl eher, da wohl nicht alle so gut betagt mit dem Geld sind ein Marsch in den Tod? Gesellschaftlich, kapitalmäßig, jobmäßig? Nen Chef wird sich wohl kaum freuen, wenn auf einmal seine Mitarbeiter in ner Partei kämpfen, dass ihnen nen Mindestlohn gezahlt wird und mehr Kontrollen stattfinden was die Arbeitszeiten angeht...
 
Sorry, aber in Deutschland gibt es mehr als vier Parteien, es gab und gibt genug Alternativen, woher kommt es denn das die PARTEI ins EU Parlament eingezogen ist, oder warum in vielen Stadt- und Kreistagen kleine Parteien sitzen?
 
Onkelhitman schrieb:
@Libertarian
Tendenzen. Da wir davon ausgehen können, dass so Parteien wie die Linke oder die AfD von der breiten Masse nicht gewählt werden, setzen hohe Wahlergebnisse dieser Parteien höchstens Akzente und Tendenzen. Wenn also die Linke gewählt würde, so wird diese nicht als Partei mit über 50% alle anderen ausboten. Aber sie kann zum einen dafür sorgen, dass sie mitbestimmend wird.

Und zum anderen werden dann andere Parteien Parteiprogrammpunkte der Linken in ihr Ressort nehmen, damit sie bei der nächsten Wahl wieder von den Leuten gewählt werden. Vielleicht wird ja dann die SPD wieder sozialer. Und die CDU christlicher.

Die AfD-Wähler kann man nach den ganzen Versagensmeldungen der EU nur verstehen.
Bisher kommen Die Linke und die AfD zusammen auf 20%, das ist noch nicht die Mehrheit, aber es sind schon einige, die Parteien wählen, die teilweise die Demokratie ablehnen.
 
Ich würde mal aus dem Stehgreif sagen, dass ALLE Parteien die Demokratie ablehnen. Sie sagen es nur nicht. Immerhin wäre das ja ein Eingeständnis, dass man nach unbegrenzter Macht (getreu des dunklen Sith-Lords) strebt.

Leider gehen dabei die Bürger unter. Aber um die dreht sich die Politik ja nicht....
 
@Libertarian,

Also die Linke hat mit PEGIDA nichts am Hut, aber auch gar nichts. Woher hast du diesen Unsinn? Genauso wenig mit der AfD. Das sind Erfindungen der konservativen Medien, um sie zu diskreditieren. Linke sind Systemfeinde, das ist klar. Dennoch zB steht die Wagenknecht für einen demokratischen Sozialismus, nichts anderes als die soziale Marktwirtschaft war. Aso bitte ma nicht übertreiben. Wählt schön weiter CDU/CSU/Grünen....dann ändert sich gar nichts. Besonders die Grünen haben ihre Ideale dermassen verraten, sind von der Friedens zur Kriegstreiberpartei geworden.
 
Zuletzt bearbeitet:
Godde schrieb:
@Libertarian,

Also die Linke hat mit PEGIDA nichts am Hut, aber auch gar nichts. Woher hast du diesen Unsinn? Genauso wenig mit der AfD. Das sind Erfindungen der konservativen Medien, um sie zu diskreditieren. Linke sind Systemfeinde, das ist klar. Dennoch zB steht die Wagenknecht für einen demokratischen Sozialismus, nichts anderes als die soziale Marktwirtschaft war. Aso bitte ma nicht übertreiben. Wählt schön weiter CDU/CSU/Grünen....dann ändert sich gar nichts. Besonders die Grünen haben ihre Ideale dermassen verraten, sind von der Friedens zur Kriegstreiberpartei geworden.
http://www.bild.de/politik/inland/die-linke/ploetzlich-so-zahm-zu-pegida-43113160.bild.html
Hier steht, inwiefern Die Linke mit Pegida sympathisiert.

Sahra Wagenknecht steht nicht für den demokratischen Sozialismus sondern für den Kommunismus, sie ist die Vorsitzende der kommunistischen Plattform innerhalb Die Linke.
 
Ernsthaft, die Bild als Quelle?
Aber um mal etwas auf das Thema einzugehen, rechts und links haben einige Themen, deren Inhalt identisch ist, nur ist die Umsetzung eine komplett andere. Warum Sahra Wagenknecht aber für Kommunismus steht, musst du mir bitte erklären.
 
crashbandicot schrieb:
Die wichtigste Partei fehlt in der Auflistung.

Mein [x] für die Partei für Arbeit, Rechtsstaat, Tierschutz, Elitenförderung und basisdemokratische Initiative

Unsinnspartei! In der Politik sind nur Affen an der Macht, da braucht es nicht noch Klamauk!
Mehr Ernst, weniger Hans.
 
@Libertarian,

Bild zu zitieren ist schon arg grenzwertig. Es stimmt das die Sarah früher für die kommunistische Plattform stand, wo ist das Problem? Hast du mal ihre Bücher gelesen oder Aussagen zur allegemeinen Lage? Das was ich an ihr kritisiere ist, dass sie Deutsche Interessen formuliert, ich tue mich damit schwer, linksnationale Anleihen zu vertreten. Grundsätzlch jedoch vertritt sich eine sozialdemokratische Politik, nichts anderes. Die ist ja nichtmal für ein GE. Katja Kipping ist da wenigstens noch idealistischer und vertäumter mit ihren linken Ideen von einer besseren Welt, die Wagenknecht ist schon eher Realpolitikerin, was nicht immer gut/schecht sein muss.
Soweit ich weiss fordern sie und Lafo eine Obergrenze für Flüchtlinge, andere in ihrer Partei sind da konträr eingestellt, das zeugt aber auch davon, das man innerhalb dieser Partei auch andere Meinung duldet und diskutiert. Für mich im Moment die einzig sozialdemokratische Partei, die nicht gegen das GG verstösst. Auf Missstände jeglicher Art aufmerksam macht ob Hartz 4, Kriegsbeteiligung ohne Mandat oder Altersarmut.

Das heisst aber nicht, dass ich denke wenn man sie an die Macht wählen würde, könnte sich viel ändern. Vllt eine Mindestrente, etwas höhere Steuern für Millionäre, sanktionsfreies Grundeinkommen für Bedürftige und höherer Mindestlohn. Aber alles in Maßen, denn die Macht haben andere.
 
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crashbandicot schrieb:
Wenn man keine Ahnung hat... :rolleyes:

Habe mit dem GröVaz höchstpersönlich sprechen dürfen, und wäre fast nicht mehr umhin gekommen, ihm einen Heiratsantrag in einer buddhistischen Frauen-Kirche auf Sansibar zu machen. Habe es aber dann doch sein lassen.
Ich wähle stattdessen lieber die CDU, in der Hoffnung, dass Herr Altmaier seine Vorräte der Öffentlichkeit zugänglich macht. Wenn Gabriel so weiter macht, wandere ich aber zur SPD über. Personenbezogene erneuerbare Energien erscheinen mir wesentlich zukunftsfähiger in Zeiten des Internets.
 
Die Union habe ich pers. noch nie für wählbar gehalten, die Grünen sind inzwischen eine FDP mit grünem Bio-Lack, die auch noch gerne mit den USA in Kriege zieht. Die SPD möchte gerne wie die CDU sein, aber mit FDP auf dem Buckel- keine Ahnung was bei denen noch sozial sein soll, nur die CSU ist da noch asozialer. FDP? Wozu? Die braucht keiner, die vermisst auch keiner.
Afd? Rechtskonservative die Rassisten in den eigenen Reihen dulden, für mich unwählbar.

Die Linke ist die einzigste Partei die sich fein aus all dem Mist raushält und lächerlich geringe Geldspenden bekommt. Ob diejenigen aus deren Reihen, die heute so beharrlich die andere Politik bestreiten, in einem Amt auch noch so wacker sind, wage ich allerdings auch zu bezweifeln. In Griechenland hat man gesehen, wie Linke demontiert werden, bevor sie etwas ändern konnten.

Trotzdem werden wir wohl noch 4 Jahre Merkel bekommen, der Wähler vergisst schnell, wenn es noch Geld vor der Wahl gibt.
Wer glaubt, dass deutsche Regierungen noch viel zu entscheiden hätten, was unser Leben positiv beeinflussen könnte, unterliegt allerdings auch einem Irrtum. Die sind dem Kapital verpflichtet, dann kommt lange nichts- und dann kommen irgendwann erst einmal die eigenen Parteimitglieder.

Die parlamentarische Demokratie halte ich für überholt, Volksentscheide und direkter Draht zur Macht (zum Kapital) wäre doch viel einfacher als die Dauerillusion, dass die Presse und das eigene Kreuzchen etwas ändern könnten.
 
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