Ein Adressdekoder ist eine häufig verwendete Komponente in der Mikroelektronik, die zur Auswahl von Speicherzellen in wahlfrei adressierbaren Speicherbausteinen verwendet wird. Eine solche Speicherzelle besteht aus einer festen Anzahl von Speicherelementen oder Bits. Der Adressdekoder ist mit einem Adressbus verbunden und liest die dort angelegte Adresse. Über eine spezielle Schaltlogik berechnet er aus dieser Adresse, auf welche Speicherzelle zugegriffen werden soll. Daraufhin wählt er diese Zelle aus, indem er sie über eine spezielle Steuerleitung auswählt. Diese Leitung wird auch als Select-Leitung bezeichnet. Nach welcher Logik die Auswahl der Speicherzelle erfolgt, kann - je nach Dekodertyp - unter Umständen programmierbar sein.