News Intel: Tausende Entlassungen bis zum Jahresende erwartet

de la Cruz schrieb:
In Wahrheit wandert die Kaufkraft bei zurückgehenden Umsätzen schlicht und einfach ab zu anderen Produkten, damit dann neue Arbeitsplätze geschaffen oder alte substituiert werden !

Du meinst also, dass das Geld welches Intel einspart, dem Wirtschaftskreislauf zugeführt wird und nicht einfach mal als Rücklage gehalten wird? Oder noch schlimmer, ausgezahlt wird an Menschen die deswegen nicht mehr konsumieren, da sie schon genug haben?

Zurzeit ist das Rückhalten von Geld sehr beliebt in allen Branchen und Unternehmensgrößen. Das beeinflusst nicht die Kaufkrauft? Unwahrscheinlich.
 
hallo7 schrieb:
Du meinst also, dass das Geld welches Intel einspart, dem Wirtschaftskreislauf zugeführt wird und nicht einfach mal als Rücklage gehalten wird? Oder noch schlimmer, ausgezahlt wird an Menschen die deswegen nicht mehr konsumieren, da sie schon genug haben?

Speziell im Falle Intel kann man sagen, dass die zurückgehenden Umsatzvolumen des Unternehmens nicht nur durch die Nachfrage nach Herstellern von Chips für mobile Geräte, für die Intel sichbisher nicht positionieren konnte, mehr als nur kompensiert wird. in so hohem Maße, wie die Nachfrage nach mobilen Prozessoren steigt, sind ja nun die Geschäfte Intels in keiner Weise zurückgegangen. Da spielen dann auch noch andere Faktoren mit, auf die hier einzugehen den Rahmen des Themas bei weitem sprengen würde.



hallo7 schrieb:
Zurzeit ist das Rückhalten von Geld sehr beliebt in allen Branchen und Unternehmensgrößen. Das beeinflusst nicht die Kaufkrauft? Unwahrscheinlich.

Erstens würde ich Dich mal fragen, woher Du diese Behauptung hast, und ich denke, Du würdest einen stichhaltigen Nachweis uach nicht liefern können; zum anderen ist es ja grundsätzlich so, dass Perioden des Sparens und des Entsparens in unterschiedlichsten Auswirkungen natürlich zu jeder wirtschaftlichen Betrachtung von Verbraucherverhalten gehören und nicht unbedingt mit der jeweiligen Situatio kongruent gehen müssen. Auf lange Sicht gesehen kann man diese Perioden aber zemlich vernachlässigen, weil sie sich unterm Strich letztlich immer wieder kompensieren. Natürlich können periodenbezogen hierdurch dennoch Sonderentwicklungen eintreten.
 
Es wurde schon von anderen erwähnt, dass die Dividende bei Intel sehr gering sei.

Der Vorstand hat im Sinne der Aktionäre zu handeln (sonst ist er nicht lange Vorstand und das ist nicht in seinem Sinne) und die wollen eine Wertsteigerung der Aktie (also des Unternehmens) oder ein hohe Dividende (die ja aber, glaubt man nun anderen, bei Intel sehr gering sei).

Also wie erreicht der Vorstand seine Aufgabe den Wert den Unternehmens zu steigern? Bestimmt nicht dadurch grundlos Rücklagen zu bilden (die hätte man sonst schon als Dividende auszahlen können, zudem würden die Rücklagen auch aufgrund der Inflation schleichend schwinden), sonder durch Investition z. B. in Forschung und Entwicklung oder modernere Maschinen und Fertigungsmöglichkeiten.

Kurz gesagt: Ja. Jeder der mehr als zwei Schritte weit denkt wird sehen, dass das gesparte Geld wahrscheinlich (größtenteils) in Produktionssteigerung investiert wird und dort eben neue sinnvolle Stellen schafft.
 
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de la Cruz schrieb:
Erstens würde ich Dich mal fragen, woher Du diese Behauptung hast, und ich denke, Du würdest einen stichhaltigen Nachweis uach nicht liefern können;

Was ich auf die schnelle finden konnte. Lesen und verstehen (nicht nur auf D achten, EU weit zum Beispiel ist es viel schlimmer).

https://www.destatis.de/DE/Publikationen/Thematisch/VolkswirtschaftlicheGesamtrechnungen/Inlandsprodukt/InvestitionenPDF_5811108.pdf?__blob=publicationFile

http://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Monatsberichte/2014/03/Bilder/b03-abb05-bruttoanlageinvestitionen-privater-sektor.jpg?__blob=square&v=4

https://de.statista.com/infografik/3744/seed--startup--und-early-stage-venture-capital-investitionen-in-usa-und-europa/ (natürlich nur ein Teilbereich der Wirtschaft, aber es schwierig Gesamtstatistiken zu finden)

Konkrete Beispiele: Apple oder Google

http://www.computerwoche.de/a/investoren-schielen-auf-googles-milliarden-ruecklagen,3070726

Ein Großteil deren Gelder steht übrigens nicht für Investitionen zur Verfügung da sie irgendwo (Steuervermeidung eben) parken. Die Ausschüttung an Investoren ist in der Regel besser, da die dann in andere Unternehmen investieren könnten. So investiert weder Apple noch die Investoren... (Apple hat ziemlich lange große Mengen an Geldern zurückgehalten bevor sie zumindest teilweise eingelenkt haben)
Wobei das jetzt nur als kleine Anschauung dienen soll, es steckt ja wesentlich mehr dahinter. http://www.gegenblende.de/++co++f5309b44-1ed3-11e3-8df6-52540066f352/scaled/size/599 Das ist sicherlich auch ein Problem.
 
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Das ist doch nur der ganz normale Fortschritt!

Intel investiert seit Jahren Milliarden auch in die Produktion, zuletzt 2 Milliarden Dollar in die D1X Module 2 Fab und den neuen 450 mm, 14 nm/10 nm (Wafer, node) Prozess, also in immer größerer Waferfertigungsanlagen auf denen immer kleinere Chips produziert werden. Wer hat bitte ernsthaft erwartet, dafür brauch man auch ewig die selbe Anzahl an menschlichen Arbeitern?

Natürlich werden dadurch viele Menschen arbeitslos (in den alten 300 mm Fabs), genau wie früher schon die Kutscher und Gerber. Wir leben einfach in keiner Zeit mehr, in der sich der Mensch ausschließlich über seine Arbeit definieren sollte!

Arbeit ist eben nur noch ein Lebensabschnitt, die kreative Auszeit für wenige Auserwählte, die anderen die Welt erträglich machen. Die Umverteilung der Profite dafür bleibt aber Aufgabe des Staates, nicht Intel!

In 100 Jahren wird man die Chips vermutlich wie Briefmarken herstellen, von einer einzigen Stempelanlage in der Welt, bedient von 10 Arbeitern. Wer wird dann noch über die fehlende Vollbeschäftigung jammern?
 
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Artikel-Update: Das Unternehmen hat Pläne für die Entlassung von weltweit rund 12.000 Mitarbeitern bis Mitte 2017 bestätigt. Damit sollen im Rahmen der Umstrukturierung des Konzerns jährlich langfristig 1,4 Milliarden US-Dollar eingespart werden.
 
hab ich das richtig gerechnet, dass diese 12.000 Mitarbeiter im Schnitt 9700$ / Monat bekommen?

WTF ich muss bei Intel anfangen!

edit: Ok, noch einmal drüber nachgedacht, dort fließen ja auch Beträge für den Arbeitsplatz und die Lohnnebenkosten ein, aber trotzdem.
 
badboypr schrieb:
edit: Ok, noch einmal drüber nachgedacht, dort fließen ja auch Beträge für den Arbeitsplatz und die Lohnnebenkosten ein, aber trotzdem.
Da fließt eigentlich alles mit rein, was man irgendwie einem Arbeiter zuschreiben kann und wenn es nur eine fiktive Zahl ist wie "1,4 Milliarden US-Dollar" :rolleyes:

Intel hat es nötig, vielleicht sind ja ein paar schlaue Füchse dabei die entsprechend bei AMD anfangen können :lol:
 
Die jährlichen Einsparungen gehen dann mindestens zur Hälfte für die Vorstandsboni wieder drauf.
 
Auch wenn Du diese Aussage wohl nich ernst gemeint hast, gehört sie doch zu jenen blödsinnigen Behauptungen, mit denen immer wieder dazu aufgerufen wird: Ignoranten der ganzen Welt vereint Euch !
 
updater14 schrieb:
Intel hat es nötig, vielleicht sind ja ein paar schlaue Füchse dabei die entsprechend bei AMD anfangen können :lol:
Zu einem Unternehmen, welches vom Markt her im selben Bereich tätig ist und somit in der selben Situation und dazu noch seit Jahren schon abbaut und eventuell Personal bei Intel abgebaut wird, mit denen AMD gar nichts anfangen könnte (Fertigung). Eher unwahrscheinlich.
 
Danke Marktwirtschaft, nach den Letzen sehr guten Quartalszahlen steht das Management unter Druck, und muss demnächst noch einen drauflegen. Da Intel sich am Server und PC markt ausruhen kann, braucht man die 12000 Menschlichen Werkzeuge einfach nicht mehr.
Mit unbefristeten Verträgen wäre das wohl alles nicht so weit gekommen.
 
Irgendwie ist Intel doch selber Schuld das der Umsatz zurückgegangen ist, gutes Beispiel Skylake, da wurde Material schon eingespart das die Prozessoren unter starken Druck von Kühler beschädigt werden und gleichzeitig das Board mit in den Tot rissen. Wer kauft sich einen Prozi wo eingepart wurde und hier schon von so einer Berichterstattung der Image Schaden vorprogrammiert gewesen ist kein Wunder dann das Umsatz zurück geht. Desweiteren waren die Skylakes bei Verkaufsstart einfach überteuert und eine hohe Mehrleistung trotz niedriger Fertigungstechnik konnten sie fast nicht aufweißen gegenüber Haswell oder Broadwell, ein Prozi kostet in der Herstellung nicht einmal 50€. Tja da sieht man dann mal wie viel Intel eigendlich für einen Gewinn draufhaut!
 
Woran es wohl liegt, dass trotz "Fastmonopol" der PC Markt bröckelt...?
Liegst vielleicht dran, dass man ständig neue Prozessoren rausbringt, die wieder mal 5% schneller sind und 5% sparsamer?
Es macht fast Null unterschied ob man mit einem i7 2700 spielt, oder mit einem i7 6700, obwohl er 4 Generationen weiter ist.
Ich vermute stark, die Strategie dahinter ist den Weg für Octacore Prozessoren zu ebnen, so lange Quacore Prozessoren noch viel Strom vebracuhen, macht es wenig Sinn einen Octacore rauszubringen, der vielleicht 20% schneller ist.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Kudel schrieb:
Es macht fast Null unterschied ob man mit einem i7 2700 spielt, oder mit einem i7 6700, obwohl er 4 Generationen weiter ist.

Der Markt für Spiele-PCs ist nur ein sehr geringer Brauchteil des PC-Markts. Aber der Markt ist nunmal rückläufig. Virtuelle Desktops, verstärkte Nutzung mobiler Geräte etc. sind da aher die Ursachen. Der Trend geht halt weg vom PC für jeden Mitarbeiter bzw. Fatclients generell.

Die Leistungssteigerungen sind für Büro-PCs eh nicht relevant. Mein Notebook hier läuft mit nem i5-2520M, für die meisten Anwendungsgebiete würde an sich auch ne AMD APU genügen.

In Workstations laufen dann XEON CPUs, die werden also eher dem Servermarkt zugeordnet.
 
Gute Zahlen und trotzdem Entlassungen.
Da steckt mehr dahinter, zB. ein Strategie-Wechsel oder ein CPU-Design, das mehr Bereiche gleichzeitig abdeckt als die bisherigen Designs?


diese "langfristigen" Einsparungen....als ob die Arbeit der Mitarbeiter keinen Gewinn erwirtschaftet wei die Quartalszahlen belegen.
 
Hito schrieb:
diese "langfristigen" Einsparungen....als ob die Arbeit der Mitarbeiter keinen Gewinn erwirtschaftet wei die Quartalszahlen belegen.

Langjährige Mitarbeiter entlassen, billige frische (ein halbes Jahr später) wieder einstellen. Können am Ende sogar die selben sein, hauptsache der Vertrag ist günstiger, hab ich alles schon selbst miterlebt (zum Glück nicht am eigenen Leib).
Das spart langfristig gewaltig viel ein, bei wenig Know-How Verlust.
 
AshS schrieb:
In 100 Jahren wird man die Chips vermutlich wie Briefmarken herstellen, von einer einzigen Stempelanlage in der Welt, bedient von 10 Arbeitern. Wer wird dann noch über die fehlende Vollbeschäftigung jammern?


Vermutlich alle, die keine Arbeit haben. Denn Arbeitsplätze und ein Vollzeitjob sind immer noch das Mantra unserer Gesellschaft. Obwohl inzwischen klar ist, Vollbeschäftigung für alle wird es nie wieder geben.
 
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