In diesem Artikel sind die Berufsbilder der Informatik zusammengefasst. Einige größere Beiträge sind in extra Artikel ausgelagert, die hier lediglich verlinkt wurden. Diese Seite dient dazu, einen Überblick der Berufe in der Informatik zu bekommen.
Inhaltsverzeichnis |
Die Ausbildung dauert 2 bis 3 Jahre und führt zu einem gesetzlich geregelten Berufsabschluss mit staatlicher Prüfung. Neben verschiedenen Berufen mit der etwas irreführenden Bezeichnung "Assistent" gibt es den Informatiker mit dem Zusatz einer bestimmten Fachrichtung wie z. B. Wirtschaftsinformatik oder Multimedia. Vorausgesetzt werden je nachdem ein mittlerer Bildungsabschluss oder die Fachhochschulreife. Die Ausbildungen sind anspruchsvoll und generell auf Techniker- bzw. FH-Niveau. Für weitere Informationen siehe die Linkliste unten.
Mit neuen IT-Berufen werden eine Anzahl von Berufsausbildungen bezeichnet, die 1997 gesetzlich geregelt wurden. Die Einführung der neuen Berufsbilder hatte zum Ziel, speziell Unternehmen aus der Informations- und Telekommunikationsbranche neue Fachkräfte zur Verfügung zu stellen. Einige dieser neuen Ausbildungsberufe betonen entweder bestimmte Fachbereiche der Informatik oder aber die kaufmännischen Aspekte und den Kontakt zum Kunden.
Die neu eingeführten Ausbildungsberufe sind
Für Details zum Ausbildungsberuf siehe Fachinformatiker.
Seit dem 12. Juli 1999 gibt es im Handwerk den Ausbildungsberuf des Informationselektronikers, der Ebenfalls in den Bereich der IT-Berufe fällt, allerdings stärker auf die Reparatur und Installation von, unter anderem, Geräten und Netzwerken ausgelegt ist.
Die neuen Berufsbilder wurden im Höhepunkt des Internet- und EDV-Booms in den 1990ern eingeführt, um den veränderten Anforderungen der Unternehmen nachzukommen. Der bis dahin angebotene IT-Beruf Datenverarbeitungskaufmann wurde damit abgeschafft. Die Berufe versuchen - mit unterschiedlichen Schwerpunkten -, die kaufmännischen Aspekte mit Fachwissen aus der EDV zu verbinden. Dabei ist z. B. der Beruf des Informatikkaufmanns speziell auf den Umgang mit dem Kunden ausgelegt. Das Angebot wurde von vielen Firmen angenommen, doch wenige Jahre später folgte die Ernüchterung. Negativ veränderte Wirtschaftsdaten, das Platzen der Dotcom-Blase sowie das Unverständnis über den Aufbau der neuen Berufsbilder führte dazu, dass viele Auszubildende nach erfolgreicher Abschlussprüfung nicht übernommen wurden. Zudem gibt es große Know-How Unterschiede bei den Auszubildenden, bedingt dadurch, dass der Anteil an Abiturienten an diesen Lehrberufen verhältnismäßig hoch ist.
Mit der Regelung dieser Ausbildungsberufe kamen auf Bildungseinrichtungen und Berufsschulen neue Anforderungen zu. Die schnelle technische Weiterentwicklung und die allgemeine Dynamik dieser Branche stellen sehr hohe Anforderungen an die technische Ausstattung und an die Fortbildung der Ausbilder. Hinzu kommen ungeklärte Fragen zur pädagogischen Aufbereitung der sehr anspruchsvollen Ausbildungsinhalte.
Deshalb war auch die Einführung dieser Ausbildungsberufe nicht ohne Probleme. Die Inhalte der zentralen schriftlichen Prüfungen stehen weiterhin in der Kritik, und die Bewertung von Projektarbeit und Präsentation wirft in der Praxis deutliche Probleme auf (z.B. Vergleichbarkeit). Zudem beschreitet Baden-Württemberg einen Sonderweg bei den Prüfungen, weshalb die Berufsqualifikationen bundesweit nicht vergleichbar sind.
Das Grundkonzept dieser Berufe mit Kernqualifikationen (50% gemeinsame Ausbildungsinhalte), Spezialisierung, und der Betonung von projektorientiertem Arbeiten und Präsentation der Arbeit ist jedoch wegweisend und wurde für andere Berufe übernommen.
Viele in der IT-Branche Beschäftigte üben ihren Beruf auch ohne eine einschlägige und anerkannte Ausbildung aus. Dies liegt vor allem daran, dass es sich um eine relativ junge Branche handelt und vor allem geordnete Ausbildungsberufe erst seit wenigen Jahren bestehen. Diese sehr vielfältigen Berufsbilder, für welche nicht grundsätzlich eine bestimmte Ausbildung vorausgesetzt wird, werden oft als IT-Experte (IT-Fachkraft) oder IT-Berater bezeichnet. In der Praxis haben sich außerdem Produkt- oder Herstellerzertifizierungen als Merkmal für spezielle Qualifikationen durchgesetzt.