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Chipfabrik Frankfurt (Oder)

2. Okt 2008, 00:29

Die Chipfabrik Frankfurt (Oder) (Communicant Semiconductor Technologies AG) war ein Großprojekt der brandenburgischen Landesregierung, das im Herbst 2003 endgültig scheiterte. Ursprünglich wollte die Landesregierung eine im Frankfurter Institut für Halbleiterphysik (IHP) entwickelte Technologie verwerten und auf diese Weise Arbeitsplätze in der Region schaffen.

1959 wurde auf der grünen Wiese in Markendorf bei Frankfurt (Oder) das VEB Halbleiterwerk Frankfurt (Oder) (kurz VEB HFO) errichtet. Das VEB HFO gehörte seit 1978 zum Kombinat Mikroelektronik Erfurt. Bis zum Jahr 1989 wuchs das Werk mit 8000 Mitarbeitern zum größten Produzenten von Mikroelektronik in der DDR an. Nach dem Ende der DDR gab es für das Werk keine Zukunft mehr. Intel und ein arabischer Großinvestor (DAFZA=Dubai Airport Freezone Authority) konnten von der Landesregierung als Partner für eine Foundry gewonnen werden. Frankfurt war durch das vorhandene gut ausgebildete Personal und vor allem durch die Nähe des IHP, wo die entscheidende Technologie entwickelt worden war, ein attraktiver Standort. Das Projekt scheiterte schließlich daran, dass eine Bürgschaft des Bundes zur Besicherung des Fremdkapitals nicht zustande kam.

Nachfolger des VEB Halbleiterwerk Frankfurt (Oder) waren bis heute die SiMI Silicium Microelectronic Integration GmbH, die Megaxess GmbH Deutschland, und die MSF Microtechnology Services Frankfurt (Oder) GmbH. Im November 2006 kauft das Hamburger Solarenergieunternehmen Conergy das Gebäude und errichtet eine Produktionsstätte für Solarzellen und -module mit ca. 1000 Mitarbeitern.

Siehe auch: Robotron, Polyplay

[Bearbeiten] Literatur

Valerius, G., Gleiche Chancen ungleich genutzt? : erwerbsbiographische Mobilitätspfade im ostdeutschen Transformationsprozeß zwischen 1990 und 1996 ; Studie zum beruflichen Verbleib einer ausgewählten Ingenieurgruppe des VEB Halbleiterwerk Frankfurt (Oder), Arbeitsberichte FIT, Frankfurt Oder, 1998, Viadrina; No. 98,2

[Bearbeiten] Weblinks

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