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Bootstrapping (Informatik)

26. Mär 2008, 12:53

Bootstrapping bezeichnet in der Informatik einen Prozess, der aus einem einfachen System ein komplizierteres System aktiviert. Es ist eine Lösung für das Henne-Ei-Problem, ein System durch sich selbst zu starten. Der Ausdruck wird oft für den Startvorgang eines Computers verwendet, bei dem ein Mechanismus zum Starten der Software benötigt wird, die für das Starten von weiterer Software verantwortlich ist (Betriebssystem).

Der englische Begriff bootstrapping spielt auf die Legende von Baron Münchhausen an, der sich an seinen eigenem Schopf samt Pferd aus dem Morast gezogen haben soll. Erste Verwendung im Computer-Jargon fand er in den frühen 1950er-Jahren durch die Kurzgeschichte By His Bootstraps von Robert A. Heinlein, die erstmals 1941 veröffentlicht wurde.

[Bearbeiten] Definition

Abstrakt versteht man unter Bootstrapping die iterative Vermehrung einer Startmenge M mit Hilfe einer Regelmenge R. In jedem Schritt werden mittels R aus M neue Elemente generiert, welche der Menge M anschließend hinzugefügt werden. Danach beginnt der Prozess erneut. Das Wachstum der Menge M ist damit anfangs exponentiell. Die Iteration bricht ab, wenn keine neuen Elemente aus M mehr erzeugt werden können.

Ein Nachteil dieses Verfahrens ist eine ebenfalls exponentielle Fehlerfortpflanzung, da sich die Menge aus sich selbst heraus generiert. Ein kleiner Fehler zu Beginn kann somit das komplette Ergebnis unbrauchbar machen.

[Bearbeiten] Siehe auch

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