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Compilerbau

4. Nov 2008, 11:42

Der Compilerbau, deutsch Übersetzerbau, ist eine Disziplin der Informatik. Sie beschäftigt sich mit dem Entwurf und der Programmierung von Compilern, die einen Quellcode (ein meist in einer höheren Programmiersprache verfasstes Programm, also einen Quelltext) in einen Zielcode (meist eine weniger ausdrucksstarke Sprache, vorrangig Maschinensprache) umsetzen.

Für den Compilerbau stehen Softwarewerkzeuge (zum Beispiel Parsergeneratoren) zur Verfügung, die aus Spezifikationen Teile eines Compilers wie lexikalische Scanner oder Parser erzeugen (oft fälschlicherweise als Compiler-Compiler oder Compilergenerierung bezeichnet). Dazu gehören:

  • Lex – ein Scannergenerator; Open-Source-Alternative: Flex
  • YaccYet Another CompilerCompiler, ein Parsergenerator; Open-Source-Alternative: GNU Bison
  • JavaCCJava CompilerCompiler, ein CC implementiert in Java mit vielen Möglichkeiten, der u. a. Scanner- und Parsergenerator vereint.
  • Coco/R – Scanner und Parsergenerator für C#, Java, C++, Oberon, Delphi, Ada, Ruby, Unicon. Ist unter einer erweiterten GPL verfügbar.
  • ANTLR – Another Tool for Language Recognition – Parsergenerator für C, C#, C++, Objective C, Java, Python, Ruby, LISP, Perl, PhP, Oberon, Ada95

Echte Compilergenerierung, also die automatische Generierung eines vollständigen Compilers aus einer formalen Spezifikation, ist noch Forschungsgebiet, z. B. an der Universität der Bundeswehr die Projekte JACCIE und SIC.

[Bearbeiten] Literatur

[Bearbeiten] Weblinks

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