Die Computer der CBM-600-Serie sind Mikrocomputer bzw. Personalcomputer aus den frühen 1980er Jahren, aus der Zeit kurz nach Einführung des IBM-PC. Sie arbeiten intern mit einem 8-Bit-Mikroprozessor - der IBM-PC kam hingegen 1981 als 16-Bit-Rechner heraus.
Die CBM 600-Serie war die professionellere Ausgabe der nie in Serie gegangenen CBM-500-Serie. Im Gegensatz zu den 500ern besaß sie keinen Joystickanschluss mehr. Durch eine Tochterplatine konnten die Rechner mit einem 8088- oder Z80-Prozessor ausgestattet werden, um CP/M-Programme betreiben zu können.
Als Massenspeicher wurden wie bei den Vorgängern der CBM-8000-Serie die CBM-Diskettenlaufwerke verwendet.
Durch die beginnende Konzentration des Marktes auf den IBM-PC und seine Nachbauten war diesen Rechnern kein großer Verkaufserfolg mehr beschert. Mit einer recht bequemen BASIC-Programmiersprache ausgerüstet, waren sie aber punktuell bis in die frühen 1990er Jahre von Bedeutung, u. a. zur Steuerung von Laborausrüstungen und Messgeräten aufgrund ihrer, bei Modellen anderer Firmen kaum vorhandenen, IEEE-488-Schnittstelle.
Inhaltsverzeichnis |
Der gesamte Speicher ist in sogenannte Segmente (oder "Banks") unterteilt. Jedes dieser Segmente umfasst einen Adressraum von 64 KByte. Es können maximal 16 solcher Segmente verarbeitet werden. Diese Segmente sind von 0 bis 15 durchnummeriert. Jedes Segment hat eine feste Bedeutung, die (zum Teil) vom implementierten Speicherausbau abhängt.
Bei CBM 610 mit 128 KB gilt die Aufteilung:
Bei Modellen mit 256 KB RAM ist Segment 1 identisch mit den 128-KB-Modellen
Bei allen Modellen wird das Segment 15 identisch als Systemsegment verwendet. Darin sind der BASIC-Interpreter, der Editor, der Kernel (Betriebssystem), die E/A-Bausteine sowie die Systeminformation (Zero-Page etc.) enthalten.
In der englischsprachigen Ausgabe des Bedienerhandbuchs (COMMODORE 500/600/700 SERIES USER'S GUIDE) von 1983 ist zu lesen, dass viele Programme des C-64 für die Commodore-CBM-500-Serie erhältlich sein sollen. Ebenso sollten die Programme der CBM-8000er-Serie für die 600er Serie konvertiert werden. Ferner sollten Assembler und ein BASIC-Compiler erhältlich sein.
Folgende Programme waren geplant:
Die Modellnummern lauteten wie folgt:
PET/CBM: KIM-1 | PET 2001 | CBM 3000 | CBM 4000 | CBM 8000 | MMF 9000 CBM II: CBM 500∗ | CBM 600 | CBM 700 | CBM 900∗
Heimcomputer: VC 10 | VC 20 | C64 (SX, GS♦) | 264-Reihe (C16, C116, Plus/4) | C128 | C65∗
Amiga (Übersicht): 1000 | Sidecar | 500 | 2000 | CDTV♦ | 600 | 3000/T/UX | 1200 | 4000 | CD³²♦
IBM-kompatibel: PC-1 | PC-10 bis PC-60 | x86LT | A 1060
Peripherie: Laufwerke: Datasette | VC15xx (VC1540/41, VC1551, VC1570/71, VC1581) | SFD100x (SFD1001, SFD1002) | CBM 2020 bis 8250 | A570 | A3070
Drucker: MPS-Serie | MPS 801 | CBM-8000-Serie | VC1520
Sonstige Hardware: Zorro-Bus | RAM Expansion Unit | Commodore-Maus | Monochrom- und Farb-Monitore | Lautsprecher A10 | Mehrfachbenutzersysteme (MBS)
Historische Hardware: Schreib- und Tischrechenmaschinen | LED-Uhren | Konsole Commodore 2000k| Schachcomputer
Chips: MOS Technology | VIC | VIC II | TED | VDC | SID | PIA | VIA | TPI | CIA | ACIA | Agnus (Blitter, Copper) | Paula | EHB-Modus | HAM-Modus Chipsätze: OCS | ECS | AGA
Software: Commodore BASIC | Commodore Basic V2 | Kernal | CBM-ASCII (PETSCII) | GEOS | Commodore DOS | AmigaOS | Kickstart | Workbench | ARexx | AmigaGuide | AMIX
Für Lexikon-Artikel gilt die Lizenz „Creative Commons Attribution/Share Alike“.
Die Wikipedia ist eine Enzyklopädie, deren Inhalte frei nutzbar sind und es immer sein werden.