Wie arg schadet das übertakten der graka?

Mr.Seymour Buds schrieb:
Hohe Motordrehzahlen sind sehr wohl schlecht. Der Verschleiß steigt dann deutlich an. Lass mal den Vergleich mit dem Automotor.

Hohe Drehzahlen bedeuten nicht automatisch höheren Verschleiß, das ist Stammtischwissen, mehr nicht. Ich sagte ja gleich, lass den Vergleich.


moquai schrieb:
Doch, wenn er dafür nicht vorgesehen ist. Noch dazu, wenn man diese permanent betreibt. Es geht aber nicht um hohe, es geht um "höher als vorgesehen", das ist der Punkt.

Bei Taktraten gibt es kein "höher als Vorgesehen". Jeder Boardpartner legt die Taktraten selbst fest. Da bewegt sich ja jeder in Bereichen "höher als von NVidia vorgesehen".

Eine gewisse Taktrate ist so lange möglich, wie man die Verlustleistung durch entsprechende Kühlung abführen kann.

@Luxuspur
Einen lebenden Organismus mit einem Grafikchip zu vergleichen ist ja mal besonders schlau. Wie bist du auf diesen genialen Vergleich gekommen?

Vielleicht noch ein (unpassender) Autovergleich? Die Karre hat auch keinen Muskelkater, wenn sie mal 400km weit 180km/h rennt.
 
Also, solange man nicht den Strom erhöht, sollte es wenig bis garnichts ausmachen, solange sie kühl genug bleibt. Dann hält sie halt statt extrem lang nurnoch sehr lang :D

Zur not greifen da sowieso vorher die Schutzmechanismen ein.
Und auch a bissle mehr Saft sollte nicht gleich der Auslöser für einen Defekt sein, wenn man es nicht übertreibt.

Das bezieht sich jedoch nur auf den Core.
Wie es beim Ram ausschaut weiss ich nicht genau, hab da so einiges gelesen dass der doch recht schnell hinübergeht wenn man nicht aufpasst und es a bissle arg übertreibt. Obs stimmt-K.A.
 
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Mr.Seymour Buds schrieb:
Hohe Motordrehzahlen sind sehr wohl schlecht. Der Verschleiß steigt dann deutlich an. Lass mal den Vergleich mit dem Automotor.

Jein, es kommt immer drauf an über welchen Rahmen wir sprechen. Da mir nicht bekannt ist, ob du hohe, oder Extreme Drehzahlen meinst (Roterbereich) möchte ich mal ganz kurz ein kleines Beispiel einbringen und ist jetzt nicht direkt an dich gerichtet @ Mr.Seymour Buds:

2Liter Turbobenziner, mit ca 200PS:
A.: fährt die Kasslerberge mit 90KMH hoch, im 6ten Gang bei 2000rpm und gibt dann vollgas ohne runter zu schalten.
B.: fährt die Kasslerberge mit 90KMH hoch, schaltet in den 3ten Gang und beschleunigt dann ab 4500rpm los, dreht bis zur maximalen Nennleistung (welche i.d.R. deutlich vor dem roten Bereich liegt)

A.: Der Motor leidet enorm: Durch das frühe Drehmoment, der wahnsinnigen Massenträgheit der Bauteile, welche quasi noch gar nicht im "Schwung" sind.
der Öl Fluss, welcher nur Öl für 2000RPM bringt, da die Ölpumpe nun mal mechanisch mit dem Motor verbunden ist, dem ebenfalls mit 2000rpm langsam fließendem Kühlmittel.
der Brennraum bekommt langsamer neues kühles Gemisch und kann langsamer das heiße alte Gemisch / Gas ausstoßen.
Die gesamte Schmierung, Kühlung und Gemischaufbereitung ist quasi ein paar Umdrehungen über Standgas, Stemmt aber schon die Leistung die bei 4000-6000rpm wesentlich einfacher zu bewerkstelligen wäre.
Die mechanische, sowie die thermische Belastung ist wesentlich höher.

Hatte zur Abstimmung meines Turbo Motors eine Abgastemperaturanzeige direkt vor dem Turbolader verbaut. Rate mal, wann es am heißesten wurde;)
Und selbst wenn du bei 2000 wie bei 6000 rpm die selben Temperaturen hättest, so wird immer noch deutlich effizienter bei höherer Drehzahl geschmiert und gekühlt.


Fahr mal mit deinem Fahrrad im sehr hohen gang am Berg an. Es lastet unheimlich Kraft auf der Kette, sowie allen im Antriebstrang vorhanden Komponenten.
Und probier das selbst nochmal in einem kleinen Gang;)

Sehr viel Offtopic, aber dieses Drehzahl Gerücht wollte ich mal entgegen treten
Es kommt vermutlich von den selben Leuten, die erzählen einen Motor im Winter etwas warmlaufen zu lassen sei schädlich:freak:
 
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Facu1ty schrieb:
Jeder Boardpartner legt die Taktraten selbst fest.
Genau, die Taktraten sind angegeben, also bekannt. Aber genau diese bekannten Taktraten überschreitet man.
 
moquai schrieb:
Genau, die Taktraten sind angegeben, also bekannt. Aber genau diese bekannten Taktraten überschreitet man.

Aber das alleine hat keinerlei Auswirkungen auf irgendwelche Bauteile.

Extrembeispiel:

Wenn ich die Karte ohne Übertaktung in ein schlecht belüftetes Gehäuse packe und zufällig im sonnigen Süden wohnen würde, wird der Chip je nach Kühler andauernd 90ºC oder mehr. Die Karte wird da wahrscheinlich von sich aus Takt zurücknehmen.

Packe ich die Karte in mein Gehäuse mit 7 verbauten Lüftern im ständig 22ºC warmen Raum, dann wird der Chip in seinem ganzen Leben kaum 75ºC sehen. Hier wird die Karte immer mit vollem Turbo-Takt arbeiten, weil sie ihre Wunschtemperatur ohne Probleme halten kann.

Beide Karten wurden durch keine Software übertaktet und kamen aus dem gleichen Werk. Die erste läuft dann die meiste Zeit mit 1000MHz in ihr Temperaturlimit, die zweite fährt ständig ihren Turbo voll aus, sagen wir 1250MHz. Die zweite Karte läuft also ständig 25% schneller als die erste, wird aber trotzdem weniger belastet weil die Temperatur gesünder für den Chip ist. Karte zwei wählt also allein aufgrund der äußeren Gegebenheiten einen höheren Takt.

Nehme ich nun eine dritte Karte hinzu, auf die ich einen richtig fetten Wasserkühler setze, der seine Flüssigkeit mit einer Kältemaschine aktiv kühlt, dann wird der Chip noch maximal 35ºC warm und schafft mit seiner Standardspannung sogar durch Übertaktung 1500MHz. Dann ist diese Karte sogar 50% schneller als die erste.

Die Karte verschleißt aber nicht mehr.
 
Nur weil besser gekühlt wird, ist aber die Belastung nicht niedriger. Die Sache mit dem Knie und dem Eis habe ich nicht umsonst geschrieben.
 
moquai schrieb:
Nur weil besser gekühlt wird, ist aber die Belastung nicht niedriger. Die Sache mit dem Knie und dem Eis habe ich nicht umsonst geschrieben.

Und ich habe leider vergessen, den Sarkasmus zu erwähnen, als ich schrieb:

Einen lebenden Organismus mit einem Grafikchip zu vergleichen ist ja mal besonders schlau.

Es ist natürlich nicht besonders schlau.

Ein Knie wird durch mechanische Kräfte (F=m*a) belastet. Sofern du die Grafikkarte nicht auf den Boden wirfst oder in einen Schraubstock spannst, ist das nicht wirklich der Fall.

Durch den Chip fließt Strom. Was genau wird also deiner Meinung nach durch eine Erhöhung des Taktes ohne Erhöhung der Spannung stärker belastet?
 
Dass das Erhöhen der Taktrate aber auch Einfluss auf den Bedarf an elektrischer Energie hat, ist offensichtlich nicht allen bewusst...

Ist aber so. Also wirkt sich auch das Übertakten ohne Spannungserhöhung negativ auf die Lebensdauer aus, auch wenn das wirklich eher zu vernachlässigen ist.
 
Das die Karte mehr Energie verbraucht ist ja logisch, die Leistung muss ja irgendwo herkommen. ;) Sofern man aber die Verlustleistung in Form von Abwärme kontrolliert abführen kann, belastet das das Netzteil mehr als die Karte selbst. :D
 
Anscheinend haben einige nicht eine Grundregel verstanden.

Ich baue ein Teil, welches für eine gewisse Spezifikation ausgelegt ist. Und wenn dann dieses Bauteil stärker gefordert als vorgesehen wird, dann hat das Folgen, da die Belastung steigt.

Das kann nach dem Motortuning die Kardanwelle sein, der Antriebsriemen einer Harley, höhere Drehzahlen als vorgesehen, Strom durch zu dünne Kabel oder eben Übertaktung.

Und die Sache mit dem Knie/Eis wurde auch nicht verstanden. Denn da geht es nicht um F=m*a.
Nun, dann eben nicht.

Edit: Ich muss noch einen loslassen:

Nennt sich dann Performance Power Kit oder kurz PPK.

Stimmt, ähnlich hat man das schon vor 30 oder 40 Jahren gemacht, da waren es Ölkühler. Damit die Karre nicht so schnell verreckt. Mein Capri hatte einen.
 
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Du hast immer noch nicht geschrieben, welches Teil denn überhaupt stärker beansprucht wird...

Wenn man keine Ahnung und keine Argumente mehr hat behauptet man eben einfach, die anderen hätten nichts verstanden. Dann eben nicht.

Und um dem ganzen die Krone aufzusetzen, bringt man einfach nochmal erst einen Vergleich aus der Mechanik und dann einen aus der Biologie, die mit der Elektrotechnik bestenfalls ein paar Buchstaben gemein haben.

Und extra nur für alle, die Autovergleiche so sehr mögen und obwohl der Vergleich nicht passt: BMW bietet für diverse Dieselmotoren ein Tuning durch ein modifiziertes Steuergerät an, bei dem ein stärkerer Lüfter vor den Kühler gebaut wird, um die höhere Verlustleistung abzuführen. Dabei bleibt die volle Garantie erhalten. Nennt sich dann Performance Power Kit oder kurz PPK.
 
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Valide Argumente? Du hast also welche?

Es ist einfach Tatsache, dass ihr falsch liegt: Eine Erhöhung der Taktrate führt auch ohne Erhöhung der Spannung zu erhöhtem Verschleiß.
Dass man dem mit besserer Kühlung entgegenwirken kann, steht auf einem anderen Blatt.

Wenn eine GPU übertaktet wird, wird sie unter gleichen Bedingungen weniger lange leben, als hätte man sie auf Standardtakt laufen lassen.
Physik und Logik lassen keinen anderen Schluss zu.

Besonders bemerkenswert finde ich immer wieder, wie irgendwelche Behauptungen ohne Begründung als Tatsachen angenommen werden, die dann auch noch mit Engagement weiterverbreitet werden. Natürlich ohne Validierung...
 
Dionysos808 schrieb:
Es ist einfach Tatsache, dass ihr falsch liegt: Eine Erhöhung der Taktrate führt auch ohne Erhöhung der Spannung zu erhöhtem Verschleiß.

Eben, die Bauteile werden nunmal ausserhalb der normalen Spezifikationen betrieben.
 
Dionysos808 schrieb:
Es ist einfach Tatsache, dass ihr falsch liegt

Selten so gelacht.

Dionysos808 schrieb:
Physik und Logik lassen keinen anderen Schluss zu.

Das ist eine eine willkürliche Falschaussage deinerseits. Je nach Auslegung eines Bauteils kann sein Versagen zumindest theoretisch komplett ausgeschlossen werden.

Ich habe ausdrücklich vom Übertakten ohne Spannungserhöhung geschrieben. Es hat immer noch keiner auch nur ein Bauteil genannt, das seiner Meinung nach stärker belastet wird, wenn man gut kühlt.

Keine meiner Grafikkarten war lange genug nutzbar (wegen Leistung oder eigestelltem Treibersupport), um überhaupt Verscheißerscheinungen feststellen zu können.

Bis jetzt erfolgreich "außerhalb der Spezifikationen" betrieben:

ATI X800 Pro
ATI X1950 XTX
AMD HD 4870
AMD HD 5450
AMD HD 5770 (noch in Betrieb)
AMD HD 6850
AMD HD 7870 XT (noch in Betrieb)
 
Bevor Du weiterlachst, kannst Du ja gerne folgendes testen:

Setze Deine GPU auf Standardtakt und setze sie unter Last. Messe den Stromverbrauch an der Steckdose.
Übertakte Deine GPU und setze sie wieder unter Last. Messe noch einmal.

Staune über die höhere Zahl auf dem Messgerät.

Denke nach: Wenn durch ein Bauteil mehr Strom geht als gewöhnlich, wird es dann schneller verschleißen?

Und als letzten Denkanstoß:
Ich übertakte meine Hardware und das sogar noch mit Spannungserhöhung.
Dafür achte ich eben auf gute Kühlung und übertreibe es einfach nicht, dann sind die Auswirkungen auch eher unerheblich.
 
Ich habe doch selbst geschrieben, dass sich der Verbrauch erhöht.

Der Verbrauch steigt übrigens linear mit der Takterhöhung, aber quadratisch mit der Spannungserhöhung.

Mehr Strom bedeutet aber nicht zwingend höheren Verschleiß. Chips verschleißen durch Elektronenmigration. Die wird aber durch eine Erhöhung der Spannung begünstigt.
 
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FW: Wie arg nützt das übertakten der graka?

Dionysos808 schrieb:
Wenn eine GPU übertaktet wird, wird sie unter gleichen Bedingungen weniger lange leben, als hätte man sie auf Standardtakt laufen lassen.
Physik und Logik lassen keinen anderen Schluss zu.

Was sagt eigentlich die Materialwissenschaft dazu? Was nützt mir Logik ohne die Grundlagen. Bei Physik dito.

Eine Annäherung an die Risiken findet m.E. mit der Bereitstellung von Software durch Hersteller (CPU, GPU, Mainboard) statt.

In der Anfangszeit des OC - so mein Zugang seit 486er CPU Chips - war OC noch eine bewusste Falscheinstellung per Jumper oder DIP. Später wurden alle Einstellungen per Software bereitgestellt und damit auch die Manipulationsmöglichkeiten, erweitert durch die Anbieter von OC-Mainboards und OC-Hardware allgemein.

Zwischen GPUs und CPUs sehe ich starke Parallelen in der Übertaktungstechnik wie im Material. Die Toleranzwerte und automatischen Schutzmechanismen haben sich gleichermaßen entwickelt, konnte man früher eine Hardware mit einem falschen Jumper ruinieren, so ist das heutzutage hinsichtlich OC sehr erschwert, in der Spannungsversorgung über die Stecker Stromversorung hat man jedoch noch gute Chancen. :freaky:

Ich habe über alle Generationen von Hardware stets besonnen und maßvoll übertaktet, heute sehe ich die Risiken für Schaden als noch vorhanden, aber sehr gering an. Hohe Spannungen mit resultierenden Temperaturen wirken auch ins Umfeld der Ziel-Chips in Richtung instabilen Betrieb. Weil v.a. (vorhandene) Schutzmechanismen zu spät greifen. Oder man unrealistische Software wie Furmark benutzt, die gezielt "alle Register" eines Chips zieht um ihn zu destabilisieren.

Früher diente "burn in" als eine Methode, OC Taktraten zu stabilisieren, um sie nutzbar zu machen. Zielsetzung dauerhafter Betrieb. Heute sehe ich die Perspektive vorherrschend, die Grenzen eines Chips zu überschreiten, um diese Grenzen als Phänomen zu demonstrieren. Zielsetzung Experiment als Freizeitvertreib.

In meinen nun gut 24 Jahren mit PC Technik hatte ich verschiedentliche Methoden eher ansatzweise als vertieft genutzt, um etwas aus der Hardware herauszukitzeln. Erst mit DC (Distributed Computing) habe ich systematisch auf mehr Effizienz getunt, d.h. den Verbrauch der rechnenden Hardware in den Vordergrund gestellt. Es macht keinen Sinn, GPUs nur deshalb zu übertakten, weil man es kann. Sondern nur dann, weil man es braucht. Undervolting sehe ich als weit zielführender an, Kosten zu sparen, Lärm durch laute Lüfter zu sparen, bei dennoch hinreichender Leistung (wofür auch immer).

Die Ausgangsfrage hier war eine GTX750Ti, Link zum CB Testbericht, ein Maxwell Chip der von Nvidia selbst als übertaktungsfreudig bezeichnet wurde:

  • "NVIDIA GPU Boost 2.0
    Diese innovative Technologie sorgt für maximale PC-Gamingleistung mit präzisen Steuerungsmöglichkeiten. GPU Boost 2.0 überwacht intelligent die Arbeitslast anhand fortschrittlicher Parameter wie Solltemperatur des Grafikprozessors, Übertaktung und Überspannung um sicherzustellen, dass der Grafikprozessor maximale Leistung liefert." (Quelle nvidia.de)
Solche Hardware ist demnach vom Hersteller auf Übertaktung ausgelegt. ;)

Nvidia GPUs haben sich als logische wie praxisrelevante Ergänzung in der Vergangenheit als "übertaktungsrobust" erwiesen. Nun, im konkreten Falle bei einer auf Effizienz designten Hardware, die fern von maximalen Verbrauchswerten wie maximalen Temperaturen trotzdem auf "maximale Leistung" ausgelegt ist, könnte man schließen, diese Hardware nähme (Konjunktiv) keinen Schaden durch Übertaktung. Solcher Taktwerte, die der Hersteller vorgesehen oder zumindest für die Zukunft geplant hat. Historisches Glück wie beim Celeron300A ausgenommen. ;)

Würde sie Schaden nehmen und die Rücklaufquoten in der Garantiezeit wären entgegen aller bekannten Fakten gigantisch hoch, wir wüssten es aus den Foren und über die berichtenden Redaktion. Vorreiter für Übertaktungsversuche sind oft early adopter, professionelle Übertakter, Benchmarker wie auch Preisfüchse, die sich "leistungsschwache" Hardware kaufen, in der Hoffnung Geld zu sparen durch Meidung der angeblich leistungsstärkeren und teureren Mittel- oder Oberklasse. Was in Praxis unter bestimmten Bedingungen aufgehen kann, Beispiel bei Maxwell Chip die Modellreihe GTX 970 vs. 980.

Besitze selbst noch eine GTX 650TI, eine GTX 970 hatte ich mehrere Wochen, bis zur Rückgabe wg. des RAMGate. OC Verhalten mit Kontrolle der Lüfter und Temperaturen ist und war schlicht bombastisch. Schäden Null. Behaupte ich frech. Ich hatte noch keinen GPU Schaden durch Übertaktung. Ich hatte noch überhaupt keinen GPU Ausfall mit von mir gekaufter Neuware. Trotz 24/7 Betrieb mit den stromhungrigen Geforce 9800GX2 Karten, die für folding u.a. DC Projekte gerechnet hatten. Ja, sie waren instabil bei sehr hohen Temperaturen (niedrige Grenzwerte), aber nach Absenkung der OC Takte war das zu beheben, richtig weitergerechnet haben sie trotzdem (Gegentest bei den DC Projektbetreibern sind standard). Die Problemlösung bei OC war früher ausreichend Kühlung. Und ich sehe das heute ganz ähnlich.

Pauschal zu sagen, diese oder jene Hardware nähme keinen Schaden oder nähme garantiert einen Schaden sind m.M. falsch. Es gibt Risiken, es gibt Berichte von Ausfällen (oft von hardcore Gamern oder Overclockern), diese Risiken sind unbestreibar. Weil - so meine Erklärung - es beim Betrieb von Hardware unvermeidliche Abnutzungserscheinungen gibt. Staub sehe ich als größtes Risiko an. Mangelnde Kühlung mit Überhitzung betrifft aber auch normal getaktete Hardware. :rolleyes:

Jene Hardware mit (a) sehr großem Stromhunger (Orientierungsgröße Maximalverbrauch unter Last) und (b) ungeeigneten Kühlertechniken (Kontakt, Kühlkörper an sich, Montagerichtung innerhalb Gehäuse, Softwaresteuerung usw.) sehe als schadensriskant an.

Moderne GPUs haben m.E. ein sehr niedriges Schadensrisiko, ausser ... sie haben schon bei Auslieferung (1) Mängel an der Kühltechnik sowie (2) Mängel bei der Lüfteransteuerung. Das (3) falsche weil überzogene Spannungsniveau als Toleranzwert für die vom Hersteller gewünschte (!) Übertaktbarkeit kann man mit Undervolting für sich lösen. Solange die BIOS Versionen editierbar bleiben.

Maxwell im GTX750TI würde ich als risikoarm einstufen. Verbunden mit niedrigen Ansprüchen an die Netzteil Versorgung. Doch es nützt dem Betroffenen wenig, der einen Schaden hat. Übertaktet man besonnen und maßvoll .... kann (noch) weniger passieren. Logik. Lässt man die Kühlkörper einstauben und das Gehäuse ist undurchlüftbar, steigt das Risiko wieder. Ergo kann man vieles beachten, vieles richtig machen und dennoch einiges falsch machen. Objektiv haben die Hersteller in ihr Chip Design das Übertakten durch den Käufer, v.a. durch Software Tools, eingerechnet und unterstützen es sogar.

Verschwörungstheoretiker oder Obsoleszenz Kritiker können dann - folgerichtig - Absicht vermuten, die Hersteller lassen ihre Käufer bewusst die Hardware zerstören (die Lebenszeit verkürzen), damit Folgeprodukte noch Absatz finden. Dem widerspricht m.M. die Lebensdauer auf dem ersten und zweiten Markt. Vorsichtig wäre ich auf Verramsch-Absatzkanälen unter Ausschluß von Rückgaberechten.

Solche Absichten sehe ich als unglaubhaft an. Die Hersteller wissen zwar sicher mehr als wir Käufer als Lebenszyklen von intensiv genutzter wie intensiv übertakteter Hardware. Doch auch in der DC Szene sind solche Erfahrungswerte vorhanden. Beispiel das GPUgrid Projekt mit Nvidia Hardware. Mir wäre neu, dass durch OC die Lebenszeit drastisch verkürzt wird. Folgephänomene wie oben erwähnt, Temperaturprobleme mit instabilem Betrieb, sind weit geteilte Erfahrungen.

fps zu produzieren ist Schwerstarbeit, DC Aufgaben sind oft weniger anspruchsvoll, dennoch ist ein andauernder Lastbetrieb hinsichtlich Temperaturen deutlich belastender. Und ebendiese Aufgaben bewältigen GPUs ohne irgendwie auffallende Ausfallraten. Abstürze hingegen hat sicher schon jeder erlebt. Nach Neustart und Beseitigung etwaiger Ursachen (Lüfterautomatik, Lüfterprofil, Enstaubung, Abluft Management im Gehäuse usw.) läuft i.d.R. die Hardware wie gewohnt. Höchstens das Betriebssystem hat beim Absturz Schaden genommen.

Lange Rede, kurzer Sinn, das Übertakten schadet einer Grafikkarten im Rahmen der Hersteller Spannweiten höchstens im kleinstelligen Risikobereich. Je höher die Spannungen mit tatsächlicher Last umso höher die Temperaturen umso kritischer die Kühlung bis zum ... Absturz. Echte Schadensfälle sind m.E. Einzelfälle. Wer mir Zahlen als Gegenbeweis liefern kann, bitte her damit.

In Zeiten, in denen für jeden GPU Takt die jeweils "richtige" im Sinne von notwendiger Spannungsversorgung durch die Ansteuerung bereitgestellt wird, kann man sich m.M. sehr risikoarm dieser Takt- und Spannungsstufen bedienen und beruhigt übertakten. Es wird immer Zeitgenossen geben, die es übertreiben. Und das Entstauben vergessen. Oder einen Regler einfach an den rechten Rand schieben, nur weil es eben geht.

Erfolgreiches Übertakten sehe ich in einer Kette von Faktoren:
  • geeignete Modelle (Kühlung, BIOS, Qualitätsfertigung insbesondere Spannungsversorung auf Platine)
  • Backup (BIOS, Daten-/Festplattensicherung)
  • bedenkenlos leistungsfähiges Netzteil
  • KnowHow auf der Basis von Fremderfahrungen
  • Muße zu systematischen Testreihen
  • Verzicht auf "hardwarefressende" Last-Software (Beispiel Furmark)
  • Verzicht auf das letzte Quentchen an sog. Leistung, die absolut ineffzient bereitzustellen wäre
Dann entdeckt man auch Spaß und vergisst die Ängste um Schaden und Verlust. :) Trotzdem: immer reflektieren, was man tun, Freiheit zu tun was man will und Verantwortung dafür übernehmen gehören zusammen. Good OC. :daumen:
 
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