dBFS bedeutet, engl. Abkürzung für „Dezibel full scale“, in einem digitalen System die Spannungsamplitude, die einen bestimmten maximal möglichen Wert hat, wie z. B. bei der PCM-Codierung. 0 dBFS (nicht 0 dBFS) stellt den höchstmöglichen Pegelwert dar ( z. B. für 7FFFH / 8000H bei 16-bit). Ein höherer Pegelwert als 0 dBFS ist in der digitalen Domain nicht möglich. Ein D/A-Wandler kann aber in speziellen Fällen höhere Pegel ( in der analogen Domain ) generieren, dies kann sich aus besonders gewählten digitalen Samples, der Wellenform und den Wandlereigenschaften ergeben.
Wird der Pegel auf der dBFS-Skala einer Schwingungsform von der „Spitzenamplitude“ hergeleitet, dann sind alle möglichen dBFS-Werte negativ.
Wenn der Effektivwert der maximal möglichen „Rechteckschwingung“ mit 0 dBFS bezeichnet, so kann eine Sinusschwingung ohne Clipping nicht mit größerer Amplitude sauber vorhanden sein, als mit –3 dBFS (effektiv, aber 0 dBFS peak).
Wird der Effektivwert der maximal möglichen „Sinusschwingung“ mit 0 dBFS bezeichnet, dann liegt die maximal mögliche Rechteckschwingung bei +3 dBFS (effektiv). Tatsächlich erzeugen D/A-Wandler diese höheren Effektivwert-Pegel.
Zur Abgrenzung von der Spitzenwert-Betrachtung wird die Bezeichnung „dBFS RMS“ verwendet. Man spricht hier von „intrinsic level“.
Die gemessene Dynamik eines digitalen Systems ist das Verhältnis der maximal möglichen Signalamplitude ( 0 dBFS ) zum Quantisierungsrauschen. ( siehe dort , vergleiche Geräuschspannungsabstand)